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UNIVERSITY OF
ILLINOIS LIBRARY
AT URBANA-CHAMPAIGN
BIOLOGY
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ACES LIBRARY
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UNIVERSITY OF ILLINOIS LIBRARY AT URBANA-CHAMPAIGN
MAR:
L161— O-1096
ACES LIBRARY
Botanische Jahrbücher
Systematik, Pflanzengeschichte
und
Pflanzengeographie
herausgegeben
Dreissigster Band.
Mit 23 Tafeln und 13 Figuren im Text.
u ee —
Leipzig
Verlag von Wilhelm Engelmann
1902.
Es wurden ausgegeben:
Heft 4 (S. 1—128; Litteraturbericht S. 4—8; Beiblatt Nr. 67) am 42. Marz 4904.
Heft 2 (S. 129—288; Litteraturbericht S. 9—40; Beiblatt Nr. 68) am 2. Juli 4904.
Heft 3 u. 4 (S. 289—448; Litteraturbericht S. 40—102) am 19. Nov. 4904.
Heft 5 (S. 449—474; Register) am 31. Januar 4902.
Druck von Breitkopf & Hartel in: Leipzig.
5 4 D, i en
Y.30
Fnhalt,
I. Originalabhandlungen.
Seite
G. Lopriore, Über die geographische Verbreitung der Amarantaceen in Be-
ziehung zu ihren Verwandtschaftsverhältnissen. (Mit Tafel I und 4 Figur
Bar... . . SU er re de cn 1- 38
A. Engler, Beiträge zur Flom von Mes XXL
Peienainges, Mung: camerunenses novi. IM. . . . . 2 . . : . : 89 57
W.Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. Mit Tafel Il... . 58- 68
E. Gilg, Übersicht über die Arten der Oleaceengattung Schrebera
es SU a te a way 097
H. Harms, Leguminosae africanae. II. Mit Tafel IM und 4 Figur
Met ..... eT Sage RAR Re mon te Whe TOD
E. Gilg, Myrsinaceae re the ae Vise: NUE Lae ea She OT OA
G. Lopriore, Amarantaceae africanae. IL Mit 2 Figuren im Text 402-440
P. Lindau, ue atricanae Vi ! .,.. . LO
I. Urban, bed africanae. Mit 4 Figur im Text EA UE 04 À
BR. Beer. Beamınege, alrieamae! .. a ogy Re ay 0448-1926
R. Pilger, Beitrag zur Flora von Mattogrosso. Mit 4 Figur im Text . . . . 427-238
A. Engler, Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
A. Engler, Berichte über die botanischen Ergebnisse der Nyassa-
See- und Kinga-Gebirgs-Expedition der Hermann- und Elise- geb.
Heckmann-Wentzel-Stiftung. IV. Die von W. Goetze am Rukwa-
See und Nyassa-See sowie in den zwischen beiden Seen gelegenen
Gebirgsländern, insbesondere dem Kinga-Gebirge gesammelten
Pflanzen, nebst emigen Nachträgen (durch * bezeichnet) zu Be-
richt II]. Mit Tafel IV—XXIL. .... . 239-445
Th. Loesener, Übersicht über die bis jetzt bekannten elnesischen ARR DE 146-474
II. Verzeichnis der besprochenen Schriften.
(Besondere Paginierung.)
Seite
W. Ruhland, Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1900 . . . . . 9- 39
W. Ruhland, Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1901 (bis Mitte
September), nebst einigen Nachträgen aus dem Jahre 4900. . . . . . . 43- 72
A. Engler, Über die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. . . . . . 73-102
Ascherson, P., und P. Graebner, Synopsis der mitteleuropäischen Flora, S. 8.
Berg und Schmidt, Atlas der officinellen Pflanzen, 2. Aufl., herausgegeben von
A. Meyer und K. Schumann, S. 7.
(SHIU
rei! De ae
IV SCH Chmärk
Correns, C., Bastarde zwischen Maisrassen mit besonderer Berücksichtigung der Xenien,
S. 44.
Dalla Torre, K. W.v., und Graf von Sarnthein, Flora der gefürsteten Grafschaft
Tirol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentums Liechtenstein, S. 7.
Hoeck, F., Pflanzen der Kunstbestande Norddeutschlands, als Zeugen für die Verkehrs-
geschichte unserer Heimat, S. 8.
Loesener, Th., Monographia Aquifoliacearum, S. 40.
Möller, A., Phycomyceten und Ascomyceten, Untersuchungen aus Brasilien, S. 39.
Schumann, K., Blühende Kakteen (Iconographia Cactacearum), S. 4. — Graf zu
Solms-Laubach, H., Cruciferen-Studien, S. 5. — Strasburger, E., Uber Re-
ductionsteilung, Spindelbildung, Centrosomen und Cilienbildner im Pflanzenreich,
~
a
Urban, L, Symbolae Antillanae seu Fundamenta Florae Indiae occidentalis, Vol. II.
Fase. IL, S
Wildeman, E. de, Icones selectae Horti Thenensis, S. 4. — Wünsche, 0O., Die
verbreitetsten Pflanzen Deutschlands, S. 8.
III. Beiblätter.
(Besondere Paginierung.) Seite
Beiblatt Nr. 67: C. Mez, Bromeliaceae et Lawraceae novae vel adhuc non satis
cognitaë : Lust ost. Rae Ve 0 ESS NRA SN RE
K. Reiche, Erwiderung . . . +, oh aah A SA are
z Urban, ACER zu vor ue Ron am ee 24-26
. Urban, Plantae novae americanae imprimis Glaziovianae. UL. 27-38
A v. ee Vier neue Weidenarten aus Japan. . . . . . . 39-44
A. Engler, Protarwm Engl. nov. gen. Eine neue, interessante
Gattung der Araceen von den Seschellen......... 42
Notiz. ind hos tem ee ee oe
seiblatt Nr. 68: C. B. Clarke, Cyperaceae (praeter Oaricinas) Chilenses . . . . ‘4-44
E. Ule, Ameisengärten im Amazonasgebiet. Mit Tafel XXIII. . . 45-52
Personalnachrichéen .. .; ..+.« s,s m 0 ON ee De COS
Botanische Reisen . .-. 7: 6b os SU COR
Strauss, H., Register der in Band XXVI—XXX (4898—1901) von Engler’s Bo-
tanischen Jahrbüchern für Systematik, Pflanzengeographic und Pflanzen-
geschichte beschriebenen neuen Arten und Varietäten . . . . . . . . . . 1-45
ee
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen
in Beziehung zu ihren Verwandtschaftsverhältnissen.
Von
Giuseppe Lopriore
in Catania.
(Mit Tafel I und 4 Figur.)
Einleitung.
Die Amarantaceen sind in ihrer geographischen Verbreitung auf das
tropische und subtropische Gebiet beschränkt, von wo aus sie nur wenige
Ausläufer nach den extratropischen Gegenden entsenden. Endemische
Formen finden sich in der Neuen, ebenso in der Alten Welt mit Haupt-
centren in Afrika, Asien und Australien; einige wenige sind über die ganze
Erde verbreitet.
Die Beziehungen festzustellen, die etwa zwischen der geographischen
Verbreitung und den natürlichen Verwandtschaftsverhältnissen der Haupt-
gruppen vorhanden sind, ist die Aufgabe, welche sich diese Arbeit zum
Ziel gesteckt hat.
Die Familie der Amarantaceen ist bekanntlich eine der schwierigeren.
Besonders über die Abgrenzung einiger Gattungen sind die Systematiker
oft verschiedener Ansicht, so dass bald eine Zergliederung, bald ein Zu-
sammenziehen einzelner Gattungen stattgefunden hat.
ScHinz ist in seinem in den Natürlichen Pflanzenfamilien (III, 1a)
dargestellten System der von Hooker in den Genera Plantarum ge-
gebenen Einteilung gefolgt, weicht aber von letzterer in der Umgrenzung
der monotheken Gattungen insofern ab, als er einen geringeren Wert auf
den Habitus und einen größeren auf die Ausbildung des Griffels legt. Ferner
hat er die Zwei- oder Vierfächerigkeit der Staubblätter zu dem Haupt-
merkmale seines Systemes erhoben.
Es ist einleuchtend, dass in vorliegender Untersuchung der Habitus
mit Rücksicht auf die geographische Verbreitung mehr beachtet werden
muss, ferner ist die Gruppierung nach der Zwei- oder Vierfächerigkeit der
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. I
2 .G. Lopriore.
Staubblätter nicht empfehlenswert, weil fast alle vierfächerigen Staubblätter
später zweifächerig werden. |
Ehe ich nun auf die geographische Verbreitung näher eingehe, seien
hier die allgemeinsten Verhältnisse der Amarantaceenblüten kurz besprochen.
Der Blütenbau ist sehr einfach. Die entweder einzeln oder zu mehreren
in der Achsel eines Tragblattes sitzenden Blüten weisen zwei gegenständige
Vorblätter und eine aus fünf Perigonblättern bestehende Hülle auf, welche
fünf verschiedenartig gestaltete, oft mit Pseudostaminodien alternierende
Staubblätter und einen stets einfächerigen, ein- oder mehrsamigen Frucht-
knoten umschließt. —
Von diesem einfachen Typus giebt es viele Abweichungen, welche sich
gewöhnlich als reducierte Bildungen auffassen lassen, die teils mit Vor-
richtungen zum Ausstreuen der Samen in Zusammenhang stehen, teils durch
klimatische Verhältnisse bedingt werden. Diese Fälle liefern gerade die
wichtigsten Merkmale, die zu Rate gezogen werden müssen, um als Stütze
für die natürliche Gruppierung zu dienen, indem man versucht, die eine
von der anderen Form abzuleiten und sie in phylogenetischen Zusammen-
hang zu bringen.
Es ist bekannt, dass Detpryo Einfachheit (semplicita) und Ver-
einfachung (semplifieazione) als wesentlich verschiedene Erscheinungen
auffasst. Unter dem ersten Begriff versteht er etwas Urspriingliches und
seit Alters her einer Wandlung und Fortentwickelung Entzogenes, während
die Vereinfachung oder Reduction einer allmählichen Umwandlung einer
höheren Stufe zu einer einfacheren Form entspricht.
Auf den Wert solcher Erscheinungen für die Beurteilung -der Stamm-
verwandtschaft innerhalb bestimmter Pflanzengruppen hat Ensrer schon
hingewiesen (Die systematische Anordnung der monocotyledoneen Angio-
spermen, Abh. d. preuß. Akad. 1892).
Dieser Gedanke diente mir als Leitfaden in der vorliegenden Arbeit, in
welcher ich versuchte, die ca. 50 hierher gehörenden Gattungen in na-
türliche Gruppen zusammenzufassen und letztere in Zusammenhang mit
ihrer geographischen Verbreitung und den ihnen zu Gebote stehenden Ver-
breitungsmitteln zu bringen.
Was ist einfacher Typus und was fortgeschrittener? Ist der Fort-
schritt im Blütenbau, im Blütenstand oder in anderen Merkmalen zum Aus-
druck gebracht? Das beabsichtigte ich zu verfolgen.
Wenn man von den mehrsamigen Amarantaceen ausgeht, so lassen
sich aus diesen durch Vereinfachung die einsamigen, innerhalb der letzten
aus den mit hermaphroditen Blüten versehenen durch Fortschritt die-
jenigen mit eingeschlechtlichen Blüten ableiten. Es würden auf diese Weise
drei Gruppen entstehen, von denen die zweite in zwei Gruppen zerfällt, je
nachdem die Blüten einzeln oder zu mehreren in der Achsel der Trag-
blätter sılzen,
Uber die geographische Verbreittng der Amarantaceen ete. >
| In Folgendem gebe ich eine kurze Übersicht über die Gliederung der
Familie:
Peeemomemmoten mehrsamig. . . .. nimm meins, ou Oelosiae
II. Fruchtknoten einsamig.
A. Blüten hermaphrodit.
_ a. Blüten einzeln in der Achsel der Tragblitter . . . . . . Achyrantheae und
Gomphreneae
b. Blüten zu mehreren in der Achsel der Tragblätter . . . . Cyathuleae
B. Blüten eingeschlechtlich, mitunter noch hermaphrodit und
Dew este u dm de nue de hie rate Amaranteue.
Diese Übersicht, die auf natürliche, einfache und leicht ersichtliche
Merkmale gegründet ist, hat nur die Bedeutung einer schematischen Dar-
stellung. Sie macht deshalb auf eine scharfe Abgrenzung der einzelnen
Gruppen gar keinen Anspruch und schließt selbstverständlich in ihrer Kürze
die Ausnahmen nicht aus, welche die einer und derselben Gattung ange-
hörenden Arten mit ein- oder mehrblütigen Partialblütenständen, mit her-
maphroditen, monöcischen, didcischen und polygamen Blüten machen.
Wie es in der mehrsamigen Tribus der Celosveae einsamige Celosia-
Arten giebt, welche den Übergang zu den einsamigen Amarantaceen ver-
mitteln, so giebt es Sericocoma- und Centema-Arten, welche den Übergang
von der Gruppe mit einblütigen zu der mit mehrblütigen Partialblüten-
ständen bilden, so giebt es ferner allerlei Übergänge zwischen hermaphro-
diten und diclinen Blüten bei den Gattungen, die sich um Amarantus
gruppieren.
Ich nehme die Gelegenheit wahr, Herrn Geh. Rat Excrer für die
freundliche Überlassung des reichlichen Herbarmaterials des Museums meinen
besten Dank abzustatten, ebenso wie Herrn Prof. Ursan für die Bereit-
willigkeit, mit der er die westindischen Amarantaceen des Herbariums
Krug und Ursan mir zur Verfügung stellte und den Collegen des bota-
nischen Museums für ihr freundliches Entgegenkommen.
Celosieae.
Ava ese | Gruppe ist vor allem durch die Gattung Celosia vertreten.
Hierher gehören ferner die Gattungen Hermbstacdtia, Deeringra, Henonia
und Pleuropetalum. Die Gattung Celosia zeichnet sich nicht nur durch
ihr groBes Verbreitungsareal, sondern auch durch ihre zahlreichen Arten
aus. Es ist von besonderem Interesse, diesen Arten niiher zu treten, um
zu sehen, welche Beziehungen sie unter einander betreffs der Blütenstände
des Blütenbaues und der Verbreitungsmittel zeigen.
Was die Blütenstände betrifft, so finden wir bei den Celosia-Arten,
von den einfacheren zu den complicierteren Formen fortschreitend, folgende
verschiedene Verzweigungsarten:
u
4 G. Lopriore.
4. Traubige Inflorescenzen (Seitenachsen unverzweigt):
a. einfache Trauben,
b. durch Verkürzung der Seitenachsen entstandene ährige Inflorescenzen.
2. Rispige Inflorescenzen (Seitenachsen verzweigt):
a. mit racemösen Seitenstrahlen,
b. mit dichasialen Seitenstrahlen.
Von diesen verschiedenen Typen ist wohl die Ähre als der einfachste
zu betrachten, welcher in der reinsten Form bei Celosia argentea L. zum
Ausdruck kommt und zuweilen beträchtliche Dimensionen (bis über 30 cm
Länge) erreicht. Wenn ich aber diese Art an den Anfang der Reihe stelle,
so soll damit nicht gesagt sein, dass die übrigen Arten von ihr herzuleiten
seien, obwohl sich von der typischen Ähre durch Verlängerung der Inter-
nodien Zwischenformen ableiten lassen, bei welchen die Blüten entweder
spiralig sind oder wie in zwei gegenüberstehenden Reihen angeordnet
scheinen, die aber bei genauerer Betrachtung sich ebenfalls als spiralig an-
geordnet erweisen.
Durch Verzweigung der Seitenachsen entstehen rispige Inflorescenzen,
wie bei C. monosperma Rose und C. nana Baker.
Eine Traube mit typisch dibrachialer Verzweigung der Seitenachsen
zeigt C. anthelminthica Aschers. in ihrem entwickelten Zustande. Auch
bei C. angustifolia Schinz ist der Blütenstand aus mehrblütigen, von ein-
ander getrennten Dichasien zusammengesetzt. Abgesehen aber von diesen
Formen, finden sich bei Celosia fast ausschlieBlich Ahren oder ährige In-
florescenzen.
Was den Blütenbau betrifft, so ist derselbe bei den echten Celosia-
Arten sehr einfach und von dem typischen Blütenbau der Amarantaceen
nicht verschieden. Die Staubhlätter sind gewöhnlich in ihrem unteren Teile
zu einem ringsum geschlossenen Becher von der Form eines Schüsselchens
Cupula staminea) zusammengewachsen, aus welchem die Staubfäden
hervorragen. Der bei der Reife mehr oder weniger über das Perigon her-
vorragende Fruchtknoten ist in seinem oberen Teile oft verdickt, der mehr
oder weniger lange Griffel endet in einer kopfförmigen oder zwei—drei-
fädigen Narbe. Nur bei C. argentea L. zeigt der Griffel die Eigentümlichkeit
eines nachträglichen Auswachsens, was, wie später hervorgehoben wird,
für die Pflanze von großer biologischer Bedeutung ist.
Von besonderem Interesse ist es, zu verfolgen, wie bei einigen Ce-
losıaı- Arten, die von Senmz zuerst als Hermbstaedtia beschrieben wur-
den, und bei wenigen anderen das Andröceum sich derart stufenweise aus-
bildet, dass es einen Übergang von der Gattung Celosia zu der ihr am
nächsten verwandten Fermbstaedtia auf das klarste verdeutlicht. In der
That sieht man, wie bei diesen Arten, die von Scnınz zu der Unter-
gatlung Psendohermbstacdtia vereinigt wurden, die Staubfäden anstatt
pfriemlich zu bleiben, breit lanzettlich werden, dann an der Spitze zwei
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 5
Zipfel ausbilden, die allmählich an Dimensionen zunehmen, bis sie den zwei-
lappigen Pseudostaminodien der Gattung Hermbstaedtia täuschend ähnlich
aussehen (vergl. in der unteren Figur 4 A—F mit @).
Der Bau des Utriculus oder der Kapsel bietet bei einigen Arten auf-
fallende Eigentümlichkeiten, die zum Ausstreuen der Samen von sroßer Be-
deutung sind. So endet der Fruchtknoten bei C. argentea L. in einem
langen, weit aus dem Perigon hervorragenden Griffel und öffnet sich in
der Weise, dass sein oberer Teil mit dem daran befindlichen Griffel nach
Art eines glockenförmigen Deckels, der in einer fast regelmäßig ringförmigen
Zone sich vom unteren Teil loslöst, abgestoßen wird (Taf. I, Fig. A, B).
Das Abfallen selbst wird durch die bedeutende, infolge nachträglichen Aus-
wachsens zu stande kommende Länge des Griffels, bei Berührung, Erschüt-
terung oder Wind noch erheblich erleichtert. Dieses Verhalten kann als
D E
Fig. 4. Zwei Staubfäden und ein Staubgefäß bei:
A Celosia Welwitschii Schinz, B C. spathulifolia Engl., C C. scabra Schinz, D C. ar-
genteiformis Schinz, E C. linearis Schinz, F C. falcata Lopr., @ Hermbstaedtia ele-
gans Mog. — Original.
ein Fortschritt in der Ausbildung des Fruchtknotens gegen-
über den übrigen Arten, welche einen kurzen Griffel besitzen,
angesehen werden; es erklärt vielleicht, weshalb diese Art ein so großes
Verbreitungsareal besitzt.
Bei C. spicata Spreng. treffen wir eine sehr zweckmäßige Einrichtung
zum Ausstreuen der Samen. Die Kapsel ist bei dieser Pflanze nicht flaschen-
oder kegelfürmig wie bei vielen verwandten Arten, sondern flach gedrückt,
sie gleicht einem niedrigen Rotationsellipsoid und springt in zwei ungleichen
Teilen auf (Taf. I, C—-F'). Der untere, kleinere Teil, der etwa !/, der
ganzen Kapselgröße entspricht, ist ausgebreitet und bleibt auf den stern-
6 G. Lopriore.
formig gespreizten Perigonblättern sitzen. Der obere Teil, etwa ?/, der
Kapselgröße ausmachend, umgreift mit seinem Rande die in zwei horizon-
talen Reihen angeordneten Samenhaufen derart, dass der Deckel sie fest-
halt und diese mit jenem zugleich von dem bleibenden Grunde der Kapsel
entfernt werden. Dieser Umstand, verbunden mit dem anderen, dass der
Deckel in einer dreifädigen, mit oft eingerollten Spitzen versehenen, zum
Anheften geeigneten Narbe endet, erleichtert erheblich das Verschleppen
und das Ausstreuen der Samen, welche hier dicht gedrängt sind und von
einem kurzen Nabelstrang getragen werden. Bei genauerer Betrachtung
ist nicht zu verkennen, dass der Trennungsriss in der Kapsel bei weitem
regelmäßiger und vor allem scharfrandiger verläuft als bei C. argentea.
Bei C. oblongocarpa Schinz findet mit der Reife ein Auswachsen des
walzenfürmigen Fruchtknotens statt, so dass derselbe etwa um die Hälfte
seiner Länge über das Perigon hervorragt und von demselben etwa wie
eine Eichel von ihrer Cupula umgeben wird. Die reife Kapsel springt
mittels eines Kreisschnittes wenig über der Basis auf, und da sie in einem
kurzen, mit zwei nach unten gekrümmten Narbenästen versehenen Griffel
endet, so ist dadurch die Möglichkeit gegeben, dass der Deckel durch die
Haken an vorüberstreifenden Körpern festgeheftet und von der Kapsel ent-
fernt wird. |
Bei ©. macrocarpa Vikns. erreichen die dicht zusammengedrängten
Kapseln der über 25 cm langen Ähre die größten Dimensionen, die über-
haupt bei Celosia vorkommen. Sie springen bei der Reife sehr leicht vom
Grund des Perigons ab, ohne irgend einen Kreisschnitt zu zeigen, und
wenn auch Längsrissstellen beim Austrocknen hier und da bemerkbar wer-
den, so lassen sich doch keine anatomisch präformierte Rissstellen, wie
z.B. bei C. argentea, C. macrocarpa, C. oblongocarpa und bei mehreren
Hermbstaedtia-Arten nachweisen. Bei den letztgenannten Arten zeigt die
mikroskopische Untersuchung der Kapselwand, dass die an der Rissstelle
liegenden Zellen sich durch Form, Wandstärke und Orientierung von den
oberhalb wie unterhalb liegenden Elementen unterscheiden. Der Form nach
erscheinen sie prismatisch, während die benachbarten von unregelmäßigem
Umriss und oft verzahnt sind, ferner sind diese Zellen im Vergleich zu den
die unmittelbar an der Rissstelle liegen-
den Zellen zeigen eine sehr geringe Wandstärke, welche außerdem von der
übrigen bedeutend dünnwandiger ;
inneren zur äußeren Seite allmählich abnimmt. Endlich sind diese Elemente
in senkrechter Richtung zu den übrigen, nach der Längsachse der Kapsel
zestreekten Klementen orientiert.
Was den anatomischen Bau der Kapselwand bei den mit einem Kreis-
schnitt aufspringenden Arten betrifft, so mag hier nur kurz angedeutet
werden, dass letztere, auf dem (Querschnitt betrachtet, eine äußere, aus
weillumigen, fast prismatischen und mit der einen Seite nach außen her-
vorgewölblen Zellen bestehende Schicht, eine innere, aus kleinlumigen, in
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. {
radialer Richtung gestreckten und papillös gewölbten Zellen bestehende
Schieht und ein mehrschichtiges, zwischen beiden vorhandenes Füllgewebe
aufweist.
Obwohl die letztgenannten Arten mit guten Verbreitungsmitteln aus-
gerüstet sind, besitzen sie kein entsprechend großes Verbreitungsareal, denn
es ist C. oblongocarpa auf Ugogo (Deutsch-Ost-Afrika) und C. spicala auf
Madagascar beschränkt, letztere vielleicht auch aus dem Grund, weil Samen
nur schwer in keir»fähigem Zustande über Wasser kommen.
Die mit Celosia am nächsten verwandte Gattung ist Hermbstaediia,
welche mehrere in Südafrika vorkommende Arten enthält. Eine Mittel-
stellung zwischen beiden Gattungen würde die zu Celosia gehörende Unter-
gattung Pseudohermbstaedtia beanspruchen, welche mit Ausnahme von
©. spathulifolia Engl. nur von Scuinz aufgestellte Arten enthält, die zuerst
von diesem Autor in die Gattung Hermbstaedtia gestellt wurden. Mit
Celosia und zwar der Section Celosiastrum, die nur C. argentea L. um-
schließt, zeigt die in Frage stehende Untergattung die Eigentümlichkeit,
dass der Griffel erst nachträglich auswächst, ohne aber wie bei jener kopf-
formig zu sein. Abgesehen aber von diesem Merkmale, das nur bei C. ar-
genteiformis und scabra Schinz vorhanden ist, sind die in Frage stehenden
Arten mit Hermbstaedtia näher als mit Celosia verwandt. Scuinz selber
meinte, dass eine sorgfältige monographische Bearbeitung der Celosieae un-
zweifelhaft die Umgrenzung der in der Untergattung Pseudohermbstaedtia
untergebrachten Arten erheblich abändern würde.
Hermbstaedtia stellt eine sehr natürliche Gattung dar, welche im
Habitus Celosia am nächsten kommt, im Blütenbau als eine fortgeschrittenere
Form derselben gelten darf und im Blütenstande nur den Ährentypus zeigt.
Ihre Beschränkung auf Südafrika ist vielleicht als eine Folge der höheren
Organisation anzusehen, welche auch bei den neuen von Baker und mir
aufgestellten Arten eine große Übereinstimmung mit den alten Moguin
Tanpon’s gezeigt hat.
Die mit Celosia und Hermbstaedtia am nächsten verwandte Gattung
ist Deeringia, welche fünf bis sechs Arten enthält, von denen D. baccata
Retz. und D. spicata Spreng. die verbreitetsten sind. Der Blütenbau ist im
Vergleich zu dem der vorigen Gattungen insoweit verschieden, als er im
Perigon eine Vermehrung bis zu sechs Tepalen und im Andröceum bald
eine Reduction bis zu vier, bald eine Vermehrung bis zu sechs Staub-
blättern aufweist. Daher darf man an einen Fortschritt oder an eine Rück-
bildung des Blütenbaues nicht denken. Der Umstand aber, dass in dieser
Gattung zwitterig-polygame oder dieline Blüten vorkommen, verbunden mit
dem anderen, dass hier oft hoch emporsteigende Halbsträucher anzutreffen
sind, erwecken das Bedenken, ob wir nicht etwa vor fortgeschritteneren
Formen stehen. Den guten Verbreitungsmitteln entsprechend hat die Gat-
tung namentlich in D. baccata, welche mit verhältnismäßig großen, mit
8 G. Lopriore.
zahlreichen, kleinen und metallglänzenden Samen versehenen Kapseln aus-
gestattet ist, eine auBerordentlich weite Verbreitung, welche von Madagascar
über Indien, Malesien, Papuasien und noch darüber hinaus geht.
Eine auffallende Ähnlichkeit zeigt diese Gattung mit den Celosia-Arten
der Neuen Welt, obwohl letztere keine so große Mannigfaltigkeit in der
Ausbildung der Blütenstände aufweisen.
Was die übrigen zwei mit mehrsamigen Fruchtknoten ausgestatteten
Gattungen betrifft, so mag hier angedeutet werden, dass dieselben mit den
drei vorher besprochenen Gattungen wenige Beziehungen haben. In der
That ist die erste der beiden, Henonea, die nur eine einzige, auf Mada-
sascar beschränkte Art, H. scoparia Moq. enthält, ein ginsterartiger Strauch,
welcher, abgesehen von dem mit den Celosieen übereinstimmenden Blüten-
bau, weder in den sehr spärlichen Ähren, noch in den blattlosen Zweigen
irgend eine Ähnlichkeit mit den zuerst besprochenen Celosieen aufweist.
Betreffs der letzten Gattung Pleuropetalum halte ich die frühere Stel-
lung derselben unter den Portulacaceen für besser als die von Moquin voll-
zogene Umstellung zu den Amarantaceen. Die beiden als Vorblätter ge-
deuteten Phyllome dürfen sehr wohl als Kelchblätter angesprochen werden.
Ferner ist der Blütenbau der Gattung von dem der Portulacaceen nicht
verschieden. Die größere Zahl der Staubblätter (5—10) ist durchaus un-
zewöhnlich für die Familie der Amarantaceen. Auch Pax hat, obwohl mit
einem Fragezeichen, diese Gattung unter die Portulacaceen gestellt (Nat.
Pflanzenfam. II, 4°, p. 57).
Die hierher gehörenden ein oder zwei Arten (P. Darwin Hook. auf
den Galapagosinseln und P. costaricense (Hook.) H. Wendl. (= P. Sprucei
Hook.) in Mexiko und Centralamerika sind kleine Bäume; dieses Merkmal
sowie der allgemeine Habitus dieser Pflanzen spricht nicht für die Zu-
gehürigkeit derselben zu den Amarantaceen. Die Veränderung des Namens
in Allochlamys ist sehr ungerechtfertigt und zu verwerfen, da Hooker
wohl im Recht war, als er die inneren Blumenblätter für Petalen an-
sprach. Jedenfalls ist die Frage nicht eindeutig in Mogquin’s Sinne zu be-
handeln.
Will man die geographische Verbreitung der Celosieen und besonders
der Celosia-Arten in Beziehung zu den verschiedenen Inflorescenztypen be-
trachten, so sieht man, dass gerade der einfachste Typus, d.h. die Ähre,
soweit dieselbe durch C. argentea L. vertreten, der verbreiteste ist, denn diese
Art hat bekanntlich das größte Verbreitungsareal in den tropischen und
extratropischen Gebieten. Die anderen Typen lassen keine directe Be-
ziehung zu ihrer geographischen Verbreitung erkennen. Bei ihnen ist wohl
die unterbrochene Ähre, als abgeleitete Form der einfachen, am verbreitetsten
sowohl bei Arten in der Alten wie in der Neuen Welt. Die fortgeschritteneren
Typen, wie die rispigen und dichasialen Infloreseenzen, zeigen dagegen ein
sehr beschränktes Areal, denn C. monosperma Rose, die den ersten Typus
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 9
vertritt, und C. anthelminthica Aschers. mit C. angustifolia Schinz, die
den zweiten Typus vertreten, sind auf Mexiko, resp. auf Abessinien und
Madagascar beschränkt.
Will man die geographische Verbreitung in Beziehung zu dem Bliiten-,
resp. Kapselbau bringen, so sieht man, dass gerade jene Arten am ver-
breitetsten sind, deren Kapseln mit einem Kreisschnitt aufspringen.
Vergleicht man die Formen der Alten mit denen der Neuen Welt, so
fällt vor allem auf, dass die in der Neuen Welt endemischen Celosia-Arten
durch breite, laubige Blätter, durch meist kopfige Inflorescenzen und durch
den ganzen Habitus, der mehr an Deeringia als an Celosia erinnert, aus-
gezeichnet sind, und wenn auch C. monosperma sich habituell den Formen
der Alten Welt nähert, ist sie doch durch die rispigen, breiten Inflores-
cenzen und den einsamigen Fruchtknoten von letzteren sehr verschieden.
Jedenfalls erscheinen die Celosieen als echt tropische Gewächse, die,
wenn sie auch in der gemäßigten Zone vorkommen, hier nur als Ein-
dringlinge zu betrachten sind. Ihr Ursprungsort scheint mit großer Wahr-
scheinlichkeit das tropisch afrikanische Gebiet zu sein, nicht nur aus dem
Grunde, weil dort die meisten Arten vertreten sind, sondern auch weil die
mit Celosia am nächsten verwandte Gattung Hermbstaedtia mit den Unter-
gattungen Pseudohermbstaedtia Schinz und Gomphrohermbstaedtia Lopr.
ebenfalls in Afrika ihre Heimat haben. Ferner ist zu bemerken, dass die in
der Neuen Welt vorkommenden Arten von denen der Alten durch ihren all-
gemeinen Typus abweichen und mehr an Deeringia als an Celosia erinnern.
Was die Gattungen Deeringia, Henonia und Pleuropetalum betrifft,
so habe ich schon erwähnt, dass dieselben unter sich und mit den übrigen
Celosieen in keiner so innigen Verwandtschaft wie Celosia und Hermb-
staedtia unter einander stehen.
Achyrantheae:
Bei der Betrachtung dieser Gruppe treten zwei Gattungen, nämlich
Achyranthes und Gomphrena hervor, die als Haupttypen gelten künnen,
um welche sich die übrigen Gattungen gruppieren lassen.
Wir fangen mit Achyranthes an, welche nicht nur zahlreiche Arten
enthält, sondern mit mehreren derselben ein grofes Verbreitungsareal in
den tropischen und subtropischen Gebieten besitzt.
Die hierher gehörenden Pflanzen sind emporsteigende, selten kriechende
Kräuter und Halbsträucher, welche in ihrem allgemeinen Habitus darin
übereinstimmen, dass sie durchweg einen articulierten, mit gegenständigen
Blättern und Zweigen ausgestatteten Stengel zeigen.
Was den Blütenbau betrifft, so sitzen die Blüten in der Achsel eines
meist später abwärts sich zurückschlagenden Tragblattes und zeigen zwei
gegenständige Vorblätter, welche bei einigen Arten, wie später hervorgehoben
10 G. Lopriore.
wird, von biologischer Bedeutung sind. Das Perigon besteht aus fiinf kahlen
oder behaarten, später mehr oder weniger am Grunde verhärtenden, meist
zusammengeneigt bleibenden Tepalen, die selten auf vier reducirt werden.
Die fünf Staubblätter erfahren selten eine ähnliche Reduction bis vier, noch
seltener bis drei und alternieren mit verschiedenartig gestalteten Pseudo-
staminodien. Das Ovarium endet in einem meist langen, cylindrischen, mit
kopfförmiger Narbe versehenen Griffel.
Hinsichtlich des Blütenstandes zeigt diese Gattung zwei Haupttypen:
die Ähre und das Köpfchen. Zwischen beiden treten Übergangsformen auf.
Von diesen Steppen bewohnenden und gelegentlich am Unterwuchs
des Waldes sich beteiligenden Gewächsen haben sich einige zu Xerophyten,
andere zu hydrophilen Pflanzen ausgebildet. Unter den ersteren finden
wir A. lanuginosa Schinz, welche mit ihren bis 25 cm langen, wolligen
Ähren und ihren erst behaarten, dann kahlen Blättern ein sehr charak-
teristisches Aussehen hat, ferner A. splendens Mart. und A. canescens R. Br.,
welche mit ihren seidenartig behaarten Blättern und Zweigen ihrem Stand-
orte ein charakteristisches Bild verleihen müssen.
Unter den letzteren ist A. (Centrostachys) aquatica Wall. zu erwähnen,
welche in ihrem dicken, hohlen, an den Knoten leicht wurzelnden Stengel
und ihren langen, dieht mit Blüten besetzten Ähren vorzügliche Anpas-
sungen für eine große Verbreitung besitzt. In der That treffen wir sie
auf weit aus einander entfernten Gebieten, wie in Abessinien, am Senegal,
im Himalaja.
Andere Arten zeigen strauchartigen Wuchs, und A. aborescens R. Br.
erreicht mit ihrem holzigen Stengel die Dimensionen eines echten Strauches.
Noch andere Arten haben sich endlich zu typischen Kletterpflanzen
ausgebildet, wie dies bei der jetzt zu einer besonderen Gattung (Strlbanthus)
erhobenen A. scandens Hook. f. der Fall ist, welche mit ihrem dünnen,
aus langen Internodien bestehenden Stengel, mit den breiten, laubigen
Blättern, mit ihren relativ kurzen, sehr leichten Ähren die besten Anpas-
sungen an diese eigenartige Lebensweise getroffen hat.
(Gegenüber diesen mannigfaltigen, durch Anpassung an die verschie-
denen äußeren Lebensverhältnisse hervorgerufenen Gestaltungen der vege-
tativen Organe zeigen die Blüten recht geringe Abweichungen von dem
typischen Bau. Trotzdem sind diese von großem Werte, indem sie bei ge-
nauerer Betrachtung interessante Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Achy-
ranthes und einer Anzahl mit dieser nahe verbundenen Gatlungen zeigen.
So vermittelt A. triandra Lam. dureh ihr aus drei Staubblättern be-
stehendes Andröceum den Übergang zur Gattung Nyssanthes, welche be-
kanntlich nur zwei Arten umschließt, von denen die eine (N. diffusa KR. Br.)
zwei und die andere (N, erecta KR. Br.) vier Staubblätter aufweist.
A. Teptostachya Vi. Mey. erinnert dureh ihre schlanken, glänzenden,
kleinblütigen, diehasial angeordneten Ähren an mehrere Psilotrichum-Arten.
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 11
Auch der Ubergang zu der monotypischen Gallung Stilbanthus ist
ein sehr leichter, wenn man bedenkt, dass die Blüten von S. scandens
(Gamble) Hook. nur dadurch von jenen vieler Achyranthes-Arten verschie-
den sind, dass die Perigonblätter unterhalb der Spitze auf der Außenseite
bebärtet und die Staminodien anders gestaltet sind als bei Achyranthes.
Die besondere Form dieser Pseudostaminodien, welche so lang oder länger
als die Staubfäden und an der Spitze gefranst sind, kann den Übergang zur
Gattung Alternanthera bilden, welche viele Arten und ein großes Verbreitungs-
areal besitzt. Dieser Gattung würde sich dann die bis jetzt nur eine Art
(Mechowia grandiflora Schinz) enthaltende Gattung Mechowia zugesellen.
Wir wollen diese Gattungen etwas näher betrachten, um zu sehen,
wie weit die schon angedeuteten Verwandtschaftsverhältnisse zu verfolgen
sind und wollen die gemeinschaftliche Gruppierung um die Gattung Achy-
ranthes vechtfertigen.
Was zunächst die Gattung Nyssanthes betrifft, so hat diese kleine, in
spärlichen Köpfchen angeordnete Blüten, welche vier in Stachelspitzen
ausgezogene Perigonblätter, zwei bis vier Staubblätter und eben so viele
mit diesen alternierende, abgestutzte, einfache oder gewimperte Pseudo-
staminodien besitzen. Auf Grund dieser Charaktere mag die Vereinigung
mit Achyranthes und ihre Stellung nach derselben nichts Befremdliches
haben, da kopfige Blütenstände auch in reducierter Form bei Achyranthes
häufig sind und da die Ausbildung der Perigonblätter zu Stachelspitzen
keine seltene Erscheinung bei Achyranthes ist. Das Spreizen der Vor-
und Perigonblätter zum Ausstreuen der Samen kommt bei Nyssanthes in
ausgeprägterer Weise als bei Achyranthes vor. Die Beschränkung der
ersten auf Nordaustralien, das Achyranthes ebenfalls beherbergt, wider-
spricht der Vereinigung beider nicht, kann sogar als ein Resultat der
höheren Organisation angesehen werden. Ob nun letzteres zutreffend und
ob Nyssanthes in der That als höher organisiert anzusehen sei, darf man
nicht behaupten, denn, wie En@rer bemerkt (Die systematische Anordnung
der monocotyledoneen Angiospermen, Abh. d. preuß. Akad. 1892, p. 5),
kann man nicht in einem Verwandtschaftskreise, in welchem schwankende
Zahl der Glieder beobachtet wird, die Minderzähligkeit ohne weiteres als
die jüngere, die Vielzähligkeit als die ältere Stufe annehmen; es ist
möglich, dass sie sich so zu einander verhalten, aber es braucht nicht
so zu sein; es kann auch die umgekehrte Entwickelung stattgefunden haben,
oder es können auch beide Typen neben einander entstanden sein.
Die Vereinigung von Achyranthes mit Psilotrichum erweckt dagegen
auf den ersten Blick manches Bedenken, zumal da bei dieser Gattung trotz
der Einfachheit des Blütenbaues der größte Fortschritt im Blütenstand zur
Ausbildung gelangt ist. Der Zusammenhang lässt sich aber doch darthun,
wenn man: zuerst die typische Ähre betrachtet und dann von dieser zu
den höher entwickelten Formen übergeht. Die erste findet man in der
12 G. Lopriore. iu
reinsten Form bei Pselotrichum Schumpert Engl. und I. afri vcanum Oliv.
Durch Verkürzung der Spindel ist der Übergang von der Ähre zum Köpf-
chen, wie dies bei P. ovatum Moq., P. Ruspolii Lopr. und P. Robecchii
Lopr. vorkommt, ein allmählicher.
Als höher fortgeschrittene Form betrachte ich die Blütenstände von
P. cordatum (Hochst. et Steud.) Hochst. Sie stellen kreuzgegenständige
Rispen dar, welche aus ähnlich gebauten Teilblütenständen zusammengesetzt
sind. Endlich laufen die Zweige in ährenartige Aggregate aus. Werden
dieselben aber genauer betrachtet, so ergiebt sich, dass die ziekzackförmig
zebrochene Achse die Blüten nicht mehr in zwei opponierten, um 180°
divergenten Reihen trägt, sondern dass die Bliitenreihen nur um 90° von
einander abweichen. Es geht daraus hervor, dass wir es in dem Blüten-
stand letzter Ordnung mit einem Sympodium zu thun haben, und speciell
liegt eine Wickel vor.
Ohne Zweifel stellt diese Form des Blütenstandes eine der am wei-
testen fortgeschrittenen in der Familie der Amarantaceen dar, so dass in
der einen und derselben Gattung Psilotrichum die einfachsten und die
höchst entwickelten Formen des Blütenstandes zu treffen sind, während der
Blütenbau bei allen ein gleicher bleibt.
Hier würde es vielleicht angezeigt sein, die Stellung der Gattung No-
lotrichium zu besprechen. Was diese Gattung betrifft, welche drei auf die
Sandwichsinseln beschränkte Arten enthält, so findet sie nicht nur wegen
ihrer Beschränkung auf ein so enges Gebiet, sondern auch durch die Vier-
zähligkeit des Perigons und des Andröceums keinen direeten Anschluss an
andere in benachbarten Gebieten vorkommende Gattungen. Der Umstand
aber, dass N. sandwicense Mann zuerst als Psdlotrichum beschrieben wor-
den ist, und noch der andere, dass die zwei übrigen Nototrichium-Arten
auch ährige Blütenstände haben, deren Achse behaart und verdickt wie bei
einigen Psilotrichum-Arten (P. densiflorum Lopr.) ist, mag die Stellung
von Nolotrichium neben Psilotrichum als nicht unberechtigt erscheinen
lassen. Beide stehen auf gleicher Stufe hinsichtlich des Blütenstandes, so
weit dieser durch die Ähre vertreten, sie gehören aber hinsichtlich des
Blütenbaues verschiedenen Progressionsreihen an.
Von den Achyranthes-Arten ist bekanntlich A. aspera L. mit ihren
Varietäten die verbreitetste in den tropischen und extratropischen Gebieten.
Für diese Art kommt man zu einer Erklärung ihrer Verbreitung, wenn
man das Verhalten der Blüten bei der Reife verfolgt (Taf. 1, Fig. G—d,
vergl, die Figurenerklärung). Die an der bis 30 em langen Ähre sitzenden
Blüten werden bei der Reife nach unten zurückgeschlagen, bleiben aber
unter einander nicht so eng gedrängt und an der Spindel nicht so fest an-
zeschmiegl, wie bei der früheren Stellung, sondern bilden mit derselben
einen mehr oder weniger spitzen Winkel. Dabei krümmen sich und spreizen
sich die nahe an einander liegenden Vorblätter mit ihrer oberen Hälfte von
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 13
Perigon derart ab, dass sie mit diesem einen Winkel von ca. 45° bilden.
Der Umstand, dass dieselben pfriemlich, steif und nur an ihrer Basis zu
einer runden hyalinen Spreite verbreitert sind, vergrößert das Anheftungs-
vermögen der Perigonhülle nach erfolgter Reife der Frucht. Während nun
ein Hinabstreifen an unreifen Ähren keine Blüten abspringen lässt, führt
dagegen ein Hinaufstreifen an den reifen Ähren zu einem charakteristischen
Wesschleudern der Perigonhülle mit dem darin enthaltenen Samen. Und
da die zurückgeschlagenen Blüten über einander hängen, so stößt jede an
der Spitze berührte Perigonhülle an die über ihr befindliche u. s. f., so dass
nicht einzelne, sondern oft mehrere fruchttragende Blüten fortgeschleudert
werden und zuletzt nur die nackte Spindel mit einigen unreifen Endblüten
übrig bleibt.
Die eigentliche Mechanik des Abwärtsschlagens der Blüten ist bis
jetzt nicht genau ermittelt. Verfolgt man aber den Gang der Blüte von
der Anthese bis zur vollen Reife der Samen, so kann man folgende That-
sachen festsetzen. Die Blüte trägt zwei gegenständige Bracteolen und einen
kurzen, kegelförmigen Pedicellus, der in der geraden Richtung ihrer Längs-
achse liegt. Mit der Reife erfährt nun der Pedicellus infolge übermäßigen
Längenwachstums seiner ventralen im Vergleich zu seiner dorsalen Seite
eine derartige Krümmung, dass die Blüte eine der früheren fast entgegen-
gesetzte Stellung einnimmt, indem sie sich um den Ansatzpunkt des Pedi-
cellus allmählich biegt. Zu gleicher Zeit rücken die zuerst gegenständigen
Bracteolen immer näher an einander, krümmen die obere Spitze nach
außen und erscheinen nunmehr an der jeizt zur Außenseite gewordenen,
ursprünglichen Ventralseite der Perigonhülle inseriert. Ferner erfolgt eine
Verhärtung und Auftreibung ihres Basalteiles nach oben. Die jetzt oben
liegende Basis der Perigonhülle gleicht einer Kuppel, die den Pedicellus um
ein beträchtliches Stück überragt. Bei jeder Berührung der Perigonspitze
stößt die Perigonbasis gegen die Spindel derart, dass das sofortige Trennen
und Fortschleudern der Perigonhülle und der in ihr enthaltenen Frucht
stattfindet. Der Umstand, dass die äußeren Perigonblätter oft mit ihrer
Spitze aus einander spreizen, vergrößert das Anheftungsvermögen der
Perigonhülle an vorbeifahrenden Körpern.
Derselbe Vorgang tritt bei fast allen mit langen Ähren versehenen
Arten ein, nur dass das Spreizen und Aneinanderrücken der Bracteolen
weniger auffallend sind.
Diese Function der Bracteolen wird bei A. (Centrostachys) aquatica
R. Br. von dem seiner Insertion nach ursprünglich ventralen, bei den zu-
rückgeschlagenen Blüten aber äußeren Perigonblatt übernommen, während
die eigentlichen Bracteolen als kleine, runde, hyaline Gebilde an der Basis
der verhärteten und vergrößerten Perigonhülle ihre ursprüngliche gegen-
ständige Stellung behalten (Taf. I, Fig. K—M, vergl. Figurenerklärung).
Die genaue Untersuchung zeigt, dass das in Frage stehende Perigon-
14 ' G. Lopriore.
hlatt schon bei unreifen Blüten ein im Vergleich zu den ührigen Perigon-
blättern übermäßiges Längenwachstum besitzt, das bei den übrigen Achy-
ranthes-Arten nicht vorkommt und im allgemeinen für die ventralen
Perigonblätter der Amarantaceen-Blüten etwas Auffallendes ist. Bei der
Reife der zurückgeschlagenen Blüten krümmt und spreizt sich das be-
treffende Blütenhüllblatt vom Perigon ab, wird derber und härter und bildet
seine Spitze zu einem richtigen Dorne aus. Dabei behält es seine schmal
lanzettliche, scharfrandige, an der Basis abgestutzte Form bei, während
die übrigen Blätter breit, stark concav werden und am Rand einen schmalen,
hyalinen Streifen besitzen. Infolge der übermäßigen Verhärtung und Ver-
dickung des Basalteiles des Perigons erscheint dasselbe kreiself6rmig und
mit abgeflachter Blütenbasis, auf welcher der Pedicellus unterhalb der Mitte
inseriert ist. Die Spindel zeigt an der Insertionsstelle der einzelnen Blüten
polsterförmige Verdiekungen von ungefähr halbkreisförmiger, nach unten
abgeflachter, beiderseits mit zwei unscheinbaren Höckerchen versehener
Gestalt, in deren Mitte die äußerst kleine, lineare Insertionsstelle des Pedi-
cellus sich befindet (vergl. Taf. I, Fig. Z die Verdickung links).
Bei Achyranthes haben die mit langen Ähren versehenen Arten eine
weit größere Verbreitung als die kurzährigen oder mit kopfigen Inflores-
cenzen ausgestatteten. Letztere zeigen ferner keine so glatten und glänzen-
den Perigonblätter, wie dies bei mehreren langährigen Arten und besonders
bei A. aspera L. der Fall ist, sondern behaarte und spröde Perigonblätter.
Ein directer Zusammenhang zwischen dem einen oder dem anderen
dieser zwei Haupttypen und der geographischen Verbreitung der ihnen ge-
hörenden Arten lässt sich nicht feststellen, nur scheinen die mit kopfigen
Inflorescenzen ausgestatteten Arten in Afrika häufiger zu sein.
Vergleicht man die Formen der Alten mit denen der Neuen Welt, so
findet man keinen wesentlichen Unterschied zwischen beiden, weder im
Blütenbau, noch im Blütenstand. Nur die endemische Art der Sandwichs-
inseln (A. splendens Mart.) und die in Queensland, auf den Marschall- und
Carolineninseln verbreitete A. canescens R. Br. unterscheiden sich von den
übrigen Arten durch den eigentiimlichen Habitus echter Xerophyten.
Gomphreneae.
Der zweite Haupttypus oder Vertreter der Gruppe ist die Gattung
Gomphrena, welche die zahlreichste und mannigfalligste in der ganzen
"amilie der Amaranlaceen ist. Die systematische Abgrenzung dieser Gat-
lung ist noch nicht scharf genug, denn sie greift einerseits über zu Alter-
nanthera, andererseits zu Trichinium, vesp, Phlolus; jedoch stellt sie im
(Ganzen eine sehr natürliche Gatlung dar.
Die hierher gehörenden Pllanzen sind perennierende oder einjährige
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 15
Kräuter, welche im tropischen und subtropischen Amerika sowie in Australien
eine große Verbreitung besitzen.
Die australischen Arten zeigen eine große Übereinstimmung in dem
Habitus wie in dem Blütenstand und Blütenbau und erinnern dadurch leb-
haft an Ptilotus.
Die amerikanischen Arten sind dagegen durch eine große Mannig-
faltigkeit im Habitus und im Bau der Blüten ausgezeichnet, die wohl als
Folge der Verbreitung auf einem weit größeren und geographisch ver-
schiedeneren Gebiet, dessen Centrum in Brasilien liegt, anzusehen ist.
Ich werde versuchen, aus diesen (ca. 80) Arten einige "Typen auf-
zustellen, die nicht nur habituell, sondern auch in Bezug auf den Blüten-
stand von den übrigen sich abheben.
I. Graminea-Typus. Dieser ist durch G. graminea Moq. vertreten,
welche knollige Wurzeln und gerade aufsteigende mit kreuzgegenständigen
und end- sowie seitenständigen langen Ähren ausgestattete Stengel besitzt.
Dieser Art schließen sich andere an, wie G. Riedelii Seub., G. virgata
Mart., @. Pohlii Moq., G. pungens Seub., @. aphylla Pohl, G. angusti-
flora Mart., G. maritima KI, welche mit ihrem cylindrischen, dürren
Stengel, ihren schmal lanzettlichen oder linearen Blättern und ihren ährigen
Blütenständen mehr oder weniger an Gramineen erinnern.
Il. Scapigera-Typus. Dieser ist durch @. scapigera Mart. ver-
treten und von einem schaftförmigen Stengel dargestellt, welcher meist aus
einer Blattrosette hervorgeht oder nur an der Basis beblättert ist und in
einem Köpfchen endet. Der genannten Art schließen sich G. marginata
Seub., G. Moquinii Seub., @. incana Mart., G. nigricans Mart., G. lanata
Poir., @. gnaphalioides Vahl an.
Dieser Typus kann außerdem entweder einen dichotomisch verzweigten
Stengel aufweisen wie bei @. Schlechtendaliana Mart., @. leucocephala
Mart., G. celosioides Mart., @. Sellowiana Mart. oder einen trichotomisch
verzweigten Stengel wie bei @. Regeliana Seub., G. globosa L., @. ju-
bata Mog. Auffallend ist die Ähnlichkeit dieser Formen mit den Compo-
siten, so dass wie der erste Gramineen-Typus, der zweite Compositen-
Typus genannt werden könnte.
III. Iresine-Typus. Dieser ist durch traubenartige Blütenstände wie
bei Zresine charakterisiert. Hierher gehören besonders @. eriantha Mog.,
G. reticulata Seub., G. holosericea Moq.
Diesen Haupttypen, auf welche sich eine sroße Anzahl der übrigen
Arten zurückführen lässt, entspricht auch eine verschiedene Lebensweise
der betreffenden Arten, denn der erste Typus ist durch Arten vertreten,
welche trockene, sandige Stellen bevorzugen oder sich zu Strandpflanzen
ausgebildet haben.
Zu dem zweiten Typus gehören Savannen oder Wiesen bewohnende,
16 G. Lopriore.
meist feuchte Stellen bevorzugende Arten. Der dritte Typus wird schliel-
lich von meist kletternden Arten dargestellt.
Eine ebenso große Mannigfaltigkeit wie in den vegetativen Teilen und
zwar nicht nur in den oberirdischen, sondern auch in den unterirdischen
Organen (knolligen, fleischigen, fadenförmigen Wurzeln) lässt sich in dem
Blütenstand und im Blütenbau beobachten.
Im Blütenstand zeigt sich, wie schon erwähnt, ein allmählicher Fort-
schritt von der einfachen zu der redueierten Ähre, ebenso in der verschie-
denen Ausbildung der kopfigen und traubigen Blütenstände.
Die Blüten zeigen schon in den Vorblättern eine sehr verschiedene und
charakteristische Ausbildung (Cristula), die in zweckmäßiger Weise zur Auf-
stellung der sehr verbreiteten Section Cristularia benutzt wurde.
Das Perigon ist bei einigen Arten (G. officinalis Mart., @. Sello-
wand Mart.) von sehr stattlichem Ansehen und erreicht bei der sehr ge-
ringen Breite eine verhältnismäßig große Länge.
Das Andröceum weist im Staminaltubus den höchsten Grad der Aus-
bildung, die bei Amarantaceen vorkommt, auf und zeigt dieselben stufen-
weisen Übergänge wie bei Celosia und Hermbstaedtia, ein Umstand, der mich
veranlasste, eine besondere Untergattung der letzten Gomphrohermbstaedtia
aufzustellen. Die Staubblätter erreichen die größten Dimensionen, die bei
Amarantaceen vorkommen und sind in Bezug auf Form und Anheftungsweise
der Antheren sehr verschieden.
Der Fruchtknoten besitzt bei der ziemlich gleich bleibenden Form des
Ovariums bald eine sitzende, bald eine zwei- bis dreilappige, mit Griffel
versehene Narbe. Die zweilappige Narbe wurde von Brown zur Unter-
scheidung der Gattung Gomphrena von Alternanthera benutzt, ein Merk-
mal, dass auch von Bexrnam zur Einteilung der australischen Amarantaceen
angenommen wurde.
Trotz des mannigfaltigen Blütenbaues bleiben Perigon und Andröceum
bei den zahlreichen, von mir untersuchten Arten immer vollzählig. Nur
bei (/. nitida Rothr. beobachtete ich eine regelmäßige Reduction der drei
inneren Perigonblätter auf zwei. Dabei konnte ich die Verwachsung von
zwei derselben schrittweise verfolgen, bis ich zuletzt nur zwei Perigonblitter
fand, die mit den äußeren regelmäßig alternierten. .
Angesichts der großen Mannigfaltigkeit und der überaus großen Anzahl
der dieser Gattung zugehörenden Arten ist doch auffallend, daß nur eine
über die ganze Erde (Australien ausgenommen) sich
verbreitet hat, zumal da dieselbe über große Verbreitungsmittel nicht ver-
fügt. In der That, abgesehen von den großen flügelartigen Vorblättern,
die das wollig behaarte Perigon samt dem in diesem enthaltenen, glatten
und glänzenden Samen einschließen und vielleicht als Flugapparat dienen,
findet man keine besondere Verbreitungsvorrichtung der Samen. Die schöne
Kosafarbe der fast kugeligen Köpfeben und der Umstand, dass diese Art
Art, G. globosa L
|
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 17
vielfach als Zierpflanze cultiviert wird, mügen vielleicht zu ihrer Verbreitung
beigetragen haben.
Der Umstand, dass Gomphrena so ansehnlichere Bliiten und Bliiten-
stände besitzt, als sie sonst bei den Amarantaceen vorkommen, lässt die
Vermutung hegen, dieselben mögen vielleicht als Schauapparat dienen, zu-
mal da die vermeintliche Anpassung der Amarantaceen an Windbestäubung
schon von Scninz (Nat. Pflanzenfam. II, Aa p. 95) als unzutreffend an-
gedeutet worden ist. Trotzdem ich seit lange meine Aufmerksamkeit darauf
gelenkt habe, ist es mir nur einmal bei den allerdings wenig ansehnlichen
Blüten von @. Riedelii Seub. gelungen, zahlreiche Insecten im Staminal-
tubus aufzufinden, deren Bestimmung ich Herrn Prof. Kırscn, Custos am
Zoologischen Museum in Berlin, verdanke und dem ich dafür meinen besten
Dank abstatte.
Unter den Insecten fanden sich ein Räupchen einer Microlepidoptere
und zwei verschiedene Formen einer Thysanoptere oder Physopode (deutsch:
Fransenfliege und Blasenfuß). Von diesen beiden Formen war die eine ge-
flügelt und hatte achtgliedrige Fühler, die andere war flügellos und wies
nur sieben Fühlerglieder auf. Beide gehören der Gruppe der Tubulifera
an. Aus Brasilien sind bis jetzt nur drei Tubuliferen-Arten beschrieben
worden, nämlich Idolothrips Schott Heeger (sub Thrips, Phloeothrips an-
gustifrons Bergroth und Thrips comea Fabr.). Alle drei aber kommen bei
den vorliegenden Formen nicht in Betracht; es dürfte sich also um noch
unbekannte Arten handeln. Herr Prof. Karscn fügte noch hinzu, dass von
den tubuliferen Thysanopteren die Arten des Genus Anthothrips als Blüten-
besucher bekannt sind.
Von den übrigen, artenreichsten Gattungen dieser Gruppe zeigt Alter-
nanthera Forsk., zu welcher Scuinz Mogiphanes Mart. und Telanthera R. Br.
gezogen hat, die größte Verwandtschaft mit Gomphrena. Sie enthält auf-
rechte oder niederliegende Kräuter und Halbsträucher mit gegenständigen,
sitzenden oder kurz gestielten Blättern. Die Blütenstände sind entweder
kurze, eifürmige Ähren oder Köpfchen. Beide Formen sind end- oder
achselständig und zeigen allerlei Übergänge von der einen zu der anderen.
Der Blütenbau ist bei den verschiedenen Arten ziemlich gleich. Be-
sonders bemerkenswert ist die Eigentümlichkeit, dass die Staubblätter mit
verschiedenartig gestalteten, mehr oder weniger deutlich ausgebildeten
_ Pseudostaminodien alternieren.
Von diesen meist Savannen bewohnenden Pflanzen haben sich einige
zu Strand-, andere zu hydrophilen Pflanzen ausgebildet. Unter den ersten
nenne ich A. maritima Moq., welche in Südamerika, Florida und West-
afrika vorkommt. Den Habitus einer echten Strandpflanze zeigt sie durch
ihren articulierten, kriechenden, aus kurzen Internodien bestehenden Stengel,
dureh ihre aufwärts steigenden Seitentriebe, ihre dürren Blätter und die
spröde, verhärtete Perigonhiille.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. -
18 G. Lopriore.
Unter den binnenländischen Hydrophyten erwähne ich A. sessilis R. Br.,
welche außer ihrer vorzüglichen Anpassung zum Sumpfleben andere be-
sitzt, die ihr gestatten, auch in nicht ganz sumpfigem Boden zu leben und
zuweilen wie in Neuguinea und Usambara beträchtliche Dimensionen zu er-
veichen, wodurch die Pflanze ein eigentümliches Aussehen bekommt und
lebhaft an Achyranthes aquatica R. Br. erinnert. Im übrigen zeigen die
zahlreichen (über 90) Arten keine groBe Verschiedenheit in ihrem Habitus,
so dass sich alle auf zwei Haupttypen zurückführen lassen: der eine mit
aufrechtem Stengel und meist kopfigem oder kurzährigem Blütenstand, wel-.
cher Gomphrena am nächsten kommt; der andere mit kriechendem Stengel
und zusammengehäuften Knäueln, welcher‘ Alternanthera selbst eigent-
tümlich ist. |
Von den Alternanthera-Arten ist bekanntlich A. sessihis R. Br. die am
weitesten verbreitete in den tropischen und extratropischen Gebieten.
Die große Verbreitung dieser Art lässt sich leicht dadurch erklären,
dass die Pflanze nicht nur Sumpfstellen bevorzugt und daher im Wasser
ein großes Verbreitungsmittel ihrer Samen findet, sondern dass sie sich
auch aus den unteren, nahe an einander liegenden Knoten leicht bewurzelt
und aus jedem derselben zwei oder mehrere gegenständige oder zu meh-
reren vereinigte, zahlreiche Früchte hervorbringende Knäuel treibt. Auch
die genauere Untersuchung der reifen Knäuel zeigt bei diesen besondere
Einrichtungen zum Ausstreuen der Samen. In der That ist der herzformige,
flach gedrückte Fruchtknoten bedeutend (zwei bis dreimal) größer als der
in ihm enthaltene linsenförmige Same und wächst derart aus, dass er mit
den zwei seitlichen, wulstförmigen Auftreibungen die Perigonblätter aus
einander spreizt und weit über dieselben hervorragt (Taf. I, Fig. N).
Ob nun der unscheinbare, kleine Stipes des Fruchtknotens das Ab-
springen desselben vom Perigon erleichtert, konnte ich bei künstlichem
Hinauf- und Hinabstreifen an den Knäueln mittels einer Nadelspitze nicht
feststellen. Es scheint vielmehr ein Abspringen des Fruchtknotens samt
dem Perigon viel häufiger zu sein. In diesem Fall wird das hyaline,
leichte Perigon als Flug- oder Schwimmapparat dienen und die Samen
weiter befördern. Diese Funetion wird ferner durch die fliigelartigen Bil-
dungen des Fruchtknotens selbst begünstigt. |
Die genauere Untersuchung des Fruchtknotens zeigt, dass gerade jene
, welche dem Samen selbst anliegt,
und da derselbe glatt und äußerst glänzend ist, so scheint sein Hinaus-
schlüpfen aus dem Fruchtknoten sehr leicht zu erfolgen, zumal da diese
verdünnte Wandstelle sich bei Präparieren wie ein Deckel abhebt (Taf. 1,
Fig, O).
Kine besondere, anatomisch präformierte Rissstelle wie bei der Kapsel
der mit einem Kreisschnitt aufspringenden Oelosia- und Iermbstaedha-
Stelle der Fruchtwand am dünnsten ist
Arten ist nicht vorhanden, Trotzdem sind die Gewebeelemente derart ge-
Über die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete, 19
staltet und angeordnet, dass ein Aufreißen der betreffenden Wandpartie auf
das leichteste bewerkstelligt wird. In der That erkennt man schon bei
der ersten Betrachtung, dass eine herzförmige, in der Randeontur mit der.
Umgrenzungslinie der Kapsel fast parallel verlaufende Stelle sich von dem
übrigen Gewebe der Wand durch ihre größere Durchsichtigkeit unterscheidet.
Betrachtet man die Kapselwand auf dem Querschnitt, so zeigt dieselbe
eine äußere, aus weitlumigen, fast prismatischen und mit der einen Seite nach
außen hervorgewölbten Zellen bestehende Schicht, eine innere, welche aus
kleinlumigen, in radialer Richtung gestreckten und papillös gewölbten Zellen
besteht und ein mehrschichtiges, zwischen beiden vorhandenes Füllgewebe.
Während ‘aber das lockere Gewebe der wulstfürmigen, seitlichen Auftrei-
bungen der Kapsel fünf bis acht Zellschichten mächtig ist und an den Kanten
einen kleinen Strang mechanischer Elemente zeigt, nimmt es gegen die
verdünnte Stelle zu an Mächtigkeit derart allmählich ab, dass es hier nur
die äußere Epidermis und eine unterliegende, dem Füllgewebe angehörende
und die Function der inneren Epidermis übernehmende Schicht aufweist.
Dieser Umstand, verbunden mit dem anderen, dass an der Grenze der
hellen, dünnen Stelle die Elemente meist in der Längsrichtung und nach
Art von Meridianen orientiert sind, erleichtert das Hinausschlüpfen des
Samens aus der Kapsel.
Was die geographische Verbreitung der Alternanthera-Arten betrifft,
so sind dieselben meist Bewohner des südamerikanischen Gebietes. Es ist
aber darauf hinzuweisen, dass sich einige durchaus gut charakterisierte en-
demische Arten in Australien und eine nennenswerte Anzahl anderer auf
den Galapagosinseln finden. Dort kommen A. nana R. Br., A. angusti-
folia R. Br., A. decipiens Bth., A. polycephala Bth. und A. longipes Bth.
vor; hier begegnen uns A. subscaposa Hook., A. filifolia Moq., A. nudi-
caulis Mog., A. glaucescens Moq., A. echinocephala Mog. Die erste Reihe
deutet auf einen altoceanischen Ursprung der Gattung hin; die zweite da-
gegen ist überwiegend endemisch, was mit Ensier’s Angaben übereinstimmt,
dass von den 374 Arten der Galapagosinseln 181, also etwa 50 % ende-
misch sind. |Enczer, Entwickelungsgeschichte der Pflanzenwelt II, p. 182.|
Die Arten, die die Alte Welt mit der Neuen gemeinsam hat, außer
A. sessilis R. Br., nämlich A. nodiflora Br., A. denticulata Br., A. Achy-
rantha Br. müssen als eingewanderte Formen angesehen werden.
- Der Gattung Alternanthera würde sich Gossypianthus anschließen,
welche zwei Arten, @. rigidiflorus Hook. in Mexiko und @. tenwiflorus
Hook. in Indiana, enthält, welche mit ihrem kriechenden, aus kurzen Inter-
nodien bestehenden, aus Blattrosetten hervorgehenden Stengeln und mit
ihren zahlreichen, die Blätter fast verdeckenden Blütenständen einigen Al-
ternanthera-Arten wie A. paronychioides St. Hil. sehr ähnlich sehen. Beide
Arten wurden neuerdings von Urine und Bray (Bot. Gazette XX, 340) zu
G. lanuginosus (Poir) Moq. gezogen.
20 G. Lopriore.
Der Tracht nach würde sich der besprochenen Gattung Gossypianthus
Guilleminea anschließen, die ebenfalls niederliegende, mit ausdauernden, ver-
diekten Wurzeln versehene Kräuter enthält. Mit Rücksicht auf den Blüten-
bau ist es aber zweckmäßiger, die Gattung Guilleminea mit Froelichia zu
einer selbständigen Gruppe zu vereinigen, da beide ein glockenförmiges,
fünflappiges, aus verwachsenen Blättern entstandenes Perigon zeigen, und
in beiden die Staubblätter zu einer Röhre vereinigt sind. Letztere ist bei
Guilleminea sehr kurz und unterhalb der Perigonlappen inseriert, bei
Froelichia dagegen fast so lang wie das Perigon und mit fünf Zipfeln ver-
sehen, in deren Buchten die Staubgefäße sitzen.
Es sei hier noch hingewiesen auf die bei einigen Froelichia-Arten, be-
sonders bei F. gracilis (Hook.) Moq. zur Zeit der Fruchtreife entstehende
Ausbildung von seitlichen, harten, kammartigen Fortsätzen, welche in der
Richtung der Transversalebene der Blüte vom Perigon ausgehen und viel-
leicht dazu bestimmt sind, die Verbreitung der Samen zu befördern.
Die Gattung Guelleninea kann als monotypisch gelten und ist nur
durch die von den peruanischen Anden bis Mexiko und weiter in das tropische
Amerika hinein verbreitete @. densa (Willd.) Moq. vertreten.
Die Gattung Froelichra enthält dagegen etwa zehn Arten, welche im
gemäßigten Amerika von Texas bis Südbrasilien hinein verbreitet sind und
zuweilen ansehnliche, zierliche Kräuter und Halbsträucher mit fleischigen,
verdickten Wurzeln darstellen.
An dieser Stelle möchte ich die Gattungen Chamissoa und Allnania
betrachten, die von den Verfassern schon bei den Achyrantheen unter-
gebracht wurden (Wiçnr, Icones plant. Ind. or. V. T. 1769 —72).
Beide Gattungen lassen sich in eine Gruppe leicht zusammenfassen
und erinnern in der Tracht ebenso wie in den kopfigen und ährigen Blüten-
ständen etwas an die Achyranthes-Arten, unterscheiden sich aber von ihnen
durch den Blütenbau, denn sie entbehren der verhärteten Perigonblätter
und der Pseudostaminodien. Dadurch erscheinen sie einfacher gebaut,
während ihr Gynäceum einen besonderen Fortschritt zeigt, indem es eine
zweilappige Narbe besitzt und mittels eines Kreisschnittes aufspringt. Bei
der Reife findet in einigen Arten eine Verlängerung des Griffels statt und
seine beiden Lappen rollen sich nach unten ein. Auf diese Weise wird
das AbreiBen des oberen, kapuzenartigen Teiles der Frucht wie bei Celosia
erleichtert, so dass die schwarz glänzenden Samen frei werden. x,
Ein weiterer Fortschritt in der Ausbildung des Gynäceums besteht
darin, dass einige Chamissoa-Arten am Grunde des Griffels eine kragen-
artige Verbreiterung aufweisen (C. Masximihani Mart., ©. maerocarpa
1. BK.) und dass die Samen bei denselben Arten und bei ©, altissima BK.
iit einem mehr oder weniger ausgebildeten Arillus versehen sind.
Das Aufspringen der Kapsel mittels eines Kreisschnittes findet bei den-
jenigen Arten am leichtesten statt, bei welchen das Ovarium in den Griffel
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 21
allmählich übergeht, wie das gerade bei Celosia argentea L. der Fall ist.
Bei den Arten dagegen, die einen mit einem Kranze versehenen Griffel be-
sitzen, erfolgt gewöhnlich eine Verdickung der Kapselwand, so dass die-
selbe nicht so leicht quer aufspringt, zumal da auch die zwei Schenkel der
Narbe abfallen und der Griffel als kleiner, zum Anheften unfähiger Stumpf
zurückbleibt.
Die anatomische Untersuchung der Kapselwand zeigt wie bei Celosia
eine anatomisch präformierte Rissstelle, welche sich bei Betrachtung mit
bloßem Auge wie eine Erhebung zeigt, die aber nicht immer so leicht wie
bei Celosva zerreißt.
Ob eine wirkliche Heterostylie bei dieser Gattung vorhanden ist, wie
von Fritz Mürter (Bot. Zeitg. 1870, p. 152) bei einer unbenannten Cha-
missoa-Art angegeben worden ist, konnte ich bei dem mir zur Verfügung
stehenden Material nicht entscheiden. Sollte sie aber vorkommen, dann
würde Chamtssoa eine höhere Stellung in der Entwickelung der Achyran-
theen in Anspruch nehmen.
In Bezug auf die geographische Verbreitung hat Chamissoa im tro-
pischen und subtropischen Amerika eine ziemlich große, Allmanıa im tro-
_pischen Asien eine relativ geringe Verbreitung. Von letzterer scheint A. pyra-
midalis (Burm.) Moq. außer in Indien auch auf Java und den Philippinen
vorzukommen.
Wir wollen bei der Gattung Pfrlotus nur kurz verweilen. Diese Gat-
tung, zu welcher Sc#inz nicht mit Unrecht die verwandte Gattung Triehi-
nium gezogen hat, ist auf Australien beschränkt und hat für dieses Gebiet
dieselbe Bedeutung, die Gomphrena für Südamerika beanspruchen kann.
Die Blütenstände sind meist kopfig und kugelförmig, indessen fehlen
auch länglich-eiförmige oder eylindrische Ähren keineswegs. Perigon und
Andréceum sind in der Regel fünfzählig, mitunter aber auch vier-, drei-,
zweizihlig. Das Gynäceum ist mit einem endständigen, aber nicht gerade
aufsitzenden Griffel versehen, so dass Ptilotus außer diesem Merkmal auch
dadurch. Cyphocarpa ähnelt, weil Perigon- und Staubblätter in einigen
seiner Arten (P. rotundifolium F. v. Müll.) behaart sind.
Die Gattung Ptilotus ist dadurch bemerkenswert, dass in ihr eine ge-
wisse Anzahl von Arten, die sowohl Ptilotus selbst als auch Trichinium
angehören, eine höchst auffallende Reduction von einzelnen Gliedern des
Andrüceums aufweisen. Sie macht sich ausschließlich in dem vorderen
Paar der Staubblätter geltend. Diese werden, ohne dass bisher Übergänge
durch allmähliche Verkleinerung beobachtet werden konnten, in lineale,
zarte Fäden umgebildet (P. exaltatus Nees). Bei P. incanus Poir. sind die
beiden Staubblätter in fadenförmige Organe umgewandelt, deren Spitze
lockenförmig eingerollt ist.
In Begleitung dieser Reductionserscheinungen bemerkte ich stets eine
asymmetrische Ausbildung des Fruchtknotens. Derselbe ist auf derjenigen
22 G. Lopriore.
Seite, welche den reducierten Staubgefäßen zugewendet ist, stark einseitig
gebuckelt, dergestalt, dass der Griffel eine deutlich rückwärts verschobene
(axoseope) Lage hat. Diejenigen Arten von JPéilotus, welche eine voll-
kommen gleichförmige Gestalt der Staubblätter aufweisen, lassen die Asym-
metrie und Höckerbildung nicht wahrnehmen, so dass es wünschenswert
erscheint, die Entwickelungsgeschichte der Blüten von Pfeotus daraufhin
zu prüfen, ob etwa die Reduction des Andröceums und jene auffällige
Höckerbildung in einem ursächlichen Zusammenhang stehen.
Jedenfalls deutet die Reduction darauf hin, dass wir im Blütenbau von
Ptilotus einen Fortschritt gegen den radiären Bau der Blüten der übrigen
Amarantaceen erblicken können. Sucht man ähnliche Reductionsfälle bei
anderen Gattungen, so stößt man auf die Gattung Nyssanthes, bei welcher
die Reduction noch weiter vorgeschritten ist, indem N. erecta R. Br. vier
und N. diffusa R. Br. nur zwei Staubblätter aufweisen; jedoch ist hier
kein Übergang vom radiären zum zygomorphen Typus entstanden. Ferner
muss auch hier darauf hingewiesen werden, dass bei Nyssanthes die Ver-
hältnisse insofern anders liegen, als diese Gattung keine fünfzählige, sondern
eine vierzählige Blütenhülle besitzt.
Von diesen Abweichungen abgesehen, zeigt Pfelotus einen bei der
großen Anzahl seiner Arten relativ übereinstimmenden Blütenbau, wiewohl
sich immerhin bei den einzelnen Arten einige Unterschiede finden, da das
Perigon bald kahle, bald behaarte Blätter zeigt, das Andröceum bald voll-,
bald minderzählig ist und schließlich der Fruchtknoten bald kahl, bald an
der Basis oder an der Basis und an der Spitze behaart und mit einem
schief oder gerade sitzenden Griffel ausgestattet ist.
Auffallend ist bei vielen zu dieser Gattung gehörenden Arten die An-
wesenheit eines Kranzes von wolligen, articulierten Haaren, welche von der
kurzen Staminalröhre ausgehen. Man kann dieselben als Vertreter von
Pseudostaminodien auffassen, wenn man bedenkt, dass bei einigen Arten
wie 7. Drummondii Moq., T. calostachyum F. v. Müll. und T. Fraseri A.
Cunn. auch echte Pseudostaminodien vorkommen, welche. allerdings von
Bentuam (Fl. austral. V. p. 236) als »scales« (Schuppen) bezeichnet werden.
Von den genannten Arten hat mir nur die erste zur Untersuchung vor-
gelegen, und ich konnte bei ihr feststellen, dass die Pseudostaminodien von
denen einiger Alternanthera-Arten nicht verschieden und wie bei diesen die
Slaubfäden alle gleich und fertil waren.
Dieser Umstand kann vielleicht auf die Verwandischaft von Phlotus
mit Alternanthera einerseits hinweisen, während andererseits die von mir
bis jetzt nur bei 7. alopecuroidewm Lindl. beobachtete Anwesenheit eines
hyalinen, langen Staminaltubus auf die schon betonte Verwandtschaft von
Piilolus mit Gomphrena \inweist. Auch in der bei dieser Gattung so auf-
fallenden Pracht von Blüten und Blütenständen können wohl einige Plxlotus-
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc, 23
La
Arten wetteifern, wie P. nobelis F. v. Müll., P. Manglesii F. v. Müll., P. exal-
tatus Nees, P. macrocephalus Poir.
1 Ptilotus stellt also eine Gattung dar, die trotz ihres ausgeprägt ende-
‚mischen Charakters einige’ Beziehungen zu anderen Gattungen aufweist.
An dieser Stelle mag die von FERDINAND von MÜLLER aufgestellte Gat-
tung Dipteranthemum kurze Erwähnung finden. Dieselbe: enthält nur eine
‚Art, D. Crosslandit F. v. Müll., welche in Australien eine sehr decorative
und prächtig ‘blühende Pflanze ist. Letztere hat mir zur Untersuchung
nicht vorgelegen, scheint mir aber der Beschreibung nach mit Pfilotus in-
‚sofern verwandt, als sie gleich diesem endständige, vielblütige, dichtgedrängte
Köpfe von auffallender, schöner Färbung besitzt, deren Perigon und An-
dröceum fünfzählig sind. Die Staubblätter sind an der Basis durch einen
kurzen Membransaum vereinigt und weisen keine Pseudostaminodien auf.
‘Der Umstand aber, dass diese Art ein ausdauerndes, krautiges oder halb-
strauchiges Gewächs, mit grundständiger, wenigblätteriger Rosette und ab-
wechselnden, entfernt stehenden, kleinen Stengelblättern ist, mag vielleicht
gegen eine Verwandtschaft mit P#lotus sprechen, da letztere Gattung ganz
andere vegetative Organe besitzt. |
Von den übrigen Gattungen, die weder mit Achyranthes, noch mit
-Gomphrena nähere Beziehungen aufweisen, lassen sich zunächst Calicorema
und Chionothrix neben einander stellen, indem sie nicht nur in der Tracht,
sondern auch im Blütenbau große Übereinstimmung zeigen.
0 Beide sind monotypisch. Jenes ist mit Calicorema capitatum Hook. f.1)
auf Südafrika, diese mit Chionothrix somalensis Hook. f. auf Somaliland
beschränkt. Beide sind Sträucher und gleichen sich wegen ihrer dürren,
'eylindrischen Zweige, die bei dem ersten wechselständig, bei der anderen
kreuzgegenständig sind.
Die Blüten sind bei Calicorema in kopfigen Aggregaten am Ende von
Kurztrieben vereinigt, welche aus Langtrieben hervorsprossen, bei Chrono-
thriz in schlanke und hängende Ähren angeordnet. In beiden ist das Pe-
rigon mit gelblichen oder weißlichen Haaren versehen, ein Umstand, der
Hooker veranlasste zu sagen »Flores Calicorema eos Chionothricis in
‚mentem revocant«.
Ein Unterschied zwischen beiden liegt im Andréceum, dass bei Calr-
corema Pseudostaminodien aufweist, bei Chionothrix aber nicht, ferner im
Fruchtknoten, der bei jener Gattung schief gestellt ist, wie etwa bei P#-
lotus oder Cyphocarpa. Aus diesem Grunde darf man Calicorema als höher
entwickelt im Vergleich zu der anderen ansehen.
? Einige besondere Typen, die mit den bis jetzt besprochenen keine
nähere Beziehung aufweisen, seien hier noch erwähnt.
4) Calicorema ist entschieden Neutrum und deshalb habe ich den Speciesnamen
entsprechend abgeändert.
24 G. Lopriore.
Einen nicht ganz isolierten Typus stellt die Gattung Banalia dar,
deren einzige Art B. thyrsiflora (Wall.) Mog. auf den östlichen Abhängen
der Neilgherries (Ostindien) von etwa 4000 Fuß Höhe an nicht selten ist.
Die langen, blassen, weiBlichen, verzweigten Ahren machen die Pflanze
weithin sichtbar. Der Blütenbau bietet nichts Eigentümliches dar.
B. brasiiana Moq. ist mir nicht bekannt, scheint aber wie von Hooker
hervorgehoben (Gen. Plant. IIL 27) eine zu Chamissoa gehörende Art,
welche von der Gattung Banalia weit verschieden ist. PB. brasiliana, von
der mir die Originale Seugerr’s für die Flora brasiliensis zur Untersuchung
vorgelegen haben, ist nicht nur in der Tracht, sondern auch in den axil-
laren, kopfigen Blütenständen und im Blütenbau von der asiatischen Gat-
tung ganz verschieden, so dass die Behauptung Hooker’s, dass hier eine
andere Pflanze vorliegt, wohl begründet ist. Ich. stimme auch diesem aus-
gezeichneten Amarantaceenkenner bei, wenn er meint, dass sie zweckmäßiger
unter die Chenopodiaceen gestellt wird. Dort müsste sie selbstredend eine
besondere Section bilden, da eine solche Gliederung meines Erachtens nach
auf Grund des Blütenstandes geboten ist. Dass die dritte Section Zdiolepsis
Moq. in ihrer Art überhaupt nicht zu den Amarantaceen gehört, sondern
die Chenopodiacee Netrophila occidentalis Wats. (Bot. King Exp. 297) um-
schließt, ist längst bekannt. Weshalb übrigens Watson (Botany of Cali-
fornia, Il, p. 43) den ganz ausgezeichneten Sectionsnamen Jdiopsis als
Gattungsbezeichnung vermieden hat, ist nicht ersichtlich. Ich bin der
Meinung, dass der Name Jdiopses aus Prioritätsrücksicht wieder hergestellt
werden muss und dass die Chenopodiacee Zdiopsis occidentalis (Moq.)
Lopr. benannt werden muss.
Einen anderen isolierten Typus bildet die Gattung Charpentiera, deren
einzige Art C. obovata Gaud. auf die Sandwichsinseln beschränkt ist. Der
Umstand, dass diese ein kleiner, mit großen laubigen Blättern versehener
Baum ist, dass die schlanken, sehr verzweigten Blütenstände aus unschein-
baren Blüten bestehen, die trotz ihrer fünfzähligen Quirle einen eigenartigen
Bau (besonders im mit eigentümlichen Pseudostaminodien versehenen An-
dröceum) und ein trockenes Pericarp aufweisen, mag ihre Stellung neben
den besprochenen Gattungen nicht ganz den natürlichen Verwandtschafts-
verhältnissen entsprechend erscheinen lassen.
Kinen sehr eigentümlichen Typus vertritt die Gattung Woehleria,
welche mit der einzigen Art W. serpylhifoha Gris. auf Cuba beschränkt
ist. Dieselbe hat ein vierblätteriges Perigon und ein einziges mit einem
dreilappigen Staubfaden versehenes Staubblatt. Wegen dieser extremen
‘eduction und der eigentümlichen Tracht dieser zierlichen, kleinen Fels-
pflanze ist es schwer, ihre Stellung neben der einen oder der anderen der
besprochenen Gattungen mit Sicherheit zu bestimmen. Der Habitus erinnert
an den einiger /resine-Arten. Der Blütenbau spricht aber gegen ihre Stel-
lung neben dieser so artenreichen Gallung.
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete, 25
Cyathuleae.
Wenn diese Gruppe nach der Gattung Cyathula benannt wird, so ge-
_ schieht es aus dem Grund, weil Cyathula die älteste und bekannteste, nicht
aber die typische Gattung der Gruppe ist.
Die Gattungen dieser Gruppe zeigen unter einander eine große Über-
einstimmung nicht nur im Blütenstand und im Blütenbau, sondern auch in
der geographischen Verbreitung, denn sie kommen hauptsächlich in Afrika
vor. Eine scheinbare Ausnahme machen Saltia papposa (Forsk.) Mogq.,
die nur auf die Umgebung von Aden beschränkt ist, und wenige andere,
die außer in Afrika, wo sie ihr Hauptcentrum besitzen, auch in Asien, sel-
tener aber in Amerika vorkommen und sich als kosmopolitische Pflanzen
ausgebildet haben [Cyathula prostrata (L.) Blume und z. T. auch Digera
alternifolia (L.) Aschers.].
Im Vergleich zu den Achyrantheae-Gomphreneae stellt diese Gruppe
keinen Fortschritt in dem meist ährigen oder kopfigen Blütenstand, wohl
aber in der Ausbildung der Blüten dar, von denen die sterilen bald in
Haar-, bald in Borsten-, bald in Dornbiischel, bald in Flugapparate ver-
wandelt sind, um die von den fertilen Bliiten hervorgebrachten Friichte zu
verbreiten. In den vegetativen Organen finden sich bei vielen Vertretern
der Gruppe vortreffliche Einrichtungen, um die Trockenzeit zu überstehen
und die Reife der Früchte zu verschieben. Derartige Einrichtungen sind
wohl als ein Fortschritt in der Anpassung der betreffenden Pflanzen anzu-
sehen und bestehen namentlich darin, dass der dicke, unterirdische Wurzel-
stock eine relativ große Wassermenge anzusammeln vermag, während die
dürren, dicht filzigen Zweige und Blätter den Wasserverlust bedeutend
herabsetzen. Aus diesem Grunde können die in Frage stehenden Pflanzen
ihre kleinen Samen oder ihre kugeligen, stacheligen Fruchtstände während
der Trockenzeit reifen, welche dann durch Tiere verbreitet werden.
Von den dieser Gruppe angehörenden Gattungen habe ich diejenigen
aus der Verwandtschaft von Sericocoma schon behandelt, auf die gegen-
seitigen, verwandtschaftlichen Verhältnisse hingewiesen und einen Schlüssel
zur Bestimmung der Gattungen und der Arten aufgestellt (vergl. ENGLER’s
Bot. Jahrb. Bd. XXVII, p. 38). Ich will hier nur kurz andeuten, dass die
betreffenden Gattungen, nämlich Sericorema, Marcellia, Leucosphaera, Serico-
comopsis und Sericocoma, meist Steppen bewohnende Kräuter oder Halb-
sträucher mit aufsteigenden, kahlen oder behaarten Zweigen und linearen
oder laubigen, kahlen oder behaarten, fast immer dürren Blättern sind.
Die Blütenstände sind bei allen ährig oder kopfig und bestehen aus
meist mehrblütigen, fertilen oder sterilen Partialblütenständen. Die sterilen
Blüten sind entweder in Dornspitzen oder in Haarbüschel umgewandelt und
dadurch bilden sie den Übergang zu den übrigen Gattungen, welche sich
paarweise gruppieren lassen,
26 G. Lopriore.
Wir fangen mit der am nächsten verwandten Gruppe an.
Die zwei in der Tracht so"verschiedenen Gattungen Saltia und Seri-
eostachys zeigen im Blütenbau eine große Übereinstimmung, indem die
Partialblütenstände in beiden aus einer fertilen Mittelblüte und zwei sterilen,
in Haarbüschel umgewandelten Seitenblüten bestehen. Die fertilen Blüten
von Saltia besitzen aber, von anderen Eigentümlichkeiten -abgesehen, keine
Pseudostaminodien, und: jede der beiden’ sterilen Seitenblüten besteht aus —
einem einzigen Appendix, der kurz oberhalb der Basis sich in drei kleinere
teilt, welche sich wiederum in zahlreiche, behaarte Fäden verzweigen. Fast
ähnlich ist der Bau bei Sericostachys, nur dass hier anstatt eines einzigen
Appendix zwei Bündel behaarter Fäden vorhanden sind (Taf. I, Fig. P),
welche vielleicht zwei sterile Blüten vorstellen, und oft an ihren Verbin-
dungsstellen zwei schmale, einem kleinen Höcker aufsitzende, blattartige
Organe aufweisen, welche vielleicht auch als die Andeutung einer dritten
sterilen Blüte aufzufassen sind. Die sterilen Blüten, welche die doppelte
bis dreimalige Länge der fertilen erreichen, spielen unzweifelhaft eine wich-
tige Rolle als Flugapparat für die vom Perigon umhüllte Frucht. Die
Partialblütenstände sind in beiden Gattungen in Ähren vereinigt. Letztere
erreichen aber bei Saltia keine so große Entwickelung wie bei Sericostachys,
stehen einzeln und bilden keine zusammenhängende Inflorescenz.
Saltia papposa (Forsk.) Moq. ist ein kahler, sparriger Strauch, mit
kleinen, dürren Blättern und hat die Tracht einer echten Xerophyte.
Sericostachys dagegen unterscheidet sich nicht nur durch den allen
kletternden Pflanzen eigentümlichen Habitus und die großen laubigen Blätter,
sondern auch dureh die großen, wollig erscheinenden Inflorescenzen, welche
den damit umhüllten Bäumen zur Blütezeit ein prächtiges Aussehen ver-
leihen. Von dieser Gattung sind die zwei Arten iS. scandens Gilg et Lopr.
und S. tomentosa Lopr. (Taf. 1, Fig. P, Q) die einzigen Amarantaceen,
welche an der Krautvegetation des tropischen afrikanischen
Regenwaldes Anteil nehmen, indem sie sich dort als Spreizklimmer
an die Bäume anlehnen und durch ihre prächtigen Inflorescenzen’ einen
besonderen Schmuck des feuchten Waldes in Kamerun und in dem Seen-
gebiete bilden.
Eine parallele Entwiekelung mit Saltia und Sericostachys zeigen die
zwei monotypischen Gattungen Digera und Pleuropterantha: Dieselben
lassen sich unter eine Gruppe bringen, da beide dreiblütige Partialbliiten-
stände besitzen, in denen nur die Mittelblüte fertil wird, während die ste-
rilen in der ersten zu kammartigen Schuppen, in der zweiten zu Nlügelartigen
Gebilden umgewandelt werden,
Die Blüten sind bei Digera alternifolia (1.) Aschers. in’ langen
achselstiindigen Ähren angeordnet und zeigen ein 4—5blittriges Perigon ;
bei Pleuropterantha Bevor Vranch. bilden sie traubig vereinigte Cymen
und besitzen ein stets fünfblättriges Perigon, Die Frucht ist ‘m’ beiden
SFA
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. 27
‚ein Nüsschen, das bei der ersten ein hartes Pericarp, bei der zweiten zwei
_ parallele Flügel aufweist.
In Bezug auf die geographische Verbreitung ist P. Revorli auf Soma-
- Jiland beschränkt, während D. alternifolia als Unkraut eine große Ver-
breitung in Indien, Ceylon, auf den Malayischen Inseln, in Afghanistan,
—Beludschistan, Arabien sowie in Nord- und Ostafrika bis zum Kilima-
_ ndscharo besitzt.
“Eine ebenfalls parallele Entwickelung mit den zwei vorhergehenden
Gruppen zeigen Kentrosphaera und Dasysphaera, indem beide Partialblüten-
= stände aufweisen, welche meist drei fertile und sechs sterile Blüten ent-
halten, Letztere stehen meist je zwei zu Seiten der fertilen, unterscheiden
sich aber dadurch, dass sie zur Zeit der Fruchtreife zu langen, bei Kentro-
. sphaera strohgelben Stacheln, bei Dasysphaera gelben oder braunen weichen
Borsten auswachsen und dadurch dem kugeligen Fruchstand ein stacheliges
Ansehen verleihen.
Die fertilen Blüten zeigen in beiden Gattungen große Übereinstimmung,
indem sie aus einer gleichen Anzahl von Gliedern bestehen, der Pseudo-
staminodien entbehren und einen kahlen Fruchtknoten mit fadenförmigem
Griffel besitzen.
Die zahlreichen, oft walnussgroßen Stachelkugeln sind sehr geeignet,
von Tieren mitgeschleppt zu werden, zumal da sie sich von der Spindel
leicht abtrennen, so dass dieselbe zuletzt ganz nackt bleibt (vergl. auf
Tafel I Eneter’s Bot. Jahrb. Bd. XXVII das Habitusbild von Dasysphaera
Robecchii Lopr.).
Beide Gattungen enthalten ausdauernde, niedere Sträucher oder krau-
tige Stauden. Dasysphaera zeigt nun in dem dieken Wurzelstock und in
den meist filzigen Zweigen und Blättern zweckmäßige Einrichtungen, um
die Trockenzeit zu überstehen.
In Bezug auf die geographische Verbreitung scheint die einzige Ken-
trosphaera-Art, nämlich K. prostata Vikns., auf das Kilimandscharogebiet
> beschränkt zu sein, während von Dasysphaera die eine Art, D. tomentosa
BET +
Vikns., am Kilimandscharo, die andere, D. Robecchii Lopr., in Somaliland
vorkommt.
Die letzte zweigliedrige Gruppe dieser Reihe ist von Cyathula und
Pupalia gebildet. Wenn ich aber diese Gruppe ganz zuletzt betrachte, so
geschieht es aus dem Grunde, weil sie mit den vorhergehenden einige
* Beziehungen aufweist, deren Bedeutung erst nach der Betrachtung jener
besser zum Ausdruck kommt.
Die Gattungen Cyathula und Pupalia sind in dieser Reihe die am
nächsten verwandten, denn sie zeigen nicht nur im Habitus, sondern auch
im Blütenstand und im Blütenbau eine auffallende Ähnlichkeit. Nur das
Vorhandensein von Pseudostaminodien bei Cyathula ist das einzige, aller-
dings diirftige Merkmal, das noch zu Rate gezogen werden kann, um diese
28 G. Lopriore,
Gattung von der anderen zu unterscheiden. Dieser Umstand erklärt, weshalb
einige Arten beider Gattungen oft mit einander verwechselt worden sind.
Was den Habitus betrifft, so deuten die seidenartig filzigen Blätter und
Zweige mehrerer Arten auf die Xerophilie dieser Gewächse. Dieselbe kommt
aber nicht bei allen zum Ausdruck.
In Bezug auf den Blütenstand finden wir entweder cylindrische Ahren
oder kugelige Köpfchen. Der erste Typus tritt in der reinsten Form bei
C. cylindrica (Boj.) Moq., C. achyranthoides Moq., ©. prostrata (L.) Blume
und wenige andere auf, welche bis 40 cm lange Ähren zeigen, der zweite
bei C. globulifera (Boj.) Moq. bei. ’
Die Partialblütenstände bestehen aus fertilen und sterilen Blüten. Letz-
tere sind gewöhnlich in Dornenbündel verwandelt. Bei Cyathula aber
kommen außer diesen auch in der Entwickelung zurückgebliebene Ge-
schechtsorgane vor. Ferner sind die Perigonblätter zu hakenförmig ge-
krümmten Spitzen ausgezogen.
Die ährigen Blütenstände erinnern bei einigen Arten (C. achyranthoi-
des Moq., C. prostrata (L.) Blume) an die von Achyranthes, indem die
Partialblütenstände bei der Reife abwärts zurückgeschlagen werden und
kugelige, stachelige Fruchtstände bilden, die denen von Kentrosphaera und
Dasysphaera ähnlich sehen, die aber wegen ihrer Widerhaken besser geeig-
net sind, von Tieren fortgetragen zu werden. Im Zusammenhang mit
dieser Einrichtung findet man, dass die Blütenstände bei den unreifen
Ähren dicht zusammengedrängt sind, bei den reifen dagegen infolge der Ver-
längerung der Spindelinternodien weit von einander entfernt werden und sich
dadurch von der Blütenachse besser abtrennen und weiter befördern lassen.
In Bezug auf die geographische Verbreitung ist die Gattung Cyathula mit
ihren zahlreicheren Arten weiter verbreitet als Pupalia, indem sie außer in
Afrika und Asien auch in Südamerika vorkommt, wo Pupalia nicht auftritt.
Eine isolierte Stellung am Ende dieser Reihe nimmt die Gattung Cen-
lema ein, welche ährige oder kopfige Blütenstände zeigt, deren Partial-
blütenstände ein-, zwei- und mehrblütig sind. Mitunter kommen bei (©,
alternifolia Schinz mit den fertilen auch sterile Blüten vor, welche auf: je
zwei Dornspitzen reduciert sind. Dieser Umstand lässt die Stellung dieser
Art bei der Gattung Centema etwas zweifelhaft erscheinen.
Die Kigentiimlichkeit dieser Gattung besteht darin, dass die Perigon-
blätter mit der Reife am Grunde verhärten und an Dicke bedeutend zu-
nehmen, ferner, dass die Vorblätter bei einigen Arten in Dornspitzen ver-
wandelt werden und als Haftorgan beim Zerstreuen der Samen dienen.
Diese Function wird bei €, alternifolia Schinz von den in Dornspitzen
verwandelten sterilen Blüten übernommen.
Sämtliche Arten sind geradaufsteigende, wahrscheinlich mehrjährige
Gewächse der afrikanischen Steppen, welche nach der Regenzeit mit dem
Grase emporschieBen.
bo
Ne)
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete.
Amaranteae.
Der Ubergang von den hermaphroditen zu den diücischen oder poly-
gamen Amarantaceen wird von der Gattung /resine gebildet, bei welcher
alle drei Arten von Blüten vorkommen.
Diese Gattung, wie sie von Moguin aufgestellt und von Scuinz bei-
behalten wurde, ist von den verwandten Amarantaceengattungen nicht scharf
geschieden, da sie hermaphrodite und diöcische Arten enthält, die zu ver-
schiedenen Gattungen gezogen werden müssten.
So stimmen die Arten der Section Philorerus im Habitus und im
Blütenbau derart unter einander überein, dass sie von den übrigen Jresine-
Arten gut unterschieden sind und wohl rechtfertigen, dass BENTHAM-HO0KkER
die Seetion zur Gattung erhoben und dieselbe zwischen die Hauptgattungen
Gomphrena und Alternanthera gestellt haben.
Im Vergleich zu diesen sind die Arten der Section Erwresine im Ha-
bitus wohl verschieden und stellen einen bedeutenden Fortschritt nicht nur
wegen der Eingeschlechtigkeit, sondern auch wegen der verschiedenen Aus-
bildung der vegetativen und Fortpflanzungsorgane der männlichen und
weiblichen Individuen dar, so dass sie einigen Gomphrena-Arten der Section
Pfaffia und Hebanthe am ähnlichsten sehen.
Die männlichen Exemplare unterscheiden sich von den weiblichen mei-
stens durch kleinere, schmälere, weniger behaarte Blätter, durch schlankere
und lockere Blütenstände. Ferner zeigen die männlichen Blüten fast aus-
schließlich ein kahles Perigon, während dieses bei den weiblichen Blüten
von einem Haarbüschel umhüllt wird, der an der Basis des kleinen Stipes
sitzend bei stärkerer Ausbildung dem Blütenstand ein wolliges, schmuckes
Aussehen verleiht.
Die biologische Bedeutung dieser Einrichtung ist einleuchtend, wenn
man bedenkt, dass die äußerst kleinen Samen den mit einem zweiarmigen
Griffel aus dem Perigon hervorragenden Fruchtknoten vollständig einnehmen
und dass die sehr leichten hyalinen oder behaarten Perigonblätter im Flie-
gen oder Schwimmen durch die Haare sehr begünstigt werden. |
| Bei einigen Arten (I. cassiniaeformis S. Schauer u. a.) kann sogar
mit der übermäßigen Haarbildung ein zeitiges Lostrennen und Zusammen-
haften der einzelnen Früchte stattfinden, so dass der ganze Blütenstand wie
in einen Wollballen umgewandelt wird, in welchem die Samen samt ihren
Perigon kaum zu unterscheiden sind. Die Funetion der Haare bei dieser
Art scheint eine so wichtige zu sein, dass auch in den Fällen, wo die Ge-
sehlechtsorgane fehlen und die weiblichen Blüten von 2—-4 Vorblättern
vertreten sind, diese einen kleinen, aber deutlichen Haarbüschel umschließen.
30 G, Lopriore.
Bei den echten Jresine-Arten findet ein allmählicher Übergang statt
von den hermaphroditen Blüten zu den eingeschlechtigen und innerhalb
dieser von solchen, in welchen noch neben den fertilen Organen des einen
Geschlechtes auch die des anderen, aber 'steril sich ausgebildet finden, zu
solchen, die auch morphologisch streng eingeschlechtlich sind.
In Bezug auf Blütenstand und vegetative Organe ist diese Gattung, wie
schon von Marrıus angegeben, die polymorpheste unter allen Amarantaceen,
so dass es schwer ist, gute Artencharaktere festzustellen. Von den ein-
fachen Köpfchen von Z radıcata (Hook.) Schinz und einigen Phrloxerus-
Arten bis zu den großen, breiten Rispen von Z celosioides L., I. cassiniae-
formis S. Schauer finden wir alle möglichen Übergänge nicht nur in der
Größe, Verzweigung, Consistenz und Behaarung, sondern auch in der Farbe,
die zwischen dunkelbraun (I. elator Rich.) und silberweiß (1. Pringlei
Wats.) schwanken kann.
Bei den vegetativen Organen herrscht eine noch größere Mannigfaltig-
keit. Die verschiedensten Dimensionen kommen hier vor. Man vergleiche
z. B. die handhohe J. radicata (Hook.) Schinz einerseits und die bis zehn
Fuß Höhe erreichende J. Pringle: Wats. andererseits. |
Diese Verschiedenheit ist besonders in den Blättern ausgeprägt, und es
finden sich alle Übergänge von den zolllangen, spröden Blättern von 1.
ledifoha Kl. zu denen von I. celosioides L. var. macrophylla Gr., die bis
handbreit werden. Auch in der Consistenz, Nervatur und Farbe (I. dis-
color Greeneman) bieten die Blätter der übrigen Arten eine Fülle von Uber-
gängen.
Die verschiedene Tracht und Lebensweise dieser Pflanzen, die bald
aufrechte, bald niederliegende, bald klimmende Kräuter und Sträucher sind,
beweisen ferner, dass die Gattung keine scharfe Abgrenzung besitzt.
Dieser weitgehenden Polymorphie entsprechend hat die Gattung im
tropischen und subtropischen Amerika und Afrika eine große geographi-
sche Verbreitung. Die echten Jresine-Arten, mit Hauptcentren in Brasilien,
Columbien und Mexiko, scheinen in Amerika ihren Ursprungsort zu haben.
Von diesen sind I. havanensis H. K., I. gossypiantha Rich. und I. par-
vifola MW. K. auf Cuba, 2. radicala (Hook.) Schinz und I. Kdmonstoner
Hook. auf die Galapagosinseln beschränkt, während J. celosioides L. außer
in der Neuen auch in der Alten Welt vorkommt und von Warburg auch
auf Java und den Philippinen aufgefunden wurde.
Die Philoxerus-Arten gehören der Alten wie der Neuen Welt an, da
sie in Westafrika, Australien, auf den Inseln Loochoo und im tropischen
Ostamerika vorkommen. Von ihnen haben sich einige, wie I. portulacoides
Moq., zu Welttypen ausgebildet.
Die monotypische Gattung Dieraurus mit dem eigentümlichen Habitus
einer Felspflanze findet am besten neben der polytypischen Jresine ihren
Platz, wenn man sie nicht elwa ganz mit ihr vereinen wollte, zumal sie
agin
+
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaccen ete. a
im allgemeinen nicht‘ nur im Habitus, sondern auch im Blütenbau mit
Iresine übereinstimmt.
Wie bei vielen diöeischen Iresine-Arten, so sind auch bei Dieraurus
die männlichen von den! weiblichen Blütenständen leicht zu unterscheiden,
indem letztere mit der Reife ein wolliges Aussehen bekommen und in Wolle
gehüllte Früchte haben, bei welchen die Perigonblätter fast nicht zu er-
kennen sind.
Die weiblichen Blüten zeigen ein sehr redueiertes, aus zehn Zipfeln
_ bestehendes Andröceum, von denen fünf die Staubfäden und fünf die alter-
nierenden Pseudostaminodien darstellen. Das sterile Gynäceum der männ-
lichen Blüten erreicht große Dimensionen, die denjenigen des fertilen fast
gleichkommen. In Übereinstimmung mit diesen Charakteren ist die Frucht
auch hier eine Kapsel, die aber nicht aufspringt. |
‘ Dieselbe Mannigfaltigkeit in dem Geschlecht der Blüten zeigt die Gattung
Aerua, welche fast ausschließlich xerophile Kräuter und Sins der
Tropen und Subtropen der Alten Welt enthält.
Aerua ist von Iresine nicht nur im Habitus, sondern im Blütenstand
und Blütenbau etwas verschieden. Wenn sie aber neben diese gestellt
wird, so ‘geschieht es auf Grund der Charaktere einiger Zwischenformen,
welche den Übergang von der einen zu der anderen vermitteln.
Der. Habitus der Aerwa-Arten ist im allgemeinen der von Xerophyten
mit meist aufrechtem Stengel und kleinen filzigen oder dicht behaarten Blät-
tern. Mitunter kommen niederliegende Le radicans Mart.) oder kletternde
Pflanzen vor. |
Der Blüthenstand ist aus cylindrischen, kurzen oder langen, einfachen
oder zusammengesetzten Ahren gebildet. Der Blütenbau weicht nicht selten
vom. pentameren Typus ab, indem eine Reduction zu vier Teilen im Peri-
gon und Andréceum stattfindet.
Die Blüten sind wie bei Zresine von einem Haarbüschel umhüllt, der
am kleinen Stipes sitzend oft eine beträchtliche Linge erreicht. Die Haare
sind aber gerade und steif, oft pinselartig angeordnet, so dass die Blüten-
stinde dadurch nie das eigentiimlich wollige Aussehen, wie die von Jresine
_ gewinnen.
_ Einige Arten, wie z. B. Aer javanica (Blume) Juss. mit ihren Va-
rietäten erohia und Jatifolia, ebenso A. lanata (L.) Juss. mit ihren
Varietäten viridis und oblongata sind fast überall im tropischen und sub-
tropischen Gebiete der Alten Welt anzutreffen, denn beide sind vom Kili-
_ mandscharo über Central- und Nordafrika (einschl. Comoren, Socotra und
Madagaskar) Persien und Afghanistan bis nach Indien und dem Malayischen
Archipel verbreitet. | |
: Non: diesen zwei Arten, die als typische Vertreter der Gattung gelten,
weichen‘ die übrigen bald durch ihren Habitus, bald durch ihren Blüten-
bau: oder -stand ab und zeigen eine beschränkte geographische Verbreitung.
32 G. Lopriore.
—
So sind A. revoluta Balf. f. und A. microphylla Mog. auf Socotra, A.
velutina Moq. auf die Philippinen beschränkt, obwohl auch, wie es scheint,
in Westindien aufgefunden.
Was die Stellung der zwei monotypischen Gattungen Nothosaerua und
Arthraerua betrifft, so braucht hier kaum hervorgehoben zu werden, dass
sie neben Aerua gestellt, wenn nicht zu dieser gezogen werden müssen.
In der That beweist der Umstand, dass die zur ersten Gattung gehö-
rende Art von Moguin als Aerua brachiata, von Wicnr zuerst als Pseud-
anthus brachiatus (le. Fl. Ind. or. V. 2. p. 3), dann als Nothosaerua
brachiata (|. e. VI. p. 1) beschrieben worden ist, dass die Gattung keine
sroße Selbständigkeit hat.
Wicat machte besonders darauf aufmerksam, dass er bestimmt wurde,
die in Frage stehende Pflanze als eine unechte Aerua anzusehen, weil die
ihm zur Verfügung stehenden Exemplare anstatt die gewöhnliche, bra-
chiate Form der Verzweigung zu besitzen, alternierende Zweige und
Blätter zeigten. Angesichts aber der großen Polymorphie der alten Moqum-
schen Art (Moguin hatte von derselben vier Varietäten aufgestellt) leuchte
es ein, dass die Wieur’sche Gattung nicht aufrecht zu erhalten sein dürfte.
In Bezug auf die Tracht und die Blütenmerkmale ist diese Gattung
von Aerua nicht zu sehr entfernt, da der bei ihr vorkommende Herma-
phroditismus auch bei Aerua sich findet. Die Reduction der Perigon- und
Staubblätter von der Vollzähligkeit bis zu vier resp. zwei Teilen ist auch
bei letzterer angedeutet, wird aber nicht bis zu dieser äußersten Grenze:
angetroffen. Es wäre daher angezeigt, Nothosaerua anstatt als Gattung als
eine reducierte Art der Gattung Aerua anzusehen, oder, wenn man sie
aufrecht halten will, als ein Verbindungsglied zwischen Iresine und Aerua
zu betrachten. Die Pflanze kommt auf Schlamm-, ebenso auf Sandboden
vor und hat im tropischen Asien und Afrika eine große Verbreitung.
Etwas verschieden gestalten sich die Verhältnisse bei der anderen
(Gattung Arthraerua, welche, wie der Name andeutet, durch ihre eigen-
tümlich gliederartige Verzweigung des Stengels von den echten Aerua-
Arten abweichen soll. Infolge dieser articulierten, kandelaberartigen Ver-
zweigung, die bei keiner Amarantacee in so ausgeprägter Form vorkommt,
ist es schwer zu bestimmen, ob die in Frage stehende Arthraerua Leub-
nitxiae (Kze.) Schinz als selbständige Gattung beibehalten oder zu Aerua:
gezogen werden muss.
Die in kurzen diehten Ähren angehäuften Blüten erreichen hier größere
Dimensionen als bei Aerua, sind von Seidenhaaren umhüllt und zeigen
behaarte Perigonblätter. Das Andröceum weist fast quadratische, breite
Pseudostaminodien, das Gynäceum einen mit langem Griffel und kopfförmi-
ver Narbe versehenen Fruchtknoten auf. Angesichts der grossen Poly-
morphie der Gattung Aerua wäre es vielleicht angezeigt, wenn man Ar-
thracriua Leumitaae als eine dem Wüstenleben angepasste Aerua-Art auf-
aia
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. 33
fassen würde. Die vorläufige Bezeichnung Aerua desertorum Excrer’s
_wiirde sehr dafür sprechen. Einstweilen halte ich es für besser, die auf-
gestellte Gattung noch aufrecht zu erhalten.
Was aber die andere von Kunrze aufgestellte Art Aerua (Arthraerua)
Pechuelii O. Kze. betrifft, so ist dieselbe nichts anderes als Culicorema
- capitatum Hook. f., wie es sich auf Grund genauer Untersuchung und
Vergleichung mit dem Originale Hooxer’s ergab'). A. Pechuelii O. Kze.
muss deshalb ganz wegfallen.
In dieser Gruppe der Amaranteae ist Amarantus (nachdem Scutnz
zu diesem Amblogine Raf., Glomeraria Cav., Euxolus Raf., Mengea Schauer,
Pixidium Mönch und Scleropus Schrad. gezogen hat) von den verwandten
Gattungen ziemlich gut geschieden, in ihren einzelnen Arten aber sehr
mangelhaft umgrenzt, wiewohl dieselben weder so zahlreich, noch auf ein
so relativ enges Gebiet beschränkt sind, wie z. B. die von Gomphrena.
Dieser Mangel an scharfen Artencharakteren rührt wohl daher, dass
die Amarantus-Arten einerseits specifische Elemente der Ruderalvegetation,
andererseits in der Cultur seit langem eingebiirgert und nur als solche be-
kannt sind.
ULine und Bray haben neuerdings versucht, eine Synopsis der nord-
amerikanischen Amarantus-Arten zu geben. Sie heben aber besonders
hervor, dass die zur Abgrenzung der Untergruppen benutzten Merkmale
keineswegs durchgreifend sind, da dieselben bald nach der einen, bald nach
der anderen Seite hinübergreifen und den Versuch einer definitiven Stellung
scheitern lassen. Viele Arten aus den verschiedenen Untergruppen sind
zum Verwechseln ähnlich. Außerdem ist die Frage ihrer systematischen
Stellung durch die individuelle Anpassung der adventiven Formen, so wie
durch die große Unsicherheit, welche durch die häufige Hybridation erzeugt
wird, zu einer schwierigen geworden.
Die Schwierigkeiten eines ähnlichen Versuches für sämtliche Amarantus-
Arten der Welt (im ganzen über 50) sind einleuchtend, so dass, wie auch
Urise und Bray meinen, nur ein mehrjähriges Studium der verschiedenen
Gruppen, wie sie in der Natur und in der Cultur vorkommen, verbunden
. mit einem genauen Vergleich der Linné’schen Originale von Erfolg in der
Umgrenzung der Arten sein würde.
In der Tracht zeigen die Amarantus-Arten die größte Mannigfaltigkeit.
Von den nur handhohen A. peruvianus Schauer und A. carneus Greene
bis zu den meterhohen, in unseren Gärten cultivierten Arten giebt es allerlei
Übergänge in den Dimensionen.
Zwischen den kleinen, fast schuppenartigen Blättern von A. carneus
4) Es ist mir eine sehr angenehme Pflicht, Herrn Dr. O. Starr vom Botanischen
Garten in Kew für die Bereitwilligkeit, mit welcher er das von mir gesandte Material
mit dem Original verglich, meinen besten Dank abzustatten.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 3
34 G. Lopriore.
und den schmal lanzettlichen von A. sahcifolius Host. sowie den fast
handbreiten von A. elegantissimus findet man eine Fiille von Ubergangs-
formen.
Im Bliitenstand herrscht eine nicht minder grofe Vielgestaltigkeit, ob-
wohl die Ahre die Grundform darstellt. Es giebt breite aus Ahren ge-
bildete Rispen, wie z. B. bei A. pariculatus L., als auch in der Blattachsel
dicht angehäufte knäuelförmige Inflorescenzen, wie bei A. Mitchelli Bth.
Der getrennten Geschlechtlichkeit entspricht auch hier wie »bei den
nach dieser Richtung fortgeschrittenen Zresine-Arten eine verschiedene Aus-
bildung der Blütenstände. So sind die männlichen Blüten von A. Palmeri
Wats. zu schlanken, dichten, die weiblichen zu unterbrochenen, dicken
stacheligen Ähren angeordnet, so dass die einen von den anderen leicht zu
unterscheiden sind.
Die Blüten von einigen Amarantus-Arten zeigen die Eigentümlichkeit,
dass die Perigonblätter anstatt die gewöhnliche Gestalt der Amarantaceen-
blüten zu zeigen, sich blattartig entwickeln, wobei der in einen Stachel
endende Mittelnerv an der oberen Hälfte jederseits in eine hyaline herz-
fürmige Spreite verbreitert ist, die bei einigen Arten, wie z. B. A. Mitchell
Bth., sich flach tellerförmig ausbreitet und dadurch das Fliegen der Samen
befördert (Taf. I, Fig. R).
Eine derartige Ausbildung, die gewiss einen großen Fortschritt darstellt,
kommt nur bei weiblichen Blüten zu stande. Die männlichen sind mit ge-
wöhnlichen Perigonblättern versehen.
Diese biologische Function zur Ausstreuung der Samen wird bei den
weiblichen Blüten des A. Palmert Wats. von den Vorblättern versehen,
welche um !/, länger als die Perigonblätter sind, den Mittelnerv zu einem
harten, steifen Dorn ausbilden und bei der Reife derart aus einander
spreizen, dass jede Berührung zum Abspringen der Früchte führt. Die
Vorblätter der männlichen Blüten, obwohl in der Gestalt von den genannten
nicht verschieden, sind weder so spitz und stark entwickelt, noch spreizen
sie aus einander. |
Dieselbe Function werden wabrscheinlich auch die Deckblätter und die
axillaren Dornen bei A. spinosus L. verrichten. Beide erfahren aber nicht
eine so weitgehende Ausbildung wie bei A. Palmeri Wats.
Eine Reduction der Perigonblätter bis zu zwei oder drei Gliedern
A. deflerus L., A. pumilus Raf., A. acutilobus [A. Br. et Bouché)) findet
nicht selten statt. Kine ähnliche Reduction erfährt auch das Andröceum,
Das Gynäceum zeigt die größte Mannigfalligkeit in der Ausbildung.
Der eiförmige oder flachgedriickte Fruchtknoten mit kurzem oder fehlendem
Griffel und zwei- bis dreiarmiger Narbe bleibt bei der Reife entweder ge-
schlossen oder springt bald mit Längs- oder Querrissen, bald mit einem
regelmäßigen Kreisschnitt auf,
Im Zusammenhang mit diesem verschiedenartigen Verhalten zeigt die
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen ete. 35
Fruchtwand bald eine netzförmige Verdickung (A. Mitchelli Bth. Taf. I, Fig. S),
_wodurch sie eine, besondere Zähigkeit erreicht und nur bei eintretender Fäulnis
das Hinausschlüpfen und Keimen der Samen gestattet, bald zeigt sie die untere
Hälfte zart und hyalin, die obere dagegen verdickt, rosagefärbt und mit
‚ einer präformierten Rissstelle versehen, so dass sie sich wie ein Deckel vom
_ unteren Teil abhebt (A. carneus Greene), bald eine hufeisenförmige Ver-
dickung, die den flachgedrückten Samen wie ein Ring umsäumt und das
Hinaustreten desselben erschwert (A. crassipes [Schlecht.] Moq.).
Bei nicht aufspringenden Früchten ist gewöhnlich der Griffel kurz oder
er fehlt gänzlich. Bei aufspringenden dagegen erreicht die zwei bis drei-
armige, meist papillöse Narbe die doppelte oder dreimalige Länge des
Fruchtknotens und dadurch wird das Anhaften und Aufspringen der Kapsel-
wand erleichtert.
Aus dieser so mannigfaltigen Ausbildung der vegetativen und Fort-
pflanzungsorgane lässt sich wohl erklären, dass Amarantus eine der am
meisten fortgeschrittenen und daher vielleicht auch am weitesten verbreiteten
Gattungen darstellt. In der That ist sie die einzige Gattung, welche die
meisten in Europa vorkommenden Formen enthält. In ihrer Gesamtheit
sind diese wohl erst eingewandert und dann eingebürgert worden. Zugleich
erreichen einige von ihnen die nördlichste Grenze, bis zu der überhaupt
diese Familie vordringt.
Der Umstand, dass Amarantus Ruderalpflanzen enthält, mag vielleicht
viel dazu beigetragen haben und erklären, weshalb man von vielen bei uns
eingebürgerten Arten die Heimat nicht mehr kennt. Ein anderer Umstand
kommt hier noch in Betracht, nämlich die überaus große Production von
sehr kleinen Samen. Wenn man bedenkt, dass ein einziger Stamm von 4.
caudatus L. nach WıLLvenow bis acht Unzen (über 240 gr) Samen hervor-
bringen kann (Martius, Beitr. z. Kenntnis d. nat. Fam. d. Amarantaceen,
p. 269) und dass dieselben ihre Keimfähigkeit infolge des geringen Öl-
gehaltes im trockenen Eiweißkörper und in dem verhältnismäßig an Volumen
bedeutend geringeren Embryo längere Zeit behalten, so kann man vielleicht
erklären, wie diese und verwandte Arten eine so große geographische
- Verbreitung besitzen.
Dass es endemische Arten giebt, welche ihrem starken Endemismus
entsprechend auch einen verschiedenen Habitus zeigen, muss hier hervor-
gehoben werden. So erinnern die auf den Galapagosinseln vorkommenden
A. scleranthoides And. und A. squamulatus And. mehr an Seleranthus
als an Amarantus. So zeichnen sich mehrere der neuen in Amerika ent-
deckten und von Warson, Greene, ULINE und Bray beschriebenen Arten
durch eine weniger weitgehende Ausbildung der Fortpflanzungsorgane aus
und dementsprechend zeigen sie auch eine beschränktere geographische
Verbreitung.
Eine isolierte Stellung nimmt unter den diöcischen Amarantaceen die
3*
36 G. Lopriore.
monotypische Gattung Acanthochiton ein, deren weibliche Blütenstände eine
eigentiimliche Umwandlung erfahren. | |
Die nackten Blüten sind hier von großen, breiten, herzförmigen, über
der Mittelrippe gefalteten und in eine Stachelspitze ausgezogenen Vorblättern
vollständig verdeckt, welche mit der Zeit sehr steif und nach unten zurück-
geschlagen werden, ‚während zu gleicher Zeit eine Verlängerung des Pedi-
cellus stattfindet, wodurch die Anheftung der Blüten unter einander und an
der Blütenstandsachse verringert wird.
Der Blütenstand wird auf diese Weise in eine stachelige Ähre umge-
wandelt, bei welcher jede Berührung zum Abspringen der Früchte führt.
Die fast linsenfürmigen, glatten, stark glänzenden Samen treten sehr leicht
aus der sich mit einem Kreisschnitt öffnenden Kapsel heraus.
Diesen guten Verbreitungsmitteln entsprechend scheint die einzige dieser
Gattung gehörende Art (A. Wrigthii Torr.) eine ziemlich große Verbreitung
in Nordamerika (besonders in Texas und Arizona) zu haben und ist nicht
nur infolge der Zweigeschlechtigkeit, sondern auch durch die zweckmäßige
Ausbildung des Blütenbaues als einer der am weitesten fortgeschrittenen
Typen anzusehen, wie denn die weiblichen Blüten durch das gänzliche
Fehlen der Perigonblätter auch in der Reduction einen Fortschritt zeigen.
Daraus geht hervor, dass bei dieser Gattung die morphologischen
Merkmale es erschweren, ihre Stellung in der natürlichen Gruppierung mit
absoluter Sicherheit zu bestimmen. Nur mit der diöcischen Gattung Aenida
zeigt sie insofern Ähnlichkeit, indem auch bei dieser die weiblichen Blüten
des Perigons entbehren und eine mit dreiarmiger Narbe versehene Kapsel
besitzen, welche ebenfalls mit einem Kreisschnitt aufspringt.
Die männlichen Blüten sind bei Acnida größer, als die weiblichen,
weisen ein wohl entwickeltes Perigon auf und bilden keine spärlichen,
sondern dicht gedrängte Blütenstände, welche lebhaft an die von Hanf er-
Innern.
Diesem verschiedenartigen Verhalten entsprechend ist die Gattung auch
in mehreren Arten zur Entwickelung gelangt (sie besitzt nämlich vier Arten
init ebenso vielen Varietäten) und hat im Vergleich zu Acanthochiton eine
größere geographische Verbreitung in den östlichen und nördlichen Gegenden
Nordamerikas, wo sie die sandigen Stellen bevorzugt.
Kine besondere Berücksichtigung verdienen die zwei Gattungen Bosra
und Æodetia, welche von Scuinz unter der ersteren zusammengezogen
worden sind.
Moguin rechnete die Gattung Dosia zu den Salsolaceen, Hooker 208
sie mit Recht zu den Amarantaceen und stellte sie neben die Gattung
Rodetia, wit welcher sie große Ähnlichkeit im Habitus und im Blüten-
stand zeigt.
Die zwei Gattungen unterscheiden sich dadurch, dass Bosia diöcische,
Rodetia hermaphrodite Blüten besitzt. Die Frucht ist in beiden eine Beere,
©4572
_ Engler, Bot. Jahrb. XXX. Bd.
A.B.Celosia argentea L., CF. Ce 2. spicata Spreng,,
G-J. Achyranthes aspera L., K-M. Achyr. (Centrostachys! aquatica R.Br,
N. 0.Alternanthera sessilis (L)R.Br., P. Q.Sericostachys tomentosa Lopr.,
R.S. Amarantus Mitchelli Bth.
Autor dif. 8
J. Pohl dei. Verlag v.Wilhelm Engelmann in Leipzig.
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HNOERE Qi
7
Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc. Bid
_ welche bei Rodetia leicht abfällt und die vier Bracteolen in Form eines
“kleinen Kelches auf der Blütenstandachse zuriicklisst. Die Beere der Bosia
behält dagegen den kleinen Kelch und erreicht im Vergleich zu der anderen
etwa doppelte Dimensionen.
In Bezug auf ihre geographische Verbreitung verhalten sich die zwei
Gattungen sehr eigentiimlich, denn die drei Arten von Bosia kommen in
weit von einander befindlichen Gebieten vor — Bb. Yerva Mora L. auf den
Canarien, D. cypria Boiss. auf Cypern und B. cannabina Lour. in Cochin-
china — während Rodetia Amherstiana (Moq.) Hook. in Indien vorkommt.
Über die Zugehörigkeit der drei genannten Arten zu der ersten Gat-
tung und über die Selbständigkeit der zwei Galtungen liegen noch Zweifel
vor. Die zwei Gattungen zeigen große Ähnlichkeit mit der mehrsamigen
Deeringia, welche außer hermaphroditen, wie Bosia, auch diöcische Blüten
besitzt. Auch in Bezug auf die Frucht ist die Ähnlichkeit eine sehr große,
wenn man bedenkt, dass, wie ich einmal bei Deeringia baccata Retz. beob-
achtet habe, eine Reduction von mehrsamigen bis zu einsamigen Beeren
stattfinden kann.
Erklärung der Figuren auf Tafel 1.
Celosia argentea L.
A Eine Blüte mit dem langen, weit aus dem Perigon hervorragenden Griffel, dessen
unterer, im Perigon eingeschlossener Teil samt dem Fruchtknoten durch eime
punktierte Linie angedeutet ist.
B Freigelegtes Gyniceum. Der Fruchtknoten ist mit emem Kreisschnitt aufgesprungen,
infolge dessen trennt sich der obere von dem unteren, die Samen enthalten-
den Teile und erleichtert die Ausstreuung der letzteren.
Celosia spicata Spreng.
C' Eine Ahre mit reifen Kapseln.
D Eine flach gedrückte, mittelst eines Kreisschnittes in zwei ungleiche Teile auf-
gesprungene Kapsel. Am Grunde derselben sieht man die drei vorderen Pe-
rigonblätter, am Scheitel die drei gespreizten, fadenförmigen Arme der Narbe.
FE Umsgelegter, oberer Kapselteil, die dicht gedrängten, in zwei horizontalen Reihen
angeordneten Samen enthaltend.
F Unterer, auf den sternförmig gespreizten Perigonblättern sitzender Kapselteil, die
kurzen, zurückgebliebenen Nabelstränge zeigend.
Achyranthes aspera L.
G Eine sehr junge Ahre mit nach oben gerichteten Blüten.
H Eine reife Ahre mit den unteren, nach unten zurückgeschlagenen und den oberen,
nach oben gerichteten Bliten.
J Eine reife Blüte, die Stellung der gespreizten, etwa um 45° von den Perigonblattern
divergierenden Vorblättern darstellend.
Achyranthes (Centrostachys) aquatica R. Br.
K Eine Ähre, verschiedene Reifezustände der Blüten zeigend. Je reifer dieselben,
desto mehr sind sie nach unten zurückgeschlagen.
38 G. Lopriore, Uber die geographische Verbreitung der Amarantaceen etc.
L Ein Stück der Spindel, die polsterartigen Verdickungen und die äußerst kleinen,
fast linearen Insertionsstellen der reifen Bliiten darstellend.
M Eine reife Blüte, die Stellung des einst ventralen, jetzt äußeren, im Längenwachs-
tum besonders beförderten Perigonblattes.
Alternanthera sessilis (L.) R. Br.
N Eine reife vom Perigon noch umhüllte Frucht.
O Freigelegtes Gynäceum. Von dem Fruchtknoten hat sich ein Stück der Wand ab-
gehoben, um den reifen Samen herausschlüpfen zu lassen.
Sericostachys tomentosa Lopr.
P Ein Partialblütenstand. Die mittlere, fertile Blüte ist beiderseits von sterilen, aus
Haarbüscheln bestehenden Blüten begleitet, welche der ersten als Flugapparat
dienen.
Q Die fertile Blüte ohne Flugapparat.
Amarantus Mitchellii Benth.
R Eine reife Blüte, deren flach tellerförmig ausgebreitetes Perigon der Frucht als
Flugapparat dient.
S Freigelegtes Gynäceum. Der netzformige Fruchtknoten erleichtert das Fliegen des
kleinen Samens. Die dreiarmige Narbe vergrößert das Anheftungsvermögen
der reifen Bliten.
Beiträge zur Flora von Afrika. XXL
Unter Mitwirkung der Beamten des Kön. bot. Museums und des Kön. bot.
Gartens zu Berlin, sowie anderer Botaniker
herausgegeben
von
A. Engler.
Fungi camerunenses novi. III).
Von
P. Hennings.
Bulgariaceae.
Bulgaria Urnula P. Henn. n. sp.; ascomatibus subglobosis depressis,
urnuliformibus dein applanatis, gelatinosis, 2—5 cm diametro, extus atro-
brunneis, pilis atro-fuscis, septatis, cirrhatis, 4—6 y crassis, vestitis, mar-
gine ciliatis, pilis setiformibus, septatis, brunneis usque ad 2 mm longis,
6—9 y crassis; disco primo concavo dein patelliformi subplano, rufocinna-
barino; ascis clavatis 220—250 y longis, p. spor. 150—180 X 18—20 u
vertice obtuse applanatis vel umbilicatis, basi stipitiformi-attenuatis, cur-
vulis; paraphysibus filiformibus, fuscidulis, guttulatis; sporis 8 oblique
monostichis, ellipsoideis vel fusoideis, obtusiusculis, interdum 2-guttulatis,
25—32 X 18—20 y, episporio fuscidulo.
Kamerun: Bipindi, auf Holz (G. Zenker n. 2194, Aug. 1899, c. icon.).
Diese Art steht der Bulgaria (Sarcosoma) camerunensis P. Henn. sehr nahe, ist
aber durch die Färbung des Discus, die Form der Sporen sowie besonders durch das
Vorkommen verschieden. Auch mit B. celebica P. Henn. sowie der B. javanica (Rehm)
P. Henn. ist die Art verwandt, mit letzterer besonders wegen des Vorkommens auf
Holz, während die übrigen Arten auf Erde auftreten. Der Pilz ist im Innern von
wässerig-gelatinöser Beschaffenheit, in Alkohol schrumpfen die Fruchtkörper sehr stark
zusammen.
1) Encuer’s Bot. Jahrb. XXII (1895) p. 72, XXIII (4897) p. 537.
40 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. ©
Pezizaceae.
Pyronema omphalodes (Bull.) Fuck. var. camerunensis P. Henn.;
ascomatibus gregariis confluentibusque sessilibus, mycelio byssino albido —
circumdatis, ca. 1 mm diametro, cupulatis, dein explanatis, disco flavo-
carneo; ascis cylindraceo-clavatis, apice rotundatis, basi stipitiformi-atte-
nuatis, 8-sporis, 130—150 X 9—10 u; paraphysibus filiformibus haud
septatis, apice curvatis superantibus ca. 3 w crassis; sporis oblique mono-
stichis, ellipsoideis utrinque rotundatis, hyalinis, 1-guttulatis, 15—18 X
6—8 u. | |
Kamerun: Bipindi, auf Asche verkohlter Bäume (G. Zenker n. 1990,
März 1899).
Die Varietät ist von der Normalform besonders durch die Paraphysen sowie durch
die größeren mit einem Oltropfen versehenen Sporen verschieden.
Aspergillaceae.
Penicillopsis ? togoénsis P. Henn. n. sp.; stromate conidiofero phyllo-
geno sparso, clavariiformi, simplici vel dichotomo-ramoso, fusco-brunneo
5—7 cm longo, stipite tereti vel compresso 1—2 mm crasso, ramis subu-
latis in axillis compressis '/,—4!/. cm longis, laevibus, subglabris, apice
acutis, basidiis late clavatis, 30—35 X 20 p, fuscidulis ubique vestitis;
conidiis catenulatis subglobosis vel ovoideo-ellipsoideis, fuscis vel brunneo-
fuscis, verrucosis 6—9 X 6—7 u; stromata ascophora ignota. |
Togo: Misahöhe, Baumannsfälle auf faulenden Blättern (Baumann 1895).
Die Conidienstromata haben mit P. elavariiformis Solms überraschende Ähnlich-
keit, doch sind die Conidien schwach warzig. So lange aber die Askenfrüchte nicht
bekannt sind, bleibt es zweifelhaft, ob dieser blattbewohnende Pilz wirklich zu obiger
Gattung gehört. Von Stlbothammium togoense P. Henn, ist dieser Pilz ganz ver-
schieden, ebenso von St. Dybowskii (Pat.) P. Henn., welche Art vielleicht mit ersterer
identisch, nicht zu Penicillopsis gehören dürfte.
Hypocreaceae.
Sphaerostilbe (Sphaerostilbella) lutea P. Henn. n. sp.; peritheciis
gregariis interdum confluentibus, in villo byssino albido nidulantibus, flavo-
ochraceis, farinaceis, hemisphaericis, dein collabentibus, obscuriore papillatis,
‘ca, 200 y diametro; contextu cellulis pseudoparenchymaticis, rotundato-
angulatis, flavo-brunneolis; ascis sublinearibus, vertice obtusis, basi paulo
attenualis, 8-sporis, 60-80 X 3!/, p; sporis monostichis, ellipsoideis, ob-
tusiuseulis, continuis, hyalinis 4—5'/, X 3—3!/g p. Stromate conidiofero
filiformi, rigido, flexuoso, flavo 1'/,—3 mm longo, pedicello 30—50 y
crasso; capitulis subglobosis ca. 150 y diametro; conidiis subglobosis hya-
lino-flavidulis, laevibus 3—31/, u.
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 41
| Kamerun: Bipindi auf vermoderten Baumstämmen im Urwalde
on ZENKER n. 2110, Juli 1899).
Es wurden nur unseptierte Sporen beobachtet und gründet sich hierauf das Sub-
3 genus Sphaerostilbella. Mit Sp. incerta Ces., bei der ebenfalls unseptierte Sporen vor-
a kommen und die gleichfalis hierher gehören dürfte, scheint die Art, welche in übrigen
À Merkmalen von Sphaerostilbe nicht abweichend erscheint, am nächsten verwandt zu sein.
i Fenestrella gigaspora P. Henn. n. sp.; stromatibus carbonaceis, atris,
_ rotundato-pulvinatis, sub epidermide vertice applanato subnitenti erum-
… pentibus, ca. 2 mm diametro; peritheciis immersis, paucis, 2—3 sub-
globosis; ascis cylindraceis 5—8-sporis, apice obtusis 35—50 u crassis,
- paraphysibus copiosis, filiformibus, guttulatis, hyalinis, 2—2'/, u crassis;
sporis monostichis, oblonge ellipsoideis utrinque rotundatis, primo pallide
flavis dein atrobrunneis, pluriseptato-fenestratis, plerumque 9 septatis, haud
constrictis 70—90 X 35—45 u
Togo: Station Bismarcksburg auf abgestorbenen Ästen (R. Birrner
1891). 3
Es wurden meist nur überreife, etwas zerfallene, sowie ganz junge Asken beo-
bachtet. Die Sporen sind von gewaltigen Dimensionen, zuerst in der Mitte mit einer
Scheidewand, zuletzt mit 9 Septen, mauerförmig geteilt. Die Stromata stimmen nicht
völlig mit denen der Gattung überein, dieselben eingesenkt, mit flachem Scheitel aus
der Rinde hervorbrechend. Die Perithecien sind im Stroma völlig eingesenkt, meist
zu 2 oder 3, ein Ostiolum ist nicht deutlich entwickelt.
Melanconidaceae.
Xylariaceae.
Thamnomyces camerunensis P. Henn. n. sp. in Engl. Bot. Jahrb.
XIV, p. 368 sub Th. Chamissonis Ehr. var. camerunensis P. Henn.
Kamerun: Bipindi an Baumstämmen (G. Zenker, Aug. 1899).
Der Pilz ist nach den vorliegenden Exemplaren, welche bis 44 cm hoch sind,
durch die viel dünneren Stiele und geradwinkelig abstehenden dünnen Aste, durch die
seitlich oder am Gipfel der Aste bis zu 8 gehäuften eiférmigen mit einander verschmelzen-
den Perithecien, sowie besonders durch die keulenförmigen, an einer Seite convexen, an
der andern concaven, beiderseits stumpfen 16—20 >< 6—10 » großen, schwarzen Sporen
verschieden.
; Thelephoraceae.
Thelephora Braunii P. Henn. n. sp.; coriacea, erecta, flavo-ferruginea,
pruinosa ca. 4 cm alta-lataque; stipite late compresso, ca. 1'/, em longo,
5 mm lato, sulcato, palmato-ramoso; ramis flabellatis apice palmatifidis vel
cristatis, laevibus obscurioribus; hy menio laevi vel minute papillato, ferru-
* gineo; sporis subglobosis 31/,—4 y episporio laevi, brunneo.
Kamerun: bei Gr. Batanga auf Holz (J. Braun 1888).
Die Art ist mit Th. anthocephala Fr. verwandt, von Th. Dewevrei Bres. jedoch
ganz verschieden.
ee ee se ee ee
4? Beiträge zur Flora von Afrika, XXI.
Th. Amigenatscha P. Henn. n. sp.; papyraceo-coriacea, stipitata,
flabellata, infundibuliformis vel plurilobata, brunnea vel flavo-ochracea;
pileo radiato-striato vel subplicato 2—5 cm diametro, margine subintegro
vel fisso-lobato interdum proliferante; hymenio laevi vel striato, pruinoso,
subochraceo; stipite farcto, tereti vel compresso, simplici vel ramoso, flavo-
brunneo vel fusco, 1—5 em longo, laeve vel ruguloso; sporis subglobosis
vel ellipsoideis, flavidulis 6—8 X 4—6 u.
Kamerun: Bipindi an faulendem Holze (G. Zenker n. 1367, 1996,
Aug. 1897, März 1899, c. icon).
Der Pilz, welcher sowohl getrocknet wie in Alkoholexemplaren nebst colorierter
Abbildung eingesendet wurde, wird von ZENKER als essbar bezeichnet und von den Ein-
geborenen »Amigenatscha« genannt. Mit Th. aurantiaca Pers. ist die Art verwandt,
habituell Hymenochaete damicornis (Link), sowie H. Schomburgkii P. Henn. in manchen
Exemplaren ähnlich gestaltet. Häufig sind die Stiele an der Basis oder in der Mitte
verzweigt, einen oder mehrere Hüte tragend. Letztere sind sehr verschieden gestaltet,
bald fächerförmig mit seitlichem Stiel, bald trichterförmig mit excentrischem Stiel, am
Rande oft tief eingeschnitten und gelappt.
Glavariaceae.
Typhula bipindiensis P. Henn. n. sp.; carnosa, simplex, filiformi-
clavata, substipitata, fusco-rufa, ca. 3—5 mm longa, 160—220 u crassa,
vertice rotundata, basi attenuata; basidiis clavatis, 4-sterigmatibus, sporis
fusoideis, hyalinis 5—6 X 3 y.
Kamerun: Bipindi, herdenweise auf der Unterseite faulender Blatter
(G. Zenker n. 7, März 1896).
Der Pilz scheint aus einem Sclerotium hervorzugehen, vielleicht dürfte die Art
besser zu Clavaria zu stellen sein, zumal die Keule nicht deutlich abgesetzt erscheint.
Lachnocladium Zenkeri P. Henn. n. sp.; coriaceo-papyraceum, late
compressum, album, pruinosum, 5—7 cm altum; stipite compresso e my-
celio membranaceo cretaceo oriente usque ad 2 cm longo, À mm crasso,
brunneolo, repetite dichotomo vel palmatifido; ramis in axillis late com-
pressis, subflabellatis, ramulis apice membranaceis, palmatifidis vel furcatis,
apicibus saepe longe subulatis; sporis subglobosis vel ovoideis, hyalinis,
laevibus 3'/o—4 y.
Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde um 80 m auf totem
Laube (G. Zenker n. 1898, Sept. 1898).
Die Art ist mit L. palmatifidum V. Henn. und L. Mülleri P. Henn. verwandt, von
beiden aber verschieden. Bei letzterer Art sind die Sporen viel größer und warzig.
Polyporaceae.
Polystietus Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo coriaceo, mesopodo, or-
bieulari vel reniformi, centro depresso vel umbilicato, pallide ochraceo,
azono laevi, glabroque 2— em diametro, margine tenui, integro vel sub-
crenulato; stipite excentrico, tereti, farcto, firmo nigricante, ferrugineo-
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III.
=
iS)
tomentosulo vel pruinoso, basi discoideo 2—5 cm longo, 4!/.—3 mm
crasso; hymenio pallide ochraceo, poris decurrentibus, brevissimis, puncti-
formibus, vix conspicuis, rotundatis, acie integris; sporis haud visis.
Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf Holz (G. Zenker n. 1361, Aug.
1897).
Die Art ist mit P. pulcher Fries verwandt. Die Röhren sind sehr kurz, die Poren
mit bloBem Auge kaum sichtbar.
Polyporus cinnamomeo-squamosulus P. Henn. n. sp.; pileo car-
noso-lento dein subcoriaceo, pleuropodo, conchato subreniformi, cinnamomeo,
radiato-striatulo, velutino-squamuloso, squamulis obscurioribus evanescen-
tibus, 5—9 cm lato, 4—5 cm longo, carne lignicolori; stipite laterali brevi,
atrofusco 0,3—0,7 mm longo lateque, basi discoideo; tubulis 1 —1'!/, mm
longis, decurrentibus, poris minutis atrocastaneis rotundatis, setulis furcatis
vel asteroideis vestitis, acie integris; sporis haud conspicuis.
Kamerun: Bipindi an toten Stämmen (G. Zenker n. 2183, Aug.
1899).
Die Art ist mit P. evanido-squamulosus P. Henn. verwandt, durch das Hymenium
sowie besonders durch die mit braunen, gegabelten oder sternhaarartig geteilten Seten,
mit denen die Poren bekleidet sind, verschieden. Im trockenen Zustande ist der Hut
fast lederartig.
Favolus bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo submem-
branaceo, lateraliter stipitato vel subsessili, flabellato vel subreniformi,
reticulato-rugoso, albido-flavescente, 2—8 cm lato, 2—5 cm longo; stipite
brevi vel obsoleto, compresso, basi discoideo; alveolis oblonge rhomboideis
vel pentagonis, ca. 2—7 mm longis, 11/,—9%1/; mm latis, acie flaccidis,
tenuibus, denticulatis, concoloribus.
Kamerun: Bipindi an toten Baumstämmen und Asten (G. ZENKER
n. 1359, 1535, 2020, Mai, Aug. 1897, April 1899, c. icon.).
Die Art ist mit F. tessellatus Mont. am nächsten verwandt, durch die Färbung,
den fast häutigen dünnen Hut u. s. w. verschieden.
Favolaschia sanguinea P. Henn. n. sp.; pileo gelatinoso, tenui, sub-
orbiculariter campanulato vel reniformi, centro umbonato, reticulato-tuber-
culato 5—11 mm diametro, sanguineo vel atro-rubro; hymenio plano vel
subconvexo concolori; alveolis rotundatis vel oblongis subangulatis, acie
integris, crassiusculis 1—4'/, mm diametro, stipite gracili, laevi glabro,
sanguineo, basi pallide byssino A1/,--2 cm longo, 1!/, mm crasso: sporis
ellipsoideis, hyalinis 5—6 X 4 u.
Kamerun: Bipindi an totem, faulendem Holze (G. Zenker n. 105,
c. icon.).
Eine durch die dunkelblutrote Färbung des Fruchtkörpers ausgezeichnete Art, die
mit F. Baumanniana P. Henn. und F. congolensis De Seyn, verwandt ist.
Fistulinella P. Henn. n. gen.; pileus carnosus, stipitatus, margine ve-
lato-membranaceo involuto. Hymenium porosum, tubuli cylindracei inter
se subliberi et separati.
44 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
F. Staudtii P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo plano, laevi, glabro,
olivaceo-virescente, 1'/, em diametro, margine membranaceo veliformi, in-
voluto, pallido; stipite centrali, tereti, farcto, carnoso, laevi, glabro, albo
ca. 3 cm longo, 2'/,—3 mm crasso, aequali; hymenio pallido, sublibero;
tubulis inter se subliberis et discretis c. 3 mm longis, 350—400 u crassis,
primo apice clausis dein poro rotundato apertis; basidiis clavatis intus
granulosis 20—30 X 5—7 u; sporis fusoideis, 1—2 guttulatis, hyalinis
13—16 X 31/,; —4 episporio dilute brunneo.
Kamerun: Jaunde auf faulendem, feuchtem Holz im Urwalde (Zenker
u. Sraupr n. 229, Februar 1894). —
Dieser Pilz ist mit Boletus am nächsten verwandt, aber von dieser Gattung da-
durch verschieden, dass die Röhren unter sich frei, nicht mit einander verwachsen, aber
an der Spitze leicht an einander angeheftet sind. Mit einer Nadelspitze lässt sich jede
Röhre für sich gesondert herausziehen. Der Pilz zeigt dadurch einen Übergang von
Boletus zu Fistulina. Eigentümlich ist der Rand dieser Art beschaffen, welcher auf
der unteren Seite mit einer volumartigen, dünnen, etwa 4 mm breiten Haut regelmäßig
umsäumt ist. |
Boletus ater P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo-explanato, sub-
laevi, glabro, pruinoso, atroviolaceo vel atroolivaceo 21/,—31/, cm dia-
metro; stipite farcto, tereti fusco atro, granuloso 21/,—3 cm longo, 2!/5—
3 mm crasso; tubulis sinuoso-adnatis interdum subdecurrentibus, 2—3 mm
longis, poris oblongis vel rotundato-angulatis subgyrosis À —11/, 1—2 mm
amplis, atrocinereis, basidiis clavatis 4-sterigmatibus, intus fusco-granulatis ;
sporis fusoideis utrinque acutiusculis, 4-pluriguttulatis 12—14 X5—6 yp;
episporio fuscidulo; carne atro.
Kamerun: Bipindi im Urwalde auf Erdboden (G. Zenker n. 2185,
Aug. 1899).
Eine besonders durch ihre dunkle, fast schwarze Färbung auffällige Art, die von
der Gattung Strobilomyces durch den fast kahlen Hut, welcher anscheinend nicht durch
einen Schleier mit dem Stiele verbunden ist, sowie durch die nicht schwarzen Sporen
verschieden erscheint. Vielleicht mit B. ustalis Berk. verwandt.
B. Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo-plano, pruinoso,
atrocastaneo, laevi, glabro, 2—3 cm diametro; stipite cylindraceo, farcto,
atropurpureo vel atrobrunneo, striatulo vel subsquamosulo 3—5 cm longo,
4—6 mm erasso, superne subattenuato; tubulis adnatis subdecurrentibus,
2—5 mm longis, poris rotundato-angulatis ca. 4—11/,; mm amplis, acie
integris, luteis; basidiis clavatis, intus brunneo-granulosis, 24—28 X 12—
15 u; sporis ellipsoideis vel ovoideo-subfusoideis, utrinque obtusis, castaneis
vel atrobrunneis, 4-guttulatis, laevibus 42—15 X 8—13 p. |
Kamerun: Bipindi, Insel im Latuinge auf Laub im Urwalde (G. ZENKER
n. 2480, Aug. 1899).
Diese schöne Art ist mit B. piperalus Bull, verwandt, durch die kastanienbraunen
Sporen ausgezeichnet,
ee
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 45
Agaricaceae.
Rimbachia? camerunensis P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo sub-
gelatinoso, tubiformi, stipitato erecto, lacteo, pagina externa laevi, glabro
cum stipite continguo, 1—3 cm alto, 1—2 cm lato; stipite excentrico vel
centrali 3-—10 mm longo, 1—4'/. mm crasso, concolori; hymenio superio-
rem partem infundibuliformem obtegente, primo laevi dein striato-pliciformi,
gyroso-reticulato; sporis haud conspicuis.
Kamerun: Bipindi an verfaulten Stämmen (G. Zenker n. 2176, Aug.
4899, c. icon.).
Der Pilz ist durch seine häutig-gelatinöse Beschaffenheit sowie durch das anfangs
zwar glatte oder mit wenigen streifenartigen Erhebungen, zuletzt jedoch auf der ver-
tieften, trichterförmigen Oberfläche mit hirnartig gewundenen, netzadrigen Falten be-
setzte Hymenium von der Gattungsbeschreibung verschieden, wenn auch die äußere
Form mit derselben übereinstimmt. Leider war es nicht möglich, Basidien, sowie mit
Sicherheit Sporen aufzufinden. Vorläufig mag der Pilz daher in obige Gattung gesetzt
werden, doch erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass derselbe einen ganz neuen Typus
der Auriculariaceen oder Tremellaceen darstellt.
Cantharellus violaceo-griseus P. Henn. n. sp.; pileo submem-
branaceo, infundibuliformi, laevi, glabro, radiatim substriato, violaceo cine-
rascente, 2—4 cm diametro, margine integro vel repando-sinuoso; stipite
eylindraceo, concolori, laevi 2—3'/; cm longo, 3—5 mm crasso, basi sub-
bulboso incrassato, tomentosulo; lamellis pliciformibus, striiforme decurren-
tibus, inaequilongis, haud dichotomis, pallide violaceis; sporis haud con-
spicuis.
Kamerun: Bipindi im Urwalde auf faulendem Holze (G. Zenker n. 85,
1360, 2011, Marz 1897 u. 1899, c. icon.).
Die Art hat äußerlich mit C. buceinalis Mont. Ähnlichkeit, ist aber durch den
dünnhäutigen Hut, die nicht gegabelten Lamellen u. s. w. ganz verschieden.
Lentinus clitocyboides P. Henn. n. sp.; pileo carnoso-lento, infundi-
buliformi, brunneo cinerascente, subsquamosulo, centro pallidiori 4—6 cm
diametro; stipite farcto, tereti, concolori, tomentosulo 3-5 cm longo,
0,5—1 cm crasso; lamellis decurrentibus, confertis, angustis, lineolatis ca.
A mm latis, pallide cinereis vel flavidulis acie integris; sporis subglobosis,
hyalinis 5—6 u.
Kamerun: Bipindi auf verfaulten Baumstämmen (G. Zenker n. 1899,
Sept. 1898, c. icon.).
Die Art hat der Abbildung nach große Ähnlichkeit mit Cl:tocybe sessilis Fries.
Marasmius reniformis P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, reni-
formi, striatulo, tessellato-subrugoso, niveo, pruinoso, 8—15 mm diametro;
stipite laterali, brevi, pallide brunneolo, 0,6—0,8 cm longo crassoque, dis-
coideo affixo; lamellis sinuoso-adnatis, paucis, distantibus, anastomosantibus,
pallidis; sporis ovoideis 5—6 X 3'/y y, hyalinis.
46 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Kamerun: Bipindi auf faulendem Holze (G. Zenker n. 95, Sept. 1896,
c. icon.).
Die Art ist mit M. excentricus P. Henn. und M. Campanella Holterm. verwandt.
M. flabellatus P. Henn. n. sp.; pileo tenui-membranaceo, flabelliformi
vel palmatifido -lobato, pleuropodo, radiatim striato, albido - flavescente,
2—6 cm diametro, margine crenato vel varie lobato; stipite plus minus
elongato vel obsoleto, late compresso usque ad 2 cm longo, 3 mm lato,
concolori, discoideo affixo; lamellis decurrentibus, inaequilongis, subconfertis
{—1'/, mm latis, pallidis; sporis subglobosis, ellipsoideis, laevibus, hyalinis
3'/o>—4 X 3—'/o p. |
Kamerun: Bipindi, an toten Stämmen (G. Zenker n. 1358, 1534;
Aug. 1897).
Der Pilz ist in zahlreichen Exemplaren in Alkohol eingesandt worden und ist die
Consistenz desselben dadurch vielleicht verändert, so dass ich etwas zweifelhaft bin,
ob diese Art wirklich zu Marasmius zu stellen ist. Dieselbe hat mit Plewrotus bipin-
diensis P. Henn. große äußere Ähnlichkeit, ist aber durch die Sporen gänzlich ver-
schieden. =
M. reticulatus P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, translucente,
campanulato, centro depresso, 4'/,—3 cm diametro, radiatim striato,
cinereo; stipite fistuloso, corticato, tereti, aequali, testaceo # —7 cm longo,
2—3 mm crasso; lamellis adnatis, subdecurrentibus, distantibus, angustis
substriiformibus, reticulato-connexis, sepaceis.
Kamerun: Bipindi im Urwald um 100 m auf faulendem Laub
(G. Zenker n. 1533, Aug. 1897).
Die Art ist mit M. favoloides P. Henn. nahe verwandt, aber verschieden. Wegen
der streifenartigen Lamellen ist die Art mit Cantharellus verwandt, jedoch durch die
Beschaffenheit des Stieles und andere Merkmale zu obiger Gattung gehörend.
M. griseo-flavus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato-
expanso, centro obtuso vel subumbilicato, griseo-fuscescente, margine stria-
tulo, 1—2 cm diametro; stipite tenaci, fistuloso, tereti, pallido, pruinoso,
basi subincrassato, 11/5 em longo, 1—2 mm crasso; lamellis sinuoso-ad-
natis, subconfertis, latis, flavis; sporis subglobosis, hyalinis 3-—31/; p.
Kameruh: Bipindi auf totem Laub (G. Zenker n. 97, Sept. 1896).
Mit M. Vaillantii Fr. und M. praeacutus Ell. verwandt.
M. pseudocalopus P. Henn. n. sp; pileo tenui membranaceo, con-
vexo-plano, umbilicato-depresso, radiato-plicato, pallide flavo 11/,—3 cm
diametro; stipite fistuloso, subcorneo, atrobrunneo pruinoso tomentosulo,
superne pallido laevi, 11/,—3 em longo, À mm crasso, basi discoideo; la-
mellis sinuoso-adnatis, flavidulis, subconfertis, angustis ca 0,7 mm latis;
hasidiis clavatis 18 —24 X 41/9 —51/9 u, sporis subglobosis, laevibus, hya-
linis 31/9 u.
Kamerun: Bipindi im Urwald auf faulenden Zweigen (G. Zenker
n. 2158, Aug. 1899).
Mit M. calopus Vers, und M. cucullatus EN, verwandt,
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. II. 47
M. geophyllus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato-ex-
panso, obtuso vel subdepresso, radiato dense striatulo, cinereo-gilvo, centro
obscuriori 1——'/, cm diametro; stipite corneo, fistuloso, laevi, glabro, su-
perne flavo, inferne atrocastaneo 1—2 cm longo, 1—4!/, mm crasso; la-
mellis sinuoso-adnatis, inaequilongis, subconfertis, angustis, lanceolatis
cinereo-fuscidulis.
Kamerun: Bipindi auf morschem Holz (G. Zenker n. 94, Sept. 1896,
c. icon.).
Mit M. calopus Fr. und M. subcinereus B. et Br. verwandt.
M. testaceus P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, campanulato,
centro umbilicato, atro-testaceo, pruinoso, radiato-striato sulcatoque, mar-
gine pallidiori, 1—1'/,; cm diametro; stipite fistuloso, filiformi, corneo,
pallido vel stramineo nitenti, glabro, 3—6 cm longo, 1 mm crasso; lamellis
collariato-connexis, distantibus, subintegris, lanceolatis, pallide testaceis.
Kamerun: Bipindi im Urwalde auf totem Holze und Laub (G. Zenker
n. 1364, Aug. 1899).
Mit M. rhodocephalus Fr. verwandt.
M. ochraceo-niger P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo-coriaceo cam-
. panulato, centro papillato, radiato-striato, ochraceo, pruinoso, 1—11/,; mm
diametro; stipite filiformi, corneo, atrocastaneo, pruinoso, 2—5 cm longo,
0,3 mm crasso; lamellis collariato-connexis, paucis, ventricosis, pallide
ochraceis.
Kamerun: Bipindi, herdenweise auf toten Blittern (G. ZENKER
n. 2014, Marz 1899).
Mit M. Friesii P. Henn. verwandt.
M. pseudosplachnoides P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo-coriaceo,
convexo, pallide flavo, centro umbilicato, brunneo, concentrice subzonato,
radiato striatulo, ca. 4 cm diametro; stipite tenaci, fistuloso 3—5 cm longo,
4 mm crasso, flavo-brunneo, basi incrassato, strigoso; lamellis adnatis sub-
confertis, angustis, brunneolis; sporis globosis 31/, pu, hyalino flavidulis,
laevibus.
Kamerun: Bipindi auf faulenden Blättern (G. Zenker n. 2041, Mai
1899 e. icon.).
Mit M. splachnoides Fr. verwandt.
M. hygrocyboides P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, convexo,
flavo-subaurantiaco, radiatim striato, medio umbilicato vel depresso pa-
pillatoque atro-aurantiaco, 6—11 mm diametro; stipite tenaci, filiformi,
fistuloso, tomentosulo, 1—2 cm longo, 0,5— 0,8 mm crasso, flavo-brunneolo;
lamellis adnatis, subconfertis, lanceolatis flavo-aurantiacis.
Kamerun: Bipindi an faulenden Zweigen (G. ZENKER n. 2039, Mai
1899, c. icon.).
Die Art ist mit M. impudieus Fr. verwandt, wegen der orangegelben Färbung
des Hutes und der Lamellen zeigt die Abbildung Ähnlichkeit mit Hygrocybe-Arten.
48 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
M. subimpudicus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato
vel subconico, centro papillato vel umbilicato, ruguloso, 7—15 mm dia-
metro, rufobrunneo; stipite corneo, fistuloso, gracili, superne pallido, in-
terne castaneo nitenti, 2—8 cm longo, 0,5—0,9 cm crasso; lamellis ad-
natis, angustis, subconfertis, pallidis vel flavescentibus; sporis ellipsoideis,
hyalinis 5—6 X 3!/,;—4 m. |
Kamerun: Bipindi auf altem Holze (Zenker n. 91, Sept. 1896,
e. icon.).
Mit M. impudicus Fr. und M. holophacus Mont. verwandt.
M. pallide sepiaceus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanu-
lato expanso, obtuso, granuloso-squamosulo, pallide cinnamomeo, radiato-
striato, 0,5—2 cm diametro; stipite fistuloso, subcorneo, pruinoso, pallide
brunneo 0,5—1 cm longo, 14—-1!/; mm crasso, basi discoideo villoso, e
mycelio rhizomorphoideo, filiformi, atro oriente; lamellis subtriquetro - de-
currentibus, distantibus, ventricosis, pallide sepiaceis; sporis globosis, hya-
linis 3— 31 u.
Kamerun: Bipindi auf faulenden Zweigen (G. Zenker n. 2037, Mai
1899, c. icon.).
Mit M. haematodes Berk. verwandt.
M. cinereo-flavidus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanu- |
lato, centro obtuso rotundato vel depresso, laevi, glabro ad marginem sub-
striato, cinereo, '/,—1 em diametro; stipite fistuloso, corneo, brunneo,
1'/,—3 cm longo, 0,5 mm crasso, laevi, glabroque, basi albo byssaceo;
lamellis adnato-decurrentibus, distantibus, lanceolatis, flavidis; sporis ellip-
soideis, hyalinis 4—5 X 3—31/ y.
Kamerun: Bipindi auf schattigen Plätzen im Urwalde an vermoderten
Biumen (G. Zenker n. 2040, Mai 1899, c. icon.).
Mit M. angulatus Pers, verwandt,
M. subcurreyi P. Henn. n. sp.; caespitosus; pileo membranacco, cam-
panulato-expanso, centro obtuso-umbonato, flavo-lateritio, radiato-striatulo
1'/,—2 cm diametro, margine tenui, flaccido; stipite filiformi, fistuloso,
eorneo atro, brunneolo-squamosulo, superiori pallidiori 2'/,—4 em longo,
0,7—0,9 mm lato; lamellis collariaio-connexis, confertis, lanceolatis, in-
aequilongis.
Kamerun: Bipindi im Urwalde auf faulendem Laub herdenweise
(G. Zenker n. 2154, Aug. 1899, c. icon.).
Die Art ist mit M. Curreyr B, et Br. verwandt.
M. superbus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, convexo, centro
umbonato ruguloso-venoso atroviolaceo, radiatim sulcato plicatoque violaceo, —
3—9 em diametro, margine repando apicibus plicorum albidis; stipite fistu-
loso corneo-corticalo, tereti interdum contorto, laevi, glabro rufobrunneo,
4—12 cm longo, 3—5 mm erasso; lamellis sinuoso-adnatis vel subliberis
collariatis, distantibus, ventricosis, ca, 1 cm latis, albidis.
P. Hennings, Fungi camerunenses novi, III. 49
Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde auf Holz (G. Zenker n. 2172,
wg. 4899, c. icon.).
Eine wunderschöne große Art, deren Scheitel aderig-runzelig dunkelblau, im übri-
gen violett mit weißen Faltenwinkeln und Spitzen gefärbt ist. Der schlanke Stiel ist
hornartig berindet, braunrot. Der Pilz ist mit M. Zenkeri P. Henn. nahe verwandt,
besonders durch das runzelig-aderige Centrum und die weißen Faltenwinkel von dieser
Art verschieden. Ebenso stehen beide Arten M. Hookert Berk. nahe.
M. albofarinaceus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato,
obtuso vel centro umbilicato-depresso obscuriori, radiato-striato vel sub-
plicato, incarnato 2—4 cm diametro; stipite fistuloso, subcorneo-corticato,
gracili, fusco-brunneo, albido pulverulento, subtomentosulo, 5—-7 cm longo,
11/;—2 mm crasso; lamellis adnatis, inaequilongis, confertis, angustis, al-
bidis, ca. 1 mm latis.
Kamerun: Bipindi auf faulendem Laub im Urwald (G. Zenker n. 2173,
Aug. 1899, c. icon.).
Mit M. erythropus Pers. verwandt.
M. flavidulus P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, campanulato-ex-
panso, centro umbilicato vel depresso, papillato, radiato-striato vel sub-
sulcato, flavidulo, 2—3 cm diametro; stipite fistuloso, gracili subcorneo,
flavidulo, pruinoso, 6—10 cm longo, 1—11/; mm crasso; lamellis adnatis,
subconfertis, ventricosis 2 mm latis, concoloribus.
Kamerun: Bipindi auf totem Laub im Urwalde (G. Zenker n. 2198,
Aug. 1899, c. icon.).
Mit M. porreus Pers. verwandt.
M. subplancus P. Henn. n. sp.; pileo coriaceo, campanulato-expanso,
flavido, centro subumbilicato vel subpapillato, brunneo, obscuriore, radiatim
striato sulcatoque 3—6 cm diametro; stipite cavo, corticato, alutaceo,
striato, contorto 6—12 cm longo, 2—3 mm crasso; lamellis adnatis sub-
confertis late ventricosis, pallide flavidis. |
Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 104, April 1896,
ce. icon.).
Mit M. plancus Fr. verwandt.
M. elaeicola P. Henn. n. sp.; pileo coriaceo, campanulato expanso,
- centro umbonato, pallide flavo, radiato-striato, margine undulato, 3—5 cm
diametro; stipite fistuloso, tereti, flexuoso, aequali, substriato, flavo vel
flavo-brunneolo, usque ad 10 cm longo, 2—3 mm crasso, basi incrassato,
curvulo; lamellis adnatis paulo decurrentibus, inaequilongis, late subventri-
cosis, pallidis vel flavidulis; sporis ellipsoideis, laevibus, hyalinis 5—7 X
3!/> m. 1
Kamerun: Bipindi an faulenden Olpalmenstämmen (G. Zenker n. 1344,
Mai 1897).
Die Art ist mit M. wrens Fr. verwandt.
Hygrophorus (Hydrocybe) bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo car-
nosulo e campanulato expanso, centro depresso umbilicato obscuriori,
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 4
50 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
margine striato, glabro, sicco aurantiaco-cinnabarino 2!/,—4% cm diametro;
stipite farcto, tereti, aequali, laevi, 3—7 cm longo, 21/;-—4 mm crasso,
concolori, basi fibroso; lamellis decurrentibus, subdistantibus, inaequilongis,
luteis vel pallide aurantiacis, acie incrassatis; sporis subglobosis, hyalinis,
laevibus 3!/p>—4 uw.
Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf dem Boden an halbschattigen
Stellen (G. Zenker n. 2027, April 1899, c. icon.).
Mit H. miniatus Fr. verwandt, dem Limacewm aureum (Arrh.) ähnlich.
H. (Hygrocybe) hypholomoides P. Henn. n. sp.; pileo subcarnoso,
convexo-expanso, flavo, sicco, laevi, glabro 21/,—3 cm diametro, centro
obtuso subaurantiaco; stipite farcto. dein fistuloso, tereti, interdum flexuoso,
slabro 2—5 cm longo, 2—3 mm lato, flavo-rubescenti; lamellis adnatis,
subconfertis, flavidis, angustis, sporis subglobosis, laevibus 4—5 u hyalinis.
Kamerun: Bipindi auf faulem Holze (G. Zenker n. 1991, März 1899,
c. icon.).
Die Art scheint mit H. ceraceus Fr. verwandt, der Abbildung nach hat dieselbe
gewisse Ähnlichkeit mit Hypholoma fasciculatum (Huds.).
Phaeohygrocybe P. Henn. n. gen.; pileus submembranaceo-ceraceus ;
hymenophorum cum stipite contiguum; lamellae acie acutae, hymenio in
massam ceraceam mutando vestitae, nec membranaceae; basidia clavata
4 sterigmatibus; sporae globosae echinatae, fuscidulae.
Ph. Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo, ceraceo fragili, con-
vexo-expanso, centro depresso, umbilicato, granuloso, radiatim sulcato-
subtuberculato, eitrino, 1—3 cm diametro; stipite fistuloso, tereti vel com-
presso, sulcato, flexuoso, laevi, concolori 2—3 cm longo, 4!/,—3 mm
crasso; lamellis adnatis subdecurrentibus, subdistantibus, ceraceis, crassis,
basi venoso connexis, citrinis, 2 mm latis; basidiis clavatis 20—25 X
9—12 y, 4 sterigmatibus subulatis 6—9 y longis, 1'/, w crassis; sporis
globosis, dense aculeatis, flavo-fuscidulis 8—11 p.
Kamerun: Bipindi, auf totem Holze (G. Zenker n. 2169, Aug. 1999,
c. 1con.).
Die Gattung ist hervorragend durch die dichtstacheligen, gelbbräunlichen Sporen
von Hygroeybe verschieden, Der Pilz ist äußerst fragil, intensiv citronengelb oder hell-
chromgelb gefärbt,
Limacium castaneum P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo, convexo vel
centro depresso, viscido, granuloso vel verrucoso, castaneo, margine invo-
luto, velo viscoso, ca. 1/,—11/, cm diametro; stipite farcto, tereti, pallide
flavido, laevi, glabro 1—2'/y em longo, 11/,—21/, mm crasso; lamellis ad-
natis, subdecurrentibus, subconfertis, arcuatis, pallide flavis; basidiis clavatis,
23—25 X 6—8 y; sporis ellipsoideis vel ovoideis, hyalinis 6—8 X
31/9—h4 n.
Kamerun: Bipindi, an toten Ästen (G. Zenken n. 2487, Aug. 1899,
C, ICON. !,
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. II. 51
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| Le
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| Eine ganz merkwirdige Art, die mit keiner der bekannten verwandt zu sein
scheint. Der braune Hut ist mit körnigen Schuppen bedeckt. Der Rand ist mit dem
Stiel durch einen gallertartigen, zähschleimigen Schleier verklebt. Benachbarte Hüte
“sind durch den verquellenden schleimigen Schleier so fest mit einander verklebt,
dass sie, aus dem Alkohol genommen, sehr schwer von einander getrennt werden
können.
Lactariopsis P. Henn. n. gen.; pileus carnosus, depressus, margine
-involuto cum stipite velum membranaceum conjunctus. Hymenophorum cum
stipite contiguum; lamellae adnato-decurrentes inaequales, ceraceae- rigi-
-dulae, lactescentes. Sporae globosae subhyalinae asperulae.
L. Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, rigido, plano-convexo,
centro umbilicato depresso, dein expanso subinfundibuliformi, flavo-brunneo,
pruinoso 1—3 cm diametro, margine involuto, subrepando vel striato primo
cum stipite velum membranaceum conjuncto; stipite farcto, cylindraceo-
subclavato, striatulo, concolori, postice annulato-marginato, basi attenuato,
ca. 2—4 cm longo, 3—6 mm lato; lamellis adnato-decurrentibus, confertis,
ceraceis, rigidulis, angustis ca. 1 mm latis, flavo-ochraceis, cystidiis ob-
clavatis 35—46 X 18—21; basidiis clavatis 20— 26 7—9 u; sporis glo-
bosis, hyalinis vel minute flavidulis, aculeato-asperatis 6—8 u.
Kamerun: Bipindi auf morschem Holz oder Erde (G. Zenker n. 2230,
Aug. 1899, c. icon.).
Der schneckenartig eingerollte Rand des Hutes ist anfangs durch einen häutigen
Schleier mit dem Stiele verbunden, welcher bei Streckung des Hutes lappig zerreißt und am
Hutrande sowie am Stiele unterhalb des Lamellenansatzes in Form eines schmalen
Randes hängen bleibt. Im übrigen weicht der Pilz in keiner Weise anscheinend von der
Gattung Lactaria ab, die eigentümliche, schon bei jungen Exemplaren niedergedrückte
Hutform, ferner die wachsartig-starren Lamellen, der volle Stiel, in dessen oberem Teil
sich langgestreckte Milchsaitröhren finden, sowie die kugeligen stacheligen Sporen
stimmen völlig mit dem Charakter von Lactaria überein.
| Coprinus pseudodomesticus P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo,
ex ovato campanulato obtuso, vertice subdiscoideo pallido, carnosulo in-
crassato, umbilicato, fusco, radiatim striato-suicato, cinereo, margine fisso
4'/,—4 cm diametro; stipite cavo, cylindraceo albo, laevi, glabro 2—8 cm
longo, 5—8 mm crasso, e mycelio filiformi repente brunneolo oriente;
lamellis subcollariato-adnatis confertis, subcinereis dein atris, cystidiis cy-
lindraceo-clavatis 30—40 18—20 y; sporis ellipsoideis, fuscis laevibus
A—d X 3!) u.
Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 2190, Aug. 1899,
€. icon.).
| Die Art ist mit C. domesticus (Pers.) Fr. verwandt, doch scheint der Hut kahl zu
sein, kleiige Schüppchen sind nicht wahrnehmbar. Der Pilz geht aus einem verzweigten
fadenformigen, kriechenden Mycel hervor, welches mit zahlreichen jungen Fruchtkörpern
‘in den verschiedensten Entwickelungsstadien besetzt ist.
Stropharia Staudtiana P. Henn. n. sp.; pileo subcarnoso, campanu-
lato-expanso, pallide brunneo, obtuso-umbonato 1—21,, cm diametro,
ye
52 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
—
striatulo; stipite fistuloso, gracili, tereti, 5—10 cm longo, 1—2 mm crasso,
pallido, striatulo, annulo amplo membranaceo, persistente, albido; lamellis
adnatis, confertis pallidis dein fuscescentibus; sporis ellipsoideis atrorufis,
laevibus 51/,—71,, X 4—4'/o u.
Kamerun: Johann-Albrechtshöhe auf Erdboden (Staupr n. 845, Febr.
1899).
Die Art ist mit S. squamosa Fr. verwandt.
S. hypholomoides P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, campanulato-con-
vexo, obtuso, cinereo-flavo, laevi, glabro, centro brunneolo, margine pallido,
3—6 cm diametro, stipite fistuloso, tereti, laevi 4—8 mm longo, 4—5 mm
crasso, pallido, annulo membranaceo, albido; lamellis adnatis, confertis
pallide flavis dein atroviolaceis; sporis ellipsoideis vel ovoideis 51/.—7 X
3'/,—4 u, atroviolaceis, laevibus.
Kamerun: Bipindi, in schattigem Urwalde an toten Baumwurzeln
(G. Zenker n. 1903, u. b., Sept. 1898, c. icon.).
Der Pilz hat habituell eine große Ähnlichkeit mit Hypholoma appendieulatum
Bu 11), gehört aber des häutigen Ringes wegen zweifellos zu obiger Gattung.
S. lepiotoides P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo, ex ovoideo campanu-
lato, cinereo-flavescente, radiato striato, laevi, centro umbonato, fusco-
brunneolo, 2—4 em diametro; stipite farcto, pallido brunnescente, striatulo,
3—6 cm longo, 1'/,—2 cm crasso, medio annulo membranaceo, amplo,
albido; lamellis adnatis, confertis, lanceolatis, primo pallidis dein nigres-
centibus; sporis ellipsoideis, laevibus, brunneo-violaceis 5—7 X 4 u.
Kamerun: Bipindi, auf totem Laub (G. Zenker n. 1897, Sept. 1898,
c. icon.).
Der Abbildung nach hat der Pilz besonders in Jugendstadien große Ähnlichkeit
mit einer Lepiota, so mit L. erminea Fr., die Art ist mit S. inumeta Fr. verwandt.
Psalliota microsperma P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, campanulato-
expanso, pallido dein griseo-violaceo, atrobrunneo, medio obtuso umbonato,
margine laevi, 5—9 em lato; stipite tereti, farcto, fibroso, pallido cinereo,
5—8 cm longo, 3 mm crasso, annulo membranaceo pallido; lamellis sub-
liberis, pallidis cinerascentibus dein atrobrunneis, confertis, lanceolatis ;
sporis ellipsoideis, atrobrunneis vel atropurpureis, 1-guttulatis, 4—5 X 3 u.
Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker ohne n.).
Die Art ist mit Ps. rusiophylla (Lasch) nahe verwandt, sie wird von den Kin-
geborenen als »inju« bezeichnet und gegessen.
Inoeybe (Asterosporina) flavo-fusca P. Henn. n. sp.; pileo car-
nosulo, campanulato-expanso, flayo-cinereo, margine minute strialulo, centro
obtuso fusco-squamosulo 2—4 em diametro; stipite subfarcto, tereti, flavo-
brunneo, inferiori brunneo-squamosulo 4—6 em longo, 2—3 mm crasso;
lamellis adnatis, subconfertis, angustis, flavidis dein olivaceo-ferrugineis ;
sporis subglobosis asteroideis, fusco-olivaceis 5—7 p diametro.
Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 2171, Aug. 1899, c. icon.).
Mit J. seahella Fr, verwandt.
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 53
I. bipindiensis P. Henn. n. sp; pileo carnosulo, campanulato-obtuso,
tomentosulo-squamoso, castaneo, 1!/.—2 cm diametro; stipite farcto, tereti,
squamosulo, cinereo-brunneo, 3—5 cm longo, 11%; mm crasso; lamellis ad-
natis, subconfertis, pallidis dein olivaceo-fuscis; sporis ellipsoideis 4-guttu-
latis, 5—7 X 31/,—4 u, episporio flavo-brunneolo, laevi.
Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf faulem Holze {G. Zenker n. 2019,
April 1899, c. icon.).
Die Art ist mit Z lucifuga Fr. verwandt.
Naucoria jaun densis P. Henn. n. sp.; caespitosa; pileo submembrana-
ceo, campanulato-expanso, laevi, glabro, ferrugineo-brunneo, centro ob-
scuriori, ad marginem minute striatulo, 3—7 mm diametro; stipite sub-
fistuloso, tenaci, tereti, flexuoso, laevi, glabro, rufobrunneo 411/.—-2 cm
longo, 0,7—4 mm crasso; lamellis adnatis, inaequilongis, vix confertis
angustis, ferrugineis; sporis ellipsoideis, 1-guttulatis, flavo-brunneolis 5—6 X
31/9—41/9 wv.
Kamerun: Jaunde im feuchten, schattigen Urwalde um 800 m (G. ZENKER
n. 380, 2. Juli 1894).
Mit N. tabacina Fr. verwandt.
N. Zenkeriana P. Henn. n. sp.; caespitosa; pileo submembranaceo,
convexo-campanulato, vertice subconico-papillato, radiatim substriato, flavo-
olivascente 6—10 mm diametro; stipite tenaci, fistuloso, gracili, laevi,
glabro, 2-—5 cm longo, 1—11/, mm crasso, luteo; lamellis adnatis sub-
confertis, cinereo-flavidis dein fuscidulis; sporis ellipsoideis, laevibus, flavo
brunneolis 5!/9>—7 X 3!/,—4 uw.
Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde an sumpfigen Orten an
vermoderten Bäumen (G. Zenxer n. 1999 u. 2149, März, Juli 1899, ce. icon.).
Die Art ist mit N. Dusens P. Henn. und N. bipindiensis P, Henn. verwandt, aber
verschieden.
Flammula ochraceo-tristis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo, con-
vexo-expanso, centro obtuso fusco-squamosulo, radiato striatulo ochraceo-
brunneo, margine pallidiori, 4—6 cm diametro; stipite farcto tereti, flexuo-
- sulo, striato, subfimbriato, atrobrunneo 6—8 cm longo, 4—5 mm crasso;
lamellis sinuoso-adnatis, late ventricosis, subconfertis pallide flavis fusces-
centibus; sporis ellipsoideis vel ovoideis, basi apiculatis, intus granulalis,
episporio flavidulo vel brunneolo, laevi.,.
Kamerun: Bipindi auf Erdboden (G. Zenker n. 2189, Aug. 1899,
c. icon.).
Mit F1. floccifer Berk. verwandt.
Pholiota Zenkeri P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, convexo plano,
squamoso, aurantiaco, squamis adpressis, vertice obtuso rotundato, pallide
ochraceo 2'/,—4 cm diametro; stipite farcto tereti, curvulo, flavorufo,
brunneo-striato 2—3 cm longo, 2—31/, mm crasso, annulo membranaceo |
54 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
pallido; lamellis sinuoso-adnatis, late ventricosis, confertis flavo-aurantiis
dein ochraceis; sporis ellipsoideis, laevibus 6—8 X 4—4'/, u ochraceis.
Kamerun: Bipindi, an toten Bäumen (G. Zenker n. 2174, Aug. 1898,
c.-icon.).
Mit Ph. curvipes Fr. verwandt.
Pluteus citrino-carnescens P. Henn. n. sp.; pileo membranaceo-
carnosulo, convexo expanso, radiato-striato, citrino 21/,—5 cm diametro,
centro umbilicato vel subpapilloso, venoso-rugoso fuscidulo; stipite sub-
farcto, tereti, laevi, glabro vel striatulo, incarnato 2—5 mm longo, 2—4 mm
crasso; lamellis sinuoso-adnatis vel subliberis, confertis, 3—5 mm latis,
roseo-carneis, cystidis subulatis ca. 25—30 X 8—9 u; basidiis clavatis
18—24 X 5—7 u; sporis subglobosis vel ellipsoideis 4 grosse guttulatis,
laevibus, flavo-carnescentibus 41/,—6 X 4—5 u.
Kamerun: Bipindi, auf Erdboden (G. Zenker n. 2190, Aug. 1899,
c. icon.).
Mit P. leoninus (Schaeff.) verwandt, durch den genabelten, im Centrum runzelig-
aderigen Hut u. s. w. verschieden. Eine wunderschöne Art mit citrongelbem Hut und
fast rosenrotem Stiel und Lamellen.
P. bulbipes P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo, carnosulo, con-
vexo obtuso, subsquamosulo granuloso, radiato-striato, brunneo-olivaceo
3—4 cm diametro; stipite subfarcto, tereti, striatulo, pallide brunneo
4—6 cm longo, 3—4 mm crasso, basi bulbilloso 6—8 mm incrassato;
lamellis sinuoso-adnatis 2—2'/. mm latis, confertis, albidis dein flavo-car-
nescentibus; sporis subglobosis, intus granulatis 4—--5 u, episporio laevi,
flavo-carnescente. |
Kamerun: Bipindi auf Erdboden(G. Zenker n. 2192, Aug. 4899, c. icon.).
Die Art ist mit P. manus (Pers.) und P. wmbrosus (Pers.) verwandt, durch den
an der Basis zwickelartig verdickten Stiel u. s. w. verschieden.
Pleurotus bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnoso molli, flabellato
vel reniformi, horizontali, saepe lobato vel inciso-crenato, albido, pruinoso
2—% cm diametro; stipite laterali, late compresso, concolori, ca. 5 mm
longo latoque, basi discoideo, byssino; lamellis decurrentibus, latiusculis,
subconfertis, inaequilongis albidis; sporis cylindraceis, obtusis, basi oblique
apiculatis 8—10 X 3—3!/5 p.
Kamerun: Bipindi, an vermoderten Baumstiimmen (G. Zenker n. 2000;
März 1899, c. icon.).
Die Art ist mit P. limpidius Fr, verwandt.
P. violaceo-cinerascens P. Henn. n. sp.; imbricato-caespitosus ; pileo
carnoso, excentrico, convexo-conchiformi, violaceo-cinerascente, sparse ob-
scuriori squamosulo, 3—6 em longo, 2—5 em lato, margine tenui involuto;
stipite excentrico vel laterali, farcto, subtereti usque ad 4 cm longo,
11, cm crasso, cinereo-striatulo ; lamellis decurrentibus, subconfertis, 11/,—
2 mm latis, albo-flavescentibus; basidiis clavatis 20—25 X 6—8 y; sporis
subglobosis, laevibus, hyalino-subflavescentibus 4!/,—6 y.
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. III. 55
Kamerun: Bipindi, an verfaulten Baumstämmen (G. ZENKER n. 2162,
; ug. 1899, c. icon.).
Die Art ist mit P. ostreatus Fr. verwandt:
Mycena fusco-purpurea P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo vel
| carnosulo, convexo-expanso, centro depresso-umbilicato, pruinoso, fusco-
“purpureo 2—3 cm diametro; stipite subfistuloso, tereti, curvato, striatulo
-2—3 cm longo, 2—3 mm crasso concolori; lamellis sinuoso-adnatis inter-
dum dente decurrentibus, subconfertis, ventricosis, acie subcrassiusculis,
_atropurpureis ; sporis ellipsoideis vel ov ee een’ x 3—3!/9 uv, hyalinis.
| Kamerun: Bipindi, auf abgestorbenen Stämmen (G. Zenker n. 2181,
_Aug.‘1899, c. icon.).
Mit M. haematopoda (Pers.) verwandt. Der Alkohol wird durch den Saft des
Pilzes zinnoberrot gefärbt.
M. Aschi P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, campanulato-ex-
‘panso, centro subconico-papillato, radiato-striato, ca. 1 cm diametro, albido;
stipite fistuloso, gracili, laevi, glabro 4—6 cm longo, A mm crasso, albo;
lamellis sinuoso-adnatis, subdistantibus, lanceolatis, pallidis; sporis ellip-
soideis, hyalinis 4—5 X 3 u.
Kamerun: Bipindi, auf Erdboden herdenweise (G. Zenker n. 1374,
Aug. 1897).
Die Art ist mit M. tenuis Fr. verwandt, von den Eingeborenen wird dieselbe als
»Aschie bezeichnet und gegessen.
M. bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo-membranaceo, cam-
panulato vel subconico, cinereo, radiato obscuriori striato, subruguloso,
vertice obtuso vel subumbonato, atro, 1—3 em diametro; stipite tenaci,
-subfarcto, striato interdum torto, cinereo 3—4 cm longo, 3—4 mm crasso;
lamellis sinuoso-adnexis, subconfertis, lanceolatis, pallidis; sporis subglo-
bosis laevibus, hyalinis 31/, —4
| Kamerun: Bipindi, rasig an Baumstämmen (G. Zenker n. 103, c. icon.).
Die Art ist mit M. atrocyanea (Batsch) verwandt, nach Zenker’s Mitteilung essbar.
Clitocybe bipindiensis P. Henn. n. sp.; pileo carnosulo hemisphaerico-
“convexo, centro depresso-umbilicato vel subinfundibuliformi, albido, pruinoso,
“2-5 cm diametro, glabro; stipite farcto, cylindraceo vel compresso velu-
“tino-pruinoso 4—6 cm longo, 4 mm—1 cm crasso, lamellis decurrentibus,
_Subconfertis, angustis 0,5—0,9 mm latis, albidis, flexuosis; sporis ovoideis
vel subglobosis, PUS pure
: Kamerun: Bipindi, auf LE Laub (G. Zenker n. 2196, Aug. 1899,
€. icon.).
Mit Cl. tornata (Fr.) verwandt.
. Collybia subdryophila P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo car-
-nosulo, convexo expanso, flaccido, centro obtuso vel umbilicato-depresso,
_gilvo-brunneo, laevi, glabro, margine saepe undulato 41/,—31/, cm dia-
metro; stipite fistuloso, compresso, laevi interdum sulcato 3—5 cm longo
“35 mm crasso; lamellis adnatis, confertis, angustis ca. 1 mm latis,
56 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
flavidis; cystidiis clavatis 20—30 X 7—9 u, sporis subglobosis, hyalinis
3—4 u :
Kamerun: Bipindi, rasig an Baumstiimpfen (G. Zenker n. 1991).
Mit C. dryophila (Bull.) verwandt.
C. sulphurea P. Henn. n. sp.; pileo submembranaceo-carnosulo, cam-
panulato-convexo, laevi, glabro, sulphureo vel jove pluvio subaurantiaco
2—3'/, em diametro; stihite Fares tenaci, tereti, aequali, concolori, glabro
21/2—31/, em longo, 11/,—2 mm crasso, basi albido-byssaceo; lamellis ad-
natis, confertis, angustis, sulphureis; sporis subgloboso-ellipsoideis, 3—31/,
X 3 u hyalinis, laevibus. |
Kamerun: Bipindi, im schattigen Urwalde auf faulendem Holz (G.
ZENKER n. 2071, Mai 1899, c. icon.).
Mit C. dryophila (Bull.) verwandt, durch die schwefelgelbe, bei Regen orange
Färbung ausgezeichnet.
Lepiota discipes P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, ex ovoideo cam-
panulato dein explanato, umbonato, flavo, squamis brunneolis adpressis
vestito, umbone obscuriori, 5—7 cm diametro; stipite farcto, cylindraceo,
pallido, fibroso, annulo membranaceo albido ornato, 10—18 cm longo,
8—15 mm crasso, basi clavato, discoideo usque ad 2!/, cm crasso; lamellis
liberis, confertis, pallidis; sporis globosis hyalinis 31/,—4 u.
Kamerun: Bipindi, an toten Baumstümpfen (G. Zenker n. 1568).
Die Art ist mit L. Zenkeri P. Henn, nahe verwandt, aber durch den schuppigen
Hut, durch die Färbung sowie durch den am Grunde scheibenförmig abgeflachten Stiel |
verschieden. Der Pilz wird von den Eingeborenen »Pumilo« genannt und gegessen.
L. pulveracea P. Henn. n. sp.; pileo carnoso, hemisphaerico-campanu- |
lato, subumbonato, squamosulo, farinaceo albo, margine substriato, 4—7 cm
diametro; stipite fistuloso, tereti, squamosulo, farinaceo albo, superne atte-
nuato, basi incrassato, annulo membranaceo secedente, albo; lamellis liberis,
confertis integris; sporis ovoideo-ellipsoideis, hyalinis, episporio subincarnes-
cente, basi oblique apiculatis 7—10 X 5—6 y.
Kamerun: Bipindi, im Urwalde auf abgestorbenen Stiimmen (G. ZENKER
n, 1368, Aug. 1897). |
Der reinweiße Pilz ist wie mit weißem Mehl bestreut, von den Eingeborenen wird
derselbe »imbolla bequande« genannt und gilt für giftig. Derselbe ist mit Z. Me-
leagris Sow. verwandt,
L. rhacodioides P. Henn. sp.; pileo carnoso, campanulato-explanato,
obtuse umbonato ad mediam squamas membranaceas, brunneolas, latas
sparsas tecto, ad marginem laevi, glabro, albido usque ad 20 cm diametro;
stipite cavo, cylindraceo, laevi, glabro, albo-brunnescente, 20—30 cm longo,
2—3 em crasso, basi bulboso 3—4 cm incrassato, annulo mobili crasso;
lamellis liberis, confertis, lanceolatis, albidis; sporis ellipsoideis, 4-grosse
guttulatis 12—17 X 8—10 y, episporio flavo-carnescente.
Kamerun: Bipindi, im Urwald auf faulendem Laub (G. Zenker n. 1530).
Mit L. rhacodes Vitt, nahe verwandt,
P. Hennings, Fungi camerunenses novi. II. 57
Phallaceae.
Phallus sanguineus P. Henn. n. sp.; 10—13 cm altus; stipite utrin-
que attenuato 1'/, —2 cm crasso, incarnato, pariete e 2—3, (apicem versus
e 1—2) stratis cavitatem composito, volva lobata pallida; pileo ovoideo-
vel subconico-campanulato, granulato-ruguloso sanguineo, apice obtuso,
clauso, haud limbato, ca. 2—21/, cm alto latoque; sporis oblonge ellip-
soideis 3'/y—4'/. X 1!/; w hyalino-chlorescentibus.
Kamerun: Jaunde um 800 m im feuchten, schattigen Walde auf
Wurzeln (ZENKER u. STAuDT n. 222, c. icon.).
Mit Ph. rubieundus Bosc. verwandt, aber durch den gekörnelten, geschlossenen Hut,
den fleischroten Stiel u. s. w. verschieden. Stinkend.
Sclerodermataceae.
Scleroderma Zenkeri P. Henn. n. sp.; peridio subgloboso vel ovoideo,
sessili vel substipitato, coriaceo corticato, pallide ochraceo dein ferrugineo,
punctato-areolato, vertice irregulariter dehiscente 8—12 mm diametro;
gleba ferrugineo minute marmorato, floccis ramosis, subhyalino-flaves-
centibus, fasciatis 3—5 u crassis; sporis globosis flavis vel brunneis 8—
14 wu, episporio atrobrunneo dense aculeato-asperato.
Kamerun: Bipindi, auf Erdboden zwischen Laub (G. Zenker n. 1998,
Marz 1899).
Eine sehr kleine Art, die mit S. pisiforme P. Henn, nahe verwandt, aber durch
die Färbung und Bekleidung der Peridie, sowie durch die Gleba und die Sporen ver-
schieden ist. Die Fruchtkörper gehen oft zahlreich aus einem reich verzweigten, weiß-
lichen Mycel hervor.
Beitrage zur Algenflora Afrikas.
Von’
W. Schmidle.
Mit Tafel IL.
I.
Algen aus Ost-Afrika.
Die im folgenden verzeichneten Algen stammen aus den heißen Quellen
am Manjara-See und wurden von Herrn O. Neumann gesammelt. Das Ma-
terial, welches teils getrocknet, teils in Alkohol conserviert war, erhielt ich
durch Herrn Geheimrat Dr. EnsLer aus dem Königl. Bot. Museum in Berlin
zur Bestimmung, wofür ich meinen besten Dank hier ausspreche.
Klasse Schizophyceae.
Fam. Stigonemataceae.
Mastigocladus Cohn.
M. laminosus Cohn, Algen des Karlsbader Sprudels 1863 p. 39.
Ost-Afrika: Manjara-See, Westufer; heiße Quellen mit ca. 50° R.
(O. Neumann, Nov. 1893).
Verbr. Die Alge ist ubiquitär und aus heißen Quellen von Europa, Nord-
Amerika, Asien und Neuseeland bekannt.
Fam. Oscillatoriaceae.
Spirulina Turpin.
Sp. Neumannii Schmidle n. sp.
Die Trichome sind blaugrün und zu einem grauweißlichen (oder blau-
grünem ?), stark schleimigen, fädig ausgebreiteten, 3—-5 mm dicken Lager
vereinigt, fast gerade, wenig gebogen und ziemlich parallel im Schleime
angeordnet. Die Windungen sind äußerst regelmäßig, sehr eng, sich be-
rührend, ca. 4,25 u breit. Die Breite der Trichome beträgt ca. 2 p, ihr
Inhalt ist homogen.
4
=
W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 59
Ost-Afrika: Manjara-See, Westufer, heiße Quellen von ca. 50° R.
(©. NEUMANN).
Die Alge ist mit Sp. versicolor Cohn und Sp. subsalsa Oerstedt verwandt; sie
unterscheidet sich von der ersten Alge durch ihre Farbe, ihr Lager und den Standort
<a SEK
in heißen Quellen; von der zweiten durch die regulären Windungen, die geraden, par-
allel angeordneten Fäden, das schleimige Lager und das Vorkommen in heißen Quellen.
Abbildung Taf. II, Fig. 5.
I
Algen aus Kamerun.
Frau Missionär Bonner in Kamerun hat im Frühjahr 1898 auf meine
Bitte eine Reihe Algen im Abolande gesammelt, welche ich bestimmte und
hier veröffentliche.
Von Kamerun sind bisher nur wenige Algen bekannt. Norpstepr hat
dieselben kürzlich herausgegeben!), und in seiner Schrift sind auch diejenigen
aufgenommen, welche kurze Zeit vorher in den Algae exsiccatae aus
Kamerun publiciert wurden.
Klasse Schizophyceae.
Fam. Oscillatoriaceae.
Oscillatoria Vaucher.
0. brevis Ktzg., Gomont: Monographie der Oscill. p. 249, tab. VII.
fig. 44 u. 15.
Auf feuchter Erde bei Bonaberi; Sept. 1898.
Verbr. Bekannt aus Europa, Asien, Afrika und Amerika; wohl ubiquitär.
0. splendida Grev., Gomont. I. c. p. 244, tab. VIL fig. 7 u. 8.
Boden am Bachufer bei Njasoso; 2. Mai 1898.
Verbr.: Asien, Afrika, Nord-Amerika; wohl ubiquitär.
Phormidium Ktzg.
Ph. autumnale (Ag.) Gomont 1. c. p. 207, tab. V. fig. 23 u. 24.
In einer Wasserpfütze im Aboland; 12. April 1898.
Verbr. Europa, Afrika, Asien, Nord-Amerika, Australien; ubiquitär.
Ph. valderianum Gomont |. c. p. 187, tab. IV. fig. 20.
Auf feuchter Erde im Aboland; 15. April 1898.
Verbr. Europa.
Ph. Bohneri Schmidle n. sp.
Die blaugrünen Trichome sind 1,7—2 y breit, nicht torulös, nicht
\
sehr gekrümmt, mit rechteckigen Zellen, welche meist kürzer als lang sind,
selten quadratisch oder etwas länger; ihr Inhalt ist scheinbar homogen,
4) Norpstept: Sôtvattensalger fran Kamerun in Botaniska Notiser 1897 p. 431 ff.
60 Beiträge zur Flora von Afrika, XXI.
bei starker Vergrößerung jedoch gekörnt, die Scheiden sind hyalin, färben
sich mit Chlor-Zink-Jod nicht blau, verschleimen bald und bilden dadurch
ein sehr dünnes, schleimiges, grünes Lager, in welchem die Fäden parallel
angeordnet liegen.
Auf feuchter Erde; Aboland; 15. April 1898.
Nach dem mikroskopischen Aussehen gleichen die Trichome sehr denjenigen von
Phormidium luridum Gomont: Revision tab. IV. fig. 17 u. 48, nur dass die Zellen meist
kürzer als lang und scharf rechteckig sind. Unsere Alge unterscheidet sich außerdem
durch das grüne, dünne Lager, ihr Standort auf feuchter Erde und die ausgesprochene
parallele Anordnung der einzelnen Fäden im Lager.
Abbildung Taf. II, Fig. M.
Fam. Scytonemataceae.
Scytonema C. A. Ag.
S. guyanense Bor. et FL, Révision des Nostocacées hétérocystées
p. 98.
Auf feuchter Erde, Aboland; Mai 1898.
Verbr. Im ganzen Tropengürtel.
S. Hofmanni Ag., Bor. et Flah. 1. c. p. 97.
Bonaberi an Baum- und Cactusrinde; Mai 1898.
Verbr. Ubiquitar.
S. javanicum Bornet, Bor. et Flh. Révision p. 95.
Verbr. Tropisches Asien, Amerika, Afrika, Australien, Europa in Gewächs-
häusern.
NS. Bohneri Schmidle n. sp.
Die Alge bildet fädige, schwarzgrüne Uberziige. Die Fäden sind teils
niederliegend, teils aufsteigend. Die ersteren snd 10—12 u breit, verzweigt
mit einzeln abgehenden Zweigen. Die aufsteigenden sind meist etwas
schmäler (8—10—14 y), sehr kurz (bloß 200—300 u lang) und unver-
zweigt, nicht miteinander verklebt und oft bis zur abgerundeten Spitze
etwas verschmälert (auf 6—7 u). Die Scheide ist farblos, oft etwas rauh,
1—1,8 u dick, scheinbar homogen (bei Anwendung homogener Immersionen
geschichtet, die Schichten schwach divergierend). Die Trichome sind blau-
grün, 8—5 y dick und füllen die Scheiden völlig aus. Ihre Zellen sind
rechteckig, an den Fadenenden äußerst kurz, sonst meist halb so lang als
breit, selten quadratisch oder (was auch vorkommt), um das 4'/,-fache
länger, Die Grenzzellen sind meist zusammengedrückt rechteckig, selten
länger als breit, oft auch mehr oder weniger zusammengedrückt elliptisch,
mit hyaliner Zellhaut,
Njasoso, in einem Bache an Steinen; 2. Mai 1898.
Von allen wasserbewohnenden Seylonema-Arten ist dieses wohl bis jetzt die
kleinste. Am nächsten steht S, Areangeli B. et Fl. Unsere Alge unterscheidet sich
durch den geringen Durchmesser der Fäden und den Umstand, dass dieselben niemals
verklebt sind,
+
1
vi
> VELO PORTA A
Ce TE, RE
W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 61
Fam. Stigonemataceae.
Hapalosiphon Naeg.
H. Baronii W. et G. West. Lin. Soc. Sec. Ser. Bot. Vol. V. p. 85,
tab. V, fig. 21—93. |
An alten Exemplaren sind die Zellen bisweilen gelbbräunlich, auch hat dann oft
die Scheide einen solchen Anflug.
Auf feuchtem Boden am Bachufer in Nyasoso; 2. Mai 1890.
Verbr. Bekannt aus Madagaskar und Vorderindien.
Fam. Rivulariaceae.
Calothrix C. A. Ag.
C. membranacea Schmidle n. sp.
Die Pflanze bildet papierdünne Haute von sehr zäher Consistenz En
blaugrüner Farbe und findet sich meistens mehr oder weniger vereinzelt
im Lager von Scytonema Bohneri und eines Phormidiums. Die langen
Fäden wachsen horizontal, sind vielfach gebogen und unregelmäßig mit
einander zu der dünnen Haut verflochten. Selten sind sie verzweigt. Die
basale Grenzzelle ist vielgestaltig, gewöhnlich jedoch ziemlich groß und
halbkreisförmig. Intercalare Grenzzellen sind äußerst selten und gewöhnlich
rechteckig mit abgerundeten Ecken. Nach aufwärts verschmälern sich die
Fäden sehr langsam und gehen nur selten in ein verschieden langes,
gegliedertes Haar aus, dessen Zellen nie völlig hyalin sind. Die Scheiden
sind hyalin, dünn, ohne deutliche Schichtung, an den Enden (wenigstens
bei unsern Exemplaren) offen, aber nicht zerfasert, die Trichome sind blau-
srün, torulös, die Zellen gewöhnlich um die Hälfte breiter als lang oder
isodiametrisch mit blaugrünem, gekörntem Inhalt. Die Hormogonien sind
kurz, wenigzellig und liegen oft zu mehreren im Faden hinter einander.
In einem Bache in Njasoso; 2. Mai 1897.
Exemplare, welche in deutlich ausgebildete Haare ausgegangen wären, habe ich
freilich nie gesehen. Gewöhnlich endeten dieselben in eine etwas längere, hyaline,
am Ende abgerundete Zelle (Fig. 12), oder es waren nur die spärlichen Rudimente
eines Haares vorhanden. Der Grund lag wohl darin, dass unsere Alge in reicher Hormo-
gonienbildung begriffen war und die Haare abgeworfen hatte. Dafür konnte ich dann
auch mehrere Male die abgeworfenen Haarenden (wenigstens Stücke davon) beobachten
(Fig. 14).
Die in den Fäden neben einander liegenden kurzen Hormogonien sind durch ein
_ Gebilde getrennt, welches einem Celluloseknopf recht ähnlich ist. Vielleicht ist es aus
einer collabierten und zu Grunde gegangenen Zelle entstanden (Fig. 13). Dasselbe ver-
schleimt und treibt die Hormogonien aus der Scheide. Die letztere ist indes an solchen
Stellen äußerst brüchig.
Unsere Alge ist durch ihr häutiges Lager mit den dicht verschlungenen hori-
zontalen Fäden vor allen Calothrix-Arten ausgezeichnet und nimmt eine singuläre
— Stellung ein. Nach Kırcaner !) ist das Lager von Calothrix rasig, polsterförmig oder
1) Schixophyceae in EnGLEr u. Prantr, Nat. Pflanzenfam. 177. Lief. p. 87.
62 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
büschelig. Auch Borner und FLanautt beschreiben die Lager von Calothrix als Cae-
spites (tomentost etc), Hansgirg in Prodr. II, nennt jedoch das Lager auch hautartig.
Abbildung Taf. II, Fig. 12, 43, 14.
Fam. Chamaesiphonaceae.
Chamaesiphon A. Braun et Grunow.
Ch. africanum Schmidle n. sp.
Die Zellen sind im erwachsenen Zustande mehr oder weniger cylindrisch,
oben und unten breit abgerundet, meist aufwärts etwas verbreitert, auf
sehr kurzem, festem, hyalinem Fuße aufsitzend, gerade oder in der Mitte
gebogen, ungefähr 5 u breit und 18 u lang. Ihr Inhalt ist blaugrün; die
am Scheitel oft verdickte Membran öffnet sich daselbst. Die Pflanzen
sitzen herdenweise an einer Chantransia auf.
In einem Bach; Njasoso; 2. Mai 1898.
Abbildung: Taf. II, Fig. 3.
Ch. minimus Schmidle n. sp.
Zellen dicht gehäuft, eylindrisch und gerade mit abgerundeten Enden
und blaugrünem Inhalte, äußerst klein und bloß 3,5 u lang und 1,8 u breit.
Njasoso, mit obiger Alge.
Klasse Chlorophyceae.
Fam. Ulothrichaceae.
' Hormiscia Ktzg.
H. aequalis (Ktzg.) Rabh. Fl. Europ. Alg. IH. p. 363.
Im Aboflusse; Mai 1898.
Verbr. Europa.
H. subtilis De Toni var. thermarum (Wartm.) Rabh. 1. c. p. 365.
Im Aboland; 7. Mai 1898.
Verbr. Europa, Afrika, Inner-Asien, Samoa-Inseln, Neu-Seeland, West-Indien,
Australien.
H. oscillarina (Ktzg.) De Toni Sylloge Alg. I. p. 167.
Auf feuchtem Boden unter Dachtraufen bei Njasoso; 2. Mai 1898.
Verbr. Europa, Nord-Amerika,
Microspora (Thur.) Lag.
M. amoena (Ktzg.) Rabh. |. ec. p. 324.
Abofluss; 14. April 1898.
Verbr. Europa, Nord-Amerika.
M. abbreviata (Rabh.) Lag., Zur Entwickelung einiger Convervaceen.
Abofluss; 14. April 1898.
Verbr, Europa, Novaja Semlja, Nord-Amerika, West-Indien, Australien.
Fa}
ae
W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 63
Fam. Chroolepidaceae').
Trentepohlia Mart.
Tr. aurea Mart.; Hariot.
Auf Baumrinde im Aboland; 7. April 1898.
Verbr. Ubiquist.
Tr. (Heterothallus) ellipsicarpa Schmidle var. africana Schmidle
n. var.
Die kriechenden Fäden wachsen mehr oder weniger deutlich radial,
sind unregelmäßig verzweigt; die Zweige sind lang und gleichen dem
Hauptfaden. Das Geflecht, das sie bilden, ist ein ziemlich dichtes und oft
fast phycopeltis-artig geschlossen. Die Zellen desselben sind rechteckig
(oder auf dem unteren Rande unregelmäßig, dem Substrate sich an-
schmiegend), ca. 4 u breit und zweimal so lang. Die aufsteigenden Fäden
sind kurz, unverzweigt, nach oben wenig oder nicht verschmälert. Sie
sind meist breiter als die Hauptfäden, oft 6—8 u breit und ca. 150 u
lang. Ihre Zellen sind cylindrisch, an alten Fäden in der unteren Hälfte
oft etwas eingeschnürt, isodiametrisch oder 11/,mal länger als breit.
Die Sporangien sind dreigestaltig. Erstens sitzen sie direct auf dem
Rücken der kriechenden Fäden oder seitlich an den aufsteigenden. Sie
sind langelliptisch, 12—14 u breit und 25 u lang und öfinen sich an der
Spitze. Eine Zwischenzelle fehlt stets. Zweitens sind sie intercalar im
Verlaufe der aufsteigenden, selten der kriechenden Fäden. Sie sind dann
stets kugelrund, nicht selten zu mehreren gereiht, 14—16 uw im Durch-
messer breit und öffnen sich seitlich. Drittens befinden sie sich an der
Spitze der aufsteigenden Fäden auf gekrümmten Halszellen (Hackensporangien).
Diese sind oval, 14 uw lang und 10 u breit. An dem Vorderrande ist die
Zellhaut meist rauh, was ich übrigens auch einigemale an den übrigen
Sporangienformen sah.
An einem schon längere Zeit abgefallenen Blatte am Njasoso-Bach;
2. Aug. 1898.
Ich war lange im Zweifel, ob ich die Alge nicht als selbständige Art zu be-
' trachten habe, denn die Unterschiede sind zum Teil auffällig. Einmal ist der kriechende
Thallus viel regelmäßiger gebaut, die Fäden stets gerade. Zweitens ist unsere Alge in
allen Teilen größer und breiter, drittens endlich fehlen hier stets die bei der poly-
_ nesischen Alge so charakteristischen Zellen, welche zwischen dem kriechenden Faden
und dem aufsitzenden elliptischen Sporangium eingeschoben sind. Auf den Umstand,
4) Dieser Familie gebe ich andere Grenzen, als WıLLE in ENGLER und PRANTL I, 2
p. 97 ff. es thut, und ordne sie auch nicht den Chaetophoraceen unter. Ich rechne zu
ihr die Gattungen: Trentepohlia Mart., Phycopeltis Mill. (incl. Hansgirgia De Toni),
Cephaleurus Knze., Phyloplax Schmidle (incl. Weneda Raciborsky mit der Art Ph.
purpurea [Racib.] Schmidle), Forvella Chodat, Trichophilus Web. v. Boss., Chlorotylium
Ktzg., Leptosira Bzi., Acroblaste Reinsch, Gongrosira De By. (incl. Ctenocladus Bzi.
mit der Art Gongrosira circinnata |Bzi.| Schmidle und G. fastigiata |Bzi.] Schmidle
und G. merustans [Reinsch] = Chlorotyliwm incrustans Reinsch).
64 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
dass Tr. ellipsicarpa keine Hackensporangien hat, lege ich kein Gewicht, da, wie ich
schon anderwärts ausführte'), diese Sporangienart erst am Schlusse der Entwickelung
erscheint und dieselbe darum vermutlich in dem Materiale von Tr. ellipsicarpa noch
nicht vorhanden war. Es war übrigens auch wieder bei unserer Alge aus Kamerun
mit Sicherheit zu constatieren, dass zuerst die auf den Grundfäden sitzenden Grund-
sporangien erscheinen, alsdann die intercalaren runden und zuletzt erst die venta
Hackensporangien.
Ein sicheres Urteil über die Stellung unserer Alge als Art wind sich erst fallen
lassen, wenn die Variabilität dieser Algengruppe genauer bekannt sein wird. Obwohl
ich beide Algen für getrennte Species halte, habe ich doch die eine der anderen vor-
erst als Varietät untergeordnet.
Abbildung Taf. II, Fig. 8, 9, 10.
Phycopeltis Millardet.
Ph. Treubii Karsten.
Aboland auf Blättern, April 1899; am Njasosobach, 2. Mai 1899.
Verbr. Im ganzen Tropengürtel.
Fam. Vaucheriaceae.
Vaucheria DC.
V. repens Hass. (Klebs).
forma nasuta.
Die Fäden sind 40—48 u breit, wenig und dichotom verzweigt; An-
theridium und Oogonium stehen stets einzeln neben einander; das erstere
ist stark gekrümmt. Das Oogon ist im unbefruchteten Zustande stets mit
einem abwärts gegen den Faden gerichteten, schnabelartigen Fortsatze ver-
sehen, welcher nach der Reife teils abgetrennt wird, dann und wann aber
auch von den Sporenhäuten mit eingeschlossen oder durch die sich ver-
dickende äußere Sporenhaut erfüllt wird.
Von feuchten Steinen im Bach Njasoso und auf feuchtem Boden am
Bachufer; 2. Mai 1895.
An beiden Standorten kehrt der schnabelartige Fortsatz wieder, so dass es mir
unwahrscheinlich ist, dass er eine bloße Mißbildung vorstellt.
Verbr. Bekannt aus Europa.
Abbildung Taf. I, Fig. 4 und 2.
Fam. Protocaccaceae.
Ophiocytium Naeg.
0. parvulum Rabh.
Abofluss; Mai 1898.
Verbr. Europa, Afrika, Australien ete., Ubiquist.
‘, Scumipze, Epiphylle Algen in Flora 1897, Bd. 83, p. 322
W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 65
Klasse Conjugatae.
Fam. Zygnemaceae.
Spirogyra Link.
Sp. rivularis Rabh.
Die Fäden sind 36—40 u breit, die Zellen 160—(selten)320 «u lang
mit 4 engen in 2—4 Windungen in der Zelle verlaufenden Chlorophyll-
bändern, welche fast ganzrandig sind und kleine Pyrenoide einschließen.
Die fruchtenden Zellen sind nicht aufgeschwollen, die Zygaten sind 66 —
80 u lang und 40 u breit, die langen in der Mitte cylindrisch und an
beiden Enden oft fast spitz abgerundet, die kurzen rein elliptisch.
Aus einem Bache im Aboland; 12. Mai 1898.
Außer dieser Spörogyra kamen noch eine Reihe steriler zur Beobachtung.
Verbr. Europa, Nord-Amerika, Australien.
Fam. Desmidiaceae.
Hyalotheca Ktzg.
H. recta Schmidle, Afrik. Desm. p. 12 forma.
Die Zellen sind zu zerbrechlichen Fäden eng verbunden, ca. 23 u
breit und 16 w lang, allseits ganzrandig oder schwach convex gewölbt.
In jeder Zelle sind zwei Pyrenoide, von welchen radienfürmig 4—5 Chloro-
phyllarme bis an die Zellwand ausstrahlen.
Im Abofluss; Mai 1898.
Verbr. Afrika.
Abbildung Taf. II, Fig. 7.
Closterium Nitzsch.
Cl. eynthia De Not. Elem. Desm. p. 65, tab. 7, fig. 71.
Zellbreite 22 u, Zelllänge 140 u.
Mit obiger.
Verbr. Wohl Ubiquist.
Cl. pseudodianae Roy in Scott, Desm. p. 248, tab. I, fig. 4.
Mit obiger.
Verbr. Europa.
Penium Breb.
P. cruciferum (De By.) Wittr.; De Bary, Conjug. p. 22, tab. 7 G,
fig. 3—6.
Mit obiger.
Verbr. Europa, Nord-Amerika, Neu-Seeland, Brasilien etc. Wohl Ubiquist.
Cylindrocystis Menegh.
C. Brebissonii Menegh.; Ralfs Brit. Desm. p. 153, tab. 25, fig. 6.
Mit obiger.
Verbr. Wohl Ubiquist.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 9)
66 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Cosmarium Corda.
C. subellipticum Schmidle = Dysph. subellipticum Schmidle in
Engl. Bot. Jahrb. Bd. 26, p. 24, tab. I, fig. 45.
Mit obiger.
Verbr. Afrika.
C. subeonstrietum Schmidle n. sp.
Die Zellen sind 28 u lang, 26 uw breit, die Halbzellen elliptisch, die
Mitteleinschnürung ist seicht (die Breite des Isthmus beträgt 24 u) und
nach außen erweitert, die Zellhaut glatt. In jeder Halbzelle sind zwei
Chlorophoren mit je einem Pyrenoide; die Scheitelansicht ist elliptisch, die
Seitenansicht fast cylindrisch (in der Mitte seicht und breit eingeschnürt)
und an den Enden abgerundet.
Mit obigen Desmidiaceen. |
Am nächsten steht © corruptum f. minor Gutw. Fl. Tarnopola 4894 p. 88,
Tab. II, fig. 49; dasselbe ist durch die Größe, Zellform und Chlorophylistructur ver-
schieden. Sehr nahe ist auch C. affine Rac. forma major Schmidle 1. c. p. 20, tab. IV
fig. 18, doch hat dieses in der Halbzelle nur ein Pyrenoid.
Abbildung Tab. II, fig. a u. b.
C. Gerstenbergeri Richter in Phycotheca wniversalis n. 635.
Mit obigen.
Die Zellen sind 26 y lang, 49 p breit und stimmen im Aussehen e fronte völlig
mit der Figur b und e bei Ricuter: Phyeotheca universalis fasc. IH, n. 635. Wenn
man die Exemplare dieser Ansammlung mit den Figuren bei W. u. G. West: On Va-
riation in the Desmidieae (Linn. Soc. Bot. vol. XXXIV, tab. X, fig. 4 u. 2) oder bei Racı-
sorski: Desm, Ciast. tab. VI, fig. 49 vergleicht, so scheint es mir nicht ausgeschlossen,
da auch die Dimensionen stimmen, dass ©. Gerstenbergert eine größere Form von
C. laeve Rabh. darstellt. Die Einbuchtungen am Scheitel, welche für C. Gerstenbergert
charakteristisch sein soll, findet sich nach den genannten Autoren auch bei ©. laeve
Rabh.
Verbr. ©. Gerstenbergert ist bekannt aus Europa und Indien. ©. laeve Rabh,
ist ubiquistisch,
(?)C. punctulatum Breb. Liste p. 129, tab. I, fig. 16.
Mit obiger.
Zelllänge 24 y, Zellbreite 20 y. Die Granulierung ist äußerst zart,
Verbr. ©, punctulatum ist ubiquistisch. Die dahin gerechneten Varietäten und
Formen gehören jedoch wahrscheinlich zu verschiedenen Arten.
(, pseudobroomei 8 madagascariense W. et G. West, Alg. Madag.
p. 63, tab. 7, fig. 34.
Mit obiger.
Zelllänge 56 y, Zellbreite 56 y.
Unsere Exemplare stehen zwischen CO. quadrum var, samoense Schmidle und de
eitierten Form, Das erstere hat die Dimensionen 60—64 :56—60 p, das ander
49—54:44-—49 u. Vielleicht bilden diese Formen im Verein mit ©. quadrum var
minus forma? Schmidle: Süßwasseralg, Austr, p. 309, fig. 44, und ? ©. pseudobroome
W. Schmidle, Beiträge zur Algenflora Afrikas. 67
Borge in Austral. Süßwasserchlorophyceen und in: Uber Süßwasserchlorophyceen eine
zusammengehörende, in den Tropen sehr verbreitete Art.
Verbr. Die Varietät ist notiert aus Afrika, Europa und Australien,
Euastrum Ehrbre.
E. denticulatum Gay, Not. Conjug. p. 335. k
Mit obiger.
Verbr. Ubiquist.
E. Bohneri Schmidle n. sp.
Die Zellen sind 36 u lang, 27 w breit mit enger, tiefer, nicht er-
weiterter Einschnürung, die Halbzellen dreilappig, die Basallappen mit
‚senkrecht zur Einschnürung stehendem AuBenrande, welcher jeweils schwach
gebuchtet und von dem ebenfalls seicht ausgerandeten und etwas vor-
gezogenen Endlappen durch eine concave und nicht zu tief gehende Aus-
buchtung getrennt ist. Die Zellhaut ist glatt. An der Basis der Halbzelle
befinden sich drei horizontal neben einander liegende Anschwellungen. Die
mittlere ist breit, die beiden äußeren schmäler und steiler. Von der Seite
ist die Halbzelle im optischen Durchschnitt fast rechteckig, jedoch beider-
seits angeschwollen. In der Scheitelansicht erscheinen diese drei An-
schwellungen wieder, wie es eben geschildert ist.
Mit den vorigen Desmidiaceen selten.
Abbildung Taf. II, Fig. 6.
Klasse Florideae.
Fam. Helmintocladiaceae.
Batrachospermum Roth.
B. Bohneri Schmidle in Kneucker’s Allg. Bot. Zeitschr. 1898 und
Bot. Zeitung 1899, Heft VII, p. 125, tab. IV.
Abofluss 14. April 1898.
Chantransia (DC.) Schmitz.
Ch. spec.
Die Alge bildet schwarzviolette Überzüge auf Steinen. Die angewachsenen
Stämmchen sind in ihren untersten Partien 46—12 y breit und bestehen aus kurzen
4—2mal so langen), torulösen Zellen mit robuster, brauner Zellhaut. Weiter oben
werden die Zellen cylindrisch und länger (2—3mal länger als breit) und sind an den
Enden nicht eingeschnürt; ihre Zellhaut ist hyalin, ihr Inhalt rötlich-violett. Sie ver-
schmälern sich sehr langsam, so dass die Endzellen 8—10 u. breit und 2—4mal so lang
sind. Dieselben tragen niemals Haare, sondern ihr oberes Ende ist abgerundet. Die
ganze Pflanze wird 11/,—31/. mm lang und bildet ausgebreitete Raeschen. Die Stämm-
chen sind reichlich verzweigt; die Zweige zerstreut stehend, meist einzeln, wenig ab-
stehend, oft anliegend, lang und schlank, dann und wann wieder verzweigt und vom
Hauptstamm nicht verschieden. Die Monosporen stehen meist einzeln an den Enden
a
68 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
kurzer Seitenzweige, oder endständig an den langen Ästen. Sie sind eirund, 46 u. lang
und 40 u breit,
An Steinen in einem Bache, Njasoso; 2. Mai 1898.
Figurenerklärung zu Taf. II.
Fig. 4. Vaucheria repens forma.
Fig. 2. Vaucheria repens forma, unbefruchtetes Oogon.
Fig. 3. Chamaesiphon africanwa Schmidle.
Fig. 42 u. b, Cosmarium subconstrictum Schmidle.
Fig. 3. Spirulina Neumanni Schmidle.
Fig. 6. Euastrum Bohneri Schmidle.
Fig. 7. Hyalotheca recta Schmidle forma.
Fig. 8—10. Trentepohlia ellipsicarpa var. africana Schinidle.
Fig. 11—14. Calothrix membranacea Schmidle.
CE LCR OME
Dat 3.
N
LE D
SD
5) u KBE =
Engler. Bot. Jahrb, XXX.Ba.
Verlag v. Wilhelm Engelmann in Leipzig.
W. Schimidle del,
Ubersicht tiber die Arten der Oleaceengattung
Schrebera Roxb.
Von
E. Gilg.
Uber die Gattung Schrebera hat schon Wetwirscu eine eingehendere
Arbeit verôffentlichti}, in welcher er über die Aufstellung der Gattung, so-
wie über den damaligen Bestand an Arten berichtet. Er kennt 4 Arten
von Schrebera, À asiatische und 3 afrikanische und teilt dieselben in
2 Gruppen ein, in solche mit einfachen und solche mit gefiederten Blättern.
| In den meisten Punkten kann ich Werwirsch zustimmen, nur glaube
ich, dass er den Arten eine zu große Variabilität zuerkennt. So zieht er
z.B. zu Schrebera alata (Hochst.) Welw. aus Abyssinien die südafrika-
nische S. Saundersiae Harv. Aber letztere hat ganz anders geformte
Blättchen, längere Blütenröhre und kürzere Blumenblattlappen, endlich auch
eine bedeutend kleinere Frucht. Es unterliegt mir gar keinem Zweifel,
dass diese beiden Arten specifisch sehr gut verschieden sind. Aber für
Wetwitsca war wohl entscheidend, dass S. alata wie S. Saundersiae einen
geflügelten Blattstiel besitzt. Ja er ging in Überschätzung dieses Merk-
males so weit, dass er mit S. alata zwei Pflanzen aus Angola identificiert,
welche meiner Ansicht nach außer den generischen Merkmalen nur den
geflügelten Blattstiel gemeinsam haben.
Auch das zahlreiche neue Material, welches am Königl. Bot. Museum
zu Berlin aus Afrika einlief, war mir dafür beweisend, dass mehreren
streng geschiedenen Arten der Gattung ein geflügelter Blattstiel zukommt.
Eine genaue Durchmusterung der reichen Materialien von S. (Goetxeana
Gilg ergab durchweg dieselbe Blattzusammensetzung. Selbst die jüngsten
Blätter in der Nähe der Vegetationsspitze besaßen genau dieselbe Blättchen-
zahl wie die erwachsenen Blätter. S. alata (Hochst.) Welw., von der mir
sehr reichliche und von verschiedenen Sammlern in Abyssinien aufge-
nommene Exemplare vorliegen, verhält sich ganz ebenso.
4) Werwitsch in Trans, Linn. Soc. XXVIL p. 38.
70 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Seit Wetwirscu’s Publikation wurden noch 5 Arten der Gattung ver-
öffentlicht, nämlich S. Buchananit Bak., S. platyphylla Gilg, S. Holstii Gilg,
S. Goetxeana Gilg aus dem tropischen Ost-Afrika, eine, S. americana
Zahlbr., aus Peru. Diese letztere Art gehört, wie eine genaue Unter-
suchung ergab, ganz zweifellos zu unserer Gattung und stellt innerhalb
der Gattung eine sehr eigenartige Art dar, so dass an eine eventuelle Ver-
pflanzung aus Afrika nach Peru absolut nicht zu denken ist. Wir haben
eben hier einen jener interessanten Fälle, für welche die Pflanzengeographie
keine Erklärung oder wenigstens keine genügende Erklärung zu geben
vermag. ER
Schlüssel der Arten.
A. Blätter einfach.
a. Pflanze vollständig kahl, höchstens die jungen
Blütenstandsachsen schwach und sehr kurz
behaart.
9. Blätter nicht acuminat. Blüten in sehr
wenigblütigen (3—4-blütigen) Blütenständen.
I. Blätter klein, höchstens 3,5 cm lang.
Pedunculus höchstens 6—8 mm lang. . 4. S americana (Zahlbr.) Gilg
II. Blätter viel größer. Pedunculus 4,5—
3 cm Jang.
1. Blätter oblong, scharf zugespitzt . . 2. S. oligantha Gilg n. sp.
2. Blätter sehr breit verkehrt-eiförmig,
an der Spitze meist abgerundet oder
höchstens sehr breit zugespitzt . . . 3. S. platyphylla Gilg
5. Blätter deutlich acuminat, sehr spitz, lang-
gestielt. Blüten in reichverzweigten, viel-
blütigen Dichasien . . . . . . . . . . . 4. 8. golungensis Welw.
b. Pflanzen mit diehtbehaartem Stengel und unter-
seits gelbgrau behaarten Blättern,
a
D
. Irichoelada Welw.
S. Buchananii Bak.
4. Blätter scharf zugespitzt.
pP. Blätter atutopfi,)). iid!) en Mala A:
>
B. Blätter gefiedert.
a. Blattstiel und Rhachis ungeflügelt, stielrund
oder kantig.
9. Blattchen sehr groß, 20—25 cm lang, 4-jochig,
Pflanze kahl. . 2.2.2 nn so we 7.18, swielenioidesRoxb:
5. Blätichen klein, höchstens 40 em lang, 2-jochig.
I. Pflanze vollständig kahl. . , 2 2 , . . 8 8. Goelxeana Gilg
Il, Blätter unterseits schwach behaart, jün-
gere Stengel, Blattstiele, Blütenstände
und Kelche dicht graufilzig . . , , , . 9 S, Holsti Gilg
b, Blattstiel und Rhachis deutlich geflügelt,
a. Pflanzen mit Ausnahme der Kelche völlig
kahl.
I, Blätter stets nur mit 2 Blätichenpaaren. }
Blattstiel an der Basis stets deutlich
geohrt,
E. Gilg, Übersicht über die Arten der Oleaceengattung Schrebera Roxb. 71
1, Blättchen zugespitzt oder acuminat.
+ Blattstiel und Rhachis nur schmal ge-
flügelt. Seitenblättchen sehr deutlich
schief-eiförmig; alle Blättchen oval
oder breit oval. . . . . . 40.
++ Blattstiel und Rhachis ER gelliigelt,
Seitenblättchen und Endblättchen
regelmäßig schmal oval-lanzettlich.
Blättchen sehr kurz ausgezogen mit
rundlicher Spitze . . . . .. . . . 44. 8. Saundersiae Harv.
+++ Blattstiel und Rachis + breit ge-
flügelt. Seitenblättchen regelmäßig
oval-lanzettlich, sehr deutlich und
BEE BEUTE det age ate 12.049, À
Ca)
. obliquifoliolata Gilg n. sp.
alata (Hochst.) Welw.
2. Blättchen stets an der Spitze abge-
rundet. End- und Seitenblättchen breit-
oval oder oval-eiförmig. . . . 13. 8. latialata Gilg n. sp.
II. Voll entwickelte Blätter stets mit 3 Blätt-
chenpaaren, nur die oberen der Blüten-
region manchmal 2-jochig. Blattstiel an
der Basis nicht gedhrt . . . . . . . . 14. 8 Welwitschir Gilg n. sp.
3. Pflanzen auf der Blattunterseite, an jungen
Stengeln und Blütenstielen dicht behaart.
I. Blätter zugespitzt. Kelch abgestutzt, nur
mit winzigen Zipfelchen versehen . . . 45. S. tomentella (Welw.) Gilg
IL. Blätter abgerundet oder sogar an der
Spitze stets etwas ausgeschnitten. Kelch-
lappen deutlich entwickelt . . . . . . 46. S. argyrotricha Gilg n. sp.
1. Schrebera americana (Zahlbr.) Gilg.
Nathusia americana Zahlbr. in Ann. Naturw. Hofmuseums Wien VII.
(1892) p. 4.
Peru: Callacate (Jezskr n. 363. — Blühend im Mai 1879).
2. S. oligantha Gilg n. sp.; frutex altus (ex collect.) glaberrimus ;
folis simpliibus opepositis, oblongis vel ovali-oblongis, petiolo subbrevi
valde incrassato, apice acutis vel rarius breviter late acuminatis, basi sub-
rotundatis, subcoriaceis, opacis, nervis lateralibus utrinque 4—5 curvatis
marginem petentibus, margine ipso curvato-conjunctis, venis numerosissimis
inaequivalidis densissime reticulatis supra paullo, subtus manifeste promi-
…rentibus; floribus in apice caulis ramorumque semper in dichasia semel
_fureata 3-flora dispositis, pedunculo pedicellisque tenuibus elongatis, gla-
_ berrimis: calyce campanulato margine superiore emarginulato, dentibus
subnullis; corollae tubo anguste cylindraceo superne vix ampliato, lobis
“obovatis tubi er. ‘/; longit. aequantibus, supra emergentiis longis brunneis
_ more generis ornatis; capsula pro genere maxima pyriformi, lignosa.
Blatter 5—7 cm lang, 3—4 cm breit, Blattstiel 4 mm lang. Pedunculus 2—3 cm
lang, Pedicelli 6—10 mm lang. Kelch 3 mm hoch. Kronröhre 44—45 mm hoch,
72 Beiträge zur Flora von Afrika, XXI.
2 mm dick. Kronlappen »weiß«, etwa 5 mm lang. Frucht 4 cm lang, 2 cm breit,
1,5 cm dick.
Afrikanisches Seengebiet: Pori (Steppe) beim Ugalla-Fluss (Böhm
n. 35°. — Blühend im October).
3. 8. platyphylla Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII. (1900) p. 449.
Uhehe: Iringa, auf dem welligen Plateau bei Rugaro um 1500 m
(GorTzE n. 549. — Blühend im Februar).
4. 8. golungensis Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVII. p. 40, t. XV.
Angola: Golungo Alto (WELwirscu n. 933).
5. 8. trichoclada Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVI. p. #1.
Angola: Ambaca (Werwırsca n. 934), Golungo Alto {Wezwirson n. 935
u. 936), Malange (Mrcnow n. 324, Marques n. 21).
6. S. Buchananii Bak. in Kew Bull. 4895 p. 95.
Nyassaland (Bucwanan).
7. S. swietenioides Roxb. Pl. Coromandel. IL p. 4, t. 104.
Vorder-Indien: im tropischen Himalaya und auf der Deccan-Halbinsel.
Hinter-Indien: Pegu.
8. S. Goetzeana Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XXVIIL (1900), p. 450,
t. VI.
Uluguru-Berge: an Bachufern um 1000 m ü. M. {Gogrze n. 210.
— Bliihend im November).
9. S. Holstii Gilg.
Nathusia Holstii Engl. et Gilg in Engler, Pflanzenwelt Ostafrikas, C,
p. 308.
Usambara: im Gebüsch niedriger Hügel bei Mlalo (Horst n. 364. —
jlühend im Februar), im Wambugu-Land, in Baumbosquets des Weide-
landes, 4700 m ü. M. (Bucuwazp n. #13. — Blühend im März).
10. S. obliquifoliolata Gilg n. sp.; frutex (ex collect.) foliis opposilis
imparipinnatis, petiolo elongato ita ut rhachi anguste sed manifeste alato,
foliolis semper 2-jugis, lateralibus valde oblique ovatis, basi subrotundatis,
basi ipso breviter cuneatis, subsessilibus, terminalibus oblongis vel ovali-
oblongis basin versus sensim longe in petiolulum brevem angustatis, om-
nibus apice breviter lateque acuminatis, apice ipso subrotundatis, sub-
coriaceis, supra nitidis, subtus opacis, nervis 5—6 lateralibus quam venae
vix validioribus, venis numerosissimis angustissime reticulatis subaequaliter
supra ac sublus prominentibus; floribus in apice caulis ramorumque in
paniculas cymosas dispositis, prophyllis squamiformibus, cymis 2—3-plo
divisis multifloris confertis pedicellis minimis; calyce campanulato, margine
superiore inaequaliter + profunde inciso-emarginalo; corollae tubo calycem
vix duplo superante, cylindraceo, lobis obovatis tubi 1/, longit. aequantibus,
Nathusia alata Gilg in Engler, Pflanzenw. Ostafr, C, p. 308 p. p.
Blätter 10—42 cm lang, fast ebenso breit, Blattstiel 4—5 cm lang, Rhachis 3— 4 cm
lang. Endblättchen 6—7 cm lang, 3—4 cm breit, Seitenblättchen 4—5 cm lang,
E. Gilg, Ubersicht über die Arten der Oleaceengattung Schrebera Roxb. 13
3—3 cm breit. Blütenrispen 5—6 cm lang, ebenso breit, Pedunculus 4 cm lang,
Pedicelli 2—3 mm lang. Kelch ca. 4 mm hoch. Kronröhre 8—9 mm lang, Kronlappen
ca. 4 mm lang.
Kilimandscharo-Gebiet: Taita, N’di-Berg (HıLdzgranpr n. 2532, —
Blühend im Februar).
11. S. Saundersiae Harv. in Thesaur. Cap. IL (4863) p. 40, t. 163.
Natal: Tongaat (Saunpers), Uncomas (M’Ken), am Tugela sehr häufig
(GERRARD).
12. S. alata (Hochst.) Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVII. p. 39.
Nathusia alata Hochst. in Schimp. Pl. Abyss. I. n. 245.
Abyssinien: Choa (Petit), in Thälern bei Gennia im Gebiet von
Memsach (Scumprr I. n. 245), auf Bergen in der Provinz Schoata (ScHimper
n. 540), auf Bergen, 2000—2300 m ü. M., bei Amba Sea (ScaimPer II,
n. 895).
13. S. latialata Gilg n. sp.; frutex vel arbor glaberrima; foliis oppo-
sitis, imparipinnatis, petiolo rhachique latissime alatis, petiolo ad basin late
auriculato, foliolo terminali ceteris 2-jugis manifeste majore, ceterum forma
aequali, omnibus ovalibus vel rarius ovato-ovalibus, apice rotundatis vel
saepius latissime acuminatis, apice ipso rotundatis, basi subrotundatis vel
plerumque breviter late cuneatis, coriaceis, supra nitidulis, subtus opacis,
nervis lateralibus utrinque 7—10, venis numerosissimis angustissime reticu-
latis supra paullo, subtus manifeste prominentibus; floribus »albidis« in
apice caulis ramorumque in paniculas multifloras amplas dispositis, paniculae
ramis in dichasia 2—3-plo ramosas evolutis, pedicellis brevibus; calyce
campanulato, margine irregulariter emarginulato, rarius profundius inciso;
corollae tubo anguste cylindraceo, lobis tubi !/, longit. aequantibus.
Blatter 8—10 cm lang, ebenso breit, Blattstiel 1—2 cm lang, Rhachis 1—2 cm
lang, Endblättchen 5—6,5 cm lang, 3—4 cm breit, Seitenblättchen 2,5—3,5 cm lang,
2—3 cm breit. Pedunculus 4,5—2,5 cm lang, Pedicelli 2—3 mm lang. Kelch 3—
3,5 mm hoch. Kronröhre ca. 12 mm lang, Lappen 6 mm lang.
Natal: Berea bei Durban (Meprey Woop n. 5201. — Blühend im
Januar).
14. S. Welwitschii Gilg n. sp.; arbor 5—10 m alta habitu Fraxini
(ex Werwırsch); foliis oppositis, imparipinnatis, petiolo rhachique late vel
latissime alatis, petiolo ad basin exauriculato, foliolo terminali ceteris paullo
vel vix majore forma aequali, lateralibus plerumque 3-jugis, (in foliis su-
premis vel infimis rarius 2-jugis), omnibus paullo obliquis ovalibus vel ovato-
ovalibus vel obovato-ovalibus, apice breviter anguste acuminatis, apice ipso
acutissimis, basi longe cuneatis, subcoriaceis, supra nitidulis, subtus opacis,
nervis lateralibus quam venae vix validioribus 5—7-jugis, venis numero-
Sissimis angustissime reticulatis utrinque subaequaliter prominentibus; floribus
in apice caulis ramorumque in paniculas breves multifloras confertis, pani-
culae ramis in dichasia 2—4-plo dichotome divisa evolutis, pedicellis bre-
vissimis ideoque floribus confertis; calyce extrinsecus brevissime tomentoso,
{4 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI.
margine superiore subtruncato, dentibus 5 minimis triangularibus; corollae
tubo anguste cylindraceo, lobis tubi '/, longit. superantibus.
Schrebera alata Welw. in Trans. Linn. Soc. XXVII. p. 44 p. p. (non
Nathusia alata Hochst.).
Blätter bis 46 cm lang, 13 cm breit, Blattstiel ca. 4 cm lang, Rhachis 3—4 cm
lang, Blättchen 4—6 cm lang, 2—3 cm breit. Pedunculus ca. 4 cm lang, Pedicelli
höchstens 4 mm lang. Kelch 3—4 mm hoch. Kronröhre ca. 9—10 mm lang, Kron-
lappen ca. 5 mm lang.
Angola: Pungo Andongo, 1000 m ü. M., in Urwäldern.
Huilla: 1300—1600 m ü. M., in Secundärwäldern (Werwırsen n. 937
u. 938).
45. S. tomentella (Welw.) Gilg.
Schrebera alata Welw. var. tomentella Welw. in Trans. Linn. Soc.
XXVI. p. 42.
Huilla: auf höheren, felsigen Bergen, 1600—1800 m ii. M., zwischen
Gebüsch, ein kaum über meterhoher Strauch (Wetwitscu n. 939); am Fuße
des Berges Keputu, 1770 m ü. M., ein Baum von 3—6 m Höhe (Antunzs
und Dexinpt n. 498. — Blühend im Mai 1898). |
Einheim. Name: Omulika.
16. S. argyrotricha Gilg n. sp.; verosimiliter frutex divaricatus foliis
oppositis imparipinnatis, 2-jugis, petiolo rhachique latiuscule alatis densissime
albido-tomentosis, petiolo ad basin late auriculato, foliolo terminali ceteris
vix vel paullo majore, omnibus forma aequalibus, ovalibus vel plerumque
obovato-ovalibus, apice rotundatis, basin versus cuneatis, subcoriaceis vel
coriaceis, supra puberulis, subtus dense breviter pubescentibus, nervis
numerosis irregulariter percurrentibus quam venae vix validioribus, venis
inaequaliler laxe reticulatis; floribus in apice caulis ramorumque in pani-
culas multifloras confertas dispositis, paniculae ramis tomentosis in dichasia
I- vel 2-plo dichotome divisas abeuntibus, pedicellis tomentosis brevissimis,
floribus ideoque confertis; calyce campanulaceo, margine hine inde + pro-
funde ineiso, ceterum emarginulato, extrinsecus puberulo demum glabres-
cente; corollae glabrae tubo anguste cylindraceo, calyce triplo longiore,
lobis tubi 1/, longit. fere attingentibus; capsula pro genere parva lignosa
glabra ruminata; seminibus nondum satis evolutis.
Blätter 4—7 em lang, 5—9 em breit, Blattstiel 4—4,5 cm lang, Rhachis 1—4,5 cm
lang, Blittchen 3—5,5 em lang, 4,8—2 cm breit. Pedunculus ca, 4 cm lang, Pedicelli
höchstens 4 mm lang, Kelch etwa 3 mm hoch. Kronröhre 9—40 mm lang, Kron-
lappen elwa 5 mm im Durchmesser,
Transvaal: am großen Wasserfall bei Lydenburg (Wırns n. 201. —
Blühend im November).
SES eee rr à,
Leguminosae africanae, II.
Von
H. Harms.
Mit einer Figur im Text und Taf. IIL.
Albizzia Durazz.
A. Warneckei (Sect. Hualbixxia) Harms n. sp.; frutex vel arbor,
ramulis puberulis; foliis petiolatis, 1—3-jugis, novellis sericeo-pubescentibus,
adultis puberulis vel glabris, pinnis 3—6-jugis, foliolis brevissime petiolulatis,
obliquis, subrhomboideis vel rhomboideo-obovatis vel oblongis, apice obtusis
vel acutis vel breviter acuminatis; pedunculis axillaribus 3—5, longiuseulis,
puberulis; umbella multiflora, pedicellis puberulis, calyce 2-plo usque fere
4-plo longioribus ; calyce breviter turbinato, puberulo, breviter 5-dentato ;
corolla calyce 2-plo circ. longiore, puberula, laciniis 5, lanceolatis; ovario
brevissime stipitato, circ. 40 —A4-ovulato, glabro; legumine late lineari,
plano glabro, transverse nervato, seminibus 10 — 13.
Breitkroniger Baumstrauch oder Baum, bis 45 m hoch, mit stärkerem Harzflus,
Stamm 50 cm im Durchmesser, Blüten braungelb, Blätter dunkelgrün (Wanneckr). Blatt-
spindel 5—11 cm lang, Fiedern 2,5—7 cm lang, Blättchen 1,5—5 cm lang, 4—2,5 cm
breit. Döldchenstiele 2,5—4 cm lang, Blütenstiele etwa 4—5 mm lang, Kelch 2 mm,
Krone 4 mm lang. Hülse etwa 18—20 cm lang, hellbräunlich, 3—3,5 cm breit. Kelch
und Krone am Trockenmaterial grau-behaart.
Ober-Guinea, Togo: Lome (Warnecke n. 57. — Mit Blüten und
Hülsen im Febr. 1900).
Im Laube der A. Brownet (Walp.) Oliv. ähnlich, die jedoch zur Section Zygia ge-
hört. Die neue Art dürfte mit A. rhombifolia Benth. verwandt sein.
| A. Antunesiana Harms n. sp.; arbor ramulis novellis subsericeo-
pubescentibus; foliis longiuscule vel longe petiolatis, glabris, 2—3-jugis,
pinnis 5—9-jugis, elongatis, subsessilibus, oblique oblongis vel subrhomboi-
deo-oblongis, nervo mediano subdiagonali, basi inaequilatera, margine antico
basi protracto rotundato, apice obtuso vel obtusiusculo : pedunculis solitariis
vel geminis, ex axillis foliorum delapsorum ortis, elongatis, puberulis, flo-
ribus brevissime pedicellatis vel subsessilibus, subsericeo-puberulis ; calyce
anguste infundibuliformi, corolla calyce 11/,- vel 2-plo longiore.
76 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
10—12 m hoher Baum mit lichter, rundlicher Krone, aus den gelbgrünen Blüten
ragen die langen, weißen Staubblätter heraus (Gorrze). Blattspindel 7—15 cm lang,
davon der Stiel 4—6 cm lang; Internodien zwischen den Fiederpaaren 2,5—4,5 cm
lang, Fiedern 9—44 cm lang, Blättch. 2,5—4 cm lang, 8—16 mm breit. Köpfchenstiele —
4—8 cm lang. Kelch 3—5 mm, Krone 6—8 mm lang. |
Benguella: Huilla: Anrunes n. 330.
Nyassaland: Unyika, bei Dorf Inyunga, um 1700 m (Gorrze n. 1372.
— Blüh. im Oct. 1899).
Verwandt mit A. coriaria Welw., durch geringere Zahl der Fiedern und Blättchen
sowie deren schiefere Form verschieden.
Acacia Willd.
A. Antunesii Harms n. sp.; arbor; foliis amplis, petiolatis, 4—10- .
Jugis, petiolo communi supra profunde sulcato, puberulo, pinnis oppositis
vel suboppositis, 10—20-jugis, glabris, foliolis anguste oblongis, sessilibus,
basi margine postico obtuse auriculatis, apice obtusis; stipulis aculeiformibus,
brevibus, latis, apice paullo recurvis; capitulis longe pedunculatis, in axillis
foliorum 4—8 fasciculatis, foliorum delapsu in inflorescentiam terminalem
racemiformem, elongatam, molliter incano-pubescentem vel subvelutinam vel
slabrescentem dispositis; pedunculis elongatis, puberulis vel subglabris vel gla-
bris, circ. ad medium annulo bractearum instructis; floribus glabris vel sub-
glabris; calyce 5-dentato; corolla infundibuliformi calyce cire. 3-plo longiore,
apice 5-loba, lobis ovatis, apice incrassatis; staminibus numerosis; Ovario
breviter stipitato, sicut stylo et stipite glabro; ovulis circ. 10; legumine late
lineari, basi‘in stipitem attenuato, compresso, plerumque recto vel fere recto.
3—8 m hoher Baum (Dexinpr). Blattspindel 40—22 cm lang, Fiedern 9—45 cm —
3—5 mm breit. Köpfchenstiele 3—5 cm lang. Kelch
1,5 mm lang, Blkr. 4—5 mm lang. Hülsen 9—45 cm lang, etwa 2 cm breit.
Benguella: Huilla: ohne nähere Standortsangabe (Anrungs n. 28. —
Mit Blüten.) — Am Fuss des Berges Kamunguo, um 1650 m. (Dekınpt
n. 219. — Mit Hülsen, V. 1898).
Von A. macrothyrsa Marms durch längere Köpfchenstiele, stumpfe Blättchen —
verschieden; von A. Buchananii Marms durch größere Köpfchen, größere, stumpfere
lang, Blättch. 12—17 mm lang,
Blättchen abweichend,
A. Buchananii Harms n. sp.; arbor glabra; foliis petiolatis, 6—17-
jugis, glabris, pinnis oppositis vel suboppositis, 30—50-jugis, foliolis obli-
quis, Janceolatis, acutis vel acutiusculis, basi margine postico obtuse auri-«
culatis, glabris vel subglabris, nervo medio parce conspicuo margini antico
propiore quam postico; glandula magna elliptica supra basin petioli ses-
sili; glandulis ad juga superiora sessilibus; stipulis aculeiformibus par-
vis; capilulis pedunculatis (verisimiliter paniculatis), pedunculo minute pus
berulo vel subglabro, versus medium annulo bractearum instructo; floribuss
glabris vel subglabris; calyce obtuse 5-dentato; corolla infundibuliformi
al
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calyee cire, 3-plo longiore, apice 5-loba, lobis ovalis, apice incrassalis 5
H. Harms, Leguminosae africanae. I. 77
staminibus numerosis; ovario breviter stipitato, sicut stylo et stipite glabro ;
ovulis circ. 8.
Blattspindel 40—25 cm lang, Fiedern 8—14 cm lang, Blättchen 4--9 mm lang,
4,2—92 mm breit. Köpfchenstiele bis 16 mm lang, Blüten 3 mm lang.
Nyassaland: (J. Bucnanan [1895] n. 256).
Von A. macrothyrsa Harms durch größere Zahl der Fiedern, kleinere Blättchen,
kleinere Stipulardornen verschieden.
Mimosa L.
M. sepiaria Benth. in Hook. Journ. Bot. IV. (1842) 395. — Rev.
Mimos. 423.
Syn.: M. Stuhlmannii Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI, 254.
Mossambik: Mussoril e Cabeceira (Roprigurs DE (ARYALHO — 41884)
— Festland (Sruazmann Coll. I. n. 276. — Jan. 1889).
Die jedenfalls in Süd-Brasilien heimische Pflanze ist in der alten Welt ebenfalls
verbreitet (Süd-China, Singapore). Es ist eine Heckenpflanze.
Cynometra L.
C. Schlechteri Harms n. sp.; arbor, ramulis puberulis vel subglabris;
fois breviter petiolatis, 3-jugis, foliolis sessilibus, obliquis, oblongis vel
oblanceolatis, apice in acumen emarginatum productis, petiolo communi
puberulo ; racemis axillaribus pubescentibus ; petalis 5 inter sese fere aequa-
libus, oblanceolatis; ovario dense hirsuto.
Nahe verwandt mit ©. Mannii Oliv., durch größere Blüten verschieden. Blattstiel
5—8 mm lang, die übrige Blattspindel 2—3,5 cm. Blättch. 3—7 cm lang, 10—22 mm
breit, die des unteren Paares kleiner als die des mittleren, und diese kleiner als die des
oberen Paares. Trauben 1,5—3 cm lang; Petalen etwa 6 mm lang.
Oberes Congogebiet: Stanley-Pool (SchLecHter n. 12519. — Blühend
im Juni 1899).
Scorodophloeus Harms n. gen.
Receptaculum elongatum, anguste subcylindrico-turbinatum. Sepala 4
ovata, obtusiuscula. Petala 5, obovata vel oblongo-obovata, inter sese fere
aequalia, sepalis longiora, basin versus angustata et unguiculata, obtusa,
margine fimbriatula. Stamina 10, exserta, filamentis filiformibus, glabris,
inter se liberis. Ovarium stipitatum (stipite inferiore parte receptaculo ad-
nato, superiore parte libero hirsuto), margine hirsuto, 2-ovulatum, stylo elon-
gato, basi puberulo, ceterum glabro, filiformi, stigmate parvo, capitellato, —
Arbor foliis pinnatis, foliolis multis, plerumque alternis, circa 18—20. Ra-
.cemi terminales vel axillares, pluriflori, densiflori; bracteolis infra medium
pedicelli geminis, lineari-lanceolatis, haud involucrum formantibus.
Die Gattung ist mit Cynometra verwandt, unterscheidet sich jedoch von dieser durch
das längere Receptaculum. Zenkerella Taub. ist von Scorodophloeus durch einfache Blätter,
Plagiosiphon Harms durch dicke Effiguration im Receptaculum und Involucralbracteolen,
Hymenostegia Harms durch ungleiche Petalen und Involucralbracteolen verschieden.
hw
Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
S. Zenkeri Harms n. sp.; arbor, odorem alliaceum exhalans, ramulis |
glabris; foliis breviter petiolatis, glabris, foliolis multis, 18—20, ‚ plerumque
alternis, rarius suboppositis vel oppositis, sessilibus, subrhomboideo-oblongis 4
obliquis, apice obtusis vel rotundatis, lamina basi parte antica subauricu=
lata, latiore quam postica parte, junioribus puberulis, adultis glabris, rhachi
supra profunde sulcata, anguste alata, puberula; stipulis lineari-lanceolatis
vel linearibus basi in laminam brevissimam intrapetiolarem connatis, parti-
bus liberis mox deciduis; racemis axillaribus vel racemosis, pubescentibus
plurifloris, densifloris; receptaculo extus puberulo; sepalis subglabris re-
ceptaculo circ. aequilongis.
40—45 m hoher Baum mit weißen Blüten (Zenker). Blattspindel 8—40 cm lang,
davon der Stiel nur 4—5 mm lang. Blättch. 2—2,5 cm lang, 8—9 mm breit. Trauill
ben 2—5 cm lang, die Stiele der axillären Tr. verschieden lang (1,5—2,5 cm lang),
Blütenstiele 6—7 mm, Receptaculum 5—6 mm, Kelchblätter 6 mm, Blumenblätter 9 bis
10 mm lang. Die Zweige riechen sehr stark Suen Knoblauch.
Kamerun: Ufer des Lipticaflusses, Urwald (Zenker n. 2245. — Blü- |
hend im März 1900).
Einheim. Name: olom (Jaunde), jungr (Betjek).
Verwendung. Die Rinde wird an Stelle von Knoblauch benutzt und
bildet einen Handelsartikel zwischen den Küstenstämmen nach dem inneren‘
Hochplateau, wo der Baum nicht vorkommt (nach Zenker).
Hymenostegia Harms.
H. Dinklagei Harms n. sp.; frutex glaber, ramulis junioribus minute
puberulis; foliis brevissime petiolatis, 2-jugis (petiolo communi inter juga
anguste alato), eis H. Afxelii simillimis; racemis terminalibus minute pus,
berulis, plurifloris; bracteolis petaloideis, majusculis, ovalibus. |
Diese Art steht der H. Afxelii (Oliv.) Harms (Cynometra A. Oliv., Fl. Trop. Aft.
II. 318) sehr nahe, sie unterscheidet sich durch größere Bracteolen. Blattstiel 3 bis
5 mm lang, Internodium zwischen den Blättchenpaaren 4,2—1,7 cm lang. Obere Blatt
chen größer als die unteren, obere 5—9 em lang, 2—4 cm breit. Trauben 5—8 em)
lang. Blütenstiele 8—10 mm lang. Bracteolen 12—13 mm lang, etwa 8 mm breit, 1
Kamerun: Mündung des Campo (M. Dinktacr n. 1437, — I. 1892),
Detarium Juss. |
D,macrocarpum Harms n. sp.; arbor elala glabra; foliis pinnatis,
foliolis alternis, cire, 12—20, breviter petiolulatis, Æ obliquis, ovatis vel
ovalibus vel oblongis, basi rotundatis vel obtusis vel subtruncatis, apice
plerumque breviter acuminatis, pellucido- punctulatis, glabris; legumine crass
sissimo, obliquo, late ovoideo vel suborbiculari-ovoideo, a latere leviter come
presso, rolundato, pericarpio coriaceo, subatro-brunneo, sarcocarpio fibris
numerosis intertexto, endocarpio osseo, compresso, crasso, late elliptico’
usque suborbiculari; semine unico, compresso, suborbiculari, testa brunnea,
IMPRIMER |
H. Harms, Leguminosae africanae. IL. 79
… Detarium macrocarpum Harms. A Frucht, an einer Seite ist die Wandung aufgerissen,
B Dies, im Längsschnitt, mit dem Samen, C Dies. im Querschnitt. D Blatt.
80 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Baum von 25—30m Höhe. Blattspindel 145—23 cm lang oder noch länger. Blätt-
chen 4—8 cm lang, 2—4,5 cm breit, Stiele 5—7 mm lang. Die sehr dicke Hülse wi
etwa 7—8 cm lang und ist dem Stiel schief inseriert. Das Sarcocarp ist von einem
diehten Fasernetz durchsetzt, welches von dem dicken, zusammengedrückten, knochen
harten Endocarp ausgeht. Auf der Außenseite ist dieses Endocarp mit zahlreichen
unregelmäßig netzförmig und in Querrichtung verlaufenden Strängen besetzt; der Same
(3,5—4,5 em im Durchmesser) liegt dem Endocarp innen dicht an, eine braune Sch
bedeckt die dicken, flachen, ölreichen Keimblätter.
Kamerun: Bipinde, Urwald (Zenker n. 2286. — Mit Hülsen im Juni
1900). |
Diese Art weicht von D. senegalense Gmel. durch die meist zugespitzten Blättchen
und die viel größeren Hülsen ab. — Nach freundlicher Mitteilung des Herrn R. SCHLECH
TER werden die ülreichen Samen geröstet und zerstampft genossen.
Crudia Schreb.
C.? monophylla Harms n. sp.; arbor parva vel frutex glaber; ras
mulis glabris; foliis petiolatis, glabris, unifoliolatis, foliolo unico brevis-
sime petiolulato, petiolulo crassiusculo, rugoso, basi stipellis 2 minutis
acutis munito, lamina oblonga vel ovali vel obovata vel elliptica, basi
obtusa vel acuta, apice breviter vel brevissime obtuse acuminata, co-
riacea vel subcoriacea, margine undulato, costa subtus satis prominula,
nervis lateralibus utrinque circ. 7—9, subtus uti venis prominulis, gla.
bris; racemis axillaribus, glabris, folio brevioribus vel ea fere aequanti-
bus, paucifloris (circ. 5—9-floris), bracteis deciduis, pedicello apice bracteo-
lis 2 oppositis minutis instructo, parce puberulo vel glabro; receptaculo
glabro, limbo obliquo; ovario brevissime stipitato; legumine brevissime sti-
pitato, obliquo, oblongo vel obovato vel ovali, basi obliqua obtuso usque
subrotundato, apice apiculato, compressiusculo, glabro, dehiscente, monos
spermo, valvis lignosis; semine crasso, oblongo vel oblique anguste elliptico.
Strauch oder kleiner Baum mit harten, einfachen Blättern (DinkLAGk). Blattstiel
etwa 2 cm lang, Blättchenstiel 3—4 mm lang. Blättch. 6—14 cm lang, 3,5—6 cm breit.
Trauben 8—11 cm lang, Receptac. etwa 4 mm lang. Hülsen 6,5—8 cm lang, 4—5 cm
breit; Stiel etwa 3 mm lang. Samen dick (innen dunkelgrün nach DinkLAGE), 4,5—
5,5 cm lang, etwa 3 cm breit.
Liberia: Gran Bassa, Fishtown, an Bachrändern zusammen mit he
ophora und Avicennia (M. Dinkiace n. 1913. — V, 1898). |
Da die Blüten unvollständig bekannt sind, so ist die Gattungszugehörigkeit der
Pflanze nicht sicher. Immerhin passen Form des Kelches, Blütenstand, Hülsen nicht
schlecht zu Orudia.
Didelotia Baill.
H. Harms, Leguminosae africanae. I. 81
elongatis, terminalibus, axi communi numerosos racemos floriferos racemose
_ ordinatos gerente; bracteolis 2, involucrum formantibus; receptaculo bre-
vissimo, late patelliformi, disco crassissimo; sepalis 5, ad marginem disci
sessilibus, minutis, squamiformibus, ovatis; petalis 5, ad marginem disci
cum sepalis alternantibus, angustissime linearibus, subulatis, sepalis plerum-
que pluries longioribus; staminibus 5, sepalis oppositis, filamentis filiformi-
bus, elongatis, glabris; staminodiis 5 (vel 3—4), petalis oppositis eisque
_ consimilibus, angustissime filiformibus, glabris, quam petala saepius paullo
brevioribus; ovario dense hirsuto, in medio disci subsessili, ovulis circ. 4—
6, stylo glabro.
Nach dem Trockenmaterial sind die Maße etwa folgende: Blattspindel 4—6,5 cm
lang, Biattstiel selbst 4—6 mm lang. Blättch. 46—19 mm lang, 7—12 mm breit. Ris-
pen bis 24 cm lang. Trauben 2—4 cm lang. Blütenstiele 6—13 mm lang. Bracteolen
4—5 mm lang.
M. DinxLaGe liefert folgende Beschreibung:
»Die Blüten stehen in traubenförmigen, endständigen, schlaff herabhängenden Ris-
pen, zusammengesetzt aus zahlreichen kurzen Trauben. Stiele und Stielchen sind röt-
lich und fein behaart. Anfänglich steht am Grunde jeder Traube eine große, häutige,
spitzovale, hohle Bractee; ferner sind die einzelnen Blüten anfangs vollständig umhüllt
von je einer breiteren und kürzeren Bractee am Grunde jedes Stielchens. Diese Brac-
teen sind ebenso gefärbt und behaart wie die Stiele und Stielchen; beim Erblühen
sind sie abgefallen. Vor der Blüte gleichen die Trauben kleinen Tannenzapfen. Die
eigentliche Blüte besteht aus zwei fast halbkugeligen, blutroten, außen fein be-
haarten, zur Blütezeit weit offen abstehenden, lange bleibenden Vorblättern, die an-
fangs alle anderen Blütenteile einschließen (ganz wie bei Berlinia). Zwischen diesen
Vorblättern, steht ein dickrandiges Receptaculum, dem das Ovar, auf.dem Stielende
sitzend, eingesenkt ist. Das Receptaculum trägt auf seinem äußeren Rande in einem
Kreise fünf mehr oder minder zurückgeschlagene kurz dreieckige und damit abwech-
selnd fünf aufrechte = entwickelte pfriemliche Zipfel. Den fünf dreieckigen Zipfeln
opponiert sind in den fünf Buchten des Receptaculums (Discus) fünf sehr lange, in
der Knospe eingerollte Filamente inseriert, die an der Spitze eine versatile, breit
ovale, zweifächerige Anthere tragen. Auf den dicken, drüsigen Discuslappen steht
manchmal ein den pfriemlichen Petalborsten ähnliches, aber kürzeres Gebilde, wahr-
scheinlich Staminodien. Das Ovar ist schief eiförmig, dicht grau behaart und ent-
hält vier (oder mehr?) Eichen. Der Griffel ist ebenfalls sehr lang und in der Knospe
eingerollt, mit sehr kleiner, kopfiger, gelblicher Narbe. Alle Teile der Blüte sind,
_ soweit nicht anders bemerkt, blutrot. Die Blüten duften stark nach Honig. Früchte
habe ich gar keine angesetzt gefunden. Die Bracteen am Grunde der Blütentrauben
sind manchmal zu kleinen, kurzen, den normalen sonst gleichgeformten Laubblät-
tern entwickelt. Die sehr zahlreichen, langen, dunkelroten Blütenstände machen den
Strauch oder niedrigen, bis fast zum Grunde überhangend verzweigten Baum für
kurze Zeit im August bis September zu einer ganz besonderen Zierde der bebuschten
Kampine.«
| Liberia: Gran Bassa, Fishtown, feuchtgründige Waldreste des sandi-
gen Vorlandes (M. Dinxtace n. 2033. — Aug. 1898).
D. africana Baill. (Adansonia V, p. 367, t. VIII) besitzt 1-jochige Blätter. D. Af-
»elii Taub. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI, p. 266 besitzt im Verhältnis zu D. Englert
größere Blättchen in geringerer Zahl von Jochen (3—4, bei D. Englert 5—17) Die Ge-
bilde, die von D. Afzeli 1. c. als Staminodien beschrieben sind, möchte ich nach dem
Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 6
82 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI,
3
Vergleich mit den Blütenverhältnissen der neuen Art für Petala halten; Staminodien, bei -
D. Englert den Petalen äußerst ähnlich und ihnen opponiert, scheinen bei D. Afselit
zu fehlen, wo auch die Kelchzipfel viel undeutlicher entwickelt sind als bei D. Engleri.
Brachystegia Benth. |
B. Bragaei Harms n. sp.; arbor vel frutex, ramulis puberulis vel
subvelutino-pubescentibus; foliis petiolatis, 5—7-jugis, petiolo communi
puberulo, foliolis oblongis vel oblongo-lanceolatis, obliquis, apice obtusis vel
acutiusculis vel acutis, basi inaequilatera obtusis, utrinque glabris vel sub-
glabris, nervo medio et margine exceptis puberulis, demum glabrescentibus; «
racemo terminali, subvelutino-pubescente, multifloro, interdum basi ramulum |
lateralem gerente; pedicellis brevibus; bracteolis oblongo-obovatis, rotun- -
datis, breviter subhirsuto-pubescentibus; sepalo uno tantum evoluto, minuto, »
lanceolato, fimbriatulo; staminibus 10, filamentis glabris, inferiore parte in
tubum connatis; ovario longiuscule stipitato, hirsuto.
Blattspindel 6—17 cm lang, Blättchen 3—6 cm lang, 1,2—2 cm breit. Trauben —
etwa 3—5 cm lang. Blütenstiele 4—5 mm, Vorblätter etwa 6mm, Kelchblatt 2 mm lang.
Mossambik: Beira (Braca n. 152).
Verschieden von B. spiciformis Benth. durch längere Blütenstiele, von B. appen-
diculata Benth. durch mehr Blättchen, von B. Oliveri Taub. durch dicht behaarte «
Knospen. | |
B. euryphylla Harms n. sp.; arbor; ramulis perbrevissime pube-
rulis, glabrescentibus; foliis petiolatis (petiolo communi glabro), plerumque «
k-jugis, foliolis obliquis, latiusculis, obovatis vel late oblongis, glabris, apice «
obtusis vel rotundatis, saepius emarginulatis, basi inaequilatera obtusis —
vel rotundatis vel acutiusculis; racemo terminali, interdum basi ramulum «
lateralem gerente, brevissime incano-puberulo; pedicellis brevibus; brac-
teolis oblongo-obovatis, brevissime puberulis; perianthii lobis 2 tantum
evolutis, cum bracteolis alternantibus, uno (sepalo, ut videtur) loborum ob-
longo, fimbriatulo, altero (petalo?) angustiore et breviore, lineari-lanceolato; «
filamentis basi in tubum connatis, ovario stipitato, hirsuto. |
Blattspindel 6—9 cm lang, Blättchen (die größeren) 3,5—5,5 cm lang, 2—3,8 cm
breit, Trauben 4—5 cm lang. Blütenstiele 4 mm, Bracteolen 5—6,5 mm lang.
Usaramo: Steppenwald von Ost-Ukami (Stuntmann n. 8666. — Blü-
hend im Oct. 1894).
Von B. Oliveri Taub. durch breitere Blättchen verschieden.
—
B. Woodiana Harms n. sp.; arbor; ramulis puberulis; foliis 9 bre-
viter petiolatis, 9—12-jugis, petiolo communi molliter brevissime pubes-
vente vel subvelutino; stipulis elongatis, linearibus, acutis, basi auricula
parva orbieulato-subreniformi praeditis; foliolis obliquis, subsessilibus, ob-
longis, basi inaequilatera subtruncatis vel leviter emarginulatis, apice rotun-
datis wel subtruncatis, emarginulatis, minute puberulis vel subglabris;
panicula terminali, brevi, divaricata, puberula vel subvelutina; floribus bre-
vissime pedicellatis vel subsessilibus; bracteis oblongo-obovatis, brevissime
|
cos scan
4
H. Harms, Leguminosae africanae. II, 83
pubescentibus vel puberulis, sepalis 5 inter sese fere aequalibus, obovatis
vel suborbiculato-obovatis, breviter fimbriatis; petalis 2, linearibus, ceteris 0
(an semper ?); staminibus 10; ovario stipitato, hirsuto.
Blattspindel 44—20 cm lang, davon der Blattstiel 13—15 mm lang. Blättchen
3 6 cm lang, 1—2 cm breit. Nebenblätter 2—2,7 cm lang. Vorblitter 7—8 mm,
Kelchblätter 3—3,5 mm lang.
Nyassaland (J. Bucnanan n. 334. — 1895). — »Njombo«.
Berlinia Sol.
B. bifoliolata Harms n. sp.; arbor, ramulis glabris, foliis breviter
petiolatis, unijugis, glabris, foliolis brevissime petiolulatis vel subsessilibus,
obliquis, oblongis, apice saepius breviter vel brevissime acuminatis; pani-
culis amplis, terminalibus, multifloris, puberulis vel ramulis superioribus
velutinis; floribus subsessilibus, bracteis suborbicularibus; bracteolis sub-
orbiculari-obovatis, crassiusculis, dorso carinatis, ut bracteis velutinis; re-
ceptaculo brevissimo, sepalis 4, inter sese fere aequilongis, at latitudine
diversis, margine fimbriatulis, uno ceteris latiore, ovato, apice saepius emar-
ginulato, ceteris lanceolatis; petalis 5, eorum uno maximo cum sepalo la-
tissimo inserto, sepalis longiore, breviter unguiculato, lamina fere lyriformi,
sursum dilatata, apice subito brevissimeque acuminata, infra medium angu-
stata, basi iterum dilatata et auriculata, intus parte inferiore velutina, ceteris
petalis quam sepala brevioribus, anguste lineari-lanceolatis; staminibus 10,
filamentis filiformibus elongatis glabris, eorum 9 basi breviter connatis, uno
a ceteris fere libero; ovario stipitato, sicut stipite basi et margine hirsuto,
4-ovulato, margine ventrali valde incrassato et dilatato; stylo filiformi, basi
puberulo ceterum glabro.
Baum mit gelblichen Blüten (ZENKER). Blattstiel 6—7 mm lang, Blättchen 7—10 cm
lang, 3—4 cm breit. Bracteolen 9—10 mm, Kelchblätter 6 mm, größtes Blumenblatt
43 mm lang,
Kamerun: Bipinde, Urwald (Zenker n. 2275. — Blühend im April
1900).
Weicht von allen bisher bekannten Arten der Gattung durch die 1-jochigen Blatter
_ und den aus nur 4 Teilen bestehenden Kelch ab.
B. Scheffleri Harms n. sp.; arbor elata, dense foliosa et ramosissima;
-foliis petiolatis, pari-pinnatis, 4-jugis, petiolo communi puberulo vel sub-
glabro, foliolis petiolulatis, oblongis vel ovatis, basi rotundatis vel obtusis
vel emarginulatis, apice saepe breviter vel brevissime acuminatis, subtus
minutissime puberulis vel subglabris; panicula terminali, e racemis nume-
rosis plurifloris dense congestis formata, velutina; floribus pedicellatis, brac-
teolis obovatis velutinis; receptaculo brevi, turbinato; sepalis 5, oblongo-
lanceolatis; petalis 5, eorum uno maximo latissimo, ceteris longiore, bilobo,
ceteris oblique anguste oblongis; staminibus 10, filamentis inferiore parte
pilosis, ceterum glabris, inter sese liberis; ovario stipitato, dense villoso.
6*
84 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Sehr hoher, dicht belaubter, reich verzweigter Baum (ein sogenannter Urwaldriese)
mit dunkelgrünem, glänzendem Laube und weißen Blüten von fliederähnlichem Duft
(SCHEFFLER). Blattspindel etwa 40—14 cm, Blättchenstiele 4—6 mm, Blättchen 6—43 cm
lang, 4—6 cm breit. Trauben 4—6 cm lang, Blütenstiele 6—15 mm lang, Bracteolen
6—8 mm lang.
Usambara: Derema (ScHerrLer n. 201. — Mit Blüten im Jan. 4900).
Nahe verwandt mit B. angolensis Welw., dürfte jedoch durch kleinere Blüten von
dieser abweichen. Leider besteht das vorliegende Blütenmaterial zum größten Teile
aus noch ungeöffneten Knospen, so dass es nicht ganz sicher ist, wie groß die Blüten
m voll entwickelten Zustande sind.
Macrolobium Schreb.
M. Dinklagei Harms n. sp.; frutex glaber, ramis glabris; foliis amplis,
brevissime crasseque petiolatis (petiolo communi in foliis majoribus lenti-
celloso, glabro), saepius 4-jugis, foliolis brevissime petiolulatis oblongis us-
que oblanceolatis, basi obliqua rotundatis vel obtusis vel margine antico
versus costam acutis, apice, ut videtur, rotundatis vel obtusis vel breviter
acuminatis (apice ipso in specimine saepius deficiente), glabris, costa venis-
que subtus bene prominulis, nervis lateralibus paullo ante marginem in «
nervum communem crenato-sinuatum conjunctis; stipulis magnis longitudi-
naliter striatis, in laminam bilobam connatis, basi auricula rotundata prae-
ditis; racemis vel paniculis parce ramosis brevibus ferrugineo-puberulis vel
subhirsutis, in fasciculos axillares vel axi primario abortivo terminales dis-
positis; bracteis ovato-oblongis, parvis mox deciduis; floribus pedicellatis ;
bracteolis ovalibus usque oblongo-ovalibus, subhirsuto-puberulis, crassius-
cule brevissimeque apiculatis, sepalis 5 lanceolatis, acutis; petalis 4 sepalis
consimilibus, angustis, lanceolatis, acutis, petalo quinto maximo unguiculato,
lamina latissima, biloba; ovario hirsuto; legumine nondum plane maturo
oblique obovato-oblongo vel oblongo plano compresso, apice apiculato, basi «
obliqua, glabro vel subglabro, rugoso, costa elevata uni margini propiore «
quam altero percurso.
Blatispindel bis 25 cm lang oder noch länger, davon der Blattstiel 7—13 mm
lang. Blättchen 43—35 cm lang, 4—42 cm breit. Trauben oder Rispen 4—8 cm lang.
Bracteolen etwa 13 mm lang. Kelchzipfel 6 mm lang. Hülsen (noch nicht reif) 40 cm.
lang, 4,5 cm breit, von einem Längsnerven durchzogen.
Kamerun: Groß Batanga (M. Dinktace n. 4403. — Juli 1894).
M. Zenkeri WMarms in Engl. Bot. Jahrb, XXVI. p. 273 hat ähnliche Nebenblätter,
Blütenverhältnisse, Blätter, unterscheidet sich jedoch augenfällig durch dickere Trauben-
achse, M. demonstrans (Baill.) Oliv. hat nach der Abbildung (Adansonia VI, 180, t. 3,
fig. 4—5) etwas breitere Kelchzipfel und Blumenblätter, — Vermutlich gehört zu M
Dinklagei oder einer sehr nahe verwandten Art das von Soyaux in Gabon in Früchten
gesammelte Exemplar (n. 429. — Sept. 1880), welches ich bereits in Engl. Bot. Jahrb.
L e, erwähnt habe.
M. diphyllum Harms n. sp.; arbor vel frutex; foliis brevissimen
petiolatis, unijugis, glabris, foliolis lanceolatis vel oblanceolatis vel ob+
lanceolato-oblongis vel oblongis, saepius (imprimis basi) == obliquis, basis,
H. Harms, Leguminosae africanae. II. 85
inaequilatera acutis vel obtusis, apice acutis vel breviter acuminatis vel
interdum emarginatis, glabris, reti nervorum utrinque prominulo; stipulis
in laminam brevissimam intrapetiolarem integram vel fissam connatis; sti-
pellis ad apicem petioli 2, crassiusculis, ovato-subulatis; paniculis terminali-
bus, puberulis, ramis inter se remotis, divaricatis, iterum paniculam vel
rarius racemum formantibus, floribus racemose dispositis, racemis pluri-
floris, axi crassiusculo; bracteis ovatis, striatis, squamiformibus, demum
deciduis; pedicellis pulvinari quodam axis insertis, puberulis; bracteolis
obovatis, puberulis, apiculatis; sepalis 5, anguste lanceolatis, subulatis, inter
sese fere aequalibus; petalis 5, eorum uno maximo, longe unguiculato, alte
bilobo (lobis suborbicularibus), ceteris sepalis consimilibus, inter sese fere
aequalibus; staminibus 3; ovario brevissime stipitato, dorso et ventre et
basi piloso, 3-ovulato; stylo basi piloso, ceterum glabro.
Baum oder Strauch mit weißen Blüten (Zenker). Blattstiel äußerst kurz, 3—4 mm
lang; Blättchen 43—20 cm lang, 3—6 cm breit. Trauben 7—12 mm lang. Blüten-
stiele 6—7 mm lang, später sich verlängernd. Bracteolen 7—8 mm lang. Größtes
Blumenblatt mit 3—4 mm langem Nagel, Lappen der Spreite 4 mm breit. Die Kelch-
blätter und kleinen Blumenblätter etwa 3 mm lang.
Kamerun: Bipinde, Safoa-Dorf, Igiliwindifluss, Urwald (G. Zenker
n. 2277. — Blühend im April 1900).
Von den bisher bekannten afrikanischen Arten der Gattung durch einjochige
Blätter verschieden.
M. lamprophyllum Harms n. sp.; frutex ramulis velutinis; foliis
petiolatis, 4—5-jugis, petiolo communi subsericeo-velutino, subglabrescente,
foliolis brevissime petiolulatis, oblongis vel anguste oblongis usque oblanceo-
lato-oblongis, basi rotundatis vel obtusis, apice acuminatis, supra glabris,
subtus nitido-sericeis; paniculis elongatis, ex ZENKER e trunco erumpentibus,
subsericeo-velutinis, multifloris, ramulis secundariis vel primariis racemos
breves floriferos efformantibus; pedicellis longiusculis; bracteis deciduis;
bracteolis obovatis, florem involucrantibus, subsericeo-velutinis, sepalis 4,
ovatis, obtusis, glabris; petalis 4 minutis, obovato-cuneatis, apice brevissime
vel vix apiculatis, petalo quinto maximo, unguiculato, latissimo, bilobo;
staminibus fertilibus 3, filamentis basi hirsutis, staminodiis 7, linearibus;
ovario hirsuto, stylo inferiore parte hirsuto, apicem versus glabrescente.
Strauch von 40—12 m Höhe, Blüten weiß, sehr wohlriechend, in Büscheln am
Stamme (Zenker). Blattspindel 25—30 cm lang, Stiele der Blättchen 3—4,5 mm lang,
Blättchen 15—20 cm lang, 5—6,5 cm breit. Rispenzweige ersten Grades 9—20 cm
lang, Trauben 1,5—6 cm lang, Blitenstiele 6—10 mm lang. Bracteolen 41 mm lang.
Kelchblätter 4—5 mm lang.
Kamerun: Bipindi (G. Zenker n. 2069. — Mai 1899).
Nahe verwandt mit M. ferrugineum Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 271 (wo
ich für diese Art fälschlich 5 Sepala angegeben; es scheinen indessen meist 4 zu sein),
verschieden durch größere Blättchen, deren Unterseite mehr angedrückte, mehr seiden-
glänzende Behaarung aufweist als bei jener Art. Nahe verwandt ist offenbar nach der
Beschreibung auch das mir unbekannte M. stipulaceum Benth, e
86 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI.
Dialium L.
D. Zenkeri Harms n. sp.; arbor; ramulis breviter hirsutis vel pube-
rulis; foliis breviter petiolatis, impari-pinnatis, 5—7-jugis, foliolis alternis
vel oppositis, breviter petiolulatis (petiolo communi puberulo, basin versus
subhirsuto-pubescente, petiolulis subhirsuto-puberulis), oblongis vel lanceo-
latis, basi rotundatis vel obtusis, apice breviter acuminatis, supra glabris,
nitidis, subtus pilis adpressis pubescentibus vel puberulis; paniculis amplis,
puberulis vel subhirsuto-velutinis; legumine brevissime stipitato, ovoideo
usque subgloboso, densissime et brevissime brunneo-atro-velutino, paullo
compresso, exocarpio fragili, endocarpio carnoso; semine unico, nitido.
Baum von 8—10 oder mehr m Hohe, Fleisch der Frucht von adstringierendem
Geschmack (ZENKER). Blattspindel 12—20 cm lang, Blattstiel selbst 8—15 mm lang.
D)
Blättchenstiele 3—4 mm lang, Blättchen 5,5—10 cm lang, 2—3 cm breit. Hülsen etwa
2—2,3 cm lang, 1,5—1,7 cm breit.
Kamerun: Bipindi (G. Zenker n. 1943. — Nov. 1898).
Diese Art gehört vermutlich in die Verwandtschaft von D. Dinklagei und D.
Staudt Harms (in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 275). Im Vergleich zu D. Zenkeri besitzt
D. Dinklagei eine größere Zahl kleinerer Blättchen, D. Staudtii kleinere Blättchen.
Rhynchotropis Harms n. gen.
Calyx 5-laciniatus, laciniis subulato-lanceolatis. Vexillum suborbicula-
tum, apice brevissime acuminatum, alae apice margine postico rotundatae,
margine antico in acumen brevissimum productae, carinae petala dorso
cohaerentia, apice in rostrum rectum producta. Stamina diadelpha, decimo
basi cum’ ceteris cohaerente, alternis brevioribus et longioribus, antheris
basi et apice barbulatis, barbula ad basin antherarum staminum breviorum
longissima, ad apicem earundem brevi, ad basin antherarum staminum
longiorum brevi, ad apicem earundem minuta vel subnulla. Ovarıum
lineare, ovulis 4—6, stylo inferne cymbiformi-dilatato, apicem versus sen-
sim attenuato, stigmate oblique affixo. Legumen lineare vel oblanceolato-
lineare, basin versus in stipitem brevem vel brevissimum attenuatum, apice
rostratum, subteres, inflatum, vel a dorso leviter compressum, dorso et
ventre late carinatum, adpresse puberulum, semina 2—4, inter se septis
lenuissimis separata. — Herbae erectae, caule subalato-angulato, adpresse
puberulo. Folia simplicia, sessilia, linearia vel lanceolata. Racemi axillares,
elongati, dissitiflori.
Die Gattung ist sehr nahe mit Indigofera verwandt, weicht jedoch durch die lang
geschnäbelte Carina, den eigenartig verbreiterten Griffel von dem Typus jener Gat-
tung ab.
1, Rh. Poggei (Taub.) Harms. — Indigofera Poggei Taub. in Engl.-
Prantl, Pflanzenfam. I. 3 (4894) 260 fig. 445 H—K; Harms in Engler’s
Bot. Jahrb. XXVI. (1899) 284,
A RENE
oe ee net
H. Harms, Leguminosae africanae. II. 87
Oberes Congogebiet: am Quango, bei 10'/,° s. Br. (Pocez n. 158.
— Sept. 1876). |
2. Rh. Dekindtii Harms n. sp.; praecedenti simillima differt ab ea
foliis latioribus, anguste lanceolatis vel lanceolato-linearibus vel linearibus.
Pflanze 0,2—0,5 m hoch. Blätter 6—9 cm lang, 2—4 mm breit. Trauben 10—
25 cm lang. Hilsen 3—4,5 cm lang, etwa 4 mm breit.
Benguella: Huilla, sandige Lichtungen von Kemanya (Dexinpr n. 93.
— Mit Blüten im Febr. 1899); ebenda (Dexinpr n. 94. — Mit Hülsen im
Mai 4899).
Es ist leicht möglich, dass man beide Arten in eine wird vereinigen müssen, wenn
reicheres Material vorliegt.
Millettia W. et Arn.
M. Warneckei Harms n. sp.; frutex arboreus, ramulis ferrugineo-
villosulis vel demum puberulis; foliis petiolatis, impari-pinnatis, 4—6-jugis,
petiolo communi subsericeo-pubescente vel puberulo, foliolis breviter petio-
lulatis oblongis vel ovalibus vel oblongo-lanceolatis, basi rotundatis vel ob-
tusis vel emarginulatis (terminali basi obtuso vel acuto), apice plerumque
breviter vel brevissime acuminato, supra glabris, subtus subaureo-sericeis;
stipellis parvis subulato-linearibus; paniculis amplis terminalibus, multifloris,
ferrugineo-villosulis, floribus breviter pedicellatis, racemose dispositis; brac-
teolis ad basin calycis suborbiculari-ovatis, deciduis; calyce oblique cam-
panulato-turbinato, ferrugineo-villoso, subsericeo, dentibus brevibus 4, in-
ferioribus deltoideis, supremo latissimo, apice emarginato; corolla glabra,
basi cum tubo stamineo cohaerente, vexilli lamina suborbiculari, basi auri-
eulata; stamine vexillari basi et apice a ceteris libero; ovario angusto,
brevissime stipitato, 4—8-ovulato, basi disco cincto, ferrugineo-villoso, sub-
sericeo, stylo maxima parte hirsuto, apice glabro; legumine dehiscente,
lineari, ferrugineo-villoso, demum glabrescente, seminibus 3—7.
6—7 m hoher Baumstrauch; Blattspindel 6—9 cm lang, Blättchen 2—5 cm lang,
4,5—2 cm breit. Trauben 3—7 cm lang, Blütenstiele 3—5 mm lang. Kelch 7—8 mm
lang. Blüten nach Warnecke rosafarben mit etwas gelb. Hülsen 9—12 cm lang
4,8—2,3 cm breit.
Togo: in der Parksteppe Bagidar (Warnecke n. 108. — Mit Blüten
und Hülsen im April 1900).
Durch die seidenglänzende Behaarung der M. Dinklagei Harms ähnlich, jedoch
durch kürzere Kelchzähne verschieden.
Schefflerodendron Harms n. gen.
Calyx campanulatus, breviter dentatus, ferrugineo - velutinus. Corolla
calyce longior, vexillo ceteris petalis longiore, breviter lateque unguiculato,
suborbiculari usque obovato, extus ferrugineo-velutino, alis angustis pube-
rulis parce glandulosis, carina obtusiuscula, extus glandulis globosis con-
Spersa. Stamen vexillare liberum. Ovarium longe stipitatum, 3—4-ovulatum,
88 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
dense ferrugineo-tomentellum, stylo brevi subulato. Legumen oblique semi-
obovatum usque semioblanceolatum curvatum, interdum subfalciforme, basin
versus attenuatum, apice mucronatum, inflatum, crasse lignosum, dehiscens,
extus dense ferrugineo-tomentellum vel velutinum et glanduliferum (pube
detergibili), demum glabrescens, intus puberulum; semina 1—2 (vel plura ?).
— Arbores (vel frutices?). Folia pinnata, foliolis alternis, subtus glan-
dulis conspersis. Flores racemosi vel paniculati.
Die Gattung dürfte mit Mallettia am nächsten verwandt sein, von der sie durch
die dick-holzigen Hülsen, die Bekleidung mit Drüsen, die abwechselnden Blättchen ab-
weicht. Die beiden Arten stehen einander sehr nahe. Die erste, die nur in Bruch-
stücken vorliegt, besitzt größere Blättchen als die zweite. _ |
1. Sch. adenopetalum (Taub.) Harms. — Milletha adenopetala Taub.
in Engler’s Bot. Jahrb. XXIII. (1896) 484.
Am Flusse Lovo (L. Marques n. 239). — Nom. vernac.: Mu-chiche.
2. Sch. usambarense Harms n. sp.; arbor elata, dense foliosa; foliis |
petiolatis, pinnatis, glabris vel subglabris, petiolo communi satis tenui; folio-
lis 7—12, brevissime petiolulatis, alternis, oblongis usque lanceolatis,
saepius = obliquis, apice cuspidatis vel longe vel longiuscule acuminatis,
basi obtusis vel rotundatis vel acutis, supra glabris, subtus glabris vel ad
nervum medium brunneo-puberulis et glandulis ferrugineis conspersis; ra-
cemis axillaribus solitariis vel geminis (an interdum ad apicem ramorum
paniculatis?), brevibus paucifloris vel saepius elongatis plurifloris, ferru-
gineo-velutinis, rhachi angulata; bracteis brevibus squamiformibus, brac-
teolis ad basin calycis brevissimis; pedicellis brevibus; calyce oblique bre-
viter lateque campanulato dense ferrugineo-velutino, dentibus 5, brevibus,
subulatis (infimo ceteris longiore); corolla calycem excedente, vexillo ceteris
petalis longiore, breviter et late unguiculato, late obovato, extus ferrugineo-
velutino; alis angustis, glabris (apice tantum puberulis), parce vel vix glan-
dulosis, carina obtusiuscula, extus glandulis globosis conspersa; stamine vexil-
lari libero; ovario longe stipitato, 3—4-ovulato, sicut stipite dense ferrugineo-
tomentello, stylo brevi subulato, basi piloso, ceterum glabro; legumine ob- .
lique semiobovato vel semioblanceolato, curvato, basin versus attenuato,
apice mucronato, inflato (imprimis versus apicem), dehiscente, crasse lig-
noso, extus demum glabro vel subglabro (initio pube ferruginea glandulosa
detergibili obtecto), intus puberulo; seminibus 4—2 suborbicularibus, com-
pressis, testa nitida, brunneo-subatra.
Blattspindel 6—13 cm lang, Stiele der Blälichen 2—4 mm lang, Blättchen 4—
44 cm lang, 2—4 em breit. Trauben 4—45 cm lang; Blütenstiele 4—5 mm, Kelch
5—7 mm, Fahne 48 mm, Flügel 45 mm, Schiffehen 44 mm lang; Fruchtknotenstiel
7 mm, Fruchtknoten 3 mm lang. Hülsen 5—8 cm lang, dunkelbräunlich, dickholzig,
aufgeblasen, außen etwas glänzend (wenn kahl), 2,5—3,5 cm breit, die Wandung
3—5 mm dick, |
Usambara: Derema (G. Scuwrrver n. 121. — Mit Blüten im Sept.
1899, dazu später Hülsen). — Ngua (Mismauz 1899).
H. Harms, Leguminosae africanae. II. 89
Erklärung der Abbildungen auf Taf. LIT.
A Blühendes Zweigstück, B Stück der Blättchenunterseite mit Drüsen, C Blüte,
D Dies. nach Entfernung der Krone, E Teile der Krone, F' Fruchtknoten im Längs-
schnitt, @ Hülsenklappe von außen, H Aufspringende Hülse, J Same, AK Drüse.
Lonchocarpus H.B.K.
L. eriocalyx Harms n. sp.; arbor; ramulis + villosis; foliis petio-
latis, 3—4-jugis, petiolo communi et petiolulis brevissimis breviter villosulis;
foliolis coriaceis vel subcoriaceis, obovatis vel ovalibus vel oblongis, apice
rotundatis vel obtusis vel acutiusculis, basi obtusis vel acutis, supra minu-
tissime puberulis vel glabrescentibus, subtus breviter villosis, subtus dense
reticulato-venosis, reti nervorum bene prominulo; paniculis elongatis, dense
breviter villosis, ramulis racemos efformantibus, racemis ad basin axis pa-
niculae longioribus, versus apicem brevioribus, bracteis bracteolisque lanceo-
latis, subulatis; pedicellis brevissimis; calyce oblique campanulato, villoso,
dentibus 4, infimo lanceolato, ceteris paullulo vel vix longiore, lateralibus
ovatis, supremo late deltoideo; corolla glabra, vexilli lamina orbiculari, basi
auriculata; stamine vexillari basi et apice libero, ceterum cum ceteris con-
nato; ovario stipitato, lineari, dense pubescente, Poe glabro, stigmate mi-
nuto, ovulis circ. 5.
Jüngere Aste und Blütenstände mit kurzer, wolliger Bekleidung von gelblichgrauer
Färbung. Blattspindel 7—8 cm lang; Stiele der Blättchen kurz, dick, 3 mm lang;
Blättchen 4—7 cm lang, 2,5—5 cm breit. Rispenachse 18 cm lang oder länger, bis-
weilen verzweigt und am Grunde Seitenrispen tragend. Kelch 8—9 mm, Fahne 13 mm
lang. Blüten violett (STUHLMANN).
Massaisteppe (StunLmann n. 509. — Blühend im Juli 1890).
Sehr auffallig durch die dicht behaarten Inflorescenzen.
Pterocarpus L.
Pt, Antunesii (Taub.) Harms. — Calpurnia Antunesii Taub. in Engl.
Bot. Jahrb. XXII. 173.
Benguella: Huilla (Anrunes n. 312, n. A80, n. A941; Dexinpr n. 408).
Diese Art steht dem Pf. lucens Guill. et Perr., der vielleicht in mehrere Arten oder
- Varietäten geteilt werden muss, sehr nahe, von ihm ist sie durch kleinere Blättchen
verschieden. |
Pt. Dekindtianus Harms n. sp.; arbor, ramulis novellis densissime
villosis vel sericeo-villosis, demum velutino- vel sericeo-pubescentibus vel
subglabrescentibus; foliis pinnatis, elongatis, novellis dense sericeo-villosis,
foliolis circ. A4—20, alternis, breviter petiolulatis, ellipticis vel oblongis, vel
obovato-oblongis, basi rotundatis, apice plerumque breviter acuminatis, ad-
ultis subglabris vel glabris, petiolo communi et petiolulis demum adpresse
pubescentibus (an glabrescentibus?); stipulis linearibus; racemis e ramulo
novello paucis vel nonnullis infra folia novella nascentibus, plurifloris vel
multifloris villosis; bracteis lanceolatis, deciduis, bracteolis lineari-lanceo-
90 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
latis, ad basin calycis geminis, deciduis; calyce oblique campanulato-turbi-
nato, villosulo-pubescente, dentibus inter se fere aequilongis, infimo deltoi-
deo-ovato, acuto, lateralibus ei similibus, obtusis, superioribus paullo con-
natis, rotundatis; vexillo unguiculato, lamina transverse elliptico-suborbiculari, —
lata; staminibus monadelphis; ovario stipitato, sicut stipite dense sericeo-
villoso; legumine suborbiculari, rotundato, ala latissima, membranacea, disco —
dédléiscimé echinato.
5—10 m hoher Baum mit gelben Blüten. Blattspindel 45—20 cm lang, Blättchen- —
stiele 3—5 mm lang, Blättchen 3,5—5 cm lang, 2—2,8 cm breit. Trauben 3—10 cm
lang. Blütenstiele 9—13 mm lang. Kelch 40—44 mm lang, Fahne 47 mm breit.
Stiel der Hülse etwa 40—12 mm lang, Durchmesser der Hülse 9—11 cm.
Benguella: Huilla, auf sandigen, bebuschten Ebenen, 1750—1820 m
(Anruxes n. 477. — Mit Blüten und Hülsen im Sept. 1899).
Einheim, Name: Omulila honde.
Verwandt mit Pt. erinaceus Poir., verschieden durch größere Blüten.
Rhynchosia Lour.
R. Buettneri Harms n. sp.; frutex ramulis breviter pubescentibus vel —
subvelutinis; foliis petiolatis, 3-foliolatis, foliolis ovatis vel late rhomboideo- —
ovatis (lateralibus obliquis), utrinque molliter breviterque pubescentibus vel —
puberulis; stipellis linearibus, brevibus; racemis elongatis, multifloris, velu-
tinis; ealyce extus et intus subsericeo- vel subvelutino-pubescente, dentibus
tubo brevioribus, infimo ovato-lanceolato, obtusiusculo, lateralibus infimo et
supremo paullo brevioribus, ovatis, obtusis, supremo apice bilobo, infimo
paullulo breviore; vexillo unguiculato, lamina obovato-suborbiculari, basi
auriculata, apice extus pubescente, carina alas et vexillum excedente, «
obtusa; ovario sericeo-villoso, stylo inferiore parte piloso, sursum glabres- «
cente, ovulis 2.
Das vorliegende Material ist nur mangelhaft, genügt jedoch für eine Beschreibung.
Es scheint ein aufrechter Strauch zu sein, mit kurzer, sammetartiger Behaarung und
violetten Blüten. Blattstiel etwa 2 em lang, Blättchen etwa 4 cm lang, 3—4 cm breit,
Trauben 8—13 cm lang. Blütenstiele 4 mm, Kelch (am untersten Zahn gemessen)
5—6 mm, Tubus 3,5—4 mm lang. Fahne 42 mm, Schiffchen 44 mm lang.
Ober-Guinea, Togo: Bismarckburg, Ketschenziweg (Büttner n. 149.
— Im Oct. 4890).
Diese Art fällt auf durch ihre kurzen Kelchzühne,
a MOT ES FE
R. Dekindtii Harms n. sp.; fruticulus ramulis hirsutis et viscosis;
foliis petiolatis, trifoliolatis, terminali a lateralibus sat remoto, inter-
nodio inter foliola lateralia et terminali petiolo breviore vel eum aequante,
petiolo communi hirsuto vel hirsuto-puberulo, foliolis late vel latissime—
rhomboideo -ovatis vel ovalibus (lateralibus obliquis), basi plerumque le- |
viter emarginulatis, apice acuminatis, utrinque puberulis; stipulis oblique —
lanceolatis, stipellis linearibus; racemis axillaribus et terminalibus, interdum |
subpaniculatis, valde elongatis, plurifloris, laxifloris, hirsutis, viscosis; brac-
H. Harms, Leguminosae africanae. II. 91
teis lanceolatis vel lanceolato-ovatis, acuminatis, deciduis; floribus in genere
magnis; calyce hirsuto, dente infimo lanceolato, dentibus lateralibus lanceo-
latis, infimo circ. duplo brevioribus, superioribus fere ad medium connais;
vexillo oblongo-obovato, dorso sericeo, emarginulato, basi auriculato;
ovario sericeo-villoso, stylo basi tantum piloso.
Kleiner Strauch von 0,8—1,8 m Hôhe mit gelben Blüten. Blattstiel 2,5—3,5 cm
lang, Zwischenstück zwischen Seitenblättch. und Endblattch. 4,8—2,5 cm lang. Blättch.
4—6 cm lang, 3—6 cm breit. Trauben 14—18 cm lang. Blütenstiele 5 mm, Kelch-
tubus etwa 6 mm, unterst. Zahn A7 mm, Seitenzähne 9 mm lang; Fahne 27 mm lang,
14 mm breit.
Benguella: Huilla, auf sandigen Ebenen, 1740 m (Dekinpr n. 30. —
Blühend im Nov. 1898).
R. sericosemium Harms n. sp.; caule scandente hirsuto; stipulis
ovato-lanceolatis usque lanceolatis; foliis longiuscule petiolatis, petiolo com-
muni et petiolis hirsutis, foliolis breviter petiolulatis, lateralibus oblique ova-
tis, terminali rhomboideo vel ovali-rhomboideo, apice acuminatis, supra
pubescentibus vel puberulis, subtus molliter incano-pubescentibus ; racemis
pedunculatis, axillaribus, multifloris, densifloris, hirsutis; floribus brevissime
pedicellatis, calyce hirsuto, dentibus lineari-lanceolatis, subulatis, dente infimo
ceteris longiore; vexillo extus dense sericeo.
Blattstiel 4—7 cm lang, Blättchen 5—7 cm lang, 3—4,5 cm breit. Trauben 7—
41 cm lang. Kelch (am untersten Zahn gemessen) etwa 13 mm lang.
Nyassaland: Blantyre (J. Bucuanan s. n.; Woop n. 6938 in Herb.
Schlechter).
Phaseolus L.
Ph. Schlechteri Harms n. sp.; caule gracili, puberulo vel subglabro,
juvenili densius pubescente; foliis petiolatis, 3-foliolatis, petiolo communi
puberulo vel subglabro, foliolis brevissime petiolulatis, oblongo-ovatis, basi
rotundatis vel emarginulatis, apice rotundatis vel emarginulatis, utrinque
reti nervorum conspicuo, parce puberulis vel subglabris, subtus subglaucis,
lateralibus obliquis, stipulis ovatis vel oblongo-ovatis, striatis, stipellis mi-
nutis; floribus pedicellatis in racemum brevem pauciflorum axillarem dispo-
_sitis vel axillaribus solitariis; pedicellis glabris vel subglabris; bracteolis ad
basin calycis geminis, ovato-suborbiculatis, striatis, parvis; calyce campa-
nulato, glabro (margine minutissime fimbriatulo), dentibus latissimis, deltoi-
deis, obtusis vel acutiusculis, supremis in unum emarginatum confluentibus;
corolla glabra, vexillo breviter unguiculato, lamina suborbiculari, basi auri-
culata, carina in rostrum spiraliter tortum producta; legumine juniore glabro,
lineari, plano.
Blattstiel 5—14 mm lang, Internodium zwischen Endblättchen und Seitenblättchen
3—5 mm lang. Blättchen 10—25 mm lang, 5—12 mm breit. Kelch etwa 4 mm lang.
Natal: Ressano Garcia (R. ScaLecHter n. 11 826. — Dec. 1897).
Ph. stenocarpus Harms n. sp.; caule scandente glabro; foliis petio-
latis, trifoliolatis, glabris; foliolis oblongo-ovatis vel lanceolato-ovatis vel
92 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
ovatis basi rotundatis vel obtusis, apice acutis vel obtusis, glabris vel sub-
glabris (junioribus subsericeo-puberulis), lateralibus obliquis, inflorescentiis
axillaribus elongatis glabris, plurifloris, floribus pedicellatis plerumque geminis,
secus rhachin dissitis; calyce oblique campanulato, glabro, margine minute
fimbriatulo, dente infimo deltoideo, acuto, dentibus lateralibus late deltoideis,
obtusis vel acutiusculis, obliquis, dente supremo latissimo, emarginato; co-
rolla calycem excedente, glabra, carina rostrata, rostro elongato, falciformi- —
recurvato, apice oblique truncato; legumine lineari, plano, compresso, api-
cem versus saepius falciformi-curvato, glabro, marginato, intus inter semina
septato; seminibus compluribus, elliptieis usque subgloboso-elliptieis, com-
pressiusculis, fuscis vel fusco-atris.
Blattstiel 15—30 mm lang, Blättchen 35—50 mm lang oder noch länger, 45 bis —
23 mm breit. Blütenstand 10—20 cm lang. Kelch etwa 4 mm lang. Hülse etwa 8 cm
lang, 3—3,5 mm breit. Samen etwa 3 mm lang, 2,5 mm breit.
Ghasalquellengebiet: Land der Djur, große Seriba Ghattas (Schwein-
FURTH n. 2391, n. 2346. — Oct. 1869). — Land der wi (SCHWEIN-
FURTH n. 2919. — Juli 1869).
Sehr nahe verwandt mit Ph. Schömperi Taub. in Engl. Hochgebirgsfl. trop. Afr.,
p. 267, vielleicht mit dieser Art später zu vereinigen; doch besitzt das mir vorliegénlf
Exemplar des Ph. Schimperi ziemlich kleine Blatter,
Vigna Savi.
V. Antunesii Harms n. sp.; caule scandente, flexuoso, brevissime et
parce hirsuto vel puberulo vel subglabro; foliis ignotis; floribus brevissime
pedicellatis, ad apicem pedunculi elongati vel longiusculi puberuli vel sub-
glabri geminis vel in racemum brevem (3—4-florum) dispositis; calyce
campanulato, subhirsuto-puberulo, dentibus 5 (supremis basi unitis), lan-
ceolatis, acutis, tubo paullo longioribus; corolla glabra, carina falcato-recur-
vata, rostrata; legutmine lineari, minute puberulo vel glabro. |
Pedunculus 5—15 cm lang oder länger, Blütenstiele etwa 3 mm lang. Kelch —
etwa 10 mm lang, Zipfel 6 mm lang. Blumenkrone etwa 20 mm, Hülsen bis 14 cm 4
lang, bis 6 mm breit.
Huilla (Anrunes n. A. 14).
Dürfte mit V. vexillala Benth. nahe verwandt sein, besitzt aber etwas breitere
Kelchzipfel und schwächere Behaarung, |
V. bukobensis Harms n. sp.; caule scan dente glabro; foliis petio
latis, 3-foliolatis, glabris vel subglabris; foliolis lanceolatis vel oblongo-_
lanceolatis vel lanceolato-ovatis ; pedunculis elongatis, glabris vel subglabris, |
apicem versus plurifloris; calyce campanulato, glabro vel subglabro, mar
vine fimbriatulo, dentibus 5, infimo lanceolato-ovalo, supremo latissimo,—
apice brevissime 2-denticulato vel integro, lateralibus deltoideo-ovatis, —
EE se Det de aE Nip OTN ee
Zu
=
re Zn 2
corolla calyce longiore, glabra.
Vielleicht nur eine Varietät von V. luleola Benth., von dieser durch schmäleres
Blättchen verschieden, Blattstiel 4,5—4% cm lang, Blättchen 6—8 cm lang, 4,5 bis
2,3 cm brait,
H. Harms, Leguminosae africanae. IL. 93
Seengebiet: Bukoba (Stustmann n. 3931. — Blühend im Febr. 1892).
— Nordwest-Ufer des Albert-Edward-See, 875 m (StunLmann n. 3039. —
Blühend im Jan. 1892). |
V. Dekindtiana Harms n. sp.; caule flexuoso, glabro, angulato; sti-
pulis basi breviter appendiculatis, striatis; foliis petiolatis, petiolo glabro,
stipellis minutis, striatulis, trifoliolatis, foliolis brevissime petiolulatis (petiolulo
subglabro), lanceolatis, terminali hastato (id est basi utrinque lobulo obtuso
vel rotundato praedito), lateralibus unilateraliter hastatis (lobulo unius late-
ris majore quam lobulus alterius lateris interdum obsoletus), omnibus basi
rotundatis vel obtusis, apice obtusis vel acutiusculis et brevissime mucronu-
latis glabris, papyraceis, utrinque venosis; floribus brevissime pedicellatis,
ad apicem pedunculi longiusculi glabri geminis vel pluribus (vel in racemum
dispositis?); calyce campanulato, rugoso-plicato, lato, glabro, fere ad me-
dium vel vix ad medium partito, dentibus 4, latiusculis, ovatis usque lan-
ceolato-ovatis, supremo in denticulos 2 fisso; corolla ampla, glabra, calyce
pluries longiore; carina rostrata; legumine lineari, glabro.
Blattstiel 2—3 cm lang, Stiele der Blättchen 2—3 mm lang, Blättchen 5—7 cm
lang, an der Stelle, wo die Lappen sitzen, 2—2,5 cm breit. Blütenstiele 3 mm lang,
Kelch bis 40 mm lang, Kelchzähne etwa 5 mm lang. Schiffchen mit einem 7—8 mm
langen, stumpfen, nach unten gekrummten Schnabel. Blumenkrone etwa 3,5 cm lang.
Hülse bis 10 cm lang.
Benguella: Huilla (Dexinpr n. 468).
Verwandt mit V. ¢triloba Walp., verschieden durch größere Blüten. Sehr nahe
verwandt, vielleicht identisch ist V. husllensis Welw. (die mir nur aus der Beschreibung
bekannt ist; Fl. Trop. Afr. IL, 204); jedenfalls werden für V. hwellensis nicht hastate
Blättchen angegeben.
V. Junodii Harms n. sp.; caule volubili, tenui, hirsuto; foliis petio-
latis, trifoliolatis, petiolo communi hirsuto, foliolis brevissime petiolulatis,
terminali lanceolato usque ovato-lanceolato, unilateraliter vel bilateraliter
hastato, vel vix vel non hastato, lateralibus oblique oblongo-ovatis saepius
uno latere versus basin lobulo praeditis, omnibus basi rotundatis, apice
rotundatis vel acutiusculis, hirsutis; stipulis ovatis, striatis, acutis; stipellis
parvis; pedunculo petiolum superante, piloso vel puberulo, unifloro, brevi-
ter sub flore bracteis 2 lanceolatis usque ovatis parvis (una earum altera
majore) praedito; bracteolis ad basin calycis 2 oppositis stipulis consimili-
bus, ovatis, striatis, acutis; calyce campanulato, parvo, piloso, dentibus
brevibus, deltoideis, infimo acuto, ceteris obtusis, supremis in unum 2-den-
tieulatum connatis, corolla glabra.
Blattstiel 4,5—3 cm lang, Internodium zwischen Endblättchen und Seitenblättchen
4—6 mm lang, Endblättchen 2,5—3 cm lang, am Grunde (wo die Seitenlappen sitzen)
42—15 mm breit. Blütenstiel bis 5 em lang oder länger.
Lourengo-Marques (R. ScaLecHter n. 11538. — Nov. 1897).
Delagoa-Bay (Junop n. 208).
V. macrantha Harms n. sp.; caule volubili, suffruticoso, glabro;
foliis petiolatis, 3-foliolatis, glabris vel subglabris, foliolis brevissime petio-
94 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
lulatis, ovatis vel late ovatis, basi rotundatis vel truncatis, apice saepius
brevissime vel breviter acuminatis; stipellis parvis; inflorescentiis axillaribus,
elongatis, plurifloris, glabris vel puberulis; floribus majusculis brevissime
pedicellatis, e dilatationibus pulviniformibus axis inflorescentiae majusculis
’
4
+
|
secus axim dissitis plerumque geminis erumpentibus; calyce late campanu-
lato, glabro vel puberulo, margine et intus barbato; dentibus brevibus, -
latis, infimo et lateralibus deltoideis, obtusis, supremo ceteris majore, latis-
simo, emarginato, lobulis rotundatis; corolla calyce pluries majore glabra;
vexillo brevissime unguiculato, lamina late obovata, emarginulata, basi
auriculata, auriculis sursum reflexis, majusculis, supra basin versus lineam —
mediam lobulis suberectis praedita; carina apice rotundata; disco brevi —
tubuloso, stipitem ovarii brevem includente, glabro; ovario oblongo, latius-
culo, ovulis 2 (vel 3 ?), sutura ventrali barbata; stylo elongato, curvato,
superiore parte incrassato, apicem versus intus barbellato, apiculato; stig-
mate intus sub apice styli.
Blattstiel 2—4 cm lang, Internodium zwischen Seiten- und Endblättchen etwa 410 «
—43 mm lang. Blättchen 4—5 cm lang, 3—4 cm breit. Inflorescenzen 12—20 cm
lang. Kelch bis 40 mm, Krone bis 30 mm lang.
Ostafrika: Massailand (Fiscaer n. 220. — Blühend im Aug. 1885).
— Usagara, Mamboya (StunLmann n. 4323. — Blühend im Aug. 1892).
Diese Art zeichnet sich besonders durch die ansehnlichen Blüten aus.
V. Stuhlmannii Harms n. sp.; caule scandente villoso vel hirsuto, —
foliis petiolatis, 3-foliolatis, villosis, foliolis oblongo-ovatis usque lanceolatis, —
subtus reticulato-venosis; pedunculo axillari, elongato, hirsuto, apice pluri-
floro; pedicellis brevibus, calyce campanulato, hirsuto-puberulo, dente infimo —
deltoideo-ovato, acuto, lateralibus deltoideis, obtusis vel acutiusculis, supe-
rioribus in unum latissimum connatis; vexillo brevissime unguiculato, sub-
orbiculari, basi auriculato, extus subsericeo-hirsutiusculo ; carina fere rectan-
gule curvata, acutiuscula; stylo superiore parte incrassato, fere rectangule
curvato, apicem versus intus barbato, apiculato; ovario lineari, seri-
ceo; legumine late lineari, rectiusculo vel leviter curvato, plurispermo, =
hirsuto.
Blattstiel 42—20 mm lang, Blättchen in der Gestalt wechselnd, bald schmäler, —
bald breiter, etwa 3,5—4 cm lang, 6—13 mm breit. Pedunculus 5—7 cm lang. Kelch
2—3 mm, Fahne etwa 40 mm lang.
Seengebiet: Butukku, um 1100 m (Srunımann n. 2503. — Juni 1894).
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Lith Anst Julius Klinkhard
LU,
Schefflerodendron usambarense Harms.
Verlag v Wilhelm Engelmann in Leipzi
ngler, Bot. Jahrb. XXX. Bad.
J. Pohl del.
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Myrsinaceae africanae,
Von
Ernst Gilg.
Dem Bearbeiter der in den Tropengebieten Amerikas und Asiens so
reich vertretenen Familie der Myrsinaceae für Oxtver’s Flora trop. Africa,
Baker, waren im Jahre 1877 nur 41 Arten aus dem tropischen Afrika be-
kannt. Die neuerdings dem Kgl. Botanischen Museum zu Berlin zuge-
“cangenen Sammlungen, besonders diejenigen aus den Urwaldgebieten Kame-
runs, lassen jedoch erkennen, dass zweifellos auch für diese Familie noch
ein bedeutender Zuwachs aus Afrika zu erwarten steht. Ich habe schon
früher!) an verschiedenen Stellen neue Arten der Myrsinaceae aus dem
tropischen Afrika veröffentlicht. Mit den im folgenden beschriebenen be-
läuft sich die Anzahl der jetzt bekannten Arten auf ungefähr 35, doch
bin ich fest überzeugt, dass auch diese Zahl noch lange nicht ein rich-
tiges Bild von dem Anteil der Myrsinaceae an der Flora des tropischen
Afrika giebt.
Embelia Burm.
_E. retusa Gilg n. sp.; frutex vel arbor glaberrima (adulta) foliis late
obovatis, apice plerumque paullo retusis, rarius rotundatis, basi in petiolum
Jongiusculum late cuneatis, integris, chartaceis, utrinque opacis atque punctis
striolisque nigris densissimis notatis, nervis lateralibus numerosis marginem
petentibus, venis laxe reticulatis; floribus..., in racemos brevissimos veri-
“similiter paucifloros dispositis; pedicellis brevissimis; fructibus globosis,
longitudinaliter obsolete densissime striatis, apice manifeste mucronatis.
; Blätter 9—10 cm lang, 6—6,5 cm breit, Blattstiel cr. 1,5 cm lang. Blütenstands-
ächse höchstens 4 cm lang. Blütenstielchen etwa 1—1,5 mm lang. Frucht 6—7 mm
im Durchmesser.
4
4) E.Gırc in Engler’s Bot. Jahrb. XIX. Beibl. Nr. 47, p. 44; in Encrer, Pflanzenwelt
_ Ostafr. C. p. 303; in Notizblatt Kgl. Bot. Gartens und Museums Berlin I. (1895) p. 72;
in Engler’s Bot. Jahrb. XXVIII. p. 446.
96 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Ghasalquellengebiet: Land der Monbuttu, am Kibali (Schwernrurta 1
n. 3550. — Fruchtend im April 1870). |
Eine sehr ausgezeichnete Art, welche wohl der Æ. gwineensis Bak. und der A,
pellucida (Hiern) Gilg am nächsten steht. , 4
KE. nyassana Gilg n. sp.; frutex vel arbor foliis obovatis, apice rotun-
datis vel rarius breviter lateque apiculatis, basi in petiolum longiusculum
late cuneatis vel saepius subrotundatis, integris, glaberrimis, papyraceis vel F
subchartaceis, utrinque opacis, punctis striisque numerosis supra notatis, —
punctis striisque subtus omnino inconspicuis, nervis lateralibus supra vix
conspicuis, subtus numerosis inter sese parallelis marginem petentibus paullo
prominentibus, venis utrinque inconspicuis; floribus in racemos numerosos |
spectabiles collectis, racemis 48—22-floris; pedicello florem longit. superante, |
brevissime puberulo; sepalis minimis triangularibus acutiusculis; petalis ob-
longis sepala quadruplo longit. superantibus, nigro-punctatis; staminibus |
petala longit. manifeste superantibus. |
Blätter 6—41 cm lang, 2—5,5 cm breit, Blattstiel 7—9 mm lang. Blütentrauben
2,5—3,5 cm lang. Blütenstielchen 4 mm lang. Kelchblätter kaum 3/, mm lang, —
Blumenblätter etwa 2,5 mm lang. Staubblätter cr. 3 mm lang.
Nyassaland (Bucxanan n. 42).
Ist wohl am nächsten mit Æ. pellucida (Hiern) Gilg verwandt.
E. Rowlandii Gilg n. sp.; frutex vel arbor ramis fuscis; foliis ob-
longis vel potius oblongo-lanceolatis, apice breviter acuminatis, apice ipsOn
acutis, basin versus sensim in petiolum longum tenuem cuneato-angustatis, |
|
|
|
integris, glaberrimis, membranaceis, utrinque opacis, punctis supra incon-
spicuis, subtus sub lente hine inde manifestis, ceterum vix conspicuis, nervis
lateralibus 7—9 utrinque aequaliter prominentibus inter sese parallelis mar-
ginem petentibus, venis sub lente tantum conspicuis paucis laxe reticulatis;
floribus in racemos paucos subelongatos dispositis, racemis 7—15-floris,
laxis; pedicellis elongatis florem multo superantibus brevissime pilosulis;
sepalis parvis ovato-triangularibus acutis brunneo-pilosis; petalis sepala plus.
duplo longit. superantibus. |
Blätter 9—13 cm lang, 4—6 cm breit, Blattstiel 4—1,5 cm lang. Blütentrauben
2— cm lang. Blütenstielchen 5—6 mm lang. Kelchblätter etwa 4 mm lang. Blumens
|
|
|
|
{
blätter 2—2,3 mm lang.
Ober-Guinea: im Hinterlande des westlichen Lagos (RowLanp 4,
1893).
Die neue Art ist höchstens mit Æ, Welhwitschöi Miern) Gilg als verwandt zu bee
b
zeichnen.
E. erythrocarpa Gilg n. sp.; »frutex scandens« ramis flavescentis
griseis; foliis oblongis vel obovato-oblongis, apice subrotundatis vel rarius
acutiusculis, basin versus sensim in petiolum longiusculum dense pilosum
angustatis, integris, subchartaceis, utrinque opacis, supra glabris, subtus
praecipue ad nervos laxe pilosis, punctis striisque nullis, nervis lateralibus
paucis (6—7) inter sese parallelis marginem petentibus supra immersiß,
4 E. Gilg, Myrsinaceae africanac. 97
“subtus paullo prominentibus, venis laxissime reliculalis vix conspicuis;
floribus . .. in dichasia brevia axillaria ut videtur 3-flora dispositis; pedi-
cellis longiusculis ita ut pedunculis dense brunneo-pilosis; fructibus »atro-
purpureis« parvis vel minimis, subglobosis, vix striatis, apice plerumque
-stylo persistente longissimo ornatis.
. Blätter 3,5—5,5 cm lang, 2—3,3 cm breit, Blattstiel 7—10 mm lang. Dichasien-
stiel etwa 6—7 mm lang. Blütenstielchen er. 3 mm lang. Kelchblätter etwa 1 mm
“lang und ebenso breit. Frucht etwa 3,5 mm im Durchmesser.
Afrikanisches Seengebiet: am Ugallafluss im Uferwald (Boum
“n. 114% und 280. — Fruchtend im Juni 1882).
Die neue Art ist mit keiner der afrikanischen näher verwandt.
Ardisia Sw.
A. Sadebeckiana Gilg n. sp.; herbacea vel suffruticosa humilis, rhizo-
mate longe repente fibrosa, demum in caulem foliigerum florentemque cr.
semipedalem sursum curvato, caule juniore densissime, sed brevissime fulvo-
piloso, demum glabro; foliis late ovalibus, apice acutiuseulis, basi sub-
rotundatis vel in petiolum subelongatum rotundato-cuneatis, membranaceis,
“intesris, glaberrimis, utrinque opacis, punctis utrinque parce prominentibus
“numerosissimis notatis, nervis lateralibus utrinque 6—8 supra paullo im-
mersis, subtus prominentibus, venis laxissime reticulatis utrinque vix con-
spieuis; floribus in axillis foliorum pseudofasciculatis, i. e. in cymas bre-
Vissimas paucifloras collectis, manifeste pedicellatis, revolutis; sepalis ovato-
triangularibus, punctatis, acutis; petalis sepala 3-plo longit. superantibus.
Blätter 6—12 cm lang, 5—8 cm breit, Blattstiel 1,2—2 cm lang. Blütenstands-
“achse 2—3 mm lang. Blütenstielchen 8—10 mm lang. Kelch er. 2 mm hoch. Blumen-
krone cr. 6 mm hoch.
Kamerun: Groß-Batanga, auf sumpfigem, tiefschattigem Waldboden
kriechend und kleine Howler bildend (DiNkLAGE n. 902. — Blühend im
October 1890).
A. Schlechteri Gilg n. sp.; herbacea vel suffruticosa humilis, rhizo-
mate longe repente fibroso demum in caulem foliigerum florentemque cr.
“semipedalem sursum curvato, caule juniore densissime, sed brevissime fulvo-
“iomentoso, demum glabro; foliis oblongis, breviter lateque acuminatis, basin
versus sensim in petiolum longiusculum cuneato-angustatis, membranaceis,
“integris, glaberrimis, adultis supra nitidulis, subtus opacis, punctis nigris
manifeste prominentibus numerosissimis notatis, nervis lateralibus utrinque
10—14 supra subtusque manifeste prominentibus, venis densiuscule inaequaliter
reticulatis utrinque nervis subaequivalidis; floribus in foliorum axillis pseudo-
fasciculatis, i. e. in cymas brevissimas paucifloras collectis, manifeste pedi-
cellatis revolutis; sepalis ovato-triangularibus, punctatis, acutis; petalis se-
pala vix 2 pana longit. superantibus.
3 Blätter 8—11 cm lang, 4,5—5 cm breit, Blattstiel 1—1,3 cm lang. Blütenstands-
_achse meist nur etwa 4 mm lang, oft fast völlig fehlend. Bihtenstielehen 4—5 mm lang.
Kelch er. 2 mm hoch, Blumenkrone 4,5—5 mm lang.
Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 1
Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
©
Rn
Kamerun: Bibundi (Scutecurer n. 12417. — Blühend im April 1899).
Ardisia Sadebeckiana und A. Schlechteri sind nahe mit einander verwandt, aber
durch die Blattform und -Nervatur sehr gut getrennt. Sie unterscheiden sich von allen
übrigen Ayrdisia-Arten Afrikas schon durch ihren niedrigen, krautigen oder halb-
strauchigen Wuchs, so dass sie eine besondere Gruppe der Gattung darstellen.
A. polyadenia Gilg n. sp.; frutex vel arbor ramis junioribus den-
sissime et brevissime brunneo-tomentosis, mox glabris; foliis ovato-lanceo-
latis, apice longe lateque acuminatis, apice ipso acutis, basin versus sensim
in petiolum longiusculum dense brunneo-tomentosum cuneato-angustatis, in-
tegris vel inaequaliter obsoleteque crenulatis, chartaceis, glaberrimis, utrin-
que opacis, nervis lateralibus utrinque cr. 15 supra paullo, subtus mani-
feste prominentibus, venis inaequaliter anguste reticulatis, punctis utrinque
valde prominentibus densissime confertis; floribus in foliorum axillis pseudo-
fasciculatis, i. e. in cymas brevissimas paucifloras densifloras collectis, bre-
viter pedicellatis, reflexis; sepalis ovato-triangularibus, acutis, jam ante an-
thesin patentibus vel reflexis; petalis sepala subquadruplo longit. super-
antibus.
Blätter 42—16 cm lang, 4—6 cm breit, Blattstiel 2—2,7 cm lang. Blütenstands-
achse höchstens 2 mm lang. Blütenstielchen 4—5 mm lang. Kelch etwa 1,5 mm lang.
Blumenkrone »rot«, 5—6 mm lang.
Nördliches Kamerun: Kebo (Conrau n. 215. — Blühend im Juni).
Die neue Art ist besonders durch ihre massenhaft entwickelten Drüsen aus-—
gezeichnet, welche dicht neben einander das ganze Blatt bedecken.
A. brunneo-purpurea Gilg n. sp.; »frutex humilis« ramis junioribus
densissime sed brevissime fulvo-tomentosis, demum glabris; foliis lanceo-
Jatis vel rarius oblongo-lanceolatis, apice longe et acute acuminatis, basin
versus sensim in petiolum longe cuneatis, integris, glaberrimis, opacis, mem-
branaceis vel subchartaceis, nervis lateralibus 10—44 supra vix conspicuis,
subtus manifeste prominentibus, venis paucis laxe reticulatis supra incon-
spicuis subtus parce prominulis, striolis, rarius punctis nigris numerosis
utrinque alte prominentibus ideoque foliis pseudoleprosis; floribus in folio-
rum axillis pseudofasciculatis, i. e. in cymas 8—5-floras, confertas dis-
posilis, pedunculo brevissimo, pedicellis mediocribus, reflexis; sepalis ovatis,
acutissimis, sub anthesi subpatentibus; petalis ovato oblongis, acutis, sepala
triplo superantibus; baccis globosis.
jlätter 44—48 em lang, 3,5—6 cm breit, Blattstiel 7—12 mm lang. Blütenstands-
achse 2—4 im lang, Blütenstielehen 6—7 mm lang. Kelchblätter cr. 4,5—1,6 mm
lang. Kronblätter »purpur-bräunlichrot«, etwa 5 mm lang. Beere 6 mm im Durchs
mecsser,
Kamerun: Mungo, an schattigen Stellen im Urwalde häufig (Bucnnotz,
im Mai 1874 blühend und fruchtend).
Kine besonders durch die auffallend stark hervorspringenden schwarzen Drüsen
flecke charakteristische Art.
A. Conraui Gilg n, sp.; frutex ramis adultis glabris; foliis oblongi
vel oblongo-lanceolatis, apice sensim acutatis vel saepius breviler late acumi
E. Gilg, Myrsinaceae africanae. 99
is, apice ipso acutis, basi in petiolum brevem crassum rotundato-cuneatis,
in egris vel inaequaliter obsolete crenulatis, chartaceis, adultis glaberrimis,
utringue opacis, nervis lateralibus numerosis (ultra 20) supra paullo, subtus
manifeste ;prominentibus inter sese parallelis marginem petentibus, venis
numerosissimis densissime et angustissime reticulatis, punctis utrinque mani-
feste prominentibus numerosis; floribus magnis in foliorum axillis pseudo-
fasciculatis, i. e. in cymas brevissimas 6—2-floras collectis, longe pedi-
cellatis, erectis, rarius reflexis; sepala late ovato-triangularibus, acutis, sub
anthesi erecto-patentibus; petalis sepala 3—4-plo longit. superantibus, ovato-
lanceolatis, acutis.
Blätter 12—18 cm lang, 5—8 cm breit, Blattstiel 7—10 mm lang. Blütenstands-
achse 2—3 mm lang. Blütenstielehen 44—12 mm lang. Kelch etwa 2 mm hoch,
ronblätter »rot«, 6—7 mm lang, 3—4 mm breit.
_ Nürdliches Kamerun: Bangwe {Conrau n. 147. — Blühend im
Mai 1899).
Die neue Art ist besonders durch die Blütengröße und die starke Blattaderung
ausgezeichnet. |
A. Staudtii Gilg n. sp.; frutex 40—60 cm vel saepius 1—2 m altus,
ramis densissime sed brevissime fulvo-pilosis, demum glabris; foliis lanceo-
vel oblongo-lanceolatis, apice longissime et acutissime acutatis, basin
versus sensim in petiolum subelongatum cuneato-angustatis, integris vel
obsolete crenulatis, subchartaceis, adultis glaberrimis, opacis, nervis late-
ralibus numerosis (ultra 20) utrinque subaequaliter valde prominentibus,
venis numerosissimis angustissime reticulatis plerumque nervis subaequi-
validis, punctis utrinque manifeste prominentibus numerosis; floribus in
foliorum axillis pseudofasciculatis, i. e. in cymas submultifloras confertas
(42—7-floras) collectis, pedunculo brevi vel saepius subelongato, pedicellis
mediocribus reflexis; sepalis anguste ovato-triangularibus acutissimis, sub
inthesi erectis; petalis ovato-oblongis, acutis, sepala subtriplo longit. super-
antibus; bacca globosa »rubra< monosperma.
Blätter 12—20 cm lang, 3—5,5 cm breit, Blattstiel 7—12 mm lang. Blütenstands-
nse 2—6 mm lang. Blütenstielchen 6—8 mm lang. Kelchblätter 1,7—1,8 mm lang.
Kronblätter >rosa« oder »hellrosa<, etwa 5 mm lang. Beere »rot<«, etwa 6 mm im
Durchmesser.
- Kamerun: Yaunde, im schattigen, feuchten Urwald (Zenker et STAUDT
n. 382 und 363. — Blühend und fruchtend im Juni und Juli).
A. haemantha Gilg n. sp.; frutex 1—2 m altus ramis adultis glabris;
foliis oblongis vel oblongo-lanceolatis, apice longe et acute acuminatis, basin
versus sensim in petiolum mediocrem cuneato-angustatis, plerumque mani-
feste crennato-sinuatis, rarissime subintegris, membranaceis vel subcharta-
eis, glaberrimis, opacis, nervis lateralibus numerosis (cr. 20) inter sese
parallelis supra paullo, subtus valde prominentibus, venis numerosis an-
_gusteque reticulatis supra vix conspicuis, subtus manifeste prominentibus,
_ punctis numerosissimis utrinque alte prominentibus; floribus in axillis folio-
7%
100 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. |
rum pseudofasciculatis, i. e. in cymas paucifloras (k—1-floras) laxas dis
positis, pedunculo minimo, pedicellis mediocribus, reflexis; sepalis ovatis, —
acutis, sub anthesi erectiusculis; petalis oblongis, acutissimis, sepala qua-
druplo longit. superantibus; baccis globosis.
Blätter 10—19 cm lang, 4,5—7 cm breit, Blattstiel 6—8 mm lang. Blütenstands-
achse 4—2 mm lang, Blütenstielchen 7—9 mm lang. Kelchblätter 1—1,2 mm lang. |
|
Blumenblätter »blutrote, 4—5 mm lang. »Reife Frucht von der Größe und Farbe einer
kleinen Kirsche.«
Kamerun: im Uferwald am Lobefluss (Dinkrage n. 1503. — Blühend
und fruchtend am 2. u. 7. August 1892); im feuchten Walde bei Ebea
(Dinkzage n. 874. — Fruchtend im October 1890).
A. Zenkeri Gilg n. sp.; frutex humilis 30—4100 cm altus ramis ju-
nioribus densissime sed brevissime fulvo-velutinis, demum glabris; foliis-
lanceolatis vel anguste lanceolatis, rarius oblongo-lanceolatis, apice sone
acutatis, apice ipso plerumque acutis, basin versus sensim in petiolum me-
diocrem cuneato-angustatis, integris, membranaceis vel subchartaceis, gla-
Afra area
;
berrimis, opacis, nervis lateralibus numerosis quam venae paucae laxe ‘4
laxissime inaequaliter reticulatae paullo vel vix validioribus supra RS
subtus manifeste prominentibus, punctis parvis vel minimis (sub lente tan-"
tum conspicuis) hinc inde laxe dispersis; floribus in foliorum axillis pseudo-
fasciculatis, i. e. in cymas 8—5-floras confertas dispositis, pedunculo brevi
vel brevissimo, pedicellis brevibus reflexis; sepalis ovato-triangularibus, .
acutissimis sub anthesi erectis; petalis ovato-oblongis, acutissimis, densissime
nigro-punctatis vel -striolatis, sepala 3—4-plo longit. superantibus; baccis
»rubris« globosis. ;
Blätter 8—415 cm lang, meist 1,5—2, selten bis 5 cm breit, Blattstiel 6—9 mm
ang. Blütenstandsachse 2—5 mm lang. Blütenstielchen 4—5, selten bis 6 mm lang.
Kelchblätter 4,2—1,5 mm lang. Kelchblätter 4,5—5 mm lang.
Kamerun: Bipinde, 9)—100 m ii. M., im schattigen, feuchten Urwald
als Unterholz (Zenker n. 4160. — Blühend im November; n. 1033. —
Fruchtend im Juli); Lolodorf, im schattigen Urwald (Sraupr n. 299. —
Blühend und fruchtend im Februar).
Die neue Art ist durch die schmalen, lanzettlichen Blätter und die schwach aus-
gebildeten Drüsenpunkte ausgezeichnet. Zenker hat unter n. 4083 Exemplare mit den
normalen schmalen und solche mit breiteren, länglichen oder länglich-lanzettlichen
Blättern gesammelt, Ob dieselben wirklich zu einer und derselben Art gehören, ist mir
gar nicht sicher. Da ich jedoch durchgreifende weitere Unterschiede nicht finden konnte,
so habe ich sie als hierher gehörig bese hrieben,
Maesa lorsk.
M. Zenkeri Gilg n. sp.; frutex humilis ramis junioribus griseo-his-
pidis, demum glabralis; foliis obovatis vel obovato-ovalibus, parvis, chars
laceis, grosse serralis, apice aculissimis, basin versus subcuneatis vel rarius—
basi subrotundatis, petiolo tenui elongato, junioribus utrinque parce pilosis,
D. - E. Gilg, Myrsinaceae africanae. 101
adultis supra glabris opacis (in sicco brunneis), sublus hine inde pilis bre-
vissimis obsitis (in sicco griseis), punctis vel plerumque striis manifeste
prominentibus notatis; floribus in racemos vel paniculas pauciramosas breves
“axillares folia paullo superantes dispositis; calycis tubo subcampanulato
“ovario adnato, lobis ovatis tubo majoribus; petalis quam sepala plus sequi-
Jongioribus.
| Blattstiel 7—9 mm lang, Spreite 3—5 cm lang, 1,5—2,5 cm breit. Blütenstände
“2—5,5 cm lang. Kelchblätter cr. 4 mm lang, Blumenblätter cr. 1,5 mm lang.
Kamerun: Yaünde-Station (Zenker n. 488. — Blühend im December
und März).
Eine sehr ausgezeichnete Art, welche zu keiner anderen afrikanischen nähere Be-
ziehungen zeigt.
M. Quintasii Gilg n. sp.; frutex vel arbor ramis junioribus inflores-
“centiisque parce pilosis, ceterum glabra; foliis ovato-oblongis, apice longe
acutatis, basi rotundatis, petiolo subelongato, integris, chartaceis, glabris,
nervis venisque densiuscule reticulatis supra impressis, subtus manifeste
“prominentibus, punctis inconspicuis; floribus in paniculas amplas axillares,
sed subterminales, multifloras, laxas, folia longit. haud adaequantes dispositis;
“pedicellis flores longit. paullo superantibus; calycis tubo subcampanulato
vario adnato, lobis ovatis tubum longit. subadaequantibus; petalis sepala
subduplo superantibus obovato-orbicularibus densissime ac manifeste nigro-
punctatis vel -striatis.
| Blattstiel cr. 2 cm lang. Spreite 40—18 cm lang, 4,5—7 cm breit. Blütenstände
40—14 cm lang. Kelchblätter 1,2 mm lang. Blumenblätter 2,4—2,5 mm lang. Blüten-
stielchen 2,5 mm lang.
Kamerungebiet: Insel S. Thomé (Quintas n. 116. — Blühend im
October):
Die neue Art ist mit M. cordifolia Bak. verwandt, aber durch die lockeren Blüten-
“tände, die langen Pedicelli und die größeren Blüten gut verschieden.
Amarantaceae africanae. II.
Von
Giuseppe Lopriore
in Catania.
(Mit 2 Figuren.)
(Vergl. ENGuer’s Bot. Jahrb, Bd. XXVII. (4899) p. 37—64.)
In diesem zweiten Beitrag gebe ich außer der Beschreibung mehrerer
neuer afrikanischer Amarantaceen die Bestimmung einiger bekannter Ar-
ten, welche mir in den letzten zwei Jahren zur Untersuchung gelangten
und welche aus neuen Fundstellen stammten.
Der mangelhaften, bei dieser Familie herrschenden Begrenzung in den
Gattungen versuchte ich auch dieses Mal zu Hilfe zu kommen, indem ich
die Gattung Hermbstaedtia von der am nächsten verwandten Celosia durch
schärfere Merkmale unterschied, welche sich aus der Untersuchung alter
und neuer, von mir aufgestellter Arten ergaben, ferner durch die Aufstel-
lung der Untergattung Gomphrohermbstaedtia, welche diejenigen Arten um-
fasst, die den stufenweisen Übergang von Celosia zu Hermbstaedtia ver-
mitteln und zugleich an die Gattung Gomphrena durch die Form ihres
Andréceums erinnern. Es gelang mir auch, eine von Vann unter dem
Namen von Gomphrena angustifolia beschriebene Amarantacee als eine
Art von Achyranthes zu erkennen und sie folglich zu dieser Gatlung zuzu-
ziehen. Für andere Verhältnisse systematischer und biologischer Natur
verweise ich auf den ersten, in diesem Band von mir veröffentlichten Auf
satz über die geographische Verbreitung der Amarantaceen.
Zur Abgrenzung der Gattung Hermstaedtia von Celosia,
Von den mehrsamigen Amarantaceengattungen unterscheidet sich di
artenreichste und am weitesten verbreitete Celosia von der ihr am niichs-
ten stehenden /Termbstaedtia war durch die verschiedene Ausbildung de
u. G. Lopriore, Amarantaceae africanae, II. 103
“Andrüceums. Das Gynäceum bietet keine scharfen Unterscheidungsmerk-
male dar, denn die verschiedene Länge des Griffels spielt keine wesent-
liche Rolle.
Was nun das Andröceum betrifft, so sind die Staubblätter bei Celosia
zu einem Schüsselchen (cupula staminea) vereinigt, aus welchem die
Staubfäden hervorragen. Bei Hermbstaedtia bilden sie dagegen eine rich-
“tige Röhre (tubus stamineus), welche am Saume zehn Lappen mit
ebenso vielen Buchten aufweist. Von letzteren sind fünf fertil und tragen
sitzende oder an einem kurzen Stielehen (mucro) angeheftete Antheren,
fünf sind steril und können als pseudostaminodiale Buchten bezeichnet
werden. Diese sind nicht so tief in den Staminaltubus einge-
schnitten wie die fertilen und bilden dadurch das Hauptmerk-
mal der Gattung, wie die ESSEN AURB der drei von Moguin aufgestellten
Arten ergiebt.
Mogurin-Tanpon und BENTHAM-Hooker erwähnen das Vorhandensein von
Pseudostaminodien bei Celosia nicht. Scaınz (Nat. Pflanzenfam. III. Aa p. 99)
giebt an, dass die Staubfäden oft mit fünf sterilen, kurzen Zipfeln alter-
nieren. Da nun aber bei einigen von diesem Verfasser später beschriebenen
“ Celosia-Arten sehr deutliche, zweilappige Pseudostaminodien vorkommen,
_ wodurch sie zuerst unter ei untergebracht wurden, so halte
ich es für zweckmäßig den systematischen Wert der Enns
hier besonders hervorzuheben, da, wie ich oft beobachtet habe, ihr Fehlen
oder Vorhandensein meist auch mit anderen Verschiedenheiten in den ve-
getativen Organen zusammenfällt. Insbesondere gilt dies für Hermbstaecdta,
welche durch ihre Pseudostaminodien sowohl Übergänge zu Celosia aufweist, als
auch zugleich an Gomphrena erinnert. In der That zeigt die genauere Unter-
; suchung der von Scuinz zwischen Celosia und Hermbstaedtia unter Pseudo-
hermbstaedtia zusammengefassten Arten einen allmählichen Übergang in der
Ausbildung des Andröceums (Engl. Jahrb. XXI. p. 180), ohne jedoch die
gemeinsame Stellung letzterer unter derselben Untergattung zu rechtfertigen.
-ScHixz selber meinte, dass eine sorgfältige monographische Bearbeitung der
_ Celosieen unzweifelhaft eine von der damaligen der dieser Tribus untergeordne-
ten Gattungen ganz verschiedene Umgrenzung herbeiführen würde (Verh.
d. bot. Ver. d. Prov. Brandenburg. 1889 p. 211). Die von ihm zuerst als
_ Hermbstaedtia linearis, H. scabra und H. argenteiformis beschriebenen
- Arten wurden später mit Celosia spathulifolia Engl., C. intermedia Schinz
“und ©. Welwitschii Schinz zu Celosia gezogen und unter der Untergattung
Pseudohermbstaedtia zusammengefasst.
; Wie aus den Abbildungen A—F' der Fig. 4 ersichtlich ist, welche sich
auf die genannten Arten beziehen, verbreitern sich die breit lanzettlichen
_Staubfäden an beiden Seiten des Murs allmählich derart, dass sie Zipfel
‚bilden, welche an Länge und Breite immer zu gewinnen. Vergleicht man
zuletzt die so ausgebildeten Zipfel von C. falcata Lopr. (Fig. 1, Æ) mit
104 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
denen einer echten Hermbstaedtia (Fig. 1, G), so merkt man, dass die
Antheren tragenden (fertilen) Buchten bei Celosia höher liegen als die ste-
rilen, während sie bei Hermbstaedtia tiefer liegen als diese. Aermbstaed-
ba weist echte, zweilappige Pseudostaminodien auf, Celosia da-
gegen nur Anhängsel der breiten Staubfäden, wie solche bei
Gomphrena vorkommen.
Aus diesem Grunde schlage ich vor, die derartige Anhängsel aufwei-
senden Üelosia-Arten unter einer neuen Untergattung, Gomphrohermb-
staedtia, zusammenzufassen und letztere von Pseudohermbstaedtia dadurch
zu unterscheiden, dass man bestimmt, zu Pseudohermbstaedtia die Arten
zu rechnen, welche breit lanzettliche Staubfäden aufweisen oder solche,
deren Papillen oder Anhängsel die Länge des Mucro nicht erreichen; zu
Gomphrohermbstaedtia die Arten zu rechnen, bei denen die seitlichen An-
hängsel des Mucro die Länge von diesem übertreffen.
FE
Fig. 4. Zwei Staubfäden und ein Staubgefäß bei:
A Celosia Welwitschii Schinz, B ©. spathulifolia Engl., C C. seabra Schinz, D ©. are
genteiformis Schinz, FE OC. linearis Schinz, FC. faleata Lopr., @ Hermbstaedtia ele-
gans Moq. — Original.
Die Arten Celosia Welwitschit Schinz, C. spathulifolia Engl. und ©,
scala Schinz (Fig. A, A~C) würden unter der Untergattung Pseudohermb-
staedtia bleiben. Die Arten Celosia linearis Schinz, ©. argenteiformas
Schinz und €, falcata Lopr. (Fig. 4, D—F), welche letztere hier die mir
nicht zur Untersuchung vorliegende ©, intermedia Schinz vertritt, würden
unter der Untergattung Gomphrohermbstaedtia untergebracht werden,
Was die Gattung Hermbstaedtia betrifft, so ist diese mit den Merk
malen Moguin’s und denen von mir betreffs des Andröceums aufgestellten
sehr gut umgrenzt. Außer in diesen Merkmalen stimmen die drei von
Moovıs und die zwei von mir aufgestellten Arten auch habituell sehr gut
+
G. Lopriore, Amarantaceae africanae. II. 105
jiberein. Auch in Bezug auf die geographische Verbreitung sind alle Arten
auf Südwestafrika beschränkt.
Hermbstaedtia Reichh.
H. transvaalensis Lopr. n. sp.; fruticosa, ramulis erectis, elonga-
tis, glabris vel puberulis, valde striatis; foliis petiolatis, oblanceolatis vel
oblanceolato-linearibus vel oblongo -oblanceolatis, basim versus sensim in
petiolum angustatis, apice obtusis, glabris vel subglabris; spicis terminali-
bus, dense congestis, valde incrassatis, conicis vel cylindrico-conicis, basi
latis, apice acutis; bracteis persistentibus, hyalinis, ovato-lanceolatis acutis,
concavis; bracteolis latioribus, uninerviis, nervo nigrescente, apice in aristu-
lam brevem flexuosam terminantibus; floribus stramineis; tepalis bracteolis
duplo longioribus, subinaequalibus, ovato-lanceolatis, basi incrassata, nigre-
‘scente, margine hyalino, valde dilatato, 5-nerviis, nervis viridibus, nervulis
basi interdum 7; tubo stamineo perigonio !/, breviore, pseudostaminodiis
apice obtusis et irregulariter bifidis, mucrone staminodiis subaequilongo,
antheris oblongo-linearibus, apice rotundatis; utriculo ovato-elongato , cir-
“cumscisse dehiscente, superne viridi-stramineo, incrassato, inferne subhya-
lino; stylo brevissimo, tereti subrufescente; stigmatibus 3, revolutis, papillosis;
seminibus 2 interdum 3, crasse lenticularibus, nitidis, nigris.
Eine circa 50 cm hohe Staude mit alternierenden, dünnen, in eine Ahre endenden,
15—20 cm langen Zweigen. Die Blätter messen 20—30 mm in der Länge und 3—7 in der
Breite. Die Ähren messen bei einer Breite von 4 cm eine Länge von 2—3 cm und sind immer
“am Scheitel kegelförmig. Deckblätter 31/gmm lang, 21/, breit. Vorblätter circa 4 mm kürzer
und schmäler. Perigonblätter 5 mm lang, 2 mm breit. Staminalröhre circa 4 mm lang;
Mucro 4 mm lang; Lappen der Pseudostaminodien 4—11/9 mm lang; Antheren 41/5 mm
lang. Der fast regelmäßig zwei Samen enthaltende Fruchtknoten ist mit dem Griffel nicht
über 4mm lang. Die Samen messen etwas mehr als 4 mm im Durchmesser.
Transvaal: District Lydenburg, bei Lydenburg, (Wırns n. 1254, —
Blühend im Jan. |
H. laxiflora Lopr. n. sp.; fruticosa, rigida, ramulis divaricatis, elon-
gatis; subgracilibus, glabris, striatis ; foliis petiolatis, oblanceolatis vel oblongo-
lanceolatis vel spathulatis, basim versus in petiolum angustatis et decur-
rentibus, apice rotundatis vel obtusis, superioribus sensim minoribus, inter-
dum submucronulatis; spicis paucifloris, elongatis, terminalibus, acuminatis ;
_bracteis et bracteolis persistentibus, subaequalibus, hyalinis, ovato-lanceola-
lis, acutis, uninerviis, nervo mediano in aristulam brevem terminante; flo-
ribus nitidis, inferiore parte inflorescentia dissitis, superiore arctius congestis,
-albido-stramineis; tepalis ovato-lanceolatis, hyalinis, inaequalibus, exterioribus
5-nerviis, intimis 3-nerviis; tubo stamineo brevi et irregulariter bifido,
mucrone laciniis breviore vel eas aequante; antheris anguste ellipticis, la-
cinias laterales superantibus; utriculo ovato elongato, circumscisse dehi-
scente, viridi-hyalino; stylo elongato, exserto; stigmatibus 3, filiformibus
revolutis, deciduis; seminibus 2 vel 3, crasse lenticularibus, laevibus, nigris.
106 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Eine kleine, aufrechte Staude mit sehr dünnen Zweigen. Die Blätter haben eine
mittlere Länge von 45 und eine Breite von 3 mm. Die spärlichen Ähren sind 20 bis
30 mm lang. Deck- und Vorblätter bleiben an der Spindel sitzend; die ersten messen
circa 3 mm in der Länge und 4 in der Breite; die anderen sind circa 1/2 mm kürzer un
schmäler. Blüten circa 4 mm lang. Die Staminalröhre ist unregelmäßig und kurz ge-
lappt; die Lappen und die Mucronen erreichen kaum die Länge eines Millimeters. Der
Griffel ragt aus dem Perigon um circa Y/a mm hervor. Hierin und in der Kürze der
Mucronen liegt das größte Unterscheidungsmerkmal zwischen dieser und der vorher-
gehenden Art.
Mossambik: Ressano Garcia, auf Hügeln, 300 m ü. M. (R. SchLEcHTER
n. 11876. — Blühend im Dec.).
H. caffra Mog. DC. Prodr. XII. IL p. 246.
Britisch Betschuanaland: Steppenwald (Dr. Passarge n. 38. —
Blühend im Aug. 1896); Deutsch-Siidwest- Afrika: Otjimbingue (ILse
Fiscner n. 27).
H. elegans (Meissn.) Mog. DC. Prodr. XII. IT. p. 247. |
Sulu-Natal: Lourenco Marques, in arenosis (R. ScnLecurer n. 41558);
Delagoa Bay (Wırns n. 1257); ebenda, 30 m ü. M. (H. Junop n. 373).
H. glauca (Mart.) Mog. DC. Prodr. XIII. IL p. 247.
Groß-Buschmannland (R. Scnteenter a. 1898).
Celosia L.
C. hastata Lopr. n. sp.; suffruticosa, erecta, ramulis elongalis, sub-
teretibus, striatis, puberulis; foliis petiolatis, oblongis vel lanceolatis vel
linearibus, praecipue inferioribus hastatis, lobulis basalibus rotundatis vel
obtusis, basi in petiolum angustatis, apice acutis vel obtusis, puberulis,
summis autem non raro insigniter angustatis, vix vel non hastatis; spicis
terminalibus et lateralibus plus minusve dense aggregalis, brunneo-stramineis ;
spiculis paucifloris; bracteolis basi incrassatis, breviler connatis, carinatis,
ovalo-lanceolalis acutis, dimidio quam tepala longioribus; floribus strami-
tepalis subinaequalibus, ovato-lanceolatis, margine hyalino expanso, basi
incrassalis, multinerviis; cupula staminea flavo-hyalina, quam filamento-
rum pars libera 2—3-plo longiore, filamentis subulatis, nigrescentibus,
pilosis; utriculo obovato, basi angustato, apice in stylum aequilongum atte-
nuato, circumscisse dehiscente; 'stigmalibus 3, revolutis, papillosis, exertis,
interdum deciduis; seminibus numerosis, crasse sublenticularibus, eleganter
+ +
NCIS ,
tuberculatis, nigris.
Eine bis 4 m Hôhe erreichende Staude, Die Zweige messen circa 50 em in der
Linge und 3 mm in der Dicke, Die Blätter sind 25—40 mm lang und 20 breit. Sie
tragen oft in der Achsel Triebe, die keine bedeutende Länge erreichen. Die dichten,
cylindrischen, end- oder seitenständigen Ähren sind bis 50 mm lang und 45 breit, Die
Partialblütenstände enthalten 2—% Blüten, aus welchen der obere Teil des mit einem
Kreisschnitt aufspringenden Fruchtknotens, kapuzenartig hervorguckt. Die Deckblätter
bleiben an der Spindel sitzend und messen circa 2—3 mm in der Linge, etwas mehr
ls 4 in der Breite, Die fast gleich breiten Vorblätter sind circa 1/, mm kürzer, Die
=
ww
G. Lopriore, Amarantaceae africanae. IT. 107
Perigonblätter messen circa 4 mm in der Länge und 11/, in der Breite. Das Staminal-
schiisselchen erreicht eine Maximalhôhe von circa 2 mm; aus ihm ragen die Staub-
fäden um die Länge von höchstens 4 mm hervor. Die schwarze, brüchige Wand des
Fruchtknotens erfährt mit der Reife eine bedeutende Ausdehnung, welche auch im Grif-
fel stattfindet, der noch zeitig die Narbenarme verliert. Die zahlreichen
kurz nierenförmigen Samen messen 1 mm Längsdurchmesser.
Usambara: Muoa, im Gesträuch (Horst n. 3124. — Blühend im Juli).
C. leptostachya Benth.
Kamerun: am Fuß des Gebirges, Bibundi und bei Gr. Batanga (Dınk-
LAGE n. 106. — Blühend im Juli 1889; n. 730. — Blühend im Juli 1890).
C. Schweinfurthiana Schinz in Engl. Bot. Jahrb. XXL p. 178.
Usambara: Kwai (Argers n. 147. — Blühend im Dec. 1899).
, schwarzen,
Cyphocarpa (Fenzl) Lopr.
C. Zeyheri (Moq.) Lopr. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. p. 45.
Deutsch-Südwest-Afrika (Dr. PassarGe n. 5, a. 1896).
C. Wilmsii Lopr. Ibidem p. 42.
Sulu-Natal: Komati Port, auf Hügeln 300 m ü. M. (R. ScuLEecuTEer
- n. 41 819, 14. Dec. 1897).
Leucosphaera Gilg
L. Bainesii (Hook.) Gilg in Engl.-Prantl Nat. Pflanzenfam. Nachtr.
p.152; Benth. et Hook. Gen. plant, IL 31; Engl. Jahrb. XXI. p. 185.
Deutsch- Südwest- Afrika: Windhoek (Förmer n. 20, a. 1900);
Otjimbingue (ILse Fiscuer n. 189, a. 1897).
Achyranthes L.
A. angustifolia (Vahl) Lopr..; (caulis herbaceus, tetragonus, pilis
brevibus adpressis adspersus, ramosus. Rami oppositi, simplicissimi, cau-
les altiores, subfiliformes, diphylli. Folia sessilia, angusta, attenuata,
sesquipollicaria, ad lentem adspersa pilis minutis adpressis, pallide viridia,
_ integerrima. Pedunculi ramos terminantes, elongati. Capitula primum ob-
longa dein cylindrica, unguicularia, obtusa. Folia plerumque tria ad basim
singuli capituli, rarissime bina, structura foliorum caulis, capitulis longiora.
_ Calycis foliola ovata, concava, mucronata; carina pilis rarioribus subciliata.
Petala quinque, lanceolata, concava, extus pubescentia, subaequalia. Fila-
menta mediante membrana basi connata. Germen oblongum, glabrum.
Stylus unicus. Stigma simplex).
Habitat in India orientali. Könıe.
Togo: Kete Kratschi (Graf Zecu n. 91. — Blühend im Sept. 1898).
Wie der Name und die Beschreibung in den Klammern anzeigt, handelt es sich hier
um eine längst von Vaut publicierte Pflanze, nämlich um die Gomphrena angustifolia
Vahl (Symbolae Botanicae, II. 45). Diese Pflanze war nicht allein Moguin Tanpon bei
seiner Bearbeitung der Amarantaceen (Prodromus. XII. p. 234) unbekannt, denn er
108 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
führt sie unter den Species non satis notae, p. 447 auf; sondern sie ist auch noch dem
Verfasser der Flora of British India nicht geläufig, obgleich Könıs als Sammler
und Ost-Indien als Vaterland genannt sind. Gomphrena angustifolia Vahl setzt sich
im Sinne der neueren Auffassung aus zwei Bestandteilen zusammen, neben jener oben
erwähnten Könıs’schen Pflanze wurde sie von SCHUMACHER in den Tonning’schen Samm-
lungen von Guinea aufgefunden (SCHUMACHER, Beskrivelse of Guineiske Planter, p. 477).
Der erste Teil, nämlich die Kénie’sche Pflanze, ist mir unbekannt; über die zweite
aber kann ich einige Angaben machen. In dem Sprexser’schen Herbar liegt eine Gom-
phrena angustifolia Vahl, welche vollkommen mit der Beschreibung der Tonning’schen
Pflanze übereinstimmt und die ich für ein Scuumacner’sches Original halten möchte.
Ich bin umsomehr dazu geneigt, als ich aus Togo (Kete Kratschi) genau dieselbe Pflanze
von Graf Zecu (n. 94) gesammelt erhalten habe. Die genauere Untersuchung ergab nun,
dass sowohl die SPRENGEL’sche Pflanze als die letzterwähnte, wenn immer sie einer Gom-
phrena etwas ähnlich sehen, doch in die Gattung Achyranthes gehören. Die zwischen
den Staubgefäßen befindlichen Staminodien und das leichte Aufspringen der Blüten
können über die Gattungszugehörigkeit keinen Zweifel bestehen lassen. Wenn ich nun
die Gomphrena angustifolia Vahl jetzt Achyranthes angustifolia genannt habe, so hat
diese Veränderung nur Geltung für die Scaumacuer’sche Pflanze; sie wird allgemein an-
genommen werden müssen, wenn Gomphrena angustifolia ‚Vahl gleich Gomphrena
angustifolia Schum. ist. Sollten beide verschieden sein, so schlage ich für die afrika-
nische Pflanze den Namen Achyranthes Schumachert Lopr. vor.
In der Flora Nigritiana (Hooker’s Niger Flora, p. 492) finden wir unter den Ama-.
rantaceen eine Achyranthes (Pandiaka) angustifolia Benth. erwähnt. Da nun aber die.
alte VauL'sche Gomphrena angustifolia nach Achyranthes herübergenommen werden |
muss, so kann der Bentuam’sche Name der Priorität wegen nicht länger bestehen und
muss abgeändert werden, Ich nenne sie daher Achyranthes Benthami Lopr. Im übrigen
vergleiche, was oben über Achyranthes angustifolia gesagt wurde.
A. Benthami Lopr. Confr. hierselbst p. 107.
Senegal (Tn. Lécarn n. 95, a. 1880).
Argyrostachys Lopr. nov. gen.
Flores hermaphrodili, tribracteati. Tepala 5 glabra, ovato-lanceolata, basi
crassa, Stamina 5; filamenta subulata, basi infima connata. Pseudostaminodia
interjecta plana, subquadrata, sub apice integro et extus longe ciliata. An-
therae biloculares, subellipticae. Ovarium uniloculare, uniovulatum, Sty-
lus elongatus, filiformis, Stigma simplex, capitellatum. — Herba perennans,
humilis, caudice subterraneo crasso, mullicipite; caulibus erectis, sulcatis;
foliis sessilibus, decussatis, obovato-lanceolatis, mucronulatis; flores sessiles
in spicas simplices breves cylindraceas congesli; spicae terminales ebrac-
teatae,
Diese Gattung würde eine Mittelstellung zwischen Alternanthera und Achyranthes
einnehmen, Von der ersten, die kurze oder zungenförmige, apical gezühnte Pseudostami-
nodien besitzt und bei der der Griffel bald vorhanden ist, bald fehlt, sowie von der
zweiten, die sich durch kopfige oder dbrige Blütenstände, mit abwärts zurückgeschla-
genen, zugespitzten Blüten auszeichnet, unterscheidet sich diese Gattung durch ihre
breiten, walzigen Ähren, deren Blüten bei der Reife immer aufwärts gerichtet bleiben
und breite Perigonblätter aufweisen, die weder steif und spitz sind, noch so wie bei
vielen Achyranthes-Arten aus einander spreizen. Außerdem sind die kleinen, sitzenden
G. Lopriore, Amarantaceae afrieanae. I. 109
Blätter und die Cilien durch ihre Insertion unter- und außerhalb des Scheitels der
Pseudostaminodien sehr charakteristisch für diese Gattung.
A. splendens Lopr. n. sp.; perennis, pedalis; radice crassa, apice
multipartita; caulibus gracillimis, glabris, subquadrangulis, canaliculatis, basi
sublignosis et teretibus, ad insertionem foliorum incrassatis; foliis decussa-
tis, paria 2—4 pro caule, basalibus obovatis, superioribus sublinearibus,
mucronulatis, crassiusculis, nervis subtus vix prominentibus et ad apicem
petentibus; spicis cylindraceis, terminalibus, argenteo-stramineis; bracteis
Y) {Pr
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+10
Fig. 2. Argyrostachys splendens Lopr.
“A. Habitusbild der Staude mit knollig verdickter Wurzel und sechs aus dem Wurzel-
Stock treibenden, in Ahren endenden Stengeln. B. Eine einzelne Ahre. C. Eine ein-
zelne Blüte zwischen ihren beiden Vorblättern. D. Vorblatt derselben. E. Perigonblatt.
F. Andröceum und Gynäceum. G. Zwei Staubfäden und das unterhalb des Scheitels
gewimperte, zwischen ihnen liegende Pseudostaminod. H. Gynäceum. J. Längsschnitt
durch den Fruchtknoten.
persistentibus, hyalinis, ovato-lanceolatis, basi subdilatatis et incrassatis, apice
acutis, concavis; bracteolis late ovatis, basi incrassatis, apice acutis et in
aristulam brevem terminantibus; floribus nitidis, magnis; tepalis ovato-lanceo-
110 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
latis, concavis, subinaequalibus, basi incrassatis, apice obtusis, nervo mediano
conspicuo, lamina viridi-straminea, margine lato, hyalino; filamentis subu-
latis, stramineis, basi dilatatis et in annulum brevem, hyalinum connatis;
pseudostaminodiis subquadratis, apice elargatis, breviter laciniatis et cilia-
tis; antheris bilocularibus, anguste ellipticis; ovario subgloboso, basi et
apice depresso; stylo valde elongato, filiformi, quam ovarium 11/,-plo lon-
giore; stigmate capitellato; seminibus subglobosis, rugulosis. |
Eine fußhohe, prächtige Staude mit knollig verdickten Wurzeln. In den feuchten
Wiesen des Nyassa-See und Kinga-Gebirgs sehr charakteristisch und nach dem Brand der
Wiesen aus dem Wurzelstock zahlreiche, bis zehn Stengel treibend. Internodien 5 bis
40 cm lang, etwas mehr als ein Millimeter dick. Blätter 20—30 mm lang, 3—8 breit.
Die silberschimmernden, abgestutzten Ähren messen 20—40 mm in der Länge, 42-45
in der Breite. Die Blüten sind 7 mm lang, 2 breit. Deckblätter 3—4 mm lang, 1—
41/5 mm breit. Vorblätter erreichen circa ?/3 der Dimensionen der Deckblätter. Peri-
gonblätter 6-7 mm lang, 2—3 breit. Staubfäden 6 mm lang. Pseudostaminodien
41/, mm lang, 4 mm breit. Cilien ebenso lang oder etwas länger. Antheren etwas
mehr als 4 mm lang. Fruchtknoten 2—3 mm lang, 2 mm breit. Griffel 3—4 mm
lang. Samen circa 2 mm Durchmesser.
Nyassaland: Unyika beim Dorfe Luembu, auf feuchten Wiesen; (GOETZE
n. 1394). — Blühend im October 1899.
Psilotrichum Blume.
P. densiflorum Lopr. n. sp.; herba erecta, ramulis subpatentibus,
gracilibus, oppositis, longitudinaliter striatis, internodiis 5'/.—8 cm longis,
ad nodos articulato-incrassatis; foliis fasciculatis, lineari-oblanceolatis, inte-
gerrimis, basi angustatis, apice fere mucronato-acutis, subtus dense adpresse
sericeis, supra puberulis, nervis lateralibus obsoletis, mediano subtus paul-
lum prominente, 2—2,3 cm longis, medio 3 mm, basi 41/, mm latis; spicis
terminalibus et lateralibus graciliter flexuosis, praecipue densifloris, 3—5 cm
longis, 1',—2 mm latis; bracteis flores stipantibus, etiam floribus delapsis
persistentibus, squarrosis, ovatis, valde acuminatis, ciliolatis, concavis, pal-
lide stramineo-flavescentibus; bracteolis orbiculari-ovatis, brevissime acutalis,
hyalinis; floribus ovatis, acutis, clausis, 4 mm longis, 2/; mm latis; sepalis
ovatis, acutis, glabris, rigidulis membranaceo-marginatis, concavis, pallide
olivaceo-stramineis; staminibus subulato-filiformibus, laxis; antheris dithe-
cis, stramineo-albidis, non exertis; ovario ovato globoso 4/, mm; stylo
tripl® quam ovarium breviore, columniformi; seminibus ovatis, pallide
brunneis, |
Transvaal: District Lydenburg, zwischen dem Spitzkop und dem Co-
mati-Flusse (Witms n. 1256; im August blühend).
Acanthaceae africanae. V.
Von
G. Lindau.
Barleria (Eubarleria) Wilmsiana Lindau n. sp.; glaberrima ramulis
teretibus, foliis subsessilibus vel brevissime petiolatis ovatis basi subrotun-
-datis vel subcordatis apice acuminatis mucronulatis cystolithis punctiformibus ;
floribus axillaribus solitariis, calycis laciniis lateralibus linearibus, postica
et antica multo majoribus ovatis, staminodiis 2, brevibus.
Jedenfalls ein niedriger Strauch mit dünnen Astchen. Blitter ziemlich dicht ste-
hend, 2—4 >< 1,5—2 cm. Blüten bläulich. Bracteen lineal, 44—4 mm. Vorderer und
hinterer Kelchzipfel oval, fast gleich groß, 16 resp. 17 >< 6 mm, mit parallelen Nerven
versehen. Seitliche Zipfel lineal, 9 ><1,5 mm. Tubus 17 mm lang, etwa 3 mm im
Durchmesser. Kronzipfel fast gleich, 45—17 ><9 mm, an der Spitze stumpf ausge-
buchtet. Filamente 15 mm lang, Antheren 3 mm lang. Staminodien 4 mm lang, be-
haart. Pollen typisch, 95—105 v. im Durchmesser. Discus lappig, 4 mm, Ovar 3 mm
hoch. Griffel 23 mm lang. Narbe breit. Frucht fehlt.
| Transvaal bei der Stadt Lydenburg (Wırns n. 1247. — Blühend im
Oct.).
Gehört zur Gruppe B. calophylla, calophylloides, comorensis etc., unterscheidet sich
aber von allen diesen durch die kleineren Blatter und Blüten und die Blattform.
Pseudoblepharis coerulea Lindau n. sp.; frutex ramis novellis pu-
bescentibus foliis breviter petiolatis ovatis utrinque angustatis, apice obtu-
sis, glabris; spicis terminalibus, bracteis bracteolisque calycisque lobis mar-
“eine ciliolatis, limbo extus puberulo, filamentis et antheris pilosis, capsula
glabra.
Strauch mit in der Jugend behaarten, später kahlen Asten. Blattstiele kurz, oft
noch etwas geflügelt, behaart. Blätter eiförmig, nach beiden Seiten gleichmäßig oder
“nach unten länger zugespitzt, an der Spitze stumpf, 4—10 cm lang, 2—3,5 cm breit,
an Kurztrieben kleiner als an den Hauptästen, kahl, höchstens an der Basis der Mittelrippe
behaart. Ähren endständig, kurz gestielt, verschieden lang. Rhachis behaart. Bracteen
eiférmig, spitz, am Rande behaart, 7—8 mm lang, 5 mm breit; Bracteolen 9—10 mm
lang, 5 mm breit, sonst ebenso. Blüten blau. Hinterer Kelchzipfel länglich spitz,
16 mm lang, 5 mm breit, am Rande behaart, die übrigen ebenso, nur kleiner, 14 >< 4 mm.
Tubus 40 mm lang, 3 mm im Durchmesser. Lippe 46 mm lang, 15 mm breit, mit
Stumpfen Lappen von 5 >< 3 mm Größe, außen behaart, innen mit 4 behaarten Linien.
Filamente 7 mm lang, behaart. Antheren 3 mm lang, behaart. Pollen fast kugelig, 27
bis 30 p im Durchmesser, mit 3strahligem Polstern. Ovar 4 mm, Griffel 12 mm lang.
LA
112 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Kapsel ungestielt, 45 mm lang, c. 5 mm breit, kahl, 4samig. Samen c. 4 mm
Durchmesser, schuppig.
Mossambik: Masinga im Urwald (ScuLecHnter n. 12436); Lourenco
Marques an der Küste im Walde (Senteeuter n. 12007. — Mit Blüten und
Früchten Jan., Febr. 1898).
Verwandt mit P. Holstii Lindau, aber mit viel kleineren Blättern.. — Die beiden
Exemplare ScuLecu7Ter’s unterscheiden sich etwas durch die Consistenz der Blätter, wah-
rend sie sonst übereinstimmen. Dies erkläre ich mir durch die Verschiedenheit der
Standorte am Meere und entfernt von der Küste.
Crossandra fruticulosa Lindau n. sp.; ramis fulvo-puberulis ; foliis
breviter petiolatis, oblongis, apice rotundatis basi angustatis, utrinque pube-
rulis; inflorescentia spicata terminali, bracteis ovatis, margine subspines-
centi-dentatis, corolla extus puberula. Wot nn
Kleiner Strauch mit holzigen, fein rötlich behaarten Ästen. Blätter länglich, an
der Spitze abgerundet, an der Basis in den kurzen Stiel allmählich auslaufend, 2 bis
4 em lang, 1—2,5 breit, beiderseits fein behaart, später kahler werdend. Ahren
terminal, von Blattlänge, fast sitzend. Bracteen eiförmig, mit 5 Längsrippen, nach
oben kleiner werdend, 40—17 mm lang, 8—9 mm breit, am Rande mit langen, wenig
stacheligen Zähnen, zwischen denen kürzere stehen, beiderseits fein behaart. Brac-
teolen lineal, 7 mm lang, behaart. Kelchzipfel hyalin, an der Spitze behaart, vordere
7 mm lang, 2,5 mm breit, seitliche wenig schmäler, hinterer Lappen 6 mm lang,
2,5 mm breit, an der Spitze zweizähnig. Tubus 23 mm lang, unten 2, oben 41/5 m N
im Durchmesser, außen behaart. Oberlippe fehlt. Unterlippe flach ausgebreitet, fünf-
lappig, in der Mitte 45, an der Seite 44 mm lang; hintere Lappen 2 mm lang, 5 mm
breit, seitliche 3 mm lang, 7 mm breit, vorderer 5 mm lang und 42 mm breit, ausge-
buchtet, alle außen behaart. Filamente 4 mm lang, Antherenfächer 2 mm lang, alles
im Tubus eingeschlossen. Pollen typisch, 45—50 p. lang und 23—27 p. im Durchmes-
ser. Ovar 2,5 mm lang. Griffel 49 mm lang, kahl. Frucht unbekannt.
Mossambik: Lourenco Marques im Gebüsch (Sentecuter n. 11586.
— Dee. 4897 mit Blüten).
Mit Or. Greenstockii S. Moore am nächsten verwandt, aber durch das Wachstut
und die Blattform sofort zu unterscheiden.
Dieliptera betschuanica Lindau n. sp. ; fruticulosa, glabra, foliis ova-
lis, apice acuminatis, glabris ; eymis axillaribus 3 floris; bracteolis externis
inaequalibus ovalis, mucronulatis, puberulis, internis lanceolatis; Noribus
extus puberulis, filamentis pilosis, antheris obtusis.
Kleiner, wenig verzweigler Strauch mit 6 kantigen, kahlen Ästehen, Blätter kurz
zestielt, bis 4,5 cm lang und 5—8 mm breit, kahl, höchstens am Rande etwas wimprig,
mit Gystolithen, Cymen kurzgestielt, 3 gliedrig, axillär, mit kleinen schmalen Bracteen
Äußeres Bracteolenpaar ungleich groß, eiförmig, scharf und plötzlich zugespitzt, mit
feinen Wimpern am Rande, 10 >< 4,5 resp, 8><3 ınm, Inneres Paar lanzettlich, 7 ><4,5 mm,
wimperhaarig am Rande. Kelch lanzettlich €. 4 mm lang, 3/4 mm breit, sehr feinhaarig
Tubus 6 mm lang, 1,5 mm im Durchmesser kahl, Oberlippe 8 mm lang, 5 mm breit, nicht
ausgerandet, außen feinhaarig, Unterlippe 7><3 mm, Lappen sehr kurz, außen feinhaarig
Antherenfächer über einander stehend, 4 mm lang, stumpf, Pollen typisch, 38—42 jf
und 22—30 y im Durchmesser, Ovar 4 mm, Griffel 43—14 mm lang. Frucht fehlt,
sritisch Betschuanaland: Im Uferwald des nördlichen Limpopoufe
häufig (Passance n. 29, 68. — Mit Blüten Juli 4896). Inc, »muschiwitsan«
Verwandt mit D. kamrerunensis Lindau, die aber breitere Bracteolen besitzt,
G. Lindau, Acanthaceae africanae. V. 113
D. laxispica Lindau n. sp.; herba ascendens caulibus patenti-pubes-
Niederliegendes an den Knoten wurzelndes Kraut mit aufsteigenden, spannenlangen
S engelenden. Stengel abstehend weißhaarig, im Alter kahl und durch Cystolithen ge-
trichelt. Blattstiel dünn, 2—5 mm lang, meist behaart. Blätter schmal oval, 8 bis
0 mm lang, 4—8 mm breit, zart, kahl, mit Cystolithen. Blüten in ährenartigen,
lockeren, terminalen oder axillären Blütenständen. Bracteen lanzettlich, 4—5 mm lang,
1 mm breit, behaart; innerhalb derselben steht eine Blüte und meist 4 (seltener 2)
Knospe nebst 2 Bracteolenpaaren. Äußere Bräcteolen eiförmig, spitz, behaart, 3 mm
le 4 mm breit, mnere hyalin lanzettlich, 2,5 mm lañg. Kelchzipfel 4—5 mm lang,
pfriemlich, mit wenigen Drüsenhaaren. Tubus 3 mm lang, 1 mm im Durchmesser.
0 berlippe 3 mm lang, 1,5 mm breit, fast unversehrt an der Spitze. Unterlippe 4 mm
Jang, 2 mm breit, mit 3 ungefähr 1/,mm langen Lappen. Filamente 2,5 mm lang, be-
h Antherenfächer über einander stehend, 3/4 mm lang. Pollen typisch, 38—42 u.
lang und 20—23 y im Durchmesser. Ovar 4 mm lang, Griffel 5 mm lang. Kapsel
: ; mm lang, oben 2 breit, behaart, mit sich lösender Scheidewand. Samen 2, braun,
41,5 mm im Durchmesser.
Kamerun: Njoke, 300 m (ScHLEcHTEr n. 12863).
Verwandt mit D. alternans Lindau und D. laxata Clke., aber schon durch die
kleinen Blätter und die ährenartigen Inflorescenzen sofort zu unterscheiden.
- Isoglossa candelabrum Lindau n. sp.; frutex foliis oblongis, basi
sensim in petiolum angustatis, apice acuminatis, glabris; spicis axillaribus,
erectis, floribus aequidistantibus, pilosis; calycis laciniis aequalibus; anthe-
À
4—5 m hoher Strauch mit rutenartigen und holzigen, über den Knoten etwas
“angeschwollenen, kahlen, dunkelfarbenen Trieben. Blattstiele nur etwa 4—2 cm lang
oder kürzer. Blätter länglich, an der Basis allmählich verschmälert, an der Spitze
“stumpflich, bis 30 cm lang und 8 cm breit, meist aber kleiner, kahl, fast schwarzgrün,
Rande oft etwas eingekerbt, mit sichtbaren Cystolithen. Ähren c. 7 cm lang, axil-
, meist einzeln, aufrecht, fast bis unten mit Blütenpaaren besetzt, die in ganz regel-
äßigen Abständen von 3—5 mm stehen. Blüten leuchtend rosa, außen etwas behaart,
mit etwa 5 mm langem Stiel. Bracteen und Bracteolen höchstens 2 mm lang, letztere
oft am Blütenstiel etwas heraufgerückt. Kelchzipfel 8 X 2 mm. Tubus 17 mm lang,
über der Basis 4, dann 2, oben 5 mm im Durchmesser. Oberlippe 10 mm lang, 5 mm
-breit, an der Spitze 2zähnig. Unterlippe 8 mm lang, 4 mm breit, mit 3 kurzen Lappen.
‘Filamente 8—9 mm lang. Antherenfächer über einander stehend, stumpf, 2 mm lang.
Pollen typisch, 50—55 p im Durchmesser und c. 38 u. dick. Ovar 1,5 mm, Griffel
26 mm lang. Frucht fehlt.
Usambara: Nguelo, 1000 m an feuchten Stellen im dichten Urwald
(SCHEFFLER n. 52. — Mit Blüten Mai 1899).
€ Durch die eigentümlichen Blütenstände, den strauchigen Wuchs und die großen
Blatter von allen anderen Arten zu unterscheiden.
=
Justicia (Tyloglossa) euosmia Lindau n. sp.; suffrutex ramosa ligno-
# Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. | 8
114 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI
4 m hohe reich verzweigte Staude mit holzigen, in der Jugend behaarten dann
kahlen Ästen. Blätter mit kurzem behaartem Stiel, eiförmig, oben nur wenig zugespitzt
unten etwas verschmälert, 4,5—5 cm lang, 0,5—3,5 cm breit, an den Rippen, nament-
lich an der Basis behaart, sehr stark nach Cumarin riechend, Cystolithen wenig sichtbar
Blüten weiß, außen behaart, innen nur an der Basis der Griffelfalte haarig, kurz gestielt,
einzeln, bisweilen auch zu 2—3 in den oberen Blattachseln. Bracteolen in der Mitte des.
Blütenstieles, 3—4 mm lang, 4,5—2 mm breit, kurz behaart. Kelchzipfel 5 >< 1 mm,
kurzhaarig. Tubus 3 mm lang, 2—2,5 mm im Durchmesser. Oberlippe 6 >< 4 mm
oben mit 2 stumpfen 4 mm langen Zähnen, Unterlippe 6 mm lang, Seitenlappen 4 ><
2 mm, Mittellappen 4 >< 4 mm. Filamente 4 mm lang. Antherenfächer ungleich hoch
angeheftet, 11/2 mm lang, unterer gespornt. Pollen typisch, 35—45 p lang und 27 bis
30 » im Durchmesser. Ovar 2, Griffel 5 mm lang. Kapsel c. 4,5 mm lang, bis fast
zur Hälfte gestielt, behaart, 4 mm breit. Samen 2 mm im Durchmesser, höckerig.
Jaculatoren gebogen, 2,5 mm lang.
Usambara: Kwai, 1600 m im Grasland und an den Waldrändern
und auf Lichtungen (ALBers n. 42 und 72. — Mit Blüten und Früchten im
Oct. und Nov. 1899). |
Stimmt mit keiner der mir bekannten afrikanischen Arten und unterscheidet sich
durch den Geruch allein schon sehr deutlich.
Die Eingeborenen nennen die Pflanze Lsura und gebrauchen die zerquetschten und
mit Butter zu einer Salbe gerührten Blatter als Mittel gegen Finnen und Pusteln.
:
Caricaceae africanae.
von
Ign. Urban.
Cylicomorpha Urb. (n. gen.).
Flores monoeci, masculi: Calyx cupuliformis v. breviter tubulosus, ob-
solete v. obsoletissime 3—5-denticulatus. Corollae tubus cylindraceus
elongatus; lobi in aestivatione dextrorsum v. sinistrorsum contorti, cum
denticulis calycis alterni, lineari-lanceolati. Stamina 10 fertilia; filamenta
fauci corollae inserta, in tubum coalita, oppositipetala apice brevissime, al-
ternipetala longius libera, in connectivum producta; antherae lineari-lanceo-
latae apiculatae, intus dehiscentes. Ovarium semiglobosum solidum in
stylum linearem apice subulatum integrum sensim attenuatum; ovula nulla.
Flores feminei: Calyx brevissime cupuliformis integer. Petala libera ob-
longa. Staminum rudimenta nulla. Stylus subnullus; stigmata 5 basi ima
connata, ceterum libera, oblongo-linearia integra crassa erecto-patentia,
cireumcirca papilloso-velutina. Ovarium ovatum 5-loculare; ovula nume-
rosa, praesertim endocarpio inter dissepimenta et ad angulos eorum inserta,
anatropa. Fructus baccatus, subpentagonus, pulpa nulla. Semina mem-
brana succulenta obtecta, testa dorso cristato-carinata, faciebus striis sub-
longitudinalibus irregularibus interruptis cristata; endospermium copiosum.
Embryo medianus; cotyledones foliaceae ovato-orbiculares.
Arbores africanae. Truncus aculeis brevibus conicis obsitus, succo
lacteo repletus. Folia palmatim lobata v. incisa. Inflorescentiae axillares,
masculae multiflorae panniculatae, femineae 1—pauciflorae abbreviatae.
Flores flavido-virides v. flavo-albi v. albidi.
Die Gattung steht zwischen Carica und Jacaratia in der Mitte. Erstere unter-
scheidet sich durch wehrlosen Stamm und freie Filamente, letztere durch gefingerte Blät-
ter und durch die den Kelchzähnen gegenüber stehenden Kronlappen.
Cylicomorpha Solmsii Urb.; foliis 5-partitis sinu basali aperto, lo-
bis quam pars integra 3—6-plo longioribus, obovatis v. ovatis v. ovali-
ellipticis acuminatis integris, nervis secundariis 2 suprabasalibus arcuatim
sublongitrorsis; calyce maris 5—6 mm longo, 4,5—5 mm diametro; co-
R*
116 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
rolla 4,5—5 cm longa, tubo 2,5—3,5 cm longo, 4 mm diametro; tubo sta
mineo 4—5 mm longo.
Jacaratia (?) Solmsii Urb. in Engl. Bot. Jahrb. XV. (1893) p. 158.
Baum 10—25 m hoch, von der Basis an verzweigt, milchend. Blätter matthell-
grün. Nerven gelblichgrün. Blüten gelb oder weißlich.
Kamerun: Johann-Albrechtshöhe (Barombi-Station), an sonnigem Stand-
orte, im Febr. und Sept. blühend (Preuss n. 489, Sraupr n. 636).
Die weiblichen Blüten und Früchte sind noch unbekannt.
C. parviflora Urb. (n. sp.); foliis 5-partitis, sinu basali aperto, lobis
quam pars integra 2—4-plo longioribus breviter ovatis v. rhomboideis, in- |
A—E Calycomorpha Solmsii Urb, Flores masculi: A Alabastrum valde juvenile; |
BFlos: Cidem longitrorsum sectus; DPars staminum; /Gynaeceum abortivum, — F—@
C. parviflora Urb, Flores maseuli, — H—O C. parviflora var. brachyloba Urb.
H Wlos femineus; J Gynaeceum; K idem transversim sectus; L Fructus; M Semen |
N idem membrana succulenta demta; O longitrorsum sectum.
tegris v. iterum pareissime ineiso-lobatis, nervis secundariis sub angulo 45 |
60° divaricatis; calyce maris 3,5—4,5 mm longo et 3,5—4 mm diametro;
corolla 3 em longa, tubo 2 em longo, 3 mm diametro; tubo staminco
2 mm longo, &
Jacaratia? Solmsii Urb, in Engl. Pflanzenwelt Ostafr. C. 282 (p. pd) |
I. Urban, Caricaceae africanae. 347
In
:
Baum 15 m hoch, mit sparrigen Asten; Stamm mit konischen, bis 5 mm langen
ache n dicht besetzt. Blatter mit bis 45 cm langen Stielen, im Umrisse 3- oder 5-
kig, 45—30cm im Durchmesser, kahl. Achse des Blütenstandes nebst Kelch pulverförmig
shag ; Bracteen klein, dreieckig. Blüten sitzend oder fast sitzend, gelblichweiß, außen
ulverförmig behaart. Kelch becherförmig bis kurz cylindrisch, mehr oder weniger
eutlich 3—5-zähnig. Kronenlappen länglich-linearisch stumpf, mit einem Drittel ihrer
eite sich deckend. Antheren fast 4 mm lang, linearisch, oberseits allmählich ver-
chmi ert.
Ostafrika: Usambara in 1200 m Höhe Hochwaldbestand bei Maschaua,
m Juli blühend, einheimischer Name: Mtonto (Horst n. 8723); bei Nguelo
n 1000 m Höhe, im März blühend (Scherrer n. 11).
- VMar.? brachyloba Urb. foliorum lobis parte integra brevioribus,
picali breviter rhombeo, lateralibus triangularibus, basalibus sese obte-
sentibus.
Baum 8—10 m hoch, mit dickem konischen wenig verzweigten Stamme. Blüten
gelblich grün, männliche denen der Hauptart ähnlich. Weibliche Blütenstände in den
Blattachseln 4— wenigblütig; Blütenstiele 1,5 cm lang. Kelch sehr kurzbecherförmig,
caum 4mm lang. Blumenblätter länglich 2 cm lang, 8—9 mm breit, lederartig. Nar-
ben 8 mm lang, 1—1,5 mm breit Fruchtstandsachse 1,5—3 cm lang, 7—8 mm dick.
‘riichte kurz umgekehrt-eiförmig stumpf 5-kantig. 2,5—3,5 cm lang, 2,5—3 cm dick;
ericarp 2—2,5 mm dick. Samen zahlreich, die Fächer füllend, eiförmig, 7 mm lang,
—5 mm breit; äußere Membran später eintrocknend und sich der inneren Testa eng
nschließend, gelblich. Cotyledonen kurz eiförmig blattartig, um die Hälfte länger als
ie Radicula ; Plumula kaum entwickelt.
Ostafrika: Umuamba am Yungururu-See 1400 m Höhe, angepflanzt
n Dorf, im Oct. blühend und fructificierend, einheimischer Name: Mila-
yemba (Goerze n. 1314).
or:
Ds :
SIR
n°:
=
’
Gramineae africanae.
Von
R. Pilger.
Panicum L.
P. sanguinale L. var. Lecardii Pilger n. var. ad var. P. san-
guinale var. blepharantum Mack. proxime accedens, sed diversa panicula
laxiore, spiculis in parte inferiore ramorum ad ramulos breves plurispicu-
latos; gluma florifera indurata, fusco-nigricante nec olivacea. |
Senegal: auf trocknen Standorten (Lecarp n. 243).
Während P. horizontale Meyer im tropischen West- und Ost-Afrika weit verbreitet
ist, ist mir P. sanguinale in der typischen Form (= P. aegyptiacum Retz) aus dem
tropischen Afrika nicht bekannt.
P. (Digitaria) Hackelii Pilger n. sp.; culmis gracilibus, basi decum-
bentibus, nonnumquam e nodis ramosis, parte inferiore internodiis brevi-
bus, parte superiore valde elongatis; foliorum lamina lineari, apicem versu
sensim acuminata, acuta, basi fere aequilata, e tuberculis + dense patenter
setoso-pilosai, costa angusta, subtus prominente, lamina foliorum superio-
rum cito decrescente, subpanicula fere nulla; vagina indumento eodem ac
lamina; panicula brevi; ramis 3, inferiore ab reliquis duabus circa À cm
distante, fere aequilongis, tenuibus, strictis; rhachi angusta, triquetra, sca-
berula, pilis longis, albidis laxe inspersa; spiculis satis distantibus, binis,
una breviter, altera longius pedicellata, ovato-lanceolatis; gluma priman
conspicua, late amplectente, truncata; secunda et tertia aequalibus, late ova
lis, acutis, membranaceis, margine villoso-ciliatis, dorso nonnunquam ad
nervos parce villosis; nervis 5 latiusculis, prominulis; gluma florifera pallide
virescente, laevi, vacuis paulo breviore, rotundato-ovata, brevissime mus
eronato-aeutata, paleam late amplectente; glumis nonnumquam aliquamdiu
zluma florente et palea delapsis persistentibus.
Der Halm ist 30—50 em hoch; die Blattspreite ist 7—8 cm lang und 4—5 mn
breit; die Rispe ist 5—7 em lang, die Ahrenstiele 4 und 2 mm, das Abrchen 2 mm
Die Art erinnert in manchen Beziehungen, namentlich durch das Vorhandensein det
kurzen, breitabgestutzten ersten Spitze an P, mutieum Wochst., ist aber durch viel
Merkmale in der Section ausgezeichnet,
R. Pilger, Gramineae africanae. 119
Gabun: Sibange Farm; in der Niedergrassteppe groBe Strecken filz-
artig überziehend (Soyaux n. 425. — April 1882).
P. (Digitaria) leptorhachis Pilger n. sp.; culmis elatis, tenuibus,
gracilibus, ad nodos leviter geniculatis, nonnumquam breviter ramosis; fo-
liorum lamina anguste lineari, plana, tenui, longe acuminata, acuta, gla-
brescente vel pilis patentibus inspersa, margine scaberula, vagina laxa,
striata, sparse imprimis basin versus e tubercutis setoso-pilosa, ligula
membranacea, brevi, rotundata, glabra; paniculae rhachi tenui et ramis
angulatis, scabris; ramis circ. 10, singulis, distantibus 3
valde approximatis vel fasciculatis, = patentibus, gracilibus, elongatis,
strictiusculis vel leviter arcuatis, spiculis binis, satis distantibus, una bre-
viter, altera longius pedicellata, pallidis, lanceolatis vel ovato-lanceolatis,
acutis; glumis inferioribus 2 vacuis aequilongis, tenuiter membranaceis,
obtusiusculis, glabrescentibus vel pilis albido-sericeis villoso-striatis, mar-
gine parce villosis, nervis prominulis; gluma tertia florifera fere aequilonga,
late ovata, acuta, pallida, laevi , paleam late amplectente.
Die Blattspreite ist 45 cm lang und 3 mm breit; die Internodien des Halmes sind
im oberen Teil 10—16 cm lang; die Rispe ist circa 15 cm lang, die Stiele der entfernt
stehenden Ahrenpaare 4 und 2—3 mm, die hellfarbigen Ahrchen sind 2 mm lang. Die
neue Art ist mit P. multibracchiatum Hochst. verwandt, aber verschieden durch einzel-
stehende lange, zarte Rispenäste.
Senegal: auf trocknen Standorten cere n. 252 — 1880).
forma pilosa; unterscheidet sich von der typischen Form durch
stärkere Behaarung der Blattspreiten und Scheiden mit steifen auf Wärz-
chen stehenden Haaren, durch schwach verstreute Behaarung der Rispen-
äste mit langen, weißlichen, steifen Haaren.
Togo: Sonodi, Kirikiri, auf Savanne bei 300 m (Kerstine n. 265 —
blühend Oct. 1898).
Anthephora Schreb.
A. elegans Schreber var. africana Pilger n. var. (= A. appendi-
culata A. Br. m. s. in Herb. Berol.) spieulis 4—5 fasciculatis, compluribus
fertilibus; glumis vacuis exterioribus (rigidis, basi connatis, involucrum si-
mulantibus) basi infima truncatis nec rotundatis ut in typo, acute appen-
diculato-marginatis.
West-Afrika: Gabun zwischen Gras und Gebüsch (Bucunozz 1875,
Dinklage n. 464. — Januar 1890); Congo (Dewevre n. 120); Stanley-Pool
(Scutecater n. 12508. — Juni 1899).
Pennisetum Pers.
P. arvense Pilger n. sp.; caespitosum, culmis compluribus fertilibus
et innovationibus brevibus extravaginalibus dense foliatis; culmo fertili
erecto, plerumque inferne breviter ramoso, ramulis paucifoliatis, sterilibus,
internodiis elongatis, quam vaginae multo longioribus; nodis crassiusculis,
glaberrimis; foliorum lamina late lineari, crassiuscula, anguste simpliciter
120 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
secus nervum medium plicata, basi aequilata, apicem versus paulo angustata, |
obtusa, glabra, laevi, margine remote scabrido-ciliolata , costa extus impris
mis apicem versus scabrido-ciliolata, vagina glabra, laevi, apicem versus
scaberula, dense striata, ligula corona densa pilorum brevium albidorum.
formata; panicula densissime spiciformi, cylindracea; rhachi crassa, breviter
hispidula; spiculis subsessilibus densissime confertis, lanceolatis ; involucro
1-spiculato, setis paucis, rigidis, stramineis vel + violaceo tinctis, scaberri-
mis, basin versus paulo dilatatis, basi in discum planum connatis,
nonnullis ac spicula aequilongis, aliis longioribus, unica plerumque longis-
sima, spiculam 3—4-plo superante; gluma prima tenui, ovata, obtusa,
enervia vel 4-nervia, quintam spiculae partem aequante; secunda ovato-
lanceolata, e nervo medio brevissime mucronulata, membranacea, dorso
scaberula, 7-nervia, non multum quam spicula breviore; tertia ovato-lan-
ceolata, acuta, membranacea, margine tenuiore, 5-nervia, paleam tenuem
et florem masculum fovente; gluma florifera rigide membranacea, ovato-
lanceolata, anguste acuminata, dorso scaberula, 5-nervia; palea neque
rigida, dorso scaberula ; flore hermaphrodito, ovario ovato, stilis 2 a basi.
separatis, tenuiter filiformibus, stigmatibus dense plumosis. 3
Der Halm ist bis 80 cm hoch, die Internodien 15 cm und darüber; die Blatt-
spreite erreicht eine Länge von 10 cm bei 8 mm Breite; die Rispe ist circa 6 cm lang,
” +
die zweite Spitze 5,5 mm, die dritte 6 mm, die Deckspelze 7 mm. x
Die Art gehört wohl, namentlich wegen der an der Basis zu einer Scheibe ver-
wachsenen, starken Involucralborsten in die Verwandtschaft von P. ciliare (L.) Lk,
wenn sie auch wegen des nicht fedrigen Involucrums zur Section Gymnothrix gestellt
werden muss. Auch im Ährchenbau zeigt sie mit der genannten Art große Ähnlich-
keit, Die beiden Sectionen von Pennisetum scheinen mir keine natürlichen zu sein. M
Abyssinien: auf trockenen Bergrücken in der sonst sumpfigen Ebene.
Dembea, 5800 Fuss s. m. (Schimrer n. 1399 — blühend im Oct. 1863)5
desgleichen in Sümpfen bei Hamedo, 4500 Fuss s. m. (n. 1058 — blühend
im Sept. 1862).
P. monostigma Pilger n. sp.; culmis floriferis compluribus, erectis;
innovalionibus longis, numerosis, albido hirsutis; foliorum culmeorum las
mina lineari, longissime setaceo-acuminata, basin versus parum angustala
+ plicata vel involuta, cum vagina angusta, striata + dense albido-villosa,
ligula pilis densis, brevibus, albidis formata; inflorescentia. spiciformi, densi-
flora, brevi, angusta; rhachi albido-hirsuta; involucro brevissime pedicel
lato, 1-spiculato, paucisetoso; setis violaceis, plerisque spiculam paulo Sur,
perantibus vel brevioribus, una plerumque firmiore, paulo longiore, scabriss
vel basin versus parce plumosis; spicula anguste lanceolata, parva; glumis
inferioribus 4-2 vacuis (prima nonnumquam defieiente) prima minuta, secunda
parva ovata, obtusa vel acutiuscula, irregulariter denticulata, hyalina; ter=
lia spicula parum breviore, ovato-lanceolata, brevissime e nervo medion
mucronata, 5-nervia, dorso asperula; gluma florifera papyracea, OValom
lanceolata, acuminata, S-nervia; palea fere aequilonga, breviler bifida
R. Pilger, Gramineae africanae. 191
minibus 3; ovario parvo, angusto, stilo unico, tenui, elongato,
stigmate unico dense plumoso (stilo et Herktihs Abstltls >
Die Halme sind circa 60—80 cm hoch, die Blattspreiten sind 20 cm und darüber
“bis 7 mm breit; die Ähre ist 8—9 cm lang; die 2. Spelze ist 4,5—2 mm lang,
dritte 5 mm, die Deckspelze 5,5 mm.
Kamerun: Buea, zwischen Manus-Quelle und Kamerun-Pic, 2800 m
m. (Preuss n. 822 — blühend im Feb. 1891); Manus-Quelle (Preuss
1. 678 — 1891).
Fast gänzlich kahle Formen dieser Art sind gleichfalls in Kamerun gesammelt;
» Halme sind 2 m hoch, die Blattspreite bis über 30 cm lang und bis 1 cm breit.
Kamerun: in der Grasregion westlich von Buea, 2000—2500 m. s.
1. (Preuss n. 984 — blühend im Sept. 1891).
… P. Schweinfurthii Pilger n. sp.; culmo elato (parte superiore tan-
lum visa), terete, laevi, nonnunquam ramoso; internodiis elongatis, quam va-
sinae longioribus; foliorum lamina anguste lineari-lanceolata, longe acuminata,
angustissime acutata, supra scabra, margine scabrido-ciliolata, subtus et
imprimis supra setis rigidis, acutis, e tuberculis enatis inspersa, ligula brevi,
truncata, apice corona densa pilorum mollium instructa; panicula elongata,
densa, spiciformi; rhachi tenui, stricta, dense molliter albido-villosa; pedi-
cellis involucrorum singulis, tenuibus, longiusculis, teretibus, dense albido-
villosis ; involucro minus denso, setis multis brevibus, aliis spiculas aequan-
tibus, nonnullis duplo longioribus, tenuibus, scabris vel inferioribus basin
versus parce plumosis, setis non solum sub spiculis involucrum formantibus,
sed etiam ad pedicellos spicularum; involucro 5-spiculato, spiculis
+ masculis, una centrali hermaphrodita, omnibus breviter pe-
“dicellatis, pedicello glabro, terete; spiculis masculis dorso valde com-
pressis, gluma 1 vacua valde inaequilatera, lineari-lanceolata, obtusa, dorso
caberula, carina excentrica, scabra; floribus masculis 2, gluma florifera
Noris inferioris rigide membranacea, parum inaequilatera, 6-nervia (latere uno
nervis 2) obtusato-rotundata, apice parce ciliolulata, dorso scaberula; palea
“aequilonga, tenuiore, scaberula, truncata vel breviter lobulata; staminibus 3
ilamentis brevibus, antheris angustis, elongatis ; gluma florifera floris superioris
Pin tenuiore, 5-nervia; spicula centrali hermaphrodita, glumis va-
2 brevibus, ovato-rotundatis, aequilongis, tenuibus, enerviis, gluma
x. Dre papyracea, LAPTOP anguste acuminata, apicem versus dorso
ci berula, nervis 5 distantibus, palea forma aequali, is 2-carinata; sta-
minibus 3; ovario obovato, breviter stipitato, stilis 2 tota longitudine
20 nnatis, stigmatibus elongatis, breviter plumosis.
"Die Internodien des Halmes sind 25 cm lang; der Blattspreiten bis 50 cm bei
2,5 cm Breite, die Rispe wird über 20 cm lang; die Stiele der Partialinflorescenzen sind
+ mm lang, die einzelnen Âhrchen 1—2 mm; ir Hüllspelzen des männlichen Ährchens
7 mm lang, die Deckspelze 9 mm, die Hrlispelze des hermaphroditen Ährchens sind
a mm lang, die Deckspelze 9 mm.
Die neue Art jist verwandt mit P. pentastachyum Hochst., unter scheidet sich aber
yesonders durch länger gestielte Partialinflorescenzen, kürzer Beshielte, größere Ährchen,
122 Beitrage zur Flora von Afrika. XXI.
die regelmäßig um die hermaphrodite Blüte orientiert sind, sowie dadurch, dass die
männlichen Ahrchen nur eine Hillspelze haben. Die beiden Arten bilden eine beson-
dere Gruppe, die charakterisiert ist durch die gestielten Partialinflorescenzen, die ge-
stielten Ahrchen, von denen mehrere männlich sind und nur eine weiblich, sowie durch
die 2 kleinen Hüllspelzen der weiblichen Ahrchen. In entfernterer Verwandtschaft steht
P. Benthami Steud., wo eine regelmäßige Scheidung von männlichen und weiblichen
Ährehen in dem Partialblütenstand nicht stattgefunden hat.
Abyssinien: Gallabat, bestandbildend, am linken Ufer der Gendua, und
bei Chatamma (ScuwemrurtH n. 1500 — blühend im September 1865).
P. trachyphyllum Pilger n. sp.; culmo elato, e vaginis crebre ra-
moso; vaginis internodiis brevioribus; nodis glabris nigrescentibus ; foliorum
lamina elongata, anguste lanceolata, longo sensim attenuata, acutata, basi
rotundata, supra et margine scaberula, nervis subtus utroque latere 56
praeter nervos nonnullos costae valde approximatis, bene conspicuis, vagina
glabra, laevi, striata, ligula brevissima, truncata, apice parcissime ciliolulata ;
inflorescentia spiciformi, angusta, laxa, ad ramos et ramulos terminali;
spiculis singulis vel binis et ternis, brevissime pedicellatis; involucro minus
denso, setis obscure violaceis, tenuibus, scabris, diversa longitudine, una
longissima spicula 3 —4-plo longiore; spicula lanceolata; gluma prima tenui-
ter membranacea quartam spiculae partem aequante, ovata, breviter acuta,
{-nervia; secunda mediam spiculam aequante, longius acuminata, ovata,
{-nervia, vel nervis lateralibus 2 parum conspicuis ; tertia ovato-lanceolata,
membranacea, caudato-acuminata, dorso scaberula, 5-nervia, sterili vel palea
2-carinata, carinis breviter scabrido-ciliata et flore masculo instructa; gluma
florifera ovata, 5-nervia, acuminata, margine tenuius membranacea, dorso
scaberula; palea ovata, obtusiuscula, 2-carinata, parum breviore; staminibus
3, filamentis brevibus, antheris crassiusculis, ovario ovato-lanceolato, com-
presso, latere uno plano, allero parum convexo, sensim in stilum simpli-
cem, apice tantum breviter bifidum angustata, stigmatibus longis, dense
plumosis, caryopsi anguste ovata, stylo persistente terminata,
Die Halme sind 0,75—4 m hoch (Stuntmann), oder erreichen eine Höhe von 2,5 m
(Horst); die Blattspreiten sind 25 cm lang und im unteren Teil bis 2 cm breit; die
Rispe ist bis 15 cm lang, die zweite Spelze 3 mm, die dritte 5,5 mm, die Deckspelze
5 mm; die Antheren sind 3 mm lang. Die neue Art gehört in die Nähe von P. glauci-
folium Hochst., doch ist diese Art besonders durch die zwei bis zum Grunde getrennten
Griffel verschieden, sowie durch die Form der ersten und zweiten Spelze.
Usambara: Kwai, häufig auf feuchten Stellen der Bergabhänge bei
1600 m s. m. (Arsers n. A70 — blühend im Oct. 1899); desgl. häufig an
Wegen zwischen lichtem Gebüsch (Auners n. 363 — blühend im Sept. 1899).
Usagara: W.-Uluguru; 4700 m s. m. (Srunumann n. 9087 — blühend
im Nov. 1894).
Usambara: Lutindi, auf Liehtungen bei 4400 m s. m. (Horst n. 3253
blühend im Juli 1893); Bulua, wiesenbildend auftretend (Horst n.5003
blühend im Sept. 1893).
R. Pilger, Gramineae africanae. 123
Guaduella Franch.
6. densiflora Pilger n. sp.; rhizomate repente; culmis humilibus her-
baceis, sterilibus et fertilibus distinctis ; culmi sterilis internodiis inferio-
ribus elongatis, ex parte vaginis aphyllis obtectis, culmo superne dense
foliato, vaginis internodiis longioribus; foliorum lamina ovata, basi rotun-
data, apice abrupte caudato-acuminata, acuta, margine imprimis apicem ver-
sus scabra vel scabrido-ciliolulata, supra glabrescente, costa breviter hirta
excepta, subtus ad costam satis prominentem puberula, ceterum glabra,
nervis secundariis anguste parallelis venisque bene conspicuis, lamina inter
nervos secundarios leviter plicata, petiolo dilatato perbrevi, 2—3 mm longo,
supra puberulo, vagina puberula, margine et ore ciliata; culmo fertili
humili, tenui, vaginis aphyllis obtecto; inflorescentia terminali brevi, dense
racemosa, ambitu ovato-lanceolata; rhachi angulata, pubescente; spiculis
compressis 4—5-floris; rhacheos internodiis crassis quadrangularibus, angu-
jis anguste alatis, glumis 2 (?) vacuis brevibus, lanceolatis, gluma florifera
ovata, obtusiuscula, extus imprimis basin versus pubescente vel puberula,
-margine ciliolata; palea glumam florentem longitudine superante, 2-carinata,
ad carinas anguste implicata, carinis angustissime alatis, alis breviter cilio-
latis, sulca inter carinas breviter puberula; flore hermaphrodito, staminibus
6 liberis, filamentis denique valde elongatis, ovario stipitato, anguste ovoi-
deo, villoso, stilo profunde bipartito, stigmatibus elongatis, unilateraliter
breviter cristato-papillosis, lodiculis 3 late ovatis, truncatis.
Der sterile Halm ist 70 cm hoch, die Indernodien im unteren Teil 12—45 cm
lang; die Blattspreite erreicht eine Linge von 12—45 cm bei einer Breite von 4 bis
4,5 cm; der fertile Halm ist 20 em hoch, der Blütenstand 4 cm lang, die oberste Hüll-
spelze circa 3 mm, die Deckspelze 6 mm.
Kamerun: Nicht selten auf feuchtem Boden tiefschattigen Waldes bei
Bantago (Dinktace n. 1343 — blühend im Nov. 1894).
Die Art ist besonders ausgezeichnet durch die Trennung von fertilen und sterilen
Halmen, sowie durch den kurzen Blütenstand mit dichtstehenden Ahrchen; auffallend
sind auch die langen unverdickten Narben, die auf der Außenseite dicht kammförmig
_ Papillen tragen.
G. Zenkeri Pilger n. sp.; culmis pluribus, humilibus, tenuibus, sim-
plicibus, herbaceis, parte superiore foliatis; foliis approximatis, vaginis quam
‚ internodia brevia longioribus; foliis breviter petiolatis, petiolo crassiusculo,
pubescente, 1 cm non superante, plerumque breviore, lamina ovato-lanceo-
lata, basi rotundata vel etiam breviter in petiolum attenuata, apicem ver-
sus sensim attenuata et tum breviter caudato-acuminata, papyraceo-mem-
branacea, subtus breviter pubescente, supra glabrescente, margine imprimis
apicem versus scabra vel scabrido-ciliolata, costa subtus satis prominente, an-
gusta, nervis lateralibus anguste parallelis, subtus bene conspicuis, venulis incon-
Spicuis, lamina inter nervos parallelos leviter plicata, vagina laxiuscula, striata,
pubescente, margine et ore ciliata; inflorescentia terminali brevi, simpliciter
124 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
ramosa, rhachi crassiuscula, dense breviter pubescente; spiculis singulis
distantibus, vel nonnunquam nonnullis arcte approximatis, multifloris (ad
15-floris et ultra), compressis; floribus hermaphroditis, arcte imbricatis,
spiculis cum glumis vacuis articulatis; glumis inferioribus 3 vacuis, coria-
ceis, pubescentibus, infima parva, ovato-lanceolata, acuta, suprema ovata,
obtusa; rhachillae articulis inter flores ‘singulos crassiusculis; gluma florente
coriacea, ovata, obtusiuscula, imprimis apicem versus pubescente vel pu-
berula, straminea et ad marginem et nonnumquam magna dorsi parte
cinereo-violacea, destincte nervosa; palea quarta parte minore vel usque
aequilonga, obtusa, 2-carinata, ad carinas anguste implicata et angustius
alata, alis margine villoso-ciliatis; floribus hermaphroditis, staminibus 6 libe-
ris, filamentis deinde valde elongatis, antheris exsertis, ovario villosulo,
stilis 2 fere a basi distinctis, tenuibus, apice breviter clavato-incrassatis ;
lodiculis 3 tenuibus, ovatis, ovarium superantibus. |
Die Halme sind 30—50 cm hoch; die Blattspreite ist 43—47 cm lang und 3 bis
4 cm breit; der Blütenstand ist 10 cm lang; die 3. Hüllspelze 8 mm, die Abschnitte
der Ährchenspindel sind 4,5 mm lang, die Deckspelze 8—10 mm, die Lodiculae 4,5 bis
2 mm. i
Von @. marantifolia Franch. ist die neue Art durch die größere Anzahl der Blät-
ter am Halm, durch kürzergestielte und behaarte Blätter unterschieden.
Kamerun: Bipinde, im Urwald am Bijokawasserfall (Zenker n. 1144
— blühend im Mai 1896).
Puelia Franch.
P. subsessilis Pilger n. sp.; culmis humilibus, herbaceis, superne folia-
lis, parte inferiore in ‘specimine qui adest internodio unico elongato pro
parte vagina aphylla obtecto; foliis circa 5 subsessilibus lamina late lan-
ceolala vel ovato-lanceolata, basin versus sensim angustata vel = rotundata,
apicem versus breviter angustata et tum longius caudato-acuminata, acuta,
sublus pilis brevibus, rigidulis laxe inspersa, supra glabra, margine impri-
mis apicem versus scaberula vel scabrido-ciliolata, costa angusta subtus
satis prominente, nervis lateralibus utroque latere 4—5 magis prominulis,
nervisque reliquis lateralibus bene conspicuis, venulis subtus prominulis,
vagina striata, dense imprimis apicem versus hispido-villoso, ore longe rigide
ciliata; panicula brevi, densiflora, contracta, ramulis paucispiculatis; rhachi his
pido-villosa; spiculis valde compressis, ambitu ovatis vel ovato-lanceolatis,
floribus 4 masculis et unico supremo femineo; glumis inferioribus 3—4 vacuis
lanceolatis, nervosis, dorso et imprimis margine hirto-pilosis; floribus masculis
gluma florifera margine et apice hirto-ciliata, coriacea, ovata, obtusa, nervi
7—9 prominulis; palea anguste lanceolata, plerumque paulo longiore quam
cluma, obtusa, ad carinas anguste implicata, carinis angustissime alatis, pare
ciliolulatis, staminibus 6 filamentis connatis; flore foemineo gluma florifer
pilosis, eonvolutis, gluma florifera nervis anastom
’
santibus, palea nervis 2 carinas simulantibus magis prominulis; ovario an
el palea aequilongis
gusto, stilo simplici, basi ac ovarium aequilato, stigmatibus tribus, cire. ac
stilum aequilongis, breviter dense papillosis obtusiusculis; lodiculis 6 (vel non-
numquam 3—4?) minutissimis, angustis.
Die Halme sind 30—40 cm hoch; die Blattspreite ist 10—18 cm lang und 4 bis
4,5 em breit; die Deckspelze der männlichen Blüte ist 8—9 mm lang, der Tubus der
Filamente 2—3 mm, die Antheren 3 mm, die Deckspelze der weiblichen Blüte 8 mm.
Kamerun: Bipinde, lichte Stellen des Urwaldes (Zenker n. 991 —
blühend im Juni 1896).
Die Gattung Pwelva ist mir nur nach der Beschreibung von Francuet (Bull. Soc. Linn.
Paris 1887 p. 674) bekannt. Ich zweifle nicht, dass die beschriebene Art zu dieser Gat-
tung gehört, wenn auch besonders 2 Unterschiede bemerkenswert sind; es heißt in der
Beschreibung: »lodiculae 2 (vel 3) minutissimae« und »ovarium in stylum bifidum atte-
nuatum<. Sonst sind über die Form der Narben etc. keine Angaben gemacht. Ich
weiß nicht, ob das Material, das FrAncHET vorlag, über alle Einzelheiten genügend Auf-
schluss gab, oder ob hier ein Irrtum vorliegt. In allen anderen Gattungsmerkmalen, im
Bau des Halmes und des Ährchens stimmt die Art mit der Francurr’schen Gattungs-
diagnose überein. Von Puelia ciliata Franch. unterscheidet sich die neue Art sonst
durch breitere Blätter mit rauhem Rand, durch Behaarung des Blattes und der Schei-
den, durch die äußerst schmalen Flügel der Vorspelze.
P. acuminata Pilger n. sp.; culmis herbaceis, erectis, superne foliatis,
parte inferiore internodio unico elongato, basi vagina aphylla obtecto; foliis
8—12, infimo distante, minore, vaginis internodiis longioribus; foliorum lamina
papyracea lanceolata, longe sensim acuminata, acuta, basi parum inaequi-
latera rotundata, distincte perbreviter petiolata, supra glabra, subtus laxe
breviter hispido-pubescente, margine imprimis apicem versus scabra vel
scaberula, costa angusta subtus satis prominente, nervis lateralibus venulis-
que parum prominulis, vagina = dense hispido-villosa ore longe rigide
ciliata; panicula perbrevi, densiflora; rhachi hispido-villosula; ramulis pauci
— vel unispiculatis; spiculis compressis, ambitu ovato-lanceolatis; glumis infe-
rioribus 3—4 vacuis, infimis 2 minoribus, ovato-lanceolatis dorso parce
hispido-villosis, margine hispido-ciliatis, superioribus 1—2 glumae florentis
Speciem simulantibus; floribus 4—5 masculis et unico supremo femineo;
floribus masculis gluma florifera late ovata, coriacea, obtusiuscula, parce
“ciliolata, nervis 14 prominulis; palea tenui, anguste lanceolata, fere aequi-
longa vel paulo longiore, carinis anguste alatis ciliolatis, staminibus 6, fila-
mentis connatis, antheris filamentorum tubo longioribus; flore femineo
gluma florifera ovato-lanceolata, pilosa, obtusiuscula, nervis anastomosanti-
bus, ovario angusto, glabro, stilo basi aequilato, anguste cylindraceo, stig-
matibus tribus dense breviter papillosis stilo fere aequilongis, lodiculis 6
anguste linearibus minutis.
Die Blattspreite ist 45—18 cm lang bei einer Breite von 2,5—3 cm; der Blüten-
Stand ist 3 cm lang, die Ahrchen 10—12 mm; die Deckspelze der männlichen Blüten
erreicht eine Länge von 8—10 mm, die Antharen sind 3 mm lang; die Deckspelze der
weiblichen Blüte ist 10 mm lang.
Kamerun: Barombi-Station, im Urwald (Preuss n. 277 — blühend im
April 1890); Kribi (Dinktace n. 1035 — blühend im April 1891).
R. Pilger, Gramineae africanae. 125
126 Beiträge zur Flora von Afrika. XXI.
Die Art ist mit der vorigen nahe verwandt, besonders durch die schmaleren, lang
gleichmäßig zugespitzten Blattspreiten verschieden, die einen deutlich abgesetzten Blatt-
stiel haben und an der Basis ungleichseitig sind.
P. Schumanniana Pilger n. sp.; culmis humilibus, tenuibus, herba-
ceis, sterilibus et fertilibus distinctis; sterili erecto, fere tota longitudine |
internodio unico, basi vagina aphylla circumdato formato, glabro, subtereti,
leviter striato; folio unico magno subterminali, basi vaginae brevis stipitem
setiformem axeos arcte includente, lamina magna, late lanceolata, papyra-
cea, inaequilatera, laevi, glaberrima, apicem versus sensim attenuata, acuta,
basi sensim in petiolum perbrevem attenuata, costa excentrica subtus satis
prominente, angusta, nervis lateralibus parte latiore folii 8, parte angustiore
6 prominulis et inter illos nervis parallelibus numerosioribus, parum conspi-
spicuis, venulis brevibus, numerosis, prominulis, vagina folii brevi, striata,
glabra, ore dense villoso-ciliata; culmo fertili stricto, angusto, aphyllo
et evaginato, teretiusculo, glabro, profunde striato; inflorescentia terminali,
racemosa, rhachi crassiuscula, pubescente ; spiculis densifloris, lanceolatis vel .
ovato-lanceolatis, teretiusculis; glumis inferioribus 3 vacuis, ovatis, coriaceis;
floribus 3—4 masculis vel sterilibus et flore unico supremo femineo; flori-
bus inferioribus (masculis vel sterilibus) gluma florifera coriacea, late ovata,
nervis 13 extus prominentibus, venulis transversalibus haud raro bene
conspicuis conjunctis; palea lanceolata, apice obtusa, 2-carinata, ad carinas
anguste implicata, carinis alatis, alis apice latioribus truncatis et breviter
ciliolatis, basin versus angustatis; staminibus 6, filamentis connatis, anthe-
ris liberis angustis, vel in flore sterili rudimento squamiformi elongato-
lineari; flore supremo femineo, gluma florente et palea fere aequalibus
membranaceis, breviter pilosis, convolutis, paleae nervis 2 magis prominu-
lis carinarum speciem simulantibus; ovario glabro, anguste oblongo, stilo
apicem versus parum incrassato, in stigmata tria, anguste cylindracea,
obtusa, papillis brevibus dense obtecta partito, caryopsi Juniore ovata, still
basi incrassata, fere caryopsi aequilata, persistente terminata; lodiculis
6 minimis, lanceolatis, basi obtuso-sagittatis; rhachilla supra flo-
rens femineum in squamam brevem, crassam producta.
Die sterilen Halme sind 50—70 em hoch; die Blattspreite ist 47—48 cm lang und
5,5—7,5 cm breit, die Scheide 2,5 em; die fertilen Halme sind 50 cm hoch, der Blüten-
stand ist circa 3 cm lang, die Hüllspelzen circa 5,6 und 40 mm; die Deckspelze der
männlichen Blüte ist 44 mm lang, der Tubus der Staubfäden 3 mm, die Antheren 3 bis
3,5 mm; der Griffel ist 6 mm lang, die Narben eben so lang.
Kamerun: Bipinde, im Unterholz des Urwaldes an den Bakuko-Bergen
(Zenker n. 2074 — blühend im Mai 1889).
Die Art ist sehr ausgezeichnet durch die Trennung der fertilen und sterilen Halme,
die nur 4 großes Blatt an der Spitze tragen, sowie durch die fast stielrunden, nur we-
nig zusammengedrückten Ahrchen.
Beitrag zur Flora von Mattogrosso.
Botanischer Bericht über die Expedition von Dr. Herrmann Meyer
nach Central-Brasilien 1899.
Von
Robert Pilger.
Mit einer Karte als Textfigur.
Im Beginn des Jahres 1899 unternahm Dr. Herrmann Meyer seine
2. Expedition zur Erforschung der Indianerstämme im Quellgebiete des
Xingu, auf der ich ibn begleitete. Wir langten Anfang Februar in der
Hauptstadt von Mattogrosso, in Cuyabä, an, wo wir uns bis Mitte Marz auf-
hielten. Die Expedition zog von Cuyabä nach Rosario!) und von dort aus
im Thale des Rio Cuyabä bis in dessen Quellgebiet, dann über die Wasser-
scheide zum Paranatinga zur Aldea der Bakairi-Indianer. Der Paranatinga
wurde überschritten und dann eine nördliche Richtung verfolgt, bis wir auf
den Quellfluss des Ronuro stießen. Hier schiffte sich die Expedition unter
Führung von Dr. Mryer in Canoes ein und verfolgte den Flusslauf abwärts,
während ich mit einigen Leuten zurückblieb und dann zu Lande über
Campgebiet nach Überschreitung der Quellflüsse des Jatobä und Batovy
zum oberen Kulisehu zog. Hier blieb ich von Ende Juni bis Mitte Sep-
tember, zu welcher Zeit die Expedition, die den Ronuro hinabgefahren
und dann den Kulisehu heraufgefahren war, an meinem Lagerplatz ein-
traf. Von hier aus wurde dann der gemeinsame Rückweg nach Cuyabä
angetreten, wo wir Ende October wieder eintrafen. Die von mir im Ver-
laufe der Expedition angelegte Sammlung von Phanerogamen bearbeitete
ich selbst am Berliner Botanischen Museum, dessen Sammlungen zu be-
1) Die Karte des Gebietes ist nach der Karte Herrmann Meyer’s in Verh.
Gesellsch. für Erdkunde, Berlin 1897, entworfen; eine umfangreichere und genauere,
wenn auch nach den neuen Forschungen in einigen Punkten zu verbessernde Karte
les Gebietes ist in dem berühmten Reisewerk von K. von DEN StEisen: »Unter den
Naturvölkern Central-Brasiliens« gegeben.
128 R. Pilger.
nutzen mir Herr Geheimrat Professor A. Enever gütigst gestattete, während
die Bearbeitung der Kryptogamen von einigen Specialforschern übernommen
wurde; die Aufzählung der Pilze von Herrn P. Hennines erschien 1900 in
der Hedwigia. Die Bestimmung der Exemplare einzelner Familien erhiel
ich von Monographen, die bei der Aufzählung der Bestimmungen namhaft
gemacht sind. Diesen Herren, sowie mehreren Herren am Botanischen
Museum, die mich gütigst unterstützt haben, sage ich meinen besten Dank;
zu ganz besonderem Danke bin ich Herrn Professor Dr. K. Scuumann ver
pflichtet, der mich stets in freundlichster Weise durch seine ausgebreitete
Pflanzenkenntnis unterstützte.
Neuere Arbeiten über die Flora von Mattogrosso.
Die Kenntnis der Flora des Staates Mattogrosso ist gerade im letzten
Jahrzehnt durch Arbeiten floristischen und pflanzengeographischen Inhaltes
wesentlich gefördert worden. Zu nennen ist hier besonders die Arbeit von
Spencer Le M. Moore »The Phanerogamic Botany of the Matto-
grosso Expedition 1891 —92« (Trans. Linn. Soc. IV, 3, [1895]. Spencer
Moore hat in diesem Berichte zahlreiche neue Arten und mehrere neue
Gattungen veröffentlicht. Die Arbeiten und Sammlungen früherer Zeit, die
sich auf Mattogrosso beziehen, sind in der Einleitung angegeben. Besonders’
ist von Wert der Versuch, die Flora von Mattogrosso mit der anderer
Provinzen Brasiliens in Verbindung zu setzen. So reichhaltig auch die
Sammlungen sind, die im Laufe der Zeit durch eine große Anzahl von
Sammlern aus der Pflanzenfülle Brasiliens heimgebracht sind und die zu
Verhältnis noch unsere Kenntnisse der Pflanzengeographie des Landes, wenn
man umfassende Vergleiche der Formationen großer Gebiete verlangt. Na:
mentlich ist auch die Einteilung der einzelnen Gebiete nach ihren Forma
tionen auf natürlicher Grundlage noch nicht erreicht. Einzelne Arbeiten,
Hinsicht eine treffliche Grundlage geben. Auf die pflanzengeographischen
Jemerkungen in der Arbeit von Spencer Moore wird noch in dem betrel-
fenden Abschnitt eingegangen werden. ‘4
Treffliche Beiträge zur Kenntnis der Flora von Mattogrosso liefert
Gust. Matme mit der Bearbeitung einzelner Familien der Reenerr'schen
Sammlungen und eigener Sammlungen, die er auf seiner Forschungsreis
1892-94 zusammenbrachte. Auf dieser Reise hielt er sich auch länge
Zeit in Mattogrosso auf, und sammelte besonders in der Nähe von Cuyabé
Die Arbeiten, die meist in Kongl. Svenska Vetenskaps-Akademiens Hand
lingar und im Bihang dazu 1896—1900 erschienen sind, sind sowohl durch
sichere Bestimmungen zahlreicher Arten und durch monographische Be
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Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 129
rheitung klemerer Gruppen wertvoll als durch zahlreiche Bemerkungen
ber morphologische und biologische Eigentümlichkeit der Flora und dureh
emerkungen über Verbreitung der Arten.
Nicht unerwähnt mögen bleiben die Arbeiten von C. Liıxpwans, die
ich teilweise auch auf die Flora von Mattogrosso beziehen und in derselben
eitschrift wie die obigen erschienen sind: Leguminosae austroamericanae
1899, Palmae 1900, Cyperaceae 1900, ferner: Morphologie und Biologie
iniger Blätter 1900.
Endlich sind zu erwähnen 2 Arbeiten von J. Barsosa Ropricvss:
Palmae mattogrossenses (Rio de Janeiro 1898) und Plantae mattogrossenses
Rio de Janeiro 1898). Das Werk über Palmen ist ein wertvoller Beitrag
zur Kenntnis der Flora von Mattogrosso, da gerade die Kenntnis der ver-
jreiteten Palmen bisher ganz brach lag; genaue Angaben über Verbreitung
er Palmen im Gebiet, gute Analysen nebst schönen Abbildungen zeichnen
lie Abhandlung aus. In der zweiten werden einige neue Arten aus der
lora von Mattogrosso beschrieben, von denen eine Anzahl nicht aufrecht
erhalten sind Nach Ros. E. Fries (Beiträge zur Kenntnis der süd-
merikanischen Anonaceen) ist Anona macrocarpa Barb. Rodr. = À. crassi-
lora Mart., Anona cuyabensis Barb. Rodr. — A. dioica St. Hil., ferner ist
lalacocarpus heptacanthus Barb. Rodr. = Echinocactus alteolens K. Sch.
= LE Systematische Aufzählung der Arten.
J .
ii | Alismaceae.
Lophiocarpus guianensis (Kth.) Mich. in DC. Monogr. II. 62.
Mattogrosso: gesellig in kleinen Teichen und Tümpeln, auf sumpfigen
tellen bei Cuyabä {n. 287. — Blühend im März 1899),
1 Gramineae.
_ Anthaenantia lanata (Nees) Bth. {Agrost. bras. 84).
- Mattogrosso: oberes Cuyabäthal (n. 424. — April 1899).
Isachne calvescens (Nees) Döll y. pilosa Düll in Fl. Bras. I. 2. 286.
- Mattogrosso: zerstreut im trocknen Uferwald am Ribeiron Rocque
m oberen Paranatinga. (n. 564. — Mai 1899).
_ I. polygonoides (Lam.) Döll {Eneycl. Méth. IV. 742). = Panicum
achyspermum Nees).
Mattogrosso: sumpfiges Ufer eines Baches bei der Piava (n. 556. —
pril 1899). | |
- Ichnanthus pallens (Sw.) Düll (Prodr. 23).
… Mattogrôsso: gesellig im Gebüschschatten an einem Bach bei Cuyabä
. 316. — März 1899).
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 9
130 R. Pilger.
Helopus grandiflorus Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 278. |
Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei Cuyabä
in. 215 et n. 231 — Februar 1899); häufig zerstreut auf trockenen Wieser
im Cuyabäthal oberhalb von.Rosario (n. 423 — April 1899).
H. punctatus (Lam.) Nees Agrost. bras. 16 (= Eriochloa pune-
tata Ham.).
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä, zwischen Corumbä und Cuyabä
(n. 152. — Februar 1899). |
Paspalum barbatum Nees «. glabrum Döll in Fl. Bras. IL 2. 108.
Mattogrosso: häufig zerstreut im diehten Gebüsch im Serradao bei
Cuyabä auf Sandboden (n. 219. — Februar 1899); zerstreut im Camp im
Quellgebiet des Batovy (n. 678. — Juni 1899).
Var. scabra Pilger n. var. foliis lamina supra et subtus scabra, va
gina foliorum inferiorum breviter hispido-villosa. Häufig zerstreut an Bach
ufern im Thale des Cuyabä de larga (n. 521. — April 1899).
P. Burchellii Döll in Fl. Bras. II. 2. 42.
»Valvula inferiore papillis majusculis tuberculata«; bildet kleine Rasen von flachen,
lineal-lanzettlichen, stark weißlich zottig behaarten Blättern mit mehreren zierlichen
Halmen.
Mattogrosso: auf feuchtem Sand am Rande eines Baches am Fuße
der Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 487. — April 1899).
P. chrysodactylon (Trin.) Döll (Act. Petrop. 4835 p. 197).
Mattogrosso: häufig zerstreut im leichten Rasen auf offenen, stei-
nigen Hügeln bei Cuyabä (n. 225 et n. 236. — Februar 1899).
P. conjugatum Berg in Act. Helvet. VII. 429.
Mattogrosso: kriechend an sandigem Uferhang am oberen Ronuro
(n. 605. — Mai 1899).
P. distichophyllum Kth. Nov. Gen. I. 86.
Mattogrosso: gesellig an kleinen, sandigen Bachabhängen im Quells
zebiet des Jatobä ({n. 657. — Juni 1899).
P. eucomum Nees Agrost. bras. 37.
Matlogrosso: gesellig kleine Sandsteinplateaus und offne, flache Hiüge
im oberen Guyabäthal bedeckend (n. 466 et n. #77. — April 1899).
P. Faleula Döll in Fl. Bras. II. 2. 60.
Mattogrosso: gesellig in kleinen Wasserlachen auf Sampfboden am
Waldrande am Corrego d’estival im oberen Cuyabäthal (n, 496. — April 1899)
P. heterotrichum Trin, Spec. Gram. XXIV. I. 285. |
Mattogrosso: zerstreut auf offenem, steinigen Terrain am Fuße der
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n, 475. — April 1899). |
P. immersum (Trin.) Nees (Act. Petrop. 1835 p. 197).
Mattogrosso: steinige Abhänge bei Cuyabä (n. 394. — April 1899);
zesellig auf Sandlächen im Guyabäthal oberhalb von Rosario (n, 458.
\pril 1899),
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 131
P. lanciflorum Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 286.
Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln mit schwacher
Grasnarbe bei Cuyabä (n. 275 et 281. — März 1899).
P. malacophyllum Trin. Spec. Gram. XXIII. t. 271.
Mattogrosso: zerstreut am Waldrand an einem Bache im Guyabaäthal
‘oberhalb von Rosario (n. 466. — April 1899).
P. parviflorum Rhode apud Flügge Monogr. 88.
Mattogrosso: gesellig auf offener Sandfläche an der Bandeira bei
Cuyabä (n. 344. — März 1899); gesellig steinige Uferabhänge des Quell-
flusses des Rio Ronuro bedeckend (n. 589. — Mai 1899).
P. platycaulon Poir. Enc. V. 34.
Mattogrosso: gesellig im Uferwald der Bandeira bei Cuyabä (n. 338. —
März 1899); gesellig an sandiger Barranca am oberen Paranatinga (n. 558. —
April 1899).
P. plicatulum Michx. var. villosissima Pilger n. var.; culmis
80 em altis; vagina imprimis foliorum superiorum densissime sericeo-villosa ;
lamina = breviter villosa.
- Mattogrosso: auf trockenen Wiesen im Cuyabäthal oberhalb von
Rosario gesellig an einzelnen Stellen, die dicht bewachsen silberweiß er-
scheinen (n. 440. — April 1899).
Var. leptogluma Pilger n. var. glumis quam in typo tenuioribus,
fragilibus, parce puberulis, concoloribus, medio haud nigrescentibus.
Mattogrosso: häulig zerstreut auf sandigem Boden bei Cuyaba und
Rosario (n. 335 et 422. — März und April 1899).
Die Art ist sehr variabel; die beiden angeführten Varietäten unterscheiden sich
habituell beträchtlich; die letztere hat lineale, flache, lang gespitzte, kahle Blätter.
P. stellatum Flügge Monogr. 64.
Mattogrosso: Wiesenstellen an Bächen im Serradao bei Cuyabä
(n. 233. — Februar 1899); dichte Rasen zerstreut auf sumpfigem Boden im
Cuyabathal (n. 502. — April 1899); gesellig auf trockenen Wiesen im Cuyabä-
“thal (n. 509. — April 1899).
P. trachycoleon Steud. Syn. Gram. 28.
Mattogrosso: gesellig auf trockenem Sandsteinboden an einem aus-
“getrockneten Bachlauf am oberen Ronuro (n. 610. — Mai 1899).
Panieum adustum Nees var. mattogrossensis Pilger n. var.; culmo
basi vaginis inferioribus semet ipsas tegentibus arcte obtecto; foliis culmeis
lamina firmiore, plana, lineari, Jongissime acuminata, acuta, glaberrima, ad
#0 cm longa et 7 mm lata; vaginis internodiis culmi multo longioribus;
Spieulis ovato-lanceolatis, oltusiusculis, 2,5 mm longis et plus qnam I mm
latis, glumis vacuis 2 aequilongis, breviter hirsucis.
~Mattogrosso: bei Cuyaba (n. 508. — März 1899).
9%
132 nT oR, Pilger.
P. ansatum Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 279.
Mattogrosso: gesellig auf freieren Stellen auf steinigem Boden im
Serradäo bei Cuyabä (n. 164. — Februar 1899); gesellig auf Sandsteinboden
im Thale des Cuyabä de larga (n. 507. — April 1899). |
P. capillaceum Lam. Ill. I. 478.
Mattogrosso (n. 376).
P. cayennense Lam. Ill. 908.
Die zahlreichen Formen dieser Art zeigen in Wuchs und pa eatin 0 Über-
gänge. Der eigentümliche Habitus wird durch die zahlreichen seitlichen Rispen hervor
gebracht, die sich zu einem dichten, großen Blütenstand vereinigen; dieser Habitus
seht bei den brasilianischen Formen vielfach durch weniger reiche Blütenentwickelung
verloren. :
Var. campestris (Nees) Pilger (=P. campestre Nees Agrost. bras. 197).
Mattogrosso: gesellig im trockenen Grasland an offenen Stellen im
Serradäo bei Cuyabä (n. 222. — Februar 1899); Cuyabä, an sonnigen Stein
abhängen mit Aristida capillaris und Paspalum immersum (n. 396 —
April 4899); zerstreut auf fast vegetationslosem Sandsteinboden m Thale
des Cuyabä de larga (n. 526. — April 1899). 5
Panicum panicula capillari, erecta ... pedunculis strictis ...., vaginis foliisque
angustis, villosis. Niedrige Pflänzchen mit mehreren verzweigten, mehr oder weniger
geknieten Halmen; die Blätter sind schmal lanzettlich bis lineal, flach; Spreiten und
Scheiden sind dicht mit steifen, auf. Warzen stehenden Haaren besetzt; die Rispen
sind klein mit kurzen, wenigblütigen Zweigen, die auch zur Blütezeit nicht oder nur
wenig spreizen.
Var. typica Lam. Ill. n. 908. |
Mattogrosso: feuchter, grasbedeckter Boden an einem Bache bei
Cuyabä (n. 208. — Februar 1899). |
Hochwüchsiger als vorige Varietät; zahlreiche, zierliche, mehr oder weniger g0-
kniete Halme; die Spreiten sind dünn, schmal lanzettlich, kahl, die Scheiden, besonders
der unteren Blätter schwach mit steiflichen, auf Warzen stehandeh Haaren hesetaty
zahlreiche, kleine Rispen mit zierlichen, BD N Zweigen.
Var. quadriglumis Döll in Fl. Bras. I. 2. 220. |
Mattogrosso: häufig zerstreut auf offenen, steinig sen Hügeln bei
Cuyabä (n. 237. — Februar 1899).
Halme bis 40 cm hoch, nur wenig zusammenhängend, mit einzelnen kleinen Inno-
valionen, aufrecht, wenig verzweigt; die Spreiten sind lineal, 8—4 mal länger als bei
der var, campestris, oberseits fast kahl, unterseits dicht mit weicheren Haaren als bei
dieser Varietät bedeckt, die Scheiden sind stark behaart; wenige zierliche Rispen mil
abspreizenden Zweigen. Von der typischen Form weicht diese Varietät durch xerophy:
lische on in anderer Richtung als die var, campestris ab. |
Var, divaricata Döll in Fl, Bras, IL 2. 220 (= P. RudgeikR. et Sch.)
Mattogrosso: auf sandigem Bachabhang am Fuße der Serra da
Pedras im oberen Cuyabäthal (n, #97 — April 1899), by is |
»Forma glumis magis acuminatise; mit wenigen, kräftigen, extravaginalen Innovg
lionen; die Halme sind 4 m hoch mit großer Rispe mit abspreizenden Zweigen; di
Spreiten sind lang, breitlineal, beiderseits dicht anliegend weich behaart, die Scheider
ind dicht mit langen, steiflichen, auf Warzen stehenden Haaren bedeekt,
i= Beitrag zur Flora: von Mattogrosso, 133
| P. fasciculatum Sw. >. flavescens (Sw.) Nees Agrost. bras. 152
-. Mattogrosso: auf feuchtem, grasbedeckten Bode
Cuyabä (n. 204. — Februar 1899).
» P. filiforme L. sp. 57.
A
Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Boden bei Cuyaba (n. 319, —
“Marz 1899).
n an Bachufern bei
P. inaequale Pilger n. sp.; culmo gracili, simplici, 50—60 cm alto,
“pasi vaginis foliorum inferiorum simpliciter plicatis arcte involucrato; foliis
Jamina lineari, sensim longe angustata, acutiuscula, plana, basin. versus
parum angustata, supra et subtus Æ dense pilis longioribus e tuberculis
“enalis inspersa, 15 cm longa et ad 8 mm lata, nervis parallelis prominen-
“libus, vagina eodem modo ac lamina pilosa, profunde striata; panicula
gracili, ambitu ovata, laxa, ad 15 cm longa; rhachi striata, scabra; ramis
“putulis, tenuissimis, flexuosis, nigrescentibus, teretibus, singulis vel 2 arcte
“approximatis, paucifloris, jam basi ramulosis, ramulis distantibus, brevibus,
plerumque 2- spiculatis, jam basi in pedicellos 2 partitis, pedicello uno
longissimo 15 mm longo, altero 3—6-plo breviore, utroque spiculam unicam
gerente; spicula glabra; gluma prima parva tertiam vel quartam spiculae
_partem aequante, tenuiter membranacea, rotundato-ovata, obtusa, nervis 3
“parum conspicuis ; gluma secunda tenuiter membranacea, a truncata
‘spiculae basin circumdante, medium spiculae aequante, duplo latiore quam
longa; nervis 5 parum conspicuis, gluma tertia rigescente, ovata, obtusa,
2 mm parum superante, nervi medii loco extus sulca angusta instructa,
nervis lateralibus 2 parum conspicuis paleam aequilongam et paulo latiorem
et florem masculum fovente; gluma quarta florente aequilonga, ovata, ob-
‘tusiuscula, margine implicata, chartacea, albido-nitente postea fusco-nitente,
nervis 3 parum conspicuis; palea aequilonga rigescente, flore hermaphrodito.
» Die Art zeigt Verwandtschaft mit Panicum pterygodium Trin., auf das von NEEs
eine eigene Gattung begründet wurde (Otachyrium junceum Nees Agrost. bras. p. 271),
von der es dort heißt: proximum accedit hoc genus Isachne genert Brown. Doch
“ind bei Jsachne die unteren Spitzen, die meist stehen bleiben, länger und gleich groß.
$ Mattogrosso: zerstreut auf sumpfiger Wiese an der Piava (n. 499. —
April 1899).
na
Meee. latifolium L. sp. pl. I. 58.
3 Halme bis 3 m hoch; zahlreiche, dicht bei einander stehende Halme aus dem
Rhizom.
7
Mattogrosso: auf AREA Boden im Uferwald am Rio Nobre
= April 1899); auf sumpfigem Boden im Gebiisch an einem Buriti-
Pi, am oberen Kulisehu (n. 722. — Juli 1899).
‘a
MP laxum Sw. Prodr. 23.
bs Halme kriechend, im unteren Teil an dem Knoten bewurzelt und teilweise ver-
‚ästet.
= Mattogrosso: am sandigen Uferrand am oberen Ronuro (n. 619.
Mai 1899). |
134 R. Pilger.
P. loliiforme Hochst. in Pl. Hostmann n. 1071.
Mattogrosso: gesellig an freien, etwas feuchten Campstrecken bei
Cuyaba (n. 269. — Februar 1899). |
P. olyroides Kth. Nov. Gen. I. 102. (= P. proboseideum Trin.).
Mattogrosso: in dichten, wenighalmigen Rasen zerstreut auf feuchte
Sandfläche im Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. 46%. — April 1899);
zerstreut im Serradao bei Rosario (n. 441. — April 1899). |
P. petrosum Trin. Spec. Gram. XXIV. t. 280. (= Thylothrasya
petrosa Döll.). |
Die unterste, äußerst reducierte, zart membranöse Hüllspelze ist abfallig, wenigstens
habe ich sie in älteren Ahrchen oft nicht constatieren können; die dritte Hüllspelze zer-
reißt bei der Reifeentwickelung der Blüte bis zum Grunde, in der Achsel trägt sie eine
Vorspelze häufig mit entwickelten Staubblättern. |
Mattogrosso: an Wegrändern im Serradao bei Cuyabä (n. 283. —
März 1899).
Var. mollis Pilger n. var.; vagina et lamiha imprimis foliorum in-
feriorum dense molliter longe patenter villosa.
Diese Varielät hebt sich von der typischen Form, die auch schmalere Blattspreiten
hal, scharf ab, doch sah ich Exemplare der Art aus Goyaz, die bedeutend schwächer
behaart sind, aber dieselbe Form der Haare zeigen.
Mallogrosso: zerstreut auf trockener Wiese bei der Fazenda Janjo
am Corrego fundo (n. 527. — April 1899).
P. pilosum Sw. Prodr. 22.
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä, zwischen Corumbä und Cuyaba
(n. 453. — Januar 1899).
P. procurrens Nees Agrost. Bras. 130.
Matlogrosso: sehr häufig an offeneren Stellen im Serrado bei Cuyabä
n, 234. — Februar 1899).
P. robboellioides Kth. Nov. Gen. I. 96. |
Mattogrosso: gesellig auf trockenen, steinigen Ilügeln im Serrado bei
Guyabi, locker den Boden bedeckend (n. 238. — Februar 1899).
P. Schumannii Pilger n. sp.; caespitosa; culmis gracilibus, ereclis,
70—80 em altis, e nodis inferioribus nonnumquam ramosis, culmo proptet
vaginas internodiis breviores ex parte libero, glaberrimo, tereti; foliis laminé
lineari, apicem versus anguslata, acula, erecta, pilis longioribus, patentibus,
luberculis enalis imprimis margine hirsuta, vagina foliorum inferiorum brevi,
1-5 em longa, internodio duplo breviore, foliorum superiorum nonnumquam
multo Jongiore, vagina foliorum inferiorum dense pilis rigidis e tubereuli
enatis hirsula, superiorum plerumque glabra, laevi, vel ad marginem ta
um pilis illis instructa; spicis ad apicem ramorum. solitariis, plerumque |
vagina folii supremi longe exsertis; pedunculo gracili, glabro; spicis ad
basin phyllis duobus basi connatis, dorso spicae basi affixis
parvis, Jinearibus, acutis, 4—5 mm longis instructis; rhachi spl
tés) A
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 135
“carum simplieiter plicata, quam spieularum longitudo latiore, 6 mm lata,
“praeter marginem dense longius e tuberculis aureo pectinato-cilia-
tam glaberrima, ciliis 2—3 mm longis; spiculis uniseriatis, parvis, albo-
“nitentibus glabris, 3 mm longis; glumis 4; prima minima rotundata, tenuiter
membranacea; secunda duplo longiore, parva spicula quintuplo
breviore, deltoidea, glabra, tenuiter membranacea, glumis basi inter
se connatis, parce eiliolulatis; tertia rigide chartacea, ad basin us-
que fissa, glabra, paleam membranaceam aequilongam et florem masculum
staminibus tribus, obscure violaceis fovente; gluma florente paulo breviore,
rigide chartacea, ovata, acuta, apice parcissime ciliolulata; palea aequilonga,
glabra; flore hermaphrodito, stigmatibus exsertis, nigris, dense plumosis.
r Die Art ist verwandt mit P. thrasyoides Trin., bei welcher Art die erste Spelze eben-
falls sehr reduciert ist. Auffallend ist bei der neuen Art die sehr starke Verkürzung
der 2. Spelze, die zart membranös ist.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Bachwiesen im Quellgebiet des
_Batovy (n. 683. — Juni 1899).
+
P. vilfoides Trin. @. fluviatile (Nees) Döll in Fl. Bras. IL 2. 232.
ë Mattogrosso: unter Gebüsch auf sumpfigem Boden an Bachufern im
“Quellgebiet des Batovy (n. 687. — Juni 1899).
€
F
3. campestre (Nees) Döll in Fl. Bras. IL 2. 233.
Mattogrosso: zwischen Sandsteinblöcken am Ufer des Quellflusses
des Ronuro (n. 646. — Mai 1899).
Die beiden Varietäten unterscheiden sich habituell beträchtlich; bei der var. a.
stehen die hohen Halme einzeln oder zu zweit, sind am Grunde gekniet und wurzeln
schwach aus den unteren Knoten; die Scheiden sind breit, locker, zart membranös, die
Spreiten lang-lineal, flach, mit zerstreuten steifen Haaren besetzt; die var. 3. ist rasen-
bildend mit zahlreichen extravaginalen Innovationen; die Blattspreiten sind schmal linea-
lisch, zusammengerollt.
Oplismenus silvaticus R. et Sch. Veg. Syst. IL 481.
Mattogrosso: gesellig im Schatten des Uferwaldes am Rio Engenho
bei Cuyabä (n. 393. — April 1899).
0. Burmanni (Retz) P. B. (Obs. HL 10).
Mattogrosso: gesellig im Gebüsch am Ufer der Bandeira bei Cuyaba
_(n. 339. — März 1899).
5 Setaria imberbis R. et Sch. Syst. Veg. IL 491.
h Mattogrosso: zerstreut auf trockenem, steinigen Boden bei Cuyaba
“In. 313. — März 1899).
Pennisetum hirsutum Nees Agrost. bras. 284.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf steinigem Boden im Cuyabäthal
“bei Pedras (n. 483. — April 1899).
; Olyra latifolia L. Sp. Pl. ed. IL 4379.
Mattogrosso: im Uferwald am Rio Engenho bei Cuyabä (n. 388, —
April 1899).
136 R. Pilger.
Imperata longifolia Pilger n. sp.; caespitosa, innovationibus extra
vaginalibus altis; culmis erectis, 120 cm allis; foliis ad basin culmi ap-
proximatis, vaginis sese partim tegentibus, lamina apicem culmi aequante
erecta, 4 m longa, arcte convoluta, angustissime lineari, apice longa acumi-
nata, tota longitudine aequilata, margine scaberrima, extus glabra, intus
hispido-villosa, costa media intus prominente, crassissima, lamina explicata
3—4mm lata, vagina striata, glaberrima, ligula brevi, truncata, mem-
branacea, glabra; foliis culmeis apicem versus cito decrescentibus, lamina
superiorum fere nulla, culmi parte suprema e vagina suprema exserta ;
panicula angusta, cylindracea, densiflora, 20 cm longa; ramis brevibus
rhachi adpressis, basi paniculae plerumque singulis, ad 3—4 cm longis, a
hast breviter ramulosis; ramis versus apicem paniculae brevissimis, densis-
sime confertis, approximatis; spieulis inaequaliter pedicellatis, vel una fere
sessili; pedicellis apice dilatatis, excavalis, involucro denso villorum longissi-
morum albidorum spieulam plus duplo superantibus; glumis primis linearibus,
tenuiter membranaceis, prima angustiore, obscure 3—5-nervis; glumis 3 et 4
brevibus, hyalinis (gluma tertia saepius deficiente ?); palea tenuissima hya
lina, brevi, lata, truncata, ovarium ampleetente; stamine 4; stigmatibus longis,
plumosis, exsertis.
Steht der Z exaltata Brogn. nahe, unterscheidet sich aber durch die Structur der
Blatter, durch die schmale, diehtblütige Rispe mit kurzen Zweigen.
Mattogrosso: auf feuchtem Sande am Ufer eines kleinen Baches hei
Cuyabä; Rasen zerstreut (n. 394. — April 1899). #
Trachypogon polymorphus Hack. 0. Montufari (Kth.) Hack. in Fl.
Bras. IE 3. 263.
Mattogrosso: gesellig auf trockenen Wiesen im Cuyabäthal bei Rosario
n. 469. — April 1899).
Elionurus latiflorus Nees ap. Steud. Syn. L 36%. alla
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Batovy (n. 676. —
Juni 1899). |
Andropogon apricus Trin, in Mem, Acad. Petrop. ser. VI. vol, &.
1836) p. 83. Lat
Matlogrosso: häufig zerstreul auf Sandsteinboden im Thale des
Cuvabä de larga (n. 500. — April 1899).
A. bracteatus Willd. Sp. 4. p. 944.
Mattogrosso: gesellig auf Wiesenstreifen an Bächen im Gebiet de
oberen Paranatinga (n. 559. -— April 1899).
A. brevifolius Sw. Prodr. Fl. Ind. Oce.'T. 26.
Mattogrosso: am Waldrand am Cuyabä de larga (n. 541, — Apr
1899). |
A. condensatus Kth, 8. paniculatus Hack. in Fl. Bras, Il. 3. 297
Mattogrosso: dichte Rasen mit vielen hohen Halmen zerstreut a
lrockenem Camp am oberen Ronuro (n. 609, — Mai 1899).
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 137
- A. contortus L. Sp. ed. I. 1045. var. macroglumis Pilger n. var.;
innovationibus brevibus, dense pubescentibus; foliis culmeis lamina supra et
subtus == dense breviter pubescente, margine scabra; flore sessili parce
molliter pilosa; flore pedicellato glabro; gluma prima ad 1,3 cm longa, mar-
gine scaberrima.
Mattogrosso: auf trockenen, steinigen Hügeln bei Cuyabä (n. 365. —
März 1899); gesellig in einer Einsenkung im Camp im Quellgebiet des Ba-
tovy (n. 679. — Juni 1899).
A, fastigiatus Sw. Prodr. 26.
Perennis, sed primo jam anno florens (Hacker, Monogr. 393); die gesanunelten
Exemplare haben keine Innovalionssprosse, die Halme sind erst in der Blütenregion
schwach verzweigt; sie sind fast ganz nackt, da sich die Scheiden bis zum Grund los-
lösen, so dass man den Halmknoten über dem Scheidenknoten sicht.
' Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandboden in der Nähe der Ban-
deira bei Cuyabä (n. 340. — März an
” À. leucostachyus Kth. Nov. Gen. I. 187.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf ae in der Nähe eines
Baches im Serrado bei Cuyabä (n. 235. — Februar 1899).
' À, Neesii Kth. Enum. I. 494 (= Heteropogon villosus Nees). var.
@. senuina Hack. subvar. Gardneri Hack.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandboden im Guyabäthal ober-
"halb von Rosario (n. 465. — April 1899).
Var. @. genuina Hack., subvar. leiophylla Hack.
Mattogrosso: Cuyabä (n. 260. — März 1899).
© Var. 8. dactyloides Hack., subvar. Selloana Hack.
| Mattogrosso: gesellig an steinigen Abhängen von Hügeln im Quell-
gebiet des Batovy (n. 674. — Juni 1899).
Var. 6. dactyloides Hack. suvar. glabrescens Pilger; foliis lamina
glabrescente, villis sparsis, perlongis, e tuberculis enatis Inden racemis
3 vel pluribus fasciculatis; spiculis omnibus minus dense villosis.
Mattogrosso: zerstreut auf steinigem Boden am Fuße der Serra das
Pedras im Cuyabäthal (n. 491. — April 1899).
A. palustris Pilger n. sp. innovationibus extravaginalibus, perpaucis ;
foliis rigidis lamina implicata, basin versus pilis inspersa; culmis elatis
tenuibus, strictis, vaginis magna ex parte liberis, 1 m altis; vaginis ad basin
eulmi dorso carinato-complicatis, distiche invicem sese amplectentibus; foliis
lamina angustissime lineari, ad apicem aequilata, breviter rotundato-acumi-
hata, plerumque simpliciter plicata, extus glabra, intus ad basin pilis nonnullis
longis inspersa, apicem versus parce scaberula, foliorum ad basin culmi
ad 20 cm longa, 4 mm lata, versus apicem culmi multo breviore; vagina
arcta, striata, glabra, ligula brevi, membranacea, truncata, glabra; inflores-
centia depauperata elongata; ramis longe. distantibus, elongatis, tenuibus,
parce ramulosis, spicas paucas producentibus; spathis propriis angustis,
138 ~ KR. Pilger.
rufescentibus, spicae solitariae basin plerumque amplectentibus; spicis
solitariis paribus spicularum 6--8, articulis tenuioribus, apicem versus
parum incrassatis, breviter foveolato-appendiculatis, duas tertias partes floris
feminei longitudine aequantibus, margine et extus dense imprimis apicem
versus longe albido pubescentibus; flore sessili 8; gluma prima membra-
nacea lineari-lanceolata, 2-carinata, marginibus ad nervos implicatis, brevissime
2-dentieulata, glabra, dorso scaberula, 4 mm longa, nervis utroque latere 3;
secunda lanceolata, membranacea, ex nervo scabro breviter acuminata, mar-
gine parce ciliolata, 4mm longa; tertia hyalina, enervi, lineari, 2,5 mm
longa; quarta hyalina, apice profunde bilobata, 2,5 mm longa, inter lobos
aristam columna pluries tortam, sub medio geniculatam, apicem versus
breviter hispidulam, 10 mm longam emittente; palea perbrevi, truncata;
lodiculis 2; stigmatibus 2 longis, plumosis; flore pedicellato plerumque
tabescente; sed imprimis apicem racemi versus majore, masculo; pedicello
3 mm longo, dense imprimis apicem versus albido-pubescente; glumis in
spicula perfecta 5; prima membranacea, lanceolata, dorso scabra, 5 mm longa,
nervis 5 instructa; secunda 3-nervia, nervo medio scabro; glumis reliquis
linearibus, hyalinis, fere aequilongis.
Die neue Art gehört dem Subgenus Schöxachyrium Hack. an; sie ist mit À. Schottii
Rupr. verwandt, unterscheidet sich aber schon durch die unbegrannten & Ahrchen,
Mattogrosso: auf sumpfigem Boden an einem Buriti-Bach am oberen
Kulisehu (n. 732. — Juli 1899).
A. Pohlianus Hack. in Fl. Bras. Il. 3. 30%.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandflächen im Cuyabäthal ober-
halb von Rosario (n. 459. — April 1899).
A. semiberbis Kth. Enum. I. 489.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf steinigem Boden am Fube der
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 504. — April 1899); auf Sandstein-
boden bei der Fazenda Janjo am Corrego fundo (n. 529. — April 1899).
A. trichospirus Hack. Monogr. Andropog. 536, ex descr. determ
Mattogrosso: im Cuyabäthal oberhalb von Rosario auf trockenet
Wiesen viel zerstreut (n. 463. — April 1899).
Arundinella brasiliensis Raddi Agrost. bras. 37. L 1.
Mattogrosso: in dichten Rasen häufig zerstreut auf feuchten Wiese
an Bächen am oberen Paranatinga (n. 573. — Mai 1899).
Aristida capillacea Lam. Ill. Gen. 156,
Mattogrosso: an sonnigem, steinigen Abhang bei Cuyabä (n. 404,
April 1899).
A. chapadensis Trin. in Act, Petrop. 1836. p. #8.
Mattogrosso: die starren, diehten Rasen häufig zerstreut auf sar
digem Boden im Serradäo bei Cuyabä (n. 228. — Februar 1899).
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 139
A. implexa Trin. in Act. Petrop. 1836 p. 48.
Mattogrosso: die starren Rasen häufig zerstreut im Unterholz im
Serradao bei Cuyabä (n. 380. — März 1899).
A. longifolia Trin. in Act. Petrop. 1829 p. 84.
Mattogrosso: die dichten starren Rasen häufig zerstreut auf san-
digem Boden im Serradao bei Cuyabä (n. 307 et n. 372. — März 1899).
A. setifolia Kth. 2. arenaria Trin. (Diss. IL 25).
Mattogrosso: zerstreut an offenen Stellen im Serradao bei Cuyabä
(n. 185. — Februar 1899).
A. tineta Trin. et Rupr. in Act. Petrop. 1849 p. 414.
Mattogrosso: zerstreut auf Sandboden bei Cuyabä (n. 379. — März
1899); im oberen Guyabäthal (n. 445. — April 1899).
Sporobolus acuminatus (Trin.) Hack. (Act, Petrop. 1845 p. 77).
Mattogrosso: Cuyabä (n. 346. — März 1899).
S. aeneus (Trin.) Kth. Spec. Gram. IL t. 23.
Mattogrosso: zerstreut auf trockenem Sandsteinboden am Fuße der
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 506. — April 1899).
Tristachya chrysothrix Nees Agrost. bras. 460.
Mattogrosso: häufig im trockenen Grasland auf offenen Stellen im
Serrado bei Cuyabä (n. 190. — Februar 1899); gesellig an trockenen, steinigen
Abhängen der Hügel und Terrassen im Camp im Quellgebiet des Xingt.
Trichopteryx flammida (Trin.) Bth. (= Arundinella flammida Trin.
Gram. Spec. XXIII. t. 267).
Mattogrosso: am Rande von Gebüschstellen auf trockenen Wiesen-
strecken bei Cuyabä in großen Rasen (n. 268. — Februar 4899); gesellig
auf Wiesen im Cuyabäthal bei Rosario (n. 441. — April 1899).
Mierochloa setacea R. Br. Prim. Fl. Nov. Holl. 208.
Mattogrosso: auf feuchtem, grasbedeckten Boden an Bachufern bei
Cuyabä (n. 209. — Februar 1899).
Ctenium cirrhosum: (Nees) Kth. (Agrost. Bras. 116).
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, steinigen Boden bei Cuyaba
“in. 360. — März 1899); desgleichen häufiges Campgras im Quellgebiet des
Xingu.
Gymnopogon biflorus Pilger n. sp.; rhizomate culmos plures steriles
el floriferos edente, culmis erectis, apicem versus nullo modo decrescen-
bibus, foliosis, cum panicula ad 80 cm altis; foliis culmeis numerosis, bre-
vibus = patentibus lamina rigida, cuneato-lanceolata, e basi lata subcordata
vel truncata tota longitudine sensim angustata, acuta, abrupte in vaginam
angustata, + implicata vel convoluta, glaberrima, 5—7 cm longa, ad basin
12 mm lata, vagina brevi, angusta, glabra ad marginem albido-ciliata, parte
inferiore culmi plerumque internodiis breviore, parte superiore internodios
aequante vel superante; panicula elongata, florendi tempore basi vaginis
Superioribus inclusa, 30 cm longa; rhachi tenui, scaberrima; ramis erectis
140 38 7 GR, Pilger..
dissitis ad rhachim paniculae tenutssimam, scaberrimam, singulis vel imprimis
basin versus ex parte valde approximatis, elongatis, inferioribus ad 20 em
longis ; spiculis ad ramos satis distantibus, parvis, pedicellatis, singulis,
distichis; floribus 2 hermaphroditis et rhachilla ultra florem su-
periorem producta glumam imperfectam et aristam gerente;
slumis vacuis 2, inferiore breviore, anguste linearibus, 3,5 et 5 mm longis:
longe acuminatis, nervo unico scabro; flore inferiore sessili, flore superior
pedicello dimidium glumarum floris inferioris aequante instructo ; arista floris
inferioris illam floris superioris paulum, aristam supremam plus duplo su
perante; gluma florente floris inferioris lanceolata, brevissime 2-lobata,
3-nervia, dorso parce pilis longiusculis, rigidiusculis mstructa 2,5 mm longa,
arista paulum sub apice abeunte, 12 mm longa; palea aequilonga, anguste
lanceolata, tenuiter membranacea, 2-carinata; arista floris superioris 40 m
fere aequante; rhachilla supra flores producta gluma rudimentaria et arista
instructa. |
Die Art ist dem G. laevis Nees habituell sehr ähnlich, doch ist bei dieser Art das
Ährchen größer, eimblütig und die Granne kürzer. | |
Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Boden im oberen Cuyabäthal
(n. 489. — April 1899). | |
6. foliosus (Willd.) Nees Agrost. bras. 426. |
Mattogrosso: im oberen Cuyabäthal (n. 437. — April 1899).
Bouteloua racemosa Lag. Varied. Cienc. IL IV. (1805) 144.
Mattogrosso: starre Rasen häufig zerstreut im Unterholz im Serradao
bei Guyabä (n. 334: — März 1899).
Monochaete fastigiata (Nees) Döll in Fl. Bras. IL 3. 78. |
Mattogrosso: viel zerstreut auf trocknem, steinigen Boden am Quell-
fluss des Ronuro (n. 594. — Mai 1899).
Leptochloa virgata (L.) P. B. Agrost. 71.
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä zwischen Corumbä und Guyabi
in. 154. — Februar 1899).
Eragrostis articulata (Schrank) Nees Agrost. bras. 502. |
Mattogrosso: häufig zerstreut an offenen Stellen im Serrado bei
Cuyabä (n. 475. — Februar 1899).
3
C
E. interrupta (Lam.) Döll in Fl. Bras. II. 3. 157... sept
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä zwischen Corumbä und Cuyabä
n. 154. — Februar 1899); am sandigen Uferabhang am oberen Paranatinga
n. 554, — April 1899).
E. mattogrossensis Pilger n. sp; caespilosa; innovationibus extri
vaginalibus; foliis innovationum 4 eonvolutis, villosis; culmis floriferis nue
merosis, erectis, 50—60 cm altis, vaginis obtectis; foliis culmeis circa 5,
lamina rigida, longa, lineari, longe sensim apicem versus anguslala, <b cone
voluta vel plicata vel plana, == villosa, ad 30 em longa, ad 4 cm lata, hast
lata abrupte in vaginam angustata, nervis prominentibus; vagina areta, tereli,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso, 141
striata, = villosa, ore imprimis dense barbata, ligula corona pilorum strietorum,
brevissimorum ‘formata; panicula ad 20 cm longa; rhachi glabra, inferiore
parte tereti, apice suleata; ramis brevibus (2— em longis), solitariis, florendi
tempore divaricatis, spiciformibus vel rarius basi parce ramulosis, ad rhachim
longe distantibus; spiculis ad ramos distantibus solitariis vel binis, breviter
pedicellatis, circiter 20-floris, 1 cm longis, densifloris; glumis vacuis parum
inaequalibus, brevibus, lanceolatis, 1-nerviis, 1,5—-2 mm longis, gluma florente
late ovata, acuta, 3-nervia, 2,5 mm longa; palea 2-costata, 1,5 mm _ longa,
margine inflexa, dorso subcristato-ciliolata, sulcata,
Die Art steht der E. rufescens Schult. nahe, von der:sie sich durch den: hohen,
aufrechten Wuchs der zahlreichen Halme aus dichtem Rasen unterscheidet, sowie durch
die Form der Blätter und des Blütenstandes. Am meisten nähert sie sich der Var.
Pragrostis rufescens var. spiciramea Doll. Nees führt diese Var. in der Agrost. bras.
noch nicht auf, die zwischen seiner Var. « und 3 stehen müsste. Die Ahrchenspindel
zerbricht nach dem Verblühen unregelmäßig, doch trennen sich Deckspelze und Vorspelze:
die letztere bleibt anfangs an der Spindel stehen.
Mattogrosso: zerstreut zwischen Sandsteinblöcken am trocknen Ufer-
rand des Quellflusses des Ronuro (n. 558. — Mai 1899).
| Forma glabrescens: foliis lamina glabra.
Mattogrosso: zerstreut an sandigen, offenen Stellen im Serrado bei
Cuyaba (n. 223. — Februar 1899); auf offener Sandfläche an der Bandeira
bei Cuyabä (n. 336. — März 1899). |
E. rufescens Schult. Mant. IL 349. (= Eragrostis inconstans Nees «).
Mattogrosso: gesellig in einer feuchten Einsenkung im hügligen
Terrain bei Cuyabä (n. 333. — März 1899); auf offener Sandfläche an der
Bandeira bei Cuyabä (n. 358. — März 1899). Fa
Guadua paniculata Munro Monogr. 85. |
. Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am Rio Nobre (n. 431. —
blühend im April 1899).
Cyperacoae.
Lipocarpha Selloana Kth. Enum. II. 267.
_Mattogrosso: zerstreut auf feuchtem Sandboden an einem Bache bei
Cuyabä (n. 183. — Februar 1899). |
Cyperus amabilis Vahl Enum. II. 318 (= C. aureus Kth. 2. auran-
tiacus [Kth.] Bckl.). a
Mattogrosso: häufig auf trockenem, steinigen Boden bei Cuyaba
(n. 353. — März 1899). | u
'
C. Haspan L.-#. americanus Bekl. Cyp. 179. ‘ hf
Mattogrosso: gesellig in kleinen Wasserlachen im Sumpfboden am
Waldrande am Corrego d’estival im Cuyabäthal (n. 492. — April 1899).
©. Luzulae Rottb. Gram. 23. t. 43. } N
" Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä zwischen Corumbä und Cuyabä
(n. 150. — Februar 1899). Bi.
4
142 R. Pilger.
Kyllinga pungens Link Hort. Berol. L 326.
Mattogrosso: gesellig auf feuchtem Sandboden mit leichter Grasnarbe |
an Bächen bei Cuyabä (n. 488. -— Februar 1899).
Fuirena incompleta Nees in Fl. Bras. Il. 4. 407.
Mattogrosso: auf sumpfigem Bachufer bei der Piava (n. 528.
April 1899).
Scirpus capillaris L. Mant. 321.
Mattogrosso: häufig im Serrado bei Cuyabä (n. 163. — Februar 1899)
Var. tenuifolia (Rudge).
Mattogrosso: häufig auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
n. 378. — März 1899).
Se. Humboldtii Spreng. Syst. I. 213 (= Isolepis juneiformis Kth.).
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
(n. 386. — März 1899); häufig im Camp im Quellgebiet des Batovy (n. 675.
Juni 1899).
Se. paradoxus (Spreng.) Bckl. Cyp. 507. |
Mattogrosso: sehr häufig zerstreut im trocknen Camp am oberen
Paranatinga (n. 541. — April 1899).
Se. xerophilus Pilger n. sp. caespite parvo, denso, culmum unieum
emittente; culmo laevi, striato, parte superiore nudo; 50 cm alto; folüs
rigidis, lortuosis, angustissime linearibus, breviter in apicem acutam, scan
riosam acuminatis, extus strialis, margine breviter scaberrime ciliatis, #-
involutis, 20 cm longis et I mm vel paulo ultra latis; vaginis apice bar
batis; foliis inflorescentiam involucrantibus nonnullis diversa longitudine,
basi ovato-lanceolata anguste linearibus, ad 4 em longis, foliis umbellas—
secundi ordinis involuerantibus perbrevibus; inflorescentia satis ampla, multis
flora, umbellam compositam formante, radiis primariis numerosis ad 40 en
longis, iterum apice umbellam brevem gerentibus; spiculis ad pedicellos”
singulis, ovato lanceolatis, 4—6 mm longis; squamis spiculae ovalis, aculis,
carinatis, dorso parce brevissime puberulis, margine ciliolulatis, nervis 3 ap-
proximalis; perigonio nullo; ovario angusto, stylo basi in bulbum parvum
incrassato, in stigmata tria ad medium usque diviso, staminibus 3.
Die Art gehört in die Verwandtschaft von Se. capillaris L., zeichnet sich aber
durch höheren Wuchs aus, durch die Involueralblätter, durch zusammengesetzte Dolde
und größere Ahrchen. \
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen Hügeln im Camp bei der Piavi
n. 533. — April 1899).
Heleocharis chaetaria R. et Sch. Syst. II. 15%.
Mattogrosso: zerstreut auf Sumpfwiese au der Piava (n, 522.
April 1899).
H. fistulosa Schult, Mant. IL 89.
Mattogrosso: am Rande eines Teiches bei Guyabä (n, 296. — März
1K99), |
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 143
H. sulcata Nees in Linn. IX. 294.
Mattogrosso: am Rande eines Teiches bei Cuyabä (n. 295. — März
1899).
Fimbristylis diphylla Vahl Enum. IL 289.
Mattogrosso: auf feuchtem Sandboden an einem Bache bei Cuyabä
(n. 182. — Februar 1899); gesellig auf feuchten und sumpfigen Wiesen im
Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. 410. — April 1899).
Rhynchospora armerioides Presl Reliq. Hänk. I. 197.
Mattogrosso: gesellig auf sandigem Boden am Rande von Tümpeln
bei Cuyabä (n. 263. — Februar 1899); auf offener Sandfläche an der Ban-
deira bei Cuyabä (n. 323. — März 1899).
Rh. cephalotes Vahl Enum. Il. 237.
- Mattogrosso: auf sumpfigem Boden an einem Buriti-Bach am oberen
Kulisehu (n. 722%. — August 1899).
Rh. Minarum Stend. (= Rh. subcapitata Bekl. ex Clarke).
Mattogrosso: häulig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kulisehu
{n. 743. — August 1899).
Rh. pluricarpa Pilger n. sp.; humilis, caespites densos formans; radice
fibrosa; culmis numerosis 9—10 cm altis, strietis, tenuibus, fere teretibus,
uno latere parum sulcatis; foliis ad culmum paucis, supremo corymbum
aequante vel parum superante; foliis rigidis, strictis vel parum curvatis,
angustissimis, filiformibus, crassiusculis, glabris, fere teretibus, inferne sulca
angusta instructis, breviter acuminatis, ad 5 em longis; corymbis ad apicem
eulmi 2 parum ramosis, paucifloris, brevibus; ramulis in corymbo inferiore
fere semper unispiculatis, in corymbo superiore indivisis vel paucispiculatis,
patentibus, brevibus; bracteis e basi lanceolata, membranacea setaceis, ra-
mulis brevioribus; spiculis anguste lanceolatis, floribus pluribus hermaphro-
ditis; squamis ovato-lanceolatis vel superioribus longioribus, lanceolatis,
plerumque e nervo breviter setaceo-acuminatis; glumis vacuis ad basin spiculae
tantum 2, breviusculis; stylo in flore hermaphrodito tenui, longe bipartito;
fructibus in spicula 4—5; caryopsi minima, biconvexa, apice rotundata,
‘rostro perbrevi, depresso instructa, basi angustata, matura plumbeo-nitente,
0,5—0,75 mm longa, lalore uno rugis latis parum impressis instrucla; peri-
‚synio nullo.
Verwandt mit Rh. tenuis Willd., aber unterschieden durch den niederen Wuchs,
die schwach ausgebildeten Corymben, durch die größere Anzahl der Früchtehen im
Scheinährchen, die sehr klein und weniger tief gerunzelt sind.
| Mattogrosso: gesellig auf zähem Schlammboden in der Nähe eines
Baches bei der Piava (n. 536. — fruchtend im April 4899).
Rh. velutina (Nees) Bekl. forma glabrescens.
Mattogrosso: zerstreut auf sumpfigem Bachufer am oberen Parana-
tinga (n 565. — Mai 1899).
144 , | R. Pilger.
Rh. sp.
‘ Mattogrosso: gesellig auf Sumpfstreifen an allen Bächen im Cuyabi
thal oberhalb von Rosario (n. 456. — April 1899).
Die Pflanze ist für die Sumpfstreifen an den Bächen im Gebiet sehr charakteristisch
wahrscheinlich eine Rhynchospora; nur fruchtend gesammelt, Griffel und Staubbeutel
sind nicht mehr vorhanden; das Perigon fehlt; die Caryopse ist cigentümlich unterseits
mit einer breiten Riefe verschen.
Seleria bracteata Cav. Ic. 34. t. 457.
Mattogrosso: sumpfiges Ufer eines Buriti-Baches am oberen Kulisehu,
mit niederliegenden, über 2 m langen: Halmen (n. 723. — Juli 4899); im
äußeren Uferwald am oberen Kulisehu (n. 744: — Juli #899).
S. (Hypoporum) cuyabensis Pilger n. sp.; radice fibrosa; culmis
compluribus, adscendentibus, tenuissimis, foliosis, spica simpliei terminatis,
ad 40 cm altis; foliis angustissimis, elongalis, tenuibus, flexuosis, viridibus,
sensim attenuatis, glabris vel pilis nonnullis brevibus, hispidis inspersis, foliis
superioribus imprimis apicem versus scaberulis, folis ad 20 cm et supra
longis, ad 2 mm latis, simplieiter implicatis, vaginis angustis, inferioribus
parce hispidulis; spica capitulorum terminali simplici, interrupta, 8—12 em
longa; rhachi tenui, flexuosa, triquetra; capitulis basin versus longius
(1—4,5 cm) distantibus, apicem versus approximatis; bracteis brevibus, capi-
tulum hand aequantibus; capitulis pauci- (4) spiculatis; spiculis androgynis
vel masculis, in spiculis androgynis spicula © spiculam G' basi amplectente;
spicula @ 4-flora, squamis scariosis caryopsin superantibus; caryopsi
parva ovato-globosa, apice rotundata vel parum applanata, crasse stipitata |
lactea, nitida, distincte lacunoso-cancellata vel apicem versus echinata, peri
zynio in rhachilla permanente, parvo, obscure trigono, parum excavato;
spiculis cf anguste lanceolatis, squamis lanceolatis, obtusiusculis.
Verwandt mit S. leptostachya; diese Art unterscheidet sich aber durch das Rhizom
und die mehr oder weniger glatte, zerbrechliche Caryopse.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem, steinigen Boden be
Cuyabi (n. 366. — März 1899). a
S. hittella Sw. FI Ind. Occ. I. 93. | |
Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfiger Wiese am Corrego
d’estival im oberen Cuyabäthal (n. 484. — April 1899).
S. mitis Berg in Act. Holm. a. 1765. 145. t.
Mattogrosso: viel zerstreut auf Sumpfstellen an einem kleinen Baek
am oberen Paranatinga (n. 575. — Mai 1899).
pratensis Nees in Act. Nat, Cur, XIX. Suppl. 124.
Mattogrosso: Ufer des Rio Cuyabä, zwischen Corumbé und Cuyabim
n, 459. — Februar 1899). |
S. (Ilypoporum) pusilla Pilger n. sp.; gracilis, caepiles parvo
formans; radice fibrosa; culmis numerosis, ereclis, tenuibus, 45—20 en
altis: foliis nonullis distantibus instructis, foliis tenuibus ++ erectis vel paru
—_—
flexuosis, angustissime linearibus, sensim attenuatis, plants, glabris, ad 9 en
u
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 145
longis et 1 mm latitudine raro superantibus, nervo medio angusto, subtus
prominente, vaginis angustis, angulatis, glabris; inflorescentia cymosa termi-
nali, brevi, pauci-capitulata, ramulosa; rhachi tenuissima, angulata; ramulis
brevibus, distantibus, patentibus paucicapitulatis; capitulis distantibus, minimis,
2—3 mm longis, subglobosis; spiculis in capitulis paucis (3), androgynis;
squamis carinatis ovatis, brevibus, acutis vel ex nervo medio + setoso
acuminatis; caryopsi parva, globosa, squamis parum breviore, lactea, nitente,
distincte dense echinata, crasse stipitata, perigynio in rhachilla permanente
parvo, parum excavato.
Mit Sel. verticillata verwandt; diese Art unterscheidet sich aber durch einen fast
stets einfachen ährenförmigen Blütenstand sowie eine dickere rauhe Rhachis und durch
größere Köpfchen.
_ Mattogrosso: am Uferabhang des Quellflusses des Ronuro (n. 596. —
Mai 1899).
S. violacea Pilger n. sp.; culmo 2m et ultra alto, basi repente,
folioso, distincte trigono, nitente; foliis rigidis, patentibus, longis, late linea-
Tibus, apicem versus sensim angustatis, basi latis, viridi-nitentibus, margine
et nervo medio subtus scabris, ad 60 cm longis et 1—4,8 cm latis, ligulis
valde elongatis, apice rotundatis, scariosis, vaginis acute trigonis, angulis
scabris, inferioribus fuscis; paniculis ad apicem culmi 2, superiore majore,
ambitu ovata vel ovato-rotundata, densa, multiramosa, 8 em longa; rhachi
hirsuta; ramis densis, brevibus, divaricatis; spiculis masculis multo prae-
valentibus, spiculis femineis singulis basi ramulorum spiculas masculas ge-
rentium; bracteis infra paniculam nonullis (3) foliaceis, paniculam aequan-
tibus vel superantibus, bracteis superioribus angustissimis, ex parte setosis;
Spicula mascula parva, longius pedicellata, lineari, 5—6 mm longa, squamis
lineari-lanceolatis, acutatis, fuscescentibus; spicula feminea 1-flora; squamis
inferioribus brevibus, acuminatis, suprema lanceolato-ovata, longe acuminata,
earyopsin duplo superante, squamis papyraceo-membranaceis, stramineis vel
fuscescentibus; caryopsi pyramidata, distincte trigona, apicem versus angustata
acutata, = violaceo-tincta, breviter hispidula, disco exempto 3,5—4 mm
Tonga, lateribus basi 2,5—3 mm latis; perigynio superiore cum caryopsi con-
juncto, trilobato, lobis brevibus, acutis, albido-nitentibus, scariosis, perigynio
inferiore in rhachilla permanente parvo, patelliforme, margine integro.
a
4
Verwandt mit S. Marti Steud., doch durch die Frucht sehr abweichend; diese ist
bei S. Martii kaum dreieckig, oben abgerundet, viel kleiner und ungefärbt.
| Mattogrosso: auf Sumpfboden an einem Buriti-Bach am oberen
Kulisehu (n. 715. — Juli 1899).
Fi Araceae.
— Philodendron speciosum Schott Melet. I. 20.
Stamm bis 10 cm dick, bis 3 m lang, unverästet, mit den Narben der abgefallenen
Blätter bedeckt, mehr oder weniger niederliegend oder fast senkrecht aufrecht, überall
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 10
146 R. Pilger.
mit Luftwurzeln sich an einen nahestehenden Baumstamm anklammernd, die Luft
wurzeln mehrfach um den Stamm herumgeschlungen; Blätter an der Spitze des Stammes
gedrängt.
Mattogrosso: häufig am Uferhang am Quellfluss des Batovy (n. 672
— Blühend im Juni 1899).
Xyridaceae.
Xyris savanensis Mig. 2. glabrata Seub. Fl. Bras. II. 4. 247.
Mattogrosso: im Quellbach des Jatoba, auf durchfeuchtetem Boden
zwischen Sandsteinblücken (n. 663. — Blühend im Juni 1899).
Eriocaulaceae (det. Ruhland).
Eriocaulon altogibbosum Ruhl. n. sp.; caule brevi vel perbrevi;
foliis lanceolato-linearibus, obtusiusculis, glabris, nitidis, in sicco olivaceo-
nigrescentibus, 15—23 nerviis, basi fenestratis, fragili-membranaceis; pe
dunculis per complures (2—6) aggregatis, erectis, robustis, non tortis, solidis,
sublaevibus, levissime 7 sulculatis; vaginis quam folia paene dimidio brevio
ribus, laxis, striatis, glabris, oblique fissis, lamina eito destructis; capitulis
slobosis, densifloris, floribus reflexis inconspicuis, obovatis, acutis vel acu-
minatis, apice mox destructis, glabris, naviculari-concavis, pro ratione per
paueis, hyalino-flavescentibus; receptaculo glabro; bracteis flores stipantibus
anguste spathulato-obovatis, acutis, albidis, dorso pilosis; floribus trimeris,
floris masculi partibus perigonii exterioris poslice a basi circiter ad me-
dium spathaceo-connatis, facile solubilibus, antice fissis, interioris lobo an-
tico quam postico paullo majore.
Blätter 16—24 cm lang, in der Mitte 6—7,5 mm breit, fast ein wenig dicklich,
Schäfte 32—39 cm lang, 11/3, mm dick; Scheiden 10—413 cm lang, 3—3,5 mm weit;
Köpfehen 7—9 mm im Querdurchmesser. Blüten denen von Æ. gebbosum Koern, sehr
ähnlich (doch vgl. oben). Färbung der Blütenhüllteile heller (weißlich-braun); Frucht:
knoten 2-gliedrig, kugelig-eiförmig; Stylus sehr kurz; Stigmata 8, sehr lang, frei, einfach?
Mattogrosso: gesellig im Laufe eines Buriti-Baches; die Blattrosetle
unter Wasser, die Bliitenképfchen über Wasser. Am oberen Kulischu
n. 757. — Blühend im Juli 1899).
‘ Mi
Die Art steht dem sehr variablen Æ. gibbosum Koern, zweifellos sehr nahe, so dass
ich sie, da die Unterschiede im Blütenbau nur ganz geringfügige sind, trotz der bedeu
tenden habituellen Differenz unbedenklich zu derselben als Varietät gestellt hätte, went
nicht die etwas abweichende Beschaffenheit der Blätter, Involucralbracteen und Schäft
dazugekommen wäre, Möglicherweise werden aber später noch Zwischenformen bekann
werden,
E. gibbosum Koern. in Mart. Fl. bras, Wh 4. 489,
Var, mattogrossense Ruhl. n. var; differt a forma typica habitw
robustiore (folia 144—14 em longa, medio 4,5 mm lata; peduneuli 18—20 en
longi; capitula duriusenla); bracteis flores stipantibus albidis et peduncul
per complures (3—7) aggregalis,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 147
Mattogrosso: viel zerstreut im Wasser oder am feuchten Uferrand
des Quellflusses des Ronuro (n. 586. — Blühend im Mai 1899).
Der von der Hauptform divergenteste Typus dieser vielgestaltigen Species.
Ths Pilgeri Ruhl. n. sp.; caule perbrevi; foliis patenti-caespitosis,
linearibus, lanceolatis, glabris, obtusiusculis, 10—42 nerviis, basi latioribus
ibique vix fenestratis, membranaceis, in sicco viridibus; pedunculis per nu-
merosissimos fasciculato-congestis, folia multoties superantibus, stramineo-
viridibus, glabris, paullum tortis, -5 costatis; vaginis laxissimis, folia eireiter
adaequantibus, striatis, glabris, membranaceis, oblique fissis, lamina tener-
rima, cito lacerata instructis; capitulis parvis, globosis, summitate albido-
villosis; bracteis involucrantibus conspicuis, latissime ovatis vel orbi-
eularibus, interioribus paullo angustioribus, obovatis et longioribus, omnibus.
acutis et apice sparse pilosulis, mox glabris, concavis, spadiceo-brunneis ;
Teceptaculo glabro; bracteis flores stipantibus spathulato-obovatis,
-acuminatis, summo dorso pilosis; perigonii exterioris floris masculi partibus
postice spathaceo-connatis, antice fissis, interioris lobis aequalibus.
4 Blätter am Grunde 5 mm, in der Mitte etwa 3,5 mm breit, 3—5 cm lang, Schäfte
11—14,5 cm hoch; Scheiden 5 cm lang, 2 mm breit, Köpfchen an dem vorliegenden
f Exemplare noch sehr jung, 2,5 mm im Querdurchmesser; in denselben waren erst die
5 Blüten entwickelt, die Q AE ich nicht gesehen. Äußere Hüllblätter spathaförmig
a ev achsert, leicht trennbar, fast spitzlich, bräunlich-gelb, oben am Ricken behaart,
innere Hülle tubusförmig; Zipfel derselben ziemlich gleich, a üsig, gewimpert; Stamina 6.
Antheren dunkelolivengrün bis schwärzlich.
Mattogrosso: zerstreut auf Sumpfboden an einem Bache bei Cuyabä
1.239. — Blühend im Februar).
Da die © Blüte fehlt, ist die Verwandtschaft nicht absolut sicher zu fixieren, doch
dürfte die Art dem E. gibbosum Koern. nahe stehen. Durch die zahlreichen Schäfte
und die Involucralbracteen charakterisiert.
Syngonanthus caulescens (Poir.) Ruhl. (Enc. Suppl. II. 162).
Mattogrosso: gesellig auf einer sumpfigen Wiese in der Nähe eines
Baches in Serrado bei Cuyabä. (n. 264. — Blühend im Februar 1899).
=: Commelinaceae.
Aneilema semifoliatum C. B. Clarke in Trans. Linn. Soc. IV. 3. 498.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Bachwiese im oberen Cuyabithal
. 808. — Blühend im October 1899).
Dichorisandra Aubletiana R. et Sch. Syst. Veg. VII. 4181.
Blüten dunkellila; reich verzweigt im Gebüsch emporgehend.
Mattogrosso: auf sumpfigem Boden im Uferwald des Rio Nobre
. 443. — Blühend und fruchtend im April 1899).
10*
Sh lenges
148 . R. Pilger.
Amaryllidaceae.
Alstroemeria brasiliensis Spreng. Syst. II. 81.
Blütenblätter außen carmoisinrot angelaufen, innen gelblich weiß, rötlich angelaufen
mit dunkelpurpurnen kleinen Flecken und grünlicher Spitze.
Mattogrosso: selten zerstreut am Rande des Uferwaldes am obere
Paranatinga (n. 546. — Blühend im April 1899).
Tridaceae.
Cipura paludosa Aubl. Guian. I. 38. t. 43.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 189.
Blühend im März 1899),
Sisyrinchium elatum Hook. Ic. Pl. t. 249. |
Mattogrosso: sumplige Wiese an einem Bachlauf im oberen Guy
thal (n, 807. — Blühend im September 1899).
Bromeliaceae (det. C. Mrz).
Bromelia fastuosa Lindley Coll. fase. I. t. A.
Dichte Rosette von stachligen, bis meterlangen Blättern; Blütenschaft 50 em hoch
bis zum Blütenstand mit Blättern bekleidet, deren Scheiden über einander greifen; die
oberen Blätter sind leuchtend rot, die Bracteen weiß, bestäubt; Kelch weiß; Blütenblätter
purpurn mit schmalem weißen Rand.
Mattogrosso: auf Sandboden im Serradao bei Cuyabä (n. 824. —
Blühend im October 1899).
Aechmea brachyclada Bak. Brom. 37.
Nom, vern.: Gravatera de agua. Rosette von dickfleischigen, 75 cm langen Bliit-
lern, die am Grunde kahnförmig erweitert sind und dicht übereinander schließen; es
entstehen so Höhlungen, die große Mengen von Wasser enthalten; aus der Rosette er
hebt sich der Blütenstand mit mehreren 5 cm langen rosa Hochblittern; Blütenblätter he
rosafarben.
Mattogrosso: Epiphyt auf Curatella im Camp am oberen Kulisehu
'n. 758. — Blühend im Juli 1899).
Billbergia Meyeri Mez nov. spee.; foliis margine spinulis parvis
dense armatis, ut videtur dorso dilute vittatis; inflorescentia submultiflora,
simplicissima, dense spicata, albo-farinosa; bracteolis maximis quam sepala
paullo brevioribus, ovato-triangularibus, acutis; floribus sessilibus, sepalis
lriangularibus, sensim acutis acuminulatisque; pelalis per anthesin valde re
volutis, viridibus; ovario haud granuloso,
Folia pauca alte tubulose conniventia, basi in vaginam angustan
elongate triangularem dilatata, anguste linearia, apice longiuscule acumin
lata subulata, margine spinulis vix ultra 4 mm longis, sursum hamatis aucta
Scapus gracillimus, nutans, = albo-farinosus, vaginis superioribus rosacet
Viicen'), late ellipticis, acutis, subinflatis, ereetis indutus. Infloreseentit
4
=. Beitrag zur Flora von Matlogrosso. 149
pendula, = 140 mm longa, (petalis genitalibusque neglectis) 40 mm diam-
metiens, rhachi densissime farinosa recta; bracteolis Æ 20 mm longis,
suberectis vel erectis. Flores + 70 mm longi, sepalis omnibus subaequalibus
= 20 mm metientibus, lilacinis (Pırcer!), bene farinosis. Petala lori-
formia, apice acutiuscula, == 45 mm longa, infime ligulis binis grosse cre-
natis, reflexis aucta. Stamina petala optime superantia his revolutis per
anthesin ulterius porrecta; filamentis ser. IL a petalis liberis; antheris per-
anguste lineraribus = 13 mm longis, apice acutiusculis, equitantibus.
“Ovarium sulcatum, dense farmosum, = 7 mm longum, apice constrictum
nee ibi sepalorum basi latius; tubo epigyno maximo (4—5 mm), urceolato;
stylo antheras paullo superante.
Obs. Ex bracteis maximis absque ullo dubio bellbergiae incarnalae
proxima, tamen toto coelo et habitu et characteribus distineta.
Mattogrosso: Epiphyt auf verschiedenen Bäumen im Uferwald am
oberen Kulisehu (n. 705. — Blühend im Juni 1899).
Scitamineae.
Heliconia cannoidea Rich. Comm. Mus. 24. t. 9—10.
Spathen orangerot; Stengel bis 2,5 m hoch.
Mattogrosso: auf sumpfigem Boden im Gebüsch an Buriti-Bachen
am oberen Kulisehu (n. 714. — Juli 1899).
Costus spicatus Sw. Fl. Ind. Oce. 1. 6.
Spathen rötlich; 1,5 m hoch.
Mattogrosso: auf sumpfigem Boden im Uferwald des Rio Nobre
{n. 438. — April 1899).
Maranta Pohliana Koern. Prodr. mon. 44.
Mattogrosso: auf feuchtem Boden im Uferwald des Rio Cuyabä bei
Rosario (n. 403. — Blühend im April 1899).
Von PErersen wurde M. Pohliana zu M. divaricata Rosc. gezogen; Sp. Moore
(Trans. Linn. Soc. IV. 3. 486) weist wiederum auf die Unterschiede der beiden Arten hin.
Burmanniaceae.
Burmannia flava Mart. Nov. Gen. et Spec. I. p. M.
Blüten citronengelb,
2 Mattogrosso: viel zerstreut auf Sumpfwiesen. im Cuyabäthal oberhalb
von Rosario (n. 452. — Blühend im April 1899.)
Orchidaceae (det. R. Schlechter).
… Habenaria Pilgeri Schltr. n. sp.; gracilis, erecta, glaberrima; caule
Stricto aphyllo, vaginis erectis acuminatis, rigidis, apice libera excepta
Caulem arcte amplectentibus, sensim in bracteas abeuntibus; spica subcapi-
tata, subglobosa, dense pluri- vel multi-flora; bracteis erectis vel erecto-
patentibus ovata-lanceolatis acuminatis, rigidiusculis, ovarium aequantibus
150 | R. Pilger.
vel paullo superantibus, superioribus ovario paullo brevioribus; floribu
fide collectoris laete aurantiacis; sepalo intermedio ovato-obtuso concavo
trinervio, lateralibus patentibus oblique ovato-oblongis obtusis, trinerviis,
intermedio aequilongis, vix 0,5 cm longis; petalis erectis, cum sepalo inter-
medio galeam obtusam formantibus, oblique oblongis obtusis, sepalis paull
brevioribus, margine anteriore ligula lineari, dimidium petalorum vix exce
dente ornatis; labello trilobo 0,5 cm longo, lobo intermedio ligulato obtuso
lateralibus linearibus acutis, intermedii dimidium haud excedentibus, vulg
adscendentibus, calcare compressiusculo apicem versus paullo ampliato, ova-
rio paulo breviore; anthera obtusissima, canalibus antherarum brevibus;
rostello cornoso, pro magnitudine florum amplo, obtuso, brachiis porreeti
linearibus; processubus sligmaticis clavalis obtusis, carnosis, dimidio ante
riore decurvulis.
Zur Gruppe der »Microdactylae« gehörend. Wie bei verschiedenen Arten aus
dieser Verwandtschaft sind die unteren Stammscheiden tiefschwarz gefärbt. Die ganze
Pflanze erinnert lebhaft an dichter blühende Platycorynen, ein Eindruck, der noch durch
die bei Platycoryne auch häufige orangegelbe Blütenfärbung bestärkt wird. Infolge ihrer
dichten, kopfförmigen Inflorescenz ist die Pflanze leicht von den anderen bisher bekann
sewordenen Arten der Gruppe zu erkennen.
Mattogrosso: viel zerstreut auf Sumpfwiese an einem Buriti-Bac
am oberen Kulisehu (n. 731. — Blühend im Juli 1899).
H. pratensis Rchb. f. in Linnaea XXI. 813.
Blüten dunkel citronengelb.
Mattogrosso: zerstreut auf feuchten Bachwiesen im Serrado bei
Cuyabä (n. 226. — Blühend im Februar 1899).
Pelexia setacea Lindl, Gen. et Sp. Orch. 482 (?).
Blüten weiss.
Matlogrosso: auf trocknem Camp am oberen Kulisehu selten zer-
streut (n. 746. — Blühend im Juli 1899).
Ponthieva Mandonii Rehb. f. Xenia Orch. IH. 18,
Blüten weiss,
Mattogrosso: zerstreut im Gebiischschatten auf Sandboden am Ufer-
rand des Quellflusses des Ronuro (n. 570, — Blühend im Mai 1899)
Galeandra juncea Lindl. Sert, Orch. sub tb. 37.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Bachwiesen bei Cuyabä (n. 230. —
Blühend im Februar 1899).
Cattleya superba Schombgk. ex Lindl. Sert, Orch, t, 22.
Mattogrosso: Epiphyt auf Bäumen an Bachufer im Quellgebiet des
Jatoba: Blüten dunkel-rotviolett (n, 65%. — Blühend im Juni 1899). |
Oncidium Sprucei Lindl. Fol. Orch, Oneid, 14.
Mattogrosso: Epiphyt im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 768,
Blühend im August 1899),
Beitrag zur Flora von Matlogrosso. 151
Piperaceae.
Peperomia circinata Link. Jahrb. I. 3. 64.
Kleiner Epiphyt, mit dickfleischigen, rundlichen Blättern.
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu, häufig auf Rinde
‚verschiedener Bäume, dem Stamm fest angedrückt, größere oder kleinere
Flächen am Stamm bedeckend (n. 790. — Blühend im August 1899).
F. pellucida (L.) Kth. (Sp. Pl. Ed. II.-I. 42. n. 40).
Mattogrosso: häufig auf feuchtem Boden im Uferwald des Rio Guyabä
bei Rosario (n. 443. — Blühend im ‘April 1899).
Piper mollicomum (Kth.) Cas. DC. in Prodr. XVI. 4. 316.
+ Holzige, 2 m hohe Staude mit knotigem Stengel, im oberen Teil stark verzweigt.
Mattogrosso: häufig an sumpfigem Bachufer im Quellgebiet des Batovy
(n. 685. — Blühend im Juni 1899).
Proteaceae.
Euplassa inaequalis (Endl.) Engl. (Gen. Suppl. IV. 2. 87)
Baum, S m hoch, mit aufrechtem Stamm mit heller, glatter Rinde, dichtbelaubter
zusammengezogener Krone,
i Mattogrosso: im Waldstreifen eines Buriti-Baches am oberen Kuli-
sehu (n. 766. —- Blühend im Juli 1899).
_ Loranthaceae.
Phoradendron latifolium (Sw.) Gris. (Fl. I. 268).
Parasit auf Guarea trichilioides L.; 75 cm hoher, dunkelgrüner Busch.
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 720. — Blühend
im Juni 1899).
Polygonaceae.
Coccoloba marginata Benth. in Hook. Journ. of Bot. IV. 626.
Schwach verzweigter, 2m hoher Strauch.
Mattogrosso: zerstreut im Waldstreifen an einem Buriti-Bach am
“oberen Kulisehu (n. 765. — Blühend im Juli 1899).
Triplaris brasiliana Cham. in Linnaea VII. 139.
2 Hoher Baum, am Grunde in mehrere gleichstarke Aste geteilt, reichblühend. 4 BI.
“weisslich, © Bl. grünlich gelb, rosa angelaufen.
Mattogrosso: häufig an der sandigen Barranca am oberen Kulisehu
An. 703 of und n. 704 ©. — Blühend im Juni 1899).
___T. formicosa Sp. Moore in Trans. Linn. Soc. 1895. p. 445.
Männliches Exemplar. Baum, 40 m hoch; der Stamm hat am Grunde 45 cm
D ist gerade aufrecht und trägt im FRE Teil zahlreiche Aste, die einzeln
in Abständen stehen, im Verhältnis zum Stamm dünn und schwach, wenig verzweigt.
Der Baum ist schwach belaubt; die kurzen Zweige tragen nur nach der Spitze zu die
stoßen, bis 40 cm langen und 20 cm breiten Blätter und endigen mit einer großen
152 R. Pilger.
Blütenrispe. Die Borke ist hellgrau und löst sich in ziemlich großen, dünnen, papier
artigen Schuppen ab. Der Baum ist von Ameisen bewohnt; der obere Teil de
Stammes, die Äste und Zweige sind hohl und bilden ein ununterbrochenes Röhren:
system, da auch die Querwände an den Zweigen bei den Blattinternodien mit runde
Löchern durchbohrt sind, Die Art ist nahe verwandt mit 7. Schomburgkiana Bth
vom Casiquiare, vielleicht nicht specifisch verschieden; in der Form und Nervatur de
Blattes zeigen sich einige Unterschiede.
Mattogrosso: zerstreut an der sandigen Barranca am oberen Kuli
sehu (n. 760. — Blühend im Juli 1899).
Aizoaceae.
Portulaca pilosa L. Sp. Pl. 445. |
Mattogrosso: zerstreut auf Kiesboden an offenen Stellen im Serrado
bei Cuyabä (n. 810. — Blühend im October 1899).
Amarantaceae.
Iresine polymorpha Mart. Nov. Gen. IL 56. t. 153.
Mattogrosso: in dichten, 1,5 m hohen Biischen gesellig auf sandiger
Barranca am oberen Kulisehu (n. 775. — Blühend im August 1899).
Gomphrena aphylla Pohl ex Moq. in DC. Prodr. XII. 2. 416.
Mattogrosso: viel zerstreut auf Bachwiese im oberen Guyabäthal
(n. 809. — Blühend im October 1899). |
G. glabrata (§ Pfaffia) (Mart.) Mog. in DC. Prodr. XIII. 2. 388.
Mattogrosso: dichte, hohe Büsche zwischen Sandsteinblöcken im
Lauf des Corrego fundo (n. 519. — Blühend im April 1899).
G. hygrophila Mart. ex Mog. in DC. Prodr. XIII. 2. 415.
Pflänzchen kriechend, mit starkem Rhizom.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira
hei Cuyabä (n. 324. — Blühend im März 1899).
G. officinalis Mart. in Isis 1824. Heft 6. p. 324.
Blütenkopf orangerot,
Mattogrosso: selten zerstreut auf Sandboden bei Guyabä (n. 387. —
Blühend im März 1899).
Telanthera dentata Moq. in DC. Prodr. XII. 2. 378. |
Mattogrosso: gesellig an sandiger Uferbarranca am oberen Kulisehu
(n. 695. — Blühend im Juni 1899).
Achyrantha repens R. Br. Prodr, Fl. Nov. Holl, 1. 417.
Mattogrosso: Gorumbä, am Flussufer (n. 444. — Januar 1899).
Caryophyllaceae.
Polycarpaea corymbosa (L.) Lam, Il. n, 2798.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 474, — Februar
1899).
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 153
Nymphaeaceae.
Cabomba piauhiensis Gardn. in Hook. Ic. Pl. VIL t. 641.
Mattogrosso: in großen Tümpeln eines Bachlaufes am oberen Kuli-
séhu, gesellig, im Boden wurzelnd, die rotvioletten Blüten über Wasser
(n. 751. — Blühend im Juli 1899).
Anonaceae.
Anona dioica St. Hil. Fl. Bras. Mer. I. 34.
Halbstrauch; Grundachse mit wenigen meterhohen, unverzweigten Ästen.
- Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem, steinigen Boden im
Serrado bei Cuyabä (n. 214. — Fruchtend im Februar 1899).
Duguetia furfuracea (St. Hil.) Baill. (Fl. Bras. Mer. I. 34. t. 6).
_ Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 214. —
Blühend und fruchtend im Februar 1899).
Menispermaceae.
Cissampelos Pareira L. Sp. Pl. 1011.
Mattogrosso: Schlingstrauch an feuchtem Bachufer bei Cuyaba
n. 255. — Blühend im Februar 1899)
.
/
Lauraceae.
Nectandra Gardneri Meissn. in DC. Prodr. XV. 1. 115.
| Baum, 7—8 m hoch, mit dünnem Stamm mit heller, glatter Rinde, rundlicher,
schwach belaubter Krone; Blütenstände an kleinen beblätterten Seitenzweigen; Bluten
weiß.
Mattogrosso: in dichtem Waldfleck auf feuchtem Boden an einem
Bache im Quellgebiet des Batovy (n. 682. — Blühend im Juni 1899).
Ocotea Martiniana (Nees) Mez Monogr. 344.
Strauch, 2—3 m hoch, wenig verzweigt.
_ Mattogrosso: im Uferwald am oberen Jatobä zerstreut (n. 662. —
Bliihend im Juni 1899).
Ich konnte die Angabe von Mez (Monogr. p. 344): filamenta (in floribus 4), omnino
berianthii lobis adnata weder bei meinem Material bestätigt finden, noch bei einer
. Blüte des Martin’schen Exemplares, die ich bei dem spärlichen Material untersuchte;
7 - .
ie Filamente waren frei.
q
Droseraceae.
Drosera sessilifolia: St. Hil. Pl. Remarg. 259. t. 25.
Blüten rötlich lila.
Mattogrosso: gesellig an sandigen Abhängen an einem Buriti-Bach
oberen Kulisehu (n. 542 et 728. — Blühend im Juli 1899).
154 R. Pilger.
i Rosaceae.
Prunus sphaerocarpa Sw. Fl. Ind. Occ. IL 927.
Ausgebreiteter, niedriger Strauch mit weißen Blüten.
Mattogrosso: am Ufer des Quellbaches des Jatoba auf sleinigem
Boden (n. 664. — Blühend im Juni 1899).
Hirtella americana Aubl. Guian. I. 247. t. 98.
Schwacher Baum, 4—7 m hoch, weit verästet; Borke sehr hell; Blüte weißlich,
schwach lila angelaufen, Staubfäden lila,
Mattogrosso: häufig zerstreut im Waldstreifen an einem Buriti-Bac
am oberen Kulisehu (n. 754. — Blühend im Juli 1899).
Moquilea sclerophylla (Mart.) Hook. in Fl. Bras. XIV. 2. p. 23.
forma ad var. y myristicoides (Bth.) Hook. J. c. accedens propter folia
basi rotundata nee cordata, diversa tamen foliis supra non nisi parce aspe-
rulis, erasse coriaceis, subtus valde nervosis.
Baum 10 m hoch, von Grund ab geteilt, mit ausgebreiteler Krone.
Mattogrosso: Bachufer am oberen Kulisehu (n. 797. — Blühend im
August 1899). |
Connaraceae.
Connarus fulvus Planch, in Linnaea XXI. 434.
Bäumchen, 2 m hoch, wenig belaubt, mit heller, sehr dicker, tiefrissiger Borke;
Blüten grünlich,
Mattogrosso: an trocknem, steinigen Bachabhang im Quellgebiet des
Batovy (n. 690. — Blühend im Juni 1899).
(. Gilgianus Pilger n. sp.; frutex altescandens; ramis corlice eras-
siuscula, fissa; foliis trifoliatis, petiolo crassiusculo, glaberrimo, foliolis 2 las
teralibus brevissime- (4—5 mm) petiolulatis, foliolo terminali longe- (cire:
3 em) petiolulato; foliolis tenuiter coriaceis, elliplicis vel ovato-elliplicis,
supra nitentibus, glaberrimis, basin versus parum angustatis vel rotundalis,
apice breviter obtuse acuminatis, ad 44 em longis et 4,5 em latis, parce
marginalis, costa subtus prominente, nervis secundariis venisque reticulatos
conjunclis supra parum conspicuis, subtus prominulis; panieula parum
elongata, 12 cm longa, Noribus laxius ad ramos vel dense racemose ad ramulos
breves dispositis, floribus pedicellatis (pedicellis 2—4 mm longis); bracteis mini
mis, rotundatis, hirsutis; pedicello et calycis lobis extus et intus breviter denst
villosi-pubescentibus; calyce brevissime campanulato, lobis ovalis, Crassius
culis, subobtusis vel acutiusculis, cire, 3,5 mm longis; pelalis angusle ellip-
licis, apice rotundatis, glabrescentibus vel parcissime puberulis, nervosis,
56 mm longis et 1,5—2 mm latis, raro paulo latioribus; slaminibus M
filamentis basi in tubum brevem, crassum connatis, diversa longitudine
brevioribus (2—2,5 mm longis) et longioribus (3,5 mm longis) allernantibus
dilatis (in Noribus nonnullis differentia illa fere omnino non apparel)
i
Beitrag zur Flora von Maltogrosso. 155
carpidiis 5 dense villoso-pilosis, stilis elongalis, eodem modo pilosis, basi
incrassatis, circ. 3 mm longis, sligmatibus brevibus, applanatis; fruetu
ignoto.
| Die neue Art ist von Connarus (Pseudoconnarus) fecundus Bak, durch die Nervatur
der Blätter, größere Blüten und Form der Petalen unterschieden.
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 791, — Blühend
im August 1899).
Leguminosae.
Juga edulis Mart. ex Bth. Flor. Bras. XV. 2. 497.
Baum, 20 m hoch, von Grund ab geteilt, mit weitausgebreiteter, reichbelaubter Krone,
Mattogrosso: an der sandigen Barranca am oberen Kulisehu (n. 779
— Blühend im August 1899).
Enterolobium Timbouva Mart. ex Bth. in Hook. Lond. Journ. II. 224.
Hoher, tief verästelter Baum mit weiter Krone und dünnem Laub; Borke hell.
und glatt.
Mattogrosso: Platz in der Stadt Cuyabä (n. 199. — Fruchtend im
Februar 1899).
Calliandra parviflora Bth. in Hook. Lond. Journ. Il. 442.
Mattogrosso: in Einsenkungen im Serrado bei Cuyabä (n. 211.
Blühend im Februar 1899); Cuyabä (H. Meyer n. 33-—1896).
_ Acacia paniculata Willd. Sp. IV. 4074.
Niedriger, weitverzweigter, stacheliger Baum mit großen, weißen Blütenrispen
bedeckt.
Mattogrosso: häufig an einem Bache bei Cuyabä (n. 206. — Blühend
im Februar 1899).
Sehr häufig am Rio Cuyaba und den Nebenflüssen, auch am Kulisehu und Ronuro,
baumartig oder dichtes hohes Gebüsch bildend, mit langen, schwanken, stachligen
Zweigen sich an benachbarten Bäumen oder Gebüsch festhaltend.
Mimosa obtusifolia Willd. Sp. IV. 1047.
Kriechender, weitverzweigter Halbstrauch, 50—70 cm hoch; Blüten lila; die
Hülsen (nach Fl. Bras. bisher unbekannt) stehen einzeln oder bis zu 5 zusammen; sie
Li
-Sind 4—1,5 cm lang, circa 4 mm breit, flach, nach der Spitze zu verschmälert, mit
emer starken, ungefähr 2 mm langen Spitze; der Rand ist verdickt; besonders der Rand,
doch auch die Flächen sind mit starken, 2—3 mm langen Borsten besetzt.
Mattogrosso: gesellig auf trocknen sandigen oder steinigen Plätzen
vor der Stadt Cuyabä (n. 300. — Blühend und fruchtend im März 1899).
M. paludosa Bth. in Hook. Lond. Journ. IV. 400.
Buschiger, bis 3 m hoher Strauch.
_ Mattogrosso: in kleinen Gruppen auf sandiger Uferbank am oberen
Ronuro (n. 647. — Blühend im Mai 1899).
M. platyphylla Benth. in Hook. Lond. Journ. V. 85.
Mattogrosso: niedriger Strauch im Serrado beim Dorfe Coxipo bei
Cuyabä (n, 193. — Blühend im Februar 1899).
156 R. Pilger.
M. setifera Pilger n. sp.; fruticulus 4—2 m altus, parce ramosus;
ramis teretibus dense setis adpressis acutissimis basi incrassatis, 2—3 mm
longis strigosis; foliorum satis distantium (internodiis 3 —5 cm longis) pin:
nis unijugis, petiolo brevi, basi parum incrassato, densissime setis obtecto,
5—7 mm longo, rhachi pinnarum circa 7—10 cm longa, dense selis
obtecta, foliolis multi- (ad 60-)jugis, linearibus, rigidis, ad 11 mm longis
et 2 mm latis, plerumque minoribus, breviter setaceo-acutatis, basi obliquis,
supra et subtus glaberrimis, margine rigidissime setoso-ciliatis (foliolis
infimis etiam subtus setosis), nervo medio centrali, conspicuo, aucto ad
basin nervis 4—2 brevibus arcuatis, petiolo communi seta circa 5 mm longa
terminata, stipulis lineari-subulatis, glabris, margine pare setosis, 5—7 mm
longis; racemis ad ramos terminalibus, capitulis pluribus fasciculatis, inferi-
oribus in axillis foliorum superiorum, superioribus foliis bracteantibus ca
rentibus (inflorescentia circa 25 cm longa, fasciculis inferioribus circa 3 cm
distantibus); capitulis breviter pedunculatis (pedunculis 4 cm longis vel paulo
longioribus, dense setosis), globosis, parvulis; bracteis lanceolato-linearibus,
parvis, acutis, glabris, 2 mm longis, deciduis; calycis tenuissimi, 2 mm
longi laciniis 4, basi connatis, in cilias solutis; petalis fere 3 mm longis
usque ad medium vel paulo ultra connatis, lobis 4 obtusis pilosulis ; ovario
glabro, legumine ignoto.
Die neue Art gehört zur Section Meticulosae und unterscheidet sich von M. pap
posa Bth, durch längere Blattstiele, durch die Nervatur, sowie dadurch, dass die Blüten
köpfe zu mehreren stehen.
‚Mattogrosso: im Unterholz im Serradäo bei Cuyabä (n. 383.
Blühend im März 1899).
M. somnians H. et B. in Willd. Sp. Pl. IV. 1036.
Halbstrauch, schwach verzweigt, 2—2,5 m hoch.
Mattogrosso: an Bachufern im Quellgebiet des Balovy (n. 652.
Blühend und fruchtend im Mai 1899).
Dimophandra mollis Bth. in Hook. Journ, Bot. I. 102; forma foliis
sparsius pubescentibus, indumento magis adpresso quam in typo,
Mattogrosso: Krüppelbaum an steinigen, trocknen Hügeln bei Guyaba
n. 248. — Fruchtend im Februar 1899).
Copaifera elliplica Mart. Herb, Fl. Bras. 127.
1,5 m hoher Strauch mit brauner, glatter Rinde.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 294. — Blühend
und fruchtend im März 1899).
Hymenaea stigonocarpa Mart. var, pubescens Bth, in FI. Bras. XV
2. 237.
Nom, vern, Jatoba do campo, Baum, 40 m hoch, mil weilverzweigter Krone
tinde weißlich, glatt,
Mattogrosso: einzeln auf offeneren Campstrecken bei Cuyabä (n. 266
Fruchtend im Februar 1899). |
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 157
Bauhinia Bongardi Steud. = Pauletia ferruginea Bong. in Mem.
cad. Petrop. Ser. VI. IV. 419.
Wenig verzweigter, 4,5—3 m hoher Strauch.
Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro (n. 599.
Blühend im Mai 1899).
— Die Originalpflanze stammt aus Mattogrosso, alle anderen Bestimmungen der Art
arscheinen mir zweifelhaft.
B. cheilantha (Bong.) Bth. (Mem. Acad. Petrop. Ser. VI. IV. 120.
NE]
* Reichbelaubter, 2 m höher Strauch mit weißen Blüten. Die Blütenblätter dieser
Art sind breit linealisch, stumpf, von weißer Farbe. Es liegen mir in meinen Exemplaren
sider nur die Blütenblätter in der Knospe vor; sie sind hier bei einer Länge von 45 bis
0mm 3—3,5 mm breit. Die Garpner’schen Exemplare n. 2155 aus Piauhy, die
BENTHAM (Fl. Bras. XV. 2. 200) zur selben Art zieht, sind durch mehrere Merkmale ver-
schieden; die Blattnerven treten unterseits weniger hervor, die Behaarung ist viel dichter,
weicher und mehr anlıegend; die Knospe ist breiter und kürzer, die Blütenblätter
ind bedeutend breiter, nach der Basis stark verschmälert, schon in der Knospe
irca 8 mm breit.
Mattogrosso: häufig zerstreut im ‘Sere ado bei Cuyabä (n. 467. —
ühend und fruchtend im Februar 1899).
_ B. eumanensis Kth. Nov. Gen. VL 3921. (B. brachystachya \|Bth.‘
&
Walp. ist nach Fl. Bras. XV. 2. 242 = B. eumanensis Kth.)
Strauch, 2 m hoch, ausgebreitet.
Mattogrosso: Camp am oberen Ronuro (n. 769. — Blühend im August
1899).
BB. cupulata Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 188.
a Strauch, 3—5 m hoch, öfters auch von baumartigem Wuchs, knorrig verästet,
- Mattogrosso: an sumpfigem Bachufer im Quellgebiet des Batovy
1. 684. — Blühend im Juni 1899).
B. curvula Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 194.
Schwach verzweigter, 4,5 m hoher Strauch.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Ronuro
Mn. 642. — Blühend und fruchtend im Mai 1899).
4 B. cuyabensis (Bong.) Steud. (Mem. Acad. Petrop. Ser. VI. IV. 17).
Mattogrosso: am Waldrand am oberen Ronuro (n. 599°. — Blühend
Mai 1899).
_ B. longifolia (Bong.) Steud. (Mem. Acad. Petrop. Ser. VI. IV. 122.
Mr 2.)
Baum, m 7 m hoch, ausgebreitet, tief verästet; auch strauchartig entwickelt, dicht-
aschig, 7—8 m hoch.
Mattogrosso: sandige Uferbarranca am oberen Ronuro (n. 593 et
— Blühend und fruchtend im Mai 1899); häufig im Uferwald am
)beren Kulisehu (n. 704. — Blühend und fruchtend im Juni 1899).
Die Originalpflanze stammt aus Mattogrosso, die übrigen Bestimmungen der Art in
F . Bras. erscheinen mir zweifelhaft.
a
+
uA
4
i
1
14
=
a
158 R. Pilger.
Cassia alata L. Sp. PL 344.
Mattogrosso: gesellig in Gärten, an freien Plätzen, in Außenstraßer
von Cuyabä (n. 303. — Fruchtend im März 1899).
C. bicapsularis L. Sp. Pl. 538.
Ausgebreiteter, 3 m hoher Strauch mit langen, schwankenden Zweigen.
Mattogrosso: sandiger Uferhang am oberen Ronuro (n. 630.
Blühend im Mai 1899).
j
C. Chamaecrista L. var. brasiliensis Vog. Syn. Cass. 62. |
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Rande des Uferwaldes am oberen
Ronuro (n. 642. — Fruchtend im Mai 1899).
C. cordistipula Mart. ex Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 164.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Sandfläche an der Bandeira bei
Cuyabä (n. 343. — Blühend im März 1899).
C. Desvauxii Collad. var. y. brevipes Bth. in FI. Bras. XV. 2. 157
Mattogrosso: zwischen Sandsteinblöcken am Ufer des Quellflusses
des Ronuro (n. 647. — Blühend und fruchtend im Mai 1899).
Var. stipulacea Pilger n. var.; suffrutex parce ramosus, circ. metralis,
ramis foliolis oblongisque dense pubescentibus; stipulis pubescentibus, lan
ceolatis, acuminatis, 12—413 mm longis; floribus perbreve pedicellatis; les
gumine circ. 4 cm longo et 7 mm lato, pilis longioribus pubescente.
Mattogrosso: zerstreut am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro
in. 624. — Fruchtend im Mai 1899).
C. flexuosa L. var. cuyabensis Pilger n. var.; ramis et pedicellis
albido-pilosis; foliolis parvis, 5—6 cm longis et 1—1,5 cm latis, margine
et subtus hirsuto-pilosis; legumine pilis albidis == pubescenti-piloso.
Mattogrosso: in Regenrinnen auf Steinboden bei Cuyabä (n. 285.
jlühend und fruchtend im März 1899).
6. mucronifera Mart. ex Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 146.
Blüten dunkelgelb. Der dicke Wurzelstock treibt mehrere niederliegende, übeı
meterlange Stengel.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado am Rande des Uferwaldes am
oberen Ronuro (n. 643. — Blühend im Mai 1899).
C, parvistipula Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 170.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranalingf
n. 562, — Blühend im Mai 1899).
C. setosa Vog. var. 8. detonsa Bth, in Fl. Bras, XV. 2, 144.
Mattogrosso: im Camp am oberen Kulisehu (n. 706, — Blühend in
Jun 1899).
(. silvestris Vell. Fl. Flum. 169. Je. IV. t. 78, 1
Mattogrosso: im Serrado bei Cuyabé (n. 172% — Blühend une
fruchtend im Februar 1899); Cuvab4 (H, Meyer n, 22, — 1896),
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 159
» €. Tagera L. Sp. Pl. 538.
Mattogrosso: kriechend an feuchteren Stellen an Einsenkungen im
Serrado bei Cuyabä (n: 265. — Blühend im Februar 1899).
mG, Tora L. Sp. Pl. 538.
Mattogrosso: Abhänge, Straßenränder, abgelegene Plätze in Cuyabi
bedeckend (n. 202. — Blühend und fruchtend im Februar 1899).
— €. trichopoda Bth. in Fl. Bras. XV. 2. 163.
_ Mattogrosso: an der sandigen Barranca des oberen Ronuro (n. 598.
— Fruchtend im Mai 1899).
©. velutina Vog. Syn. Cass. 24.
Strauch, bis 2 m hoch.
—_ Mattogrosso: sehr häufig zerstreut im Serrado bei Cuyaba (n. 172.
— Blühend im Februar 1899).
Krameria spartioides Berg in Bot. Zeitg. XIV. 761.
Zweige bis 4 m lang, am Boden kriechend; Blüten dunkel purpurn.
Mattogrosso: zerstreut auf Sandfläche an der Bandeira bei Cuyabä
(n. 348. — Blühend im März 1899).
Caesalpinia pulcherrima (L.) Sw. (Sp. Pl. 544).
Prächtig blühender, 3 m hoher, wenig verästeter Strauch; Blüten ziegelrot oder
orangegelb mit ziegelroten Streifen.
Mattogrosso: im Gebüsch vor der Stadt Cuyabä (n. 297. — Blühend
und fruchtend im Marz 1899).
Diptychandra aurantiaca Tul. in Ann. Sc. Nat. II. Ser. XX. 139.
| Baum, 4—8 m hoch, reich belaubt, stark verästet mit heller Borke.
_ Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabi (n. 382. —
'Fruchtend im März 1899),
Sweetia dasycarpa (Vog.) Bth. (Linn. XI. 388).
Mattogrosso: Krüppelbaum, zerstreut anf offenen Hügeln im Serrado
bei Cuyabä (n. 243. — Fruchtend im Februar 1899).
_ Bowdichia virgilioides Kth. var. tomentosa Pilger n. var.; foliolis
majoribus, petiolulo perbrevi, incrassato, foliolis subtus densissime breviter
Tufescenti-tomentosis, supra dense breviter tomentosis; paniculae ramis den-
Sissime rufescenti-tomentosis; calyce pilis laxis insperso.
Baum, 6—7 m hoch, mit reichbelaubter Krone, reich blühend; Blüte dunkel-lila;
Borke hell.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, offenen Terrain im Cuyabäthal
bei Rosario (n. 428. — Blühend im April 1899 jr
Crotalaria erecta Pilger n. sp.; caule erecto, simplice, 70—80 cm
alto, teretiusculo, tota longitudine sed imprimis superne breviter adpresse
hispiduto- -sericeo, a basi foliis ornato; foliis numerosis, distantibus, simplici-
bus, brevissime petiolatis, ovatis, apice plerumque rotundatis, tenuibus, supra
et subtus pilis brevibus, hispidulis densius inspersis, 8 cm longis et 5—
5,5 cm latis, nervis subtus prominentibus; racemo in speciminibus quae
160 R. Pilger.
adsunt fructiferis uno foliorum superiorum opposilo, brevi (ad 9 em
longo), paucifloro, pedunculo 1,5 cm longo; bracteis linearibus, acutis, pe-
dicellum paulo superantibus; calyce profunde 5-lobato, 1,5 cm longo, lobis
lineari-lanceolatis, acuminatis; bracteis et calyce pilis rigidiusculis, longio-
ribus, adpressis vel ad marginem patentibus densius sericeo-pilosis; flore?;
legumine glaberrimo, rostro recto terminato, nigrescente, ad 3 cm longo. —
Die Pflanze ist krautig mit dünner, gerader Wurzel; einem der oberen Blätter ist
eine Traube opponiert; die Exemplare sind schon in Frucht und deshalb ist der Achsel-
spross des obersten Laubblattes der Traube gegenüber schon weiter ausgebildet, zut
Blütezeit mag die Traube noch mehr endständig und weniger zur Seite gerückt sein;
bei allen Exemplaren ist nur eine einzige Traube vorhanden. Die Hülse ist schwarz
und mit blauschwarzem Reif bedeckt; sie ist auf der unteren Seite tief gefurcht. Die
neue Art gehört zur Sect. Simplicifoliae $ erectae Bth.
Mattogrosso: zerstreut auf trockenem Boden im Uferwald am oberen
Jatoba (n. 660. — Fruchtend im Juni 1899).
C. maypurensis Kth. Nov. Gen. VI. 403.
Mattogrosso: auf trockenem Sandboden bei Cuyabä (n. 261. —
Blühend im Februar 1899); zerstreut auf zermürbtem Sandsteinboden am
Ufer des Quellflusses des Ronuro (n. 649. — Blühend im Mai 1899). |
C. pterocaula Desv. in Journ. Bot. 1814. II. 76.
Mattogrosso: zerstreut auf sumpfiger Wiese am Corrego d’estival im
Cuyabäthal (n. 482. — Blühend im April 1899).
C. stipularia Desv. in Journ. Bot. 4844. VI. 76.
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira bei
Cuvabä (n. 324. — Blühend im März 1899). |
(. vitellina Ker. in Bot. Reg. t. 447.
Mattogrosso: (n. 326. — März 1899).
Indigofera lespedezioides Kth. Nov. Gen, VI. 457, |
Mattogrosso: häufigster Halbstrauch am Rande des Uferwaldes am
oberen Kulisehu (n. 742. — Fruchtend im Juli 1899).
Tephrosia purpurea Pers. Ench, IL 329.
Mattogrosso: kriechend auf trocknem Sandsteinboden im Thale des
Cuyabä de larga (n. 515. — Blühend im April 1899).
Aeschynomene hystrix Poir. Diet. Suppl. IV. 77.
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira bei
Guyabä (n. 344. — Blühend im März 1899).
Ae. paniculata Willd. ex Vog. in Linnaea XII. 95.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Unterholz im Serradäo bei Guyabe
(n, 398, — Blühend im März 1899).
Stylosanthes guyanensis Sw. var, pubescens Pilger n, var; bra@
leis primariis selis flavidis destitutis, dense pubeseenti-villosis,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 161
Der ganzen Pflanze fehlt die steife, lange Behaarung, sie ist mehr oder weniger weich
zollig behaart.
Mattogrosso: zerstreut auf trockenem Campboden am Rande des
Uferwaldes am oberen Ronuro (n. 625. — Blühend im Mai 1899).
St. montevidensis Vog. in Linnaea NII. 67.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln mit schwacher
Grasnarbe bei Cuyabä (n. 286. — Blühend im März 4899).
Arachis prostrata Bth. in Trans. Linn. Soe. XVII, 459.
Mattogrosso: gesellig auf Sandboden kriechend bei Cuvabä In. 274.
— PBlühend im Februar 1899).
Zornia diphylla Pers. var. gracilis Bth. in Fl. Bras. XV. 1. 83.
_ Mattogrosso: viel zerstreut um die Fazenda Perrot am Cuyabä de
Jarga (n. 504. — Blühend im April 1899).
Desmodium albiforum Bth. in Fl. Bras. XV. 1. 99.
Mattogrosso: gesellig im Gebüsch am Rio Nobre (n. 447. — Blü-
hend im April 1899).
D. asperum (Poir.) Desv. in DC. Prodr. II. 333.
—. Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Sandfläche bei Rosario (n, 421.
= Blühend im April 1899); (n. 406. — April 1899).
D. barbatum (L.) Bth. (Sp. Pl. 1055).
Mattogrosso: im Serrado bei Cuyabä zerstreut (n. 200. — Blühend
im Februar 1899).
D. incanum (Sw.) DC. (Fi. Ind. Occ. 1265).
Blüten hellearmoisin.
Mattogrosso: zerstreut im Gebüsch am Rio Nobre {n. 436. —
im April 1899). v4
D. physicarpos Vog. in Linnaea XI. 104.
2m hoch, Stengel in der unteren Hälfte unverzweigt; Blüten weiß.
seo: zerstreut an sandigem Uferhang am oberen Ronuro
bn. 631. — Blühend und fruchtend im Mai 1899).
D. sclerophyllum Bth. in Fl. Bras. XV. 4. 102.
4 m hoch, mit unverzweigtem Stengel.
Mattogrosso: selten zerstreut auf steinigem Boden bei Cuvabä (n. 362.
‚Blühend im März 1899).
var. tortuosa Pilger n. var.; suffrutescens, caule lignoso ad 2 m alto,
inferne simplice, superne ramoso, oies laevi, fusca; panicula 50—60 cm
longa; legumine pluriarticulato, articulis 5--7 parvis, glabris, rotundatis,
isthmo centrali, articulis ipsis irregulariter tortuosis.
Mattogrosso: häufig zerstreut am Waldrande am oberen Ronuro
fn. 615. — Blühend und fruchtend im Mai 1899).
0 Andirva cuyabensis Bth. in FL Bras. XV. 1. 295.
3— 4 hoher Krüppelbaum mit dicker, heller, rissiger Borke; Blüten hellviolett.
Botanische Jahrbücher, XXX. Ld, 11
Blühend
162 R. Pilger.
| Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 244. — Blühend
im Februar 1899). |
Clitoria simplicifolia (Kth.) Bth. (Mimos. 213 t. 59).
Blüten weiß, Fahne in der Mitte lila.
Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese bei Cuyabä (n. 405.
Blühend im April 1899).
Centrosema brevilobulatum Pilger n. sp.; radice lignosa, crassa,
ramos plures, altescandentes procreante; foliis ternatis; stipulis brevibus,
lineari-lanceolatis, acutis, stipellis brevibus, acutis, anguste linearibus, petiolulo
brevioribus, petiolo elongato, gracili, glabro, petiolulo medio 1—2 cm longo,
lateralibus brevibus, foliolis lanceolatis, apicem versus sensim attenuatis,
anticum linearem, obtusum, tubum calycis longitudine paulum superantem,
calvce glabrescente vel imprimis in lobo elongato brevissime pilosulo; vexillo
orbieulari, magno, 4 em longo, caleare brevi, acuto instructo, vexillo extus
parce puberulo. |
Die neue Art, die mit © vexillatem Bth. verwandt ist, zeichnet sich durch die
sroßen, stumpfen Bracteolae, die Form des Kelches und die große Blüte aus.
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an einem Bach am oberen
Ronuro (n. 637. -— Blühend im Mai 1899).
(, Plumieri (Juss.) Bth. in Ann. Mus. Vind, II. 440,
Mattogrosso: schlingend am Ufer der Bandeira bei Guyabä (n. 330.
blühend im März 1899).
Calopogonium coeruleum Bth. (subgen, Stenolobtum) in Ann. Mus,
Vind. II. 125.
Schlingstrauch mit aufrechten, violetten Blütentrauben, reich verzweigt.
Mattogrosso: im Gebüsch am Ufer des oberen Ronuro (n. 604,
Blühend im Mai 1899),
Cratylia floribunda Bth. in Ann, Mus. Vind, II. 132,
Schlingstrauch, im Uferwald an Büumen bis 45 m hoch gehend, reich verzweig
und mit vielen hell-lila Blütentrauben bedeckt,
Maltogrosso: am oberen Kulisehu (n, 694. — Blühend und fruchtend
un Juni 1899,
Dioelea lasiophylla Bth. in Ann. Mus. Vind, I, 134.
Mattogrosso: seblingend zwischen Stauden auf zermürbtem Sands
Mai 1899,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 163
Canavalia grandiflora Bth. in Ann. Mus. Vind. IL 435.
Kelch grünlich, purpurn gesprenkelt, Fahne hell-lila mit etwas dunkleren schwachen
Streifen, Schiffchen und Flügel blass-lila; prächtige hohe Schlingpflanze.
Mattogrosso: im Gebüsch im Uferwald am oberen Ronuro (n. 590.
— Blühend im Mai 1899).
Eriosema heterophyllum Bth. in Linn. XXIL 520.
Mattogrosso: zerstreut an sandigen Stellen im Camp am oberen
Ronuro, dem Boden angedrückt (n. 641. — Blühend im Mai 1899).
E. rufum (Kth.) E. Mey. (Nov. Gen. VI. 423).
Mattogrosso: auf Camp am oberen Paranatinga zerstreut (n. 549. —
Blühend im April 1899).
Phaseolus Caracalla L. Sp. Pl. 1017.
Kelch lila angelaufen; Fahne wendeltreppenartig gewunden, hell ockergelb, Flügel
heller, lila angelaufen, Schiffchen schmal und lang, ockergelb.
Mattogrosso: reichverzweigt im Gebüsch im Uferwald am Rio Nobre
schlingend, auf sumpfigem Boden.
Die Pflanze ist hier zweifellos wild, während Brenrnam (in Fl. Bras.) angiebt: patria
adhue incerta est, verosimiliter America australis et forte Brasilia.
Ph. firmulus Bth. in Ann. Mus. Vind. II. 138.
Blüten weißlich, schwach gelblich und lila angelaufen.
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen ‚Jatobä (n. 665. —
Blühend im Juni 1899).
Ph. lasiocarpus Mart. ex Bth. in Ann. Mus. Vind. II. 140.
Hoch in Bäume hinaufschlingend, mit dichtem, frischgrünem Laub, reich mit großen,
cifronengelben Blüten bedeckt.
Mattogrosso: im Uferwald des oberen Kulisehu (n. 772. — Blühend
im August 1899).
Ph. monophyllus Bth. in Ann. Mus. Vind. II. 440.
Mattogrosso: kriechend am Uferabhang des Quellflusses des Ronuro
(n. 583. — Blühend im Mai 1899).
Eu tzuxillensis Kth. 8. minor Bth. in Fl. Bras. XV. 4. 186.
(= Ph. adenanthus Mey.).
Blüten rötlich-lila.
Mattogrosso: schlingend im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 771.
— Blühend im August 1899),
Erythroxylaceae.
Erythroxylon anguifugum Mart. in Beitr. z. Kenntn. d. Gatt. Erythr.
in Abh. der math.-phys. Kl. der Akad. der Wissensch. München 1840
p. 81. (361).
Niedriger, wenig ausgebreiteter Strauch,
Mattogrosso: am Waldrand am oberen Kulisehu (n, 770. — Blühend
im August 1899),
EL*
164 oo R Pilger.
E. Daphnites Mart. in Beitr. ete. p. 83 (363).
Halbstrauch, der Grundstock mit mehreren blühenden Asten. |
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 763. —
Blühend im Juli 1899). i
E. nitidum Spreng. Syst. Veg. II. 390.
1—1,5 m hohes Zwerghäumchen mit weißen Blüten.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (ne 186.
— Blühend im August 1899).
E. praecox Sp. Moore in Trans. Linn, Soc. IV. 3. 394 (?).
Niederliegender Baum, sparrig verästet, mit brauner glatter Rinde: Stamm cirea
10 m lang, Durchmesser am Grunde 10 em: Blüten gelblich weiß. | F
Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am oberen Paranatinga
'n. 798. — Blühend im August 1899). ri
Die Bestimmung meiner Pflanze ist etwas unsicher, ebenso die Stellung der SPENGE
Moorr’schen Art, da keine ausgewachsenen Blätter vörtteßen
Meliaceae.
Trichilia Weddelii C. DC. in Fl. Bras. XI. 4. 201.
Strauch, 2 m hoch, schwach verzweigt; Blüten elfenbeinweiß.
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 700, — Blühend
im Juni 1899). |
Guarea rubricalyx Sp. Moore in Trans. Linn. Soc. IV. 3. 336.
kleiner Baum, mit geradem Stämmehen ; Kelchblätter braunrot, Blütenblätter braun-
rol angelaufen, angenehm duftend. |
Mattogrosso: Ufergebüsch eines Baches am oberen Kulisehu (n. 795
Blühend im August 1899).
G. trichilioides L. Maut. 228.
baum 40 ın hoch, mit ausgebreiteter Krone von reichem, saltgrünem Laub; Aste
lach bis auf den Boden niederhängend.
Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 749. — Fruchtend
in Juli 4899). 7
Cedrela sp.
Baum, 40 m hoch, diehtbelaubt, mit breiter Krone; Rinde tiefrissig. In der Form
der Blätter stimmt die Art ziemlich gut mit C. brasiliensis überein, doch ist die Frucht
ganz verschieden; diese ist bei C. brasiliensis nach der Beschreibung »capsula 3 em
longa, vis 2em crassa, gynophoro quasi pedicellatoe, bei der vorliegenden Art 9 cm
lang, oben 4 cm breit, von birnförmiger Gestalt,
Mattogrosso: auf einem Platze in Guyaba (n. 293, — Kruchtend im
März 1899),
Malpighiaceae (del. 1, Nimpenzo), if
Banisteria laevifolia A, Juss. in St. Il, FL Bras, WL 38 yar, A
vrata (Gris) Ndz.
Mattogrosso: im Serrado bei Guyaba (n, 195, — Blühend in Februn
199,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 165
B. stellaris Gris. in Linnaeä XII. 192. f a. latifolia Juss,
Mattogrosso: im oberen Cuyabäthal (n. 355. — Blühend im April
1899).
- Peixotoa cordistipula A. Juss. Monogr. 177.
Mattogrosso: im oberen Cuyabäthal {n. 457. — Blühend im April
1899).
P. Jussieuana Mart. ex Juss. Monogr. 178.
Mattogrosso: Camp am oberen Ronuro (n. 651. — Blühend im Juni
4899)...
Heteropteris confertiflora A. Juss. in St. Hil Fl. Bras. IM. 3%.
Mattogr osso: Bachrand im Serrado bei Cuyabä In. 280. — Blühend
im März 1899).
H. rhopalifofia Juss. Monogr. 187.
Mattogrosso: Camp am oberen Kulisehu (n. 606%. — Blühend im
August 1899). |
H. syringifolia Griseb. in Linnaea XII. 224.
Mattogrosso: Camp am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro
m. 606. — Blühend im Mai 1899), |
Sehwannia murieaty A, Juss. Monogr. 399.
- Mattogrosse: im Serrado bet Guvaba fu. 176. — Blähend no Februsr
1809!
Byrsonima coccolobifolia (Spr., Ath. (Syst. IL 384.) vary. lati-
folia Ndz.
_ Mattogrosso: auf Sandboden im Serradao bei Guyaba (n. 822. —
Blühend im October 1899). |
. B. crassa Ndz. ined.
Mattogrosso: Camp-Bäumchen am oberen Ronuro (n. 580. — Blühend
im Mai 1899). |
B. intermedia Juss. in St Hil. FL Bras. DL 82. 3. latifolia Gris.
Mattogrosso: Cuyabä (u: 242. — Blühend im Februar 1899).
B. umbellata Mart. ex Juss. Monogr. 47.
Mattogrosso: an einem Buriti-Bach am oberen Kulisehu (n. 726. —
Blühend im Juli 1899). |
Vochysiaceae.
Vochysia rufa Mart. var. brevipetiolata Warming in Fl. Bras.
NIU. 2. 66. | .
Baum, 3—5 m hoch, unregelmäßig verästet, mit brüchigem Holz, dicker, heller
Berke; Laub starr, an den Astspitzen gedrängt.
Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuvabä (n. 361. —
Blühend im März 1899). |
Qualea parviflora Mart. Nov. Gen. I: 435. t. 81.
- Mattogrosso: häufig zerstreut im Serradao bei Guyaba in. 826, —
Blühend im October 1899).
166 R. Pilger.
Q. pilosa Warming in Fl. Bras. XII. 2. 45.
Mattogrosso: stark verzweigter Krüppelbaum im Serrado bei Cuyaba
(n. 274, — Blühend im Februar 1899).
Q. sp. nur in Frucht; Krüppelbaum, bis 4 m hoch, mit dicker, heller
rissiger Borke; Blätter oval-lanzettlich, kahl, starr, glänzend, oben abgerundet,
bis 44 cm lang und 4 em breit, mit schwach hervortretenden Nerven.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 196. -
Fruchtend im Februar 1899).
Salvertia conv allariodora St. Hil. Mem. Mus. VI. (1820). 259
266 et IX. 340.
Baum, 3—6 m hoch, wenig verästet; Äste gebogen aufwärts stehend, nur an der
Spitze mit breiter Blattrosette; Borke hell, tiefrissig. :
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Ronuro (n. 626.
Blühend im Mai 1899).
Polygalaceae.
Polygala longicaulis Kth. Nov. Gen. V. 396.
Mattogrosso gesellig auf freien, trocknen Plätzen auf Sandboden im
Serrado bei Cuyabä (n. 170. — Blühend im Februar 1899).
P. paludosa: St. Hil. Fl. Bras. Mer. IL 8.
Mattogrosso: Cuyabä (n. 230. — Blühend im März 1899); zwischen
Sandsteinblöcken am Uferrand des Quellflusses des Ronuro (n. 574.
Blühend im Mai 1899). |
P. subtilis Kth. Nov. Gen. V. 393.
Mattogrosso: gesellig an Sumpfstellen im Serrado bei Guyabä
in. 276. — Blühend im Februar 4899); häufig auf sumpfiger Wiese an
einem Buriti-Bach am oberen Kulisehu (n. 735. — Blühend im Juli 1899).
P. timoutoides Chodat Monogr. p. 157.
Mattogrosso: zerstreut auf Wiese am Rande des Uferwaldes am Rio
Nobre (n. 449. — Blühend im April 1899).
Monnina Malmeana Chodat Bull. Herb. Boiss. Il. 540,
Blüten schmutzig hellgelblich.
Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Wiese an der Piava (n, 535.
Blühend und fruchtend im April 1899).
Euphorbiaceae.
Phyllanthus Selloanus Müll, Arg. in Linnaea XXXUL. 37,
Niederliegender, ausgebreiteter Strauch; Aste bis 3 m lang.
Mattogrosso: im Belt des Quellflusses des Batovy, zwischen großen
Sandsteinblöcken wurzelnd (n. 674. — Blühend im Juni 1899).
Croton cuyabensis Pilger n. sp.; frutieulus parvus, circa 30 em
allus, valde ramosus; radice fusiformi, elongala; ramis junioribus dens
hreviter cinereo-tomentosis; foliis petiolatis, lanceolato-linearibus cirea 2
3,5 em longis et 4—-8 mm latis, supra cinereo-viridibus, sublus cinereis
be
3 Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 167
apicem versus parum angustatis, breviter acutis, basi in petiolum angustatis
vel plerumque = rotundatis, petioloque distincto instructis, subtus densis-
sime breviter adpresse stellulato-tomentosis, supra brevissime minus dense
adpresse tomentosis, costa supra parum impressa, subtus crassiuscula, pro-
minente, nervis secundariis nonnullis, distantibus, conspicuis, angulo acuto
‚abeuntibus, petiolo ad 5 mm longo, plerumque breviore (foliis superioribus
nonnumquam fere sessilibus), supra suleato, tomentoso; racemis floriferis
perbrevibus 4—1,5 em longis, inferne floribus nonnullis femineis instructis,
superne masculis, densifloris; floribus femineis breviter pedicellatis (pedicellis
4—2 mm longis), apetalis; calycis lobis 5, brevibus, lanceolatis, obtusiusculis
intus glabris extus stellulato-tomentosis, 2 mm circa longis, ovario dense
breviter adpresse stellulato-tomentoso, stilis 3, brevibus 1 mm parum su-
perantibus, tomentosis, simpliciter profunde 2-partitis, divisionibus apicem
versus parum sensim angustatis; flore masculo lobis calycis 1 mm parum
superantibus, ovato-lanceolatis, acutiusculis, intus glabris, extus tomentosis,
petalis lanceolatis, rubicellis, apice villoso-barbatis, ceterum glabris vel dorso
apicem versus parce villosis circa 1 mm longis, receptaculo albido-villoso,
staminibus 10—44, antheris brevibus, filamentis fuscis.
T Aus der Verwandtschaft von C. pedicellatus Kth. einer andinen Art, von dem die
neue Art sich unterscheidet durch meist kürzere Blattstiele, oberseits mehr behaarte
‚Blätter, bedeutend kürzere Stiele der weiblichen Blüten. Ebenso ist GARDNER n. 2308,
welches Exemplar Mürrer Arc. in der Fl. Bras. zu C. pedicellatus Kth. zieht. von diesem
verschieden; es zeichnet sich besonders noch außer durch kürzere Stiele der weiblichen
Blüten durch längere Griffel und stärker und länger behaarte Frucht aus. C. pedi-
cellatus ist mir aus Brasilien nicht bekannt.
| Mattogrosso: auf trocknem Sandboden im Serrado bei Guyabä (n. 279.
— Blühend im Februar 1899); desgleichen prope Cuyaba, loco aperto,
arenoso, sat sicco (Marne n. 4580. — April 1897).
€. glandulosus L. var. scordioides (Lam.) Müll. Arg. in FL Bras.
mt. 2. 269.
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira bei
Cuyabä (n. 320. — Blühend im März 1899).
C. Urucurana Baill. Rec. d’obs. bot. IV. 335.
Reichverzweigter, dichtbelaubter, 4 m hoher Strauch.
Mattogrosso: am Uferrand des Rio Cuyabä bei Rosario (n. 417. —
Blühend im April 1899).
— Alchornea castaneifolia (Willd.) Adr. Juss. (Sp. Pl. IV. 809).
Reichverzweigter Strauch mit heller Rinde, mit langen, schwachen Zweigen, bis 5 m
hohe, dichte Gebüsche bildend.
Mattogrosso: am Ufer der Bandeira bei Cuvabä (n. 347. — Blühend
im März 1899).
Acalypha communis Müll. Arg. {. hirta Müll. Arg. in Fl. Bras. XI.
2. 350.
Mattogrosso: auf trockner Wiese am Rio Nobre (n. 430. — Blühend
im April 1899).
168 3 R. Pilger.
A. villosa Jacg. Amer, 254. t. 183. |
Mattogrosso: auf feuchtem, grasigen Bachufer bei Cuyabä (n. 205.
— Blühend im Februar 1899). | |
Dalechampia cuyabensis Müll. Arg. in insta XXXIV. 222.
Mattogrosso: schlingend im Gebiisch am Rande des Uferwaldes an
oberen Ronuro (n. 597. — Blühend im Mai 1899).
Jatropha gossypifolia L. Sp. Pl. ed. 1. 4006.
Strauch, bis 2m hoch, von Grund auf verzweigt dichte Büsche bildend. Zweig
spitzen und junge Blätter klebrig.
Mattogrosso: Bachufer in Guyaba (n. 203. — Blühend und fruchten
im Februar 1899).
J. Curcas L. Sp. PI. ed I. 4006.
Reichbelaubte, strauchige holzige Staude, bis 4 in hoch.
Mattogrosso: gesellig an Bachufern in Guyaba, sowie auf serodeten
Plätzen vor der Stadt (n. 292. — Blühend im März 1899).
Sebastiania virgata Müll. Arg. in DC. Prodr. XV. 2. 1173.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Kiesboden an offenen Stellen im
Serrado bei Cuyabä (n. 813. — Blühend im October 1898).
Eupherbia sciadephila Boiss. in DC. Prodr, XV, 9.
Mattogrosso: gesellig auf trocknem Boden im Uterwald am oberen
Jatoba (n. 659, — Blühend im Juni 1899).
Anacardiacsae.
Anacardium occidentale L. Sp. Pl. 548.
Starker, knorriger Baum, von Grund ab verästelt, 15 m hoch, mit ausgebreiteter,
locker belaubter Krone.
Mattogrosso: Guyaba (mn. 278. — Blühend im Februar 1899).
A. pumilum St. Hil. var. petiolata Engl. in Fl. Bras. XI. 2. 442
Blüten grünlich, Blütenblätter braunrot überlaufen,
Maltogrosso: gesellig an einzelnen Stellen im Camp am oberen Ku
lisehu (nm. 748. — Blühend im Juli 4899). |
Aquifoliaceae,
ex affinis Gardn. a genuina Loes, 4. angustifolia (Keiss.) Loes,
Monogr. 442.
Buu, 4 m hoch, mit schwacher Krone, dunkel belaubt.
Mattogrosso: Bachrand am oberen Kulisehu (n, 78%, — Blithend ir
\ugust 1899).
Sapindaceae,
Serjania det. I. Rapıkoren. 6
S. caracasanu Willd. forma 3, genuina Radlk. Monogr. 148,
Mattogvosso: Schlingend an Bäumen im Uferwald am oberen Kuli
chu, reich verzweigt, mit Blütentrauben bedeckt (n, 718 — Blühend it
Juli 1899),
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 169
S. chaetocarpa Radlk. in Engl. et Pr. Nat. Pflanzenfam. Il. 5 (1895)
p- 302 et in O. Kuntze Rev. Gen. IL. 2 (1898) p. 44; scandens, fruticosa,
setis densis sufferrugineis hirsuta; rami 5-costati, undique setis vestiti,
eortice fusco; corpus lignosum simplex; folia ternata; foliola ovata, cuspi-
dato-acuminata, grosse dentata, terminale Jongius, lateralia brevius petiolu-
lata vel omnia subsessilia, e membranaceo subcoriacea, supra subtusque pilis
setosis sat dense adspersa glandulisque microscopicis obsita, sicca subfusca,
impunctata, epidermide mucigera; petiolus nudus, setoso-hirsutus; stipulae
longitudine insignes, filiformes, setosae; thyrsi solitarii vel in apice ramorum
paniculatim congesti, sat dense, attamen interrupte cincinnigeri, setoso-hir-
suti; cincinni stipitati, breviusculi; flores inter maximos; sepala hirsuta ;
fructus sectionis »Syncoccus« late cordatus, superne ad loculos trigonus, sub-
acutus, reti nervorum transversali notatus, praesertim ad loculos pilis rufes-
eentibus setosis deflexis hirsutissimus, endocarpio fusco-floccoso; semen
ad basin loculi insertum , obovoideum — (maturum non suppetebat).
Frutex 4 m altus tea Rami thyrsigeri diametro 3 mm, internodiis 2—
7 cm longis, setis 3 mm longis tuberculis insidentibus patulis in costis dense, in suleis
laxius obsiti. Folia sat magna, foliolis cire. 8 cm longis, 5 cm latis, petiolo 8 em
longo insertis, lateralium petiolulis ad 6,5 cm, terminalium ad 4 em longis, .birsutis!
stipulae longitudine 4 em aequantes vel superantes. Thyrsi 4—16 cm longi, superio-
rum rhachi quam pedunculus longiore, inferiorum breviore: cincinni inferiores subver-
ticillati , bracteis bracteolisque ex ovate lanceolatis subulatisve hirsutis. Sepuls 5—
7mm longa. Petala 8—9 mm longa, 2,5 mm lata, spathulaia, apiculata, intus glau-
dulis laxe adspersa; squamae cristis exclusis petala dimidia aequantes, superiores crisia
alta obovata appendiceque deflexa brevi longe barbata, inferiores crista aliformi ob-
lique patente instructae. Torus hirsutus, glandulis superioribus late ovatis glabris,
lateralibus minoribus subannularibus. ie tota villosa; antherae glabrae. Germen
(fl. ©) obovatum, villoso-tomentosum. Fructus pedicello 6 mm longo prope basin arti-
eulato insidens, 3—3,5 cm longus, 3,5—4 cm (ad loculos 4,5 cm) latus, loculis 4,5 cm
longis, dorso carinatis, dissepimentis semiellipticis 3,5—4 mm Pe pericarpio crasso sub-
os. alis infra medium latissimis.
In Bolivia et in Brasiliae civitate Mattôsrosso: O. Kuntze! (Ve-
lasco orient., altit. 200 m, m. Jul. 1892, fruct.); C. Linpman n. A. 3203!
Mattogrosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos Bugres, in fruticetis »Ca-
poeira« dietis, m. Mart. 1894, flor.); R. Pinger! (Mattogrosso ad flumen
Rio Nobre, n. 444, m. April. 4899, flor.).
Zusatz: Die Pflanze erscheint gleichsam als eine derbere Form der Serjanta
hebecarpa Bth., ist aber außer durch ihren robusteren Wuchs durch die dichte Borsten-
behaarung, den rauhhaarigen Kelch und die kräftiger entwickelte Frucht derart ausge-
zeichnet, dass sie zweifellos als neue Art aufzufassen ist. Dabei ist bemerkenswert, dass
an den Gefäßbündeln des Blattes der Hartbast schwächer entwickelt ist als bei S. hebe-
carpa und auch an den Seitennerven, abgesehen von dem umgekehrt orientierten Ge-
fäßbündel an deren Oberseite, vermisst wird. In Bezug auf das Fehlen von Secretzellen
Nahe der Blattoberseite und demnach auch von durchsichtigen Punkten stimmt die
Pflanze mit S. hebecarpa überein, wie auch hinsichtlich des ausnahmslos den Geläß-
bündeln. folgenden Verlaufes der Milchsaftschläuche nahe der unteren Blattseite. Krystall-
drusen finden sich über und besonders unter den Gefäßbündeln; kleinere in geringer
Zahl auch im Palissadengewebe. R
170 R. Pilger,
S. glutinosa Radlk. Monogr. 126.
Mattogrosso: im- Serrado auf Sandhoden bei Cuyahä (n. 367.
Blühend im März 1899).
S. marginata Casar. genuina Radlk. Monogr. 460. |
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an einem Bache am Fuße der
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 494. — Blühend im April 4899).
Matayba guianensis Aubl. Pl. Guian. L (4775) 331.
2—3 m hoher, dunkelgrün belaubter Strauch.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuvabä (n. 820.
Blühend im October 1899).
Magonia pubescens St. Hil. in Bull. Soc. Philom. de Paris (Majo
1824) 78.
Nom. vern. Timbo. |
Mattogrosso: haufig zerstreut oder gesellig auf trocknen Standorten
im oberen Cuyabäthal und bei Cuyabä (n. 803. — Blühend im October
1899, fruchtend im Marz 1899).
Rhamnaceae.
Rhamnidium elaeocarpum Reiss. in Fl. Bras. XI. 94.
Bäumchen, 3 m hoch, mit heller rissiger Borke.
Mattogrosso: auf Sandboden im Serrado bei Cuyabä (n. 825.
Blühend und fruchtend im October 1899).
Crumenaria choretroides Mart. ex Reiss. in Fl. Brass. XL 444.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli-
sehu (n. 740. — Blühend im Juli 1899).
Tiliaceae.
Corchorus hirtus L. Sp. Pl. ed. II. 747. |
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyahä (n. 328. — Blühend
im März 4899).
Lühea paniculata Mart. et Zuce. Nov. Gen. 1. 100. 1. 62.
Baum, 45 m hoch, zur Blütezeit fast blattlos, mit grauer glatter Borke mit lachen
Rissen; Stamm im oberen Teil knorrig verästet, an allen kleinen Zweigen der Krone
mit großen weißen Blütenrispen.
Mattogrosso: im äußeren Uferwald am oberen Kulisehu (n, 785.
Blühend im August 1899).
Malvaceae.
Wissadula patens St. Hil Garcke in Zeitschr. für ges. Nalurw
1890, 123).
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Boden im Uferwald am oberen
Jatoba (n. 658. — Blühend im Juni 1899).
Sida acuta Burm. Vl. Ind. 147,
Mattogrosso: Cuyabä, überall an Straßenrändern und auf Plätzen
der Stadt, 30--50 em hoch (n, 294. — Blühend im März 1899).
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 171
S. anomala St. Hil. Fl. Bras. Mer. L 140.
Mattogrosso: Cuyabä, kriechend auf Straßen und Plätzen der Stadt
(n. 177. — Blühend im Februar 1899).
S. cordifolia L. Sp. Pl. ed. I. 684.
Blüten hell orangegelb.
Mattogrosso: zerstreut auf Sandboden in der Nähe der Bandeira bei
Cuyabä (n. 344. — Blühend im März 1899).
S. linifolia Cav. Diss. I: 14. t. 2.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem Sandboden im Serradäo
hei Guyabä (n. 373. — Blühend im März 1899).
8. spinosa L. Sp. Pl. ed. I. 683. var. angustifolia Gris.
Mattogrosso: zerstreut am Rande des Uferwaldes der Bandeira bei
Cuyaba (n. 337. — Blühend im März 1899).
S. urens L. Sp. Pl. ed. II. 963.
Mattogrosso: zerstreut am Rande des Uferwaldes der Bandeira bei
Cuyabä (n. 349. — Blühend im März 1899).
Pavonia geminiflora Mor. Pl. Nouv. d’Amer. 120. t. 73.
Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem Boden im Gebüsch an
Bachufer im Quellgebiet des Jatobä (n. 656. — Blühend im Juni 1899).
P. sidifolia Kth. Nov. Gen. V. 283.
Mattogrosso: auf feuchtem, grasbedeckten Bachufer bei Cuyabä
(n. 207. — Blühend im Februar 1899); zerstreut am Rande des Uferwaldes
der Bandeira bei Cuyabä (n. 342. — Blühend im März 1899).
Hibiseus furcellatus Desr. in Lam. Encycl. II. 358.
Blüten rot-violett. Stengel 2 m hoch, reich beblättert.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado und auf offenem, trock-
nen Boden bei Cuyabä und Rosario (n. 445. — Blühend im April 1899).
Auch häufig im Camp am oberen Paranatinga, noch in der Trockenzeit
in Blüte.
Cienfuegosia cuyabensis Pilger n. sp.; caule brevi, lignoso, multi-
ramoso; ramis elongatis, decumbentibus vel adscendentibus, lignosis, inferne
“leretiusculis superne = angulatis, glabris, sparse granulatis, 20—40 cm
longis; foliis distantibus, patentibus, coriaceis, forma satis variantibus ple-
rumque oblongis, basi rotundatis, apicem versus parum angustatis, obtu-
‘siusculis, brevissime mucronato-apiculatis vel rarius ovatis, brevioribus,
foliis glaberrimis, obscure granulatis, 3,5—5,5 cm longis et 1—1,5 cm
latis, rarius brevioribus et latioribus, penninerviis, costa imprimis sub-
tus prominente, nervis secundariis remotis, petiolo 4—6 mm longo, glabro:
Slipulis setaceis, 2 mm longis; floribus ad apices ramorum nonnullis in
axillis bractearum euphylloidearum solitariis ; pedicello ad 3 em longo, cras-
siusculo; involueri phyllis circa 9 lineari-subulatis, 8—10 mm
longis; calyce profunde 5-partito, lobis lanceolatis, longe acuminatis, 7—
8 mm longis, obscure punctulatis; petalis sulphureis, 3 cm longis, extus
172 “ss R, Pilger.
brevissime pilis minimis, stellulatis tomentosis; capsula extus et intu:
glabra, seminibus atro-fuscis, parce pilis lenuibus, albidis, crispis obtectis.
Die neue Art unterscheidet sich von der C. heterophylla (Vent.) Garcke durch de
viel längeren Außenkelch und die schwach anliegend behaarten Samen.
Mattogrosso: im Serrado bei Cuyabä, kriechend an trocknen, freien,
sandigen Stellen, die Zweige dem Boden anliegend (n. 289. — Blühend un
fruchtend im März 1899). |
Bombacaceae.
Bombax marginatum (St. Hil.) K. Sch. in Fl. Bras. XIL Hb 223.
Baum, je nach dem Standort von sehr verschiedener Größe, im Camp oder am
Waldrand, bis 45 m hoch; zur Blütezeit fast pene mit wenigen großen, weißen Blü
ten an den kahlen Ash
Mattogrosso: am Waldrand am oberen Ronuro (n. 638. — Blühend
im Mai 4899).
B. pumilum Pilger u. sp.; radice crassa, ramos nonnullos, indivisos
1,5 m altitudine non superantes procreante; ramis laevibus; foliis ad ra:
mos longius distantibus, longe petiolatis, petiolo parce breviter villosulo,
tereti, apise in diseum latiorem dilatato, foliolis 9 vel 7, marginatis, coria=
„eis, euneato-langeolatis, sessilibus, basin versus longe angustatis , apieen
versus breviter angustatis vel rotundatis, ‘acumine brevi, obtusiuseulo in-
-tructis, supra glaberrimis, subtus breviter ferrugineo-tomentosis, costa
subtus crassa, prominente, nervis secundariis ommibus stricte parallelibus
in marginem foliorum regulariter abeuntibus, nervulis reticulato-conjunctis
prominentibus , petiolo ad 14 cm longo, foliolis ad 43 cm longis et parte
superiore % em latis; floribus paucis apicem ramorum versus distantibus!
pedunculo Jongiore crasso striato, glabro, 6 cm longo; calyce crasso, limbo
integro, calyce intus et extus glaberrimo, 4,5 em longo, basi glans
dulis instructo; petalis linearibus, obtusis, ad 9 em longis et 0,8 cm latis,
extus olivaceo-tomentellis, intus albido sericeo-villosis; tubo stamineo_ brevi,
I em longo, basi villoso, filamentis basi vix inter se connatis, 7 ¢m lon-
zis; fruetu 12 em Jongo et 3,5 em lato, seminibus glabris.
Die neue Art ist verwandt mit DB. marginatum, von dem sie sich aber dureh die
Form des Wachstums, schmalere lederige Blätter, durch den im Verhältnis langen
Blutenstiel, durch den gänzlich kahlen Kelch unterscheidet,
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabi (m. 194, — Blühend
un Februar 1899)
Sterculiaceae.
Büttneria ramosissima Pohl Pl. Bras. I. 75 1 149,
Stengel meterhoch,
=
Mattogrosso: zwischen Sandsteinblöcken an trockenem Ufer a
Ouelifiusses des Ronuro (n, 648, Blühend jim Mar 1899).
Melochia zraminifolia St. Hil. FL Bras, Mer. I. 460. t. 31.
Blüten blussrosa,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 173
Mattogrosso: zerstreut auf sumpliger Wiese bei der Fazenda Janjo
am Corrego fundo (n. 520. — Blühend im April 1899).
M hirsuta Cay. var. tomentosa K. Sch. in Fl. Bras. XII. 3. 47.
Blüten: hellviolett.
Mattogrosso: zerstreut auf trockenen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
fn, 354. — Blühend im März 1899).
M. venosa Sw. Prodr. Fl. Ind. Oce. 97.
Mattogrosso: Camp am Waldrand am oberen Ronuro In. 608.
Blühend im Mai 1899).
_ Waltheria americana L. Sp. Pl. ed. I. 673.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
fn. 357. — Blühend im März 1899).
- Helicteres guazumifolia Kth. Nov. Gen. V. 304.
50 em hoher, schwach verzweigter Strauch, Blüten purpurn.
Mattogrosso: zerstreut im Serradao bei Cuyabä In. 317. — Blühend
im März 1899).
m Sacarolha St. Hil. Fl. Bras. Mer. I. 214.
- Mattogrosso: im Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. 317°. — Blü-
hend und fruchtend im April 1899).
Dilleniaceae.
Davilla elliptiea St. Hil. FL Bras. Mer. 1. 17.
Mattogrosso: am Rande des Uferwaldes am oberen Ronuro (n. 616.
— Blühend im Mai 1899.
D. neurophylla Gilg in Engl. Jahrb. XXV. (1898) Beibl. 24.
Kleiner, holziger Halbstrauch,
Mattogrosso: zerstreut aut trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
in. 364. — Blühend im März 1899).
Curatella americana L. Syst. ed X. 1079.
Nom. vern. Lichera.
Im Wuchse nach dem Standort sehr verschieden, bis 10 m hoch, mit ausgebrei-
‘teter Krone, von Grund ab verästet, die Äste unregelmäßig knorrig mit dicker, hell-
grauer Borke, die sich in großen Schuppen ablöst: die runzligen, starren Blätter an
kleinen Zweigen, die aus den Ästen zahlreich entspringen; die Blüten an kleinen, blalt-
losen Zweigen.
Mattogrosso: im ganzen Gebiet der häufigste Campbaum In. 761. —
Blühend im August 1899).
Doliocarpus platystigma Pilger n. sp.; frutex scandens, ramis tere-
ibus, junioribus parce hirtellis, postea glabratis, cortice laevi; foliis ad
Yamulos breves nonnullis distantibus, magnis, ovato-lanceolalis, in acumen
produetis acutis, basin versus sensim angustatis, subrotundalis, parte infe-
riore integris, apicem versus remote acutato-denticulatis, membranaceis,
supra et subtus glabris, subtus ad costam et nervos primarios parcissime
174 R. Pilger.
hirtellis, 15—20 em longis et 5,5—8,5 cm latis, supra costa parum im-
pressa, nervis secundariis et venis parum conspicuis, subtus costa crassius-
cula prominente, nervis secundariis alternantibus utroque latere cire. 12
prominentibus in dentes ad marginem abeuntibus neque ad marginem con-
junctis, venis nervos fere rectangule conjungentibus, bene conspicuis, petiolo
crassiusculo, 1—1,5 cm longo; floribus ad ramos longos, aphyllos fascicu-
latis; fasciculis longe distantibus, paucifloris; floribus parvis albidis, brevi-
ter pedicellatis, pedicello breviter villosulo, prophyllo unico parvo, ovato;
calveis foliis 5 extimo ceteris minore, rotundato-ovatis vel ovatis vel
ovato-lanceolatis, extus pareissime villosulis vel glabrescentibus, membrana-
ceis, obtusiusculis, circa 4 mm longis; petalis 4 calycis foliis aequalibus
tenuius membranaceis, caducis, glabris; staminibus numerosis, filamentis
apicem versus parce incrassatis, in alabastro flexuosis, antheris parvis
rotundatis, tota longitudine cum connectivo incrassato conjunctis, loculis
rima longitudinali dehiscentibus; ovario glaberrimo, extus irregulariter ru-
guloso, 1-loculato, ovulis 2; stvlo crasso, ovario aequilongo, stigmate dila-
lato, peltato, plano. |
Der Stanun der Liane ist am Grunde mehrere Centimeter dick, in engen Windun-
sen einen Baumstamm umschlingend und sich dann verzweigend; vom Stamm hängen
überall 2—3 m lange, schwanke, dünne Zweige herab, die ganz blattlos sind oder
nur an der Spitze Blätter tragen; dagegen tragen sie der ganzen Länge nach in Ab
ständen wenigblütige Büschel der kleinen weißen Blüten. |
Mattogrosso: Uferwald eines Baches am oberen Kulisehu auf sandi-
sem Boden (n. 737. — Blühend im Juli 1899).
Wegen der Form der Narbe steht die neue Art dem D. glomeratus Eichl. am näch-
sten, unterscheidet sich aber durch zwei Samenanlagen, geringe Anzahl der Blüten
Büschel, so wie durch größere, nach unten zu mehr abgerundete Blätter.
Ochnaceae.
Quratea densiflora Pilger n. sp.; frutex parce ramosus, circa
altus, glaberrimus, cortice satis tenui, obscure cinereo, parum fisso;
rigidis, coriaceis, forma et longitudine satis ludentibus, oblongo-lanceolatis,
majusculis, supra cinereo-viridibus, basi parum attenuatis vel rotundatis
apicem versus longius attenuatis, in apicem brevem, obtusiusculam pros
ductis, basin versus integris vel fere integris, parte superne imprimis
apicem versus breviter vel nonnumquam longius irregularitei
mueronato-serratis, cire, 12-18 em longis et 3—6 cm latis
costa erassiuseula, imprimis subtus prominente, nervis secundariis el venk
supra et sublus satis prominulis, tenuibus, nervis secundariis param nume
rosis salis distantibus, versus marginem areualis et marginem longe sequen
libus, venis majoribus nervis illis similibus venulis horizontalibus conjunclis,
petiolo brevi, evasso, margine inflexo; panicula terminali, brevi, contracla
7-19 em longa, vamulis perbrevibus, densifloris, pedicellis alabastris bre
viovibus vel raro aequilongis: alabastvis ovato-laneeolatis, apieem vers
/
fi
Te
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 175
‘sensim angustatis, obtusiusculis, 8—10 mm longis; sepalis caducis, lanceo-
latis, obtusis, parum inaequalibus, interioribus margine scarioso latiore sub
apice brevissime dentato-appendiculatis, 1 cm longis, circa 3 mm latis; peta-
lis luteis aequalibus, ovatis, apicem versus attenuatis, obtusis, 12 mm lon-
gis et 6 mm latis; staminibus aequalibus antheris 8 mm longis, rugosis,
eynophoro ovario subaequilongo.
Die neue Art zeigt habituell große Ähnlichkeit mit O. castaneifolia (DC.) Engl.,
doch weicht sie in der Blattnervatur gänzlich ab; die Nervatur und Form der Blätter
ist wie bei O. Riedeliana Engl., doch weicht diese Art im Bau der Rispe, der Blüten-
knospe und Blüte ab.
Mattogrosso: im Camp am Rande eines kleinen Baches am oberen
Kulisehu (n. 699. — Blühend im Juni 1899).
0. nana (St. Hil.) Engl. (Fl. Bras. Mer. I. 66. t. 42).
Dicker holziger Grundstock mit mehreren unverzweigten meterhohen Asten.
Mattogrosso: zerstreut im trocknen Camp am oberen Paranatinga
(n. 707. — Blühend im Juli 1899); (n. 576. — Blühend im Mai 1899).
Sauvagesia erecta L. Sp. 1. 203
Mattogrosso: zerstreut auf feuchtem Ufersand am Corrego fundo
(fn. 517. — Blühend im April 1899).
Caryocaraceae.
Caryocar brasiliense Camb. in St. Hil. Fl. Bras. Mer. I. 249.
Nom. vern. Piki.
Baum, 10—15 m hoch, mit kurzem Stamm, knorrig verästeter, ausgebreiteter
Krone, grauer, schuppiger Borke; die reichblühenden, aufrechten Trauben stehen an den
Enden junger Triebe.
Der Baum blüht Ende August und im September; die Krone trägt nur noch we-
nige alte Blätter, daneben sind zahlreiche junge Blätter an den frischgrünen Trieben, die
in gerader Fortsetzung der älteren Triebe stehen und mit einer großen Blütentraube
abschließen. In der Fl. Bras. ist angegeben, dass Früchte bisher unbekannt sind, trotz-
dem der Baum durch ganz Mittel- und Südbrasilien verbreitet ist. Auch ich konnte
keine Frucht sammeln, da sie erst im December reift; nach Angaben von Eingebornen
‚ist sie eine große Steinfrucht mit mehreren großen Steinkernen und buttergelbem, öligen
Fruchtfleisch. Die Indianer am Xing pressen das Öel aus, das sie verschiedentlich
benutzen und stampfen das Fruchtfleisch zu einer gelben, butterähnlichen Masse zusam-
men, die unter Wasser das ganze Jahr aufgehoben wird und angenehm schmeckt.
Der Baum kommt noch viel vor im Serradäo auf tiefem Sandboden am Fuße der Cha-
pada bei Cuyaba.
Mattogrosso: Camp-Baum am oberen Kulisehu (n. 789. — Blühend
im August 1899).
“ Guttiferae.
Kielmeyera rubriflora Cambess. in St. Hil. Fl. Bras. Mer. 1.
305. t. 60.
2—3 m hohes Bäumchen, reichblühend; Blüten rosenrot.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n, 272. —
Blübend im Februar 1899),
176 R. Pilger.
Rheedia Guacopary Sp. Moore in Trans. Linn. Soc. IV, 3: 310.
Baum, 10 m hoch, mit schwachem, aufrechten Stamm, kleiner Krone. . 11)
Mattogrosso: an Bachufer am oberen Kulisehu {n. 792. — ire
im August 1899). |
Bixaceae.
Bixa Orellana L. Sp. Pl. 730.
Blüten hellviolett; 3 m hoch, dichtes, reichverzweigtes Gebüsch bildend, |
Mattogrosso: an sandiger Uferbarranea am oberen Ronuro (n. 614
— Blühend im Mai 1899).
Cochlospermum insigne St. Mil. var. mattogrossensis Pilger n. var
fois quam in typo crassioribus, rigidioribus, trilobis vel lobis lateralibu:
+ iterum breviter partitis, lobis ovatis, obtusiuseulis vel acutis, haud pro
ductis (lobo terminali in foltis majoribus ad 6 em lato), irregulariter breviter
serratis vel acute erenato-serralis, follis supra parce pubescentibus vel de
mum glabrescentibus, subtus dense breviter einereo pubescenti-tomentosis
peliolis 6—7 em longis, dense brevissime tomentosis; ad var. Pohlianc
spectare videtur (»foliis paulo majoribus et erassioribus, omnibus trilobis,
lobis ovalis, obtusis vel breviter productise), sed differt indumento. —
Holzige Staude mit mehreren unverzweigten Stengeln aus dickem Wurzelstock:
Blätter an den Stengeln entfernt stehend.
Mattogrosso: im oberen Guyabäthal (n. 518. — Blühend im. April
1899.
+ iai¢ 06 toa
Flacourtiaceae.
PAL
Casearia silvestris Sw. Fl. Ind. Occ. IL. 752.
Baum, 8m hoch, Stamm 45 cm Durchmesser, in mehrere starke Aste gcteilt, mi
ausgebreiteter Krone; Borke dunkelbraun, mit feinen, flachen Rissen; nach den Spitzen
der schwächeren Äste zu zahlreich die kurzen beblätterten Zweige, die in den Blattachseln
die kleinen Blütenstände tragen,
Mattogrosso: an sandigem Uferhang am oberen Kulisehu (n. 789.
Blühend im August 1899).
C. spinosa Willd. Sp. Pl. 626.
Strauch, bis 3 m hoch.
Mattogrosso: zerstreut im dichten Gebüsch im Serrado in der Nähe
von Cuvabä {n, 304. — Blühend im März 1899). |
Turneraceae.
Turnera dasytricha Pilger n. sp.; suffrutex, radice eanles nonnullos
{an altitudine fere aequantes, parum ramosos proe Fr caulibus teretibus
inferne lignosis, glabrescentibus, diametro cire, 3 mm, superne dense longt
que pilis fulvis, palentibus hirsutis; caule superne foliato, foliis 1—2 €
distantibus, subsessilibus, ovato-lanceolalis, aculis, apicem et basin verst
sensim angustatis, margine acute erenatis, 4 em longis et 4,8 cm lalis, dens
longeque imprimis sublus ad nervos fulvo vel albido-hirsutis, subsericeh
Beitrag zur Flora von Mattogrosso, CG
nervis subtus prominentibus, secundariis 7—8, angulo acuto abeuntibus,
glaudulis ad basin folii 2 parvis, sub indumento fere inconspicuis; racemis
in axillis foliorum superiorum breviter (1—2 cm) pedunculatis, perbrevibus,
capituliformibus, 1—1,5 em longis; floribus sub- (1—-2 mm) distantibus;
pedunculo eödem modo ac caulis dense hirsuto; floribus singulis in axillis
bractearum brevium; bracteis forma et indumento folios caulinos simulan-
libus, inferioribus 5—7 mm vel nonnumquam ultra longis; petiolo et pedi-
cello coalitis, 1—2 mm longis, hirsutis; prophyllis 2 subulatis, hirsutis,
3—4 mm longis; floris parvi calyce hirsuto, dentibus tubo paulo brevio-
ribus, lineari-lanceolatis, acutis, 3 mm longis; petalis parvis e calyce parum
exsertis, aurantiacis; stilo glabrescente, pilis nonnullis longis, patentibus in-
sperso; filamentis basin versus complanatis, tenuibus, non nisi basi breviter
cum tubo calycis connatis; ovario dense hirsuto, capsula hirsuta, usque ad
basin 3-valvata, valvis circ. 2,5 mm longis; seminibus oblongis, leviter ar-
euatis, circ. 7 in capsula, 2 mm longis.
Die neue Art gehört in die Verwandtschaft von T. melochioides Camb., zeichnet
sich aber durch hohen Wuchs und geringe Verzweigung, etwas seidig glänzende, gelb-
liche Behaarung, spitze, doppelt gekerbte Blätter aus, sowie durch die sehr kurze Traube
von gedrängt stehenden, kleinen Blüten.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado am Fube der Serra das Pedras
im Cuyabäthal (n. 471. — Blühend im April 1899).
Cactaceae.
Echinocactus alteolens (Lem.) K. Sch. Monogr. Cact. 293.
Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Boden im Serrado bei Guyabä
(n. 217. — Februar 1899).
Lythraceae.
Rotala mexicana Cham. et Schlecht. in Linnaea V. 567.
Mattogrosso: gesellig in Tümpeln, unter Wasser getaucht, in einem
Bachlauf am oberen Kulisehu (n, 752. — im Juli 1899).
Forma major.
Mattogrosso: gesellig an einzelnen Stellen auf Sumpfwiesen an der
Piava (n. 446. — Blühend im April 1899).
Adenaria floribunda Kth. Nov. Gen. VI. 188.
Strauch, 3 m hoch, reichverzweigt; Blüten weiß, angenehm duftend.
Mattogrosso: häufig am Ufer der Bandeira bei Cuyabä {n. 332. —
Blühend im März 1899).
Cuphea cuyabensis Mart. ex Köhne in Fl. Bras. XII. 2. 304.
Mattogrosso: auf moorigem Boden am Ufer des Rio Engenho bei
Cuyabä (n. 375. — Blühend im März 1899).
6. repens Köhne in Fl. Bras. XII. 2. 251.
Nom, vern.: Lirio do campo. Blüten rosa.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 12
178 R. Pilger.
Mattogrosso: gesellig auf feuchter Wiese am oberen Kulisehu (n. 749.
-— Blühend im Juli 1899).
Physocalymma scaberrima Pohl in Flora 1827 p. 153.
Nom. vern.: Carijö. Hoher Baum, erst in der Höhe verästet, mit kurzer, schmaler
Krone; Borke hellgrau, dick, tiefrissig; im oberen Teil der Krone, der ganz blattlos ist,
an allen Zweigen rotviolette Blüten; untere Äste tragen an ihren Zweigen noch Blätter,
aber keine Blüten.
Mattogrosso: häufig im äußeren Uferwald am oberen Kulisehu (n. 782.
— Blühend im August 1899).
Lafoénsia Pakari St. Hil. subsp. 3. Pakari Köhne in Fl. Bras. XIII
2. 351.
Baum, 5 m hoch mit brüchigem Holz und dicker, rissiger Borke.
Mattogrosso: auf trocknem Sandsteinboden im Thale des Cuyabä de
larga (n. 516. — Blühend im April 4899).
Combretaceae.
Combretum Loeflingii Eichl. in Fl. Bras. XIV. 2. 100.
Starke Liane, bis in die Krone hoher Bäume an der Uferbarranca emporgehend,
mit gelben Blütentrauben bedeckt.
Mattogrosso: am oberen Kulisehu (n, 702. — Blühend und fruchtend
im Juni 1899).
Myrtaceae.
Psidium Guayava Raddi Mem. 1821. 2.
Baum, 40 m hoch, mit ausgebreiteter Krone, reich belaubt und reich blühend;
Borke glatt, hellbraun, sich in größeren, dünnen Schuppen ablösend.
Mattogrosso: (Cuyabä. — Blühend im October 1899).
Myreia dasyblasta Berg in Fl. Bras. XIV. 1. 207.
Krüppelbaum, bis 2 m hoch.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 801
Bliihend im August 1899).
M. longipes (Berg) Kiaersk. (FL Bras. XIV. 1. 94).
siumehen, 4 m hoch, wenig ausgebreitet, mit weißen Blütenrispen bedeckt.
Maltogrosso: im Serrado bei Cuyabä auf steinigem Boden (n. 817
— Blühend im October 1899).
M. variabilis DC. +. nummularia Berg in Fl. Bras. XIV, 4. 406
Halbstrauch mit dicker, Neischiger Wurzel mit mehreren schwach verzweigten
Stengeln: Blüten weiß,
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 724,
blühend im Juli 1899),
Calyptranthes amoena Pilger n. sp.; arbor parva; ramulis brevibus,
dichotome divisis, foliis paucis distantibus, opposilis, coriaceis, ovalis, gl
berrimis, nitidulis, basin el apicem versus sensim atlenualis, acumine brey
obluso instractis, erebre pellucido punetatis, 44—13 em longis el 5—6 a
latis, costa sublus prominente nervis secundariis prominulis, nervo mag
Beitrag zur Flora von Mattogrosso 179
-ginali conjunctis, costa supra depressa, nervi secundariis et venulis con-
spieuis sed parcissime prominulis, petiolo brevi (1 cm fere aequante) cras-
‘siusculo, nigricante, supra sulcato; paniculis ad ramulos terminalibus 3—4-nis,
e ramulis perbrevibus aphyllis abeuntibus, 8—12 cm longis, parte superiore
divaricato-r ramosis, ramis iterum parce ramulosis; pedunculis 3—4 floris:
Moribus parvis apetalis; receptaculo circa 2 mm longo.
Nom. vern.: Goyabinha do matto. Die neue Art ist verwandt mit ©. Pohliana
Berg, aber besonders durch größere, ovale Blätter verschieden, deren Paare an den
kurzen Zweigen in großen Zwischenräumen stehen, sowie durch größere, mehr ver-
zweigte Rispe.
| Mattogrosso: im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 767. — Blühend
im Juli 1899).
Melastomataceae.
Miconia cecidophora Naud. in Ann. Se. Nat. Ser. 3. XVI. 166.
Bäumchen, mit geradem Stamm, langen, schwanken, sparrig verzweigten Asten.
Mattogrosso: Uferwald am oberen Kulisehu (n. 793. — Blühend im
August 1899).
M. Chamissois Naud. in Ann. Sc. Nat. Ser. 3. XVI. 179.
Blüten weiß. Strauch, 2 m hoch, schwach verzweigt.
f Mattogrosso: an sumpfigem Bachufer im Quellgebiet des Batovy
(n. 691. — Blühend im Juni 1899).
Macairea adenostemon DC. Prodr. III. 109,
Niedriges Bäumchen oder von strauchartigem Wuchs, unregelmäßlg verästet, mit
brüchigem Holz und heller, rissiger Rinde.
Mattogrosso: base an Bachufern im Quellgebiet des Batovy (n. 653.
— Blühend im Juni 1899).
Var. rotundata Pilger n. var.; foliis ovato-lanceolatis, basi sub-
rolundatis vel parce attenuatis.
Halbstrauch, 3/4 m hoch, mit mehreren Ästen aus dem dieken Wurzelstock, Blüten
rotviolett.
| Mattogrosso: zerstreut im trocknen Camp am Waldrand am oberen
Ronuro (n. 634. — Blühend im Mai 1899).
| Pterolepis trichotoma (Rottb.) Cogn. in Fl. Bras. XIV. 3. 262.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Boden im lichten Waldstreifen
am Rio Cuyabä (n. 425. — Blühend im April 1899).
Tibouchina cuyabensis Cogn. in Fl. Bras. XIV. 3. 382.
Strauch, 2 m hoch.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 273. —
Blühend im März 4899).
Acisanthera inundata Triana Melast. 33.
Mattogrosso: zerstreut an sumpfigen Bachufern bei Cuyabä (n. 227
— Blühend im Februar 1899); sehr häufig auf Sumpfwiese an der Piava
“in: 584. — Blühend im April 1899),
>
12*
180 R. Pilger.
Mierolieia euphorbioides Mart. var. mattogrossensis Pilger n.
var.; foliis parvulis (9—10 mm longis et 3—4 mm latis); ramis dense
longius setulosis, foliis supra et subtus = dense irregulariter longius setu
loso-villosis; calyce setis paucis longis insperso nec setoso-villoso. |
Mattogrosso: gesellig an trocknem Abhang am Quellbach des Jatobä
(n. 668. — Blühend und fruchtend im Juni 1899). |
Rhynehanthera glabrescens Pilger n. sp.; radice longa crassa pluri
partita, parenchymate albido circumdata; caule ad 15 cm alto, ramoso
inferne simplici, lignoso, glaberrimo, superne ramosissimo, pilis glanduliferis
violaceis = dense obtecto; foliis tenuibus longius pedicellatis ovato
Janceolatis vel superioribus lanceolatis, 6 cm longis et 3 cm latis
basi rotundatis vel leviter subcordatis, superioribus basi an-
gustatis nee cordatis nee rotundatis, foliis apicem versus sensin
angustatis acutiusculis glabris, margine mucronato-serrulatis nervis
7 vel in foliis superioribus 5 parum prominentibus, venulis parum
conspicuis, petiolo glanduloso-piloso, 4 cm longo; floribus in apice caulis in
cymas amplas, laxas, paniculiformes dispositis, ramis iterum cymosis vel
plerumque monochasialiter evolutis, monochasiis elongatis, 3-5-floris, pro-
phyllis euphylloideis, sensim decrescentibus; floribus rubro-violaceis; calyce
viridi, nervoso, apicem versus parum dilatato, glaberrimo, laciniis
lineari-subulatis, acutis, obscure denticulatis, tubo duplo fere brevio
ribus; petalis cire, 1,5 em longis, staminibus fertilibus 5, inaequalibus,
uno multo majore quam reliqua quarta, connectivo infra loculos
elongato, gracili, brevissime biappendiculato, anthera longe graciliter ro-
strata, filamento # mm longo, connectivo quasi aequilongo, connectivo in
stamine majore 8 mm longo, staminibus sterilibus ad filamentos breves
redactis; capsula 8 mm longa, libera, trivalvi, glaberrima, seminibus parvis;
impresso-punctulatis.
Die neue Art gehört der Section Anisostemones an und ist ausgezeichnet durch die
Form der Blätter und den kahlen Kelch.
Mattogrosso: in einigen Exemplaren im feuchten Sande an einem
sachufer im Quellgebiet des Ronuro (n. 636. — Blühend im Mai 1899),
Rh. novemnervia DC.
Blüten carmoisin, A m hoch,
Mattogrosso: zerstreut an sumpligem Bachufer bei Cuyabi (n, 267,
Bliihend im Februar 1899).
Poteranthera pusilla Bong. in Mem. Acad. Petersb, Ser. 6. IL 437
Blüten weiß, |
Mattogrosso: häufig gesellig in kleinen Complexen auf Sandboden b
Rosario (n, #20, — Blühend im April 1899),
Clidemia hirta D. Don. in Mem. Wern, Soc, IV. 309.
Reichverzweigte, bis 4 m hohe Staude mit weißen Blüten,
Matlogrosso: zerstreut im Gebüsch am Rio Nobre (n, 446, — Blühen
in April 1899), |
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 181
Mouriria $Olisbea) elliptica Mart. Herb. Fl. Bras. 139.
Niedriger Baum mit starkem Stamm, dicht über dem Boden knorrig verdstet, mil
ausgebreiteter Krone. Borke hell, tiefrissig. Kelch grünlich gelb, Blüten weiß,
| Mattogrosso: auf trocknem Sandboden im Serradao bei Cuyabä
In. 823. — Blühend im October 1899).
Onagraceae.
Jussiaea nervosa Poir. Encycl. Suppl. IE 199.
Holzige Staude, 4 m hoch.
Mattogrosso: auf feuchter Wiese bei der Piava (n. 524. — Blühend
im April 1899).
J. suffruticosa L. Sp. 555.
Mattogrosso: zerstreut auf feuchtem Sandboden in der Nähe eines
Baches im Serrado bei Cuyabä (n. 186. — Blühend im Februar 1899).
Araliaceae.
Gilibertia cuneata (DC.) E. March. in Fl. Bras. XI. 4. 250.
Baum, 8 m hoch, mit hellem Stamm und reichblättriger Krone von glänzendem
Laube. y
…. Maltogrosso: auf sumpligem Boden an einem Buriti-Bach am oberen
Kulisehu (n. 744 et n. 743. — Blühend im Juli 1899).
Umbelliferae.
Eryngium ebracteatum Lam. Eneyel. IV. 759.
Mattogrosso: zerstreut im Wasser und zwischen Steinblöcken am
Uferrand des Quellflusses des Ronuro (n. 560. — Blühend im Mai 1899)
.
/
Sapotaceae.
Labatia maltogrossensis Pilger n. sp.; arbor 10 m alla; ramulis
feretibus patentibus, parte inferiore foliis destitulis; foliis nonnullis ad apicem
ramulorum glabris, obovatis (diametro maximo supra medietate folii), basin
versus sensim parum attenuatis, apicem versus breviter angustatis, breviter
cutis vel + rotundatis, forma et latitudine satis variantibus, nonnumquam
regularibus nonnumquam valde inaequilateris, folis 7—9 em longis et 3,5—
em latis, supra laevibus nitidis, subtus obscure olivaceo-viridibus, costa
subtus valde prominente, nervis secundariis utraque parte 10—-12 promi-
nentibus, angulo 45° ad 75° abeuntibus, prope marginem arcuato-conjunctis,
venulis prominulis fere rectangule nervos secundarios conjungentibus; flori-
bus parvulis erebre ad ramulos fasciculatis in axillis foliorum vel supra
cicatrices foliorum delapsorum; fasciculis paucifloris, floribus sessilibus;
calycis foliis 2 + 2, ovatis, obtusis, circa 3 mm longis, exterioribus extus
breviter villosis; tubo corollae brevi, late cylindraceo, sub lobis paululum
4
angustata, fusco, glabro, 2 mm parum superante, lobis corollae 4, circa
182 R, Pilger.
{ mm longis, apice rotundatis, staminodiis 4 inter lobos, lobis forma simi-
libus, sed brevioribus et angustioribus; staminibus 4 corollae lobis oppositis
filamentis parum supra basin tubus insertis, antheris extrorsis cordatis,
ovario dense pilis nitentibus, longioribus villoso-tomentoso, stilo 2 mm cicra
longo, stigmate haud incrassato, ovario 4-loculato loculis 1-oyulatis.
Baum mit ausgebreiteter, dicht belaubter Krone, von Grund ab verästet; Blatter
starr, glänzend.
Mattogrosso: an sandiger Barranca am oberen Kulisehu (n. 736.
Blühend im Juli 1899).
Chrysophyllum ebenaceum Mart. A. DC. Prodr. VII. 161.
Strauch, 2 m hoch; Rinde hell; Blätter glänzend; Blüten grünlich.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 180. — Blühend
im Februar 1899).
Styracaceae.
Styrax pachyphylla Pilger n. sp.; frulex parce ramosus, ad 2,5 m
altus, ramis novellis dense rufo-tomentosis; foliis elliptico-lanceolatis, coria-
ceis, breviter acuminatis, obtusiuseulis, 40—11 cm longis et 5,5—6 cm
latis, supra glaberrimis, cinereo-virescentibus, subnitidulis, subtus cinereis,
dense brevissime tomentosis, pilis stellulatis intermixtis, nervis subtus pro:
minentibus, secundariis utroque latere cire. 5, angulo acuto abeuntibus,
margine regulariter arcuatim anastomosantibus, nervulis brevibus rectangule
conjunctis, venulis dense reticulato-conjunctis, petiolo crassiusculo, supra
leviter sulcalo, tomentoso. 1—4,5 em longo; racemis numerosis, in axillis
foliorum superiorum sitis, brevibus, apicem versus floriferis, ad 4—5 em
longis, plerumque brevioribus; pedicellis angulatis, tomentosis, 5—7 mm lo
zis; bracteis parvis, filiformibus; calyce dense breviter tomentoso,
dentibus brevibus, obtusiusculis, bene distinctis; corollae laciniis
valvatis, angustissime linearibus, glabrescentibus, apice parum barbulatis;
flore cum calyce 11—12 mm longo.
Die neue Art steht der St. nervosa À. DC. nahe, unterscheidet sich aber durch kleinere
Blüten, deutlicher unterschiedene Kelchzähne, durch die Seitennerven 2, Ordnung, die
die Seitennerven 4, Ordnung kurz rechtwinklig verbinden.
Mattogrosso: Gebüsch am Ufer eines kleinen Baches am oberen
Kulisehu, auf mürbem Sandsteinboden (n. 796. — Blühend im August 1899),
Loganiaceae.
Mitreola paniculata Wall, Cat. n. 4349, |
Mattogrosso: zerstreul im schattigen Uferwald des Rio Engenho be
Cuyaba (n. 390. — Blühend und fruchtend im April 1899). |
Gentianaceae.
Curtia tenella Cham, in Linnaea VII. 13.
Mattogrosso: auf zerbréckelndem Gestein am Uferabhang am Quell
fliss des Ronuro (n. 585. Blühend im Mai 1899).
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 183
€. tenuifolia (Don) Knoblauch in Bot. Centralbl. Bd. 60. p. 357.
Blüten rotviolett.-
. Mattogrosso: zerstreut auf Sumpfwiese im Guyabäthal oberhalb von
Rosario (n. 453. — Blühend im April 1899).
Sehultesia heterophylla Mig. in Linnaea XIX. 136.
Blüten weiß.
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche bei Cuyabä {n. 408. —
Blühend im April 1899).
Sch. Pohliana Prog. in Fl. Bras, VI. 1. 205.
Blüten hellrosa.
Mattogrosso: zerstreut auf offener Sandfläche bei Cuyabä fn. #02.
Blühend im April 1899).
Calolisianthus acutangulus (Mart.) Gilg in Nat. PA. Fam. IV, 2. 101.
_ Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei ie
n. 227. — Blühend und fruchtend im Februar 1899).
4 2
Deianira erubescens Cham. et Schld. 8. pallescens (Schld.) Prog.
Fl. Bras. VI. 4. 201.
Mattogrosso: zerstreut auf steinigem Boden am Fuße der Serra das
Pedras im Cuyabäthal (n. 480. — Blühend im April 1899).
Asclepiadaceae.
Aselepias curassavica L. Sp. Pl. 314.
Mattogrosso: Ufer eines Baches durch die Stadt Cuyabä (n. 256. —
Blühend im Februar 1899).
Ditassa adnata Fourn. in Fl. Bras. VI. 4. 256. det. ex descr.
Blüten grünlich weiß.
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Quellfluss des Ronuro
n. 673. — Blühend im Juni 1899).
…_ BParjonia obtusifolia Fourn. in Fl. Bras. VI. 4. 206.
| Mattogrosso: selten zerstreut im Camp am oberen Ronuro {n. 650.
_ — Blühend im Juni 1899).
Apocynaceae.
4 Plumiera latifolia Pilger n. sp.; arbor parva, ramis paucis, non
Misi superne densefoliatis; foliis sessilibus, ovatis, basi et apice rotundatis,
“vel basi parum attenuatis et apice leviter emarginatis, integerrimis, mar-
ginatis, supra parce pubescentibus, nitentibus, subtus dense brevissime
“omentellis, ad 30 cm longis et ad 18 cm latis, nervis subtus satis promi-
nentibus, costa dilatata, crassa, nervis secundariis 15—20, angulo circ. 75°
abeuntibus, prope marginem arcuato-conjunctis; inflorescentia multiflora,
eymosa, erecta, foliis longiore; ramis dense articulatis, glabris, crassis;
bracteis FAUNE 2,5 cm longis, superne longius angustatis, apice
- ipso obtusiusculis ; calycis lobis brevibus, late ovatis, obtusis, glabris, in
B
FT
&
zZ
184 \ R. Pilger.
floribus diversis forma et longitudine diversis, in flore ipso inaequalibus,
plerumque duabus ceteris cire. 3-plo longioribus; corollae tubo anguste —
cylindraceo, cire. 42 mm longo, extus glabro, intus sub staminibus pubes-—
cente, laciniis anguste obovatis, basin versus en angustatis, apice rotundatis,
albis, 3 cm longis; staminibus filamentis brevissimis, tubo parum supra
basin insidentibus.
Diese in der Umgebung von Cuyaba sehr häufige Art bestimmte Marne (in Bih,
till. K. SV. Vet. Akad. Handl. Band 24. Afd. II. Nr. 40. p. 5) als P. Hilariana Müll.
Arg. mit der Bemerkung: »specimina authentica hujus speciei non vidimus, quare deter-
minatio non est omnino certa«. Auch mir lag kein Originalexemplar vor, doch unter-
scheidet sich nach der Beschreibung in Fl. Bras. VI. 4. 39 P. Halariana durch: »foliis
apice brevissime vel obsolete apiculatis —, supra demum glabris — lobis corollae tu-
bum paulum superantibus«. Mane giebt eine Beschreibung der Pflanze, mit der meine
Exemplare bis auf den Kelch übereinstimmen (»laciniae calycis valde inaequales et in
diversis floribus diversae, vulgo ovato triangulares, acutae, apicem versus ciliatae«); die
Frucht wird folgendermaßen beschrieben: »follieuli reflexi, circiter 43 cm longi, peri-
carpio aperto, explanato circiter 6 cm lato«.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n. 198. —
Blühend im Februar 1899).
Lochnera rosea (L.) Rehb. (Sp. Pl. 305).
Mattogrosso: zwischen Stauden am Rande der Stadt Cuyabä (n. 290,
— Blühend im März 1899).
Aspidosperma nobile Müll. Arg. in Fl. Bras. VI. 4. 44.
Bäumchen, 2 m hoch, mit heller, dicker, liefrissiger Borke; die Aste sind kande-
laberartig nach oben gebogen und tragen nur an der Spitze Rosetten großer, starrer
Blätter und den terminalen Blütenstand.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 747,
— Blühend im Juli 1899).
Secondatia densiflora A. DC. in Prodr. VI. 445.
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Außenrand des Uferwaldes
am oberen Paranatinga (n. 799. — Blühend im September 1899).
Macrosiphonia longiflora (Desf.) Müll. Arg. (Mém. du Mus. V. 276).
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli-
sehu (n. 780. — Blühend im Juli 4899).
M. Martii Müll. Arg. in Fl. Bras. VI. 4. 138.
Blüten weiß mit innen gelblicher Röhre,
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Ronuro
n. 643. — Blühend im Mai 1899).
Odontadenia hypoglauca (Stadelm.) Müll, Arg. in Fl. Bras. VI.
1, 418, |
Mattogrosso: Gebüsch an Bachufer am oberen Kulisehu (n. 670%
Blühend im August 1899),
Mandevilla hispida (R. et. Sch.) Malme (Syst. IV. 795). (= Ambly-
anthera hispida (KW. et. Sch.) Müll, Arg.). |
Blüten eitronengelb mit duukelrotem Schlund,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 185
“ Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Quellfluss des Batovy
{n. 670. — Blühend im Juni 1899).
Convolvulaceae.
Evolvulus gypsophiloides Moric. Plant. Nouv. Amer. 52.
Mattogrosso: gesellig auf trocknen, sandigen Stellen mit sparlicher
Vegetation bei Cuyabä (n. 262. — Blühend im Februar 1899).
E. bolosericeus Kth. Nov. Gen. IH. 116.
Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyabä (n, 359. —
Blühend im März 1899).
E. pterygophyllus Mart. in Flora XXIV. Beibl. I. 96.
Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
fu, 356*. — Blühend im März 1899).
3. pterocaulon Moric. Pl. Nouv. Amer. 140. t. 84.
Forma albida, spicis albido- nec fulvo-villosis.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
{n. 356. — Blühend im März 1899).
Ipomoea bahiensis Willd. Herb. n. 3753, R. et Sch. Syst. IV. 789.
Mattogrosso: schlingend im Gebiisch an der sandigen Barranca am
oberen Ronuro (n. 595. — Blühend im Mai 1899).
I. bona-nox L. Sp. Pl. 228 (= Calonyction speciosum Choisy).
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch am Ufer des oberen Ronuro,
mit vielen prächtigen weißen Blüten bedeckt (n. 627. — Mai 1899).
I. (§ Eriospermum) malvaeoides Meissn.!, sensu ampliore Hallier f.
in Bull. herb, Boiss. VII, 5 (Mai 1899) append. I. p. 51.
Var. nov. oblongifolia Hallier f. — Suffrutex erectus, »{m altus«,
superne paniculato-ramosus, foliis integris ad var. ovatam Hallier f, et var.
nitidam Hallier f., calyce corollisque parvis propius ad var. albiflorae
Hallier f. specim. Hassı.n. 1796° accedens; ramis elongatis, virgatis, floribun-
dis, sicut caulis cinereo-tomentellis; foliis oblongis, obtusiusculis, mucronatis,
integerrimis, margine undulatis, subsessilibus, supra glabris triste viridibus,
subtus cinereo-tomentosis, usque 9 cm longis, 3 cm latis; floribus secus
ramos in dichasiis pedunculatis, paucifloris dispositis; sepalis cinereo-tomen-
tosis, exterioribus 2 acuminatis, flavide cinereis, 7mm longis, / cm latis, inte-
Moribus 2 angustioribus, obtusioribus, medio inter exteriora et interiora am-
biguo, inaequilatero; corolla 31/, cm longa, »lilacinae; fructus non suppetil.
4 m hohe, wenig verästelte Staude mit reichen Blütentrauben; Blüte blasslila,
Schlund am Grunde dunkel-lila.
Mattogrosso: auf offenen, steinigen Hügeln bei Cuyaba (n. 318. —
Blühend im März 1899).
I. variifolia Meissn. var. saxatilis Pilger n. var. foliis ad ramos
procumbentes solitariis, distantibus, longius petiolatis, omnibus ad basin
usque tripartitis, laciniis rigidis, an&uste linearibus, glaberrimis, breviter
186 R. Pilger.
acuminatis, acutis, 4,5—2 cm longis et 1—2 mm latis, petiolo tereti, gla |
berrimo, lacinias aequante vel parum breviore; radice crassa, lignosa; |
ramis solo procumbentibus, tenuibus, teretibus, glaberrimis.
Die Blätter sind bei J. vartifolia pfeilfürmig, oft mit schmalen Zipfeln; bei de
neuen Varietät sind die Zipfel aller Blätter schmal lineal, die beiden nach hinten ges
streckten Zipfel von derselben Form wie die eigentliche Blattspreite und meist länger, |
so dass die pfeilförmige Gestalt ganz verloren geht.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandsteinboden im Thale des
Cuyabä de larga (n. 514. — Blühend im April 1899). |
Operculina pterodes (Choisy) Meissn. in Fl. Bras. VIL 213.
Forma pubescens: foliis supra et subtus pubescentibus.
Blüten citronengelb.
Mattogrosso: schlingend im Unterholz an der Bandeira bei Cuyaba
(n. 325. — Blühend im März 1899). |
Jacquemontia evolvuloides Moric. var. parviflora Pilger n. var
|
|
I
|
|
a
|
|
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|
caule ramoso, allius volubili; ramis superne = villosis vel pilis longis, |
patentibus instructis; foliis brevibus, cordato-lanceolatis, (basi + cordato
incisis), longe attenuato-acuminatis, acutis, subtus densius pilis longis tri
partitis hirsuto-villosis, supra parce pilosis, 2—3 em longis et 1—1,5 cm
latis, petiolo laminam aequante vel paulo longiore, villoso; peduneulis pills”
patentibus = obtectis et imprimis apicem versus pilis brevibus, capituliferis
elanduloso-pilosis; calyce 4—5 mm longo, laciniis 5 aequalibus, glabris vel
+ glanduloso - pilosis; corolla parva, coerulea, 7—8 mm longa.
Die Varietät unterscheidet sich von S. evolouloides nach der Beschreibung und
Abbildung von Moricany durch größere, linger gespitzte, an der Basis regelmäßiger
tiefer herzförmige Blätter, die keine kurz filzige Behaarung neben den längeren, weißlichen,
steifen Haaren aufweisen, durch kleinere Blüten, sowie den kahlen oder mit kurzen
Drüsenhaaren besetzten Kelch. Von Scuompurck in Guyana gesammelte Exempli
stimmen mit der Moricann’schen Diagnose überein. Metssner (in Flor. Bras.) zieht di
Exemplare Scuomnurck n. 797 zu J. evolvuloides Meissner var. a. longepedunculata = J.
rvolvuloides Moric. Die Abbildung in der Flora brasiliensis von dieser Varietät stimmt
aber nieht recht mit der von Moricann gegebenen überein und scheint die oben be
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schriebene Varietät darzustellen,
Maltogrosso: zwischen großen Sandsteinblöcken am Quellflass des
Ronuro; schlingend an einem Bachufer im Quellgebiet des Batovy (n. 582
— Blühend im Mai—Juni 1899).
J. gracilis Choisy in DC. Prodr. IX. 399. det. ex deseript.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden bei Cuyabä (n. 35!
— Bliihend im März 1899).
Cuseuta partita Choisy Cusc. 188. |
Mattogrosso: auf einem Mimosa-Strauch im Serradao bet Cuyalt
n. 369, — März 1899),
Verbenaceae.
Stachytarpheta gesnerioides Cham. in Linnaea VIL 245.
(2 m hohe, holzige Staude; Blüte safimetig, dunkel grünlich-blau,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 187
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem Sandboden im oberen
Cuyabäthal (n. 486. — Blühend im April 1899).
… Lippia aristata Schauer var. glabrescens Pilger n. var.; peduncu-
jis pluribus in foliorum axillis, bracteis quam in typo minus acuminatis,
intus glabrescentibus.
A 3 m hoher, schwach verzweigter Strauch, Blüten sehr hell lila mit gelbem
Schlund.
Mattogrosso: zerstreut im dichten Serradao auf Sandboden bei Cu-
vabä (n. 384. — Blühend im März 1899).
L. herbacea Schauer in DC. Prodr. XI. 589.
Bis 3 m hohe Staude mit lila Blüten,
Mattogrosso: in Gebiisch an sumpfigem Bachufer im Quellgebiete des
Batovy (n. 686. — Blühend im Juni 1899).
L. lupulina Cham. in Linnaea VII. 222.
Blüten rosa mit gelbem Schlund.
…—. Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli-
“chu (n. 738. — Blühend im Juli 1899).
L. salviifolia Cham. in Linnaea VII. 232.
£ Niedrig, staudenartig oder bis 3 m hoch mit unverzweigtem holzigen Stämmchen
und buschiger Krone.
Mattogrosso: Cuyabi, gesellig auf gerodeten Plätzen vor der Stadt
{n. 299. — Blühend im März 1899); häufig zerstreut auf feuchter Sand-
fläche bei Rosario (n. 418. — Blühend im April 1899).
kL. vernonioides Cham. in Linnaea VII. 232.
3 Angenehm duftend; Blüten weiß, Unterlippe mit violettem Anhauch, Blütenröhre
gelblich.
|
Mattogrosso: zerstreut auf Sandsteinboden im Camp am oberen
Paranatinga (n. 571. — Blühend im Mai 1899).
Borraginaceae.
Heliotropium filiforme Kth. Nov. Gen. Ill. 86.
Mattogrosso: zerstreut an einem ausgetrockneten Wasserlauf im Ser-
rado bei Cuyabä (n. 812. — Blühend im October 1899).
| H. hispidum Kth. Noy. Gen. II. 87.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem, steinigen Boden bei Cu-
yaba (n. 815. — Blühend im October 1899).
H. parciflorum (DC.) Gürke (Prodr. IX. 557. sub Schleidenia).
£ Blüten rein weiß mit dunkelgelbem Schlund.
Mattogrosso: gesellig auf offenen, kiesigen Stellen im Serradao bei
Cuyabä (n. 827. — Blühend im October 1899).
Cordia cuyabensis Cham. in Linnaea 1833. 121.
Nom vern. Loro.
Reichblühender Baum, 15 m hoch, mit aufrechtem, erst in der Höhe verästeten
Stamm; Borke grau mit kleinen, flachen Rissen; Krone wenig ausgebreitet, mit schwa-
chen Ästen, die meist einzeln in größeren Abständen am Stamm stehen; die reichblütigen
188 R. Pilger.
Rispen stehen an den Enden kleiner, beblätterter Zweige. Der Originalstandort von (
cuyabensis ist der Morro Ernesto bei Cuyaba; nach Angabe von Manso ist die Pflanz
dort ein »frutex orgyalis«; entweder ist in dieser Bezeichnung ein Irrtum untergelaufer
oder die Pflanze ist auf trocknen Standorten auch schon als niedriger Strauch blühend
Mattogrosso: häufig im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 734. —
}lühend im Juli 1899).
C. insignis Cham in Linnaea 1833. 122.
1—2 m hoher Halbstrauch; Blüten weiß oder hell tabakfarben.
Mattogrosso: häufig im Camp in Gruppen von Stauden und niede
ren Bäumchen (n. 435. — Blühend im Mai 1899).
In der Fl. Bras. ist fälschlich angegeben: »arbor allae; nach welchen Notizer
ist mir unbekannt; Marrivs in Flora 4838. II. Beibl. 86, führt für sein Gerascanthu
aspera, der dieselbe Species ist, an: »fruticosa«.
Labiatae.
Salvia mattogrossensis Pilger n. sp.; frutescens, 2 m alla; ramis
lignosis, adultis fusco-rubescentibus parce breviter villoso-puberulis, Juniori
bus profunde striatis dense breviter albido-villosis ; foliis rigidis, papyraceis
breviter petiolatis, ovato-lanceolatis, lopgius acuminatis, acutis, basin versus
sensim angustatis, margine crenatis, ad 42 cm longis et 5 cm latis, supra
breviter hispidulo-pubescentibus, subtus dense breviter pilis albido-cinerets
tomentoso-villosis, demum supra fere glabrescentibus, subtus minus denst
pilosis, foliis supra rugosis, subtus nervo medio crasso, prominente, ven
lis prominenter reticulatis; floribus in spicastris ad ramos terminalibus,
—9 em longis; rhachi sulcata, breviler cinereo-villosa; verticillastris ap
proximatis, inferioribus 1—2 em distantibus, plerumque 6-floris; bracteis
lineari-subulatis, ad 4 cm longis; floribus breviter (3—5 mm)-pedicellatis
coccineis, ealyce prominenter nervoso 10—42 mm longo, dein aucto 15 mm
longo, breviler sericeo-villosulo, bilabiato, labio superiore integro, aculo,
inferiore breviter acute bipartito, tubo coecineo, ad calyeis longitudinem
exserto, 5 mm lato, angusto, labiis brevibus, inferiore multo breviore, tubo
apicem versus et labiis dense coccineo-villosis, staminibus connectivo elon
gato, vectiariis dilatatis, conjunctis, stylo apicem versus barbulato, api e
lisso, laciniis subulatis,
Die Art gehört zur Section Calosphace und gehört wohl in die Verwandtschaft
von S. asperifolia Bth, und Verw., wenngleich sich die Gruppe durch die mehr verlän
verten, endständigen Spicastren auszeichnet.
Mattogrosso: zwischen Stauden zerstreut auf Sumpfboden an einen
Buriti-Bach am oberen Kulisehu (n. 745. — Blühend im Juli 1899).
Eriope crassipes Bth, Lab. 144.
Blüten hell-lila.
Mattogrosso: zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuliseht
(n, 762, — Blühend im Juli 4899),
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 189
Hyptis angustifolia Pohl in Bth. Lab. 89.
Der holzige, verästelte Stengel kriecht lang am Boden hin und trägt zahlreiche
ine Wurzeln; die zahlreichen, aufsteigenden Aste werden nicht sehr hoch und tragen
ue wenige Köpfchen. Blüten blass-lila.
Matto grosso: zerstreut auf fast vegetationslosem, trocknen Sandstein-
oden im Thale des Cuyabä de larga (n. 525. — Blühend im April 1899).
H. carpinifolia Bth. Lab. 145.
Aus diekem, holzigen Wurzelstock mit mehreren blühenden Stengeln; Blüten lila.
Mattogrosso: zerstreut auf sumpfiger Wiese bei der Fazenda Janjo
m Corrego fundo (n. 498. — Blühend im April 1899); an einem aus-
? 0 kneten, schmalen Wasserlauf im Quellgebiet des Batovy /n. 688.
lühend im Juni 1899).
H. crenata Pohl ex Bth. Lab. 93.
Mattogrosso: sehr häufig zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln
ai Cuyabä (n. 389. — Blühend im März 1899.
H. glutinosa Bth. DC. Prodr. XII. 130.
Die ganze Pflanze ist klebrig behaart; aus sehr dickem, kurzem, holzigem Wurzel-
xck erheben sich mehrere, nur in der Blütenregion verzweigte Stengel, die 50—60 cm
LA
ch werden; die Blätter sind unregelmäßig einfach oder doppelt spitz gekerbt, 4 cm lang.
4 Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranatinga
n. 540. — Blühend im Mai 1899).
= Hi. goyazensis St. Hil. ex Bth. Lab. 92.
— Mattogrosso: häufig im Camp am oberen Kulisehu; die Pflanzen in
kleinen Gruppen (n. 708. — Blühend im Juli 1899).
- H. helophila Pilger n. sp.; radice crassa, simplici; caule crasso, erecto,
h rbaceo, 4 m alto, ad basin diametro 1 em, tetragono, glabrescente, pilis
I brevibus laxis parce insperso, parte jam inferiore valde ramoso, ramis va-
lis folüferis et floriferis; foliis caulis inferioribus ovatis vel ovato-lanceo-
ik, grosse irregulariter simpliciter vel nonnumquam duplicato-serratis,
= e breviter angustatis vel rotundatis, obtusis vel = acutatis, basin ver-
longe in petiolum angustatis, 8—10 cm longis et 3—5 cm latis, glas
ore escentibus vel = pilis laxis, aIbitis: filiformibus inspersis, nervis subtus
prominentibus grosse reticulato - conjunctis, petiolo laminam longitudine
aq squante vel superante, foliis superioribus brevioribus, attamen semper in
pe iolum longiorem attenuatis; inflorescentia ad ramos terminali, ampla;
bracteis lanceolatis , te eh ad 2 cm longis; capitulis longe peduncula-
tis, ad 6 cm longis ; paribus capitulorum infimorum valde distantibus, capi-
hs is semiglobosis, { em altis et ad 2,5 cm latis; prophyllis capitula paulo
aperantibus, numerosis, exterioribus reinen obtusiusculis, nervo-
sis, apicem versus dense brevissime hispidis, margine pilis longioribus
laxiuscule eiliatis, interioribus angustioribus, longe acuminatis; calyce recto,
ubo glabrescente, basin versus angustato, dentibus strictis, tubo paulum lon-
bribus, margine laxe hispidis; corolla parum exserta, lobis pilis longis,
xis, us instructis; floribus albido-violascentibus.
190 R. Pilger.
Verwandt mit H. capitata Jacq., aber von dieser Art und Verwandten durch da
auch später halbkugelige Köpfchen, durch langgestielte Blätter, große Vorblätter
köpfchens und längere Kelchzähne verschieden. L |
Mattogrosso: häulig zerstreut auf Sumpfboden im Cuyabäthai ober-
halb von Rosario (n. 427. — Blühend im April 1899).
H. imbricata Pohl in Bth. Lab. 98.
Blüten grünlich-gelb mit hellvioletter Unterlippe. |
Mattogrosso: auf trocknem, steinigen Abhang am Quellbach des |
Jatoba (n. 666. — Blühend im Juni 1899). |
H. indivisa Pilger n. sp.; radice brevi, crasse lignosa, caules plures, |
ad 4 m altos, lignosos emittente; caulibus simplieibus, erectis, parte supe-
riore dense foliosis, tomento brevi, cinereo dense obtectis; foliis erectis
et 2,5 cm latis, nervis subtus parum prominentibus grosse reticulato-
conjunctis; inflorescentia paniculari ad caules terminali, 30 cm longa, e pari-
bus numerosis ramorum brevium in axillis bractearum foliacearum dispo- |
sitarum composita; ramis illis inferioribus 5-—7 cm longis, dense tomentosis,
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|
]
|
exterioribus ovato-lanceolatis, interioribus lanceolatis, longius angustatis, |
dorso el imprimis margine pilis brevibus, patentibus, strictiusculis sericeis,
nervis tenuibus, parallelis; calyce tubo brevi, campanulato-tubuliformi,
dentibus tubo Jongioribus, anguste linearibus, acuminatis, tubo inter dentes
et dentibus sericeo-pilosis; corolla parum exserla, pilis brevibus paree in
.
|
N
|
|
|
spersa; floribus obscure violaceis. |
Die neue Art gehört in die Seetion Polydesmia. |
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyabä (n, 399. — Blühend
im März 1899).
H. interrupta Pohl in Bth. Lab. 77.
Blüten gelblich weiß, mit dunkel purpurnen Punkten.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Ronuro (n, 609)
Blühend im Juni 1899).
H. Jasiocalyx Pilger n. sp.; suffrutex; radice lignosa, crassissima, cat
les complures lignosos, ramosos, erectos, 80 em altos edente, caulibus stria
lis, partibus junioribus dense breviter pilis fuseo - flavescentibus tomens,
Ioso-villosis; foliis lanceolatis vel inferioribus ovalo-lanceolatis, apice sub-
rotundatis, obtusis vel + breviter acuminatis, basi sensim in petiolu
brevem attenuatis, ad 7 cm longis et ad 3 em lalis, plerumque 1,5—2 €
latitudine non superantibus, margine irregulariter grosse oblusiuseule ser
ratis, subtus dense breviter tomentoso-villosis, supra dense breviter
seitrag zur Flora von Mattogrosso. 191
brevissime tomentosis, nervis subtus prominentibus, venulis arete reticulatis :
paribus capitulorum ad apices ramorum satis distantibus, in axillis brac-
fearum euphylloidearum dispositis, longe (ad 4 cm) — peduneulatis, pedun-
eulis densissime pilis albido-flavescentibus tomentoso-villosis; capitulis
globosis, mediocribus, 1 em longitudine pleramque non superantibus; brac-
{colis subulatis capitulo brevioribus, parum numerosis, ad 7—-8 mm longis,
dense albido tomentoso-villosis; calyce tubuloso, tubo angusto, basin versus
angustato, breviter villoso-tomentoso, demum sub fauce parum constricto,
Er
.
ineurvato, dentibus ac tubis subaequilongis, lineari-lanceolatis, obtusis, a
“basi ad apicem aequilatis, dense villoso-tomentosis; flore albido-lilacino,
corolla longius exserta, lobis apicem versus villosulis, stilo exserto, stig-
mate parvo, rotundato.
Die neue Art gehört der Section Cyrta an und schließt sich an Hyptes longipes
St. Hil. und Verwandte an, von denen sie aber schon durch die Behaarung sehr ab-
weicht. et .
| Mattogrosso: zerstreut am Waldrand am Cuyabä de larga auf trock-
nem Boden (n. 542. — Blühend im April 1899).
=
H. Loeseneriana Pilger n. sp.; radice brevi, crassissima, lignosa,
eaules 1—2 herbaceos satis tenues edente; caulibus erectis, simplicissimis,
vel in regione superiore florali nonnumquam ramo florifero instructis,
parte inferiore tetragonis, glabrescentibus vel == villosis, striatis, parte
superiore obscure tetragonis, imprimis sub florum capitulis dense floccoso-
villosis, 60—80 cm altis, inferne foliosis, superne efoliatis; foliorum oppo-
sitorum paribus satis distantibus, foliis ovato-lanceolatis, sessilibus, basi
= angustatis vel rotundatis obtusiusculis breviter serrulatis = dense
sericeo-villosis, ad 6 cm longis et 2 cm latis, nervo medio et nervis secun-
dariis subtus satis prominentibus; verticillastris paucis longe distantibus,
capitulis 2 sessilibus confluentibus vel parum divisis formatis, longe et
dense villoso lanatis, ad 1,5 cm altis et 2,5 cm latis, plerumque minoribus,
prophyllis numerosis, linearibus vel lineari-lanceolatis, calyces aequantibus,
imprimibus exterioribus dorso et margine dense longe villoso-lanatis; calyce
recto, tubo breviter villosulo, inter dentes longe villoso, dentibus rectis,
Subulatis, margine villosulis, tubo circa duplo brevioribus; corolla parva,
parum exserta, extus villoso-puberula; alba, violaceo-punctulata.
Die neue Art ist verwandt mit H. nudicaulis Bth.
… Mattogrosso: häufig zertreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cu-
yabi (n. 407. — Blühend im April 1899).
H. mattogrossensis Pilger n. sp.; caule tenuiore, lignoso, usque ad
2 m alto, parte superiore aphyllo, ramoso, basi + adscendente, parte in-
feriore pilis longis, albis, strietis, filiformibus, patentibus laxe insperso, parte
Superiore tereti, glaberrimo, glaucescente, foliis papyraceis, satis tenuibus,
Ovalis, apice = rotundatis, acutis vel breviter acuminatis, basi = rotun-
datis, ad 6 cm longis et 3,5 em latis, supra laxe, subtus densius pilis pa-
192 - R. Pilger.
tentibus albis, tenuibus inspersis, nervis subtus prominentibus, reticulatis
petiolo 1—4,5 cm longo; panicula ad ramos terminali, aphylla, elongata
laxiflora; rhachi et ramis laxe pilis albidis, patentibus inspersis; ramis
junioribus dense breviter glanduloso - pilosis; panicula ad 50 em longa; |
ramis inferioribus valde distantibus, elongatis, parte inferiore floribus desti
tutis, remotifloris, raro parce ramulosis, plerumque floribus singulis
ramos oppositis, ramis superioribus brevibus; florum pedicellis quam calyx
- duplo circiter longioribus, bracteis et prophyllis, quorum in pedicello duo ad-
sunt, brevissimis, linearibus, caducis; calyce tubuloso dentibus rectis, acutis, —
tubo duplo brevioribus, calyce dense breviter hispidulo et pilis glanduliferi
brevibus insperso; corolla longius exserta, coccinea, tubo calycem 2—3-plo
superante, ad 1,5 cm longo, tubo et lobis corollae pilis laxis, erispulis in
spersa.
Die neue Art gehört zur Section Aypenia und unterscheidet sich von den ver
wandten Arten (H. retieulata Mart. und Verwandten) durch die Consistenz und Behaarung
der Blätter mit weniger hervortretenden Nerven, die Behaarung der weniger ausspreizenden
Rispenäste; der Kelch vergrößert sich nach der Blütezeit und hat stark her vortretende —
Nerven. | |
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Campboden am Waldrand am
oberen Ronuro (n. 607. — Blühend im Mai 1899).
H. recurvata Poit. in Ann. Mus. Part. VIL 467.
Die 4,5 m hohen Pflanzen stehen in größeren Gruppen zusammen, Blüten schwach
violett.
Mattogrosso: auf trocknem Campboden am Waldrand am oberen
Ronuro (n, 624. — Blühend im Mai 4899).
H. suaveolens Poit. in Ann. Mus. Par. VII. 472.
Staude, bis 2 m hoch. Blüten hell lila.
Mattogrosso: Cuyabä, am Außenrande der Stadt; auch gesellig auf
zerodeten Plätzen vor der Stadt (n. 218. — Blühend im März 1899). |
Peltodon pusillus Pohl Pl. Bras. le. I. 67. t. 5%.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp Queimada am oberen Kull-
sehu (n. 744. — Blühend im Juli 1899).
Solanaceae.
Datura fastuosa L. Sp. PL 256.
2 m hoher, diehtbuschiger Halbstrauch; Blüten gelblich weiß und lila,
Mattogrosso: in Gärten von Guyabä verwildert {n. 306. — Blühend
und fruchtend im März 1899).
Solanum lycoca pui St, All, Voy, I, Vol. V. 333,
ruta de lobo,
Strauchig oder besonders im Camp baumartig,
Maltogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyaba (n, 174. — Blühend
im Februar 1899 — fruchtend im October),
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 193
Scrophulariaceae.
Angelonia micrantha Bth. in DC. Prodr. X. 252.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf offener Sandfläche an der Bandeira
bei Cuyabä {n. 310. — Blühend im März 1899).
Herpestes gracilis Bth. in DC. Prodr. X. 395.
Blüten hellviolett.
Mattogrosso: gesellig auf Sumpfwiesen am Quebosinho im Cuyabä-
thal oberhalb von Rosario (n. 468. — Blühend und fruchtend im April
1899).
H. reflexa Bth. in DC. Prodr. X. 399.
Blüten blasslila.
Mattogrosso: in einem Bache bei der Piava, an stehenden Stellen
neben dem Lauf (n. 534. — Blühend im April 1899).
Scoparia dulcis L. Sp. Pl. 168.
_ Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem, steinigen Boden im Ser-
rado bei Cuyabä (n. 814. — October 1899).
S. flava Cham. et Schlecht. 8. pinnatifida (Cham. et Schlecht.)
Schmidt in Fl. Bras. VIII. 1. 266.
Mattogrosso: zerstreut an einem ausgetrockneten Wasserlauf im Ser-
rado bei Cuyabä (n, 811. — Blühend im October 4899).
Aleetra brasiliensis Bth. in DC. Prodr. X. 339.
Blüten orangegelb.
Mattogrosso: viel im schlammigen Lauf eines Buriti-Baches am obe-
ren Kulisehu (n. 725. — Blühend im Juli 1899).
Esterhazya splendida Mikau a. latifolia Schmidt in Fl. Bras. VII,
1. 276.
Blüten zinnoberrot. Halbstrauch, schwach verzweigt, 1,5 m hoch.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden am Fuße der Serra
das Pedras im Cuyabäthal (n. 470. — Blühend im April 1899).
Gerardia hispidula Mart. Nov. Gen. et Spec. III. 13.
Blüten hellviolett.
Mattogrosso: zerstreut auf offener, feuchter Sandfläche bei Cuyabä
(n. 397. — Blühend im April 1899).
Buechnera elongata Sw. Fl. Ind. Occ. IL 1061.
Mattogrosso: zerstreut auf offenen, steinigen Hügeln bei Cayabä
(n. 363. — Blühend im April 1899).
B. palustris Spr. Syst. Veg. IL 805.
Blüten rotviolett.
Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Wiese bei der Piava (n. 532. —
Blühend im April 1899), (n. 451. — sine adn. loc.)
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 13
194 R. Pilger.
Lentibulariaceae.
Utricularia amethystina St. Hil. Mon. Prim. et Lent. 40. |
Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfiger Bachwiese bei Cuyab{
(n. 248°. — Blühend und fruchtend im Februar 1899). 4
U. Meyeri Pilger n. sp.; radiculis parvis, ampullis destitutis; scapo |
in scapo integris parvis, membranaceis, ovatis, acutis, basi lata affixis, dis- '
tantibus; inflorescentia elongata, multiflora, ad basin ramosa, ramis simpli-
cibus, ad 8 cm longis; floribus singulis, breviter (circa 3—4 mm) pedicellatis; _
bracteis parvis, integris; floribus luteis; calycis foliis 2 majusculis, mem-
branaceis, lutescentibus, ovatis, basi cordatis, parum inaequalibus, 6,5
5 mm longis, 5 et 3,5 mm latis; nervis numerosis tenuibus parallelis, '
sursum curvato, sensim attenuato, tenui; foliis calycinis persistens
tibus, lutescentibus, rigidius membranaceis, acutis, fructum
et 6 mm longis; capsula 3 mm longitudine parum superante, anguste
ovata, seminibus numerosis.
Mattogrosso: viel zerstreut auf sumpfiger Wiese an einem Buri iv
Bach am oberen Kulisehu (n. 730. — Blühend und fruchtend im Juli
1899). |
|
U. neottioides St. Hil. Mon. Prim. et Lent. 34.
.
|
Blüten gelblich weiß. |
Mattogrosso: gesellig auf Steinblöcken, die von Wasser übervieselt
sind, in einem Bachlauf am oberen Paranatinga (n. 561. — Blühend und
fruchtend im Mai 1899).
—
Bignoniaceae.
Arrabidaea Arthrerion Bur. ap. Baill. Hist. Pl. X. 28. in adnob
(Fl. Bras. VIII. 2. 50).
Mattogrosso: auf feuchtem Boden an einem Bache bei Cuyab®
(n. 201. — Blühend im Februar 1899).
A. macrophylla K. Sch. in Fl. Bras. VIII, 2. 25.
Blüten carminrot. 5—6 m hoher Baum mit lang auslaufenden, biegsamen Zwel-
ven, die auf andere Bäume übergehen, mit dichter Laubkrone und reichen Blüten-
.
in ET en
1Ispen,
Mattogrosso: auf trocknem Boden zerstreut im Waldrand am Ufe
der Bandeira bei Cuyabä (n, 309. — Blühend im März 1899).
Anemopaegma mirandum A. DC. in Prodr, IX. 187. var. B. ver 1
tieillata Bur.
Niedrige Staude, Stengel 1/9 m hoch, unverzweigt, Blätter sehr schmal, hart,
eefaltet, wirtelig zusammengedrängt.
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 195
| Mattogrosso: am Gebüschrand eines Baches am Fuße der Serra das
Pedras im Cuyabäthal (n. 484. — Fruchtend im April 1899).
Memora axillaris Bur. et K. Sch. in Fl. Bras. VII. 2. 269.
Strauch, 4,5 m hoch, dichtbuschig, reichbelaubt, mit orangegelben Blüten bedeckt.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden am Fuße der Serra
das Pedras in Cuyabäthal (n. 488. — Blühend im April 1899).
M. campicola Pilger n. sp.; radice crassa, rhizomatica, caules lig-
nosos, plures, metrales, simplices, a basi foliis ornatos edente; caule
terete, imprimis superne dense breviter albido tomentoso-pubescente ; foliis
decussatis, impari-bipinnatis, pinnis 4—5 cm distantibus, petiolo ad inser-
tionem pinnorum nodoso, intus leviter sulcato, phyllis basi foliorum valde
reductis, glandulosis, paribus pinnorum 3 vel 4 et pinno impari, pinnis ad
6-jugis, foliolis ovato-lanceolatis, impari majore, obtusis, supra et imprimis
subtus dense breviter tomentoso-pubescentibus, subtus nigro-punctulatis, ses-
silibus, costa prominente, foliis ad 30 cm longis, pinnis inferioribus ad 15 cm,
foliolis circ. 1,5—2 cm longis et 1—4,5 cm latis, imparibus majoribus, foliis
ad caulem superne + decrescentibus, rarissime in cirrhum abeuntibus; in-
florescentia raro paniculata (ramis inferioribus iterum divisis), plerumque ra-
cemis decussatis, satis brevibus, gracilibus composita, nonnumquam foliis
intermixta, rhachi racemorum viscosa; floribus decussatis, bracteis et brac-
teolis sub flore singulo linearibus, puberulis, calycem medium haud aequantibus;
calyce subcampanulato-infundibuliformi, apice brevissime irre-
gulariter 5-lobulato, glabrescente, apice parce ciliolato, 6—7 mm longo;
corolla lutea longe exserta, infundibuliformi, 3,5—4,5 cm long.
Die neue Art ist verwandt mit M. pubescens K. Sch., weicht aber durch die Form
des Kelches, durch kürzere und schmalere Bracteen ab.
_ Mattogrosso: zerstreut im Camp im Quellgebiet des Batovy (n. 677,
— Blühend im Juni 1898).
Jacaranda rufa Manso Enumeracäo brazil. 40.
Nom. vern.: Garoba.
Blüten rotviolett mit dunklerem rotvioletten, gestreiften Schlund.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Camp am oberen Paranatinga
{n. 800. — Blühend im September 1899).
Tecoma adenophylla K. Sch. in Fl. Bras. VII. 2. 412.
Piuva-Baum.
Baum, 40—45 m hoch, zur Blütezeit fast blattlos; Stammdurchmesser bis 40 cm;
Rinde hell, glatt; Krone rund, ausgebreitet, ganz bedeckt mit rotvioletten Blütenrispen,
die an den Enden kleiner blattloser Zweige stehen. Blüten mit dunkelgelbem Schlund.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknem.Boden am Rande des
Uferwaldes am oberen Jatobä und Kulisehu (n. 664. — Blühend im Juni
1899).
T. Caraiba Mart. in Fl. XXIV. 2. Beibl. 14.
Baum, 4 m hoch; Stamm unregelmäßig verästet, mit brüchigem Holz und hell-
grauer, dicker, tiefrissiger Borke; Krone ausgebreitet; Blüten eitronengelb, die Blüten-
stände an den Spitzen blattloser Äste.
13%
:
196 R. Pilger. a
Mattogrosso: auf steinigem, trocknen Boden am Bachufer im Quell-
gebiet des Batovy (n. 681. — Biökkenel! im Ju 1899). 2.
T. Piutinga Pilger n. sp.; arbor alta; ramulis novellis imprimis su=
perne dense albido-lepidotis, omnibus ad apicem florum umbellis ornatis.
foliis longe petiolatis, ternatis, petiolo 9—10 cm longo, foliolo superiore
longe (4—5 em), reliquis duobus breviter (eire. 1 cm) petiolulatis, petiolo et
petiolulis lepidotis, foliolis ovato-lanceolatis, breviter attenuato-acuminatis, ob-
tusis, integris, supra glabris vel parce lepidotis, subtus albido-lepidotis et
ad angulos nervorum dense breviter brunneo-villosis, 9—10 cm longis et
5—6 cm latis vel nonnumquam majoribus; inflorescentia umbellata ; floribus
singulis ad apicem ramuli umbellatis, pedicellatis, bracteolis eeu: ala
eis basin plerumque non echdlittthtis: pedicellis et bracteolis dense lepidotiae
calyce campanulato-infundibuliformi, 7—8 mm longo, profunde bipartito 7
breviter irregulariter lobulato, dense lepidoto, margine superiore ter Oui
villoso; corolla infundibuliformi, irregulariter 5-loba, lobis iterum = lobu-
latis, alba, striis duabus luteis ornata, extus glabra, intus et marginé
breviter villoso-pubescente, 4—5 cm longa; ovario lineari, dense lepi-
doto. “
Der Stamm bildet eine Krone von knorrigen, ausgebreiteten Ästen; die dicke Borke
ist hell graubräunlich, rauh, tiefrissig. |
Die neue Art ist mit 7. papyrophloios K, Sch. verwandt, doch durch die Structur
der Borke und durch die Form des Induments verschieden.
Mattogrosso: häufig zerstreut im äußeren Uferwald auf trocknen
4
Boden am oberen Kulisehu (n. 776. — Blühend im August 1899). À
Acanthaceae (det. G. Linpav). !
Hygrophila guyanensis Nees ex Bth. in Hook. Lond. Journ. Bot:
IV. 634. Û
Mattogrosso: gesellig auf zermiirbtem Sandstein am Ufer des oberen
tonuro (n. 602. — Blühend und fruchtend im Mai 1899).
Ruellia glanduloso-punetata (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 34).
Blüten blaulila. |
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyabt®
377. — Blühend im März 4899).
R. Herbstii (T. And.) Hiern in Warm, Symb. 684.
Blüten lila,
Mattogrosso: an sandigem Uferhang am oberen Ronuro (n. 603. _
Blühend im Mai 1899). |
Lepidagathis alopecuroidea (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 72). 08}
Blüten weiBlich, die Unterlippe mit lila Punkten. 7
Mattogrosso: gesellig an sandigem Uferhang am oberen Kulisehu
‘n, 697, — Blühend im Juni 1899).
Acanthura Lindau noy. gen. ; calyx 5-lobatus, lobis lateralibus brevioribus,
corolla ei Justiciae similis. Stamina 4, disereta, filamentis posticis brevioribus,
4
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 197
antherae staminum anticorum biloculares, loculis aequialte affixis, posti-
corum uniloculares, loculo postico rudimentario. Pollinis granula iis generis
Lepidagathis similia. Stigma indivisum. — Folia lanceolata. Spicae termi-
nales et ad apicem caulis axillares. Bracteae bracteolaeque lanceolatae,
mucronatae.
Die Gattung gleicht im Bau der Gattung Leprdagathis, mit der auch der Pollen
übereinstimmt. Der Unterschied beruht hauptsächlich in den einfächrigen Antheren der
hinteren Staubblätter. Loptostachys, neben die die Gattung gestellt werden muss, unter-
scheidet sich durch die längeren Blüten, die breiten Bracteen und den 4-zipflichen Kelch.
— Habituell gleicht die sofort zu beschreibende Art außerordentlich manchen Justicia-
Arten aus der Gruppe Dianthera.
A. mattogrossensis Lindau nov. spec.; herba erecta caule simplici,
tereti, glabro, cystolithigero. Folia sessilia lineari-lanceolata, apice acumi-
mata, 5—8 cm longa, 5—7 mm lata, glabra, cystolithis striolata. Spicae
densae axillares, breves vel terminales, foliis longiores, rhachi pilosa. Brac-
teae lanceolatae apice mucronatae, 9 mm longae, 2 mm latae, pubescentes,
pilis glanduligeris intermixtis, bracteolae aequales, sed tantum 7 mm longae,
1,5 mm latae. Calycis laciniae laterales 7 mm longae, 1,5 mm latae, anticae
8 X 1 mm, postica 8 X 1,5 mm, omnes pubescentes pilis glanduligeris inter-
mixtis. Corolla pallide lilacina, extus pilosa. Tubus 14 mm longus, a basi
usque ad medium 1,5 mm diam., superne ampliatus ad 5 mm diam. La-
bium posticum 4 mm longum, sic dentibus 2 obtusis, 1 X 1 mm met.,
anticum 6 mm longum, lobis 3 obtusis, 3—4 mm longis, 3 mm latis. Fila-
menta externa 7, interna 4 mm longa, glabra, basi discreta. Antherarum
loeuli 2 mm longi, obtusi. Pollinis granula 55—60 u longa, 42—43 u
diam. Ovarium 1 mm altum. Stylus pubescens, 14 mm longus. Capsula
ignota.
Mattogrosso: auf sumpfiger Wiese selten zerstreut an einem Buriti-
Bach am oberen Kulisehu (n. 729. — Blühend im Juli 1899).
Lophostachys pubiflora Lindau in Bull. Herb. Boiss. V. (1897) 655.
_ Mattogrosso: häufig zerstreut im Unterholz im Serradao bei Guyabä
und Rosario (n. 419. — Blühend im April 1899).
-Stenandrium Riedelianum Nees in FL Bras. IX, 76.
Mattogrosso: zerstreut im Gebüsch am Rio Nobre (n. 412. — Blühend
im April 1899).
- Geissomeria cincinnata Nees in Fl. Bras. IX. 81.
Schwach verzweigter, 4,5 m hoher Halbstrauch; Blütenröhre zinnoberfarben, oben
mit dunkelpurpurnen Aalen
_ Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfigem Boden im Uferwald am
Rio Nobre (n. 439. — Blühend im April 1899).
Justieia (Dianthera) campestris (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 118).
0. Mattogrosso: zerstreut zwischen Sandsteinblücken auf feuchtem Boden
am Ufer des Quellflusses des Ronuro (n. 645. — Blühend im Mai 1899).
198 R. Pilger.
Jacobinia rigida (Nees) Lindau (Fl. Bras. IX. 108).
Blüten purpurn. i
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Rande des Uferwaldes am oberen
Ronuro (n. 591. — Blühend im Mai 1899). "À
Chaetothylax tocantinus Nees in Fl. Bras. IX. 153.
1,5 m hoch, sparrig verzweigt; mit niederliegenden Ästen. 5
Mattogrosso: gesellig an sandiger Uferbarranca am oberen Kulisehu
(n. 696. — Blühend im Juni 1899).
- Rubiaceae.
Sipanea pratensis Aubl. Pl. Guian. 1. 447.
Blüten rosenrot.
Mattogrosso: zerstreut am Uferabhang am Quellfluss des Ronuro
(n. 577. — Blühend im Mai 1899). |
Limnosipanea Schomburgkii Hook. f. var. robustior Pilger n.
var.; caule unico, simplici, robustiore, 12—20 cm alto, vel radice caules
complures edente vel caule ex axillis foliorum inferiorum ramos erectos,
simplices, floriferos edente; foliis ovato-lanceolatis, ad 2 cm longis; flore
albido.
Mattogrosso: gesellig in kleinen Complexen auf trockner Wiese bei
Cuyabä (n. 400. — Blühend im April 1899).
Manettia ignita (Vell.) K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 474.
Die Formen der Art sind in der Behaarung sehr verschieden; bei der vorliegenden
Form ist das Ovar dicht mit kurzen, steifen Haaren besetzt, die sich entwickelnde Frucht
wird allmählich kahler; die Kelchzipfel sind nur so lang als das Ovar oder sogar noch
etwas kürzer. .
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an der sandigen Barranca am
oberen Kulisehu (n. 693. — Blühend im Juni 1899).
Ferdinandusa speciosa Pohl Pl. Bras. Ic. I. 42. t. 108.
Schwach verästelter, 3—5 m hoher Baum mit schwacher Krone. Die Angabe ir
der Fl. Bras. »stigma integrum« und »stigmate incrassato, subclavato« ist unrichtig, die
Narbe besteht vielmehr aus zwei flachen, zurückgeschlagenen Lappen; nur in der Jugend
sieht die Narbe keulig aus, wenn die beiden Lappen noch zusammenschließen, doch
lassen sie sich auch da leicht trennen. Die Behaarung der Blattunterseite variiert bei
der Art ziemlich stark.
Mattogrosso: häufig im Waldstreifen an Buriti-Bächen am oberen
Kulisehu (n. 727. — Blühend und fruchtend im Juli 4899).
Chomelia sessilis Müll. Arg. in Fl. Ratisb. 1875 p, 454 et 456.
2—3 m hoher Strauch; die Frucht, die bisher unbekannt war, ist 6:4 cm groß,
ulänzend, schwarz, dick eylindrisch, unten abgerundet, oben abgeflacht, mit schwachen
Riefen, mit vereinzelten, längeren Borstenhaaren besetzt.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyab4 (n. 216. — Blühend
und fruchtend im Februar 1899).
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 199
Alibertia myrciifolia (?) K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 393.
Baum, bis 40 m hoch, schwach belaubt; Aste am Stamm im oberen Teil einzeln
in Abständen, im Verhältnis zum Stamm dünn. Blüten weiß; weibliche Blüten fehlen.
Mattogrosso: häufig zerstreut im Uferwald am oberen Kulisehu (n. 773.
— Blühend im August 1899).
Thieleodoxa lanceolata Cham. in Linnaea IX. 251.
Mattogrosso: niedriger Baum, sehr häufig zerstreut im Serrado bei
Cuyabä (n. 491. — Fruchtend im Februar 1899).
Chiococea brachiata R. et P. var. acuminata Müll. Arg. Fl. Bras.
VI. 5. 53.
Blüten citronengelb. Halbstrauch mit dicker Wurzel; Aste dem Boden anliegend.
Mattogrosso: auf trocknem Steinboden an offenen Stellen im Serrado
bei Cuyabä {n. 818. — Blühend im October 1899).
Palicourea rigida Kth. Nov. Gen. III. 289.
Mattogrosso: auf Sandboden im Serradäo bei Cuyabä (n. 816. —
Blühend im October 1899); zerstreut im Camp am oberen Paranatinga
{n. 568. — Blühend im Mai 1899).
Perama hirsuta Aubl. Pl. Guian. I. 54.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf sumpfigem Boden am Bananal
(oberer Paranatinga) (n. 553. — Blühend im April 1899).
Diodia gymnocephala K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 16.
- Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei
Cuyabä (n. 381. — Blühend im März 1899).
« D. prostrata Sw. Prodr. Fl. Ind. Occ. 30.
_ Mattogrosso: gesellig auf offener Sandfläche an der Bandeira bei
Cuyaba (n. 322. — Blühend im März 1899).
Borreria angustifolia var. latifolia Pilger n. var.; caule crasso,
firme ramoso, erecto vel = adscendente; foliis longe sensim acuminatis,
acutis, basi sensim in petiolum brevem angustatis vel superioribus sessili-
bus, = plicato-nervosis, ad 8 cm longis et ad 1,5 cm latis, superioribus
plerumque angustioribus; capsula 2—2,5 mm longa, breviter hispidula vel
-glabrescente; semine lanceolato-ovoideo, apice et basi rotundato, dense tu-
berculato.
Mattogrosso: an offenen Stellen am Ufer des Quellflusses des Ronuro
‚in. 640. — Mai 1899).
B. eryngioides Cham. et Schlecht. forma glaberrima.
Blüten hell-lila.
Mattogrosso: zerstreut auf Wiese am Rande des Uferwaldes am Rio
Nobre (n. 434. — Blühend im April’1899).
Emmeorrhiza umbellata (Spr.) K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 408.
Mattogrosso: schlingend im Gebüsch an einem Buriti-Bach am oberen
Kulisehu, von weißen Blütenständen bedeckt (n. 758. — Blühend im Juli
1899).
200 R. Pilger.
Mitracarpus hirtus DC. emend. K. Sch. in Fl. Bras. VI. 6. 84.
Aste zahlreich, dem Boden angedrückt.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, sandigen Boden bei Cuyab&
(n. 352. — Blühend im März 1899).
M. parvulus K. Sch. Fl. Bras. VI. 6. 84. |
Mattogrosso: häufig zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei
Cuyabä (n. 385. — Blühend im März 1899).
Cucurbitaceae.
Melothria fluminensis Gardn. in Hook. Lond. Journ. Bot. I. 473.
Mattogrosso: an moorigem Bachrand am oberen Ronuro, zwischen
Stauden schlingend und am Boden kriechend (n. 648. — Blühend im Mai
1899).
Momordica Charantia L. Sp. Pl. 1435.
Mattogrossso: überall in Cuyabä, im Gebüsch, an Mauern etc. dichté.
Polster bildend (n. 305. — Blühend und fruchtend im März 1899).
Campanulaceae.
Lobelia nummularioides Cham. in Linnaea VII. 241.
Forma micrantha.
Mattogrosso: gesellig auf sumpfigem Boden an einem Buriti-Bach_
am oberen Kulisehu; Blüten hell-lila (n. 755. — Blühend im Juli 4899). .
Centropogon surinamensis (L.) Presl. var. vestita Pilger n. van
foliis supra glabris, subtus = dense breviter hirto-pubescentibus; pedicellis
et calyce densius, tubo corollae sparse eodem modo vestitis.
Staude, 3/4 m hoch, reichverzweigt; Blütenröhre purpurn.
Mattogrosso: sumpfiges Bachufer bei der Piava (n. 539 — Blihend
im April 1899). |
Compositae.
Vernonia desertorum Mart. in DC. Prodr. V. 43. j
Blüten dunkel rotviolett. Alle Exemplare, die ich von dieser Art im Berl. Herbar sah
sind Queimada-Pflanzen; aus den niedrigen, einköpfigen Pflänzchen kann man auf das
wirkliche Aussehen der Pflanze unter normaler Entwickelung gar nicht schließen; aus dem
dieken, knollenartigen Wurzelstock erheben sich bei den von mir gesammelten Exemplaren
einköpfige, blühende Stengelchen von höchstens 40 cm Höhe, während daneben aus“
demselben Wurzelstock trockne, halbverkohlte Stengel von der vorigen Blütezeit noch
stehen, die 50 cm hoch sind,
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kult
sehu (n. 742. — Blühend im August 1899).
V. elegans Gardn. in Hook. Lond. Journ. VI. 424,
Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese am Fuße der Serra das
Pedras im Cuyabäthal (n. 476%. — Blühend im April 1899), |
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 201
V. ferruginea Less. in Linnaea 1829 p. 271.
> Strauch, 4,5 m hoch; fast gänzlich kahl, nur die blühenden Zweige im oberen Teil
beblättert.
_ Mattogrosso: Camp am oberen Kulisehu (n. 717. — Blühend im
Juli 1899).
Y. obtusata Less. in Linnaea 1831. p. 662.
Dicker, knolliger Wurzelstock mit mehreren über meterlangen, holzigen Stengeln.
Mattogrosso: an einem ausgetrockneten, schmalen Wasserlauf im
Quellgebiet des Batovy (n. 689. — Blühend im Juni 1899).
Var. angustata Pilger n. var.; gracilior, foliis caulinis lineari-lan-
ceolatis, rigide coriaceis, 12—16 cm longis et 8—10 mm latis; foliis capi-
tula bracteantibus lineari-lanceolatis, sursum decrescentibus.
… Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese am Fuße der Serra das
Pedras im Cuyabäthal (n. 476. — Blühend im April 1899).
V. schwenkiaefolia Mart. in DC. Prodr. V. 44.
Blütenköpfe violett.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen Camphiigeln bei der Piava (n. 537.
— Blühend im April 1899).
V. varroniaefolia DC. Prodr. V. 56.
4 m hoch, wenig verzweigt.
Mattogrosso: zerstreut im Serrado bei Cuyaba (n. 308. — Blühend
im März 1899).
Stilpnopappus speciosus (Less.) Bak. (Linnaea 1829 p. 290).
Mattogrosso: zerstreut auf steinigem Boden im Camp am oberen
Paranatinga (n. 563. — Blühend im April 1899).
_ Eremanthus exsuccus (DC.) Bak. in Fl. Bras. VI. 2. 166.
Blüten violett.
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Bananal (oberer Paranatinga)
(n. 552. — Blühend im April 1899).
Soaresia velutina Sch. Bip. in Pollichia 1863 p. 376.
Die Pappusschuppen sind schmal, flach, nach der Spitze lang verschmälert, bis
zum Grunde getrennt (nach dem Originalexemplar von Pont aus Goyaz, von dem
mir aus dem Wiener Herbar eine Frucht übersandt wurde), anliegend kurz seidig be-
haart, 0,5 mm breit oder etwas breiter und 42 mm lang. Die Angaben in den Nat.
Pfl. Fam.: »Pappus eine Reihe in einen Ring verwachsener Schuppen<, sowie in der
El. Bras.: »paleis in annulum concretis« sind unzutreffend.
Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem Camp am oberen Para-
natinga (n. 544. — Blühend im April 1899).
__ Elephantopus angustifolius Sw. Prodr. 145.
Blüten weißlich, schwach lila.
_ Mattogrosso: zerstreut an offenen Stellen im Serrado bei Cuyaba
(n. 821. — Blühend im October 1899).
E. scaber L. Sp. Pl. Ed. I. 814.
Mattogrosso: Cuyabä (n. 404. — Blühend im März 1899).
202 R. Pilger.
E. riparius Gardn. in Hook. Lond. Journ. IV. 425. |
Mattogrosso: an sandigem Bachufer am Fuße der Serra das Pedras
im Cuyabäthal (n. 472. — Blühend im April 4899); häufig zerstreut auf
sandigem Uferabhang am oberen Paranatinga (n. 548. — Blühend im April
1899). |
Eupatorium amygdalinum Lam. var. à. glandulosa (Gardn.) Bak.
in Fl. Bras. VI. 2. 344.
Blüten rotviolett,
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranatinga
(n. 578. — Blühend im Mai 1899).
E. ivaefolium L. var. gracillima Bak. in Fl. Bras. VI. 2. 290.
Mattogrosso: gesellig in einer Einsenkung im Camp im Quellgebiet
des Batovy (n. 680. — Blühend im Juni 1899).
E. kleinioides Kth. Nov. Gen. IV. 420.
Blüten hell bläulich-lila.
Mattogrosso: zerstreut auf feuchter Wiese an einem Bachufer am
oberen Paranatinga (n. 579. — Blühend im Mai 1899).
E. macrocephalum Less. in Linnaea 1830. p. 836.
Mattogrosso: auf trocknem Sandsteinboden bei Pedras im Cuyabäthal
(n. 455. — Blühend im April 1899).
E. subtruncatum Gardn. in Hook. Lond. Journ. VI. 443.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyaba
(n. 350. — Blühend im März 1899).
E. Meyeri Pilger n. sp.; caule erecto, lignoso, simpliei (parte su
periore tantum florifero-ramoso), 50 cm alto, tereti, striato, dense imprimis
parte superiore pilis longioribus, patentibus albidis hirto-piloso ; foliis op
positis, internodiis parte inferiore caulis 5—6 cm longis, foliis lanceolatis
vel ovato-lanceolatis, breviter petiolatis, in sicco valde fragilibus, grosse irre-
gulariter crenatis, apicem versus sensim angustalis, basin versus sensim
deltoideo-angustatis, ad 14 cm longis et 4 cm latis, supra dense strigoso=
hirtis, subtus imprimis ad nervos indumento eodem ac in caule et ramis,
nervis subtus prominentibus, reticulato-conjunctis; inflorescentia terminali
contracta, multiflora, e ramis longioribus floriferis in axilla foliorum sus
periorum caulis et e ramis brevioribus in axilla bractearum apicem caulis
versus deerescentium composita; capitulis ad apicem ramulorum glomerulatis
plerisque sessilibus vel rarius breviter pedicellatis, capitulo eylindrico,
1 cm circiter longo et 3 mm lato; bracteis involueri numerosis, 5-—6 seriatis,
inferioribus minoribus, ovatis, obtusis, ciliolulatis, stramineis, superioribus
lanceolatis, + acutatis, lilacinis, omnibus adpressis; capitulis 15—20-floris;
pappi setis cire. 30 albidis tubum corollae aequantibus, 5 mm longis;
achaenio glabro.
Gehört in die Verwandtschaft von 2. asperrimum Schultz-Bip. unterscheidet sich
aber durch die Behaarung, sowie durch reicheren Blütenstand mit längeren unteren
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 903
Zweigen aus den Achseln der oberen Blatter. Die Behaarung des Stengels, die nament-
lich im oberen Teile und an den Zweigen des Blütenstandes dicht ist, besteht aus ziem-
lich steifen, längeren Haaren, die mehrzellig sind, aus breiterer Basis zugespitzt, weißlich
glänzend, dünn; die Blattunterseite ist ebenso behaart, während bei der Blattoberseite
Warzen hervortreten, die röhrige, steife, zugespitzte, mehrzellige, weißlich glänzende
Haare tragen.
Mattogrosso: zerstreut auf trockner Wiese am Fuße der Serra das
Pedras im Cuyabäthal (n. 485. — Blühend im April 1899).
Mikania amara (Vahl) Willd. Spec. Pl. II. 1744.
Mattogrosso: am Quellfluss des Ronuro im Ufergebiisch 2—3 m hoch
schlingend (n. 639. — Blühend im Mai 1899).
M. psilostachya DC. var. albicans Pilger n. var. pappo setis mi-
noribus, albido-nitentibus, 5 mm longis.
Mattogrosso: Bachufer im Quellgebiet des Jatoba, im Gebüsch schlin-
gend (n. 655. — Blühend im Juni 1899).
Aster sp.
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Camp-Queimada am oberen Kuli-
sehu (n. 739. — Blühend im Juli 1899).
Baccharis subopposita DC. Prodr. V. 413.
Mattogrosso: zerstreut am Uferhang des Quellflusses des Ronuro
(n. 572. — Blühend im Mai 1899).
B. tenuifolia DC. Prodr. V. 423.
Der dicke, holzige Wurzelstock treibt zahlreiche blühende Stengel, die einen dichten
Busch bilden.
Mattogrosso: zerstreut im Camp am oberen Kulisehu (n. 710. —
Blühend im Juli 1899).
Gnaphalium indicum L. Sp. Pl. 852.
Mattogrosso: gesellig auf sandiger Barranca am oberen Kulisehu
(n. 774. — Blühend im August 1899).
Achyrocline satureoides DC.
Mattogrosso: selten zerstreut auf trocknem Camp am Waldrand am
oberen Ronuro; Pflanzen in kleinen Gruppen zusammenstehend (n. 623. —
Blühend im Mai 1899).
Ichtyothere Cunabi Mart. in Buchner Rep. Pharm. 1830. 195.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem, steinigen Boden am Fuße der
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 409. -— April 1899).
Acanthospermum xanthioides DC. Prodr. V. 524.
Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Cuyabä (n. 352%. —
Blühend im März 1899).
Aspilia elata Pilger n.sp.; suffruticosa, erecta, elata, caule inferne
lignoso, crasso (diametro 1 cm), ad 2 m alto, ramosissimo, caulis parte su-
periore cum ramis gracilibus, tenuibus albido hispido-tomentosa; internodiis
valde elongatis ; foliis sessilibus, lanceolatis, serrulatis, basin et apicem versus
sensim angustatis, in sicco multo fragilibus, dense longius hispido-tomen-
204 R. Pilger.
tosis, ad 12 cm longis et 3 cm latis, dense nervosis, nervis subtus promis
nentibus; inflorescentia terminali, cymoso-composita, ampla, laxissima; cas
pitulis ad apicem ramorum elongatorum paucis, plerumque breviter pedi-
cellatis, mediocribus, 1 cm longitudine parum superantibus; bracteis involucale
bracteis exterioribus paulo minoribus, ovatis, longius acuminatis, acutis,
margine ciliolatis; floribus luteis; floribus radii sterilibus bracteas involueri
duplo superantibus; paleis receptaculi 7 mm longis, luteolis, achaenio coms
presso, oblanceolato, 4—5 mm longo, parce hispido, pappo squamis angustis,
brevibus, basi connatis formato, 4 mm nondum aequante coronato. 5
a andt mit A. floribunda (Gardn.) Bak., aber verschieden durch abweichende
Behaarung, durch die ausgedehnte Inflorescenz, Bach die Form der Involucralbracteen,
die schmaler, langer zugespitzt und am Rande gewimpert sind. 1
Mattogrosso: im Serrado im Cuyabäthal oberhalb von Rosario (n. von
— Blühend im April 1899).
A. foliacea (Spreng.) Bak. (Syst. III. 616). |
Mattogrosso: häufig zerstreut auf Gamp-Queimada am oberen Kull
sehu (n. 787. — Blühend im Juli 1899).
vu
Oyedaea vestita Bak. in Fl. Bras. VI. 3. 207.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandboden im Serradao bei
Cuyabä (n. 371. — Blühend im März 1899).
1)
Isostigma peucedanifolium Less. in Linnaea 1831 p. 514. #
Mattogrosso: auf trocknem Sandboden am Fuße der Serra das Pedras”
im Cuyabäthal (n. 493. — Blühend im April 4899). 1
Bidens pilosus L. Sp. 1166. | ;
Bis 2 m hoch,
Mattogrosso: häufig bei der Fazenda Perrot am Cuyabä de larga
‘n. 505. — Blühend und fruchtend im April 1899).
Calea lantanoides Gardn. in Hook. Lond. Journ. VII. 416.
Blüten gelb; bis 4 m hoch, dichtbuschig wachsend.
Mattogrosso: zerstreut im lichten Unterholz im Serrado bei Cuyabé
(n. 444. — Blühend im April 1899). 'q
Ad
.
tt
Li
Porophyllum prenanthoides DC. Prodr. V. 649.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Sandsteinboden am Fuße der
Serra das Pedras im Cuyabäthal (n. 503. — Blühend im April 1899).
Pectis elongata Kth. Nov. Gen. IV. 262.
Mattogrosso: auf trocknen, steinigen Hügeln bei Guyabä (n. 368". —
Blühend im März 1899). 4
P, jangadenis Sp. Moore in Trans. Linn, Soc. 4895 p. 389,
Mattogrosso: derselbe Standort (n, 368. — März 1899). if
P, stella Malme in Sy. Vet. Acad. Handl. XXXII n. 5 p. 74. 4
Mattogrosso: gesellig auf freien Plitzen, trocknem, sandigen Boden
im Serrado bei Cuyabä (n. 179, — Blühend im Februar 1899), 4
4
4
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 905
Trixis glutinosa D. Don in Trans. Linn. Soc. XVI. 189.
Mattogrosso: zerstreut auf trocknem Camp am oberen Paranatinga
(n. 567. — Blühend im Mai 1899).
" T. spicata Gardn. in Hook. Lond. Journ. VI. 462.
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Waldrande am oberen Ronuro
(n. 633. — Blühend im Mai 1899).
Jungia floribunda Less. in Linnaea 1830.
Mattogrosso: zerstreut im Camp am Waldrande am oberen Ronuro
(n. 622. — Blühend im Mai 1899).
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206 R. Pilger.
II. Zur Pflanzengeographie von Mattogrosso.
A. Das Campgebiet nördlich vom Paranatinga im Quellgebiet des Xingu.
Einleitung.
Von den niedrigen Bergzügen, die das breite Thal des Rio Cuyabä in
seinem Oberlauf begleiten, ging die Expedition hinüber zum Thal des Pa-
ranatinga, und dann nordwärts also über die Wasserscheide, die das
Stromgebiet des Amazonas und La Plata trennt. Keine größere Erhebung
bezeichnet diese Grenze, auf den flachen Plateaus schreibt eine geringe
Niveaudifferenz einem Bächlein seine Route zu einem der beiden Strom-
gebiete vor. Das Campgebiet im Quellgebiete des Xingi nördlich vom Pa-
ranatinga, das sich an das centralbrasilianische Plateau von Goyaz anschließt,
ist ein weitausgedehntes Hügelland; ein flaches Plateau erhebt sich nach
dem anderen, dazwischen breite flache Einsenkungen — eine Landschaft
von völliger Monotonie; einzelne Hügel oder Gruppen von Hügeln, die sich
auch nur wenig aus der umgebenden Landschaft erheben, sind weithin
sichtbar, auch sie ähneln einander und zeigen wenig charakteristische For-
men, abgeflachte Kuppen und sanft abfallende Senkungen nach allen Seiten.
Breite Terrassen im Campgebiet täuschen aus der Ferne den Eindruck einer
höheren Serra vor; ist aber die oft ziemlich steile Terrasse erklommen
worden, so sieht man wiederum oben einen flachen Camprücken sich deh-
nen in gleicher Monotonie. Einförmig wie die Contouren dieser Landschaft
ist ihre Vegetation, der Campo. Niedrige krüpplige Bäume, einzelne Palmen
sind zerstreut, seltener treten sie dichter zusammen zu einem Serrado,
einem Busch von niedrigen unförmigen Bäumchen. Eine mehr oder weni-
ger gedrängte Vegetation von dichten, starren Grasrasen und von trocken-
liebenden filzigen oder klebrigen Stauden bedeckt den Boden. Einen kräfti-
gen Farbenton bringt in das gleichmäßige Graugrün dieser Landschaft die
Vegetation, die dem Lauf der Bäche folgt. In allen Einsenkungen zwischen
Camphiigeln entspringen in Sumpfstellen Bächlein, oft zur Trockenzeit fast
völlig austrocknend, die zahllos zusammenrinnend sich zu den (Quellflüssen
der gewaltigen Tributäre des Amazonenstroms vereinigen. Ihnen allen: folgt
von ihrem Entstehen ein dichter, schmaler Waldstreifen mit dunkelgrünem
Laub, aus dem sich die Kronen der Buriti-Palmen erheben. Diese dunkel-
grünen Waldstreifen oder Waldflecke sieht man zahlreich sich vom grau-
grünen Camp abheben, wenn man von einem etwas erhöhten Hügel über
die wellenförmig sich dehnende Landschaft hinblickt, aus der sich hier und
da einzeln oder in Gruppen niedere, abgeflachte Hügel erheben. Sind die
Fifisschen erst etwas wasserreicher, so folgt ihnen ein sich stets verbrei-
ternder Uferwald von hohen, reichbelaubten Bäumen.
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 207
Einige Bemerkungen über das Klima.
Der Camp steht unter dem Wechsel einer Trockenzeit und einer
Regenzeit. Die Trockenzeit dauert etwa von April bis October, doch ist
auch sie nicht absolut regenlos, es ist sogar das gewöhnliche, dass sich im
August einige starke Regengüsse einstellen, die von den Einwohnern »chuva
de cajus genannt werden, weil der caju do campo (Anacardium pu-
milum) nach solchem Regen massenhaft zur Blüte gelangt. Zur Regen-
zeit gehen täglich zu unregelmäßiger Zeit und von unregelmäßiger Dauer
starke Regengüsse hernieder, während zur übrigen Zeit der Himmel klar
ist und voller Sonnenschein herrscht. Der Wechsel.geht häufig erstaun-
lich schnell vor sich. Auch zur Trockenzeit ist der Himmel nicht unbe-
wölkt; während in den Morgenstunden der Himmel völlig klar ist, zeigen
sich von Mittag ab raschwechselnde weiße Wolken, die wechselnde Teile
der Landschaft mit Schatten bedecken. Die klaren Nächte der Trockenzeit
bringen eine bedeutende Abkühlung hervor, in freien Campflächen habe ich
eine Minimaltemperatur von 9° C. beobachtet. Demzufolge ist der Taufall
des Morgens außerordentlich stark; auch glatte Flächen, wie die Wedel der
Camp-Palmen sind von Tautropfen besät. Längere Zeit im Campgebiet während
der Trockenzeit angestellte Beobachtungen im Schatten eines trocknen Ufer-
waldes ergaben eine Maximaltemperatur von circa 30° C. oder etwas darüber,
während die Minimaltemperatur von 12° aufwärts schwankte. Besonders
im Anfang August, wo wir eine Periode stärkerer Bewölkung und häufiger
eintretender Regengüsse hatten, stieg das Minimum, wie in der Regenzeit,
auf 18° und 19° C. Eine eigentümliche Erscheinung während der Trocken-
zeit sind die sogenannten Friagems, die namentlich zum Beginn derselben
auftreten. Der Himmel ist am Morgen vollständig grau bezogen, die Luft
ist kühl und windig und ein feiner Sprühregen fällt herab. Die niedrigen
Hügel sind bis zu ihrem Fuße in Nebelschleier eingehüllt. Oft kann die
Sonne erst am Mittag durchdringen. Solche Friagems dauern mehrere
Tage an.
Durch die Periode der Regenzeit und Trockenzeit wird die Entwicke-
lung der Vegetation beeinflusst. Zahlreiche einjährige Pflänzchen der
Sumpfstrecken vollbringen ihren Lebenskreislauf während der Regenzeit,
die Entwickelung der Grasvegetation und auch in der Hauptsache der
Staudenvegetation ist an die Regenzeit gebunden, die meisten Campbäume
werfen in der Trockenzeit ihr Laub ab, doch kann man die Periode der
Trockenheit nicht als eine völlige Winterruhe betrachten; zahlreiche Stau-
den sind auch während der Trockenzeit in voller Entwickelung und beson-
ders ist hervorzuheben, dass viele laubabwerfende Bäume des Campes und
des Randes der trocknen Uferwälder zur Trockenzeit blühen, vielfach nach
dem Verlust der Blätter.
208 R. Pilger.
1. Formation des Campes.
Der Erdboden im Camp ist fest, thonartig, gelblich, von auBerordent-
licher Härte, nur an den Stellen aufgelockert, wo groBe von Ameisen auf |
gegrabene nackte, gelbe Sandhaufen liegen. Ofters ist der Boden in größerer |
Ausdehnung mit einer Lage von kleinen Kieselbrocken bedeckt. Die Vege- |
tation des Campes setzt sich zusammen aus Rasen von Gräsern und Cype= |
raceen, aus holzigen Stauden und Bäumen, diese meist in der charakte-
sind die niedrigen Bäumchen auf den Plateaus unregelmäßig schwach ver- |
streut, einzelstehend .und beeinflussen so das Gesamtbild wenig, seltener '
Campplateaus oft nur eine Höhe von 1—2 m erreichend, und dann ein-
seitig verkrüppelt gewachsen, halb entblättert mit zahlreichen toten Ästen,
I
wiederum einen ny
bogen sind und nur an den Spitzen dichte Rosetten von veHopabi starren |
Blättern tragen, ähnlich wie bei Phemeria latifola und der mit ero Bell
weiBen Bliitenrispen geschmiickten Salvertia convallariodora.
Nicht minder häufig wie Curatella ist im Camp eine niedrige Palme |
einzeln zerstreut, REGEN comosa die Garirene, die öfters in niedrigen F Exem=
Wedeln, Zierlicher iat Docs rente) die sich dh, zierlicherl ch
herabhängende und auseinander gespreizte Wedel auszeichnet. Man findet
sie immer in kleinen Gruppen im Camp zusammenstehend. Die Form de
Sträucher fehlt dem Campe fast ganz, nur an den Stellen des Bodens im)
Camp, die durch die Thätigkeit der Ameisen aufgelockert sind, drängen sich
Pflanzen von strauchartigem Wachstum zusammen, breitblättrige Cassien, |
Solanum lycocarpum in diehten Büschen, das auch sonst baumartig wae
send im Camp häufig zerstreut ist, Jatropha wrens, Cordia insignis m
großen, tabakgelben Blütenrispen. Zu ihnen gesellt sich ein größerer
Reichtum von Stauden, die die Auflockerung des Bodens sich zu Nutze |
machen, {|
Geschlossene, größere Bestände von Bäumen finden sich im Camp)
¥
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 209
‚überhaupt nicht, frei schweift das Auge in der klaren, durchsichtigen Luft
über die breiten, flachen Hügelrücken hin, die mit den zerstreuten Krüppel-
bäumen besät sind; beherrscht wird das Bild von der Vegetationsform der
Gräser und Cyperaceen und der unter sie gemischten Stauden. Die Gräser
stehen in dichten geschlossenen Rasen von starren, schmalen Blättern, mit
zahlreichen Innovationssprossen; aus dem Rasen erheben sich zahlreich
die blühenden Halme. Die Rasen stehen einzeln getrennt in größerer Ent-
fernung von einander, was man besonders bemerken kann, wenn zur
Trockenzeit die Rasen absterben, während in der Zeit der Höhe der Ve-
getation die Pflanzen einander genähert erscheinen. Besonders häufig sind
reichrispige Aristida-Arten, Ctenium cirrhosum, Andropogon contortus,
Paspalum plicatulum und andere. Von Cyperaceen ist besonders hervor-
miheben Scirpus paradoxus, dessen Rasen aus zahllosen, dichtgedrängten
kleinen Sprossen mit wenigen steifen, schmalen Blättern zusammengesetzt ist,
so dass das Ganze eine ovale oder kugelförmige Gestalt annimmt, von
emer starken, holzigen Achse zusammengehalten. Jedem, der den Campo
betreten hat, wird diese Pflanze unvergesslich sein, über die’ man häufig
bei Schritt und Tritt: hinstolpert.
Die Stauden des Campes treiben aus dicker, holziger Grundachse, an
der häufig Wurzel und kurzer gestauchter Stamm teilhaben, mehrere meist
unverzweigte blühende und beblätterte Stengel, die in der regenlosen Pe-
Mode dann meistens vertrocknen. Manchmal ist der Boden überhaupt eine
Strecke grasfrei und gesellig mit einer Staude besetzt. Vorherrschend sind
Compositen, Leguminosen, Labiaten und Verbenaceen.
Seltsame Formen begegnen uns hier wieder, von denen noch im ein-
zelnen zu reden sein wird, so aus der Compositengruppe der Lychnopho-
reae Soaresia velutina mit unverzweigten Ästen, an denen breitrunde,
silberglänzende Blätter sitzen, deren oberste die Blütenköpfe umhüllen, Hyp-
is interrupta mit starr aufrechtem Stengel, Macrosiphonien mit langröhri-
gen weißen Blüten, die merkwürdige Gentianacee Deianira, an deren
unverzweigtem, meterhohen Stengel die dichten Blütenbüschel etagenweis in
den Achseln breitrunder Blätter stehen, Ouratea-Arten, Palicourea, Verno-
nien und andere.
Die Form der Succulenten und Zwiebelgewächse fehlt dem Gebiete;
die Anpassungsrichtung der Vegetation an das extreme Klima ist andere,
mehr gleichartige Wege gegangen. Als einzigen Epiphyt im Camp fand ich
auf Curatella mächtige Rosetten von Aechmea brachydada, der Gravatera
de agua.
Die Zeit der größten Öde im Campo ist der Juli, der Höhepunkt der
Trockenzeit. Die Grasrasen scheinen dann lichter zu stehen, überall ist
der gelbliche, steinharte, von der Sonne ausgeglühte Boden zwischen ihnen
sichtbar; die Blätter sind trocken und bräunlich, die Halme größtenteils
abgefallen oder vertrocknet, die Ährchen hängen in Gruppen locker am
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 14
210 R. Pilger.
Halme ; bei jedem Schritte streift man sie ab; die Grannen der großrispigen
Aristiden sperren ausgetrocknet weit auseinander und die behaarten Grannen
von Andropogon contortus hängen sich überall fest. Die meisten Sta den
sind verblüht, mit dürren Stengeln und Blättern; die leichtbeschwingten
Compositenfriichte , die in enormer Anzahl hervorgebracht werden, fliegen
bei jeder Berührung aus, viele Leguminosen haben rauhhaarige, kurzbor-
stige Früchte, die leicht in die Teilfrüchte auseinander fallen und sich fest
anhaken. Ä Er |
Auch die Krüppelbäumchen lassen die Ungunst der Jahreszeit spi on,
ihre Blitter stehen starr, fleckig und welkend an den sparrigen Zweigen,
ganze Bäumchen sind überhaupt des Schmuckes der Blätter beraubt und.
zeigen das unregelmäßige trockene Astgerippe. In graugrüner Farbe dehnt
sich so der offene Camp, kaum eine schönfarbige Blüte schmückt die Öde,
die unter dem vollen Scheine der Mittagsonne erstarrt ist. | | F
Die ersten Spuren erwachenden Lebens zeigten sich im August, nach=
dem einige starke Regengüsse gefallen waren. Erythroxylon nitidum stand
in voller Blüte, mit jungen Trieben an den Astspitzen, Bombax marginatum
der Imberussti-Baum fand sich mit jungen, eben aufgebrochenen Blättern, die
aus den dicken Knospen an den Astspitzen hervorkommen; Curatella ame
ricana war im August voll erblüht; die Äste trugen zahlreiche junge Zweig ein
mit frischgrünen Blättern, neben alten welkenden, die erst um diese Zeit abge
stoBen werden. Auch im September konnte ich die Beobachtung mache
dass alle Campbäumchen sich frisch belaubten und mehrere blühten, wah
rend es lange nicht geregnet hatte und noch Trockenzeit nee Das
Gras dagegen war noch braun und vertrocknet, ebenso die a |
mit trocknen Stengeln und leeren Fruchtkapseln. Die Thatsache, dass dé
Pflanzenleben vor dem Beginn der Regenzeit erwacht, ist schon von Ho
gocpr und Sr. Hıraıe beobachtet worden; hier trat diese Erscheinung |
nicht so bedeutsam zu Tage, da einige starke Regengüsse gefallen ware $
doch ist es immer bemerkenswert, dass im Gegensatz zu den austreiben-
den und blühenden Bäumen die Bodenvegetation noch völlig tot dastand. D =
Grasvegetation erreicht erst mit der Regenzeit ihre volle Stärke, die Gräser
blühen reich bis zum Eintritt der Trockenzeit, Ende April und Anfang |
Mai sah ich die Rasen trocken werden, die Halme standen im Verblühen, !
Viele Stauden und Halbsträucher blühen am Ende der Regenzeit und ih 2
Blütezeit erstreckt sich noch weit in die Trockenzeit hinein, so Hyphs
glutinosa, Triris glutinosa, Palicourea rigida, Hyptis interrupta, Soares q
velutina, Memora campicola und andere. Während der trocknen Zeil
blühen größtenteils mit gelben oder weißen Blüten unter anderen Ma
siphonia Martii, Cassia selosa var. ß. detonsa, Hyptis goyaxensis, Bae-
charis tools; Vernonia ferruginea. |
Die holzigen Stauden mit den starken holzigen Grundachsen haben 8
wöhnlieh einen aufrechten Ast in voller Blüte und daneben ein bis zwei, 4
À
A
À
1
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 211
nicht mehr blühen oder erst anfangen, so dass sich die Stengel nach einander
entwickeln. Im späteren Teil der Trockenzeit blühen nur noch wenige Stau-
den und Halbstraucher; die Äste sind dann mehr oder weniger trocken
und blattlos, einzelne noch blühend, andere mit einer Anzahl von Früchten
oder ganz vertrocknet. Auch einzelne Bäume blühen die ganze Trockenzeit
hindurch, wie Solanum lycocarpum, bei dem man neben Blüten reifende
Früchte findet und Cocos comosa, von der sich noch im Juli unentwickelte,
in den Spathen eingeschlossene Blütenstände fanden. Andere Bäume blühen
zu Beginn der Trockenzeit nach völligem Verlust der Blätter, so Bombax
marginatum und Tecoma Caraiba. Es ist also nicht für alle Formen eine
scharf geschiedene Vegetations- und Blütezeit und eine Ruhezeit vorhanden,
sondern Bäume und Stauden blühen zu verschiedener Zeit und in ver-
schiedener Dauer, desgleichen tritt die Belaubung zu verschiedener Zeit ein.
Terrassen und Hügel.
Zwischen den einzelnen Campplateaus sind oft mehr oder weniger
steile Terrassen vorhanden. Man zieht über Camprücken hin und sieht in
der Ferne eine steile Wand sich ziemlich hoch erheben; man glaubt einen
Berggipfel zu ersteigen und bemerkt nach dem Aufstieg, dass in gleicher
Weise sich ein flaches Plateau hinzieht. An diesen Abhängen liegt der
Sandstein bloß in kleinen Terrassen und Stufen, große Blöcke und kleineres
Geröll sind verstreut. Charakteristisch ist für diese Abhänge Tristachı ya
chrysothrix mit hohen Halmen, nickenden goldgelben Rispen; dann Paspalum-
Arten mit breiter gelblicher Rhachis, der einzigen terminalen Ähre, die
gesellig wachsend den Eindruck eines Stückchen Getreidelandes hervorrufen.
Dann finden sich Stauden wie Stilpnopappus speciosus, Lippa vernonioi-
des und andere.
_ Ähnlich sind die Verhältnisse bei den Hügeln, die sich einzeln oder in
Gruppen in massiger Form mit mehr oder weniger steilen Abhängen und ab-
geflachter Kuppe erheben. An den Abhängen liegt bröckliger roter Sandstein
bloß, bedeckt mit einer Vegetation der oben erwähnten Gräsern und außerdem
besonders von Andropogon Neesit (Heteropogon villosus), der gesellig wach-
send in mehreren Varietäten auftritt. Die abgeflachte Kuppe solcher Hügel
sah ich oft mit kleinen rötlich oder bläulich gefärbten eisenhaltigen Steinen
bedeckt, wie gleichmäßig mit einer Lage bestreut. Es tritt hier eine Vege-
tation von zerstreuten Krüppelbäumen auf, niedrigen Bäumchen mit vielen
trocknen, toten Ästen; häufig ist Cocos comosa mit kräftigen, am Grunde
bis 15 cm starken nen, aber nur 4—11/, m hoch. eee Camp-
stauden sind verstreut; die FARM stehen locker, überall ist zwischen
ihnen der Steinboden sichtbar. Besonders tritt viel Tristachya chrysothrir
auf und Seirpus Humboldt mit starrem Wuchse und dem dichten kurzen.
Rasen von nadeldünnen Blättern.
14*
212 R. Pilger.
Queimada.
Die größten Eingriffe in die natürliche Entwickelung ‘der Vegetation
geschehen durch die Campbrände. Queimada wird nicht nur von An:
siedlern angelegt zur Gewinnung von Futter in der Trockenzeit, sondern
auch von Indianern, die auf der Jagd durch die Brände Wild zusammen-
treiben. Mit großer Schnelligkeit breitet sich der Brand über die aus
getrockneten Campgefilde im dürren Grase aus, bis es aus Mangel an Nah-
rung erlischt oder ein Bachlauf sich in den Weg stellt. Der einseitige,
unregelmäßige Wuchs und die trockenen Äste der Campbäume mögen
vielfach vom Abbrennen herrühren; an den größeren Stämmen geht der
Brand vorüber, der ebenso schnell wieder erlischt, wie er vorwärts schre
tet; die jungen Stämmchen an der Erde werden halb vernichtet und müssen
dann einseitig wachsen. In kurzer Zeit werden unter dem Einfluss des starken
Taues die Nahrungsstoffe, die in der Asche durch den Brand geliefert werden,
dem Pflanzenwuchs dienstbar gemacht; Gräser und Stauden schlagen nach
wenigen Tagen frisch aus. Nach einigen Wochen hat sich in der Trocken-
zeit ein reiches neues Leben entwickelt. Jeder Grasbusch hat frisch aus-
geschlagen und die zierlichen, frischgrünen Halme, die sich aus den ver-
kohlten Überresten erheben, sind durchschnittlich einen Fuß hoch. Der
frischgrüne, junge Wuchs hebt sich eigentümlich ab von dem festen Thon-
boden, der jetzt durch die verkohlten Überreste der Stauden und Raser
schwarz erscheint. Zur Regenzeit, wenn das Gras in voller Entwickelung
ist, treiben die Büsche so viel Halme und Blätter, dass das ganze Terrain
gleichmäßig mit hohem Grase bestanden erscheint; in der Queimada aber
treibt jeder Rasen nur einige niedere Halme, so dass zwischen den ent-
fernt stehenden Rasen überall der Boden durchsieht und nicht der Eindruck
einer frischgrünenden Wiese erzeugt wird. Zahlreich sind weiße, rote und
gelbe Blumen in der Queimada zerstreut, die niedrigen, schwachen Stengel,
die aus den dicken holzigen Grundachsen MU eae kommen überall
zur Blüte. Seirpus paradoxus schlägt stets in der Queimada zuerst au us
und kommt sogleich zur Blüte, desgleichen Rhynchospora Minarum. Andere
Pflanzen, die auf der Queimada blühen, sind Lippialupulina, Peltodon pusil-
lus, Vernonia'desertorum, ANS longiflora, Aspilia foliacea, Jaca-
randa rufa. Doch muss man sich vergegenwärtigen, dass hier durch anormale
Verhältnisse Pflanzen zum Blühen gebracht sind; neben den wenig beblätterten,
niedrigen, blühenden Stengeln sieht man an demselben Stocke vertrocknete,
halbverbrannte, viel höhere Stengel, die von der Blüte der vorigen Regen
zeit herstammen. So wird die Identifizierung der Queimada-Pflanze sehr
erschwert und ich glaube, dass mehrere beschriebene Arten, die überhaupt
nur in Queimada-Exemplaren bekannt sind, mit anderen Species identisch
sind, während eine Feststelllung der Übereinstimmung nicht möglich. ist, so
lange nicht die Exemplare in normaler Blüte und in Blüte, auf der Quel:
mada beobachtet sind.
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 913
Auch die Bäumchen treiben in der Queimada aus, junge Sprosse mit
frischen, glänzenden Blättern, die sich von dem vertrockneten Laub abhe-
ben oder einzeln am kahlen Gezweig stehen.
Es ist nur ein verhältnismäßig kleines Stück des mit Campo bedeckten
centralbrasilianischen Plateaus, das ich mit dem Ende der Regenzeit und
während der Trockenzeit kennen lernte; manche Verschiedenheiten mit
änderen Beschreibungen fallen ins Auge, die in dem localen Charakter die-
ses Teiles begründet sind, doch bietet es uns unverkennbar die Züge die-
ser interessanten, in aller ihrer Einförmigkeit so großartigen Formation.
2. Die Formation der Buriti-Bachwäldchen.
Wenn der Camp in der Öde der Trockenzeit erstarrt ist, die Vegeta-
tion grau, blütenlos, verwelkt daliegt, so folgt das Auge um so freudiger
den Spuren satten Grüns, die sich an den zahllosen Wasserläufen entlang
ziehen. ‘In allen Einsenkungen der flachen Camp -Plateaus entspringen
Bäche und das Wahrzeichen ihres Beginnes ist überall die herrliche Buriti-
Palme, Mauritia vinifera. Diese Palme, in der Umgegend von Cuyabä
selten, beherrscht hier im Camp die Physiognomie der ganzen Gegend,
nichts wirkt in der Vegetation des Campes eindrucksvoller als die Gruppen
öder Reihen der prächtigen Fächerpalme, die uns schon von weitem ein
klarfließendes Bächlein verspricht; sie zeigt uns im Gegensatz zu den
krüppligen Campgewächsen ein Bild tropischen Wachstums in Kraft und
Schönheit mit der hochaufstrebenden Säule des Stammes und der ausge-
breiteten Krone der riesigen, in der Sonne glänzenden Fächerblätter.
Da die Buriti für die Bäche im Camp so überaus charakteristisch ist,
so nenne ich diese Wasserläufe, deren Vegetation ein ganz besonderes
Gepräge hat, Buriti-Bäche. Es muss hervorgehoben werden, dass das Ge-
biet wasserreich ist; an einem Tagemarsche können ein Dutzend Bächlein
überschritten werden, die in allen flachen Einsenkungen im Camp ihren
Ursprung nehmen.
Die flachen Mulden im Camp sind zur Regenzeit sumpfig, das herabfließende
Wasser wird von ihnen aufgesammelt; der dunkle schwere Boden trocknet
auch in der regenlosen Zeit nur oberflächlich aus und ist stets noch weich
und schwankend. Der Boden ist gleichmäßig niedrig dicht bewachsen von
frischgrünen Cyperaceen in dichten Rasen von feinen schmalen Blättern
und Paspalum-Arten mit breiter Rhachis; dazwischen zerstreut sind nie-
drige Eriocaulaceen mit weißen Köpfchen und zahlreiche einjährige Sumpf-
pflanzen von eigentümlichem Habitus mit feinen Würzelchen und unver-
zweigtem, zartem Stengel, der nur kleine, schuppenförmige Blätter trägt, so
Utricularien und Burmannien, Polygala subtilis Kth. und andere. Über
dem dichten, niedrigen Rasen erheben sich einzelnstehend die mannshohen
214 R. Pilger.
Halme von Andropogon bracteatus. Nach dem Rande der Mulde zu wer-
den vom herunterrinnenden Regenwasser kleine kahle Sandgassen einge-
graben, in denen in Menge Drosera sessilifoha wächst. Nach unten z
verengt sich die Mulde, große Staudengruppen stehen am Ausgange, ei
blühende, hohe Onagraceen, Hyptis carpinifolia, hohe Gräser und Cypera-
ceen, lin br stone Trichopteryx flammida, Andropogon brae-
featus und andere Arten. Mächtige Buriti- Stämme von 15 m MODE mit
reicher Krone ragen aus dieser niederen Wildnis hervor, zu ihren Füßen
Junge, stammlose Buriti und dichtes Gebüsch. Hier setzt der Bachlauf ein, eine
schmale Rinne, zur Trockenzeit hier noch ganz wasserlos, nur von feuchtem
Boden umgeben; hie und da folgt ein stehender Tümpel im verbreiterten
Bachlauf, mit reichem Wuchs von Wasserpflanzen, wie Cabomba prauhiensis,
dann wieder ein breiteres Stück sumpfigen Bodens mit hohen Buriti.
Wenn das Bächlein langsam ohne großes Gefälle hinfließt, wird es
weiterhin von einem dunkelgrünen Streifen üppig wachsenden Waldes be-
gleitet. Die Einsenkung im Camp, in deren Mitte der Bachlauf liegt, |
von verschiedener Breite, öfters beginnt schon nach wenigen Schritten an
beiden Seiten der harte Campboden, öfters liegt beiderseits ein Streifen
sumpfigen und feuchten Bodens von beträchtlicher Breite. Die Mulde liegt
nur wenige Meter tiefer als der umgebende Camp, ein ganz flacher Abhang
zieht sich hinunter, Wie ein Wand, ohne Übergang, steigt am Bache der
dichte, schmale Uferwald empor, an den Rande die Buriti hervorragen, mit
durchschnittlicher Höhe von 10—15 m; einzelne schlanke Stämme, die mehr
in der Mitte des Wäldchens stehen, werden bis zu 20 m hoch und heben ihre
Kronen über die Bäume empor. Auch vor dem Waldstreifen im Sumpfland-
sind einzelne schöne Stämme versprengt. Der feuchte Sumpfstreifen trägt
dieselbe Vegetation wie die Mulde, wo der Bach entsteht, gesellig wach-
sen die hohen Halme von Andropogon bracteatus, deren dichtbehaarte
Blattscheiden des Morgens von reichlichem Tau erglänzen. Der Blick,
den man vom Camp hinunter auf diese reiche Fülle tiefgrüner Vegetation
genießt, ist von bezaubernder Schönheit. +
Das klare Bächlein flieBt in der Mitte des Wäldchens, gewöhnlich ziemlich
wasserreich; stellenweise scheint das Wasser zu stehen in flacheren oder ties
feren Tümpeln, dann sieht man es wieder an etwas abschüssigen Stellen schne =
ler in kleinen Fäden dahinrinnen. Zahlreiche Rinnen ziehen sich zu Seiten des”
Bachlaufes hin, vom Laufe sich abzweigend und wieder in ihn zurückkehrend}
jeder Regenguss füllt alle Wasserläufe; zur Trockenzeit sind die meisten von
ihnen wasserlos. Der Bachgrund und der Rand ist moorig; der ganze Bo-
den des Waldstreifens ist feucht und schwer, eine fondle Luft herrscht
im Schatten des kleinen Waldes, doppelt fühlbar im Gegensatz zu de M
trocknen, hellen, sonne ndurchglühten Atmosphire des anliegenden Campes.
Der Waldstreifen ist jederseits ungefähr 20—30 Schritt breit, |
dichtem Baum- und Gebüschwuchs. Bäume mit dunkelgrünem, starrem
Beitrag zur Flora von-Maltogrosso. 215
Laub erheben: sich vereint mit den schlanken Buriti, die Araliacee Gil-
bertia cuneata, die Proteacee Euplassa inaequalis, die Lauracee Nectan-
dra Gardneri und andere; am Rande wächst in mächtigen Büschen Bau-
hinia cupulata Benth., Ferdinandusa speciosa mit zierlichem Stamm und
dunkelgrünem Laub, aus dem die feurig roten Blütentrauben hervorleuch-
ten, Coccoloba marginata und Byrsonima umbellata mit breiten starren
Blättern. Unter den höheren Bäumen des Wäldchens wachsen dichtes
Gebüsch und. niedrigere dünne Bäume mit ausgebreiteten, schwanken
Zweigen, wie Hertella americana.
Überall laufen zwischen den niederen Bäumen die langen, schwanken-
den, mit Stacheln besetzten Stengel der Orumbamba-Palme Desmoncus sp.
hin, Schlinggewächse ziehen sich von dem Boden zu den Bäumen hinauf,
besonders Emmeorrhixa umbellata, mit weißen Blütenrispen dicht bedeckt;
von Epiphyten fällt ins Auge eine Vandella mit dickem, fleischigen . Stengel
und zweizeiligen, dickfleischigen Blättern, mehrere Meter hoch an den
Bäumen mit Haftwurzeln befestigt‘, die Wurzeln oft meterlang über dem
Erdboden hinkriechend, hier und da eine mächtige Rosette von Stachel-
blättern der Gravatera de agua. Der feuchte, teilweis sumpfige Boden, auf
dem große trockne Wedel und zerbrochene Riesenspathen der Buritis umher-
liegen, trägt eine reiche niedere Vegetation. Überall wurzelt im Bach und am
Boden der Tümpel, die Blattrosette unter Wasser, Eriocaulon altogibbosum,
ferner Alectra brasiliensis; auf feuchtem Boden kriecht Lobelia nummula-
rioides, Costus spicatus mit fleischigen Blättern und großem, eiförmigen Blüten-
stand; mit meterlangen Wedeln breiten sich reiche Büsche von Farnen aus.
Von Gräsern sind zu erwähnen Panicum vilfoides a. fluviatile und
besonders Panicum latifolium L., mit 2—3 m hohen Halmen, die sich in
Gruppen aus dem Rhizom erheben: es. tritt zusammen auf mit dichten
Büschen von Rhynchospora cephalotes.
. Stellenweis kommen Strecken, an denen nur wenig Bäume und Gebüsch
vorhanden sind. Der Bachrand wird hier von einem wahren Wald der hoch-
wüchsigen Caité branco, Heliconia cannordea eingenommen, deren rot gefärbte
Spathen ihm ein charakteristisches Ansehen verleihen, von Gruppen von hoch-
wüchsigen Cyperaceen, wie Rhynchospora cephalotes, Scleria violacea, S. brac-
teata, S. mitis, deren. Halme und Blätter rauh verkieselt sind, von hohen
Gräsern wie Arundinella brasiliensis, und reichrispigen Andropogon-Arten.
Ein außerordentlich reiches Wachstum drängt sich hier auf kleinem
-Flecke zusammen unter dem belebenden Einfluss des dauernd vorhandenen,
aufgesammelten Wassers; natürlich modificiert sich das Bild, das in obigem
in einer für die Buriti-Bäche typischen Form gezeigt worden ist, nach den
Besonderheiten des Terrains; nach der Größe der Mulde und dem Wasser-
reichtum des Bächleins ist der Waldstreifen breiter oder schmaler und mehr
oder weniger dicht, doch immer von denselben Formen zusammengesetzt.
Besonders gewinnt die Formation ein anderes Aussehen, wenn der Bach von
216 R. Pilger.
Anfang an ein größeres Gefälle hat, einen Abhang hinunter oder an einer
steinigen Terrasse zwischen Campplateaus. Ein solcher Bach fließt in einer
kleinen Einsenkung ziemlich rasch mit klarem Wasser. In seinem Lau
wird er durch kleine Barren aufgehalten, die aus dichtem Wurzelgewirr be
stehen und besonders aus den abgefallenen Blättern und Spathen der Buriti,
und bildet hier kleine Becken und Sumpfstellen. Große Sandsteinblöcke
liegen im Laufe und an den Stellen, wo ein Wasserfaden langsam darüber
rinnt, sind sie dicht mit Algen bekleidet, zwischen denen mit hunderten
von nieikihien Pflänzchen Utricularia noir wurzelt. Mitten im Bache
bilden hochstämmige Buriti und niedere noch stammlose kleine Inseln ual
eine Reihe schlanker Stämme zieht sich am Ufer entlang. Einzelne hohe
Gebüschgruppen treten stellenweis auf, sonst ist das Ufer offen.
Die Buriti-Palmen und die oben beschriebene Formation begleiten d
Bach nur bei seinem Entstehen und eine kleine Strecke weit abwärts, ge-
wöhnlich nicht länger als in einer Ausdehnung von ein bis zwei Ktometétil
11
Der Lauf des Baches wird tiefer eingegraben; mürber, zerbröckelnder,
ziegelroter Sandstein kommt zum Vorschein, an einzelnen Stellen sieht der
Bachrand aus wie mit Schutt von Ziegelsteinen bedeckt. Hier und da ver*
breitert sich der Lauf zu einem kleinen Teich mit Steinboden, der mit
Wasserpflanzen erfüllt ist. Der Boden ist nicht mehr simple; das Bett
tiefer ausgegraben. Ein schwacher Gebiischrand begleitet den Bach, dessen
häufigste Form Macairea adenostemon ist. An Stellen, wo der Bach ganz trüge
fließt, treten auch hier noch machmal kleinere Sumpfstellen auf mit dichtem,
Balti und Gebiischwuchs mit den typischen Formen des Buriti-Baches. id
Die Bäche fließen zusammen zu wasserreicheren, kleinen meist schnell-
rinnenden Flüsschen in einem breiten Bett von Sandstein mit flachen Plats
ten, in die die Wasserstrudel kreisförmige Löcher gegraben haben, und
großen unregelmäßig verstreuten Blöcken. Das Wasser strömt zwischen
diesen dahin; durch die Steinblöcke zurückgehalten bildet es kleine Bassins
mit reichem Wuchse grüner Algen. Im Bette des Flusses oder am Rande
in den durchfeuchteten Ritzen zwischen den Steinplatten und Blöcken
wurzeln zahlreich niederliegende, ausgebreitete Büsche von Phyllanthus
Selloanus, dessen Aste bis 3 m lang sind und nach vorn in der Richt
tung des Stromes niederliegen; dann von Stauden und Kräutern Ærios
caulon gibbosum var. mattogrossense; Eryngium ebracteatum, Polygala
paludosa und Justicia campestris, auch Podostemonaccae siedeln sich
auf überrieselten Steinen an. Vom eigentlichen Bett des Flüsschens, das
oft 20 Schritt breit ist, vermittelt den Übergang zum Camp ein mehr
oder weniger steiler Uferhang oder ein flach ansteigender Abhang, der noch
eine Strecke weit nach jeder Seite mit Steinblöcken und zermürbeltem
Sandstein bedeckt ist. Hier drängt sich namentlich nach dem Bache zu
3. Formation der offenen Ufer größerer Bäche.
à
ae
=<
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 217
eine dichte Vegetation von Stauden und Sträuchern auf dem unregelmäßi-
gen Terrain zusammen: Panicum vilfoides, 8. campestre, Eragrostis mat-
togrossensis, Seleria pusilla, Cassia Desvauxit, Phaseolus monophyllus,
Crotalaria maypurensis, Büttneria ramosissima, Baccharis subopposita,
zwischen denen Jacquemontia evolvuloides schlingt und die schönblühende
Dioclea lasiophylla. Diese Vegetation mischt sich mit typischen Camp-
gewächsen wie Cordia ansignis, Cocos comosa und geht allmählich in Camp
über, wenn der Steinboden des Abhanges aufhört und der gleichmäßig feste
Campboden beginnt. Zur Bildung eines geschlossenen Uferwaldes kommt
es bei diesem Stadium des Flusslaufes noch nicht. Wenn ein mehr oder
weniger steiler Uferhang, eine Baranca vom Flussbett ansteigt, so folgt dem
Laufe ein schmaler Baum- und Gebüschstreifen, teilweis aus Formen des
Campes zusammengesetzt, wie Baudichia virgilioides; das zur Regenzeit
manchmal stark anschwellende Wasser hat die Erde zwischen den Wurzeln,
die teilweise bloBliegen, herausgespült; die unregelmäßig verästelten Bäume
hängen über das Wasser. Mehrere Schlingpflanzen mit Milchsaft werden
hier angetroffen, so Mandevilla hispida mit großen eitronengelben Blüten,
Ditassa adnata. Besonders ist aber bei allen Flussläufen in dieser Forma-
tion häufig und charakteristisch Philodendron speciosum, dessen unverzweigter
Stamm bis 40 cm stark und bis 3 m lang wird. Er ist mehr oder weni-
ger niederliegend oder fast senkrecht aufsteigend und klammert sich mit
häufigen Luftwurzeln an einen nahestehenden Baum an, dessen Stamm die
Luftwurzeln mehrfach umschlingen.
Gewöhnlich strömt das Wasser reißend schnell in den kleinen Flüss-
then hin; hie und da bildet sich bei starkem Gefälle eine kleine Strom-
schnelle, auf die dann ein größeres Becken ruhigen Wassers folgt. Die
Barranca ist hier hoch und sehr steil, bis zum Rande mit Bäumen und
Gebüsch bekleidet, die von Schlinggewächsen durchzogen sind; die knorri-
gen Stämme sind mit weißen Flechten bekleidet, die meist großen und
dieken Blätter starr und glänzend. Hier findet sich die prächtig dunkel-
violett blühende Cattleya superba, ein Epiphyt mit stark verdickten Blatt-
‚stielen, dessen lange Wurzeln sich in dichtem Geflecht an die Stämme
klammern.
Es sind hier die ersten Ansätze zur Bildung eines geschlossenen Ufer-
_waldes vorhanden, der nun bei größerem Wasserreichtum der Flüsschen
auftritt. Wir stehen an der Schwelle des Wachstums gewaltiger Ströme,
die das centralbrasilianische Plateau mit häufigen Stromschnellen verlassen,
um sich in der Ebene zu den einzelnen großen Nebenflüssen des Amazonas
zu vereinigen und ihm den ganzen Wasserreichtum zuzuführen, den sie
aus den unzähligen Bächlein des Plateaus aufgesammelt haben. Der Wald-
streifen, der dem Oberlauf der Flüsse folgt, ist gering und fällt gegen das
Campgebiet nicht ins Gewicht, dessen Raum sich aber nach Norden immer
mehr zwischen den einzelnen Nebenflüssen verengt.
218 R. Pilger.
4. Formation des Uferwaldes.
In breitem. Bette strömt das Flüsschen hin, an einzelnen Strecken, die.
auf kleine Stromschnellen folgen, mit tieferem, ruhigen, dunklen Wasser,
aus dem sich dann direct der sandige Uferhang erhebt, gewöhnlich aber
flach und schnellfließend über weichen, zerbröckelnden, rötlichen Sandstein;
flache Sandsteinblöcke liegen im Wasser und am Uferrande zerstreut; wo
sie vom Wasser bespült sind, sind auf ihnen lebermoosartige Podostemo=
naceen befestigt, wie Apinagia divaricata. Nur wenige Pflanzen wurzeln
im mürben Sandsteinboden des Bettes, so besonders häufig Hygrophila,
guianensis und hier und da ein Busch von Phyllanthus Selloanus. A
Rande des flachen Bettes erhebt sich eine meist steile Barranca, ein
mehrere Meter hoher Uferhang aus rötlichem, lockeren Sande; bei gan
steilem Abfall der Barranca ist sie unbewachsen, oder es klammern sich ein-
zelne schliefliegende Bäume an, die mit den Erdklumpen herabrutschen zur
Regenzeit, wenn der Fluss das ganze Bett ausfüllt und bis zur Barranca
herantritt; viele Baumstämme sind von der Höhe des Abhanges ins Was”
ser herabgestürzt, ihre dicken, trockenen. Stämme liegen ausgestreckt im
Flussbett, hier und da erheben sich aus ihnen senkrecht wachsend frisch
grüne Äste. Ist die Barranca weniger steil, so zieht sich ganz über sie
hin dichtester üppiger Staudenwuchs von Chaetothylax tocantinus, Lepi-
dagathis alopecuroidea, Ruellia Herbst, Iresine polymorpha, Telanthera
dentata und anderen; die Stauden sind sparrig verzweigt, mit kriechenden,
sich am Grunde bewurzelnden Stengeln und bilden so ein fast mannshohes
Dickicht. Auf der Höhe der Barranca erhebt sich dichtes, hohes Gebüsch
mit reicher Belaubung, in mächtigen Büschen wachsen Bixa Orellana und
Bauhinia longifolia, mit schlanken Zweigen Cassia bicapsularis. Mit lane
gen, schwanken, stachligen Zweigen sich anlehnend zieht sich überall zwie
schen die anderen Büsche hindurch Acacia paniculata; Manetha ignita,
Calopogonium coeruleum, Cratylia floribunda Benth. verbinden in dichtem
Gewirr schlingend das Gebüsch, zu Beginn der Trockenzeit überreich mit
Blütentrauben geschmückt, und die prächtig weißen Blüten von Ipomoea
bona-nox leuchten aus dem Gebüsch hervor. de
Ganz besonders stark ist die niedere Vegetation entwickelt an Stellen, wo
der Fluss eine Biegung macht und an einer Seite eine größere, flach ansteis
gende sandige Barre angeschwemmt ist; der Hintergrund bildet hier wieder
hohes Gebüsch besonders von Bira Orellana, in dem Calopogonium coeruleum
schlingt ; vom Gebüsch aus kriecht nun die Leguminose über die ganze sandige
Uferstelle vor und bedeckt sie mit einem Teppich von frischgrünen, in einand F
verschlungenen Zweigen. Dazwischen wuchern höhere Stauden und in kleinen
Gruppen Mimosa paludosa, als mehrere Meter hoher, buschiger Strauch,
Auf der Höhe der Barranca erhebt sich diehter Wuchs von niedriges
ren und hohen Bäumen, daran schließt sich ein 50—100 Schritt breiter
Uferwald, der nach dem Camp zu allmählich in diesen übergeht. Die
À
Beitrag zur Flora von Matlogrosso. 219
Baumformen an der Barranca sind verschieden von denen im eigentlichen
Uferwald und am Waldrande.
Die niedrigeren Bäume an der Barranca sind buschig ausgebreitet mit
niederliegenden Ästen, die höheren Bäume sind meist von Grund aus in
mehrere starke Stämme geteilt und erheben ihre ausgebreitete reiche Krone
zu großer Höhe; besonders häufig ist Triplaris brasiliana, eine diöcische
Polygonacee, von der Exemplare verschiedenen Geschlechts dicht neben
einander abwechseln, ferner Inga edulis von ähnlicher Wachstumsform
mit reichbelaubter dunkelgrüner Krone. Sehr charakteristisch ist ein von
Ameisen bewohnter Polygonaceen-Baum, Trrplarıs formicosa, der häufig
auf der Höhe der Barranca wiederkehrt; der Stamm wächst gerade auf-
recht und trägt eine kleine Krone von schwachen, wenig verzweigten Ästen;
die kurzen Zweige tragen nur nach der Spitze zu die großen, bis 40 cm
langen Blätter und endigen jeder mit einer großen Blütenrispe; niedrigere
Bäume mit ausgebreiteter Krone sind Labatia mattogrossensis, Guarea
trichilioides, Casearia silvestris. Das verschiedenartigste Grün ist bei den
Bäumen und Sträuchern gemischt, besonders fallen die zartgefiederten, hell-
grünen Leguminosen auf, doch herrscht im allgemeinen eine dunkelgrüne
Belaubung vor.
Die Form der Lianen ist an der Barranca besonders mit Combretum
Loeflingii vertreten, deren Zweige bis in die höchsten Bäume hinaufgehen,
aus deren Krone dann zu Beginn der Trockenzeit überall die großen gel-
ben Blütentrauben hervorleuchten, während später ebenso die farbenpräch-
tigen roten Fruchtstände auffallen. Ich sah von dieser häufigen Liane einen
Stamm von 10 cm Durchmesser an der Barranca wurzeln. Er teilte sich
gleich über der Erde in mehrere dünne Stämme, von denen einige abge-
rissen trocken auf der Barranca lagen, zwei aber zum nächsten Baum hin-
aufgingen, von dessen erstem Ast, der ihnen Halt gewährte, sie ungefähr
7 m frei herunterhingen; die beiden Äste umschlangen sich gegenseitig in
kurzen Windungen; der eine teilte sich und nun umschlangen sich die drei
Äste weiter nach oben, wie ein Tau aus mehreren Stricken aufgedreht ist;
‚die Äste gewinnen dadurch eine große Festigkeit. Der wachsende Baum-
stamm hatte die Windungen der Liane nahe der Erde weit ausgezogen,
während sie weiter oben ganz eng waren; von den Ästen des Baumes hin-
gen zahlreiche zerrissene Zweige der Liane herab. In der Baumkrone
verzweigte sich dann die Liane weitgehend.
Von der Höhe der Barranca erstreckt sich der Uferwald ziemlich eben
ungefähr 50—100 Schritt, bis er in den Camp übergeht. Der Boden ist
humusreich, von fallendem Laube bedeckt, zur regenlosen Zeit trocknet er
zwar stark aus, doch wird er nicht hart wie der Campboden, sondern
bleibt locker. Ein dichter Wald von hohen, schlanken Bäumen erhebt sich
hier; die starken Stämme, meist mit heller, glatter Borke bekleidet, wachsen
gerade aufrecht mit säulenartigem Stamm und breiten erst in der Höhe
220 R. Pilger.
ihre Krone aus. Keine Form der Bäume ist bestandbildend, alle kehren
im Uferwalde haufig wieder, doch wachsen sie untereinander gemischt. Im
Schatten der hohen Baume erhebt sich ein dichter Wald von niedrigen 4
Bäumchen mit ausgebreiteten Zweigen und von dichtem Gebüsch. or 4
Von Stauden und Kräutern ist der Erdboden fast ganz frei; nur wenige
einjährige Pflanzen sind hier und da zu bemerken, wie besonders Wissa-
dula patens, Euphorbia sciadophila, Crotalaria erecta und gesellig we
manchmal Farne auf. Von Palmen tritt im Uferwald häufig auf die Akuri-
Palme mit epiphytischen Farnen. Die Stämme sind niedrig, nur 3
hoch, aber sehr dick und tragen einen dichten Schopf von Wedeln, von.
denen die unteren eine Länge von 5 m erreichen. ‘1
Die schönsten der hohen Bäume sind die Jatobi, Hymenaea Curbaz
rit}, die in allen Uferwäldern zerstreut vorkommen. Es sind mächtige,
säulenartig aufrecht wachsende Stämme, die im unteren Teil bis 41/9 n w
Durchmesser haben. Ohne jeden Ast erheben sie sich bis zu 10, ja 45m
Höhe und bilden dann erst eine reichbelaubte, tiefgrüne Krone von zwei-
teiligen Blättern. Die Stämme sind mit dicker, glatter dunkelgrüner Rinde
bekleidet, die so gleichmäßig ist, dass die Indianer sie allgemein zu Cas
noes benutzen, indem sie die Hälfte der Rinde vom Stamm abtrennen.
Neben ihnen finden sich hochstämmige Mimoseen mit hellem Stamm und
hellgrüner Krone von feinzerteilten Fiederblättern, Cordia cuyabensis und
andere. Zahlreich sind die Arten der niederen Bäume und des Gebüsches,
die erste und zweite Etage im Uferwalde bilden, über die sich die hohen
Bäume in regelmäßigen Abständen stehend erheben. Als niedriges Bäum-
chen mit schwachem Stamm findet sich im Uferwald Bauhinia longifoha,
Unha de boi genannt, dieselbe Art, die in Form hohen Gebüsches an der
Barranca wächst; nebst dieser Art ist die häufigste eine Alöbertia, ferner
Miconia cecidophora und andere Melastomataceen. Alle diese kleinen
Bäume haben dünne, aufrechte Stämmchen und schwachbelaubte dünne,
lang ausspreizende Zweige. Li
Schlinggewächse werden im Uferwald im allgemeinen nicht viel anges
troffen, sie beeinflussen den Gesamtcharakter wenig. Häufig ist Serja ]
caracasana in den niederen Bäumen schlingend; in langgezogenen Windungen
gehen die Stengel, die am Grunde bis 4 em stark werden, am glatten
Stamm hinauf und verzweigen sich dann weit in der Krone; ferner einige
Leguminosen wie Cratylia floribunda, die reich verzweigt bis in die Krone
hoher Bäume geht und Canavalia grandiflora.
Eine mächtige, auffallende, im Uferwald nicht selten wiederkehrende
Liane ist Connarus Gilgianus. Ihr Stamm erreicht am Grunde eine
Dicke von 20 em und teilt sich in mehrere Aste, die die Stämme von Büus
4) Die Bestimmung dieser Art ist nicht sicher, da ich nur Früchte in meiner
/
Sammlung habe; das gesammelte Blattmaterial ist leider verloren gegangen.
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 291
men in losen Windungen umschlingen und sich dann in den Kronen mit
weiter Verzweigung ausbreiten. Da die Bäume des Uferwaldes sich erst
in großer Höhe verästeln, so hängen vom untersten Aste die Lianenstämme
nicht selten frei von eine Höhe bis zu 15 m herab.
"Im Gegensatz zum Camp, wo die Bäume von Flechten frei sind, sind
die Bäume im Uferwald besonders im äußeren Teile vielfach mit Flechten
bedeckt; hohe Bäume tragen am ganzen Stamme eine Kruste der ver-
schiedenartigsten, anliegenden, verschieden gefärbten Flechten. Moose sind
an ihnen seltener, diese bedecken in dichten Polstern besonders die ge-
stürzt am Boden liegenden, teilweis vermoderten Stämme. An größeren
Epiphyten ist der Uferwald sehr arm, besonders fehlen epiphytische Ara-
ceen. Viele Bäume sind ganz von Epiphyten frei, andere tragen am un-
geteilten Stamme hie und da Orchideen und Bromeliaceen. Von letzteren
ist am häufigsten Billbergia Meyeri, die an der glatten Rinde dicker
Stämme wenige Meter über dem Erdboden wächst. Ferner ist zu erwäh-
nen Peperomia circinata, ein kleiner Epiphyt mit dickfleischigen Blättchen,
der häufig auf der Rinde der verschiedensten Bäume im Uferwald dem
Stamm fest angedrückt wächst und so reich verzweigt größere oder klei-
‘here Flächen, oft mehrere Meter lange Stiicke bedeckt.
an,
Waldrand.
Nach außen zu geht der Uferwald ganz allmählich in typischen Camp
über. Andere Baumformen treten auf mit knorrigen Stämmen und härteren
Blättern, an Stelle des dünnlaubigen Gebüsches tritt Bambus; Sträucher,
‚Stauden und hohes Gras nähern sich den Formen des Camps. Hohe Bam-
busgebüsche finden sich zwar auch an trockenen Stellen im Uferwald,
auch auf der Barranca, aber besonders treten sie an der Grenze des Ufer-
waldes auf, undurchdringliches Gebüsch mit durch einander gewirrten Hal-
men erzeugend. Nur äußerst selten blühen die Bambusarten, ich traf nur
ein einziges Mal ein Gebüsch in reicher Blüte im April und zwar Guadua
paniculata, eine Art, die sehr häufig zu sein scheint, sonst sind vielleicht
noch Chusquea-Arten verbreitet. Die Bambusgebüsche werden bis 15 m
hoch; ihre Stämme sind im Verhältnis dünn, aufsteigend oder niederliegend,
im obern Teil gebogen, die Verzweigungen durch einander gewirrt. In Menge
bedecken Blätter und dürre Zweige den Boden und kaum ein anderes nie-
deres Gewächs macht in diesen kleinen Dickichten den Bambusen den Boden
streitig, nur hohe Bäume erheben sich über sie. Die Bäume sind zum Teil
Formen des Campes, die sich an der Grenze des Waldes höher und regel-
mäßiger entwickeln; so besonders Curatella americana, die am Waldrand
in Exemplaren von 40 m Höhe vorkommt, mit ausgebreiteter Krone, Bom-
baz marginatum in hohen, schönen Exemplaren, Physocalymma scaber-
rimma, am Waldrand bis 25 m hoch, erst in der Höhe knorrig verästet
Bi
DO
22 R. Pilger.
mit schmaler Krone. Typische Baumarten des äußeren Üferwaldes sind
ferner Tecoma adenophylla, T. Piutinga, Liihea paniculata, alles hoch-
wüchsige, knorrige Bäume, erst in der Höhe verästelt, mit derbem Laube,
Am Übergang vom Uferwald zum Camp ist eine reiche Vegetation
von Sträuchern, hohen Stauden und Gräsern entwickelt, Formen, die denen
des Campes ähneln. Man kann hier keine strenge Grenze ziehen, der
Übergang vollzieht sich allmählich und die Campgewächse treten an den
Waldrand heran, doch finden sich auch viele Formen, die gerade dieser
schmalen Übergangszone eigentümlich sind. Vor allem fällt im Gegensatz
zum Camp die dichte Bewachsung des Waldrandstreifens auf. Sträucher
und Stauden mit eingemischten Gräsern in verschiedenster Höhe drängen sich
dicht zusammen, von niederen Camp-Palmen und Lichera-Bäumen überragt.
Dem eigentlichen Uferwald fehlt die Vegetation hoher Gräser, die
unter den letzten Bambusbüschen am Waldrand beginnt; auch hier treffen
wir wieder Andropogon bracteatus mit seinen riesigen Halmen, der auch
mit solch trocknerem Standort vorlieb nimmt; von Cyperaceen kommen
hohe Seleria-Arten vor mit außerordentlich rauhen Blättern. Häufig Halb-
sträucher am Waldrand sind Bauhinia-Arten und Indigofera lespedexioi-
des; die hohen Stauden sind besonders Leguminosen und Compositen, viele
von stark aromatischem Geruch und klebrig, Cassia- Arten, Stylosanthes
guyanensis, Achyrocline satureoides, en floribunda andere. Nie-
drig schlingende Arten von Dynan fallen durch die rotgefärbten
Hüllblätter der Bliitenstiinde auf, und hoch in die Bäume am Waldrand
zieht sich empor Cratylia floribunda, zur Trockenzeit reich mit violetten
Blütentrauben bedeckt. tf
In der eben beschriebenen Weise stellt sich die Formation des Ufer-
waldes am Oberlauf der Flüsse in typischer Form dar — eine mäßig
hohe, dieht bewachsene Barranca, ein Streifen hochstämmigen Waldes,
der allmählich in den Camp übergeht. Nicht immer ist jedoch die Vege-
tation am Uferrand in derselben Weise entwickelt, besondere Terrains
verhältnisse bedingen vielfach Modificationen. An Stellen, wo der Fluss
eine sehr hohe und steile Barranca hat, ist gar kein Uferwald entwickelt,
sondern die Vegetation, die wir sonst am Waldrand zu treffen gewöhnt
sind, tritt bis an den Rand der Barranca heran. Lichera-Biiume sind vers
streut, Gebiische von Bambuseen, Stauden und hohe Gräser des Wald-
randes. An solchen Standorten ist auch häufig. der Piki-Baum, Caryocar
hrasiliense, der A0—A5 m hoch wird, mit knorrig verästelter, ausgebreite-
ler Krone. Der Piki-Baum ist der einzige Obstbaum der Xingu-Indianer;
aus den großen Früchten wird das Öl ausgepresst und das gelbe Frucht
fleisch zusammengepresst in großen Ballen das ganze Jahr über unter
Wasser aufbewahrt; es ist von angenehm säuerlichem Geschmack. 4
Nicht selten kommt es vor, dass an etwas tiefer gelegenen Stellen
nicht die Waldrandformation wie sonst den Uferwald abschließt, sondern ebenes |
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 993
Terrain sich an den Uferwald anschließt, sumpfige Wiesen, die auch zur
Trockenzeit feucht bleiben, mit einem niedrigen Rasen von Gräsern und
Gyperaceen bestanden, hier und da sind auch wohl noch einzelne Buriti
verstreut. Die Grenze des Waldes wird hier durch dichtbelaubtes dunkel-
grünes Gebüsch mit glänzenden Blättern gebildet; ein Beispiel solchen Ge-
büsches ist Erythroxylon anguifugum. Im Walde ist der Boden schwer
‘und feucht, im dichten Schatten unbewachsen; es fehlt das dichte Gebüsch
und der regelmäßige niedrige Baumwuchs; es erhebt sich ein dichter Wald
von unregelmäßigen, weit ausgebreiteten Bäumen. Schlingende Legumino-
sen, wie Phaseolus lasiocarpus, P. truxilensis überziehen mit frischgrünem,
dichten Blattwerk die gefallenen, vermodernden Stämme und ziehen sich
‘schlingend in die Bäume hinauf. Einzelne kleine baumfreie Lichtungen sind
im Walde vorhanden; an diesen ist der Erdboden dicht bewachsen mit
Arten von Commelina, mit zartblättrigen Paspalen und Cyperaceen.
LL
cr
yı
Blütezeit.
Die reiche Vegetation der Stauden, Halbsträucher und Gräser am Wald-
rande stimmt im allgemeinen mit der Vegetation des Campes in Bezug auf
ihre Ruheperiode überein. Während der Trockenzeit sterben die Halme
der Gräser und Stengel der Stauden ab; die Hauptzeit der Blüte ist gegen
Beginn der Trockenzeit im Mai. Zur selben Zeit fällt auch die Blüte eini-
ger Bäume des Waldrandes, so besonders von Bombax marginatum, der
dann schon vollständig entlaubt ist. Die Blütezeit der häufigsten Bäume
des trocknen äußeren Uferwaldes und Waldrandes fällt mitten in die
Trockenzeit, wenn die Bäume fast vollständig entlaubt sind oder nur noch
dürre vertrocknete Blätter tragen. Die Blüteperiode dauert nur kurze Zeit und
es blühen immer einzelne Arten der häufigen Waldrandbäume nach ein-
ander; ihr außerordentlicher Blütenreichtum ist besonders bemerkenswert,
so dass immer die einzelnen Arten aus der Ferne wie leuchtend rote oder
weiße Flecken im Uferwalde erscheinen. Von den häufigsten Arten blühte
zuerst im Juni und an einzelnen Stellen bis Juli Tecoma adenophylla ; An-
fang August waren die Früchte entwickelt und schon zu dieser Zeit, mitten
in der Trockenperiode entfalteten sich die jungen Blätter; im Juli blühte
Tecoma Piutinga, Anfang August Physocalymma scaberrima und Mitte
August Liihea paniculata, alle nach fast vollständigem Laubfall, so dass
ein ausgesprochener Gegensatz der Periode der vegetativen Entfaltung, die
in die günstige Jahreszeit fällt, und der Blüteperiode, in der der Baum eine
außerordentliche Blütenfülle produciert, vorhanden ist.
Dieser Gegensatz lässt sich bei den Bäumen des inneren Uferwaldes
und der Barranca nicht beobachten. Sie wechseln ebenfalls ihre Belaubung
zum größeren Teil in einer Vegetationsperiode, doch tritt nicht für den
ganzen Uferwald eine einheitliche Periode des Laubfalles ein, sondern man
224 R. Pilger.
/
findet die ganze Trockenzeit über bei verschiedenen Arten Laubfall und Neu-
belaubung; verschiedene Arten behalten ihr Laub auch durch mehrere
Vegetationsperioden, so die Bauhinia-Arten, Inga edulis, Hymenaea und
andere, so dass der Uferwald bei der Mischung der Formen niemals unbe-
laubt erscheint. Die Blütezeit der Uferwaldbäume und -Sträucher fällt eben-
falls zum größten Teil in die Trockenperiode; zu jeder Zeit sind einzelne
Arten blühend anzutreffen. Die Blütezeit der Stauden an der Barranca
fällt ausgesprochen in die Trockenzeit. m
f
An xerophilen Vegetationsformationen, besonders in den Tropen tritt
am überzeugendsten die Ubereinstimmung zwischen der Vegetation und den
Bedingungen, unter denen sie lebt, vor die Augen. Eine solche Formation
bildet ein einheitliches Ganze, denn Formen systematisch verschiedener
Stellung nähern sich in ihrem Habitus unter den gleichen Bedingungen,
und auch wo sie nach ihren Anlagen in ihren Anpassungsrichtungen ver-
schiedene Wege gehen, fügen sie sich harmonisch zu einer Vegetations-
decke zusammen, die uns das Anstreben gleicher Ziele ausdrückt. 14
5. Vergleich zwischen den einzelnen Formationen.
Die xerophilen Formationen haben daher auch am meisten zum Stu-
dium der Beziehungen der Vegetation zu ihren Bedingungen angeregt. Es sind
viele Beziehungen teleologischer Art in die Natur hineingedeutet worden,
freiwillige Anpassungen der Pflanzen unter besonderen Umständen. Wenn
wir von Anpassungen reden, so dürfen wir nicht vergessen, dass wir in der
Ausrüstung ein Resultat vor uns haben. Wir sehen eine Pflanzengenossen-
schaft in bestimmter Weise ausgerüstet und in dem wir die Eigenschaften
des Bodens und Klimas in Betracht ziehen, finden wir, dass diese Aus-
rüstung den Bedingungen gegenüber die geeignete ist und suchen auch wohl
bei weniger klar liegender Bedeutung einer Eigenschaft dem Verständnis
eine Brücke zu schlagen: wir constatieren hier ein Resultat, dessen Bedin-
zungen vorläufig vernachlässigt bleiben. Diese Methode hat ihren wissen
schaftlichen Wert neben den Fragen, die sich auf die wirkenden Ursachen und
die Art und Weise der Ausbildung beziehen; diese können nur in soweit
beantwortet werden, dass wir die wirkenden Ursachen aufsuchen und die
Reaction der Pflanzen in den Übergängen zwischen den einzelnen Former
erkennen oder aus ihnen schließen. 4
Bei den Formen des Campes finden sich viele Eigenschaften, die wil
als xerophytische anzusehen gewohnt sind. | |
Die Gräser wachsen meist in dicken, trockenen, starren Rasen mit |
vielen bis 11/4 m hohen Halmen und sehr zahlreichen kräftigen extravagi-
nalen Innovationssprossen; die Blattspreiten sind meist kahl, starr, schmal,
(lach oder mehr oder weniger zusammengerollt, mit starken Längsnervei
gestreift. Typen dieser Gräser auf trockenem, harten Campoden sind hohe
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. DD
Aristida-Arten mit reichen Rispen, Andropogon condensatus, Paspalum
barbatum. Weniger dichte Rasen bilden das sehr häufige Cteniwm cir-
rhosum und Ekommrus latifolius. Die Gräser sind in der Entwickelung
ihrer oberirdischen Sprosse ganz auf die regenreiche Zeit angewiesen, beim
Besinn der Trockenzeit entwickeln sie ihren außerordentlichen Reichtum
an Früchten, die meist sehr leicht abfallen und mit Grannen versehen vom
Winde leicht fortgeführt werden. Auch Cyperaceen von ähnlicher Wachs-
tumsform mit diehten, starren Rasen sind im Camp vertreten, wie Scirpus
rerophilus und Se. paradoxus mit faustdicken Rasen über der Erde, der
aus den Basen der abgestorbenen Triebe besteht. Die frischen Triebe sind
äußerst zahlreich, kurz, am Grunde wollig, mit haarförmigen, starren Blättern.
In großem Formenreichtum treten die holzigen Stauden und Halb-
sträucher auf, besonders den Familien der Compositen, Leguminosen
und Labiaten angehörig. Sie alle zeigen eine dicke, holzige Wurzel oder
eine starke holzige, knollenförmige Grundachse, an der der Stamm teil
hat; sie perenniert und widersteht durch ihre starke Verholzung und ihre
rundliche Gestalt dem Drucke, der bei der steinharten Austrocknung des
Campbodens zur Trockenzeit auf sie ausgeübt wird. Längere Pfahlwurzeln
mit ziemlich starken Seitenwurzeln sind seltener (so bei Vernonia schaven-
kiaefolia) oder ein dünner, holziger, flach unter der Erde kriechender
Wurzelstock (Hyptis goyaxensis); meist ist die Wurzel stark verkürzt und
treibt einen einfachen, schwach holzigen Stengel (Hyptis interrupta, Bar-
jonia obtusifolia), oder die Wurzel bildet mit der Stammachse zusammen
ein dickes, knolliges Rhizom, das ein bis mehrere starke Aste treibt, die
häufig nach einander zur Blüte gelangen. Die aufrechten Stengel der
Stauden, die während der regenlosen Zeit vollständig vertrocknen und
meist gegen Ende der Regenzeit und bis in die Trockenzeit hinein blühen
(Maerosiphonia, Hibiscus furcellatus, Barjonia, Hyptis interrupta) sind
‚meist meterhoch, oft darüber, im unteren Teile schwach verholzt, nach
‘oben zu häufig auf dieselbe Art wie die Blätter behaart, vielfach nur in
‘der Blütenregion verzweigt. Die stark verholzten einfachen Äste, die von
‚den knollenartigen Rhizomen hervorgebracht werden, schließen mit dem
Blütenstand ab (Memora campicola, Myrcia variabilis, Ouratea nana):
sie werden nicht in einer Vegetationsperiode ausgebildet, man findet auch
in der Trockenzeit beblätterte Aste, die noch nicht blühen, neben blühen-
den Ästen. Niederliegende Zweige sind selten, wie bei Eriosma hetero-
phyllum, dessen dünne Zweige dem Boden angedrückt sind; die Pflanze
wächst auf lockerem Sandboden. Ebenso liegt die große Blattrosette von
Jacaranda rufa dem Boden auf.
Die Blattform ist nach der systematischen Stellung der Arten sehr
werschieden, doch überwiegen sitzende und eiförmige, stumpfe, ganzrandige
Blätter in jeder Größe und auch die Leguminosenarten (Cassia parvi-
stipula und C. setosa, Eriosema rufum und E. heterophyllum) zeigen keine
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd.
15
226 R. Pilger.
weitgehende Gliederung des Blattes. Sehr häufig sind die Blätter am Grunde
herzförmig und mehr oder weniger stengelumfassend ausgebildet, selten
sind sie schmal linealisch wie bei Baccharis tenuifolia. Ausnahmslos sind
die Blätter starr, meist dick und häufig lederig wie bei Myrcia variabilis
und Eremanthus exsuccus. Besonders zeichnet ein starkes Nervengerüst
die Blätter aus, und nur bei dicken, lederigen Blättern und bei sehr starker
Behaarung (Macrosiphonia-Arten) ist die Nervatur weniger sichtbar; auf der.
Unterseite stark hervortretende kurze Nerven verbinden die Seitennerven mehr
oder weniger eng netzförmig; sie treten manchmal auf der Unterseite wie
ein enges Gitterwerk hervor, so besonders deutlich bei Hyptis goyazensi
Die Behaarung der Blätter ist meistens stark ausgebildet, kahle und
elinzende Blätter sind selten (Eremanthus exsuccus, Barjonia, Cassia
parvistipula, Myrcia variabilis). Die verschiedensten Formen der Be-
haarung finden wir neben einander; mit kurzem, seidig glänzenden Filz
sind die Blätter dicht bekleidet bei Soaresia velutina, ebenso bei Ver
nonia schwenktifolia, häufig ist der Gegensatz der Blattoberseite und der
stärker behaarten Unterseite‘ ausgeprägt, so bei den Arten von Macro
siphonia, die unterseits sehr dicht weiß wollig-filzig bekleidet sind.
Borstenhaare finden wir z. B. bei Lippia vernonioides, deren Blätter
oberseits dicht mit weißlichen Warzen bedeckt sind, die starre Borsten
tragen, während die Unterseite längere weißliche Borsten trägt; bei Owra-
lea nana sind die Blätter auf der Oberseite schwach rauh, auf der Unter-
seite mit kurzen, steifen Borsten besetzt. Es würde zu weit führen, die
einzelnen Formen der Behaarung aufzuführen, doch zeigt sich schon in den
angeführten Beispielen die große Mannigfaltigkeit des Indumentes, das im
allgemeinen viel stärker als bei verwandten Arten ausgeprägt ist. Es wäre
eine anziehende Aufgabe, diese Ausbildung des Indumentes bei den Arten
der Campformalion zu verfolgen; die starke Ausbildung steht nicht n 2
mit der Transpirationsverminderung in Beziehung, sondern auch mit der
Ausnutzung des reichlichen Thaufalles und der vorübergehenden Bewässerung
durch Regengüsse während der Regenzeit, mit denen eine starke Insolation
abwechselt; das Wasser wird festgehalten und sicher in vielen Fällen durch
die Haare aufgenommen; auch schlägt an behaarten Blättern viel mehr Thau
als an glatten, glänzenden Blättern nieder.
Strauchartige Formen oder Halbsträucher mit stark verholzten,
verzweigten Ästen sind im Gebiete des trockenen Campes selten, sie
schließen sich in der Ausbildung der Blätter ganz an die Campstauden al |
eine sichere Grenze zwischen den Formen ist nicht zu ziehen; von solchen
niedrigen Halbsträuchern nenne ich Anacardium pumilum, Erythrosylon
daphnites, Vernonia ferruginea, Bauhinia curvula. Die letztere Pflanze
z. B. ist ein wenig verzweigter, anderthalb Meter hoher Strauch, der auf
trockenem Camp am oberen Ronuro zerstreut ist. Er ist schwach a
blättert; die Blätter sind klein, eiförmig, lederig, starr und gänzlich kahl,
4
|
4
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 997
Bauhinia cumanensis fand ich im Camp am oberen Kulisehu in klei-
nen Gruppen wachsend als ausgebreiteten, bis 2 m hohen Strauch; diese
Art wird sonst als »frutex altescandens« angegeben; sie bildet hier wieder
ein Beispiel für den Übergang von hochkletternden Sträuchern auf den
freien Camp, wo sie dann als ausgebreitete Sträucher auftreten.
Als einziger Epiphyt im Campgebiet fand sich Aechmea brachyclada,
dessen sroße Rosetten von dickfleischigen Blättern auf Cowatella americana
epiphytisch wuchsen.
Die Bäume, die auf dem Camp meist einzeln schwach verstreut auf-
treten, sind größtenteils Zwergbäumchen von stark ausgeprägtem xero-
philen Habitus. Gewöhnlich niedriger, besonders auf den freien, dem
Wind ausgesetzten Camp-Plateaus, überschreiten sie selten eine Höhe von
4 m. Die hellfarbige, von Flechten freie Borke ist stark entwickelt und
lief rissig; am auffälligsten ist die Form der Candelaberbiumchen; bei
ihnen stehen die Äste einzeln im oberen Teil des Stammes bogig aufwärts
und tragen nur an der Spitze rosettenartig gedrängte, große, eifürmige
Blätter und endständig die große Blütenrispe. Solche Formen finden wir
bei verschiedenen Familien, so bei den Apocynaceen Plumiera latifolia
und Aspedosperma nobile, bei den Vochysiaceen Salvertia convallariodora
und Vochysia rufa.
Die Blätter von Salvertia erreichen eine Länge von 25 cm, ein starker
Mittelnerv und stark entwickelte zahlreiche Seitennerven erhalten die starre,
dicke, oberseits glänzende Blattfläche ausgespannt. Auch Aspedosperma
hat bis 22 cm lange Blätter, die dick lederig, kahl, oberseits glänzend sind.
Einen anderen Typus stellt Curatella americana dar, der häufigste
Campbaum im ganzen Gebiet; der Stamm ist unregelmäßig stark verästelt,
die Äste sind knorrig, mit dicker, hellgrauer Borke, die sich in großen
Schuppen ablöst; die runzligen, starren, sehr rauhen Blätter stehen an
kleinen Zweigen, die aus den dicken Ästen zahlreich entspringen. Andere
Dilleniaceen-Bäumchen, wie Davilla elliptica, sind im Wachstum der Cura-
fella ganz ähnlich. Bei den Campbiumchen herrschen einfache, eiförmige,
ganzrandige, sehr starre, meist lederige Blätter vor, die wenigstens auf der
Oberfläche kahl und glänzend sind, während die Unterseite häufig eine
anliegende weiche Behaarung trägt, so Erythroxylon nitidum, Myrcia dasy-
blasta, Kielmeyera rubriflora. Die Neigung zur Entwickelung niedriger,
baumartiger Formen auf dem Camp zeigt sich an Solanum lycocarpum,
das als Bäumchen häufig auf dem Camp zerstreut ist, während man die
Art im Serrado bei Cuyabä in strauchförmigem Wachstum viel zerstreut
findet.
Die Formen des Uferwaldes.
Auf die Verschiedenheit des Campes von der Vegetation, die die Fluss-
läufe begleitet, wurde schon hingewiesen; die besseren Bedingungen, die
15*
228 R. Pilger.
an einen eng begrenzten Raum in der Nähe des Flusslaufes gebunden sine
gewähren der Entwickelung einer Vegetation von größerer Lebensenerg
einen reichen Spielraum.
Die Gräser, die wir auf der sandigen Barranca finden, bilden kein
geschlossenen Rasen, ihre Halme sind vielfach niederliegend und aus de
unteren Knoten bewurzelt und verzweigt, so dass sie sich auf diese Weis
weiter ausbreiten; solche Formen sind Panicum laxum und Paspalı
conjugatum. Meist sind die Blätter breiter und viel zarter als bei de
Campgräsern, flach ausgebreitet, dünn und kahl, so auch bei Paspahu
platycaulon. a 1
In ähnlicher Weise sind die Stauden auf der Barranca ausgebilde
mil krauligen, niederliegenden Stengeln, reichverzweigt und mit dünne
lachen, kahlen Blättern, so besonders die Acanthaceen und Amarantacee
dieser Standorte. Große, dünne, kahle, eiförmige Blätter zeigen auch
wenig hervor, was besonders auffällt, wenn man z. B. Cassia bicapsular
mit den Cassien des Campes vergleicht. Dasselbe gilt von den Schling
pflanzen; so hat Ipomoea bonamox große, herzförmige, zarte, kahle Blätte
während die großen, dünnen Blätter von Calopogonium coerulewm unte
seits steiflich behaart sind; mit weichen, kurzen Haaren bedeckt sind di
Blätter auch bei Phaseolus lasiocarpus.
Die Bäume des Uferwaldes zeichnen sich vor den Camp-Bäumen durel
ihre oft gewalligen Dimensionen, ihren hohen Wuchs und ihre reichbelaubl
Krone aus. Die Blätter sind meist biegsam membranös mit fein ciselierte
Geflecht von netzförmig verbundenen kleinen Nerven, so bei Inga edule.
Casearia silvestris und Guarea trichilioides, doch finden sich auch
Uferwald Bäume mit diekeren Blättern, deren Nerven stark hervortreten, &
bei Cordia cuyabensis. Die Bäume des Waldrandes vermitteln im Habitus un
der Natur des Blattes den Übergang zu den Formen des Campes, wie dies
ja auch in besser entwickelten Exemplaren an den Waldrand herantrete
Sie sind bedeutend höher als die Campbiume, meist sehr stattliche Bäun
und machen einen geschlossenen Waldstreifen aus, aber mit ihrem knot
gen Stamm, ihrer unregelmäßigen Verästelung und der schmalen Kroi
nähern sie sich den Formen der Campbäume. Die Blätter sind starr, de
inembranös, mit stark hervortrelenden Nerven versehen und unterseits
)
oder schuppig behaart (Lithea paniculata, Tecoma Piutinga), oder a
rauh wie bei Physoealymma scaberrimum.
zu diehtem niederen Gebüsch zusammen im Gegensalz zum Camp, wo
mehr einzeln zerstreut sind, Häufige Sträucher sind Dauhinia-Arten
derb membranösen Blättern, deren Nerven bei 2. Bongardi unterseits sel
stark hervortreten. Die Stauden sind im allgemeinen viel stärker spart
verzweigt als die Gampstanden, und zahlreiche Exemplare stehen häu
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 999
ruppenweise zusammen, wir finden auch bei ihnen nicht die -dicken,
inollenartigen Rhizome, sondern spindelfürmige oder mehr oder weniger
eteilte lange Wurzeln mit vielen Seitenwurzeln, so bei Achyrocline saturei-
ùdes und Stylosanthes guyanensis.
Die Schlingpflanzen am Waldrande haben viel derbere Blätter als die
les Uferwaldes, so Dalechampia cuyabensis mit kahlen Blättern, deren
\etznerven unterseits ziemlich stark hervortreten, und Cratyla floribunda,
leren Blätter unterseits durch eine dichte kurze Behaarung silberglänzend
ind.
Die Formen an den Buriti-Bächen.
Wenn wir die hohen, verholzten Stauden betrachten, die sich beim
eginn der Buriti-Bäche auf sumpfigem Boden zu dichten Gebüschen zu-
ammendrängen, so fällt uns ihre xerophytische Ausbildung sofort ins Auge;
ie sind im Gegensatz zu den Stauden des Campes viel höher und meist
uschig stark verzweigt, aber zeigen im Blattbau mit diesen viele Über-
instimmung. Die jungen Blätter von Piper mollicomum z. B. sind dünn
nembranös, oberseits dicht rauh-warzig, unterseits weißlich zottig behaart;
ie älteren Blätter sind starr, oberseits stark rauh, die Nerven treten auf
er Unterseite hervor und sind auf der Oberseite tief eingedrückt, so dass
as Blatt blasig gerunzelt erscheint.
Jussiaea nervosa hat schmal lanzettliche, lederige, kahle Blätter, deren
erven stark hervortreten; die Blätter von Lippea herbacea sind dicht mit
urzen, weißlichen Borsten besetzt und die Nerven treten unterseits wie
in engmaschiges Gitterwerk sehr stark hervor.
Die Lebensbedingungen sind hier dem Camp gegenüber verändert, in-
em die Pflanzen auf sehr feuchtem Boden wachsen, der auch in der regen-
sen Zeit nur oberflächlich austrocknet; die Verdunstung wird, da die
taudengruppen schattenlos der starken Insolation ausgesetzt sind, sehr ge-
teigert und die Pflanzen müssen sich gegen eine zu starke Transspiration
chützen; im Gegensatz dazu stehen die Pflanzen, die innerhalb der dichten
Väldchen an den Buritibächen auf feuchtem Boden im Schatten wachsen,
mgeben von feuchter Luft; hier finden wir zarte Kräuter mit dünnen,
ahlen Blättern, wie Lobelia nummularioides, Gräser, wie Panicum vil-
oides a. fluviatile mit am Grunde geknieten Halmen, die aus den untersten
inoten schwach wurzeln und breiten, lockeren, zart membranösen Scheiden,
chlingsträucher mit lang auslaufenden dünnen Trieben wie Hmmeorrhixa
ımbellata.
_ Die Wäldchen heben sich vom Camp durch ihre kräftige, dunkelgrüne
jelaubung ab; die höheren Bäume in der Mitte und die niederen Bäume
nd hohen Sträucher am Rande zeigen in ihrer Blattausbildung viele Ähn-
chkeit. So haben Byrsonima umbellata, Ferdinandusa speciosa, Gili-
ertia cuneata, Nectandra Gardneri große, lederige, eiförmige, kahle und
230 R. Pilger.
oberseits glänzende Blatter von dunkelgriiner Färbung; sie sind ganzrandig
und in eine kurze, stumpfe Spitze vorgezogen oder mehr oder weniger
lederig, kahl und oberseits glänzend, mit eng netzfürmig verbundenen,
hervortretenden Nerven.
Diese Übereinstimmung in der Gestalt und Consistenz des Blattes ist
sehr bemerkenswert bei den Pflanzen aus verschiedenen Familien; wir fin-
den sie auch in derselben Weise bei niedrigen Sträuchern am Rande det
Wäldchen, so bei Coccoloba marginata und Miconia Chamissonis wieder-
kehrend. Von etwas anderer Form ist Bawhinia cupulata, die als hoher
Strauch oder als knorrig verästeter, niedriger Baum am Rande der Wäld:
chen auftritt; die Blätter sind dick lederig, untersejts kurz steifhaarig, mi
sehr stark gitterförmig hervortretenden Nerven, die von einem engen Neti
von kurzen Adern verbunden sind. Die Starrheit des Blattes und das
Hervortreten der Nerven ist hier sehr viel stärker als bei der verwandten
B. longifolia, einer Form des Uferwaldes, ausgebildet.
Im Schutze der höheren Bäume im Innern des Wäldchens wachsen
Bäumchen, die im Gegensatz zu den höheren Bäumen mit ihrem straffen
Wuchs und der zusammengezogenen Krone einen dünnen Stamm haben
und weit verästet sind, so Hertella americana; die Blätter dieses Bau
chens sind dünn und biegsam, kahl und oberseits schwach glänzend, er
förmig lanzettlich, in eine längere, stumpfe Spitze vorgezogen; die Nervet
treten unterseits nur schwach hervor und sind weitmaschig netzförmig
verbunden.
B. Das Vorland der Chapada bei Cuyaba.
Serradao auf Sandboden.
men ausgebildet; einzelne hohe Sandsteinfelsen sind vor dem Abhang steher
geblieben, umgeben von den ausgedehnten Flächen tiefen rötlichen Sandes
des Produetes jener Erosion. Der Boden ist ziemlich dieht mit knorrigen
unregelmäßig verästeten Bäumen und diehtem Unterholz bedeckt.
im October reifen; die unreifen Früchte sind voll von zähem, klebriget
Milchsaft, der bei der reifen Frucht dünnflüssig wird. In kleinen Gruppe
wachsen Piki-Biiume, Caryocar brasiliense, hochwüchsigere Stämme
frischgrüner Bekleidung handförmiger Blätter. Ferner finden sich Vochysia
ceen, wie Qualea pilosa, (). parviflora und Byrsonima coccolobifolia,
dann Mouriria elliptiea, Rhamnidium elacocarpum und andere. Im Unter
holz fallen besonders auf die beiden Gräser Aristida chapadensis un
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 231
Paspalum barbatum c« glabrum, deren dicke, starre Rasen in großen
Mengen zwischen den Krüppelbäumen stehen mit starr aufrechten bis an-
derthalb Meter hohen Halmen.
Serrado bei Cuyaba.
Auch in größerer Entfernung vom Abhang der Chapada sind ‘größere
oder kleinere Sandflächen in der wellenförmigen Serradolandschaft vor-
handen, die sich zwischen dem Abfall der Chapada und dem Rio Cuyabä
erstreckt. Wenn man die Stadt Cuyabä verlässt und die Hänge der um-
gebenden Hügel hinaufgeht, so kommt man wohl hie und da an einen er-
höhten Punkt, der einen weiten Ausblick gewährt. Wellenförmig dehnt
sich das Land, so weit der Blick reicht; den Abschluss bildet die zackige
Linie des Abfalles der Chapada, in violettblauen Dunst gehüllt, dessen
lichter Ton sich prächtig von dem dunkleren Rand der vorliegenden Hügel
abhebt. Der Boden ist fest, thonartig, von rötlicher Farbe, oder mehr
oder weniger aufgelockert und sandig. Vielfach ist er mit Quarzgeröll be-
deckt, häufig mit ganzen Lagen kleiner Quarzbrocken. Aus der Ferne
erscheint er geschlossen bewachsen mit dichtem, hohen Gebüsch, doch sieht
man beim Näherkommen, dass ganze Strecken von Gebüsch frei sind, wäh-
rend an anderen Stellen dichte Strauchgruppen zusammentreten. An freien
Stellen bedeckt vielfach lichtwachsend mit tausenden von zierlichen Halmen
Panicum ansatum den Boden. Die höhere Vegetation besteht aus Sträu-
chern und niedrigen, knorrigen Bäumen von krüppligem Wachstum; die
Borke aller Holzgewächse ist hell, sehr dick und zerrissen, die Blätter sind
trocken, teilweise dick, häufig glänzend und lackiert. Schlingpflanzen sind
selten, nur hie und da ist eine schlingende Malpighiacee anzutreffen. Vor-
herrschend sind gefiederte Leguminosen und Sträucher mit lorbeerartigen
Blättern. Die einzelnen Bäume und Sträucher sind alle häufig, doch sind
die Arten stets gemischt, niemals tritt eine Art gesellig auf und giebt eine
Form den Ausschlag.
Es war im Februar und März, gegen Ende der Regenzeit, als ich mich
einige Wochen in dieser Gegend aufhielt; blühende und fruchtende Holz-
gewächse fanden sich in gleicher Menge; die niedere Vegetation stand ge-
rade um diese Zeit in voller Blüte. Von den starken Regengüssen, aus
‚schnell aufsteigenden und verschwindenden Gewitterwolken, die mit Stunden
stärkster Insolation abwechseln, vermag die Serradovegetation wenig Nutzen
zu ziehen. Die starken Güsse vermögen in den Erdboden gar nicht ein-
zudringen, in kleinen Rinnen strömt das Wasser in die Senkungen zwischen
den Hügeln, deren Boden nach einiger Zeit starker Insolation wieder völlig
ausgetrocknet ist. In den Einsenkungen rinnen zur Regenzeit kleine Bäch-
lein, die in einen Sumpf verlaufen; in Tümpeln sammelt sich das Wasser
auf völlig durchtränktem Sandboden. An den Lehnen drängt sich die
Vegetation der Bäume und. Sträucher dichter zusammen, einzelne freie,
232 ..12R..Pilger::
feuchte Stellen .sind mit leichter Grasnarbe und Cyperaceen bedeckt; am
bristylis diphylla, Lipocarpha Selloana, Kyllinga pungens und andere we
verbreitete Arten.
Auf niedrigen, breiten Hügelkuppen, die sich aus dem welligen, buse
bewachsenen Terrain des Serrado herausheben, fehlt die Baum- und Strauch:
vegetation fast ganz. Der Boden auf diesen Kuppen ist sehr trocken, mit
kleinen Kieselbrocken bedeckt; eine niedrige Grasnarbe breitet sich aus,
deren dichte Rasen einzeln in mehr oder weniger großen Abständen stehen.
häufige Arten sind Paspalum chrysodactylon, Panicum rotboellioides, BP
cayennense. Der Reichtum an Stauden und auch einjährigen Pflanzen mit
farbenprächtigen Blüten wie Caloksianthus acutangulus ist nicht gering,
doch stehen sie zu zerstreut, um durch ihre Blütenpracht zu wirken. Ver-
einzelt treten niedrige Krüppelbäume auf, so besonders Plumiera latifolia,
deren kurzer Stamm mehrere kandelaberartig aufwärts gebogene Äste trägt,
Eine durchaus ähnliche Form ist Vochysia rufa mit hohen, gelben Blüten-
rispen.
Vegetation der Flussläufe. "À
Von der Chapada kommen Flüsschen herab, öfters ziemlich wasser-
reich, die das Vorland durchqueren und sich in den Rio Cuyabä ergießen.
Ihr Wassergehalt ist bei der Kürze des Laufes nach der Regen- und
Trockenzeit sehr verschieden. Auch in der Regenzeit steigt nach einem
einzigen anhaltenden Regenguss das Wasser oft um Meterhöhe und über
schwemmt den Waldstreifen, der das Flüsschen begleitet. |
Am Oberlauf dieser Flüsschen, bei stärkerem Gefälle tritt gern gesellig
die Aquasu-Palme, Orbignya Martiana') auf, deren prachtvolle Wedel die Länge
von 6 m erreichen. Eine andere Palmenart, die an anderen Flüsschen wieder-
um allein herrschend ist, ist die Akuri-Palme, Attalea princeps. Sie stehl
auf schwerer, mooriger Erde, wenn das Flüsschen ein dichter Wald von
hochstämmigen Bäumen begleitet. Der dicke Stamm ist bis 5 m hoch,
zewöhnlich kürzer und trägt einen dichten Kopf von 4 m langen Wedeln,
In den Basen der abgefallenen Blätter finden sich bei dieser Art viele
Epiphyten. Am Rande des Uferwäldchens auf trocknerem Boden erhebt
sich gewöhnlich hohes Gebüsch von Bambuseen-Arten. Die Uferstrecken
der Flüsschen mit ihrem überaus fruchtbaren Boden werden gern zur Gultur
benutzt: einzelne Stücke Culturlandes kann man bedeckt sehen mit Reis,
Maniok, Mais, Bananen, zwischen diesen hohe Ricinusbüsche und einige
schlanke Cocospalmen. |
An die Bachvegelation schließt sich meist nach kurzem Uber ging de
Serrado an und man kann sich keinen größeren Gegensatz denken, als
wenn man aus dem trockenen, sonnendurchglühten Gelände in den schalli
zen Uferwald mit moorigem Boden und feuchter Luft eintritt, fast ohne
1) Banvoss Ronmenez, Palmae Mallogrossenses p. 68,
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 233
Übergang, um dann ebenso schnell wieder den Streifen hochstämmigen
Waldes zu verlassen und in den Serrado mit dem unregelmäßigen krüppel-
haften Wuchs der Bäume überzugehen.
Im Unterlauf der Flüsschen dagegen auf mehr ebenem Terrain schließt
sich an den Uferwald häufig eine breite, ebene Fläche sandigen Schwemm-
landes, die zur Regenzeit durchfeuchtet ist und, öfters teilweise tiber-
schwemmt wird. Eine zusammenhängende Grasnarbe fehlt hier; es herrscht
ein Gemisch von zerstreuten, verschieden blühenden Pflanzen, alle niedrig,
kriechend, meist mit starkem Wurzelstock, mit dem sie die Austrocknung
des Bodens zur regenlosen Zeit überdauern. Eine solche Fläche an der
Bandeira bei Cuyabä fand ich bedeckt mit der gesellig wachsenden, niedri-
gen Composite Pectis Stella, die auch in minder kräftig entwickelten Exem-
plaren auf trockenstem Kiesboden bei Cuyabä zu finden war.
Wenn das Gelände nur um einige Meter ansteigt, stellt sich schon auf
trocknem Sandboden schwache Serradovegetation ein; häufig bildet hier
der Timbö-Baum (Magonia pubescens), der auch an den Rändern der Ufer-
wäldchen zerstreut auftritt, kleine Wäldchen von fast reinem Bestand; am
Rande der Gruppen sind die Bäume 10 m hoch, inmitten meist etwas
niedriger. Der Boden ist von Gebüsch frei, nur ganz schwaches Unterholz
und wenige Stauden sind vorhanden; die lichten Wäldchen gewähren so
einen eigentümlichen Anblick mit den hellen, knorrigen Stämmen, von deren
Zweigen zahlreich an langen Stielen die apfelgroßen, oval zusammen-
sedriickten braunen Früchte herabhängen.
C. Das Flussthal des Rio Cuyaba oberhalb von Rosario.
Während des Monats April durchzog die Expedition das Thal des
oberen Cuyabä auf dessen linker Seite bis zum Quellgebiet, ehe sie sich
über Camp-Plateaus zum Paranatinga wandte. Das Thal ist meist eine
Meile oder darüber breit und wird von niedrigen, sehr gleichmäßigen
Höhenzügen begleitet; östlich fließt im Grunde der Rio Cuyabi.
Von den Höhenzügen strömen dem Rio zahlreiche Bäche zu; an allen
kleinen Bachthälchen, die sich die niedrigen Berge heraufziehen, können
wir tiefdunkelgrüne, glänzende Streifen verfolgen, die aus Aquasu-Palmen
bestehen. Es sind frische Waldthälchen mit kleinen, über Sandsteinstufen
stürzenden Bächen, am Ufer mit dichtem Wuchs von stammlosen oder
niedrigstämmigen Aquasu-Palmen, untermischt mit hochstämmigen Bäumen,
am Rande Bambuseen-Gebüsch.
Die zahlreichen kleinen Bäche fließen im weiteren Verlauf langsamer‘;
gewöhnlich sind sie wenig eingeschnitten und breite Sumpfstreifen trennen
den begleitenden Waldstreifen von der Formation des Serrado auf dem
trockneren ansteigenden Terrain. Die Sumpfwiese ist dicht mit niederen
Cyperaceen und Gramineen bewachsen, in kleinen Gruppen stehen hohe
234 R. Pilger.
Halme von Andropogon-Arten und Trichopteryx flammida. Am Wald-
rande stehen auf sumpfigem Boden Buriti-Palmen zerstreut und auf dem
schlammigen Boden an den Bachufern tritt häufig die Akuri-Palme mit
kurzem, dieken Stamme auf. |
Auch an die größeren Waldstreifen der Flüsschen, die dem Rio zu-
strömen, treten breite Sumpfstreifen auf, wenn das Terrain nicht sogleich
zum Serrado ansteigt. Die Uferwäldchen sind sehr dicht, das hohe Ge-
sträuch wird von glattstämmigen Bäumen überragt, besonders Mimoseen
mit zartgefiederten Blättern, zu denen sich Serjanien und die korkzieher-
artig gedrehten Stämme der Bauhinien hinaufziehen. Panicum latifolium
wächst auf dem sumpfigen Boden mit dicken, bis 3 m hohen Halmen,
Costus spicatus und Dichorisandra Aubletiana mit dickfleischigen Blättern,
(reissomeria cincinata, ein prächtig blühender Halbstrauch mit langen,
drehrunden Wurzeln und im Gebüsch schlingend niedrige Leguminosen,
wie der prächtige Phaseolus Caracalla.
Bambuseengebüsche wachsen nicht auf sumpfigem Boden, sie finden
sich in Flusswäldchen auf trocknerem Boden besonders am Rande an
Stellen, wo vom Flusse aus ein niedriger, sandiger Uferhang ansteigt und
das Wasser nicht zur Regenzeit den Boden überflutet, zusammen mit Ma-
gonia pubescens, Bombax marginatum, auch wohl gut entwickelten Exem
plaren von Curatella, die den Übergang zum Serrado vermitteln.
Der Monat April war im Thal des Cuyabä noch sehr regenreich;
schnell von den Bergzügen aufsteigende Gewitterwolken entluden täglich
starke Regengiisse; das Wasser schießt, von Lehm gelb gefärbt, vom festen
Boden des Serrado herab den Bächen zu, die plötzlich stark anschwellen,
um ebenso schnell wieder auf ihr gewöhnliches Niveau zurückzukehren.
Die großen Wassermengen sammeln sich in den sumpfigen Uferwäldchen
und in den breiten Sumpfstreifen, die sie begleiten. Auch größere, tiefer-
, deren Boden ich später zur Trockenzeit hart aus-
zetrocknet sah, sind zur Regenzeit in große Sumpfwiesen verwandelt, in
denen kleine Wasserlachen zwischen den dicken, niedrigen Cyperaceen-
und Gramineenrasen, die sie bedecken, sichtbar sind. Besonders ist von
Interesse auf diesen Sumpfstrecken eine Vegetation von zahlreichen Arteı
von niedrigen, einjährigen Pflänzchen, die zur Regenzeit blühen und fruc
ten. Ihre feinen Wurzeln stecken im schlammigen Boden und der zierliche
Stengel trägt kleine Blätter oder nur winzige Schuppenblätter. Ks sim
hier zu nennen Burmannia flava, Arten von Polygala (besonders P. subs
filis), Utrieularien, Melastomalaceen, wie Acisanthera inundata, Scrophw
lariaceen wie Herpestes gracilis. Auch die Stauden mit dicken, fleischiger
Wurzeln, die zerstreut oder in kleinen Gruppen zusammen mit hoher
Andropogeieitich sich über den niederen Cyperaceenrasen erheben, bliihe
in der Regenzeit, so ‚Jussiaea nervosa, Monnina Malmeana, Buchnera
palustris, Hyptis carpinifolia, Melochia graminifolia. Kin trüger Bach
liegende Wiesenstrecken
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 239
zieht sich durch die breite Sumpfwiese hindurch und bildet kleinere oder
größere stehende Becken an seinem Lauf mit schönblühenden Stauden,
Jussiaea-Arten und Centropogon surinamensis am Rande. Bäume aber
begleiten den sumpfigen Bachlauf nicht mit Ausnahme hochwüchsiger, herr-
licher Buriti-Palmen, die oft in mehreren Reihen sich am Bach entlang
ziehen.
Langsam steigt das Terrain zum Serrado an, mit reichem Graswuchs
bedeckt, in dem besonders auf dem trockneren Übergangsterrain immer
gesellig Helopus grandiflorus mit seinen silberweißen Ährchen auftritt.
Es ist zu unterscheiden zwischen ebenen Strecken tiefen Sandes, trocknen
Wiesen, hügeligem Gelände mit festem, lehmartigen Boden, der vielfach
mit Kieselbrocken bedeckt ist und Flächen nackten, anstehenden Sandsteins,
der häufig an der Oberfläche mehr oder weniger zermürbt ist. Der
nackte, rötliche Sandstein tritt besonders an dem flachen Plateau auf, das
sich in der Mitte des oberen Guyabäthals erhebt, während nach rechts und
links das Terrain sich langsam zum Grunde absenkt.
Die Flächen tiefen Sandes sind meist eisenhaltig, stark rötlich gefärbt;
die heftigen Regengüsse, die sie zur Regenzeit benetzen, werden durch die
starke Insolation, die den größten Teil des Tages herrscht, schnell wieder
ausgetrocknet. Sie sind mit dichtem Serrado bedeckt mit starkem Unter-
holz, starrblättrigem Grasrasen und vielen blühenden Stauden, wie Arten
von Turnera, Melochia, Helicteres, Hibiscus, Tibouchina cuyabensis,
Cassien u. a. Eine geringe Senkung lässt das Terrain in Sumpfland über-
gehen. Krüppelbäume des Serrado in ihrer bemerkenswerten Form sind
mehr oder weniger dicht gedrängt, zwischen ihnen zerstreut niedrige Cocos-
palmen.
Ausgedehnte, trockne, flache Wiesenstrecken finden sich besonders
im Grunde am Fuße der niedrigen Serren, die das Flussthal begleiten; die
herrschenden Gräser, besonders Arten von Paspalum (P. plicatulum u. a.)
sind weniger starr und rauh als die Serrado-Formen.
Die niedrigen Hügel, die sich überall erheben, tragen die gleiche Vege-
tation wie in der Umgebung von Cuyabä; sie sind mit getrennt stehenden
Grasrasen bedeckt und die Krüppelbäume stehen auf ihnen schwach ver-
streut.
Sehr eigentümlich ist das Bild, das das flache Plateau in der Mitte
des Flussthales gewährt, an dem fester oder mehr oder weniger zermürbter
Sandstein bloBliegt. Große, rötliche Sandsteinflächen sind fast vegetations-
los, vereinzelt stehen Krüppelbäume und Rasen von Andropogon con-
tortus und hie und da ist eine kleinere Stelle von der rötlichen Arzstida
capillaris bedeckt; an anderen Strecken aber sind Paspalum-Arten mit
breiter Rhachis herrschend, so P. excomei mit unverzweigtem, aufrechten
Halm und breiter, gelblicher Rhachis, und auf kleinen, mit Kieselbrocken
bedeckten Erhebungen das höhere P. stellatum von gleicher Form; diese
236 R. Pilger.
beiden Gräser sind für das Auge ganz herrschend, sie bedecken das niedrige
Plateau wie ein Getreidefeld mit tausenden von zierlichen Halmen. Nur
vereinzelt mischen sich andere Gräser, wie Panicum ansatum und P.
cayennense ein und einzelne Stauden mit diekem Wurzelstock, wie Le
phrosia purpurea, Hyptis angustifolia und Ipomoea varvifolia var.
saxatulis.
»
D. Die Verwandtschaft der Flora mit der anderer Gebiete Brasiliens.
In der schon früher erwähnten Arbeit: »The Phanerogamic Botany of
the Mattogrosso Expedition, 1891—92« beschäftigt sich Spencer Moore
mit der Frage nach der Abgrenzung der stidbrasilianischen gegen die nord
brasilianische Provinz; er zieht mit Exezer (Versuch einer Entwickelungs-
geschichte Il. 300) das Bergland von Ceara, Piauhy und Maranhao zur
südbrasilianischen Provinz, während er Nord- und Central-Goyaz als zur
nordbrasilianischen Provinz gehörig betrachtet, wenn sie auch hier eine
Ausnahmestellung einnehmen. Nach der Ansicht von Spencer Moore schließt
die Nord-Brasilien-Guiana-Provinz Enster’s ein »almost the whole of Goyaz
as well as the littleknown northern part of Mattogrosso; the southern
boundary of this province will be the watershed between the Xingu, Tapajos
and Guaporé rivers to the north and the Paraguay and its feeders to the
south«. Ich kann diese Angaben in dem Werke Eneuer’s nicht vertrete
finden; der Verfasser reclamiert nur die Thallandschaften des Madeira, so=
wie des Araguay und Tokantins für die nördliche Provinz, und wenn
man die orographischen Verhältnisse in Betracht zieht, so kann man die
(Grenze wohl in die Wasserscheide zwischen dem Tokantins und dem San
Francisco ziehen, aber nicht in der Wasserscheide zwischen Xingt-Tapajos
und dem Paraguay. (
Spencer Moore hat die Flora von Matlogrosso in der Umgegend von
Cuyabä und auf der Chapada und dann nordwestlich im Quellgebiet des
Paraguay in Bezug auf ihre Zugehörigkeit geprüft und gefunden, dass bei
Cuyabé und auf der Chapada die südlichen Typen dominieren, während
allmählich nach Nordwesten zu die nordbrasilianischen Typen zu überwiegen
anfangen; das Gebiet der Urwälder am oberen Paraguay schließt er in die
nordbrasilianische Provinz ein, obgleich es dem südlichen Stromgebiet an-
gehört. Bei dem Überwiegen der nördlichen Typen im Quellgebiet des
Paraguay kann es nicht Wunder nehmen, dass sie in geringerer Anzahl
bis Corumbä hin auftreten, bis wohin andrerseits Formen des Chacogebietes
vordringen. Schon Gniseracn hat übrigens auf diese Thatsachen aufmerk
«um gemacht: »Dureh den Madeira also und dureh den Paraguay dringt
die Flora der Hylaea tief in den Süden Brasiliens ein, die Formationen des
Waldes wenigstens sind die nämliehen, aber die Bestandteile wechseln alle
mählig- Vegetation der Erde I. 403). Gmisenaen hat ganz recht, wenn
Beitrag zur Flora von Mattogrosso. 937
er dieses Vordringen der Hylaea-Vegetation mit den Bewässerungsverhält-
nissen und nicht mit dem Klima in Beziehung bringt, denn im Oberlauf
des Rio Cuyabä und im Quellgebiet des Xingü stoßen wir auf Campgebiet,
das mit dem centralbrasilianischen Plateau von Goyaz in Verbindung steht.
Die Eigentiimlichkeit der Vegetation der Oreadenvegetation im nürdlichen Sao
Paulo, in Goyaz und Mattogrosso besteht in dem Zurücktreten einzelner Familien,
die im Berglande von Minas stärker entwickelt sind und in dem Vorherrschen
einzelner Familien mit reicherer Artenentwickelung. Die Campflora im
Quellgebiet des Xingu ist verhältnismäßig an Arten arm, Cactaceen und be-
sonders Vellosiaceen fehlen ganz, die fiir das Bergland von Minas so cha-
rakteristisch sind, wie überhaupt dort der Reichtum an farbenprächtigen
Stauden bedeutend zunimmt. Nur wenige Stauden und Sträucher des Ge-
bietes zeigen weitere Verbreitung, so Palicourea rigida, die von Caracas
bis Südbrasilien reicht, Hebiscus furcellatus und Eriosema rufum, die
beide von Goyaz weiter durch das nördliche tropische Amerika reichen;
die allermeisten finden wir auf Goyaz, das nordöstliche Minas und nörd-
liche Sao Paulo beschränkt, oder auch nach Ceara und Piauhy übergehend.
Die Lychnophoreen sind eine Gruppe der Compositen, die in Central-
‚Brasilien fast ganz endemisch sind, besonders in Minas; wir finden sie in
‚unserem Gebiete auftretend mit Æremanthus exsuccus und Soaresia velu-
tina, die bisher nur aus Goyaz bekannt war.
Ganz dasselbe gilt von den Campbiiumen, von denen nur wenige eine
- weitere Verbreitung zeigen wie Curatella americana, die durch ganz Süd-
Amerika verbreitet ist, und von den Gräsern, bei denen allerdings der Pro-
centsatz von weiter verbreiteten tropischen Formen größer ist.
Auch in der Uferwaldflora an den Quellfliissen des Xingti tritt das
Hylaea-Element ganz zurück, das an stärkere Bewässerung gebunden ist,
wie sie im Unterlauf der Flüsse herrscht. Bei den Kräutern, Stauden und
Sträuchern an der Barranca finden sich viele im tropischen Amerika weit
verbreitete Formen, Olyra latifolia, Panicum laxum, Paspalum platy-
eaulon und conjugatum, Lepidagathis alopecuroidea, Telanthera dentata,
_ Melothria fluminensis, Gnaphalium indicum, Acacia paniculata u. a.;
die auf das centralbrasilianische Gebiet beschränkten Arten sind viel selte-
ner, so Chaetothylax tocantinus, Mimosa paludosa, Cassia trichopoda, und
- die nordbrasilianisch-guyanensischen Typen treten ganz zurück, von denen
ich nur Ocotea Martiniana und Miconia cecidophora kenne, die jedenfalls
nur eine Varietät von der im nördlichen tropischen Amerika verbreiteten
M. laevigata ist.
Auch die Schlingpflanzen und Lianen des Uferwaldes gehören meistens
zu weit verbreiteten tropisch-amerikanischen Formen, so Combretum Löf-
lingü, Serjania caracasana, Phaseolus trauxillensis, Calopogonium coeru-
leum, Ipomoea bona-nox; als nordbrasilianische Form ist zu erwähnen
Phaseolus lasiocarpus.
238 R. Pilger, Beitrag zur Flora von Mattogrosso.
Inga edulis, Casearia silvestris, Hymenaea Courbaril, Guarea trichilioides,
von nordbrasilianischen Typen kenne ich nur Triplarıs formicosa, die mit
einer Art vom Casiquiare nahe verwandt ist. Es lässt sich also der Schluss
ziehen, dass in den Uferwäldchen der Quellflüsse die im tropischen Amerika
weit verbreiteten Arten überwiegen, während das nordbrasilianische Element
sanz zurücktritt. Eine besondere Beachtung verdient das Vorkommen des
südbrasilianischen Philodendron speciosum an allen Quellbächen im Xingu-
gebiet; die mit baumartigem, sympodialen Stamm versehenen Phelodendra
aus der Section Meconostigma sind für die Zone der Oreaden sehr cha-
rakteristisch (EnsLer, Entwickelungsgeschichte II. 200).
An den Buriti-Bächen überwiegen centralbrasilianische Arten neben sol
chen, die in Brasilien oder im tropischen Amerika weiter verbreitet sind.
Ziehen wir alle diese Daten in Betracht, so kann es keinem Zweife
unterliegen, dass das Quellgebiet des Xingu mit dem Tafelland von Goyaz
im engsten Zusammenhang steht und der Zone der Oreaden der süd-
brasilianischen Provinz zuzurechnen ist. Die größere Armut der Flora
kommt auf Rechnung der geognostischen Verhältnisse und ist besonders
dem Fehlen von Gebirgen zuzuschreiben, auf denen sich in Minas der größte
Reichtum der Flora entwickelt. Die Grenze gegen die nordbrasilianische
Provinz ist nicht in der Wasserscheide zwischen Xingu-Tokantins und Pa-
raguay zu suchen, sondern weiter im Norden, wo sich das Tafelland zur
Ebene absenkt; im Westen dagegen reicht die Grenze weiter nach Süden
bis in das Quellgebiet des Paraguay, und im Osten sind die Provinzen
Maranhäo, Cearä und Piauhy in die südbrasilianische Provinz einzuschließen.
Beiträge zur Flora von Afrika. XXI
Unter Mitwirkung der Beamten des Kon. bot. Museums und des Kön. bot.
Gartens zu Berlin, sowie anderer Botaniker
herausgegeben
von
A. Engler.
Berichte über die botanischen Ergebnisse der Nyassa-See-
und Kinga-Gebirgs-Expedition
der
Hermann- und Elise- geb. Heckmann-Wentzel-Stiftung.
IV. Die von W. Goetze am Rukwa-See und Nyassa-See
sowie in den zwischen beiden Seen gelegenen Gebirgs-
landern, insbesondere dem Kinga-Gebirge gesammelten
Pflanzen, nebst einigen Nachträgen (durch * bezeichnet)
zu Bericht III.
Unter Mitwirkung von V. F. Brotherus, U. Dammer, E. Gilg, M. Gürke, H. Harms,
P. Hennings, G. Hieronymus, O. Hoffmann, F. Kränzlin, G. Lindau, F. Pax,
‘R. Pilger, W. Ruhland, W. Schmidle, K. Schumann, F. Stephani, O. Warburg
bearbeitet von
A. Engler.
‘Mit Tafel IV—XXIT.)
Dieser Bericht enthält die Aufzählung der Pflanzen, welche von W.
Gorrze auf der Reise von Uhehe nach Langenburg und auf den von dort
aus unternommenen Expeditionen gesammelt wurden. Es stammen die
Nummern 769 —810 aus dem zwischen 1400 und 1900 m hohen Hoch-
land Ubana, n. 841—828, 843—855, 1472—4176 aus dem an Ubana sich
anschließenden Livingstone-Gebirge, 829—837 und 856—871 von Langen-
burg, 872—898 aus dem nördlich vom Nyassa-See gelegenen und an die
Gegend von Langenburg sich anschließenden Kondeland. Den wichtigsten
Teil der Ausbeute bilden n. 899—1031 vom Kingagebirge, nach dessen Be-
reisung ÜGoETZE in Usafua, einem bis zu 2700 m aufsteigenden Bergland
D. 1032—1096 und 4117—1138 sammelte. 1096-4116 stammen aus der
240 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Umgebung des Rukwa-Sees. An die Bereisung von Usafua oder des oberen
Kondelandes schloss sich die. des Rungwe-Stockes, welcher über 2900
hoch ist; hier wurden n. 1139—1170, 1305—1308, 1333—1339 gesamme
Besuch des daran im Süden anschlieBenden Livingstone-Gebirges n. 4277
1287, ein zweiter Besuch von Usafua n. 1288 —1304. In dem benach-
barten oberen Kondeland wurden n. 1309—1332, 1340—1367, 1457—
1493 gesammelt und in dem auch bis zu 1700 m aufsteigenden Unyika
n. 4368— 1456. Es handelt sich somit in diesem Bericht vorzugsweise
um Hochgebirgspflanzen.
Schizophyceae, Conjugatae, Chlorophyceae
bearbeitet von
W. Schmidle.
Mit ‘Taf. IV, Vi).
| é 5 ; j BOC BIL. “ar
Das im Folgenden bearbeitete Material stammt vorzüglich aus den
eine Liste der gefundenen Thermalalgen voraus, wobei ich als Thermal
quellen diejenigen bezeichne, deren Temperatur 40° oder darüber beträgl
Ich fand:
Chroococeus turgidus, Chr. thermalis, Chr. Goetxei, Aphanotheee
Arbeiten Mastigocladus laminosus Cohn.
Von diesen 16 Speeies sind 40, d. h. weitaus der größte Teil auch
heißen Quellen Europas gefunden worden; wenn Spirulina Neumannii, mil
Sp. thermalis Vabh, identisch ist, was ich im Folgenden vorausselze, St
var A1, 4 Arten sind neu, eine, Chroococcus turgidus, ist aus Europa in
Thermalquellen nicht bebaut, findet sich aber auch in unserem Materia
bloß im Wasser von 40° (siehe unsere Abbildung Tab. IV. fig. 4).
Treleasei ist bisher bloß aus Thermen von Arkansas bekannt. Man
4
darf aus diesen Befunden wohl den Schluss ziehen, dass die Lropisch
{ Sämtliche Figuren sind mit dem Auné'schen Zeichenapparat entworfen;
Vererößerungen sind verschieden und können aus den im Texte angegebenen Mauußer
herachnet werden,
ngler, Bot. Jahrb, XXX. Bd. Tat: V.
‘1,2. Chaetonella Goetzei Schmidle; 3. Coelosphaerium Goetzei Schmidle; 4-6. Proto-
coceus (Schizococcus) Goetzei Schmidle; 7. Chroococc. parallelepidon Schmidle; 8. Ana-
_baena hyalina Schmidle; 9. Chroococc. Goetzei Schmidle; 10. Chondrogloea africana
Schmidle; 11. Calothrix africana Schmidle.
SD Fohi ad nat.del. Æ nd Lith.Anst Julius Klinkhardt. Leipzia.
: Verlag v Wilhelm Engelmann in Leipzig. E
ler. Bot. Jahrb. XXX Bd.
1. Chroococcus polyedriformis Sehmidle; 2,3. Myxoderma Goetzei Schmidle; 4.Chroococe.
urgidus (Ktzg.) Naeg.; 5. Cylindrospermum Goetzei Schmidle; 6. Calothrix Goetzei
Schmidle; 6. Oscillatoria subbrevis Schmidle; 8. Spirogyra Goetzei Schmidle.
J.Pohl ad nat .del. 4 Lith.Anst Julius Klinkhardt Leipzia
TANSCJ US Alınkhardt, Leipzig.
Verlag v. Wilhelm Engelmann in Leipzic.
BTP
Li
UNIVERSE FY LE ALIEN
Be
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 24]
Thermalflora der untersuchten Quellen von der europäischen
wenig verschieden ist.
Von den übereinstimmenden Arten (Chroococcus thermalis,' Gompho-
sphaeria aponina, Oscillatoria tenuis, O. geminata, O. acuminata, Phor-
midium Valderiae, Ph. laminosum, Spirulina Neumanmit, Sp. labyrinthi-
formes, Sp. subtilissima, Mastigocladus laminosus kommen alle gerade
in den heißen Quellen Süd-Europas (speciell Italiens) und Nord-Afrikas vor;
und die meisten davon (O. geminata, O. acuminata, Sp. Neumannü, Sp.
labyrinthiformis, Sp. subtilissima, Gomph. aponina, Chr. thermalis) nur
in südeuropäischen und nicht in nordeuropäischen Thermen (nach Gomont
Revision ete.), die übrigen Algen sind Ubiquisten. Man darf also wohl
den obigen Schluss noch dahin präcisieren, dass die Algenflora der
untersuchten afrikanischen Thermen eine ausgesprochene Über-
einstimmung mit derjenigen Süd-Europas, speeiell Italiens zeigt.
B. Liste der im Material gefundenen Arten.
Schizophyceae.
Chroococcaceae.
Chroococeus turgidus (Ktzg.) Naeg. Einz. Alg. 46; Kützing, Tab.
Bye. 1. tab. VI. F. 4a u. 8.
Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss an ruhigen Stellen (n. 1087.
— Juli 1899), Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 40° in flachem,
stehenden Wasser (n. 1064).
Zellen ohne Membran 16 u. lang, ca. 24 p. breit, Membran 4 u. dick.
Abbildung Taf. IV. Fig. 4.
Ch. thermalis Ktzg.
Die Zellen sind bloß 6—8 y im Durchmesser groß, meist zu zweien durch dickere,
hyaline Membranen verbunden. Ich finde weder bei Rasenuorst, Flora europaea, noch
bei Hanscirc, Prodromus etc. Dimensionen. Mit der Abbildung bei Krzc. Tab. phye. I.
fab. V stimmt unsere Pflanze nicht übel. Ihrer Kleinheit wegen ziehe ich sie nicht zu
Ch. turgidus, eher würde sie mit Ch. minutus oder Ch. virescens stimmen.
. Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 40°
(n. 1064), Temp. 52° (n. 1061).
Ch. polyedriformis Schmidle n. sp. |
Zellen einzeln oder zu kleinen, runden Familien vereinigt, polyedrisch
oder polyedrisch-rund, nie kugelig, 40—16 u lang und 8—10 p breit, mit
fester, ziemlich dicker, meist rotgelber, ungeschichteter und unverschleimter
Zellhaut und blaugrünem, stark körnigem Inhalt.
4 ‘Langenburg am Nyassasee: vereinzelt unter Seytonema an Gneis-
blücken in der Nähe der Brandung, 500 m ü. M. (n. 867. — 23. April
1899). an
Abbildung Taf. IV. Fig. 1.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd, 16
249 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI, Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
Ch. parallelepipedon Schmidle n. sp. |
Zellen etwas länger als breit oder ebenso lang als breit, rund, blau-
grün, in drei zu einander senkrechten Richtungen sich teilend, in mikro-
skopisch kleine Gallerthäufchen durch eine structurlose, hyaline, weiche
Gallerte vereinigt, in welcher sie regelmäßig (an die Ecken eines Würfels
oder Quaders gestellt) liegen. Zellinhalt homogen. Zellen vor der Teilung
6 u lang und 3 u breit, nach derselben rund.
Langenburg am Nyassasee: am Seeufer in einer Pfütze auf einem
Felsblock in der Nähe der Brandung (n. 866).
Abbildung Taf. V. Fig. 7 (schwach vergrößert).
*Ch. Goetzei Schmidle n. sp.
Familien mikroskopisch klein, 40—60 u im Durchmesser groß, solid,
init traubiger Oberfläche und meist aus sehr vielen Zellen bestehend, wel-
che, sehr regelmäßig in Tetraden geordnet, in 3 zu einander senkrechten
Reihen enge bei einander liegen, 3,5 u breit, nach der Teilung ebenso
lang, vor der Teilung um das doppelte länger sind, mit gelbgrünem, hya-
linem Inhalt, eckig oder rund, mit schwer sichtbaren hyalinen, nicht vers
schleimten, festen Membranen. {
Kisakisteppe: Maji ya veta auf Holz in siedend heißem Sprudel,
400 m ü. M. (n. 366. — rt 1898). |
Abbildung Taf. V. Fig.
Es ist nicht leicht, die Alge zu zeichnen, da man immer nur Durchschnitte erhält,
Die Oberfläche größener Familien ist stets traubig vorgewölbt, jede Wölbung eine klein À
Familie bildend, die Zellteilung erfolgt streng in 3 zu einander senkrechten Richtungen.
Die Zellen sind in eine feste hyaline Haut eingebettet und bleiben bei einander, Off
trifft man nur leere Haute. Die abgebildeten Familien sind im Durchschnitte höchstens
mittelgroß.
*Aphanothece Goetzei Schmidle n. sp.
Thermal, einen tief dunkelgrünen (trocken nussfarbigen, gelbbraunen),
im Wasser flutenden Belag, der an den Enden zerteilt ist, bildend. Zellen
eylindrisch, an den Enden abgerundet, gerade oder gebogen, 1,7 u breit
und bis 7 y lang, oft noch zu zweien oder mehreren hinter einander,
schwach blaugrün, leicht aus der structurlosen Gallerte herausfallend u
|
5
synechococcusartig im Wasser schwimmend.
4
Kisakisteppe: Maji ya vela auf Sinterterrassen in flieBendem Wass
400 m ü. M, In . 369, 370. — Dee. 1898).
Höchst wahrscheinlich gehört unsere Pflanze in den Entwickelungskreis eines the |
malen Phormidium. D.
Gomphosphaeria aponina Ktzg. Sehmidle in Ber. der Deutsch. Not
Ges. 1904 p. 46 u. f., Tab. X, fig. 1—5.
Usafua: im Songwethal in den Nakwikwiquellen, Temp. 40°,
flachem, stehenden Wasser fast rein vorkommend (n, 1064).
)
|
|
|
|
|
Il
|
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 243
Polycystis firma (Breb. et Lenorm.) Rabh. Flora europ. Alg. IT. 53.
Langenburg am Nyassasee: in einer Pfütze auf einem Felsblock
in der Nähe der Brandung (n. 866).
Ich verkenne nicht die Schwierigkeit, Algen dieser Gattung sicher zu bestimmen.
Wenn ich die im genannten Material häufig vorkommende Alge mit diesem Namen be-
zeichne, so soll damit ausgesagt sein, dass sie sowohl in den Dimensionen der Zellen
wie im mikroskopischen Aussehen mit den Beschreibungen und der Abbildung bei
Kürzıne: tab. phycol. I. tab. 7 völlig übereinstimmt.
Coelosphaerium Kützingianum Naeg. Einz. Algen 54, Tab. IC.
Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss an ruhigen Stellen (n. 1087.
— 5. Juli 1899).
C. Goetzei Schmidle n. sp.
Coenobien klein, 22—64 uw im Durchmesser, wenigzellig. Zellen zer-
streut liegend, rund, 4—10 uv groß. mit körnigem Inhalt. Gallerte farb-
los, fest, auf der Außenseite warzig, uneben.
Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss in stagnierendem Wasser,
4100 m ü.M. (n. 1089. — Juni 1899).
Abbildung Taf. V. Fig. 3.
Oscillatoriaceae.
Oscillatoria limosa Ag. Gomont Monogr. d. Oseill. 234, tab. VE,
fig. 3.
Dim. des Fadens 16 u.
Langenburg am Nyassasee: Bergabhang nördlich von Langenburg
in teils sandigem, teils steinigem Bachbett (n. 886. — 8. Mai 1899).
(?)0. chlorina Ktzg. Gomont |. ce. 243.
Langenburg: Rumbeira-Thal, auf nacktem Gneis. Sehr selten in
einzelnen Exemplaren unter Nostos verrucosum; Bestimmung unsicher
(m. 837. — April 1899).
*Q. tenuis Ag. Gomont I. c. 240, tab. VII, fig. 2, 3.
Kisakisteppe: Maji ya veta auf Holz in siedend heißem Sprudel
-{n. 366. — 28. Dec. 1898). |
Usafua: Songwe-Thal, Malondequelle, Temp. 46° (n. 1067).
*O. formosa Bory; Gomont. |. c, 250, tab. VII, fig. 16.
Nördl. Rand der Khutusteppe: Rikodi, Wasserpfütze in sandigem
Bachbett, 500 m ü. M. (n. 383. — 28. Dec. 1898).
0: subbrevis Schmidle n. sp.
Fäden einzeln unter Phormidium, 5—6 u breit, ziemlich gerade, an
den geraden Enden nicht verschmälert, breit abgerundet, mit schwach-blau-
grünem Inhalt. Zellen äußerst kurz, bloß 1—2 y lang, Scheidewände nicht
sranuliert, schwer sichtbar. In fast regelmäßigen Abständen befindet sich
wie bei ©. brevis Ktzg. eine aufgeblasene leere Zelle.
10%
944 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 52° unter
Phor. laminosum (n. 1061). |
Unterscheidet sich von ©. brevis 1) durch den thermalen Standort und 2) die
nicht verschmälerten und meist zugespitzten Enden. In unserem Materiale sind die
Zellen etwas moniliform (s. auch die Figur), doch rührt dies wahrscheinlich von der
Aufbewahrung in Alkohol her.
Abbildung Taf. IV. Fig. 7.
0. geminata Menegh. Gomont. ]. c. p. 242, tab. VII, fig. 6.
Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen,. Temp. 52° (n. 106
u. 1061).
Unsere Alge ist 1,7—2 y dick; ihr Inhalt homogen, sonst wie bei Gomont I. €. |
0. acuminata Gomont I. c. 247, tab. VII, fig. 12. |
Usafua: im Songwe-Thal, mit obiger Alge, n. 1064 u. 1067, in den
Malonde-Quellen.
Die Faden sind 3 u. dick, gerade, zugespitzt.
Phormidium Valderiae (Delph.) Schdle. = Ph. valderianum Gomont.
Lt. 481, aad, IV. ne, 20.
Usafua: im Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen, Temp. 65°; auf
frisch sich bildendem Sinter hellbraun und dunkelgriin (n. 1060).
Die Faden unserer Alge sind nur wenig verflochten, oft fast parallel.
?Ph. laminosum (Ag.) Gomont. 1. ec. 478, tab. IV, fig. 21 u. 22.
Usafua: Songwe-Thal, in den Nakwikwi-Quellen {n. 1061 u. a.).
*Ph. Treleasei Gomont. Sur quelques Oscillariées 1899, p. 37.
Kisakisteppe: Maji ya veta, auf Sinterterrassen in stehendem, heißem
Wasser, 400 m ti. M. (n. 366, 367, 368, 372. — 28. Dec. 1900).
Beim letzten Standort macht W. Goerze die Bemerkung: »Das Wasser ist siedend
heiß, doch konnte ich leider die Temperatur nicht feststellen. Es ist unmöglich, di
Hand in das Wasser zu tauchen, sie würde verbrühen. Wasser wahrscheinlich star
natronhaltig«.
=
Herr Gomonr hatte die Liebenswürdigkeit, mir diese Alge aus n. 367 zu bestimmen,
wofür ich ibm herzlich danke. Sie ist bis jetzt nur aus Arkansas U, St. bekannt,
Lyngbya aerugineo-coerulea (Ktzg.) Gomont. |. e. 166, tab. IV
lig, 1—3.
Langenburg am Nyassasee: (Halbinsel Kauda) in teils sandigen
teils steinigem Bachbett {n. 886. — Mai 1899).
Die Fäden sind 8 y breit, vereinzelt unter anderen Algen; sonst mit der Figw
bei Gomonr |, €, gut übereinstimmend.
*Spirulina Neumannii Schmidle in Engl. Bot. Jahrb, XXX. p. 58
Tab. II. Fig. 5. :
Die Fäden sind 4 y. breit,
Usafua: im Songwe-Thal, Nakwikwi-Quellen, Temp, 46° (n. 4067),
Wassertemp. 52°, unter einem Desmobacterium (n. 4064).
Kisakisteppe: Maji ya veta, in stehend heißem Wasser (n. 366, 30
18. Dec, 1898), |
Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sp, Neumannii, welche immer wieder in ap
heißen Quellen Afrikas wiederkehrt und hier zu den gemeinsten Algen zählt, nit
_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 245
| 7
. thermalis Menegh. identisch ist. In Gomoxt 1. c. fehlt leider diese Alge. Nach
Kiran Tab. phycol. I. 26 ist das Lager tief grün, bei unserer Alge ist es weiß.
? Sp. labyrinthiformis (Menegh.) Gomont. I. c. 275.
Usafua: mit obiger Alge. 3
Windungen regelmäßig, eng, fast sich berührend, Fäden vereinzelt, gerade; Proto-
ma mit dunkeln Körnchen.
Si dd ye ry
Sp. subtilissima Ktzg. Gomont |. c. 272, Tab. VII, Fig. 30.
Usafua: im Songwe-Thal; Malonde-Quellen, Wassertemp. 45°, dunkel-
iin und helllichtbraun auf sich bildendem Sinter (n. 1066. — April 1899).
Nostocaceae.
Nostoc verrucosum Vaucher.
Langenburg: im Rumbcira-Thal auf nacktem Gneis, außen schwarz-
grün, innen farblos (n. 837. — April 1899); am Seeufer an von der Bran-
dung überspülten Gneisblöcken (n. 860. — April 1899).
Anabaena hyalina Schmidle n. sp.
Schleimige Flocken bildend; Fäden durch die breiten, hyalinen, sich
verschleimenden Scheiden verklebt. Zellen rechteckig, sehr hyalin, mit
sinzelnen schwarzgrünen Punkten, 2—3 u. breit (ohne Scheide) und 4—5 u
lang. Heterocysten rechteckig mit abgerundeten Ecken, breiter als die
vegetativen Zellen. Fäden meist parallel gelagert. Sporen unbekannt!).
_ Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss in stagnierendem Wasser
an der Oberfläche schwimmend (n. 1089).
Abbildung Taf. V. Fig. 8.
Cylindrospermum Goetzei Schmidle n. sp.
Fäden vereinzelt unter anderen Algen oder kleine Gallertflocken bildend,
. 3 u breit; Zellen etwas torulös, so lang als breit oder 1'/,mal länger,
Dlaugriin. Sporen elliptisch, fein punktiert, gelbbraun, 8 w breit, 12—20 u.
ng, einzeln hinter der Grenzzelle. Basale Grenzzelle 2—2!'/,mal länger
als breit, nach vorne zu stark verschmälert mit scharf abgerundeter
itze.
Usafua: Landschaft Masote, im Siwafluss in stagnierendem Wasser
unter anderen Algen (n. 1089).
6
3
5
4
Unsere Alge ist leicht an ihrer eigentümlichen basalen Grenzzelle erkennbar.
‘=
£ Abbildung Taf. IV, Fig. 5.
ar
+ 4) In dem von Dr. FüLLesorx im Nyssasee gesammelten Materiale fand ich seit-
die Alge mit noch unreifen elliptischen, 8 p. breiten und 12 y langen Sporen,
welche einzeln der Grenzzelle direct anlagen (Sphaeroxyga) und zwar merkwürdiger
'eise meist nur auf der einen Seite derselben,
“ jr.
246 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Scytonemataceae.
Scytonema figuratum Ag. Bor. et Flah. Revision ete. II. 109.
Langenburg am Nyassasee: Seeufer an von der Brandung über
spülten Gneisfelsen, grün unter Nostoc verrucosum (n. 860. — April 1899),
Var. Leprieurii Bor. et Flah. |. c. 102.
NR Halbinsel Kauda, Bergabhang nördlich von Done
an Gneisblücken in der Brandung (n. 885).
Se. guyanense (Montagne) Bor. et Flah. IL c. 94.
Langenburg am Nyassasee: an Gneisblöcken in der Nähe der Bran
dung (n. 867. — April 1899).
Unsere Pflanze hat eine etwas geringere Fadenbreite, sie beträgt bloß 10—20 4
und bildet sammtschwarze, 1/;—1 mm hohe Raeschen mit nicht verklebten Fäden. Die
Scheiden sind in den unteren Teilen dick, stark gelbbraun, parallel geschichtet, in den
oberen hyalin und dünn. Die Trichome haben einen schön violettblauen Inhalt mit oft
schr kurzen, rechteckigen Zellen.
Stigonemataceae.
Myxoderma Schmidle n. gen.
Ausgebreitete, gallertige, zähe, papierdünne, schwimmende Häute bil-
dend. Fäden stets echt verzweigt, teils am Grunde der Häute horizontal
wachsend und an den Enden aufsteigend, dünn, mit langen, etwas torulösen
Zellen, teils von diesen senkrecht aufsteigend und wie bei Nostochopsis
beschaffen. Heterocysten nie intercalar.
M. Goetzei Schmidle == Nostochopsis Goetzxei Schmidle') in Bot
Gentralblatt 1900, Nr. 13. |
Grundstindige Fäden, welche selten horizontal verzweigt sind, haben
eine Breite von 3—5 u, aufsteigende an den torulüsen verzweigten Stellen
5 u. Heterocysten an den aufsteigenden torulösen Fäden nur seitlich, oft
mehrere hinter einander. Oft ist der horizontale Faden am Grunde nicht
verzweigt, steigt schief aufwärts, wird torulés und Nostochopsis-artig ver:
zweigt.
Usafua: Landschaft Masote im Siwalluss in ruhigen Kinbuehtunget
n. 887. — Juli 1899).
Abbildung Taf. IV, Fig. 2; Exemplar ohne Grundfaden, Eude eines
Grundfadens mit drei aufsteigenden Ästen.
Bei Nostochopsis wachsen die Fäden nur radial, horizontale Fäden fehlen. Das
Lager ist ähnlich wie bei Alionlarta, kugelig, solid oder hohl, nie hautartig unbegre
ausgebreitet, Diese Unterschiede scheinen mir nach längerer Überlegung so schwer
wiegend zu sein, dass es besser ist, unsere Alge in eine neue Gattung zu stellen, &
4. Infolge eines Irrtums bei der Correctur ist die Alge N, Goetsi genannt worden
In den ausgeteilten Separaten wurde dieser Irrtum meist schon berichtigt,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 247
die gegebene Gattungsdiagnose von Nostochopsis in den wesentlichsten Punkten zu
verändern.
Zur Wachstumsgeschichte glaube ich folgendes beobachtet zu haben. Die unteren
Aste aufsteigender Fäden wachsen horizontal aus und lösen sich vom torulösen Haupt-
stamme ab und werden zu grundständigen Fäden, aus welchen wieder andere senk-
recht emporsprossen. Ich sah solche aufsteigende Äste, welche schon eine respectable
Länge erreicht hatten. Die grundständigen Fäden lösen sich auf, so dass die auf-
steigenden isoliert sind; ich sah aufsteigende Fäden, welche noch Rudimente des hori-
zontalen Grundfadens in Gestalt einiger leerer Zellen mit verschleimter Membran an sich
trugen.
Die Zellen an den Enden der aufsteigenden Zweige werden stark torulös, ihr In-
halt körnig und die Enden selbst krümmen sich nach der Art von Anabaena circinalis.
Sie lösen sich in diesem Zustande gerne los und die abgetrennten Stücke sind kaum
von A. cércinalis zu unterscheiden.
Chondrogloea Schmidle n. gen.
Mehr oder weniger ausgebreitete Gewebe oder Flecken bildend, teils nicht,
teils mit Kalk incrustiert. Fäden in denselben mehr oder wenig schief auf-
steigend (oft auch horizontal, oft senkrecht), dicht gedrängt, verworren und
nicht ohne zu zerreißen lösbar, ohne sichtbare Scheiden, stets einreihig,
durch die verschleimenden Zellhäute verklebt, oft fast schleimige Lager
bildend. Ältere Fäden stets torulös und echt verzweigt, Zweige meist ein-
seitig, selten beiderseits abgehend, zuletzt lang und dem Hauptfaden fast
gleichgerichtet, im Anfange dünn, mit rechteckigen, langen Zellen, nach
aufwärts sich mehr oder weniger verschmälernd, später in der Mitte wie
der Hauptfaden torulös werdend und sich wieder verzweigend, so dass
weder in der Richtung noch in dem Wachstum zwischen Hauptfäden und
Ästen unterschieden werden kann. Grenzzellen im Verlauf junger Fäden
meist reichlich. An den alten, torulösen Fäden verdicken sich die Zell-
häute, der Faden zerfällt mehr oder weniger in einzelne runde Zellen,
welche wohl als Dauersporen anzusehen sind.
Ch. africana Schmidle n. sp.
Torulöse Fäden 4—5 u dick, nicht torulöse 3—4 u, beide schief auf-
wärts wachsend, dicht gedrängt, verwirrt, und ein 4—8 mm dickes, aus-
‘gebreitetes, auf Stein oder Knochen angewachsenes, mit Kalk incrustiertes,
weißes, etwas schleimiges Lager bildend. Nicht torulöse Fäden nach auf-
wärts wenig verschmälert mit rechteckigen, langen Grenzzellen.
Oberes Kondeland: Umuamba; Likabuu-Vorberge, 700 m ü. M,
in kleinen Quellen (n. 1347).
Abbildung auf Taf. V, Fig. 10.
@ ein aufsteigender Faden mit Grenzzellen, welcher in der Mitte moniliform wird
und einen kurzen Zweig trägt, b Ende eines Fadens, welcher in dickhäutige Zellen-
(Dauersporen) verwandelt ist, c ein moniliformer Faden mit emem Zweig, der sich
verdickt, moniliform und dickhäutig wird, d eine Stelle, wo die schon dickhäutigen
moniliformen Zellen eine glänzende feste Membran erhalten (Dauersporen werden), Die
fein schattierte Umhüllung stellt die Verschleimung der Membran vor.
248 Beitr.z. Fl.v. Afr, XXIL Ber. ab. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- a. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Im Gegensatz zu Mastigocladus und Hapalosiphon kann man keine
kriechenden und aufsteigenden Fäden unterscheiden, genau wie bei Nosto-
chopsis. Wie bei dieser Gattung sind die Fäden stets einreihig, mehr oder —
weniger aufsteigend, werden im Verlaufe torulös und an diesen Stellen
verzweigt (Fig. 104), doch fehlen seitliche Grenzzellen und die Bildung
eines ausgesprochenen Gallertlagers. Die Fäden sind ferner verworren und
äußerst dicht gedrängt. |
Eine Scheide konnte selbst an den jüngsten Zuständen bei Ch. afri-
cana nicht beobachtet werden. Jede Zelle war von einer hyalinen Haut
umgeben, und die Scheidewände entstanden durch ringförmiges Wachstum
von der Seitenwand aus gegen die Zellmitte zu. Färbte man die Zelle mit
Fuchsin, so zeigte es sich, dass diese Haut mit einem unregelmäßig contu-
rierten dünnen Gallertsaume umgeben war (Fig. 140d), nur an den Dauer-
zellen fehlte derselbe (Fig. 105). Ks ist meine Ansicht, dass dieser Gallert
saum durch Verschleimung der Membran entsteht und nicht als Gallert-
scheide aufzufassen ist. Durch ihn sind die Fäden mit einander verklebt
An ungefärbten Exemplaren ist er kaum wahrzunehmen. Man darf freilich
hei dieser Untersuchung die Alge nicht mit Salzsäure oder Kalilauge behandelt
haben, denn sonst scheinen membranlose Zellen in einer ziemlich
weiten Gallertscheide zu liegen. Die Zellhaut verschleimt selbst
nach milder Anwendung dieser Mittel völlig. |
In den unteren Teilen der Gewebe sind die Fäden fast völlig ver=
schleimt und bilden eine schleimige Masse, in welcher die Dauerzellen an-
gehäuft liegen. Dieselben sind jedoch stets inhaltsleer. Zum Studium der
Structur des Lagers ist es unerlässlich, dasselbe in Celluloid einzubetten,
so dass es von der Einbettungsmasse durchdrungen ist (nach Entkalkung)
und mit dem Microtom Querschnitte anzufertigen.
Zu dieser Gattung gehört als zweite Art Oh. flagelliforme = Mastigocladus fla-
gelliforme Schmidle in Hedwigia 1900, p. 4175 11, tab. X, fig. 13—18. Ihre Diagnose ist
folgende: Torulöse Fäden bis 40 p. dick, nicht torulöse 6—4 p, nach aufwärts oft stark
verschmälert. Zellhaut oft gelblich, kleine, schwarzgrüne, feine Geflechte bildend, ohne
Kalk, Grenzzellen meist bauchig.
Hinter-Indien in einem Sumpfe bei Matonga (Bombay); leg. Hanscın.
Rivulariaceae.
Calothrix Goelzei Schinidle n. sp.
Auf Steinen, Knochen, Blättern aufgewachsen und weite, mit Kalk teil
weise inerustierte weiße, 3—4 mm dicke, ausgebreitete, zonenarlig ge
schichtete Polster bildend. Fäden radial wachsend, enge aneinander ges
drängt, fast parallel, wenig verworren, nicht verzweigt, mit sehr feinen,
hyalinen, nicht geschichteten, an der Spilze eng anliegenden, geschlossenen,
nicht erweiterten oder zerfaserten Scheiden. Fäden mit basaler, ca, 6—7 y
dicker, hyaliner, runder Grenzzelle, am Grunde (incl, der feinen Scheide
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 249
meist 8 u dick (5—9 y), zunächst rasch bis auf 4 oder 5 u dann lang-
samer sich verschmälernd und in ein langes, sehr feines Haar ausgehend,
4—2 mm lang, am Grunde auf kurze Strecken hin horizontal gehend, dann
plötzlich unter einem rechten Winkel aufwärts gebogen. Trichom blau-
grün, die Scheide ausfüllend, mit gekörntem Inhalt (Körnchen oft in Hori-
zontalreihen geordnet) und sehr schwer sichtbaren Scheidewänden. Zellen
im horizontalen Basalteil oft torulös, sonst stets rechteckig, stets länger als
breit (11/,—3 mal), intercalare Grenzzellen vorhanden, welche hyalin, recht-
eckig und 2—3mal so lang als breit sind. |
Oberes Kondeland: Umuamba; Likabucu-Vorberge, 700 m ü. M.
kleine Quelle (n. 1317).
Unsere Alge steht der Calothrix thermalis am nächsten, unterscheidet sich aber
durch das mit Ca CO; zum Teil incrustierte Lager, die dünneren Fäden, die dünnere
stets hyaline Scheide, die langen Zellen.
Das Lager ist zonenweise mit Kalk incrustiert, der Kalk in runden Klumpen ab-
gelagert. Wird das Lager entkalkt, in Celluloidin eingebettet und geschnitten, so er-
scheint eine zweite, nur im Mikroskop wahrnehmbare Schichtung. Dieselbe kommt da-
durch zu stande, dass die horizontal gebogenen Basalteile der Faden alle in derselben
Höhe liegen und so zusammen eine Querlinie bilden. Das Polster besteht aus 13—44
solcher Schichten, dabei ist zu bemerken, dass der aufsteigende Teil eines Calothrix-
fadens oft zwei solcher Schichten durchdringt. Die schichtenweise Kalkabsonderung
steht mit dieser Schichtung in keinem sicher constatierbaren Zusammenhang.
Unsere Alge kommt mit C. africana untermischt vor. Die Polster und auch die
Fäden haben zum Teil große Ähnlichkeit, so dass ich zuerst glaubte, sie stünden im
genetischen Zusammenhang.
© "Abbildung Taf. IV, Fig. 6.
EC. fusca Bor. et Flah. 1. c. 304.
Langenburg am Nyassasee: Pfütze in einem Felsblock in der
Nähe der Brandung im Schleime anderer Gyanophyceen (n. 869).
?C. Castelli Bor. et Flah. Revision etc. p. 369.
- Langenburg am Nyassasee: Bergabhang nördlich von Langenburg
an Gneisblicken in der Brandung (n. 885. 2,8. Maı 1899).
Die Bestimmung ist sehr unsicher.
C. africana Schmidle n. sp.
Fäden zu wenigen bei einander liegend, stark gekrümmt, verworren,
horizontal wachsend, nicht verzweigt, am Cattle nicht angeschwollen, mit
der Scheide dort 47 u dick. Scheiden dick, nach aufwärts sich ver-
breiternd, stark braunrot, oben hyalin, anliegend, geschichtet, stark zerfasert.
Grenzzelle 8,5 p dick, Trichom an der Basis 5 vw, sich allmählich ver-
schmälernd, in ein Haar ausgehend. Zellen meist torulös, in der Länge
variabel, meist so lang als breit, Inhalt blaugrün, granuliert. In erdigen
Gerziizen unter Algen und Pilzen, thermal.
Unsere Pflanze steht der C. sr ticulata W. et G. West nahe.
… Usafua: Songwe-Thal in den Nakwikwi-Quellen um 1100 m ii. M.,
Wassertemp. 52°, auf kalkigem Erdreich (n. 1061).
Abbildung Taf. V, Fig. 11.
?
290 Beitr. z. Fl, v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete.
C. spec. |
Fäden einzeln, selten zu 3 oder 4 im Lager von Scylonema javanica,
ca. I mm lang, an der Basis 10 u breit, nicht angeschwollen und nach den
4 u breiten Enden allmählich verschmälert. Scheiden dünn, hyalin oder
schwach gelblich, Trichom blaugrün, nicht torulös, die Scheiden ausfüllend,
mit körnigem Inhalt, selten verzweigt, Verzweigung mit basaler Grenzzelle,
Gegen das Ende zu werden die Zellen torulös und enden mit stumpf z
gespitzter Endzelle. Haare wurden keine gesehen.
Langenburg: am Seeufer an Gneisblöcken in der Nähe der Brandung
in. 867). |
Conjugatae.
Desmidiaceae.
Closterium acutum (Logb.) Breb. in Ralfs Brit. Desm. 177, tab. XXX
fig. 5; Tab. XXXIV. fig. 5.
Dim.: 140 u. lang, 10 p. breit.
Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss in stagnierendem Wasser,
1100 m ü. M. (n. 1089). | |
Cl. parvulum Naeg. Einz. Alg. 106, tab. IV, fig. 2C.
Die Zellen unserer Exemplare sind in der Mitte etwas angeschwollen,
ähnlich wie bei Borce: Süßwasserchlor. Archang. p. 16, tab. I, fig. 8, die
Enden aber etwas spitzer als dort. Länge 120—130 u, Breite 20 w |
Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss an ruhigen Stellen (n. 4087
— Juli 1897).
Cosmarium sexangulare Ld. Desm. Suec. 53, tab, 2, fig. 23.
Usafua: wie oben (n. 1087). |
C. Hammeri Reinsch.
Unsere Exemplare stimmen mit der von 0, Bonce |. c. tab. 2, fig. 22 gezeichneten
Form, ihre Länge ist 42 p, ihre Breite 25 p.
Usafua: wie oben (n. 1087).
C.laeve Rabb. Flor. Europ. Alg. IH, 164; forma.
Große Form, Zellen 36 ». lang, 24 ». breit, am Scheitel etwas abgestutzt, vielleicht
zu ©, bioceulatum gehörend.
ww Langenburg: nördlich davon in teils sandigem, teils steinigem Bach
bett unter Spirogyren (n. 886).
(, pseudoprotuberans Kirchner Alg. Schles. p. 180.
Lelllänge 18 p, Breite 46 p, der Varietät pygmaewm Gutwinsky Vor, alg. Leopol
p. 54, tab. 2,
Usafua: wie oben In, 10814).
C. Naegelianum Breb. Liste etc, p. 127.
Zelllänge 24 u», Breite 20 y, Der Scheitel ist abgestutzt, die Zellhaut in der Mit
wlatt und mit vier ins Kreuz gestellten Punkten versehen, auf jeder Seite der Walbzell
lie. 6 nahe kommend,
snd 6 crenae,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 25]
| Langenburg: im Rumbcirathal auf nacktem Gneis unter Nostoc
verrucosum (n. 837 u. 1410. — April 1899).
+ €. calcareum Wittr.
Die Exemplare stimmen fast völlig mit der Figur bei Jonxsox!: Some new and
fare Desm. N. St. tab. 211, fig. 13. Zellen 20 p lang, 16 wy breit.
Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss (n. 1087).
C. subcrenatum Hantzch.
Unsere Exemplare stimmen mit denjenigen in n. 1127 Alg. exsice, von Wirrrock
et Norpstept, welche LAGERHEIM in Ecuador sammelte.
Langenburg: nürdlich davon in teils sandigem, teils steinigem Bach-
bett (n. 886).
| C. pulcherrimum Nordst. Desm. Brasil. 213, tab. 3, fig. 24.
Zellen 45 v. lang, 32 p. breit; in der Halbzelle sind 2 Pyrenoide,
Mit vorhergehender.
Zygnemataceae.
Spirogyra quadrata (Hass.) Petit. Spirog. elc. p. 8, tab. 1, fig. 13.
Usafua: Landschaft Masote im Siwafluss, in stagnierendem Wasser,
1100 m ü. M. (n. 1989).
| Sp. longata (Vauch.) Ktzg. Petit L e. p. 20, tab. V, fig. 4 u. 5.
Mit voriger.
Sp. Jürgensii Ktzg. Tab. phycol. V, tab. 19, fig. VIL
Dim. 32 p breit, 64 u. lang.
Mit voriger.
Sp. Goetzei Schmidle n. sp.
… Zellen an den Enden nicht zurückgefaltet, 22—24 u breit, 220—
230 u lang, mit einem breiten Chlorophore und vielen Pyrenoiden, gezack-
tem Rande und 5—6 Windungen in der Zelle. Fructificierende Zellen et-
was kürzer, etwas angeschwollen, ca. 32 u breit. Conjugation leiterförmig.
Zygoten elliptisch, in voller Reife rotbraun, 42—56 uw lang und 28—30 u
breit, äußere Sporenhaut meist abstehend, mittlere bei voller Reife fein
punktiert bis granuliert. Die saftgrüne Pflanze ist am Boden angewachsen
und bildet fußlange, im Wasser flutende Lappen, so dass sie den Grund
auf große Strecken hin bedeckt.
Langenburg am Nyassa: in einem teils sandigen, teils steinigens
Flussbett (n. 886).
Reife, punktierte Zygoten sind selten, unreife sind glatt. Die Alge gleicht dann
sehr der Sp. quadrata Hass. und der Sp. frigida Gay. Sie unterscheidet sich jedoch
auch bei unreifen Zygoten durch ihr Wachstum in großen, flutenden Rasen.
Abbildung Taf. IV, Fig. 8.
_ -Sirogonium sticticum Ktzg. tab. phyc. V, tab. IV, fig. 1—2,
Mit den vorigen.
252 Beitr, z. Fl.v.Afr. XXI. Ber. ibd. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete.
Chlorophyceae.
Pleurococcaceae.
Scenedesmus obtusus Meyen; Cooke Brit. Freshw. Alg. tab. 43
Mit den vorigen.
Protococcaceae.
Protococeus Goetzei Schmidle n. sp. |
Die Alge bildet mikroskopisch kleine, meist runde, wenigzellige Klümp
chen von 10—40 w im Durchmesser, welche meistens von einer gemein
samen, dicken, meist zerrissenen Haut von hyaliner und zuletzt fuchsroter
Farbe umgeben sind und aus chlorophyligrünen, dichtgedrängten, runden
Zellen bestehen, von welchen meist wieder je 2 oder mehrere in einer
meist hyalinen Haut eingeschlossen sind. Jede Zelle ist ca. 5—8 u im
Durchmesser groß, hat eine dicke, hyaline Haut, ein allseitig geschlossenes
Chromatophor mit einem Pyrenoide. In dem Chromatophore sind meist
viele Stärkekörner eingelagert. Nicht selten findet man die Alge in ver
einzelten runden, meist etwas größeren Zellen.
Langenburg am Nyassasee: Pfütze in einem Felsblock in der Nähe
der Brandung (n. 866). |
Merkwürdig ist das Verhalten der Zellhaut. Dieselbe ist dick, sehr hyalin und oft
nicht leicht zu sehen. Bei der Teilung teilt sie sich nicht mit, sondern umspannt dit
Tochterzellen, welche sich wieder mit einer Membran versehen, so dass eingeschachtelt
Gloeocystis-Zustinde entstehen. Dabei verschleimt die Zellhaut jedoch nicht, sondert
sie zerreißt zuletzt, wie bei Schixochlamys und die einzelnen Teile bleiben an der Fa
milie hängen. Dabei verdickt sie sich noch und wird oft gelbrötlich. Dieses eigentü 1
liche Verhalten der Membran berechtigt vielleicht für unsere Alge eine neue Gattung zu
schaffen, wodurch sie cine präcisere Stellung im System erhält, als in dem alles um
fassenden Genus Protococcus. Diese Gattung müsste Schixococeus heißen und muss Æ
den Plewrococeaceae Wille gestellt werden, da Vermehrung durch Schwärmsporen fehl
Sie ist dadurch charakterisiert, dass die Membranen nicht vergallern, zunächst wie be
(Gloeoeystis die Tochterzellen umfassen, zuletzt aber gesprengt werden wie bei Schixo
chlamys.
Abbildung Taf. V, Fig. 4—6.
Fig. 4, 5 stark vergr., die chraffierten Teile in Fig. 4 sind gelbrot, Pig. 6 went
vergr,
Hydrodictyaceae,
Pediastrum tetras (Ehrenb.) Ralfs Brit. Desm, tab, XXXI, fig. 4.
Mit obiger Alge. }
Ulothrichaceae.
Conferva tenerrima Kizg. lab, phye, Il, tab, 42. :
Zellen % p breit, 8—12 p lang.
Usafua: Landschaft Masote im Siwalluss in stagnierendem Wasser
n, 1089),
a
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 253
Cladophoraceae.
Chaetonella Schmidle n. gen.
Freischwimmend (oder im Schleime anderer Algen ?), mikroskopische,
einzelne, horizontale, meist reich und unregelmäßig verzweigte Fäden oder
bei reichem Wachstum dünne, fast einschichtige Flächen oder Knöllchen
von mikroskopischer Kleinheit bildend, von welchen die Fäden horizontal,
fransenartig ausstrahlen. Zellen in der Fadenmitte (oder mitten im Scheib-
chen) aufgeschwollen, nach auswärts sich verschmälernd, länger und mehr
und mehr eylindrisch werdend, meist unregelmäßig gebogen, am Ende
fast haarförmig dünn und lang. Verzweigung in der Fadenmitte reich-
lich, oft einseitig, Zweige senkrecht abstehend, dem oberen Ende der
Tragzelle entspringend und vom Hauptfaden nicht wesentlich verschie-
den. Zellhaut hyalin, dünn, ohne Cellulosereaction, Zellinhalt mit einem
zarten, parietalen, gelbgrünen Chlorophore, ohne Pyrenoide, im Zellinnern
2—5 Zellkerne.
Die Vermehrung erfolgt durch Schwärmsporen, welche in den mitt-
leren Fadenzellen in größerer Zahl entstehen und durch einen Riss aus-
schwärmen.
Ch. Goetzei Schmidle n. sp.
Mittlere Zellen 6—8 u im Durchmesser, fast so lang als breit, End-
zellen bloß 3 u breit und um vielfaches (bis zum A0fachen) länger als breit.
Langenburg am Nyassasee: Pfütze in einem Felsblock in der Nähe
der Brandung, 460 m ü. M. (n. 866).
Die Scheibehen oder Knäulchen kommen durch die dichte Verzweigung zu stande,
da die Zweige sich enge verwirren; von einer parenchymatischen geschlossenen Scheibe
ist keine Rede. Sie sind meist fast einschichtig, jedenfalls in verticaler Richtung sehr
wenig entwickelt (gemäß dem horizontalen Wachstum der Fäden). Fadenenden, wel-
che bis auf 3 p. verschmälert waren und dort lange Zellen hatten, sah ich nur wenige.
Die meisten Fäden endigten vielmehr in zwar verschmälerten, aber noch relativ breiten
und etwas verlängerten Zellen. Es ist mir sehr wahrscheinlich, dass im späteren Alter
infolge der intercalaren Schwärmsporenbildung die Enden abgeworfen werden.
In der Fadenmitte trägt oft Zelle für Zelle einen Zweig. Dieselben entstehen
durch eine Aussackung am oberen Ende der Tragzelle, welche sich erst spät abschnürt.
Dadurch, dass diese Zweige sich verflechten und wieder neue dazwischen sich ein-
schieben, entsteht bei ungestörtem Wachstum das flächenartige, sehr unregelmäßige,
‚nach außen plötzlich in viele horizontale Fäden fransenartig sich auilösende Gebilde.
Der Vielkernigkeit wegen ist unsere Alge zu den Chaetophoraceen zu
stellen und zwar wohl in die Nähe der Gattung Arhixoelonium. Nach
ihrem Habitus, besonders wenn sie in einzelnen Fiiden auftritt, gleicht sic
am meisten einem Chaetonema. Wire das Material nicht in Formol fixiert,
so dass eine Untersuchung des Zellinhaltes müglich würde, so hätte ich sie
wohl zu jener Alge gezogen.
Abbildung Taf. V, Fig. 4, 2.
Wenig verzweigte, frei schwimmende Fäden, Fig. 4 mit langer Endzelle,
254 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Fungi
bearbeitet von
P. Hennings.
Basidiomycetes.
Ustilaginaceae.
Ustilago Sorghi (Link) Passer. in Thiim. Herb. mye. n. 63.
Usafua: am Songwefluss um 800 m in Andropogon arundinaceur
(n. 1146. — 29. Juli 1899).
U. filiformis P. Henn. n. sp.; soris ovaria destruentibus, tubiformibus
flexuosis, usque ad 4 cm longis, epidermide tenui papyracea, pallescent
teclis; sporis subgloboso- vel ellipsoideo - angulatis, primo hyalinis dei
brunneis vel atris ca. 10—12 u, episporio tenui, laevi vel punctulato.
Usafua: Utengule auf Grasland eines welligen Hochplateaus in Blittert
von Andropogon contortus (n. 1059. — 20. Juni 1899).
Die Sori sind ähnlich wie bei U. Ischaemi Fuck. mit einer sehr dünnen, weiß
lichen Hülle umgeben und ragen dieselben wie geschlängelte Fäden aus den Spelze
bis 4 em lang hervor. Die Art ist von allen auf Andropogon vorkommenden Arter
verschieden.
*U. Greviae (Passer.) P. Henn. Hedw. XXXIX. p. 75.
Khutusteppe: in trockenem Steppenwalde an Zweigen von Grewi
microcarpa Schum, (n. 402. — Nov. 1898), |
Sorosporium Holstii P. Henn. in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas C. 49
— form.
Ubena: bei Ngosingosi auf einer Wiese in Andropogon hirlus (n. 77
— März 1899).
Uredinales.
Puceinia graminis Pers. Disp. Fung. p. 39, 1.3, 1. 3.
Oberes Kondeland: Umuamba, Missionsfeld auf Tretieum vulga
(n. 4330. — Oct. 1899).
Goleosporium Clematidis Barcel, Deseript. List Ured. Simla II, p. 8
Usafun: Porotoberg im Schluchtenwald um 2200 m auf Blättern vor
Clematis Wightiana Wall. var. pilosissima Engl. (n. 128%. — Sept. 189%
Aeeidium Moschosmatis P, Henn. n. sp.; aecidiis petioli- vel caull
colis, eos incrassalis curvatisque, pseudoperidiis gregariis cupulatis vel €}
lindraceis, fissis, ochraceis, contextu cellulis oblongo-polyedrieis reticulat
35 —60 X 25—35 y; aecidiosporis subglobosis, ovoideis vel ellipsoide
angulatis, ochraceis 26—50 X 20-30 u, episporio verrucoso,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 255
Oberes Kondeland: Umuamba, Kiviri-Thal an Abhängen auf Mo-
schosma multiflorum (Hochst.) Benth. (n. 1340. — Oct. 1899).
A. Englerianum P. Henn. et Lind. in Engl. Bot. Jahrb. XVII. 45.
Nördl. Kingaberge: Ussangu, im Schluchtenwald am Sipangeberg
auf Clematis sinensis (n. 1001. — Juni 1899); Usafua: im Schluchten-
wald am Porotoberg auf Clematis Wightiana Wall. var. pilosissima Bunge
(n. 1284. — Sept. 1899).
Auf Blättern der letzten Art findet sich gleichfalls das Uredostadium von Coleo-
sporium Clematidis Barel. Es erscheint nicht ausgeschlossen zu sein, dass das Aeeidirm
zu dieser Art gehört.
Von SchwEInFurtn wurden beide Pilze gleichfalls zusammen auf Blättern einer
Clematis in der Erythraea bei Saganeiti gesammelt und das Uredo von mir als Cacoma
Clematidis Thüm. bestimmt, von welcher Art letztere nicht verschieden erscheint. Nach
Dirrer's brieflicher Mitteilung gehört vorliegende Uredo zu Coleosporium Clematidis
Barel.
Telephoraceae.
Hymenochaete Mougeotii (Fries) Cooke in Grey. VII. p. 147.
Kingagebirge: Kingika-Berg in Schluchten an Baumstämmen (n. 952.
— Mai 1899).
H. ussanguensis P. Henn. n. sp.; corticola, effusa, resupinata, cinna-
momea, velutina, subiculo tenui, albido-byssino, setulis simplicibus vel sub-
ramosis obtusiusculis, flavidis 30—60 X 4—5 u; sporis subglobosis 6—8 u.
episporio subfuseidulo, laevi.
Kinga-Gebirge: Ussangu, Pikurugwerücken im Schluchtenwald auf
trockenen Zweigspitzen hoher Bäume (n. 1250. — Sept. 1899).
Clavariaceae.
Typhula phaeosperma P. Henn. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII. 320.
Kingagebirge: bei Bulongwa um 2200 m, im Schluchtenwalde auf
faulenden Solanum-Blättern (n. 929. — Mai 1899).
Lachnoeladium cervino-album P. Henn. in Engl. Bot. Jahrb. XXVII.
p- 320.
Uhehe: im Walde auf moderndem Laub um 41850 m (n. 756. —
März 1899).
Polyporaceae.
Polyporus caudicinus (Schaeff.) Schröt. Pilze Schles. I. 471.
Oberes Kondeland: Umalila, Uwurunguberg im Walde auf faulen-
dem Holz (n. 1467. -— Nov. 1899).
P. Goetzei P. Henn. n. sp.; pileo subcarnoso-spongioso, convexo,
vertice late umbonato, concentrice zonato sulcatoque, cute rimosa squamules-
cente isabellina, sicco pallide cinerea, subsericea, ca. 12—414 cm diametro,
margine interdum crenato vel subsinuoso; hymenio plano, subferrugineo,
tubulis longis, adnexis haud decurrentibus, poris rotundato-angulatis en.
256 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ith. d. bot. Ergebn, d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
1—2 mm diametro, acie subintegris, ferrugineis; carne albido; basidiis cla-
vatis 46—20 X 8—10, sporis subglobosis, ovoideis vel ellipsoideis, 6—9 X
5—8 u, episporio dilute flavido; stipite tereti, farcto, basi interdum pro-
liferanti 4—6 cm longo, 4'/; cm crasso subvelutino alutaceo e sclerotio,
subgloboso tuberoso, contextu albido, carnoso-fibroso, superficie subareolato,
rimoso, sulcato corticato, ca. 7 em diametro oriente. 7
Unyika: bei Suntas Dorf am Mlowo auf Erdboden im Buschwalde
(s. n. — 13. Nov. 1899). |
Die Art ist mit P. Sapurema A. Möll. verwandt, aber ganz verschieden. Der an-
fangs fleischig schwammige Hut ist im trockenen Zustande ziemlich fest und hart, mil
concentrischen, etwas glänzenden Zonen. Das Sclerotium, welches von einer leder-
farbigen Rinde bekleidet ist, ist im Innern fleischig-faserig weißlich. Im vorliegenden
Zustande ist dasselbe stark verschrumpft, runzelig.
Polystietus aratus Berk. Chall.-Exped. Nr. 53, forma grandiporus
Usafua: Porotoberg im Walde des Kraters um 2000 m an faulendem
Holz (n. 1300. — 26. Sept. 1899).
Von der typischen Art ist die Form durch weitere rundlich-fünfeckige Poren ver
schieden.
Favolaschia Goetzei P. Henn. in Engl. Bot. Jahrb, XXVIIL 322. à
Kingagebirge: bei Bulongwa um 2200 m an Zweigen (n. 931.
22. Mai 4899).
Agaricaceae.
Schizophyllum alneum (L.) Schrüt. Pilze Schles. I. 553.
Unyika: bei Menayenes Dorf am Bachufer auf faulendem Tol
(n. 4445. — 15. Nov. 1899).
Inoeybe eyaneo-vireseens P, Henn. in Engl. Bot. Jahrb. XXVII. 323
Langenburg: Kumbirathal um 500 m, am Bachufer an feuchten
Stellen auf moderndem Laub (n. 836. — 12. April 1899). |
Clathraceae.
N
Clathrus (Clathrella) pseudocancellatus (E. Fisch. Unters.
vergl, Entwickelungsgesch. u. Systemat. der Phalloideen II. 6),
Kondeland: nördl. Nyassaufer, Kondeebene an faulenden Bambuss
stäben auf Erdboden um 500 m (n, 878, — 26. April 4899).
Ascomycetes.
Perisporiaceae.
Parodiella perisporioides (B, et €.) Speg. Fung. Arg. pug. I. 1789
Kingagebirge: Uosangu, Muigiberg, trockene Abhänge um 2100 n
auf Blättern von Tephrosia sp. (n. 4043, — Juni 1899).
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 257
Microthyriaceae.
Mieropeltis aeruginosa Wint. Hedw. 1886 p. 100.
Oberes Kondeland: Umuamba, auf Blättern von Tricalysia Nyassae
Hiern (Rubiac.) (n. 1326 °).
M. distincta P. Henn. n. sp.; peritheciis epiphyllis vel hypophyllis
sparsis, orbiculari-scutatis, depressis, tenui-marginatis, olivaceo-fuscis, ra-
diato-reticulatis, 180—250 u diametro; ascis clavatis, vertice rotundatis,
tunicatis, basi attenuatis, 4—8-sporis, 35—65 X 20—28 pu; sporis con-
globatis, oblonge clavatis 3—9-septatis, 25—50 X 4—5 y, hyalinis; para-
En. fasciculatis, filiformibus dichotomis 30—60 X 1—11/, y. |
— Oberes Kondeland: Umuamba, auf Blättern von Tricalysiae Nyassae
Hiern mit voriger Art (n. 1326®).
; Die Art ist durch die büscheligen Paraphysen, die dichotom geteilt sind, von allen
bisher beschriebenen Arten verschieden.
‘ Phacidiaceae,
— Cocconia Parinarii P. Henn. n. sp.; ascomatibus epiphyllis sparsis
vel aggregatis, irregulare pulvinatis applanatis, confluentibus, atro-carbona-
ceis, nitentibus, tuberculosis, inaequaliter rimose dehiscentibus 11/,—4 mm
diametro; ascis defluentibus; sporis ellipsoideis vel subovoideis, medio
Æseptatis haud constrictis, utrinque obtusis, 12—15 X 8—10 y, atro-
brunneis.
Oberes Kondeland: auf Blättern von Parinarium mobola Oliv.
(m. 1327°).
Die Art ist von C. Sellowii P. Henn. (Engl. Bot. Jahrb. XV. p.14) gänzlich ver-
schieden.
Tuberculariaceae.
Fusarium heterosporum Nees N. A. Carol. IX. 135.
Ubana: auf Wiesen um 4750 m auf Früchten von Andropogon hirtus
(n. 780. — März 1899),
Lichenes
bearbeitet von
G. Lindau.
Leptogium phyllocarpum Mont. var. daedaleum (Flot.) Nyl. Syn.
p. 130. |
— Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen,
um 2600 m (n. 952. — Mai 1899).
*L. tremelloides E. Fr. Fl. Scan. p. 293.
Usagara: Uluguruberge, an Baumstimmen um 1000 m (n. 221, 264°.
Nov. 1898). |
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 17
258 Beitr.z. Flv. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergeb. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen
2600 m in. 954°, 952°. — Mai 1899).
Cladonia rangiferina (L.) Hoffm. Fl. Germ, p. 114. 4
Rungwe-Stock: höchste Kuppe zwischen Gras, 2900 m {n. 1457. :
Aug. 1899).
Usnea barbata E. Fr. var. densirostra Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 234.
Oberes Kondeland: Umalila-Mpesoberge, auf Felsboden und Schotter
an Abhängen um 2000 m (Oct. 1899).
*Var. australis (E. Fr.) Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 1066.
Usagara: Ulugurugebirge, auf Baumstämmen im Urwald bei 12
1800 m {n. 190. — Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu.
* Var. fastuosa Müll. Arg. Lich. Argent. n. 6.
Usagara: Ulugurugebirge, auf Gneisblöcken des Lukwangule-Plateaus
‘um 2500 m (n. 303, 304. — Nov. 1898). — Einheim. Name: mtefu
tefu.
*Theloschistes flavicans (Sw.) Norm. Conat. praem. p. 17.
Usagara: Uluguruberge, an Bäumen im Urwald, 12 —1800 m {n. 190!
498. — Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu.
*Ramalina complanata Ach. var. canalicularis Müll. Arg. L. Aft
trop. n. 45.
Usagara: Uluguruberge, um 12—1800 m, an Stämmen (n. 190%.
Noy. 1898).
Anaptychia leucomelaena (Ach.) Wain. Etud. I. 128.
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstimmen,
2600 m (n. 952°. — Mai 1899).
*Cetraria glauca (L.) Ach. Meth. p. 227.
Usagara: Uluguruberge, im Urwald auf Bäumen um 42—1800 m
n. 497. — Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu.
Peltigera polydactyla Hoffm. Flor. Germ. II. p. 106.
Usafua: Porotoberg im Wald um 2300 m, auf moderndem Lil
n. A048, Juni 1899).
*P. eanina Hoffm. Flor. Germ, I 416.
Usagara: Uluguruberge, an Stämmen im Urwald des Lukwangule
Plateaus, 1300—2000 m (n. 264. — Nov. 1898).
Stietina ambavillaria (Bory) Nyl. Syn. p. 346.
Kingaberge: Kinyikaberg im Schluchtenwald an Baumstämmen, mi
2600 m (n. 952", Mai 1899).
*Stieta variabilis Ach. Lich. Univ. p. 455.
Usagara: Uluguruberge, auf Bäumen im Urwald, um 42--1800 1
n. 202. Nov, 1898). — Kinheim, Name: mgam a.
{
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 259
Parmelia Hildenbrandii (Fr.) Müll. Arg. — Krempelh. sub Sticta in
Verhandl. d. zool. bot. Ges. Wien XVII. p. 317.
Nyassagebiet: Uhehe, Mantananu-Plateau, 1800 m, auf Fanrea spec.
(n. 738°).
*P. tiliacea (Hoffm.) Ach. Meth. p. 215.
Kingagebirge: Kinyikaberg, Schluchtenwald an Baumstämmen um
2600 m (n. 952'. — Mai 1899).
*P. physodes (L.) Ach. Meth. p. 250.
Usagara: Uluguruberge, im Urwald auf Bäumen, 12—1800 m (n. 199.
— Nov. 1898). — Einheim. Name: pandu-pandu.
*P. adpressa Krempelh. var. stenophylloides Müll. Arg. Lich.
Parag. n. 32.
Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg, auf Gneis auf kahlem Felskegel,
1900 m (nm. 325. — Dec. 1898).
Pseudophyseia speciosa (Wulf.) Müll. Arg. Bull. Herb. Boiss. I.
App. I. p. 40.
Kingagebirge: Kinyikaberg, Schluchtenwald an Baumstämmen bei
2600 m (n. 952°, &, KE — Mai 1899).
Pannaria rubiginosa (Thunb.) Del. Diet. Class. p. 20.
Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen
um 2600 m (n. 952". — Mai 1899).
*Lecanora atra (Huds.) Ach. Univ. p. 344.
Usagara: Uluguruberge,. Ndjofuberg, auf Gneis eines kahlen Fels-
kegels um 1900 m (n. 330. — Mai 1898).
*L. sordida (Pers.) Th. Fr. Arct.,p. 115.
Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg, auf Gneis eines kahlen Felskegels
um 1900 m (n. 327. — Dec. 1898).
Callopisma cinnabarinum Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 333.
Kingagebirge: Kinyikaberg an Gneisblücken bei 2600 m (n. 950. —
Mai 1899). |
Oberes Kondeland: Umalali-Mpeso-Berg auf Felsblöcken und Schotter,
Abhänge um 2000 m (Oct. 1899).
*Diploschistes scruposus (L.) Norm. Conat. praem. p. 20.
Usagara: Uluguruberge, Lukwangule-Plateau um 2400 m, an trocke-
men Abhängen auf der Erde zwischen Grasbüscheln Krusten bildend (n. 264.
= Nov. 1898).
* Pertusaria lactea Nyl. in Lamy Cat. p. 90.
Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg auf Gneis auf kahlem Felskegel,
1900 m (n. 331. — Dec. 1898).
Nyassagebiet: bei Langenburg, Gneisblöcke am Unterlauf der Rum-
bira um 500 m (n. 835°. — April 1899).
Oberes Kondeland: Umalali-Mpeso-Berg, an Felsblöcken und Schotter
der Abhänge um 2000 m (s. n. — Oct. 1899).
LT"
260 Beitr.z. Fl. v. Afr, XXI, Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
* Lecidea russula Ach. Univ. p. 197.
Usagara: Uluguruberge, Ndjofuberg, auf Gneis eines kahlen Felskegels
um 1900 m (n. 326. — Dec. 1898).
Heterothecium leucoxanthum Massal. Esam. p. 17.
Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstiimmer
um 2600 m {n. 952 u. i. — Mai 1899). |
Buellia parasema (Ach.) Th. Fr. var. disciformis Th. Fries Lich
Scand. p. 590. |
| Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstiimmen un
2600 m (n. 952%. — Mai 1899).
*B. diplotommoides Müll. Arg. Lich. Beitr. n. 362.
Usagara: Ulugurugebirge, Ndjofuberg auf Gneis eines kahlen. Fels-
kegels um 1900 m (n. 328, 329. — Dec. 1898).
Oberes Kondeland: Umalali-Mpesoberg, auf Felsblücken und Schotter
der Abhänge um 2000 m (s. n. — Oct. 1899)
Rhizocarpum geographicum (L.) DC. var. atrovirens Körb, Syst.
p. 263. i |
Kingagebirge: Kinyikaberge, auf Gneisblücken um 2600 m (n. 950%
— Mai 1899). ;
“4
L
«
?
Hepaticae
bearbeitet von
F. Stephani.
Radula recurvifolia Steph. in Hedwigia 1888 p. 63.
Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen
um 2600 m (n. 951 — Mai 1899).
Chaudonanthus hirtellus (Weber) Mitten in Hooker, Handb. N
Zeal. Fl. p. 753.
Rungwestock: Lavastrom zwischen Lavablöcken um 4800 m (n. 1334,
— Oct. 1899). |
Frullania longirostris Steph. in Hedwigia 1894 p. 139.
SEA
2600 m (n. 954, — Mai 1899). |
F.(Trachyeolea) nutans Steph. n. sp.; sterilis, major et robusta.
presso-cylindrici, vertice parum angustali rotundatique, ore parvo mat
ginibus ineurvis, Amphigastria magna, eaule subtriplo latiora, transverse
inserta, subrotunda, apice emarginato-bidentula, dentibus breviter setacels
conniventibus, sinu subeireulari diseretis.
Kingagebirge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstiimmen
um 2600 m (n, 961% — Mai 4899), |
4
Ar Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 261
F. (Thyopsiella) Goetzeana Steph. n. sp.; dioica, major, gracilis,
nultiramosa. Folia approximata, oblique patula, late ovata, longe apicu-
ata, caulem antice longe superantia, subplana, margine postico leniter ad
inticum recurvo. Lobuli erecti, cauli contigui, parvi, oblongo-cylindrici,
vertice parum angustati, sub ore constricti, ipso ore rotundati, interdum
»xplanati, lanceolati, concavi erecti vel cauli curvatim approximati. Am-
Mhigastria caulina profunde sinuatim inserta, auriculis basalibus repandis
onstrictis, caule multo latiora et foliis fere aequimagna, ad !/, acute in-
isa, medio gibboso cauli appresso, laciniis ovatis longe apiculatis, porrectis,
narginibus lateralibus valde revolutis. Perianthia ambitu clavata, pro-
unde triplicata, rostro longiusculo. Folia floralia plurijuga, intima obo-
yata grosse trispinosa, spina media apicali longissima subsetacea; lobulus
Olio suo triplo angustior, ad medium solutus, longe acuminatus, margine
yostico revoluto spina singula armatus. Amphig. flor. intimum foliis suis
najus, ad ?/, bifidum, basi valde angustatum, laciniis lanceolatis superne
onge setaceis, extus spina singula auctis. |
Usafua: Porotoberg im Wald, 2300 m (n. 1047*. — Juni 1899).
Cololejeunea Malanjae Steph. n. sp.; dioica, minor, foliicola, valde
‘amosa. Folia a caule repente erecta, apice hamatim decurva, ex an-
sustissima basi sensim ampliata, fere acute spathulata, marginibus parce
rosseque dentatis. Cellulae foliorum marginales 18 u, medianae 48 X
M u, basales 18 X 36 u, trigonis magnis acutis. Lobulus folii oblongus,
pice oblique truncatus, carina parum arcuata in foli marginem substricte
xcurrens. Perianthia foliis aequilonga, uno latere innovata, oplime pyri-
ormia, superne quinqueplicata, plicis humilibus, acutis longe decurrentibus,
ptime papulosis, rostro subnullo. Folia floralia anguste lanceolata,
cuminata, acuta, lobulo simillimo subaequilongo, perianthii basin laxe am-
jlectentia, stricta erecta, perianthio subaequilonga.
Rungwe-Stock: um 2500 m (n. 1461% — Juni 1899).
Auch von Malanje (Scorr ErLior).
Musci frondosi
bearbeitet von
y. F. Brotherus.
Sphagnales.
Sphagnum pyenocladulum C. Müll. in Flora 1887 p. 420
Esafua: Ngosiberg, an Steilabhängen polsterbildend (n. 1301).
Bryales.
Trichostomum (Hydrogonium) Ehrenbergii Lor. var. denticus-
is Broth. n. var.; folia summo apice minutissime denticulata.
262 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
Oberes Kondeland: Umuamba, an ständig von Wasser tiberrieselter
Abhängen, 700 m (n. 1348).
Zygodon dioicus Broth. n. sp.; dioicus; robustus, lutescenti-viridis,
aetate fuscescens; caulis erectus, vix ultra 4 cm altus, inferne ferrugineo-
tomentosus, dense foliosus, simplex vel innovando ramosus, ramis erectis,
brevibus, fastigiatis; folia sicca erecta, flexuosa, humida squarrosa, cari
nato-concava, lineari-lanceolata, breviter acuminata, mucronata, marginibus
erectis, integerrimis, nervo breviter excedente, dorso laevi, cellulis minutis,
hexagono-rotundatis, minute papillosis, basilaribus oblongis, laevibus; seta
7 mm alta, tenuis, flava; theca erecta, longicollis, subcylindraceo-elliptica,
sicca sulcata, microstoma, pallida; annulus latus, persistens; peristo
mium brevissimum, internum, fugacissimum; sporae 0,015—0,020 mm
virides, laeves; operculum a basi breviter conica oblique rostratum.
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstimmen un
2600 m (n. 954%, Mai 1899).
Species Z. Volkensit Broth. habitu simillima, sed inflorescentia nee non foliis in
eg errimis longe diversa.
Macromitrium abessinianum C. Müll. var. angustifolium Broth.
Usafua: Porotoberg im Wald, um 2300 m (n. 1047. -— Juni 1899)
Diese Var. ist auch vom Kilimandscharo bekannt, wo sie von Vorkexs gefunde
worden ist, und unterscheidet sich vom Typus dureh schmalere Blätter.
Breutelia subgnaphalea (C. Müll.) Par. Ind. bryol. p. 154.
Bartramia subgnaphalea C. Müll. in Flora 1890 p. 480.
Rungwe-Stock: Kalenga-lenga-Berg um 2500 m (n. 1146. — Jun
1899).
Neckera Höhnelii C. Müll. in Flora 1890 p. 489.
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen un
2600 m (n. 9511. — Mai 1899).
Entodon stereophylloides Broth, n. sp.; autoicus; robustus, pl
nissimus, caespitosus, caespitibus depressis, lutescenti-viridibus, fusco-varie
zatis, nitidissimis; caulis repens, fusco-radiculosus, dense foliosus, cum
foliis e. 3 mm latus, pinnatim ramosus, ramis patulis, inferioribus pauluı
ultra 1 em longis, superioribus sensim decrescentibus, obtusis; folia sice
adpressa, humida erecto-patentia, concava, ovalo-acuminata, marginibus ba
breviter recurvis vel ubique erectis, superne minutissime serrulato-dentieu
latis, nervis binis, brevibus, saepe obsoletis, cellulis elongatis, angustissimis
ad angulos quadratis, numerosis, chlorophyllosis; bracteae perichaeth
late ovato-lanceolatae, vaginantes, piliformi-attenuatae, inlegrae, enerves
externae mullo minores; seta brevis, vix ultra 6 mm alla, tenuissimä
flexuosula, flava; theea erecta, oblongo-eylindrica, €, 3 mm longa, pallid
fusca, laevis. Caetera ignota.
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen ul
2600 m (n. 954%, — Mai 1899),
7.
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 263
Species pulchra, robusta, E. geminidenti (Besch.) sat similis, sed seta perbrevi
am diversa, habitu speciebus nonnullis Sfereophylli haud dissimilis.
Fabbronia Goetzei Broth. n. sp.; autoica; tenella, caespitosa, cae-
pitibus densiusculis, lutescenti-viridibus, sericeis; caulis repens, dense ra-
nosus, ramis suberectis, brevibus, densiuscule foliosis, simplicibus; folia
icca erecta, humida erecto-patentia, concava, ovato-acuminata, pileo hva-
ino folium fere aequante terminata, marginibus erectis, superne remote et
naequaliter denticulatis, nervo tenui, brevi, saepe inconspicuo, cellulis ala-
bus numerosis, laxe quadratis, caeteris rhomboideis, chlorophyllosis;
jracteae perichaetii erectae, vaginantes, piliferae, denticulatae, enerves:
seta 3 mm alta, tenuis, flexuosula, sicca sinistrorsum torta, flavida, lae-
yissima; theca erecta, ovalis, ore haud dilatata, laevis, lutescens, aetate
wunnea; peristomium simplex; exostomii dentes 16, geminati, lanceo-
ati, obtusi, alternatim laeviter articulati, dense papillosi, sordide lutei, aetate
brunnei ; sporae 0,015—0,020 mm, virides, papillosae; operculum mammil-
atum, vix rostratum.
Kingaberge: Kinyikaberg, im Schluchtenwald an Baumstämmen um
2600 m (n. 954, 9514, 951°. — Mai 1899).
Species ob folia pilifera cum F. abyssinica C. Müll. et F. longipila Broth. com-
paranda, sed foliis nervo tenui, saepe obsoleto et operculo mammillato nec rostrato
iam dignoscenda,
Pteridophyta
bearbeitet von
G. Hieronymus.
Filicales.
Cyatheaceae.
Cyathea Dregei Kunze Linn. X. p. 554; XII. p. 152.
Oberes Kondeland: Umalila, an Waldrändern um 2300 m ii. M.
(n. 1468).
4—2 m hoher Baumfarn mit schenkelstarkem Stamm, Wedel bis 11/4 m lang.
Polypodiaceae.
Notholaena Marantae (L.) R. Br. Prodr. Nov. Holl. p. 146.
Östl. Livingstone-Gebirge: Ubena, in der Tsausingwe-Landschaft
in Felsritzen um 2100 m ü. M. (n. 813). — Einheim. Name: mtalu.
Wedel bis fußhoch.
Vittaria isoetifolia Bory It. I. p. 325.
Rungwe-Stock: an den südlichen Abhängen im Walde, an Baum-
stämmen zwischen Moos kriechend, um 1900 m ii. M. n. 1468).
Blätter bis über meterlang, dunkelgrün.
264 Beitr.z. FL v. Afr, XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb,-Exped. ete,
Elaphoglossum marginatum (Wall) Moore Ind. Fil. p. 11 u. 361.
Rungwe-Stock: im Walde an Baumstämmen, zwischen Moos kriechend,
um 1900 m ü. M. (n. 1166). | |
Platycerium elephantotis Schweinf. Bot. Zeit. 1871 p. 361.
Westabfall des Livingstone-Gebirges: am Rumakariafluss in
Schluchten beim Austritt aus den Bergen um 700 m ü. M., epiphytisch auf
Bäumen (n. 1172).
Wedel bis 3/4 m lang und 40 cm breit.
Gleicheniaceae.
Gleichenia polypodioides S. Sm. Act. Taur. V, p. 419.
Kingagebirge: Kipengererücken bei Uhinga um 2300 m ü. M., an
schattigen Bachufern (n. 957°). |
Schizaeaceae.
Mohria caffrorum Desv. Ann. Linn. VI. p. 198.
Ubena: am Luhigibach an steilen Abhängen auf rotem Laterit zwischen
Steinen um 1900 m ü. M. (n. 808). — Einheim. Name: mkota.
Aneimia Schimperiana Presl Suppl. p. 84.
Kondeland: im Rumbirathal bei Langenburg, an den unteren Ab-
hängen der Berge um 500 m ii. M. (n. 831). — Einheim. Name: fyuyu.
Osmundaceae.
Osmunda regalis L. var. capensis (Presl) Milde Fil. Europ. et
Atlant. p. 179.
Usafua: an Bachufern am Luangwafliisschen, um 2000 m ü. M
(n. 4135).
Salviniaceae.
Azolla nilotica Dene. ap. Mett. Plant. Tinnean. p.54, 1.25... °
Rukwasee: Kibungu bei Ubungu am sumpfigen Seeufer, um 800 m
ii. M, (n. 1444),
Ophioglossaceae.
Ophioglossum lancifolium Presl, Suppl. p. 50.
Ostl Livingstone-Gebirge: in der Tsausingwe-Landschaft, auf Fels
mit dünner Humusschicht, in der sich das Quellwasser sammelt, um
2100 m ii. M, (n. 845). | |
Bisher nur bekannt von Madagascar und Isle de France,
Lycopodiales.
Lycopodiaceae.
Lycopodium saururus Lam. Eneye). II. p. 653.
Rungwe-Stock: auf der höchsten Bergkuppe an Abhängen um
2900 m fi, M, {n. 145%). — Kinheim, Name: mbulidi,
A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-Sce ele. ges. Pllanzen. 265
L. verticillatum L. f. Suppl. p. #88.
| Usafua: auf dem Ngosi- oder Porotoberg im Walde des Kraters, epi-
Jhytisch auf Baumstämmen, um 2000 m ü. M. (n. 1297).
Stengel bis 1/2 m lang.
* L. cernuum L. Spec. plant. ed. I. p. 1103.
. Uhehe: bei Mgololo auf Sumpfboden auf welligem Plateau, um
1400 m ü. M. (n. 767).
L. carolinianum L. Spec. ed. I. p. 1404.
Uhehe: auf einer moorigen Wiese eines hiigeligen Plateaus bei Funda,
twa 1600 m ü. M. (n. 722).
Selaginellaceae.
Selaginella Goetzei Hieron. n.sp.; Flagellifera platysticha(Hetero-
stachys) herbacea; surculis c. 1/, mm crassis quadrangulis, parum ascenden-
ibus, basi radicantibus et plerumque flagella gerentibus, fere a basi bipinna-
im ramosis, ambitu triangulari-ovatis, ramis utrinque 3—4, vix ultra 1/, em
listantibus; inferioribus vix ultra 2 cm longis; ceteris brevioribus apicem
versus decrescentibus; supremis simplicibus, ceteris pinnatim ramulosis;
‘amulis utrinque 1—2 simplicibus; sterilibus plerumque c. 1/ em rarius
isque ad 4 cm longis, ramorum supremorum saepe fertilibus, spicam ge-
‘entibus; foliis flagellorum et partis basalis surculorum subhomoideis, alternis
vel saepius decussatis, triangulari-ovatis, hasi rotundatis, apice acutis, mar-
sine breviter ciliato-serrulatis, usque ad %/, mm longis, !/, mm vel parum
utra supra basin latis, pallide viridibus; foliis ceteris omnibus dimorphis;
ateralibus surculorum inferne inter se distantibus (internodiis c. 1—4'/. mm
ongis), superne et ramorum ramulorumque magis approximatis, apicalibus
ese invicem margine attingentibus, plus minusve inaequilateralibus, oblique
yvatis, basi rotundatis vel subcordatis, apice breviter acuminato=mucronatis,
margine ciliato-denticulatis (ciliis basis semifäciei posticae usque ad 0,08 mm
Ongis, ceteris apicem versus descrescentibus), pallide viridibus; foliis late-
alibus surculorum maximis €. 3 mm longis, 43/, mm latis; foliis lateralibus
‘amorum ramulorumque similibus sed minoribus (minimis c. 41/, mm longis,
/, mm latis); foliis intermediis ovatis, aequilateralibus, basi oblique cor-
latis vel rotundatis, apice acuto cuspidatis, basi excepta utrinque anguste
ıyalıno -marginatis, margine parce ciliato - denticulatis (ciliis inferioribus
naximis vix 0,08 mm longis); foliis intermediis maximis cuspide vix !/ mm
onga inclusa c. 2 mm longis, 1 mm latis; spicis 3—4 mm longis ramulos
erminantibus eosque latitudine paulo superantibus; sporophyllis hetero-
norphis; dorsalibus majoribus ovato-triangularibus, parum inaequilateralibus
semifacie antica laete viridi, postica subhyalina), cuspidato-acuminatis, dorso
manifeste carinatis (carina virescente c. 0,14 mm lata apicem versus piloso-
serrulata); maximis cuspide vix 1/, mm Jonge inclusa ec. 11/7, mm longis,
266 Beitr.z.Fl.v. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
vix I mm supra basin latis; sporophyllis ventralibus dorsalibus similibus,
sed minoribus aequilateralibus, utrinque subhyalinis, dorso minus manifeste
carinatis; macrosporangiis in axillis sporophyllorum paueorum basaliu
ventralium sessilibus, microsporangiis in axillis sporophyllorum ceterorum
omnium; macrosporis citrinis, ubique brevissime papilloso-tuberculatis, costis
eommissuraiibus valde prominentibus ornatis, maximis €. 0,28 mm crassis;
microsporis miniatis inter costas commissurales minutissime, latere altero
grossius rotundato-tuberculatis, maximis 0,05 mm crassis.
Kingagebirge: an einem schattigen Erdriss am Kinyikaberg (zu dem
Ukinjagebirge gehörig) (n. 944).
Die Art ist verwandt mit S. subcordala Al. Br. und S. {enerrima und zart und
klein wie diese, unterscheidet sich von beiden, abgesehen von weniger auffallenden
Kennzeichen, schon durch das Vorkommen von Ausläufern an der Basis des Stengels,
bisweilen auch peitschentriebartigen Verlängerungen der untersten Aste.
Taxaceae (A. ENGLER).
Podocarpus Thunbergii Hook. in Lond. Journ, of bot. L 657, 1. 22.
10—45 m hoher, stark verzweigter Baum mit rundlicher Krone,
Nördl. Kingaberge: am Nordabhang des Kipengere-Rückens im
Schluchtenwald um 2500 m (n. 986. — © Blüten und Früchte im Juni
1899). |
Einheim. Name: mnoge.
Die Blatter dieser Pflanze stimmen recht gut mit den von Burenern unter n. 5873
cesammelten überein, nur sind sie durchschnittlich etwas kleiner und vielfach mit einer
mehr ausgezogenen Spitze versehen.
Pinaceae (A. ENGLER).
Juniperus procera Hochst. in Schimp. pl. Abyss. n. 537 ex A. Rich,
Fl. Abyss. Il. 278.
Nördl. Kingaberge: am Nordabhang des Kipengere-Rückens 1
Schluchtenwald bei 2400 m (n. 981. — Fruchtend Ende Mai 1899).
Als 15—20 m hoher, ziemlich tief mit Zweigen besetzter Baum mit sehr zer
—
zausten Kronen, im Alter bläulich-grün,
Potamogetonaceae (K. Scmumann).
Potamogeton pectinatus L. Sp. ed. 1. |
Usafua: im Kratersee des Porotoberges, bei 2000 m ü.M. (n. 1292
Steril im Sept. 1899).
Ist uber die ganze Krde weit verbreitet,
Hydrocharitaceae (M. (ünks,.
Boottia Fischeri Gürke in Engl, Pflanzenw. Ostafrikas G. (1895) 9a
Nördl, Kingagebirge: Ussangu, im Msimasisumpf, 1200 m ü.
n. 4026. — Blühend im Juni A899).
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 26%
Palmae (U. Damme).
Hyphaene aurantiaca Dammer n. sp.; arbor? foliis petiolatis flabelli-
formibus petiolo plano-convexo, apicem versus supra leviter concavo, dorso
fusco-striato, margine atrofusco aculeato, aculeis plerumque genuflexis, in-
fimis tantum ut petioli margine dense fusco-floccoso-tomentosis denique
glabris; ligula obliqua obtusa, crenulata; rhachi ad medium laminae pro-
tensa basi supra leviter dentata; lamina ca. 60-secta supra basi nervis
leviter flosculosis, subtus nervis aculeatis, aculeis flosculis involutis; filis
inter segmenta subnullis; inflorescentia 9 ?; inflorescentia Q racemosa
bracteis cylindraceis oblique apertis acuminatis: ramis inflorescentiae spicam
unicam gerentibus, bracteolis late cochlearibus, apice emarginatis, floribus ? ;
fructu breviter pedicellato, ovoideo, uno latere leviter carinato, apice appla-
nato impresso, aurantiaco, pruinoso, fusco-punctato; putamine ovoideo-
globoso, basi applanato.
Blatter über 4 m lang gestielt, mit ca. 1,25 m langer Blattfläche; Blattstiel plan-
convex, nach oben hin oberseits etwas concav, auf dem Ricken mit einem breiten,
braunen Mittelstreifen versehen, am Rande schwarzbraun, 2—5 cm breit, mit meist knie-
förmig nach auswärts gebogenen, kräftigen, an der Basis des Blattstieles sehr genäherten,
bald ziemlich weit entfernt stehenden braunen Stacheln besetzt, welche nur in der Nähe
der Blattscheide an der Basis mit einem langen, flockigen, braunen, bald verschwinden-
den Filze besetzt sind; Blatthäutchen schief, unregelmäßig gekerbt, etwas wellig ge-
randet, stumpf, 6—10 mm hoch; Blattspindel 55 cm lang, bis etwa zur Mitte der Blatt-
Nläche reichend, an der Oberseite mit kleinen Stachelzähnen besetzt; Blattfläche an
dem vorliegenden Wedel 4,25 m lang in 64 Abschnitte bis 3/4 der Blattfläche und
‘mehr eingeschnitten; Abschnitte lang zugespitzt, auf den oberen Nerven in der
Nähe der Basis leicht flockig behaart, auf den unteren Nerven der Unterseite mit
kleinen Stacheln besetzt, welche ganz in kleine Flockenbüschel eingehüllt sind; Fäden
zwischen den Blattabschnitten fehlen fast ganz. Männlicher Blütenstand? Weiblicher
Blütenstand eine etwa 90 cm lange Ährentraube mit 4 Ästen, welche von den cylin-
drischen, eng anliegenden, lang zugespitzten, schief aufreißenden Scheiden fast ganz
eingehüllt sind und je eine Ähre tragen. Ähren bei der Fruchtreife an der Basis bis
4,3 em dick, 48—49 cm lang, nach der Spitze bin etwas verjüngt; Tragblätter breit
löffelförmig, vorn ausgerandet; Bliten?; Frucht 6,5 cm lang, 5,5 cm im Durchmesser,
sehr kurz gestielt, eiförmig, auf einer Seite etwas stumpf gekielt, an der Spitze ein-
‚gedrückt abgeplattet, rotbraun, bläulichweiß bereift, mit zahlreichen braunen Punkten
versehen; Sarkokarp an den Seiten 5—8 mm, unten 6, oben 10 mm dick; das holzige
Endokarp an der Basis 4—5 mm dick, nach dem Foramen hin sich allmählich auf
2-3 mm verjüngend; Foramen etwa 4 cm im Durchmesser. Samenschale bis 4,5 mnı
dick von dem Endokarp an den Seiten abreißend, mit dem Nährgewebe fest verwach-
send. Samen schief breit eiförmig-kugelig, an der Basis abgeplattet, 32 mm lang, 28 mm
dick; Nährgewebe grauweiß, knochenhart, 7—S mm dick, eine kugelförmige Höhlung
umschließend; Embryo kreiselförmig an der Spitze des Samens im Nährgewebe liegend.
Von Langenburg bis zum Rukwasee verbreitet, am letzteren Be-
= =
Stand bildend fs. n. — am 20. Aug. 1899 fruchtend).
268 Beitr.z. FI. v. Afr, XXIL Ber. tb, d. bot. Ergebn.d, Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Araceae (A. ENGLER).
Hydrosme mossambicensis Schott Gen. Ar. 33. 5
Var. Unyikae Engl.; spadicis appendice subcylindrica, quam in-
florescentia mascula subduplo tenuiore et duplo longiore, 3—4 cm longa,
5—-6 mm crassa. |
Unyika: im Buschwald beim Dorf Toola, um 1300 m {n. 1413.
Blühend im Nov. 1899). | |
Die Pflanze hat ganz den Habitus des von Prrers gesammelten Originals der
II. mossambicensis und unterscheidet sich nur durch den kürzeren Kolben. Der Tubus
der Spatha ist so wie der Stiel graugrün und dunkelviolett gesprenkelt, die Lamina
innen ganz dunkelviolett. |
Gramineae (R. PILGER).
Imperata arundinacea Cyr. Pl. rar. neap. fase. 2 p. 26. |
0,5 m hoch, große Flächen ausschließlich bedeckend, im Culturland kaum aus
zurollen., 4
Oberes Kondeland: Massewe, bei Umuamba auf welligem Plateau
(n. 1328. — Blühend im Oct. 1899). |
Trachypogon capensis (Thunb.) Trin. in Mem. Acad. Petrop. ser. 6,
vol. 2, p. 257. |
Meterhohe, kleine Büsche bildend.
Ubena: welliges Plateau, auf rotem Laterit um 1750 m (n. 788. —
Blühend im März 1899).
Andropogon hirtus L. Sp. ed. I. 1046.
4—1,5 m hoch, kleine Büsche bildend, Hauptbestand der Wiesen.
Ubena: bei Ngosingosi auf welligem Plateau (n. 776. — Blühend im
März 1899). |
A. rufus Kth. var. auricoma Pilger n. var.; pedunculo communi
superne pilis longis, strictis, e lubereulis enatis instructo; internodiis spi
carum dense longeque marginibus inferne albido superne aureo-ferrugineo-
pilosis; gluma prima tergo aureo-ferruginea, pilis densis, circa tertiam glus
ınae partem longitudine aequantibus, superioribus glumam longe superan-
libus; spiculis sessilibus 6 mm longis, arista eireiter 3 cm longa; foliorum
vagina ad nodos dense albido villoso-barbata.
Kingaberge: am Abhang des Kirundeberges auf rotem Laterit (n. 904
Blühend im Mai 1899).
A. exothecus Hack. Monogr. Andropog. p. 632.
Kingaberge: am Abhang des Kirundeberges auf rolem Lalerit um
2000 m (n, 902. — Blühend im Mai 1899). |
Tricholaena rosea Nees Fl. Afr, austr. p. 16.
Ubena: bei Ngosingosi auf welligem Plateau auf rotem Laterit (n. 778
— Blühend im März 1899).
CNE
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 269
Anthephora Hochstetteri Nees var. glabra Pilger n. var.; gluma
prima (extera) indurata, longe setaceo-acuminata, dorso imprimis apicem
Versus scabra, 4 cm longa; gluma tertia glabra, obtusiuscula vel leviter
acuta, nervis 5 conspicuis, viridibus, apicem versus in nervum medium
confluentibus; spiculis circa 10 fasciculatis, plerisque hermaphroditis, in-
terioribus nonnunquam gluma prima indurata destitutis.
Meterhohe kleine Büsche bildend.
Ubena: welliges Plateau bei Ngosingosi auf rotem Laterit, um 1750 m
(n. 785. — Blühend im März 1899).
‘ Die Varietät unterscheidet sich ziemlich stark von der typischen Form durch die
Kahlheit der Spelzen, die Anzahl der Ahrchen, die starke Verlängerung der ersten
Spelzen, doch sind die Formen durch Übergänge verbunden, indem auch bei Exemplaren
aus Abyssinien die Spelzen in wechselnder Linge zugespitzt sind und die Behaarung
der ersten Spelze sehr wechselt; Exemplare aus Deutsch Ost-Afrika (z. B. Fiscuer
n. 669) haben kahle, äußere Spelzen und nur eine schwache Wimperung der dritten
Spelzen.
Perotis indica (L.) K. Sch. (Sp. pl. 40).
Bis 0,5 m hoch, kleine Büsche bildend.
Ubena: welliges Plateau auf rotem Laterit, um 1750 m (n. 786. —
Blühend im März 1899).
Tristachya inamoena K. Sch. in Pflanzenw. Ostafrikas €. p. 109.
Die Art ist nach einem ziemlich unvollkommenen Exemplar beschrieben, so dass
einige Bemerkungen über sie am Platze sind. Die Pflanze ist meterhoch und bildet aus-
gedehnte Rasen; die Blattspreiten sind schmal linealisch, lang gespitzt, ca. 30—40 cm
lang, 5 mm breit, unterseits an den Nerven stark rauh, an den Rändern mehr oder
weniger eingebogen oder eingerollt; die Scheiden namentlich der unteren Blätter sind
mit dunkelrotbraunen Wärzchen bedeckt, von denen (nicht immer) kurze, weißliche
Borsten ausgehen; 3 Ährchen stehen auf gemeinsamem Stiel; die erste Hüllspelze is
lanzettlich, in eine lange Spitze ausgezogen, 13 mm lang, auf dem Rücken dicht mit
dunkelrotbraunen Warzen besetzt, auf denen sehr steife, braun glänzende, 3—4 mm
lange Borsten stehen; die untere Blüte des Ährchens ist unbegrannt; die obere Blüt:
hat eine ca. 42 mm lange Granne, die in der Mitte gekniet ist, im unteren Teil dunkel-
braun, im trockenen Zustande mehrmals spiralig eingerollt, im oberen Teil weißlich,
rauh; die Deckspelze der oberen Blüte ist auf der Rückseite dicht mit langen, weiß-
lichen, anliegenden Haaren besetzt. |
Ubena: welliges Plateau bei Ngosingosi auf rotem Laterit, um 1750 m
(n. 787. — Blühend im März 1899).
Die Gorrze’schen Exemplare zeigen sich in einigen Punkten vom Originalexemplar
verschieden, indem die Borstenbekleidung der Hüllspelze wie die Behaarung der Deck-
spelze der 8 Blüte dichter ist, auch ist der Blütenstand weniger verzweigt, die Äste
kürzer und nur mit wenigen Gruppen von Ährchen versehen. Doch ist die specifische
Übereinstimmung der Exemplare mir nicht zweifelhaft.
Harpachne Schimperi Hochst. in A. Rich. Tent. Fl. Abyss. IE 434.
_ Ubena: welliges Plateau bei Ngosingosi auf Wiesen (n. 781. — Blü-
hend im März 1899).
Eragrostis trachyphylla Pilger n. sp.; caespites densos, parvos,
culmos complures procreantes formans; innovationibus numerosis, brevibus,
foliis nonnullis planis, rigidiusculis, lanteolato-linearibus instriclis; culmis
270 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn.d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
tenuibus, elatis, erectis vel basin versus leviter geniculatis, paucifoliatis
striatis, glabris, magna pro parte evaginalis; foliis ad culmos paucis, apicen
versus decrescentibus, longe distantibus, lamina = patente, plana, lineari
lanceolata, apicem versus sensim longe attenuata, nervoso-striata, supra
subtus scaberula, vagina internodiis multo breviore, laxiuscula, glabra
striata, ore parce barbata, ligula subnulla, corona pilorum brevissimorur
formata; panicula brevi, laxa, ambitu ovata vel ovato-lanceolata; rami
paucis, singulis, distantibus, vel inferioribus 2 valde approximatis et fere
oppositis, = patentibus, simplicibus vel parcissime ramulosis, paucispieu
latis, glabris, parum flexuosis,, parte inferiore espiculatis, nudis; spiculi
paucis, distantibus, breviter pedicellatis, ovatis, compressis, brunneis a
brunneo-violaceis, dense circa 9—13-floris; glumis vacuis glumam floriferan
floris infimi fere aequantibus, ovatis, dorso apicem versus leviter scaberulis
eluma florifera rotundato-ovata, coneava, apice rotundata; palea illam cir
citer aequante, lata, tenuiter membranacea, apice truncata, marginibu
anguste arcte inflexis.
Die Pflanze bildet dichte, kleine Rasen mit zahlreichen kurzen Inflorescenzen.
Spreiten der Blätter an den Innovationen sind bis 40—12 cm lang und 5 mm breit
die Halme sind 0,5 m hoch; die Spreiten der Halmblätter sind 6—7 cm lang und 5 m
breit; die lockere Rispe erreicht nur eine Länge von 5—7 cm, ihre unteren Aste sin
3—5 cm lang; die Ahrchen sind ca. 6 mm lang und 5 mm breit, ihre Hüllspelzen sin
4 mm lang, die Deckspelzen 3 mm.
Unyika: auf welligem Plateau im Buschwald bei Suntas Dorf, un
1600 m (n. 4435. — Blühend im Nov. 1899).
Die Art steht der Æragrostis brixoides Nees nahe, unterscheidet sich aber besonde
durch breitere, flache Blätter, sowie lockerere Rispe, deren Aste im unteren Teile keine
Ahrchen tragen.
Arundinaria alpina K. Sch. in Pflanzenw. Ostafrikas C. p. 416.
Halme 8—10 m lang, bis armdick, mit Blüten bedeckt.
Rungwe-Stock: auf Abhängen, eine Zone von 2100—2600 m bilde
n. 1145. — Blühend im Aug. 1899).
A. tolange K. Sch. (Gorrze n. 254) ist von A. alpina nicht specifisch verschieden
J i p | ‘2 |
|
|
|
Cyperaceae (K. ScHuMANN).
Kyllingia platyphylla K. Sch. n. sp.; caespitosa, caulibus humilibu
vel modice altis triangularibus angulis minutissime ciliolatis; foliis pro rata
latis, lanceolatis, acuminatis, basi rotundalis, subtus minutissime pilosulis,
inargine eiliolatis, supra glabris; capitulo simpliei albo bracteis 3 vel A
diatim dispositis latis subtus minutissime pilosulis suffulto; floribus 2 0
andris, glumis glabris, |
Die ausdauernde Staude ist 7--19 em lang, von den nach dem Abbrennen stehe '
vebliebenen Scheiden am Grunde umgeben. Die Blattspreite ist 2—5 cm lang
6-7 mm breit, die Scheide häutig; jene ist getrocknet graugrün; nur 3—5 Blitter Der
kleiden den steifen, geraden oder schwach gebogenen Stengel. Das Köpfchen hat eb 1
“10 mm im Durchmesser und wird von den 4-2 em langen und am Grunde 6—8 m
breiten Hüllblättern gestützt. Die Spelzen sind 4 mm lang, der Griffel misst 4 mm
ii
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 271
Unyika: am Mbeye-Berg auf feuchter, rasiger Einsenkung, 2000 m
ii. M. (n. 4449. — Blühend im Nov. 1899).
Die sehr breiten Blätter des Stengels sowohl wie der Infloreseenz kennzeichnen
die Art auf den ersten Blick.
Carex Johnstonii Bckler. in Engl. Bot. Jahrb. VIL 278. — C. Vol-
kensiö K. Sch. in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas C. p. 130.
Uber meterhohes Riedgras, kleine Büsche bildend; Ahrchen hellbraun, überwuchert
alle anderen Stauden.
Rungwe-Stock: auf der höchsten Spitze in der Bambuszone, bei
2500 m ti. M. (n. 1305. — Blühend im Sept. 1899).
Diese Art hat offenbar in Afrika eine weite Verbreitung, außer von hier und dem
Kilimandscharo, auf dem sie zuerst gefunden wurde, hat sie Scorr Ernior von Ruwen-
zori mitgebracht.
Cyperus angolensis Bckler. in Flora 435 (1880).
Kingag@birge: flache, rasige Abhänge am Bulongweberg (n. 1220.
— Blühend im Sept. 1999).
Bisher nur aus West-Afrika bekannt.
Xyridaceae (Ars. Nirsson).
Xyris capensis Thunb.
à. nilagirensis (Steud.).
Kingagebirge: in sumpfigen Einsenkungen des Kipengererückens, um
2700 m (n. 977).
X, brunnea Nilss. n, sp.: Euxyris; foliis filiformibus, compressis vel
teretiusculis, vix 1 mm latis, acutis, glabris, basi in vaginam rufescenti-
brunneam, inferiore parte margine ciliatam sensim ampliatis, scapo tere-
tiusculo, glabro, ad 25 em alto, basi vagina brevifoliata cire. 8 em longa
inferiore parte einnamomea, non nitida instructo; spiea obovata, pauci-
flora, ad 6 mm longa, bracteis obovatis, integris, mucronatis, brunneis vel
margine et inferiore parte sordidis, nitidis; sepalis lateralibus lanceo-
latis, 5 mm longis, subaequilateris carinatis, carina alata, ala hispidulo-
Spinulosa; staminodiis bibrachiatis, brachiis penicillatis; staminibus sta-
minodia superantibus; antheris linearibus filamento longioribus.
Livingstone-Gebirge: um 2360 m im westlichen Ubena (n. 822.
Diese Art ist vielleicht mit X. Rehmanni Nilss. am nächsten verwandt, aber so-
wohl von dieser Art wie allen übrigen weit unterschieden. Die Ähre erinnert an die
von X. capensis Thunb. Die Blätter haben 6—8 in einem zusammengedrückten Kreise
angeordnete Nerven, von denen 2—3 aus drei Mestombündeln und die übrigen aus je
einem Mestombündel (nebst mechanischen Zellen) gebildet sind.
Eriocaulaceae (RunrınD..
Eriocaulon mesanthemoides Ruhl. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI.
1899) p. 79.
Ukinga: im Sumpf 2400 m ü. M. (n. 1235. — Blühend im Sept. 1899).
Bis fußhohe, polsterbildende Pflanze mit weißer Blüte,
272 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
Commelinaceae (K. Schumann).
Anthericopsis sepalosa (C. B. Clarke) Engl. in Natürl. Pflanzenfam.
Nachtr. 69. — Anetlema sepalosum C. B. Clarke in DC. Monogr. Phaner.
202. — Gillettia sepalosa Rendle in Journ. of bot. XXXIV. (1896) 55.
Unyika: auf welligem Plateau beim Dorf Sunta, an trockenen Ab-
hängen um 1300 m (n. 1440. — Blühend).
Cyanotis nodiflora (Lam.) Kunth Enum. IV. 406.
Eine bis 30 cm hohe, am Grunde reich verzweigte Staude mit. blassvioletten
Blüten, aus denen die langen, blauen Staubblätter hervorragen; die Haare derselben
sind blau und haben weiße Spitzen.
Unyika: Umalali, auf rasigen Abhängen des Baudiniberges, bei
2300 m ü. M. (n. 1469. — Blühend im Nov. 4899).
Ist in Süd-Afrika gemein und geht bis Madagascar. 1148 |
Liliaceae (A. ENGLER).
Wurmbea Goetzei Engl. n. sp.; herba spithamea, bulbotubere ob-
longo ovoideo acuto, tunica exteriore nigrescente, cataphyllo summo longe
vaginante obtuso; folio unico basali lineari acuto, caulinis 2, fere ad medium
usque vaginantibus in laminam angustam lineari-lanceolatam, acutam ex-
euntibus; spica 4—5-remotiflora, flexuosa; perianthii tepalis basi cohaeren=
libus lanceolatis albis, medio supra unguem macula pallide violacea notatis,
filamentis filiformibus basi latioribus tepalorum ?/, aequantibus atque inferne
tepalis adnatis, carpellis elongatis tepala aequantibus; ovariis anguste oylin-
drieis in stilos triplo breviores attenuatis.
Die Pflanze ist 4,5—2 dm lang, mit 4—4,5 em langen, 0,8—1 em dicken Reserve-
knollen, welche neben der Basis des binden Sprosses ansitzen, versehen; auf em
3—6 cm langes umfassendes Scheidenblatt folgt ein 2—2,5 em langes, 2 mm breites,
linealisches, lang zugespitztes Blatt, dem meist 2 Stengelblätter mit 4,8—2 cm langer,
in eine Janzettliche oder lineal-lanzettliche Spreite allmählich übergehender Scheide. Die
Tepalen zur Blütezeit 7 mm, später 8—9 mm lang und in der Mitte 4,5 mm breit, am
Grunde kaum 4 mm weit verwachsen. Die unten etwas flachen Staubfiiden sind
1,3 rom weit mit den Tepalen verwachsen, in. ihrem freien Teil 4 mm lang. Die Car
pelle sind zur Blütezeit etwa 5 mm, bei der Reife 7—8 mm lang.
Unyika: auf feuchten Wiesen des welligen Plateaus bei Sunta’s Dorf,
um 4600 m (n. 1430. — Blühend im Nov. 1899).
Chlorophytum (Dasystachys) unyikense Engl. n. sp.; tubere magne
depresso; cataphyllis nonnullis (2—3), sursum gradatim majoribus; folii
lanceolatis margine tenuiter cartilagineis, mullinerviis, superne €
sublus nervis, imprimis margine dense pilosis; scapo quam folie
lere duplo longiore, cum pedicellis dense piloso; paniculae contract
rhachi leviter flexuosa, ramulis abbreviatis; bracteis lineari-laneeolat
lores superantibus; floribus in axillis bractearum inferiorum 2-3 fascicu
latis; pedicellis tenuibus quam tepala fere duplo brevioribus; teP alis lancet
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 273
latis majusculis; staminibus quam tepala brevioribus; filamentis antheris
Jinearibus aequilongis ; ovario profunde trilobo; capsulae nigrescentis ambitu
orbicularis lobis valde compressis transverse elevato-nervosis.
Eine schöne ansehnliche Pflanze mit 3 cm dicker und 4—5 cm breiter Knolle. Die
Niederblatter sind 2—7 cm lang und 2—3,5 cm breit. Die Laubblätter werden bis
3 dm lang und 5 cm breit, mit zahlreichen Längsnerven, welche 4—4,5 mm von ein-
ander abstehen. Der Schaft mit der 4,5 dm langen Inflorescenz hat eine Länge von
5 dm. Die unteren Hochblätter haben eine Länge von 2,5 cm und eine Breite von
4 mm. Die Blütenstiele sind 5—6 mm lang, die Tepalen 4,2 cm bei 2 mm Breite. Die
Staubfäden und die Antheren haben eine Länge von je 3,5—4 mm. Die Kapsel hat
fast 6 mm Durchmesser.
Unyika: im Buschwald auf dem welligen Plateau des Mboriberges
um 1600 m (n. 1426. — Blühend im Nov. 1899).
Diese Art ist von allen anderen der Section Dasystachys durch die breiten Laub-
blätter verschieden.
Kniphofia Goetzei Engl. n. sp.; rhizomate tenui solo accum-
bente, internodiis haud abbreviatis; scapo adscendente erecto; foliis linear-
bus sursum sensim angustatis; racemo superne denso, inferne laxo;
bracteis lineari-lanceolatis; pedicello tenui cum bracteae parte inferiore in-
terdum connato, ovario aequilongo; floribus patentibus; perigonii tubo
incurvato infundibuliformi, juxta nervos utrinque breviter piloso, in-
ferne leviter inflato, limbo paullum inaequaliter dentato, dentibus tri-
-angularibus obtusis; filamentis tubum aequantibus, antheris oblongo-sub-
sagittatis, basi dorsi foveolatis; ovario oblongo, stilo ultra perigonium
demum exserto, stigmate minuto.
Die Internodien des Rhizoms sind 2—3 cm lang und der aufrechte blühende
Stengel erreicht 8 dm. Die Blatter sind 4—6 dm lang und 1,5—2 cm breit, nach oben
allmählich verschmälert. Die Traube ist unten locker, oben dicht, 4,2—4,5 dm lang.
Die Bracteen sind 5—7 mm lang und 3 mm breit, die untersten sterilen und von ein-
ander mehr entfernten noch länger. Die Blütenstiele sind 5 mm lang. Die orange-
farbenen, gegen die Spitze hin grünlichgelben Blüten sind 2,5 cm lang, oben 5 mm
und mehr breit, nach unten dünner werdend, zuletzt beim Wachsen des Fruchtknotens
unten etwas angeschwollen. Die Staubblätter erreichen mit den länglichen, am unteren
Drittel der Staubfäden inserierten Antheren nur die Länge des Perigons, während der
Griffel etwa 5 mm darüber hinwegragt.
Usafua: im Bambuswald des Porotoberges, um 2400 m (n. 1045. —
Blühend im Juni 1899).
Eine schon durch ihr niederliegendes Rhizom ausgezeichnete Art, die außerdem
durch die nach oben ziemlich stark erweiterte Röhre des Perigons auffällt.
À
K. flavovirens Engl. n. sp.; rhizomate brevi; foliis lineari-lanceo-
“latis, sursum sensim angustatis, obtusiusculis; infimis et inferioribus bre-
vibus, superioribus scapi '/, aequantibus; racemo brevi densi-
“floro; bracteis lineari-lanceolatis scariosis, inferioribus quam flores bre-
_vioribus deflexis, summis longioribus erectis; floribus breviter pedicellatis
deflexis; perigonii initio rubri, demum flavoviridis, tubo elongato an-
guste infundibuliforme superne leviter inflato, dentibus elongato-tri-
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd, 18
274 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
angularibus obtusis, quam tubus decies brevioribus; staminibus filiformibus,
tubum aequantibus, antheris ovatis dorso valde excavatis; ovario oblongo-
ovoideo, stilo tenui perigonium paullum superante in stigma minut
exeunte.
Die Pflanze ist etwa 5 dm hoch. Auf 5—10 cm lange untere Blätter folgen
4,5—2,5 dm lange, bis zur Mitte etwa 1—1,2 cm breite Blätter. Die Blütentraube ist
nur 4—5 cm lang und 2—3 cm dick. Die entwickelten Blüten sind etwa 2,4 cm lan
mit 2,5 mm langen und 1 mm breiten Zähnen. Die Staubfäden sind bis 2 mm lang,
die Antheren nur 0,8 mm. Der Fruchtknoten ist 1,5—1,7 mm lang, der Griffel fast
2 cm. )
Unyika: Bogoberg, um 2200 m (n. 1454. — Blühend im Nov
1899).
Diese Art kommt im Habitus am meisten der K. ésoetifolia Hochst. nahe, doch
sind die Blüten viel kleiner, namentlich mit viel dünnerer und oberhalb des Frucht-
knotens nicht eingeschnürter Röhre versehen.
K. paludosa Engl. n. sp.; rhizomate crassissimo; radicibus nume-
rosis erassis; foliis paullum glaucescentibus, lineari-lanceolatis, a triente in-
feriore lata sursum valde angustatis, apice obtusiusculis, scapo ultrame-
trali, infra inflorescentiam bracteis paucis lanceolatis sparsis obsito; ra-
cemo crasse cylindrico, densifloro, brevi, latitudine sua cire. A1/g-
plo longiore; bracteis late lanceolatis obtusiusculis; pedicellis brevibus;
floribus patentibus, demum deflexis; perigonii aurantiaci demum paullun
‘ viridescentis tubo inferne levissime inflato, leviter curvato, dentibus
ovato-oblongis; staminibus filiformibus, cum antheris ovatis demum
perigonium paullum superantibus; ovario oblongo acuto in stilum demum
longe exsertum contracto.
Das Rhizom ist 3—4 cm dick. Die Blätter sind bis 4 m lang und unten 3—-4 cm
breit, nach oben stark verschmälert. Der Schaft wird mehr als 4 m lang und, ist
1,5 cm dick. Die sterilen Hochblätter sind 4 cm lang und 4—5 mm breit. Die fertilen
Bracteen sind 5—8 mm lang. Die Blütenstiele sind 3—4 mm lang, die entwickelten
Blüten etwa 3 cm mit oberseits 5 mm breiter Röhre und 2 mm langen Zipfeln. Die
Staubfäden sind zuletzt 3,5 cm lang, ziemlich breit. Der Fruchtknoten ist 5 mm lang
”
und 2,5 mm dick, der Griffel zuletzt 3 cm lang.
Livingstone-Gebirge: in Sümpfen des unbewohnten Hochplateaus
um 2500 m gesellig (n. 1278. — Blühend am 21. Sept. 1899).
Aloé Nuttii Baker in Hook. Icon. t. 2513; Fl. trop. Afr. VII. 457.
Ubena: auf Wiesen des welligen Plateaus bei Mahatan, um 1750 m
n. 774, — Blühend im März 1899), — Einheim. Name: fisenchi.
Albuca angolensis Welw. ex Baker in Saund. Ref. bot, t. 336. —
Usafua: am Beyaberg, um 2200 m (n. 1072. — Blühend im Sept
1899),
Scilla hispidula Baker in Transact. Linn, Soc. 2, ser. L 248.
Kingagebirge: Pikurugwerücken, an flachen, rasigen Abhängen in
SW., um 2500 m (n, 1243, — Blühend im Sept. 1899).
a A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 275
Dracaena fragrans (L.) Gawl in Bot. Mag. t. 1081.
Oberes Kondeland: Uporoto, im Schluchtenwald der Gurumbiberge,
um 4700 m als 10—12 m hoher, mehrästiger Baum, an welchem die
Blüten in meterlangen, endständigen Inflorescenzen stehen (n. 1344. —
Blühend im Oct. 1899).
D. usambarensis Engl. in Pflanzenw. Ostafrikas C, 144.
Rungwestock: im Wald um 1700 m, als 10—42 m hoher, meist
buschig wachsender Baumstrauch (n. 1337. — Blühend im Oct. 1899).
D. elliptica Thunb. et Dalm. Diss. Dracaen. 6; Baker in FI. trop.
Afr. VII. 446.
Oberes Kondeland: Umalila, im Wald des Uwurunguberges um
2200 m als 3—4 m hoher, sich anlehnender Strauch mit weit überhängen-
den Trieben (n. 1464. — Blühend im Nov. 1899).
Smilax Goetzeana Engl. n. sp.; alte scandens, ramis angulosis,
flexuosis, internodiis longis tenuibus, laevibus; foliorum vagina brevi utrin-
que longe vel breviter cirrhata, petiolo supra anguste canaliculato dorso
sparse et breviter aculeolato, coriacea, reticulatim nervosa, inferiorum ovata
vel ovato-subcordata, apice obtusa, superiorum oblongo-ovata, basi obtusa,
apice acuta; ramis floriferis terminalibus et axillaribus petiolum paullo
uperantibus umbellas 3—4 ferentibus, bractea ad basin umbellarum ovata
el deltoidea, bracteolis pedicellos circumdantibus minutis rotundatis; pe-
dicellis tenuibus tepala aequantibus; tepalis lineari-oblongis, exterioribus
valde concavis; staminibus in floribus masculis quam tepala brevioribus;
ilamentis quam antherae oblongae paullo longioribus.
Die kletternden Triebe des Schlingstrauches sind bis 10 m lang, die Internodien
der Zweige 2—3,5 cm, die Blattstiele 2,5—3 cm, an den unteren Blättern mit 3—4 cm
langen Ranken, an den oberen mit 4—4,5 cm langen Ranken; die Blattspreite der
"unteren Blätter ist 8—9 cm lang und 6—7 cm breit, die der oberen 8 cm lang und
unten 4 cm breit. Die Blütenzweige in den Achseln der Blätter sind 3—4 cm lang mit
4—4,5 cm langen Internodien. Die Bracteen sind 4--2 mm lang, die Dolden vielblütig,
“mit 2—3 mm langen Stielen. Die Perigonblätter sind 2,5 mm lang und 4 mm breit,
“die Staubfäden etwas über 1 mm, die Antheren fast 4 mm. In einzelnen Blüten finden
sich einzelne sterile Carpelle mit verkehrt eiförmigem Fruchtknoten und seitlichem
kurzen Griffel, der in eine kurze, 2lappige Narbe endigt.
_ Kingagebirge: Ussangu: Pikurugwe-Rücken, im Schluchtenwald des
Nordostabhanges, um 2500 m (n. 1251. — Mit g' Blüten im Sept. 1899).
| Diese Art gewährt ein besonderes Interesse, weil bisher in allen Teilen des tro-
pischen Afrika nur die bekannte S. Kraussiana Meissn. gefunden wurde, mit welcher
s e weder die Blattform, noch die Beschaffenheit der Blütenstände und Blüten gemein hat,
8 Abbildung auf Taf. VI.
44 A Blühender Zweig, B Stücke eines unteren Zweiges mit einem größeren Laub-
‚blatt, C eine Blütendolde, D Blüte 7mal vergr., mit der Basis des von kleinen Bracteen
_ umgebenen Stiels, H Ende des Staubblattes, 10mal vergr., F' steriles Carpell aus einer
äbnormen Blüte, |
Bi
18*
276 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. e ce
Amaryllidaceae (H. Harms).
Haemanthus Goetzei Harms n. sp.; bulbo jgloboso crasso; foliis in
exemplo nondum evolutis; pedunculo laterali, basi vaginis sordide violaceis
circumdato, erecto, crassiusculo; bracteis obovatis vel oblongis vel oblanceo-
latis, sordide violaceis; umbella multiflora, densa, pedicellis perianthii tubo
2—3-plo longioribus, segmentis tubo 2—4-plo longioribus.
Bis !/; m hohe Pflanze mit leuchtend zinnoberroten Blüten, Hochblätter von der-
selben Färbung (Gorrzr). Schaft 25—30 cm lang, Bracteen 6—7 cm lang, Blütenstiele
42—47 mm, Perianthtubus 4—7 mm, Abschnitte 45—20 mm lang.
Kingagebirge: Yawuaegeberg, um 2400 m, in flacheren rasigen Ein-
senkungen (n. 1237. — Blühend im Sept. 1899).
Anoiganthus gracilis Harms n. sp.; cormo oblongo, apice in collum
elongatum angustato; foliis nondum plane evolutis linearibus; scapo glabro
apice umbellam 2-floram gerente, bracteis ad basin umbellae 2 linearibus
erectis vel sinu acuto patentibus; pedicello uno altero longiore; tubo in-
fundibuliformi, segmentis 6, lanceolatis, tubo circ. aequilongis; staminibus 6,
ad marginem tubi insertis, filamentis brevibus, antheris oblongis, dorsi:
fixis.
Spannhohes Zwiebelgewächs mit hellorangegelben Blüten (Gorrze). Blätter sind
noch nicht ganz entwickelt. Schaft 40—42 cm lang. Bracteen 3—4 cm lang. Blüten-
stiele 7—25 mm lang. Perianthtubus 43—14 mm lang, Abschnitte ungefähr ebenso lang.
Kingagebirge: Diudaberg, an rasigen Abhängen um 2400 m (n. 1232.
— Blühend im Sept. 1899). |
Dem veränderlichen A. breviflorus Bak. ähnlich, jedoch verschieden durch relativ
längeren Perianthtubus. |
Hypoxis Goetzei Harms n. sp.; tubere maximo, subgloboso; foliis
ovatis vel lanceolatis, basi in vaginam angustatis, pro genere latis, supra
glabris, subtus ad nervum medium hirsuto-fimbriatis, margine hirsuto-fi
briatis; pedunculis e tubere usque 9 (vel pluribus?) erumpentibus, racemis :
densifloris, plurifloris (5 -12-floris), folia superantibus, subsericeo-hirsutis; .
bracteis lineari-lanceolatis, flore brevioribus, pedicello saepius adnatis; pedi-—
cellis brevibus; perianthii segmentis lanceolatis exterioribus subsericeo-hi
sutis; antheris linearibus, basi profunde sagittatis, filamentis brevibus glabris
ovario obconico, subsericeo-hirsuto,
Spannhohes Knollengewächs mit über faustgroßer Knolle und hellgelben Blüten —
Gorrze). Blätter etwa 6—42 cm lang, 2—3,5 cm breil. Der blütentragende Teil de
Pedunculus 4-8 em lang, Blitensticle 3—9 mm lang, Blüten etwa 22—27 mm lang
Unyika: bei Dorf Toola, in Lichtungen des Buschwaldes, um 1300 m
(n. 4446. — Blühend im Nov. 1899). |
|
Durch die diehten, traubigen Blütenstände den Arten H. subspicata Pax, IL. Fischer
Pax und II. polystachya Welw. ähnlich, Diese 8 Arten weichen jedoch ab durch
schmälere Blätter, jene beiden Arten ferner durch dichtere Behaarung, letztere (nad
der Beschreibung) durch längere Blütenstiele, größere Zahl der Blüten in den Traubei
andere Behaarung der Blätter u. 8, w,
|
i
Smilax Goetzeana Engl.
5. Pohl ad nat.del. Lith Anst Jul
verlag x Wilhelm Engelmann in Leipzig.
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 277
Velloziaceae (H. Harms).
Barbacenia Wentzeliana Harms n. sp.; frutex ramosissimus; folio-
rum basibus ramulos obtegentibus, incanis vel atro-incanis, multiplicatis;
-foliis linearibus, junioribus molliter pubescentibus, demum subglabris vel
glabris, margine plerumque integris, raro minute denticulatis; pedunculis
longiusculis, inferiore parte glabris vel subglabris, sursum puberulis vel apice
-densius breviter hispidulo-pubescentibus; ovario breviter hispido vel hispi-
dulo; perianthio majusculo, segmentis lanceolatis, acuminatis.
Meterhoher, stark verzweigter Busch, Blüten hellgrün, nach innen weißlich mit
leichtem violetten Anflug (Gortze). Blätter 8—23 cm lang, 5—7 mm breit. Blüten-
stiele 6—44 cm lang. Fruchtknoten dicht mit sehr kurzen, etwas krausen Haaren be-
setzt. Perianth etwa 4,5—5,5 cm lang.
Unyika: bei Dorf Sante am Yambafluss an trockenen Abhängen,
1200 m (n. 1409. — Blühend im Nov. 1899).
Die Art wird wohl der Velloxia retinervis Bak. nahe stehen, bei der jedoch die
Haare am Fruchtknoten länger sein dürften.
Dioscoreaceae (H. Harms).
Dioscorea Quartiniana A. Rich. Fl. Abyss. IL 346.
Langenburg: Bergabhang am See, um 500 m (n. 887. — Blühend
im Mai 1899).
- Dünne, hochkletternde Liane mit weißen Blüten.
D. sansibarensis Pax in Engl. Bot. Jahrb. XV. (1892) 146.
Langenburg: Bergabhang am See, um 500 m in. 862. — Blühend
im April 1899). — Einheim. Name: mgare-gare.
Hochschlingend mit gelblichgrünen Blüten und violetten Luftknollen.
Iridaceae (H. Harns).
Moraea Welwitschii Bak. in Trans. Linn. Soc. 2. Ser. 1. (1878) 270.
Kingagebirge: Bulongwaberg, an flachen, rasigen Abhängen, um
2000 m (n. 1227. — Blühend im Sept. 1899).
Knollenpflanze mit großen, rotorangegefärbten Knollen, Blüten hellblau, äußere
Hüllblätter mit gelbem Augenfleck.
Hesperantha Volkensii Harms in Engl. Bot. Jahrb. XIX, Beibl.
Nr. 47, p. 28.
Kingagebirge: Djiluluberg, trockene Wiesen, 2400 m (n. 924. —
Blühend im Mai 1899).
Fußhohe Pflanze mit rötlichvioletten, außen dunkler abschattierten Blüten.
Dierama pendula (Thunb.) Bak. in Journ. Linn. Soc. XI. 99.
Rungwe-Stock: an rasigen, feuchten Abhängen, um 2500 m (n. 1143.
— Blühend im Aug. 1899).
1—11}} m hohes Knollengewächs mit blassvioletten Blüten, Blumenblätter am
Grunde mit einem dunkleren Fleck.
278 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII, Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Tritonia acroloba Harms n. sp.; cormo parvo, oblongo vel sub-
globoso; caule recto, glabro, supra basin 4—5 folia linearia longiuscula,
sursum 1—2 folia minora reducta gerente, simplici, angulato; spica folia
superante, laxiflora, floribus circ. 4—9; bractea exteriore lanceolata vel
ovata, interiore breviore ovata; tubo elongato, cylindrico, apicem versus
curvato et paullo ampliato; perianthio obliquo, segmentis inferioribus lanceo-
latis, basi paullo angustatis, acutis vel subacuminatis, supremo ceteris latiore,
oblongo-lanceolato, acuto vel subacuminato; staminibus paullo infra mar-
ginem tubi insertis, a segmentis perianthii superatis; styli ramis simplicibus,
brevibus. |
Fußhohe Pflanze mit knolliger Wurzel und rotvioletten Blüten (GoETzE). Laub-
blätter 8—25 cm lang, 4—6 mm breit. Ahre (von der untersten Blüte an gemessen)
4—8 cm lang; äußere Bractee 7—10 mm lang. Perianthtubus 2—2,3 cm lang, im
oberen Teil schief trichterförmig erweitert. Perianthlappen 9—40 mm lang.
Östl. Livingstone-Gebirge: Ubena, um 2100 m in der Tsausingewe-
Landschaft, auf einem mit dünner Humusschicht bedeckten Fels, in der
sich das Quellwasser sammelt (n. 814. — Blühend im März 1899). —
Einheim. Name: mkoto. ;
Diese Art ist sehr auffallend durch das schiefe Perianth mit spitzen Lappen. Sie
hat eine entfernte Ähnlichkeit mit T. bongensis Pax, von der sie aber durch zarteren
Wuchs, schmälere Blätter, spitzere, am Grunde nicht oder kaum genagelte Perianth-
lappen abweicht. N
Acidanthera Goetzei Harms n. sp.; cormo subgloboso; caule sim-
pliei; foliis parce evolutis, lamina brevi vel brevissima lineari-lanceolata,
vagina foliorum inferiorum hirsuta, spica laxiflora, 3—4-flora; bracteis
pallide violaceis, tubo brevioribus; tubo elongato, cylindrico, apicem versus
sensim dilatato; segmentis exterioribus lanceolatis, acutis, interioribus paullo
brevioribus, ovalibus, acutis. |
1, m hohes Knollengewächs mit weißen Blüten (Gogrze). Spreite der Blätter nur
3—5 em lang. Bracteen 2,5—3 cm lang. Perianthtubus 7—8 cm lang, äußere Ab=
schnitte etwa 4,5 cm lang,
Unyika: Beyeberg, an rasigen Abhängen um 2000 m (n. 1448. —
Blühend im Nov. 1899).
Lapeyrousia setifolia Harms n. sp.; cormo conico, basi truncato; —
caule undulato-curvalo, glabro; foliis elongatis, angustissime linearibus, pa- |
niculam superantibus; floribus paniculatis; perianthii tubo bracteis longiore,
segmentis obovatis vel oblongo-obovatis, basi angustioribus, obtusis. |
Spannhohe Pflanze mit knolliger Wurzel, Blüten blau, 3 (auch 4) Abschnitte des
Perianths mit weißem, dunkelblau umrandeten Fleck (Gorrze), Blätter 40—20 cm lang
die Rispe Gberragend, Stengel hin und her gebogen. Bracteen 4—5 mm lang. Perianth
lubus 44—42 mm, Abschnitte 6 mm lang.
Ost). Livingstone-Gebirge: Ubena, Tsausingewe-Landschaft, um
2100 m (n, 812, — Blühend im März 1899).
Von L. Welwitschii Bak, durch stumpfe Perianthlappen unterschieden,
A 7
À. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 279
Musaceae (K. Schumann).
Musa paradisiaca L. Sp. pl. ed. I. 1043. — Var. sapientum (L.)
- O. Ktze. Rev. gen. II. 692.
Rungwe-Stock: in der Schlucht am Kilasiflüsschen bei der Mission
Rungwe, ca. 1500 m ü. M. (n. 1142. — Blühend im Aug. 1899).
In den Tropen beider Erdhälften überall gebaut.
Zingiberaceae (K. Schumann).
Kaempfera aethiopica (Graf Solms) Benth. et Hook. f. Gen. pl. III. 642.
Niedriges Gewächs mit aromatisch duftender Knolle; Blüten dunkelviolett, sammtig,
- Labell am Mittelnerv mit 2 gelben Streifen.
Unyika: im Buschwald bei dem Dorfe Toola, 1300 m ü. M. (n. 1412.
— Blühend, ohne Blätter im Nov. 1899); bei Msangwares Dorf (n. 1395.
— Weiß blühend im Oct. 1899).
Ist schon aus dem Gebiet bekannt, geht bis Abyssinien, Angola und Scnegambien.
K. rosea Schweinf. ex Benth. et Hook. f. Gen. pl. III. 642.
Eine bis 40 cm hohe Pflanze mit kleinen Knollen; Blüte hellkrapprot, Labell mit
großem, gelbem Fleck, beiderseits mit einem violetten Tupfen.
Kondeland: Kirirathal, am Kasimulohügel im Buschwald bei 600 m
ti. M. (n. 1490. — Blühend im Nov. 1899).
Costus macranthus K. Schum. n. sp.; herba perennis rosulata rhi-
zomate repente alte vaginato vaginis lobulatis striatis; foliis 4 basi quinto
breviore amplexis late ellipticis vel suborbicularibus sessilibus acutiusculis
manifeste mucronulatis basi angustatis marginatis membranaceis utrinque
glabris; floribus terminalibus pluribus; ovario gracili; calyce elongato-cla-
vato tenuissime membranaceo unilateraliter fisso; tubo alte calycem super-
ante, laciniis lanceolatis acuminatis; staminodiis et labello maximis te-
nerrimis.
Das Rhizom ist mit sich übergreifenden braunen Scheiden bekleidet und etwa
3—4 mm dick. Die außerordentlich zarthäutigen, mit einem millimeterlangen Spitzchen
versehenen Blätter sind bis 45 cm lang und unweit der Spitze über 40 cm breit, sie
sind sehr fein quer genervt. Der weiße Fruchtknoten ist etwa 4 cm lang; der sehr
zarte Kelch misst 4—4,5 cm. Die Blumenkrone mit leuchtend gelbem Labell und gleich
gefärbten Staminodia ist bis 18 cm lang.
Kondeland: im Kivirathal, am Kasimulohügel im Buschwald bei
600 m ü. M. (n. 1488. — Blühend im Nov. 1899). |
Die Art steht zwar OC. spectabilis Fenzl nahe, ist aber durch die große Zahl der
Blüten, längeren Kelch, viel größere Blumenkrone sehr verschieden.
Anm. Unter n. 4144 liegt noch eine sehr interessante Art von Amomum vor,
die vielleicht neu ist, aber noch so wenig entwickelte Blüten 8 dass ich sie nicht
eschreiben kann; vielleicht ist es A. sambesiacum Bak.
| Abbildung auf Taf. VII, VII.
| A Pflanze in nat. Gr., B Anthere, C Stengel, D Fruchtknoten im Längsschnitt,
… E im Querschnitt.
=
280 Beitr. z. F1. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn.d.Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. etc. |
Orchidaceae (F. KRÂNZLIN).
Holothrix triloba Kränzl. Orchid. Gen. et Spec. I. 938.
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongweberges
um 2000 m ü.M. (n. 1217. — Blühend im Sept.).
Spannhohes Pflänzchen mit länglicher Knolle. Blüte weiß, flimmerig.
Cynosorchis Hanningtoni Rolfe in Fl. trop. Afr. VII. (1898) 261.
Livingstone-Gebirge: oberhalb Langenburg, an schattigen Abhängen
um 1000 m ü. M. (n. 844. — Blühend im April).
Bis fußhohe Pflanze mit hellvioletten Blüten, im Schlunde auf den Labellen mit
5 kleinen, dunkeln Flecken. Sporn grün. Frucht mit steifen, violetten Drüsenhaaren
besetzt.
Habenaria stereophylla Kränzl. n. sp.; (Bonatea); tuberidiis 2 napi-
formibus villosis curvulis obtusis, ad 6 cm longis, 1,5 cm diam.; caule incl.
spica 70 cm alto, 8 cm diam., strictissimo, sub anthesi aphyllo v. rudi-
mentis foliorum siccorum evanescentibus vestito; foliis pro planta brevibus
(extat À omnino paleaceo-scariosum) oblongis acutis, 5—6 cm latis, inter-
nodiis caulis a tuberidiis spicam usque 20 plerisque perbrevibus; spica
pauci/—10-)flora; bracteis sub anthesi deflexis ovato-lanceolatis acuminatis,
3,5 em longis ovarium brevi-pedicellatum crassiusculum subaequantibus ;
sepalo dorsali ovato-acuminato concavo, lateralibus aequilongis anguste tri-
angulis; petalorum partitionibus aequalibus lineari-lanceolatis acuminatis
sepalo dorsali aequilongis, antica erecta, labelli partitionibus quam peta-
lorum sublongioribus inter se aequilongis linearibus, lateralibus paulo latiori-
bus calcari aequilongo crassiusculo cylindraceo obtuso; anthera alla acuta,
canalibus tenuissimis erectis, processubus stigmaticis linearibus antice sub-
latioribus acutis deflexis, rostello cucullato antherae altae subaequali, pro-
cessu filiformi recto orificio rostelli anteposito, staminodiis satis conspicuis
oblongis.
Flores viridi-lutei inter maximos, sepala petalaque 2,5 em longa, labelli partitiones:
3 em, calcar 3,5 cm longa.
Habenaria stereophylla Krzl. Orchid. Gen. et Sp. I. 950.
Rungwe-Stock: Umuamba, an flachen Abhängen des Kivirathals um
1500 m ü. M. (n. 1339). ù |
Von der Basis bis zum Blütenstande hin ist der Stengel nur mit weißlichen ab=
gestorbenen Schuppen besetzt und erinnert an manche Satyrium-Arten. Von Blättern
war nur em einziges vorhanden und dies war ebenfalls abgestorben, Der Blütenstand
befand sich auf der vollen Höhe der Entwickelung. Die Blüte zeigt ein sehr sonderbares
Merkmal, nämlich einen dieken, aber sterilen processus stigmaticus, welcher frei auf
recht vor dem Rostellum steht,
H. pedicellaris Rehb. f, Otia IL 400.
Wahrscheinlich im Livingstone-Gebirge.
H. cirrhata Rehb. f. in Flora 1865 p. 180.
Langenburg: an Bergabhängen über Rumbira (s. n. — Blühend im
Mai),
Engler, Bot. Jahrb. XXX. Bd.
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= ik Engler, Die von W. Goetze im Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 281
H. trachypetala Krzl. n. sp.; tuberidiis magnis ovatis ad 4 cm longis,
3 cm crassis, caule 30—50 cm alto, folioso; foliis longe et laxe vaginan-
tibus oblongis vel ovatis, acutis maximis, ad 10 cm longis, ad 4 cm latis,
decrescentibus, foliis paucis superioribus bracteiformibus; spica longiuscula
_ pluri—-multiflora 10—15 cm longa; bracteis oblongis acutis ovaria sub-
_ aequantibus ; sepalo dorsali ovato acuto, lateralibus '/; longioribus oblongis
acutis deflexis; petalis triangulis subfalcatis obscure lunatis (si mavis lunatis
supra magis productis) acuminatis, intus et margine densissime glanduloso-
pilosis cum sepalo dorsali arctissime conglutinatis et galeam latam haud ita
profundam formantibus; labelli basi linearis lobis linearibus intermedio sub-
-breviore et latiore, calcari satis crasso subcompresso labellum aequante
quam ovarium breviore; processubus stigmaticis porrectis scabris antice
- paulisper dilatatis; rostello satis longo antheram aequante complicato, an-
therae canalibus tenuibus.
D: Flores virides, sepalum dorsale cum petalis 4 cm longum et latum, sepala lateralia
4,3 cm longa, labelli lobi laterales 1,8 cm longi, intermedius 1,5 cm longus, calcar
4,6 cm longum.
Livingstone-Gebirge: am Lugaraberge auf Wiesen um 2100 m
(n. 817. — Blühend im März 1899). —- Einheim. Name: mgomanga.
Steht durch die gesamten Merkmale der H. deflexa Hochst. nahe, hat aber mehr
als doppelt so große Blüten. Die Petalen sind stärker behaart als bei irgend einer mir
bekannten Habenaria.
H. dactylostigma Krzl. n. sp.; tuberidiis oblongis; caule stricto ad
25 cm alto, basi foliato; foliis plicatis oblongis lanceolatisve acuminatis vel
acutis, ad 6 cm longis, ad 1 cm latis in bracteas scapum satis dense
vestientes transeuntibus; spica pauci-(1-—8-)flora, bracteis oblongis acutis
… siccis pellucidis, pallidis, dimidium ovarii aequantibus; sepalo dorsali ob-
1 longo acuto cucullato, lateralibus bene majoribus reflexis semiorbicularibus
acutis; petalorum partitione postica oblongo-lanceolata acuminata apice ipso
_ obtusa, partitione antica in dentem reducta; labelli lobis linearibus com-
_plicatis intermedio quam laterales sublongiore, calcari ovario parallelo ®/,
ejus aequante filiformi apice vesicato; processubus stigmaticis longis pro-
_ tensis apice profunde bilobis; rostello tridactylo, dactylo mediano ligulato
— papilloso, dactylis lateralibus duplo longioribus linearibus laevibus, canalibus
antherae brevibus angustis, sub anthesi circinatis, anthera ipsa satis alta,
eaudieulis brevibus canalibus non vestitis.
Flores erecti virides, sepalum dorsale 5 mm, lateralia 7—8 mm longa, 5 mm lata,
labelli partitiones 5 mm longae, calcar 2,5 cm longum, petala 4 mm, processus
_ stigmatici 5 mm longi, rostelli dactyli later. 5 mm, intermedius 2,5 cm altus.
Langenburg: Ukangaberg um 4100 m ü. M., an Abhängen auf
-grauem Laterit (n. 890. — Blühend im Mai 1899).
Die für Habenaria so charakteristische Teilung der inneren Blütenteile hat bei
«dieser Art einmal das Rostellum betroffen. Die ganze Statur der Pflanze, wie besonders
- die Anlage der Sepalen verweist dieselbe unter die Replicatae, wo sie auf ihr Rostellum
hin außerhalb aller andern zu stellen ist.
289 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ub. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
H. praestans Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 293.
Ubena: in Waldlichtungen am Luhigibach, um 1900 m (n. 805. —
Blühend im März). |
1/, m hohe Pflanze mit hellgrünen, innen weißlichen Blüten. Labellum in faden-
förmige Abschnitte geteilt.
H. narcissiflora Krzl. n. sp.; caule 20—35 cm alto tenui, foliis 2
suboppositis inaequalibus orbicularibus v. minore subacuto siccis tenuibus
glabris (non favosis) majore 3—5 cm longo et lato, minore 2—3 cm longo
et lato, scapo foliolis bracteiformibus lanceolatis distanter vestito, spica
subcorymbosa rarius elongata pauciflora (4—8), bracteis ovati-lanceolatis
acuminatis ?/; ovarii pedicellati aequantibus; sepalo dorsali oblongo acuto
cucullato, sepalis lateralibus oblongis acutis longioribus paulo angustioribus,
petalis falcatis lineari-lanceolatis bene angustioribus et paulo brevioribus,
labello tertia longiore e basi cuneata in lobos 3 subaequales oblongos apice
obtuse acutatos dissecto, calcari filiformi vel tenui-cylindraceo curvato quam
ovarium tertia longiore; processubus stigmaticis longis porrectis capitatis,
rostello lineari, inter antherae loculos abscondito, canalibus antherae ter
brevioribus quam processus.
Flores pro genere pulcherrimi candidi, calcar viride, 3 cm diam., sepal. dors,
1,2 cm, lateralia 1,6 cm longa, omnia medio 6 mm lata, petala 4,4 cm longa, 2 mm
lata, labellum 2,2 em longum, lobi 4 cm longi, 4 v. 6 mm lath calcar 4,5 cm longum,
ovarium c. pedicello 2,5 cm longum, processus stigmat. 7 mm longi.
Langenburg: im Rumbirathal, an Bergabhingen in lichtem Grase in
ca. 800 m Höhe (n. 834. — Blühend im April). — Einheim. Name:
nyobe.
Die schönste Art der » Diphyllaes und eine der schönsten Habenarien überhaupt.
Die Blüten erinnern, wenn man den Vergleich nicht allzu streng nimmt, allerdings an
irgend etwas wie ein Narcissus. Die 6 Blätter werden von den 3 Sepalen und den
3 Abschnitten der Lippe gebildet, alle 6 sind annähernd gleich, alle oblong und ziem-
lich stumpf, die Farbe ist rein weiß. Die Petalen und der dünne Sporn sind quantitativ
zu unbedeutend, um den Gesamteindruck zu beeinträchtigen.
H. ceratopetala A. Rich. in Ann. sc. nat. 2. ser. XIV. 267, t. 16,
f. 4.
Livingstone-Gebirge: im westlichen Ubena, auf Wiesen des Lugara-
berges um 2100 m (n. 819. — Blühend im März 1899) — Einheim.
Name: mkote.
H. cultrata A. Rich. Fl. Abyss. II. 297.
Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwamaberges um 2500 m
fi. M, (n. 944. — Blühend im Mai).
H. malacophylla Rehb. f Otia IL 97.
Oberhalb Langenburg: an Abhängen des Ukangaberges, um 1600 m
ü, M, (n, 842. — Blühend im April). — Einheim. Name: nyongori.
Roeperocharis Bennettiana Rehb, f. Otia II. 10%.
Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwamaberges, um 2500 m
in. 944, Blühend im Mai),
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 283
R. Wentzeliana Krzl. n. sp.; caule gracili ad 50 cm alto (incl. in-
florescentia); foliis subdistichis longe vaginantibus angustis e basi paulo
latiore ovati-lanceolatis longe acuminatis 10—20 cm longis, ad 1 cm latis,
Supremis multo minoribus spicam attingentibus; spica densiflora multiflora,
ad 12 cm longa, bracteis ovati-lanceolatis acuminatis ovaria subaequan-
- tibus; sepalo dorsali ovato, acuminato, lateralibus oblique ovati-triangulis
infra productis rotundatis apicibus ascendentibus;’ petalis e basi ovata pau-
lum angustatis deinde dilatatis subtrilobulis semitortis (lobulo externo mar-
gine erosulo) quam sepalum dorsale sublongioribus erectis, labello basi in-
tegro fere quadrato deinde tripartito, lobis lateralibus minutis linearibus
- divergentibus, intermedio angustissimo triangulo sensim acuminato quam
calcar plus longiore ovarium subaequante, calcare fusiformi apice obscure
bipartito; antherae loculis extrorsis infra vix productis, stigmatibus duplo
longioribus infra longe productis plicatis facie viscosissimis supra antherae
loculos vix superantibus, staminodiis utrinque dolabratis, tela floris infra et
partim extra papillis hyalinis instructa.
Flores intense viridi-lutei, omnes partes fere 4 cm longae, calcar 5 mm.
Kingagebirge: Ukwamaberg, auf trockener Wiese um 2500 m Höhe
fn. 915. — Blühend im Mai).
Die Pflanze ist eine eigentümliche Mittelform zwischen R. Bennettiana Rehb. f.
- und R. alcicornis Krzl. nebst Anklängen an À. platyanthera. An letztere erinnert die
Blüte von hinten gesehen, an Bennettiana die Staminodien und die Verhältnisse des
Gynostemiums ganz im allgemeinen. Die Petalen dagegen gar nicht, denn diese sind
ein Mittelding zwischen denen von alcicornis Krzl. und Bennettiana Rchb. f., aber von
beiden unbedingt verschieden. Da R. Bennettiana Rchb. f. in der Nähe dieser Art ge-
funden ist, so liegt in diesem Falle die Vermutung nahe, dass die Pflanze eine Kreuzung
zwischen den oben genannten Arten sein könne. — Dies Zugeständnis in einem con-
ereten Falle und unter besonders zwingenden Umständen.
Satyrium Buchananii Rolfe in Flora trop. Afr. VII. 270.
Oberhalb Langenburg: am Ukangaberg, an Abhängen auf grauem
: « Laterit mit lichtem Busch bestanden, 1100 m ü. M. (n. 892. — Blühend
_ im Mai.
S. kermesinum Krzl. n. sp.; tota planta 8—15 cm alta, tuberidiis
ovatis obtusis, 1—1,2 cm longis 8 mm crassis; foliis 2 suboppositis och-
reatim convolutis carnosulis ovatis acutis 2 cm longis, 1,5—1,8 cm latis,
scapo omnino nudo, spica laxa pauci—pluriflora (3—15); bracteis ovato-
lanceolatis acuminatis ovaria non plane vel semiaequantibus 6—7 mm
-longis; sepalo dorsali obovato-oblonga, lateralibus et petalis paulo an-
- gustioribus obovatis obtusis omnibus et inter se et libero margine non
papillosis, labello plane concavo supra constricto deinde in lobulum api-
calem satis magnum margine crenulatum dilatato, calcaribus cylindraceis
- labello aequilongis obtusis, stigmate magno crasso pulvinari.
Flores kermesini, labellum intensius striatum, sepala, petala, labellum, calcaria
4,5 vel 5 mm longa.
an
284 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Satyrium kermesinum Krzl. Orchid. Gen. et Sp. I. 945.
Unyika: auf einem hügeligen Plateau, im Buschwalde beim Dorfe
Kanauda in 1500 m Höhe (n. 1439. — Blühend im Novy.).
Von dem ähnlichen S. orbeeulare Rolfe durch das gänzliche Fehlen von Hoch-
blättern am Schaft sofort zu unterscheiden. Das Labellum ist oberwärts in ein scharf
abgesetztes, am Rande leicht buchtig gewelltes Plättchen verlängert.
S. monophyllum Krzk n. sp.; tuberidiis oblongis ovatisve 2 cm
longis, caule tenui 15—25 cm alto, folio in ima basi semper unico humi-
strato ovati-cordato obtuso vel brevi-acutato, bracteis in scapo 4—5, in-
fimo saepius paulisper majore ochreato acuto, ceteris lanceolatis acuminatis,
spica brevi pauci—pluriflora (—12), bracteis ovati-lanceolatis post anthesin
deflexis flores aequantibus v. superantibus; sepalis ligulatis, intermedio
paulo angustiore quam lateralia; petalis etiam angustioribus linearibus om-
nibus basin usque liberis apice obtusis, labello galeato compressiusculo apice
apieulo paulum reflexo aucto, calcaribus sensim attenuatis quam ovarium
paulo longioribus tenuibus; toto flore hyalini-papilloso; rostello plano bi-
partito, partitionibus fere quadratis biapiculatis, stigmate plano, caudiculis
perbrevibus.
Flores pallide rubri, fauce rosei; sepala petala galea 3—4 mm, calcaria 10 mm
longa.
Ubena: am Luhigibach auf Thalwiesen, um 1900 m ü. M. (n. 810.
— Blühend im März).
Die Pflanze hat das Aussehen einer regelrechten Art des befolia-Typus, den ziem-
lich reichlich bescheideten Schaft, die rosaroten Blüten und die gracilen Sporen, statt
zweier Grundblätter aber nur ein einziges. Das nächstfolgende Stengelblatt war bei
einigen, aber keineswegs allen Exemplaren tutenförmig und etwas größer als die
übrigen.
S. miserum Krzl. n. sp.; tuberidiis minutis pisi magnitudine; foliis
basilaribus 2 vel 3 ovatis amplexicaulibus acutis, 2—3 em longis basi 4 cm
latis, sub anthesi plerumque destructis, scapo 10--20 cm alto vaginis ple- M
rumque 3 vestilo; spica pauei—pluriflora 3—5 cm longa, floribus 6—15
minutissimis adhuc notis; sepalo dorsali cum petalis vix ab eo solutis in
foliolum trilobum coalilis; sepalis lateralibus brevi-ellipticis omnibus ob-
tusis, his omnibus deflexis, labello globuloso, orificio minuto subquadrato,
calcaribus cylindraceis ovarium aequantibus; stigmate quadrato papilloso M
orificium labelli omnino claudente.
Flores lutei, labellum 2 mm diam, sepala lateralia 4 mm, intermedium et petala
0,5 mm, calearia et ovarıum vix 3 mm longa,
Kingaberge: auf trockenen Wiesen des Ukwamaberges in 2500 m
Höhe {n. 899. — Blühend im Mai),
Hätte ich ein einziges Exemplar zur Hand gehabt, anstatt 44 einander gleicher,
o hätte ich die Pflanze wahrscheinlich für ein verkümmertes Exemplar von S. rupestre
nn ee ee u ern a
Schlechter gehalten. Die Ahnlichkeit zwischen beiden Arten ist im Habitus groß, aber
N. miserum besitzt noch kleinere Blüten, im Vergleich dazu etwas längere Sporne;
dann aber sind das mittlere Sepalum und die Petalen kaum getrennt und bilden mit
A Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 285
den seitlichen Sepalen zusammen eine Art Unterlippe. Bei S. rupestre Schlechter stehen
“diese Teile mehr aufeinander gerückt. Die im Vergleich zur Blüte sehr große Narbe
schließt die Mündung der Lippe vollständig. — Dass ein und dieselbe Art im Südwesten
der Capcolonie und auf den Bergen am Nyassasee vorkommt, ist sehr wenig wahr-
-scheinlich; überraschend bleibt immerhin die sehr große Ahnlichkeit zwischen beiden’
_ Arten.
Disa leucostachys Krzl. n. sp. (Polygonoideae); caule 25—40 cm
alto satis firmo folioso; foliis oblongis lanceolatisve ample et laxe vagi-
nantibus acutis acuminatisve basin spicae partim vestientibus certe eam
attingentibus, ad 10 cm longis, 2,5—3 cm latis, spica densa cylindracea,
multiflora, 6—10 em longa 3 cm diam.; bracteis lanceolatis quam flores
-brevioribus; sepalo dorsali oblongo obtuso satis plane excavato, calcari tenui
eylindraceo e medio sepali oriente vix dimidium ovarii aequante, sepalis
lateralibus deflexis oblongis obtusis vix excavatis; petalis obovati-oblongis
obtusis margine intermedio obtusangulis(!), margine exteriore incrassatis,
labello e basi lineari dilatato obtuso (nec tandem spathulato nec obovato
dicendo) calcari aequilongo, anthera satis alta, stigmate magno pulvinato.
Flores albi, sepalum dorsale extus rosei-guttulatum, sepala 5—6 mm longa, calcar
7 mm longum, petala vix 4 mm longa.
Kingaberge: auf trockenen Halden des Kipengerertickens, um 2700 m
(n. 970. — Blühend im Mai).
Die Pflanze ist eine typische Polygonotdea-Form. Bemerkenswert sind die ziemlich
breiten, einfach am Innenrande deutlich stumpfwinkeligen Petalen.
D. uliginosa Krzl. n. sp. (Aconitoideae); tuberidiis oblongis more
Orchidis 2, caule 10—30 cm alto, basi cataphyllis tecto in muscis aqua
scatentibus abscondito supra folioso; foliis 4—5 lanceolatis acuminatis pli-
catis ad 10 cm longis, 8—10 mm latis; spica pauei—pluriflora 3—10 cm
longa; bracteis oblongis lanceolatisve ovarium subaequantibus acuminatis
4—1,2 cm longis; sepalo dorsali v. galea conico sensim in calcar apice
leviter incurvum ipsi aequilongum producto, sepalis lateralibus obovati-ob-
longis apice concavis obtusis, apiculo extus in dorso ante apicem ipsum;
petalis multo minoribus ovatis biapiculatis sub galea absconditis, labello
minuto lineari antice paulum dilatato brevi et obtuse apiculato; anthera
reclinata minuta.
Flores carnei rubri-punctulati, galea cum calcari 8 mm, sepala lateralia 4,5 mm,
labellum et petala 2,5 mm longa.
Livingstone-Gebiet: Ubena, Tsausingewe-Landschaft, auf Felsen
mit dünner Humusschicht, in der sich das Quellwasser sammelt, 2100 m
(n. 816. — Blühend im März).
Mit D. aconitoides Sond. und D. saxicola Schlechter nahe verwandt, von beiden
durch kleinere Blüten und besonders die oben leicht eingeschnittenen Petalen ver-
schieden. Das Labellum hat eine kleine, vorn angesetzte Spitze, was sonst bei Disa
nicht vorkommt. Der Unterbau der Pflanze entspricht genau dem vom Sammler ge-
schilderten Standort, d. h. einem moorigen, quelligen Boden.
D. hamatopetala Rendle in Trans. Linn. Soc. 2. ser. IV. 47, t. 7
f. 4—6.
286 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongweberges,
um 2000 m ü. M. (n. 1222 und 1226. — Blühend im Sept.).
Herschelia Goetzeana Krzl. n. sp.; caule speciminis unici tenui 52 cm
‘alto, basi fibrillis folioram vetustorum vestito foliis ceterum nullis, bracteis
perpaucis in scapo valde distantibus; spica pauciflora (5) congesta; bracteis
lanceolatis ovaria aequantibus acuminatis; sepalo dorsali hemisphaerico
rotundato, calcari omnino nullo, sepalis lateralibus deflexis late oblongis
obtusis, petalis multo minoribus basi ovatis rotundatis supra bilobulis utrin-
que acutis, labello e basi cuneata trilobo quam sepala bene longiore trilobo,
lobis linearibus, intermedio multo longiore omnibus in lacinias filamentosas
longitudinales (!) dissolutis, labello ceterum non fimbriäto; gynostemio recli-
nato; staminodiis e basi latiore angustatis apice dilatatis antice curvatis,
stigmate magno pulvinari.
Flores lucide rubri (collecto comparat colorem cum illo e Rubiae tinctoriae . radice
fabricato) macula sat magna nigra fusci-marginata in basi labelli, apex galeae fusci-
purpureus, ovarium violacei-adspersum, sepalum dorsale 8 mm altum, 40 mm latum,
lateralia 4 cm longa, 5 mm lata; petala 2 mm longa, labellum cum filis fere 2 cm
longum.
Kingagebirge: Bulongwa, in der Nähe des gleichnamigen Baches auf
feuchten Wiesen um 2200 m (n. 925. — Blühend im Mai).
Eine außerordentlich hübsche, aber leider, wie es scheint, seltene Pflanze. Die
Beschreibung überhebt mich der Vergleiche, da sie von allen bisher beschriebenen
völlig verschieden ist.
Pogonia Buchananii Rolfe in Fl. trop. Afr. VII. 487.
Unyika: auf dem welligen Plateau bei dem Dorfe Toola, im Busch-
wald um 1300 m (n. 1420. — Blühend im Nov.).
Epipactis africana Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 252.
Rungwe-Stock: in der Bambuszone seiner südlichen Abhänge um
2500 m ü. M. (n. 4455. — Blühend im Aug.) — Einheim. Name:
rinyalubigı. v
Polystachya minima Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 198.
Oberes Kondeland: Umalila, im Walde des Uwurunguberges, 2200 m
ü, M. (n. 1461. — Blühend im Nov.).
P, miranda Krzl. n. sp.; foliis sub anthesi junioribus, 4—6 distichis,
complicatis, oblongi-lanceolatis, ad 4 em longis, adultis certe multo majori-
bus; radicibus caulium adultorum crebris crassis; caule e basi obpyriformi
v. ovoidea subilo attenuata ad 35 em alto, totam per longitudinem vaginis
scariosis albidis plus minus evanidis vestito; racemis in superiore parte
compluribus e vaginis illis orientibus paucifloris (3—5), floribus succedaneis,
inveniuntur enim capsulae prope maturae et alabastra in uno eodemque
racemo; bracteis minutis triangulis quam ovaria multo brevioribus; sepalo
dorsali oblongo obtuso, lateralibus ovatis triangulisve mentum modicum ob-
?
tusum formantibus; petalis aequilongis lineari-oblongis obtusis, labello sim-
plicit brevi-unguiculato ovato obtuso umbone minuto paulum ante medium
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 287
disci minutissime puberuli, apice labelli levissime incrassato, gynostemii
1/, pedis ipsius aequante.
Floris partes omnes aequilongae 1 cm longae, flores extus glabri pallide violacei,
planta sicca non nigrescens.
Nyassaland: Kingagebirge, Vorberge in 1500 m Höhe, an trockenen
Abhängen, epiphytisch, 1 Fuß über der Erde am Stamme einer Velloxea
(n. 1484); Kivirithal, im Buschwald des Kasimulohügels (n. 1489. — Blü-
hend im Sept.—Nov.).
Die Pflanze macht den Eindruck einer abgestorbenen Binse; aus den weißlichen,
schon seit Monaten toten Scheiden, mit welchen der Stamm besetzt ist, entspringen
die kurzen Blütenzweige. An einem derselben saß am Grunde eine 3—4 cm lange
Kapsel, an der Spitze noch Knospen. Die Blütenstände erinnern durchaus an die Seiten-
zweige der Polystachyeen mit paniculaten Blütenständen, die Blüten dagegen äußerlich
weit mehr an Bulophia als an Polystachya. — Die Art nimmt augenblicklich noch eine
durchaus isolierte Stellung innerhalb der Gattung ein.
P. Goetzeana Krzl. n. sp.; radieibus longis pro planta et satis crassis;
-caulibus non in bulbos incrassatis, circ. 5 cm altis, 3 mm crassis foliorum
vaginis inclusis; foliis 2 vel 3 anguste linearibus apice bilobis; lamina
40-15 cm longa, 3—4 mm lata; scapo brevi 2—3 em longo inter folia
-occulto, racemo 2—3-floro; bracteis angustis, acuminatis ovaria superan-
tibus, ipsis et rhachi cum ovariis necnon parte basilari sepalorum villosulis ;
sepalo dorsali ovato acuminato, lateralibus duplo latioribus triangulis acutis
mentum fere rectangulum obtusum formantibus; petalis lanceolatis acutis,
labello brevi-unguiculato, lobis lateralibus semioblongis ab intermedio sub-
“orbiculari apiculato crenulatoque vix sejunctis, disco basin versus puberulo,
linea crassa carnosa a basi medium fere usque ibique abrupta; gynostemio
a fere sepali dorsali aequante.
Flores viridi-lutei sepala extus intensiora violaceo-suffusa, planta sicca non nigres-
cens; sepala 4,5 cm longa, lateralia basi 7 mm lata, petala 1,2 cm longa, 3 mm lata,
a bn 1,3 cm longum, medio 8—9 mm latum.
a Livingstone-Gebirge: auf einem unbewohnten Hochplateau um
2300 m Höhe (n. 1279. — Blühend im Sept.).
Die Pflanze gehört in die nächste Verwandtschaft von P. grandiflora Lindl., unter-
5 scheidet sich aber von dieser durch schmalere Blätter und etwas kleinere Blüten, von
“allen benachbarten Arten ebenfalls durch die Blätter und etwas größere Blüten. Am
nächsten dürfte außer P. grandiflora noch P. refleæa Lindl. stehen. Diese hat aber,
von anderen Unterschieden abgesehen, weiße Blüten. — Alle Arten dieses Formenkreises
‘Sind westafrikanisch; P. Goetxeana ist die erste aus Ost-Afrika.
1 Ansellia africana Lindl. Bot. Reg. XXX. (1844) t. 12.
Usafua: bei Utangule, im Grasland um 1400 m ü. M. (n. 1078. —
“Fruchtend im Juni).
& Calantha silvatica (Thou.) Lindl. Gen. et Sp. Orch. (1833) 250,
“var. natalensis Rchb. f. Linnaea XIX. (1847) 374.
“ Usafua: im Wald im Krater des Ngosi- oder Porotoberges, 2000 m
ü.M. (n. 1295. — Blühend im Sept.).
288 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d-bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Lissochilus verrucosus Rolfe in Fl. trop. Afr. VII. 76.
Kingagebirge: Vorberge, an trockenen Abhängen des Kinyoboberges
um 1500 m (n. 4487. — Blühend im Sept.).
L. papilionaceus Rendle in Journ. Bot. 1895, p. 170.
Oberes Kondeland: Umalila, am trockenen Ufer des Tumbiribaches,
um 1900 m ü. M. (n. 1358. — Blühend im Oct.).
L. Livingstonianus Rehb. f. Otia IL 414.
Unyika: im Bachwald am Unkana, 1600 m ti. M. (n. 1381. — Blü-
hend im Oct.).
L. gracilior Rendle in Journ. Bot. 1895 p. 195.
Var. angusta Rendle I. c. p. 195.
Unyika: auf feuchten Wiesen beim Dorfe Lumbu, 1600 m ü. M.
in. 4389. — Blühend im Oct.). |
L. Wakefieldii Rehb. f. et S. Moore in Journ. Bot. 1878, p. 136.
Unyika: im Buschwald beim Dorfe Toola um 1300 m ü. M. (n. 1424.
— Blühend im Nov.)
L. milanjianus Rendle in Trans. Linn. Soc. 2. ser. IV. 46.
Kingagebirge: an trockenen Abhängen der Vorberge über Ikombe
um 4200 m ii, M. (n. 1480. — Blühend im Sept.).
L. arenarius Lindl. in Journ. Linn. Soc. VI. 133.
Var. dileetus Rchb. f. Otia I. 62.
Unyika: im Buschwald des welligen Plateaus bei Suntas Dorf, 1600 m
(n. 1433. — Blühend im Nov.).
Eulophia speciosa Rolfe in Fl. trop. Afr. VIL. 63. i
Unyika: in Miwurabestiinden beim Dorfe Fingano um 1700 m ü. M.
(in. 1378. — Blühend im Oct.).
E. Walleri (Rehb. f.) Kränzl. in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. 157.
Oberes Kondeland: Umalila, an rasigen Abhängen des Uwurungu-
berges um 2200 m ü. M. (n. 1465. — Blühend im Nov.)
E. penduliflora Krzl. n. sp.; bulbis pro planta magnis, obpyriformi-
bus 3—4 cm longis, 1—1,5 cm crassis, internodiis 5—6 compositis caule
basi cataphyllis grandescentibus 4—5 vestito, foliis anguste linearibus fere
gramineis dicendis acuminatis ad 8 em longis, 3—4 mm latis, scapo gra
ceili ad 15 em allo, racemo pauci(s—8)floro; floribus ante anthesin erectis,
sub anthesi et postea pendulis; bracteis lanceolatis acuminatis, 5—-6 m |
longis, pedicellis non aequantibus; sepalis lanceolatis acuminatis petalis sub=A
brevioribus obovati-oblongis obtusis apiculatis, labelli lobis lateralibus rotun= }
datis paulum evolutis intermedio bilobulo his omnibus inter se vix diversis |
labello igitur quadrilobo, disco antice lineis crasse tuberculosis vel papillosis
instructo non proprio sensu »barbato« dicendo, calcari labello aequilongo
subeylindraceo vel anguste fusiformi apice obtuso, gynostemio satis lato,
anthera parva,
er à
| A. Engler, Die von W. Goctze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 289
_
Flores viridi-lutei, sepala extus brunnea, sepala 7, petala 6 mm longa, labellum
_e, calcare 4,3 em longum.
Unyika: im lichten Buschwald des Mbosihügels, um 1600 m ü. M.
m. 1383. — Blühend im Oct.). ‘
| Die ziemlich winzige und gracil gebaute Pflanze hat außergewöhnlich große Bulben.
| Die Blätter sind fast grasähnlich, die Blütenschäfte sind schlank, die Blüten selbst hän-
gen an sehr dünnen Stielen. Die nächstverwandten Arten sind E. Kirkii Rolfe und
besonders E. erinita Rolfe; mit dieser letzteren kann sie deshalb nicht identificiert
“ werden, weil die charakteristische Behaarung der Lippe fehlt, außerdem sind die Blüten
| von E. erinita größer.
Bolbophyllum oxypterum Rchb. f. in Walp. Ann. VI. 258.
Oberes Kondeland: Massewe, im Buschwald an steilen Abhängen
des Kivirathals um 4000 m ü. M. (n. 1480. — Blühend im Nov.).
Epiphytisch auf Felsblöcken zwischen Moos. Blüten gelblichgrün; Labellum hell-
violett, beweglich.
Angrecum bilobum Lindl. Bot. Reg. 1840, Misc. 69, var. Kirkii
Rchb. f. in Gard. Chron. XVIII. (1882) 488.
Unyika: am Bachufer bei Manayemes Dorf, um 1500 m ü. M.
(n. 1444. — Blühend im Nov.).
Epiphytisch auf Bäumen.
A. Goetzeanum Krzl. n. sp.; caulibus ramosis ad 50 cm longis pen-
. dulis, radicibus paucis, foliis ad apicem ramulorum congestis 2—3 lineari-
bus ad 5 em longis, 2—3 mm latis, curvatis, vaginis albidis nigro-punctu-
latis apice saepius atratis; racemis semper ex axillis foliorum delapsorum
orientibus crebris brevibus 1—2 cm longis paucifloris, rhachi fractiflexa:
bracteis minutissimis; sepalis ovatis acutis, petalis lineari-lanceolatis aequi-
-longis acutis, labello e basi cuneata trilobo, lobis triangulis lateralibus
quam intermedius angustioribus et paulo longioribus, calcari filiformi leviter
_ incurvo, gynostemio perbrevi supra utrinque dilatato, caudiculo certe sim-
. plici.
Flores brunnei, sepala petalaque 1,5 mm longa, labellum vix longius, calcar
5—6 mm longum.
Oberes Kondeland: im Kivirathal, Kasimulohügel, etwa 600 m ü. M.
“im Buschwald (n. 1491. — Blühend im Nov.).
Aus dem Kreise des A. armeniacum Lindl. und dem A. tridactylites Rolfe sehr
nahe verwandt. Die Blütenstände sind sehr kurz, die Blätter und in etwas der ganze
… Habitus erinnern an Listrostachys subulata Rchb. f. und L. filiformis Krzl. Im Gegen-
Satz zu verwandten Arten hat diese hier auffallend wenig Wurzeln.
Aeranthus Guyonianus Rchb. f. in Flora 48 (1865) 190.
Oberes Kondeland: Umalila, im Wald des Uwurunguberges, 2200 m
M. (n. 1863. — Blühend im Nov.).
Piperaceae (A. ENGLER).
Peperomia ukingensis Engl. n. sp.; herba pusilla, basi subdecum-
_bens, mox supra basin pauciramosa; caule glabro tenui laxe foliato; foliis
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 19
290 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
crassiusculis, petiolo 2—4-plo breviore suffultis, obovatis, margine —
superiore densius, in facie supera sparse pilosis; spicis terminalibus quam |
folia 2—2!/,-plo longioribus; bractea minuta orbiculari centro subsessili; …
staminibus longissimis; ovario adpresso subovoideo; baccis oblique ovoideis. —
Die Pflanze ist 6--8 cm lang, mit 1—2 cm langen unteren und 5—8 mm langen
oberen Internodien. Die Blätter haben an 2—4 mm langem Stiel eine 5—7 mm lange
und 4—5 mm breite Spreite. Die Stiele der Ahren sind 5—7 mm, diese selbst nur «
4—1,5 cm lang und 1,5 mm dick. Die Beeren sind etwa 4 mm lang.
Kingagebirge: im Schluchtenwald bei Bulongwa, um 2200 m, an
Baumstämmen zwischen Moos {n. 936. — Blühend und fruchtend 24. Mai
1899). |
Die Art steht der P. ulugurensis Engl. recht nahe, ist aber doch ganz gut durch
die verkehrt-eiförmigen Blätter unterschieden. | |
P. rungwensis Engl. n. sp.; herba prorepens valde ramosa, ramulis
adscendentibus, carnosis, flexuosis, internodiis brevibus subquadrangulis;
foliis inferioribus 3—4 alternis, superioribus 2 oppositis; petiolo canalicu-
lato quam lamina 4—5-plo breviore, lamina crasse carnosa superne minute «
albo-punctata, subtus flavo-viridi, late elliptica, apice obtusiuscula, basi -
acula, costa crassiuscula prominula, nervis lateralibus 2 e basi adscenden- |
tibus atque 2 superioribus immersis; pedunculo tenui quam spica duplo
breviore; bracteis suborbicularibus; ovario ovoideo quam bractea 41/,-plo
longiore.
Die Internodien des kriechenden Stengels sind 4—5 cm lang und 3 mm dick, die
des oberen 3—9 mm lang. Die Blattstiele sind 5—7 mm lang, die Spreiten der unteren «
Blätter 4,5—2 cm lang und fast ebenso breit, die der oberen Blätter 3—3,5 em lang
und 2—2,5 em breit. Der Stiel der Ähre ist 4,5—2 em lang und 4—5 cm breit. Die
sceren sind nur 4 mm lang, graubraun.
5) O
Rungwe-Stock: an südlichen Abhängen um 2500 m in der Bambus-
zone, an Baumstämmen zwischen Moos (n. 1163. — Fruchtend im August
00)
1899).
Diese Art steht der P. hireina C. DC. ziemlich nahe, aber die Blätter unserer Art
sind am Grunde mehr spitz.
Myricaceae (A. Enster).
Myrica kilimandscharica Engl. in Hochgebirgsflora d. trop. Afr. 188. 4
Var, macrophylla Engl. in Bot. Jahrb, XXVIIL 375. |
Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordostabhang des”
Pikurugwe-Rückens, bei 2500 m (n. 1247. — Blühend im Sept. 1899).
Tritt daselbst als 42—45 m hoher, breitkroniger Baum mit häufig geringelter
dunkelgrauer Rinde auf; die männlichen Blüten sind grünlichweiß, mit rôtliche
Anflug,
M. Goetzei Engl. n. sp.; frutex, ramulis glabris atropurpureis lentis
cellis numerosis rotundis instructis, internodiis brevibus; foliis brevissime
petiolatis eoriaceis, supra nitidulis, subtus densiuscule resinoso-punctatis
oblongo-laneeolatis, apice aculis, basi obtusis, a triente inferiore sursunmy |
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 291
versus argute serratis, nervis lateralibus I. utrinque cire. 8—10 tenuibus
subtus paullum prominentibus, procul a margine evanescentibus; spicis
masculis internodia aequantibus vel longioribus suberectis, demum paten-
tibus; bracteis deltoideis inferne late cuneatis, margine ciliolatis; staminibus
circ. 8, filamentis brevissimis, antheris subquadrangulis, purpureis, demum
luteis.
4--2 m hoher, geschlossen wachsender Strauch, dessen Aste 2,5—3 dm lange,
aufrechte oder wenig abstehende, dunkelrotbraune Äste mit 4 —2 cm langen Internodien
versehen sind. Die Blätter haben 1—2 mm langen Stiel und 4—6 cm lange, oben
4,5—2 cm breite Spreiten. Die Ähren der & Blüten sind vor dem Öffnen der Antheren
4—4,5 cm lang und 5 mm dick. Die Bracteen sind 3—4 mm lang und 3 mm breit.
Die Staubfäden sind kaum 0,5 mm, die Antheren 1,5 mm lang.
Kingagebirge: Ussangu, am Rande des Schluchtenwaldes im Nunli-
Thal, um 2100 m (n. 1256. — Blühend im Sept. 1899).
M. aethiopica L. Mant. II. 298.
Rungwe-Stock: am Nordabhang, am Ufer des Luangwa, um 2000 m
(n. 4303. — © blühend am 7. Sept. 1899).
6—8 m hoher, breiter, oft mehrstämmiger Baum mit glatter, grauer Rinde.
Salicaceae (v. SEEMEN).
Salix huillensis v. Seemen in Engl. Bot. Jahrb. XXIII, Beiblatt Nr. 57
p- 45.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, am Ufer des Flüsschens Ilungu
bei 2100 m (n. 999. — Fruchtend im April 1899).
Ein 5—6 m hoher Baum mit 3 dm dickem Stamm und rundlicher, herab-
reichender Krone,
Moraceae (A. ENGLER und WARBURG).
Dorstenia (Kosaria) Unyikae Engl. n. sp.; fere ubique brevissime
et dense cinereo-pilosa, tubere depresso discoideo, caule erecto brevi, ad
medium usque vel ultra cataphyllis subovatis vel oblongis acutis obsito,
superne foliato; foliis breviter petiolatis, lamina ovali-elliptica basi in petio-
lum 5—6-plo breviorem decurrente, apice obtusa, margine brevissime et
obtuse sinuato-dentata, nervis lateralibus utrinque circ. 7—8 leviter arcua-
tim patentibus; peduneulis in axillis foliorum superiorum quam petioli
2—3-plo longioribus, receptaculo plerumque pentagono, bracteis 5 angu-
stissimis quam receptaculum duplo longioribus paullum rubescentibus;
floribus minimis, antheris rubescentibus.
Die 2 em dicke, scheibenformige Knolle hat 3—5 cm Durchmesser und entsendet
4,2—1,7 dm lange Sprosse mit 1—2 cm langen Internodien. Die unteren, schuppen-
ähnlichen, sehr stark weichhaarigen Blätter sind 5—8 mm lang und 3—5 mm breit;
die oberen Stengelblätter haben einen 0,8—1 cm langen Blattstiel und 4—5,5 em lange,
2—3 cm breite Spreiten, mit 5—7 mm von einander abstehenden Seitennerven. Die
Stiele der Inflorescenzen sind 1,5—2 cm lang; das 5—7 mm breite Receptaculum geht
in 2,5 cm lange, rötlichbraune und kurz graufilzige Bracteen aus.
197
292 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Unyika: im Buschwald des welligen Plateaus bei Piseki, um 1400 m
(n. 4422. — Blühend im Nov. 1899).
Einheim. Name: luwa-luwa.
Diese Art gehört in die Verwandtschaft der D. eaulescens Schweinf., ist aber durch |
kürzere Stengel, kleinere Blätter und dichte Behaarung auffallend verschieden.
D. Poggei Engl. in Bot. Jahrb. XX. 186; Monogr. afr. Pflanzenfam. I. 24.
Unyika: in Miwura-Beständen bei dem Dorf Fingano, um 1700 m
(n. 1376. — Blühend im Oct. 1899).
D. Barnimiana (Schweinf.) Bureau in DC. Prodr. XVII. 276.
Var. angustior Engl.; herba parva; foliorum petiolo 2—4 cm
longo, lamina 2—3 em longa et lata, cordata, pedunculo 1—1,5 dm longo,
receptaculo angusto 2—3,5 cm longo, 0,5—4 em lato, bracteis lateralibus
patentibus 2—3 em longis, terminali 3-—5 cm longa.
Diese Varietät steht der var. ophioglossoides (Hochst.) Engl. recht nahe und unter-
scheidet sich nur durch schmaleres Receptaculum und längere Endbractee.
Unyika: im Buschgehölz des welligen Plateaus beim Dorfe Toola, um «
1300 m (n. 1415. — Blühend im Nov. 1899).
Fieus (Sycomorus) kondeensis Warb. n. sp.; ramulis 3—4 mm
crassis, dense sericeo-villosis demum glabrescentibus fulvis, stipulis lanceo-.
latis acutis 2 cm longis dense albo-sericeo-villosis deciduis, petiolis 3—5 cm .
longis 2 mm latis pubescentibus; foliis ovatis pergamaceis vel subcoriaceis |
basi rotundatis vel subcordatis apice breviter acuminatis, acutis, margine —
undulatis vel grosse sinuato-dentatis utrinque mox glabris vix aspersis,
12—16 cm longis 7—9 cm latis, basi trinerviis, nervis lateralibus medium M
folium attingentibus, venis utrinque ca. 4—5 curvalis ante marginem arcuate M
connexis, subtus valde prominentibus, venis tertiariis transversis subtus
prominulis, supra vix distinctis, reticulatione subtus tantum distineta; fruc-
lificatione in trunco; receptaculis globosis 3—4 cm longis, extus griseo
fulvo-hirsutis, ostiolo haud prominente pedunculo 411/, em longo apice in-
erassato hirsuto.
10—12 m hoher Baum mit breiter, runder Krone,
tungwe-Stock: an flachen Ausläufern um 1500 m ü. M. (n. 1307.
— A. Oct. 1899).
Einheim. Name: manguru. — Die reife Frucht ist essbar.
Eine der Blatiform nach der I’, gwineensis ähnliche Art, die aber dureh die dicht
eidige Behaarung der jungen Zweige sowie der großen Früchte leicht kenntlich ist;
ob die Früchte an besonderen Zweigen oder nur auf Blütenstandskissen wachsen, bleibt
zweifelhaft,
F, (Sycomorus) plateiocarpa Warb. n. sp.; ramulis 3 mm latis
elabris, in sieeo fulvis, stipulis lanceolatis acutis 1 cm longis, in dorsi basi
paullo appresse pilosis, caducis, petiolis 3--5 cm longis, 41,5 mm latis,
clabris, foliis membranaceis subtus subpallidioribus, ovatis, apice breviter
acuminatis, acutis, basi subeordatis vel fere truncatis, margine undulatis
junioribus sublus in nervis puberulis, mox glabris, 11—-20 cm longis,
_ À. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 293
8—12 cm latis, 3-nerviis, nervis lateralibus medium folii haud attingen-
tibus, venis lateralibus praeterea 5—6 vix curvatis, ad marginem vix con-
nexis, nervis tertiariis transversis subtus prominulis, reticulatione vix di-
stineta; receptaculis in ramis specialibus ramosis binis; pedunculis 6—8 mm
longis 2 mm latis, bracteis in discum late tridentatum receptaculo ap-
pressum connatis, receptaculis apice valde complanatis 4 cm longis, 3 cm
erassis, glabris, ostiolo magno 6 mm lato in receptaculis adultis haud pro-
minulo, floribus 2—3 andris, florum © tepalis linearibus.
40—45 m hoher Baum mit grauer, glatter Rinde, Frucht orangerot mit grünen
Wärzchen, von den Eingeborenen gegessen.
Süd-Uluguru: felsige, wasserführende Schlucht, ca. 1000 m ü. M.
(n. 218. — 25. Nov. 1898).
Einheim. Name: mtakula.
Diese Art wurde in Execer’s Bot. Jahrb. XXVIII. (1900) 379 von mir als F. ca-
pensts Thunb. vel valde aff. bezeichnet, jetzt, nachdem ich die Gruppe der F. capensis
näher studiert habe, stellt sich diese Form als gute Art dar.
F. Goetzei Warb. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII. (1900) 378.
Unyika: bei Manayemas Dorf am Bachufer, um 1500 m ii. M. (n. 1442.
-— 15. Oct. 1899).
Etwa 20—25 m hoher, mehrstämmiger Baum mit breiter, runder Krone, stark
“milchend, die unentwickelten Receptakeln grün, mit leichtem, rotem Anflug.
F. (Urostigma) Langenburgii Warb. n. sp.; ramulis 4 mm crassis,
glabris, in sicco fuscis, annulatis, innovationibus glabris, stipulis parvis ca-
ducis, petiolis 4—6 cm longis, 1—1,5 mm latis, in sicco fuscis vel nigres-
centibus, supra anguste canaliculatis, foliis pergamaceis, glabris, oblongis,
9—14 cm longis, 3,5—5,5 cm latis apice obtuse apiculatis vel subacutis
basi rotundatis vel obtusis in sicco fuscescentibus subtus pallidioribus sub-
viridibus, 3—5-nerviis, nervis lateralibus brevibus, venis cum costa lucido-
luteis in sicco utrmque 5—6 patentibus vix curvatis, ante apicem arcuate
connexis, supra vix distinctis, subtus prominentibus, nervis tertiariis subtus
prominulis, supra haud distinctis, reticulatione tenerrima subtus tantum di-
stincta; receptaculis e nodis ramorum crassorum in pulvinis fasciculatis
magnis; pedunculis 1—1,5 cm longis, 3—5 mm latis tomentellis; recep-
taculis depresso-globosis 3 cm longis 3,5—4 cm latis, extus vix puberulis,
ostiolo in depressione convexo tomentello, bracteis caducis; floribus GT mo-
nandris, tepalis hyalinis late lanceolatis saepe obtusis, haud calyptram for-
mantibus, filamento demum elongato, florum © tepalis anguste lanceo-
latis acutis.
8—10 m hoher Baum mit runder, dichter Krone; an der Basis der Äste ent-
springen zahlreiche Luftwurzeln, die wieder mit dem Stamm verwachsen.
Kondeland: in der Niederung des Rumbira-Flusses, an der Mündung
bei Langenburg, um 1500 m (n. 859. — April 1899).
Einheim. Name: ntuon-turu.
Eine durch die großen an Sycomorus und Covellia erinnernden Receptakeln auf-
bi fallende Urostigma-Art.
ti
294 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc. 5
F. (Urostigma) verrucocarpa Warb. n. sp.; ramis 4 cm crassis, fulvo-
brunneis, in sieco suleatis, apice griseo-lanuginosis, mox glabris, stipulis
| em longis, triangularibus, caducis, dorso pro parte lanuginosis; petiolis
4—8 cm longis, #—5 mm latis in sieco fulvo-fuscescentibus paullo pube-
rulis; foliis coriaceis in sicco fuscescentibus supra glabris subtus appresse
puberulis obovato-oblongis usque oblongis 18—26 cm longis, 8—11 cm
latis basi rotundatis, apice obtusissime apiculatis, costa subtus ad basim
glandulosa, venis utrinque 6—8 patulis subcurvatis, ad marginem arcuate
connexis, venis tertiariis subtus tantum prominulis, reticulatione tenerrima
utrinque distincta; receptaculis axillis defoliatis sessilibus vulgo binis fere
slobosis verrucosis, griseo-puberulis basi 1,5 cm latis et longis, bracteis
magnis late rotundatis, extus griseo-lanatis suffultis, apice ostiolo 2 mm
lato vix prominente coronatis; floribus Gt monandris, tepalis basi connatis,
duobus latis obtusis, uno anguste lanceolato; florum © tepalis lanceolatis
vel oblongis, acutis vel obtusis.
45—20 m hoher, breitkroniger Baum mit grünen Fruchtreceptakeln. |
Oberes Kondeland: im Kiwirathal (n. 1492. — Fruchtend im Nov.
1899).
Einheim. Name: mawe.
Eine der F. Holstit nahe stehende Art, aber durch die Behaarung der zudem weniger —
spitzen Blätter, sowie die Warzen der Receptacula leicht zu unterscheiden. — Milchsaft
und Kautschukprobe im Museum.
F. (Urostigma) ruficeps Warb. n. sp.; ramulis 5—-8 mm crassis,
subtomentosis, demum glabris, cortice in sicco fulvo profunde sulcato ob-
teelis; petiolos 2—3 em longis, 1,5—2,5 mm crassis, glabris complanatis «
haud canaliculatis, in sicco sordide fuscescentibus; stipulis anguste lanceo-
lalis aculis 8 mm longis extus pubescentibus caducis; foliis pergamaceis M
glabris oblanceolatis, 8—11 cm longis, 2,5—4 cm latis, supra in sicco pallide :
viridibus, subtus vix pallidioribus, apice acutis vel rotundatis, basi sensim —
angustatis, demum rotundatis vel obtusis; costa subtus in basi glandulosa, —
venis ca. 8—10 utrinque patentibus, strictis, ante marginem arcuate con-
2. 4
junclis, sublus prominentibus, supra vix distinctis interspersis parallelis M
minoribus, basalibus ceteris parallelis brevissimis, nervis tertiariis et reli- 7
eulalione supra haud conspicuis, subtus valde distinctis prominulis; recepta- :
eulis binis ex axillis foliorum globosis sessilibus 9 mm in diametro, extus «
rufo-villosis, ostiolo haud prominente; floribus cj monandris, florum Q te- N
palis lanceolatis acutis hyalino-marginatis. à
8—10 m hoher Baum mit breiter, runder Krone, tief verzweigt, nur wenig Milch-«
saft führend, \
Usafua: Flussniederung bei Utangule (n. 4057. — Juni 1899). '
F. (§ Urostigma) eriocarpa Warb. n. sp.; ramulis 4—6 mm
crassis, valde rugoso-suleatis apice flavo-lanuginosis demum ex rubro nigres-—
centibus, stipulis 5 —6 em longis, lanceolatis membranaceis caducis, in dorso
pro parte lanuginosis; petiolis 6—8 mm longis 2 mm latis, rufo- vel flavo-
|
|
|
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 295
lanatis, foliis pergamaceis subtus pallidioribus ellipticis 4—7 cm longis,
2,5—3 em latis basi subcordatis vel obtusis, apice rotundatis vel obtusis,
utrinque pubescentibus in costa saepe sublanuginosis, venis supra vix distinc-
tis, subtus prominulis, ca. 12 majoribus, strictis, fere horizontalibus ad
marginem arcuate connexis, parallelis, debilioribus interspersis, reticulatione
subtus distincta; receptaculis sessilibus ex axillis defoliatis vulgo binis glo-
bosis, rufo-villosis, usque 1,5 cm in diametro, basi bracteis brevibus inter
se connatis, extus pubescentibus, membranaceis suffultis, ostiolo parvo
_haud prominente; floribus cj tepalis obtusis inter se connatis circumdatis,
stamine unico, floribus © tepalis late lanceolatis apice obtusis vel irregu-
lariter fissis instructis.
S—10 m hoher Baum mit anderen Bäumen verwachsend, doch nicht wärzend.
- Fruchtreceptakeln bei der Reife sich gelblich färbend.
Oberes Kondeland: Uporoto, am Wigali-Pass, um 2000 m (n. 1348.
— Oct. 1899).
F. (Urostigma) rukwaenis Warb. n. sp.; ramulis 3—4 mm crassis,
innovationibus dense flavo-pilosis, mox fulvis, pilis longis pubescentibus prae-
sertim in nodis demum glabris et cortice cinereo rugoso obtectis; stipulis
caducis late lanceolatis 8—12 longis dorso pro parte villosis; petiolis 1,5—
3,5 em longis, 1,5 mm crassis pubescentibus, foliis coriaceis ovatis apice
rotundatis basi subeordatis, 5— 8 cm longis 3—5 cm latis, supra glabris
subasperulis, subtus praesertim in costa et nervis pubescentibus, basi tri-
nerviis nervis lateralibus paullo tantum ascendentibus 1/, ca. marginis
attingentibus, venis praeterea ca. 4—7 crassis interspersis tenuioribus,
valde horizontalibus, ante marginem crasse arcuate connexis, nervis tertiariis
haud transversis et reticulatione subtus prominentibus supra vix distinctis;
— receptaculis axillaribus binis pisiformibus, globosis, 6 mm in diametro,
… sessilibus, appresse pubescentibus vel puberulis; bracteis in discum 4 mm
latum flavide pubescentem membranaceo-marginatum connatis, ostiolo parvo
subimpresso; florum © tepalis lanceolatis acutis hyalinis.
6—S m hoher, breit wachsender Baum, meist sich anlehnend, mit überhängenden
Ästen. Fruchtreceptakeln gelblichgrün mit helleren Wärzchen, Ostiolum violett ge-
randet.
Ubunga am Rukwa-See: an trockenen steinigen Abhängen des
lome-Berges, um 1500 m (n. 1100. — Juli 1899).
Die Blätter ähneln denen von F. Rehmanni, die aber rundlich und tief herz-
formig sind.
Myrianthus Holstii Engl. in Monogr. afrik. Pflanzenfam. I. 41.
Var. quinquesectus Engl.; foliis 5-sectis, segmentis mediis breviter
ansalis, lateralibus subsessilibus, mediis quam lateralia 41/,—2'/,-plo longiori-
bus, 2—2,5 dm longis, 1—1,5 dm latis.
»Bis 45 m hoher, diöcischer Baum mit dichter, runder Krone und tief herab-
hängenden Ästen. Zweige stachelig, Blätter unterseits dicht weißbehaart; männliche
Blüten gelb, weibliche dunkelgrün mit weißer Narbe.«
|
Oberes Kondeland: in einer Schlucht bei Muakareri in Umuamba
‘in. 1342. — Blühend im Oct. 1899).
296 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Urticaceae (A. ENGLER).
Girardinia condensata (Hochst.) Wedd. Monogr. Urtic. 169, t. 2,
B. f. 1—5.
Kondeland: am Westabfall des Livingstone-Gebirges in feuchten
schattigen Einsenkungen bei Wangemannshöhe, um 500 m {n. 1175. —
Blühend am 18. Aug. 1899).
Pouzolzia hypoleuca Wedd. in DC. Prodr. XVI. 227.
Ein 2—3 m hoher, aufrecht wachsender Strauch.
Unteres Kondeland: an der Rumbira-Mündung bei Langenburg auf
flacher Landzunge um 500 m (n. 858. — Blühend im April 1899).
Einheim. Name: lugoye.
Verwendung. Der Bast wird zu Netzstricken verarbeitet.
Proteaceae (A. ENGLER).
Protea angolensis Welw. Apontom. 586 n. 30; Engl. Hochgebirgs-
flora von Afrika, 196.
Var. albiflora Engl.; involucri bracteis apicibus glabris exceptis
dense albo-pilosis.
Uhehe: auf Wiesen des hügeligen Plateaus bei Funda, um 1600 m
‘n. 720. — Blühend 8. März 1899).
Diese Varietät unterscheidet sich nur durch die stärkere Bekleidung der Involucral-
blitter mit weißen Haaren.
P. linearifolia Engl. n. sp.; suffrutex, trunco basali omnino ab-
breviato; ramis e basiadscendentibus erectis densiuscule foliatis;
foliis eoriaceis linearibus acutis, basin versus longe cuneatim angustalis,
summis capitulo approximatis, bracteis brunneis, glabris, inferioribus 6 —7-
serialis ovatis gradatim majoribus, mediis oblongis uniseriatis, summis lineari- -
oblongis uniseriatis omnibus albido-viridibus, leviter rufescentibus; floribus —
albis bracteas summas aequantibus; corollae tepalis ad !/, longitudinis in 7
tubum elongato-oblongum conniventibus, in parte media tenuibus atque
angustissimis, in parte suprema anguste lineari concava intus brevissime L
pilosis; staminum filamentis corollae adnatis antheris angustissime linearibus«
lepalorum tertiam partem superiorem haud aequantibus; ovario pilis longis
purpureis veslito, stilo tepala aequante, superne attenuato.
Die von dem Grundstock aufsteigenden Zweige sind 3—4 dm lang, mit 5—8 mm?
langen Internodien und 5—6 em langen, 4—5 mm breiten Blättern. Die unteren Brac- N
(ven des Involuerums sind 2—8 mm lang und fast ebenso breit, die mittleren 4,5 cm,
die obersten 4,8—2 em lang. Ebenso lang sind die Blüten, deren oberer die Antheren —
verschließender Abschnitt 5—6 mm lang ist. Der Fruchtknoten ist mit 5 mm langen, —
purpurroten Haaren besetzt und geht in den 1,4 am langen Griffel über. 0
Be
2 Sai fay rt rete
x
A. Eneler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 29'
Le) 9 D 3
Kingagebirge: am Südwestabhang des Pikurugwe-Rückens an steinigen
Abhängen, um 2700 m (n. 1244. — Blühend im Sept. 1899).
Einheim. Name: sihaenge.
Die Art ist mit keiner der bisher bekannten näher verwandt; sie besitzt noch
schmalere Blätter als P. paludosa Welw. und die mit derselben verwandten Arten
P. haemantha Engl. et Gilg und P. Baum Engl. et Gilg.
P. praticola Engl. n. sp.; suffrutex humilis caulibus dense
foliatis atque foliis juvenculis longe et tenuissime pilosis; foliis
coriaceis supra nitidulis lineari-oblongis vel oblongis sub-
spathulatis, apice obtusis, basi vix petiolatis, nervis lateralibus I. (in
sicco) subtus prominulis, mox supra basin dichotomis; involucri bracteis
e basi ad apicem usque gradatim longioribus, dense ciliatis; extimis
ovatis, summis oblongis; tepalis bracteas supremas aequantibus, albis, basi
glabris, medio longe, sursum et superne dense breviter albo-pilosis; fila-
mentis apice liberis, antheris anguste linearibus, connectivo ultra thecas
paullum producto subtriangulari; ovario longe ferrugineo-piloso, stilo basi
incrassato, sursum longe attenuato.
Der Halbstrauch ist nur etwa 3 dm hoch und trägt an den 3—4 mm dicken
Stengeln 7—8 cm lange und 2—2,5 cm breite nach unten verschmälerte Blätter, welche
in nur 5—8 mm langen Internodien von einander abstehen. Die unteren Bracteen in
‘etwa 8 Reihen sind 4—41,2 cm lang, die mittleren 2—2,5 cm, die obersten 3,5—4 cm
lang und 4—1,2 cm breit. Der untere Teil der weißen Blütenhülle ist etwa 4 cm lang,
der mittlere 5 mm; die concaven oberen Teile der Segmente sind etwa 4 em lang und
1,5 mm breit. Die schmalen Antheren sind 7 mm lang. Der 3 mm lange Fruchtknoten
ist mit 8 mm langen fuchsrötlichen Haaren besetzt; der Griffel ist oberhalb des Frucht-
knotens fast 2 mm dick, 2 cm lang und nach oben stark verdünnt, unterhalb des
letzteren 5 mm leicht knieformig gebogen.
Unyika: Uwurungu-Berg bei Umalila, an rasigen Abhängen, um
2200 m (n. 1460. — Blühend 18. Nov. 1899).
Eine ausgezeichntete Art, welche nur wenig an P. paludosa Welw. erinnert,
P. hingaensis Engl. n. sp.; frutex ramosus, ramulis brevibus at-
que foliis novellis dense cinereo-pilosis, foliis valde approxi-
matis, valde coriaceis, coeruleo-viridibus, basi lata sessilibus, apice acutis,
nervis lateralibus utrinque 5—7 angulo acuto adscendentibus cum venis
subtus prominentibus; capitulis novellis oblongis, demum turbinatis; invo-
lucri bracteis coriaceis, novellis breviter cinereo-pilosis, inferioribus 6-seriatis
ovatis vel ovato-oblongis acutis, superioribus et summis oblongis; floribus
pallide purpureis; corolla basi glabra, medio et superne longe albo-
pilosa, tubo elongato, limbo antheras includente subcoriaceo, antheris an-
guste linearibus corollae apicem haud attingentibus, in connectivi produc-
tionem ovatam exeuntibus; ovario oblongo pilis longis fuscis obtecto, stilo
e basi incrassata sursum valde attenuato atque infra apicem curvato, medio
albo-vittato, ceterum pallide purpureo.
Ein 2—3 m hoher und breiter Strauch, welcher in 4—2 dm lange, 5—6 mm
dicke Aste mit nur 5 mm langen Internodien endigt. Die bläulichgrünen und sehr
298 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
dieken Laubblätter sind 7—9 em lang und 2,5 --3 cm breit. Die Blütenköpfe sind etwa «
7 cm lang und oben 5 cm dick, kreiselförmig. Die Blüten sind etwa 2,5 cm lang, mit
1,8 cm langer Röhre und 4,2 cm langem Saum. Die Antheren sind kaum 4 cm lang.
Der 4 mm lange Fruchtknoten ist mit fast 4 cm langen Haaren besetzt und der Griffel
ist 4,5 cm lang.
Kingagebirge: Ussangu, Abhänge des Pikurugwe-Berges, um 2500 m
(n. 991. — Blühend im Juni 1899).
Diese Art steht der P. Wentxeliana etwas nahe, unterscheidet sich aber durch die
Verzweigung der Aste, die noch dichter stehenden und behaarten, auch dickeren Blätter,
sowie durch die mehr kreiselförmige Gestalt der Köpfchen.
P. Wentzeliana Engl. n. sp. ; suffrutex altus, ramis et foliis novellis
breviter einereo-pilosis, dense foliatis; foliis sessilibus coriaceis ob-
longis, obtusis, nervis lateralibus I. utrinque cire. 8 subtus paullum
prominentibus; bracteis coriaceis, extus cinereo-pilosis, demum glabratis,
inferioribus ovatis gradatim majoribus eirc. 6-seriatis ovatis, superioribus
oblongis, summis lineari-oblongis; floribus albis inferne atque medio longe
ferrugineo-pilosis, superne glabris, apice autem dense albo-pilosis; an-
theris anguste linearibus quam corollae limbus concavus paullo brevioribus
in connectivi productionem parvam ovatam exeuntibus; ovario oblongo, pilis
fuseis basi nascentibus longe superato, stilo basi incrassato, deinde sursum
valde attenuato, apice purpureo.
Ein Halbstrauch, dessen vom Grunde aus aufsteigende Aste bis 4 m hoch werden,
dicht beblättert sind, mit 0,5—1 cm langen Internodien und am Ende den von dicht
herantretenden Laubblättern umhüllten Blütenkopf tragen. Die Blätter sind 6,5 cm lang
und 2,5 cm breit. Von den Bracteen sind die untersten 2—3 mm lang und 5 mm
breit, die oberen eiförmigen 1,5 —2,5 cm lang, die mittleren 3—3,5 cm und die obersten
5 cm lang bei 1—1,2 cm Breite. Die Blüten sind 3,8—4 cm lang, davon der untere —
röhrige Teil etwa 4,3 cm, der obere die Antheren einschließende Teil 4,2 cm. Der
Fruchtknoten ist 3 mm lang und 4 mm dick, mit A cm langen Haaren besetzt; der
Griffel ist 4 cm lang.
Unyika: an rasigen Abhängen des Uwurungu-Berges um 2200 m
(n. 1455. — Blühend im Nov. 1899).
P. Goetzeana Engl. n. sp.; ramulis atque foliis densiuscule
appresse pilosis; foliis approximatis coriaceis anguste oblongis basi
latiuscula sessilibus vel semiamplexicaulibus; capitulis late turbi-
nalis superne leviter convexis; involucri bracteis dense fulvo-pilosis, in-
ferioribus semiovalis et ovatis, 5—6-serialis, superioribus oblongis; flori-
bus albis longe pilosis; tubo elongato, limbo apice leviter curvato; sta-
minum filamentis apice emarginalo dilatatis, antheris anguste linearibus in
connectivi productionem triangularem exeuntibus; ovario elongato-oblongo,
stilo e basi incrassata sursum attenuato in partem stigmatiferam filiformem
exeunte,
Der Strauch ist 4—2 m hoch, mit 4,2 cm dicken Hauptästen und 8 mm dicken
Endästen, Die Blätter sind 4—4A,2 dm lang und 2,5—3 cm breit, In dem 5 cm langen
und 5 em dicken Köpfehen sind die innersten Involucralblitter 4 em lang und höchstens
fom breit, Die Blüten sind 3,5 em lang, ihr oberer die Antheren einschließender Teil
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 209
_ etwa 4,2 em. Die Antheren sind 7 mm lang. Der Fruchtknoten ist 3 mm lang, mit
etwa 8 mm langen, gelbbraunen Haaren versehen.
Oberes Kondeland: Umalila, auf dem Usanga-Berg, um 2300 m
» (n. 1367. — Blühend im Oct. 1899).
Eine durch ihre Wuchsverhältnisse, durch die behaarten Blätter und weichhaarigen
Blütenköpfe sehr ausgezeichnete Art.
Abbildung auf Taf. IX.
A Ende eines blühenden Zweiges, D Blüte im Knospenzustand, mit heraustreten-
dem Griffel, C geöffnete Blüte, D der nach oben gerichtete aus 3 Abschnitten be-
stehende Saumteil, E der nach unten gekehrte Saumabschnitt, F Fruchtknoten im
Längsschnitt und Griffel.
P. kilimandscharica Engl. in Hochgebirgsfl. d. trop. Afrika 195.
Rungwe-Stock: an den Abhängen der höchsten Kuppe, um 2900 m
(n. 4152. — Blühend am 13. Aug. 1899).
Meterhoher, sparriger Strauch mit weißen Blüten, die inneren Involucralblatter
außen bräunlich behaart.
Einheim. Name: segera.
P. rubrobracteata Engl. n. sp.; frutex humilis valde ramosus, ra-
mulis novellis dense cinereo-tomentosis; foliis valde approximatis, crasse
coriaceis coeruleo-viridibus, brevissime pilosis, sessilibus, lanceolatis, ob-
tusis, nervis lateralibus I. utringue 6—7 angulo acuto adscendentibus, (in
sicco) paullum prominulis; foliis summis interdum angustioribus; capitulis
late turbinatis; bracteis coriaceis pallide rubris, extus longe albo-pilosis et
pilis albis dense ciliatis; floribus bracteas superantibus, pallide rubris longe
albo-pilosis, tubo elongato, limbi parte superiore anguste naviculiformi tri-
dentato, parte inferiore angusta; filamentorum parte libera brevissima
- spathuliformi emarginata, antheris anguste linearibus in connectivi produc-
tionem ovatam obtusam exeuntibus; ovario oblongo longe ferrugineo-piloso,
_stilo e basi crassa sursum attenuato cum parte stigmatifera ultra perigonium
_ longius exserto.
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5 dm hoher Busch mit 1—2 dm langen, etwa 5 mm dicken Endzweigen, deren
« Blatter durch 5—8 mm lange Internodien von einander getrennt sind. Die Blätter sind
8—9 cm lang und in der Mitte 4,5—2 cm breit. Die aufgeblühten Köpfchen sind
5—6 cm lang und 6—7 cm breit; die inneren längsten Bracteen sind etwa 4 cm lang
und A cm breit. Die Blütenhülle ist 3,5 cm lang, mit fast 1,5 cm langer Röhre und
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6 mm langen Endabschnitten. Die Antheren sind 4 mm lang. Der Griffel hat eine
Gesamtlänge von 4 cm.
Kingagebirge: Kingobo-Berg, an trockenen, steilen Abhingen um
1500 m (n. 1182. — Blühend im Sept. 1899).
Einheim. Name: luhanye.
Die Art erinnert etwas an P. kilimandscharica, besitzt jedoch schmalere Blatter
und kleinere Köpfe, ferner ist sie durch die mit langen, weißen Haaren versehenen
Bracteen verschieden.
Abbildung auf Taf. X.
A Blühender Zweig, B Blüte, 2mal vergr., C oberer Teil des Saumes der Blumen-
krone, D unterer Abschnitt desselben, 4mal vergr., E Anthere von vorn, F von der
Seite, 10mal vergr., @ Ende des Griffels, H Längsschnitt durch den Fruchtknoten und
den unteren Teil des Griffels.
300 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
P. Heckmanniana Engl. n. sp.; frutex valde ramosus, ramulis
junioribus paullum infra capitula priorum orientibus, cum foliis et in-
volucri bracteis longe cinereo-pilosis; foliis parvis coriaceis
lanceolatis obtusiusculis, nervis lateralibus vix prominulis; bracteis
exterioribus 4—5-seriatis ovatis, summis lineari-oblongis; floribus albis,
paullum rufescentibus, bracteas paullo superantibus, longe et dense albo-
pilosis; antheris anguste linearibus in connectivi productionem ovatam
exeuntibus; ovario oblongo longe ferrugineo-piloso, stilo inferne incrassato
et leviter geniculato sursum valde attenuato perigonium longe superante.
Bis 4 m hoher Strauch mit graugrünen, filzig behaarten Blättern, welche 0,5—1 cm
von einander abstehen, 3,5—5 cm lang und 1—1,5 cm breit sind. Die Blütenköpfe
sind etwa 3,5 cm lang und 4 cm breit. Die inneren Bracteen sind etwa 2,5—3 cm
lang und 6—7 mm breit. Die Blüten sind etwa 3 cm lang, mit etwa 4 cm langer
Röhre und 7—8 mm langen Endabschnitten, welche die 4 mm langen, schmal lineali-
schen Antheren bedecken. Der 2 mm lange Fruchtknoten ist mit 8 mm langen Haaren
bedeckt und der Griffel 2,8 cm lang.
Südliches Kingagebirge oder Livingstonegebirge: an sonnigen
Abhängen und Wiesen des Yamimbi-Berges, um 2000 m (n. 827. — Blü-
hend am A. April 1899).
Diese Art ist sehr charakteristisch und fällt besonders durch die unterhalb der
Blütenstände hervortretenden Seitenzweige sowie durch die ziemlich kleinen Blüten-
köpfe auf. |
Abbildung auf Taf. XI.
A Blühender Zweig, B Blüte, 2mal vergr., C oberer Teil des aus 3 Abschnitten
bestehenden Saumes der Blütenhülle, D der untere Teil des Saumes, Æ Stempel, 2mal
vergr., F Ende des Griffels, 4mal vergr., @ Längsschnitt durch den Fruchtknoten und
den unteren Teil des Griffels, F die Frucht, mit den basalen Teilen der Blütenhülle.
Faurea discolor Welw. in Transact. Linn. Soc. XXVII. (1869) 64;
Engl. in Hochgebirgsflora d. trop. Afr. 195.
Uhehe: auf dem welligen Matanana-Plateau, auf rotem Laterit, um
1800 m, in lichtem Buschgehölz (n. 738. — Knospend im März 1899).
6—8 m hoher Baum mit grauer, glatter Rinde und rundlicher Krone.
F, Wentzeliana Engl. n. sp.; arbor alta, ramulis novellis breviter
ferrugineo-pilosis, demum glabris brunneis; foliis densiusculis, coria-
ceis, concoloribus, nitidulis, lanceolatis, in petiolum semiteretem
nervis lateralibus pluribus tenuibus paullum prominulis ;
cuneatim angustatis,
spicis in axillis foliorum superiorum atque ad apicem ramulorum dimidium
foliorum superantibus densifloris, rhachi et bracteis ovalis concavis, dense «
breviler pilosis; perigonio flavo-viridi e basi claviformi sursum attenuato, «
in limbum claviformem cinereo-pilosum exeunte, initio sursum curvato, «
demum parte superiore reflexa; filamentis corollae adnatis, antheris lineari-
bus limbo brevioribus; ovario oblongo pilis albis dimidium corollae fere
aequantibus obsito, stilo tenui curvato.
Ein 45—20 m hoher Baum mit 1,2—2 dm langen Endzweigen, an welchen diem
Blätter nur durch 0,5—4 cm lange Internodien von einander getrennt sind, Die an
i cm langen Stielen stehenden Blattspreiten sind 0,8—4,2 dm lang und 2,5—3 cm breil,
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 301
Die sehr diehtblütigen Ähren sind 7—9 cm lang und haben etwa 2,5 cm Durchmesser.
“Die Bracteen sind nur 4 mm lang. Die einzelnen Blüten sind etwa 4,2 cm lang, mit
5 mm langer Röhre und 3 mm langen Endabschnitten, anfangs grünlichgelb und un-
angenehm süßlich riechend, im Verblühen braun. Die Antheren sind nur 2 mm lang.
Der Fruchtknoten ist kaum 4 mm lang, mit 5 mm langen, weißen Haaren versehen
und der Griffel 4,2 em lang.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald des Piku-
rugwe-Berges um 2500 m (n. 992. — Blühend am 2. Juni 1899).
Die Zweige dieser Art sind denen der F. speciosa Welw. ähnlich, aber unsere Art
ist ein hoher Baum, ferner sind die Blätter beiderseits gleichfarbig und schmaler, die
Blüten viel kleiner. Dieselben sind auch etwas kleiner als bei F. discolor Welw., wel-
che kurz gestielte Blüten besitzt. Die neue Art ist auch ähnlich der F. arborea Engl.
“vom Kilimandscharo, aber verschieden durch längere Blätter und kürzere, viel zahl-
. reichere Blütenähren.
F. speciosa Welw. in Transact. Linn. Soc. XXVII. 63 t. 20.
Var. lanuginosa Hiern in Catal. Welw. Afr. pl. IV. 922.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Lipanye-Berges,
um 2500 m (n. 996. — Blühend am 3. Juni 1899).
Ein 5—6 m hoher Baum mit kurzem Stamm, lichter, runder Krone und dicht
rissiger Ride. Das Holz ist sehr brüchig. Die Blüten besitzen eine hellrote Kronen-
röhre und sind oben gelblich.
Loranthaceae (A. EnGLEr).
Loranthus (Dendrophthoé § Cupulati) anguliflorus Engl. in
Bot. Jahrb. XX. 107.
_ Bildet Büsche von 1,5 m.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Tyuni-Berges,
um 2200 m (n. 1003. — Blühend im Juni 1899).
Die Blätter sind zum Teil eiförmig (5,5 >< 3,5 cm), zum Teil breit eiförmig (6><5 cm),
wie auch bei der von Wetwitscu in Benguella bei Huilla gesammelten Originalpflanze.
L. (Dendropthoé § Longiflori) panganensis Engl. in Bot. Jahrb.
EX. 93.
Usafua: im Songwe-Thal, um 1200 m, in den Buschsteppen (n. 1417.
— Blühend am 30. Juli 1899).
| L. (Dendrophthoé § Hirsuti) taborensis Engl. in Bot. Jahrb.
XX. 106.
Usafua: an trockenen Abhängen des Baya-Berges, um 1900 m auf
Bauhinia und anderen Gehülzen (n. 1068. — Blühend am 27. Juni 1899).
L. (Dendrophthoé § Inflati) vittatus Engl. n. sp.; ramulis novellis
viridibus, adultis atropurpureis, cortice longitudinaliter et transverse rimoso;
foliis coriaceis glabris, cinereo-viridibus, lineari-oblongis obtusis, in
petiolum cuneatim contractis, nervis lateralibus plerumque 2, rarius 4
paullum supra basin nascentibus juxta costam adcendentibus, versus apicem
folii exeuntibus (in sicco) utrinque, imprimis subtus prominentibus; floribus
_ 2—5 ad nodos ramulorum adultorum sessilibus; cupula bracteali obliqua
302 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXIT. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. —
dorso acuminata, ciliata, calyeulo quam cupula bractealis triplo longiore,
margine minute ciliolato, flavo; perigonio supra tubum globosum valde
contracto, oblique infundibuliformi, unilateraliter fisso, laciniis quam tubus
triplo brevioribus; filamentis crassis ad basin laciniarum liberis quam
antherae lineares 3-plo longioribus; stilo crassiusculo pentagono; stigmate
ovoideo obtuso.
An den jungen Zweigen des 4 m im Durchmesser haltenden Busches sind die
Internodien 0,5—4 cm lang, an den älteren 5—6 mm dicken Zweigen 0,5—1,5 cm. Die
Blätter sind mit dem etwa 5 mm langen Stiel, in den die Spreiten allmählich über-
gehen, 5,5 em lang und 4-—1,5 cm breit. Die Cupula ist 2 mm lang, der Calyculus«
4 mm lang und 3 mm weit. Der aufgeblasene Teil der Blütenhülle hat 4 mm Durch-
messer, die aufgeschlitzte Röhre ist fast 3 cm lang und die Abschnitte sind fast 4 em.
lang, 4 mm breit. Die freien Teile der Staubfäden sind 7 mm lang, die Antheren
2 mm.
Unyika: auf Bäumen an Bachufern bei Suntas Dorf, um 1600 m
(n. 1431. — Blühend im Nov. 1899). |
Diese Art steht dem L. xixyphifolius Engl. nahe, ist aber durch die viel längeren
Blätter verschieden.
L. (Dendrophthoé § Hirsuti) Dregei Eklon et Zeyher, msc. ex.
Harvey in Harv. et Sond. Fl. cap. IL 578. |
Forma obtusifolia. |
Nördl. Kinga-Gebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen des Muigi-
Berges, um 2400 m auf Uapaca Goetzei Pax, in Büschen von 1 m Durch=
messer (n. 1014. — Blühend im Juni 1899).
L. (Tapinanthus $ Purpureiflori) irangensis Engl. in Bot
Jahrb. XX. 144. &
Nérdliches Kingagebirge: Ussangu, auf Capparideen-Sträuchern
Maerua trichophylla Gilg) in der Buschsteppe am Chimala-Fluss, um 1200 m
n. 1022. —- Blühend im Juni 1899).
L. (Tapinanthus § A stephaniscus) tenuifolius Engl. n sp.
ramulis novellis tenuibus pallide ferrugineis, adultis paullo crassioribus, inter
mediis longiusculis; foliis brevissime petiolatis, tenuiter membranaceis, |
utrinque viridibus, lanceolatis, plerumque aequilateralibus, a triente |
inferiore sursum angustatis, nervis lateralibus tenuibus utrinque 2—3 arcua-
tim adscendentibus; umbellis breviter pedunculatis 3—6-floris; pedicellis
lenuibus quam pedunculus atque bracteae oblique cupuliformes
latere exteriore ovatae ciliolatae longioribus; calyculo bractea
paullo superante latiuscule marginato; perigonii laeiniis lineari-lanceolatis
purpureis tubum atroviolaceum superantibus; filamentis anguste linearibus |
apicem versus valde angustatis quam antherae lineares 21/,-plo longioribus, —
dente angustissimo antherae dimidium fere aequante; stilo tenuiter filiformi,
Do at
stigmate ovoideo,
Bildet lockere Büsche von 5 dm Durchmesser, An den jüngeren horizontal ab
(chenden Zweigen sind die Internodien 4—1,5 em lang, an den älteren 2,5—4 em, Die
Blätter besitzen an 3—5 mm langem Stiel eine 3—5 em lange und 1—4,6 em breite
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 303
| Spreite. Die Sticle der Dolden sind 2—3 mm lang, die der einzelnen Blüten 4—5 mm.
Die Bractee ist kaum 4 mm, der Calyculus fast 4,5 mm lang. Die Blütenhülle ist 3—
3,5 em lang, mit 1,5 cm langer Rühre und etwa 4,8 cm langen Abschnitten. Die Staub-
fäden sind 1,3 em lang und tragen 3,5 mm lange Antheren, welche den 1—1,5 mm langen
Zahn überragen.
Kingagebirge: in Schluchten des Lawiri-Berges, um 1700 m (n. 1194.
— Blühend im Sept. 1899).
| Einheim. Name: itagu.
Diese Art ist jedenfalls mit L. énaequilaterus Engl. (Bot. Jahrb. XXVIIE 384) nahe
verwandt, aber durch viel kleinere Blätter und länger gestielte Dolden unterschieden.
L. (Tapinanthus $ Obtectiflori) latibracteatus Engl. n. sp.;
ramulis juvenculis tetragonis, adultis teretibus; foliis oppositis subcoriaceis
elongato-oblongis obtusis in petiolum brevem angustatis, nervo
aterali utrinque uno adscendente, vix prominente; capitulis multifloris soli-
tariis axillaribus glabris; pedunculo crasso quam bracteae longiore; bracteis
“latis oblongis quam calyculi 5—6-plo longioribus, calyculo cupuli-
formi ad dimidium usque cum ovario connato, ciliolato; perigonio elongato
albo sursum rubescente, unilateraliter fisso, laciniis lineari-lanceolatis con-
“cavis flavoviridibus; filamentis linearibus quam antherae lineari-oblongae
3—31/3-plo brevioribus, stilo tenui pentagono; stigmate obovoideo.
Die Internodien zwischen den Blattpaaren sind etwa 2 cm lang. Die Blätter sind
7—8cm lang und 2,5—3 cm breit. Die Stiele der Inflorescenz sind 2 cm lang, die
Bracteen etwa 4 cm lang und in der Mitte 4,5 mm breit, am Grunde zusammengefaltet.
Die Blütenhülle ist 4,5 em lang und besitzt 1 cm lange Zipfel. Die freien Enden der
Staubblätter sind 8 mm lang und tragen 2 mm lange Antheren.
Oberes Kondeland: Umuamba, auf dem welligen Plateau des Ntuli-
Berges, um 1700 m, auf Arcus kondensis Warb. (n. 1310. — Blühend am
2. Oct. 1899).
Diese Art unterscheidet sich von dem nahestehenden L. usambarensis Engl. haupt-
sächlich durch die breiten Bracteen und die mehr länglichen Blätter.
L. (Tapinanthus $ Eubracteati) Engl. nova grex.
Ramuli oppositifolu atque folia pilis longis verticillatim ramosis obtecti.
Bracteae majusculae vagina basali calyculum obtegentes. Filamenta ad basin
antherae dente parvo instructa.
L. (Tapinanthus $ Eubracteati) proteicola Engl. n. sp.; rämulis
atque foliis ubique pilis ferrugineis vel cinereis verticillatim ramosis pilis
simplicibus intermixtis obtectis; internodiis brevibus; foliis cinereo-pi-
losis breviter petiolatis, coriaceis, demum cinerascentibus, oblongis
obtusiusculis basi acutis; floribus plerumque binis in axillis sessilibus,
pilis ramosis atque simplicibus longioribus vestitis, bracteis majusculis ob-
longis parte inferiore calyculum irregulariter lobatum obtegentibus et longe
superantibus; perigonii tubo elongato superne fisso, laciniis lineari-lanceo-
latis demum reflexis; filamentorum parte libera quam anthera anguste
linearis 21/,-plo longiore, in dentem acutum exeunte, stilo superne tenui
in stigma ovoideum exeunte stamina superante.
304 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Die Internodien der jüngeren Zweige sind etwa 0,8—4 cm lang, die der älteren —
1,5—2 cm lang und 6 mm dick. Die Blattstiele sind 0,5 cm, die Blattspreiten etwa
2,5 cm lang und 4,2 cm breit. Die Tragblätter haben etwa 1,2 cm Länge und 5—6 mm
Breite. Die Blütenhülle besitzt eine 4 em lange Röhre und 4 cm lange Abschnitte. Die
freien Enden der Staubfäden sind 7 mm, die Antheren 3,5 mm lang.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Lipanye-
Berges um 2500 m, auf Protea kingaensis Engl. (n. 995. — Blühend am
3. Juni 1899).
Diese Art und L. nigritanus Hook. f., der früher fälschlich zu Dendrophthoé ge-
stellt wurde, bilden zusammen die neue Gruppe der Æubracteati in der Untergattung
Tapinanthus Sect. Pentatapinanthus. ,
L. (Tapinanthus § Constrictiflori) Füllebornii Engl. n. sp.; ra-
mulis novellis tenuibus glaucescentibus, adultis teretibus lenticellis minutis
crebris obsitis; foliis subcoriaceis utrinque glaberrimis oblongis in petiolum
brevem contractis, apice obtusis, nervis lateralibus I. utrinque 2 angulo
acuto infra medium adscendentibus; pedunculis axillaribus brevibus
2—3-floris pedicellos aequantibus; bractea breviter cupuliformi, ca-
lyculo cupuliformi latiuscule marginato, margine demum 5-lobo; ‘perigonil
purpurei tubo inferiore globoso, superiore ultra medium unilateraliter fisso
triente inferiore valde attenuato, laciniis lineari-lanceolatis tubi !/, longitu-
dine aequantibus, coriaceis extus atropurpureis; filamentorum parte libera
sursum incrassata apice pallida, dente minuto instructa, quam anthera
lineari-oblonga 11/,-plo longiore; stilo gregis.
Die Glieder der Aste sind 4—4,5 em lang. Die Blätter an 5 mm langem Stiel
sind 4—5 em lang und 2—3 cm breit. Die Stiele der wenigblütigen Dolden sind 3 mm
lang, ebenso die Stiele der Blüten. Die Bractee hat nur 4,5 mm, der Calyculus 2,5 mm
Länge. Der kugelige Teil der Blütenhülle hat 3—3,5 mm Durchmesser, der obere Teil
‘ cm Länge, wovon etwa 3,2 cm auf die obere Röhre, 8 mm auf die 4 mm breiten
Abschnitte kommen. Die freien Teile der Staubblätter sind unten dunkelpurpurn, dann
ein Stückchen purpurrot und am Ende blass. Die Anthere ist 3 mm lang.
Nördliches Nyassaland: ohne genauere Standortsangabe (a. 1899).
Diese Art steht dem L. Kraussianus Meissn. am nächsten.
L. (Tapinanthus § Constrictiflori) Sadebeckii Engl. in Bot.
Jahrb. XX. 122.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Pikurugwe-
berges, um 2500 m, auf Protea (n. 989. — Blühend am 2. Juni 1899).
L. (Plicotepalus Sect. Euplicotepalus) undulatus E. Mey.
Var. sagittifolius Engl. in Pflanzenwelt Ostafr, C. 167.
Usafua: am unteren Abhang des Poroto-Berges, bei 1700 m auf
\cacien im Grasland des welligen Plateaus (n. 1038. — Blühend am
16. Juni 1899).
Viscum Goetzei Engl. n. sp.; ramis elongatis subteretibus, ramulorum
internodiis leviter compressis; bracteis semiovalis margine scariosis; floribus
plerumque in axillis solitariis; perigonii tepalis triangularibus latitudine sua
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 305
- 1'/,-plo longioribus ovarium subaequantibus, bacca ovoidea laevi truncata,
stili vestigio brevi instructa.
Reich verzweigt, an den älteren Zweigen mit 2—3 cm langen, 3 mm dicken Inter-
nodien, an den jüngeren Zweigen mit 1—2 cm langen, nur 2 mm breiten Internodien.
Die gegenständigen, schuppenförmigen Blätter sind 4,5—2 mm lang und breit. Die
schwefelgelben Blütenhüllblätter sind 4,5 mm lang und 4 mm breit, der Fruchtknoten
zur Zeit der Anthese 1,5 mm lang und 4,25 mm dick. Die Beere ist 4 mm lang und
3 mm dick.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, am Nordabhang des Lipanye-
Rückens, um 2300 m im Schluchtenwald einem Loranthus aufsitzend, der
auf Mystroxylum ussangense Loes. schmarotzt (n. 1273. — Blühend und
- fruchtend am 18. Sept. 1899).
| Die Art steht in der Mitte zwischen V. fenwe Engl. und der folgenden Art
V. anceps E. Mey. in Zeyher Exsicc. n. 748.
| V. dichotomum Harvey in Harv. et Sond. Fl. cap. II. 504, non Don
Prodr. nep. 447.
| Unyika: an Bachufern bei Manyames Dorf um 1500 m (n. 1441. —
| Blühend und fruchtend im Nov. 1899).
7 Santalaceae (A. ENGLER).
| Osyris compressa (Berg.) A. DC. Prodr. XIV. 1, 634.
Kingagebirge: Ussangu; am Nordabhang des Lipanye-Rückens an
“den Rändern des Schluchtenwaldes bei 2300 m, als 3—4 m hoher, ge-
- schlossen aufrecht wachsender Strauch (n. 1269. — Blühend am 18. Sept.
21899).
Osyridocarpus linearifolius Engl. in Bot. Jahrb, XXVIIL 385.
Var. Goetzei Engl.; alte scandens; cymis valde divaricatis 3—15-
floris, abortu vel lapsu florum terminalium dichotomis, bracteis lineari-lan-
- ceolatis alte supra ramulorum basin abeuntibus.
| 6—8 m hoch kletternde Liane mit in der Jugend grünlichweißen, später gelb-
_ orangefarbenen Blüten.
Kingagebirge: Ussangu, am Nordostabhang des Pikurugwe-Berges
“in Lichtungen des Schluchtenwaldes bei 2500 m (n. 1253. — Blühend und
- fruchtend im Sept. 1899).
Thesium ussanguense Engl. n. sp.; caudice crasso, caulibus nume-
erectis brevibus acutangulis; cataphyllis numerosis basin ramorum
“>
3
obtegentibus, foliis lineari-lanceolatis acuminatis apice albido re-
curvo, pallide marginatis et minute ciliolatis, a medio caulis in
axillis floriferis, prophyllis quam folia paullo minoribus üsque consimilibus;
Mloribus valde elongatis bracteas superantibus; perigonii tepalis
linearibus obtusis tubum aequantibus, concavis, margine et intus
> pilosis, stamina obtegentibus; filamentis a basi laciniarum liberis quam an-
_ therae oblongae basin versus paullum dilatatae duplo longioribus, stilo tenui
_ perigonium subaequante, stigmate parvo capitato.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 20
4
iv,
306 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Die Pflanze besitzt einen bis 2 em dicken Grundstock mit kräftigen, 7 mm dicken
Wurzeln und mehreren 42—15 cm langen Stengeln, an deren Basis 3—5 mm lange
Niederblätter zusammengedrängt sind, während weiter oben die 5—7 mm langen, 4,5 mm -
breiten Laubblätter nur 3—5 mm von einander entfernt sind. Die Vorblätter der
weißen Blüten sind etwa 5 mm lang, die Blüten 7 mm lang mit 2 mm weiter Röhre
und 3 mm langen Abschnitten. Die Antheren sind etwa 4 mm lang. Der unterständige
Fruchtknoten ist 4,5 mm lang und 4 mm dick.
Kingagebirge: Ussangu, auf flachen, rasigen Abhängen am Nord-
abhang des Lipanye-Rückens, um 2200 m (n. 4264. — Blühend am
17. Sept. 1899).
Th. Goetzeanum Engl. n. sp.; caudiculo crasso, radices crassiusculos
horizontales et caules numerosos erectos pauciramosos glaucovirides emit-
tente, caulibus longitudinaliter sulcatis; foliis anguste linearibus apice
cartilagineo instructis, margine minutissime serrulatis; foliis superioribus
atque bracteis floriferis, pedicellis cum prophyllis bracteae adnatis;
prophyllis linearibus acutis flores superantibus; perigonii tepalis elongato-
triangularibus obtusis basi connatis anthesi ovario obovoideo aequilongis,
marginibus inflexis atque apice obtuso longe pilosis; staminibus quam
tepala triplo brevioribus; filamentis antheris aequilongis; fructibus
ovoideis, distincte 4 0-nerviis.
Die zahlreichen dem Grundstock entspringenden Stengel sind 2,5—3 dm lang,
scharfkantig und gefurcht, unten mit 4,5 cm langen, weiter oben mit kürzeren Inter-
nodien, unten mit 4,5 cm langen und 2 mm breiten Blättern. Die oberen Blätter und
die Bracteen sind nur 4—0,8 em lang und 4 mm breit. Die Vorblätter sind nur 4 mm
lang. Der 2 mm lange Blütenstiel ist mit dem Tragblatt verwachsen. In den jungen
Blüten ist die becherförmige Blütenachse 2 mm lang und geht in die Blütenhülle über,
deren freie Abschnitte 1,5 mm Länge haben. Bei der Reife ist die Halbfrucht 3 mm
lang und 2,5 mm dick.
Unyika: in Miwura-Beständen auf grauem Laterit, beim Dorf Fingano,
um 4700 m (n. 4379. — Blühend und fruchtend am 26. Oct. 1899).
Die Art ist ein wenig mit dem Th. angulosum A. DC. verwandt; aber durch
vrößere Blätter an kürzeren Stengeln und einzeln in den Blattachseln stehende Blüten
verschieden.
Th. unyikense Engl. n. sp.; caudiculo crasso, caules plures erectos
longitudinaliter sulcatos multiramosos emittente, ramis angulo acuto
adscendentibus, 1—5-floris, saepe irregulariter cymosis; folis
brevibus ovato-lanceolatis acutis; bracteis triangularibus acutis ciliolalis,
perigonii Lepalis elongato-triangularibus obtusis albis, anthesi ovario
oblongo brevioribus, marginibus inflexis longe pilosis; staminibus
quam petala paulo brevioribus; stilo tenui stamina paullo superanle;
fructibus ovoideis, distincte 10-nerviis et inter nervos prominentes
retieulatis,
Die Stengel sind bis 3 dm lang und tragen 4—6 em lange Zweige, deren dünne,
1— 2 em lange Endästchen eine Terminalblüte übergipfeln. Die Blätter sind nur 2—3 mm
lang, die Braeteen meist noch kleiner, Die Abschnitte der Blütenhülle sind fast 2 mm
lang, Die Halbfrüchte sind 8,5 mm lang und 2,5 mm dick, mit sehr stark hervor
Irelenden Netznerven zwischen den Längsnerven,
RS OS SP METER TEE NE
LS
Tage
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc, ges. Pflanzen, 307
>=
Unyika: mit voriger Art in Miwura-Beständen auf grauem Laterit
beim Dorf Fingano, um 1700 m (n. 1377. — Blühend und fruchtend am
26. Oct. 1899).
Diese Art ist auch etwas mit Th. angulosum A. DC. verwandt, aber durch den
Sprossaufbau, namentlich durch die übergipfelnden Astchen der Seitenzweige ver-
schieden.
Th. rungwense Engl. n. sp.; suffrutex valde ramosus, ramis adultis
lignosis novellis dense foliatis; foliis linearibus cartilagineo-api-
culatis concavis, leviter curvatis; floribus sessilibus vel brevis-
sime pedicellatis; prophyllis florem aequantibus; tepalis ovatis albidis
anthesi ovario obovoideo aequilongis, glabris; staminibus quam pe-
tala paullo brevioribus; fructibus breviter ovoideis levissime nervosis.
Ein bis 3 dm hoher Halbstrauch mit 4—1,5 dm langen holzigen Asten und 4—5 cm
_ langen Endzweigen, an denen die 5—7 mm langen, 4 mm breiten Blätter ziemlich dicht
stehen. Die Vorblätter der Blüten sind nur 2 mm lang, diese selbst etwa 1,5 mm. Die
Früchte werden 2 mm lang und 1,5 mm dick.
Rungwe-Stock: auf den höchsten Kuppen, um 2900 m (n. 1156. —
Blühend und fruchtend am 13. Aug. 1899).
Einheim. Name: lumi.
Diese Art steht dem Th. Whyteanum Rendle etwas nahe, ist aber durch die ge-
krümmten Blätter und die sitzenden Blüten unterschieden.
Opiliaceae (A. Ena er).
Opilia tomentella (Oliv.) Engl. in Pflanzenwelt Ostafrikas C. 168.
Unyika: am Abfall des Plateaus, als Liane am Flussbett des Yambe
beim Dorf Sante, um 1000 m (n. 1408. — Blühend im Nov. 1899).
Polygonaceae (U. Dammer).
Rumex nervosus Vahl var. usambarensis Engl. in Pflanzenwelt
« Ostafr. C. 169.
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14
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2
Usafua: Utengule, auf Grasland des welligen Hochplateaus bei 1600 m
“(n. 1050. — Blühend am 18. Juni 1899).
!/, m hoher, in die Breite wachsender Halbstrauch mit leicht überhängenden Trieben.
Amarantaceae (G. LoPRIORE).
Celosia argentea L. Spec. ed. I. 205.
Uanda am Rukwa-See: in der Steppe auf Sumpfboden um 800 m
ü. M. (n. 1420. — Blühend im Juli 1899).
| Argyrostachys splendens Lopr. nov. gen. et nov. spec. in Engl.
“Bot. Jahrb. XXX. (1901) 108, 109, Fig. 2.
Unyika: auf feuchten Wiesen beim Dorfe Luembu um 1600 m ii. M.
“(n. 1391. — Blühend im Oct. 1899).
20"
308 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot, Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Nyctaginaceae (A. ENGLER).
Boerhavia plumbaginea Cay. Ic. I. 7. t. 112.
Usafua: Ubungu, am Rukwa-See, an Abhingen der hiigeligen Steppe |
beim Dorf Yila (n. 1097. — Blühend am 15. Juli 1904).
Phytolaccaceae (A. ENGLER). i
Phytolacea abyssinica Hoffm. in Comm. Goett. 12, t. IL, IM.
Usafua: in der Landschaft Masote, am Lupa-Fluss bei 1000 m
in. 1094. — Blühend am 6. Juli 1899).
Als Liane mit arm-dickem Stamm, in hohe Bäume kletternd,
Aizoaceae (A. ENGLER).
Glinus lotoides L. Spec. ed. I. 463. |
Uanda am Rukwa-See: auf Sumpfboden der Baumsteppe, um «
800 m (n. 1109. — Blühend am 19. Juli 1899).
Caryophyllaceae (A. ENGLER).
Silene Burchelii Otth. in DC. Prodr. L 374.
Kingagebirge: auf dem Kipengere-Rücken an trockenen mit Fels- —
blöcken übersäeten Halden, um 2700 m (n. 968. — Blühend am 28. Mai
1899).
Nymphaeaceae (E. GıLc). |
Nymphaea coerulea Savign. Déc. pl. Egypt. II. (1799) 74.
Oberes Kondeland: Umuamba, am sumpfigen Ufer des Itende-Sees,
um 4000 m ü. M. (n. 1323. — Blühend im Oct. 1899).
Ceratophyllaceae (A. ENGLER).
Ceratophyllum demersum L. Sp. ed. I. 992.
Rukwa-See: am sumpfigen Ufer bei Kibungu in Ubungu, um 800 m
nm. 4442. — Blühend am 25. Juli 1899).
Ranunculaceae (A. EnGter).
Delphinium dasycaulon Fresen, in Mus. Senckenb. II, 272; Rich. Fl.
Abyss. I. 8.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, auf dem Lipanye-Berg, um
2300 m bei verwilderten Schamben (n. 997. — Blühend im Juni 1899).
i,m hohe, einjährige Pflanze.
D, Goetzeanum Engl. n. sp.; herba alla, ubique dense et breviter |
einereo-pilosa; foliorum inferiorum petiolo basi vaginante, quam lamina
1— 6-plo longiore, lamina erassinseula, %-fida, laciniis late cuneatis 3-lobatis,
ME
A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 309
lobis grosse inaequaliter dentatis, superiorum petiolo quam lamina 3 —4-plo
longiore, lamina 5-partita, partitionibus 2-pinnatipartitis, partitionibus lineari-
lanceolatis patentibus; panicula longa laxiflora; ramis infimis 2—3-floris,
pedicellis tenuibus quam flores longioribus, bracteis et prophyllis
lineari-lanceolatis; floribus maximis ex albo pallide coerulescenti-
bus; calcare leviter curvato quam sepala oblonga longiore, petalorum
lamina flava lineari-oblonga dimidium sepalorum aequante, calcare leviter
curvato, calycis calcari aequilongo; filamentis tenuibus quam antherae ovales
- nigrescentes pluries longioribus; carpellis 3 longis dense pilosis quam fila-
menta brevioribus.
Die Pflanze ist 4 m und darüber hoch. Die unteren Internodien des 5—-6 mm
dicken Stengels sind 5—7 cm lang. Die Blattstiele haben eine Länge von 2 dm und
darüber; die Blattspreiten sind 4 dm breit, 8 cm lang und in 3—3,5 cm lange, 3 cm
breite keilförmige und gelappte, dann wieder gezähnte Abschnitte gegliedert. Die oberen
Stengelblätter sind tiefer geteilt, und haben 2—3 cm lange, tief fiederteilige Segmente
mit nur 2—3 mm breiten Abschnitten. Die Blütenstiele sind 5—9 cm lang und tragen
4—1,5 cm lange, 2 mm breite Bracteen. Der Sporn des Kelches und der oberen Blumen-
blätter ist 3,5 cm lang. Die Kelchblätter sind etwa 3 cm lang und 1,2 cm breit. Die
Spreite der Blumenblätter ist 7—9 mm lang, und oben 2—3 mm breit. Die Staubblätter
sind 4 cm lang, mit 4,5 mm langen schwärzlichen Antheren. Die Carpelle haben eine
Länge von 7 mm und eine Dicke von 2 mm.
Ubena: auf Bergwiesen am Ruhudge-Fluss, um 1900 m (n. 804. —
Blühend am 25. März 1899).
Eine prachtvolle, durch die großen weißen Blüten sehr ausgezeichnete Art.
Clematis Wightiana Wall. Cat. 4674 var. pilosissima Engl.; omni-
bus partibus breviter et densissime cinereo-pilosis, segmentis longe ansatis
ambitu ovatis vel ovato-cordatis grosse crenatis.
Usafua: auf dem Ngosi- oder Poroto-Berg im Schluchtenwald bei
2200 m, als hochkletternde Liane mit armdickem Stamm (n. 1283. —
Blühend im Sept. 1899).
C. Thunbergii Steud. apud Harv. et Sond. Fl. cap. I. 2.
Var. angustisecta Engl.; foliorum superiorum segmentis extimis
lanceolatis serrato-dentatis.
Usafua: Utengule, in niederem Busche des welligen Plateaus, um
1600 m (n. 1033. — Blühend am 14. Juni 1899).
Dieselbe Varietät sah ich von Iwambo im Süden des Tanganjika aus einer Höhe
von 4700 m, gesammelt von Nurr (Herb. Kew.), ferner von Huilla in Benguella, gesammelt
von ANTUNEs (n. 99).
C. simensis Fres. in Mus. Senckenb. II. 267.
Kingagebirge: An Rändern des Schluchtenwaldes am Kinyika-Berg,
bei 2600 m, als mehrere Meter hoch kletternde Liane (n. 938. — Blühend
am 25. Mai 1899).
310 Beitr. z. Fl.v. Aft. XXI. Ber. üb d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
Menispermaceae (A. ENGLER).
Coceulus villosus DC. Syst. L 525.
Usafua: Ubungu, in den Ilunga-Bergen an trockenen flachen Ab- :
hängen, um 1400 m. (n. 1094. — Blühend am 12. Juli 1899).
Mehrere Meter lange Liane mit bleistiftdickem Stengel.
Stephania hernandiifolia (Willd.) Walp. Rep. L 96.
Rungwestock: im Wald, um 1800 m (n. 1335. — Blühend am
17. Oct. 1899).
Mehrere Meter lange Liane mit bleistiftdickem Stengel.
Monimiaceae (A. ENGLER).
Xymalos usambarensis Engl.; inflorescentiis masculis quam petioli
duplo vel magis longioribus, densifloris; bractea lineari-lanceolata acuta
florem superante vel aequante; tepalis 3, rarius 4 oblongis; staminibus
sessilibus 20—25, antheris late ovatis obtusis, thecis rimis longitudinalibus
dehiscentibus.
Paxiodendron usambarense Engl. in Pflanzenwelt Ostafr. C. 182.
45—20 m hoher Baum mit breiter Krone, oft mehrstämmig.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordabhang
des Lipanye-Rückens bei 2300 m (m. 1271. — cf blühend am 18. Sept.
1899; n. 1272. — © blühend und fruchtend). |
Nachdem jetzt von Gorrze männliche Bäume aufgefunden worden, hat sich aus der
Beschaffenheit der Antheren ergeben, dass die früher von mir zu den Lauraceen ge-
stellte Gattung eine Monimiacee ist und zu Xymalos gehört. Es ist nun auch Paxioden-
dron ulugurense Engl. Bot. Jahrb. XXVIIL 389 = Xymalos ulugurensis Engl.
Capparidaceae (E. Gira).
Capparis tomentosa Lam. Dict. I. 606.
Ubungu am Rukwa-See: am Abhang der hügeligen Steppe am
See beim Dorfe Yila, 800 m ü. M. (n. 4096. — Blühend im Juli
1899).
Boseia pachyandra Gilg n. sp.; »arbuscula 4—5 m alta glaberrima,
squarrosa, multiflora,« ramis nigrescentibus vel nigris; foliis lanceolatis vel
rarius oblongo-lanceolatis usque oblongis, apice acutiusculis aculissimeque
apiculatis, basin versus sensim in petiolum brevem angustatis, integris,
coriaceis vel subeoriaceis, ulrinque opacis, nervis alque venis anguste reli-
eulatis supra manifeste immersis, subtus nervis atque venis maximis tan-
lum conspicuis paullo immersis; floribus pro genere maximis usque 1,5 cm
diam., longipedicellatis in racemos elongatos multifloros densifloros con-
fertos dispositis; sepalis oblongis aculis margine ciliolatis; staminibus 22-—
24 sepala vix superantibus erasse filiformibus; ovario gynophoro crassius-
culo insidente ovato vel ovalo-oblongo; stigmate sessili subgloboso,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 311
Blätter 2,5—6,5 cm lang, 1,2—2 cm breit, Blattstiel 5—6 mm lang. Blütenstand
4—8 cm lang, 3—3,5 cm dick, dicht walzenförmig, Blütenstielchen 41—1,4, cm lang,
Keichblätter 5—6 mm lang, an der Basis 4—3 mm breit.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, in der Buschsteppe am Chimala-
… Flusse, 1200 m ü. M. (n. 1023. — Blühend im Juni 1899).
Einheim. Name: libalamba.
Eine sehr gut charakterisierte und weitaus die schénste Art der Gattung, welche
nur mit B. Mildebrandtit Gilg eine nähere Verwandtschaft zeigt.
|
Cadaba Kirkii Oliv. Fl. trop. Afr. I. 90.
| Var. polyadenia Gilg. nov. var.; differt a typo floribus aureis (haud
_ viridi-flavescentibus), pedunculis, rachi, pedicellis glandulis longistipitatis
aureis densissime obtectis et valde glutinosis, disco floris superne sensim
| manifeste ampliato (haud cylindraceo), inflorescentia plerumque racemoso-
| elongata (haud corymbosa).
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, in der Buschsteppe am Chimala-
Flusse um 1200 m ü. M. (n. 1024. — Blühend im Juni 1899).
In ganz Ostafrika kommen nach dem mir vorliegenden Material entweder zwei sehr
abweichende Formen von C. Kerkir Oliv. oder zwei verschiedene Arten vor, welche sehr
wahrscheinlich schon von Oziver bei seiner Beschreibung mit einander zu einer Art ver-
einigt wurden. Wenigstens ist OLıver’s Diagnose so weit gefasst, dass man unmöglich
sagen kann, welche der beiden Formen eigentlich seine ©. Kirkii ist. Und doch sind
die beiden Formen resp. Arten so bedeutend verschieden von einander, dass sie auch
bei dem mir vorliegenden, sehr umfangreichen Material auf den ersten Blick zu trennen
sind. Als ©. Kirkii Oliv. fasse ich die Formen mit fast ebensträussigem Blütenstand,
dessen Äste fast kahl oder mit winzigen sitzenden Drüsen bedeckt sind, mit grünen oder
-selblich-grünen Blüten, deren Discus kurz cylindrisch gestaltet ist. — Von dieser Art
lagen mir folgende Exemplare vor:
Sansibarküstengebiet: Zwischen Kipambui und Uvinje (Fiscuer n. 19);
Tschamtei in Duruma (Hırvesranpr n. 2343); Tanganjikaplateau, 700—1000 m
it. M. (Wavre a. 1896).
4 Von der soeben als ©. Kırkir var. polyadenia beschriebenen Form, welche durch
_ goldgelbe Blüten mit nach oben trichterförmig erweitertem Discus und meistens stark
“raubig verlängerte, lang gelbzottigdrüsige Inflorescenz ausgezeichnet ist, konnte ich
_ außer der von GoErzE gesammelten Pflanze folgende Exemplare untersuchen:
, Massaisteppe: Salanda (Fiscuer n. 20); Nyassaland: (J. Buchanan [1895]
ar).
Ich habe nur deshalb davon abgesehen, eine neue Art zu beschreiben, weil die
_ beiden Typen in manchen anderen Punkten, z. B. in der Blütengröße nicht unbedeutend
ij eee ee Oe eee
variieren und ich zur sicheren Entscheidung der Frage neues Material abwarten will.
à
Fi Maerua trichophylla Gilg n. sp.; »frutex 2 m altus squarrosus ramis
_ pendulis<, parce pilosis, mox glabrescentibus; foliis simplicibus, sessilibus,
parvis, oblanceolatis, apice rotundatis et plerumque breviter mucronulatis,
_ basin versus sensim angustatis, ad ramos abbreviatos 4—6 confertis, sub-
…coriaceis vel coriaceis, integris, supra dense, subtus densissime pilis longius-
_ eulis obtectis; floribus axillaribus solitariis, longe et tenuiter pedicellatis,
~ pedicello sepalisque laxe longiusculeque pilosis; floribus cupula obconica
_ elongata, instructis; sepalis ovato-oblongis acutiusculis; petalis suborbiculari-
312 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d, Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
bus sepalorum 1/, longit. superantibus; gynophoro staminibus subaequi-
longo.
Blätter 5—7 mm lang, 1—1,5 mm breit. Blütenstiele 1—1,3 cm lang. Recepta-
culum 3—4 mm lang. Kelchblätter 6 mm lang, 3 mm breit. Blumenblätter ca. 2.5 min
im Durchmesser. Gynophor 1,3—4,4 cm lang.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, in der Buschsteppe am Chimala-
Flusse, um 1200 m ü. M. (n. 1024. — Blühend im Juni 1899).
Die neue Art ist mit M. Harmstana Gilg verwandt.
Droseraceae (E. Gite).
Drosera ramentacea Burch. in DC. Prodr. I. 348.
Uhehe: Utschungwe-Berge, im Hochmoor um 2000 m ü. M. (n. 576. —
Blühend im Jan. 1899); in sumpfigen Einsenkungen der Weru-Landschaft
um 1600 m ii. M. (n. 699. — Blühend im Febr. 1899).
Einheim. Name: finjolenga (n. 576) oder miubizi (n. 699).
D. Burkeana Pl. in Ann. sc. nat. ser. 3 IX. 192. (?).
Südliches Uhehe: Mgololo, im Sumpf, 1400 m. ü. M. (s. n., im
März ohne Blüten und Früchte).
Von dieser Pflanze liegen nur zahlreiche Blatt-Rosetten vor. GoETzE glaubt, dass
dieselben nur einen Jugendzustand der D. ramentacea darstellen.
Podostemonaceae (A. ENGLER).
Dieraea violascens Engl. n. sp.; tota planta violascens; caule brevi;
foliis dichotomis, laciniis angustissimis; bracteis foliis consimilibus
hasi vaginantibus vel breviter biauriculatis ad apicem caulis
sibi approximatis; spathellis sessilibus, clausis oblongis, apertis
cupuliformibus dentatis; pedicello brevi; tepalis lineari-subulatis acutis;
androphoro longitudine variante, interdum gynophorum atque ovarium
aequante; filamentis antheris aequilongis; thecis oblongis; ovario breviter
stipitato oblongo; capsula oblonga brunnea.
Die Sporne besitzen einen nur 2—5 mın langen Stiel. Die Blätter und Bracteen
ind etwa 2—2,5 cm lang, mit 4 cm langen fadenförmigen Abschnitten. Die Spathella —
ist 2,5 mm lang. Die Tepalen sind kaum 0,5 mm lang. Der Blütenstiel ist 2—3 mm
lang, der Fruchtknoten etwa 4 mm, Die Früchte sind 4,5 mm lang und 4 mm dick,
Kingagebirge: im Bett des Diroro, auf Felsblöcken im Wasser, um
2200 m (n. 943. — Blühend und fruchtend 25. Mai 1899),
Diese Art ist von D, Warmingii Engl. hauptsächlich verschieden durch das ge-
dielte und längliche Ovarium, sowie durch die längliche Frucht.
Crassulaceae (A. EnGLen).
Kalanchoé Goetzei Engl. n. sp.; herba ad trientem inferiorem
usque glabra, deinde pilis tenuibus glanduliferis dense obsita,
internodiis inferioribus brevibus, mediis atque superioribus subteretibus
_
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 313
longioribus; foliis inferioribus obovato-oblongis, superioribus ob-
longis vel elongato-oblongis basi connatis, margine integris vel leviter
undulatis; bracteis infimis foliaceis linearibus; inflorescentiis medio caule
paucifloris, in caule superiore multifloris cicinnos simplices
vel duplices densos secundos formantibus, bracteis cicinnorum anguste
lineari-lanceolatis acutis; pedicellis tenuibus quam flores multo brevioribus ;
calyeis quam corolla 21/,-plo brevioris segmentis ad tertiam partem usque
connatis lanceolatis acuminatis; corollae aurantiacae et rubescentis laciniis
oblongis acuminatis glabris quam tubus tenuiter pilosus 2!/,-plo brevioribus.
Die Pflanze ist 2,5—5 dm lang, einjährig. Der Stengel besitzt 1,5—3 cm lange
untere und bis 6 cm lange obere Internodien. Die unteren Blätter sind 4—5 cm lang
und 2 cm breit, die folgenden noch unterhalb der Mitte des Stengels befindlichen bis
6cm lang. Die auch schon unterhalb der Mitte des Stengels stehenden Bracteen sind
etwa 3 cm lang und 5 mm breit, die im oberen Drittel stehenden noch kleiner. Die in
den Achseln der Blätter stehenden Doppelwickel sind länger, je höher sie stehen, die
oberen 5—6 cm lang, mit 4 cm langen Einzelwickeln. Die Vorblätter der Blüten sind
nur etwa 2 mm lang, die Stiele der Blüten ebenso. Der Kelch besitzt einen 2 mm langen
Becher und 3—4 mm lange, 2,5 mm breite Abschnitte. Die Röhre der Blumenkrone ist
1 cm lang, die Abschnitte haben bis 3,5 mm Länge, 2—2,5 mm Breite.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, am Msimasi-Sumpf in sonst
trockener Buschsteppe, bei 1200 m (n. 1025. — Blühend und fruchtend
am 10. Juni 1899).
Die Art erinnert etwas an K. glandulosa Hochst., ist jedoch viel schwächer und
besitzt kürzere Blütenstiele, sowie kleinere Blüten, deren Vereinigung in dichte Doppel-
wickel sehr charakteristisch ist.
Saxifragaceae (A. ENGLER).
Choristyles shirensis Bak. f. in Transact. Linn. Soc. 2. ser. IV.
‘., 13.
Usafua: am Ngosi-Berg, im Wald des Kraters, bei 2000 m (n. 1296.
— Blühend am 26. Sept. 1899).
5—6 m hoher, breitwachsender Strauch mit überhängenden Ästen und gelblich-
grünen, süßlich duftenden Blüten.
Hamamelidaceae (A. ENGLER).
Trichocladus ellipticus (Ekl. et Zeyh.) Sond. in Harv. et Sond. Fl.
- cap. I. 325.
Nördliches Kingagebirge: Ussangu, an Abhängen des Pikurugwe-
Rückens im Numbethal, um 2100 m (n. 1260. — Blühend am 16. Sept.
1899).
12—13 m hoher Baum mit glatter Rinde.
Rosaceae (A. ENGLER).
Rubus kingaensis Engl. n. sp.; alte scandens, ramulis novellis
breviter et dense pilosis, adultis cum petiolis glabris, purpureis,
314 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
aculeis compressis apice leviter recurvis numerosis; foliis subcoriaceis
glabris, supra nitidis pinnatis, bijugis, foliolis lateralibus breviter
petiolulatis quam terminale ovato-oblongum 11/,-plo angustioribus, oblongo-
lanceolatis, serratis, serraturis apiculatis, costa et nervis lateralibus
supra insculptis, subtus valde prominentibus, venis tenuibus inter nervos
leviter arcuatos transversis tenuibus densiusculis atque subtus prominulis;
inflorescentia paniculata, bracteis inferioribus trifoliolatis vel simplicibus
ovato-oblongis, superioribus lineari-lanceolatis acuminatis, ramis mediis
atque superioribus abbreviatis; pedicellis tenuibus densiuscule aculeo-
latis, flore longioribus; sepalis dense cinereo-pilosis lanceolatis in acumen —
purpureum exeuntibus; petalis obovato-spathulatis quam sepala paullo
brevioribus, albis; staminibus quam petala brevioribus; carpellis leviter
curvatis compressis purpureis minute cinereo-pilosis.
Die Pflanze entwickelt bis 10 m lange, kletternde Triebe, welche nach einer Vege-
tationsperiode absterben. Die durch 3—5 em lange Internodien getrennten Blatter sind
1—1,5 dm lang, mit 5—5,5 cm langen und 2—2,5 cm breiten Seitenblättchen an 2—3 mm
langen Stielchen, 7—8 cm langen und 3—3,5 cm breiten Endblättchen; die 6—7 mm
von einander abstehenden Seitennerven gehen unter einem Winkel von 60° von der
Mittelrippe ab. Zweige und Blattstiele sind von 4,5—3 mm langen Stachel besetzt.
Die Rispe ist 1,3—1,5 dm lang, mit 7—8 cm langen unteren Ästen; die oberen Aste sind
verkürzt und tragen sehr dünne 4,5 cm lange Blütenstiele. Die Kelchabschnitte sind
mit der purpurroten 2 mm langen Spitze 6 mm lang und unten 2 mm breit. Die
Blumenblätter sind 6 mm lang und etwa 3,5 mm breit. Die Staubblätter sind 3—4 mm
lang. Reife Früchte sind nicht vorhanden.
Kingagebirge: in Schluchten der Yawiri-Berge, bei 1700 m (n. 1192. —
Blühend am 8. Sept. 1899).
Einheim. Name: mtoni.
Diese neue Art hat einige Ähnlichkeit mit R. dietyophyllus Oliv.; aber die Blatt-
zähne sind viel größer, die Adern zwischen den Seitennerven nicht so dicht und so
stark hervortretend, wie bei dieser Art; auch sind bei unserer Art die Zweige kahl und
die Stacheln kürzer, ferner die Kelchblätter mehr zugespitzt. Von PR. pinnatus Willd.
weicht unsere Art ebenfalls durch die kahlen Zweige und die einfach gesägten Blätt-
chen ab.
R. rungwensis Engl. n. sp.; frutex, ramis dependentibus, petiolis atque
inflorescentiis dense breviter cinereo-pilosis, aculeis parvis re-
curvis; foliis subeoriaceis utrinque sparse pilosis; foliis pinnatis biju-
vis, summis ramulos floriferos fulerantibus unijugis vel simplicibus; foliolis
lateralibus breviter petiolulatis ovatis vel oblongis, terminali ovalo,
omnibus serratis vel duplicato-serratis, serraturis protensis,
nervis lateralibus atque Wenis inter eos transversis supra in-
sculptis, subtus valde prominentibus; inflorescentia paniculata folia majora
aequante, bracteis superioribus cuneiformibus trifidis laciniis lineari-lanceo-
latis, bracteis summis lineari-lanceolatis stipulas lineares acutas paullo supe-
rantibus; paniculae ramis inferioribus 5—7-Noris, superioribus abbreviatis
3—4-floris; pedicellis quam sepala paullo longioribus cum illis cinereo=
tomentosis; sepalis ovato-lanceolatis acuminatis; petalis sepala
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 315
aequantibus oblongis pallide roseis; staminibus quam petala paullo
brevioribus: ovariis parvis cinereo-tomentosis in stilos triplo longiores, glabros
exeuntibus.
Strauch mit 1—2 m langen überhängenden Zweigen, welche so wie andere Teile
mit zerstreuten 2 mm langen zurückgebogenen Stacheln besetzt sind. Die größeren
Blätter sind etwa 4,5 dm lang, mit 1 cm langen und 4 mm breiten Nebenblättern ver-
sehen. Die Stiele der Blättchen sind 3—5 mm lang, die Seitenblättchen etwa 5 cm
lang und 3 cm breit, die Endblättchen größer. Die Rispen sind 1,5 dm lang, die unteren
Äste derselben 5—6 cm lang, die nächstfolgenden kürzer. Die mittleren dreiteilgen
Bracteen sind 1—4,5 cm lang, ‘die obersten linealischen nur 4 cm. Die Kelchblätter sind
mit ihrer 2 mm messenden Spitze 7—8 mm lang und unten 3 mm breit. Die Biumen-
blätter sind etwa 6 mm lang und 3 mm breit. Die Staubblätter haben eine Länge von
5 mm. Die Fruchtknoten sind zur Blütezeit nur 4 mm lang und gehen in 3 mm lange
Griffel über. |
Rungwe-Stock: in der Bambuszone an den Bergabhängen, um
2500 m (n. 1164. — Blühend am 13. Aug. 1899).
Diese Art ist verwandt mit R. wlugurensis Engl., doch sind bei letzterem die
Blätter und Blättchen viel größer, die Zähne mehr abstehend, die Rispen breiter, die
Kelchblätter breiter und weniger zugespitzt.
Hagenia abyssinica Willd. Spec. IL 324.
Usafua: am Beya-Berg, um 2200 m (n. 1073. — Blühend am
28. Juni 1899).
15—20 m hoher Baum mit breiter runder und dichter Krone.
Parinarium Whytei Engl. in Bot. Jahrb. XXVI. 378.
| Oberes Kondeland: Untali, im Swis-Thal in Resten früheren Waldes,
bei 1700 m (n. 4473. — Blühend im November 1899).
Einheim. Name: miwura.
25—30 m hoher Baum mit großer runder Krone und etwas überhängenden Zweigen.
P. mobola Oliv. Fl. trop. Afr. IL 368 n. 4.
Oberes Kondeland: Umuamba, bei Muanbagos Dorf, um 1000 m
an Bachufern (n. 1327. — Blühend am 13. Oct. 1899).
45—20 m hoher Baum, mit breiter, flach gewölbter Krone, mit essbaren Früchten.
Die Blätter sind mit Cocconia Parinarii P. Henn. besetzt.
Acioa Goetzeana Engl. n. sp.; frutex; ramulis novellis atque folio-
rum. petiolis dense cinereo-pilosis; stipulis anguste lineari-lanceolatis rigidis;
foliorum petiolo brevi, lamina rigida, supra lucida et obscure viridi, sub-
tus pallidiore, oblonga acuta, nervis lateralibus utrinque circ. 7—8 patenti-
‘bus tenuibus subtus paullum prominentibus, venis dense et minute
reticulatis supra prominentibus; paniculis in axillis foliorum superio-
rum atque terminalibus multifloris corymbosis; ramis saepe dichotomis
2-floris; bracteis inferioribus ovatis, basi laciniatis, superioribus oblongis
ubique laciniatis, laciniis angustissimis vertice glandula plana instructis;
pedunculis plerumque pseudodichotomis; pedicellis quam recepta-
culum 3—4-plo brevioribus; receptaculo elongato-turbinato, fauce annulo
obliquo instructo, sepalis oblongis extus brunneo-, intus cinereo-tomentosis,
Saepe nonnullis vel omnibus glanduloso-ciliatis; petalis obovato-oblongis
316 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergeb. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
sepala aequantibus vel longioribus; staminibus circ. 9 liberis filiformi-
bus quam petala triplo longioribus, unilateraliter insertis, ovario breviter
ovoideo, dense piloso, stilo filiformi stamina superante longe pilosor
4—5 m hoher Strauch. An den 2—3 mm dicken Zweigen sind die Blätter durch
1,5—2,5 cm lange Internodien von einander getrennt. Die Nebenblätter sind 5—6 mm
lang und 1,5 mm breit, die Blattstiele 3 mm lang, die Spreiten 8—9 cm lang und 3—
4 cm breit. Die Blütenstände sind 7—8 cm lang, die primären Zweige 4,5—2 cm, die
secundären 4 cm, die Blütenstiele 2—3 mm lang. Die Receptacula sind 7—8 mm lang
und oben 2 mm weit; die Kelchblätter sind 4 mm lang und 2 mm breit. Die Blumen-
blätter haben eine Länge von 5 mm und eine Breite von 4 mm. Die Staubblätter sind
über 2 cm lang. |
Livingstonegebirge: in Schluchten am Westabfall desselben bei
Ikombe, um 500 m (n. 1176. — Blühend am 19. Aug. 1899).
Diese Art weicht von allen bisher bekannten Arten der Gattung Acioa durch die
freien Staubblätter ab, stimmt aber habituell mit anderen Arten dieser Gattung überein;
namentlich besitzt sie dieselbe Beschaffenheit der Bracteen, wie viele der bisher be-
kannten Arten.
Abbildung auf Taf. XI.
A Blühender Zweig, B ein unteres Tragblatt, C 2 obere Tragblätter, 6mal vergr.,
D Franse eines Tragblattes mit Drüse, 25 mal vergr., E Längsschnitt durch eine Blüte,
4 mal vergr., F Basis des Andröceums, mit den kleinen Staminodien, 5 mal vergr.,
G Anthere von vorn, H dieselbe von hinten, 6 mal vergr., J Fruchtknoten und Basis
des seitlichen Griffels, 8 mal vergr., K Ende des Griffels, Z Querschnitt durch den Frucht-
knoten, 8 mal vergr.
\
Connaraceae (E. GıLe).
Rourea albido-flavescens Gilg n. sp.; »frutex scandens« corlice ©
brunneo; foliis imparipinnatis, glabris, foliolis plerumque 4-, rarius 3-jugis,
manifeste et crasse petiolulatis, terminalibus oblongis vel rarius oblongo-
lanceolatis, basi cuneatis, lateralibus oblongis vel plerumque ovato-oblongis, —
basi rotundatis, omnibus apice manifeste acuminatis, apice ipso rolundato
breviterque mucronato, utrinque opacis, nervis lateralibus utrinque 5—7
supra paullo impressis, sublus valde prominentibus, venis numerosissimis
angustissimeque reticulatis ulrinque paullo sed manifeste prominentibus;
inflorescentiis brevibus axillaribus racemoso-paniculatis, pedunculo rachideque
parce vel parcissime pilosis; calycis quinquepartiti extrinsecus fulvotomen-
tosi lobis ovato-lanceolatis, margine flavescenti-ciliatis, apice acutiusculis ;
petalis lanceolatis »albidis, demum flavescentibus« sepala subduplo longit.
superantibus; stamina 10,5 ceteris subduplo longioribus ; carpidiis 5; capsula
matura oblique oblonga vel subfalcata, sutura ventrali dehiscente ac dorso
recurvato; arillo carnoso ut videtur sanguineo undique adnato semen
omnino amplectente; testa coriacea; cotyledonibus crassis plano-convexis.
Blattstiel 5—6 em lang, Blatt 145—22 cm lang, 40—13 cm breit, Rachis 9—11 cm
lang, Blättehenstiele 6—7 mm lang, Seitenblittchen 5—9 cm lang, Endblättchen
10-46 cm lang, 3—6 em breit. Blütenstände 8—4 cm lang, Blütenstielchen er, 3 mm
lang. Kelch er, 9 mm hoch. Blumenblitter etwa 6 mm lang, 2 mm breit,
Engler, Bot. Jahrb. XXX Bd. Taf XI.
Ser
PAT
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#9
Acioa Goetzeana Engl.
J. Pohl ad.nat.del. Lith Anst Julius Klinkhardt Leipzig
Verlag v. Wilhelm Engelmann in Leipzig.
LIBRARY
OF THE
UNIVERSITY of ILLINOIS
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 317
Nyassaland: Ukinga, im Schluchtenwald des Manganyema-Berges um
2100 m ü. M. (n. 1212. — Blühend im Sept. 1899).
Verwandt mit R. pseudobaccata Gilg.
Leguminosae (I. Harms).
Albizzia Antunesiana Harms n. sp.; arbor ramulis novellis sub-
sericeo-pubescentibus; foliis longiuscule vel longe petiolatis, glabris, 2—3-
jugis, pinnis 5—9-jugis, elongatis, foliolis subsessilibus, oblique oblongis
vel subrhomboideo-oblongis, nervo mediano subdiagonali, basi inaequilatera,
margine antico basi protracto, rotundato, apice obtuso vel obtusiusculo;
pedunculis solitariis vel geminis, ex axillis foliorum delapsorum ortis, elon-
gatis, puberulis; floribus brevissime pedicellatis vel subsessilibus, subsericeo-
puberulis; calyce anguste infundibuliformi, corolla calyce 11/,- vel 2-plo
longiore.
40—42 m hoher Baum mit lichter, rundlicher Krone, aus den gelbgrünen Blüten
ragen die langen, weißen Staubblätter heraus (GortzE). Blattspindel 7—15 cm lang,
davon der Stiel 4--6 lang; Internodien zwischen den Fiederpaaren 2,5—4,5 cm lang,
Fiedern 9—44 cm lang, Blättchen 2,5—4 cm lang, 8—16 mm breit. Köpfchenstiele
4—8 cm lang. Kelch 3—5, Krone 6—8 mm lang.
Unyika: beim Dorf Iyunga, Buschwald, um 1700 m (n. 1372. —
Blühend im Oct. 1899).
Huilla (Antunes n. 330).
Verwandt mit A. coriaria Welw., verschieden durch geringere Zahl der Fiedern
und Blättchen sowie schiefere Form der letzteren.
A. maranguensis Taub. in Engl. Hochgebirgsfl. trop. Afr. 241.
Unyika: Mamlima-Bach, um 1700 m (n. 1370. — Blühend im Oct.
1899).
45—20 m hoher Baum mit flacher, weit ausladender lichter Krone, Blättchen
lederig, oberseits glänzend, aus den weißgrünen Blüten ragen die langen, weißen Staub-
blätter heraus.
Acacia abyssinica Hochst. ex Benth. in Hook. Journ. Bot. (1846) 97.
Usafua: Beya-Berg, lichten Bestand bildend an flachen Abhingen um
2000—2200 m (n. 1077. — Mit Hülsen im Juni 1899).
45—48 m hoher Baum mit flacher, breiter Schirmkrone.
A. albida Del. Fl. Egypte 142.
Umanda am Rukwa-See, um 800 m, Baumsteppe in der Nähe der
Flüsse (n. 4407. — Mit Blüten und Hülsen im Juli 1899).
Circa 20 m hoher Baum mit starkem Stamm und grauer Rinde, Krone rund mit
überhängenden Zweigen, Blüten weiß, Früchte grün mit violettem Anflug, in der
Reife gelb.
A. songwensis Harms n. sp.; arbor glabra vel subglabra ramulis de-
corticantibus; fasciculis e foliis et pedunculis compositis secus ramulos
dissitis, spinis ad basin fasciculorum brevibus vel elongatis, validis subu-
latis; foliis breviter petiolatis, 5—10-jugis, glabris, pinnis cire. 10—20-jugis,
318 Beitr.z. Fl.v. Afr, XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kingä-Geb.-Exped. etc.
foliolis anguste oblongis vel lanceolatis, saepius acutis; capitulis longe pe-
dunculatis, pedunculis fasciculatis 2—6 cum foliis ortis, puberulis, glabres- —
centibus, infra medium involucello instructis, floribus glabris vel subglabris,
calyce breviter obtuse 5—6-dentato, corolla calyce fere duplo vel vix duplo
longiore, lobis brevibus; ovario parvo, glabro; legumine nondum plane ad-
ulto stipitato, subrecto vel saepius = falcato-curvato, lineari, compresso,
elongato, utroque margine late crenato vel undulato, rarius hine inde con-
stricto, glabro (juvenili glutinoso), cire. 40—15-spermo.
45—20 m hoher Baum mit breiter Krone, Blüten gelb (GortzE). Die grünlich-
weißgelblichen Zweige fallen dadurch sehr auf, dass sie mit zahlreichen, schmalen, in
dichten Querrissen von einander sich ablösenden Hautschuppen bedeckt sind. Längs
der Zweige finden sich zerstreut dicke, aus schwarzbräunlichen Schuppen bestehende
Polster, aus denen in Büscheln die Blätter und Köpfchenstiele hervortreten. Die Dornen
am Grunde der Büschel sind bald kurz, bald lang (bis 4 cm), von grauweißlicher oder
etwas bräunlicher Farbe. Blattspindel 2,5—6 cm lang, Fiedern 1,5—3 cm lang, Blätt-
chen 3—5 mm lang. Köpfchenstiele 3—4 cm lang, Kelch 4,5 mm, Krone 2,5 mm larg.
Hülsen 9—14 cm lang, 9—44 mm breit.
Usafua: Songwe-Thal, Flussniederung, um 1100 m (n. 1054. — Mit
Blüten und nicht völlig reifen Hülsen im Juni 1899).
Diese Art dürfte in die Verwandtschaft von A. arabica Willd. gehören, weicht
jedoch von dieser durch die abblätternde Rinde ab.
A. spirocarpa Hochst. ex A. Rich. Fl. Abyss. I. 239.
Ubungu am Rukwa-See, um 800 m (n. 1403. — Mit Blüten und
Hülsen im Juli 1899).
12-—15 m hoher Baum mit breiter, flacher Krone, Blüten weiß, schwach süßlich
duftend.
Entada abyssinica Steud. ex A. Rich. Fl. Abyss. I. 234.
Kinheim. Name: yangate.
Kondeland: Rumbira-Miindung bei Langenburg, um 500 m (n. 860.
— Blühend im April 1899).
6—8 m hoher Baum mit breiter, runder Krone; Blüten weiß, im Verblühen gelb,
in groBen Inflorescenzen.
Parkia Hildebrandtii Harms in Engl. Bot. Jahrb, XXVL (1899) 261.
Oberes Kondeland: Flussufer des Kivira-Thals, an den Wugu-Bergen,
um 700 m (n. 4487. — Blühend und mit jungen Hülsen im Nov. 1899).
30—26 m hoher Baum mit unregelmäßiger lichter Krone, hellziegelroten Blüten,
Burkea africana Hook. Icon. pl. VI. 593—594.
Unyika: Msangawares Dorf, Buschwald, um 1500 m (n. 1396. —
Blühend im Oct. 1899). |
Einheim. Name: hapanga.
15—148 m hoher Baum mit breiter Krone, oft mehrstämmig; Blätter seidig be-
haart, Blüten weiß.
Brachystegia Goetzei Harms n. sp.; arbor elata, ramulis ferrugineo-
velutinis vel puberulis; foliis breviter vel brevissime petiolatis, pari-pinnalis, |
12 _{8-jugis, foliolis oppositis, sessilibus, lanceolatis vel oblongis, e basi
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Lith Anst Julius Klinkhardt Leip
Brachystegta Goetzet Harms.
Verlag v Wilhelm Engelmann in Leipzig.
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Engler, Bot. Jahrb, XXX Bd.
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LIBRARY
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc, ges. Pflanzen. 319
lata leviter emarginata subtruncata apicem versus sensim angustatis, apice
cutis vel obtusis, rarius rotundatis, utrinque molliter puberulis, subtus
subglauco-pallidis; panicula terminali, densa, multiflora, ferrugineo-pubes-
cente; floribus brevissime pedicellatis; bracteolis obovatis vel oblongis;
_sepalis k—5, obovatis vel suborbicularibus, fimbriatis, petalis 1—2 lineari-
bus brevibus vel nullis; staminum filamentis basi connatis, glabris; ovarii
stipite longiusculo, glabro, ovario hirsuto, 6—7-ovulato, stylo basi hirsuto,
sursum glabro.
% 42—45 m hoher Baum mit breiter, lichter, unregelmäßiger Krone, Blütenstand
und Deckblätter dunkelbraun behaart, Blüten grün, aus ihnen ragen die weißen Staub-
‚blätter heraus. Blattspindel 44—26 cm lang, davon der Stiel 8—10 mm lang, Inter-
nodien zwischen den Blättchenpaaren 10—20 mm lang, Blättchen 3—5,5 cm lang,
40—47 mm breit. Trauben 2—5 cm lang, Blütenstiele sehr kurz (2—3 mm lang.
Bracteolen etwa 8 mm lang.
_ Unyika: bei Dorf Piseki, Buschwald, um 1400 m (n. 1423. — Blü-
hend im Nov. 1899).
Einheim. Name: nguanzo.
Abbildung auf Taf. XI.
A Blühender Zweig, B Blättchen, C Knospe, D Blüte, E Kelchblatt, F Blumen-
blatt, G Fruchtknoten und unterer Teil der Staubblätter, H Griffelspitze, J Längsschnitt
durch die Blüte, X Nebenblatt.
B. polyantha Harms n. sp.; arbor elata, ramulis glabris, foliis petio-
latis, 3—4-jugis, glabris, foliolis lanceolatis vel oblongis vel lanceolato-ovatis,
obliquis, saepe subfalcatis, apicem versus sensim angustatis vel acuminatis;
paniculis e ramo infra folia ortis, densis, multifloris, pubescentibus, pedi-
cellis brevissimis; bracteolis obovatis vel oblongis; sepalis 5, lanceolatis vel
oblongis; petalis 0; staminum filamentis basi connatis, glabris: ovarii stipite
glabro, ovario hirsuto.
10—12 m hoher Baum mit breiter, flacher Krone, Blüten grün, leicht bräunlich
behaart, die weißen Staubfäden ragen heraus (Goetze). Blattspindel 40—45 cm lang,
‘davon der Stiel 3,5—5 cm lang. Rispen sehr reichblütig, 5—10 cm lang; Blütenstiel
2—4 mm, Bracteolen 7 mm lang.
_Untali: Vorberge am Kivira-Thal, Buschwald, um 1400 m {n. 1478.
Blühend im Nov. 1899).
B. appendiculata Benth. in Trans. Linn. Soc. XXV. 313.
Untali: Vorberge am Kivira-Thal, Buschwald, um 1400 m (n. 1474.
Blühend im Nov. 1899).
Cryptosepalum dasycladum Harms n. sp.; caulibus multis e rhizo-
basi obliqua, apice saepius acutis, glabris; stipulis linearibus, elongatis, basi
intra petiolum connatis; racemis terminalibus, elongatis, multifloris, densi-
floris, glabris, pedicellis brevibus; bracteolis membranaceis, oblongis vel
oblongo-ovatis vel ovalibus, apice saepius acuminatis vel apiculatis; petalo
320 Beitr. z. F1. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
;
unico oblongo vel ovali; staminibus 3; ovario 3-ovulato, breviter stipitato, |
dorso et basi pubescente, sutura ventrali incrassato; legumine glabro, brevi,
|
late oblongo, seminibus 1 —2.
E Blumenblatt, F Blüte nach Entfernung der Bracteen, G Ovarium im Längsschnitt, ©
IT Fruchtklappe, J, K Same im Längsschnitt und Querschnitt.
Oryptosepalum dasyeladum Warms. A Habitus (n, Gr), B Blittchen, (’ Knospe, D Blüte, -
Finwerhohe Staude, Büsche bis 4 m im Durchmesser bildend, mit bis armstarkem,
verholztem Wurzelstock, Blüten weiß bis blassviolett (Gortze), Blattspindel 7—10 em
lang. Blättehen 9,5—3,5 em lang, 5—-8 mm breit, Trauben 3—6 cm lang. Blüten- yi
ticle 8-6 mm lang. Bracteolen 5—6 mm lang. Hülsen 2—2,5 em breit, 4—5 om lange
“4
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 391
Unyika: Mbozi-llügel, Buschwald, um 1600 m (n. 1384. — Blühend
im Oct. 1899), bei Dorf Kananda, um 1500 m (n. 1438. — Mit Hiilsen
im Nov. 1899). |
Dem C. pulchellum sehr ähnlich, jedoch durch gedrängten Wuchs, oft am Ende
mehr zugespitzte Bracteolen verschieden.
C. pulchellum Harms n. sp.; caule puberulo, glabro, basi squamis
instructo; foliis breviter petiolatis, 9—12-jugis, foliolis subsessilibus, lanceo-
latis, basi obliqua, apice plerumque acutis, rarius obtusis; racemo termi-
-nali, multifloro; bracteolis membranaceis, ovalibus, brevissime apiculatis,
petalo unico ovato vel oblongo-ovato; staminibus 3—4; ovario 3—4-ovu-
lato, dorso et basi pubescente, sutura ventrali incrassato. |
Fußhoher, buschiger Halbstrauch mit dicker, verholzter Wurzel, Blüten weiß mit
= blassem, rotem Anflug (GoETzE). Stengel 45—25 cm lang. Blattspindel 4—‘4 cm lang,
‘ Blättchen 1,5—4 cm lang, 4—9 mm breit. Trauben 3—5 cm lang, Blütenstiele
4—10 mm lang. Bracteolen 5—6 mm lang.
Oberes Kondeland: Untali, im Buschwald trockener Abhänge des
Kivira-Thals bei 1000 m (n. 1472. — Blühend im Nov. 1899).
Von C. maraviense Oliv. (Fl. Trop. Afr. II. 304) nach der Beschreibung und nach
einem in Kew bestimmten Exemplare (leg. Nurr, Tanganyika) verschieden durch größere
Anzahl der Blättchen (9—42, nicht 6—7 Paare) und meist spitzere Form derselben.
Afzelia cuanzensis Welw. Apont. n. 35.
Oberes Kondeland: Massewe im Kivira-Thal, um 1000 m (n. 1484.
— Blühend im Nov. 1899).
Bis 48 m hoher, breitkroniger Baum.
Berlinia Eminii Taub. in Engler, Pflanzenwelt Ostafr. C. (1895) 199.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Landschaft Fingano, um 1500 m
(n. 4034. — Fruchtend im Juni 1899).
B. tomentosa Harms n. sp.; arbor ramulis tomentosis foliis pari-
pinnatis, 4-jugis, petiolo communi tomentoso, glabrescente; foliolis bre-
_vissime petiolulatis, oblongis vel obovato-oblongis vel ovatis, basi obliqua
rotundatis vel emarginulatis vel obtusis, apice saepe breviter vel brevissime
obtuse acuminatis vel obtusis, supra glabris, subtus tomentellis, glabres-
~ centibus, stipulis anguste semicordatis, acuminatis, intra petiolum connatis,
_tomentosis; panicula magna, tomentosa; floribus breviter pedicellatis, brac-
s
RL
teolis ad basin floris magnis, obovatis, rotundatis, dense tomentosis; recep-
taculo breviter infundibuliformi, glabro; sepalis 5—6, oblongo-lanceolatis
vel lanceolatis, glabris; petalis 5—6, brevissime et late unguiculatis, lamina
basi dilatata et subauriculata, in petalis 4—5 oblongo-lanceolata vel lanceo-
lata, in petalo quinto vel sexto ceteris majore superiore parte latissima
…(obovata), glabris vel subglabris (intus basi parce puberulis); staminibus
_41—42, filamentis liberis, inferiore parte pilosis; ovario stipitato (stipite
_Yeceptaculo adnato), dense tomentoso, 4—6-ovulato; stylo filiformi, inferiore
parte puberulo, ceterum glabro.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 21
322 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
42—15 m hoher, breitkroniger Baum mit großen, endständigen Rispen von weißen
Blüten (GortzE). Blattspindel 45—20 cm lang, Stiele der Blättchen 5—7 mm lang,
Blättchen 40—22 cm lang, 5—8 cm breit. Rispenäste (Trauben) 5—20 cm lang,
gelblich-filzig, Blütenstiele 7—9 mm lang, Bracteen 48—20 mm lang, Receptaculum
S mm lang, Kelchblätter 10—14 mm lang, größtes Blumenblatt bis 46 mm ‚lang, die
anderen 44—45 mm lang.
Oberes Kondeland: Umuamba am Likabu-See, um 700 m (n. 1315.
— Blütenrispen im Oct. 1899). — Hierzu Blätter n. 4495, ohne nähere
Angabe.
Einheim. Name: nguti.
Verwandt mit B. angolensis Welw.
Cassia abbreviata Oliv. Fl. Trop. Afr, I. 274.
Unyika: bei Dorf Toola, im Buschwald (n. 1414. — Mit Blüten und
Hülsen im Nov. 1899).
12—15 m hoher Baum mit dunkler, rissiger Rinde, Krone unregelmäßig, breit,
Blüten leuchtend hellgelb. Früchte dicht weich behaart.
Pterolobium lacerans R. Br. in Salt, Abyss. App. 64.
Usafua: Abhang des Poroto-Berges, um 1800 m, am Bachufer
(n. 1036. — Blühend und fruchtend im Juni 1899).
Unyika: Liane am Mamlima-Bach, um 1700 m (n. 1368. — Nur
Blätter im Oct. 1899).
Schlingstrauch mit weißlichen Blüten und roten Früchten.
Swartzia madagascariensis Desv. in Ann. sc. nat. IX. 424.
Unyika: bei Msangawares Dorf, 1500 m, Buschwald (n. 1394. —
jlühend im Oct. 1899).
Kinheim. Name: jironde.
5—6 m hoher Baum mit dicker, grauer Rinde, Blüten weiß, nach der Mitte zu
gelb schattiert.
Ormosia angolensis Bak. in Oliver, FL Trop. Afr. II. 255. |
Unyika: bei Msangawares Dorf, 1500 m, Buschwald (n, 1399. —
Blühend im Oct. 1899).
Einheim. Name: iwuanga.
40—42 m hoher Baum. mit unregelmäßiger Krone, Blütentriebe und Blattstiele
velbbraun behaart, Blüten weiß, stark violett geadert,
Crotalaria cephalotes Steud. in Schimp. Pl. Abyss. n. 695.
Usafua: bei Utengule, um 1600 m, in Schamben {n. 1037. — Blühend
im Juni 1899).
Fußhohes einjähriges Kraut mit braungelben Blüten,
©. Seemeniana Harms n. sp.; suffrutex ramosus, ramis elongalis,
?
virgatis, subsericeo-pubescentibus vel puberulis, foliosis; foliis satis parvis,
breviter petiolatis (petiolo subsericeo-pubescente), foliolis 3, obovatis vel
obovato-oblongis, supra glabris, subtus sericeis vel subsericeis vel subsericeo-
puberulis; racemis terminalibus, densifloris, brevibus, capituliformibus vel
subenpituliformibus, pedicellis sericeis, in medio vel supra medium bracteolis
linearibus geminis instructis, bracteis linearibus; calyce sericeo, dentibus
_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 323
D
- latis, late ovatis vel suborbicularibus vel subsemiorbicularibus, = obliquis,
-apice rotundatis, brevissime oblique mucronulatis; vexillo obovato-suborbi-
{
D
ventrali breviter piloso, apice rostrato.
1/, m hohe, breitwachsende Staude, Blüten gelb, Fahne außen rotorange gefärbt
- (Goertze). Traubentragende Zweige 5—25 cm lang. Blattstiel 5—40 mm lang, Blättchen
| etwa 9—12 mm lang, 3—6 mm breit. Trauben képfchenformig, 4,5—3 cm lang. Blüten-
stiele 4—5 mm, Kelch 4 mm, Fahne 7 mm lang.
|
p culari, basi auriculato; ovario breviter stipitato, brevi, lateribus et sutura
J
i
|
Rungwe-Stock: Kieyo-Berg, an flachen Abhängen, um 1500 m
(n. 4470. — Blühend im Aug. 1899).
Diese Art fällt sehr auf durch ihre breiten, gerundeten, kurzen Kelchzähne.
6. ukingensis Harms n. sp.; frutex erectus, ramulis dense molliter
| 5 ’
_pubescentibus, dense foliosis; foliis petiolatis, petiolo puberulo, foliolis 3,
Bohovatis vel oblongo-obovatis, supra glabris, subtus subsericeo-puberulis;
floribus pedicellatis, solitariis vel geminis vel paucis racemosis e ramulo
P ? Le P
brevissimo abbreviato ortis vel in racemum terminalem pauciflorum vel
-pluriflorum digestis, pedicellis subsericeo-pubescentibus infra calycem bracteo-
lis 2 brevibus linearibus instructis; calyce brevissime subsericeo-pubescente
vel puberulo, vexillo extus sericeo-pubescente vel puberulo.
2m hoher, breit aufrechtwachsender Strauch, in allen Teilen weich behaart, Blüten
gelb, außen hellbräunlich-violett gefärbt (Gorrze). Blattstiel 5—15 mm lang, Blättchen
6—15 mm lang. Blütenstiel 10—20 mm lang, Kelch 7—8 mm lang.
Ukinga: Yariri-Berge, Ränder des Schluchtenwaldes, um 1700 m
(n. 1195. — Blühend im Sept. 1899).
Argyrolobium vaginiferum Harms n. sp.; frutex ramosus, ramis
sericeo-villosis, foliis petiolatis, 3-foliolatis, sericeis, foliolis oblongis vel
anguste ellipticis, basi acutis vel obtusis, apice acutis et saepius brevissime
mucronulatis, subtus sericeo-villosis, supra parcius sericeis; stipulis in vagi-
nam ovatam, acutam, saepius apice bidentatam, extus sericeo-villosam, folio
oppositam connatis; racemis terminalibus, pedunculatis, densifloris,
floris, congestis, brevibus vel capituliformibus, sericeo-villosis; bracteis lanceo-
latis, bracteolis 2 ad basin calycis linearibus; calyce ultra medium 2-labiato,
labio superiore quam inferius paullulo breviore, 2-dentato, dentibus latis,
ovatis, acutis, inferiore apice brevissime 3-denticulato; corolla calycem paullo
_ excedente, vexillo extus sericeo, ovario sericeo-villoso : legumine late lineari
ericeo.
4—2 m hoher, buschiger Strauch, Triebe und Blätter dicht mit weichen Seiden-
_ haaren besetzt, Blüten gelb, mit leichtem rotorange Anflug, Kelch nach den Zipfeln zu
violett gefärbt (Gorrze). Blattstiel 1,2—4,8 cm lang, Blättchen 2—5,5 cm lang, 8—22 mm
reit. Stipularscheiden 9—15 mm lang. Traubenstiel 2—4 cm lang, Trauben selbst
1 eist képfchenartig, 2—3 cm lang. Unterlippe des Kelches 10, Oberlippe 9 mm lang;
Plugel 41, Schiffchen 9 mm lang. Junge Hülsen etwa 3 cm lang, 5—6 mm breit.
Usafua: am nördlichen Fuß des Rungwe-Stocks, um 2000 m (n. 1134.
— Blühend im Aug. 1899).
pluri-
21*
324 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Diese Art ist besonders auffallend durch die zu einer blattgegenständigen Scheide
verwachsenen Nebenblätter. Sehr ähnlich ist A. Fischeri Taub., das jedoch freie
Nebenblätter zeigt.
Trifolium simense Fresen. in Flora (1839) 49.
Ukinga-Berge: Kinyika-Berg, trockene Wiesen, um 2600 m (n. 942.
— Blühend im Mai 1899). |
T. ukingense Harms n. sp.; caulibus erectis subsericeo-villosulis vel
puberulis; stipulis in vaginam elongatam villosulam connatis, partibus liberis
lanceolatis, in acumen setiforme abeuntibus, foliis ad apicem vaginae sessili-
bus, foliolis anguste lanceolatis vel lineari-lanceolatis, versus basin et apicem
angustatis, supra puberulis vel subglabris, subtus sericeo-villosulis, margine
saepius integris, interdum parce denticulatis; capitulis subglobosis, pedun-
culatis; calyce subsericeo-villoso, costis tubi ultra 10, dentibus subulato-
linearibus, tubo paullo longioribus.
Spannhohe, nicht buschig wachsende Pflanze mit dunkelvioletten Blüten (Gorrzr).
Blattscheiden 4,5—2,5 cm lang, freie Teile der Stipeln 5—10 mm lang. Blättchen 2,5 —
5 cm lang, 2—4 mm breit. Köpfchenstiele 1,5—2,5 cm lang. Kelchtubus 2—2,3 mm,
Zähne 3—3,2 mm lang.
Kingagebirge: Djilulu-Berg, trockene Wiesen auf rotem Laterit, um
2400 m (n. 923. — Blühend im Mai 1899).
Von T. simense Fres. durch stärkere Behaarung, insbesondere behaarten Kelch
verschieden.
T. Wentzelianum Harms n, sp.; caulibus erectis, villosulo-pubes-
centibus, suleato-striatis; stipulis in vaginam elongatam villosulam connatis,
partibus liberis lanceolatis, acuminatis, foliis ad apicem vaginae sessilibus,
foliolis subsessilibus, lanceolatis vel oblanceolatis, apice acutis, rarius sub-
obtusis, saepe in acumen setiforme productis, margine dentatis (dentibus
, nervoso-striatis, supra puberulis vel glabris, subtus villosulo-
pubescentibus vel puberulis; capitulis subglobosis, pedunculatis, pedunculo
villoso; calyce villosulo, costis ultra 10, dentibus setiformi-linearibus, tubo
setiformibus)
2 — 3-plo longioribus.
Fußhohe, buschige Staude mit rotvioletten Blüten (Gortze). Stipularscheide 9—
23 mm lang, freie Teile der Nebenblätter etwa 7—10 mm lang. Blättchen 2—4 cm
lang, 5—44 mm breit. Köpfchenstiel 4,5—2,5 cm lang. Kelchtubus 3 mm, Zähne 6—
7 mm lang,
Westl. Ubena im Livingstone-Gebirge: Masuanu-Berg, auf Wiesen,
um 2400 m (n. 825. — Blühend im März 1899).
Kinheim. Name: mgnowo.
Verwandt mit 7. polystachyum Vresen, und T, simense Fresen,, von jenem dure
mehr kugelige Köpfchen, von diesem durch größere Köpfchen, größere Kelche, ander
Form der Blättchen verschieden,
Lotus Goetzei Harms n. sp.; suffruticosus, ramulis adscendentibu
vel erectis, junioribus villosulo-pubescentibus, mox puberulis, demum glabris
foliis 5—foliolatis, petiolo communi brevissimo, foliolis obovalis vel obovato:
oblongis vel basalibus oblique et late ovatis, apice saepius breviter mucronu
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 325
latis, junioribus villosulis, mox puberulis, demum glabrescentibus; pedun-
eulis villosulis, brevibus, capitulis 3—6-floris, bracteis I—2; pedicellis
brevissimis et calyce villosulis, dentibus tubum fere aequantibus, acuminatis,
superioribus ovato-lanceolatis, lateralibus lanceolatis, infimo quam ceteri
angustiore; ovario lineari, glabro, ovulis numerosis.
N Fußhohe, behaarte Pflanze mit rötlichen Stengeln, Kelch und Blätter nach der
Spitze zu rötlich, Blüten weiß, am Schlunde rötlich schattiert (Gorrze). Blättchen 5—
17 mm lang, 3—7 mm breit. Köpfchenstiele etwa 6—15 mm lang. Kelch 5—6 mm
lang, Krone etwa 10 mm lang.
Usafua: auf sonnigen Matten des Poroto-Berges, um 2300 m (n. 1044.
— Blühend im Juni 1899).
Von L. namulensis Brand in Engler’s Bot. Jahrb. XXV., 213 durch viel kürzere
Köpfchenstiele, von L. discolor E. Mey. durch mehr abstehende Behaarung, etwas längere
Kelchzipfel verschieden. Auch L. figrensis Bak. hat mehr angedrückte Behaarung,
außerdem meist viel längere Képfchenstiele. L. Brandianus Harms ist viel schwächer
und mehr angedrückt behaart, besitzt schmälere Blättchen, kleinere Blüten, längere
Pedunculi.
| L. oxyphyllus Harms n. sp.; caulibus procumbentibus, villosulo-
puberulis vel subglabris; foliis 5-foliolatis, petiolo communi brevissimo,
_junioribus pilis longiusculis puberulis, adultis glabris, foliolis carnosulis, basali-
bus plerumque satis obliquis, quam cetera latioribus, lanceolato-ovatis vel
dimidiato-ovatis vel lanceolatis, ceteris parum vel vix vel minime obliquis,
lanceolatis, acutis; pedunculis quam folia circ. 2—4-plo longioribus, villo-
- sulis vel villosulo-puberulis, capitulis 3—6-floris, bractea unica (an semper ?)
foliolo consimili, calycis dentium apices non vel vix attingente; floribus
roseis; pedicellis brevissimis et calyce villosulis, dentibus acutis tubum fere
-aequantibus, superioribus late lanceolato-ovatis, lateralibus ovato-lanceolatis,
-infimo lanceolato, quam ceteri angustiore; ovario lineari, glabro, ovulis
_ numerosis.
Niedere, dem Boden aufliegende Staude mit hellroten, außen dunkelschattierten
Blüten (Gogrze). Stengel 8—20 cm lang. Blattspindel zwischen den dem Stengel dicht
ansitzenden Grundblättchen und den Endblättchen äußerst kurz; Endblättchen meist
auffallend ungleichseitig. Blättchen 6—18 mm lang, die Grundblättchen bis 5 mm breit,
«die übrigen schmäler ((—3 mm breit). Köpfchenstiele 2—3 cm lang. Bractee 4—6 mm
lang. Kelch 6 mm lang, Krone etwa 40—11 mm lang.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen mit Felsblöcken
übersäten Halden, um 2700 m (n. 972. — Blühend im Mai 1899).
Diese Art fällt besonders durch ihre spitzen Blättchen auf.
Indigofera demissa Taub. in Engler, Pflanzenwelt Ostafrikas C.
(1895) 209.
Unteres Kondeland: Lufirio-Mündung, auf sandigen Teilen der Gras-
Steppe in der Nähe des Sees, um 500 m (n. 876. — Blühend im April
1899).
Auf dem Boden hinkriechende Pflanze mit rübenförmiger Wurzel und krapproten
Blüten.
:
326 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
I. Wentzeliana Harms n. sp.; suffruticosa, erecta, parva, caule his-
pidulo; foliis breviter petiolatis, impari-pinnatis, 1—3-jugis, adpresse his-
pido-puberulis, foliolis oblanceolatis vel oblongis, mucronulatis; stipulis
lineari-setiformibus; racemis axillaribus brevibus vel elongatis; pedicellis :
brevibus; calycis dentibus linearibus, tubo brevissimo. ;
Spannhohe, buschige Staude mit hellkrapproten Blüten (Goxrrze). Blattspindel
6—45 mm lang, Blättchen 40—15 mm lang, 2—4 mm breit. Trauben 2—7 cm lang.
Kelch 4 mm lang.
Ussangu: am Nordabhang des Lipanye-Rückens, um 2200 m {n. 1268.
— Blühend im Sept. 1899). |
Gehört zur Section Pennatae Harv.
I. rhynchocarpa Welw. in Fl. Trop. Afr. IL 92.
Unyika: Mbozi-Hügel, um 1500 m, im Buschwald (n. 1429. —
Blühend im Nov. 1899).
I. Garckeana Vatke in Österr. Bot. Zeitschr. XXIX. (1879) 224 dürfte kaum spe-
cifisch verschieden sein.
Psoralea foliosa Oliv. in Journ. Linn. Soc. XXI. 399.
Ubena: Siangira, auf feuchten Wiesen, um 1900 m (n. 800. — Blü-
hend im März 4899).
4—2 m hoher, breit wachsender Strauch mit weißlichen, violett und dunkel
schattierten Blüten.
Tephrosia (§ Brissonia) Heckmanniana Harms n. sp.; suffruticosa
caule elato minutissime puberulo vel subglabro; foliis breviter petiolatis, —
pinnatis, 5—11-jugis, petiolo communi minutissime puberulo vel subglabro,
foliolis anguste oblongis vel oblongo-oblanceolatis vel lineari-oblongis, basi-
aculis, apice rotundatis, plerumque emarginulatis, saepe mucronulatis, supra
clabris, subtus adpresse brevissime puberulis, stipulis lineari-lanceolatis, |
subulatis; racemis elongatis axillaribus et terminalibus, multifloris, minute
puberulis; floribus pedicellatis; calyce minute et adpresse subsericeo-pube-
rulo, breviter dentato; vexillo extus sericeo; stylo pubescente, ovario
sericeo,
Meterhoher, aufrecht wachsender Halbstrauch mit hellvioletten Blüten, Fahne außen
braunviolett (Gortze). Blattspindel 7—17 em lang, Blättchenstiele etwa 3 mm lang,
Blättehen 3—5 cm lang, 6—47 mm breit. Trauben 14—80 cm lang. Blütenstiele
5—8 mm lang. Kelch etwa 3—4 mm lang. Krone etwa 45 mm lang.
Kondeland: Ukangu-Berg, um 1400 m (n. 889. — Blühend im Mai
1899). |
Verwandt mit 7. noctiflora Boj., verschieden durch schwächere Behaarung. Die
Art findet sich auch im Nyassaland (BUCHANAN n. 898, — 1891).
T. paucijuga Harms n. sp.; suffruticosa, caulibus erectis glabris, in
racemmum velutino-pubescentem exeuntibus, folia pauca gerentibus; folis
petiolatis, paucijugis (1—3-jugis), foliolis oblanceolatis vel lanceolatis, juv
nilibus subtus sericeis, adultis puberulis; stipulis lanceolatis vel linearibus;
inflorescentiis racemiformibus terminalibus elongatis, multifloris, velutinis;
à
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa See etc. ges. Pflanzen. 527
calyce dense subsericeo-velutino, dentibus brevibus; vexillo extus dense
sericeo; stylo piloso.
| Fußhohe, buschige Staude mit verdickter Wurzel, Blüten rotviolett, im Verblühen
“sich bläulich färbend (Gorrze). Blattspindel 1,5—6 cm lang, Blättchen 4—6 cm lang,
440 mm breit. Inflorescenzen etwa 7—12 cm lang. Blütenstiele 3—6 mm, Kelch
5-6 mm lang. Fahne 12—15 mm lang.
Unyika: Umalila, an rasigen Abhängen des Uwurungu-Berges, um
‚2200 m (n. 1457. — Blühend im Nov. 1899).
Millettia ferruginea (Hochst.) Bak. in Oliv. Fl. Trop. Afr. II. 130.
| Rungwe-Stock: an. flachen Ausläufern desselben bei Umuamba
(n. 1309. — Blühend im Oct. 1899).
45—20 m hoher Baum, Bliten helllila.
Sesbania Goetzei Harms n. sp.; frutex ramulis dense et breviter in-
cano-villosis; foliis breviter petiolatis, 6—10-jugis, incano-villosis, foholis
oblongis vel anguste oblongis, apice rotundatis; pedunculis axillaribus, foliis
brevioribus usque ea paullo superantibus, incano-villosis, paucifloris (2—4-
floris); calyce late campanulato, puberulo, dentibus brevissimis, subulato-
deltoideis; corolla calyce 4—5-plo longiore, vexillo purpureo-maculato.
| 2—3 m hoher, breiter, buschig wachsender Strauch mit blaugrünen Trieben und
ebensolchem Laub; Blüten gelb, Fahne außen stark dunkelviolett gesprenkelt (GoETzE).
Blattspindel 1,5—5 cm lang, Blättchen 5—15 mm lang, 2—5 mm breit. Traubenachse
“1,5—3 cm lang, Blütenstiele 4—10 mm lang, Kelch etwa 6 mm lang, Krone 2—2,2 cm
lang.
Ubungu am Rukwa-See: bei Kibungu, auf zeitweise sumpfigem
Ufer, um 800 m (n. 1115. — Blühend im Juli 1899).
Diese Art fällt auf durch die dichte graue Behaarung, die geringe Zahl der Blätt-
chen, die kurzen, wenigblütigen Trauben. Vielleicht ist sie mit S. cinerascens Welw.
(Fl. Trop. Afr. II. 134) näher verwandt, die jedoch 15—20-jochige Blätter und 8—12-
_blütige Trauben haben soll.
|
}
|
-
4 Aeschynomene bella Harms n. sp.; frutex ramulis viscido-pubescen-
libus, demum glabris, foliis petiolatis, pinnatis, elongatis, petiolo communi
“viscido-puberulo, demum glabrescente, foliolis suboppositis vel alternis vel
“rarius oppositis, cire. 28—34, oblongis vel anguste oblongis, brevissime
“petiolulatis, basi oblique emarginulatis, apice rotundatis vel obtusis, racemis
ne paniculis axillaribus, ad apicem ramulorum paniculatis, viscido-pube-
rulis; bracteis ovatis deciduis, bracteolis ad basin calycis oblongo-ovatis,
Dos: calyce ale 2-labiato, subglabro (superiore parte parce puberulo),
labio superiore apice 2-dentato, labio inferiore apice 3-dentato, vexillo late
ovato-suborbiculari, rotundato, emarginulato, alis oblique oblongis, vexillo
aullo brevioribus, obtusis, carina subrecta, obtusa, alis et vexillo longiore;
ovario longe stipitato, glabro, ovulis 3—1; legumine stipitato, glabro, su-
tura superiore fere recta, inferiore alte incisa, articulis 3—4, subsemi-
_ orbicularibus.
Mannshoher, breit wachsender Strauch, Triebe und Blütenstiele dicht mit klebrigen
Haaren besetzt, Flügel und Fahne innen orangefarben, Schiffchen und Fahne aufen
328 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. wb, d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. |
:
schmutzig-graugrün, violett geadert (Gorrze). Blattspindel 8—414 cm lang, Blattchen’ |
40—20 mm lang, 4—7 mm breit. Trauben 8—14 cm lang, Blütenstiele 7—12 mm
lang. Kelch 40 mm lang, Fahne 16 mm, Schiffchen 18 mm, Flügel 144—45 mm lang.
Hülse 3,5—4,5 cm lang, Glieder etwa 8 mm breit.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Nordabhang des Kipengere- :
Rückens, am Rand des Schluchtenwaldes, um 2500 m (n. 987. — Blühend
im Juni 1899). |
A. elaphroxylon (Guill. et Perr.) Taub. in Engler u. Prantl, —
Pflanzenfam. II. 3, 349. | |
Einheim. Name: taeda. | :
Unteres Kondeland: im Sumpf der Lufirio-Mtindung, um 500 m.
in. 872. — Blühend im April 1899). :
6—8 m hoher Baumstrauch von breitem Wuchs mit dicken Stämmen, Holz und «
Rinde weich, Blüten orangegelb.
A. kilimandscharica Taub. in Engl. Hochgebirgsfl. 262. |
Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau, um 1900 m
in. 1354. — Blühend im Oct. 1899).
t/;, m hohe, buschige Staude mit dunkelgelben Blüten. Die Gorrze’sche Pflanze |
weicht durch schiefere Blättchen ab.
A. Goetzei Harms n. sp.; frutex glaber, foliis brevissime petiolatis,
petiolo communi persparse pilis subsetuliformibus instructo vel subglabro,
foliolis 16—24, alternis usque oppositis, oblongis vel anguste oblongis vel
oblanceolato-oblongis, basi obliquis, apice rotundatis vel subtruncatis, mu-
cronulatis, glabris; stipulis majusculis lanceolatis, infra insertionem pro-
ductis; racemis axillaribus, laxis, elongatis, plurifloris, gracilibus, glabris,
hinc inde pilo brevi subsetuliformi instructis; calyce bilabiato, glabro, co-
rolla glabra, carina alis et vexillo breviore.
, wenig verzweigter Strauch mit gelb-orange Blüten (Gortze). Sehr”
nahe verwandt mit A. dissitiflora Bak, (in Kew Bull. 4897, 259), von dieser durch die”
fast völlige Kahlheit auch der jüngeren Teile und des Kelches verschieden. Blätter”
2—3,5 cm lang, Blättchen 6—8 mm lang. Trauben 4—7 cm lang, Blütenstiele 3—4 mm
lang. Kelch 5—6 mm lang. Flügel 40—41 mm, Schiffchen 6 mm lang.
Uhehe: Iringa, Rugaro, auf welligem Plateau, um 4500 m (n. 547
— Blühend im Febr. 1899). i
Einheim. Name: luresi. |
A. nyassana Taub. in Engl. Bot. Jahrb. XXIIL (1896) 190.
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongwa-Berges,
—
2 m hoher
um 2000 m (n. 1248, 1249. — Blühend im Sept. 1899), |
Bis 1/, m hohe Pflanze mit rübenförmiger, verholzter Wurzel, gelben, violett wor
aderten Blüten. }
A. nyikensis Bak. in Kew Bull, (1897) 259. {
Kingagebirge: auf trockenen Abhängen des Kinyobo- Berges, unt
1500 m (n. 1483. — Blühend und fruchtend im Sept. 1899). |
Einheim, Name: lutenga. |
Bis 2 m hoher, breitwachsender Strauch mit orangegelben Blüten,
4
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 329
A. paludicola Harms n. sp.; erecta parce setuloso-puberula vel sub-
glabra et glutinosa; foliis breviter petiolatis, circ. 10—22-jugis (ad ramulos
superiores 5—7-jugis), petiolo communi parce puberulo vel glabro, foliolis
oblongis vel anguste oblongis, rotundatis, mucronulatis; stipulis appendicu-
.
…latis; pedunculo axillari, unifloro, bracteis 2 distantibus munito, inferiore
….sessili, cordato, acuminato, superiore majore sessili, amplexicauli, late cor-
dato, acuminato, pedunculo supra bracteam superiorem dense setuloso, infra
ir
AI
‘eam subglabro vel glabro; bracteolis ad basin calycis 2 parvis, lanceolato-
ovatis, calyce alte 2-labiato, parce puberulo vel subglabro, carina ceteris petalis
breviore, margine dense setulosa et superiore cristulata; legumine stipitato
(stipite puberulo), lineari, glabro, suturis leviter undulatis, articulis 15—18.
Mannshohe, aufrecht wachsende, einjährige Pflanze mit unten verdicktem Stengel,
Blüten hellgelb, Schiffchen grün, mit ebenso gefärbten Borstenhaaren besetzt (GoETzE).
Blätter 3—4 cm lang, Blättchen 3—5 mm lang. Pedunculi 4,5—2 cm lang. Kelch
40—11 mm lang. Fahne etwa bis 20 mm lang. Hülsen 6—7 cm lang, 5—6 mm breit.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Msimasi-Sumpf, um 1200 m
(n. 1027. — Blühend und fruchtend im Juni 1899). Auch von STUHLMANN
(n. 4487, Mai 1892) gesammelt.
Nahe verwandt mit A. Schèimperi Hochst., durch etwas größere Blüten verschieden.
Smithia Goetzei Harms n. sp.; frutex ramulis viscido-setulosis; sti-
pulis lanceolatis, foliis breviter petiolatis, foliolis alternis, circ. 20--30, ob-
liquis, lanceolatis, margine postico subfalcato-curvato, antico recto vel sub-
recto, basi margine postico rotundatis, apice acutis, setulosis, petiolo com-
… muni setuloso, racemis axillaribus, plurifloris, foliis brevioribus, ea aequantibus
vel paullo superantibus; bracteis suborbiculari-ovatis vel latissime ovatis, margine
setoso-fimbriatis, pedicellis bracteis brevioribus vel eas aequantibus, bracteolis
ad apicem pedicelli 2 anguste ovatis vel oblongo-ovatis, margine setoso-fim-
briatis, acutis; calyce alte 2-labiato, setoso-fimbriato, labio superiore apice
2-dentato, dentibus latis, obtusis, labio inferiore circ. ad medium 3-dentato,
dentibus lateralibus oblongis, acutis, infimo lanceolato, illis angustiore, acuto;
corolla calyce paullo longiore, glabra, vexillo carinam et alas paullulo ex-
cedente, ovario stipitato, pubescente, articulis 4, stylo puberulo.
2—3 m hoher, breitwachsender Strauch mit weichem Holz und ausladenden
Trieben, an allen Teilen klebrig behaart, Blüten dunkelorange, außen rötlich (GoETzE).
_ Blattspindel 2,5—5 cm lang, Blättchen 5—15 mm lang, 1,5—3 mm breit. Bracteen
5
L
4
z
2
9—10 mm lang, 6 mm breit. Blütenstiele 6—10 mm lang, Bracteolen 6—7 mm lang,
2—3 mm breit. Kelch 14 mm, Fahne 15 mm lang.
Usafua: Abhänge des Beya-Berges, um 2400 m (n. 1070. — Blü-
hend im Juni 1899).
Verwandt mit S. wguenensis Taub., durch größere Blättchen verschieden.
S. recurvifolia Taub. in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. (1895) 215.
Westl. Ubena im Livingstone-Gebirge: auf Wiesen des Masuamu-
Berges, um 2400 m (n. 823. — Blühend im März 1899).
Einheim. Name: mhahatu.
; 3—4 m hoher Strauch mit gelben Blüten.
330 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Desmodium lasiocarpum DC. Prodr. IL 328.
Unteres Kondeland: im Rumbira-Thal oberhalb Langenburg, um
500 m (n. 830. — Blühend im April 1899).
Einheim. Name: keralinga.
2—3 m hoher Strauch, Blüten weißlich oder weiß.
Dalbergia lactea Vatke in Österr. bot. Zeitschr. XXIX. (1879) 251.
Oberes Kondeland: Umuamba, Likabu-See, 700 m (n. 1316. —
Blühend im Oct. 1899). 7
Einheim. Name: ntondo.
Schlingstrauch mit hellblauen Blüten.
Lonchocarpus laxiflorus Guill. et Perr. Fl. Seneg. I. 226.
Rukwa-Steppe: am Yamba-Fluss, bei Dorf Ilengo, um 900 m
(n. 1404. — Blühend im Nov. 1889).
Eine Form mit größeren Blüten als sonst, Blätter mit nur 3 Blättchen. Vielleicht
als eigene Art abzutrennen? Es dürfte überhaupt noch zu prüfen sein, ob nicht mehrere j
Arten in dieser Sammelart stecken. Die bisher zu L. laxiflorus gerechneten Exemplare |
zeigen in der Blütengröße Unterschiede untereinander. à
L.? Wentzelianus Harms n. sp.; frutex glaber, ramis cortice griseo f
vel brunneo-griseo obtectis, junioribus brunneo-hirsutis, mox glabrescentibus ;
foliis pinnatis, petiolatis, glabris, foliolis alternis, 4—7, breviter petiolu-
latis, oblongis usque lanceolatis, basi rotundatis usque acutis, apice acumi-—
natis, crassiusculis, glabris; racemis terminalibus vel axillaribus, peduncu- —
latis, eylindrieis, multifloris, satis brevibus vel elongatis, rhachi puberula, «
pedicellis ferrugineo-velutinis, bracteolis ad basin calycis geminis, ovatis;
calyce campanulato, puberulo, late et breviter dentato, dentibus superioribus
confluentibus; corolla glabra, vexilli lamina suborbiculari; stamine vexillari —
libero, ovario brevissime stipitato, inferiore parte puberulo, ceterum sub-
glabro, 4—5-ovulato, stylo subulato.
42—15 m hoher Baum mit dichter, rundlicher Krone, Blütenstand schwarzbraun
behaart, Blüten weiß, wohlriechend, Fahne innen grün abschattiert, Knospen rötlich
Gorrze). Blattspindel 4—8 em lang, Blättchenstiele 4 mm lang, Blättchen 5—10 Cm
lang, 2—3,5 em breit. Trauben (mit Stiel) 6—10 cm, Blütenstiele 7 mm, Kelch
6—7 mm, Fahne 15 mm lang, |
Oberes Kondeland: Umalila, um 1900 m {n. 1350. — Blühend im,
Oct. 1899).
Verwandt mit L. deguelioides Harms in Engl. Bot. Jahrb, XXVI. (1899) 300, ver-
schieden durch schmälere Blättchen und größere Kelche. Es bleibt fraglich, ob diese
Art wirklich zu Lonchocarpus gehört, so lange man die Hülsen nicht kennt.
Derris Goetzei Harms n. sp.; frutex scandens, ramulis ochraceo-
À
villosis, foliis petiolatis, impari-pinnatis, bijugis, petiolo communi villosom
foliolis brevissime petiolulatis vel subsessilibus, obovatis vel hore eae
vel suborbiculari-obovatis, basi emarginulatis vel cordulatis, apice rotung
datis vel subtruncatis, saepius mucronatis, coriaceis, supra in statu juvenill
probabiliter dense villosis, subglabrescentibus, subtus villosulo-pubescentibus
_A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 331
eti nervorum et venarum subtus bene prominente; stipellis subulatis; pani-
culis amplis, terminalibus, villosis, floribus brevissime pedicellatis, secus
"ramos paniculae elongatos racemiformes dense fasciculatis; calyce anguste
oblique cupulato, dense villoso, breviter et late 4-dentato, dente supremo
-brevissime emarginulato; corolla glabra (petalis margine supremo puberulis),
calyce 2'/,-plo cire. longiore, petalis unguiculatis, basi cum tubo stamineo
cohaerentibus, vexillo obovato vel oblongo-obovato, basi auriculato, alis
quam carina paullo brevioribus; stamine vexillari basi a ceteris soluto,
cum ungue vexilli cohaerente, ceterum cum ceteris connato; ovario longe
stipitato, cum -stipite dense subsericeo-villoso, 2-ovulato, stylo fere usque
ad apicem puberulo.
Liane mit mannsstarkem Stamm, Blütenstiel und Kelch dicht hellbraun behaart,
Blüten gelblichweiß mit leichtem violetten Anflug (Gortze). Blattspindel 9—12 cm lang,
Blättchen 9—12 cm lang, 7—9 cm breit. Rispenzweige 10—15 cm lang. Kelch
5—6 mm lang, Fahne 12—43 mm lang.
Oberes Kondeland: Umuamba, am Likabu-See, Schluchten der Vor-
berge, um 700 m (n. 1322. — Blühend im Oct. 1899).
H Einheim. Name: ngoye.
Verwandt mit D. brachyptera Bak., verschieden durch größere Blüten und kürzere
Blättchenstiele.
Pisum sativum L. Spec. pl. ed. 4 (1753) 727.
Kingagebirge: Bulongwa, in Schamben, um 2000 m (n. 1197. —
Blühend im Sept. 1899).
Einheim. Name: maboro.
Eminia major Harms n. sp.; suffrutex, ramulis erectis, lignosis, elon-
gatis, crassiusculis, superiore parte dense subsericeo-villosis, demum sub-
‘glabrescentibus; calyce dense villoso, laciniis subaequalibus, subulatis, in
glandulam clavatam desinentibus, superioribus basi connatis; corolla glabra:
legumine hirsuto {vel subglabrescente ?), dispermo.
Meterhohe Staude mit verholztem Stengel. Sehr nahe verwandt mit Æ. antennuli-
fera (Bak.) Taub. in Engler-Prantl, Pflanzenfam. II. 3, 360, jedoch durch robusteren
Bau und größere Blüten verschieden. Blätter sind nicht bekannt. Blüten in dichten,
Stark behaarten Knäueln; Kelch etwa 147—19 mm lang. Die Vorblätter tragen ebenfalls
k eulenförmige Drüsen wie die Kelchzipfel.
Ubungu am Rukwa-See: lloma-Berg, an trockenen, steinigen Ab-
‚hängen, um 1500 m (n. 4404. — Mit Blüten und halbreifen Hülsen im
Juli 1899).
Shuteria africana Hook. f. in Journ. Linn. Soc. VIL 190.
Kingagebirge: Kimude-Berg, in Waldlichtungen, um 2000 m (n. 906.
Blühend im Mai 1899).
Schlingstaude mit blassvioletten Blüten.
Erythrina tomentosa R. Br. in Salt, Abyss. iG. 63.
_ Usafua: bei Alt-Utangule, um 1400 m, im Graslande (n. 1119. —
.Blühend im Juli 1899).
+ 6—8 m hoher Baum mit dichter, runder Krone, Rinde grau, rissig. Stamm bis
3 Fuß im Durchmesser. Blüten leuchtend rot.
LA
5
332 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Mucuna Poggei Taub. in Engl.. Bot. Jahrb. XXII. (1896) 194.
Usafua: am unteren Abhang des Poroto-Berges, Bachufer, um
1700 m (n. 1040. — Mit Blüten und Hülsen im Juni 1899).
Schlingstaude mit gelblichweißen, am Grunde außen violett abschattierten Blüten.
Verwendung: Die Blüten werden gekocht gegen Kopfschmerz an- —
gewendet. |
M. rhynchosioides Taub. in Engl. Bot. Jahrb. XXIIL (1896) 194.
Oberes Kondeland: an flachen Abhängen am Lufirio (n. 4171. —
Blühend im Aug. 1889).
Schlingstaude mit schwarzvioletten Bliten.
Rhynehosia cyanosperma Benth. in Oliv. Fl. Trop. Afr. IL 218.
Rungwe-Stock: um 1500 m (n. 1169. — Blühend im Aug. 1899).
Schlingstaude, Blütenstand braun behaart, Blüten blassgelb, Fahne und Schiffchen
dunkelviolett geadert.
Rh. nyikensis Bak. in Kew Bull. (1897) 263.
Westl. Ubena im Livingstone-Gebirge: am Lugara-Berg, um
2100 m, am Rande einer niederen Buschparzelle (n. 818. — Blühend im
März 1899).
Einheim. Name: mdunula.
Rh. pyenantha Harms n. sp.; frutex ramulis dense breviterque in-
cano-villosis et velutinis; foliis petiolatis, trifoliolatis, foliolis brevissime
petiolulatis, oblongis vel oblongo-ovatis vel lanceolato-ovatis, basi leviter
emarginulatis vel rotundatis, apice acutis vel brevissime subacuminatis,
supra dense velutinis, subtus subsericeo-villosis (junioribus dense sericeis), M
reli nervorum supra impresso, subtus bene prominente; stipulis latissimis,
suborbiculari-ovatis, acuminatis, sericeis, deciduis; racemis densifloris et
multifloris, axillaribus, pedunculatis, axi dense aureo-hirsuto; bracteis obo-
vato-suborbicularibus, caudatis, sericeis; floribus brevissime pedicellatis;
calyce dense hirsuto, tubo brevi, dentibus lanceolatis, acutis, tubo duplo M
vel paullo plus quam duplo longioribus, inter sese fere aequalibus, infimo
ceteros paullo excedente, corolla glabra calycem excedente; ovario dense
sericeo-hirsuto, stylo inferiore parte villosulo, superiore parte glabro; legu-
mine juniore dense aureo-hirsuto.
4—2 m hoher, breit und locker wachsender, stark behaarter Strauch, Blüten gelb,
Schiffehen innen und Fahne außen rotbraun, Kelch dunkelgrau, Haare des Blütenstandes
gelbgrün (Gorrze). Internodium zwischen End- und Seitenblättchen etwa 3—6 mm
lang, Blätichen etwa 4—6 em lang, 1,8—3 em breit. Trauben (einschließlich Stiel)
5—44 cm lang. Kelch etwa bis 47 mm lang, Fahne 20 mm lang. Bracteen 45—47 mm
ee VE
lang. Blütenstiele 2—4 mm lang.
Usafua: an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto-Berges auf
Lavaboden, um 2300 m (n, 1430. — Blühend im Aug. 1899).
Auffallend durch die dichten, ährenartigen Trauben mit ziemlich ansehnlichen
Blüten, die auf der Blättehenunterseite deutlich hervorspringende Nervatur.
Eriosema ukingense Harms n. sp.; suffruticosum caulibus com-
pluribus congestis erectis vel adscendentibus angulato-compressis pubes
pe tm nn BE
4
4
‘A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 333
- centibus: foliis breviter petiolatis pinnatis 3-foliolatis, foliolis anguste lanceo-
a “apt
latis vel oblanceolatis, basin versus angustatis, juvenilibus sericeis, demum
subglabrescentibus, supra puberulis vel subglabris, subtus ad nervos pubes-
centibus vel puberulis, bullatis; racemis longe pedunculatis, cylindraceis,
spiciformibus, multifloris, densifloris, pedunculo villosulo-pubescente; pedi-
cellis brevissimis; calyce piloso, dentibus 5, ovato-lanceolatis, tubo breviori-
bus, inter sese fere aequalibus; vexillo oblongo, basi auriculato, extus
parce piloso; ovario dense et longe sericeo-villoso.
Spannhohe, buschige Pflanze, Blüten gelblich-weiß, außen violett gefärbt, Fahne
mit dunkelviolettem Augenfleck (GoETzE). Blattspindel 7—10 mm lang, Blättchen 2,5—
6,5 cm lang, 3—4 mm breit. Trauben (blütentragender Teil des Pedunculus) 3,5—5 cm
lang, unterer steriler Teil des Pedunculus 4—7 cm lang. Blütenstiele 1—-2 mm, Kelch
4-—-5 mm, Fahne 10—11 mm lang.
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Pikurugwe-Rückens,
um 2500 m (n. 1240. — Blühend im Sept. 1899).
Diese Art fällt durch ihre schmalen Blättchen auf.
Phaseolus vulgaris L. Spec. pl. ed. 4 (1753) 723.
Ubena: Makatau, um 1750 m, viel angebaut (n. 773. — Blühend im
März 1899).
Einheim. Name: mahalage.
Sphenostylis marginata E. Mey., Comm. p. 148.
Unyika: Mbozi-Hügel, 1600 m (n. 1388. — Blühend und fruchtend
im Oct. 1899).
1/, m hohe Staude mit dicker, rübenförmiger Wurzel, Blüten gelb, Fahne außen
braunviolett.
Dolichos (Sect. Rhynchosiopsis) adenophorus Harms n. sp.; sul-
fruticosus caulibus pubescentibus; foliis alternis longe petiolatis trifoliolatis,
foliolis oblongis vel oblongo-ovatis, basi rotundatis vel obtusis, apice ob-
tusis vel rotundatis et emarginulatis, supra glabris, subtus breviter pubes-
- centibus et glandulis minutissimis sparse obtectis, reti nervorum subtus
bene prominente, paniculis elongatis vel racemis axillaribus, ferrugineo-ve-
lutinis vel breviter villosulis, in paniculam amplam dispositis; floribus ut
in speciebus affinibus.
Meterhohe, stark behaarte Staude mit weißen Blüten (Gorrze). Blattstiel 3—5 cm
lang, Blättchen 4—9 cm lang, 2—4,5 cm breit.
Ubena: Makatau, auf Wiesen, um 1750 m (n. 769. — Blühend im
Marz 1899).
Zur Section Rhynchosiopsis, die ich in Encrer’s Bot. Jahrb. XXVI. (1899) 349
- aufgestellt habe, rechne ich außer der oben beschriebenen Art folgende Arten: D. rhom-
boideus O. Hoffm. in Linnaea XLIIL 128, D. Anchietae Hiern in Welw. Pl. 265, D. ma-
erothyrsus Harms |. c. 320, D. punctatus (M. Micheli) Harms (Vigna punctata M. Micheli
in Bull. Soc. bot. Belg. XXXVI. 2 (4897) 62; Ann. Mus. Congo Bot. A. Ser. I. Fasc. 5
11899] t. LIX). Bei diesen Arten ist der Griffel im obersten Teil behaart, seitlich zu-
sammengedrückt und trägt am gestutzten Ende die Narbe, welche dem Griffelende wie
ein kleines Häubchen, das nach der Griffelinnenseite überhängt, aufsitzt. Der Frucht-
knoten enthält 2 Samenanlagen. Es sind mehr oder weniger mit Drüsen besetzte
334 Boitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Schlingpflanzen oder aufrechte Halbsträucher. Durch das Auftreten der Drüsen und
den mit nur 2 Samenanlagen versehenen Fruchtknoten ähnelt diese Section der Gattung
Ihynchosta, von der sie aber in der Griffelform abweicht. Zu Vigna möchte ich diese
Arten nicht stellen, da wenigstens die Mehrzahl der Vegna-Arten ein Griffelende be-
sitzt, das über die innenseits befestigte Narbe hinaus noch in ein kleines Spitzchen aus-
läuft. Vielleicht stellt man am besten die oben genannten Arten in eine eigene Gattung.
Die neue Art ist der V. punctata Micheli durch die stumpfen Blättchen ähnlich, weicht
jedoch von ihr durch stärkere Behaarung sowie dadurch ab, dass die Nervatur auf der
Blättchenunterseite mehr hervortritt als bei MicHeEui’s Art.
D. bellus Harms n. sp.; caulibus suffruticosis, erectis, incano-villosis;
foliis longe vel longiuscule petiolatis, 3-foliolatis, sericeo-villosis, foliolis
ovalibus vel ellipticis vel oblongis vel ovatis, dense sericeis; floribus bre-
viter pedicellatis, axillaribus geminis et in racemum terminalem densiflorum
et multiflorum congestis; calyce dense sericeo-villoso, dentibus infimo et
lateralibus deltoideis, tubo brevioribus, supremo apice emarginato; vexilli
lamina suborbieuları, auriculata, versus basin bicallosa; ovario dense sericeo,
stylo glabro, basi torto, stigmate penicillato.
FuBhohe Staude mit dicker, rübenförmiger, holziger Wurzel, violetten, außen
etwas dunkler und bräunlich abschattierten Blüten (Gorrze). Blattstiel 4—9 cm lang.
Blättchen 3,5—5 cm lang, 1,5—2,5 cm breit. Blütenstiele 3—9 mm lang.’ Kelch 10 mm
lang, Fahne 2,7 mm lang.
Ukinga: Pikurugwe-Rücken, auf flachen, rasigen Abhingen, um.
2500 m (n. 1245. — Blühend im Sept. 1899).
Einheim. Name: maholia.
D. biflorus L. Spec. pl. ed. 4 (1753) 727.
Unyika: Dorf Fingano, Buschwald, um 1700 m (n. 1373. — Blühend
im Oct. 1899).
D. formosus A. Rich. Fl. Abyss. I. 225.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Nordabhang des Kipengere-Rückens,
Schluchtenwald, um 2400 m (n. 984. — Blühend im Mai 1899).
Schlingstaude mit hellkrapproten, im Verblühen sich blauviolett färbenden Blüten,
Fahne außen nach der Spitze zu braungrün abschattiert.
D. trinervatus Bak. in Kew Bull. (1897) 262.
Kondeland: an sonnigen Abhängen der Ukangu-Berge, um 1000 m
'n. 844. — Blühend im April 1899).
Kinheim. Name: ngodela.
Meterhohe Staude mit helllila Blüten und rübenförmiger Wurzel. N
Verwendung: Wurzel zerstampft und gekocht gegen Brustschmerz.
Geraniaceae (A. ENGLEr).
Pelargonium Goetzeanum Engl. n. sp.; herba alta, rhizomate lig
noso, eaulibus angulosis subglabris, hine inde sparse pilosis, inter
nodiis valde elongatis; foliorum stipulis oblique ovatis vel obliqu
ovato-lanceolatis acutis purpurascentibus, inferiorum petiolo tenui quai
i
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 335
lamina triplo longiore, superiorum laminam aequante vel ea breviore, la-
mina inferne purpurascente, nervis prominentibus sparse pilosa, tripartita,
partitionibus lateralibus oblique ovatis vel subrhombeis, intermedia sub-
rhombea vel oblonga, interdum pinnatifida, omnibus margine exteriore
crenatis vel duplicato-crenatis; inflorescentia laxa paniculata, ramis
patentibus 2—3-floris; bracteis infimis tripartitis, superioribus atque summis
lamina destitutis stipulas tantum producentibus; bracteolis lanceolatis; pedi-
cellis tenuibus calyce longioribus; sepalis lineari-lanceolatis longe acutatis
purpurascentibus cum pedicellis breviter albo-pilosis et minute glandulosis;
petalis pallide violaceis purpureo-nervosis elongato-spathulatis, posti-
cis calyce 4!/,-plo longioribus; filamentis inferne anguste lineari-
lanceolatis deinde subulato-filiformibus; ovario elongato-cylindrico dense
patentim piloso in stilum tenuem purpurascentem attenuato; fructu elon-
gato, calyce 3—3!/,-plo longiore; mericarpiis elongatis dense strigoso-
pilosis.
Die Stengel sind bis 5 dm lang, die unteren Internodien 4,5—1 dm, die obersten
etwa 5 cm. Die Nebenblätter sind etwa 1 cm lang und 5 mm breit. Die Blattstiele
sind von sehr verschiedener Lange, an den unteren Blättern bis 4,5 dm, an den obersten
4—1,5 cm. Die unteren Blatter besitzen einen etwa 5 cm langen und 3 cm breiten
mittleren Abschnitt und 3 cm lange, 2 cm breite seitliche Abschnitte, alle mit großen
Kerbzähnen. Die Zweige des Blütenstandes sind 7—10 cm lang, 3—5-blütig, die Blüten-
Stiele 4,5—1,8 cm lang. Die Kelchblätter sind 1,2 cm lang und 2—3 mm breit, Die
seitlichen und vorderen Blumenblätter sind 4,5 cm lang und oben 5 mm breit, die
hinteren 2 cm lang und 7 mm breit. Die Frucht wird 4 cm lang und der den Samen
einschließende Teil 5 mm bei einer Breite von 4,5 mm.
Kingagebirge: an rasigen Abhängen der Yawiri-Berge, um 1700 m
(n. 1489. — Blühend und fruchtend am 8. Sept. 1899).
Steht dem P. Whytei Baker offenbar nahe, besitzt aber kahleren Stengel und
‚Blätter, größere und gröber gekerbte Blätter, sowie viel längere Blütenstiele und Blüten.
…. P. Whytei Baker in Kew Bull. Nr. 128/129 (1897) 246.
Usafua: an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto-Berges, um
2300 m, zwischen Gras auf Lava (n. 1126. — Blühend am 5. Aug. 1899).
P. Heckmannianum Engl. n. sp.; tubere magno napiformi vel ob-
longo horizontali; stipulis rigidis valde elongatis rubescentibus; foliis
atque scapo ea superante sparse pilosis; foliorum petiolo quam stipulae -
3—4-plo, quam lamina circ. duplo longiore, supra leviter canaliculato, la-
Mina pinnatipartita, partitionibus utrinque 2—3, infimis bifidis,
earum laciniis atque partitionibus mediis lineari-lanceolatis
acutis; inflorescentia subumbellata 7—9-flora, bracteis ovato-lanceolatis,
pedicellis flore circ. 3—4-plo longioribus, sepalis lanceolatis purpurascen-
tibus breviter albo-pilosis, quam petala majora 5-plo brevioribus; petalis
Jineari-spathulatis sordide-luteis, posticis quam reliqua fere 11/,-plo lon-
gioribus; staminum filamentis e basi lata angustatis sepala longitudine haud
aequantibus, ovario ovoideo dense cinereo-piloso.
336 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Die innen rötliche Knolle wird bis 8 cm lang und 3 cm dick. Die Nebenblätter
der durchweg grundständigen Blätter sind 3—4 cm lang und unten 2—3 mm breit,
die Blattstiele etwa 1—1,2 dm lang; die Abschnitte der Blattspreite sind 5—6 cm lang
und 0,8—1,2 cm breit. Der Schaft ist 3—4 dm lang. Die Bracteen am Grunde der
Scheindolde sind etwa 4 cm lang und unten 2—3 mm breit. Die Blütenstiele erreichen
we
6 cm. Die Kelchblätter sind etwa 5 mm lang und 3 mm breit. Die längeren Blumen-
blätter sind 2,2 cm lang und 5 mm breit. Die Staubblätter sind kaum 5 mm lang. _
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Bulongwa-Berges,
um 2000 m (n. 1224. — Blühend am 41. Sept. 1899).
Diese Art gehört in die Verwandtschaft des P. aconitiphyllum Eckl. et Zeyh., be-
sitzt aber weniger und einfachere Blattabschnitte und viel armblütigere Dolden.
Linaceae (A. ENGLER).
Linum gallicum L. var. abyssinicum (Hochst.) Planch. in Lond,
Journ. Bot. VII. 479. |
Kingagebirge: in den Vorbergen, am Kingobo-Berg um 4500 m,
auf trockenen Abhängen, zwischen Gräsern (n. 1186. — Fruchtend am
7. Sept. 1899).
Einheim. Name: malisu.
Wird bis 5 dm hoch.
Simarubaceae (A. ENGLER).
Brucea antidysenterica Lam. in Mém. Acad. Par. (1784) 342.
Rungwe-Stock: auf freien Flächen in der Bambuszone, um 2200
‘n. 1306. — Blühend am 30. Sept. 1899).
2 m hoher, aufrechter Strauch.
Rutaceae (A. ENGLER).
Clausena inaequalis (Spr.) Benth. in Hook. f. Fl. Nigrit. 257.
Kingagebirge: in Schluchten am Manganyema-Berg bei 2100
(n. 1206. — Blühend am 41. Sept. 1899); am Pikurugwe-Rücken im
Schluchtenwald bei 2700 m (n. 1252. — Blühend am 15. Sept. 1899).
2—% m hoher, sich anlehnender Strauch.
=
Burseraceae.
Commiphora rubriflora Engl. n. sp.; arbor vel arbuscula, ramis elon
gatis virgatis, extimis saepe horizontaliter patentibus spinescentibus; ramulis
foliiferis abbreviatis; perulis late lanceolatis scariosis; foliis dense cinercos
pilosis, trifoliatis; foliolis parvis subovatis integris vel crenalis; floribus
paucis ad basin ramulorum orientibus, breviter pedicellatis; calycis elo
vato-cupuliformis dentibus breviter deltoideis, petalis lineari-lanceolatis calyet |
21/,-plo longioribus rubris; filamentis tenuibus filiformibus — petala fere |
aequantibus; antheris oblongis; disco 4-lobo; ovario ovoideo minuto, stigs
mate 4-lobo; fructu subgloboso viridescente.
ay af Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 337
Ein 5—6 m hoher Baum mit rutenförmigen, rötlichen Zweigen, an denen 1—3 cm
ange Dornenzweige stehen. Diese tragen kleine Sprosse mit Blättern und Blüten. Zur
Blütezeit sind die Blätter ziemlich klein, mit nur 5 mm langen Blättchen. Die Blüten
stehen auf 3—5 mm langen Stielen; ihre Kelchblätter sind etwa 3 mm lang, die
Blumenblätter 5 mm bei 4 mm Breite. Die vor den Kelchblättern stehenden Staubfäden
sind etwa 4 mm lang, die vor den Blumenblättern stehenden nur 3 mm. Der Stempel
ist 4,5 mm lang. Die Früchte werden 8 mm lang und dick.
Am Abfall des Unyika-Plateaus: in der Steppe bei 1000 m, in der
Nähe des Dorfes Sante (n. 1406. — Blühend und fruchtend am 7. Nov.
1899).
Diese Art scheint mit C. pelosa Engl. am nächsten verwandt zu sein.
Meliaceae (H. Harms).
Trichilia emetica Vahl Symb. I. 31.
Oberes Kondeland: Umuamba, bei Muanbugas Dorf, angepflanzt im
Bananenhain, um 1000 m (n. 1324. — Blühend im Oct. 1899).
Einheim. Name: isunguti.
10—12 m hoher, breitkroniger Baum mit glatter, grauer Rinde. Blüten weißgrün.
Das Exocarp der Frucht wird gegessen. Aus den Samen wird Öl gepresst.
T. Volkensii Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XIX. Beibl. Nr. 47, p. 33.
Oberes Kondeland: Uporoto, Gurumbi-Berge, Schluchtenwald, um
700 m (n. 1342. — Blühend im Oct. 1899).
5—6 m hoher Strauch mit überhängenden Zweigen und gelblichweißen Blüten.
A
Polygalaceae (M. GÜRKE).
Muraltia mixta L. f. Suppl. 316.
Kingagebirge: auf dem Kipengere-Riicken, auf trockenen, mit Fels-
‘blécken übersäten Halden, um 2700 m ü. M. (n. 965. — Blühend im Mai
1899).
Polygala modesta Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XIX. Beiblatt 47
(1894) 35.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Berge Muigi, an trockenen, mit
htem Busch bestandenen Abhängen, um 2100 m ii. M. (n. 1007. — Blü-
P. virgata Thunb.
Kondeland: am Rumbirafluss bei Langenburg, an mit lichtem Busch
bestandenen Bergabhängen auf grauem Laterit, um 1000 m ii. M. (n. 897.
Blühend im Mai 1899).
| Kingagebirge: an trockenen Abhängen des Kingoboberges in den Vor-
bergen, um 1500 m ti. M. (n. 1185. — Blühend im September 1899).
P. usafuensis Giirke n. sp.; annua, caule erecto, pubescente; foliis
‘Sessilibus, linearibus, margine integris, apice acuminatis, pubescentibus;
racemis multifloris; sepalis superioribus liberis, interioribus (alis) late ellip-
tieis, obtusis, coeruleis, persistentibus; carina cristata; antheris haud
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 22
338 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ith, d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
sessilibus; stylo longo curvato, vittiformi; capsula obovata, apice emargi-
nata, margine anguste-alata, pubescente; seminibus oblongis, adpresse-hir-
sutis; arillo trilobo, semine superposita, exappendiculato.
Eine bis 4 m hohe, einjährige Pflanze mit aufrechtem, nur in der Blütenregion
verzweigtem, sonst einfachem, von grauweißen Haaren flaumigem Stengel. Die Blätter
stehen abwechselnd, sind ungestielt, linealisch, bis 6 cm lang und 3 mm breit, am
Grunde allmählich verschmälert, ganzrandig, lang zugespitzt, beiderseits fein flaumig
behaart, auf der Unterseite mit ziemlich stark hervortretendem Mittelnerv, während die
Seitenadern sehr undeutlich sind. Die Trauben sind reich- und dichtblütig, bis 25 cm
lang: ihre Achsen sind, wie die Stengel, fein flaumig behaart. Die Bracteen sind un-
gestielt, linealisch-pfriemenförmig, zugespitzt, 2—3 mm lang. Die Blütenstiele sind
dünn und 1—2 mm lang. Von den Kelchblättern sind die beiden oberen unter-
einander frei, länglich, stumpf, 2,5 mm lang, an den Rändern gewimpert und auf der
Außenseite flaumig-behaart; das untere Kelchblatt ist von derselben Gestalt und ebenso
behaart, aber 3,5 mm lang; die beiden inneren Kelchblätter (Flügel) sind breit-elliptisch,
am Grunde schief und etwas verschmälert, mit stumpfer Spitze. außen flaumig behaart,
hellblau, mit 5 anastomosierenden Hauptnerven, 7,5—8 mm lang und 6 mm breit. Der
Kamm der Blumenkrone besteht aus zahlreichen, fingerförmigen Fortsetzungen. Die
Kapsel ist länglich-verkehrt-eiförmig, am Grunde keilförmig-verschmälert, mit einem
schmalen Rande versehen, an der Spitze deutlich ausgerandet, 5 mm lang und 3 mm
breit, von abstehenden, aber weichen Haaren flaumig. Die Samen sind länglich,
2,5—3 mm lang, dunkelbraun, mit anliegenden, weißen, angedrückten und abwärts ge-
richteten Haaren besetzt, welche an der Basis einen Schopf bilden. Der Arillus ist
dem Samen aufgesetzt, 3-teilig, ohne Anhängsel.
Usafua: im Grasland auf welligem Hochplateau von Utengule, um
1600 m ü. M. (n. 1032, blühend im Juni 1899).
Die Art gehört zur Sect. Orthopolygala Chod. und zwar zur Subsect. 7. Migra-
lores Chod. Hier würde sie am besten bei der Gruppe der Persicarvifoliae unter
zubringen sein; durch die angeführten Merkmale ist sie von den bisher bekannten Arten
dieser Gruppe aber deutlich verschieden; am meisten hat sie habituelle Ähnlichkeit viel
leicht mit P. butyracea Heck.
Euphorbiaceae (F. Pax).
*Flueggea obovata (L.) Wall. Cat. ex Muell. Arg. in DC. Prodr. XY.
2. p. 449.
Uhehe: Iringa, Kilima-Plateau, auf hügeligem Plateau, 1600 m ü. M
(n. 650. — Blühend im Febr. 4899). |
Ein 3—4 m hoher, buschiger Strauch mit breiter, runder Krone. Blüten gelblich
weiß.
Einheim. Name: mkwambe,
Phyllanthus macranthus Pax in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 77, var.
Ubena: Liangira, im lichten Busch des welligen Plateaus, um 1900
fi. M, (n, 795. — Blühend und fruchtend im März 1899).
Bis 1/, m hohe, kleine Bäumchen bildende Pflanze, Blüten weiß.
Uapaca Goetzei Pax in Engl. Bot. Jahrb. XXVII, 418, var.
Oberes Kondeland: Massewe (Umuamba), auf dem welligen Plate
1000 m ü, M, (n, 1325, — Fruchtend im Oct. 1899),
=
|
x
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 339
Ein 140—12 m hoher Baum mit lichter, runder, tiefverzweigter Krone. Früchte
grün mit rötlichem Anflug.
Einheim. Name: mbegere.
U. nitida Muell.-Arg. in Flora 1864 p. 517.
Unteres Kondeland: oberhalb Langenburg, an Bergabhängen im
- Rumbira-Thal, 800 m ü. M. (n. 833. — Blühend im April 1899).
Aue
RSS ot
Ein 6—8 m hoher Baum mit breiter, ziemlich flacher Krone. Blülen gelb, von
einem gelblichgrünen Kranz von Hüllblättern umgeben,
Einheim. Name: nanyamasimbi.
Bridelia cathartica Bert. Illustr. Mozamb. 4, 16, n. 13, t. 6.
Livingstone-Gebirge: bei Langenburg, an Abhängen um 1000 m
* ü. M. (n. 845. — Blühend im April 1899).
Ein 2 m hoher, breit wachsender Baumstrauch mit kleinen, gelblichgrünen Blüten.
Rinde graubraun, rissig, korkig.
+
Einheim. Name: muparra.
*Erythrococca mitis Pax in Engler, Pflanzenwelt Ostafr. C. 238.
Khutu-Steppe: auf Moorboden in sumpfiger Einsenkung, 300 m
ü. M. (n. 105. — Blühend im November 1898).
Ein 5—6 m hoher Baumstrauch mit kleinen, grünlichen Blüten.
Einheim. Name: kimbusa.
*Neoboutonia macrocalyx Pax n. sp.; arbor dioica partibus juve-
nilibus pilis stellatis scabris; foliis petiolatis, petiolo quam lamina bre-
- viore, stipulis lanceolatis, lamina orbiculari-cordata acuta leviter crenulato-
denticulata, subtus viridi-canescentibus; paniculis ZT amplis; floris cf
calyce irregulariter 2—3-fido, staminibus numerosis; racemis © subsim-
-plicibus vel basi tantum leviter paniculato-ramosis; sepalis © 6 lineari-
“bus post anthesin accrescentibus velutino-pubescentibus; ovario 3-
- loculari stylis 3 bifidis latiusculis coronato.
45—20 m hoher, diöcischer Baum mit glattem, schlankem Stamm, glatter Rinde,
kleiner Krone, gelblichgrünen Blüten und stark klebrigem Saft von bitterem Geschmack.
Blattstiel 140—14 cm lang, kräftig, Stipulae 4 cm lang. Spreite oberseits dunkelgrün,
“matt, 20 cm lang und ebenso breit. & Rispen von der Länge des zugehörigen Trag-
blattes, locker- und reichblütig. © Blüten 41/5 cm im Durchmesser.
Uhehe: bei Mufindi, Berge, Wald, um 1850 m ii. M. (n. 758. —
… Blühend im März 1899).
Durch die großen © Blüten ausgezeichnet.
*Macaranga kilimandscharica Pax in Pflanzenwelt Ostafr. C. 238.
Uhehe: bei Mufindi, im Wald auf Bergen, 1850 m ü. M. (n. 749. —
Blühend im März 1899).
Ein 10—12 m hoher Baum mit grauer Rinde.
Einheim. Name: mpalala.
* Acalypha villicaulis A. Rich. Fl. Abyss. II. 248.
Uluguru-Berge: am Mbakana, im Buschwald an trockenen Abhängen,
um 600 m ü. M. (n. 344. — Blühend im December 1898).
Einheim. Name: kiafi-afi.
DO
bo
*
340 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
A. peduncularis Meissn. in Flora 1845, 82.
Unyika: Mbozi-Hügel, im lichten Buschwald, 1600 m ü. M. (n. 1385.
— Blühend im October 1899).
Spannhohe Staude. Blüten dunkelrot in dichten Ähren.
A. psilostachya A. Rich. Fl. Abyss. IL 246.
Kingagebirge: Kirunde-Berg, 2000 m ü. M., an Waldrändern (n. 904.
— Blühend im Mai 1899).
Tragia mitis Hochst in A. Rich. Fl. Abyss. II. 244, var.
Kingagebirge: Kirunde-Berg, 2000 m ü. M., im Wald (n. 907. —
Blühend im Mai 4899).
Liane, über das Unterholz kletternd mit bindfadenstarken Trieben. Blätter mit
Brennhaaren besetzt. Blüten weißlichgrün.
Cluytia glabrescens Knauf n. sp.; frutex arborescens ramis nutan-
tibus, ramulis parce pilosis, foliis ovato-lanceolatis acuminatis, parce pilosis
imprimis secundum nervos, margine planis, subtus paullo pallidioribus;
floribus/masculis fasciculatis; calyeis laciniis masculis ellipticis externe pi-
losis, petala superantibus, intus squama triloba auctis; petalis rhombeo-
spathulatis unguiculatis glabris eglandulosis; glandulis interioribus 5 parvis
cirea columnam staminalem petalis oppositis; floribus femineis ignotis.
3—5 m hoher, diöcischer, baumähnlicher Strauch mit überhängenden Ästen, oft
unregelmäßig wachsend, die jüngeren Zweige spärlich behaart; Blätter eiförmig-lan-
zettlich, vorn spitz auslaufend, bis 40 cm lang, 3—4 cm breit, Blattstiel 4—1,5 cm lang,
spärlich behaart, ebenso wie die Spreite, wo die Haare meist auf den Nerven aufsitzen;
die männlichen Blütenbüschel in den Blattachseln entspringend; männliche Blüte weiß
bis grünlichweiß, Durchmesser 2—3 mm, Blütenstiel 3—4 mm.
Uhehe: bei Mufindi, im Bergwald, 1850 m ii. M. (n. 751. — Blühend
im März 1899).
Kingagebirge: Kirunde-Berg, an Waldrändern, 2000 m ü. M. (n. 903.
— Blühend im Mai 1899).
Livingstone-Gebirge: auf unbewohntem Hochplateau, in der Park-
landschaft, 2300 m ü. M. (n. 1280. — Blühend im September 1899).
Ein 3—5 m hoher Baumstrauch.
Einheim. Name: nyakirumbi.
Cl. angustifolia Knauf n. sp.; suffrutex dioicus ramis junioribus
pubescentibus; foliis oblongo-lanceolatis pubescentibus margine planis, subtus
paullo pallidioribus; floribus masculis fasciculatis; calycis laciniis masculis
oblongo-obovatis externe pilosis petala superantibus intus squama triloba
auctis; petalis rotundo-rhombeis unguiculatis glabris eglandulosis; glandulis
interioribus 20 parvis circa columnam staminalem in tres cyclos dispositis;
floribus femineis ignolis.
Etwa 4m hoher, aufrechter, didcischer Halbstrauch; die jüngeren Zweige fein be-
haart, ebenso wie die 6—7 em langen und 1—4,2 cm breiten, länglich-lanzettlichen
Blätter, in deren Achsel die männlichen Blütenbüschel entspringen; männliche Blüte
hellgelblichgrün, 3—4 mm im Durchmesser; Blütenstiel ca, 4 mm, Blattstiel 5 mm,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges, Pflanzen. 341
Unteres Kondeland: Ukangu-Berg, an den Abhängen feuchter
Schluchten, 1100 m ü. M. (n. 894. — Blühend im Mai 1899).
CI. Paxii Knauf n. sp.; suffrutex dioicus dense foliosus, ramis pilosis,
foliis oblongo-obovatis, parce pilosis margine planis subtus pallidioribus;
floribus masculis fasciculatis, calycis laciniis masculis obovatis externe pi-
losis petala superantibus intus squama triloba auctis; petalis rhombeo-
spathulatis apice subacutis unguiculatis glabris eglandulosis; glandulis in-
terioribus 15 parvis circa columnam staminalem in duos cyclos, denis in
exteriorem inter petala ac sepala, quinis in interiorem cyclum episepalum
dispositis; floribus femineis ignotis.
Meterhoher, diöcischer, aufrecht wachsender und dichtbeblätterter Halbstrauch;
Behaarung der Zweige dem unbewaffneten Auge nicht sichtbar; Blätter länglich ver-
kehrt-eiförmig, spärlich behaart, 2,5—3,5 cm lang, 4—1,2 cm breit, Blattstiel 1 mm
lang; männliche Blütenbüschel den Blattachseln entspringend; männliche Blüte hell-
gelblichgrün, Durchmesser 2 mm, Blütenstiel 4 mm.
Kingagebirge: in Lichtungen des Schluchtenwaldes auf dem Kinyika-
berge, 2600 m ü. M. (n. 947. — Blühend im Mai 1899).
* Gelonium zanzibariense Muell. Arg. in DC. Prodr. XV. 2. 4130.
Uluguru-Berge: Lukwangule-Plateau, im Höhenwald um 2400 m
ii. M. (n. 318. — Blühend im December 1898).
Ein 3—4 m hoher, geschlossen wachsender Strauch mit grüner Rinde.
Einheim. Name: murungu-rungu.
Euphorbia Poggei Pax in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 118.
Usafua: auf jetzt abgebranntem Grasland, Lavaboden, um 1700 m
ii. M. (n. 4124. — Blühend im August 1899).
E. tetracantha Pax n. sp.; frutex humilis ramis crassis aphyllis
leviter angulatis epruinosis, angulis podariis corneis griseis
aculeatis praeditis; aculeis in podario 4, 2 superioribus minori-
bus, 2 inferioribus majoribus rectis; cyathiis paullo supra po-
daria in dichasium 3-cephalum dispositis glabris; cyathii lobis tenuibus,
glandulis exappendiculatis latis.
Cactuseuphorbia, einen 1/2 m hohen, buschigen Strauch mit schwachkantigen
Trieben bildend, mit gelblichroten, im Verblühen dunkler werdenden Cyathien. Zweige
dünn, kaum 4 cm im Durchmesser. Dornen kurz, die längsten etwa 3—4 mm lang.
Unyika: bei Manayeme’s Dorf, hügeliges Plateau, auf Höhen zwischen
Steinen, um 1500 m ii. M. (n. 1443. — Blühend im November 1899).
Verwandt mit E. heterochroma Pax.
E. Schinzii Pax in Bull. Herb. Boiss. VI. (1898) 739.
Usafua: Ubungu, Ilunga-Berge, auf steinigen Bergkuppen, 1500 m
ii. M. (n. 1095. — Blühend im Juli 1899).
Bis fußhoch. Polster bildend.
E. matabelensis Pax in Ann. K.K. Naturh. Hofmus. Wien, XV. 51.
Usafua: Songwe-Thal, an trockenen Abhängen, um 1100 m ü. M.
-(n. 4052. — Blühend im Juni 1899).
3—4 m hoher, aufrecht wachsender Baumstrauch.
342 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. N yassa-S ee-u. Kinga-Geb.-Exped. ete. —
E. pseudo-Grantii Pax n. sp.; frutex glaberrimus foliis oblongis
acutis lucidis basin versus in petiolum brevem sensim atte-
nuatis, floralibus late rotundato-cordatis breviter caudato-acumi-
natis; umbellac radis paucis repetito-dichotomis; cyathii late cupulati
glandulis magnis virescentibus margine luteis inciso-pectinatis
lacinulis violascentibus apice capitulis luteis incrassatis; ovario
glaberrimo. |
4—2 m hoher, breit wachsender Halbstrauch mit glänzenden Blättern. Blattstiel
etwa 2 cm lang, allmählich in die bis 25 cm lange und 6 cm breite Spreite übergehend.
Inflorescenzzweige zuletzt monochasial ausgebildet. Cyathium innen braunviolett.
Unteres Kondeland: Ukangu-Berg, Bergabhang am See, um 500 m
(n. 888. — Blühend im Mai 1899).
Verwandt mit E. Granta Oliv., aber schon durch die gestielten, breiteren Blätter
unterschieden.
E. Winkleri Pax n. sp.; arbor alta trunco crasso, coma regu-
lariter ramosa parva; ramulis 3-alatis, alis 4—5 cm latis ad an-
culos podaria = 2 cm inter se distantia aculeos 2 breves edentia fe-
rentibus; foliis breviter petiolatis magnis ad 4!/, cm longis lanceo-
latis obtusis deciduis; cyathiis ad apicem ramulorum sessilibus in dichasia.
3-cephala dispositis late cupulatis glabris; lobis late ovatis obtusis lacero-
ciliatis, glandulis transverse ovatis.
25—30 m hoher Baum vom Habitus der E. abyssinica mit grünen Trieben.
Blattstiel 3—4 mm lang, Spreite 2 cm breit, vielleicht auch größer werdend. Cyathien
bis 8 mm im Durchmesser.
Nördl. Kingagebirge: Lipanye-Berg, Schluchtenwald, um 2500 m
(n. 1000. — Blühend im Juni 1899).
Verwandt mit E. obovalifolia Rich. aus Abessinien.
E. Nyikae Pax in Engl., Pflanzenwelt Ostafr. C. 242.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, in trockener Schlucht des Muigi-
Berges, bei 2100 m (n. 1008. — Blühend im Juni 1899).
8—10 m hoher Baum mit kleiner, runder Krone und 5-kantigen Trieben.
E. tetracanthoides Pax n. sp.; frutex ad 30 cm altus ramulis
tetragonis glaucis ad À cm fere crassis; podariis ad angulos paullo tan-
tum inter se distantibus griseis 4-aculeatis, aculeis 2 inferioribus
5 mm longis, 2 superioribus minutis; cyathiis in dichasia 3-cephala
dispositis (valde juvenilibus).
20—80 cm hoher Strauch, Cyathien noch jung, von 2 fleischigen Hochblätter
umgeben, in deren Achsel wahrscheinlich wiederum je ein Cyathium entspringt.
Nördl. Kinga-Berge: Ussangu, Tyuni-Berg, sonnige, steinige Abhänge
um 2200 m {n. 100%. — Blühend im Juni 1899).
Verwandt mit 2. tetraeantha Pax, durch die ungleichen Dornen verschieden,
Monadenium Goetzei Pax n. sp.; e rhizomale erasso perennis cauli-
bus succulentis eylindrieis; foliis lineari-lanceolatis acutis basin versus
allenuatis integris basi spinuloso-denticulatis carnosis mox deciduis
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 343
- cyathiis in dichasia dispositis; cyathii prophyllis in squamam margine
leviter undulatam unitis; lobis fimbriatis, glandula cyathium amplec-
- tente antice fissa cupuliformi; flore Q calyce destituto.
> Bis !/; m hoch mit »knollig verdickter Wurzele. »Cyathium dunkelgrün-violett,
Anhängsel gelb, rot berandet.< Blätter bis 14 cm lang und 11/, cm breit.
| Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Muigi-Berg, trockene Abhänge über
der Steppe, 1500 m ü. M. (n. 1017. — Blühend im Juni 1899).
Das Material ist nicht ganz vollständig erhalten, doch gehört die Pflanze zweifellos
zu Monadenium, wiewohl die Form der Drüse von der des M. coccineum erheblich
| abweicht. Wahrscheinlich ist auch die Gattung ZLortia Rendle (Journ. of Bot. 1898
S. 29) mit Monadenium zu vereinigen, wenigstens nach der Beschreibung zu urteilen.
Habituell mit M. coccineum gut übereinstimmend, durch die Form der Cyathien aber
| sofort zu unterscheiden.
Stenadenium Pax n. gen.
Cyathium irregulare e lobis 5 inter se aequalibus profunde inciso-
dentatis usque ad medium tantum connatis compositum; glandula
unica postica lineari squamiformi apice truncata incrassata cyathium
nullo modo amplectente lobis longiore. Flos Gt nudus, © calyce par-
vulo trilobo praeditus pedicello crasso plano latoque insidente; styli 3
-bifidi. Gapsula 3-locularis pubescens. Frutex spinosus succulentus. Cyathia
in dichasia densa multiflora disposita; bracteolae fertiles unilatera-
liter usque ad medium connatae bracteam alato-bicarinatam apice
emarginatam vel bifidam formantes.
Die neue Gattung schließt sich am nächsten an Monadenium an, unterscheidet
sich von diesem aber durch die schmale, das Cyathium nicht umhüllende Drüse.
Bisher bekannt nur eine Art:
St. spinescens Pax n. sp.; frutex succulentus ramulis juvenilibus
_ puberulis; ramis spinis 3-fidis validiusculis obsitis; dichasiis densiusculis;
- eyathiis velutinis; capsula oblonga.
2—3 m hohe, aufrecht wachsende, succulente Pflanze mit Blattdornen. Dornen
über 4 cm lang, die seitlichen der drei Strahlen gewöhnlich kürzer. Zweige 4 cm etwa
dick. Cyathien weißlichgrün mit violettem Anflug, Drüse violett berandet.
Rukwa-See: Ubungu, Ilonia-Berg, trockene Abhänge um 1500 m
ü. M. (n. 1099. — Blühend im Juli 1899).
Celastraceae (Tu. LOESENER).
Gymnosporia crenulata Engl. in Bot. Jahrb. X. 1889 p. 38.
Usafua: Ubungu in der Songwe-Niederung, auf humosem Steppen-
boden in 900 m Höhe (n. 1093. — Blühend im Juli 1899).
Breitwachsender, 5—6 m hoher Baumstrauch mit überhängenden Zweigen.
à G. buxifolia (Sond.) Szysz. a. genuina Sond. in Harv. et Sond. Fl.
… Cap. 1. 159 (sub Celastro).
Forma stylo usque ad basin trifido recedens.
Unteres Kondeland: in der Grassteppe mit sehr verstreutem Busch,
344 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
an der Lufirio-Mündung bei 500 m ii. M. (n. 875. — Blühend im April
1899). |
Einheim. Name: zewe.
G. buxifolioides Loes. n. sp.; glabra, inermis?, ramulis plerumque —
elongatis, perpaucis abbreviatis; foliis alternis, hinc inde 2—3-fasciculatis, —
5—7 mm longe petiolatis, anguste obovato-oblongis usque late ovato- vel
ovali-oblongis, vel ovato-subrhombeis, interdum subcuneiformibus, densissime |
et tenuissime, interdum obsolete, serrulatis, basi late vel anguste cuneatis,
raro cuneato-subobtusis, apice obtusis vel subrotundatis, plerumque Æ ex-.
cisis, 4,5—7 cm longis, vix 2--4,6 cm latis, coriaceis, supra i. s. pallide |
vel griseo-olivaceis, subtus sordide cinerascentibus, subobscurioribus, costa
et nervis lateralibus 5—7 supra et subtus manifeste i. s. prominulis den-
siusculeque prominulo-reticulatis; inflorescentiis in foliorum axillis solitariis
vel pluribus cum foliis fasciculatis, manifeste pedunculatis, quater vel pluries
dichotome furcatis, floribus sat numerosis, sub anthesi circ. 7 mm diam.;.
sepalis 5, rotundatis, sub lente fimbriatis; petalis 5 quam sepala circ. 5-plo
longioribus, cire. 3,5 mm longis, obovato-ellipticis vel ellipticis apice obso-
lete subtrilobis, margine tenuissime crenulatis; staminibus 5 infra et extra
discum annulari-sublobulato-5-angulatum in ejus angulis excisis insertis,
quam petala brevioribus, filamentis subulato-filiformibus, antheris late cor-
dato-subglobosis, lateraliter rimis longitudinalibus dehiscentibus; ovario bre-.
viter sublageniformi, 3-loculari, loculis 2-ovulatis, ovulis erectis, stylo bre-
vissimo.
Ein »4—5 m hoher Baumstrauch mit weit überhängenden Zweigen«. Die jüngeren
Zweige sind fein gestreift, die letztjährigen 1—2 mm dick, die älteren Aste später stiel-
rund. Die Form der zwar lederigen aber glanzlosen Blätter ist an demselben Aste recht
verschieden; die Blätter der Kurztriebe scheinen schmäler und mehr keilförmig, die der
Langtriebe bedeutend breiter, eiförmig-rhombisch zu sein. Die Länge der Inflorescenz-
stiele schwankt zwischen 6 und 25 mm, die Secundärachsen sind deutlich entwickelt
und 4—16 mm lang. Die kaum 4 mm langen, in trockenem Zustande bräunlichen
Tragblätter der einzelnen Seitenachsen sind deutlich gefranst. Die Blütenstiele selbst
haben eine Länge von etwa 5 mm.
Kingagebirge: in Schluchten der Yawiri-Berge in 4700 m Höhe
(n. 1193. — Blühend im Sept. 1899).
Einheim. Name: tumbago.
Das vorliegende Exemplar besitzt zwar keine Stacheln, das Vorhandensein der
Kurztriebe aber deutet darauf hin, dass die Art dennoch in die Section Spinosae ge-
hören dürfte, wo sie in allernächster Nähe von @, buxifolia (L.) Szysz. unterzubringen
wäre, Sie unterscheidet sich von dieser besonders durch die noch näher zu prüfende,
mehr oder weniger deutlich ausgeprägte Heterophyllie, die Form der Blätter der Lang-
triebe und die reicher verzweigten Inflorescenzen,
(4. Goelzeana Loes. n. sp.; glabra, inermis; ramulis longitudinaliter
striato-suleatis et angulatis; foliis alternis, 2—4 mm longe petiolatis, ovato-
oblongis vel ovatis vel subovalibus, margine subargute serrulatis, basi
apiceque rotundatis vel obtusis, 3,5—7,5 cm longis, 1,6—4,2 cm latis,
a
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 345
_ coriaceis, supra griseo-subbrunneis vel griseo-subglaucis, subtus pallidiori-
bus pruinosis et albide glaucis, costa media supra prominente, subtus
prominula vel subprominente, nervis lateralibus utrinque circ. 4—6 supra
et subtus prominulis atque reticulum prominulum, subtus laxius, supra
densissimum tenuissimumque formantibus; floribus in foliorum axillis
fasciculatis, pedicellis 6— 14, mm longis; sepalis 5 paullum inaequalibus, sub-
rotundatis, margine irregulari, sublacerato, brunneo, plerumque dorso medio
sub apice uniapiculato; petalis 5 majusculis, sepalis 3-plo longioribus, sub-
orbicularibus, 3 mm diam.; staminibus 5 inter lobos disci 5-lobi suberectos
insertis, etiam quam sepala brevioribus, filamentis subsubulatis, antheris
late ovoideis, rimis 2 longitudinalibus introrsum dehiscentibus; ovario disco
semiimmerso, depresso-conico, 3-loculari, loculis 2-ovulatis, ovulis erectis,
stigmate subsessili, 3-lobo; capsulis ambitu trilobo-subobcordiformibus, 3-lo-
cularibus et 3-valvibus, loculo uno alterove (vel valva) saepius aboriente,
monospermis; semine erecto ellipsoideo vel latere ventrali obtuse longitudi-
nali-angulato, basi usque ad medium vel altius arillo pallide ochraceo, irre-
gulariter lobato vel sublacerato obtecto, testa fusca, nitida, laevi vel minute
rugulosa, albumine copioso, pallido, corneo, oleifero; cotyledonibus foliaceis,
i. s. flavis.
Ein 4—5 m hoher, aufrecht wachsender Strauch. Die jungen Aste sind etwa
4,5—2 mm dick. Das wichtigste Merkmal der Art besteht in einem dicken, weißlich-
grauen, wachsartigen Überzuge, der besonders die Unterseite der Blätter bedeckt
und sich an sämtlichen Blättern findet. Derselbe erscheint unter einer starken Lupe
auf der Unterseite dicht von feinen Löcherchen durchsetzt, welche über den Spalt-
- Öffnungen liegen. Das dichte, feine Adernetz ist oberseits weit deutlicher als auf der
» Blattunterseite. Blüten von etwa 6 mm Durchmesser. Die einzelnen Klappen der auf-
gesprungenen, in lebendem Zustande besonders an der Basis rötlich gefärbten Kapsel
sind etwa 6—8 mm lang und 6—7 mm breit. Das einzelne Samenkorn hat einen
Längsdurchmesser von etwa 7 und einen Querdurchmesser von 4—5 mm.
f
Rungwe-Stock: in der Bambuszone der südlichen Abhänge, um
2500 m ü. M. (n. 1161. — Fruchtend im August 1899).
Einheim. Name: ludimbo.
In den Blättern erinnert G. Goetxeana Loes., abgesehen von der bereiften Ober-
fläche, im übrigen sehr an G. filamentosa Loes. Diese gehört aber zu den Spinosae
und besitzt auch ganz andere Früchte. Sonst ist unsere neue Art am nächsten mit
G. Rehmannii Szysz. verwandt, welche durch ein weniger dichtes Adernetz, unbereifte
Blätter und kleinere, hellere Kapseln abweicht.
Catha edulis Forsk. Fl. Aegypt. Arab. 1775. p. 63.
Ubena: Bachufer am Ruhudje-Fluss in 1900 m Höhe (n. 803. —
- Blühend im März 1899).
5—6 m hoher Baum von geschlossenem Wuchs mit rundlicher Krone.
Mystroxylum ussanguense Loes. n. sp.; arbor, ramulis subteretibus,
_vetustioribus cortice dense et tenuiter longitudinali-rimuloso obtectis, juniori-
bus sub lente parce et breviter puberulis; foliis 4—6 mm longe petiolatis,
petiolo novello sub lente parce puberulo, ovatis vel elliptico-ovatis, margine
346 Beitr. z. Fl.v. Afr, XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
i. s. subplano vel interdum angustissime recurvato, inaequaliter et minute
appresseque subcrenulato-serrulato, basi apiceque rotundatis vel rarius basi
late cuneato-obtusis raro subcuneatis, 4—7 cm longis, 2—4 cm latis, a-
dultis crasse rigideque coriaceis, glabris vel subglabris, i. s. supra nitidis
vel nitidulis, subbrunneo-olivaceis, subtus opacis = pallidioribus, costa media.
crassiuscula supra prominula vel subprominente, subtus prominente, nervis
lateralibus utrinque circ. 5—7, basalibus inter sese approximatis sub
formiter arcuatis saepius subpalmatis reliquis magis patentibus, supra te-
nuiter prominulis, subtus paullulo crassioribus et prominentibus, reticulum
praecipue subtus manifestum densiusculum prominens formantibus; floribus
sub anthesi vix 3 mm diam., pedunculis, pedicellis, bracteis, gemmulis ca-
lycibusque extrinsecus sub lente breviter pulverulento-puberulis; sepalis del-
toideis subacutis, crassis, margine callosule denticulato-crenulatis; petalis
rotundatis, quam sepala circ. duplo longioribus irregulariter repandis; sta-
minibus brevibus, in disci crassi pentagoni angulis minute excisulis insertis,
antheris parvis, late ovoideis rimis 2 longitudinalibus introrsum dehiscen-
tibus; ovario conico, disco semiimmerso, 3-loculari, loculis 2-ovulatis, ovulis.
erectis, stylo brevissimo, stigmate punctiformi; drupa late ovoidea vel
ellipsoidea, epicarpio crasso, subfarinaceo-carnoso, endocarpio tenui, mono-
sperma, semine erecto, testa fusca, nitida, albumine copioso carnoso, em-
bryone magno, cotyledonibus ovali-oblongis.
»42—20 m hoher Baum mit rundlicher, unregelmäßiger Krone und glatter, grauer
Rinde. Zweige überhängend.« Die letztjährigen Zweige sind etwa 1,5 mm dick. Die
gelbgrünen Blüten sind zu dichten, einzeln in den Achseln der Laubblätter sitzenden
Büscheln vereinigt, welche kurz gestielt sind. Diese gemeinsamen dunklen »Pedunculi«
haben die Länge von etwa 3—4 mm, ebenso die etwas helleren einzelnen Blütenstiele
selbst. Die in frischem Zustande grünen, reifen Früchte haben einen Längsdurchmesser
von etwa 4,8 cm und einen Querdurchmesser von etwa 4,6 cm und besitzen ein
4—5 mm dickes Epikarp, aber nur ein sehr dünnes Endokarp. Der Same ist 9—10 mm
lang und gegen 7 mm breit (dick). Die Keimblätter erreichen die Länge von 5,5 mm
bei einer Würzelchenlänge von ungefähr 4 mm.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald des Lipanye-
Berges in etwa 2300—2500 m Höhe (n. 1002 u. 1274, letztere Form etwas
zu M. aethiopicum (Thunb.) Loes. neigend. — Blüten im Juni und Sep-
tember, Früchte im Juni 1899).
Im Habitus am meisten verwandt mit M. aethiopiewm (Thunbg.) Loes., das aber
durch dünnere Blätter, oberseits weniger stark hervortretende und auch dünnere Mittel-
rippe und durch kleinere Früchte abweicht. In der Fruchtbildung steht die Art dem
M. Goetxei Loes. am nächsten, Dies hat aber ganz andere Blätter,
Hippocrateaceae (In. l,orsenen).
Hippocratea Goetzei Loes. n. sp.; scandens, glaberrima; ramulis
teretibus, i. 8. + Jongitudinaliter plieato rugulosis, griseo- vel alro-sub-
brunneis; foliis oppositis, 6—14 mm longe petiolatis, ovalibus vel ovali
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 347
* vel ovato-oblongis, chartaceis, crenatis vel subserrato-crenatis, basi obtusis
vel cuneato-obtusis vel subrotundatis, apice obtusis vel subrotundatis vel
etiam obsolete et obtuse acuminatis (?), 6—12,5 cm longis, 3—6,5 cm latis,
i. S. griseis vel brunneo-olivaceis, subconcoloribus, costa et nervis lateralibus
» tenuibus, utrinque cire. 6—8 principalibus, adscendentibus et = ad apicem
versus arcuatis, supra manifeste prominulis, subtus prominentibus dense
reticulatis, commissuris tenuissime filiformibus, prominulis vel prominentibus;
» inflorescentiis in foliorum axillis solitariis, densis et paucifloris, modice pe-
dunculatis, plerumque tantum circ. bis dichotome furcatis, axibus inter-
mediis abbreviatis; alabastris ellipsoideis vel anguste subobovoideis; se-
palis 5 rotundatis, tenuissime subdenticulato-ciliolatis, intus nigro-pauci-
nervosis, vix 1 mm longis; petalis elliptico-suboblanceolatis, apice rotundatis
et obscurioribus quam basi, circ. 4,75 mm longis, supra medium vix 2 mm
latis; androgynophoro cylindrico, circ. 2,5 mm longo, apice stamina 3 et
ovarium gerente; filamentis late taeniatis, basi latioribus quam apice, post
anthesin extrorsum revolutis; antheris subreniformibus superne rima trans-
versali dehiscentibus; ovario obsolete subtrilobo, subconico, in stylum bre-
vem angustato, 3-loculari, loculis 6-ovulatis, ovulis 2-seriatis; stigmatibus 3
subliberis.
Liane mit Stamm von fast Oberarmstärke. Die einjährigen Aste sind etwa
2,5 mm dick; die Internodien 1,5—4 cm lang. Blattstiele oberseits 2-kantig und in
der Mitte langsgefurcht, 0,5—1,5 mm dick. Die dünnen Inflorescenzstiele haben eine
Länge von nur 44—15 mm. Zwischenachsen meist nur 1—1,5 mm lang. Blütenstiele
‚selbst 2—3 mm lang. Tragblätter erster Ordnung dreieckig, kaum 4 mm lang, die
übrigen und die Vorblätter entsprechend kleiner. Blüten gelblichgrün. Die schmalen
Blütenknospen sind vor dem Aufblühen fast 4 mm lang und nur etwa 1,5 mm dick.
Die Antheren sind kaum breiter als die etwa 4 mm langen und an der Basis 0,7 mm
breiten, oben verschmälerten Staubfäden. Griffel kaum 2 mm lang, die drei Narben
deutlich dünner als der Griffel.
Kingagebirge: im Schluchtenwald des Manganyema-Berges (n. 1209.
— Blühend im September 1899).
Die Art ist sehr nahe verwandt mit einer von SCHEFFLER bei Derema n. 197)
gesammelten Pflanze, welche vielleicht mit Hippocratea graciliflora Welw. aus Angola
- übereinstimmen könnte. Ein Original von Werwrrsch’s Art steht mir nicht zur Ver-
fügung. In der sehr kurz gefassten Beschreibung ist über das Androgynophor oder
den Discus nichts gesagt. In Färbung, Form und Basis der Blätter weicht aber ScHErrLEr’s
‚Pflanze erheblich von der Beschreibung der H. graciliflora Welw. ab, so dass ich sie
zunächst noch für eine besondere neue Art halten möchte. Von unserer Art ist die
SCHEFFLER’SChe durch bedeutend undeutlicher gekerbte bezw. gesägte Blätter, weit mehr
verzweigte und lockerere Inflorescenzen, zahlreichere Blüten, kürzeres und dickeres Andro-
gynophor und deutlich schwarz geaderte Blumenblätter verschieden.
Icacinaceae (A. ENGLER).
Apodytes dimidiata E. Mey. ex Benth. in Transact. Linn. Soc. XVII.
684, t. 41.
348 Beitr.z. Fl.v. Afr, XXI Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Kingagebirge: Ussangu, am Nordostabhang des Pikurugwe-Riickens,
um 2500 m (n. 1248. — Blühend im September 1899).
45—20 m hoher Baum mit schlankem Stamm und glatter, grauer Rinde.
Sapindaceae (E. Ging).
Allophylus africanus P. Beauv. Fl. Owar. II. 54, t. 107.
Kondeland: in der Grassteppe mit sehr verstreutem Busch an der
Mbaka-Mündung, 500 m ü. M. (n. 880. — Blühend im April 1899).
A. abyssinicus (Hochst.) Radlk. in Engler-Prantl Nat. Pflanzenfam.
IIL. 5, p. 313. |
Usafua: Ngosi-Berg, im Schluchtenwald um 2200 m ü. M. (n. 42942).
Die Bestimmung ist nicht ganz sicher, da das Exemplar weder Blüten noch.
Früchte trägt.
A. appendiculato-serratus Gilg n. sp.; »frutex squarrosus 2 m.
altus« ramis junioribus brunneo-tomentosis; foliis subsessilibus, petiolo
dense brunneo-tomentoso, trifoliolatis, foliolis lateralibus parvis quam ter-
minale 5—6-plo brevioribus suborbicularibus, sessilibus, terminali obovato,
apice acuto, inferne sensim in petiolulum brevem, 2—3 mm longum an-
gustato, omnibus fere a basi usque ad apicem serratis (serraturis plerum-
que in cornu acutissimum subcurvatum abeuntibus), subchartaceis usque
chartaceis, supra dense pilosis, subtus densissime flavescenti-tomentosis,
nervis lateralibus utringue 8—9 supra subtusque subaequaliter prominen-
tibus, venis paucis subinconspicuis; inflorescentia laxe pseudospicata, spica
breviuscule peduneulata (pedunculo brunneo-tomentoso) folia plerumque
longit. haud adaequante; floribus parvis in cymulas sessiles 2—1-floras
dispositis, brevipedicellatis, eymulis haud approximatis ideoque spicis laxius-
culis.
Blattstiel 5—6 mm lang, Blatt 8—10 cm lang, Endblättchen 6—8 cm lang,
4—6 cm breit, Seitenblittchen 5—16 mm im Durchmesser. Blütenähren 5—10 cm
lang, davon beträgt der blütenlose Stiel 4,5—2,5 cm. Blütenstielchen 4—1,2 mm lang:
Kelchblätter etwa 4 mm im Durchmesser.
Livingstone-Gebirge: an Abhängen des Yawulanda-Berges, um
1800 m ü. M. {n. 853. — Blühend im April 1899).
Verwandt mit A. congolanus Gilg.
A. yeru Gilg n. sp.; »frutex 2—3 m altus«, ramis junioribus fulvo-
pilosis, demum glabris; foliis manifeste petiolatis, petiolo 1—2 cm longo
densiuscule fulvo-tomentoso, trifoliolatis, foliolis lateralibus parvis quam
terminale 2—3-plo brevioribus, ovatis vel ovato-oblongis, manifeste obliquis,
subsessilibus, terminali obovato-oblongo, amplo, apice acuto vel potius bres
viter acuminato, basin versus sensim cuneato, sessili, omnibus in parte
1, superiore aequaliter, sed plerumque parce et leviter, dentatis, sub=
chartaceis, supra nitidulis, subtus opacis, supra ad nervos tantum laxe vel
laxissime pilosulis, sublus densiuscule tomentellis, nervis (utrinque 7—8}
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 349
venisque densissime reticulatis supra paullo, subtus valde prominentibus;
- inflorescentia elongato-pseudospicata, spica longipedunculata (pedunculo ra-
- chique tomentellis) folia semper manifeste superante; floribus parvis vel
minimis in cymulas sessiles 2- vel plerumque 4-floras inter sese plerumque
paullo remotas dispositis.
»2—3 m hoher Strauch von breitem Wuchs. Blüten weiß, Kelch grünlichgelb.«
Blatt 6—10 cm lang, Endblättchen 6—9 cm lang, 3—5 cm breit, Seitenblättchen 2,5—
4,5 cm lang, 1—2,5 cm breit. Blütenähre 9—11 cm lang, davon beträgt der blütenlose
Stiel 2—4 cm. Blütenstielchen kaum 1 mm lang. Kelchblätter höchstens 4 mm im
Durchmesser.
| Kondeland: an Bergabhängen des Rumbira-Thales um 500 m ü.M.
= 832. — Blühend im April 1899).
Einheim. Name: yeru.
Die neue Art ist entfernt verwandt mit A. rubifolius (Hochst.) Engl.
EE TT ze up
A. chaunostachys Gilg n. sp.; »frutex 5—6 m alte scandens« ramis
junioribus parcissime et brevissime pilosis, mox glabris; foliis longe (2,5—
‚» cm) petiolatis, petiolo parcissime piloso, ae Mate foliolis lateralibus
uam terminale plerumque paullo, rarius manifeste brevioribus, ovato-ob-
longis, valde obliquis, manifeste (2—3 mm) petiolulatis, terminali rhom-
Bboideo- oblongo vel saepius oblongo-lanceolato, apice longiuscule et acutissime
| acuminato, inferne sensim in petiolulum 5—6 mm longum cuneato-angustato,
-omnibus in parte */; superiore margine serraturis acutis paucis remotis
Etruetis, subcoriaceis, glaberrimis, supra nitidis, subtus nitidulis, nervis
… lateralibus utrinque 5—7 supra subtusque subaequaliter valde prominenti-
“ bus, venis numerosissimis densissimeque reticulatis utrinque nervis sub-
è aequivalidis; inflorescentia pseudoracemosa, elongata, laxa, longipedunculata
è (pedunculo parcissime et brevissime piloso), folia plerumque manifeste supe-
_rante; floribus *majusculis in cymulas 2—3 mm longe pedunculatas 4—3-,
j rarius 2-floras remotas dispositis, 3 mm longe pedicellatis. |
: »Ein 5—6 m hoher Schlingstrauch mit weißen Bliten.« Blätter 2,5—3,5 cm lang
4 gestielt, Spreite 7—10 cm lang, Endblättchen 6—S cm lang, 3—5 cm breit, Seiten-
à blättchen 4—6,5 cm lang, 2—3 cm breit. Blütentrauben 10—14 cm lang, davon be-
— trägt der blütenlose Stiel 3—4 cm. Kelchblätter etwa 2,5 mm im Durchmesser.
k Kingagebirge: in Schluchten des Yawiri-Berges, 1700 m ü. M
L (m. 1196. — Blühend im September 1899).
Verwandt mit À. macrurus Gilg.
is
= dt hé Sc ee te © id) el ENS
Q w
À Melianthaceae (M. Gürke).
| Bersama Goetzei Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1900) 424.
| Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordabhang des
“Lipanye-Rücken, um 2300 m ii. M. (n. 1275. — Im September 1899 mit
- Knospen).
Ein 20—25 m hoher Baum mit runder Krone; Blätter leicht aromatisch duftend,
Kelehblätter dicht rot behaart.
350 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
B. usambarica Gürke in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas, C. (1895) 252.
Oberes Kondeland: Umuamba, in Schluchten der Vorberge am
Likabu-See, um 700 m ü. M. (n. 4321. — Blühend im October 1899).
Ein 42—45 m hoher Baum mit großer, runder Krone und weißen Blüten.
Balsaminaceae (E. GiLc).
*Impatiens gratioloides Gilg n. sp.; »herba usque !/, m alta glabra
caule rubescente vitreo« crassiusculo; foliis oppositis et decussatis sub-
remotis, sessilibus, ovato-lanceolatis, apice acutis, basi rotundatis margine
manifeste aequaliterque dentato-serratis, »carnosis« (in sicco subcoriaceis
fragilibus), nervis venisque utrinque inconspicuis; floribus solitariis axillari-
bus mediocribus »rosaceis«, manifeste pedicellatis; sepalis lineari-lanceolatis,
labello late infundibuliformi in calcar breve totaliter incurvatum abrupte
abeunte; alis et vexillo quam labellum multo majoribus; fructibus (imma-
turis) anguste lanceolatis pedicello post anthesin aucto et reflexo pendulis.
Die unteren Internodien sind 6—4, die oberen nur etwa 4 cm lang. Blatter
3—5 cm lang, 47—46 mm breit. Blütenstiel 2—3,5 cm lang. Die Kelchblätter sind.
6—7 mm lang. Die Lippe ist ca. 4 cm lang. Der Sporn ist etwa 7—8 mm lang und.
gleich über seiner Basis hakenförmig nach oben umgebogen. Die Fahne ist wohl
etwa 2,5 cm lang.
Uhehe: auf sumpfigen Wiesen des welligen Plateaus bei Mgololo, um
1400 m (n. 766. — Blühend im März 1899). |
Die neue, sehr ausgezeichnete Art ist allein verwandt mit I. sweertioides Warb.
Abbildung auf Taf. XVI, Fig. B.
a Habitus, b Blattrand, vergr., e Blüte im Längsschnitt, d Kelchblatt, e eines der
Blätter der Unterlippe.
I. flammea Gilg n. sp.; »herba pedalis caule glabro, vitreo, rubro-
striato«; foliis semper alternis manifeste petiolatis, ovatis vel late ovatis,
basi subeuneatis vel cuneatis, apice acutis, profunde serratis vel serrato-
crenatis, tenuissime membranaceis, utrinque ad nervos parce pilis longius-
culis obteetis, nervis lateralibus 6—8, venis subinconspicuis; floribus in
foliorum axillis solitariis vel paucis, longipedicellatis, »flammeis, calcare ob-
scurius eolorato«; sepalis 2 ovato-lanceolatis, acutis, labello profunde in-
fundibuliformi in calear breve incurvatum crassum sensim abeunte; alis et
vexillo quam labellum minoribus,
Die unteren Internodien sind 6—5 em, die oberen nur 8—5 mm lang. Blattstiel
4—4,5 cm lang, Spreite 5—7 cm lang, 2—4,3 cm breit. Blütenstiel 4—5 cm lang:
Die seitlichen Kelchblätter sind 7—8 mm lang, 3 mm an der Basis breit, Das horn-
artige Labellum ist 4,5—1,6 em tief (resp. lang) und geht sodann ganz allmählich in
den umgebogenen, 8—10 mm langen Sporn über. Die Flügel sind ca, 8—9 mm lang,
das Vexillum etwa 57 mm,
Rungwe-Stock: an seinen südlichen Abhängen, in der Bambuszone
um 2500 m ü, M, (n. 4447. — Blühend im August 1899).
Kinheim, Name: Jingongowere.
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 35]
Die neue, sehr schöne und decoraliv blühende Art ist entfernt verwandt mit
_ I. bicolor Hook. f.
Abbildung auf Taf. XVI, A.
a Habitus, à Blattrand, vergrößert, e Blüte im Längsschnitt, d Kelchblatt, e eines
der Blätter der Unterlippe.
I. maxima Gilg n. sp.; »herba 3 m alta« glaberrima; foliis alternis
maximis 9—20 cm longe petiolatis, ovato-oblongis, basi rotundatis, apice
longe et acute acuminatis, margine profunde crenatis (crenaturis semper
denticulo parvo instructis), tenuissime membranaceis, nervis lateralibus
18—20, venis manifeste prominentibus laxe reticulatis; floribus in foliorum
axillis numerosis fasciculatis, longe et tenuiter pedicellatis, magnis, »albidis,
“extrinsecus leviter roseis, vexillo intus rubro-maculato «; sepalis 2 laterali-
“bus minimis ovato-lanceolatis, labello oblongo, profunde carinato, in calcar
-
vix curvatum manifestum sed labelli longitudinem haud adaequans pro-
fracto; alis late obovatis, vexillo maximo profunde tripartito, lobo inter-
medio obovato-orbiculari, lateralibus oblongis.
Blätter 9—20 cm lang gestielt, 24—30 cm lang, 14—14 cm breit. Blütenstiel
BE 5—4 cm lang. Die seitlichen Kelchblätter sind höchstens 4--5 mm lang, die ue
} ist 2 cm lang und läuft in den 1,7—1,8 cm langen Sporn aus. Die Flügel sind ca. 2 cm,
_ die Fahne mindestens 4 cm lang.
Rungwe-Stock: an Bachufern der südlichen Abhänge, um 1800 m
ü. M, (n. 4444. — Blühend im August 1899).
Eine prächtige, sehr gut charakterisierte Art, welche entfernte Beziehungen zu
I. Volkensii Warb. aufweist.
Abbildung auf Taf. XV.
A Blatt, B Blattrand, vergrößert und von der Unterseite gesehen, C Blütenstände,
D Blüte im Längsschnitt, Æ Kelchblatt, # Lippe, @ Frucht, H Samen.
Rhamnaceae (A. ENGLER).
Zizyphus Jujuba Lam. Dict. III. 318, forma obliquifolia Engl.
Unteres Kondeland: in der mit zerstreutem Buschwerk besetzten
Grassteppe an der Lufirio-Mündung bei 500 m (n. 873. — Blühend am
25. April 1899).
3—4 m hoher, sparriger Busch.
Einheim. Name: ntowu.
Phylica tropica Baker in Kew Bull. 1898 p. 302.
0,5 m hoher, sparrig wachsender Strauch.
Kingagebirge: auf dem Kipengere-Riicken auf trockenen, mit Fels-
_ blöcken übersäten Halden, um 2700 m (n. 963. — Blühend am 28. Mai 1899).
| Dieselbe Art wurde von Wuyte auf den South Nyika Mountains zwischen 1300
und 2300 m gesammelt.
Gouania longispicata Engl. in Pflanzenwelt Ostafr. C. 256.
f Kingagebirge: in Schluchten am Manganyema-Berg bei 2100 m
(n. 1241. — Blühend am 114. Sept. 1899).
Mit fingerstarken Trieben in hohe Bäume kletternd.
Einheim. Name: lukada ngombe.
352 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u.Kinga-Geb.-Exped. etc.
Tiliaceae (K. Scuumann).
Triumfetta Mastersii Bak. fil. apud Rendle in Trans. Linn. soc. IL
ser. IV. 7. — T. Welwitschit Mast. in Oliv. Fl. trop. Afr. I. (ex p.).
0,5 m hohe, buschige Staude.
Oberes Kondeland: Landschaft Umalila auf rasigen Abhängen am
Mpeon-Berge, um 2000 m ü. M. (n. 1362. — Blühend am 22. Oct. 1899).
Grewia occidentalis Linn. Spec. PI. 964.
Ein 4—5 m hoher, weit verzweigter Baumstrauch mit überhängenden Zweigen,
Blüten rotviolett. |
Ubena: bei Makatua, auf welligem Plateau, im niedrigen Busch (n. 771.
— Blühend im März 1899).
Einheim. Name: likole.
Ist im südlichen Ost-Afrika weit verbreitet, auch im Kaplande noch häufig.
,
Sterculiaceae (K. Schumann).
Dombeya auriculata K. Schum. n. sp.; fruticosa, ramis florentibus
validissimis subangulatis novellis complanatis ipsis glabris; foliis longe petio-
latis, petiolo supra applanato sub lente validissima hine inde pilulo minuto
capitellato-insperso, tri- vel subquinquelobatis basi alte cordatis septem- vel
subnovemnerviis acuminatis crenulatis utrinque tomentosis mollibus; stipulis
magnis oblique ovato-oblongis acuminatis basi auriculatis; umbella multiflora
longipedunculata, bracteis stipulis similibus et minoribus; floribus specio-
sissimis longiuscule pedicellatis, pedicellis hispidulo-tomentosis; bracteolis
lanceolatis vel ovato-lanceolatis acuminatis extus minus dense tomentosis;
sepalis lineari-lanceolatis acuminatis tomentosis; petalis late obovatis calyce
paulo longioribus; staminodiis calyce paulo brevioribus tubo ovarium tomen- —
tosum sub anthesi fere occultante, intus tomentoso, loculis ovula 2 inclu-
dentibus, stilo basi tomentoso.
Der Strauch wird 2—3 m hoch; jedes Jahr erneuert er aus der Grundachse seine
Triebe. Die blühenden Zweige haben bei einer Länge von 46—20 cm einen Durch-
messer von 7—40 mm am Grunde; sie sind mit rotbrauner Epidermis bedeckt. Der
Blattstiel ist 4—40 cm lang und zeigt nur unter dem Mikroskope kleine Köpfchenhaare; —
die Spreite ist 4—46 cm lang und in der Mitte 3,5—44 cm breit; außer den Grund-
nerven wird sie von 5 stärkeren, oberseits schwach eingesenkten, unterseits vorspringenden -
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen; sie ist getrocknet rostgraugelb,
unterseits etwas heller. Die fast blattartigen Nebenblätter sind 10—15 mm lang und
8—40 mm breit, Die Blütenstielchen haben eine Länge von 3—3,5 mm. Die Bracteolen —
sind 40—12 mm lang und fallen vor der Anthese ab. Die Kelchblätter sind 2—2,1 cm
lang. Die weißen Blumenblätter sind rosenrot geadert und messen 2,4—2,5 cm. Das”
Andröceum hat eine Länge von 17—18 mm, die längsten Staubblätter sind 43 mm, die 1
kürzesten 9 mm lang, Der Fruchtknoten hat 4 mm Höhe, der Griffel 17 mm, |
Usafua: am Poroto-Berge bei 2200 m ü. M., auf flachen Abhingen |
mit Staudenvegetation (n, 1285. — Blühend im September 1899).
Die Art steht der D, lasiostylis K. Schum. nahe, unterscheidet sich aber durch die
Kahlheit der dieken, blühenden Zweige sogleich.
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 353
D. erythroleuca K. Schum. n. sp.; arbor vel frutex arborescens
ramis florentibus gracilibus teretibus novellis vix pilulo stellato hine inde
inspersis; foliis longe petiolatis, petiolo apice supra tantum minute puberulo,
integris ovatis vel ovato-oblongis acuminatis basi alte cordatis, lobis in-
vicem haud sese obtegentibus septemnerviis crenatis utrinque Sig stellatis
minutis inspersis; stipulis semioblongo-ovatis acuminatis apice tomentellis;
floribus pedicellatis pluribus (ad 12) nunc omnibus stricte umbellatis nunc,
Jateralibus in umbellam specialem collectis, pedicellis tomentellis, pedunculis
folia subaequantibus pilis stellatis inspersis; sepalis lanceolatis extus tomen-
‚tellis; petalis vix dimidio longioribus glabris albis rubro-venosis; staminibus
basi alte connatis; ovario pentamero tomentoso, ovulis 2 pro loculo intus
¢ glabro; pistillo ad medium puberulo.
5 Der Strauch wird 6—7 m hoch. Die blühenden Zweige haben bei einer Länge
“von 20 cm am Grunde bis 4 mm Durchmesser; sie sind mit schwarzer Rinde bedeckt.
Der Blattstiel ist 3,5—6 cm lang; die Spreite hat eine Länge von 4—13 cm und in
dem unteren Dritiel oder Viertel 2,5—7 cm Breite; neben den Grundnerven wird sie
von 3—4 stärkeren Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. Die Neben-
blätter sind 42 mm lang. Der Stiel der Dolde misst bis 40,5 cm, er ist getrocknet
braun. Die eiförmigen Bracteen sind nur 5 mm lang. Die Kelchblätter messen 1,3 cm,
ie Blumenblätter 4,7 cm. Die Staubblattröhre ist 6 mm lang; die Staminodien messen
8—9 mm. Die raton Staubblätter sind 5—7 mm lang. Der Griffel misst 1,4 cm.
Kingagebirge: bei Bulongwa im Schluchtenwald, 2200 m ü.M. (n. 927).
Ist verwandt mit D. macrotis K. Schum., unterscheidet sich aber durch die ein-
nder nicht übergreifenden Basallappen der Blätter. Von D. schoenodotes K. Schum. ms.
ist sie durch schlankere Blätter und geringere Behaarung verschieden.
D. reticulata Mast. in Oliv. Fl. trop. Afr. I. 228.
3—8 m hoher, geschlossener Baum mit kleiner runder Krone, zur Zeit der weißen
“oder rosavioletten Blüten unbelaubt.
Usafua: Songwethal, Buschsteppe auf grauem Laterit; auch auf den
\usläufern des Beya-Berges in der Nähe des Wassers (n. 4118 u. 1122).
~
| D. leucorrhoea K. Schum. n. sp.; frutex arborescens ramis modice
Falidis subeomplanatis subvillosis tarde glabratis; foliis longe petiolatis,
etiolo tereti supra et apice villoso, trilobis vel subquinquelobis lobis acumi-
natis, basi cordatis 7-nerviis, crenatis, supra pilis stellatis inspersis subtus
subtomentosis; stipulis subobliquis ellipticis acutis dorso villosis; floribus
modice pedicellatis cincinnum simplicem vel geminatum (cum terminali)
“longe pedunculatum referentibus; bracteis suborbicularibus apiculatis sub-
“omentosis; sepalis lanceolato-iriangularibus extus subtomentosis; petalis
“quadrante sepala superantibus; staminibus breviter basi coalitis; ovario
Der Baumstrauch wird 3—4 m hoch und ist mit glatter, grauer Rinde bedeckt.
Die blühenden Zweige haben bei einer Länge von 6—7 cm am Grunde 4—6 mm; sie
sind rostbraun filzig. Der Blattstiel ist 7—-12 cm lang und ebenso bekleidet. Die
Spreite hat eine Länge von 7—17 cm und unterhalb der Mitte eine größte Breite von
15 cm; sie wird außer den Grundnerven von 5—6 stärkeren, beiderseits gleich
Eräftig vorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. Die Neben-
Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 23
354 Beitr. z. FI. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
blätter sind 10—14 mm lang und fallen nicht sogleich ab. Der Blütenstand ist bis
10 cm lang, die Stielchen messen bis 15 mm. Die Kelchblätter sind 9 mm, die weißen
Blumenblätter 44 mm lang. Das Andröceum ist auf 2 mm verwachsen, die Staminodien
‚sind 44 mm, die Staubblätter 5—7 mm lang im freien Teil. Der 2 mm hohe Frucht-
knoten wird von dem 44 mm langen Griffel gekrönt.
Kondeland: feuchtere Schluchten am Rumbira, bei 800 m ü. M.
(n. 898. — Blühend am 13. Mai 1899).
Beim Anschneiden fließt ein dicker, weißer Saft aus.
Diese Art ist verwandt mit D. cincinnata K. Schum., unterscheidet sich aber
durch viel breitere Nebenblätter.
Malvaceae (M. GÜRKE).
Abutilon intermedium Hochst. in Schweinf. Beitr, FI. Aeth. (1867)
p. 49.
Oberes Kondeland: Umalila, am Tumbiribach, um 1900 m ü. M.
(n. 1357. — Blühend im October 1899).
Ein 83—4 m hoher, sparriger Strauch; die Blumenblätter helllila, am Grunde
dunkler gefärbt.
Hibiscus diversifolius Jacq. Ic. Pl. rar. tab. 551. .
Am Rukwa-See: Ubungu, am sumpfigen, zeitweise unter Wasser
stehenden Ufer des Sees, um 800 m ti. M. (n. 1113. — Blühend im Juli
1899).
Ein 2 m hoher Strauch mit langen Trieben, starken, grünen Dornen und violetten,
am Schlunde dunkleren Blüten.
H. rhodanthus Gürke in Bull. Herb. Boiss. TI. (1895) 405.
Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau, um 1900 m
ii. M. (n. 1351. — Blühend im October 1899).
Eine spannhohe Pflanze mit dicker, verholzter Wurzel und leuchtend roten
Blüten.
Gossypium barbadense L. Sp. pl. ed. I (1753) 693.
Usafua: eultiviert bei Utengule (n. 4051. — Blühend im Juni 1899).
Ochnaceae (A. Encre).
Ochna (Schizanthera) humilis Engl. n. sp.; suffrutex humilis, ra-
mulis angulosis lenficellosis; foliis brevissime petiolatis, stipulis rigidis lanceo-
latis, Jamina subcoriacea, subtus pallidiore, lineari-lanceolata, utrinque sub-
aequaliter angustata, basi acuta, apice obtusiuscula, serrata, serraturis api-
eulatis protensis, nervis lateralibus numerosis irregulariter adscendentibus
atque venis inter nervos transversis subtus prominulis; ramulis floriferis
abbreviatis ad axillas foliorum dejectorum orientibus, 4—5-floris; pedicellis
tenuibus alabastrum ovoideum longitudine superantibus; sepalis ovalis flavo=
viridibus; petalis obovatis quam sepala A/,-plo longioribus; staminum
filamentis quam antherae lineari-oblongae paullo brevioribus; stilo stamina
nequante,
\n dem kurzen, holzigen Grundstock entspringen einige 4 dm lange Sprosse mil
5-8 mm langen Internodien, einem endetändigen Blattbüschel und einigen Blütenzweige
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen 355
unterhalb desselben. Die Nebenblätter sind etwa 5 mm, die Blattstiele nur 1 mm lang, die
Blattspreiten 5—7 cm lang und 0,8—1cm breit. Die Blütenstiele sind 1—1,5 cm lang,
die Knospen 7—8 mm. Die Kelchblätter sind zuletzt beinahe 4 cm lang, die Blumen-
blätter 4,2 em bei 4 cm Breite. Die Staubfäden sind 3 mm, die Antheren 4 mm lang.
+
Ÿ
N Wi a8
A—F Ochna splendida Engl.; A ganze Pflanze, mit blühendem und fruchtendem Zweig,
45 der nat. Gr., B Teil des Andröceums und Gynäceums, C Staubblatt von vorn,
D dasselbe von hinten, Æ Teilfrucht, F dieselbe mit dem Samen im Längsschnitt. —
G—K Ochna humilis Engl.; G ganze Pflanze in ?/; der nat. Gr., H Teil des An-
dröceums und Gynäceums, J Staubblatt von vorn, A dasselbe von hinten.
23
it
356 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. wb, d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau wn 1900 m
(n. 1353. — Blühend am 21. Oct. 1899).
0. (Diporidium) splendida Engl. in Bot. Jahrb. XXVIII. 434.
Kondeland: im Buschwald an steilen Abhängen des Kivira-Thales,
bei 1000 m (n. 1482. — Blühend am 23. Nov. 1899).
0,5 m hoher, buschiger Halbstrauch.
*(), atropurpurea DC. in Ann. Mus. XV. 398 n. 5.
Uhehe: auf hügeliger, trockener Steppe, mit Laterituntergrund, bei
800 m (n. 476. — Blühend am 13. Jan. 1899).
Einheim. Name: mgerenge.
Meterhoher, gedrungen aufrecht wachsender Strauch mit sehr hartem Holz.
Guttiferae (A. ENGLER).
Hypericum Schimperi Hochst. in Schimp. pl. abyss. II. 432, 1160;
Oliv. Fl. trop. Afr. I. 156.
Vorberge des Livingstone-Gebirges: tiber Ikombe, um 1200 m
n. 4479. — Blühend am 7. Sept. 1899).
2 m hoher, breit wachsender und’ reichblühender Strauch.
Einheim. Name: kapiki.
Psorospermum febrifugum Spach in Ann. sc. nat. 2. ser. V. 163.
Unyika: im Buschwald bei Luemba, etwa um 1600 m (n. 1390. —
Blühend am 29. Oct. 1899).
4—6 m hoher, in die Breite wachsender Strauch.
Haronga paniculata (Pers.) Lodd. ex Steud. Nomencl. ed. 2, I. 722
forma ovata.
Kondeland: Unteli, in den Vorbergen am Kivira, um 1400 m (n. 1477.
— Blühend am 20. Nov. 1899).
4—5 m hoher Baumstrauch, von sparrigem Wuchs.
Gareinia Buchananii Baker in Kew Bull. 1894 n, 94 p. 354.
Kondeland: im Kivirathal (n. 4493. — Fruchtend im November
1899).
1245 m hoher Baum mit breiter, runder Krone,
6. (Rheediopsis) kingaensis Engl. n. sp.; ramulis novellis tetragonis
viridibus, adultis teretibus; foliis peliolo supra canaliculato, dorso sub-
carinato suffultis, coriaceis, oblongo-lanceolatis, basi in petiolum cunea-
lim angustatis, apice subacutis vel obtusiusculis, nervis lateralibus I. utrin=
que numerosis patentibus, (in sieco) utrinque prominentibus; floribus
masculis in axillis 4—8 fasciculatis, pedicellis quam alabastrum cire:
i-plo longioribus; sepalis ovatis quam petala ovata paullo brevioribus;
staminum filamentis quam antherae ovatae cire. 3-plo longiori-
bus, antheris breviter ovatis; pistillo rudimentario ovoideo in stilum attenuato
12—15 m hoher, schlanker Baum mit wagerecht abstehenden Ästen, Die Inter
nodien an den jüngeren Zweigen sind 2—8 em, an den älteren etwa 4 em lang. Di
Blattstiele sind etwa 4 em lang und haben 9—42 em lange, 2,5—4 em breite Spreitenz
4
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen, 357
Die Blütenstiele sind 0,5—1 cm lang, die Blumenblatler etwa 5 mm bei einer Breite
von 4 mm.
Kingagebirge: im Schluchtenwald des Manganyema - Berges, bei
2100 m (n. 1208. — Blühend am 11. Sept. 1899).
Einheim. Name: kisongwe.
Steht offenbar der @. polyantha Oliv. ziemlich nahe, ist aber durch die schmaleren
Blätter, die weniger zahlreichen Blüten und kürzere Staubfäden verschieden,
Violaceae (A. ENGLER).
Viola abyssinica Steud. in Schimp. pl. abyss. IL 893; Oliv. Fl.
trop. Afr. 1. 105.
Rungwe-Stock: in der Bambuszone bei 2500 m, an Gräser sich an-
lehnend (n. 1148. — Blühend am 13. Aug. 1899).
Flacourtiaceae (E. GiLG).
Rawsonia reticulata Gilg n. sp.; »arbor 8—10 m alta« glabra;
foliis alternis obovato-oblongis vel oblongis, apice breviter lateque acumi-
natis, basi subrotundatis vel plerumque in petiolum brevem crassiusculum
…_angustatis, manifeste aequaliter dentatis (dentibus in cornu acutissimum
- curvatum elongatis), subcoriaceis usque coriaceis, supra nitidulis, subtus
“opacis, nervis lateralibus utrinque 6—7 ad marginem inter sese curvato-
… conjunctis venisque angustissime et densissime reticulatis supra subtusque
-Subaequaliter prominentibus; floribus polygamis, in racemos vel potius spi-
* cas axillares subelongatas, 1,5—2,5 cm longe pedunculatas 4—9-floras laxas
— dispositis ipsis sessilibus; tepalis co (cr. 14), extremis minimis atque inter-
_ mediis maximis, sepaloideis, subcoriaceis, orbicularibus, intimis (s. petalis)
parvis tenuibus oblongis, basi callo incrassato pilos paucos crassiusculos
“emittente instructis; staminibus co (14—17), omnibus manifeste extrorsis,
_basifixis, connectivo dilatato; ovario ovoideo, trigono, apice stigmate sessili
tripartito instructo; placentis 3 parietalibus.
4 »Ein 8—10 m hoher, aufrecht wachsender Baum mit rundlicher Krone, schon
über der Erde sich veristelnd.« Blätter 7—10 cm lang, 2,4—4,5 cm breit, Blattstiel
5—7 mm lang. Blütenstände (sämtliche mir vorliegende noch nicht völlig entwickelt)
4,5—6 cm lang, davon beträgt der blütenlose Stiel 1,5—2,5 cm, die Blütenspindel
3—3,5 cm. Blüten noch nicht völlig entwickelt.
| Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordabfall
des Kipengere-Rückens, 2400 m ü. M. (n. 983. — Knospen im Mai 1899).
| Eine vorzügliche neue Art, welche von der einzigen bisher bekannten außer-
ordentlich abweicht.
\ Oncoba fragrans Gilg n. sp.; »frutex 5—6 m altus« ramis brunneis;
-foliis (junioribus tantum visis) obovato-oblongis, tenuissime membranaceis,
“apice breviter sed angustissime acuminatis, basi sensim in petiolum sub-
elongatum tenuem griseo-tomentosum angustatis, margine graciliter sed
manifeste et aequaliter serrulatis, supra ad nervos tantum pilosis, subtus
358 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, —
laxiuscule sericeis; floribus longipedicellatis solitariis axillaribus, pedicello
griseo-tomentoso; tepalis 8—10, omnibus late imbricatis, 2 plerumque sepa-
loideis extrinsecus griseo-velutinis ovalibus, rotundatis, 1 semisepaloideo vel
semipetaloideo, vix unguiculato, maximo, partim sericeo, partim glabro,
ceteris petaloideis glaberrimis, tenerrimis, anguste et longe unguiculatis,
superne ut videtur obovato-orbicularibus; staminibus oo basifixis connec-
a = in
a 3,
f
en inneren
Leet.
see
Spear’
Rawsonia reticulata Gile. — A Habitus mit Blütenständen, B Knospe, © Knospen-
längsschnitt, D innerstes Blumenblatt, stark vergrößert, Æ Staubblätter, J” Frucht-
knoten, @ Fruchtknotenquersehnitt,
tivo antherarum parce dilatato; ovoideo ovato densissime muricalo, uni-
loculari; placentis 3; stilo longissimo filiformi, stigmale puneliformi.
»5—6 m hoher, geschlossen aufrecht wachsender Strauch mit weißen, wohl-
riechenden Blüten,« Blätter (noch nicht völlig entwickelt) 2,5—4 cm lang, 1,2—1,7 cm
breit, Blattstiel bis 4 em lang, Blütenstiel 2—2,2 em lang. Äußere Tepalen (Kelch-
hlätter) 4,4--1,2 em lang, innere Tepalen Blumenblätter) 2—2,3 em lang.
Unyika: in Wasserrissen beim Dorfe Toola, um 1300 m ü. M.
“A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ele. ges. Pflanzen. 359
n. 4441. — Blühend im November 1899). — Wahrscheinlich gehört hier-
her auch eine Pflanze, welche Gorrze (unter n. 469) an flachen Bergab-
_ hängen am Ruaha-Fluss, 700 m ii. M. in ungenügenden Exemplaren ge-
sammelt hat.
| Die neue Art ist verwandt mit O. Sfuhlmannii Gürke.
H- Scolopia theifolia Gilg n. sp.; »arbor 12—15 m alta« ramis brunneis
pabris, foliis ovalibus vel obovato-ovalibus, apice rotundatis vel subrotun-
f i
. Scolopia theifolia Gilg. A Habitus, B 5 Blüte im Längsschnitt, © Staubblätter,
D Drüsenkranz am Grunde der Staubblätter (die Blütenhüllblätter weggeschnitten,
_£ hermaphroditische Blüte, F Fruchtknoten im Längsschnitt, @ Fruchtknoten im
Querschnitt.
datis, basin versus sensim in petiolum brevem cuneato-angustatis, margine
Incrassato crenato-serratis, supra nitidulis, subtus opacis, nervis utrinque
6—9 quam venae numerosae densissimeque reticulatae paullo validioribus,
Dervis venisque supra subtusque valde prominentibus; floribus in foliorum
axillis 3—4 fasciculatis, brevipedicellatis vel potius subsessilibus ; tepalis
360 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
7—-9 inaequalibus parvis ovatis vel ovato-orbicularibus, exterioribus sepa-
loideis margine ciliatis, interioribus plerumque subpetaloideis saepiusque
minimis eciliatis; nectariis sive glandulis flavescentibus globosis breviter
supitatis inter tepala et stamina annulum haud interruptum formantibus;
staminibus oo, filamentis filiformibus; antheris extrorsis, dorsifixis, rimis
longitudinalibus dehiscentibus, connectivo dorso paullo dilatato, haud elon-
gato; ovario uniloculari, intus ovula ut videtur semper 2 pendula obtegente;
stilo crasso, stigmate crasse capitato.
»Ein 42—15 m hoher Baum mit breiter, runder Krone. Blüten weiß, Staubbeutel
gelb.« Blätter 2,5—5 cm lang, 4,2—2,5 cm breit, Blattstiel 4—5 mm lang. Tepalen
2—-2,5 mm lang, Staubblätter 5—6 mm lang. Fruchtknoten mit Griffel 7—8 mm lang.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Schluchtenwald am Nordwest-
abhang des Pikurugwe-Rückens um 2500 m ü. M. (n. 1249. — Blühend
im September 1899).
Verwandt mit S. cuneata Warb.
Neumannia theiformis (Willd.) A. Rich. Bull. de Feruss. XXI. 96.
Oberes Kondeland: Uporoto, im Wald am Wigali-Pass um 2000 m
ü. M. (n. 1346. — Blühend im October 1899).
Ein 6—8 m hoher Baumstrauch mit gelblichweißen Blüten.
Passifloraceae (H. Hanns).
Adenia Goetzei Harme n. sp.; caulibus e tubere crasso erumpentibus,
erectis, nanis, herbaceis, glabris; foliis subsessilibus, lineari-lanceolatis, basin
versus sensim attenuatis, ima basi breviter auriculatis, apice acutis vel ob-
lusis, glauco-viridibus; cymis axillaribus, paucifloris, folio pluries breviori-
bus, pedicello articulato; floribus hermaphroditis, receptaculo infundibuli-
formi, basi in pedicellum attenuato; sepalis 5, oblongis; petalis 5, infra
medium receptaculi insertis, lineari-lanceolatis, in unguem longum attenualis;
corona ad insertionem petalorum numerosis gracilibus fimbriis efformata;
staminibus 5, filamentis basi in tubum connalis, tubo margine inter fila-
menta libera fimbriato, antheris mucronatis; effigurationibus 5 anguste lingui-="
formibus in basi receplaculi; ovario stipitato, oblongo, placentis parietali-
bus 3, ovulis multis; stilo brevi, in 3 ramos brevissimos, apice stigma
hilobum erassum ferentes partito.
Spannhohes Knollengewächs mit dicker, runder Knolle und grünlichgelben, außen
rot gestrichelten Blüten (Gorrze), Blätter 9—12 cm lang, 8—12 mm breit. Blütenstiele
6—10 mm, Receptaculum 48—20 mm, Kelchblätter 6 mm, Blumenblätter 42 mm lang.
Unyika: beim Dorf Toola, im Buschwald, um 1300 m (n. 1418. —
jlühend im November 1899).
Ausgezeichnet durch aufrechten Wuchs, schmale Blätter. Nach der Blütenform
gehört diese Art in die Section Blepharanthus Wight, ’
Abbildung auf Taf. XIV.
A wanze Pflanze, B Knolle, © Blüte im Längsschnitt, D Teil des Receptaculums
mit Corona, 2 Blumenblättern, 2 Effigurationen und einem Filament, Æ Teil der Corona —
und ein Staubblatt, / Griffel mit den Narben,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 361
Caricaceae (I. URBAN).
Cylicomorpha parviflora Urban in Engl. Bot. Jahrb, XXX. 116.
var. brachyloba Urban I. c.
Oberes Kondeland: Umuamba, am Yungururu-See, bei 1400 m
{n. 1314. — Blühend und fruchtend im October 1899).
8—10 m hoher Baum mit dickem, konischem, wenig verzweigtem Stamm.
Begoniaceae (E. Gin).
Begonia Meyeri-Johannis Engl. Hochgebirgsfi. des trop. Afr. 305.
Kingagebirge: in Lichtungen des Schluchtenwaldes auf dem Mang-
anyema-Berge, 2100 m ü. M. (n. 1243. — Blühend im September 1899).
»Eine Schlingstaude mit verholzenden Trieben, 5—6 m hohe Sträucher ganz über-
rankend. Blüten weiß mit blassrosa Anflug.«
B. Princeae Gilg n. sp.; herba caule crassiusculo glabro erecto; sti-
pulis ovatis vel ovato-oblongis usque lanceolatis, serrato-lobatis, petiolis
elongatis glabris, lamina multo latiore quam longiore, rhomboidea, valde
obliqua, basi cordata, 4—5-loba, margine subaequaliter et parce serrata, apice
acuta vel manifeste acuminata, utrinque glabra, membranacea, palmatinervia,
nervis cr. 7— 9; inflorescentia pseudoterminali paniculata, multiflora, floribus
plerisque ©; floribus ©: graciliter pedicellatis; sepalis 2 late orbicularibus ;
petalis 2 oblongis, rotundatis; staminibus oo, filamentis brevissimis, basi
_paullo connatis, antheris linearibus; floribus © ...; fructibus in inflores-
“cents terminalibus carinis 2 latis alaque magna tenuissima nervosa notatis.
j Ganze Pflanze etwa fußhoch, einem kleinen, schwach knolligen Rhizom entspringend.
Blatistiel 3—4 cm lang, Blatt 3—6 em lang, 5—10 cm breit. Blütenstand 6 cm lang.
“Blütenstielchen ca. 4 cm lang. Kelchblätter ca. 1 cm im Durchmesser, Blumenblätter
(rosafarbig nach der Sammlerin) 8—9 mm lang, 3—4 mm breit. Frucht 4,5 cm
hoch, Flügel 2 cm lang, 4,3—1,4 cm breit.
Ubena gesammelt und im Garten der Station Iringa angepflanzt (Frau
auptmann M. Prince, blühend im März 1899).
Cactaceae (K. Scuumann).
Rhipsalis cassytha Gaertn. Fr. I. 137. t. 28. Fig. 1.
4 Oberes Kondeland: Station Untali, im Luskissi-Thal, in Resten
früheren Waldes, bei 1700 m ii. M. (n. 1471. — Blühend und fruchtend
yam 19. Nov. 1899).
Epiphytisch auf hohen Bäumen, große Gebüsche bildend, Zweige bis 4 m lang;
Thymelaeaceae (E. Gin).
Peddiea polyantha Gilg n. sp.; »arbuscula 3-—5 m alta« glaberrima;
“lolis membranaceis elasticis, magnis, lanceolatis, basi in petiolum brevem
4.
362 Beitr. z. Fl.y. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
cuneato-angustatis, apice breviter et late acuminatis, apice ipso rotundatis,
nervis lateralibus atque venis utrinque subaequaliter et manifeste prominentibus
angusteque reticulatis; floribus 4-meris in racemum subelongatum laxum, |
sed multiflorum dispositis, longipedicellatis; receptaculo subcylindrico, sed
basin versus semper manifeste ampliato, elongato, gracili, dorso pilosulo,
sepalis 4 brevibus ovalo-triangularibus receptaculo cr. 4,5-plo brevioribus,
margine ecilialis,
Begonia Prineeae Gilg. A Mabitus, B Antheren, © Narbe, D Fruchtknotenquersehnith,
FE Frucht, F Samen,
Ein 3—5 m hohes, aufrecht wachsendes, schlankes Bäumchen mit dünnen, lederigen
Blättern und grünen, außen leicht violetten Blüten. Blätter 40—12 cm lang, 2,5—3,5 em
preit, Blattsticl 5—6 mm lang. Gemeinsamer Blütenstiel 3—3,5 cm lang, Rhachis
ca. 3cm lang. Blütenstielchen 4--1,3 cm lang. Receptaculum 4 cm lang, in der Mitte 2.
ar der Basis 2,5 mm dick, Kelchblätter ca. 2,5 mm lang und an der Basis ebenso breil.
Rungwe-Stock: im Walde an südlichen Abhängen um 1900 m ü. M.
np. 1167. — Blühend im August 1899).
Eine schon dureh ihre langen Trauben sehr scharf von allen bekannten Arten a
weichende Species.
Gnidia Holstii Engl. et Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 257.
_ »Ein fußhoher buschiger Strauch mit blauen, außen durch Behaarung heller ge-
_ färbten Blüten.<
Kingagebirge: Ussangu, an mit Felsblöcken übersäten Abhängen
des Pikurugwe-Riickens um 2900 m ü. M. (n. 1258. — Blühend im Sep-
tember 1899).
G. Buchananii Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 261.
»Eine fußhohe buschige Staude, Stengel und Bracteen rötlich gefärbt. Blüten
hellgelb.«
Kingagebirge: an rasigen Abhängen des Dinda-Berges um 2400 m
ü. M. (n. 4231. — Blühend im September 1899).
Einheim. Name: gamasure.
i]
6. Goetzeana Gilg n. sp.; caulibus florigeris »usque metralibus«
(verisimiliter e rhizomate crasso abeuntibus) tenuibus erectis, superne hinc
inde ramosis, 45—50 cm altis glaberrimis; foliis numerosis lineari-lanceo-
latis, planis membranaceis, glaberrimis, apice acutis, basi cuneato-sessilibus,
nervis lateralibus utrinque 2—4; foliis involucrantibus 4—5 ovatis vel late
“ovatis ut videtur viridi-rubescentibus, membranaceis, longe acutatis, sub
anthesi erecto-patentibus flores longit. paullo superantibus vel aequantibus:
pedunculo aphyllo (vel saepius paullo sub flore folium gerente) ut videtur
semper brevi vix I cm longo; capitulis 20—25-floris; floribus 4-meris »al-
bido-virescentibus « ; receptaculo tereti, gracili, dense vel densissime, sed
breviter sericeo-piloso çalyce cr. 6-plo longiore; sepalis minimis ovatis
acutissimis, dorso parce cano-pilosis; petalis minimis filiformibus apice glo-
boso-incrassatis sepalorum vix !/, longit. aequantibus; fructibus sericeis.
Blätter 1,5—2,2 cm lang, 3—4 mm breit. Involucralblätter ca. 7 mm lang, an
Basis 4 mm breit. Receptaculum ca. 6 mm lang. Kelchblätter etwa 1 mm lang
und ebenso breit.
Kondeland: an Bergabhängen mit lichtem Busch am Rumbira-Fluss,
1000 m ü. M. (n. 895. — Blühend im Mai 1899).
Ist mit @. Schweinfurthii Gilg verwandt.
G. Usafuae Gilg n. sp.; »frutex metralis valde ramosus«; foliis numero-
issimis dense confertis, linearibus, acutissimis, basi cuneato-sessilibus, gla-
errimis, involucrantibus 4—5 latissime ovatis vel ovato-orbicularibus, apice
‘otundatis vel plerumque acutiusculis, »sicco-membranaceis, brunneis«, sub
anthesi erecto-patentibus, florum !/, longit. paullo superantibus; pedunculo
364 Beitr.z. Fl. vy. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
aphyllo nullo; capitulis 20—40-floris; floribus 4-meris, »flavidis«, extrin-
secus dense vel densissime, sed breviter albido-pilosis; receptaculo tereti
gracili calyce 7—8-plo longiore; sepalis oblongis rotundatis; petalis lineari-
lanceolatis, subcarnosis, glabris, sepalorum 1/, longit. manifeste superantibus.
Blätter 4,3—4,4 cm lang, 4—2 mm breit. Involucralblätter 7—8 mm lang und
fast ebenso breit. Receptaculum ca. 42 mm lang. Kelchblätter etwa 4,5 mm lang.
Usafua: an Abhängen des Poroto-Berges, um 2300 m ti. M. (n. 1042.
— Blühend im Juni 1899).
Mit G. involuerata Fres. entfernt verwandt.
6. glauca (Fres.) Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIX. 265.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an Waldrändern des Pikurugwe-
Berges um 2500 m ü. M. (n. 990. — Blühend im Juni 1899).
»Ein 2—3 m hoher, aufrecht wachsender Strauch mit breiter Krone. Blüten
orange, außen grünlichgelb.«
Einheim. Name: limange.
6. Kraussiana Meissn. in Hook. Lond. Journ. II. 552.
Kingagebirge: an rasigen Abhängen des Dinda-Berges um 2400 m
ii. M. (n. 1229. — Blühend im September 1899).
Unyika: im Buschwald beim Dorfe Jyunga, 1700 m ü. M. (n. 1369,
— Blühend im October 1899).
Anmerkung. Infolge des reichen, in den letzten Jahren aus allen Gebieten des
tropischen und subtropischen Afrika uns zugegangenen Materials glaube ich jetzt feststellen
zu können, dass zu Gnidia Kraussiana Meissn. auch Lasiosiphon affinis Ky. et Peyr,
PI, Tinnean. p. 39 t.19B) = Gnidia djurica Gilg (in Engl. Bot. Jahrb. XIX, p. 268)
gezogen werden muss. Es zeigte sich, dass Gnidia Kraussiana Meissn. eine im Blatt-
und Blütenbau sehr variable Art ist, welche offenbar über die Steppen des ganzen tro-
pischen und subtropischen Afrika verbreitet ist.
Oliniaceae (E. (ie).
Olinia Volkensii Gilg in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C. 285.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, in Schluchtenwäldern auf dem Li-
panye-Berge um 2500 m ü. M. (n. 994. — Fruchtend im Juni 1899).
Oberes Kondeland: Umalila, im Wald auf dem Usenga-Berge um
2300 m ii. M. (n. 4366. — Blühend im October 1899).
Unyika: im Walde auf dem Bogo-Berge, um 2200 m ü. M. (n. 1452,
— Blühend im November 1899).
»Ein 6—20 m hoher Baum,«
Lythraceae (li. Koxune).
Lythrum rotundifolium Hochst. ex A. Rich. Tent. Fl. Abyss. I. 283
Oberes Kondeland: Usafua, am Nordabhang des Rungwe-Stockes
an sumpfigem Bachufer, 2000 m ti. M. (n. 1304. — Blühend im Septembe
1899).
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_
—
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 365
Rhizophoraceae (A. ENGLER).
Dactylopetalum? Barteri Hook. f. in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 442
Var. subdentatum Engl.; foliis remote et breviter dentatis.
Kingagebirge: im Schluchtenwald am Manganyema-Berg, um 2100 m
(n. 1215. — Ohne Blüten und Früchte im September 1899).
45 m hoher Baum mit breiter Krone.
Einheim. Name: kiberamba.
Die gesammelten Zweige sind zwar ohne Blüten, doch stimmen die Blätter, ab-
gesehen von der schwachen Bezahnung, so sehr mit denen der aus West- Afrika
stammenden Exemplare des D. Barteri überein, dass ich über die Zugehörigkeit zu
dieser Species wenig Zweifel hege.
Combretaceae (A. ENGLER).
Combretum splendens Engl. in Pflañzenw. Ostafr. C. 289.
Unyika: an Bachufern des Buschwaldes beim Dorf Piseki, um
1400 m (n. 1424. — Blühend am 10. Nov. 1899).
8—10 m hoher Baum mit unregelmäßiger Krone.
C. Oatesii Rolfe in Oates Matabele Land ed. II. 399, t. 10.
| Unyika: im Buschwald auf grauem Laterit, um 1700 m, beim Dorf
Jyunga (n. 1371. — Blühend am 25. Oct. 1899).
Nur 1,5—2 dm hoher Halbstrauch mit dickem Grundstock und vielen 1,5 dm
yangen geneigten Zweigen.
Unsere Pflanze weicht von den Originalexemplaren der Species ein wenig darin
ab, dass die breit-dreieckigen gewimperten Kelchzähne deutlich hervortreten und dass
die kurz verkehrt-eiförmigen, kurz genagelten Blumenblätter oben etwas tiefer aus-
gerandet sind; aber ich kann diese Unterschiede kaum für Aufstellung einer Varietät
fir ausreichend halten. ;
- C. abbreviatum Engl. in Pflanzenw. Ostafr. C. 292.
- Oberes Kondeland: in der Nähe der Mission Rungwe um 1000 m
n. 1329. — Blühend am 15. Oct. 1899).
3 m hoher sich anlehnender oder 6 m hoher Schlingstrauch.
Myrtaceae (A. ENGLER).
Syzygium guineense (Willd.) DC. Prodr.
Unyika: an Bachufern des hiigeligen Plateaus beim Dorf des Mana-
yema um 1500 m (n. 1446. — Blühend am 15. Nov. 1899).
25—30 m hoher Baum, tief verzweigt, mit grauer, glatter Rinde und lederigen,
glänzenden Blättern.
Melastomataceae (E. GiL).
Dissotis rubro-violacea Gilg n. sp.; frutex 3—4 m altus ramis
jetiolisque pilis + longis basi paullo incrassatis dense obtectis, ramis de-
tum glabrescentibus ut videtur tetragonis, internodiis 5—6 cm longis; foliis
manifeste petiolatis, ovato-oblongis vel oblongis, apice longe acutatis et apice
366 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
ipso breviter mucronatis, basi cuneato-rotundatis, manifeste et graciliter
supra bullatis, supra pilis longis asperis obtectis, subtus pilis brevibus.
basi incrassatis hirtis, manifeste 5-nerviis vel si mavis 7-nerviis, sed jugo
marginali tenuissimo; floribus ad apicem caulis ramorumque in cymas pa-
niculiformes 8 - 20-floras dispositis, 5-meris, bracteis deciduis, pedicellis
2—4 mm longis; sepalis persistentibus semiorbicularibus rotundatis, ciliatis
ceterum glabris, receptaculi '/, longit. paullo superantibus; receptaculo pilis
inaequilongis simplicibus papillis insidentibus hirto.
»Ein 3—4 m hoher Strauch von breitem Wuchs, Triebe und Blätter rauh behaart,
Kelch rötlich mit gekrönten Wärzchen besetzt. Blüten rötlich - violett.« Blattstiel
1,3—3,4 cm lang, Spreite 9—18 cm lang, 3—7 cm breit. Receptaculum 9 mm lang,
5—6 mm dick, mit einfachen Borstenhaaren besetzt, welche von kurzen dicken Papillen
ausstrahlen. Blumenblätter 2,5—2,6 cm lang, fast ebenso breit oder noch breiter.
Usafua: an Abhängen des nördlichen Fußes des Rungwe-Stockes, um
2000 m (n. 1136. — Blühend im August 1899).
Verwandt mit D. polyantha Gilg.
D. spectabilis Gilg n. sp.; ramis junioribus pilis longis brunneis
dense vel densissime vestitis, internodiis 2—2,5 cm longis; foliis breviter
petiolatis oblongis vel saepius ovato-oblongis, apice acutis, basi rotundatis,
utrinque aequaliter et dense strigillosis, manifeste 5-nerviis, nervis omnibus
subaequalibus supra immersis, subtus manifeste prominentibus; floribus ad
apicem caulis in cymam 3-floram dispositis, ad apicem ramorum semper
solitariis, floribus ramorum semper in corymbum pulcherrimum multiflorum
collectis; bracteis nullis, sed foliis euphylloideis densissime brunnescenti-
sericeis parvis in inflorescentia numerosis; pedicellis minimis; sepalis ul
videtur diu persistentibus (in fructibus submaturis nondum delapsis), lanceo-
latis vel lineari-lanceolatis, apice acutis, dorso brunnescenti-sericeis; recep-
taculo subgloboso, pilis sericeis longis brunnescenti-sericeis sublomentoso.
»2 m hoher, aufrecht wachsender Strauch, stark behaart mit dunkelvioletten
Blüten. Staubfäden teils gelb mit brauner Spitze (die fruchtbaren, kleineren), teils
violett (die unfruchtbaren größeren).« Blätter 2—3,5 cm lang, 8—13 mm breit, Blatt-
stiel 2 mm lang. Receptaculum 8 mm hoch, 5 mm dick. Kelchblätter 8 mm lang!
3 mm breit. Blumenblätter 2,7 em lang und gewiss noch breiter.
Usafua: an flachen Abhängen am nördlichen Fuß des Rungwe-Stockes,
um 1800 m ü. M. {n. 1138. — Blühend im August 1899).
Verwandt mit D, eryptantha Baker.
Memecylon eyanocarpum Gilg n. sp.; »frutex squarrosus 2—-3 m
altus« glaberrimus, ramis junioribus tetragonis; foliis brevissime petiolatis,
obovatis vel obovato-oblongis, apice rotundatis vel plerumque retusis, basin
versus sensim cuneato-angustatis, integris, coriaceis vel rigide coriaceis,
supra nitidulis, sublus opacis, penninerviis, nervis lateralibus 3—5 tantum
’
marginem petentibus utrinque parce prominentibus, margine curvalo-cons
junetis, venis inconspicuis; floribus »flavescentibus« in cymas breves axillare
plerumque 3-, varius 5-floras disposilis, pedunculis pedicellisque brevibus;
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 367
receptaculi parte superiore pateriformi limbo obsolete emarginato; petalis
“cucullatis, superne acutatis; bacca matura »cyanea« oblonga.
a Blätter 4—6,5 cm lang, 1,5—-2,5 cm breit, Blattstiel 2 mm lang. Blütenstands-
“stiel 2—4 mm, Blütenstielchen 3 mm. Kelchbecher ca. 3 mm im Durchmesser. Blumen-
litter 5 mm lang. Beere 1,6 cm lang.
Uhehe: im Busch des welligen Plateaus bei Mgololo, 1400 m ü. M.
(n. 763. — Blühend und fruchtend im März 1899).
- Diese neue Art gehört zu jener eigenartigen Gruppe der Gattung in Afrika, welche
wie M. erythranthum Gilg entfernte Verwandtschaft zu der madagassischen M. cordatum
Desr. zeigen.
Onagraceae (A. ENGLER).
Jussieua pilosa H.B.K. Nov. gen. et spec. VI. 101, t. 532°.
Ubungu am Rukwa-See, am sumpfigen Seeufer bei Kibungu um
800 m ü. M. {n. 1110. — Blühend am 25. Juli 1899).
Das Wasser dicht bedeckend.
_ Trapa bispinosa Roxb. Corom. pl. t. 234.
Kondeland: in der Mbaka-Miindung am nördlichen Ufer des Nyassa-
ees, in ruhigen Buchten die Oberfläche des Wassers vollständig bedeckend
{n. 879. — Blühend und fruchtend am 27. April 1899).
Araliaceae (H. Harms).
Schefflera polysciadia Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI. 244.
| Rungwe-Stock: um 1800 m {n. 1333. — Blühend im October
1899).
| 3 m hoher, sich anlehnender Strauch, Blüten grünlichgelb, in der Knospenlage
rötlich. >
; Polyscias malosana Harms in Notizbl. Botan. Garten Berlin IIT.
1900) 20.
À Kingagebirge: Kirunde-Berg, im Wald, um 2000 m (n. 908. —
Blühend im Mai 1899).
| 20—25 m hoher Baum mit dunkler, glatter Rinde, regelmäßig verzweigt, mit meist
flacher Krone. Blüten grünlichgelb, in großen Rispen.
Umbelliferae (A. ENGLER).
Hydrocotyle ranunculoides L. f. Suppl. 177. — H. natans Cyrilli.
_ Oberes Kondeland: im Waeya-Teich am Rungwe um 1700 m
1. 1332. —- Blühend und fruchtend am 16. Oct. 1899).
Die Stengel kriechen im niederen Wasser, während die Blüten und Blattspreiten
über Wasser treten.
Sanieula europaea L. Spec. ed. I. 235.
Rungwe-Stock: in der Bambuszone der Südabhänge um 2500 m
n. 1158. — Blühend am 13. Aug. 1899).
Wird bis 4 m hoch.
368 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Heteromorpha arborescens Cham. et Schlecht. in Linnaea 1826
p: 385 . VE 8%
Kondeland: am schmalen Ufer des Rumbira bei Langenburg, um
500 m, auf schwarzem Humus (n. 829. — Blühend am 42. April 1899).
3—4 m hoher, schlanker Baum oder Baumstrauch.
Einheim. Name: sogozera.
Cryptotaenia africana (Hook. f) Drude in Engl. u. Prantl, Nat.
Pflanzenfam. HI. 8, S. 189.
Oberes Kondeland: Uporoto, am Wigeli-Pass, um 2000 m (n. 1345.
— Fruchtend am 20. Oct. 1899).
Pimpinella tomentosa Engl. n. sp.; herba alta, foliorum petiolo ad
medium usque vaginato longe piloso laminam aequante, lamina coriacea,
supra breviter, subtus imprimis ad nervos densius et longius pilosa,
reniformi-ovata, margine crenata, costa et nervis lateralibus I. utrin
que 4 basalibus cum superioribus a costa abeuntibus atque cum venis re-
mote reticulatis subtus valde prominentibus; foliis caulinis superioribus
lamina destitutis; umbellis 1—2 dense cinereo-pilosis, tomentosis,
involucro et involucello nullis, pedunculis numerosis quam pedicelli multo
tenuiores et leviter curvati duplo longioribus; petalis albis vel exterioribus
paullo majoribus violascentibus.
Die Pflanze wird über 4 m hoch und trägt unten einige mit Spreiten versehen
Blätter, weiter oben an dem kahlen und gefurchten Stengel spreitenlose Blätter mit
5—3 cm langen Scheiden und 1—1,5 em langem Stiel; die Spreiten der unteren Blätter
sind etwa 9 cm lang und 8 cm breit. Die Dolden haben 2 cm lange Döldchenstiele
und 4 cm lange Blütenstiele. Die größeren Blumenblätter sind etwa 4,5 mm lang,
Oberes.Kondeland: Usafua, auf welligem Grasland mit Lavaunter-
lage um 1700 m (n. 4425. — Blühend am 4. Aug. 1899).
Die Art hat habituell große Ähnlichkeit mit P. Welwitschii Engl. var, Buchner
Engl., aber sie unterscheidet sich durch dickere und behaarte Blätter, durch gekerbte
und nicht gezähnten Rand derselben, endlich durch die stark grauhaarigen Inflores-
cenzen,
Peucedanum kingaense Engl. n. sp.; herba ubique pilis brevibu
basi incrassatis conspersa; caule longitudinaliter sulcato; basalibus 2—3,
foliis rigidis laete viridibus, bis tripartitis, partitionibus I. late
ralibus inaequaliter tripartilis, vel trisectis, media I. trisecta,
segmentis oblongis vel oblongo-lanceolatis, inaequaliter dentatis, ner
vis lateralibus angulo acuto adscendentibus atque venis remote reticulati
subtus valde prominentibus; foliis caulinis 2—3 petiolo destitutis lamin
minore bipinnatisecta instructis, summis ad vaginam reduetis; umbell
seabra; bracteis lineari-lanceolatis longe acuminatis dimidiu
pedunculorum longe superantibus; involucellorum bracteolis lineari
lanceolatis pedicellos superantibus; pedicellis inaequalibus sursum vald
inerassatis; sepalis inaequalibus, elongato - triangularibus acutis; pelali
albidıs,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 369
Die grundständigen Blätter sind 1—1,5 dm lang, mit 4—7 cm langen Stielen und
7—10 cm langen Spreiten, deren Abschnitte erster Ordnung entweder sitzen oder ge-
stielt sind und meist je 3 längliche, 4—7 cm lange, 1—1,5 cm breite, gezähnte Ab-
schnitte letzter Ordnung tragen. Die mittleren Stengelblätter haben 1—2 cm lange
Scheiden und 1,5—3 cm lange Spreiten, welche ähnlich wie die unteren Blätter geteilt
sind, von den obersten Blättern ist nur eine etwa 1,5 cm lange Scheide entwickelt.
Die Involucralblätter sind 1—1,2 cm lang und unten 2 mm breit. Die Stiele der Döld-
chen sind 4,5—1,8 cm lang. Die Blätter der Involucellen sind 6—8 mm lang und
4 mm breit. Die Blütenstiele sind etwa 3—5 mm lang. Die größeren Blumenblätter
haben 2 mm Länge.
Kingagebirge: auf Wiesen des Ngundu-Berges, um 2500 m (n. 955.
—- Blühend am 28. Mai 1899).
P. muriculatum »Welw.«, Hiern Catal. of Welw. Afr. pl. II. 429.
Var. Goetzeanum Engl.; omnibus partibus major; foliorum lamina
saepe 5—7-partita, partitionibus infimis approximatis tripartitis vel tri-
sectis, partitionibus vel segmentis ultimis oblongo-spathulatis; involucri
bracteis 2 cm Jongis, iis involucelli 1 cm aequantibus.
Ubena: auf Wiesen des welligen Plateaus von Liangira, um 1900 m
(n. 791. — Blühend und fruchtend am 24. März 1899).
P. araliaceum (Hochst.) Benth. et Hook. Gen. pl. I. 920.
Ubungu am Rukwa-See: an trockenen, steinigen Abhängen des
Noma-Berges, um 1500 m (n. 1102. — Blühend im Juli 1899).
3—4 m hoher, aufrechter, wenig verzweigter Baum mit dicker, fleischiger Rinde.
Ericaceae (A. ENGLER).
Agauria salicifolia (Comm.) Hook. f. in Benth. et Hook. f. Gen.
pl. Il. 586 var. pirifolia (Perr.) Oliv.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Nordabhang des Kipengere-
Riickens im Schluchtenwald, bei 2500 m (n. 985. — Blühend am 1. Juni
1899).
40—15 m hoher Baum mit graurissiger Rinde und überhängenden Zweigen.
A. Goetzei Engl. n. sp.; frutex, ramis novellis, petiolis, folio-
Tum costis, pedicellis sepalisque pilis longis glanduliferis ob-
-tectis; foliis juvenculis marginibus involutis, adultis distincte petiolatis
_coriaceis, supra laete viridibus, subtus glaucis, oblongo-lanceolatis,
basi obtusis, apice longe et anguste acuminatis acutis, nervis
lateralibus atque venis dense reticulatis subtus valde promi-
nentibus; racemis axillaribus, basi perulas ovatas gerentibus, folia aequan-
tibus vel superantibus; bracteis linearibus quam pedicelli brevioribus, pro-
phylliis linearibus acutis; sepalis ovatis quam perigonium triplo brevioribus;
perigonii dentibus semiovatis quam tubus 6-plo brevioribus; filamentis quam
antherae triplo longioribus; ovario subgloboso, 5-sulcato.
È Bis 2 m hoher, krüppelig wachsender Strauch, an dessen Zweigen die Blatter
durch 4—1,5 cm lange Internodien von einander getrennt sind. Die Blattstiele sind
5—7 mm lang, die Spreiten 7—8 cm lang und unten 2,5—3 cm breit. Die Blüten-
Botanische Jahrbiicher. XXX. Bd. 24
370 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
trauben sind so wie die Laubzweige und Blattstiele mit 4 mm langen Drüsenhaaren
besetzt und etwa 6—8 cm lang, die Blütenstiele 6—8 mm lang, die Kelchblätter 4 mm
lang und 3 mm breit. Die gelblichgrüne Blumenkrone ist 8—9 mm lang, am Grunde ©
5 mm weit und mit 4,5 mm langen Zähnen versehen. Die nach unten schwach ver-
breiterten Staubfäden sind 4,5 mm, die Antheren 4,5 mm lang. Der Fruchtknoten ist
3 mm lang und dick, der Griffel 8 mm lang und 4 mm dick.
Oberes Kondeland: Usafua, an Steilabhingen des Kraters des Ngosi-
oder Poroto-Berges, bei 2200 m (n. 1299. — Blühend am 26. Sept. 1899).
Von den zahlreichen Formen der A. salicifolia weicht diese Art ganz auffallend
durch die Bekleidung mit langen Drüsenhaaren ab.
Erica kingaensis Engl. n. sp.; frutex dense ramosus, ramis dense
foliatis, novellis purpurascentibus atque breviter cinereo-pilosis; foliis
erectis breviter linearibus acutis, basi angustioribus et paullum appressis,
dorso sulcatis, margine ciliolatis; ramulis apice 4—5-floris; pedicellis medio
bractea lineari concava instructis flori aequilongis; sepalis scariosis ob-
longis quam corolla campanulata ovoidea breviter 4-loba rubes-
cens 2—!/,-plo brevioribus; filamentis quam antherae basi caudiculatae
duplo brevioribus; stilo quam ovarium duplo longiore, ultra corollam ex-
serto, stigmate capitato.
Meterhoher, knorrig wachsender Strauch mit dicht stehenden und dicht beblätterten
aufrechten Zweiglein, welche etwa 4 mm lange, 4 mm breite Blätter tragen. Die Blüten-
stiele sind 5 mm lang, über der Mitte mit einer 3 mm langen Bractee versehen. Die :
Kelchblätter sind 2 mm lang. Die Blumenkrone ist 4—4,5 mm lang und 3 mm weit,
mit 4 mm langen Lappen. Die Staubfäden sind 2 mm, die Antheren 4 mm, der Griffel
3 mm lang.
Kingagebirge: auf dem felsigen mit spärlichem Gras bewachsenen
(Gipfel des Djilulu-Berges, um 2500 m (n. 920. — Blühend am 18. Mai
1899).
Rungwe-Stock: auf der höchsten Kuppe um 2930 m (n. 4150. —
Blühend am 43. Aug. 1899),
Einheim. Namen: masimia (Kingagebirge), ludita (Rungwe).
Ist verwandt mit Æ, arborea L., besitzt aber nur kurz behaarte Zweige und fast
doppelt so große Blüten.
Blaeria kingaensis Engl. n. sp.; frutex humilis, ramis ramulisque
ereclis dense pilosis, pilis ramosis; foliis densis breviter petiolatis lan-
ceolatis oblusis, dorso sulcätis, glabris, ramulis extimis apice
plurifloris congestis inflorescentiam longam densifloram com-
ponentibus; pedicellis flore 3—4-plo brevioribus, purpureis; sepalis pedi-
cellis aequilongis elongalo-triangularibus, eilialis; corolla quam sepala triplo
longiore, subinfundibuliformi, breviter 4-loba, staminibus tenuiter filifor-_
mibus, quam antherae 5-plo longioribus; slilo tenuissimo quam ovarium
triplo longiore ultra corollam Jonge exserto, stigmate capitato.
Die Sträuchlein sind etwa 3 dm hoch mit 0,5—4,5 dm langen, dichten Blüten-
tünden. Die Blätter sind etwa 2 mm lang und 4 mm breit. Die 4 mm langen Blüten-
licle tragen 4 mm lange rosafarbene Blüten mit 4,5 mm langen Kelchblättern, Der
fmm lange Fruchtknoten ist mit einem 3,5 mm langen Griffel verschen,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 371
Kingagebirge: an Bachufern des Kipengere-Rückens um 2200. m
(n. 957. — Blühend am 28. Mai 1899).
Diese Art ist durch die kahlen Blatter, die langen dichten Blütenstände und die
ziemlich großen Blüten ausgezeichnet.
B. subverticillata Engl. n. sp.; suffrutex humilis, e basi ramosus,
ramis tenuibus dense glanduloso-pilosis; ab infima tertia parte
subverticillatim ramosis, ramulis extimis brevibus dense multifloris ;
» foliis lanceolatis dorso sulcatis, margine glanduloso-ciliatis; pedi-
cellis brevibus sepala linearia aequantibus; corolla breviter infundi-
-buliformi lobis brevissimis rotundatis; stilo tenui quam ovarium
3—4-plo longiore ultra corollam longe exserto, stigmate parvo capitato.
Ein zierlicher Halbstrauch mit 1,5—2 dm langen Zweigen, welche unten dicht
- beblättert sind, oben Scheinquirle in Abständen von 0,5—1,5 cm bilden, mit 5—8 mm
langen Seitendstchen. Die Blätter sind nur 3 mm lang und kaum 4 mm breit, mit
- kleinen Drüsenhaaren versehen. Die Blütenstiele sind 4 mm lang, die Kelchblätter nur
0,75 mm, die hellrötlichlilafarbene Blumenkrone 1,5 mm.
Livingstonegebirge: im westlichen Ubena, am Masuamu-Berg um
2400 m (n. 826. — Blühend am 31. März 1899).
Einheim. Name: muhaenye.
In der Tracht kommt diese Art der 5. Johnstonii Engl. ziemlich nahe, ist aber
durch die Bekleidung mit Drüsenhaaren sowie auch durch die kürzeren Corollen ver-
schieden; sie steht auch der B. Bugonit Engl. nahe, ist aber von dieser durch breitere
Blätter unterschieden, welche nur am Rande drüsig gewimpert, im übrigen kahl sind.
Primulaceae (A. ENGLER).
Anagallis? kingaensis Engl. n. sp.; herba prorepens ramosa, ramis
purpureis, densiuscule foliatis, foliis alternis, rarius oppositis bre-
viter petiolatis crassis, suborbiculari-ovatis obtusissimis rubro-
marginatis; floribus axillaribus breviter pedicellatis; calycis laciniis lan-
ceolatis acutis quam tubus 3-plo longioribus; corollae tubo brevi, laciniis
oblongis quam tubus et calyx 5-plo longioribus; filamentis filiformibus co-
rollae dimidium aequantibus, antheris oblongis utrinque obtusis; pedicellis
_fructiferis quam folia 4—5-plo longioribus, incrassatis, deflexis;
4
fructu obovoideo (verisimiliter anormali).
Das kriechende Kraut hat 5—6 cm lange Aste und ist dicht beblättert, mit nur
_4—6 mm langen Internodien. Die succulenten Blätter an 2—3 mm langem Stiel haben
5—7 mm lange und breite Spreiten. Die Blütenstiele sind sehr kurz, die Kelchabschnitte
nur 4 mm lang, die Röhre der blassvioletten Blumenkrone auch nur 4 mm, die Ab-
schnitte 5 mm lang bei 2 mm Breite. Die Staubfäden sind etwa 2 mm lang. Die
Fruchtstiele sind 1,5—2 em lang und tragen 2,5 mm lange verkehrt-eiförmige Kapseln,
welche anormal entwickelt zu sein scheinen; wenigstens ist auffallend, dass sie unregel-
mäßig zerrissen sind und eine innen hohle Placenta einschließen. Samen sind nicht
vorhanden.
Kingagebirge: an Bachufern des Kipengere-Rückens, um 2200 m
(n. 958. — Blühend am 28. Mai 1899).
24*
372 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Die Art nähert sich habituell der Anagallis Meyeri Johannis Engl., welche ich
jetzt ebenso wie A. angustiloba Engl. als selbständige Species der A. Quartiniana
(Rich.) Engl. gegenüberstellen möchte; sie zeichnet sich aber durch die fast kreisrunden
Blattspreiten, die kleinen spitzen Kelchblätter und die stark verdickten Fruchtstiele aus.
A. angustiloba Engl. (= A. Quartiniana var. angustiloba Engl. in Bot, Jahrb.
XXVIII. 447) ist von A. Quartiniana (Rich.) Engl. nicht bloß durch die schmalen
Kronenabschnitte, sondern auch durch kleinere und häufig alternierende Blätter unter-
schieden. A. Meyeri Johannis Engl. (= A. Quartiniana var. Meyeri Johannis Engl.
in Hochgebirgsfl. d. trop. Afr. 330 und Pflanzenw. Ostafr. C, 304) zeigt ebenfalls gegen-
ständige und alternierende Stellung der Blätter; dieselben stehen dicht gedrängt und
sind succulent; namentlich ist aber diese Art durch längliche und fleischige Kelch-
abschnitte ausgezeichnet.
Myrsinaceae (E. GiLe).
Myrsine africana L. Sp. ed. I. 196.
Oberes Kondeland: Usafua, an Steilabhingen des Kraters des
Ngosi- oder Poroto-Berges, 2200 m ü. M. (n. 1298. — Blühend im Sep-
tember 1899).
M. neurophylla Gilg in Engler’s Bot. Jahrb. XIX. Beibl. Nr. 47,
S. 45.
Kingagebirge: in Schluchten des Kinyeweni-Berges, 1800 m ü.M.
(n. 4499. — Blühend im September 1899).
Einheim. Name: katagala.
»Ein S—10 m-hoher, aufrecht wachsender Baum mit dichter ovaler Krone.
Ebenaceae (M. Gürke).
Royena Goetzei Gürke n. sp.; arbor foliis breviter petiolatis, oblongo-
ovalis, basi cordatis, margine integris, apice acutis, coriaceis, utrinque sub-
glabris; floribus in axillis foliorum singulis, longiuscule pedunculatis; calyce
breviter urceolato, 5—7-dentato, dentibus deltoideis, acuminatis; corolla
quam calyx paullo longiore, 5—7-loba, lobis ovatis, obtusiusculis; anthe-
ris 10; stylo bifido.
Ein 10—12 m hoher, oft mehrstämmiger Baum mit unregelmäßiger Krone. Die
jüngeren Zweige sind von abstehenden, aber weichen Haaren flaumig, zuerst auch fast
zotlig. Die abwechselnd stehenden Blätter sind 2—4 mm lang gestielt, länglich-
eiförmig, 6—7 em lang, 3—3,5 em breit, am Grunde deutlich herzförmig, ganzrandig,
spitz oder elwas zugespitzt, von Consistenz lederartig, auf beiden Seiten mit vereinzelten
ziemlich langen und starren, angedrückten Haaren versehen, die nur längs des Haupt-
nerven elwas zahlreicher sind, am Rande gewimpert; im übrigen erscheint die Ober-
cite des Blattes glänzend. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln und sind
13-46 mm lang gestielt; am Blütenstiel stehen 2 lanzettliche, ungestielte, bis 7 mm
lange, spitze, fein flaumig behaarte Vorblätter, Der Kelch ist kurz-krugförmig, außen
von kurzen Drüsenhaaren flaumig, mit dazwischen stehenden längeren, nicht Drüsen
tragenden Haaren, 7—8 mm lang, 5—7-zühnig; die Zähne sind schmal-dreieckig, lang
zugespitzt, etwa 3 mm lang und an der Basis 2 mm breit, Die Blumenkrone ist bis
9 mm lang, 5—7-lappig; die Zipfel sind eiförmig, stumpflich. Die Staubgefäße be-
itven sehr kurze Staubfäden und 4 mm lange, spitze, behaarte Antheren,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 373
Oberes Kondeland: Uporoto, am Wigali-Pass, im Wald, um 2200 m
. M. (n. 1344. — Blühend im October 1899).
Habituell hat die Art einige Ähnlichkeit mit der südafrikanischen R. lucida L., mit
: der sie auch in der kürzeren Zähnung des Kelches übereinstimmt, während die übrigen
_Arten der Gattung weit tiefer gezähnte Kelche besitzen. Jedoch sind die Kelchzähne
“spitzer als bei À. lucida; auch sind die Blütenstiele kürzer als bei dieser Art.
_ R.Nyassae Gürke n. sp.; arbor foliis brevissime petiolatis, oblongo-
“lanceolatis, basi subcordatis, margine integris, acuminatis, coriaceis, supra
“claberrimis, subtus subglabris; floribus axillaribus, longe pedunculatis; calyce
| urceolari, extus sericeo, 6—8 dentato, dentibus anguste-deltoideis acumi-
natis; corolla 5—6-loba, paullo longiore quam calyx, lobis oblongis acutius-
culis; antheris 9—10; ovario sericeo, stylo bifido.
Ein 10—12 m hoher Baum mit geschlossener, ovaler Krone und glatter, grauer
Rinde. Die jüngeren Zweige sind flaumig bis schwachzottig behaart. Die abwechselnd
stehenden Blätter sind 3—4 mm lang gestielt, länglich-lanzettlich, 4—6 cm lang und
40—15 mm breit, im Durchschnitt 4 mal so lang als breit, an der Basis schwach herz-
- förmig, ganzrandig, lang zugespitzt, von Consistenz dick lederartig, auf der Oberseite
_kahl und glänzend, auf der Unterseite nur längs des Mittelnerven und der Hauptseiten-
nerven mit zerstreuten anliegenden Haaren bedeckt, sonst ebenfalls kahl. Die Blüten
_ stehen einzeln in den Achseln der oberen Blätter; ihre Stiele sind 14—418 mm lang,
dichtflaumig behaart und tragen 2 Vorblätter, welche lanzettlich, ungestielt, spitz, an-
"liegend behaart und bis 44 mm lang und 4 mm breit sind. Der Kelch ist breit-krug-
Be: 7—s mm lang, außen anliegend-seidenhaarig, 6—8-zähnig; die Zähne sind
“schmal-dreieckig, lang zugespitzt, 3—3,5 mm lang und an ihrem Grunde 1—1,5 mm
breit. Die Blumenkrone ist kurz-röhrenförmig, 10 mm lang, 5—6-lappig; die
Zipfel sind langlich, 5—6 mm lang, etwas spitz. Die 9—10 Antheren sind kurz ge-
stielt und 4 mm lang. Der kegelförmige, seidig behaarte Fruchtknoten endigt in
a 3—4 mm langen, bis etwa zur Mitte 2-teiligen Griffel.
_ Kingagebirge: im Wald am Bulongwa-Berge, um 2200 m ü. M.
_{n. 1203. — Blühend im September 1899).
Diospyros mespiliformis Hochst. in Pl. Schimp. he Sect. IL.
. 655, 1243 (1842).
.
.
=
_
4 Unyika: am Ufer des Mbowu-Flusses im Land des en um
00 m ti. M. (n. 1403. — Blühend im November 1899).
= Ein 42—45 m hoher Baum, tief verzweigt, mit schwarzer, rissiger Rinde und
| rundlicher Krone.
[7
> Oleaceae (E. Gira).
4 Linociera urophylla Gilg n. sp.; arbor procera, glabra, cortice laevi
grisea; foliis lanceolatis, basi in petiolum subelongatum sensim angustatis,
“apice longissime et acutissime acuminatis vel acutatis, integris, subcoriaceis,
‘Supra nitidulis, subtus opacis, nervis paucis supra paullo prominentibus,
tus subinconspicuis; floribus in apice ramorum in paniculas multifloras
laxifloras dispositis, »albido-flavescentibus« (Gorrze); calyce subcam-
“panulaceo, margine vix emarginato, sepalis haud evolutis; petalis 4 ob-
longis vel ovatis, carnosis vel subcarnosis, sub anthesi patentibus; stamini-
bus 2 crassis sessilibus.
374 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
»Ein 45—20 m hoher Baum mit geschlossener Krone. Rinde glatt, hellgrau.«
Blätter mit 1—1,5 cm langem Blattstiel, Spreite 5—8 cm lang, 4,4—4,8 cm breit.
Blütenrispen im ganzen bis 40 cm lang, die Einzelrispen 4—5 cm lang. Kelchbecher
etwa 4 mm hoch. Kronblätter 2 mm lang.
Oberes Kondeland: Umalila, im Walde des Usenga-Berges um
2000 m (n. 1364. — Blühend im October 1899).
Eine sehr ausgezeichnete Art, welche allein mit L. Gelgiana Volkens vom Kiliman-
dscharo verwandt ist und mit derselben zusammen eine besondere Gruppe der Gattung
bildet, ausgezeichnet durch die reichblütigen endständigen Blütenstände.
Jasminum abyssinicum R. Br. in Salt. itin. app. 63.
Eine Liane mit daumenstarkem Stamm,
Kinga-Gebirge: im Schluchtenwald bei Bulongwa um 2200 m ü. M.
in. 934. — Blühend im Mai 1899). |
Loganiaceae (EH, Gite).
Strychnos unguacha A. Rich. Fl. Abyss. II. 52.
Var. polyantha Gilg n. var.; foliis 2—3 mm longe petiolatis obo-
vatis vel late obovatis, apice rotundatis vel plerumque emarginatis, basi
cuneatis vel rotundato-cuneatis, subcoriaceis, glaberrimis, 5—8 cm longis,
2,5—5 cm latis, 5-nerviis, nervis lateralibus rarius paullo supra laminae
basin abeuntibus, plerumque jugo superiore 7—10 mm longe cum nervo
medio conjuncto, omnibus subaequalibus; floribus virescenti-flavescentibus,
numerosissimis, in cymas axillares dense fasciculatas subsessiles confertas
dispositis, pedunculis minimis vel plerumque nullis, pedicellis brevibus; ca-
lyce glabro, sed margine paullo fimbriato; corolla subelongata.
»Ein 40—12 m hoher Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone.« Blütenstielchen
2—3 mm lang. Kelch ca. 3 mm hoch. Krone 8 mm lang.
Unyika: im Buschwald des hügeligen Plateaus bei dem Dorfe Kananda
um 1500 m ü. M. (n. 1436. — Blühend im November 1899).
Die beschriebene Pflanze weicht von den bisher bekannten Varietäten von JS, um-
guacha besonders durch die außerordentlich dichten Blütenbüschel ab, welche oft ganze
Zweige fast ohne Unterbrechung bedecken, Leider sind Früchte bisher noch nicht be-
kannt. Ich habe es deshalb vorgezogen, die Pflanze nur als Varietät der über das
ganze tropische Afrika verbreiteten S. wnguacha zu beschreiben, obgleich ich glaube,
dass es später nötig sein wird, manche derselben als gesonderte Arten aufzuführen.
Anthocleista pulcherrima Gilg n. sp.; arbor pulcherrima 10—15 1
alta, ramis espinosis; foliis sessilibus basi ut videtur non vel vix auricu
latis, lamina ultra metrali, obovato-lanceolata vel saepius late obovato-ob-
longa, apice rotundata, basin versus sensim cuneata, membranacea, margine
levissime erenulata, costa nervisque utrinque valde prominentibus, nervis
lateralibus utrinque 12—14, venis tenuibus paucis plerumque in nervis
lateralibus reetangulo-impositis; paniculis terminalibus magnis multifloris —
thyrsoideis dichasia composita formantibus; prophyllis bracteisque squami
formibus parvis vel minimis coriaceis; pedicellis 6—9 mm longis crassis,
articulatis; floribus »albidis, suaveolentibus«, magnis; sepalis 4 suborbicu
. Bd.
r
t. Jahrb. XXX
Bo
ral
en es
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ipzig
Verlag von Wilhelm Engelmann in Le
J. Pohl ad nat. del.
,
oF THE
“les Le
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 375
-laribus, omnibus aequilongis, coriaceis, exterioribus quam interiora mani-
feste latioribus; corolla quam calyx ultra 5-plo longiore, coriacea, tubo
subeylindraceo superne manifeste ampliato quam calyx er. 3,5-plo longiore,
“segmentis 12 oblongis acutiusculis manifeste brevioribus; fructibus ...
_(immaturis).
»Ein sehr schöner 10—15 m hoher Baum mit schöner, breiter Krone.« Blatter
“bis über meterlang, 17—27 cm breit. Blütenstand 35—45 cm lang, davon beträgt der
Stiel erster Ordnung über 20 cm, die zweiter Ordnung 7—8 cm, die folgenden Dichasien-
äste werden dann bedeutend kürzer. Die Kelchblätter sind etwa 8 mm im Durchmesser
sroß. Die Krone ist im ganzen (im trockenen Zustande) 5—5,3 cm lang, davon be-
trägt die Röhre ca. 3 cm. Die Röhre ist unten ca. 8—9 mm, oben 1,2—4,3 cm dick.
Die Kronlappen sind ca. 2 cm lang, 1 cm breit. Die Antheren sind etwa 41 cm lang.
Der Griffel ist über 4 cm lang. Die Narbe ist sehr dick kugelig-kopfig und besitzt
einen Durchmesser von etwa 4 mm.
Oberes Kondeland: Umuamba, in Schluchten und an Bachufern,
auch am Yungururu-See, um 1400 m ü. M. (n. 1313. — Blühend im Oc-
tober 1899).
Einheim. Name: mtweta.
Die prachtvolle neue Art ist allein verwandt mit A. orientalis Gilg, von der sie
sich jedoch in sehr vielen Punkten, so vor allem in Blatt- und Blütengröße, unter-
scheidet.
Abbildung auf Taf. XVII.
Anbepelasita pulcherrima Gilg. A Blatt, B Blütenstand, C Blüte im Längsschnitt,
D Blumenkronlappen, # Anthere von der Seite, F' Fruchtknoten im oberen Teil ge-
schnitten, @ Fruchtknoten im unteren Teil geschnitten, Æ Frucht im Längsschnitt,
J Fruchtquerschnitt, X Samen, L Samenlängsschnitt.
Nuxia Goetzeana Gilg n. sp.; arbor elata 15—20 m alta, ramis
-acutangulis, brunneis, glabris; foliis ternis, breviter petiolatis obovatis, apice
- plerumque rotundatis vel brevissime apiculatis, rarius acutiusculis, basi
| cuneatis vel rarius rotundato-cuneatis, subcoriaceis, integerrimis, glaberrimis,
utrinque opacis, nervis lateralibus utrinque 40—13 margine inter sese cur-
-vato-conjunctis venisque densissime reticulatis supra subtusque subaequa-
liter manifeste prominentibus; inflorescentiis multifloris confertis corymbum
-semiglobosum subclausum folia superiora paullo superantem formantibus;
-pedunculis pedicellisque glaberrimis, pedicellis brevibus; floribus pro genere
-magnis, calyce glabro, in lobos 4 triangulares eciliatos acutos profunde
ge: petalis lie acutis, dorso sericeo-pilosis; staminibus styloque
valde exsertis.
»Ein 45—20 m hoher Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone und weißen
Blüten. « Blattstiel 6—8 mm lang, Blattspreite 55 cm lang, 2—3,3 cm breit. Blüten-
stielchen nur 1—3 mm lang. Kelch 5—5,5 mm hoch.
| Kingagebirge: in Schluchten der Yawiri-Berge um 4700 m ii. M.
(n. 1190. — Blühend im September 1899). — Hierher sind wohl sicher
“auch zwei von Bucwanan (unter n. 403 u. 282 im Herb. Kew und Berol.)
-gesammelte Exemplare zu bringen.
?
£ Emheim. Name: mgambati.
Zn D |
1
376 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXIL Ber. üb. d. bot. Ergebn, d. Nyassa-Sce- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Ich hatte die Pflanze erst zu N. congesta R. Br. gezogen, mit welcher sie sicher
auch verwandt ist. Eine genauere Untersuchung zeigte jedoch, dass man bisher zu
dieser Art eine Menge von Formen gezogen hatte, welche sehr gut specifisch von ihr
verschieden sind. Ich werde in kurzem hierauf noch des Näheren zurückkommen.
N. odorata Gilg n. sp.; arbor 10—15 m alta glabra, ramis junioribus
brunneo-nigrescentibus acutangulis; foliis ternis, breviter .petiolatis, oblongis
vel ovali-oblongis, apice acutis, basi cuneatis, coriaceis vel rigide coriaceis,
integerrimis, glaberrimis, utrinque opacis, nervis lateralibus 7—10 margine
inter sese curvato-conjunctis venisque densissime reticulatis supra paullo,
subtus manifeste prominentibus; inflorescentiis multifloris valde confertis —
corymbum semiglobosum subclausum folia superiora vix excedentem for-
mantibus; pedunculis pedicellisque brevibus glabris; floribus majusculis,
calyce glabro in lobos 4 triangulares ciliatos acutos profunde inciso; petalis
lanceolatis acutis, dorso sericeo-pilosis; staminibus styloque valde exsertis.
»Ein 40—15 m hoher Baum mit schlanker Krone und weißen, leicht süßlich
duftenden Blüten. Kelch leicht violett angehaucht.« Blattstiel 2—3 mm lang, Spreite
5—8 cm lang, 2—3,5 cm breit. Blütenstielchen 4—2 mm lang. Kelch 5 mm hoch.
Rungwe-Stock: an den südlichen Abhängen in der Bambuszone um
2500 m ü. M. (n. 1159. — Blühend im August 1899). |
Die neue Art ist mit N. congesta R. Br. und N. Goetxeana Gilg verwandt, unter-
scheidet sich aber von beiden außer anderem sofort durch die kurzen, dick lederartigen,
dicht feinnervigen Blätter.
N. polyantha Gilg n. sp.; frutex vel arbor glabra, ramis junioribus
viridescentibus acutangulis; foliis plerumque ternis, rarius oppositis (i. e.
inferioribus semper ternis, superioribus nonnunquam oppositis), manifeste
petiolatis, lanceolatis, apice sensim longe acutatis, basin versus cuneatis,
subcoriaceis, glabris, margine plerumque manifeste denticulatis, rarius sub-
integris, supra nitidis, subtus opacis, nervis lateralibus 16—18 margine,
inter sese curvato-conjunctis venisque densissime reticulatis supra subtusque |
aequaliter manifeste prominulis; floribus in apice ramorum in corymbos
parvos multifloros densos subplanos dispositis, corymbis in thyrsum ple-
rumque laxum, saepius densum iterum atque iterum interruptum, folia
superiora manifeste superantem collectis; pedunculis plerumque subelongatis,
pedicellis brevibus; floribus parvulis; calyce lobulos 4 parvos aculiusculos
gerente; petalis anguste lanceolatis, dorso glaberrimis.
»Ein 2—3 m hoher, geschlossener, aufrecht wachsender Strauch, oder ein Baum-
strauch oder Baum von 8—40 m Höhe von breitem Wuchs. Blüten weiß.« Blattstiel
7—A4 mm lang, Spreite 5—8 cm lang, 4,3—2,5 cm breit. Blütenstielchen kaum 4 mm
lang. Kelch 2,5 mm hoch,
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, auf dem Pikurugwe - Berg, um
2500 m ü. M, {n. 988. — Blühend im Juni 1899). |
Livingstone-Gebirge: in der Parklandschaft des unbewohnten Hoch-
plateaus (n, 1282, — Blühend im September 1899).
Die neue Art, welche sehr ausgezeichnet ist, zeigt allein Verwandtschaft mit
N, usambarensis Gilg.
~
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ele. ges. Pflanzen. 377
Buddleia aurantiaco-maculata Gilg n. sp.; frutex 2 m altus, ramis
manifeste tetragonis, novellis griseo-pilosis, demum glabrescentibus; foliis
lanceolatis vel anguste-lanceolatis usque lineari-lanceolatis, petiolo brevi
basi valde auriculato (auriculis persistentibus suborbicularibus stipulis inter-
petiolaribus simillimis) instructis, lamina basi truncata vel plerumque mani-
feste cordata apice longissime cuneato-acutata, margine eleganter et manifeste
crenulata, membranacea, supra glabra et densissime bullata, subtus den-
sissime griseo-tomentosa, nervis venisque pulcherrime angustissimeque re-
ticulatis valde prominentibus; thyrsis parce foliatis paniculatis amplis (14—
26 cm diam.) myrianthis confertis pulcherrimis, cymis singulis plerumque
subcapitatis; pedicellis brevissimis, griseo-tomentosis; calyce ovato griseo-
villoso; corolla calycem 4-—5-plo superante, extus griseo-tomentosa, »intus
aurantiaca« (GOETZE).
»Ein 2 m hoher, breit buschig wachsender Strauch.« Blätter 5—12 cm lang,
4—1,3 cm breit, Blattstiel 1—3 mm lang. Blütenstielchen kaum 4 mm lang. Kelch
etwa 4,5 mm hech, Krone 7 mm lang.
Usafua: auf Lavaboden an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto-
Berges um 2300 m ii. M. (n. 1429. — Blühend im August 1899).
Die prachtvolle neue Art ist mit B. auriculata Benth. und DB. wsambarensis Gilg
verwandt, unterscheidet sich jedoch von beiden sehr stark durch die charakteristische
Gestalt der Blätter und die riesigen Blütenstände.
Gentianaceae (E. Gite).
Sebaea pratensis Gilg n. sp.; herba annua humilis simplex caule
filiformi in inflorescentia tantum ramoso; foliis minimis late ovatis vel
-ovato-cordatis caulem semiamplectentibus, apice acutis, membranaceis; in-
florescentia in apice caulis plerumque semel, rarissime bis cymose divisa,
plerumque 3-flora, rarius 4- vel rarissime 5-flora, pedicellis tenuibus elon-
gatis; sepalis 5 liberis oblongis acutis dorso valde carinatis; corolla hypo-
“crateriformi, tubo cylindraceo sepala haud superante loborum !/, longit.
vix adaequante, lobis 5 late ovalibus acutis; staminibus in sinubus loborum
insertis, filamentis subelongatis, antheris linearibus basi affixis haud pen-
dulis, eglandulosis; stylo elongato ecalloso, stigmate cylindrico elongato
valde papilloso. |
1 7—10 cm hohes Pflänzchen. Blätter 4—6 mm lang, 3—5 mm breit. Kelchblätter
5 —7 mm lang, ca. 3 mm breit. Korolle »kanariengelb«, 1,5—1,6 mm lang, davon be-
trägt die Röhre etwa 5 mm. Kronlappen ca. 4—5 mm breit.
t Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwama-Berges um 2500 m
ii. M. (n. 916. — Blühend im Mai 1899).
Auf den ersten Blick scheinbar verwandt mit S. linearifolia Schinz, aber durch
die auffallenden Blütenverhältnisse von dieser durchaus verschieden.
>
% S. oreophila Gilg n. sp.; herba annua usque 1/, m alta inferne era-
mosa, superne ramis numerosis erectis florigeris notata, caule , acute qua-
sf
378 Beitr, z. Fl.v, Afr. XXIL Ber. ib. d. bot. Ergebn, d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped, ete.
drangulari; foliis distantibus cordato-orbicularibus, rotundatis, apice non vel
vix apiculatis, membranaceis; floribus 5-meris in apice caulis ramorumque
in cymas 10—3-floras subconfertas dispositis, omnibus erectis, pedicellis
brevibus; sepalis ovato-lanceolatis, acutissimis, dorso vix carinatis; corollae
tubo sepala aequante circa ovarium subinflato, supra angustato, lobis an- —
guste obovatis, acutiusculis, inferne sensim manifeste angustatis; staminibus «
in loborum sinubus insertis, filamentis elongatis, antheris anguste linearibus
apice glandula minima coronatis; stylo elongato, ecalloso, stigmate parvo
capitato.
A—F Sehaea pratensis Gilg. A ganze Pflanze, B Blüte im Längsschnitt, © Kelchblatt
un Längsschnitt von der Seite gesehen, D Staubblatt, # Narbe, I’ Wruchtknotenquer
chnitt G—Q) Sebaea oreophila Gilg. @ oberer Teil einer schön entwickelten
Pflanze, I Blatt von oben gesehen, J Blüte im Längsschnitt, A’ Kelchblatt im Längs-
chnitt, von der Seite gesehen, J Staubblatt, M Narbe, N Fruchtknotenquerschnitlés
O Frucht, eben aufspringend, P Samen von der Seite, Q Samen von vorn,
A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen, 379
Blatter 8—10 mm lang, 8—11 mm breit. Kelchblätter 7 mm lang, 2,5—3 mm
breit. Kronröhre 7—8 mm lang, Lappen 7—S mm lang, 3—4 mm breit.
Kingagebirge: auf schattigen Wiesen an Waldrändern des Kinyika-
Berges, um 2600 m ü. M. (n. 945. — Blühend im Mai 1899).
Ist nahe verwandt mit S. lezostyla Gilg, unterscheidet sich jedoch von derselben
durch die lockereren Blütenstände und die bedeutend größeren Blüten.
Belmontia grandis E. Mey. Comm. Afr. austr. 183.
Kondeland: Langenburg, an sonnigen Bergabhängen üm 1000 m
ü. M. (n. 856. — Blühend im April 1899).
Chironia rubro-coerulea Gilg n. sp.; herba annua usque !/, m alta,
inferne eramosa, superne ramis nonnullis florigeris notata, ramis erecto-
“patentibus, saepius iterum ramosis; foliis ovatis vel late ovatis, superioribus
_ ovato-lanceolatis usque lanceolatis, apice acutis, basi subcordatis, sessilibus,
-membranaceis; floribus rubro-coeruleis (Gorrze) 5-meris, in apice caulis
_ ramorumque in cymas laxas paucifloras dispositis, sed cymis omnibus in
- paniculam amplam multifloram pulchram collectis; sepalis lanceolato-lineari-
bus, margine membranaceis, dorso subcarinatis, acutissimis, basi anguste
imbricatis; corollae tubo anguste cylindraceo, sepalis breviore, lobis lanceo-
“latis, acutissimis; staminibus paullo sub sinubus insertis, filamentis mani-
feste taeniatis eglandulosis, antheris crassis linearibus valde contortis;
“ovario oblongo; stylo elongato; stigmate in lobos 2 tenues diviso.
4 Bis 1}; m hohe Pflanze. Blätter 2—3,5 cm lang, 4,5—2,5 cm breit. Kelchblätter
“1—8 mm lang, an der Basis 2 mm breit. Krone 4,8 cm lang, davon Tubus 6 mm lang.
. Lappen 42 mm lang, 4 mm breit. Antheren ca. 4,5 mm lang, sehr stark gedreht.
- Griffel 9—19 mm lang.
Usafua: am unteren Abhang des Poroto-Berges, an Bachufern zwischen
“Gras, um 1800 m ü. M. (n. 4049. — Blühend im Juni 1899). — Sehr
_ wahrscheinlich gehört hierher auch eine von Wayre auf dem »Nyika-
“plateauc gesammelte und von Baker handschriftlich als Ch. purpurascens
bezeichnete Pflanze.
Die neue Art ist vielleicht verwandt mit Ch. Tysonii Gilg, aber ausgezeichnet
durch Habitus und Blütenbau.
| Sweertia curtioides Gilg n. sp.; herba annua, humilis, gracilis, radice
tenuissima; caule solitario erecto tenui simplice vel rarius superne hinc
inde ramum florigerum gerente; foliis parvis ovato-lanceolatis distantibus,
apice acutis vel acutiusculis, sessilibus, membranaceis, glabris; floribus
—0-meris in apice caulis plerumque in cymam semel, rarius bis furcatam
dispositis, cymae ramis hinc inde numerosis subumbellatis, pedicellis quam
los plerumque 41/,—2-plo longioribus; sepalis ovato-oblongis, apice acutius-
_culis corollae !/, longit. aequantibus; corollae lobis obovato-oblongis apice
rotundatis, in parte !/; inf. foveolis 2 fimbriatis instructis; filamentis sepala
paullo superantibus.
Die spannhohen Pflänzchen besitzen Blätter von 6—10 mm Länge und 3—4 mm
Breite (an der Basis). Die Blütenstiele sind 8—17 mm lang. Die Kelchblätter sind
3—4 mm lang, die Kronblätter ca. 8 mm lang und 4 mm breit,
380 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. ibd. bot. Ergebn, d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwama-Berges um 2500 m
(n. 913. — Blühend im Mai 1899).
Die neue Art ist verwandt mit Sw. abyssinica Hectisi
Sw. Welwitschii Engl. in Hochgebirgsfl. d. trop. Afrika 339.
Kingagebirge: Kirunde-Berge, auf Wiesen an Bergabhängen um
2000 m {n. 900 und 900°. — Blühend im Mai 1899).
Nach Gorrze wachsen zwei Formen dieser sehr variablen Art in Menge durch-
einander. Die eine häufigere Form hat lanzettliche Blätter und weiße Blüten, während
die andere, seltenere, linealische Blätter und leicht gelbliche Blüten aufweist. Diese letz-
tere ist mit der von WELwITscH gesammelten Pflanze durchaus identisch. Den Namen "
Sw. stellarioides Ficalho (Plantas uteis Africa portugueza p. 225 = Adenopogon stella-
rioides Welw. Synopse p. 27) nehme ich nicht an, da die Pflanze weder von FıcaLno ~
noch von WeELwıTscH ausreichend beschrieben wurde.
nm
Sw. kilimandscharica Engl. in Hochgebirgsfl. d. trop. Afr. 339.
Kingagebirge: Ukwama-Berg, auf trockenen Wiesen um 2500 m
(n. 910. — Blühend im Mai 1899).
Usafua: Beya-Berg, an‘trockenen Abhängen in kurzem Gras um
2700 m.
Blüten weiß, blassblau bis dunkel blauviolett.
Apocynaceae (K. Scuumann).
Landolphia ($ Eulandolphia) polyantha K. Schum. in Engl. Bot.
Jahrb. XXVIL 4 (13. Juli 1900) 71. |
L. Kirkii Th. Dyer var. genuina Hallier f., Kautschuklianen in Jahrb.
Hamb. wissensch. Anstalt XVIL 3. Beiheft (Nov. 1900) 74. |
40—15 m hoch in die Bäume kletternde Liane mit armdickem Stamm.
Unteres Kondeland: untere Bergabhänge am Nyassa-See bei Langen-
burg um 500 m (n. 871. — Blühend am 24. April 1899).
Ich kann mich mit dem erweiterten Artbegriff Harnıen’s gegenüber dieser Art nicht
in Übereinstimmung erklären.
L. (§ Dictyophleba) scandens F. Didr.! var. ferruginea Hallier f,
|
Luc: p. 80, |
Unteres Kondeland: Halbinsel Kauda nördlich von Langenburg an |
Gneisblücken in der Brandung (n. 884. — Blühend am 8. Mai 1899). |
Liane mit armdickem Stamm, |
L. ($ Vahea) florida Benth.; Hallier f. + Dad Vs
Unteres Kondeland: am RE ni it Lane (n. 865, — |
Blühend am 23. April 4899).
In die höchsten Bäume schlingende Liane mit sehr starkem Stamm.
Voacanga obtusa K. Schum, in Nat. Pflanzenf. IV. 2. 149,
Ein 45—20 m hoher Baum mit breiter Krone und grauer, rissiger Rinde; Frucht
his kopfgroB.
Kingagebirge: im Schluchtenwald am Manyanyema-Berg, bei 2100 m
ii. M, (n, 1207. — Blühend am 114. Sept, 1899).
_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 381
= Carvalhoa macrophylla K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis erectis
strietis florentibus gracilibus teretibus novellis complanatis ipsis glabris;
foliis brevissime petiolatis, petiolo superne excavato-canaliculato glanduloso,
ellipticis vel oblongis breviuscule et acutissime acuminatis basi acutis mem-
pranaceis utrinque glaberrimis basi subvaginatim conjunctis; pannicula oli-
gantha axillari longiuscule pedunculata glabra; pedicellis modice longis
bracteis bracteolisque lanceolatis acuminatis; sepalis ovatis acutis minute
siliolatis, glandulis pluribus interpositis; corolla subcampanulato-infundibuli-
formi, lobis rotundatis, fauce puberulis; capite stigmatis membranulo de-
pendente annulato.
… Der Strauch wird 3—4 m hoch; die blühenden, 20—22 cm langen Zweige sind
im Grunde 2—3 mm dick, mit gelbgrauer Rinde bekleidet, oben mit grüner Epidermis
bedeckt. Der Blattstiel ist nicht mehr als 5 mm lang; die Spreite hat eine Länge von
9—22 cm und in der Mitte eine Breite von 4—9,5 cm, sie wird von 40—16 stärkeren
beiderseits, aber unterseits stärker vorspringenden Nerven rechts und links von dem
breit gedrückten und seitlich geränderten Medianus durchzogen und ist getrocknet hell
abakbraun gefärbt. Der Blütenstiel ist 5—7 cm lang und trägt eine 4—12blütige Rispe mit
ymösem Ausgange. Die Blütenstielchen sind 5—15 mm lang. Die Kelchblätter messen
2mm. Die hellgelbe, innen rot gestrichelte Blumenkrone ist 43 mm lang, wovon
3,5—4 mm auf die Zipfel kommen. Die 3,5 mm über dem Grunde befestigten 3,5 mm
langen Beutel sind mit den Schwänzen nach außen gebogen. Der Stempel ist
4 mm lang.
Oberes Kondeland: Landschaft Uporoto, im Schluchtenwald der
surumbi-Berge, bei 1700 m ü. M. (n. 4443. -— Blühend im October 1899).
Die bisher monotypische Gattung Carvalhoa war allein von Beira bekannt. In
üngster Zeit sind zwei neue Arten hinzugekommen: außer der vorliegenden noch eine
der früheren in der Beblätterung nicht unähnliche Art aus Usambara, von SCHEFFLER
gesammelt. C. macrophylla K. Schum. ist durch die sehr großen, getrocknet nicht
elbgrünen Blätter von anderem Schnitte ganz verschieden.
4 4
Asclepiadaceae (K. Schumann).
PASS te
Tacazzea floribunda K. Schum. n. sp.; fruticosa alte scandens cau-
ibus gracilibus novellis complanatis subtomentosis tarde glabratis; foliis
petiolatis, petiolo puberulo superne applanato glanduligero inferne canalicu-
ato, oblongis breviter et acute acuminatis basi acutis vel subrotundatis,
dis minoribus obovatis obtusis et mucronulatis, statu juvenili utrinque pi-
lulis inspersis demum supra glabratis chartaceis; linea stipulari prominente
glandulosa obvia; floribus panniculam terminalem atque lateralem expansam
loribundam efformantibus; rhachide et pedicellis brevibus subtomentosis,
bracteolis lanceolatis acuminatis; sepalis ovatis acutis ciliolatis; corolla fla-
ido-viridi altissime in lobos oblongos obtusos divisa; coronae lobis subu-
atis corolla paulo longioribus glabris; stigmatis capite subconico annullo
Subhyalino quinquelobo cincto.
Die 25—35 cm langen blühenden Zweige sind am Grunde 3—4 mm dick, zuerst
mit einem graugelben, sehr zarten Filz bekleidet, der zögernd verschwindet und durch
LEE AE ORT I LOE DYE,
Ni
382 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
eine gleichgefärbte Epidermis ersetzt wird. Der Blattstiel ist 4—2,5 cm lang, die
Spreite der kleineren Blätter ist oft kaum 2 cm lang, der gewöhnlichen ist 4—10 cm
lang und 2—5,5 cm in der Mitte breit; sie wird von 6—9 beiderseits wie das Venen-
netz vorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. Die Rispe ist
40—20 cm lang und wie die jungen Zweige behaart. Die Bracteen und Bracteolen sind
rotbraun; die Stielchen messen etwa 4 cm. Der Kelch hat 1,5 cm Länge. Die Blamen-
krone ist 5 mm lang. Die Staubblätter messen 2 mm, die Coronazipfel sind 7 mm lang.
Usafua: im Schluchtenwald des Ngosi- oder Poroto-Berges, um 2200 m
ü. M. (n. 1289. — Blühend am 25. Sept. 1899).
Diese Art steht der 7. apiculata Oliv. nahe, von der sie sich aber sogleich durch
die großen, sehr reichblütigen Inflorescenzen unterscheidet.
Gomphocarpus paluster K. Schum. in Engl. Bot. Jahrb. XVII. (1893)
127. — Asclepras palustris Schltr. in Journ. bot. XXXII. (1895) 336.
Eine spann- bis fußhohe Staude mit einzelnen oder gepaarten bis gedreiten hell-
braunen, innen weißen, kugelförmigen Knollen. Die Blüten sind außen blassrot bis
violett, die Spitzen der Blumenblätter weißlich grün. Die Coronazipfel sind braun
gefärbt.
Unyika: im Buschwald auf hügeligem Plateau bei dem Dorfe Ka-
nanda, 1500 m ü. M. {n. 1440. — Blühend am 44. Nov. 1899).
Die Verbreitung der Art reicht bis Angola; Scorr Ecrior (n. 8670) sammelte sie
schon auf dem Schire-Hochland.
G. fruticosus R. Br. Mem. Werner. soc. I. 38.
Meterhöhe Staude mit weißen Blüten; Coronaschuppen grün mit violettem Anflug.
Nördl. Kingagebirge: Landschaft Ussangu, in verwildernden Scham-
ben (n. 980. — Blühend im Mai 1899).
G. rubicundus (Schlecht.) K. Schum. — Asclepras rubicunda Schltr.
in Journ. Bot. XXXIIL (1895) 336.
Eine fußhohe, buschige Staude mit sehr dicker, rübenförmiger, »vielköpfiger«
Wurzel. Die Blätter sind grün, außen leicht violett überlaufen. Die Coronazipfel sind
geelbgrün.
Unyika: Landschaft Umalila, am Uwurungu-Berg, auf grasigen Ab-
hängen bei 2200 m ü. M. (n. 1456. — Blühend am 18. Nov. 1899).
Bisher vom Albert Eduard Nyanza und von Budda (Scorr ELLior n, 8088 u. 7443)
bekannt,
6. lisianthoides Dene. in Ann. se. nat. II. ser. IX. 325. — G. chi
ronioides Dene. in P. DC, Prodr. VIII. 562.
Kine meterhohe Staude mit spindelförmigen Wurzelknollen; Blüten schmutzig‘
hellgrün, stark violett überlaufen, |
Oberes Kondeland: Landschaft Untali, in den Vorbergen des Kivira-
Thales im Buschwald bei 1400 m ü. M. (n. 4476. — Blühend am 20, Nov,
1899).
Ist bis nach Angola verbreitet,
6. longissimus K. Schum, n, sp.; caulibus solitariis et simplicibus
radice eylindrieo-inerassata tortuosa, terelibus glabris, superne tantum unis
fariaım puberulis; foliis brevissime petiolatis elongatissime linearibus, alles
4 A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 383
nuato-acuminatissimis, basi attenuatis manifeste marginatis margine recur-
vatis hoc loco scaberulis ceterum utrinque glaberrimis; pannicula elongata
internodiis magnis; umbellis tri- vel quadrifloris, bracteis bracteolisque
linearibus parvis; sepalis ovato-oblongis acuminatis, acumine margine in-
eurvato-ciliolatis; corolla alte in lobos ovatos acutos divisa, gynostegio
breviter stipitato, coronae lobis suborbicularibus truncatis incurvatis mar-
ine superiore incrassato-papillosis ; stigmatis capite depresso.
Der aus der außen gelbgrauen, innen weißen, dieken Wurzel sich erhebende
Stengel ist über 4 m hoch und am Grunde 5 mm dick, er ist mit gelblicher, unten
bräunlicher Epidermis bedeckt. Der Blattstiel ist kaum über 4 mm lang, abgeflacht
und kräftig. Die Spreite ist 45—25 cm lang und auf den größten Teil der Ausdehnung
7—10 mm breit; die obersten aber werden ganz plötzlich viel kleiner, fast borsten-
formig. Die äußerst zahlreichen Nerven rechts und links vom kräftigen Medianus
treten nicht stets sehr deutlich hervor. Die Rispe wird aus 7 Dolden aufgebaut. Der
Stiel der letzteren ist 1,5—2 cm lang, die Blütenstielchen messen 1,5—2,5 em, sie sind
einseitig sehr fein behaart. Die Bracteolen sind 5—7 mm lang. Die Kelchblätter,
zwischen denen die Drüsen fehlen, sind 5 mm lang. Die Blumenkrone hat eine Länge
yon 12 mm, wovon nur 2 mm auf die Röhre kommen. Das Gynosteg ist 4,5 mm lang.
Die Coronazipfel messen 7 mm. Das Gynosteg hat eine Länge von 4 mm; der rhom-
bische, gezähnelte Mittelbandanhang ist 2 mm lang.
Nyassaland: ohne bestimmten Standort (ohne Nr.).
Diese Art kann ich nur mit Gomphocarpus glaberrimus Oliv. vergleichen. Sie
unterscheidet sich aber durch viel lockerer gestaltete, viel längere Blätter, durch stumpfe
nd gestutzte Coronaschuppen. Von @. truncatus (E. Mey.) Dene., G. expansus (E. Mey.)
Dene. etc. aus dem Caplande ist sie bei ähnlicher Corona a die Statur und Tracht
verschieden.
FEAR TE
G. chlorojodina K. Schum. n. sp.; caulibus solitariis et simplicibus
erectis e radice incrassata torulosa, teretibus superne unifariam puberulis;
foliis brevissime petiolatis anguste linearibus attenuato-acuminatis acutissimis
basi angustatis marginatis utrinque glaberrimis; pannicula ex umbellis 2—4
pedunculatis composita, bracteis foliaceis, Hotel parvis; sepalis ovato-
oblongis acuminatis glaberrimis glandulis geminatis interpositis; corolla alte
in lobos ellipticos divisa glabra; gynostegio stipitato; corona lobis subellip-
ticis apice plus minus manifeste quadrilobulatis; connectivo ovato majusculo;
stigmatis capite depresso.
+ Der blühende Stengel ist 45-—25 cm hoch und mit braurer, nach oben hin grün-
licher Epidermis bekleidet. Der Blattstiel ist kaum je über 3 mm lang; die Spreite
hat eme Länge von 5—410 cm und auf weite Entfernung eine Breite von 2—3,5 mm,
außer dem Mittelnerven sind Nerven kaum noch sichtbar. Der Doldenstiel ist 4—2 cm
lang, die Blütenstielchen messen 12—15 mm. Die Kelchblätter sind 6 mm lang. Die
ganze Blumenkrone misst 2,2 cm, wovon 2 mm auf die Röhre kommen; die Zipfel sind
gelbgrün und werden nach dem Ende hin violett. Die gelblichweißen Coronazipfel sind
7 mm lang. Das Gynosteg misst 2,5 mm, die Mittelbandanhängsel sind 3 mm lang.
_. Unyika: Landschaft Umalila, auf rasigen Abhängen am Mpesu-Berg,
2000 m ii. M. (n. 1360. — Blühend am 22. Oct. 1899).
a Namentlich die Form der Coronazipfel ist fir diese Art sehr charakteristisch,
384 Beitr.z. Fi. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb,-Exped. ete.
Schizoglossum alpestre K. Schum. n. sp.; caulibus pluribus sim-
plicibus e radice incrassata humilibus complanatis superius unifariam pube
rulis; foliis subsessilibus vel brevissime petiolatis angustissime linearibus
attenuato-acuminatis basi angustatis marginatis utrinque glabris; pannicul
ex umbellis 2—-4 pedunculatis tri- ad decemfloris composita; bracteis folia-
ceis, bracteolis linearibus parvis; sepalis lanceolatis acuminatis extus pube-
rulis; corolla altissime in lobos oblongos acutos divisa; gynostegio sessili;
coronae lobis basi dilatatis vix lobulatis, appendicula horizontali ornatisi
stigmatis capite applanato.
Die zahlreichen (oft an 15) Stengel aus einer Grundachse sind 5—10 em lang, sie
sind mit grüner Epidermis bekleidet und oben sehr fein grau behaart. Der Blattstiel
ist kaum länger als 2 mm, die Spreite hat eine Länge von 2,5—5 cm und auf die
größte Ausdehnung hin eine Breite von nur 2 mm. Der Stiel der Dolde ist 2—4 cm
lang; die Blütenstielchen messen 4 cm, beide sind dichter grau behaart als der Stengel.
Die Kelchblätter sind 4 mm lang. Die ganze Blumenkrone hat eine Länge von 6 mm,
wovon 4 mm auf die Röhre kommen, sie ist weiß. Das Gynosteg ist 4 mm lang; die
violetten Coronazipfel messen 5 mm. Der Connectivanhang ist nur 4,2 mm lang.
Kingagebirge: auf rasigen Abhängen am Yawuaege-Berge bei 2500
ii. M. (n. 1234. — Blühend am 13. Sept. 1899).
Sch. scyphostigma K. Schum. n. sp.; herba perennis caulibus erectis
strietis simplicibus teretibus puberulis praesertim infra nodos tarde gla
bratis; foliis breviter petiolatis, petiolo supra sulcatis puberulis, oblongo-
lanceolatis acutis basi rotundatis utrinque at supra densius et subappresse
puberulis, margine scabridis concoloribus; umbella terminali multiflora pe-
dunculata laterali solitaria aucta; floribus pedicellatis, pedunculo ut pedi
celli puberulo; sepalis lanceolatis acuminatis; corollae lobis oblongis acutis
extus minulissime pilosulis; coronae lobis linearibus apice trilobulatis basi
dilatatis bidentatis et corniculis binis divaricantibus ornatis; capite stigmatis
subcupulari quinquelobato.
Die blühenden Stengel sind 40—90 cm lang und am Grunde 2—3,5 mm dick, sie
sind oben grau behaart und unten mit brauner Rinde bekleidet. Der Blattstiel wird
nieht über 4 mm lang; die Spreite ist 2,5—9 em lang und unterhalb der Mitte 0,7
2 em breit; sie wird von 7-40 stärkeren, beiderseits fast gleich kräftig vorspringenden
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen. 8—12 Blüten setzen die 1,5—2 em
lang gestielte Dolde zusammen: die Blütenstielchen sind 4—14,5 em lang und grau bee
haart. Die hellgrünen Kelehblätter sind 7 mm lang. Die rein weiß, nach den Spitzen
hin leicht violett überlaufenen Blumenkronenzipfel sind 42 mm lang. Das Gynosteg ist
2 mm lang; die Connectivzipfel sind lang zugespitzt und ebenso lang. Der Griffelkopl
ist 2 mm hoch,
Livingstone-Gebirge: am Yawulanda-Berge auf unbewaldeten Abs
hängen, bei 1800 m ü. M. (n. 850, — Blühend im April 1899).
Kinheim. Name: muhungu.
Diese Art gehört in die Verwdndtschaft von Seh. Goelxed K, Schum, und Seh. eximium
Schltr.) K. Schum., weicht aber von beiden durch die Gestalt der sehr verlängert
dreiziplligen Goronazipfel ab,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 385
Calotropis procera (L.) R. Br. in Ait. Hort. Kew. IL 78.
Ein 2 m hoher Strauch mit abwechselnden Blättern, die wie die Stengel in der
i Jugend weiß wollig sind. Die Blüten sind weiß, die Zipfel der Blumenkrone innen
violett, wie die Coronazipfel.
Rukwa-See: Landschaft Umanda, bei dem Dorfe Manda, auf san-
digem Schwemmland, 800 m ü. M. (n. 1105. — Blühend im Juli 1899).
| 2
1
… Pentarrhinum insipidum E. Mey. Comm. pl. afr. austr. 199.
Eine schlingende Staude, die über das niedrige Unterholz hinkriecht. Die Blumen-
blätter sind grün, braunviolett geadert; die Coronazipfel sind weiß.
Kingagebirge: bei Balangwa, in Lichtungen des Schluchtenwaldes,
2200 m ii. M. (n. 935. — Blühend im Mai 1899).
Gymnema silvestre (Willd.) R. Br. in Mem. Werner. soc. I. 33.
Liane mit meist daumstarkem Stamm, nicht behaart, mit gelben Blüten.
‚Kondeland: Langenburg, Bergabhang am See, bei 500 m ü. M.
(n. 863. — Blühend im April 1899).
Ceropegia dichroantha K. Schum. n. sp.; herba perennis erecta,
radicibus fasciculatis carnosis, caulibus erectis simplicibus teretibus superne
complanatis puberulis tarde glabrescentibus; foliis breviter petiolatis, petiolo
supra sulcato, ovato-lanceolatis vel oblongo-ovatis acutis basi rotundatis,
utringue puberulis concoloribus herbaceis; floribus geminatis pedunculatis
et pedicellatis, bracteis bracteolisque linearibus; sepalis anguste subulatis
puberulis, glandulis solitariis alternantibus; corolla clavato-tubulosa, laciniis
longe connatis, extus minute pilosula intus glabra; corona lobis linearibus,
exterioris apice subdilatatis, interioris angustioribus; stigmatis capite vix
elevato.
Die Staude wird bis 50 cm hoch und ist mit einer kurzen, grauen Behaarung be-
kleidet, die nach unten hin stärker wird. Der Blattstiel ist 4—3 mm lang und ebenso
bekleidet; die Spreite ist 1,5—5,5 cm lang und unterhalb der Mitte 0,4—3,5 cm breit;
Sie wird von 3, höchstens 4 stärkeren, beiderseits gleichmäßig vorspringenden Nerven
rechts und links vom Medianus durchzogen, von denen das unterste Paar genähert ist.
Blutenstiel und -stielchen sind etwa 1 cm lang. Die Kelchblätter messen 0,8 cm. Die
Blumenkrone ist im ganzen 6,5 cm lang, wovon 2 cm auf die Zipfel kommen; sie ist
außen dunkelrotviolett, innen bis zur Hälfte der Zipfel gelb. Das ganze Gynostegium
3,5 mm hoch; die äußeren Zipfel messen 2 mm, die inneren 2 mm, das Connectiv
. 4 mm.
Kondeland: am Ukangu-Berge, bei Langenburg, an Bergabhängen
“(n. 839. — Blühend im April 1899).
Einheim. Name: gunderumili.
Anm. 4. Unter den aufrecht wachsenden Staudenarten der Gattung ist diese
durch die Blütenfarbe vortrefflich verschieden.
_ Anm. 2. Unter n. 857 hat Gogrze noch eine Liane mit sehr großen, herzförmigen
Blättern ohne Blüten eingesandt. Sie führt den Namen luhende und wird in der
“laser zu Gespinstmaterial verwendet. Die gekaute Wurzel liefert eine Arznei gegen
ubonen. Eine Bestimmung ist wegen des mangelhaften Materiales nicht möglich; ich
nöchte aber vermuten, dass die Pflanze zu den Periplocoideae gehört.
. Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 25
386 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXIT. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Convolvulaceae (H. HALLIER).
Merremia pinnata Hallier f. in Engl. Bot. Jahrb. XVI. (1893) 552
et XVIII. (1893) 146.
Unteres Kondeland: sandige, nicht überschwemmte Teile der Gras-
steppe in der Nähe des Sees bei der Lufiriomündung, um 500 m ü. M.
(n. 877. — In Blüte und Frucht am 26. April 1899).
4—2 m weit auf dem Boden hinkriechende Pflanze mit dünner, rübenförmiger
Wurzel, einzeln an Gräsern hochwindend; Blüten weiß; Kelchblätter und junge Blätter
leicht milchend.
M. pterygocaulos Hallier f. ll. ec. p. 552 et 113. — Ipomoea qua-
drangularis Bo}.! in DC. Prodr. IX. (1845) 387.
Kondeland: Umuamba, am Ufer des Kivira-Flusses, um 1000 m ü. M.
(n. 1338. — Blühend am 17. Oct. 1899).
Schlingstaude mit langem, im Cambium leicht milchendem Rhizom; Blüten weiß,
im Schlunde rotviolett.
* Astrochlaena Stuhlmannii U. Dammer ms.; herba stricte erecta,
habitu Althaeae, indumento stellato verbascoideo; caulis simplex, crassus,
teres, sicut petioli pedunculique indumento denso ochraceo floccosus; petioli
breviores longioresve, non cum pedunculis concaulescentes, sat robusti;
foliorum laminae ovatae vel cordatae, obtusiusculae vel subacutae, integrae
vel a= conspicue repando-dentatae, herbaceae, supra triste virides, pilis
sparsis stellatis punctatae vel densius tomentellae, in nervis (pinnatim dis-
positis) dense ochraceo-tomentellae, subtus dense cinereo-tomentosae, nervis
venisque (clathratis) ochraceo-tomentosis; pedunculi axillares, solitarii, sat
robusti, rigidi, patule erecti, petiolis longiores, corymbose pluriflori, supremi
in corymbum communem collecti; bracteae bracteolaeque parvae, cymbi-
formes, submembranaceae; pedicelli breves, subumbellati, subclavati, cap-
sulares quoque stricte erecli; sepala parva, ovata, obtusa, extus cinereo-
tomentosa, medio dorso subcarinata, herbacea, exteriora 3 majora; corolla
calyce quintuplo Jongior, late infundibularis, subintegra, glabra, tubo satu-_
rate, limbo pallidius purpureo, fascia quavis mesopetala nervis duobus late
ralibus validioribus et uno intermedio tenuiore lineata; genitalia ‚ee
filamenta 5 inaequilonga, basin versus sensim dilatata et pubescentia; ans
therae vitellinae, sagittatae, introrsae; pollinis granula ut in Ipomoeis:
globosa, undique porosa et spinosa; discus annularis; germen glabrumss
stylus filiformis, stamina Jongiora adaequans; stigmata 2 (sicca certe) &
lateribus compressa, iis A. tubiflorae Mallier f. similia, sed magis obliques
obtruncata, hemirhombea; capsula globosa, apiculata, fusca, glabra, 4-valvis,
2-locularis, 4-sperma; semina nigra, subvelutino-papillosa. x
Steif aufrechte, anscheinend unverzweigte, meterhohe Stauden von Malvaceens
tracht. Der kräftige, bis 8 mm dicke Stengel trägt in Abständen von A—5 cm auf |
1,—3'/, cm langen, dicken Stielen Blätter von wechselnder Form und Behaarung,
deren Spreite 42 em Länge und 8 em Breite erreicht, Die kräftigen, achselständigen,
“ee,
_ A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 387
‚steif aufrechten Blütenstiele werden bis 5 cm lang. Die früh abfallenden Bracteen
werden nur 4 mm lang und 3 mm breit. Die !/,—1 cm langen Blütenstielchen stehen
“auch noch zur Fruchtzeit steif aufrecht. Die äußeren Kelchblätter sind 4 cm lang und
etwa 13 cm breit, während die Blumenkrone 4 cm Länge und 5 cm Breite erreicht.
… Die Kapsel hat einen Durchmesser von etwa 8 mm.
… Sansibarküstengebiet: Ukwere, im Buschwald der Jurazone bei
Kissemo, 50 m ii. M. (Sruntmann n. 8383. — In Blüte und Frucht im Juli
1894).
Uluguru: Vorhügel von Tunungüo, am Wasser, 160 m ii. M. (Srunt-
MANN n. 8683. — Blühend am 12. Oct. 1894. — »Blüte dunkelviolett«),
Hügelland östlich Mtondwe, in feuchtem Thal 400 m ü. M. (StunLmann
n. 8279. — Blühend im Juli 1894), auf schwarzem Boden der Flussniederung
bei Mikumi am Ruhembe, um 500 m ii. M. (Gorrze n. 393. — Blühend am
25. Dec. 1898. — »Meterhohe Staude mit helllila Blüten, Schlund dunkler
abschattiert«).
Einheim. Name: kitumi (im Kirufidji-Dialect); mssäm’h wi (beiMtondwe).
Von der nächstverwandten A. Engleriana Dammer unterscheidet sich diese Art
durch ihren meist kräftigeren, steif aufrechten, unverzweigten Stengel und dessen
gröbere, mehr flockige Behaarung, durch ihre dichteren, mehr doldenartigen Blüten-
-stände, durch die kürzeren, auch während der Fruchtreife noch steif aufgerichteten
Blütenstielchen und durch ihre größeren Kelche. Das Original zu Daumer’s Manuscript-
namen ist STUHLMANN n. 8683; ihm kommt auch n. 8383 ziemlich nahe und beide Exem-
plare erinnern in der Tracht einigermaßen an Urena; viel kräftiger und durch am
Grunde fast breit keilförmige, in den beiden oberen Dritteln ausgeschweift - gelappte
Blätter ausgezeichnet ist STUHLMANN n. 8279, die sich besser mit Althaea vergleichen
lässt; die Exemplare von GorTzE endlich gleichen durch ihre länger gestielten, deutlich
herzförmigen und nur schwach ausgeschweiften Blätter mehr der Physalis perurian«.
"Trotz dieser Verschiedenheiten sind offenbar alle die erwähnten Exemplare nur An-
‚gehörige der nämlichen Art. Eine befriedigende Abgrenzung der Arten dieser kleinen
“polymorphen Gattung wird sich übrigens erst nach Eingang umfangreicherer Materialien
‚erzielen lassen.
Ipomoea (§ Pharbitis) involucrata P. Beauv.; Hallier f. in Engl.
Bot. Jahrb. XVII. (1893) 135, var.
P Schlingstaude mit verholzenden Trieben, diese bis bleistiftstark, mehrere Meter
lang; ganze Pflanze stark behaart; Blüten weiß, innen blassviolett.
£ Rungwe-Stock: Abhänge des Kalenga-lenga-Berges, um 1700 m
“ü. M. (n. 1139. — Blühend am 9. Aug. 1899).
| Kingagebirge: Waldlichtungen des Bulongwa-Berges, um 2200 m ü. M.
(n. 1202. — In Blüte und Frucht am 10. Sept. 1899).
L Sehr nahe verwandt mit I. operosa Wright, welche ebenfalls nur eine Varietät der
I. involuerata ist.
*]. ($ Eriospermum) macrosiphon Hallier f. n. sp.; frutex grandis,
subvolubilis, heterocladus, subglaber; rami lignosi, teretes, glabri, alii ro-
bustiores elongati propendentes defoliati, alii (ex illis nati) tenuiores breves
recti foliosi et florigeri thyrsoidei; falia novella subtus secus nervos ve-
nasque albolanata, adulta glabra, petiolo tenui longissimo Jaminam aequante
25*
388 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
vel superante, lamina late ovato-subcordata basi subtruncata apice subito
in acumen parvum acutissimum contracta margine obsolete repando-dentata
membranacea viridi opaca subtus pallidiore pinninervi clathrato-venosa,
nervo mediano subtus complanato-dilatato, lateralibus utrinsecus 10—12
sat densis strictis patulis margine arcuatim anastomosantibus tenuibus subtus
prominulis; pedunculi axillares, solitarii, uniflori, breves, stricte erecti,
lignescentes, angulosi; bracteae 2 oppositae, magnae, membranaceae, cu-.
cullato-spathulatae, calycem juvenilem omnino involucrantes, nervosae, sub-
fuscae, margine superiore albo-puberulae, mox deciduae; pedicellus pedun-
culo brevior, subclavatus, sicut pedunculus glaber; sepala 5 subaequalia,
oblonga, obtusa vel emarginata, pedicello longiora, coriacea, fusca, extus
pube minuta cinerea afflata; corolla maxima, alba, e tubo amplo longo
cylindrico intra calycem contracto anguste infundibularis, juvenilis extus"
secus fascias mesopetalas (9-nerves) albo-tomentella; genitalia tubo breviora;
antherae longae, lineares; stigmata 2 globosa.
An den überhängenden blattlosen, 5—6 mm dicken Langtrieben dieses kräftigen,
bis 2 m hoch windenden Kletterstrauches stehen in 4—8 cm langen Abständen die
4—3 dm langen, beblätterten und blütentragenden, thyrsusartigen, nur 2—3 mm dicken
Kurztriebe. Die schlanken Blattstiele erreichen eine Länge von 44 cm, während die
Spreiten die gleiche Länge und 8 cm Breite erreichen. Der eigentliche Blütenstiel ist
41/,—21/) cm lang, während das Blütenstielchen 4 cm Länge nur selten überschreitet,
Die allmählich in einen kurzen Nagel verschmälerten Bracteen sind über 21/, cm lang
und über 4 cm breit. Die Kelchblätter messen 22 mm in der Länge bei 4 cm Breite,
Die Gesamtlänge der trompetenförmigen Blumenkrone beträgt 42 cm, wovon etwa 8 cm.
auf die 42—13 mm dicke, nur innerhalb des Kelches enger werdende Röhre und etwa
4 cm auf den gegen 6 cm breiten Kronensaum entfallen. An der Knospe sind die
40 Seitennerven der 5 Kronenstreifen außen weißwollig behaart. Die in der Kronröhre
eingeschlossenen Geschlechtsorgane werden nicht über 8 cm lang und die 44 mm langen
Antheren werden vom Griffel nur wenig überragt.
Uhehe: Iringa, Kilima-Plateau, in lichtem Busch auf grauem Laterit
des hügeligen Plateaus, um 1600 m ii. M. (n. 655. — Blühend am 24. Febr.
1899).
Einheim. Name: gandarongo.
Eine nahe Verwandte von I. Grantii Oliv. (incl. Emini Hallier f.), I. albivenia
Don, I. verbaseoidea Choisy, I. Bakeri Britten, I. Buchneri Peter, I. macrocalyx Hallier f,,
I. bullata Oliv., I. marmorata Britten et Rendle, I. lapidosa Vatke und I. longituba
Hallier f, In der Form und Größe des Kelches und der Blumenkrone stimmt sie fast
mit J. Buchner‘ überein. In der Tracht und der Blattform hingegen nähert sie sich
mehr der J. lapidosa und der I. longituba. Non I. marmorata unterscheidet sie sich
unter anderem durch ihre erheblich dickere Kronröhre.
*]1. ($ Eriospermum) lilacina Bl.; Hallier f, in Durand et de Wildems
Matér. flore du Congo II, Bull. Soc, r. bot. Belg. XXXVII 1. (1898). 100.
Kissaki-Steppe: am Rufidji, auf sandigem, humosem Boden des
Überschwernmungsgebietes, 250 m ti. M. (n. 76. — Blühend am 5. Nov,
1898).
Kinheim. Name: mtomborombo
a
a A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 389
Borraginaceae (M. Girke).
Heliotropium supinum L. Spec. pl. ed. 4. (1753) 130.
Am Rukwa-See: Uanda, im trockenen Becken des Sees, um 800 m
ii. M. (n. 1408. — Blühend im Juli 1899).
' Trichodesma glabrescens Gürke n. sp.; caule glabro; foliis sessilibus,
late-lanceolatis vel rarius oblongis, margine integris, apice ner vel
-acutis, utrinque glabris; bracteis linearibus; floribus longissime pedunculatis ;
calyce fere ad basin 5-partito, glabro, lobis late lanceolatis, longe acumi-
“natis; corollae lobis late-deltoideis, mucronatis; antheris dorso villosis, longe
acuminatis, apice contortis.
Eine bis 50 cm hohe, buschige Staude. Die Stengel sind mit ziemlich stark
_hervortretenden Längsrippen versehen und völlig kahl und rötlich. Die gegenständigen
Blätter sind ungestielt, meist breit-lanzettlich, 3—4mal so lang als breit, seltener
Jänglich und nur 2mal so lang als breit, bis 6 cm lang und bis 2 cm breit, nach dem
Grunde zu verschmälert, ganzrandig, meist allmählich zugespitzt, seltener in eine kürzere,
aber deutliche Spitze plötzlich verschmälert, von derb-krautiger Consistenz, auf beiden
Seiten mit flachen, runden Kalkschülferchen besetzt, am Rande spärlich mit anliegenden
Haaren versehen, im übrigen völlig kahl. Die Blütenstände sind lockere, weit aus-
einander gebreitete Wickel, deren Achsen völlig unbehaart sind. Die Bracteen, in
‘deren Achseln die Einzelblüten entspringen, sind ungestielt, linealisch, spitz, kahl, 1—2 cm
“lang und 1—2 mm breit; die oberen meist kürzer als 4 cm und dünn fadenförmig. Die
lüten sind 4—2 cm lang gestielt. Der Kelch ist weit glockenförmig, fast bis auf
den Grund 5teilig, kahl und außen leicht violett gefärbt; die Zipfel sind breit-lanzettlich,
am Grunde sich gegenseitig etwas deckend, lang zugespitzt, zur Blütezeit bis 47 mm
“lang und bis 8 mm breit (zur Fruchtzeit wie bei den meisten Arten der Gattung wahr-
‘scheinlich vergrößert). Die Blumenkrone ist weiß, innen mit 5 braunen, länglichen
Flecken versehen und 18—-23 mm lang; die Zipfel sind breit-dreieckig, etwa 6—7 mm
lang und 12—14 mm breit, in eine deutliche und scharf abgesetzte Spitze endigend.
Die Staubgefäße besitzen 2 mm lange, ziemlich breite Staubfäden; die Antheren sind
1—12 mm lang, sehr lang zugespitzt, auf dem Rücken wollig behaart; an der Spitze
sind sie nur wenig gedreht. Der Griffel ist 12 mm lang, fadenförmig, mit sehr kleiner,
kugeliger Narbe.
Kingagebirge: an flachen, rasigen, nach Norden gelegenen Abhängen
des Lipanye-Rückens in Ussangu, um 2200 m ü. M. (n. 1267. — Blühend
im September 1899).
Die Pflanze liegt nur in Blüten, nicht aber mit Früchten vor; es ist also zur Zeit
“noch nicht möglich, die Art einer der vier, nach der Form der Früchte unterschiedenen
Sectionen anzugliedern. Habituell hat sie am meisten Ähnlichkeit mit T. physaloides
(Fenzl) DC., und es ist auch wahrscheinlich, dass sie derselben Gruppe, nämlich der
Sect. Friedrichsthalia, angehören wird. Von der genannten Art unterscheidet sie sich
“durch die fehlende Behaarung, die schmäleren, sich nicht so stark deckenden Kelch-
Zipfel und durch die schwächer behaarten Antheren.
j T. physaloides (Fenzl) DC. Prodr. X. (1846) 173. |
_ Unyika: im Buschwald bei Msangawares Dorf (n. 1398. — Blühend
im October 1899). |
Eine fuBhohe buschige Staude, die Blumenkrone weiß bis blassblau, innen mit
5 braunen Flecken.
390 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Cynoglossum micranthum Desf. Tabl. ed. 4. 220.
Oberes Kondeland: Usafua, an Bachufern am Ngosi- oder Poroto-
Berge, um 2300 m ü. M. (n. 1132. — Blühend im August 1899).
Lithospermum officinale L. Sp. pl. ed. 4 (1753) 20.
Kingagebirge: im Schluchtenwald und auf Waldlichtungen des Ki-
nyika-Berges, um 2600 m ii. M. (n. 944. — Blühend im Mai 1899).
Verbenaceae (M. GürkE).
Vitex Cienkowskii Kotschy et Peyr. Pl. Tinn. (1867) 27, tab. 12.
— V. paludosa Vatke in Linnaea XLIIL (1882) 534.
Unyika: im Buschwald bei Msangawares: Dorf, um 1500 m ü. M.
(n. 1397. — Blühend im October 1899).
Einheim. Name: ipunungu. |
Ein 12—15 m hoher Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone und grauer, glatter
Rinde; die Blumenkrone ist weiß, die Lippe hellblau, nach dem Schlunde zu gelb. Die
Früchte werden von den Eingeborenen gegessen.
Kalaharia spinescens (Oliv.) Gürke in Engler, Pflanzenw. Ostafr. C.
(1895) 340. “34
Rukwa-See, Ubungu, auf sandigem Boden, um 800 m ii. M. (n. 1098.
— Blühend im Juli 1899). |
Eine meterhohe, sparrig wachsende, einjährige Pflanze mit rückwärts gebogenen
Dornen; die Blumenkrone ist ziegelrot, nach dem Schlunde zu orangefarben. d
Clerodendron robustum Klotzsch in Peters Mossamb. I. 259.
Ubena: Wiesen auf welligem Plateau bei Makatau, um 1750 m ii, M.
(n. 770. — Blühend im März 1899).
Einheim. Name: togolowonte.
Ein bis 2 m hoher, knüppelig wachsender Strauch mit schwach duftenden, weißen,
außen violett behaarten Blüten und violettem Kelch.
Cl. pusillum Gürke n. sp.; fruticulus caulibus brevissimis; foliis ob
longis vel lanceolato-oblongis, brevissime petiolatis, margine integris, apice
aculis, ulrinque pubescentibus; inflorescentia terminali capituliformi; brac-
teolis linearibus; floribus brevissime peduneulatis; calyce infundibuliformi,
fere ad medium 5-lobo, lobis deltoideis acutis; corolla extus pubescente,
tubo maximo A40-plo longiore quam calyx, 5-partito, lobis rotundatis; filas
mentis styloque e tubo longe exsertis.
Die Pflanze besitzt eine dicke, holzige, meist kriechende Wurzel, aus welcher sich
mehrere flaumig behaarte Stengel von A,5 cm Höhe erheben. Die gegenständigen
Blätter sind lanzettlich oder länglich-lanzettlich, 2—3 mm lang gestielt, 15—18 mm
lang, 7—8 mm breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, ganzrandig, spitz, von
Consistenz krautig und auf beiden Seiten spärlich, besonders lings des Mittelnerves und
der Hauptadern, flaumig-behaart; am Ende des Stengels sind sie dichtgedrängt, wobe
‘ie ein wenig an Größe abnehmen, und tragen in ihren Achseln die Blüten; auf diese
Weise entsteht ein endständiger, 3—7-blütiger, kopfförmiger Blütenstand. Die beiden
Vorblätter sind linealisch, ungestielt, 5—7 mm lang, kaum 4 mm breit, ganzrandig,
stumpf, fein flaumig behaart, Der Kelch ist 4—3 mm lang gestielt, trichterförmig;
. 4
es
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 391
9—44 mm lang, außen fein behaart, krautig, fast bis zur Hälfte 5-lappig; die Zipfel sind
schmal-dreieckig, 4—5 mm lang, an ihrem Grunde 3 mm breit, spitz oder auch ein
wenig zugespitzt, mit einer nach außen stark hervortretenden Mittelrippe, welche sich
bis zum Grunde des Kelches noch verstärkt, so dass der ganze Kelch außen 5-kiclig
erscheint. Die Blumenkrone ist. weiß, außen fein flaumig behaart; ihre Röhre ist
40—11 cm lang; die 5 Zipfel sind breit-verkehrt-eiförmig, fast kreisrund, nach unten zu
etwas verschmälert, 10 mm lang. Die in der Knospenlage eingerollten violetten Staub -
fäden ragen 3—4 cm aus dem Schlunde der Blumenkrone hervor; ebenso lang ragt
der Griffel hervor, welcher im ganzen eine Länge von 14—15 cm besitzt.
Unyika: im Buschwald bei Msangawares Dorf, um 1500 m ü. M.
(n. 1393. — Blühend im October 1899).
Die Art ist sehr ausgezeichnet; sie gehört zur Sect. Æuclerodendron und zwar zu
derjenigen Gruppe von Arten, welche sich an Cl. capitatum Schum. et Thonn. an-
schließen und durch den kopfförmigen Blütenstand, sowie die außerordentlich lange
Blumenkronenröhre charakterisiert sind. Von allen diesen Arten aber ist die vorliegende
ausgezeichnet durch den niedrigen Wuchs; es ist eine federkieldicke, holzige, kriechende
Wurzel vorhanden, die aber nur wenige Centimeter hohe Stengel hervorbringt, so dass
die Blüten mit ihren ungeheuer langen Kronenröhren den Hauptteil der oberirdischen
Pflanze ausmachen.
Cl. Johnstoni Oliv. in Transact. Linn. Soc. Ser. II. Vol. I. 346.
Kingagebirge: im Wald am Kirunde-Berg, um 2000 m ü. M. (n. 905.
— Blühend im Mai 1899).
"a Eine Liane mit armstarkem Stamm; die jungen Zweige und Blattrippen sind braun
behaart; die Blüten sind weiß.
CL. discolor var. pluriflorum Gürke n. var.; foliis minoribus parcius
pilosis; inflorescentia maxima multiflora.
Ein meterhoher, buschiger Halbstrauch; Blumenblätter blassblau, die Unterlippe
dunkler; der Schlund mit violetten Haaren besetzt.
Unyika: im Buschwald auf hiigeligem Plateau beim Dorfe Kananda,
“um 1500 m ü. M. (n. 1437. — Blühend im November 1899).
Die Pflanze ist habituell von der gewöhnlichen Form, in der Cl. discolor auftritt,
recht verschieden. Die Behaarung ist im allgemeinen eine schwächere, die Blätter sind
_ verhältnismäßig klein und der mehr als 30 cm lange Blütenstand ist sehr reich-
blütig. Jedoch scheinen die Blütenmerkmale in keiner Weise von denen des Cl. discolor
abzuweichen und auch die übrigen hervorgehobenen Merkmale sind weniger ausgeprägt
auch bei anderen Exemplaren von Ci. discolor vorhanden. Die vorliegende Form bildet
in mancher Beziehung, besonders durch die schwächere Behaarung, einen Übergang zu
Cl. myricoides R. Br., wie ja zwischen den beiden Arten überhaupt intermediäre Formen
vorhanden sind; Baker in Fl. of trop. Afr. V. 310 hat deshalb auch Cl. discolor als
Varietät zu C. myricoides gezogen, welche Art außerordentlich variabel ist, wie ich
_ schon in diesen Jahrb. XXVIII. 298 gezeigt habe.
Labiatae (M. Gürke).
Teuerium Goetzei Gürke n. sp.; cauli erecto, subtomentoso ; foliis
“breviter petiolatis, ovatis, basi attenuatis, margine crenato-serratis, apice
acutiusculis, utrinque scabriusculis; spicastris simplicibus, axillaribus; brac-
“teis lanceolato-ovatis, acutis; verticillastris 2-floris; floribus longiuscule
<>
392 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
pedunculatis; calyce campanulato, subtomentoso, labio superiore semiorbicu-
lari, acuto, labii inferiori dentibus lateralibus deltoideis, obtusiusculis, den-
tibus inferioribus anguste-deltoideis; corolla alba.
Stengel 4 m hoch, aufrecht, 4-kantig, dicht-flaumig oder beinahe filzig behaart,
mit verhältnismäßig kurzen Internodien. Die Blattstiele sind 1—2 cm lang und wie
der Stengel behaart. Die Blatter sind eiférmig, 4—9 cm lang und 2,5—5 cm breit,
am Grunde ein wenig in den Blattstiel verschmälert, am Rande unregelmäßig kerbig-
gesägt, von Consistenz ziemlich dick krautig, auf beiden Seiten von spärlichen, kurzen
Haaren etwas rauh. Die Scheinähren sind blattwinkelständig, 6—10 cm lang. Die
Bracteen sind kurz gestielt, lanzettlich bis eiförmig (die unteren breiter, die oberen
schmäler), 6—10 mm lang, 2—6 mm breit, spitz, die unteren zuweilen sich den kleineren
Laubblättern in der Form nähernd. Die Scheinwirtel sind meist 2-blütig. Die
Blütenstiele sind 3—5 mm lang, abstehend zottig behaart. Der Kelch ist schief
slockig, am Grunde nach vorn zu etwas bauchig ausgeweitet, 6—8 mm lang, von spär-
lichen weichen Haaren zottig; die Oberlippe ist halbkreisförmig, spitz, 3 mm lang; die
beiden seitlichen Zähne der Unterlippe sind dreieckig und kürzer; die unteren sind
schmal dreieckig, zugespitzt, an der Basis 4,5 mm breit und 3 mm lang. Die Blumen-
krone ist beinahe 2 cm lang; ihre etwas gebogene Röhre ist 5-—6 mm lang; der Saum
ist 4-lippig und besitzt einen großen, rundlichen Mittellappen und jederseits zwei ei-
förmig-lanzettliche Seitenlappen. Die Staubgefäße ragen weit aus der Blumenkronen-
röhre hervor.
Ukinga: an rasigen Abhängen der Yawiri-Berge, um 1700 m ü.M.
(n. 1188*. — Blühend im September 1899). |
Die Auffindung dieser Art bietet insofern ein besonderes Interesse, als sie der
erste Vertreter der Sect. Stachyobotrys Benth. im tropischen Afrika ist. Sie steht sehr
nahe dem 7. tomentoswm Hayne, dem Typus einer Gruppe, welche in Ostindien stark
verbreitet ist. Diese unterscheidet sich durch stärkere Behaarung der Blätter und
kleinere Blüten von unserer neuen Art.
Scutellaria violascens Gürke n. sp.; caule erecto superne pubes-
cente; foliis breviter petiolatis, oblongo-ovatis, basi cordatis, crenato-serratis,
oblusiusculis, utrinque scabris; paniculis e racemis simplicibus compositis;
bracteis Janceolalis parvis, margine integris; floribus longiuscule peduncu-_
latis; calyce extus glanduloso-pubescente; nuculis glabris gibbosis, haud
alatis.
Eine Staude mit 4 m hohem, wenig verzweigtem, 4-kantigem, violett gefärbtem,
nach oben zu von abstehenden Drüsenhaaren fein flaumigem, nach unten zu kahl
werdendem Stengel. Die Blätter sind auch an den oberen Teilen des Stengels
gegenständig, 2—10 mm lang gestielt, länglich-eiförmig, 4—6 cm lang, 2—3 cm breit,
am Grunde deutlich herzförmig, gekerbt-gesägt, mit stumpflicher Spitze, von Consistenz
derb-krautig, auf beiden Seiten von ziemlich spärlichen, anliegenden, aber kräftigen und
am Grunde stark verdickten Haaren rauh, und (besonders die unteren), wie der Stengel
violett gefärbt. Die Blütenstände sind zusammengesetzte, terminale, vielblütige
Rispen; dieselben bestehen aus einfachen Trauben von ährenartigem Aussehen, deren
Achsen bis 20 em Länge erreichen. Die Bracteen sind lanzettlich, ungestielt, bis
% mm lang und 2 mm breit, ganzrandig-stumpflich, mehr oder weniger violett gefärbt,
derb krautige, von kurzen Drüsenhaaren flaumig, Die Blütenstiele sind 5—8 mm
lang, von abstehenden weichen Drüsenhaaren flaumig. Der Kelch ist zur Blütezeit
5 mm lang, drüsig behaart, violett ‚gefärbt; das Scutellum auf der Rückenseite der
Oberlippe ist halbkreisférmig und etwa 3 mm lang; zur Fruchtzeit vergrößert sich der
Réel
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=.
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 393
ch nur um ein geringes, nur das Scutellum wird bis 6—7 mm lang. Die Blumen-
rone ist dunkelblau, außen von abstehenden, drüsenlosen Haaren flaumig. Die
fisschen sind flügellos, kahl und dicht mit Warzen besetzt.
: Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an sonnigen, trockenen Abhängen
les Lipanye-Berges, um 2500 m ii. M. {n. 993. — Blühend und fruchtend
m Juni 1899).
- Die Art, welche zur Sect. Vulgares Benth. gehört, ist wohl am besten bei der
rt ppe der Peregrinae Boiss. unterzubringen. Von den bisher bekannten afrikanischen
irten ist sie schon habituell durch die violett gefärbten hohen Stengel, die kurzgestielten,
e hältnismäßig großen und derben Blätter und die reich verzweigten Blütenstände
erschieden.
a S. pusilla Gürke n.sp.; caulibus erectis, glanduloso-pubescentibus;
foliis oppositis, brevissime petiolatis, oblongo-lanceolatis, obsolete crenato-
atis, interdum integris, obtusiusculis, utrinque puberulis; racemis sim-
plieibus terminalibus; bracteis oblongo-lanceolatis; floribus longiuscule pe-
lunculatis; calyce extus puberulo; nuculis pilosis, obsolete gibbosis, haud
4]
vs
Eine ausdauernde Pflanze mit dickem Wurzelstock, dem zahlreiche Fasern ent-
springen. Die einfachen oder nur wenig verzweigten, aufrechten Stengel sind 6—20 cm
hoch, von kurzen, drüsentragenden Haaren sehr fein-flaumig. Die Blätter sind 1—2 mm
lang gestielt, länglich-lanzettlich, 40—15 mm lang, 3—6 mm breit, 21/,—5 mal so lang
ls breit, am Rande meist undeutlich kerbig-gezähnt (häufig sind nur an jeder Seite
des Blattrandes 3—4 Zähne vorhanden), oder auch ganzrandig, ziemlich stumpf, von
rautiger Consistenz und auf beiden Seiten ganz spärlich, meist nur längs der Adern
ain flaumig behaart. Die Blütenstände sind endständige, wenigblütige, 3—S cm
la age Trauben; die-Anzahl der Blütenpaare steigt selten bis auf 12. Die Tragblätter
der Blüten sind ungestielt, länglich-lanzettlich, ganzrandig, stumpf, fein-flaumig, also
lurchaus den Laubblättern in Gestalt ähnlich, aber nach oben zu an Größe abnehmend;
ie obersten sind nur 2—4 mm lang. Die Blütenstiele sind 3—4 mm lang, meist
m den Stengel eng angedrückt und aufrecht, fein-flaumig behaart wie der Stengel.
er Kelch ist flaumig behaart, teilweise violett gefärbt und zur Blütezeit 4 mm lang;
ur Fruchtzeit vergrößert er sich nur unbedeutend; nur das Scutellum auf der Rücken-
site der Oberlippe wird bis 6 mm lang. Die Blumenkrone ist ca. 15 mm lang; die
iterlippe ist bläulich, die Oberlippe rotviolett und flaumig behaart. Die Nüsschen
ind flügellos, schwach warzig und mit spärlichen Haaren besetzt.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an flachen, rasigen Abhängen des
ipanye-Rückens, um 2200 m ii. M. (n. 1265. — Blühend im September
899).
Die Art gehört zur Section Vulgares Benth. Von den bisher bekannten tropisch-
frik anischen Arten steht sie der S. Schweinfurthii Brig. wohl am nächsten, die aber
allen vegetativen Teilen erheblich größer ist und ganzrandige Blätter besitzt.
. Leonotis leonurus R. Br. Prodr. 504.
Kingagebirge: an Rändern des Schluchtenwaldes des Nyunda-Berges,
m 2500 m ü. M. (n. 956. — Blühend im Mai 1899).
… L. Goetzei Gürke n. sp.; suffrutex caulibus villosis vel velutinis
cts; foliis breviter petiolatis, late-ovatis vel suborbicularibus, basi atte-
atis, margine crenato, utrinque velutinis; bracteis linearibus, acuminatis;
lyce 8-dentato, dentibus acutissimis, supremo paullo longiore.
394 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. wb. d, bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga- Geb.-Exped. ete,
Ein 2 m hoher Halbstrauch mit aufrechten, dicht zottig oder sammetartig be-
haarten Stengeln. Die dichtstehenden, gegenständigen Blätter sind 5—10 mm lang
gestielt, breit-eiförmig oder meistens nahezu kreisförmig, 25—35 mm lang und nahezu
ebenso breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, am Rande gekerbt, oben ab-
gerundet, von krautiger Consistenz, aber sehr dick, auf beiden Seiten von anliegenden,
weichen Haaren dicht sammetartig, unterseits grünlich-weiß. Die Bracteen sind
linealisch, ungestielt, in eine lange, fast stechende Spitze verschmälert, gekrümmt,
5—7 mm lang, 1—1,5 mm breit, außen zottig behaart, innen kahl. Der Kelch ist
1 cm lang; die 8 Zähne sind beinahe von gleicher Länge, nämlich 4—2 mm, nur der
oberste ist um ein geringes länger. Die Blüten sind orangerot, dicht sammetartig be-
haart; die 3 Zipfel der Unterlippe sind weiß und unbehaart.
Kingagebirge: an mit Gras und Protea bestandenen Abhängen des
Djilulu-Berges, um 2200 m ü. M. (n. 918. — Blühend im Mai 1899).
Eine durch die Gestalt ihrer Blätter von allen aus dem tropischen Afrika bisher
bekannten Arten weit abweichende Species.
Leucas Nyassae Gürke in Engl. Bot. Jahrb. XXIL (1895) 137.
Eine 0,5 m hohe Staude, stark behaart; Blüten weiß, Oberlippe dicht mit langen,
weißen Haaren besetzt.
Ubena: auf Thalwiesen am Luhigibach, um 1900 m ü. M. (n. 809.
— Blühend im März 1899).
Einheim. Name: wamanga. |
Nepeta usafuensis Gürke n. sp.; caulibus erectis, hirtis; foliis bre-
viter petiolatis, late-ovatis, basi obtusis vel subcordatis, margine obsolete
serratis, utrinque asperis; spicastris terminalibus; verticillastris multifloris
congestis; bracteis late-ovatis, acutis; floribus brevissime pedunculatis; brac-
teolis linearibus, acuminatis; calyce tubuloso, extus pubescente, fauce recto
vel obsolete obliquo, 5-dentato, dentibus anguste-deltoideis, acuminatis
nuculis verrucosis.
Eine meterhohe, aufrechte Staude, deren Stengel von abstehenden, aber nicht sehr
starren, gegliederten Haaren rauh sind. Die Blätter sind 2—3 mm lang gestielt, breits
eiförmig, 145—25 mm lang, 40—20 mm breit, an den oberen Stengelteilen von noch
geringeren Dimensionen, am Grunde abgerundet oder etwas undeutlich-herzförmig, am
Rande mit einigen schwachen Sägezähnen versehen, meist aber fast ganzrandig, spilz,
von Consistenz fast lederartig, auf beiden Seiten von zerstreuten Gliederhaaren ziemlich
rauh, nur längs der Hauptnerven auf der Unterseite etwas stärker behaart. Die termis
nalen ährenförmigen Blütenstände bestehen aus 10—20 vielblütigen Scheinwirteln,
welehe im unteren Teile des Blütenstandes etwa 1—2 em von einander entfernt sind
Die Tragblätter der Scheinwirtel sind in Gestalt den Laubblättern ähnlich, also breit
eiförmig, spitz, nur nach oben zu allmählich kleiner werdend, Die Blüten sind
ca. 4 mm lang gestielt. Die Vorblätter sind linealischh 5—7 mm lang und kaum
I mm breit, lang zugespitzt, flaumig behaart, Der Kelch ist röhrenförmig, am Grunde
wenig schiefem Schlundeingang, 5-zähnig, im ganzen (mit den Zähnen) 6 mm lang; die
Zähne sind 2 mm lang, sehr schmal dreieckig, lang zugespitzt, sämtlich gleich lang
Die Blumenkrone ist weiß, in der Knospe gelblich; die Röhre ist 6—7 mm lang, 4
der Basis schmal, nach dem Schlunde zu allmählich erweitert, kaum den Kelch über
der Mittellappen kaum größer und nicht ausgerandet, Die Nüsschen sind länglie
eiförmig, mit feinen Warzen bedeckt, 4,5 mm lang,
i
ra
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 395
_ Usafua: an steilen Abhängen auf Lavaboden am Ngosi- oder Poroto-
“Berg, um 2300 m ü. M. (n. 1131. — Blühend und fruchtend im August
1899).
A Die Art gehört zur Section Eumepeta Boiss.; sie besitzt warzige Nüsschen und
"würde wohl am besten in der Section Macrostegiae unterzubringen sein.
4 Satureja simensis (Hochst.) Briq. in Engl.-Prantl, Nat. Pflanzenfam.
IV. 3a (1896) 303 (Calamintha simensis {Hochst.| Benth.).
Eine meterhohe Staude mit holzigem, rauhhaarigem Stengel, dunkelviolettem, be-
haartem Kelch und weißen Blüten, deren Oberlippe und Seitenlappen der Unterlippe an
den Enden bläulich gefärbt sind.
| Usafua: auf Lavaboden an steilen Abhängen des Ngosi- oder Poroto-
Berges, um 2300 m ü. M. (n. 1128. — Blühend im August 1899).
…._ Aeolanthus tuberosus Gürke n. sp.; herba perennis tuberifera; cau-
“libus erectis glaberrimis; foliis basilaribus longiuscule petiolatis, lanceolatis,
‘basi in petiolum attenuatis, integris, apice obtusis, carnosis, utrinque gla-
berrimis; foliis caulinis valde minoribus lineari-lanceolatis inflorescentiis
‘terminalibus spiciformibus vel basi ramosis; floribus sessilibus dorsiventra-
liter dispositis; bracteis lineari-lanceolatis, sessilibus, acuminatis; calyce sub
anthesi brevi-tubuloso, puberulo, 2-labiato, labi superiore truncato, inferiore
emarginato, post anthesin elongato.
Aus einer kugeligen oder etwas abgeplatteten, bis 4 cm im Durchmesser haltenden,
"zuweilen etwas lappig geteilten, verholzten Knolle erheben sich zahlreiche, aufrechte
oder schräg aufsteigende, völlig kahle, 15—30 cm hohe Stengel. Zwischen ihnen ent-
springen aus der Knolle bis 42 und wohl auch noch mehr grundständige Blätter.
Diese sind 2—5 cm lang gestielt, lanzettlich (21/),—4 mal, seltener bis 6 mal so lang als
breit), 7—A1 cm lang, 4,5—4 cm breit, am Grunde sehr allmählich in den Blattstiel
erschmälert, so dass eine feste Grenze zwischen Stiel und Lamina kaum erkennbar
ist, ganzrandig, aber zuweilen am Rande etwas wellig, stumpf, von Consistenz fleischig,
auf beiden Seiten kahl.‘ Die Blütenstengel tragen gegenständige Blätter, welche er-
heblich kleiner sind als die grundständigen; sie sind linealisch-lanzettlich (6—10 mal so
lang als breit), 2—4 cm lang, 2—5 mm breit, ungestielt, am Grunde verschmälert,
4 ganzrandig, spitzer als die grundständigen Blätter, von Consistenz fleischig und auf
beiden Seiten kahl. Die Blütenstände sind einfache oder am Grunde auch verzweigte
Ahren mit ungestielten, dorsiventral gerichteten Blüten. Die Tragblätter der Blüten
sind den Stengelblättern ähnlich, nur kleiner, nämlich meist nur 1 cm lang oder noch
| kürzer. Der Kelch ist zur Blütezeit kurz röhrenförmig, 1,5 mm lang und fast ebenso
breit, außen von kurzen Gliederhaaren fein flaumig, 2-lippig, die Oberlippe gestutzt, die
Unterlippe kürzer und etwas ausgerandet, so dass eine Spur von Zweiteilung erkennbar
ist; zur Fruchtzeit verlängert sich der Kelch bis auf 4 mm. Die Blumenkrone ist
weiß, die Unterlippe blau; Ober- und Unterlippe sind mit spärlichen Gliederhaaren
besetzt.
Livingstone-Gebirge: an unbewaldeten Abhängen des Yawulanda-
Berges, um 1500 m ü. M. (n. 848. — Blühend und fruchtend im April
1899).
; Die Art ist ausgezeichnet durch die Knollen, die nach meinem Wissen bei keiner
der bisher beschriebenen Arten bekannt sind; auch die großen, lanzettlichen, grund-
ständigen Blätter sind sehr charakteristisch. Die Species gehört zur Sect. Euaeolanthus
Brig. und zwar zur Gruppe Chilocalycina Brig.
396 Beitr. z. F1. v. Afr, XXIL Ber. wb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
A. glandulosus Gürke n. sp.; caulibus superne glanduloso-puberulis;
foliis lanceolatis, breviter petiolatis, basi attenuatis, margine integris, acutis,
carnosis, utrinque glandulosis; paniculis terminalibus e cymis compositis;
floribus sessilibus, dorsiventraliter dispositis; bracteis lanceolatis; calyce
glanduloso-puberulo, 5-dentato, labii superioris dentibus lateralibus longiori-
bus; corolla violacea.
Pflanze aufrecht, bis 50 cm hoch. Stengel im unteren Teil holzig, kahl, im
oberen Teil von sehr kurzen Drüsenhaaren feinflaumig und klebrig. Die Blätter sind
lanzettlich, 5—8 mm lang gestielt, 21/g—31/gmal so lang als breit, 4—8 cm lang,
4—2 cm breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, ganzrandig, spitz, von Con-
sistenz etwas fleischig und auf beiden Seiten mit ganz kurzen Drüsenhaaren bedeckt
und klebrig, aber ohne Vergrößerung durchaus kahl erscheinend. Der Blütenstand
ist endständig, locker-rispig, 10--25 cm lang; er besteht aus sehr lockeren Cymen,
welche 3—4 cm lang gestielt sind. Die Blüten sind ungestielt, dorsiventral gerichtet;
ihre Tragblätter sind lanzettlich oder lineal, 2—4 mm lang, selten über 4 mm breit,
ungestielt, spitz, fein drüsig behaart. Der Kelch ist zur Blütezeit glockig, außen von
sehr kurzen Drüsenhaaren fein-flaumig, 5-zähnig; der obere Zahn ist breit-dreieckig,
spitz, die beiden seitlichen Zähne sind dreieckig, spitz, länger als die übrigen; die beiden
Zähne der Unterlippe sind kürzer, ganz flach und stumpf und nur undeutlich von ein-
ander getrennt. Zur Fruchtzeit erreicht der Kelch eine Länge von 3,5 mm; er ist dann
röhrig, nach oben zu etwas erweitert; die beiden seitlichen Zähne sind noch etwas
länger geworden, als während der Blütezeit und treten deutlich vor den übrigen hervor;
die Unterlippe ist an die Oberlippe angedrückt und verschließt die Öffnung der Kelch-
röhre; der obere, abfallende Teil des Kelches ist 2,5 mm lang und der ganze Kelch ist
violett oder blau gefärbt. Die Blumenkrone ist blassviolett und mit spärlichen
Drüsenhaaren besetzt.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen des Muigi-
Berges, um 2100 m ü. M. (n. 4042. — Blühend und fruchtend im Juni
1899).
Die Art gehört zur Section Æuacolanthus Brig. und zwar zur Gruppe Guerkeand
Briq.; sie ist durch die Form des Kelches, dessen dreieckige Seitenzähne länger als die
übrigen Zähne sind, mit der bisher einzigen Art dieser Gruppe, A. Holstii Gürke, nahe
verwandt, aber doch, besonders durch die ungezähnten Blätter, deutlich verschieden.
Pycnostachys uliginosa Gürke n. sp.; herba caulibus erectis pubes-
centibus; foliis oblongis vel lanceolatis, sessilibus, margine serralis, apice
acutis, utrinque pubescentibus; spicastris terminalibus; bracteis linearibus,
quam calyces longioribus; ealyeis dentibus linearibus, haud spinescentibus,
aculis.
Die einfachen Stengel sind bis 70 em hoch und fein-flaumig behaart. Die
unteren Blatter sind länglich, kaum doppelt so lang als breit, gegen 4 cm lang und
bis 2,5 em breit; nach dem oberen Teile des Stengels zu werden die Blätter verhältnis-
mäßig schmäler und länger, lanzettlich und bis 5 mal so lang als breit, 5—6 cm lan
und 40-45 mm breit; sämtliche Blätter sind ungestielt, am Grunde abgerundet, klein-,
aber deutlich-gesägt, spitz, von Consistenz beinahe lederartig, auf beiden Seiten fein-
flaumig behaart, auf der Unterseite mit ziemlich deutlich hervortretendem Aderneta,
Die Scheinwirtel stehen in linglichen oder eiförmigen, dichtgedrängten Spicastris.
Die Bracteen sind linealisch, 8—9 mm lang, 4—1,5 mm breit, ungestielt, spitz, fein
flaumig behaart, Die Blüten sind ungestielt, Der Kelch besitzt eine breite, kurze,
A. Engler, Die von W. Goetze am Räkwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 397
nur 4,5 mm lange Röhre und 5 sehr schmale, linealische, spitze, 3—4 mm lange Zähne,
welche während der Blütezeit weich und nicht stechend sind; ob sie während der
“Fruchtzeit starrer werden wie bei anderen Arten, ist zweifelhaft, da ausgebildete Frucht-
En nicht vorhanden sind. Kelchröhre und -zähne sind flaumig behaart. Die Ge-
tlinge der Blumenkrone beträgt 45—17 mm; ihre Farbe ist ultramarinblau.
Ubena: moorige Einsenkungen am Luhigi-Bach, um 1900 m ü. M.
nm. 806. — Blühend im März 1899).
ii Am nächsten steht unsere Art wohl der P. reticulata (E. Mey.) Benth.; letztere hat
er meist schmälere, längere, deutlicher gezähnte Blatter mit stärker hervortretendem
Adernetz; auch sind bei P. reticulata die Stengel meist oben verzweigt und tragen
+ endständige Spicastra, während hier, wie es scheint, ein endständiger Blüten-
“stand die Regel ist, und ferner hat auch P. reticulata lingere und starrere Kelchzähne.
{ P. linifolia Gürke n. sp.; caulibus simplieibus puberulis; foliis ter-
atis, lanceolatis vel linearibus, ad apicem acutum versus serratis, utrinque
_pubescentibus ; spicastris terminalibus; bracteis linearibus: calycis tubo bre-
yissimo, dentibus 5 subulatis acutis, haud spinescentibus; corolla coerulea.
| Die einfachen oder wenig verzweigten Stengel sind bis 70 cm hoch und fein-
flaumig behaart. Die meist zu dreien stehenden Blätter sind ungestielt, lanzettlich
der auch fast linealisch, 45—35 mm lang, 2—4 mm breit, nach oben zu mit einigen
kleinen, aber trotzdem deutlichen Sägezähnen versehen, nach unten zu ganzrandig, spitz,
uf beiden Seiten grauweiß-flaumig behaart, mit mehreren auf der Unterseite kräftig
ervortretenden, parallel verlaufenden Nerven versehen; nach dem oberen Teil des
tengels zu sind die Blattquirle bis 8 cm von einander entfernt. Die Scheinwirtel
stehen in kurzen, eiförmigen, dichtgedrängten, terminalen Spicastris. Die Bracteen
sind linealisch, 6—9 mm lang, 4 mm breit, ungestielt, spitz, feinflaumig behaart. Die
Blüten sind ungestielt. Der Kelch besitzt eine breite, kurze, 1 mm lange Röhre und
5 sehr schmale, linealische, spitze, 2—3 mm lange, zur Blütezeit nicht stechende Zähne
welche aber zur Fruchtzeit vielleicht länger und starrer werden); Kelchröhre und -zähne
+ feinflaumig behaart. Die Gesamtlänge der azurblauen BEL one beträgt
10—12 mm.
_ Ubena: sumpfige Wiesen bei Liangira, um 1900 m ii. M. (n. 798. —
lühend im März 1899).
Die Art ist sehr ausgezeichnet durch die schmal-lanzettlichen oder linealen Blätter,
uf deren Unterseite die parallel verlaufenden Nerven deutlich hervortreten.
—._ P.urticifolia Hook. Bot. Mag. t. 5365.
—_ _Usafua: an Abhängen des Poroto-Berges, um 2300 m ii. M. (n. 1046.
(1 Blühend und fruchtend im Juni 1899).
5 Ein 2—3 m hoher, breit wachsender Strauch mit weich behaarten jungen Zweigen,
_ wioletten Bracteen und ultramarinblauen, außen behaarten Blüten.
Plectranthus albo-violaceus Gürke n. sp.; suffrutex caulibus pube-
Tulis; foliis longissime petiolatis, late-ovatis, basi attenuatis, margine grosse-
dentatis, apice acuminatis, utrinque subglabris; paniculis terminalibus laxis ;
| spicastris laxis; verticillastris 4—6-floris; bracteis lanceolatis, minimis; ca-
lyce longiuscule pedunculato, 2-labio, puberulo; labio superiore late-ovato,
apice rotundato; labii inferioris dentibus lateralibus anguste-deltoideis, acutis,
_ déntibus inferioribus angustissime-deltoideis, acuminatis; corollae tubo basi
vix ampliato.
398 Beitr. z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
Ein 2 m hoher Halbstrauch von breitem, sparrigem Wuchs. Die Stengel sind von
gegliederten Haaren feinflaumig, nach unten zu kahl werdend. Die gegenständigen.
Blätter sind bis 8 em lang gestielt, breit-eiförmig, zuweilen fast rhomboidisch, die
größten bis 44 em lang und 8 cm breit, am Grunde deutlich in den Blattstiel ver-
schmälert und an demselben herablaufend, am Rande grob gezähnt, allmählich und
lang zugespitzt, von Consistenz dünn krautartig, auf beiden Seiten mit sehr vereinzelten,
kurzen Gliederhaaren besetzt, ohne Vergrößerung kahl erscheinend und sich nur etwas
rauh anfühlend. Die terminalen Rispen sind bis etwa 40 cm lang, sehr locker, mit
bogig aufstrebenden Spicastris; die Scheinwirtel sind im unteren Teile etwa 4 cm von
einander entfernt und 4—6-blitig; die Achsen des Blütenstandes sind in derselben Weise
von Gliederhaaren feinflaumig wie der Stengel. Die Deckblätter sind lanzettlich,
2—3 mm lang, ungefähr 1 mm breit, spitz. Der Kelch ist 4 mm lang, gestielt, glocken-
förmig, 2-lippig, mit spärlichen Gliederhaaren besetzt; die Oberlippe ist aufwärts ge-
richtet, breit-eiförmig, beinahe rundlich, oben stumpf und abgerundet, an den Seiten
nur ganz unbedeutend herablaufend; die Unterlippe ist länger als die Oberlippe und
besteht aus 4 Zähnen; die seitlichen sind schmal-dreieckig, schief, spitz; die unteren
sind schmäler und länger als die seitlichen und noch länger zugespitzt; die Gesamt-
länge des Kelches beträgt 4 mm; zur Fruchtzeit vergrößert er sich nur ganz unbedeutend.
Die Blumenkrone ist weiß, die Oberlippe am Schlunde violett gefärbt; die Röhre ist
kahl, am Grunde nach hinten zu nur unbedeutend erweitert und 6 mm lang; die Zipfe
der Blumenkrone sind flaumig behaart.
Rungwe-Stock: In schattigen Schluchten des Kalenga-lenga-Berges,
um 4700 m ü. M. (n. 4440. — Blühend im Aug. 1899).
Unsere Art gehört zur Untergattung Germanea (Lam.) Benth. und würde wohl
am besten bei der Section Laxiflort Brig. unterzubringen sein. Die Blätter sind für
eine Pleetranthus-Art verhältnismäßig groß und sehr lang gestielt.
P. adenophorus Gürke n. sp.; tuberi globoso; caule erecto tenui,
subsimplici glanduloso; foliis minimis, brevissime petiolatis, lanceolatis,
margine subdentatis, apice obtusis, utrinque glabris; racemis simplicibus ter-
minalibus brevibus; verticillastris 2-floris; bracteis minimis lanceolalis
glandulosis; floribus breviter pedunculatis; calyce obsolete-2-labiato, extus
glanduloso; labio superiore rotundato mucronato; labii inferioris dentibus
lateralibus deltoideis, breviter acuminatis, dentibus inferioribus longioribus
anguste-deltoideis; corollae labio superiore 4-lobo, labio inferiore calcei-
formi. :
Eine Pflanze mit dünnem, aufrechtem, 40—20 cm hohem, nach unten zu kahlem
oben mit abstehenden, gegliederten drüsentragenden violetten Haaren bedecktem Stengel,
welcher aus einer rundlichen, bis 7 mm im Durchmesser haltenden Knolle entspringt
Die gegenständigen Blätter sind A—3 mm lang gestielt, lanzettlich, bis 45 mm lang
und bis 6 mm breit, am Grunde in den Blattstiel verschmälert, am Rande mit 4—2 un
deutlichen Sägezähnen versehen oder auch oft ganzrandig, mit stumpfer Spitze, aul
beiden Seiten kahl. Die Blütenstände sind endständige, bis 5 cm lange, einfache
Trauben, da die Cymen in den meisten Fällen auf eine Blüte reduciert, demgemäß
also die Scheinwirtel nur 2-blütig sind; nur ausnahmsweise sind die Gymen 2-blütig
Die Braeteen, aus deren Achseln die Blüten entspringen, sind lanzettlich, kurz ges
stielt, stumpf, 2—3 mm lang, mit gegliederten Drüsenhaaren besetzt. Die Blüten
sticle sind 3—5 mm lang, zuerst schräg aufwärts gerichtet, zur Fruchtzeit bogig na
unten gekrümmt und in derselben Weise wie der Stengel und die Blütenstandsachse |
drüsig behaart. Der Kelch ist 4 mm lang, gloekenförmig und undeutlich 2-lippig, dicht
mit langen, gegliederten Drüsenhaaren bedeckt; die Oberlippe ist aufwärts gerichtet,
breit-halbkreisförmig, kurz zugespitzt, an den Seiten nur ganz unbedeutend herablaufend ;
die Unterlippe ist nur wenig länger als die Oberlippe und besteht aus 4 Zähnen; die
seitlichen sind gleichseitig-dreieckig und ziemlich lang zugespitzt; die unteren sind
länger, schmal-dreieckig und lang zugespitzt. Die Blumenkrone ist dicht mit violetten,
langen, zum Teil drüsentragenden Gliederhaaren besetzt; ihre Röhre ist fast gerade,
nach dem Schlunde zu allmählich trichterförmig erweitert, und an der Basis nicht
höckerig oder gespornt; die Oberlippe ist aufrecht und kurz-4-lappig; die Unterlippe
ist geradeaus oder ein wenig abwärts gerichtet und pantoffelförmig.
Kingagebirge: auf trockenen, mit Felsblöcken übersäeten Halden
des Kipengere-Rücken, um 2700 m ü. M. jn. 960. — Blühend im Mai
1899). |
! Diese neue Art ist eine sehr auffallende Erscheinung innerhalb der Gattung, und
man könnte vielleicht im Zweifel sein, ob man in ihr nicht besser den Typus einer
neuen Gattung sehen könnte. Jedoch sind die sie charakterisierenden Merkmale in
ihren Einzelheiten doch nicht so abweichend, da sie in geringerer Ausbildung auch bei
anderen Formen der Gattung vorkommen, und deshalb erscheint es wohl geeigneter,
die Pflanze der Gattung Plectranthus anzugliedern. Sicherlich könnte man sie aber nur
mit Zwang zu einer der bisher aufgestellten Sectionen bringen, und es ist wohl ge-
rechtfertigt, sie als Vertreter einer besonderen Section zu betrachten. Die auffallendsten
Merkmale sind folgende: Ein meist spannhoher, meist einfacher, dünner Stengel, welcher
nach unten zu kahl, nach oben zu dagegen, ebenso wie alle Blütenteile, mit violetten,
abstehenden, gegliederten Drüsenhaaren bedeckt ist, und aus einer kleinen, kugeligen
Knolle entspringt. Die Cymen sind auf je 4 Blüte reduciert, d. h. also, die Scheinwirtel
sind 2-blütig, und demnach erscheinen die kurzen endständigen Blütenstände als ein-
fache Trauben. Der Kelch ist nach 1/, zweilippig, aber die Zähne der Unterlippe über-
ragen nur wenig die Oberlippe. Auffallend ist ferner die pantoffelförmige Ausbildung
der Unterlippe der Blumenkrone. Ich belege die Section, als deren Typus die Pflanze
zu betrachten ist, mit dem Namen Pedilochilus. Dieselbe würde wegen der Form des
Kelches der Untergattung Germanea einzuverleiben sein und sich der von mir früher
aufgestellten Section Singuliflori anschließen, welche ja gleichfalls durch die auf
4 Blüte reducierten Cymen ausgezeichnet ist. Habituell sind aber beide Sectionen voll-
ständig von einander verschieden. Ein zweites Merkmal für die neue Section ist die
pantoffelférmige Ausbildung der Kronenunterlippe, an welche Eigenschaft durch den ge-
wählten Namen erinnert wird.
P. subacaulis Bak. in Kew Bull. 1895 p. 73.
Unyika: auf feuchten Wiesen der Mbozi-Hügel, um 1600 m. ü. M.
(n. 1427. — Blühend im Nov. 1899).
4 Eine bis 35 cm hohe Staude mit Knollen und blassvioletten Blüten.
P. floribundus N. E. Br. in Kew Bull. 1894 p. 12.
Kingagebirge: in Schamben bei Bulongwa, um 2100 m ü. M.
in. 1200. — Blühend im September 1899).
- Oberes Kondeland: Umalila: auf rasigen Abhängen des Baudimi-
Berges, um 2300 m ü. M. (n. 1470. — Blühend im November 1899).
Eine bis meterhohe Staude mit hellgelben Blüten, bei den Eingeborenen nyowera
genannt, deren Knollen gegessen werden. Nach den Bemerkungen des Sammlers scheint
s, dass sie an dem ersteren Standort angepflanzt, an dem zweiten angeführten Stand-
rt aber mit Sicherheit wild vorkam.
=
+
400 Beitr.z.Fl.v. Afr. XXIT. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. |
ven aa
Coleus rivularis Vatke in Linnaea XXXVI. (1872) 320.
Oberes Kondeland: Umalila, an sumpfigen Ufern des Tumbiri-
Baches, um 1900 m. ü. M. (n. 4356. — Blühend im October 1899).
Eine fußhohe, starke Ausläufer treibende, stark behaarte Staude mit hellblauen,
dunkler gefleckten Blüten. 4
Moschosma multiflorum (Hochst.) Benth. in DC. Prodr. XII. (1848)
p. 49.
Usafua: an Bachufern bei Utengule, um 14400 m ti. M. (n. 1058.
Blühend im Juni 1899).
Eine meterhohe Staude mit überhängenden Zweigen und blassvioletten Blüten.
N
apice obtusis, utrinque pubescentibus; spicastris brevibus, laxis; bracteis
lanceolato-ovatis; verticillastris plerumque 4-floris; floribus longiuscule
pedunculatis; calycis labio superiore late-ovato vel suborbiculari, obtuso,
labii inferioris dentibus lateralibus anguste-deltoideis acutis, dentibus inferi-
oribus angustissime-deltoideis acutis; genitalibus haud exsertis. |
Die Stengel sind bis 50 cm hoch und nach oben zu fein-flaumig behaart, nach:
unten zu kahl werdend. Die oberen Blätter sind ungestielt oder héchstens 4 mm lang
gestielt, verkehrt-eiförmig, bis 42 mm lang und 4—6 mm breit, am Grunde verschmialert,
am Rande gekerbt-gesägt, mit stumpfer oder abgerundeter Spitze, auf beiden Seiten
von angedrückten Haaren fein-flaumig. Die Spicastra sind blattwinkelständig, locker,
6—8 cm lang. Die Bracteen sind eiförmig bis lanzettlich, ungestielt, 3—4 mm lang,
spitz, flaumig behaart. Die Scheinwirtel sind meist 4-blütig, zuweilen aber auch
2-blütig. Die Blütenstiele sind 4—5 mm lang und verhältnismäßig dünn. Der
Kelch ist zur Blütezeit 5 mm, zur Fruchtzeit 6—7 mm lang; seine Oberlippe ist breit
eiförmig oder fast halbkreisförmig, stumpf, an den Rändern herablaufend; die seitlichen‘
Zähne der Unterlippe sind schmal dreieckig, spitz, kürzer als die Oberlippe; die unteren
Zähne sind noch schmäler, spitz, aber nicht stechend und ungefähr so lang wie die
Oberlippe. Die Blumenkrone ist blassrosa, mit dunkleren Strichen, hat eine gerade
Röhre; die Staubgefäße sind erheblich kürzer und ragen nicht aus dem Schlunde
heraus.
Unyika: auf grauem Laterit, in lichtem Buschwald der Mbozi-Higel
um 4600 m ü. M. (n. 4387. — Blühend und fruchtend im October och
Die Art gehört zur Section Virgalé Brig. Die oben gegebene Beschreibung ist
insofern unvollständig, als die Stengel an dem vorliegenden Exemplar fast blattlos sind;
die angegebenen Maße beziehen sich auf wenige, an den oberen Teilen der Stenget
vorhandenen Blittchen, während die eigentlichen Stengelblätter offenbar viel größer sin
Ocimum decumbens Gürke n. sp.; caulibus decumbentibus; foliis
brevissime petiolatis, late ovatis vel suborbicularibus, basi subattenuatis,
margine inlegris, apice obtusis, supra subglabris, subtus puberulis; spicastris
terminalibus brevibus; verticillastris 6-floris; calycis labio superiore semis
orbiculari, mueronato, marginibus decurrentibus; labii inferioris denlibus
lateralibus truncatis, dentibus inferioribus subulatis; corollae tubo quam
calyx vix longiore; staminibus posterioribus appendicicula pilosa munitis. —
Bes.
; ek. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 401
Eine niedere, 10—45 cm hohe Staude mit zahlreichen, auf dem Boden nieder-
liegenden oder bogenförmig aufsteigenden, flaumig behaarten Stengeln. Die gegen-
ständigen Blätter sind 1—3 mm lang gestielt, sehr breit eiförmig oder auch nahezu
‘ki eisrund, bis 48 mm lang und bis 45 mm breit, am Grunde ein wenig in den Blattstiel
yerschmalert, ganzrandig, stumpf, auf der Oberseite fast kahl oder nur mit ganz zer-
streuten und kurzen Haaren besetzt, unterseits grauweiß feinflaumig. Die endständigen
Spicastra sind 2--3 cm lang, dicht. Die Scheinwirtel sind meist 6-blütig. Der
Kelch ist zur Fruchtzeit glockig, feinflaumig behaart, 5 mm lang; die Oberlippe ist
halbkreisförmig oder eher noch breiter als lang, mit kurzer undeutlicher Spitze und mit
beinahe bis zur Hälfte der Kelchröhre herablaufenden Seitenrändern; die seitlichen Zähne
der Unterlippe sind abgestutzt; ihr oberer Rand ist gewimpert und bildet eine bogen-
formig verlaufende Linie; die untersten Zähne der Unterlippe sind deutlich pfriemen-
förmig und meist etwas nach innen gebogen. Die Blumenkrone ist blassviolett,
“nach oben zu etwas dunkler gefärbt; ihre Röhre ist 5—6 mm lang. 5
Oberes Kondeland: Umalila, an rasigen Abhängen des Uwurungu-
Berges, um 2200 m ü. M. (n. 1458. — Blühend und fruchtend im Nov.
1899).
| Gehört zur Section Ocimodon Benth. und zwar zur Gruppe Hiantia Benth. Am
‚nächsten steht die Art dem O. obovatum E. Mey., welche aber meist höhere und auf-
rechte Stengel, schmälere, spitze und häufig gezähnte Blatter besitzt.
0. obovatum E. Mey. Comm. 226.
Kingagebirge: an flachen, rasigen Abhängen des Pikurugwe-Riickens,
um 2500 m ü. M. (n. 1246. — Blühend und fruchtend im Sept. 1899).
x
Solanaceae (U. Dammer).
Discopodium penninervium Hochst. in Flora XXVII. (1844) p. 22.
4—5 m hoher sparrig wachsender Strauch mit gelblichgrinen behaarten Blüten.
Usafua: Ngosi-Berg am Kratersee, um 2200 m ti. M. (n. 1294. —
Blühend am 26. Sept. 1899).
— Die vorliegenden Exemplare weichen nur unbedeutend durch etwas größere Blätter
und Blüten von den abyssinischen Originalpflanzen ab. Bisher ist die Art außerhalb
Abyssiniens nicht gefunden worden. Es befinden sich aber im Berliner botanischen
Museum Blattexemplare einer Pflanze aus Usambara (Albers 443 und 384), welche
möglicherweise ebenfalls zu dieser Gattung gehören. Sie weichen dadurch ab, dass die
eigentümliche Behaarung der jungen Blätter auch auf den alten Blättern bleibt. Viel-
leicht gehört zu dieser Art auch ein von STUHLMANN unter n. 16432 aufgenommenes
Blatt,
*
Scrophulariaceae (A. ENGLER).
Halleria lucida L. Spec. ed. I. 625.
— Kingagebirge: im Schluchtenwald des Kinyika-Berges, um 2600 m
M. 946. — Blühend am 26. Mai 1899).
5—6 m hoher Baumstrauch von breitem Wuchs (GoETzE).
Ambulia gratioloides (R. Br.) Baill. Hist. d. pl. IX. 454.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, im Msimasi-Sumpf, um 1200 m
n. 4030. — Blühend und fruchtend am 10. Juni 1899).
Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 26
402 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
Lindernia (Vandellia) rupestris Engl. n. sp.; herba annua, radice
fibrosa; caule brevi simplici vel parce ramoso imprimis angulis tenuiter
albo-piloso; foliis sessilibus, subtus nervis albo-pilosis, ovatis, utrinque 3—4-
dentatis, 3—5-nerviis; floribus 3—5 apice caulis congestis; bracteis lineari-
lanceolatis, prophyllis anguste linearibus acutis; calycis laciniis lineari-lanceo- .
latis acutis margine albo-pilosis; corollae tubo infundibuliformi calyci aequi-
longo, labio superiore late obcordato, labio inferiore fere 2-plo majore tri-
lobo, lobis lateralibus quam anticus paullo minoribus, staminum lateralium
antheris filamentis aequilongis, anticorum filamentis basi curvatis et gibbosis.
Die Pflanze ist 0,6—4 dm lang, mit 1—1,5 cm langen Internodien. Die mittleren
Blätter sind etwa 4—4,2 cm lang und 7—8 mm breit, die unteren und oberen etwas
kleiner. Die Bracteen sind 5 mm lang, desgleichen die kaum 4 mm breiten Kelchblätter
An der Blumenkrone ist die Röhre 3 mm, die blaue Oberlippe 2,5 mm, die weiße, mit
gelbem Flecke versehene Unterlippe 4 mm lang.
Östl. Livingstone-Gebirge: Ubena, in der Tsansingewe-Landschaft,
in dünner, Quellwasser ansammelnder Humusschicht auf felsiger Unterlage,
um 2100 m ü.M. (n. 811. — Blühend am 29. März 1899).
Einheim. Name: kulmanga.
Die Art erinnert etwas an L. abyssinica Engl., aber sie ist zarter, dünnblättriger,
sodann sind die Abschnitte des Kelches viel länger und die Röhre des Kelches kurz.
Selago Nyasae Rolfe in Fl. trop. Afr. V. 270.
Kingagebirge: in verwilderten Schamben von Bulongwa, um 2200 m
(n. 922. — Blühend am 19. Mai 1899).
Meterhohe Staude mit holzigem Stengel und weißen, im Verblühen gelben Blüten.
S. thyrsoidea Baker in Kew Bull. 1898 p. 159.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, um 2700 m (n. 961. — Blühend
am 28. März 1899).
0,5 m hohe, buschige Staude mit verholztem Stengel und hellblauen Blüten.
S. Goetzei Rolfe n. sp.; erecta, ramosa; ramis teretibus pubescentibus;
foliis fascieulatis lineari-lanceolatis vel linearibus, acutis, prope apicem
saepe denticulatis, parce pubescentibus; floribus in paniculam compactam
vel corymbosam ad apicem ramorum dispositis, breviter pedicellatis; brac-
leis lineari-lanceolatis, acutis ciliatis; calycis lobis triangulari-oblongis, cilia-
lis, tubo fere aequalibus; corollae tubo lineari-oblongo, lobis elliptico-ob-
longis.
Die Pflanze ist 4—6 dm hoch. Die Blätter sind 1—8 cm lang, die größeren”
6 mm breit. Die Bracteen sind 5—7 mm lang. Der Kelch ist 3,5 cm lang. Die a
der Blumenkrone ist 4—5 mm lang, die Abschnitte sind 1,25 mm lang. 2
Usafua: Abhänge des Poroto-Berges um 2300 m (n. 1043, — Blühend
am 42. Juni 1899),
Die Art erinnert an S. coerulea Rolfe, ist aber höher und zeichnet sich durch die
lineal-lanzettlichen Blätter, sowie durch größere Blüten aus,
Melasma indicum (Benth.) Wettst. in Engler-Prantl, Nat. Pflanzenfams
IV. 3%. p. 9. à
Var, montieolum Engl.; caule erecto 3-6 dm alto; foliis erectis—
+
Pe Sri
Bila À. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 403
“appressis minoribus, oblongis 1,5—2 cm longis, 5—8 mm latis, argute
_serrato-dentatis.
- Ubena: an moorigen Einsenkungen am Luhigi-Bach, um 1900 m
Oberes Kondeland: Usafua, am nördlichen Fuß des Rungwe-Stockes,
zwischen Gras an Abhängen, um 2000 m (n. 1137. — Blühend am 7. Aug.
Sopubia trifida Hamilt. in Don Prodr. Fl. nepal. 88.
Oberes Kondeland: Usafua, an Abhängen des Beya-Berges zwischen
"hohem Gras, bei 1900 m (n. 1079. — Blühend am 3." Juli 1899).
. Bis 4 m und darüber hohe, buschige Staude.
S. lanata Engl. in Bot. Jahrb. XVII. 66.
Oberes Kondeland: Usafua, auf dem welligen, grasigen Hochplateau
von Utengule, um 1600 m (n. 1034. — Blühend am 14. Juni 1899).
Bis 5 dm hoch.
Buechnera (§ Imbricatae) rungwensis Engl. n. sp.; caudiculo bre-
“vissimo caules 2—3 erectos dense pilosos emittente; foliis inferioribus
lineari-oblongis obtusis basin versus cuneatim angustatis uninerviis, foliis
‘aulinis paucis inferioribus lineari-lanceolatis, superioribus linearibus acutis,
sparse pilosis; bracteis imbricatis cum calyce densiuscule pilosis, lanceolatis ;
calycis laciniis anguste triangularıbus quam tubus 3—4-plo longioribus;
Corollae tubo angusto leviter curvato quam calyx duplo longiore segmentis
‘limbi obovatis, superioribus paullo minoribus.
Die Pflanze besitzt eine ziemlich starke Pfahlwurzel und entwickelt aus dem
Grundstock 2—3 1,5—2 dm lange Stengel. Die grundständigen Blätter sind 2—2,5 cm
lang und etwa 5—7 mm breit; am Stengel stehen bei unseren Exemplaren nur 2 Paare
“von 4—4,5 cm langen und nur 1,5—2 mm breiten Blättern. Die Ahren sind 2—4 cm,
die Bracteen etwa 1 cm lang und 2 mm breit. Die Röhre der hellvioletten Blumen-
_krone ist 1,2 cm lang und 4 mm weit, während die größeren Abschnitte des Saumes
‘8
_ Eine ausgezeichnete Art, welche mit B. Poggei Engl. und B. Welwitschii Engl.
| e itfernt verwandt ist.
6B. (§ Imbricatae) crassifolia Engl. n. sp.; rhizomate brevi, crasso
“subtuberoso, caules 1—2 simplices vel e basi ramosos densiuscule
libus quam terminalis minoribus; bracteis e basi lata lanceolatis a
medio recurvis, ciliatis, prophyllis lineari-lanceolatis acutis; calycis
26*
404 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
viter piloso, segmentis obovatis, majoribus tubi circ. 1/,; longitudine
aequantibus.
Die Stengel sind 3—5 dm lang, mit 3—5 cm langen Internodien. Die Grundblätter
sind 3 cm lang und 4 cm breit, die Stengelblätter 4,5—2,5 cm lang und 2—3 mm breit.
Die Ahren stehen auf 2 cm langen Stielen und sind 2—3 cm lang. Die Bracteen sind
etwa 4—5 mm lang, unten 2 mm breit, die Vorblätter wenig kürzer. Der Kelch is
6 mm lang mit 4—1,2 mm langen Zähnen. Die hellblaue, im Schlunde weiße und
weißhaarige Blumenkrone besitzt eine 1—1,2 cm lange, 1 mm weite Röhre und 6 mm
lange, 4 mm breite Abschnitte an der Unterlippe, etwas kleiner an der Oberlippe.
Kingagebirge: an Bergabhängen des Kirunde-Berges, um 2000 m.
Auch diese Art gehört in die Verwandtschaft von B. Poggei Engl. und B. Wel-
witschit Engl.; sie ist namentlich durch die dicken, fleischigen Blätter und die dichter
Ähren kleiner Blüten ausgezeichnet.
B. ($ Imbricatae) minutiflora Engl. n. sp.; annua, spithamea, vio-
lascens, caule tenui foliato, minute et sparse piloso, simplici vel superne
ramoso, rarius basi et medio ramoso; foliis basalibus parvis oblongis,
caulinis linearibus acutis patentibus; spicis brevibus densifloris;
bracteis patentibus, e basi concava lanceolatis, prophyllis angustis linearibus
calycis dimidium vix aequantibus; calycis breviter sparse pilosi dentibus
triangularibus acutis quam tubus 5-plo brevioribus; corollae parvae
violaceae tubo angusto, segmentis limbi oblongo-obovatis parum
inaequalibus.
Nur 4—14,5 dm hoch, mit 1,5—2 cm langen Internodien. Die Grundblätter sind
etwa 8 mm lang und 4 mm breit, die Stengelblätter 2 cm lang und 4 mm breit. Die
Ähren sind etwa 4,5 cm lang und breit, häufig steht noch unterhalb der Ahren ein
Blütenpaar in den Achseln zweier Laubblätter. Die Bracteen sind etwa 8 mm lang
die Vorblätter 3—4 mm. Die Röhre des Kelches ist 5 mm lang, während die Zähne
4 mm messen. Die 6 mm lange Blumenkronenröhre trägt höchstens 2 mm lange und
4 mm breite Saumabschnitte.
Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Ukwama-Berges, um 2500
(n. 912. — Blühend am 16. Mai 1899).
Diese kleine Art ist durch ihre Verzweigung der B. angolensis Engl. ähnlich,
B. ($ Vagiflorae) mossambicensis Klotzsch in Peters Moss. Bot. 224.
Var. usafuensis Engl.; usque 1 m alta, floribus majoribus, calyce
longius dentato. | |
Usafua: an trockenen Abhängen des Songwe-Thales um 1400
'n. 4053. — Blühend und fruchtend am 22. Juni 1899).
B. ($ Vagiflorae) kingaensis Engl.; rhizomate crasso lignosQ
caules numerosos emittente; caulibus foliatis, quadrangulis, infre
folia glabris, supra folia breviter pilosis; foliis lanceolatis margine cilio
latis superioribus in axillis floriferis, bracteis laxe dispositis late lan
ceolatis calycem aequantibus vel superantibus, prophyllis linearibus calyce
2—2'/,-plo brevioribus; calycis dentibus elongato-triangularibus quam tubus
5—6-plo brevioribus, minute ciliolatis; corollae flavo-viridis tube
tenui quam calyx 1'/,-plo longiore glabro, limbi segmentis lineari-
j
oblongis, majoribus quam tubus triplo brevioribus; capsula lineari-oblonga
calyce inclusa.
Eine Staude mit kräftigem, etwas verzweigtem Grundstock, dem 40—45 einfache
oder etwas verzweigte 2,5—4 dm lange Stengel mit 2—3 cm langen Internodien ent-
springen. Die Blätter sind 1,5—2,5 cm lang, 3—5 mm breit und gehen allmählich in
die 1—0,8 mm langen, 4—3 mm breiten Bracteen über. Der Kelch ist fast 4 cm lang
und hat 4,5 mm lange Zähne. Die leicht gekrümmte Röhre der gelblichgrünen Blumen-
_krone ist 4,2 cm lang und ihre Saumabschnitte sind 4 mm lang, 4,5 mm breit. Die
Kapsel ist 7 mm lang, 2,5 mm breit.
Kingagebirge: am Südwestabhang des Pikurugwe-Rückens auf flachen,
rasigen Abhängen, um 2500 m (n. 1242. — Blühend und fruchtend am
14. Sept. 1899).
| Cyenium rubriflorum Engl. n. sp.; radice valde fibrosa, rhizomate
brevi, caulibus nonnullis decumbentibus vel adscendentibus, fo-
liatis, sparse albo-pilosis; foliis internodia aequantibus vel superantibus
lanceolatis, integris vel utrinque + distincte 2—4-dentatis, den-
tibus porrectis vel patentibus; pedicellis axillaribus quam folia brevioribus;
prophyllis spathulatis; calycis laciniis linearibus acutis quam tubus obconicus
11/,-plo longioribus; corollae rubrae tubo quam calyx triplo longiore, seg-
mentis limbi majoribus late obovatis tubum longitudine nondum aequantibus.
| Die einzelnen Stengel sind 1—2 dm lang, mit 4—3 cm langen Internodien ver-
sehen und tragen 1—2,5 cm lange, 3—4 mm breite Blätter, welche teils ganzrandig,
teils mit 1—2 mm langen Zähnen versehen sind. Die Blütenstiele sind etwa 4 cm lang
und tragen 2 mm lange Vorblätter. Die Kelchröhre ist 3—4 mm lang, während
die Kelchzähne 5 mm lang und 4 mm breit sind. Die Röhre der hellkrapproten
_Blumenkrone ist 2 cm lang, während die größeren Saumabschnitte 1,5 cm lang und
breit sind.
Unyika: Land des Mpagara, am Mbowu-Fluss, um 4000 m (n. 1402.
_— Blühend am 1. Nov. 1899).
Die Art nähert sich etwas dem C. serratum (Klotzsch) Engl., besitzt aber viel
“schmälere und spitze Kelchzähne, unterscheidet sich auch durch eine dünnere und kahle
_ Blumenkronenröhre. Durch dieselben Merkmale ist es auch von ©. Heuglinit (Hochst.)
-Engl., welches bisweilen den gleichen Habitus wie unsere neue Art zeigt, verschieden.
Striga gesnerioides (W.) Vatke in Ost. Bot. Zeitschr. 1875 p. MM.
Unteres Kondeland: in der sandigen, der Überschwemmung nicht
-ausgesetzten Grassteppe in der Nähe des Nyassa-Sees, um 500 m (n. 874.
_— Blühend am 25. April 1899).
Bartschia abyssinica Hochst. in Schimp. pl. abyss. I. 356.
R Usafua: am Ngosi- oder Poroto-Berg, an steilen, lavareichen Ab-
hängen, um 2300 m (n. 1127. — Blühend am 5. Aug. 1899).
4 m hoch, zwischen Gräsern.
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 405
Orobanchaceae (A. ENGLER).
Orobanche minor Sutton in Transact. Linn. Soc. IV. 179.
{ Livingstone-Gebirge: Ukinga, am Mugire-Bach bei 1800 m in der
Nähe von Schamben (n. 824. — Blühend am 31. März 1899).
406 Beitr.z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Gesneraceae (A. ENGLER).
Streptocarpus Goetzei Engl. n. sp.; herba magna; folio unico
sessili vel breviter petiolato, magno crasso, subtus violaceo-
purpureo, supra viridi, metallice nitido, utrinque, subtus imprimis nervis,
albo-piloso, oblongo-ovato, margine crenato, nervis lateralibus I. validis
utrinque circ. 20 vel pluribus patentibus, venis inter nervos obliquis paullum
prominentibus; pedunculis 1—2 quam folium 41/,—2-plo longioribus |
triente superiore composito-paniculatis, dense albo-pilosis, ramis.
erectis multoties dichasialibus compressis, bracteis linearibus
obtusis, pedicellis tenuibus; calycis tubo brevissimo, laciniis elongato-
triangularibus acutis, corollae breviter pilosae violaceae tubo cylindrico,
fuscae albido, limbo subaequaliter 5-lobo, lobis breviter obovatis;
staminibus 2 brevibus in tubi dimidio superiore inclusis; ovario elongato
attenuato dense cinereo-piloso; capsula valde elongata.
Auffallende Pflanze von der Tracht und Größe des bekannten Str. Wendlandit
Hort. Damman. Der Blattstiel ist 4—2 cm lang, die Blattspreite 2—3,5 dm lang und
2—3 dm breit, mit sehr kräftigen, etwa 2 cm von einander abstehenden Seitennerven.
Die Inflorescenz ist 5 dm lang, mit 1,5—1 dm langen Hauptästen, welche unregelmäßig
dichasial verzweigt sind, indem die auf dünnem 2 cm langen Stiel stehende jedesmalige
Endblüte von den kräftigeren Seitenzweigen überragt wird; ein Blütenstand trägt mehr als
400 Blüten. Die unteren Bracteen sind 2 cm lang und 5 mm breit, die oberen all-
mählich kürzer und schmäler, die letzten 2 mm lang und 0,5 mm breit. Der Kelch
besitzt eine etwa 4 mm lange Röhre und 2,5 mm lange, 4 mm breite Zähne. Die Röhre
der Blumenkrone ist 2 em lang und die vorderen Saumabschnitte sind 4 cm lang und
breit. Die Kapsel wird 5—7 cm lang und ist 2 mm dick.
Livingstone-Gebirge: am Abhang des Yawulanda-Berges, unter Fels-
blöcken, bei 1800 m (n. 854. — Blühend und fruchtend am 18. April
1899). |
Diese prachtvolle Art ist ein vollkommenes Seitenstück zu Str. Wendlandii; das
Blatt ist ähnlich, aber der Blütenstand und die Blüten sind durchaus verschieden; die
stark dichasiale Verzweigung, die zusammengedrückten, unter spitzem Winkel auf-
steigenden Zweige charakterisieren unsere Art gegenüber der genannten. Auch sind bei
Str. Wendlandii die vorderen Abschnitte der Blumenkrone mehr länglich-eiförmig und
blasser gefärbt,
Lentibulariaceae.
Es wurden mehrere Arten von Utricularia gesammelt, aber leider sind dieselben
von Herrn Prof, Kasienski, dem sie zugesendet wurden, noch nicht bestimmt worden,
Acanthaceae (G. Lınnau).
Nelsonia brunelloides (Lam.) O. Ktze. Revis. p. #93.
Rukwa-See: Ubungu, bei Manda (n. 1104, — Blühend im Juli
1899). f
Thunbergia squamuligera Lindau n. sp.; suffrutex ramis subglabris,
ad nervos pubescentibus, foliis sessilibus, ovato-orbicularibus, basi cordatis,
F
| A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 407
superne cum squamulis albidis instructis et aspersis, floribus pedicellatis
solitariis, bracteolis tuboque glanduloso-pilosis ; antherarum loculis inferioribus
filamentorum intimis calcaratis, connectivo in acumen producto; stigmate
_infundibuliformi.
| 1/, m hohe, buschige Staude mit spärlich rauhhaarigen Stengeln, die an den
Knoten weißfilzig sind. Blätter sitzend, breit eiförmig bis rundlich, an der Basis tief
“herzfôrmig, an der Spitze abgerundet oder kurz zugespitzt, 3,5—6 cm lang, 3—4,5 cm
breit, an den Rippen mit wenigen rauhen Haaren, oberseits mit kleinen, weißlichen, sehr
_ rauhen Schüppchen besetzt. Blütenstiele kahl, bis 4 cm lang. Blüten hellblau mit innen
dunkelgelber Röhre, außen drüsenhaarig. Bracteolen eiförmig, stumpflich, ungekielt,
-48—20 mm lang, 10—12 mm breit, parallelnervig, drüsig behaart. Kelch 41/ mm
hoch mit kleinen Zähnchen, schwach behaart. Tubus unten 3,5 mm, weiter oben 3 mm
im Durchmesser, sich dann allmählich bis 9 mm erweiternd, 20 mm lang. Kronlappen
gleich, ca. 40 mm im Durchmesser. Filamente 6 mm lang. Connectiv in eine 4 mm
lange Spitze ausgezogen. Antherenfächer wenig ungleich hoch angeheftet, äußere stumpf,
3 mm lang, an der Basis haarig, innere Antherenfächer an der Basis haarig, 2,5 mm
«lang, an der Basis spitz und bei den hinteren Staubblättern gespornt. Pollen typisch,
- 70—77 p. im Durchmesser. Ovar 2, Griffel 9 mm lang. Narbe 4 mm lang, trichterig,
sonst wie bei T. argentea. Kapsel unbekannt.
Unyika: Bogoberge, auf rasigen Abhängen, um 2200 m (n. 1453. —
Mit Blüten im November 1899).
Verwandt mit 7. usambarica Lindau, aber durch die rauhen Blätter sofort zu
unterscheiden.
T. argentea Lindau n. sp.; suffrutex ramis erectis, glabris, foliis
lineari-lanceolatis, sessilibus, glabris; floribus solitariis, pedicellatis, bracteolis
“ovatis, non carinatis; ¢alyce minute dentato, antherarum loculis obtusis,
barbatis, connectivo in acumen producto; stigmate infundibuliformi, bar-
bellato.
Fußhohe Staude ınit dickem Wurzelstock und aufrechten, verzweigten, kahlen
Trieben mit violett angehauchtem, etwas kantigem Stengel. Blätter sitzend, kahl, lineal-
lanzettlich, 4,5—8 cm lang, ca. 0,5 cm breit, trocken silberglänzend. Blütenstiele bis
6 cm lang, kahl. Bracteolen eiförmig, stumpflich, parallelnervig, 15—16 mm lang,
ca. 6 mm breit, außen sehr fein behaart. Blüten blassgelb, im Schlunde etwas dunkler
gefärbt, kahl. Kelch 4 mm hoch mit feinen Zähnchen. Tubus 16 mm lang, unten bis
zu 4 mm Höhe 3 mm im Durchmesser, dann allmählich bis auf 6 mm erweitert. Kron-
lappen etwa 12—13 mm im Durchmesser, gleich. Filamente 4 mm lang, kahl. An-
therenfächer gleich hoch inseriert, stumpf, behaart, 2 mm lang, Connectiv mit 4 mm
"langer Spitze. Pollen typisch, 60—75 w im Durchmesser. Ovar 1 mm, Griffel 6 mm
“lang. Narbe 5 mm hoch, trichterig, dreikantig, hintere Ecke etwas höher, vordere
beiden mit kleinem Haarbüschel. Kapsel unbekannt.
-
Unyika: bei Piveki in rasigen Einsenkungen des welligen Terrains,
1400 m (n. 1425. — Mit Blüten im November 1899).
a Einheim. Name: nyovolo.
L Am ehesten mit 7. longifolia Lindau verwandt, aber durch die kürzeren Blätter,
den bläulichen Stengel, Blütenfarbe, stumpfe Antheren etc. verschieden.
4 T. lancifolia T. And. in Journ. Linn. Soc. VII. 19.
| Rungwe-Stock (n. 1336. — Blühend am 16. Oct. 1899).
408 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc,
T. lamellata Hiern in Cat. Welwitsch plants IV. 803.
Unyika: Mbozi-Hiigel, im lichten Buschwald um 1600 m (n. 1386. —
Blühend am 28. Oct. 1899).
T. exasperata Lindau n. sp.; suffrutex breviter hirsuta ramis repen-
tibus foliis hastatis petiolo alato, floribus solitariis, axillaribus, longissime —
pedicellatis, bracteolis cordatis, carinatis, calyce dentato, stigmate bifido, —
antherarum loculis interioribus calcaratis, capsula pubescente.
Halbstrauch mit dickem Wurzelstock und zahlreichen kurzen, niederliegenden,
kurz rauhhaarigen, etwas kantigen Trieben. Blattstiele 2—2,5 cm lang, geflügelt, rauh-
haarig. Blätter pfeilförmig, an der Basis fast gerade abgeschnitten oder etwas herz-
formig, am Rande bisweilen mit einigen zahnartigen, stumpfen Vorsprüngen, 4—7 cm
lang, 2--3,5 cm breit, kurz rauhhaarig, namentlich oberseits. Blütenstiele einzeln
axillär, bis 46 cm lang, rauh. Blüten orangegelb, kahl. Bracteolen herzförmig, zu-
gespitzt, parallelnervig, 4,5 ><2,5 cm, rauhhaarig. Kelch 8 mm lang, Zähne 3—4 mm
lang, mit Drüsenhaaren. Tubus 30 mm lang, unten 5, dann 4, endlich oben 10 mm
im Durchmesser. Kronlappen gleich, etwa 20 ><20 mm. Filamente 5 mm lang. Innere
Antherenfächer tiefer inseriert, 5 mm lang, gespornt, behaart, äußere Antherenfächer
stumpf behaart, bei den äußeren Staubblättern 7, bei den inneren nur 6 mm lang.
Pollen typisch, ca. 77 ». im Durchmesser. Ovar 3, Griffel 20 mm lang. Vorderer
Narbenlappen 2, hinterer 4 mm lang. Kapsel behaart, kugelig, ca. 40 mm im Durch-
messer, mit über 45 mm langem Schnabel. Samen etwa 6 mm im Durchmesser, mit
braunen Schuppen bedeckt.
Unyika: am Unkana auf grauem Laterit im Buschwald (n. 1382. —
Mit Blüten im October 1899).
Gehört in die Gruppe der T. alata Boj., ist aber durch die riesigen Bracteolen,
die Behaarung und die langen Blütenstiele von jeder Art verschieden.
Hygrophila mierothamnia Lindau n. sp.; fruticulosa ramosa ramis
glabris, foliis petiolatis, ovalibus basi angustatis, parvis, minute pilosis;
floribus solitariis, axillaribus, pilosis; filamentis et stylo pilosis.
Fingerhohe buschige Staude mit dickem, verholztem Wurzelstock, aus dem immer
wieder neue Triebe hervorgehen. Triebe meist einfach, kahl. Blätter kurz gestielt, ei-
formig, an der Spitze gerundet, an der Basis verschmälert, ca. 2 cm lang, 3/4 cm breit,
sehr feinhaarig, zuletzt fast kahl, mit sichtbaren Cystolithen. Blüten einzeln stehend,
mit kurzem Stiel, blassblau, innen dunkler gesprenkelt und mit brauner Röhre, außen
behaart, Bracteolen am Blütenstiel hochgerückt, 6><4 mm, behaart, meist mit einer
Knospe in der Achsel, Kelchzipfel spitz, 43—44><4 mm, behaart. Tubus 45 mm lang,
unten 2, oben 7 mm im Durchmesser. Oberlippe 40 mm lang, mit 2 stumpfen,
6><5 mm großen Lappen. Unterlippe 8 mm lang, Seitenlappen 5 >< 8, Mittellappen
66 mm. Filamente behaart, äußere 5, innere 3 mm lang, je 2 seitlich vereinigt und
als behaarte Linie herunterlaufend. Antherenfächer 3 mm lang, unten spitz. Pollen
typisch, 65—70 y lang, 55—58 » im Durchmesser. Ovar 2, Griffel 45 mm lang, beide
behaart, Frucht unbekannt,
Unyika: bei Fingano im Buschwald auf grauem Laterit, um 1700 m
n. 1375. — Mit Blüten im October 1899).
Am ehesten mit IL. spiciformis zu vergleichen, aber von ihr wie von allen andere
durch den eigenartigen strauchigen Wuchs charakteristisch verschieden.
Asteracantha longifolia (L.) Nees in Wall. Pl. As. Rar. III. 90.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, am Msimasi-Sumpf (n. 1028.
Blühend am 10, Juni 1899).
ne
a A Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 409
— Phaulopsis oppositifolius (Wendl.) Lindau in Engler-Prantl, Pflanzen-
familien, Nachtr. p. 305.
_ Kingagebirge: Yariri-Berge, an rasigen Abhängen um 1700 m
(mn. 4194. — Blühend am 8. Sept. 1899).
- Lepidagathis sparsiceps Clarke in Flor. Trop. Afr. V. 124.
— Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen, um 2200 m
(n. 1005. — Blühend am 5. Juni 1999).
— IL. eriocephala Lindau n. sp.; fruticulus ramosus ramis glabris, foliis
lanceolatis, 3-nerviis, glabris; floribus in axillis foliorum superiorum con-
fertis; bracteis brunneis, margine pilosis, bracteolis hyalinis albo-pubescen-
tibus; calycis laciniis in acumen productis, ad apicem et ad marginem albo-
pilosis; labiis extus pubescentibus, stylo piloso.
Wurzelstock dick holzig, Triebe fußhoch, zahlreich, verzweigt, "kahl, 4kantig.
Blatter sitzend, lanzettlich, bis 8 cm lang, 6—8 mm breit, kahl, mit 3 Längsnerven;
Cystolithen deutlich. Blüten weiß, innen stark dunkelviolett gesprenkelt, mittlere Zipfel
der Lippe innen orange gefärbt, außen an den Lippen behaart, innen an der Griffelfalte
haarig, in dichten, axillären, großen Köpfen stehend. Äußere Bracteen braun, eiförmig,
fädig zugespitzt, am Rand lang weißhaarig, wenig größer als die Bracteolen. Bracteolen
länglich, mit fädiger Spitze, 14 mm lang, ca. 2,5 mm breit, am Rande und am Rücken
weißhaarig. Kelchzipfel alle in scharf abgesetzte Spitzen ausgezogen, am Rand und am
oberen Teil lang weißhaarig, vordere 42 >< 2,5, seitliche 42 ><4,5, hinterer 44 X 4 mm.
Tubus 5 mm lang, ca. 2 mm im Durchmesser. Oberlippe 6 mm lang, 4 mm breit,
ungestielt, Unterlippe 7 mm lang, Seitenlappen 4,5><14,5, Mittellappen 1,5><2 mm.
filamente 5 mm (innere 3 mm) lang, Antherenfächer wenig ungleich hoch angeheftet,
4,5 mm lang, etwas behaart. Pollen typisch, 42—50 y lang, 27—33 » im Durchmesser.
© var 4,5, Griffel 7 mm lang, behaart. Frucht unbekannt.
| Usafua: Bunguluma-Berge an östlichen dürren Abhängen im lichten
Busch, um 2100 m (n. 1083. — Blühend im Juli 1899).
7 Am nächsten der L. fimbriata Clarke stehend, von der sie sich durch den viel
längeren Kelch unterscheidet, von L. Andersoniana Lindau durch die schmäleren und
ganz kahlen Blätter verschieden.
_ L. nematocephala Lindau n. sp.; fruticulus ramis demissis glabris,
foliis breviter petiolatis, oblongis, utrinque acuminatis, glabris, 3-nerviis;
floribus in capitulis axillaribus congestis, bracteis et calycis laciniis apice
filiformiter productis et albo-pubescentibus; corollae labiis extus pubescen-
tibus, stylo piloso.
Staude mit dicker, holziger Wurzel und den Boden aufliegenden langen Trieben.
Stengel fast unverzweigt, kahl, 4kantig. Blätter mit kurzem, geflügeltem Stiel, länglich,
beidendig verschmälert, 4—5 cm lang, 1—2 cm breit, kahl, mit 3 sehr deutlichen Längs-
nerven, Cystolithen wenig sichtbar. Blüten in dichten, axillären, kleinen Köpfen gegen
den oberen Teil der Triebe hin auftretend, weiß, innen leicht violett gesprenkelt, mitt -
lerer Zipfel der Lippe mit kleinem, orangefarbenem Fleck, außen an den Lippen be-
hi innen an der Griffelfalte mit wenigen Haaren. Bracteen und Bracteolen lanzett-
lich, in eine fast ebenso lange, fadenartige, violette Spitze ausgezogen, im Mittel 19 mm
lang, 2 mm breit, am Rande mit langen, weißen Haaren. Kelchzipfel länglich, in vio-
letter Spitze endigend, behaart, vordere und seitliche Zipfel 12 >< 2 mm, hintere 14 ><3.
=
Se - =
Tubus 13 mm lang, unten 2, oben 5 mm im Durchmesser. Oberlippe 5 mm lang,
410 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. wb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
a D
4 mm breit, oben mit 2 stumpfen, 4 mm breiten Zähnen. Unterlippe 7 mm lang, =
Lappen ca. 3><3 mm. Filamente 5 (innere 3) mm lang. Innere Antherenfächer etwas
hinabgerückt, 11/2 mm lang, behaart. Pollen typisch, 38—42 p lang und ca. 27 p im
Durchmesser. Ovar 4,5, Griffel 6—7 mm lang, behaart. Frucht unbekannt.
Usafua: Bunguluma-Berge an östlichen, dürren Abhängen mit lichtem
Buschbestand, um 1700 m (n. 1084. — Blühend im Juli 1899).
Am nächsten mit L. myrtifolia S. Moore verwandt, aber durch die 3-nervigen
Blätter sofort zu unterscheiden.
Barleria calophylla Lindau in Engl. Bot. Jahrb. XX. 47.
Livingstone-Gebirge: oberhalb Langenburg um 1400 m (n. 846.
— Blühend im April 1899). |
B. spinulosa Klotzsch in Peters Moss. p. 208.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, an trockenen Abhängen über der
Steppe, um 4500 m (n. 1015. — Blühend im Juni 1899).
Blepharis carduacea Lindau n. sp.; fruticulus ramosus glaber foliis
subsessilibus, oblongo-lanceolatis margine cum dentibus spinosis instructis;
floribus in capitulis axillaribus congestis, bracteis externis spinigeris, intimis
non armatis, calycis lobo postico latiore, antico 2 dentato; corolla puberula,
filamentis anterioribus basi pilosis, antheris pilosis.
Bis 1/5; m hohe, buschige Staude mit markhaltigen, holzigen, kahlen Stengeln.
Blätter fast sitzend, länglich, an der Basis wenig, an der Spitze allmählich verschmilert,
4—10 cm lang, 1,5—2,5 cm breit, am Rande mit mehreren stachelspitzigen Zähnen, an
der Spitze stachelig, kahl. Blüten in dichten, am Ende der Zweige axillären Köpfen,
hellblau bis weiß, behaart, im Innern gelblichgrün. Außenstehende Bracteen sehr ver-
schieden groß, bis 3><!/g cm, am Rande und an der Spitze stachelig, am Rande mit
feinen Härchen, nach innen zu kleiner werdend und die Stacheln verlierend. Bracteolen
hyalin, 44—47 mm lang, 2—4 mm breit, am Rande wimperig behaart. Seitliche Kelch-
lappen 45 ><3 mm, hinterer 48><7 mm, vorderer 16 >< 4—5 cm, an der Spitze 2zähnig,
alle an der Spitze etwas ausgezogen und am Rande wimperig behaart. Tubus 6 mm
lang, unten 3,5 mm im Durchmesser, nach oben dann etwas eingeschnürt. Unterlippe
24 mm lang, 44 mm breit, behaart, mit 3 Lappen, seitliche 3 mm lang, 5 mm breit,
mittlerer 4 mm lang, 3 mm breit. Äußere Filamente 7 mm lang, 2 mm breit, unten
mit kleinem Haarschopf, oben mit 4,5 mm langem Höcker. Innere Filamente 7 mm
lang, sehr schmal, über der Basis innen mit vorspringendem Wulst. Antheren ein-
fächerig, 4,5 mm lang, an der Spalte und am Scheitel bebärtet. Pollen typisch, 42—46 y
lang, ca. 28 » im Durchmesser. Ovar 2 mm, Griffel 44 mm lang. Frucht unbekannt,
Usafua: Bunguluma-Berge an dürren Abhängen im lichten Busch,
um 4700 m (n. 1085. — Blühend im Juni 1899).
Am nächsten mit B. panduriformis Lindau verwandt, aber durch die Blätter und
die Form der Kelchlappen sofort zu unterscheiden,
Acanthus montanus (Nees) T. And. in Journ. Linn. Soc. VIL 37. 1
Kingagebirge: Bulongwa im Schluchtenwald, um 2200 m (n, 933.
— Blühend am 23. Juni 1899).
“
Duvernoia pumila Lindau in Engl. Bot. Jahrb, XX. 4&4, 4
Kingagebirge: Ussangu, Lipanye-Rücken, um 2200 m in. 4.262. = 1
ühend am 17, Sept, 1899).
.
»
a
g A, Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 411
Isoglossa lactea Lindau in Engl. Bot. Jahrb. XX. 55.
; Kingagebirge: Bulongwe-Berge, im Wald, um 2200 m (n. 1204. —
Blühend am 40. Sept. 1899).
… Justicia Goetzei Lindau in Engl. Bot. Jahrb, XXVIII. 484.
| Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen Felshalden um
2700 m (n. 975. — Blühend am 28. Mai 1899).
J. mossambicensis (Kl.) Lindau in Engl. Pflanzenw. Ostafr. €. 373.
| Ubena: Siangira, auf sumpfigen Wiesen (n. 796. — Blühend am
24. März 1899).
Plantaginaceae (A. ENGLER).
Plantage palmata Hook. f. in Journ. Linn. Soc. VI. 49, VIL 243.
Rungwe-Stock: an den südlichen Abhängen in der Bambuszone, um
2500 m (n. 1160. — Blühend am 13. Aug. 1899).
Einheim. Name: kongowere.
Verwendung. Das Rhizom wird getrocknet, gestampft und gekocht
gegen Leibschmerzen gebraucht. |
Rubiaceae (K. ScHümann).
Oldenlandia Bojeri (Klotzsch) Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 53.
Bis meterhoher Halbstrauch mit weißen Blüten; Kelch weifigrau.
Kondeland: Abhänge auf grauem Laterit mit lichtem Buschbestande,
auf dem Ukangu-Berge bei Langenburg, ca. 1100 m ti. M. (n. 89. — Blü-
hend im Mai 1899). |
Ist durch den südlichen Teil des tropischen Afrika weit verbreitet.
0. Holstii K. Schum. in Engl. Pflanzenw. Ostafr. C. 376.
; Meterhoher Halbstrauch mit weißen Blüten, die außen leicht violett über-
flogen sind.
Kondeland: sonnige Bergabhänge am Ukangu-Berge bei Langenburg,
bei 1000 m ü. M. (n. 840. — Blühend im April 1899).
Einheim. Name: nyarufi.
Bisher aus Usambara bekannt.
0. luzuloides K. Schum. n. sp.; herba perennis caulibus pluribus
erectis strictis simplicibus teretibus et bilateraliter sulcatis margine sulcorum
sub lente valida minute ciliolatis ceterum novellis ipsis glabris; foliis sessili-
bus anguste linearibus attenuato-acuminatis basi angustatis margine recur-
vatis scabridis ceterum utrinque glabris basi vaginatim conjunctis, stipulis
Minutis triangularibus; pannicula terminali lateralibus ex axillis foliorum
summorum aucta contracta; floribus pedicellatis; ovario subgloboso glabro;
alyce alte quadrifido, lobis subulatis praecipue prope basin ciliolatis; corolla
infundibuliformi glabra; antheris erectis; stilo bilobo, stigmatibus papillosis;
capsula globosa dura sepalis coronata.
Die Staude ist 33—40 cm hoch; die getrocknet, wie die Blätter gelbgrünen Stengel
ind am Grunde nur 4 mm dick oder wenig darüber. Die einnervigen Blätter sind
2,3—4 cm lang und in der Mitte 2—3 mm breit, sie sitzen auf einer 5—7 mm langen
412 Beitr.z.Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Nebenblattscheide, der freie Zipfel derselben ist kaum 4 mm lang; Nerven sind keine
sichtbar, die Unterseite ist etwas heller als die Oberseite. Der eng zusammengezogene
Blütenstand hat nur 4—4,5 cm im Durchmesser, ist aber ziemlich reich an Blüten. Der
Fruchtknoten und Kelch messen nur 4 mm. Die außen dunkel-, innen heller blau ge-
färbte Blumenkrone ist 8 mm lang, wovon 3 mm auf die Zipfel kommen. Die Staub-
blätter sind 3 mm lang und sitzen etwas tiefer als die Buchten der Blumenkrone. Der
Griffel misst 4 mm. Die Kapsel hat ohne den Kelch 2 mm im Durchmesser,
Nördl. Kingagebirge: Abhänge zwischen Gras am Lipanye-Berge
in Ussangu, bei 2500 m ti. M. (n. 998. — Blühend und fruchtend im Juni
1899).
Die Art ist durch den sehr steifen Wuchs, die zusammengezogenen Blütenstände
und die kaum sichtbaren Stipularzipfel gut zu unterscheiden.
Pentas longituba K. Schum. in Engl. Pflanzenw. Ostafr. C. 377.
Ein bis 2 m hoher Halbstrauch mit stark behaarten Zweigen und Blättern; pie
weiß, Blumenkronenröhre außen violett.
Livingstone-Gebirge: unbewaldete Abhänge auf dem Yawulanda-
Berge (n. 85. — Blühend im April 1899).
Ist bisher aus Usambara bekannt geworden.
Mussaenda arcuata Poir. in Lam. Encyl. IV. 392.
Ein 5—6 m hoher, weit verzweigter Strauch; Blüten gelb, innenseits am Schlunde
orangerot behaart; diese Stelle färbt sich nach der Vollblüte schwarzbraun.
Livingstone-Gebirge: Schlucht am Bachufer des Yamirubi-Berges
im südlichen Ukinga, bei 2000 m ü. M. (n. 828. — Blühend im April
1899).
Einheim. Name: munioka.
Ist im tropischen Afrika bis nach Madagascar weit verbreitet, vielleicht die häufigste
Ruliacea. |
Oxyanthus speciosus P. DC. in Ann. mus. Paris IX. 218.
Ein 5—6 m hoher, aufrecht wachsender Baum mit grünen Früchten.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Schluchtenwald am Nordabhang des
Kipengere-Rückens (n. 982. — Fruchtend im Mai 1899).
Leptactinia heinsioides Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr, III. 88.
Kin niedriger Halbstrauch, dessen Triebe am Boden liegen; Blüten weiß, sehr
wohlriechend,
Unteres Kondeland: im Buschwald des Kivira-Thales an den Wugu-
Bergen, bei 700 m ii. M. {n. 1486. — Blühend im November 1899).
Gardenia Thunbergia Linn. fil. ex Thunb. Diss. Garden. 44 et 47.
Niedriger Halbstrauch, Triebe am Boden liegend; Blüten weiß, beim Trockne
gelb werdend, sehr wohlriechend.
Unyika: im Buschwalde bei dem Dorfe Huyuwi, 1400 m ü. M:
(n 1400. Blühend am 31. Oct. 1899).
Feretia apodanthera Del. in Ann, sc. nat. IL ser. XX. 92, t. 4
fig. 4. |
Var, australis K. Schum.; foliis novellis paululo magis indutis;
lobiis calycinis basi latioribus; corollinis apice subobtusis.
Strauch von $—4 im Höhe mit sparrig abstehenden Ästen; Blüten weiß mit leich
tem rosenroten Anflug,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 413
Am Abfall des Unyika-Plateaus, bei dem Dorfe Saube am Yambe-
Flusse, am Bett bei 1000 m ü. M. (n. 4407. — Blühend im November
1899).
Einheim. Name: yunga.
Galiniera coffeoides Del. in Ann. sc. nat. II. ser. XX. 92. t. 1. fig. 6,
Ein 3—4 m hoher, aufrecht und geschlossen wachsender Strauch.
| Oberes Kondeland: im Wald der Landschaft Uporoto bei dem
Wigali-Pass, um 2000 m ü. M. (n. 1347. — Blühend am 20. Oct. 1899).
Die beiden zuletzt genannten Pflanzen nehmen deswegen eine hôhere Beachtung
in Anspruch, weil diese monotypen Gattungen bisher nur von nördlicheren Gegenden
bekannt waren. Feretia apodanthera Del. hat eine größere Verbreitung, indem sie in
Abyssinien und in dem Ghasalquellengebiet gefunden wurde, Galiniera coffeoides war
aber außerhalb der engeren Grenzen Abyssiniens nicht beobachtet worden.
Tricalysia Nyassae Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 121.
Ein 3—4 m hoher, aufrecht wachsender Strauch mit weißgrünen, an der Knospen-
lage leicht rötlich angehauchten Blüten, die am Schlunde weich behaart sind.
| Oberes Kondeland: Landschaft Massewe (Umunda), auf welligem
Plateau, am Bachufer, um 1000 m ü. M. (n. 1326. — Blühend im October
4899).
Einheim. Name: towerowe.
T. mucronulata K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis virgatis teretibus
novellis complanatis subtomentosis mox glabratis; foliis breviter petiolatis,
petiolo plano-convexo subtomentoso, lanceolatis vel oblongis obtusiusculis
manifeste mucronulatis coriaceis subtus domatiato-puberulis ceterum utrin-
que glabris subdiscoloribus; stipulis late ovatis longe apiculatis extus sub-
tomentosis intus glabris; floribus paucis fasciculatis axillaribus subsessilibus;
ealyculo simplici turbinato denticulato sericeo ut ovarium et calyx, minute
plurilobulatus; ovulis 2 pro loculo; corollae tubo extus glabro, laciniis extus
ad medium puberulis; staminibus faucem paulo superantibus; stilo bilobo
“glabro.
Der Strauch wird 3—4 m hoch; die blühenden Zweige sind 20—50 cm lang und
am Grunde 2—3 mm dick; sie sind mit zimmtbrauner Rinde bekleidet und oben hell
rostfarbig behaart. Der Blattstiel ist 3—5 mm lang; die Spreite hat eine Länge von
4,5—7 cm und in der Mitte oder weiter unten eine Breite von 4—3,5 cm; sie wird von
5—6 starkeren, oberseits deutlicher als unterseits vorspringenden Nerven rechts und
Tinks vom Medianus durchlaufen und ist getrocknet oberseits bräunlich, unterseits mehr
grau. Die Nebenblätter sind 4—7 mm lang. 3—5 Blüten stehen zusammen in der
Achsel eines Blattes. Der Vorkelch misst wie der Fruchtknoten 4 mm. Der Kelch ist
1,5 mm lang. Die weiße, angenehm riechende Blumenkrone misst im ganzen 13 mm,
wovon 3 mm auf die Zipfel kommen. Die Staubbeutel sind 3 mm lang; der Griffel
misst 5 mm.
Oberes Kondeland: Landschaft Umalila, auf dem Ussengu-Berg, im
Walde bei 2300 m (n. 4365. — Blühend am 23. Oct. 1899).
Die Art erinnert in der Tracht an T. microphylla Hiern aus Sansibar, ist aber
namentlich leicht an den feinen Spitzchen der Blattenden leicht zu erkennen.
414 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Pentanisia variabilis Harv. in Hook. Lond. Journ. bot. I. 21.
Fingerhohe, buschige Staude mit blassen, blauvioletten Blüten.
Unyika: im Buschwald, auf grauem Laterit bei dem Dorfe Fingano,
1700 m ü.M. (n. 1374. — Blühend im October 1899).
Die Pflanze gehört zu den Kaptypen, welche weit nach Norden gehen.
Polysphaeria neriifolia K. Schum. in Engl. Pflanzenw. Ostafr. C. 383.
Ein 4—5 m hoher Baumstrauch mit glatter, brauner Rinde; Blüten weiß, innere
Seite der Blumenkrone dicht mit langen, weißen Haaren besetzt; Kelch und Bracteolen-
kappen hellbraun behaart.
Unteres Kondeland: Flussufer im Rumbira-Thal bei Langenburg,
ca. 500 m ü. M. (n. 861. — Blühend im April 1892).
Einheim. Name: kabare-bare.
Ist schon friher hier, zuerst aber in Usambara gefunden worden.
Vanguiera adenodonta K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis erectis ra-
mulis horizontalibus teretibus florentibus nodulosis subtetragonis apice sub-
tomentosis mox glabratis; foliis parvis breviter petiolatis, petiolo tenui supra
anguste canaliculato, ellipticis acuminatis obtusis basi rotundatis supra nervo
mediano pilulis minutissimis inspersis subtus domatiato-barbellatis ; stipulis
triangularibus intus villosis, persistentibus et induratis; floribus solitariis —
pro axilla, pedicellatis; ovario glabro trimero; calyce dentato, dentibus
glandulosis; corolla extus glabra intus fauce villosa; antheris caudiculatis,
caudiculis papillosis; stigmate alte trilobato.
Der Strauch wird 2—3 m hoch; die kurzen, blühenden Zweige sitzen an 30—40 cm
langen, am Grunde 4—5 mm dicken, grau berindeten Langtrieben. Der Blattstiel ist
2—3 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 4—2 cm und ist in der Mitte 7—42 mm
breit; sie wird von 4—5 beiderseits, aber oberseits etwas schwächer vorspringenden
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und ist getrocknet dunkel olivgrün,
unterseits etwas heller. Die Nebenblätter sind 2 mm lang und schwarz gespitzt. Der
Blütenstiel ist 4—6 mm lang. Der Fruchtknoten hat eine Länge von 1,2—4,5 cm, der
Kelch von 0,8 mm. Die ganze grünlichweiße Blumenkrone misst 9 mm, wovon 3,5—
‘ mm auf die Zipfel kommen. Die Staubbeutel messen 2 mm. Der Griffel ist mit der
Eu
dreilappigen Narbe 7 mm lang.
Unyika: Umalila, im Wald auf den Uwurungu-Bergen bei 2000 m
fi. M, (n. 4454. — Blühend im November 1899).
Die Pflanze, deren Blüten denen gewisser Plectronien sehr ähnlich sehen, ist mit
V. microphylla K. Schum, verwandt, unterscheidet sich aber durch die Einzelblüten in
den Achseln der Blätter.
Fadogia stigmatoloba K. Schum. n. sp.; suffruticosa, caulibus vel
ramis erectis strietis subtriangularibus novellis tomentosis tarde glabratis;
foliis triverticillatis breviter petiolatis, petiolo tereti tomentoso, lanceolatis
obtusis basi acutis utrinque tomentosis discoloribus; stipulis subulatis tomen-
tosis; floribus pluribus diehasium densum referentibus breviter pedicellatis;
ovario tomentoso pentamero; calyce quinquelobato lobis acutis; corolla
triente superiore in lobos triangulares diviso extus tomentoso; antheris
apiculatis basi breviter caudatis; stigmate alte quinquelobo,
ia i
- A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 415
a Der Halbstrauch wird bis 50 cm hoch; die vorliegenden Zweige sind am Grunde
4—5 mm dick mit grauschwarzer Rinde bekleidet, oben sind sie gelb graufilzig. Der
Blattstiel ist nicht über 3 mm lang; die Spreite hat eine Linge von 2—6 cm und in
der Mitte eine Breite von 0,6—2,2 cm; sie ist oberseits olivgrün bis gelblichgrau, auf
der Rückseite grau; sie wird von 4—5 stärkeren, unterseits wegen der gelblichen Farbe
des Filzes deutlich, oberseits nicht sichtbaren Nerven rechts und links vom Medianus
durchzogen. Die Nebenblätter sind 4—5 mm lang. Der Blütenstiel ist kaum 1 mm
lang. Der Fruchtknoten ist 2 mm lang und wie alle Teile der Inflorescenz gelbgrau-
filzig. Der Kelch misst 4 mm. Die ganze gelbe Blumenkrone ist 13 mm lang, wovon
mm auf die Zipfel kommen. Die Staubbeutel sind 2 mm lang. Der Griffel misst
8 mm.
… Unyika: im Buschwald der Mbozi-Hügel auf welligem Plateau bei
1600 m ü. M. (n. 1428. — Blühend im November 1899).
Pavetta lasiobractea K. Schum. n. sp.; fruticosa ramis teretibus
Superne complanatis novellis ipsis glabris; foliis petiolatis, petiolo gracili
supra subcanaliculato, oblongo-lanceolatis breviuscule et acute acuminatis
basi acutis herbaceis utrinque glabris; stipulis late triangularibus apiculatis
intus villosis diutius persistentibus; pannicula terminali sessili bracteis ma-
jusculis latis coriaceis extus puberulis intus villosis; floribus modice pedi-
ce atis; ovario turbinato glaberrimo; calyce cupulari quadri-denticulato extus
glabro mtus parce piloso; corolla tetramera triente superiore in lobos
lineari-lanceolatos acutos divisa; filamentis conspicuis; stilo altissime co-
rollam superante.
| Der Strauch wird 2—3 m hoch; die blühenden, 20—25 cm langen Zweige sind
un Grunde mit gelbgrauer Rinde bedeckt und 3—4 mm dick. Der Blattstiel ist 10—
i5 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 7—13 cm und in der Mitte oder höher
oben eine Breite von 2,5—5 cm, sie wird von 5—6 beiderseits, aber unterseits stärker
yorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und ist getrocknet
n ins Grüne. Die Nebenblätter sind 4—6 mm lang. Die Rispe hat 9—10 cm im
chmesser; die untersten Bracteen sind fast 4 cm lang. Die Blütenstiele messen
5 S mm. Der Fruchtknoten ist 4 mm, der Kelch 1,3 mm lang. Die weiße, außen
zrünliche Blumenkrone hat eine Gesamtlänge von 2,7—2,8 cm, wovon 44—!2 mm auf
lie Zipfel kommen. Die Staubfäden sind 2—3 mm, die Beutel 40—44 mm lang. Der
riffel hat eine Lange von 5,3—5,5 cm.
_ Unyika: Umalila, im Walde der Uwurungu-Berge, bei 2200 m ü. M.
1. 1466. — Blühend im November 1899).
11 Die außerordentliche Länge des Griffels und die großen, innen stark behaarten
racteen zeichnen die Art auffällig aus.
… Otiophora pycnoclada K. Schum. n. sp.; frutex humilis densus, ra-
is copiosis gracilibus nodulosis teretibus novellis complanatis bilateraliter
ninute papillosis; foliis parvis sessilibus oblongo-lanceolatis vel subovato-
blongis acutis basi rotundatis subcoriaceis utrinque glaberrimis; stipulis
ifidis basi dilatatis, diutius persistentibus; floribus pluribus capitulum ter-
linale referentibus; ovario globoso superne hinc inde pilulo insperso; calyce
d basin diviso, lobis inaequilongis nonnullis herbaceis; corolla infundibuli-
mi vix ad medium in lobos lineares divisa; staminibus exsertis; stilo
ıbum corollae longe superante.
416 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Der mit zahllosen, gewundenen Asten versehene Strauch wird 30° cm hoch; jene
sind nur {—2 mm dick und mit schwarzer Rinde bekleidet, auf der die vertrockneten
Stipelreste sitzen bleiben. Die Blätter sind 4—10 mm lang und unterhalb der Mitte
2—4 mm breit; sie werden von 2—3 kräftigeren, nicht immer stark hervortretenden
Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und sind getrocknet grün mit einem
Stich ins gelbliche. Die Nebenblätter sind 1—1,5 mm lang und rötlich gefärbt. 5—40
Blüten und mehr bilden das Köpfchen. Der Fruchtknoten ist 4 mm lang, getrocknet
schwarzbraun und trägt oben einige weiße Haare. Die Kelchblätter sind bisweilen nur
2, bisweilen 6 mm lang, zwischen ihnen sitzen kleine Drüsen. Die außen dunkel-, innen
hellviolette Blumenkrone ist 10 mm lang, davon kommen 4 auf die Zipfel. Der Griffel
ist 40 mm lang. |
Kingagebirge: trockene, mit Felsblöcken übersäte Halden auf dem
Kipengere-Rücken, bei 2700 m (n. 967. — Blühend im Mai 1899).
Die Art ist nur verwandt mit ©. cupheoides N. E. Brown in Icon. pl. t. 1453, unter
scheidet sich aber durch viel kleinere, gedrängter gestellte Blätter, durch eine größere
Zahl laubiger Kelchblätter und fast kahlen Fruchtknoten. N. E. Brown ist entgangen,
dass schon Soxper jene Pflanze als Anthospermum calycophyllum beschrieben hat;
muss also Ofiophora calycophylla Schltr. et K. Schum. heißen.
Anthospermum usambarense K. Schum. in Engler, Pflanzenw.
afrikas C. 393.
Ein mannshoher, gedrungener, aufrechter Strauch mit dunkelgrüner Belaubung
weibliche Blüten klein mit 2 langen, behaarten, weißen Griffeln; männliche und Zwitter
blüten mit gelblichgrüner Blumenkrone.
Kingagebirge: Ränder und Lichtungen des Schluchtenwaldes auf dem
Kinyika-Berge (n. 949. — Blühend im Mai 1899).
Wurde zuerst in Usambara, später auch im Nyassalande gefunden.
A. leuconeuron K. Schum. n. sp.; frutex mediocris densus ramis
validis ereetis ramosissimis teretibus superne subtomentosis tarde glabratis;
foliis parvis sessilibus acutis basi subangustatis margine revolutis supra
glabris margine minutissime ciliolatis subtus in nervo mediano albido-sub-
tomentosis basi vaginatim conjunctis vagina extus puberula setis 3 munita;
floribus foemineis minutis pro verticillio summorum foliorum copiosissimis;
ealycis lobis triangularibus, ut ovarium glabris; corolla tubulosa breviter
quadriloba; stilo ulteriorem subtriplo superante. |
Der Strauch ist 4—1,5 mm hoch, die 30—35 cm langen, blühenden Zweige sind
am Grunde 4—5 mm dick, hinten mit dunkelbraunroter Rinde, oben mit weißlichen
Haaren bekleidet, Die Blätter sind nur 5—12 mm lang und 1,5—2 mm breit, getrocknet
sind sie schwarzgrün, der auf der Unterseite weiß behaarte Mittelnerv hebt sich’ scharf
ab, Die Stipularscheide ist 4 mm hoch, die rotbraunen Borsten sind A—3 mm lang
Der schlanke, kahle Fruchtknoten ist 4 mm, der Kelch nur 0,5 mm lang. Der zarte,
gelbgrüne Blumenkrone misst 4 mm in der Länge, der Griffel 3,2 mm. Die noch nicht
ganz reifen braunen Früchte haben eine Länge von 3 mm.
Usafua: Abhänge zwischen hohem Gras auf dem Beya-Berge, um
1900 m ü.M. (n. 1084, — Blühend im Juli 1899).
Diese Art sieht dem A. usambarense K. Schum. ähnlich, unterscheidet sich abet
auf den ersten Blick durch den weißen Rückenstreifen der Blätter,
A, cliffortioides K Schum. n. sp.; frutex haud altus ramosus ramil
gracilibus teretibus novellis ipsis Mei glabris; foliis breviter petio
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 417
latis linearibus utrinque acutis utrinque glaberrimis basi vagina stipulari
« turbinata glabra setis 1—3 munitis conjunctis; floribus masculis parvis;
‘
sind sie mit roter, abblätternder, dünner Rinde bekleidet, oben sind sie gelblich. Der
Blattstiel ist nicht über 4 mm lang; die Spreite hat eine Länge von 1,5—2,5 cm und
calyce glabro quadridentato; corolla alte in lobos oblongo-lanceolatos glabros
_- diviso.
4 Die 35—45 cm langen blühenden Zweige sind am Grunde 3—4 mm dick; hier
| in der Mitte eine Breite von 1,5—2 mm; Nerven zu Seiten des Medianus sind nicht
wahrzunehmen; die Farbe ist getrocknet dunkelgrau; die Stipularscheide ist gelblich-
weiß, i—2 mm lang wie die Borsten. Der Kelch ist mit dem Fruchtknotenrudiment
nur 4 mm lang. Die Blumenkrone hat eine Länge von 3 mm, wovon 2 mm auf die
Zipfel kommen. Die Staubblätter sind 3 mm lang.
Usafua: mit der vorigen Art und zwischen ihr wachsend (n. 1082.
— Blühend im Juli 1899).
Die Art steht dem A. lanceolatum Thbg. nahe, kann aber an der leicht abblättern-
den roten Rinde leicht erkannt werden,
A. rosmarinus K. Schum. n. sp.; frutex mediocris ramis erectis strictis
- subtetragonis superne subcomplanatis subtomentosis tardius glabratis; foliis
- sessilibus lineari-lanceolatis utrinque acutis margine alte revolutis utrinque
- puberulis scaberulis basi vagina villosa turbinata setis 3 subulatis ornata
conjunctis; floribus masculis pluribus pro axilla; ovarii rudimento parvo;
calyce et corollae extus puberula.
- Der Strauch wird 2 m hoch; die reichlich sparrig verästelten, blühenden Zweige
sind bei einer Länge von 20—25 cm am Grunde 3—4 mm dick; hier sind sie mit
« grauschwarzer Rinde, oben mit grauen Haaren bekleidet. Die Blätter sind 1,5—5,5 em
_ lang und in der Mitte, wenn sie vollkommen aufgerollt werden, 2,5—10 mm breit; sie
sind getrocknet dunkelgelbgrün gefärbt und gehen ins schmutziggraue oder braune, auf
der Rückseite sind sie am Medianus grau behaart; die Stipularborsten messen bis 5 mm.
« Der Kelch ist 4 mm lang; die gelbgrüne Blumenkrone misst 4 mm; auf die Zipfel
kommen davon 4 mm. Die Staubblätter sind 2,5—3 mm lang.
| Kingagebirge: Landschaft Ussangu, trockene Abhänge am Muigi-
Berge, bei 2100 m ii. M. (n. 1010. — Blühend im Juni 1899).
‘ An den verhältnismäßig sehr großen Blättern und der eigenartigen Tracht ist die
_ Art leicht zu erkennen.
Rubia cordifolia Linn. Syst. nat. ed. XII. app. vol. II. 229, non
~ Hochst. |
Steigt in Sträuchern mehrere Meter hoch; Blüten hellgelb.
| Unteres Kondeland: Bergabhänge auf grauem Laterit mit lichtem
Busch bestanden, am Rumbira-Fluss, 1000 m ü. M., oberhalb Langenburg
“(n. 896. — Blühend im Mai 1899).
Ist in Afrika und auch in Asien weit verbreitet.
Galium chloroionanthum K. Schum. n. sp.; herbacea ramis gra-
cilibus angulatis retrorso-spinosulis ceterum novellis ipsis glabris; foliis sex
“verticillatis sessilibus oblanceolatis acutis basi angustatis margine et nervo
nediano dorso retrorso-spinulosis ceterum glabris; floribus tetra- vel pen-
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 27
418 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
tameris pro rata majusculis inflorescentiam distinctam haud referentibus
pedicellatis foliis binis ab iis remotis suffultis; ovario uncinato-pilosulo.
Die zwischen Gräsern kriechende Staude macht bis meterlange und 1—1,5 mm
dicke, violett überlaufene Triebe. Die Blätter sind 1,2—2,3 cm lang und im oberen —
Drittel 5—7 mm breit, getrocknet schwarz, sie hängen wie die Stengel stark an. Der
Blütenstiel ist bis 5 mm lang. Der Fruchtknoten misst wie der Griffel 4 mm. Die
grüne, violett überlaufene Blumenkrone hat 7 mm im Durchmesser, |
Südliche Abhänge des Rungwe-Stockes in der Bambuszone um
2500 m (n. 1162. — Blühend im August 1899).
Die Art sieht G. spurium Linn. sehr ähnlich; ich kann sie aber wegen der auf-
fälligen, bisher an keiner anderen Art beobachteten Blütenfarbe nicht bei ihr belassen.
Dipsacaceae (A. ENGLER).
Cephalaria attenuata Roem. et Schult. Syst. Veg. II. 44.
Kingagebirge: in feuchten Einsenkungen des Kipengere-Rückens, um.
2700 m (n. 979. — Blühend am 29. Mai 1899).
Meterhohe Staude. j
C, Goetzei Engl. n. sp.: rhizomate crasso lignoso caules plures emit-
tente; caulibus glabris longitudinaliter sulcatis; foliis caulinis glabris basi
vaginantibus et breviter connatis, pinnatifidis laciniis utrinque 4—3 lineari-.
bus vel lineari-lanceolatis quam terminalis 2—3-plo brevioribus, nervis
pallidis; capitulis subglobosis; bracteis ovatis vel oblongo-ovatis brevissimen
pilosis antice purpurascentibus; involucello breviter 4-dentato; corollae lanu-
ginosae lobis ovalibus tubi 1/, longitudine aequantibus; staminibus filiformi-
bus longe exsertis. |
Das Rhizom ist 2—3 cm dick; die aus demselben entspringenden Stengel sind bis.
5 dm lang, mit kürzeren unteren Internodien und einem oberen von 4,5—2 dm Linge
unterhalb des noch bedeutend längeren obersten Internodiums, welches den Blütenkopf
trägt. Kräftige Seitenzweige entwickeln sich oft in den Achseln des obersten Blattpaares.
Die Blütenköpfe sind 4,5 em hoch und haben 2 cm Durchmesser. Die Bracteen sind.
‘ mm lang und 3 mm breit. Das Involucellum ist etwa 2,5 mm lang mit 0,5 mn
langen Zähnen, Die weiße Blumenkrone besitzt eine 5 mm lange Röhre und 2 mm
lange Abschnitte. |
Oberes Kondeland: Umalila, auf welligem Hochplateau um 1900 m
‘pb. 4349. — Blühend am 24, Oct. 1899).
Diese Art ist mit keiner der bisher aus Süd-Afrika beschriebenen näher verwandt,
Campanulaceae (A. Enger).
Wahlenbergia capillacea (Thunb.) A. DC. Mém, Camp. 156; DG.
Prodr. VIL A. p. 434.
Var, tenuior Engl.; foliis angustissimis; inflorescentiae ramulis et
pedicellis tenuioribus,
Usafua: an Abhängen des Beya-Berges zwischen niederem Gras, um
2400 m in, 1074, — Blühend und fruchtend am 27. Juli 1899).
Diese Varietät weicht nur sehr wenig durch ihre noch dünneren Blälter und
Blütenzweige von der in Natal vorkommenden typischen Pflanze ab. i
A. Engler; Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 419
| Lightfootia rupestris Engl. n. sp.; rhizomate crasso, caules plures
“emittente; caulibus adscendentibus erectis, ad medium usque vel ultra
“medium foliatis dense albo-pilosis; foliis sessilibus inferioribus re-
4 superioribus patentibus, cinereo-viridibus, utrinque, subtus densius
albo-pilosis, lanceolatis, utrinque breviter 2—3-dentatis, superioribus
remotis minoribus et integris; pedicellis unifloris interdum a caule supero
ceterum nudo abeuntibus; floribus pluribus (7—10) in glomerulum
terminalem congestis, bracteis lineari-lanceolatis acutis, prophyllis lan-
ceolatis; calycis laciniis lanceolatis longe acuminatis leviter recurvis; corollae
_Taciniis quam laciniae calycinae duplo longioribus intus flavescentibus, apice
coerulescentibus; stilo saturate coeruleo trifido.
5 Die Stengel der Staude sind etwa 3 dm hoch, die Blätter 2—3 mm von einander
abstehend, 1,5 em lang, 3—4 mm breit; die oberen Stengelblätter und die Bracteen
sind 0,7—1 cm lang und 4,5—2 mm breit. Die Kelchabschnitte sind etwa 5 mm lang
“und 0,5 mm breit. Die Blumenkrone ist 7 mm lang und 2,5 mm weit. Der Griffel ist
7 mm lang, mit 2 mm langen Narbenschenkeln.
| Kingagebirge: auf dem Kipengere-Rücken an trockenen, mit Fels-
blücken übersäten Halden, um 2700 m (n. 974. — Blühend am 28. Mai
1899).
1 Diese Art steht wohl der L. glomerata Engl. am nächsten, unterscheidet sich aber
- durch die kürzeren Blätter und die nur endständige Inflorescenz.
L. Goetzeana Engl. n. sp.; caulis pluribus e rhizomate orientibus
erectis simplicibus vel superne ramosis; foliis anguste linearibus, utrinque
breviter pluri-dentatis, panicula terminali angusta inferne laxiflora, superne
densiflora, ramulis brevibus 1—2-floris, bracteis atque prophyllis anguste
lineari-lanceolatis longe acuminatis; pedicellis calycis tubum semiglobosum
“subaequantibus, calycis laciniis angustis longe acuminatis quam tubus 1!/9-
plo longioribus, remote et breviter acute denticulatis; corollae laciniis quam
_¢alycinae duplo longioribus, linearibus, coerulescentibus, basin versus medio
excepto pallidioribus.
Die Stengel sind 5 dm lang, bisweilen oben mit 1—1,5 dm langen Seitenästen,
ziemlich dicht mit den linealischen, 2—1,5 cm langen und nur 4 mm breiten Blättern
besetzt. Die Bracteen, Vorblätter und Kelchabschnitte sind nur etwa 0,7 mm breit und
letztere 3 mm lang. Die Abschnitte der Corolla sind 6—7 mm lang und 4 mm breit.
Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Kinyika-Berges um 2600 m
“(n. 940. — Blühend am 25. Mai 1899).
Steht der L. tenwifolia DC. nahe, welche aber kürzere und stärker behaarte Blätter
sowie viel breitere Blütenrispen mit längeren Seitenzweigen besitzt.
Cyphia ubenensis Engl. n. sp.; herba erecta simplex, glaberrima,
aule inferne cataphyllis sparsis obsesso, medio foliifero; foliis crassius-
‘eulis linearibus obtusiusculis, margine remote et minute denti-
culatis, summis anguste linearibus, racemo brevi 5—7-floro, sparse albo-
piloso; bracteis linearibus quam pedicellus 2—3-plo longioribus; prophyllis
anguste linearibus; floribus majusculis; calycis tubo brevi lato laciniis
elongato-triangularibus acutis; corollae postice gibbosae laciniis quam
27*
420 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-Sec-u.Kinga-Geb.-Exped. ete.
laciniae calycinae 5-plo longioribus linearibus lilacinis, intus parte api-
cali lanigeris, staminibus dimidium corollae superantibus, antheris extus
lanigeris. |
Das dünne Rhizom und der untere Teil des 2—2,5 dm langen Stengels sind mit
3—4 mm langen Niederblättern besetzt; an dem mittleren leicht gewundenen Teil des
Stengels stehen 5—8 mm von einander entfernt die 3—7 cm langen, in der Mitte 3 mm
breiten Laubblätter; auf diese folgen etwa 4 em lange und 4 mm breite Blätter, welche
den Übergang zu den 5 mm langen Bracteen bilden. Die Blütenstiele sind 3—4 mm
lang, mit 2 mm langen Vorblättern versehen, die Kelchabschnitte 3,5 mm lang, die
Blumenblätter 4,3 cm lang und 2,5 mm breit. Die schmalen Staubfäden sind 5 mm
lang, die länglichen weißen und auf der Außenseite wolligen Antheren 2,5 mm lang,
4 mm breit.
Livingstone-Gebirge: westliches Ubena, auf Wiesen des Lugara-
Berges um 2300 m (n. 824. — Blühend am 30. März 1899). |
Einheim. Name: msimbati.
Diese Art ist am nächsten verwandt mit C. lobelioides Welw., besitzt aber viel
zahlreichere und größere Blätter als diese, sowie erheblich größere Blüten. |
Lobelia (Tylonium, Rhynchopetalum) usafuensis Engl. n. sp.;.
planta gigantea; foliis herbaceis sessilibus lanceolato-spathulatis a
triente superiore basin versus sensim angustatis, margine minute et irre-
gulariter serrulatis; margine et subtus nervis minutissime puberulis, costa.
et nervis lateralibus numerosis patentibus subtus valde prominentibus; in
florescentia maxima crassa racemosa densissima; bracteis viridibus angu-
stissime linearibus acutis breviter pilosis quam flores brevioribus; rhachi,
pedicellis et calycum tubis brevissime holosericeo-pilosis; calycis tubo brevi
subovoideo, laciniis late linearibus acutis sparse pilosis; corollae quam
laciniae calycinae duplo longioris laciniis linearibus acutis viridibus apice
violascentibus et breviter pilosis; staminum antheris atroviolaceis
quam filamenta paullum brevioribus, tribus apice albo-hastatis; stilo
infra sigma breviter bilobum dense piloso. |
Die Pflanze ist mit dem über 4 m langen Blütenstand 3—4 m hoch, Die Blätter
erreichen eine Länge von 5 dm und im oberen Drittel eine Breite von 8,5 em; ihre
Mittelrippe ist unten etwa 6 mm dick, Die Bracteen sind in dem völlig aufgeblühten
Teil des Blütenstandes 3—4 em lang. Die Blütenstiele sind 5—6 mm lang. Die Röhre
des Kelches ist 5 mm lang und 4 mm breit, die Kelchabschnitte sind 4,5 cm lang und
3,5 mm breit. Die Blumenkrone ist etwa 3,8 em lang mit 3 mm breiten, grünlichen,
an der Spitze blauvioletten Abschnitten. Die Staubfäden sind 1,8—2 cm lang, die An-
theren 4,4 om.
Usafua: auf dem Ngosi- oder Poroto-Berg, um 2300 m (n. 1433, —
Blühend am 5. Aug. 1899).
Diese Art steht zwar der L. Volkensii Engl. nahe, ist aber doch durch mehrere
Merkmale von derselben gut unterschieden. Die Blätter sind ähnlich wie bei dieser,
aber die Bracteen sind viel kürzer, nie über die Blüten hinweg ragend, die Kelchabschnitle
ind breiter, die Abschnitte der Blumenkrone schwächer behaart und namentlich die
Antheren im Verhältnis zu den Staubfäden viel länger als bei L. Volkensiv.
L. Wentzeliana Engl. n. sp.; herba annua pusilla, caule erecto sims
plici vel paullum ramoso, 1 pauei-floro glabro vel sparse albo-piloso; foliis
i
J
>
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 49]
sparsis glabris, inferioribus late 2 ovatis vel suborbicularibus undulatis in
|
|
petiolum duplo breviorem contractis, bracteis inferioribus spathulatis antice
trilobis, summis linearibus; pedicellis tenuissimis erectis; calycis segmentis
anguste lanceolatis acutissimis, corollae coeruleae violascentis tubo cylindrico
quam calyx duplo longiore, lobis superioris laciniis obovatis quam tubus
paullo brevioribus, basi albo-maculatis, laciniis inferioribus parvis lanceolatis
tubi !/, aequantibus, filamentis quam tubus brevioribus.
Das Pflänzchen ist 5—8 cm hoch, einfach mit 3—4 Blättern und einblütig oder
unten und oben schwach verzweigt, mit 2—7 Blütenstielen. Die größeren unten stehen-
den Blätter haben Spreiten von 2—4 mm Durchmesser, welche in 1—2 mm lange Blatt-
stiele übergehen, die oberen Blätter sind an etwas kräftigeren Exemplaren bis 5 mm
lang und 3 mm breit, die obersten 2—3 mm lang und 4 mm breit. Die Kelchabschnitte
sind 1,5—2 mm lang, die Röhre der Blumenkrone 4—4,5 mm lang und 1,5 mm weit,
die oberen Saumabschnitte 3,5 mm lang und fast 3 mm breit; die unteren etwa 1,5 mm
lang. An dem weißen Grunde der Oberlippen befinden sich 2 kleine, dunkelblaue Flecken.
Die Staubblätter sind kaum 5 mm lang.
Kingagebirge: an schattigen Abhängen des Kipengere-Rückens um
2700 m (n. 959. — Blühend am 28. Mai 1899).
Die Pflanze hat die Größe und den Wuchs der L. exilis Hook. f., ist aber durch
ihre rundlichen, welligen oder schwach gelappten Blätter völlig verschieden.
Compositae (0. Horrmany).
Vernonia (§ Stengelia) bracteosa O. Hoffm. n. sp.; herbacea per-
ennis elata ramis glanduloso-puberulis dense foliatis; foliis ovatis, inferiori-
bus in petiolum brevem alatum angustatis, superioribus sessilibus acutis
dentatis, dentibus prominentibus callosis, supra puberulis, subtus griseo-
tomentellis et glanduloso-punctatis; capitulis magnis pedicellatis in corymbos
oligocephalos terminales congestis; pedicellis bracteis appendicibus involueri
similibus et in squamas involucri transeuntibus ornatis; involucri minu-
tissime puberuli squamis multiseriatis, exterioribus membranaceis, interioribus
- € basi brevi chartacea in appendicem membranaceam pallide violaceam ma-
;
‘
gnam ovatam acutam vel breviter acuminatam dilatatis; corollis involucro
aequilongis rubro-violaceis, limbo cylindrico in tubum tenuem triplo lon-
giorem subito contractis; achaeniis 10-costatis hirtis; pappi setis pluriseria-
tis stramineis caducis.
Eine meterhohe Staude mit ziemlich starken (etwa 5 mm dicken) Zweigen. Untere
Blätter bis 71}; cm lang und 3 cm breit, die oberen etwas kleiner. Die Zweige der
_ etwa 40 cm breiten Rispe sind mit Hochblättern besetzt, die kleiner sind als die An-
hängsel der mittleren Hüllblätter (etwa 4 cm lang und 8 mm breit, nach oben hin
größer werdend), aber in Form, Consistenz tnd — soweit sich nach den getrock-
neten Exemplaren urteilen lässt — auch in der Farbe mit diesen übereinstimmen.
Nach den Köpfchen zu werden diese Hochblätter zahlreicher und gehen, den obersten
Teil des Blütenstiels verdeckend, unmerklich in die Hüllblätter über. Die Köpfchen sind
21}; cm hoch, 4 cm breit; die Anhängsel der mittleren Hüllblätter erreichen eine Lange
von 2 cm und eine Breite von 42 mm. Die Blumenkronen sind 16 mm lang, mit 4 mm
langem, 1 mm breitem Saum und 42 mm langer Röhre, Die noch nicht reifen Früchte
sind 3 mm lang, 1 mm breit; der Pappus 44 mm lang.
422 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. ub. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
Ubena: Liangira, auf rotem Laterit eines welligen Plateaus, um
1900 m (n. 793. — Blühend am 24. März 1899).
V. (§ Stengelia) leucocalyx O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus ramis
velutinis, foliis membranaceis distincte petiolatis ellipticis vel hine inde ovatis,
apice in acumen breve contractis, basi longe in petiolum attenuatis, mar-
gine grosse et inaequaliter dentatis, supra (nervo mediano minute puberulo
excepto) glabris, subtus secus nervos velutino-puberulis ceterum glanduloso-
punctatis; capitulis majusculis in corymbo amplo terminali bracteato dis-
positis pedicellatis; involucri hemisphaerici squamis glabris, extimis lineari-
bus subherbaceis breviusculis, intermediis e basi chartacea brevi in appen-
dicem amplam in rectam albam ellipticam obtusam vel breviter apiculatam
dilatatis, intimis oblongis obtusis apice anguste scarioso-marginatis; corollis
albis vel pallide lilacinis, e tubo elongato tenuissimo in limbum anguste
campanulatum subito dilatatis; achaeniis obscuris 10-costatis subglabris vel
pube minuta non nisi sub lente conspicua tectis; pappo albo duplici, serie
exteriore brevi.
3—4 m hoher Strauch von breitem Wuchs. Blatter ziemlich dicht stehend, mit
Einschluss des Stieles bis 47 cm lang und 5 cm breit, am Grunde meist sehr allmählich
in den bis 3 cm langen Stiel übergehend, zuweilen auch plötzlich nach dem Grunde zu
in einen schmäleren Teil zusammengezogen. Rispe bis 20 cm breit. Blütenstiele bis
1,5 cm lang. Köpfchen höchstens 3 cm im Durchmesser; Hülle 45 mm hoch, die
äußersten krautigen Hüllblätter bis 8 mm lang. Blüten weiß mit blassviolettem Anflug,
Kingagebirge: Bulongwa, am Rande des SEC MEN um 2200 m
(n. 928. — Blühend am 24. Mai 1899).
V. insignis nahe stehend, doch mit kleineren Köpfchen und 10-rippigen Früchten.
V.{$ Stengelia) polyura O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus divaricato-
ramosus, ramis velutinis; foliis late elliptieis petiolatis, basi obtusis vel
truncalis, apice obtusis vel rarius subacutis paulo undulatis integris vel
hine inde nervis brevissime excurrentibus denticulatis, supra pilis brevissi-
mis scaberulis, subtus reticulatis tomentellis; capitulis mediocribus multi-
floris in corymbum amplum congestis longiuscule pedicellatis, bracteis in-
florescentiae crebris breviter filiformibus, imprimis sub capitulo numerosis
et in squamas involueri transeuntibus; involucri squamis oo-seriatis, extimis
anguste lanceolatis pubescentibus, intermediis e basi chartacea brevi glabra
in appendicem anguste lanceolatam caudiformem pubescentem angustalis
appendicibus demum reflexis, intimis brevibus exappendiculatis; corollis
albis, tubo glanduloso in limbum sensim ampliato; achaeniis 10 -costatis
elandulosis ceterum glabris; pappo stramineo pluriseriali.
2—9 m hoher, sparrig wachsender Strauch, Blätter mit 2 cm langem Stiel und
bis 42 cm langer, 6 cm breiter Spreite, Blütenstand bis 45 cm im Durchmesser; Blüten-
ticle bis # em lang. Köpfchen 8 em hoch, aufgeblüht vielleicht 21/, cm im Durch-
messer, Die ziemlich fadenförmigen Anhängsel der Hüllblätter sind ein wenig länger
als der Pappus und wenig kürzer als die Blüten, zuletzt jedoch zurückgeschlagen. Un-
reife Früchte 3 mm, Pappus 7 mm lang.
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 493
Unteres Kondeland: Station Langenburg, Bergabhänge am See, um
500 m (n. 866. — Blühend am 23. April 1899).
Zunächst mit V. filigera verwandt, welche sich jedoch durch krautigen Wuchs
weichere, stark gesägte, am Grunde stets verschmälerte Blätter und einen dichteren
Blütenstand mit kürzer gestielten Köpfchen unterscheidet.
V.($ Strobocalyx) sphaerocalyx O. Hoffm. n. sp.; arborea elata,
ramis tomentosis; foliis petiolatis ovatis basi et apice subobtusis integerri-
mis vel paulum undulatis, supra glaberrimis tenuiter reticulatis, subtus to-
mentosis; capitulis parvulis in corymbum terminalem foliis reductis brac-
teatum congestis plerumque pedicellatis, pedicellis crassis; involucri globosi
squamis pluriseriatis pallidis chartaceis obtusis, apice obscurioribus et calloso
incrassatis, margine brevissime fimbriatis; floribus (9—)10; corollis exsertis
albis; achaeniis obovoideis glabris glanduloso-punctatis; pappo albo corollae
aequilongo pauciseriali, setis exterioribus brevioribus.
6—8 m hoher Baum, Stamm meist geteilt, mit rundlich ovaler Krone. Zweige
mit sammetartigem, grauweißlichem Filz bekleidet, ziemlich stark beblättert. Blattstiele
41/5 cm lang, Spreite bis 44 cm lang und 61/s cm breit, unterseits mit hellbräunlich-
weißem, weichem Filz überzogen; die unter und im Blütenstand stehenden Blätter sind
viel kleiner, aber den Laubblättern ähnlich, die kleinsten sind nur 4 cm lang und auch
oberseits etwas weichhaarig. Blütenstand 7 cm im Durchmesser; Blütenstiele bis 4 cm
lang, oft mit einem winzigen, schuppenförmigen Vorblättchen; seltener Köpfchen fast
sitzend. Die Hülle hat 4 mm im Durchmesser, die Blüten ragen noch um 6 mm aus
ihr hervor. Früchte (noch nicht völlig reif) 2 mm, Pappus 6 mm lang.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Muigi-Berg, auf trockenen Abhängen
über der Steppe, um 1500 m (n. 1018. — Blühend am 7. Juni 1899).
V. ($ Strobocalyx) ampla O. Hoffm. n. sp.; frutex amplus elatus,
ramis crassis tomentosis = dense foliatis; foliis oblongis vel elliptieis vel
ovatis, obtusis vel acutis, basi polymorphis: nunc basi amplexicauli sessili-
bus, nunc basi cordata vel rarius obliqua petiolatis, petiolo nunc nudo nunc
ample auriculato, margine subintegris vel saepius irregulariter dentatis den-
tibus callosis = prominentibus, supra glabris, subtus tomentosis; capitulis
parvulis plerumque 5-floris, oo in corymbum compositum amplum densum
congestis, sessilibus vel subsessilibus; involucri brevis sub anthesin cylin-
dracei 5-serialis squamis imbricatis, exterioribus ovatis, interioribus lanceo-
latis obtusis, interdum mucronulatis; corollis exsertis pallide violaceis;
achaeniis parvis sericeis; pappo duplici albo, serie exteriore brevi.
4—5 m hoher, breit wachsender Strauch. Die Blätter zeigen, zum Teil an dem-
selben Zweige, auffällige Verschiedenheiten. Die Spreite wird bis 46 cm lang und 6 cm
breit; an einem Zweige mit durchweg gestielten Blättern sind die Stiele oberwärts 4 cm
lang, nach unten hin immer länger bis zu einer Länge von 31/, cm, am Grunde mit
großen, rundlichen, bis 11/2 cm breiten Anhängseln; ein anderer Zweig zeigt teils ge-
stielte Blätter mit geöhreltem Blattstiel, teils mit breitem Grunde sitzende; ein dritter
Zweig weist zwischen sitzenden Blättern ein einzelnes gestieltes ohne Ohrchen am Grunde
des Stieles auf. Der Blattgrund ist bei den gestielten Blättern meist herzförmig mit
+ aufwärts gebogenen Rändern; zuweilen läuft die Blattspreite zu beiden Seiten ver-
424 Beitr. z. Fl. v. Afr, XXIL Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
schieden tief herunter oder geht an der einen Seite keilförnig in den Stiel tber‘). Die
Köpfchen stehen in Ebensträußen, die zu einem gemeinsamen Blütenstand vereinigt sind,
der 1/4 m im Durchmesser erreichen kann. Die Hülle wird 7 mm hoch und 3—4 mm
breit; Köpfehen 42 mm hoch; Blüten 3 bis selten 6, meist 5 in jedem Köpfchen.
Blumenkrone 7 mm lang, Pappus wenig kürzer.
Usafua: an den Rändern des Schluchtenwaldes auf dem Ngosi- oder
Poroto-Berg, um 2200 m (n. 1286. — Blühend am 24. Sept. 1899).
V. Nyassae Oliv. in Hook. Ic. pl. t. 1349B).
Kingagebirge: Bulongwa-Berg, auf flachen, rasigen Abhängen um
2000 m (n. 1223. — Blühend am 11. Sept. 1899).
Die äußeren Hüllblätter sind allerdings nicht pfriemlich, wie es in der Beschreibung
l. c. heißt, sondern linealisch, aber die Abbildung stimmt durchaus.
V. acrocephala Klatt in Ann. d. k. k. naturh. Hofmus. Wien 1892,
p. 100.
Unyika: Mbeye-Berg, auf rasigen Abhängen um 2000 m (n. 1450, —
Blühend am 16. Nov. 1899).
Fingerhohe, buschige Staude mit dunkelblauen Blüten.
V. (§ Lachnorhiza) scabrifolia O. Hoffm. n. sp.; e rhizomate crasso
lignoso caules complures emittens basi lanosos, ceterum scabros simplices
vel parce ramosos, inferne dense, superne laxius foliatos; foliis pallide viri-
dibus erectis rigide membranaceis venosis acutis, basi in portionem petioli-
formem sensim attenuatis, remote dentatis, utrinque pilis brevibus corneis
scaberrimis, superioribus multo minoribus et angustioribus; capitulis ad
apicem paucis (1—3) multifloris pedunculatis, pedunculis rectis vel arcuatis;
involucri hemisphaerici oo-seriati squamis rigidis erectis linearibus acutis,
apice viridulis, ceterum pallidis, margine dense scabro-ciliatis, extimis parvis
ad pedunculum decurrentibus; corollis exsertis (ex sicco) pallide coeruleis;
achaeniis breviter hirtis 10-costatis, costis crassis; pappo pluriseriali, serie
extima breyi subpaleacea, serierum interiorum setis insigniter’ barbellatis
stramineis.
Die Triebe sind his 40 mm lang, am Grunde ca. 3 mm dick und daselbst dicht
wollig behaart; auch weiter hinauf sind sie mit einigen Wollflöckchen besetzt. Im
unteren Teile sind sie in einer Länge von ca. 5 cm blattlos, nur mit einigen Resten
abgefallener Blätter und außerordentlich dichten, kurzen, rauhen Haaren bekleidet; dann
folgt eine kurze Region, welche dicht mit Laubblättern besetzt ist, Diese werden bis
14 cm lang und fast 2 cm breit; sie sind namentlich auf der Oberseite mit kurzen,
dicken, weißen Haaren oder Stachelchen besetzt, welche nach ihrem Abfallen ein weißes,
urmrandeles Pünktchen zurücklassen. Im oberen Teile des dort viel dünneren und ge- —
furchten Stengels stehen die Blätter viel weniger dicht, sind kleiner und gehen all- —
mählich in die Vorblättchen der Blütenstiele über; diese sind bei mehrköpfigen Stengeln «
2',—5 em lang, Die Hülle ist fast 2 em hoch und 21/, cm breit, das Köpfchen 21/, cm
4, Solche Versehiedenheiten im Blattgrunde und im Vorhandensein oder Fehlen
der Obrchen scheinen in dieser & öfter vorzukommen, so auch bei V. aurieulifera
Hiern und einer vermutlich neuen, von Anrunes in Huilla gesammelten Art,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 495
breit. Die Früchte sind reif 6 mm lang und 21 mm breit, etwas zusammengedrückt;
sie tragen starke, weißliche Rippen. Der Pappus ist 8 mm lang.
: Livingstone-Gebirge: Songwethal (n. 843*. — Blühend am 30. Juli
1899). |
| V. (§ Lepidella) lugarensis O. Hoffm. n. sp.; perennis herbacea
radice fasciculata, e rhizomate repente caules emittens simplices sulcatos
glanduloso-pilosos usque ad apicem foliatos monocephalos; foliis oblongis
vel oblanceolatis basi obtusa vel cuneata sessilibus, apice obtusis, margine
in parte superiore serrato-dentatis dentibus callosis, supra glanduloso-pi-
losis, subtus dense glanduloso-punctatis et secus nervos pilosis; foliis supe-
. rioribus in bracteas involucri sensim transeuntibus; capitulo ad apicem caulis
solitario mediocri multifloro; involucri late campanulati squamis pluriseriatis
linearibus glanduloso-pilosis, extimis herbaceis acutis, interioribus mem-
branaceis atropurpureis acuminatis; corollis roseo-lilacinis paulo exsertis;
achaeniis glabris pauci-(4- vel 5-)costatis; pappo duplici, seriei exterioris
paleis numerosis brevissimis fimbriatis persistentibus, seriei interioris setis
tubo corollae brevioribus ciliatis caducissimis.
Stengel 1/; m hoch. Blätter höchstens 5 cm lang und 41/9 cm breit, meist kürzer
und schmäler (etwa 4 cm:9 mm). Hülle 4 cm, Köpfchen 11/4 cm hoch und nicht viel
- breiter. Die noch unreifen Früchte sind 11/2 mm lang; der äußere Pappus 1/3 mm, der
_ innere 11/ mm lang. Die äußeren Pappusstrahlen erweisen sich unter dem Mikroskop
als deutlich schuppenförmig und breiter als die inneren Borsten.
Livingstone-Gebirge: westliches Ubena, Lugara-Berg, 2360 m
. (n. 820. — Blühend am 30. März 1899).
Einheim. Name: hegenguli.
V. Kraussii Schultz-Bip. in Walp. Rep. II. 947.
| Kingagebirge: Bulongwa-Berg, auf flachen, rasigen Abhängen um
2000 m (n. 1225. — Blühend am 11. Sept. 1899).
Eine niedrige Form. 42—15 cm hohe, buschige Pflanze mit hellvioletten Blüten.
V. Smithiana Less. in Linn. 1831. p. 638.
Unyika: am Uukana-Buschwald, auf grauem Laterit, um 1600 m
(n. 1380. — Blühend am 27. Oct. 1899).
V. pteropoda Oliv. et Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. III. 283.
Usafua: Ngosi- oder Poroto-Berg, Wald im Krater, um 2000 m
{n. 1233. — Blühend am 26. Sept. 1899).
V. (§ Decaneuron) usafuensis O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis,
amis elongatis crassis sulcatis glabris vel superne villosulis foliosis; foliis
| coriaceis obovatis obtusis vel acutis, basi cuneata vel subobtusa sessilibus
vel subsessilibus, utrinque glaberrimis vel solummodo subtus secus nervum
medianum scabro-pilosis, margine minute scabro-ciliatis et dentatis dentibus
interdum valde prominentibus, nervis imprimis subtus valde exsculptis; ca-
pitulis in corymbum modice densum terminalem congestis majusculis multi-
floris, involucri hemisphaerici squamis multiseriatis imbricatis obtusis vel
acutis laxe tomentellis, inferioribus reflexis; corollis coeruleis exsertis; ovarlis
496 Beitr.z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. wb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. ete.
dense pilosis obscure 10-nerviis; pappi setis pluriseriatis, extimis brevibus
tenuibus laceris sub pube achaenii occultis, interioribus elongatis stramineis
insigniter barbellatis; achaeniis maturis ignolis.
Meterhohe buschige Staude; Zweige unterwärts 5 mm dick. Blätter bis 71} cm
lang und 31/5 em breit, allmählich in die Hochblättchen übergehend; sie sind sitzend
oder in einen höchstens 2 mm langen Stiel verschmälert. Ebenstrauß ziemlich flach,
getrocknet bis 46 cm im Durchmesser. Köpfchen 25 mm im Durchmesser; Hülle
15 mm hoch.
Usafua: am unteren Abhange des Poroto-Berges, auf Grasland, um
1700 m (n. 1039. — Blühend am 16. Juni 1899).
V. superba O. Hoffm. in Engl., Ostafrika V, Pflanzenw. C. 406.
Livingstone-Gebirge: auf Abhängen, um 1000 m (n. 843. — Blü-
hend am 17. April 1899).
Ageratina fruticosa O. Hoffm. n. sp.; frutex ramosus, ramis usque
ad apicem foliosis, inferne foliorum delapsorum cicatricibus rugosis, tomen-
tellis; foliis oblongo-elliptieis utrinque acutis breviter petiolatis, supra te-
nuiter tomentosis glabrescentibus, subtus persistenter albo-tomentosis; ca-.
pitulis parvulis in corymbos densos bracteatos terminales congestis, bracteis
lanceolatis brevibus crassis tomentosis; involucri campanulati villosi sub-.
quadriseriatis squamis exterioribus ovatis obtusis, interioribus oblongo-lineari-
bus aculis; floribus 8, intimis 2 paleis linearibus flores subaequantibus
suffullis; corollis roseo-lilacinis villosis, limbi segmentis linearibus; achae-
niis crassis glabris sparse et minute glanduloso-punctatis; pappi paleis
numerosis inaequalibus basi varie cohaerentibus et forsan in phalanges 5
connatis.
Meterhoher Strauch von rundlichem Wuchs. Zweige unterwärts schwarz, ober-
wärts grau. Blätter etwa 45 mm lang und 43 mm breit, mit 3 mm langem Stiel, die
oberen kleiner. Bracteen des Blütenstandes 4—6 mm lang, die obersten dicht unter
dem Köpfchen. Hülle etwa 44 mm hoch und 6 mm breit. Blumenkrone 7 mm lang:
Junge Früchte 2!1/, mm lang, die äußeren 3kantig, durch 2 seitliche Rippen und eine
auf der Innenseite, die oberwärts sehr fein gewimpert sind, etwas geflügelt, auf dem
Rücken gewölbt, die inneren ähnlich, aber mit 3 seichten Furchen auf dem Rücken,
Pappus 44/5 mm lang.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken
übersäten Halden, um 2900 m (n. 966. — Blühend am 28. Mai 4899).
Elephantopus scaber L. Spee. pl. ed. I. 844, var. plurisetus O. Hoffm.,
pappi setis 6—10.
Ubena: Makatau, auf Wiesen eines welligen Plateaus um 1750
(n. 772. — Blühend am 24. März 1899).
Eupatorium africanum Oliy. et Hiern. in Oliv., Fl. trop. Afr. IIL 304
Vernonia humilis I, Wright in Kew Bull, 1897 p. 269. — V. molosa
ak. in Kew Bull. 1898 p. 148),
Kingagebirge: Bulongwa-Berg, flache, rasige Abhiinge, um 2000
n, 1216, Blühend am 14, Sept, 1899).
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 427
Mikania scandens (L.) Willd., Spec. II. 1743.
. Unyika: Umalila, am Ufer des Tumbisi-Baches, um 1900 m (n. 1359.
* __ Blühend am 21. Oct. 1899).
Brachycome palustris O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis caulibus
simplicibus vel vix ramosis tenuibus erectis teretibus striatis, sub capitulo
- glanduloso-pilosis ceterum glaberrimis; foliis glaberrimis, inferioribus oppo-
sitis, superioribus alternis linearibus integerrimis obtusis, basi lata sessilibus,
amplexicaulibus; capitulis terminalibus solitariis mediocribus longiuscule pe-
dunculatis, involucri hemisphaerici squamis biseriatis oblanceolatis acutis
glabris margine hyalina lacera cinctis; ligulis violaceis; corollis disci luteis
tubo parce glanduloso-piloso; styli ramis in appendicem linearem obtusam an-
gustatis; achaeniis compressis obovatis glabris margine incrassatis; pappo nullo.
Stengel rötlich, bis 40 cm hoch. Untere Blätter 2 cm lang, 1/2 mm breit, obere
kleiner. Hülle 4 mm hoch, Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten etwa 41/5; cm im
Durchmesser. Früchte 2 mm lang und 4 mm breit. — Die Art ist durch die gegen-
ständigen unteren Blätter ausgezeichnet.
Ubena: Sumpf, um 1900 m (n. 795. — Blühend am 24. März 1899).
Aster hispidus (Thunb.) Bak. in Saund. Ref. bot. t. 342.
Kingagebirge: Dinda, rasige Bergabhänge, um 2400 m (n. 1230. —
Blühend am 12. Sept. 1899).
Einheim. Name: lunyandewu.
A. hispidus (Thunb.) Bak. var. pleiocephalus Harv. in Harv. et
Sond., Fl. Cap. IH. 85 (unter Diplopappus asper).
Unyika: bei Suntas Dorf, im Buschwald auf welligem Plateau um
1600 m (n. 1234. — Blühend am 13. Nov. 1899).
Nidorella stricta O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis radice crassa
lignosa, collo caules complures strictos sulcatos glabros parce ramosos
emittente, ramis strictis; foliis ad caules valde remotis, ad ramos steriles
crebrioribus parvis strictis linearibus vel lanceolatis basi lata sessilibus ob-
_tusis integerrimis trinerviis scabro-pilosis; capitulis parvulis, in corymbos
densos oligocephalos terminales congestis pedicellatis; involucri hemisphae-
rici squamis subtriseriatis acutis scarioso-marginatis margine laceris; flori-
bus © pauciseriatis, corolla flava tubulosa, limbo vix dilatato 4—5-lobo,
styli ramis ovato-lanceolatis obtusis sine pilis collectoribus; floribus à
(sterilibus?) luteis limbo ampliore 5-fido; achaeniis hirtis paulo compressis ;
pappo albo vix corollam aequante.
Stengel an 40 cm hoch. Blätter der Stengel oft nur 4 cm lang, 11/g mm breit,
‚steil aufrecht, die Internodien bis 3 cm lang; einige Blätter werden bei derselben Breite
länger, aber nicht über 18 mm. EbensträuBe 2 cm im Durchmesser. Blütenstiele
2—10 mm lang. Köpfchen voll entwickelt 8 mm breit, 5 mm hoch; Hüllblätter
3 mm lang.
Unyika: Umalila, Mpesu-Berg, auf rasigen Abhängen um 2000 m
(n. 1361. — Blühend am 22. Oct. 1899).
Die Pflanze weicht durch die Form der © Blumenkrone von allen übrigen Arten
ab, bei denen die Randblüten kurz zungenförmig oder seltener 2lippig sind.
428 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber, üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete. |
Sphaeranthus suaveolens DC. Prodr. V. 370.
Unyika: bei Suntas Dorf, an sumpfigem Bachufer im Wasser wach-.
send, um 1600 m (n. 1432. — Blühend am 23. Nov. 1899).
Helichrysum densiflorum Oliv. in Hook. Ic. pl. t. 2286, var. plei-
anthum O. Hoffm.; a forma typica, quacum ceterum plane congruit, differt
involucri bracteis ca. 48 subtriseriatis, floribus in quoque capitulo 10—412._
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Pikurugwe-Rücken, auf mit Fels-
blöcken übersäten Abhängen, um 2900 m (n. 1255. —- Blühend am 16. Sept.
1899).
H. sulphureo-fuscum Bak. in Kew Bull. 1898, p. 151 (ex descr.).
Kingagebirge: Djilulu-Berg, auf feuchten, moorigen Wiesen um
2400 m (n. 921. — Blühend am 48. Mai 1899).
Einheim. Name: usumba.
H. nitens Oliv. et Hiern in Oliv., Fl. trop. Afr. IL 350.
Ubena: Liaugura, auf rotem Laterit eines welligen Plateaus, um
1900 m (n. 792. — Blühend am 24. März 1899).
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, auf trockenen Abhängen des Muigi-
Berges um 2400 m (n. 4044. — Blühend und fruchtend am 6. Juni
1899).
Die Exemplare sind zum Teil nur 4- oder 2-köpfig.
H. luteo-rubellum Bak. in Kew Bull. 1898, p. 449.
Usafua: trockene, mit kurzem Gras bestandene Abhänge des Beya-
Berges, um 2700 m (n. 1076. — Blühend am 28. Juni 1899).
Die Hüllblättchen sind bei einigen Köpfchen sämtlich gelb.
H. abyssinicum Schultz-Bip. ex A. Rich., Fl. Abyss. I. 423.
Livingstone-Gebirge: flache, rasige Abhänge eines unbewohnten
Hochplateaus, um 2500 m (n. 1277. — Blühend am 21. Sept. 1899).
H. Goetzeanum ©. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis ramosa, ramis
elongalis usque ad apicem foliatis araneosis; foliis oblongis vel elliptieis
acutis, basi in portionem petioliformem basi dilatata caulem semiamplec-
tentem angustatis, integerrimis vel minute crenulatis vel subundulatis, supra.
prima juventute paulum araneosis sed cito glaberrimis, subtus molliter albo-
tomentosis, nervis lateralibus erebris patentibus; floribus supremis in brac-
teas inflorescentiae sensim transeuntibus; capitulis heterogamis mediocribus.
pedicellatis, in corymbum amplum densum eongestis; involucri hemisphe-
rici squamis pallide stramineis nitentibus radiantibus imbricatis lanceolatis
oblusis, apice laceris vel denticulatis, flores paulo superantibus; floribus Q
numerosis pluriseriatis corolla tenuissime tubulosa 5-dentata; floribus à
plurimis, corolla anguste tubulosa, limbo vix dilatato 5-dentato; achaeniis
minutis; pappo albo corollae aequilongo,
Meterhohe, buschige Staude mit ziemlich langen Zweigen. Blätter bis 48 cm lang
und 3, em breit, An der Spitze teilen sich die Zweige in mehrere mit kleineren Blätt-
chen von 4 bis zuletzt nur 4 cm Länge) besetzte und in EbensträuBe endigende Zweig-
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 499
chen, welche einen gemeinsamen Ebenstrauß von 15—20 cm Durchmesser bilden. Die
- Hülle ist 7 mm hoch; die Köpfchen erreichen einen Durchmesser von 4,5 em; sie stehen
ziemlich dicht, wenn auch die Blütenstiele bis 4 cm lang sind. Die Blumenkrone der
© und 8 Blüten sind einander sehr ähnlich, nur dass die ersteren auffällig schmäler
“sind und dementsprechend auch schmälere Zähne haben. Diese sind bei beiden dunkler
gefärbt als die Röhre.
Rungwe-Stock: in der Bambuszone der südlichen Abhänge, um
2500 m (n. 41449. — Blühend am 13. Aug. 1899).
Einheim. Name: ngoka.
Durch die verhältnismäßig zahlreichen @ Blüten gehört die Pflanze in die Nähe
von H. foetidum Cass., mit deren Abart macrocephalum A. Rich. sie auch habituell
Ähnlichkeit hat. Die Form und Nervatur der Blätter unterscheidet sie jedoch auffällig
von dieser Art, bei welcher die Blätter mit breit herzförmigem Grunde sitzen und die
Seitennerven unter sehr spitzem Winkel vom Mittelnerv abgehen.
H. (§ Lepicline) abietinum O. Hoffm. n. sp.; frutex humilis ramosus,
ramis vetustioribus glabris, junioribus inferne foliorum delapsorum cica-
tricibus squamosis, superne griseo-tomentosis, usque ad inflorescentiam fo-
hosis; foliis confertissimis brevibus linearibus obtusis basi lata sessilibus
margine revolutis, supra tenuiter araneosis glabrescentibus, subtus persi-
stenter griseo-tomentosis; capitulis parvis heterogamis in corymbos densos
terminales congestis brevissime pedicellatis; involucri campanulati flores
aequantis squamis pluriseriatis scariosis ovatis, basi stramineis nitentibus,
apice fuscis obtusis vel erosis erectis vel vix recurvis; receptaculo paleolis
aurantiacis onusto; floribus © circiter 7, corollis ut in floribus 8, sed
. segmentis angustioribus magisque reflexis, styli ramis truncatis; floribus 8
circiter 18.
1/; m hoher Strauch. Stengel 8 mm dick. Zweige in einer Länge von etwa 5 cm
unterhalb der Spitze beblättert, darunter durch die Reste der abgefallenen Blätter
schuppig rauh. Blätter höchstens 9 mm lang und 4 mm breit. Köpfchen 3—4 mm
u
hoch und 2 mm breit, zu einem dichten Ebenstrauß von 4,5 cm Durchmesser zu-
sammengedrängt.
Rungwe-Stock: auf Abhängen der höchsten Kuppe, 2900 m (n. 1451.
— Blühend am 13. Aug. 1899).
Einheim. Name: mbuwalika.
In der Tracht H. cymosum Less. ähnlich, doch mit kürzeren, derberen Blättern
und mehrblütigen Köpfchen.
Abbildung auf Taf. XX.
A Ganze Pflanze mit Fortlassung eines etwa 15 cm langen Stengelstückes, B Blatt,
0 Querschnitt desselben, D Köpfchen, E Hüllblatt, # 8 und © Blüte, @ Staubblätter,
ff Frucht mit Griffel, ohne Pappus, J Pappusborste.
H. (§ Lepicline) tillandsiifolium O. Hoffm. n. sp.; suffrutex hu-
milis ramosus prostratus pulvinaria majuscula formans; ramis inferne re-
liquiis foliorum delapsorum vestitis, superne usque ad apicem foliosis tomen-
tosis; foliis confertissimis linearibus sessilibus subacutis minute mucronu-
latis trinerviis integerrimis, supra glaberrimis, subtus tomento argenteo in-
dutis patulis vel demum reflexis; capitulis heterogamis parvulis pedicellatis
430 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
in corymbum densum terminalem bracteatum congestis, bracteis lanceolatis
acutissimis indumento foliis similibus; involucri late campanulati squamis
multiseriatis scariosis glabris, basi pallide luteis, apice fuscis acutis vel ob-
tusis vel erosis paulo reflexis; receptaculo paleis pallidis onusto; floribus ©
paucis (ca. 6) stylo et corolla flores 3 aemulantibus, sed limbi angustioris
segmentis longioribus magis reflexis; floribus 8 numerosis (ca. 36), co-
rollae limbo segmentis latioribus paulo reflexis; ovariis glabris; pappo albo —
corollam aequante.
Die Polster erreichen einen Durchmesser von 1/, m. Die an den Zweigenden dicht
zusammenstehenden Blätter werden bis 25 mm lang und 2 mm breit, sind jedoch an
einigen blühenden sowie sterilen Zweigen bedeutend kleiner (nur 45 mm lang); sie
gehen in die kurzen (7 bis zuletzt 2 mm langen) Bracteen des Blütenstandes über. Dieser
hat einen Durchmesser von 4,5—5 cm. Die Stiele der Köpfchen sind zum Teil sehr
kurz, zum Teil bis 4 cm lang. Die Köpfchen werden 6 mm lang und breit.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken über-
säten Halden, um 2700 m (n. 969. — Blühend am 28. Mai 1899).
Stoebe kilimandscharica O. Hoffm. in Engl. Pflanzenw. Ostafrikas C.
411, var. densiflora O. Hoffm.; a forma typica differt (sed vix specifere)
ramis brevioribus, foliis magis patentibus vel interdum reflexis, spicis com-
positis.
Kingagebirge: Kinyuweru-Berge, an flachen Abhingen um 1800 m
(n. 4498. — Blühend und fruchtend am 9. Sept. 1899).
Althrixia rosmarinifolia (Schultz-Bip.) Benth. et Hook. f., Gen.
pl. IL 329.
Usafua: welliges Grasland auf Lavaboden (n. 4123. — Blüheng am
4. Aug. 1899).
Coreopsis lineariloba O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis ramosa,
ramis glabris, foliis petiolatis bipinnatipartitis segmentis rhachi aequilongis
linearibus acutis mucronatis glabris; capitulis mediocribus longiuscule pedi-
cellalis cymam laxam bracteis linearibus munitam formantibus; involucri
hemisphaerici squamis exterioribus linearibus herbaceis obtusis vel acutis
basi eilialis ceterum glabris, interioribus aequilongis membranaceis ovatis
acuminatis glabris; ligulis flavis involucro longioribus; paleis receptaculi ob-
tusis; corollis disci luteis; ovariis compressis glabris vel saepius margine
et inter aristas pappi ciliatis; pappi aristis 2 (raro 3) tubum corollae supe-
ranlibus sursum longe pectinato-ciliatis; achaeniis maturis ignotis.
Meterhohe, dicht buschige Staude, Blätter bis 12 cm lang, wovon 3 cm auf den
Stiel kommen, mit bis 5 cm langen, nicht sehr dicht stehenden Seitenabschnitten; die
Spindel des Blattes sowie die Blattstiele und die Blattabschnitte bis 2 mm breit. Blüten-
ticle bis 5 em lang. Die eben aufgeblühten Köpfchen haben mit den Strahlblüten
2 om im Durchmesser; die Hülle ist 5 mm hoch, Die Frucht scheint nach den vor-
geschritteneren Fruchtknoten zu urteilen geflügelt zu sein; diese sind 3 mm lang; die
lappusgrannen 2 mm, die Röhre der Blumenkrone 41/, mm und der Saum 4 mm lang.
Die Spreublätter sind etwas kürzer als die Blüten,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 431
| Ubena: Liangira, auf rotem Laterit eines welligen Plateaus, um
4900 m (n. 790. — Eben aufgeblüht am 24. März 1899).
| Mit ©. macrantha Schultz-Bip, verwandt, doch derber und höher und durch ge-
stielte und längere Blätter verschieden.
C. ochracea O. Hoffm. n. sp.; perennis, e radice crassa caules com-
_plures emittens elatos parce ramosos glaberrimos teretes, foliis oppositis
‘pinnatim 5-partitis, segmentis integerrimis vel iterum 3- (rarius 2- vel 4-)
_partitis, segmentis omnibus linearibus acutis mucronatis supra breviter
- scabro-pilosis, subtus subglabris, margine paulo revolutis et breviter scabro-
|ciliolatis; capitulis majusculis longe pedunculatis ad apices ramorum soli-
_tariis vel ternis, pedunculo ebracteato vel foliis reductis simplicibus lineari-
“bus, binis oppositis vel singulis, bracteato; involucri biserialis squamis ex-
terioribus herbaceis basi pilosis ceterum glaberrimis supra basin paulo
constrictis ellipticis, apice in acumen breve obtusum subito angustatis, squa-
mis interioribus paulo longioribus glaberrimis oblongis obtusis disco aequi-
longis; ligulis 8 fulvis ellipticis multistriatis tomento tenuissimo fugaci tectis:
receptaculi paleis anguste linearibus obtusis corolla brevioribus; ovariis
- margine ciliato-hispidis ceterum glaberrimis, apice cupula brevi lacera et
aristis duabus paucidentatis coronatis.
Meterhohe Staude. Die Blätter erreichen eine Länge von 8 cm, mit einem End-
- abschnitt von 41/5 cm und seitlichen Abschnitten von 31/5 cm Länge und 2—3 mm
Breite. Die Blütenstiele werden bis 18 cm lang; die Hochblättchen sind, wenn vor-
… handen, 2—4 cm lang. Die Köpfchen haben mit ausgebreiteten Strahlblüten 41/, cm
im Durchmesser; die äußeren Hüllblätter sind 40, die inneren 42 mm lang. Die breiten,
dunkelgelben Zungenblüten sind mit zahlreichen, dunkleren, parallelen Nerven durch-
zogen. Reife Früchte fehlen; nach den Fruchtknoten zu urteilen könnten sie ge-
flügelt sein.
Uhehe: Bweni, auf rotem Laterit eines hügeligen Plateaus im lichten
Busch, um 4700 m (n. 731. — Blühend am 11. März 1899).
Einheim. Name: masunga-sunga.
nd
> D, LL
LA.
C. crataegifolia O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis caule lignescente
+ plerumque simplici monocephalo glabrescente superne glanduloso-piloso ;
p foliis ambitu ovatis basi in petiolum alatum angustatis utrinque scabro-
_ pilosis, irregulariter pinnatisectis, segmentis acutis calloso dentatis; foliis
| supremis oblongis sessilibus integris; capitulis magnis longiuscule peduncu-
_latis; involucri hemisphaerici basi glanduloso-villosi squamis exterioribus
ne urine herbaceis pilosis apice callosis, interioribus paulo bre-
+ vioribus minus pilosis membranaceis ovatis obtuse acuminatis; floribus fulvis;
ligulis 8 elliptieis multistriatis; receptaculi paleis linearibus obtusiusculis co-
-rollas disci haud aequantibus; florum disci antheris longe exsertis atro-
-brunneis; ovariis compressis alatis facie glabris, margine et apice inter pappi
paleas ciliatis; pappi paleis 2 brevibus acutis haud ciliatis.
1 m hohe, oberwärts ziemlich dicht beblätterte Staude. Blätter im Umriss bis
8 cm lang (wovon 21/, cm auf den stielförmigen Teil kommen) und 3 cm breit, un-
mini eingeschnitten, die größten vorhandenen Abschnitte nicht über 17 mm lang
4
È
Pi
ee ee, a
432 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete, —
und 7 mm breit, die kleineren wie breite Sägezähne; Abschnitte einfach oder die
größeren zuweilen mit einem seitlichen Zahn. Köpfchen mit voll aufgeblühtem, aus-
gebreitetem Strahl 7 em im Durchmesser. Äußere Hüllblätter 41/5 em lang, innere et-
was kürzer. Strahlblüte bis 31/g em lang und 4 cm breit. Blumenkronen der Scheiben-
blüten 8 mm lang, der Saum etwas länger als die Röhre. Unreife Früchte 6 mm lang
und 41/2 mm breit, deutlich geflügelt (nur das mittlere Drittel ist hohl). Pappus-
schüppchen weniger als 4 mm lang, nur etwa doppelt so lang wie die dazwischen
stehenden Wimpern.
Livingstone-Gebirge: Yawulanda-Berg, auf unbewaldeten Abhängen,
um 4800 m (n. 854. — Blühend am 48. April 1899). |
Einheim. Name: maharrama.
C. pinnatipartita O. Hoffm. n. sp.; fruticosa ramis erectis, junioribus
tomentellis; foliis coriaceis pinnatipartitis ambitu ovatis petiolatis, segmentis
ovatis vel lanceolatis acutis irregulariter pinnatilobis vel = profunde ser-
ratis, supra scaberulis subtus tomentellis; capitulis magnis in corymbum
oligocephalum terminalem congestis breviter pedicellatis; involucri hemi-
sphaerici squamis aequilongis ovatis obtusis dorso tomentosis mox reflexis;
paleis receptaculi flores disci aequantibus 3-plurilineatis obtusis; corollis
luteis, ligulis ellipticis multistriatis; ovariis glaberrimis; pappo nullo.
2—3 m hoher, aufrecht wachsender Strauch. Größere Blätter mit 3 cm langem
Stiel und 8 cm langer Spreite, die untersten Abschnitte 4 cm lang und fast 2 cm breit;
untere Internodien 41/,—3 cm lang. Stiele der Köpfchen bis 21/2 cm, Hüllblätter etwa
t cm lang. Durchmesser der Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten bis 61/, cm.
Strahlblüten ungefähr 40—42, 3 cm lang, wovon 3 mm auf die Röhre kommen, und
fast 4 cm breit. Scheibenblüten mit 3 mm langer Röhre und 4 mm langem Saum,
kahl.
Usafua: Poroto-Berg, Abhänge um 2300 m (n. 4041. — Blühend am
17. Juni 1899).
Ein von Bucnanan im Jahre 1894 im Nyassaland gesammeltes Exemplar (n. 380)
gehört offenbar zu derselben Art. Es zeigt nur längere Internodien. Bei ihm finden
sich (noch nicht völlig reife) Früchte von 5 mm Länge und 2 mm Breite; dieselben sind
im Umriss verkehrt eiförmig, schmal geflügelt, völlig kahl und zwischen den Flügeln
vielstreilig. — Die Art ist C. kilimandscharica O. Hoffm. in der Tracht ähnlich.
C, lupulina ©, Hoflm. n. sp.; fruticosa glaberrima ramosa, foliis petio-
latis bipinnatipartitis, segmentis acutis serralis vel pinnatifidis, petiolis basi
connatis; foliis superioribus simpliciter pinnatipartitis; capitulis magnis pedi-
cellatis in corymbos densos oligocephalos congestis; involucri squamis re-
lexis, exterioribus herbaceis anguste ovatis obtusis, interioribus longioribus
membranaceis late ovatis obtuse acuminatis et apice minute fimbriatis; re-
ceplaculi lati plant paleis linearibus obtusis corollas superantibus et demum
reflexis; corollis Navis, ligulis 40 elliptieis multistriatis; achaeniis linearibus
compressis anguste alatis apice calloso-marginatis et obtuse emarginalis;
pappo nullo,
29 m hoher, nur an der Spitze der Triebe beblätterter Strauch. Blätter mit
einiger Mannigfalligkeit in der Teilung sowie in der Länge und Breite der Abschnitte,
trocken sehr zerbreehlich, Der Blattstiel kann eine Länge von 4 em erreichen, di
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 433
Blätter werden vielleicht 10 cm, die seitlichen Abschnitte 3 cm lang. Blütenstiele
4—3 cm lang. Voll aufgeblihte Kôpfchen 6 cm im Durchmesser. AuBere Hüllblätter
etwa 8 mm, innere 12 mm lang. Die Köpfchen erhalten durch die zurückgeschlagenen
Hüll- und Spreublätter ein ganz eigentümliches Aussehen. Strahlblüten 25 mm lang
und § mm breit. Scheibenblüten 7 mm lang, mit kurzer Röhre. Früchte 8 mm lang,
1/, em breit; die Flügel nehmen jederseits etwa 1/4 der Fruchtbreite ein.
Usafua: Abhänge des Beya-Berges, um 2400 m (n. 1069. — Blühend
und fruchtend am 27. Juni 1899).
Jaumea Compositarum (Steetz) Benth. et Hook. f., Gen. pl. II. 397.
Usafua: Beya-Berg, auf trockenen Abhängen mit lichtem Gebüsch,
um 1600 m (n. 1080. — Blühend am 3. Juli 1899).
Die Pflanze zeigt kleine Abweichungen von den Prrers’schen Originalexemplaren.
Einige Blätter sind neben der feinen Wimperung entfernt schwielig gezähnt. Die Hüll-
- blätter sind von Streetz als spitz beschrieben und abgebildet; die Prrers’schen Exem-
plare zeigen teils spitze, teils sogar zugespitzte Hüllblätter; in der Fl. of trop. Afr.
werden sie stumpf genannt. Hier sind sie meistens stumpf, viel seltener spitz oder
; kurz zugespitzt, öfters in ein Spitzchen auslaufend. Die Form der Hüllblätter ist dem-
- nach veränderlich. — Die Beschreibung von J. Johnston? Baker in Kew Bull. 1898,
p. 153 weist keinen Unterschied gegen J. Compositarum auf.
J. angolensis O. Hoffm. in Bol. Soc. Brot. X. 178.
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, Muigi-Berg, an trockenen Abhängen
über der Steppe, um 1500 m (n. 1019. — Blühend und fruchtend am
7. Juni 1899).
Die Stengel sind weniger rauhhaarig, die Haare auf den Blättern etwas kürzer. —
Die vollständig gesammelte Pflanze besitzt einen kriechenden, mit dicken Wurzelfasern
besetzten Wurzelstock. Die untersten Blätter zeigen eine Länge von 28 cm bei einer
Breite von 5 cm.
Artemisia afra Jacq. Hort. Schoenbr. IV. 34. t. 467.
Kingagebirge: Kinyika-Berg, Rander und Lichtungen des Schluchten-
-waldes um 2600 m (n. 948. — Blühend am 26. Mai 1899).
Gongrothamnus!) aurantiacus O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus divari-
cato-ramosus, ramis tenuiter tomentosis glabratis, foliis petiolatis ovatis
basi lata obtusis et breviter in petiolum angustatis, apice acuminatis, mar-
“cine repandis triplinerviis, supra brevissime scaberulis, subtus tenuiter to-
mentellis glabrescentibus; capitulis parvulis homogamis 7-floris in paniculas
_densas globosas congestis pedicellatis, pedicellis crassiusculis tomentellis
…squamuloso-bracteatis; involucri turbinati squamis imbricatis glabrescentibus
ne
r. 4) In den »Natürl. Pflanzenfamilien« glaubte ich die Gattung Gongrothamnus zu
Vernonia stellen zu müssen, da ich an der Richtigkeit der Beurteilung der Blütenfarbe
_zweifelte, über welche bei der typischen Art @. divaricatus Steetz sich keine Notiz des
_ Sammlers (PETERS) bei den Originalexemplaren findet, und da eine der aufgeführten
Arten, G. Hildebrandtii Oliv. et Hiern (Vernonia Hildebrandtii Vatke), welche nach
den Angaben verschiedener Sammler nicht gelbe, sondern weiße Blüten besitzt, sicher
“zu Vernonia gehört. Die Auffindung der obigen, mit G. divaricatus offenbar ver-
ê wandten und nicht zu Vernonia gehörigen Art bestimmt mich zur Anerkennung der
“Gattung Gongrothamnus, zu welcher auch Antwnesia O. Hoffm. zu ziehen ware.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 28
434 Beitr.z.Fl. vy. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
acutis, exterioribus ovatis, interioribus oblongis; corollis aurantiacis exsertis;
ovariis sericeis, costis inconspicuis; pappo stramineo duplici, setis exteriori-.
bus multo brevioribus.
Bis 2 m hoher Strauch mit gespreizten, überhängenden Zweigen. Untere Blätter
bis 10 cm lang und 6 cm breit, mit 2 cm langem Stiel, die oberen kleiner. Blüten-.
stände bis 8 cm im Durchmesser. Köpfchen 12 mm, Hülle 5 mm hoch. Blumenkrone
4 cm lang, Pappus etwas kürzer.
Usafua: im Songwe-Thal, auf trockenen Abhängen um 1100 m
(n. 1056. — Blühend am 23. Juni 1899).
Gynura coerulea O. Hoffm. in Bull. Herb. Boiss. I. 86.
Livingstone-Gebirge: Yawulanda-Berg, auf unbewaldeten Abhängen
um 1800 m (n. 849. — Blühend am 18. April 1899). |
Cineraria foliosa O. Hoffm, n. sp.; herbacea perennis, caule ligne-
scente ramoso; ramis glabris valde foliosis; foliis petiolatis primum parce
araneosis mox glabratis, ambitu subrotundis basi reniformibus, multilobatis,
lobis grosse sinuato-dentatis, petiolo basi auriculato, infra limbum saepe
segmentis duobus appendiculato (ideoque foliis lyratis); capitulis mediocribus,
in corymbum densum terminalem aggregatis pedicellatis; pedicellis brac-
teosis, bracteis parvis linearibus apice purpureis in calyculum transeuntibus;
involucri campanulati squamis 8—411 lineari-oblongis apice deltoideis pur-
pureo maculatis; floribus radii 6—7 discique luteis exsertis; ovariis facie
hirtellis ala angusta ciliata cinctis; pappo niveo.
Bis meterhohe, buschig wachsende Staude. Zweige unterwärts durch die stehen”
bleibenden Ohrchen und Blattstielreste der abgefallenen Blätter schuppig. Blattstiele bis
31/, em lang, mit kleinen Ohrchen am Grunde und öfters mit einem Paar gegenständi-
ger, sitzender, etwa 4 cm langer Abschnitte unter dem Hauptteil des Blattes. Dieser
ist bis 4 cm lang und 31/, cm breit, unregelmäßig, aber im wesentlichen fiederförmig
gelappt, mit runden Buchten. Rispen bis 8 cm breit, doch zu einem größeren, be-
blätterten Gesamtblütenstande vereinigt. Blütenstiele bis 42 mm lang. Hülle 6 mm
hoch. Köpfchen mit ausgebreitetem Strahl 18 mm im Durchmesser,
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblücken
übersäten Halden, um 2700 m (n. 973. — Blühend am 28. Mai 1899).
Senecio tener ©. Hoffm. n. sp.; annua gracilis, ad caulem parce, ad
folia et involucra densius pilis albis brevissimis vestita; caule adscendente
tenui praeter inflorescentiam simplici vel vix ramoso, superne nudo; foliis
saepius ad basin caulis confertis oblongis vel oblanceolatis vel ellipticis ob-
tusis, basi in petiolum alatum attenuatis, margine repandis, superioribus
angustioribus sessilibus; capitulis parvulis homogamis in corymbo oligo=
cephalo terminali parce bractealo dispositis; involueri ecalyculati squamis
uniseriatis 8 late linearibus apice violaceis deltoideis obtusis; floribus 25—30
involuerum paulo superantibus; corollis lilacinis, tubo in limbum paulo las
üorem sensim ampliato, laciniis linearibus nervo mediano percursis; antheris
parvis; styli ramis truncatis; ächaeniis parvis oblongis glabris; pappi setis
lenuibus albis involucrum acquantibus,
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 435
7 13; m hohes Pflänzchen. Blätter mit Einschluss des Stieles höchstens 31/, cm
» lang und 44 mm breit. Blütenstand mit dünnen, bis 8 cm langen Zweigen, Blütenstiele
à 4—3 cm lang, nicht selten gekrümmt. Hülle 5—6 mm hoch, 3—5 mm breit; Blüten
noch um 41/; mm hervorragend.
Kingagebirge: an schattigen Plätzen des steilen Ufers des Diroro-
* Flusses, um 2200 m (n. 939. — Blühend am 25. Mai 1899).
| S. ukingensis O. Hoffm. n. sp.; herbacea (perennis?) ima basi in
ramos tenues simplices monocephalos, inferne foliosos, superne pedunculi-
formes divisa; foliis crassiusculis glaucis oblongo-spathulatis obtusis basi in
portionem petioliformem semiamplexicaulem longe attenuatis, margine re-
mote denticulatis, glaberrimis vel minutissime et sparse puberulis; capitulis
-vix mediocribus homogamis, pedunculo apice paulum incrassato-insidentibus;
involucri late campanulati ecalyculati squamis 8 uniseriatis lineari-oblongis
obtusis plerumque trinerviis; corollis luteis, limbi anguste campanulati seg-
. ments lineari-oblongis plerumque nervo mediano percursis; styli ramis
| truncatis; achaeniis oblongis 10-costatis, parce puberulis; pappo brevi
niveo.
; 1/4 m hohes, vielleicht einjähriges, fast völlig kahles Kraut. Nur an einigen
_ Blättern und unter dem Köpfchen sind mit der Lupe einige Härchen erkennbar. Die
_ Blätter werden mit Einschluss des stielförmigen Teiles bis 6 cm lang und 8 mm breit.
- Die Adern auf der Unterseite und der Stiel sind violett gefärbt, was jedoch an der
trockenen Pflanze nicht mehr erkennbar ist. Die Köpfchen stehen auf unbeblatterten |
bis 17 cm langen Stielen; sie werden 9 mm hoch und 42 mm breit, die Hüllblätter
6—7 mm lang. Die 10 Rippen der 3 mm langen schmalen Frucht stehen zu zweien
nahe bei einander; die 5 Zwischenräume zwischen diesen Rippenpaaren sind spärlich
| kurzhaarig. Der Pappus ist kürzer als die hellgelben Blumenkronen.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblücken über-
säten Halden um 2700 m (n. 971. — Blühend und mit jungen Früchten
am 28. Mai 1899).
S. pachyrhizus O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis humilis, e radice
_ crassa caules complures simplices monocephalos ad apicem usque foliatos
À superne minutissime puberulos emittens; foliis radicalibus ignotis, caulinis
E abris lineari-oblongis plerumque obtusis integerrimis; capitulis homogamis
majusculis ample calyculatis; calyculi squamis subbiseriatis, exterioribus
» pallidioribus late ovatis vel lanceolatis acutis vel acuminatis, margine +
fimbriatis v. serrulatis involucri dimidium aequantibus, interioribus paucis
involucri squamis similibus iisque paulo brevioribus; involucri squamis
ca. 25 linearibus acuminatis glabris obscure violaceis; floribus involucrum
-subaequantibus; corollis albis, limbo cylindraceo 5-fido, laciniis nervo me-
diano donatis; styli ramis rotundatis; ovariis latis glabris multistriatis; pappo
stramineo.
Wurzel 4—2 cm dick. Stengel hôchstens 10 cm hoch. Die Pflanze muss, nach
“spärlichen, meist zerfransten Resten zu urteilen, verhältnismäßig große Wurzelblatter
besessen haben, welche sich vermutlich nach dem Verblühen erneuern. Stengelblätter
zum Teil bis 45 mm lang und 3 mm breit, zum Teil kürzer, fast schuppenförmig.
Köpfehen 2 cm hoch, 31/; cm im Durchmesser. Blumenkronen mit 1 cm langer, 4 mm
28*
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436 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXII. Ber. ib d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. ete,
breiter Röhre und 5 mm langem, 21/, breitem Saum. Die Griffelschenkel sind breit ab-
gerundet: der Teil oberhalb der Fegehaare ist jedoch viel niedriger als bei Notonia.
Usafua: welliges, zur Zeit abgebranntes Grasland, auf Lavaboden,
um 4700 m (n. 4124. — Blühend am 4. Aug. 1899).
Abbildung auf Taf. XIX, A—G.
A Ganze Pflanze, B, C Blättchen des Außenkelches, D Spitze eines Hüllblattes,
E Blüte, F Staubblätter, @ Griffelspitze.
S. karaguensis O. Hoffm. in Engl. Pflanzenwelt Ostafrikas, C. 447.
Kingagebirge: auf trockenen Wiesen des Kinyika-Berges, um 2600 m
(n. 937. — Blühend am 25. Mai 1899).
Da bei den Originalexemplaren von SrunLuanx die Wurzelblätter fehlten, so ist der
Beschreibung hinzuzufügen: Foliis radicalibus et caulinis inferioribus elongato-oblongis
basi in petiolum multinervium angustatis, apice obtusis, margine calloso-denticulatis
supra glabrescentibus, subtus tenuiter cano-tomentosis, superioribus remotis multo mi-
noribus.
Meterhohe Staude. Wurzelblätter bis 1/3 m lang und 3 cm breit, die in der Mitte
des Stengels stehenden 7—14 cm lang und 3—4 mm breit. Hülle 15 mm hoch. Köpf,
chen mit ausgebreitetem Strahl etwa 4 cm im Durchmesser. Blättchen des Außenkelches
sowie der eigentlichen Hülle in rotviolette, am Ende fein behaarte Spitzen verschmälert-
S. psiadioides O. Hoffm. n. sp.; frutex elatus ramis lignosis sulcatis.
foliosis inferne cicatricibus foliorum delapsorum asperis; foliis oblongis vel
oblongo-lanceolatis vel anguste-ovatis petiolatis, basi obtusis vel in petiolum
angustalis, apice nune acutis nunc obtusis, margine calloso-crenatis vel
rarius dentatis, interdum revolutis, supra glaberrimis, subtus imprimis secus
nervos crebros puberulis; petiolo saepius basi dilatato et utrinque in auri-
culas oblongas vel ovatas, integras vel bipartitas producto; capitulis par-
vulis radiatis in corymbum densum terminalem confertis breviter pedicellatis,
ramulis corymbi pedicellisque bracteolatis; involueri calyculati late cam-
panulati squamis 8 subglabris brevibus ellipticis, apice deltoideis _ obtusis;
corollis luteis, radii 8 lamina brevi oblongo-elliptica, disci involucro duplo
longioribus ca. 17, tubo ovario aequilongo in limbum anguste campanulatum
5-dentatum sensim ampliato, dentibus nervo mediano percursis; antheris
basi sagitlatis; styli ramis rotundato-truncatis exappendiculatis; achaeniis
glabris 5-costalis; pappo albo corollae aequilongo.
Bis 2 m hoher Strauch; blühende Zweige 15—25 cm, unter der Spitze 3—4 mm
dick. Blätter mit Einschluss des höchstens 11/, cm langen Stieles bis 9 cm lang und
2—3 em breit; Ohrchen des Blattstieles bis 5 mm lang. Endständiger Ebenstrauß
(—47 em im Durchmesser, Stiele der Köpfehen wenige Millimeter lang. Köpfchen (ohne
Strahlblüten) 7 mm hoch, die Hülle nur 3 mm hoch und kaum breiter, Röhre und
Zunge der Strahlblüten je 3 mm, 8 Blumenkrone % mm lang.
Kingagebirge: Bulongwa, Ränder des Schluchtenwaldes um 2100 m
n, 4204, — Blühend am 9. Sept. 1899); Ussangu, Pikurugwe-Nücken, auf
init Felsblöcken übersäten Abhängen um 2900 m (n, 1259, — 'Blühend am
16. Sept. 1899).
Die Blätter variieren in der Form, in der Beschaffenheit des Randos und in den
Obrchen des Stieles stark; an demselben Zweige sind diese teils gut, teils gar nicht
Ahn A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 437
“entwickelt. Das letztere Exemplar hat viel diehter stehende, etwas kleinere und
schmälere Blätter, auch einen weniger großen Blütenstand; das erstere Exemplar ist
jedoch offenbar weiter entwickelt.
S. syringifolius O. Hoffm. in Engl. Bot. Jahrb. XX. 236.
Usafua: Ngosi- oder Poroto-Berg, Waldränder, um 2200 m (n. 1288.
_— Blühend am 25. Sept. 1899).
Die Blatter sind in der Form ziemlich veränderlich. Die an dem zuerst bekannt
gewordenen Exemplare aus Usambara (Horst n. 3264) vorherrschende Form mit herz-
förmigen Blättern ist hier die seltenere. Am Grunde sehr stumpfe oder abgestutzte
Blätter sind häufiger, oder auch solche, bei welchen die Spreite kurz keilförmig in den
Blattstiel übergeht. Einige Blätter sind stärker buchtig gezähnt, der unterste Zahn zu-
weilen größer, so dass das Blatt etwas breit-spießförmig wird. Die oberen Blätter sind
oft lang keilförmig in den Stiel verschmälert. Eine derartige Veränderlichkeit in der
- Blattform scheint bei den kletternden Senecio-Arten häufig zu sein. — S. subpetitianus
Bak. in Kew Bull. 1898, p. 303 scheint nach der Beschreibung kaum verschieden
zu sein.
S. (§ Kleinioidei) tropaeolifolius O. Hoffm. n. sp.; herbacea per-
ennis simplex succulenta undique glaberrima; caule folioso; foliis inferiori-
bus longe petiolatis peltatis orbicularibus, margine repandis, subtus violaceis,
supremis polymorphis, nunc breviter petiolatis ovatis, nunc sessilibus pan-
duratis vel lanceolatis vel oblanceolatis et in bracteas lineares inflorescentiae
transeuntibus; capitulis radiatis mediocribus pedicellatis in corymbis glo-
bosis dispositis; involucri cylindraceo-campanulati ample calyculati squamis
linearibus marginatis ad apicem deltoideum minutissime puberulis; floribus
radii © luteis, tubo involucrum aequante, ligula oblonga exserta 4-nervia;
floribus disci luteis involucrum paullo excedentibus, corollae tubo in limbum
5-dentatum sensim ampliato, dentibus nervo mediano percursis; styli ramis
truncatis; achaeniis linearibus #0-costatis inter costas minute hirtis; pappo
albo.
Die vorliegenden Zweige sind 40 em lang, am Grunde im getrockneten Zustande
“1 mm dick; die Stiele der unteren Blätter erreichen eine Länge von 9 cm, die Spreite
einen Durchmesser von 8 cm. Der Durchmesser der anfangs ziemlich dichten, später
etwas lockereren Ebensträuße beträgt 4—% cm. Die Hülle ist 9 mm hoch, mit ab-
gestutztem, 4 mm breitem Grunde; die Blättchen des Auf enkelches erreichen etwa '/3
von der Länge der Hille. Die Zungenblüten ragen um etwa 5 mm aus der Hülle
hervor. Die schmalen Früchte sind 3 mm, der Pappus 8 mm lang.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken
übersäten Halden (n. 964. — Blühend am 28. Mai 1899).
Abbildung auf Taf. XXI.
| A Oberer Teil der Pflanze, B Vorblatt, C Hüllblatt, D © Blüte, E 8 Blüte,
F Staubblatt, @ Griffelspitze, H Frucht.
SS. (§ Kleinia) trianthemos O. Hoffm. n. sp.; frutex glaberrimus
ramis crassiusculis lignosis rubellis; foliis tenuiter carnosis ellipticis sub-
juintuplinerviis integerrimis obtusis, basi in petiolum brevem angustatis;
capitulis parvulis homogamis in paniculam densam polycephalam amplam
foliatam congestis pedicellatis; involucri ecalyculati squamis 3 oblongo-lineari-
438 Beitr. z. Fl.v. Afr. XXI. Ber. ib. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
bus acutis pallidis albo-marginatis; floribus 3, rarius 4 8 exsertis albis,
tubo duro; styli ramis appendice elongato-lineari obtusa terminatis; ovariis
crassis nigris glabris, pappo stramineo brevi.
Meterhoher Strauch. Zweige ziemlich dicht beblättert, 1/; m unter der Spitze
6—7 mm dick. Blätter dünn fleischig, 10 cm lang und 4 cm breit, vielnervig, mit
einem 4 em über dem Grunde und einem zweiten etwa 3 cm über dem Grunde ab-
gehenden, fast bis zur Spitze verlaufenden Paare seitlicher Nerven; die in dem Blüten-
stande stehenden Blätter sind ähnlich, nur bedeutend kleiner, 4 cm bis zuletzt nur 4 cm
lang. Blütenstand bis 15 cm im Durchmesser, Blütenstiele etwa 4 cm lang. Hüll-
blätter gelbgrün, 42 mm lang, 2—3 mm breit. Blumenkrone 42 mm lang, wovon
5 mm auf die Röhre kommen; Zipfel mit Mittelnerven. Pappus zur Blütezeit etwas
kürzer als die Röhre der Blumenkrone. Die Griffel zeigen für die Gattung auffällig
lange Anhängsel; die Region der längeren Fegehaare tritt nicht sehr deutlich hervor.
Unyika: Umalila, auf welligem Hochplateau, um 4900 m (n. 1352. —
Blühend am 21. Oct. 1899).
\
S. (§ Kleinia) dolichopappus ©. Hoffm. n. sp.; suffruticosa gla-
berrima valde ramosa, ramis lignosis foliosis; foliis coriaceo-carnosis lineari-
bus vel anguste oblanceolatis obtusis vel acutiusculis basi angustata sessili-
bus integerrimis uninerviis; capitulis homogamis ad apices ramulorum soli-
tariis, florentibus mediocribus; pedunculis apice incrassatis post anthesin
elongatis; involucri ecalyculati cylindracei squamis 4—5 lineari-oblongis
acutis rubro-violaceis; floribus 5—6 $3 corollis albis, tubo duro, limbo
angusto 5-lobo; styli ramis appendice lanceolata terminatis; achaeniis ovoi-
deis glaberrimis compressis; pappo post anthesin valde elongato stramineo.
1, m hohe Staude. Blätter bis 4 cm lang, 1—4 mm breit. Hülle zur Blütezeit etwa
13 mm hoch und 7 mm breit; Blumenkrone 44 mm lang, wovon die Hälfte auf den
röhrigen, knorpelig harten Teil kommt; Zipfel mit Mittelnerv. Die noch nicht völlig
reifen Früchte sind 8 mm lang und 21/,; mm breit. Der Pappus, welcher zur Blütezeit
kürzer als die Blumenkrone ist, wird bei der Fruchtreife 3 cm lang.
Usafua: Beya-Berg, auf trockenen Abhängen mit kurzem Gras, um
2700 m (n. 1075. — Blühend am 28. Juni 1899).
Umalila: Uwurungu-Berg, auf rasigen Abhängen, um 2200 m (n. 1462.
— Mit jungen Früchten am 48. Nov. 1899).
Abbildung auf Taf. XVII.
A Teil einer blühenden Pflanze, B Blüte, C Spitze eines Hüllblattes, D Staub-
blätter, Æ Griffelspitze, F Teil einer fruchttragenden Pflanze, @ Frucht.
S. (Kleinia) ussanguensis O. Hoflm. n. sp.; fruticosa glaberrima,
ramis suleatis foliosis; foliis tenuibus carnosis late ellipticis vel ovatis inte-
zerrimis utrinque obtusissimis, breviter secus caulem decurrentibus trinerviis,
nervis ante apicem evanidis; capitulis ad apices ramorum paucis (2—3)
homogamis mediocribus vel majuseulis multifloris breviter pedicellatis; in-
volueri ecalyeulati squamis 4—5 late ovatis marginatis acutis vel obtusis;
floribus 25—30 exserlis 8, sed intimis forsan sterilibus; corollis albis tubo
chartaceo, limbo anguste eylindraceo 5-lobo; styli ramis appendice lanceo-
be
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A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See etc. ges. Pflanzen. 439
lata terminatis; achaeniis crassis villosis, costis vix conspicuis; pappo stra-
mineo corollae aequilongo.
Meterhoher Strauch. Die größeren Blätter erreichen eine Länge von 7 em und
eine Breite von 5 cm und laufen außerdem auf 2—3 cm am Stengel herab; die Nerven
treten wenig hervor, mit Ausnahme der 3 Hauptnerven, welche aber auch vor der
Spitze verschwinden. Die Hülle ist beim Aufblühen cylindrisch, etwa 4 cm breit, später
halbkugelig-glockig, an 2 cm breit. Röhre der Blumenkrone 8 mm, Saum 4 cm lang.
Die am meisten entwickelte Frucht zeigt eine Länge von 6 mm und eine Dicke von
3 mm.
Ussangu: Pikurugwe-Rücken, mit Felsblöcken übersäte Abhänge, um
2900 m (n. 1257. — Blühend und mit jungen Früchten am 16. Sept. 1899).
Tripteris Goetzei O. Hoffm. n. sp.; herbacea e radice crassa lignosa
horizontali caules emittens complures parce ramosos; caule ramisque scabe-
rulo-puberulis, floriferis inferne tantum foliatis longe pedunculiformibus;
foliis alternis linearibus vel oblongis, obtusis vel acutis, uninerviis sessilibus
integerrimis vel rarius denticulatis, margine cartilaginea cinctis, in utraque
pagina scabro-pilosis, superioribus paucis parvis bracteiformibus; capitulis
ad apices solitariis mediocribus nutantibus; involucri hemisphaerici squamis
circiter 12 oblongis acutis dorso scaberulis; corollis luteis, © radiantibus
circiter 12 involucrum duplo superantibus; achaeniis laevibus, alis 3 latis
cinctis.
Stengel an 40 cm hoch; Blatter bis 25 mm lang und 2—6 mm breit. Der obere,
blütenstielartige Teil der Stengel und Zweige ist bis 30 cm lang und mit weniger (1—3)
bis 4 em langen, schmalen, spitzen Vorblättchen besetzt. Hüllblätter 5 mm lang;
Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten etwa 3 cm im Durchmesser. Früchte 15 mm
lang, die einzelnen Flügel 4 mm breit, gelblich, meist violett überlaufen.
Kingagebirge: Dinda-Berg, auf rasigen Abhängen um 2400 m (n. 1228.
— Blühend am 12. Sept. 1899).
Usafua: Ngosi- oder Poroto-Berg, auf flachen, rasigen Abhängen um
2000 m (n. 1287. — Blühend und fruchtend am 25. Sept. 1899).
Einheim. Name: luyungula.
Abbildung auf Taf. XXII A.
a Ganze Pflanze, 5 Blatt, ce Hüllblatt, d 8 Blüte im Längsschnitt, e Staubblatt,
f Griffel derselben, g Q Randblüte, steriles Staubblatt, © Griffel derselben, / Frucht.
Gazania angustifolia O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis acaulis;
radice fasciculata; collo lanoso; foliis viridibus, plerisque radicalibus an-
guste linearibus acutis, junioribus laxe arachnoideis, adultis subtus nervo
excepto tenuiter tomentellis, ceterum glabris, remote spinuloso - ciliatis,
margine revolutis; pedunculo solitario foliis nunc longiore nunc breviore
monocephalo obscure violaceo, laxe araneoso simulque imprimis sub capi-
tulo glanduloso-piloso, apice folia brevia 1—2 gerente vel nudo; involucro
late campanulato basi turbinato, haud intruso, laxe araneoso glabrescente,
squamis omnibus acutissimis, exterioribus paueis anguste oblongis spinuloso-
ciliatis sordide violaceis, basi tubo adnatis, intermediis et intimis fere ad
medium in tubum connatis, intermediis lanceolatis serrulatis sordide violaceis,
440 Beitr.z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
intimis similibus, sed margine alba hyalina basin versus latiore cinctis;
corollis involuero duplo longioribus, supra luteis nitentibus, subtus praeter
marginem luteam obscure violaceis; corollis disci involucro aequilongis luteis;
achaeniis sericeis.
Die nicht über 10 cm hohe Pflanze trägt ein Büschel dichter Wurzelfasern. Die
frischen Blätter sind an den vorliegenden Exemplaren nicht über 8 cm lang und
1—2 mm breit; die vorjährigen sind verwelkt, an der Spitze abgebrochen oder ab-
gebrannt und scheinen bedeutend länger gewesen zu sein. Die Blütenstiele sind 4—7 cm
lang, meist länger als die Blätter desselben Jahres; die unter dem Köpfchen stehenden
Blätter sind, wenn vorhanden, nicht über 1,5 cm lang, sonst den Wurzelblättern ähnlich.
Die Hülle ist 12 mm hoch und breit; das ganze Köpfchen ist doppelt so hoch und hat
mit ausgebreiteten Strahlblüten bis über 3 em im Durchmesser.
Kingagebirge: Dinda-Berg, auf rasigen Abhängen um 2400 m
(n. 4233. — Blühend am 42. Sept. 1899).
Einheim. Name: kirungesi.
Abbildung auf Taf. XXII B. |
a Ganze Pflanze, 6 äußeres, c inneres Hüllblatt, d Randblüte, e Scheibenblüte,
f Staubblätter, g Griffel derselben, % Längsschnitt der Frucht mit dem unteren Teile
des Pappus.
Berkheya Zeyheri (Harv. et Sond.) Oliv. et Hiern in Oliv. Fl. trop.
Afr. III. 429.
Kingagebirge: Pikurugwe-Rücken, flache, rasige Abhänge des Süd-
westabhanges, um 2500 m (n. 1239. — Blühend am 14. Sept. 1899).
B. parvifolia Bak. in Kew Bull. 1898, p. 155.
Livingstone-Gebirge: Abhänge des Yawulanda-Berges um 1800 m
‘no. 847. — Blühend am 18. April 1899).
Das Exemplar weicht von dem I. c. beschriebenen nur in unwesentlichen Punkten
ab. Die Blätter stehen dichter und sind zum großen Teil länglich; die Köpfchen sind
ein wenig größer. Es ist eine meterhohe Staude, deren Stengel am Grunde 6—9 mm
dick ist. Die unteren Blätter werden bis 44 cm lang und 2 cm breit; auf die nach den
Enden der Zweige zu stehenden Blätter passt dagegen der Speciesname. Die Früchte
sind nicht kahl, sondern ebenso wie die des Wuyre’schen Exemplares im Berliner
Herbar seidig behaart,
Echinops ($ Cenchrolepis) velutinus ©. Hoffm. n. sp.; herba per-
ennis robusta caule erasso sulcato, pube densa velutina ferruginea vestito ;
foliis amplis basi angustata vel subcordata sessilibus, ambitu oblongis vel
elliplicis vel obovatis pinnatifidis (supremis pinnatilobis), segmentis et parte
limbi infra segmenta infima grosse sinuato-dentatis, dentibus in spinas rigi-
das excurrentibus, nervo mediano crasso utrinque ferrugineo-velutino, pa-
gina laminae utraque villoso-Lomentosa, superiore insuper dense strigoso- |
hispida; eapitulis secundi ordinis terminalibus solitariis pedunculatis globosis
maxims; involueri propri setis (penicillo) pluriseriatis, exterioribus sim-
plicibus sensim longioribus, interioribus anguste paleaceis et in setas divisis;
squamis glabris, exterioribus ca, 12 imbricatis apice fasciculato - spinosis,
intimis 5 Jaxe in tubum connatis, apice paulo laceris ceterum integris;
be a ee
se Éd
a a dû.
_ A: Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 441
corollae tubo glanduloso-puberulo, limbo glabro; achaenio pubescente; pappi
paleis inaequalibus acutis ima basi connatis.
Meterhohe, bis zur Erde beblätterte Staude. Stengel 12 mm, unter dem Blüten-
stand noch 8 mm dick, mit dichter, derber, sammetartiger Behaarung. Größere Blätter
35 cm lang, mit 4 deutlichen Paaren seitlicher, gegenständiger Abschnitte, welche in
ihrem freien Teile 7 cm lang und 4 cm breit werden. Blattspreite zwischen den Ab-
schnitten 2—3 cm breit, der Teil unter den Fiederabschnitten noch breiter, nach oben
hin immer stärker buchtig gezähnt. Kôpfchen 2. Ordnung 8—10 cm im Durchmesser
Kôpfchen mit der Blite 3,5 em hoch, Hille (die innersten, verwachsenen, sowie die
vorhergehenden, freien Hüllblätter) 2,5 cm lang.
Usafua: bei Utengule, Grasland auf welligem Hochplateau um 1600 m
(n. 4035. — Blühend am 44. Juni 1899).
Nach der Beschreibung steht die Pflanze E. geganteus A. Rich. nahe, unterscheidet
sich jedoch durch die sammetartige Behaarung des Stengels und der Mittelrippe des
‚Blattes, sowie durch weniger tief gehende Teilung der Blätter.
Centaurea (§ Seridia) Goetzeana O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis
humilis = pulviniformis minutissime glanduloso-puberula glabrescens, e
radice crassa caules numerosos emittens simplices vel basi tantum parce
ramosos; foliis linearibus basi lata sessilibus, apicem versus calloso-pauci-
dentatis; capitulis terminalibus solitariis majusculis — magnis heterogamis:
involucri hemisphaerici squamis imbricatis oo-seriatis glabris, exterioribus
late ovatis appendice palmatim 3—7-spinoso terminatis, spina terminali lon-
giore et viridiore, interioribus lanceolatis appendice simplici fimbriata ob-
tusa terminatis; floribus radii neutris, corolla profunde 6-fida, laciniis lineari-
bus; floribus disci 8 limbo 5-fido; ovariis glabris; pappi paleis brevibus
linearibus pluriseriatis cum serie interna setarum paucarum aequilongarum.
Bis 13 cm hohe, kleinere oder bis 1/3; m im Durchmesser haltende Polster bildende
Staude. Stengel 3—10 cm lang; Blätter bis 3 cm lang und 1/4 cm breit, die obersten
dicht unter dem Köpfchen. Hülle 2 cm hoch und breit; Köpfchen mit ausgebreiteten
Strahlblüten wohl 5 cm im Durchmesser. Blüten weiß mit violettem Anfluge. — Die
Pflanze ist nach der Beschreibung mit C. praecox Oliv. et Hiern nahe verwandt.
Unyika: Umalila, Uwurungu-Berg, auf rasigen Abhängen um 2200 m
(n. 1459. — Blühend am 18. Nov. 1899); im Buschwald bei Moangawares
Dorf, um 1500 m (n. 1392. — Blühend am 30. Oct. 1899, Exemplare mit
_ niedrigeren, aber derberen Stengeln und etwas stärkeren und mehrreihigen
Hüllblättern, vielleicht als Abart zu betrachten).
Abbildung auf Taf. XIX, Fig. H—P.
H Ganze Pflanze, J äußeres Hüllblatt, X inneres Hüllblatt, L, M Rand- und
Scheibenblüten mit den Borsten des Blbd., N Staubblätter, O Griffelspitze, P Frucht-
knoten.
Dicoma anomala Sond. in Linn. XXIII. 71.
Kingagebirge: Kipengere-Rücken, auf trockenen, mit Felsblöcken
_ übersäten Halden, um 2700 m (n. 1009. — Blühend am 28. Mai 1899).
Nördl. Kingagebirge: Ussangu, auf trockenen Abhängen des Muigi-
Berges um 2100 m (n. 1009. — Blühend am 6. Juni 1899).
Eine Form mit niederliegenden Stengeln. Blüten weiß mit blassviolettem Anflug.
N
449 Beitr. z. Fl. v. Afr. XXI. Ber. üb.d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See-u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
D. nana Welw. ex Hiern, Cat. Welw. Afr. pl. II. 614 (?, ex deser.).
Unyika: Umalila, auf rasigen Abhängen des Mpesu-Berges um 2000 m
(n. 1363. — Blühend am 22. Oct. 1899).
Von den Blättern sind nur spärliche Reste vorhanden, das meiste ist abgebrannt.
Im übrigen stimmt die Pflanze durchaus mit der Beschreibung I. c. überein.
D. (§ Pterocoma) vaginata O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis,
radice fasciculata, caulibus erectis tomentellis inferne simplicibus, usque ad
inflorescentiam foliatis; foliis oblongis vel late linearibus integerrimis acutis,
basi vaginiformi caulem amplectentibus, siccis margine revolutis, supra gla-.
berrimis venulosis, subtus tenuiter albo-tomentosis; foliis supremis anguste
linearibus; capitulis majusculis homogamis, singulis ramulos ex axillis folio-
rum supremorum ortos foliisque reductis munitos terminantibus; involucri
oo-serialis squamis exterioribus lanceolatis in parte superiore tenuiter serru-
latis, pallide viridibus glaberrimis pungentibus, sensim transeuntibus in
squamas interiores longiores lanceolatas scarioso-albo-marginatas spinoso-
acuminatas; floribus numerosis 8 involucro brevioribus; achaeniis dense
sericeis; pappo albo plumoso.
Meterhohe Staude. Untere Blätter bis 17 cm lang und 45 mm breit, der scheiden-
formige Teil bis 42 mm hoch, kahl, bräunlich; obere Blatter allmäblich kürzer und
auch verhältnismäßig) schmaler. Die unteren Hochblätter der blühenden Seitenzweige
zeigen auch noch den kahlen, scheidenförmigen Teil und gehen allmählich in kurze
Schüppehen über; unterhalb des Köpfchens ist der Zweig zuweilen noch mit mehreren,
den äußeren Hüllblättern ähnlichen, stachelspitzigen Vorblättern besetzt. Die Blumen- ;
kronen sind etwa 1 cm lang, dunkelockergelb mit leichtem violetten Anflug. Die
Früchte sind ungefähr 2 mm lang, der Pappus 4 cm.
Kingagebirge: Vorberge über Ikombe; auf trockenen, steilen Ab-
hängen, um 1200 m (n. 1178. —- Blühend am 7. Sept. 1899).
Einheim. Name: litoni.
Ein von Wuyre in Nyassaland, zwischen Mpata und dem Anfange des Tanganyika-
Plateaus in der Höhe von 2000—3000’ im Juli 1896 gesammeltes, zugleich mit D. ano-
mala ausgegebenes Exemplar stimmt im wesentlichen mit dieser Pflanze überein, na-
mentlich in den scheidenförmigen Blättern; der Blütenstand zeigt jedoch einige Unregel-
mäßigkeiten, indem einige Köptchen seitlich fast sitzen, die Seitenzweige also sehr ver-
kürzt sind, bei anderen recht zahlreiche stachelspitzige, den äußeren Hüllblättern
ähnliche Vorblätter unter dem Köpfchen stehen.
Gerbera piloselloides (L.) Cass. Diet. XVUL 464,
Kingagebirge: Yawuaege-Berg, rasige Abhänge um 2400 m (n. 1238
ex p. — Blühend am 43. Sept. 1899).
G, abyssinica Schultz-Bip. ex A. Rich., Fl. abyss. I. 458.
Kingagebirge: Yawuaege-Berg, rasige Abhänge um 2400 m (n. 1238
ex p. — Blühend am 13. Sept. 1899).
Livingstone-Gebirge: Parklandschaft auf unbewohntem Hochplateau,
um 2500 m (n. 1281. — Blühend am 23. Sept. 1899),
Sonehus rarifolius Oliv. et Hiern. in Oliv., FL trop. Afr. III. 460,
Unyika: beim Dorf Toola, Buschwald auf welligem Hochplateau, um
1300 m {n. 4447, — Mit Blüte und Frucht am 8. Nov. 1899).
A. Engler, Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See ete. ges. Pflanzen. 443
S. violaceus O. Hoffm. n. sp.; herbacea perennis humilis pulvini-
formis, ima basi ramosissima, ad collum breviter fulvo-tomentosa, ceterum
undique glaberrima et tota pruina violacea (in planta sicca evanida) induta;
radice crassa; foliis radicalibus (anni praeteriti), ut e reliquis paucis videtur,
oblongis grosse et inaequaliter spinoso-dentatis; caulinis inferioribus per-
paucis longioribus linearibus apicem versus spinoso-dentatis, rameis brevibus
x
E
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- Sonchus violaceus ©. Hoffm. A Ganze Pflanze, B Äußeres Hüllblatt, C Inneres Hüll-
blatt, D Blüte, E Staubblatt, F Griffel. @ Frucht.
squamiformibus lanceolatis, apice parce spinoso-dentatis, denique ovatis inte-
gerrimis in squamas involucri transeuntibus; capitulis paucifloris, innumeris
in corymbo amplo dispositis; involucri cylindracei squamis obtusis hyalino-
marginatis, exterioribus 4 brevioribus ovatis, interioribus 6 longioribus ob-
444 Beitr,z. Fl. v. Afr, XXII. Ber. üb. d. bot. Ergebn. d. Nyassa-See- u. Kinga-Geb.-Exped. etc.
longis; floribus 6, corollis pallide violaceis exserlis; ovariis linearibus com-
pressis glabris multistriatis.
Eine 7 cm hohe, blühende Polster von 5—10 cm Durchmesser bildende Pflanze.
Wurzel 6—14 mm dick. Die spärlichen Reste der vorjährigen Wurzelblätter deuten
darauf, dass diese vielleicht 5 cm lang und 1 cm breit sind. An frischen Blättern sind
nur äußerst wenige etwa 3 cm lange und 4!/; mm breite, am Grunde stark scheiden-
förmig verbreiterte am Grunde der Stengel vorhanden, die übrigen sind hochblattartig.
Die Hülle ist 4 mm breit und 44 mm lang. Die Blüten ragen noch um etwa 7 mm
hervor. Die jungen Früchte sind 6 mm, der Pappus 4 cm lang.
Kingagebirge: Pikurugwe-Rücken, an flachen, rasigen Abhängen
des Südwestabhanges um 2500 m (n. 1241. — Blühend am 14. Sept. 1899).
Sonchus lasiorhixus 0, Hoflm. A Ganze Pflanze, B Hüllblatt, © Blüte, D Staubblatt,
FE Griffel, #, @ Früchte,
lasiorhizus ©. Hoflm. n. sp.; herbacea perennis humilis, radice
napiformi, collo pilis longis fulvis valde lanuginoso; caule subnullo, ab ima
basi in ramulos inflorescentiae diviso; foliis radicalibus (pauca vetusta anni
praeteriti lantum adsunt) post anthesin ortis ellipticis glabris in petiolum
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olichopappus 0. Hoffm.
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latum basi villosum angustatis, grosse runcinato-pinnatifidis, segmentis den-
fatis; capitulis majusculis in corymbum densum bracteis hyalinis linearibus
oblongis munitum congestis pedicellatis; involueri cylindracei squamis imbri-
catis villosulis glabrescentibus lanceolatis obtusis tenuibus anguste albo-
ma rginatis; floribus in quoque capitulo 12—14, corolla flava exserta;
yvariis LS pappo niveo.
4 Die Pflanze erhebt sich kaum über den Erdboden. Nach den Resten der vor-
jährigen Wurzelblätter zu urteilen, werden dieselben etwa 5—7 cm lang und 21/5 cm
breit. Die unteren Hochblätter sind etwa 4 cm lang und 4 mm breit; innerhalb der
dichten Wolle, welche den Wurzelhals bekleidet, befinden sich LB ab einige lang-
zottige, aus dünnem, scheidenförmigem Grunde in eine pfriemliche Spitze auslaufende
Schüppchen (Ab in der Abbildung). Die Stiele der Köpfchen sind im Durchschnitt
1 cm lang. Die Hülle ist etwa 15 mm lang und 7—8 mm breit. Die Blüten überragen
sie noch um etwa 4 cm.
Kingagebirge: Pikurugwe-Rücken, auf mit Felsblöcken übersäten
Abhängen, um 2900 m (n. 1264. — Blühend am 16. Sept. 1899).
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen
Celastraceen.
Von
Th. Loesener.
1. Einleitung und Allgemeines.
Seit der Bearbeitung der Celastraceen für Diets’ Flora von Cen-
tral-China hat sich von dieser Familie auf dem Kgl. Bot. Museum
schon wieder eine so erhebliche Menge neuen und interessanten Materiales
aus verschiedenen Teilen des »himmlischen Reiches« angesammelt und ist
der Bearbeitung zugänglich gemacht worden, dass es zweckmäßig erschien, die
chinesischen Vertreter dieser Pflanzengruppe einmal im Zusammenhange zu
bearbeiten. Von neuen Sammlungen waren hinzugekommen, bezw. noch un-
bearbeitet aus früherer Zeit: Warspure (Corea, chinesisches Küstenge-
biet,Liukiu-Inseln, Formosa), Girazni (ein zweiter Teil seiner Schensi-
pflanzen, aus dem Herb. Bronp1), Henry (besonders Yiinnan, Umgegend
von Mengtze, eine der wertvollsten Sammlungen des ganzen Gebietes), so-
wie zwei kleinere Sammlungen aus dem deutschen Schutzgebiete Kiaut-
schou von Nasen und Zimmermann, die teils dem Bot. Museum zur Bear-
beitung überwiesen, teils in seinen Besitz übergegangen waren.
Als Ergebnisse dieser Studie glaubt der Verfasser nennen zu können,
außer einer Anzahl neuer Arten, eine wenigstens einigermaßen den natür-
lichen Verwandtschaftsverhältnissen entsprechende Einteilung der chinesischen
Evonymus- und Celastrus-Arten, auf die eine monographische Bearbeitung
dieser Gattungen vielleicht später einmal wird nicht ganz erfolglos zurück-
greifen können, sowie eine Erörterung der geographischen Verbrei-
tung der chinesischen Arten von Ævonymus im Zusammenhange mit ihren
verwandtschaftlichen Beziehungen. ;
Was die Abgrenzung des Gebietes betrifft, so wurde ihm derselbe
Umfang gegeben wie in Fonnes’ und Hemstey’s grundlegendem Index Florae
Sinensis, d. h. also mit Einschluss von Corea, den Liukiu-Inseln, For-
Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 447
mosa, Hongkong und Hainan; außerdem wurden auch noch die bisher
in Lin entdeckten Arten ce mit hinzugenommen.
| Gehen wir nun auf die Gattungen selbst näher ein, so sind die Celas-
traceen, abgesehen von Elaeodendrum, dessen Bürgerrecht in China ich
gh vorderhand noch bezweifeln zu diirfen, in diesem Gebiete durch
5 Gattungen vertreten, und zwar die Celastroideae durch Kvonymus, Ce-
lastrus und en va, die Tripterygiordeae durch Tripterygium, und
die Cassinioideae durch Perrottetia. Von diesen ist das ein- oder höch-
; stens wenigdeutige Tripterygium ostasiatisch. Gymmnosporia und Perrot-
_tetia haben anderseits nur ihre nördlichsten Vorposten nach China ent-
…sandt und sind sonst vorwiegend tropisch, von unter einander sehr —
_ verschiedener Verbreitung; jene eine ziemlich große Zahl von Arten um-
fassend, in üppigster Entfaltung besonders reich im tropischen Afrika, in
A unserm Gebiete nur noch mit 3 Arten vertreten, diese augenscheinlich
_ über den Höhepunkt ihrer Entwickelung längst hinaus mit vereinzelten
Arten in geographisch weit getrennten Florenreichen von verhältnismäßig
geringer Ausdehnung mit einer Art auch im innersten China noch erhalten.
Dagegen haben die beiden Haupt-Gattungen Evonymus und Celastrus, die
zwar beide bis in die Tropen der alten, wie neuen Welt hinein, mit Aus-
schluss von Afrika, aus der nördlich gemäßigten Zone ihre Vertreter ent-
‚senden, das gegenwärtige Centrum ihrer Entwickelung in China, wo be-
‚sonders die erstgenannte eine stattliche Zahl von Arten aufzuweisen hat.
a
1e
Übersicht über die Gattungen.
I. Frucht eine fachspaltig und klappig aufspringende, kugelige oder
gelappte oder geflügelte Kapsel. Arillus vorhanden.
4. Fruchtknoten 4—5-fächerig, in der Frucht bisweilen ein oder
mehrere Fächer verkümmernd. Meist aufrechte Sträucher
oder Bäume mit Zwitterblüten und vorwiegend gegenständigen,
selten wechselständigen oder quirlig angeordneten Blättern. 4. Evonymus
2. Fruchtknoten 3-fächerig. Klettersträucher mit diöcischen Blüten
und spiralig gestellten Blättern. Unbewehrt, sehr selten die
Nebenblätter später in kleine sanft gebogene Stächelchen sich
Somer ey an ISS AFR ROT ER IPO oa” Gelastrus
3. Fruchtknoten 2—3- fächerig. Aufrechte, im Gebiet meist dornige
Sträucher mit Zwitterblüten und spiralig angeordneten stellen-
weise büschelig vereinigten Blättern. Dornen deutlich und
gerade, aus umgewandelten Ästen bestehend . . . . . 3. Gymnosporia
II. Frucht eine nicht nn Flügelfrucht mit 3 Flügeln. AIR
feonlend. 0: , . 4. Tripterygium
I. Frucht ungeflügelt, eine Steinfr Goh sift abs: Misc or:
haupt nicht oder wenigstens nicht regelmäßig aufspringende
Kapsel.
1. Blätter gegenständig. Blütenstände gabelig. Blumenblätter
deutlich länger als die Kelchblätter. . . . . . . . . . . . 5. Elaeodendrum
2. Blätter spiralig. Blütenstände traubig. Blumenblätter kaum
länger als die Kelchblätter . . . . . . . . . . . . . . . 6. Perrottetia
448 Th. Loesener.
2. Specietler Teil
I. Evonymus |..
Die Gattung hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in China, das uns fast
bei jeder neuen Sammlung auch mit einigen neuen Hvonymus-Arten be-
kannt macht. Japan, aber auch der Himalaya sowie Ost-Indien im
ganzen treten unserem Gebiete gegenüber, was die Anzahl der Arten be-
trifft, erheblich zurück.
Während noch der Index Florae Sinensis aus ganz China, ein-
schließlich Corea, die Liukiu-Inseln und Formosa, nur 19 Arten nennt,
kennen wir gegenwärtig bereits fast 50 aus diesem Gebiete in der genannten
Abgrenzung.
Fasst man die geographische Verbreitung der einzelnen Arten
etwas näher ins Auge unter gleichzeitiger Berücksichtigung ihrer verwandt-
schaftlichen Beziehungen, so machen wir zunächst die Beobachtung,
dass die immergrünen Arten in China zwar das Centrum ihrer Ver-
breitung, dass sie aber zugleich viele Beziehungen mit dem tropischen
Asien, noch mehr mit dem Himalaya besitzen. Eine erhebliche Zahl von
in Central-China (Szech’uan und Hupeh) und besonders in Yünnan
heimischen Arten finden sich entweder selbst im Himalaya wieder, wie
z.B. E. grandiflora Wall., oder besitzen dort ihre nächsten Verwandten,
wie Æ. hupehensis Loes. und E. Bockii Loes., welche beide der E. vagans
Wall. recht nahe stehen. Dagegen sind die Beziehungen zu Japan in
dieser Gruppe außerordentlich schwach. Von über 30 Arten (einschließ-
lich der mir bekannten Tonkinensischen) kommt nur die weiter ver-
breitete E. japonica Thunbg. in beiden Gebieten gemeinsam vor und nur
I. echinata Wall. (Himalaya und Central-China) soll auch auf den Liukiu-
Inseln sich wiederfinden. Da sich aber neuerdings verschiedene Pflanzen,
die als Z echinata Wall. ausgegeben worden sind, als besondere Arten heraus-
gestellt haben, wäre es nicht unmöglich, dass es sich auch hierbei um eine
andere, vielleicht neue Art handeln könnte, wodurch dann das den Hima-
laya und Gentral-Ghina mit den Liukiu-Inseln verknüpfende Band in
dieser Gruppe noch etwas mehr gelockert erscheinen würde.
Von lutchuensischen Mvonymus-Arten werden sonst noch Bezieh-
ungen mit chinesischen Arten angegeben fiir Æ, lutlchuensis Ito et Mat-
sum., über die ich aber nicht urteilen kann, da mir weder diese Art selbst
noch die mit ihr diesbezüglich verglichenen Arten aus dem Augenschein
bekannt sind‘). Von den beiden noch übrigen Arten soll die eine mit
1, Diese Beziehungen würden übrigens anderseits ein Hinweis darauf sein, dass diese
Art vielleicht doch eher zu den immergrünen Species gehören möchte, trotz der An-
sabe: »fol, chartac,« (Vergl. die Bemerkung zu n, 17b,)
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 449
3 vorderindisch-malayischen Typen, die andere mit der japanischen
_ E. japonica Thunbg. verwandt sein, und wie diese sich auch in Südjapan
vorfinden. |
| Formosa besitzt zwei Arten, wovon die eine, E. carnosa Wemsl.,
-endemisch, die andere, E. chinensis Lindl. (falls es sich wirklich um diese
Art handelt), noch auf Hongkong und an den chinesischen Küsten ver-
_ breitet ist.
Fünf Arten werden für Hongkong angegeben. Zwei davon sind auch
- in den chinesischen Küstenprovinzen anzutreffen, die eine sogar bis nach
Hupeh hinein, allerdings in einer besonderen Varietät.
| Auf der Insel Hainan ist, soweit bis jetzt bekannt, aus dieser Gruppe
- nur eine Art, die weit verbreitete Æ. japonica Thunbg. vertreten.
| Tonkin besitzt nur zwei und zwar endemische Arten, die teils mit
… E. chinensis Lindl., teils mit der vorderindischen E. dichotoma Heyne
verwandt sind.
Wenden wir uns jetzt dem Norden zu, so ist an dieser Gruppe mit
immergrünem Laube Corea nur mit 1 Art, der bereits wiederholt ge-
nannten E. japonica Thunbg. beteiligt, Schensi nur mit 3, von denen
_E. nana M. B. (falls es sich hier nicht um eine kleine Gruppe nahe ver-
- wandter Arten handeln sollte; die mongolische Form besitzt nämlich deut-
lich breitere Blätter) über die Mongolei und Turkestan bis zum Kau-
-kasus und Bessarabien verbreitet ist, die zweite Æ. venosa Hemsl. sich
nach Inner-China hinein erstreckt, die dritte, Æ. grandiflora Wall. außer
den Gebieten von Szech’uan und Yünnan, wie bereits erwähnt, auch
den Himalaya bewohnt, während in Kansu nur noch E. nana M. B.
_ allein angetroffen wird.
| Von dem ganzen östlichen Küstengebiet sind nur 2 Arten bekannt
geworden, nämlich außer der sich wahrscheinlich längs der ganzen Ost-
küste erstreckenden Æ. japonica Thunbg. noch eine neue Art, E. kiaut-
schovica Loes. mit jener verwandt, und bisher auf das Kiautschougebiet
_ beschränkt.
Alle diese bisher genannten Gebiete reichen aber nicht im entferntesten
heran an den Artenreichtum der innerchinesischen und westlichen
Gebirgsländer von Hupeh, Szech’uan und besonders von Yünnan.
Hier wird die Gattung durch 23 Arten vertreten, von denen 14 endemisch
sind. Von letzteren sind 6 auf Yünnan, 5 auf Centralchina und von
diesen 2 auf Szech’uan allein beschränkt, während 3 andere in Yünnan
and Centralchina gemeinsam vorkommen. Und hier sind auch die be-
reits erwähnten Beziehungen zu himalayischen Arten ganz besonders
ausgeprägt.
Ganz anders värhalten sich nun die sommergrünen Arten. Diese
haben ihre Hauptentwickelung in den Nordprovinzen, während in Yün-
nan sich nur eine Art findet, die zwar dort endemisch, aber mit der weit
Botanische Jahrbücher. XXX. Ba. 29
450 Th. Loesener.
verbreiteten Æ. Hamaltoniana Wall. nahe verwandt ist, und in Central-
china (Szech'uan und Ilupeh zusammen) nur 4 Arten bisher gesammelt
wurden, die entweder überhaupt weiter verbreitet sind, wie die bereits ge-
nannte E. Hamiltoniana Wall. und ferner Æ. striata (Thunbg.) Loes.
(= E. alata Regel), oder wenigstens auch in Nordchina vorkommen.
Die Nordprovinzen dagegen werden von über einem Dutzend Arten be-
wohnt, von denen etwa 7 allein in Kansu und Schensi oder einer dieser
beiden Provinzen endemisch sind. Die Beziehungen zum Himalaya
treten in dieser Gruppe fast ganz in den Hintergrund und werden nur
durch die schon mehrfach erwähnte E. Hamaltoniana Wall., ferner aber
auch noch durch die himalayische E. fimbriata Wall. vertreten, welche
letztere allerdings ihre nächsten Verwandten in Nordchina besitzt und
neuerdings auch selbst, wenigstens in einer kaum vom Typus erheblich ab-
weichenden Form dort festgestellt werden konnte. Im übrigen aber weisen
alle diese Arten, von denen ich hier nur die durch eigentümliche Flügel-
bildung an den Früchten ausgezeichnete Gruppe der sich an Æ. latifolia
Scop. anschließenden Arten, E. sanguinea Loes., E. Giraldii Loes., E.
macroptera Rupr., E. schensiana Maxim. ete. nennen will, in ihren Ver-
wandtschaftsverhältnissen oder ihrer eigenen geographischen Verbreitung auf
Japan und besonders die Mandschurei einerseits, anderseits auf Vorder-
Asien und Europa. Da sie aber ihre Hauptentwickelung im nörd-
lichen China besitzen, so ist es wohl wahrscheinlich, dass diese Gruppe
sich von hier aus nach den beiden genannten Richtungen hin verbreitet
habe. Eine ihrer Arten, Æ. latifoha Scop. wäre nach dieser Auffassung
bei dem Zuge nach dem Westen bis zu uns gelangt, wo sie ihre Wohnsitze
besonders im Mediterrangebiet und den Gebirgen Mitteleuropas aufschlug,
während sie in Ost-Asien heute vertreten wird durch die ihr nächstver-
wandte Æ, sachalinensis Maxim. Deutlicher noch sind diese Beziehungen
zu europäischen Arten zum Ausdruck gelangt bei der durch E. Bungeana
Maxim., Æ, Hamiltoniana Wall., E. verrucosa Scop., Æ. striata (Thunbg.)
Loes. und die sich um diese gruppierenden Arten gebildeten Sippe. Ist
doch der warzige Spindelbaum ein nicht seltener Bürger der osteuro-
päischen und östlich-mediterranen Flora, zugleich aber auch selbst
vertreten im nördlichen China und nahe verwandt mit der dort heimi-
schen Æ, striata (Thunbg.) Loes. und besonders mit Æ. rerrucosoides Loes.
in Schensi! Wird doch E. Hamiltontana Wall. von Maximowicz nur
für eine Varietät angesehen von unserm in Europa und Vorder-Asien
weit verbreiteten gewöhnlichen Pfaffenkäppchen !
So spricht also auch die geographische Verbreitung der einzelnen
\rten dafür, in dem Verhalten des Laubes ein Haupteinteilungsprincip
der Gattung Ævonymus zu erblicken. Weitere wichtige Gruppierungs-
inerkmale liefert uns der Bau der Fruchtkapsel und dann erst die Zahl
und Anheftungsweise der Samenanlagen. Diese letzteren wurden kürzlich
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 451
“von Pyerre') bei einer Anzahl indisch malayischer Arten genauer unter-
sucht und es wurden auf dieser Grundlage von der Gattung Evonymus
noch zwei neue Gattungen Pragmotessera Pierre und Pragmatropa Pierre
abgetrennt. Es scheint mir aber, dass diesen wenn auch in sich vielleicht
natürlichen Gruppen eine nur untergeordnete Bedeutung zukomme, jeden-
falls kaum die von Untergattungen. Würde man dies durchführen in allen
Florengebieten, wo sich die Gattung findet, so wäre man wahrscheinlich
genötigt, sie in eine größere Anzahl kleinerer Gattungen zu zerlegen. Meines
Erachtens liegen hier die Gattungs- und Untergattungsmerkmale gerade
nicht in dem sonst so wichtigen Verhalten der Samenknospen allein, die
bei Evonymus nur bei der Abgrenzung der einzelnen Arten von Bedeutung
sind, sondern, wie schon oben betont wurde, in der Entwickelung, Anord-
nung und Dauer des Laubes und in der Formabwandlung der so vielgestaltigen
Fruchtkapseln. Auch die von Beck?) aufgestellten Untergattungen Euony-
mus und Kalonymus stellen zwar zweifellos natürliche Gruppen dar,
- dürften sich aber schwerlich als wirkliche Untergattungen aufrecht erhalten
_ lassen.
Auch die in nachfolgender Übersicht gegebene Einteilung mag im Ein-
zelnen noch sehr verbesserungsbedürftig sein. Sie hat zunächst den Zweck,
“in möglichst einfacher Form eine Gruppierung der bis jetzt bekannt ge-
_ wordenen chinesischen Hvonymus-Arten zu geben unter den beiden ge-
_ nannten Gesichtspunkten, soweit es dem Verf. auf Grund eines zwar reich-
haltigen, aber bei weitem doch noch nicht vollständigen Materiales möglich
war. Dabei wurden die wenigen Arten mit wechselständigen Blättern der
bequemeren Bestimmung halber vorweg genommen.
Eine Benennung der einzelnen Gruppen wurde vorläufig noch unter-
lassen in der Meinung, dass sie nur dem zustehe, der die Gattung auf ihrem
‘ganzen Verbreitungsgebiete gleichmäßig überschaut, und aus dem Grunde,
“dass dem Verf. noch gar zu viel Arten nur aus stellenweise recht fragmen-
_ tarischen Beschreibungen bekannt sind.
| Endlich sei noch bemerkt, dass im Folgenden bei sämtlichen Arten auch der übrigen
Gattungen diejenigen Exemplare, welche der Verf. selbst in Augenschem hat nehmen
können, durch ein eingeklammertes Ausrufungszeichen hervorgehoben wurden,
Ubersicht über die chinesischen Evonymus-Arten.
I. Folia alterna vel verticillata.
_ À. Folia obovata vel oblonga; flores 5-meri.
_ A. E. yunnanensis Franch. in Bull. Soc. Bot. XXXIII. p. 454, Plant,
‘Delay. II. p. 130.
9 Yiinnan, in pratis et dumetis ad Mo-chi-tchin, supra Tapin-tze prope
Bali: Detavay n. 1527. — Flor.: Apr.
4) Flor. For. Cochinch. 20. Fasc. 1894. Text zu tab. 309.
2) Flora von Nieder-Osterreich p. 588.
«md ie
29*
452 Th. Loesener.
B. Folia linearia vel lineari-oblonga.
a. Folia 6—10 em longa; flores 5-meri.
2. E. linearifolia Franch. |. c. p. 455, Pl. Delav. 1. c. p. 434.
Yiinnan, in pratis et dumetis ad Mo-chi-tchin supra Tapin-tze in
1500 m altit.: Deravay n. 921 et 1527bis, — Flor.: Apr.
b. Folia 6 cmis breviora ; flores 4-meri.
3. E. nana M. Bieb. Fl. Taur. Cauc. HI. p. 160; Maxim. in Mél. Biol. XI.
p. 195; Forbes et Hemsley, Ind. Fl. Sin. I. p. 120.
Kansu, in 2500 m alt.: Przewauskı (ex Maxim); Shensi septentr. extrem.
apud Hua-juen-shen: Girazpr n. 1149 (}).
Distrib. Geogr.: Bessarabia, Caucasus, Turkestan., Mongol. (an eadem?).
II, Folia opposita.
A. Sempervirentes. (B. cfr. auf S. 460!)
I, Capsulae laeves, globosae vel angulatae vel lobatae, attamen haud gibberibus
vel aculeis pluribus obsitae. (IL cfr. auf S. 459!)
4. Folia latiora, ovalia, obovata, ovata, oblonga, elliptica, lanceolata.
a. Folia spinose dentata.
4. E. ilicifolia Franch. I. c. p. 453, Pl. Delav. IL. p. 128.
Yiinnan, in silva Ta-long-tan, prope Tapin-tze: Decavay n. 4932 (!).
b. Folia integerrima vel serrulata, attamen non spinosa.
a. Flores 4-meri vel plerumque 4-meri.
* Capsula globosa vel = angulata, vel leviter sulcata, certe non in
lobos producta.
§ Flores sub anthesi expansi circ. 8—45 mm diam. vel majores.
5. E. grandiflora Wall. in Roxbg. Fl. Ind. ed. Carey IL p. 404;
Franch. |. c. p. 454, Pl. Delav. I. p. 430; Diels Flor. Centr.-China in Engl.
Bot, Jahrb. XXIX. p. 439.
Vulgo: »ling mu shu« (ex Bock et von Rostnorn).
Shensi septentr. ad Lun-san-huo et Hua-kia-wa: Giratpr n. 244 (!),
215 (!); Sze-ch’uan occid. apud Tsaku-lao apud Ch’u shui kou: Bock et
v. Rosrnonx n. 2557 (!); Yünnan, secus flum. ad Tapin-tze et in silv. ad
Outchang: Deravay n. 559, 892, 1015, 1544, apud Mengtze in 2000 m altit.: ©
Henry n. 9706 (!). — Flor.: Apr., fruct.: Jun. —Aug.
Distrib. Geogr.: Himalaya, Khasia.
6. E. hederaceus Champ. ex Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew
Miscell. III. p. 333, Fl. Hongkong. p. 63; Maxim, in Mél. Biol. XI. p. 182;
Forb. et Hemsl. |. e. p. 120.
Hongkong: Cuampron, Unguaart, WILFORD.
Non vidi,
7. E. earnosus Hemsl. in Forb, et Hemsl. Ind. Fl. Sin. L p. 118;
Henry in Transact, As. Soc. Japan. vol. XXIV. Suppl. p. 27.
Formosa, Kelung: Fonp,
Non vidi,
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 453
§§ Flores sub anthesi, si expansi, 8 mm diam. non attingentes.
D Inflorescentiae laxae, plerumque bis usque quater vel usque sex
dichotome furcatae pedunculis usque 4 cm longis vel etiam lon-
gioribus (cfr. etiam Æ. hupehensem Loes. var. a. et E. theifo-
ham Wall.).
O Folia coriacea vel crasse coriacea.
8. E. japonica Thunbg. Fl. Jap. p. 100; Maxim. 1. c. p. 178; Forbes et
L Hemsl. |. c. p. 120; Ito et Matsumura, Tent. Lutch. in Journ. Sc. Coll.
… Imper. Univ. Tokyo vol. XII. 1899. p. 370; Diels 1. c. p. 441.
| Vulgo: »huang chao lung shu« (ex Bock et v. Rosrtuorn).
Corea, ad Sikchan: WargurG n. 6886 (!); Sze-ch’uan, in distr.
- Nanch’uan in silva apud Tung ch’ien kou et ad Kang t’eng ch’ien: Bock
et v. Rosruorn n. 1005 (!), 1227; Hupeh: Henry n. 6110 (!) (paullulum
- distineta); Shantung, ad Chefoo: Fauver; Kiangsu apud Shanghai:
Fazer (!), Mamsay, ad Kiangnan: Sraustox; Kiangsi apud Kiukiang:
- Suearer; Hainan: Henry n. 8198 (!), foliis tenuioribus diversa.
Distrib. Geogr.: Liu kiu, Japonia, Bonin Sima.
OO Folia tenuiora, chartacea.
9. E. flavescens Loes. in Diels L c. p. 437 et tab. IV. fig. A.
Hupeh apud Ichang: Henry n. 3337 (!!; Sze-ch’uan, distr. Nanch’-
- uan: Bock et v. Rosrnorn n. 1564 (!).
| 10. E. kiautschovica Loes. sp. nova; radicans, glabra; trunco usque
6m longo, 15 cm crasso; foliis persistentibus, chartaceis, late obovato-ob-
longis basi cuneatis, apice brevissime et obtusiuscule acuminulatis usque
rotundatis, margine serrulatis, 3—4,5 cm longis, 1,5—2 cm latis. circ. 4—
6 mm longe petiolatis, nervis lateralibus 4—6 tenuissimis supra obsoletis,
_ subtus prominulis vel conspicuis; inflorescentiis laxis, folia superantibus, bis
usque sex divaricatim furcatis, plurifloris vel multifloris, pedunculis 1,5—
- 1,5 cm longis, axibus secundariis 4—16 mm longis, exterioribus gradatim
- brevioribus; floribus plerumque 4-meris; capsulis depresso-subglobosis, 1. s.
_pallidis, circ. 5—8 mm diam., obscure longitudinali-4-striatis, seminibus circ.
2—4 funiculi brevis ope ex eis ependentibus, arillo luteo-subrubro plane
; involutis.
© Vulgo: »jca jingtou« (== Feldkirsche).
Shantung apud Tsingtou in clivis et ad vias inter muros et lapides
— atque etiam in vico Huitshieu: O. Nacer (!).
Verwandt mit E. japonica Thunbg., die sich durch dickere und stumpfere Blätter
sowie weniger stark und weniger gespreizt verzweigte Blütenstände von unserer Art
unterscheidet, im übrigen sehr ähnlich einigen Formen von E. hupehensis Loes., die
_ aber nicht so reich verzweigte Inflorescenzen und beträchtlich größere Blätter hat; auch
ist von dieser Art, wiewohl sie gleichfalls klettern soll, Bewurzelung der Äste bisher
noch nicht bekannt.
In diese Gruppe würde noch einzureihen sein:
402. E.tonkinensis Loes. n. sp.; glabra, foliis chartaceis obovatis vel obovato-
oblongis usque obovato-subrhombeis, supra medium dense sed minute serrulatis, basi
454 Th. Loesener.
cuneatis, apice deltoideo-acuminatis, 5,5—8 cm longis, 2—3,5 cm latis; inflorescentiis
laxissimis usque ter vel quater dichotome furcatis, pedunculis usque 5,3 cm longis,
axibus intermediis 4—1,7 cm longis; capsulis globosis.
E. chinensis Lindl. var. y. tonkinensis Loes. in Notizbl. Bot. Gart. u. Mus. Berlin
n. 24, 1900, p. 77.
Tonkin in silva Ding-Bang inter Hanoi et Bac Miuh: Baransa n. 4983 (!). —
Fruct.: Dec. |
HU) Inflorescentiae densiores semel vel bis, rarius usque ter, raris-
sime quater dichotome furcatae, pedunculis plerumque tantum
usque 2,5 cm longis. (In Æ. hupehensi Loes. var. a. et in E.
theifolia Wall. tamen laxiores et longius pedunculatae.)
14. E. hupehensis Loes. n. sp.
E. chinensis Lindl. var. hupehensis Loes. in Diels Fl. v. Centr.-China
in Engl. Bot. Jahrb. Vol. XXIX. p. 436.
Reichhaltigeres Material lässt die bereits für die Varietät angegebenen
Unterschiede, insbesondere die dichtere und regelmäßigere Serratur des
Blattrandes und die abweichende Nervatur und Consistenz der Blätter doch
so wichtig erscheinen, dass es den natürlichen Verhältnissen besser ent-
sprechen dürfte, die var. hupehensis zu einer besonderen Art zu erheben,
welche der himalayischen E. vagans Wall. ebenso nahe steht wie der
E. chinensis Lindl. Innerhalb dieser ließen sich dann noch folgende Varie-
täten unterscheiden.
Var. a. longipedunculata Loes. n. var.; inflorescentiis laxioribus,
folium subaequantibus vel superantibus, pedunculis usque 8 cm longis.
E. chinensis Lindl. var. hupehensts Loes. 1. c.
Hupeh: Henry n. 7764(!); Tshekiang, Ningpo: FABer (!).
Var. 8. brevipedunculata Loes. n. var.; interdum scandens; in-
florescentiis folio multo brevioribus, pedunculis 0,7—2,5 em longis.
Yünnan apud Mengtze et Szemao in 1600—2000 m altit.: Henry
n, 9106B{!), AOSAA(!, 40 544A(!). 13 017 (N).
Besonders diese Varietät gleicht der E. vagans Wall. so sehr, dass
man geneigt sein künnte, sie lieber mit dieser Art zu vereinigen, wenn die
letztere nicht durch betrichtlich kleinere Blüten und Friichte, die vor dem
Aufspringen deutlich gefurcht sind, sich unterscheiden wirde. Die dritte,
ebenfalls unserer Art sehr nahe stehende /. Bockii Loes. weicht ab durch
kürzeren Blattstiel, breitere und flachere Mittelrippe, stumpfere Blattbasis,
unterseits weit undeutlichere Nervatur und kleinere Friichte.
Var, 7. maculata Loes. n. var.; inflorescentiis densis, pedunculis
brevibus, ut in 3; capsulis dense et pallide sublepidoto-maculatis.
"9
Yünnan, apud Szemao in 1650 m altit.: Henry n. 12 446B (1),
12. E. Bockii Loes. in Diels I. e. p. 439 et tab. IV. fig. H—K.
Vulgo: »shih p’ao ch’a t’eng« (ex Bock et v. Rostuorn).
Sze-ch’uan, distr. Nan ch’uan, in rupibus ad Hou ts’ao k’ou et in |
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 455
13. E. theifolia Wall. Cat. 4293.
Var. 3. scandens Loes. var. nov.; differt a typo scandendo.
q Yiinnan, apud Mengtze in montibus 2000—2300 m altit.: Henry
n. 10544(!), 40 544A(!). >
| Var. y. mengtzeana Loes. var. nov.; ramulis sub-4-alatis potius
quam angulatis, foliis suboblanceolatis vel obovato-ellipticis; inflorescentiis
- densioribus pro longioribus pedunculis quam in 3; floribus majoribus quam
in typo. |
Yünnan, apud Mengtze in 1670 m altit.: Henry n. 10684 (!).
Distrib. Geogr. typi: Himalaya, Khasia.
In diese Gruppe gehört vielleicht noch eine Pflanze von Formosa
(leg. WarsurG n. 10484), welche im Habitus der E. vagans Wall. außer-
‚ordentlich ähnlich ist. Da sie aber nur steril vorliegt, kann über ihre
_wirkliche Zugehörigkeit noch nichts Genaueres angegeben werden.
** Capsula manifeste alata vel lobata.
§ Flores sub anthesi expansi i. s. 7—44 mm diam.; inflorescentiae
semel usque quater dichotome furcatae, axibus sub angulo sub-
recto divaricatis, crassiusculis vel crassis.
14. E. Rosthornii Loes. in Diels |. c. p. 437 et tab. IV. fig. B—F.
Var. a. tenuifolia Loes. I. c.
Sze-ch’uan, distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosrorn n. 1563 (!) et
1566 (!).
Var. 8. crassifolia Loes. L c.
_ Sze-ch’uan, distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosruorn n. 1559(!) et
1560(!).
15. E. myriantha Hemsl. in Kew Bull. 1893, p. 210.
Hupeh, Patung merid. et Chiensih: Henry n. 5335 et 5945. —
Non vidi.
$$ Flores sub anthesi minores 7 mm diam. non attingentes; inflores-
centiae densiores aut, si laxae atque divaricatae, axibus perte-
nuibus saepius subfiliformibus.
16. E. Dielsiana Loes. in Diels |. c. p. 440 et tab. IV Z.
Hupeh, prope Ichang: Henry n. 3315{!), 3962(!), 3962 A (!).
Var. 3. fertilis Loes. I. c.
Vulgo: »haitzushu« (ex Bock et v. RosrHory).
Sze-ch’uan, distr. Nan ch’uan in silvis apud Chia chu pa: Bock et
y. Rostuorn n. 1245(!). — Fruct.: Oct.
Var. +. latifolia Loes. var. nova; frutex usque 3-metralis, ramulis
agis angulatis, foliis latioribus oblongis vel subovali-oblongis.
Yünnan, apud Mengtze in 2480—2200 m altitud.: Henry n. 10810(!.
-
456 | Th. Loesener.
17. E. chinensis Lindl. in Trans. Hort. Soc. VI. (cire. 1825) p. 74;
Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 480; ‘Forbes et Hemsley, Ind. Flor. Sin. I.
p. 119; Henry in Transact, Asiat. Soc. Japan. Vol. XXIV. Suppl. p. 27(?);
Loes. in Diels |. c. p. 436 excl. var.; neque Lour.
E. nitidus Benth. in Hook. Lond. Journ. Bot. I. 1842, p. 483 et Flor.
Hongkong. p. 62; Seem. Bot. Voy. »Herald« p. 371 et tab. 83.
Var. a. nitida (Benth.) Loes. ramulis erectis, rectis; foliis obovato-
ellipticis vel obovato-oblongis breviter et obtusiuscule acuminatis.
E. nitidus Benth. I. I. e. ¢. |
China, verisimiliter Hongkong: Gaupicnaup(!), Hongkong, Happy
vally: Caampion, Forges, Hittepranp(!), Hınds, O. Kunrze(!), Lamont, Nau-
MANN (!), WILFORD, Wricnt; Kwangtung ad Macao: WarsurG n. 5291;
Formosa in promunt. australi: Henry n. 893, 2051,.an eadem? —
Fruct.: Jan. |
Var. 8. mierocarpa Oliv. mss.; ramulis patentibus vel subdivari-
catis, interdum curvatis; foliis longius et acutius acuminatis, saepius latiori-
bus; fructibus paullulo minoribus.
Hupeh, ad Ichang: Henry n. 1397(!),. 4650(!), 3073 (!), 3099(!),
3580(!); Tshekiang ad Ningpo: FaBer (!).
Von tonkinesischen Arten gehört hierher:
174, E. cuspidata Loes. in Notizbl. Bot. Gart. u. Mus. Berlin n. 24, 4900, p. 77.
Tonkin, in silvis montis Bavi in 300—1200 m alt. sup. m.: BALANsA n. 3983 (!),
3984 (1). — Flor.: Maj.; fruct.: Oct.
Die Art ist sonst am nächsten verwandt mit Æ. dichotoma Heyne, die in
Vorder-Indien heimisch ist.
Von lutchuensischen Arten würde hier einzurechnen sein:
17>. E.lutcehuensis T. Ito et Matsum. Tent. Fl. Lutch. in Journ. Sc. Coll. Imp.
Univ. Tokyo XIL 4899, p. 372, welche mir nur aus der Litteratur bekannt ist und von
der in der Beschreibung nicht angegeben ist, ob sie immergrünes oder sommergrünes
Laub besitzt. Wegen der Angabe: »folia chartacea« scheint sie mir cher noch den
immergrünen Arten anzugehören.
*** In diese Gruppe II. A. I. 4. b. 4. würde noch zu rechnen sein die
durch einzeln oder paarig in den Blattachseln befindliche einblütige
Pedunculi ausgezeichnete
17°. E.Tashiroi Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 430; Forb. et Hemsl. Ind, Flor,
Sin. I. p. 421; Ito et Matsumura Tent, Lutch. in Journ. Sc. Coll. Univ. Tokyo XII. 4899,
p. 374,
Liukiu: Tasnımo,
und die deutlich gestielte, gablig verzweigte vielblütige Inflorescenzen
besitzende, großblütige
17%, E. Tanakae Maxim, 1. ec. p. 429; Ito et Matsum. Tent. Lutch. in Journ, Se,
Coll, Imp, Univ, Tokyo XIL 4899, p. 374; eine japanische Art, die nach Iro und Mar-
cwens neuerdings auch auf den Lutschu-Inseln gefunden sein soll.
jeide Arten haben mir nicht vorgelegen und sind in den Früchten überhaupt
noch unbekannt, Ihre übrigen Merkmale lassen aber die Vermutung zu, dass sie in
Gruppe mit außen glatten Kapselwänden gehören möchten,
«
À
i
4
5
3
iy
4
Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 457
3. Flores plerumque 5-meri (cfr. etiam Æ. Rosthornii Loes.).
* Folia »elongato-oblonga«, 9—14 cm longa.
18. E. longifolius Champ. ex Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew
Miscell. II. p. 332, Fl. Hongkong. p. 62; Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 183;
Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 120.
Hongkong: Caampion, WILFORD, WRIGHT.
Die Art, von der mir kein Material vorlag, gehört vielleicht besser in die Gruppe 2.
Folia angusta vel angustissima.
** Folia ovalia, vel ovali-elliptica, vel ovato- vel oblongo-elliptica, ple-
rumque 9 cmis breviora vel raro tantum usque 40,5 cm longa.
§ Folia integerrima, apice rotundata emarginata.
19. E. gibber Hance in Journ. of Bot. 1882, p. 77; Forb. et Hemsl.
Ind. FI. Sin. I. p. 119.
Hongkong: Forp.
Non vidi.
§§ Folia + crenata vel serrulata, vel si integerrima, apice obtuse
acuminata.
20. E. laxiflora Champ. |. c. p. 333, Fl. Hongkong. p. 63; Maxim.
l. c.; Forb. et Hemsl. |. c.
Kwangtung, ad Lofaushan: Forp; Hongkong: CHamprox, Forp,
Lamont, WILFORD, WRIGHT.
Non vidi.
Das Forn’sche Festlandsexemplar soll nach Forges und HEusLEY etwas abweichen.
21. E. Forbesiana Loes. n. sp.; sempervirens, glabra; ramulis ju-
nioribus longitudinali-striato-subangulatis, tenuibus; foliis, ut videtur, per-
sistentibus, tenuiter tamen chartaceis, 3—9 mm longe petiolatis, ovalibus
vel ovato- vel oblongo-ellipticis, basi obtusis vel rotundatis usque acutis
vel cuneatis, apice plerumque subito vel subsubito et manifeste sed obtuse
acuminatis, acumine usque 9 mm longo, margine dense serrulatis, 5—10 cm
longis, 2—3,5 cm latis, supra i. s. obscure olivaceis, subtus manifeste
pallidioribus, costa media supra acutius subtus obtusius prominula, nervis
lateralibus utrinque circ. 5—7 tenuissimis, sursum arcuatis, supra tenuissime
prominulis vel obsoletis, subtus plerumque obsoletis; inflorescentiis plerum-
que solitariis, paucifloris, tenuiter et 15—30 mm longe pedunculatis, seme]
vel plerumque bis dichotomis, axibus intermediis manifestis, ut pedicelli
usque 7 mm longi, tenuibus; floribus 5-meris, inter majores; sepalis late
rotundatis subsemiorbicularibus sub lente ciliolatis, inaequalibus, usque paene
2 mm longis; petalis explanatis, e basi subtruncata flabelliformi-orbiculari-
bus, margine minute undulato et sub lente tenuissime subfimbriolato, circ.
5 mm diam.; staminibus supra discum crassiusculum explanatum 5-lobum
in ejus lobis insertis, filamentis brevissimis et crassis, antheris ideo sub-
sessilibus rimis 2 superne dehiscentibus; ovario disco insidente breviter
conico, 5-loculari, loculis, quoad vidi, 2-ovulatis, ovulis superpositis, stylo
subnullo, stigmate parvo, capitellato.
458 Th. Loesener.
Yünnan, in montibus silvis apud Fen Chen Lin in 2330 m altitud:
Henry n. 108414 (!).
Verwandt mit Æ. Rosthornii Loes. und zwar besonders mit der var. a. tenwifolia
Loes., die sich durch die Blattform, spitzere Blattspitzen, reicher und gespreizter ver-
zweigte Inflorescenzen und dickere Inflorescenzachsen, sowie durch etwas anderen Blüten-
bau unterscheidet. — Das Holz soll besonders zu Handwerkszeug gut zu gebrauchen sein.
2. Folia angusta vel angustissima, anguste oblonga usque sublinearia, tantum
usque 4,8 vel in fol. longissimis usque 2,4 cm lata.
a. Folia coriacea, apice obtusa vel breviter tantum acuta, manifeste et den-
siuscule et utrinque prominenti- vel prominulo-venosa.
22. E. venosa Hemsl. in Kew Bull. 1893, p. 210; Diels in Engl. Bot.
Jahrb. XXIX. p. 441. |
Shensi septentr. ad In-kia-pu: Girazpr n. 1763(!), Sze-ch’uan et
Hupeh in Wu shan et Pat‘ung: Henry n. 5778(!), 7019, 7284.
b. Folia tenuiora manifesté et saepe longe acuta vel acuminata, minus dense
et minus manifeste venosa.
a. Capsula dorso sursum longe 4—5-cornuta.
23. E. cornuta Hemsl. |. c. p. 209; Diels 1. c.
Szechuan, distr. Tsakulao ad K’oushan: Bock et v. Rostuorn
n. 2574 (!); Hupeh, Fang et Chienshih: Henry n. 5442A(!), 59544, 68154.
— Fruct.: Aug.
Distrib. Geogr.: Manipur (leg. Warr n. 6473 (!)).
Die Art dürfte mit der himalaischen E. frigida Wall. ziemlich nahe ver-
wandt sein.
5. Capsula tantum lobata, lobis rotundatis interdum paullulum sursum cur-
vatis, attamen non corniformibus.
24. E. amygdalifolia Franch. in Bull. Soc. Bot. Fr. XXXIIL p. 453,
PI. Delav. II. p. 129.
Yünnan, in dumetis montis Tsan-shan supra Tali in 3000 m altitud.:
Deravay n. 1894. — Flor.: Jun.
Über die Früchte und über die Dauer des Laubes ist nichts bekannt; es wäre
möglich, dass diese Art, von der mir kein Exemplar vorlag, zu der Gruppe mit
sommergrünem Laube gehört, zumal sie Francuer selbst mit 2. Hamaltoniana Wall.
vergleicht.
25. E. salicifolia Loes. n. sp. atque dubia; sempervirens, glabra;
ramulis tenuibus acute quadrangulatis; foliis oppositis, tenuiter chartaceis,
k—6 mm longe petiolatis, lanceolatis vel lanceolato-linearibus, apice longe
et sensim et subcaudalim angustatis, obtusiuscule sed angustissime aculis
vel subacurminatis, basi acutis vel subeuneatis, raro subobtusis, margine
dense et argute serrulatis, 8—415 cm longis, 1,3—2,4 cm latis, costa et
nervis lateralibus saepe paene sub angulo subreeto patentibus ad apicem
versus arcuatis non vel vix conspicue reticulalis supra et subtus prominulis
vel nervis subtus obsoletioribus quam supra; inflorescentiis in foliorum
axillis solitariis, uni—paucifloris, axibus tenuibus et gracilibus, pedunculis
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 459
44—24 mm longis, pedicellis 7—11 mm longis, bracteis et prophyllis
jineari-subfiliformibus, 2—3 mm longis; floribus 4-meris; sepalis rotundatis,
ut ex capsula videtur, ciliolatis; disco crassiusculo, explanato, obsolete
4-lobo; staminibus supra eum in lobis insertis; capsula immatura ambitu
late et obtuse obpyramidata, 4-loba, lobis apice rotundatis sed paullulum
sursum curvatis, ovulis in loculis circ. 4 biserialibus.
Yünnan, ad Szemao juxta Mengtze in 1670 m: Henry n. 11748 8(!),
Vielleicht nur eine Varietät von E. cornuta Hemsl., welche sich von unserer Art
durch weniger kantige Äste, schmälere Blattbasis und unter spitzerem Winkel ab-
zweigende Seitennerven unterscheidet. Oder etwa zu E. amygdalifolia Franch. ge-
hörig? Diese soll aber nur 4—8 cm lange Blattspreiten besitzen.
Il. Capsulae gibberibus vel aculeis obsitae.
4. Petiolus 5 mmis brevior, vel si usque 5 mm longus pedunculis tenuibus, inflores-
centiis paucifloris (cfr. etiam Æ. Hemsleyanam Loes.).
26. E. echinata Wall. in Roxb. Fl. Ind. ed. Carey II. p. 409; Forbes
et Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 119; Ito et Matsum. Tent. Lutch. in Journ.
Sc. Coll. Imp. Univ. Tokyo XII. 1899, p. 374; Diels in Engl. L c. p. 439.
E. scandens Graham in Edinbg. N. Phil. Journ. 1827, p. 386.
__ Sze-ch'uan, distr. Nan ch’uan in silva ad Ch’a sha pa: Bock et v. Rosr-
HorN n. 1483 (!); Hupeh ad Ichang: Henry n. 35418B(!). — Fruct.: Oct.
Distrib. geogr.: Himalaya et Liu kiu.
2. Petiolus 5 mmis longior, vel si tantum 4 mm longus pedunculis crassis, acute
angulatis, inflorescentiis multifloris, axibus divaricatis.
a. Petiolus certe in fol. adultis 9 mmis longior.
97. E. acanthocarpa Franch. Plant. Delav. IL 1889. p. 429; Loes.
in Diels 1. c. p. 439.
Yiinnan, in silvis ad Mao-ku-tshang supra Tapin-tze et in monte She-
tsho-tze: Deravay n. 2816 (!).
Var. ß. sutchuenensis Franch. ex Loes. in Diels 1. c.
Sze-ch’uan, Distr. Nanch’uan: Bock et v. Rostuorn n. 1562 (!) et
1564 (!), Ch’eng k’ou: Farges (!).
28. E. aculeata Hemsl. in Kew Bull. 1893. p. 209; Loes. in Diels I. c.
Hupeh, Pa t’ung austr. et Wushan austr.: Henry n. 5335A et 6143.
Zwar hat mir die Art nicht vorgelegen, aber die Beschreibung passt so gut zu
_ £. acanthocarpa Franch., dass ich beides nur für Formen oder Varietäten ein und der-
selben Art halten möchte.
b. Petiolus 9 mmis brevior.
29. E. actinocarpa Loes. n. sp., sempervirens, glaberrima; ramulis
junioribus acute striato-angulatis; foliis persistentibus, coriaceis, 4—6 mm
longe petiolatis, elliptico- vel late ovali- vel ovato-oblongis, basi obtusis vel
subrotundatis, raro subacutis, apice acuminatis, margine i. s. subrevolutis,
‘praecipue juxta apicem densiuscule serrulatis, 6—8 cm longis, 2—4 cm
latis, supra i. s. nitidis, subtus albido-subglaucis, costa supra acute pro-
« minente, subtus prominula, nervis lateralibus utrinque 4—6 principalibus
460 Th. Loesener.
supra subprominentibus, subtus tenuissime prominulis vel tantum conspicuis,
ceterum non reticulatis; inflorescentiis multifloris, ter usque quater dicho-
tome furcatis, axibus manifeste {certe i. stat. fructif.) divaricatis, omnibus
acute angulatis, crassis, pedunculis cire. 3 cm longis, axibus secundariis cire.
1 cm longis, exterioribus brevioribus; capsulis globosis, dense aculeis acti-
nimorphis subulatis longis i. s. rigidulis, sed coctis flexibilibus, obtectis,
capsul. aculeis additis 15—17 mm diam., 4-locularibus, 4-valvatis, loculis 1 —2-
spermis, seminibus erectis, plane arillo luteo vel pallide flavo tenui inclusis,
paene 7 mm longis, testa laevi, nitidula, i. s. brunneo-cinerea, cotyledonibus
laete viridibus. |
Hupeh, juxta Ichang ad Nan-t’o etc.: Henry n. 4339 (!).
Die Art wurde als Æ. echinata Wall. ausgegeben, mit der sie auch zweifellos nahe
verwandt ist. Diese Art hat aber dünnere und weniger scharfkantige Blütenstands- und
Blütenstiele, nicht so reich verzweigte und gespreizte Inflorescenzen und auch die Höcker
der Kapseln sind bei ihr nicht so lang wie bei E. actinocarpa. In den Blütenständen
scheint diese auch der E. aculeata Hemsl. zu gleichen, zu der sie aber nicht gehören
kann, da sie weder in Blattform noch in ihren Dimensionen zu Hemstey’s Beschreibung
passt.
30. E. Hemsleyana Loes. n. sp.; sempervirens, subglabra vel ramulis
junioribus angulatis, petiolis et inflorescentiis sub lente parcissime et brevis-
sime pulverulento-puberulis glabrescentibus; gemmulis 4—7 mm longis
perulis i. s. brunneis, scariosis, breviter fimbriatis, rotundatis vel ovatis
formatis; foliis coriaceis, 5—7 mm longe petiolatis, petiolo interdum crasso,
late ovalibus vel ovali- vel ovato-oblongis, vel ovatis vel obovatis vel ob-
longis, basi cuneatis usque obtusis, apice perbreviter et obtusiuscule acu-
minatis usque obtusis, margine = dense crenulato-serrulatis, 3,5—10,5 cm
longis, 4,7—6,5 cm latis, supra vix nitidulis, subtus pallidioribus attamen
non albescentibus neque glaucescentibus, costa supra et subtus prominula,
nervis lateralibus utrinque 4—6 sub angulo tantum circ. 30—45° obviis
saepius, praecipue basalibus, sub--v-formiter arcuatis, supra et sublus pro-
minulis, ceterum non vel vix reticulatis; inflorescentiis paucifloris, semel vel
bis dichotomis; reliqua ut in Æ. echinata Wall.
Yiinnan, apud Mengtze in 1534 m altit.: Henry n. 9120 (!) et 9124A(!).
Ebenfalls mit 2. echinata Wall. sehr nahe verwandt, weicht aber in Blattform und
besonders in der Nervatur, nämlich durch unter weit spitzerem Winkel von der Mittel-
rippe sich abzweigende Seitennerven, nicht unwesentlich von ihr ab. Form und Stiel
der Blätter unterscheiden die Art auch von Æ. aculeata Hemsl.
B. Foliis deciduis,
I. Capsulae lobatae vel carpellis nonnullis ut in E. striata (Thunbg.) Loes. saepius
aborientibus tantum lobo unico anguste ellipsoideo et saepe irregulari demum
longitudinaliter dehiscente formalae; gemmulis plerumque brevibus,
1. Ramuli vetustiores neque verruculis neque alis longitudinalibus suberosis in-
structi, (Si ramulı elongati plerumque foliis destituti vel folia plerumque
tantum ad ramulorum apices pauca vel in ramulis abbreviatis congesta, confer
etiam E, Prxewalskii Maxim, et Æ, striata (Thunbg.) Loes,)
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 461
a. Petiolus longus plerumque tantum 2—4-plo rarius usque 6-plo quam la-
mina brevior, folia late ovalia vel ovata manifeste et acutiuscule et lon-
giuscule acuminata.
31. E. Bungeana Maxim. Prim. Flor. Amur. p. 470 et in Mél. Biol. XI.
-p. 488; Hance in Journ. Linn. Soc. XIII. p. 77; Bak. et Moore |. c. XVII.
_p. 380; Franch. Pl. David. p. 69 et in Mém. Soc. Se. Nat. Cherbourg XXIV.
p. 206; Debeaux Fl. Shangh. n. 28 in Act. Soc. Linn. Bord. XXX. p. 23:
Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 118.
E. micrantha Bunge Enum. Chin. Bor. p. 14, n. 79, neque Don.
E. Forbesii Hance in Journ. of Bot. 1880. p. 259.
Corea juxta Fusan(?): Warsure n. 6889(?); China borealis in ar-
gillosis: Kiritow; Shingking ad Chienshan: Ross; Chihli in montibus
et silvaticis spontanea et juxta Peking culta: Brerscunerper(!), Bunge,
_ Davım, Warsure n. 6879(!), aliique; Shensi boreal. juxta Huan-juen-shen
et Tun-iuen-fan: Grratpr n. 212(!) et 243(!); Shantung: Sraunton, ad
Chefoo: FauveL; Kiangsu: Forges, ad Shanghai: DeBEaux, WarBurG n. 6883(!):
Chekiang ad Ningpo: Cooper; Fokien ad Amoy: Cunninenam. (Pleraque
ex. Fors. et Hemst.)
Distrib. Geogr.: Turkestan., Mongol., Mandschur.
b. Petiolus pro lamina brevior, 4—6-plo vel pluries hac brevior, folia etsi
saepius ovalia vel obovata attamen angustiora, brevius et obsoletius
acuminata.
32. E. Hamiltoniana Wall. in Roxb. Fl. Ind. ed. Carey IL. p. 403.
E. europaea Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 119.
E. europaea L. var. Hamiltoniana Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 191;
+ Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. p. 443.
Vulg.: »tu ling shu« (ex Bock et v. RoSTHORN).
Corea apud Saul in monte Namschang: Warsure n. 6891 (?!); Sze-
ch'uan, distr. Nan ch'uan ad Hon ho kou: Bock et v. Rostuorn n. 1431 (!);
- Hupeh: Henry n. 2864/!). — Fruct.: Oct.
| Distrib. Geogr.: Himalaya, Khasia, Mongolia, Mandschuria, Sachalin,
Japonia.
Non Maximowicz wird diese Art nur für eine Varietät von E. ewropaea L. ange-
sehen, mit der sie auch zweifellos sehr nahe verwandt ist. Zugleich rechnet er noch
| einige andere ostasiatische Formen hierher, z. B. auch die japanische Æ. Szeboldiana BI.
mit dem ausdrücklichen Bemerken, dass bei genauerer Prüfung des ihm zur Verfügung
stehenden reichhaltigen Materiales die sich auf den ersten Blick darbietenden Unter-
schiede sich nicht als durchgreifend erweisen. Ob er hierin bezüglich der E. Sieboldiana
Bl. wirklich im Recht ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. KornNe wenigstens
halt, wie er mir mündlich versicherte, die letztgenannte für eine besonders in der Form
der kantigen Früchte gut charakterisierte Art und behauptet, dass beide in der Gultur
unverändert blieben. Da Maxmowicz anderseits auf seinen Reisen Gelegenheit gehabt
hat, die in Betracht kommenden Formen in der Natur und in wildem Zustande zu be-
obachten, während mir nur verhältnismäßig spärliches Herbarmaterial zur Verfügung
‘steht, kann ich augenblicklich diese Frage nicht entscheiden und muss mich darauf be-
462 Th. Loesener.
schränken, die hier in Betracht kommenden Formen einer nochmaligen eingehenden
Prüfung zu empfehlen.
33. E. lanceifolia Loes. n. sp.; sempervirens (??) subglabra; ramulis
vix angulatis vel subteretibus, foliis membranaceis, oppositis, 6—14 mm
longe petiolatis, lanceolatis vel ovato-lanceolatis, vel ellipticis, basi cuneatis
usque subrotundatis, apice obsolete et obtusiuscule acuminatis vel subacutis,
margine dense serrulatis, 9—14,5 cm longis, 2,3—4 cm latis, supra i. s.
obscure olivaceis subtus paullulum pallidioribus, utrinque in costa et nervis
sub lente = dense vel sparsius et brevissime scaberulis, ceterum glabris,
costa et nervis saepius sub angulo paene subrecto patentibus et ad apicem
versus arcuatis supra prominulis, subtus prominentibus vel expressis et
iuxta marginem reticulatis; inflorescentiis solitariis plerumque, ut videtur,
bis dichotomis, pedunculis 12—22 mm longis crassis (certe sub fructibus)
axibus intermediis manifestis, pedicellis circ. 5 mm longis; floribus ex cap-
sula 4-meris; capsula ambitu late subobeordiformi, obsolete 4-loba, 4-val-
vata, valvis usque 14 mm longis et circ. 10 mm latis, seminibus cire. 8 mm
longis, paene plane arillo subochraceo-luteo, apice autem aperto involutis,
testa rosea, laevi.
Yünnan, in montosis apud Mengtze in 2670 m altit.: Henry n. 44 165 (!).
Vielleicht nur eine Varietät von EP. Hamailtoniana Wall., die durch kürzere und
breitere Blätter und besonders durch beträchtlich kleinere Früchte abweicht. Ob die
Art zu den sommer- oder immergrünen Species gehört, lässt sich an dem vorliegenden
Fruchtexemplar nicht entscheiden. Die Ähnlichkeit mit Æ. Hamiltoniana Wall. würde
darauf hindeuten, dass wir es mit einem sommergrünen Gehölze zu thun haben.
Aber auch unter den immergrünen Arten finden sich welche, die der unsrigen sehr ähn-
lich sind. Z.B, E. salicifolia Loes. (von der freilich noch keine reifen Früchte vor-
liegen) unterscheidet sich im wesentlichen nur durch bedeutend schmälere Blätter und
die scharfkantigen Aste. Am ähnlichsten im Habitus ist ihr aber von allen Arten un-
zweifelhaft die bengalische Æ. macrocarpa Gamble. Diese besitzt indessen ganz andere
Früchte, so dass ich hier die Ähnlichkeit im Habitus nur für eine Analogie, aber nicht
fur den Ausdruck natürlicher Verwandtschaft ansehen möchte.
2. Ramuli certe vetustiores suberosis verruculis gibberiformibus vel alis longi-
tudinalibus instructi.
a. Ramuli verruculis instructi, non alati.
34. E. verrucosa Scop. Fl. Carniol. I. p. 165.
Var. tehefouensis Debeaux Fl. Tchef. p. 38; Forb. et Hemsl. Ind.
Fl. Sin. L p. 121.
Shantung, Chefoo: Depeaux.
Var. chinensis Maxim, Pl. chin. Potan. nec non Pias. in Acta hort.
Petrop. XI 1890—92. p. 96.
Kansu inter Mör-ping et Wu-ping: Poranin; Shensi septentr. in monte
Tue-lian-pin: Ginazpr n. 228 (N),
Distrib. Geogr. typi: Asia minor, regiones Mediterr., Europa.
35. E. verrucosoides Loes. n. sp.; ramulis rectis, angulatis, demum
teretibus, praecipue vetustioribus == dense gibberibus suberosis obtectis ;
foliis brevissime (usque 3 mm longe) petiolatis vel subsessilibus, ovatis usque
Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. ~ 463
_ oblongo-ellipticis vel oblongis, basi acutis vel cuneatis vel rotundatis (eadem
in stirpe), apice acutis vel obtusiuscule subacuminatis, margine dense serru-
~ latis, 2,5—6,5 cm longis, 1,1—2,4 cm latis, chartaceis vel paullo crassiori-
bus, attamen, ut videtur, deciduis, inflorescentiis in folior. axill. solitariis
_ 4—8-floris, pedunculis 0,8—1,5 cm longis, pedicellis breviusculis circ. 3 mm
- longis, alabastris ambitu ovoideo-subconicis, i. s. atro-violaceis; floribus 4-
- meris, sepalis brevibus et latis, rotundatis, petalis ovalibus vel ovatis, 3—
4 mm longis, disco obsolete 4-lobo, lobis deflexis, staminibus supra discum
iuxta Ovarium ipsum insertis, filamentis manifestis, 1,5 mm longis, ovario
anguste pyramidato, paene 2 mm longo, tetragono et 4-loculari vix brevio-
-ribus, ovulis in loculis binis basi. affixis.
> Shensi septentr. in montibus Si-ku-tzui-san et Tui-kio-san: GirALDı
nn. 211 (!) et 229(!) et in monte Ki-san: Grratpr n. 4484 (!). — Flor.: Jul.
et Aug.
Die Art ist einerseits mit Æ. striata (Thunbg.) Loes. verwandt, von der sie durch
die Form der Blütenknospen und besonders durch längere Staubfäden und kegelförmiges
Gynäceum abweicht, und außerdem auch durch andere Korkwucherungen. Da der
Discus nicht so ausgebreitet ist wie bei der genannten Art, erscheinen die Blütenknospen
bei unserer Art schmäler und länger, auch das Ovar ist weniger abgeflacht als bei
E. striata. In den Korkwarzen gleicht sie anderseits sehr der E. verrucosa Scop., zu
der sie aber ebenfalls wegen der genannten Blütenmerkmale nicht gehören kann.
b. Ramuli certe vetustiores suberoso-alati.
a. Folia. adulta manifeste (7—11 mm longe) petiolata.
36. E. phellomana Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. p. 444.
E. Thunbergiana Maxim. Pl. Chin. Pot. etc. in Act. Hort. Petrop. XI.
. 97; neque Blume.
Kansu: Poranin(!); Shensi septentr. circa In-kia-p’u et in monte
-Huan-tou-san: Grratpr n. 223(!) et 1480(!), Shensi merid. in monte Hua-
tzo-pin: Grratpr n. 220(!). — Flor.: Jun.; fruct.: Jul.—Aug.
3. Folia etiam adulta brevissime petiolata, petiolo 6 mmis plerumque
breviore.
37. E. striata (Thunbg.) Loes.
Celastrus striatus Thunbg. Fl. Jap. p. 98.
Celastrus alata Thunbg. |. c.
Evonymus subtriflora Blume Bijdr. p. 1147 ex Forb. et Hemsl.
_ £. Thunbergiana Blume Bijdr. p. 1147; Baker et Moore in Journ.
‘Linn. Soc. XVII. p. 380; Hance in Jorun. Bot. 1875, p. 131; Franchet PI.
David. p. 70; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 121.
_ £E. alata Regel Fl. Ussur. p. 40, tab. 7; Mig. in Ann. Mus. Bot. Lugd.-
Bat. II. p. 86; Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 196; Loes. in Diels |. c. p. 444.
Shensi septentr. ad In-gia-pon et In-kia-p’u, in monte Kiu-lin-san,
prope »Pagode« montis Uan-san-pin, in Kishan, ad Fon-shian-fu: GIrALDI
n. 224 (!), 222(!), 224—227 (1), 1479(!); Chihli, apud Peking in montibus:
BRETSCHNEIDER, ad Jehol: Davin; Shingking, Hingjing, Fungshan: Ross;
464 Th. Loesener.
Corea ad Chemulpo et Datschau: Warsure n. 6887(!), 6890(!), 6894(!);
Shantung, ad Chefoo: Forges, ibique in montibus: Faper(!); Kiautschou
apud Tsingtou in monte Iltisberg: Zimmermann n. 184(!); Kiangsu, Chin-
kiang: Stronach; Chekiang: Sraunron, in montib. Ningpo: Faser(!), ad
Nieuwan: WarBurG n. 6884(!); Kiangsi, ad Kiukiang: Surarer; Hupeh
ad Ichang et Patung: Henry n. 3087 A. et B.(!) et 6708(!); Sze ch’ uan
apud Nan ch’ uan et in silv. ad Yüe-lang-ai: Bock et v. Rostuorn n. 833(!),
1568—1570{!), in monte Omei: Faser(!). — Flor.: Maj.—Jun.; fruct.:
Sept.—Oct.
Distrib. Geogr.: Mandschur., Amur, Japonia.
38. E. Przewalskii Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 194 et in Act. hort.
Petrop. XI. p. 97; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 124.
Kansu in 3340 m altit.: Przewauskı(!), ad Dshoni: Poranın.
II. Capsulae globosae vel = longe et manifeste alatae; ramulorum gemmulis sae-
pius elongatis imbricatis.
4. Capsulae globosae, exalatae. —
39. E. oxyphylla Miq. in Ann. Mus. Bot. Lugd.-Bat. II. p. 86; Maxim.
in Mél. Biol. XI. p. 187; Forb. et Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 121.
E. laxiflora Bl. mss. (nom. nud.), non Champ.
E. latifolia A. Gray Bot. Jap. p. 384.
Corea, ad portum Chusan: Wırrornp(!), et ad Fusan; WARBURG
n. 6888 (!). |
Distrib. Geogr.: Japonia.
Verwandt mit dieser Art, wiewohl bislang in fruchtendem Zustande noch unbekannt
scheint zu sein
392, E. usuriensis Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 190.
Mandschuria secus flumen Ussuri super.: Maxımowicz (!).
2. Capsulae alatae.
a. Pedunculi 2,5 emis manifeste longiores.
g. Flores saepius 5-meri, capsulae alis loculo plerumque brevioribus.
40. E. sachalinensis Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 185; Forb. et
Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 121.
Kansu in regione alpina secus fl. Tetung: Przewauskı; Corea? (ex.
Fons. et Henst.).
Distrib. Geogr.: Mandschur., Sachalin (F. Scanipr(!), Japonia (Maxt-
vowicz (!).
4. Flores saepius 4-meri, capsulae alis loculo longioribus.
* Folia lanceolata vel lineari-lanceolata,
#4. E. schensiana Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 183 et in Act. hort. |
Petrop. XL p. 96; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 121; Diels in Engl
Bot. Jahrb, XXIX, p. 443. |
Shensi apud Han chung: Praserskr.
Non vidi.
Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen, 465
** Folia latiora, ovato-elliptica usque late ovalia vel ovata, vel oblongo-
obovata.
_ 42. E. macroptera Rupr. in Bull. phys. math. XV. pl. Maack. n. 24
Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 184.
Var. fol. ovato-ellipticis Maxim. in Act. Hort. Petrop. XL p. 97.
Kansu inter Mör-ping et Wu-ping: Poranin.
Distrib. Geogr. typi: Mandschur., Amur, Sachalin, Japonia.
43. E. sanguinea Loes. in Diels |. c. p. 441.
g. orthoneura Loes. I. c.
Vulgo: »chih shih kan shu« (ex Bock et v. RostHoRrn).
Hupeh: Henry n. 6183 (!); Sze-ch’uan, distr. Nan ch’uan in clivis ad
Tao munan: Bock et v. Rosrnorx n. 491 (!). — Fruct.: Aug.
3. camptoneura Loes. |. c.
Shensi septentr. summo in monte Si-ku-tzui-san: Grratpr n. 219 (!);
ze ch’uan, distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosruorx n. 1565(!) et 1567 (!).
— Fruct.: Jul.
7. laxa Loes. var. nova; infloresc. etiam laxioribus, plerumque ter
dichotomis, pedunculis circ. 5—7 cm longis, axibus secundariis usque 3,5 cm
longis (certe in statu fructifero).
| Shensi septentr. in monte Maug-hua-san iuxta Si-ngan-fu et in monte
Huan-tou-san: Girazpr n. 218 (!) et 231(!). — Fruct.: Jul. —Nov.
b. Pedunculi 2,5 cmis breviores.
44. E. Giraldii Loes. in Diels |. c. p. 442.
Var. 4. genuina Loes. I. c.
_ Shensi septentr., in clivis montium T’ai pai shan: Giracpr n. 216 (!) et
1478 (!). — Fruct.: Aug.
Var. 3. ciliata Loes. I. c.
Shensi septentr. in monte Kuan-tou-san: GiraLpı n. 217 (!);, Hupeh:
Henry (!).
45. EK. fimbriata Wall. in Roxb. Fl. Ind. ed Carey IL p. 408; vel
affinis.
Shensi meridion. in monte Hua-tzo-pin: Grratpr n. 230 (!). — Fruct. : Jun.
Distrib. Geogr.: Himalaya.
Species incertae sedis.
46. E. gracillimus Hemsl. in Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 119.
China loco natali accuratius non indicato: Reeves.
Das Original stand mir nicht zur Verfügung. In Früchten liegt die Art noch nicht
vor und über die Dauer des dünnblättrigen Laubes ist Hemstey selbst im Zweifel. Viel-
leicht könnte die Art in die Verwandtschaft von Æ. striata (Thunbg.) Loes. gehören.
Species excludenda.
47. E. chinensis Lour. Fl. Coch. ed. Willd. p. 194 propter habitum
erbaceum, ramulos cirrhis scandentes, folia triloba, aspera, baccam su-
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. 30
466 Th. Loesener.
peram polyspermam non ad Celastraceas pertinere potest. An Vetacea vel
Cucurbitacea ?
II. Celastrus L.
Von den beiden Verbreitungsgebieten (1. Nordamerika, Mittelamerika,
Westindien bis Brasilien, 2. Trop. u. östl. Asien bis Australien und Fidji-
Inseln) ist das altweltliche, soweit bis jetzt bekannt, das artenreichere. Hier
hat die Gattung in China augenscheinlich das Centrum ihrer Verbreitung.
Sie tritt dort in 14 Arten auf, von denen die Hälfte rein chinesisch ist-
Hiervon sind 2 in Yünnan, 4 in Central-China, 2 in Nord- u. Centr.-
China, 1 in Kwangtung endemisch; von der siebenten ist der Standort
unbekannt. Auch hier sind die Beziehungen mit Arten vom Himalaya einer-
seits und japanisch-mandschurischen anderseits unverkennbar, wenn
sie auch nicht so scharf die Arten in 2 gesonderte Gruppen zu trennen
vermögen wie bei Ævonymus.
Von den Liu-kiu-Inseln ist bisher nur 1 (da die andere von Ito
und Matsumura angegebene zu Gymnosporia gehört) weiter verbreitete
Art C. orbiculata Thunbg. bekannt, die zugleich auch die einzige Vertreterin
der Gattung (in unserem Sinne) auf Formosa ist; von Hongkong 2,
wovon die eine, C. Hindsii Benth. etwas weiter verbreitet und auch auf
Hainan, in Tonkin und bis nach Mittelchina hinein heimisch ist.
Auch bei dieser Gattung scheint mir ein bequemes und zugleich wich-
tiges Einteilungsmerkmal in dem Verhalten des Laubes zu liegen. Von den
Arten mit immergrünem Laube ist besonders C. hypoleuca (Oliv.) Warbg.
erwähnenswert und interessant durch die bisher bei Celastrus noch nicht
beobachtete hell bereifte Unterseite der Blätter.
I. Sempervirentia.
\. Folia plerumque 8 emis longiora; vel si breviora, folia subtus glauca aut etiam
supra dense et manifeste reticulato-venosa.
|. Folia subtus etsi pallidiora, attamen non glaucescentia (clr. eliam ©. hypo-
leucam (Oliv.) Warbg. var. y).
1. Folia in sicco etiam supra manifeste et dense prominulo-venosa, inflores-
centus plerumque axillaribus, non panniculatis,
1. 6. Hindsii Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew Misc. II. p. 334;
Maxim. in Mél, Biol. XI. p. 199; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 123.
Catha monosperma Benth. in Hook. Lond. Journ. Bot. I. p. #83.
Celastrus monosperma Benth, Flor, Hongkong p. 63; non Roxbg.
China sine loco natali: Gaupicnaup(!); Hupeh: Faper(!), Henry
n. 3495B(!); Yünnan apud Meng-tze in 2334 m altit.: Henry n. 10559(!);
Kwangtung, Lofaushan: Fonp, ad Macao: Hance n. 370(!), Naumann(!),
Wannuns, n. 5299 (!), 5330(!), Wrenuna(!); in Hongkong: Cnamrion, Faner (!),
Hınos, Lamont, Waicur; in Hainan: Henny n. 8556 ().
Distrib. Geogr.: Tonkin (Baransa n. 4421 (}).
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 467
Var. 8. Henryi Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX. p. 444.
Vulgo: »ch’ ing kang t’eng», »huang kou t’eng«, »ye ch’ a
2. Folia certe supra obsolete venosa vel reticulo inconspicuo, in sicco obscure
brunnea; inflorescentiis plerumque paniculatis, saepe ad paniculam termina-
lem coalitis.
2. €. monosperma Roxbg. Hort. Beng. 18.
| Yünnan apud Meng-tze in 1667 m altit.: Henry n. 11 399 (!) et apud
Szemao : Henry n. 41 972B (!).
Distrib. Geogr.: Himalaya, Bengalia, Assam.
3. C. Championii Benth. in Hook. Journ. Bot. and Kew Misc. IH.
p. 334 et Fl. Hongkong p. 64; Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 198; Forb. et
Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 122.
> Catha Benthamii Gardn. et Champ. in Hook. Journ. Bot. and Kew
Misc. I. p. 310.
Hongkong: Cnanpron, Faser(!), Lamont, ÜRQUHART, WILFORD.
‘Distrib. Geogr.: Himalaya (?).
I. Folia subtus manifeste et pallide glaucescentia.
| 4. C. hypoleuca (Oliv.) Warb. ex Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb.
XXIX. p. 445.
| Erythrospermum hypoleucum Oliv. in Hook. Icon. pl. tab. 1899.
Celastrus hypoglaucus Hemsl. in Ann. of Bot. IX. 1895. p. 150.
Forma a. genuina Loes. |. c.
Hupeh, Wushan austral.: Henry n. 5887 (!), 5887 A (!).
Forma 3. argutior Loes. |. c.
Shensi septentr. in montibus Thae-pei-san et Huan-tou-san et Maug-
hua-san iuxta Si-ngan-fu et iuxta In-kia-pu: Giratpr n. 234—236 (!), 1482(!),
Shensi meridion. in monte Hua tzo pin: Grratpr n. 1783(!); Sze ch’uan,
distr. Nanch’uan: Bock et v. Rosraorn n. 1586 (!); Hupeh, iuxta Ichang:
Henry n. 6771 (!). — Flor.: Jun.; fruct.: Aug. —Nov.
| Forma y. puberula Loes. |. c.
Szech’uan, distr. Nan ch’uan: Bock et v. Rostuorn n. 1586 b{!).
B. Folia plerumque 8 cmis breviora.
I. Folia parce et remote spinuloso-denticulata, utrinque subtiliter elevato-reticulata.
5. €. cantonensis Hance in Journ. Bot. 1885. p. 323; Forb. et
Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 122.
Kwangtung: Hance n. 22191.
Non vidi.
II. Folia supra medium tenuiter et appresse serrulata, subintegra infra medium,
nery. supra et subtus prominul., non vel tantum iuxta margin. laxiuscule reticulatis.
30*
468 Th. Loesener.
6. €. Rosthorniana Loes. in Diels 1. c.
Szechuan, Nan ch’uan: Bock et v. Rostuorn n. 4572—1574 (!), 1583 (1).
IT. Foliis deciduis.
A. Inflorescentiae axillares, non ad panniculas congestae.
I. Gemmae e basi lata subulato-conicae, 7—10 mm longae; capsulis maiusculis
valvis 44 mm plerumque longioribus.
7. C. gemmata Loes. n. sp.; scandens, glabra, ramulis iunioribus
striato-angulatis, velustioribus teretibus, i. s. obscure brunneis, + dense
lenticellis parvis orbicularibus vel oblongis obtectis; gemmis i. s. brunneis
e basi lata subulato-conicis 7—10 mm longis; foliis membranaceis vel in
statu fructifero chartaceis, probabiliter deciduis, subgraciliter et 10—15 mm
longe petiolatis, ovalibus vel ovatis, basi obtusis vel rotundatis vel late
cuneato-obtusis, apice breviter acuminatis vel subacutis, margine = dense
et interdum tenuiter serrulatis, addito petiolo 9—16 cm longis, 4—7,5 cm
latis, nervis lateralibus prineipalibus utrinque 5—7 plerumque ad apicem
versus arcuatis dense et tenuissime reticulatis ut costa supra prominulis
subtus prominentibus; inflorescentiis in foliorum axillis solitariis (non vel .
raro ad paniculam terminalem coalitis), paucifloris, 3 usque (i. stat. fruct.) |
7 mm longe pedunculatis, pedicellis 3—6 mm longis; floribus 5-meris, ovario
3-mero, dioicis, sepalis ovato-deltoideis, obtusis, ciliatis; petalis elliptico-
subliguliformibus, cire. 3 mm longis, 1,5 mm latis, quam sepala 4—5-plo
longioribus; staminibus disci explanato-subeupuliformis 5-lobi margini inter
eius lobulos insertis, in fl. jt petala subaequantibus, antheris subellipsoideis —
filamento subbrevioribus; gynaeceo disco insidente rudimentario, subcolu-
melliformi, sterili, stylo apice 3-fido, lobis obsolete bilobulatis; capsula pro
generis sectione maiuscula, subglobosa, pallida, 3-loculari et 3-valvata, valvis
late ovali- vel ovato-oblongis, 15 mm longis, crassis, seminibus in loculis
‘si omnia ovula evoluta) binis, erectis, arillo i. s. brunneo, tenuiter carnoso, |
crasso, plane involutis. |
Yiinnan, Meng-tze in silvis montium 1800—2000 m alt.: Henry
n. 9782A(!), 40531 (!), 44474 (!). |
Aus der Verwandtschaft von ©. orbieulata Thunbg., die durch kleinere Maße der
Blätter und Früchte, andere Blattform und besonders auch durch kleinere anders ge-
staltete junge Laubknospen abweicht.
II. Gemmae minores, capsulis minoribus.
I, Stipulae caducae, membranaceae.
8. €, orbieulata Thunbg. Fl. Jap. p. XLIL et p. 97 (ubi errore typo-
graphico »artieulata« nominata); Poir, Suppl. II. p. 444, Koehne D:
Dendr, p. 363.
C. artieulata DC. Prodr, Il, p. 7; Bunge Enum, Pl. Chin, Bor. p. 14
nu. 80: Turez. Enum. Chin. n. 43; Maxim, in Mel, Biol. XI. p. 200; Franchet
’
PL David. p. 70 et in Mém, Soc, Se. Nat, Cherbourg XXIV, p. 206; Forb.
Ubersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 469
et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. ‘Dp. 122; Henry in Transact. Asiat. Soc. Japan.
vol. XXIV. p. 27(?); Ito et Matsum. Tent. Fl. Lutch. in Journ. Sc. Coll.
_ Imp. Univ. Tokyo XII. 1899. p. 373; Loes. in Diels 1. e. p. 446.
1 ©. Tatarinowii Rupr. in Bull. Phys. Math. XV. p. 357 ex Maxim.
©. n. sp. Maxim. Ind. Pl. Pekin. in Prim. Fl. Amur. p. 470.
Vulgo: »jiau begua«, »tschoö« (ex Nager).
Corea: Wırrorp(!); Chihli ad Jehol: Davin n. 1783 (!), iuxta Peking:
BRETSCHNEIDER (!), WargurG n. 6872 (!), 6873(!); Shensi septentr. in collibus
prope Fu-kio, in montibus Gniu-ju-shan et Lun-shan: Giratpr n. 233 (!),
1756 (!), 1757 (1), 1787(!); Kiautschou, in clivis apud Tsingtou: O. Naser(!):
Kiangsu ad Shanghai: Faser (!); Hupeh: Henry n. 456(!) Sze ch’uan,
distr. Nan ch'uan: Bock et v. Rosrnorn n. 1577(!); Yünnan apud Mengtze
in 1700 m altitud.: Henry n. 11267(!); Formosa, ubi var. propria, ex
Henry (1. c.) n. 4893. — Flor.: Maj.—Jun.; fruct.: Jun.—Oct.
| Distr. Geogr.: Sachalin, Japonia, Ins. Liukiu (ex auctoribus).
Forma 8. microphylla Loes. form. nova; foliis tantum usque 4 cm
longis.
Hupeh: Henry n. 3827 (!).
Forma y. maior Loes. form. nova; foliis paullulo maioribus quam in
typo, subtus pallidis, nervis et reticulo subtus magis prominulis; capsulis
_ paullo maioribus.
Shensi septentr., summo in monte Tui-kio-shan et in montibus Lun-
shan et Gniu-ju-shan: Girazpr n. 237 (N), 4730 (!), 1734 (1). — Fruct.: Jun.
— Sept.
Bei der Umgrenzung dieser Art stößt man auf erhebliche Schwierig-
keiten. Deshalb wurden hier nur diejenigen Exemplare aufgezählt, die ich
selbst in Augenschein nehmen konnte. Auch wurde der Speciesbegriff dieser
Art hier etwas enger gefasst, als es vor kurzem bei der Bestimmung dieser
Gruppe für Driers’ Flora von Central-China geschah. Sehr nahe mit ©. or-
tneulata Thunbg. verwandt und vielleicht kaum als besondere Art aufrecht
zu erhalten ist die im wesentlichen nur durch etwas spitzere an der Basis
- stumpfere, weniger keilförmig verschmälerte Blätter abweichende
a 9. C. stylosa Wall. in Roxbg. Fl. Ind. ed Carey, II. p. 404; Franch.
= Pl. Delav. Il. p. 131.
| C. latifolia Maxim. in Acta Hort. Petropol. XI. p.98 pro parte;
neque Hemsl.
€. articulata Loes. in Diels |. c. p. 446 pro parte.
Kansu: Poranrn(!); Sze ch’uan, Nanch’uan: Bock et v. Rosrnorx
n. 1574 (!), 1576(!), 1578(!), Kung chia ping: Bock et v. Rostnorn n."506 (!),
Ten sha ai in rupibus: Bock et v. Rostuorn n. 678 (!), Chao chia ai: Bock
et v. RostHorn n. 1060(!); Hupeh: Faper(!); Chekiang apud Ningpo ad
Nieuwang: Waresure n. 6875(!); Fokien ad Futschau: Warpure n. 5956 (!),
470 Th. Loesener.
5960(!); Yünnan apud Mengtze in 2000 m altitud.: Henry n. 9679 B (!).
— Fruct.: Aug.
Distrib. Geogr.: Himalaya, Khasia (Pegu?).
Hierher gehört ferner noch die nur mangelhaft bekannte ;
10. €. crispula Regel in Ind. sem. hort. Petropol. 1864. p. 54;
Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 202; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 123.
China: loco natalı ignoto, culta in hort. bot. Petropol. ex Maxim.
Non vidi.
2. Stipulae spinescentes, persistentes.
11. C. flagellaris Rupr. in Bull. phys. math. XV. p. 357; Maxim.
in Mél. Biol. XI. p. 202; Franch. Pl. David p. 71; Forb. et Hehnal! Ind. Fl. |
Sin. I. p. 123.
À
©. ciliidens Miq. in Ann. Mus. Bot. Lugd. Bat. IL p. 85.
Chihli apud Jehol: Davin; Corea iuxta Chemulpo, ten ECS
I
WargurG n. 6877 (!); Shantung apud. Chefoo: Warsura n. 6876 (!
Distrib. Geogr.: Mandschuria, Japonia.
B. Inflorescentiae plerumque ad paniculas saepius amplas terminales congestae.
I. Folia er lanceolata.
12. C. Franchetiana Loes.
4 M Franch. in Bull. Soc. Bot. Fr. XXXII. p. 455; Plant.
Delay. II. p. 132; neque Hasskarl.
Yiinnan, in faucibus montis Pee-shan-men, prope Mo-so-yn in 2200 m
altit. : Dur n. 824. — Flor.: Apr.
Non vidi.
II. Folia latiora.
13. C. paniculata Willd. Spec. Pl. I. p. 1125.
Yiinnan apud Szemao in 1300—1700 m altitud.: Henry n. 41993 (!
121422A(!), 12572B(!).
Distrib. Geogr.: Himalaya, Ind. Or. a Penjab et Zeylania usque ad
Chinae limites et insul. Malaicas atque Philippinenses.
14. 6. angulata Maxim. in Mél. Biol. XI. p.499, in Act. Hort.
Petrop. XI. p. 98; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 422; Loes. in Diels
lc. p. 446.
C. latifolia Nemsl. in Forb. et Hemsl. 1. e. p. 123, Hook. Te. Pl. tab.
2206; Maxim. in Act. Hort. Petrop. 1. c. pro parte.
Vulgo: »lao hu mat’eng« (ex Bock et v. Rostnuorn).
Kansu in valle fluvii Hoangho: Praserskr; Shensi septentr. in montibus
Hua-shan, Tui kioshan, Siku tzuishan, Sulu: Giratprn, 232 (!), 4483/1), 1710 (1),
1711 (0; Szechuan, distr. Nanchuan ad Chien nin ping in rupibus et
ad Shan yang po: Bock et v. Rosrnorn n. 790(!), 4094 (N), 1917 (1), 2542(!); M
Hupeh in distr. Patung, ad Ichang, Nan ’o et in montibus versus septentr. «
sitis: Henny n, 485, 1774, 2084, 3405A, 3883. Mract.: Jul, —Oct, ;
a Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 471
Fe Zwar führt Maxmowıcz selbst (in Act. Hort. Petrop. XI. p. 98) seine C. angulata
und C. latifolia Hemsl. beide neben einander als besondere Arten an. Ich muss aber
zunächst noch an meiner in Drets’ Flora geäußerten Ansicht, dass beide identisch seien,
festhalten. Dazu ist die Übereinstimmung von Maxımowicz’s Diagnose mit der Abbildung
‚der Hemstey’schen Art in Hooker’s Icones zu auffallend. Auch lässt ein im Berliner
“Herbar befindliches von Maximowrcz als C. latifolia Hemsl. bestimmtes Exemplar von
Poranın aus Kansu, das zweifellos nicht zu dieser Art, sondern in die nächste Ver-
wandtschaft von C. orbiculata Thunbg. und zwar höchstwahrscheinlich zu C. stylosa
Wall. (siehe dort!) gehört, die Annahme berechtigt erscheinen, dass Maxtmowicz hier zwei
verschiedene Arten verwechselt und Formen unter C. latifolia zusammengefasst habe,
die teils zu seiner C. angulata, teils zu C. stylosa Wall. gehören. Übrigens verhält sich
jene bei reichhaltigerem Materiale in Bezug auf die fehlende Punktierung der Äste, eins
der Merkmale, wodurch sie sich nach Maxınowicz von C. paniculata Willd. unterscheiden
soll, durchaus nicht constant. Der bedeutend größere Umfang der Blätter, die meist
kantigen Äste und die Form der Rispe scheinen-mir jedenfalls wichtigere Unterschiede
Zu sein.
Species excludendae.
C. alata Thunbg. Fl. Jap. p. 98 est, ut notum: Ævonymus striata
(Thunbg.) Loes. |
C. diversifolia Hemsl. in Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 123 est,
ut iam notum: Gymnosporia diversifolia Maxim.
| C. emarginata Roth Nov. Spec. 155 est, ut iam notum: Gymnosporia
emarginata (Roth) Laws.
4 C. striata Thunbg. Fl. Jap. p. 98 est ex Maxim.: Hvonymus striata
(Thunbg.) Loes. _
C. variabilis Hemsl. in Forb. et Hemsl. |. e. p. 124: est Gymnosporia
variabilis (Hemsl.) Loes.
©. Wallichiana Hance in Journ. Bot. 1878. p. 226, non Wight et Arn.,
est ex Hemsı.: Gymnosporia diversifolia Maxim.
>
Ill. Gymnosporia Wight et Arn.
Von dieser besonders in den Tropen der alten Welt, speciell Afrikas,
weit verbreiteten Gattung scheint nur die Section I. Spinosae im Gebiet ver-
treten zu sein. Die einzelnen Arten sind entweder nahe verwandt mit sol-
chen des Himalaya oder Vorder- und Hinter-Indiens oder finden
sich selbst dort wieder.
1. Folia 5 cmis breviora.
. A. Folia plerumque integra.
1. 6. emarginata (Roth) Laws. in Hook. Fl. Brit. Ind. I. p. 621.
Celastrus emarginata Roth Nov. Spec. p. 155; Franch. in Bull. Soc.
Bot. France XXXIII. p. 455, Plant. Delav. II. p. 131.
Yiinnan, in sepibus ad Tapin-tze: Detavay n. 882 et 1014. — Flor.
et fruct.: Maj. —- Omnia ex FRANCHET.
Distrib. Geogr.: Vorder-Indien, Ceylon.
472 Th. Loesener.
B. Folia plerumque + crenulata. ¢
2. &. diversifolia Maxim. in Mél. Biol. XI. p. 204. |
Celastrus Wallichianus Mance in Journ.‘ Bot. 1878 p.226; non
Wight et Arn.
C. diversifolia Memsl. in Forb. et Hemsl. Ind. Flor. Sin. I. p. 123;
Henry in Transact. Asiat. Soc. Japan. XXIV. Suppl. p. 27; Ito et Matsum.
Tent. Fl. Lutch. in Journ. Sc. Coll. Imp. Univ. Tokyo. XII. 1899, p. 374. —
C. buxifolia 3. subdidymocarpa O. Kuntze Rev. I. p. 115.
Gymnosporia Wallichiana Maxim. 1. ec. p. 203, Matsumura in Tokyo
Bot. Mag. XV. n. 170. p. 55; neque Lawson.
Catha diversifolia A. Gray ex Maxim. |. ce. p. 204.
Fokien, ad Amoy: Hance n. 1413; Hainan: Buttock et Hance,
Henry n. 8685 (!}; Formosa variis in locis: Henry n. 239, 308, 347, 1081,
Miyake, WarBurG n. 10 490/(!).
Distrib. Geogr.: Annam, Cochinchina (Gaupicuaup!), Liu kiu.
ll. Folia 5 cmis longiora.
3. G. variabilis (Hemsl.) Loes. in Diels in Engl. Bot. Jahrb. XXIX.
Celastrus variabilis Hemsl. 1. ec. p. 124.
Hupeh apud Ichang: Maries, Henry n. 130(!); Yünnan apud Szemao
in 1335 m altit.: Henry n. 11925 A.
G. spec.? Hemsl. 1. c. p. 124. |
Hupeh ad Ichang: Maries.
Non vidi.
Endlich wird noch von China angegeben: |
G. acuminata Hook. f. Fl. Brit. Ind. I. p. 649 und zwar von diesem -
selbst (l. e.) mit den Worten: >Distrib. Yunan«. Da mir ein chinesisches
Exemplar dieser Art bisher nicht zu Gesicht gekommen ist, und sie auch
von Forses und Hemscey nicht erwähnt wird, erscheint eine Verwechslung,
etwa mit @, variabilis, nicht ausgeschlossen. Der Hooken’sche Name würde M
übrigens geändert werden müssen, wegen der älteren @. acuminata (li) «
Szysz. vom Kap.
IV. Tripterygium Hook. f.
Die Gattung ist auf das chinesisch-japanische Gebiet beschränkt. Die
beiden einzigen Arten, welche auch noch von Maxımowsez aufrecht erhalten
wurden, sind von Hemstey im Index Florae Sinensis für zweifellos identisch
erklärt worden unter dem Namen
T.4Wilfordii Hook. f. in Benth, et Hook. Gen, Pl. I. p. 368; Regel
Gartenfl, 1869 p. 105 + tab. 612; Maxim. in Mél, Biol, XL p. 206; Hemsl.
Le, p. 125; Henry in Transact, Asial, Soc, Japan XXIV. Suppl. p. 27.
Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen. 473
u T. Bulloekii Hance in Journ. of Bot. 1880. p. 259; Maxim. L e.
» 207.
Corea in montibus Soul: Cartes; Hunan in collibus secus fluvium
Siang: Buttock; Yünnan in fruticetis montis Tsang-shan: Deravav n. 3635 (N);
Formosa ad fluv. Sanar et ad Tamsui: OLpmam, WILFORD.
Distrib. Geogr.: Japonia.
Die Pflanze aus Yünnan weicht von der japanischen etwas in der
Blattform, Consistenz und Nervatur ab, so dass eine nochmalige genauere
Prüfung der verschiedenen Originale, die mir leider nicht zu Gebote stehen,
und des seither gesammelten Materiales erwünscht erscheint.
V. Elaeodendrum Jacq.
Es ist höchst zweifelhaft, ob diese Gattung wirklich der chinesischen
Flora angehört. Es kommen nur drei Arten in Betracht, nämlich:
1. E.? Fortunei Turcz. in Bull. Soc. Imp. Nat. Mosc. 1863. I. p. 603;
Maxim. in Mel. Biol. XI. p. 205; Forb. et Hemsl. Ind. Fl. Sin. I. p. 124.
China loco natali accuratius non indicato: Fortune n. 46. — Non vidi.
: 2. E. glaucum Pers. Syn. Pl. I. p. 241; Hook. et Arn. Bot. Beech.
= Voy. p.176; Forb. et Hemsl. I. c. p. 125.
; Kwangtung: apud Macao ex Hook. et Arn.
Über die Zugehörigkeit der Turczanınow’schen Art zu Elaeodendrum
ist der Autor selber im Zweifel, zumal die Friichte unbekannt sind. Es
wäre daher ebenso gut möglich, dass es sich um eine Evonymus-Art handelt,
— wie schon Maxımowicz vermutet. Und was E. glaucum Pers. betrifft, das
. nach der Capitelüberschrift (p. 166) von Macao stammen soll wie die
- übrigen chinesischen Pflanzen von Capt. BEECHEy, so wäre eine Standorts-
_ verwechslung nicht unmöglich. Es wäre mindestens sehr auffallend, dass
seither die Pflanze noch niemals wieder aus diesem verhältnismäßig doch
vielbesuchten Teile des Landes mitgebracht worden sein sollte.
3. E. japonicum Franch. et Sav. Enum. Pi. Jap. IL p.315; Maxim. in Mel.
F Biol. XI. p. 205; Ito et Matsum. in Journ. Sc. Coll. Imp. Univ. Tokyo. XII. p. 374.
Auch die Zugehörigkeit dieser Art, die übrigens bisher nur aus Japan und von
den Liukiu-Inseln bekannt geworden ist, erscheint mir noch nicht über jeden Zweifel
erhaben. Die beiden japanischen Autoren geben zwar an, ein Fruchtexemplar gesehen
zu haben; aber nach der kurzen Beschreibung der Frucht halte ich die Möglichkeit,
_ dass eine andere Gattung vorliegen könnte, nicht für ausgeschlossen. Die Angabe »lon-
gitudinally striate« ist mindestens verdächtig.
z
| : VI. Perrottetia H.B.K.
L-
i
Die eigentiimliche geographische Verbreitung dieser Gattung (1. Mexiko
—und Columbien, 2. Sandwichs-Inseln, 3. Australien, ne Inseln, China)
wurde bereits früher in diesen Jahrbüchern (Vol. 24, S. 200) besprochen.
474 Th. Loesener, Übersicht über die bis jetzt bekannten chinesischen Celastraceen.
Auch in China ist sie nur in einer und zwar endemischen Art vertreten
und bisher nur aus dem centralen Gebiete bekannt geworden. Alles deutet
auf ein verhältnismäßig hohes Alter dieser tropischen Gattung hin.
P. racemosa (Oliv.) Loes. in Engl. Bot. Jahrb. XXIV. p. 200 et in
Diels 1. c. XXIX. p. 447. ae © |
Ilex racemosa Oliv. in Hook. Icon. plant. tab. 1863.
Hupeh apud Ichang: Henry n. 1863, 3309 (!), 3527 (1), 4447 (!), 7489 (N):
Szechuan, distr. Nan chuan ad Lung mo ai in silvaticis: Bock et YON
RostHorn n. 862 (!). | | | |
Genus excludendum.
Plagiospermum Oliv, in Hook. Icon. tab. 1526, cum specie unica
P. sinensi Oliv. 1. c. est Rosacea forsan Cotoneaster spec.
B siblatt zu den Botanischen Jahrbüchern.
Nr. 67.
Band XXX. Ausgegeben am 12. März 1901. Heft 1.
Bromeliaceae et Lauraceae novae vel adhue non satis
cognitae,
Auctore
‘arl Mez.
I. Bromeliaceae.
Bromelia Glaziovii Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angustatis:
inflorescentia contracte paniculata percompacte subcorymbosa, caule brevi
per anthesin super foliorum rosulam elata; bracteolis florigeris quam ovaria
multo longioribus sepala aequantibus vel paullo superantibus, late elliptico-
inearibus, apice rotundatis, carinatis; petalis glabris; ovario tomento denso,
pallido vel albo, lanuginoso obtecto.
Rosulae folia basi in vaginam brevem, triangularem, infime praesertim dorso lepi-
dibus magnis palaeaceis brunneis obtectam, margine imprimis ad apicem laciniose serra-
5 vel serrato-spinosam dilatata, perrigida, a basi ad apicem validissime pungentem
persensim angustata margine spinis retro (nec! sursum) uncinatis, usque ad 3 mm lon-
gis, brunnis horrida, recurvata et sicca longitudinaliter complicata, ad 300 mm longa,
medio vix ultra 42 mm lata, adulta utrinque glabrata vel subtus membrana tenui
pallida e lepidibus formata obtecta; folia suprema ad inflorescentiae basin posita e
vagina maxima, purpureo-rosea (ex cl. Grazıou!), inflata, dorso dense albo-lepidota fere
tomentella, margine praesertim ad apicem serratim spinosa in laminas parvas sed nor-
Males, recurvatas vel ex suberecto apice deflexas producta. Inflorescentia e ramulis
perabbreviatis, vix ultra 3-floris composita, ad 40 mm longa et 50 mm diam. metiens,
Brassicae capiti haud dissimilis; axibus dense albido-tomentellis; bracteis primariis e
foliorum descriptorum vaginis dilatatis formatis, dorso albo-tomentellis; bracteolis flori-
geris sepalis similibus sed majoribus (+ 30 mm longis), pallidis, dorso tomentellis,
mi gine serrulatis. Flores ut videtur bracteolas haud superantes ad 30 mm longi,
revissime pedicellati; sepalis pallidis, dorso adpresse albo-tomentellis, nullo modo re-
Re xis, ad 20 mm longis. Petala coeruleo-rosea (ex cl. Grazıou!), vix aperta, sepala
ninute tantum superantia, lingulato-linearia, apice rotundata, carnosa, 5—6 mm à basi
oalita. Stamina petalis bene breviora ; antheris 8 mm longis, non nisi corrosis cognitis,
varium anguste cylindricum basin versus paullo attenuatum subclavatum, perobtuse
riangulare, albo-tomentosum. Fructus ignotus.
Brasiliae civit. Goyaz, Campos do Rio Gama: GLaziou n. 22189.
Floret Octobri, Novembri. (V. s. in herb. Berol., Mez.)
Obs. Cum sequentibus Br. Serrae Griseb. affinis, quam nunc speciebus his novis
ognitis e Karatas subgenere ad Eubromeliam vemovendam censeo. Spinis omnibus
- Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 67. a
) Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
retro hamatis haec species et peraffinis sequens br. reversacanthae quoque valde ap- —
proximatur, quae tamen caule multo altiore, inflorescentia laxiore, ramis inflorescentiae
perabbreviatis flores multo plures procreantibus, florum dimensione minore satis longe
differt.
Bromelia Goyazensis Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angusta-
lis; inflorescentia contracte panniculata percompacte subeorymbosa, super
1
foliorum rosulam haud vel vix elata; bracteolis florigeris quam ovaria
multo longioribus sepala fere aequantibus, late ellipticis, apice rotundatis,
concavis nee carinatis; petalis glabris; ovario tomento denso adpressoque
brunneo-allutaceo obtecto.
Rosulae folia ignota. Scapus brevissimus nec e foliorum centro emergens, folio-
rum vaginis pallide roseis (ex cl. GLazrou!), late ellipticis, inflato-concavis, intus fere
alabris dorso praesertim ad basin marginesque palaeaceo-tomentosis, prope apicem
dentibus magnis patentibus spinulosis praeditis, in laminas magnas, usque ad apicem
valide pungentem persensim angustatas, perrigidas, supra glabras subtus sub lente dense
lepidotas, spinulis fere atris irregulariter et saepius intermixte et apicem versus et retro
hamatis, usque ad 3 mm longis armatas, summis ut videtur Br. Serrae ritu reflexas
productis. Inflorescentia e ramulis perabbreviatis, paucifloris composita, capitato-sub- «
corymbosa, ad 60 mm longa; axibus tomento denso palaeaceo, pallido obtectis; brac-
teolis florigeris pallidis, dorso minute tantum tomentellis, margine praesertim apicem
versus minutissime serrulatis. Flores e bracteis emergentes, ad 45 mm longi, brevissime |
obseureque pedicellati; sepalis pallidis, apicem rotundatum irregulagitergne crispatum
versus saltem glabratis, late ellipticis, paullo carinatis, Æ 30 mm longis. Petala
coerulescentia (ex cl. Graziou!, vix aperta, sepalis Æ 6 mm longiora, lingulato-
linearia, apice rotundata, carnosa, medium usque coalita. Stamina petalis bene bre-
viora, antheris linearibus, 7—8 mm longis, ut videtur apice obtusis, pro maxima parte
cum stigmatibus ab insectis corrosis. Ovarium optime triangulare, sublineare, apice haud
vel vix constrictum. Fructus ignotus.
Brasiliae civit. Goyaz, ad Morro do Frota prope Meia Ponte, terres-
tris: GLaziou n. 22190. — Floret Augusto, Septembri. (V. s. in herbi
Berol., Mez.)
Bromelia exigua Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angustatis;
inflorescentia percontracta capitiformi-globosa in foliorum centro nidulante
sessilique ; bracteolis florigeris sepala aequantibus, ex unguibus perlongis
angustisque linearibus subito in laminas ellipticas dilatatis, apice rotundatis,
eoneavis nee carinatis; pelalis non nisi imperfectis cognitis glabris; ovario
dense albo-tomentoso.
Rosulae folia basi in vaginas maximas, suborbiculares, crasse amylo repletas, dense
unbreatas bulbum epigaeum perconspicuum formantes, prope apicem praesertim dorso
juarmıs magnis palaeaceis brunnis oblectas ceterum glabras nitidasque subito dilatata,
peranguste Jinearia, quan maxime recurva et longitudinaliter complicata, perrigida, apice
pungenlia, margine spinis infimis patentibus vel retro hamatis superioribus omnibus sur-
um uncinalis, maxinmis usque ad 4 mm longis horrida, == 200 mm longa, medio ad
8 mm lata, adulta utrinque glabra, Scapus deest, Inflorescentia perabbreviata, sub-
wiobosa, paueillora; bracteis primariis margine quam maxime patenti-serratis, apicem
versus pracsertim dorso albo-tomentellis ceterum glabris, e basi lincari sursum sensim
(latite, infimis in laminas parvas desinentibus superioribus apice pungentibus; bracteo-
ha florgeris rosco-virentibus ‘ex el, Gnaziou!), dorso minute tantum tomentellis, margine
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 3
ad laminam dilatatam optime serrulalis. Flores albi (ex el. GLaziou!) mihi non nisi
imperfecti cogniti, ut videtur e bracteis vix emergentes, obscure pedicellati; sepalis pal-
lidis, dorso dense albido-tomentellis, ad 12 mm longis, valde carinatis, explanatis ellip-
licis, apice rotundatis et cucullatis. Petala cum genitalibus inclusis non vidi. Ovarium
stipitiforme sensimque in pedicellum obscurum transiens, vix angulatum, apice haud
constrictum. Fructus ignotus.
Brasiliae proy. Goyaz, ad Capelinha da Sto. Antonio, campicola et
terrestris: Grazıou n. 22492. — Floret Octobri. (V. s. in herb. Berol.,
Merz.)
Bromelia villosa Mez n. sp.; foliis super vaginam haud angustatis;
- inflorescentia percontracta capitato-corymbosa in foliorum centro nidulante
‘sessilique; bracteolis florigeris sepala aequantibus, spathulato-linearibus, apice
rotundalis, concavis nec carinatis, densissime cum floribus albo-villosis; pe-
talis ut videtur quam sepala paullo tantum longioribus, vix non glabris:
_ovario densissime villoso.
Rosulae folia basi in vaginas maximas clongatasque subellipticas, arcte imbricatas
bulbum epigaeum formantes, densissime inferne squamis maximis palaeaceis brunneis
— superne et dorso et intus villo crasso detergibili candido obtectas dilatata, persensim e
basi in apicem validissime pungentem angustata, quam maxime recurvata, longitudina-
liter complicata, perrigida, margine spinis flavis infimis patentibus sequentibus retro-,
summis saltem optime sursum uncinatis horrida, = 450 mm longa, medio ad 20 mm
lata, adulta quoque dense lepidibus parvis albidis obtecta cinerea. Scapus deest. In-
florescentia subpauciflora, perabbreviata; bracteis primariis i. e. cyathidii involucris a foliis
rosulae haud diversis; bracteolis florigeris sicut flores villo e squamis palaeaceis contexto
percrasso obteetis candidis, integerrimis vel non nisi apice paullo serrulatis. Flores albi
(ex cl. Grazıou!), e bracteis emergentes, non nisi permanci et ab insectis corrosi cogniti,
-pedicellis e gracilioribus persensim in ovaria transeuntibus stipitati; sepalis pallidis, apice
sicut petala et genitalia interiora confractis tantum mihi ante oculos nec hoc in statu
- accuratius describendis. Fructus ignotus.
à Brasiliae civit. Goyaz, inter Sitio do Baracäo et Areias, campicola
Sterrestrisque: GzLaziou n. 22491. — Floret Septembri. (V. s. in herb.
Berol., Mez.)
Canistram ingratum Mez n. sp.; inflorescentia specie simplice basi
tantum ramulos paucos brevissimos, glabros, apice flores subumbellatos
gerentes procreante, glabra; bracteis primariis (eyathidii involueri) maxi-
mis, elongate triangularibus, suberectis nec recurvis, spinis maximis horridis;
bracteolis florigeris angustissime linearibus, longe acutis; floribus (petalis
-neglectis) 65—70 mm longis; sepalis glabris, liberis; petalis ignotis.
Folia vagina ignota optime linearia, apice acuta et in mucronem horridum pro-
ducta, margine spinis maximis, badiis, sursum spectantibus armata, metralia vel ultra,
Vix ultra 40 mm lata, laete viridia, perrigida. Inflorescentia in scapi brevissimi percras-
Sique, glabri apice vix non foliorum rosulae centro profunde immersa sessili-nidulans,
foliolorum splendide rubrorum (ex cl. Magelhaes), fere 0,2 m longorum, glabratorum,
persensim in apicem horride pungentem angustatorum, spinis usque ad 5 mm longis,
patentibus, atris armatorum coma maxima cincta, (coma computata) — 0,3 m diam.
Metiens, 00-flora, glabra; bracteolis florigeris sepala aequantibus. Sepala ex sicco brun-
nea, rigidiuscula, glaberrima, = 38 mm longa, carinala, e basi sensim in apicem per-
a *
4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
acutum subpungentemque angustata conspicue asymmetrica. Petala lutea, cet. ignota.
Ovarium glaberrimum, compressum, biangulatum, tubo epigyno nullo, = 23 mm lon-
gum. Fructus ignotus.
Brasiliae civit. Minas Geraés in Serra da Conceicao (da Mantiqueira):
de Magelhäes in herb. Comm. Geogr. et Geol. de Minas n. 1585. — Floret
Julio. (Herb. Berol.)
Canistrum Schwackeanum Mez n. sp.; inflorescentia specie simplici
basi tantum ramulos perpaucos brevissimos, glabros, apice flores nonnullos
subumbellatos gerentes procreante, glabra; bracteis primariis (cyathidii in-
volucri) perconspicuis, erectis nec recurvis, inflorescentiam obtegentibus
celantibusque, ex ovato triangularibus, spinis validiusculis armatis; bracteo-
lis florigeris angustissime linearibus, longe acutis; floribus (petalis neglectis)
40 mm longis; sepalis glabris, liberis; petalis basin usque liberis sed alte
cohaerentibus.
Folia basi in vaginam magnam, elongate ellipticam, lepidibus parvis adpressisque
badiis punctulatam dilatata, super vaginam = angustata ensiformia, apice mucrone
lato valide pungente imposito subrotundata, margine spinis patentibus, vix ultra
2 mm longis, badiis armata, semimetralia, 40 mm infra apicem + 50 mm lata, lacte
viride coriacea. Inflorescentia alba, cyathidio adeo obtecta ut non nisi dissecta appare-
tur, formicis innumeris repleta (ex cl. Scuwacke!), in scapi elegantissimi tenuisque, fere
0,5 m longi, omnino aphylli, glabri apice elata, foliorum viridium apice atro-violaceorum
‘ex el. ScHwacke), usque ad 0,4 m longorum, apice in spinam validam desinentium
acutorumque, margine spinulis patentibus, usque ad 4 mm longis praeditorum coma in-
time cincta, = 70 mm diam. metiens, subpauciflora, glabra; bracteolis florigeris quam
sepala + 7 mm brevioribus. Sepala pallide virentia vel alba, coriacea, glaberrima,
+ 22 mm longa, prope basin minute tantum carinata, e basi in apicem filiformi-per-
acutum sensim angustata, paullo asymmetrica. Petala alba, e sepalis paullo tantum
emergentia, infima basi ligulis binis parvis dorso cum petalis connatis, margine liberis,
apice dentibus 4—2 magnis acutis praeditis aucta, cet. mihi ignota. Stamina omnino li-
bera. Ovarium glabrum, triangulare, tubo epigyno nullo, = 20 mm longum. Fructus
ignotus.
Brasiliae civit. Minas Geraés, prope Ouro-Preto locis umbrosis ad
rivulos: Senwacke n. 10558. — Floret Julio. (Herb. Mez.)
Portea Silveirae Mez n. sp.; foliis margine spinis magnis praedilis;
inflorescentia dense panniculata ramis inferioribus tantum bracteis amplis
suffultis flores haud corymbosos gerentibus; rhachi ramulisque densissime
lanuginosis; bracteolis florigeris minutis.
Folia basi in vaginas perconspicuas, ellipticas, utrinque lepidibus badiis, adpressis
densissime punctulatas dilatata, margine spinis rectis inferioribus patentibus superiori-
bus sursum spectantibus, badiis dense horrida, sensim in apicem acutum et spina vali-
dissuna brunnen armatum angustata, imperfecta solum cognita certe metralia vel ultra,
+ 60 mm lata, Scapus percrassus, ceterum ignotus, Inflorescentia 00 - flora, tripin-
natin amplissine panniculata, densiuscula, subeylindrica sed apicem versus sensim acuta,
in specumme nostro 0,5 m longa, 0,4 m diametro metiens, ut videtur in vivo Lola
praeter florum sepala petalaque indumento sordido, e lepidibus maximis furfuraceis
formato densissime obtecta; bracteis primariis infimis late lanceolatis, in spinam pun-
gentem desinentibus, integerrimis, ramulos axillares longe quidem superantibus sed
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 67. 5
Fc
ullo modo obtegentibus; bracteis primariis superioribus valde diminutis anguste lineari-
bus, his quoque ramulos axillares aequantibus; bracteolis florigeris minutis, filiformi-
linearibus, quam florum pedicelli permulto brevioribus. Flores 40—45 mm longi, -
pedicellis gracilibus, = 10 mm longis stipitati; sepalis ad 9 mm connatis, a basi usque
ad spinulam apicalem conspicuam recurvo-patentem 13 mm longis sed latere dextro in
alam maximam, spinula terminali iterum 7 mm altiorem dilatatis. Petala rubra (ex
collect.!) sepalis + 20 mm longiora ceterum ob conservationem accuratius non descri-
benda. Ovarium clavatum, 10 mm longum.
| Brasiliae civit. Minas Geraës, in Serra da Conceicäo (da Mantiqueira)
arboribus epiphyta: Sitverra in herb. Comm. Geogr. et Geol. de Minas
n. 8. — Floret Julio. (Herb. Berol.)
Obs. A peraffini simillimaque P. Petropolitana inflorescentia compactiore indu-
mentoque primo intuitu differt.
Dyckia horridula Mez n. sp.; foliis margine conspicue aciculoso-spi-
nosis; vaginis scapalibus quam internodia multo brevioribus, integerrimis
vel serrulatis; inflorescentia perlaxe subracemosa; bracteis e late ovato
Jonge acutis, flores subaequantibus; floribus breviter nunc brevissime stipitatis ;
-sepalis apice late acutiusculis; petalorum laminis stamina perlonge superan-
‘tibus; filamentis ultra tubum petaleo-stamineum usque ad apicem tubulose
connatis; stylis 3 brevissimis, capitulatim conglutinatis.
Florifera infra 0,4 m alta; rhizomate erecto brevi, percrasso, amylo repleto, folio-
rum delapsorum cicatricibus rudimentisque dense transverse striatim induto. Folia ad
0,15 m longa, subtus juniora sub lente lepidoto-puberula adultiora fere omnino glabrata.
supra glabra, spmulis usque ad 2 mm longis, tenuissimis optime aciculiformibus, rectis,
patentibus vel suberectis, brunnescentibus dense horridula. Scapus glaber, simplicissi-
mus, vaginis ex anguste ovato sensim longe pungenterque acutis praeditus. Inflores-
‘centia perpauci- (3—5-)flora, folia triplo vel ultra superans, glabra; bracteis subpaten-
tibus, integerrimis. Flores suberecti, pedicellis primum brevissimis tune paullo auctis
usque ad 2,5 mm longis stipitati, vix ultra 7 mm longi, lutei (ex cl. Grazıou!); sepalis
ovato-triangularibus, apice acutiusculis, = 6 mm longis. Petala sepalis paullo tantum
(4 mm) longiora, nullo modo ungulata ita ut lamina distincta vix appareat, satis con-
cava, elliptica, acutiuscula. Stamina petalis permulto (duplo v. paullo ultra) breviora;
antheris brevissimis (1,75 mm) linearibus, apice subrotundatis, vix recurvis. Ovulorum
ala lateralis maxima, vexilliformi-falcata.
Brasiliae civit. Goyaz, ad Rio Descoberto, prope Capelinha, terrestris
eampicola: Giaziou n. 22494. — Floret Octobri. (Herb. Berol., Mez.)
Obs. Species persingularis, ex habitu characteribusque generalibus certissime
Dyckia, sed petalis exungulatis a generis formis reliquis mox distinguenda.
Dyckia eminens Mez n. sp.; foliis margine conspicue spinosis; vaginis
scapalibus internodia superantibus vel summis aequantibus, super basin am-
plexicauli-dilatatis, margine valde serrulatis; inflorescentia simplicissima laxe
racemosa; bracteis sepala aequantibus e late ovato inferioribus acuminatis
superioribus acutis; sepalis apice late rotundatis; petalorum lamina per-
:onspicua stamina longe superante; filamentis ultra tubum petaleo-stami-
neum liberis; stylo brevissimo.
Florifera metralis vel paullo ultra. Folia + 0,3 m longa, medio 20 mm lata, e
i in apicem horride pungentem sensim angustata, dorso tenuissime peradpresseque
6 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
lepidota, spinulis distantibus Æ 4 mim longis, uncinatis, corneis armala, Scapus vali-
dus, in vivo lepidoto-furfuraceus siccus Æ glabratus, vaginis super basin paullo angus-.
tiorem dilatatis hoc parte scapum involventibus tum in acumen longum apice pungens
productis praeditus. Inflorescentia submultiflora, dense furfuracea; bracteis reflexis, dorso
+ furfuraceis, inferioribus ad 20 mm longis. Flores pedicellis perconspicuis sed infra
5 mm longis stipitati = 44 mm longi, patentes vel patenti-reflexi; sepalis late ellipti-
cis, = 9 mm longis. Petalorum laminae suberectae, trapeziformes, carinatim com-
plicatae, paullo undulatae. Antherae 3 mm longae, valde spiraliter revolutae. Ovulo-
rum alae satis asymmetricae.
Brasiliae civit. Goyaz, loco non indicato: Grazıou n. 22 192%
(Herb. Mez.)
Lindmania Rusbyi Mez n. sp.; foliis basi spinulis paucis parvisque
praeditis, apice perlonge filiformi-acutis nec pungentibus; vaginis scapalibus
internodia perlonge superantibus, integerrimis; inflorescentia submultiflora,
bi- vel tripinnatim panniculata, axibus glabris; floribus conspicue secunde
versis; staminibus quam petala brevioribus.
Florifera semimetralis. Folia = 0,2 mm longa, ad 25 mm lata, linearia, apicem.
versus perlonge acuta et im acumen tenue longe filiforme desinentia, explanata vel de-
curvata, ut videtur dimorpha altera angustiora manifestius altera latiora obscure spinu-
losa, supra glabrata pallide viridia, subtus densissime lepidota alba, membranaceo-
chartacea. Scapus gracilis, erectus, glaber, vaginis stricte erectis, omnibus in acumen
perlongum optime filiforme desinentibus dense indutus. Inflorescentia laxa, = 0,3 m
longa; ramis curvatim ascendentibus virgato-elongatis, tenuissimis, laxiuscule 8—15-
floris; bracteolis florigeris late ovatis, acutis, minutissimis (supremis vix 4 mm longis),
membranaceis. Flores bene nutantes, 3 mm longi; sepalis ovato-ellipticis, rotundatis,.
4.5 mm longis. Petala sepalis duplo longiora, ut videtur virentia.
Boliviae prov. Jungas: Russy n. 2571. (V. s. a cl. Rusby com-
munic. }
Obs. A peraffini L. Weddelliana, cui habitu bene congruit, imprimis foliis apice
liliformibus nee pungentibus, floribus minoribus differt,
Hechtia myriantha Mez n. sp.; inflorescentia amplissima, densiuscule
tripinnatim panniculata, ramulis elongatis cylindrice flores gerentibus; brac-
teolis sepala aequantibus vel iis paullo tantum brevioribus; pedicellis brevi-
bus, vix ultra 1,5 mm longis; sepalis (explanatis) apice rotundatis, ferru-
cineo-lepidolis mox glabrescentibus; petalis infime tantum minutissime.
connalis, apice optime rotundatis; ovario (in flore Q sterili) glabro.
Folia semimetralia vel ultra, sinuatim spinis maximis, corneis, sursum uncinalis
horrida, adulla supra glabra subtus lineatim albida et prope basin in marginis sinubus
barbis magnis albis e lepidibus villosis formatis praedita, Scapus ignolus, Inflorescen-
lia e fragmentis miht cognilis certe metralis vel ultra, brunnescenti-furfuracea; bracteo-
lis florigeris Æ 5 mm longis, ex ovato oplime acutis. Flores 5 tantum cogniti ad
6 mm longi, sepalis 3,5 mm longis, squamiformi-ovatis, Petala subelliptica, valde cons
cava, albida, Stylus ex ovariis in floribus 5 rudimentariis absque dubio adest,
Mexico, ad Barranca de S, Maria Tlatetla prope Mirador: Liesmann,
Herb. Haun.)
Hechtia Liebmannii Mez n. sp.; inflorescentia amplissima, laxe tripinna-
lim panniculata, ramulis clongatis, remote flores gerentibus; bracteolis mis
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 7
_nutis quam sepala permullo brevioribus; pedicellis conspicuis + 3 mm
longis; sepalis apice acutiusculis; petalis omnino liberis, triangularibus, late
. acutis; ovario glabro.
q Folia cum scapo ignotä. Inflorescentia absque dubio maxima (plurimetralis), gla-
bra; axi 20 mm diam. metiente, in bractearum primariarum axillis ramulos semper
_ complures (sueto 3) collaterales, crassos, == complanatos, dissite flores gerentes, vix
ultra 80 mm longos procreante, bracteolis florigeris pedicellos aequantibus, pellucido-
-membranaceis, anguste triangularibus. Flores Q tantum cogniti = 7 mm longi; sepalis
2,5 mm metientibus, quam petala stricte erecta subduplo brevioribus. Androecei exstant
_ rudimenta filiformia. Ovarium maximum (petala longe superans), pyramidatum, stigma-
—tibus 3 sessilibus.
Mexico, in rupibus prope Chinantla, dept. Puebla: Liesmann. —
Floret Julio. (Herb. Haun.)
Vriesea modesta Mez n. sp.; foliis apice acutis et manifeste sub-
pungenti-mucronatis, haud pictis, ensiformibus; scapo stricte erecto vaginis
internodia superantibus; inflorescentia simplicissima laxiuscule pinnatimque
- disticha pauciflora, folia aequante; bracteis optime carinatis, valde incurvis,
luteis apicem versus rubentibus, haud punctulatis, inferioribus saltem quam
sepala manifeste brevioribus; floribus stricte erectis; sepalis latis, explana-
lis apice rotundatis; ovulis cornutis.
Florifera ad 0,3 m vel paulo ultra alta. Folia e vagina ut videtur pallide vio-
lascente absque dubio laete viridia, Æ 0,3 m longa, 25 mm lata, super vaginam longe
… mänifesteque angustata, glabriuscula. Scapus vaginis late elliptieis, ut videtur satis infla-
lis dense involutus. Inflorescentia = 420 mm longa, 30 mm lata, circuitu breviter
linearis vel lanceolata rhachi valde geniculata a bracteis haud obtecta insignis; bracteis
_explanatis late ellipticis, acutis, a latere visis praesertim summis valde uncinatim incur-
vis, == 40 mm longis, 42 mm latis. Flores pedicellis brevibus quidem sed conspicuis
crassis stipitati; sepalis = 34 mm longis. Petala cum genitalibus fructuque ignota.
Brasiliae civit. Minas Geraés, in Serra da Mantiqueira arboribus epi-
. phyta: de Magelhaes n. 1020. — Floret Aprili. (Ilerb. Berol.)
Obs. Species optima, Fr. psittacinae ob inflorescentiam laxam comparanda, ta-
- men speciebus inflorescentia flabellata praeditis, praesertim Vr. 2ncurvae proxime
accedit.
Vriesea Mülleri Mez n. sp.; foliis apice subrotundatis, haud macu-
latis, linearibus; vaginis scapalibus internodia longe superantibus; inflo-
rescentia optime panniculata; bracteis ovato-ovalibus, optime distichis nec
secunde versis, remotis nec per anthesin sibi incumbentibus, rubris, sepala
subaequantibus, apicem rectum versus paullo carinalis; floribus suberectis ;
_sepalis explanatis anguste elliptieis, acutis; petalis lingulatis, biligulatis;
ovulis caudatis.
| Florifera ad 0,7 m alta. Folia + 0,3 m longa, 30 mm lata, viridia basin versus
vinoso-rubentia, glabra. Scapus validus, erectus, vaginis elliptico-triangularibus dense
- indutus. Inflorescentia submultiflora, ramulis erectis vel suberectis, brevibus (Æ 0,13 m),
“optime pinnatis; bracteolis brevissime lateque acutis, ad 35 mm longis. Flores + 45 mm
longi, breviter sed manifeste crasseque pedicellati, sepalis ad 30 mm longis, haud cari-
natis. Petala cum genitalibus imperfecte cognita) ut videtur stamina superantia ?
8 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 67.
Brasiliae civit. Sta. Catharina, prope Blumenau: F. Müzcer. (Herb.
Mez. )
Obs. Habitus hybridae V. Philippo-Coburgi cum specie quadam dubia, fortasse
Vr. glutinosa?
Tillandsia Seleriana Mez n. sp.; foliis basi bulbum percrassum ef-
formantibus, utrinque densissime lepidibus magnis, palaeaceis obtectis recurvis,
nee spiraliter tortis; inflorescentia subdigitatim e spicis 5—7 aequalibus,
flabellatis, ad 6-floris composita; bracteis florigeris paullo imbricatis axes
non nisi imperfecte obtegentibus, foliorum ritu densissime lepidibus maximis
pruinosis, sepala superantibus vel summis aequantibus, coriaceis; floribus
erectis; sepalis antico cum reliquis brevissime, posticis binis inter sese ad
5—6 mm connatis; petalis tubulose erectis, quam stamina brevioribus; stylo
perlongo.
Epiphyta, acaulis, florifera = 0,25—0,3 m alta. Folia multa densissime rosulata
basi in vaginas maximas, latissime ellipticas, dense bulbiformi-imbricatas, utrinque sed
praesertim dorso densissime lepidotas, haud pietas dilatata, stipitiformi-convoluta sicea
saltem fere terelia, usque ad 0,25 m longa inflorescentiam subaequantia vel paullo
breviora, apice tenuissima nec filiformia, sieca brunnescenti-incana micantiaque, perri-
gida. Scapus brevis, erectus, omnino vaginis iis foliorum rosulae similibus et in laminas
normales desmentibus obtectus celatusque. Inflorescentia spicis ad 40 mm longis, vix ultra
10 mm latis, lanceolatis bene compressis; bracteis primariis omnino vaginis scapalibus
isomorphis inferioribus in laminas parvas normales spicas axillares aequantes vel paullo
superantes productis superioribus quam spicae axillares brevioribus, omnibus membra-
naceo-coriaceis, densissime et pruinose lepidotis; bracteolis florigeris erectis, Æ 9 mm
distantibus margine membranaceis, basi paullo impressis, acute connatis, summis leviter
uncinatim ineurvis, aculis, == 20 mm longis 10 mm latis. Flores brevissime pedicellati
fere sessiles appellandi, genitalibus ignotis ad 35 mm longi; sepalis coriaceis, dorso glabris
nilidisque et prominenti-venosis, apice rotundatis. Petala sepalis 45 mm longiora, Ova-
rium graciliter pyramidatum, in stylum tenuem perlongum transiens. Fructus ignotus,
Patria ignola, aut Mexico aut Guatemala: Gaec. et Ep. Serer n. 3439.
(Herb. Berol.)
Obs, Et habitu et characteribus peraffinis T. pruinosae, cujus formam perluxu-
riantem aestimarem, nisi inflorescentia percomposila magis ad 7. streptophyllam, T. va-
riegalam etc. approximetur.
Tillandsia Rothschuhiana Mez n. sp.; foliis dense utriculatim ro-
sulalis, ulrinque sed praesertim sublus lepidibus minutis, crebris, adpressis,
albidis conspersis, apice aculis; scapo ereclo, vaginis internodia permani-
feste superantibus induto; inflorescentia bipinnalim disticheque panniculata,
axibus glabris; spicis omnibus subsessilibus, stricte erectis, flabellatis, =E
10-floris; bracteolis florigeris sepala paullo sed constanter superantibus;
floribus ereetis; sepalis liberis, asymmetricis.
Epiphyta (ex el, Rornsenun!), acaulis, florifera fere semimetralis, Folio basi in
vaginam maximam, interioribus late ellipticam, utrinque densissime lepidibus minulis
adpressisque brunneis ipsam brunneam margine praesertim prope apicem membrana
castanea pellucida cinctam dilatata, Æ 0,25 m longa, medio 20 mm lata, lingulata,
apicem sensim aculum usque stricta, ex siéco superne maculis paucis triste coloratis
ornata, charlacea, Scapus validus, glaber, folia paullo superans, vaginis stricte erectis
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 9
adpressisque, dorso sicut folia lepidotis, apice haud laminigeris involutus. Inflorescentia
ubmultiflora, densa, folia subduplo superans; rhachi paullo undulata; spicis rectis, stric-
lissime erectis, e bracteis primariis magnis, ovatis, item stricte erectis, rigidis, mediis
Superioribusque sallem dorso glabris emergentibus, usque ad 45 mm longis, floriferis
9 mm latis, circuitu lanceolatis, glabris; bracteolis florigeris densissime imbricatim sibi
-incumbentibus, rigidiusculis, glabris, laevibus, opacis, valde concavis nec carinatis, apice
“obtusis, = 7 mm longis. Flores luteo-rubentes (ex cl. Rorascauu!), sessiles; sepalis
‘rigidiusculis, glabris laevissimisque, = 6 mm longis, apice late rotundatis, latere dextro
“in alam parvam dilatatis. Petala cum genitalibus mihi ignota.
Nicaragua, in collibus prope Jimotega, silvae humilis arboribus cae-
‘sis epiphyta: Roruscuvn n. 54. — »Torito« incolis. — Floret Februario.
(Herb. Berol.)
Tillandsia Palmana Mez n. sp.; foliis dense utriculatim rosulatis,
utrinque lepidibus minutis, adpressis, albidis crebris conspersis, apice ro-
-tundatis; scapo erecto, vaginis internodia exacte aequantibus vel inferiori-
bus paullo superantibus praedito; inflorescentia bipinnatim panniculata, axi-
bus glabris; spicis omnibus subsessilibus, suberectis, flabellatis, usque ad
14-floris; bracteolis florigeris sepala paullo sed constanter superantibus; flo-
_ribus erectis; sepalis liberis, asymmetricis.
| Epiphyta, acaulis, florifera usque ad 0,6 m alta. Folia + 45, basi in vaginam
| maximam, latissime ovato-ovalem exterioribus fere orbicularem, utrinque densissime
lepidibus minutis adpressisque umbrinis obtectam ipsam umbrinam, margine prope api-
cem membrana subatra pellucida cinctam dilatata, = 180 mm longa, medio 25 mm
lata, lingulata, apice anguste rotundata acumineque imposito reflexo-crispato aucta, ex
sicco hine inde maculis triste coloratis dissitis ornata, sicca quoque plana nec involuta,
coriacea. Scapus gracilis, glaber, folia duplo vel ultra superans, vaginis paullo inflatis,
- dorso lepidibus pallidis peradpressisque cinereis, apice haud vel vix laminigeris involutus,
‘Inflorescentia multiflora, perlaxa, folia perlonge superans; axibus omnibus rectis; spicis
haud curvatis, usque ad 60 mm longis, in statu florifero 7 mm latis, circuitu anguste
linearibus, glabris; bracteis primariis suberectis, dorso lepidotis, quam spicae axillares
permulto brevioribus; bracteolis florigeris imbricatim sibi incumbentibus, coriaceis, dorso
juvenilibus paullo lepidotis celerrime glabratis, laevibus, valde concavis nec carinatis,
“explanatis latissime ovatis, apice obtusiusculis, & 8 mm longis, explanatis 5 mm latis.
Flores sessiles; sepalis coriaceo-rigidis, dorso glabris laevissimisque, 6—7 mm longis,
ellipticis, apice late rotundatis, latere dextro in alam magnam productis. Petala ignota.
“Ovarium ellipsoideum, apice subito in stylum crassiusculum, duplo breviorem contrac-
tum. Capsula matura usque ad 48 mm longa, prismatica, acuta, basin usque de-
- hiscens; seminibus coma nivea appendiculatis.
Costarica, prope la Palma, alt. 1500—1700 m, arboribus epiphyta:
oxpuz in herb. inst. physic.-geogr. Costaric. n. 9710. — Floret fructificat-
que Julio. (Herb. Bruxell.)
Tillandsia Tonduziana Mez n. sp.; foliis densissime rosulatis bulbum
Magnum efformantibus laminis stipitiformi-involutis, dense adpresseque lepi-
dotis incanis; scapo erecto, vaginis internodia superantibus induto; inflores-
centia subpauciflora, bipinnatim panniculata; spicis + 6-floris, glabriusculis,
pinnatis, optime distichis nec secunde florigeris; bracteolis florigeris nec
imbricatis nec axes obtegentibus, dorso lepidotis, quam flores multo bre-
vioribus; floribus suberectis; sepalis liberis, asymmetricis.
10 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67.
Epiphyta, acaulis, florifera ad 0,25 m alla. Folia permulta basi in vaginam maxi-
mam, latissime elliptico-ovatam, valde concavam, utrinque. densissime lepidibus minutis
peradpressisque badiis conspersam ipsam badiam dilatata, = 130 mm longa, super va- —
ginam ad 45 mm lata, persensim in apicem tenuiter stipitiformem angustata, tota lon-
gitudine marginibus involuta ipsa fistuloso-stipitiformia, coriacea, irregulariter tortuosa,
omnia apice uncinatim recurvata. Scapus tenuis, cinereo-lepidotus demum glabratus,
vaginis tubulose convolutis paullo tantum inflatis, in laminas breves nunc spiraliter nunc
uncinalim recurvas desinentibus, dense adpresseque cinereo-lepidotis omnino obtectus.
Inflorescentia folia subduplo superans, axibus adpresse cinereo-lepidotis demum glabra-
lis; rhachi quam maxime geniculata; spicis omnibus distiche e rhachi provenientibus,
brevissime stipilatis, refractis; bracteis primariis late ovato-lanceolatis, valde concavis,
inferioribus mediisque ramulos axillares aequantibus vel paullo superantibus; bracteo-
lis florigeris latissime ovatis, subacutis, patentibus, vix ultra 3 mm longis. Flores
sessiles; sepalis subobovatis, apice -valde obtusis et latere dextro in alam magnam ro-.
tundatam productis, coriaceis, 4—5 mm longis. Capsula 45 mm longa, cylindrico-pris- —
inatica, valvis dorso allutaceis vix rugosis, intus subatris; seminum coma nivea.
Costarica, prope la Palma, alt. 4500—1700 m, arboribus epiphyta:
Toxpuz in Herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 9708, — Floret fructificatque
Julio. (V. s. in herb. Bruxell.)
Obs. Species habitu 7. Schumannianae e Columbia allatae similis, cui tamen
dilfert scapo altiore, inflorescentia haud ferrugineo-lepidota etc. — In systemate meo
inter 7. adpressam et T. Jenmani inserenda.
Tillandsia Augustae regiae Mez n. sp.; statura minore; foliis rosula-
lis, glabriuseulis; inflorescentia laxiuscule bipinnalim panniculata; spicis 2
‘—3)-floris, optime pinnatis, inferioribus patentibus omnibus quam bracteae
primariae brevioribus vel summis ea aequantibus ; bracteolis florigeris quam
sepala brevioribus, obtuse carinatis; sepalis subaequaliter liberis.
Acaulis, florifera ad 0,35 m alta. Folia pulcherrima, in viridi elegantissime rubro-
picla a 20 dense subutriculatimque rosulata, basi in vaginam magnam, ovato-ovalem
dilatata, lingulato-linearia, apicem subacutum versus breviter angustata, Æ 0,18 m longa,
medio ad 28 mm lata, ut videtur vix rigida. Scapus validus, erectus, vaginis mullis
ommino foliaceis erectis vel superioribus suberectis, internodia oplime superantibus dense
involutus, glaber, folia subaequans, Inflorescentia quam in affinibus speciebus multo latior
nullo modo cylindrica dicenda, = 0,45 m longa, (bracteis computatis) ad 80 mm diam,
meliens; bracteis primariis amplissimis, inferioribus mediisque breviter foliaceis sum-
mis e latissime ovato triangulo-acutiusculis, satis concavis, propter situm patentem vel
uperiorum subpatentem nullo modo imbricatis; spicis omnibus manifeste stipitatis, axi
ultra florem ullimur semper longe producto bracteas nonnullas steriles procreante; brac-
leolis florigeris glabris, laevibus, satis navicularibus, nec imbricatis nec axes obtegenti-
bus, 5 42 mm longis, apice rotundatis, Flores plane sessiles, suberecti, non nisi
fructiferi cogniti; sepalis dorso glabris, laevissimis, ad 45 mm longis, elliptieis, apice
late truncato-rotundatis minuleque asymmetrice emarginatis, Petala cum genitalibus
“nota. Capsula perlonga 80 mm), eylindrieo-prismatiea, apice acutiuscula nec rostrata,
laevis,
Columbia, in Quindiu montibus, reg. temp. (2000—3000 my): Se-
renissima princepsfemina Tuenssa Basuvanıan. (V. in spirit, vini conserv.)
Obs, Species pulcherrima distinctissimaque, ex alfinitate 7. donoehromae, T, hiflo-
rae numine serenissimae invenlrieis in honorem matris denominata,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 11
| Tillandsia goyazensis Mez n. sp.; statura minore; foliis haud bulbose
- rosulatis, dense lepidibus einereo-albidis maximis obtectis insigniter pruinose
micantibus; inflorescentia subdigitatim disticheque bipinnatim panniculata;
spicis densissime dispositis, flabellatis, 6—7-floris, bracteas primarias per-
- longe superantibus; bracteolis florigeris dorso valde prominenti-venosis,
‘glabris vel minute tantum lepidotis; floribus ereelis; sepalis posticis binis
- ad 3 mm altius quam cum antico inter sese connalis; petalis stamina supe-
_ rantibus.
Acaulis, florifera infra 0,3 m alla. Folia = 20 dense fasciculatim rosulata, basi
in vaginam inconspicuam et a lamina aegre discernendam, infime glabram superne
praeserlim dorso lepidotam producta, usque ad 220 mm longa, 47 mm lata, fere e basi
perlonge in apicem filiformi-acutum angustata, rigida, tota longitudinaliter mvoluta vel
complicata apicem versus subulata. Scapus validiusculus, erectus, foliis paullo brevior,
dense vaginis apice stipitiformi-acutis, dorso micanter sicut folia lepidotis, stricte erectis
internodiaque superantibus involutus, Inflorescentia submultiflora, folia paullo sed ul
videtur constanter superans, Æ 80 mm longa; bracteis primariis lingulatis, dorso sicut
scapi vaginae lepidotis, optime distichis, stricte erectis; spicis subsessilibus, valde sibi
_approximatis, pulcherrime rubris, rhachi taliter insertis ut facies duo applanatae coelum
_ terramque versus spectent (spicarum acies horizontales nec verticales!), basi bracteis 2—
3 sterilibus acutis, convexiusculis, circuitu lanceolatis, = 50 mm longis, 8 mm latis,
apice sensim auclis, ex stricte erecto nonnunquam fere insensim decurvis; bracteolis
florigeris erectis, dense imbricatim sibi ineumbentibus, charlaceis, hyalino-marginalis,
breviter acutis suelo minute mucronulatis, == 80 mm longis, sepala oplime superantibus.
Flores fere sessiles, = 20 mm longi; sepalis chartaceis, dorso glabris laevibusque, ex-
planatis ovalo-lanceolalis, apice breviter acutis minutissimeque mucronulatis, = 47 mm
longis. Petala sepalis ad 3 mm longiora, ex sicco alba, laminis anguste ellipticis, apice
rotundatis, per anthesin erectis. Stamina antheris 4—5 mm longis, linearibus, prope
basin dorsifixis. Ovarium prismatico-pyramidatum, in stylum perlongum gracilemque
transiens. Fructus ignotus.
Brasiliae prov. Goyaz: GLaziou n. 22196. (Herb. Mez.)
Obs. Species ex intima affinitate Argentinensium quaerundam nempe 7. Lorent-
nvanae, T. vernicosac, T. didistiehae. Habitu imprimis 7. vernicosae, characteribus T.
- Lorentxtanae accedit, ab utraque tamen momentis haud levibus satis distincta.
Tillandsia linearis Vell. (Flor. Flumin. IL t. 128; Mez in Flor. Brasil.
- p. 608 et Monogr. p. 860). — E specimine a cl. Graziou sub n. 22197
transmisso florifero identitas cum 7. Selloa C. Koch (Ind. sem. hort. Berol.
1873, Mez Monogr. p. 672) adhuc absque petalis tantum cognita plane
elucet. Descriptioni speciei adde: Petala (vix non coerulea) laminis expla-
natis, maximis (10 mm longis et fere aequilatis), suborbieulari - rhomboi-
deis. — 7. Selloae nomen ex prioritatis legibus delendum. (Herb. Mez.)
II, Lauraceae.
Cryptocarya minutiflora Mez n. sp.; ramuli glaberrimi cortice aro-
matico. Folia sparsa, rigida, glaberrima, subtus glaucescentia, lanceolata,
basi acuta apice acuminata, supra fere laevia subtus densissime prominulo-
reticulata. Inflorescentia (non nisi juvenilis descriptioni adest) pauciflora,
12 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
ferrugineo-subsericea. Flores subsericei, vix ultra 4 mm longi. Perianthii —
tubus brevis; lobi tubo longiores (num in statu juvenili tantum?), ovati,
acuti, androeceum superantes. Filamenta perianthio adnata. Antherae |
ovatae, apicem versus angustatae, connectivo vix producto apice truncatae.
Glandulae sessiles. Stylus ovarium subaequans.
Arbor vel frutex ramulis teretibus, castaneis, gemmis ferrugineo-subsericeis. Folia
petiolis usque ad 6 mm longis, profunde canaliculatis praedila, = 60 mm longa, 20 mm
lala, penninervia, costis e nervo medio sub angulo 50—60° prodeuntibus, margine fere
plano. Inflorescentia axillaris, paupere paniculata subracemosae speciem praebens,
erecta, foliis permulto brevior, pedicellis brevissimis. Androeceum filamentis parce pilo-
sis; glandulis parvis; slaminodiis ser. IV. sagittiformibus, subsessilibus, apice barbatis,
Ovarium glabrum, lageniforme, stigmate obtuso. Fructus ignotus.
Brasilia: loco non indicato: Grazıou n. 18437 (herb. Berol.).
Boldus costaricensis 0. Ktze. (Revis. II. p. 569). Diagnosi in Monogr.
Laurac. p. 27 datae adde fructus descriptionem :
Bacca optime ellipsoidea, apice styli rudimentis minutissime mucronulata, =~
15 mm longa, 6 mm diam. metiens, cupulae satis incrassatae sensimque in pedicellum
Iranseunti, margine perianthii lobis persistentibus optime 6-dentatae insidens, fere om-
nino exserta.
Costarica: ad Rio Segundo ripas altit. 2000 m: Tonduz in herb.
inst. phys.-geogr. Costaric. n. 4794. (Herb. Bruxeur.)
Ajouea Schwackeana Mez n. sp.; ramuli glabri. Folia coriacea,
glaberrima, elliptico-lanceolata, basi acuta apice breviter sed manifeste acu-
minata, penninervia, utrinque prominulo-reticulata, margine non incrassato.
Inflorescentia glabra, laxe paupereque panniculata, foliis brevior. Flores
zlabri, 2 mm longi. Perianthii tubus conspicuus, lobi subrotundati. Androe-
ceum seriebus 3 exterioribus fertilibus, quarta tantum staminodiali. An-
therae locellis magnis, elongalis connectivo paullo tantum producto apice
aculiusculae. Staminodia ser. IV. longe stipitata. Stylus ovario paullo
brevior.
Arbuseula (ex cl. Scuwacke!) ramulis gracillimis, glabris, haud glaucescentibus
adullis brunneis, teretibus, gemmis ochraceo-subsericeis, cortice esipido. Folia petiolis
ad 40 mm longis, canaliculatis stipitata, sparsa, == 65 mm longa, 35 mm lata, supra.
obsoletius subtus prominenti-reticulata, costis binis infimis suberectis et folio subtripli-
nervis speciem praebentibus, superioribus subpatentibus. Inflorescentia haud glaucescens
pedicellis ad 8 mm longis gracillimis, bracteolis celerrime deciduis. Flores minime
glauci, vivi virides (ex cl. Scuwacke!), 2mm longi; perianthii tubo magno, apice bene
constricto, acuminalim in pedicellum transeunte, Limbi segmenta genitalibus satis lon-
zıora, aequalia, Filamenta antheras subaequantia, margine pilosa, ser, III. basi glandu-
lis binis exacte globosis, flavido-viridibus auctis, Antherae ser, L, I. bene introrsum,
er, II extrorsum dehiscentes; ser, exteriorum ovalae, apicem versus sensim atlenuatac,
Staminodia ser, IV, magna, stipibus longis valde pilosis elata. Ovarium glaberrimum
ovordeum; stylo crassiusculo tereti, stigmate obtuso, Fructus ignotus,
Brasilia: civil. Minas Geraés, in Serra da Jucuba: Scuwacke n. 8742.
‘Herb. Berol., Mez.)
Obs, Peraffinis adest planta a cl. Scuwacke n, 8836 (= GLaziou n, 20 441) inter
Ouro Preto et Cachoeira do Campo collecta apud GLaziou monstrosa tantum edita, quam
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 13
e floribus perjuvenilibus mihi traditis Ajoueae Severini congenerem aestimandam puto.
Differt tamen a typo Severin n. 439 inflorescentia viridi nec glauca, habitu, An haec
oque nova species, A. Severini et Schwackeanae intime affinis ?
_~ Ajouea marginata Mez n. sp.; ramuli novelli pilis longissimis, ochraceo-
ferrugineis pubescentes. Folia coriaceo-rigida, adulta glabra, latissime ellip-
_tica, utrinque breviter nunc brevissime acuminata, optime trinervia, utrin-
“que prominulo-reticulata, margine quam maxime incrassata. Inflorescentia
glabra, paullo glaucescens, folia bene superans. Flores glabri, 2—2,5 mm
longi, perianthii tubo lobos quam genitalia vix longiores subaequante. An-
droeceum seriebus 2 exterioribus fertilibus, 2 interioribus staminodialibus.
“Antherae filamentis paullo longiores, introrsae, connectivo haud vel vix
producto apice acutae. Staminodia ser. IV. sessilia. Stylus ovario paullo
longior.
| Arbor vel frutex ramulis celerrime glabratis badiis vel castaneis, teretibus, gemmis
“iomentosis, cortice esipido. Folia petiolis usque ad 40 mm longis (e maximis totius
- familiae), levissime tantum canaliculatis basin versus omnino teretibus, sparsa, rigida,
novella longe flavido-pilosa sed celerrime glabrata, sicca laete vel flavescenti-viridia sub-
tus juniora paullo glaucescentia adulta concolora, = 120 mm longa, 70 mm lata. In-
florescentia permultiflora, amplissima, elongata, pedicellis 2—5 mm longis, bracteolis
4 diu persistentibus. Flores perianthii tubo conico, apice haud constricto basi sensim in
pedicellum attenuato; limbi segmentis latissime ellipticis, apice triangulo-acutiusculis.
_ Staminodia ser. IL. liguliformia, basi glandulis binis parvis praedita; ser. IV. perlonge
acuminatimque acuta. Ovarium glaberrimum, subglobosum stigmate obtuso.
| Brasiliae civit. Goyaz: Grazıou n. 22050. (V. s. in herb. Berol.,
Mez.)
| Obs. Species pulcherrima, notis permultis Ajoueae ellipticae accedens, tamen
distinctissima, foliorum margine quam maxime incrassato jam sterilis perinsignis.
Ajouea farinosa Mez n. sp.; ramuli novelli dense ochraceo- vel flavido-
tomentosi. Folia coriaceo-rigida, adulta perfecte glabrata, elliptico-lanceo-
lata, basi breviter acuta apice brevissime et saepius obscure acuminata,
penninervia, utrinque praeter costas subtus paullo prominulas laevia, mar-
gine vix incrassata. Inflorescentia pilis longis + dissitis insignis et insuper
valde albo-pruinosa, foliis brevior. Perianthii tubus lobos quam genitalia
-vix longiores subaequans. Androeceum seriebus 2 exterioribus fertilibus, 2
- interioribus staminodialibus. Antherae filamentis paullo breviores, introrsae,
_connectivo paullo producto apice acuminatae. Staminodia ser. IV. brevissime
stipitata. Stylus ovario fere duplo longior.
Arbor vel frutex ramulis mox glabratis castaneis, subteretibus, gemmis dense
flavido-tomentosis, cortice esipido. Folia petiolis usque ad 45 mm longis, levissime
analiculatis, basin versus incrassatis, sparsa, novella utrinque pilosa adultiora praeter
petiolos laminaeque basin pilosam glabrata mox omnino pilis destituta, opaca, sicca
laete viridia, = 420 mm longa, 45 mm lata, costis non nisi filiformi-prominulis adscen-
dentibus. Inflorescentia multiflora, ample panniculata, pedicellis 3—6 mm longis, brac-
teolis diu persistentibus. Flores manifeste ‘sparse pilosi, 3 mm longi; perianthii tubo
apice haud constricto, late conico, subito in pedicellum contracto; limbi segmentis ovatis,
late triangulo -acutis. Filamenta manifeste sed breviter pilosa. Staminodia ser. II.
14 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67
maxima, crasse liguliformia; ser. IV. magna, subfoliolacea, apice longe acuta. Ovarium
elobosum in stylum subduplo longiorem contractum, stigmate obluso.
Brasiliae civit. Goyaz: GLazrou n. 22054. (V. s. a cl. Graziou me-
cum benigne communic.) |
Obs. Inflorescentia (item sparse pilosa) maxima foliaque longe superante diftert
Glaziovii n. 22 053, attamen differentiae analyticae desunt et axes novelli indumento con-
gruo obtecti. Sed inflorescentia haud pruinosa et habitu recedit. Num nova sit species
vel proximae A. farinosae adnumeranda, difficillimum est dijudicatu.
Endlicheria Lhotzkyi Mez (Berl. Jahrb. V. 122); adsunt e diversis.
collectionibus et flores masculini et fructus, adhuc ignoti. Adde descrip-
tioni: Inflorescentia Z' multiflora, ex amplioribus, folia subaequans vel iis
paullo brevior; flores parvi (vix 2)mm), perianthii tubo quam in floribus
© minore; filamentis quam antherae paullo longioribus, latere longe parce-
que pilosis, ser. IT. prope basin glandulis binis subglobosis, perconspicuis,
subsessilibus auctis; antheris vix longioribus ac latis, e basi ovata sensim
apicem versus angustalis demum rotundatis; staminodiis nullis; ovario valde —
reducto, stipitiformi. Bacca parva (== 10 mm longa), ovoidea, apice acu-
liuscula, pedicello turbinatim incrassato, we ianthii subpersistentis lobulis —
coronato insidens.
Brasiliae civil. Mato Grosso, prope S. Cruz da Barra do Rio dos
Bugres: Linpman in herb. Regnell. A, 3153 et loco non indicato: Spencer
Moore 518 (herb. Berol., Mez.).
Persea fusca Mez n. sp.; folia petiolata, juniora ulrinque dense fer-
rugineo-velutina adulta supra omnino glabrata, elliptica vel ovato-elliplica,
basi rotundata, apice brevissime obtuseque acuminata. Inflorescentia mulli-
flora, dense ferrugineo-velutina, thyrsoideo-panniculata, folia optime su-
perans. Limbi segmenta exteriora interioribus subduplo breviora. Androe-
ceum seriebus 3 fertilibus; filamentis longe pilosis quam antherae 411/,-plo
longioribus; glandulis catia, basi filamentis ser. IN. adnatis; antheris
omnibus 4-locellatis, ser. exterior, apice late obtusis emarginatisque. Ova-.
rium dense longeque pilosum, stylo 11/,-plo longiore.
Arbor vel frutex ramulis pervalidis, apice dense ferrugineo-tomentosis, sero gla- —
brescentibus subatris, leretibus, gemmis lomentosis, cortice esipido valde mucoso, Folia
petiolis usque ad 8 mm longis, tomentosis, non nisi levissime canaliculatis praedita,
sparsa, perrigida, adulta supra glabrata nitida et praesertim secus nervos primarios P
punetalar vin minute punctato-foveolata, = 90 mm longa, 60 mm lata, supra fere
laevia sublus prominenti-costata obscuriusque laxe reticulata, costis e nervo medio sub
angulo 40-0" prodeuntibus, margine incurvo, Inflorescentia pedicellis 4—4 mm lon-
is, bracteolis cito deciduis, Flores 6—7 mm longi, dense ferrugineo-villosi; limbi seg-
mentis exterioribus lalissine ovato-elliplieis apiee subeueullatis, interioribus elliptico-
lanceolatis apiee acutiuseulis et intus apicem versus longe ferrugineo-pilosis, Antherae
er. WE lateraliter dehiscentes, Staminodia maxima, sagittata, dorso laevia apice el
nteriore latere longe hirsuta, breviter stipitata, Ovarium ovoideum, stigmate DANIO,
dwaform. Fructus ignotus,
Brasiliae civil, Goyaz, loco non indicalo leg. Graziov n, 22 068.
Vs, in herb. Berol et a ch Graziov mecum communie.)
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 15
a
Ve
| Var. angustifolia n. var.; a typo differt foliis satis angustioribus,
-elliptico-lanceolatis, basi acutiusculis apice manifestius acuminatis, foliis
-adultis subtus quoque fere omnino glabratis, floribus minoribus. — Ad
Perseam punctatam transitum parat.
Brasiliae civit. Goyaz: Grazrou n. 22 069.
Obs. Typus habitu maxime ad P. pedunculosam (cujus specimen a cl. ScHwAcke
in monte Itacolumy sub n. 40249 collectum mihi adest), varielas ad P. punctatam
- tendit, sed P. lanceolatae quoque (GLaziou n. 220702) similis videtur.
Persea Pittieri Mez n. sp.; folia perlonge petiolata, adulta quoque
supra praesertim ad costas peradpresse ferrugineo-tomentella demum +
glabrescentia haud vel vix foveolata, subtus breviter tomentella, obovata.
Inflorescentia subpauciflora, adpresse ferrugineo-tomentosa, foliis brevior.
Flores limbi segmentis solemniter aequilongis; androeceo seriebus 3 fertili-
bus; filamentis quam antherae omnes 4-locellatae manifeste longioribus :
ovario dense tomentello.
Arbor vel frutex ramulis crassis, novellis densissime ferrugineo-tomentosis, cortice
mucoso. Folia petiolis usque ad 65 mm longis, supra haud vel vix canaliculatis, dense
ferrugineo-tomentosis stipitata, ad ramulorum apicem collata, subcoriacea, supra tomento
brevissimo puberulo ad nervum medium costasque persistente ceterum = detrito, sub-
tus tomento densiore peradpressoque, ad nervos subferrugineo ceterum cinereo obtecta,
ulrinque optime rotundata vel basi minutissime obscureque cordata apice acuminulo
latissimo brevissimoque, obtusiusculo imposito aucta, = 470 mm longa, 445 mm
lata, penninervia, supra sublaevia subtus reti denso prominulo ornata. Inflores-
- centia perdense tomentosa, satis longe stipitata, perlaxa; pedicellis maximis (10—
20mm longis,, optime patentibus, sueto binis vel ternis ex axi communi fasciculatim
prodeuntibus; bracteolis deciduis. Flores ad 9 mm longi, adpresse ferrugineo-to-
mentelli; perianthii tubo subnullo; lobis lineari-lanceolatis, longe acutis; filamentis
ser. IL glandulis binis subreniformibus , stipitibus manifestis pilosis elatis auctis;
_ antheris angustis sublinearibus, apice rotundatis, ser. III. lateraliter dehiscentibus; sta-
-minodiis ser. IV. subsagittatis, stipitibus crassiusculis paullo longioribus , dense pilosis
“elatis, apice haud barbatis. Ovarium dense breviterque einereo-tomentellum. Fructus
_ ignotus.
| Costarica: in valle de Rancho Redundo, ad volcanum Irazu, alt.
1500 m: Pittier in herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 1156. Floret Aprili
(herb. Bruxell.).
Phoebe tetragona Mez (Berl. Jahrb. V. 184 et Spic. Laur. 117);
Fructus adhuc ignoti deseriptio haecce: Bacca viridis, 40—15 mm longa,
5-9 mm diam., perfecte ellipsoidea, nitida, pedicello valde coniceque in-
- crassalo, perianthii lobis persistentibus satisque auctis coronato plane in-
sidens.
Speciem frequenter in Serrae do Curral d'El Rei campis elevatis montanis fructi-
feram leg. Scuwackee n. 43425 (herb. Berol.).
-
Phoebe Tonduzii Mez n. sp.; folia adulta utrinque praeter nervorum
primariorum axillas quam maxime barbellatas omnino glabrata, late ellip-
tica, basi breviter nunc brevissime acuta apice breviter acuminata, bene
trinervia. Inflorescentia ampla, dense ochraceo-tomentosa, subcorymboso-
16 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
panniculata, folia aequans vel paullo superans. Flores dense tomentosi.
Limbi segmenta late ovata, subacuta. Filamenta ser. exterior. glabra, an-
theris breviora. Antherae omnes 4-locellatae. Stylus ovario glaberrimo
fere duplo longior.
Arbor sylvestris ramulis novellis perdense ochraceo-tomentellis paullo flocculosis,
slabratis badiis, teretibus, gemmis subferrugineo-tomentosis, cortice esipido, adstringenti.
Folia petiolis usque ad 20 mm longis, canaliculatis, novellis dense ochraceo-tomentellis
mox glabratis praedita, ipsa juvenilia praesertim secus nervos primarios ochraceo-tomen-
tella tum mox glabrata, costarum primariarum axillis semper barbis densis adpressisque
subferrugineis auctis, sicca supra olivacea latere inferiore pallida nec albida, == 80 mm
longa, 45 mm lata, supra vix subtus bene prominulo -reticulata, margine Ajouearum
quarundarum ritu incrassata. Inflorescentia pedicellis brevibus (ad 2 mm longis) sen-
sim in flores transeuntibus, bracteolis celeriter deciduis. Flores generis maximi (usque.
ad 4 mm longi) perianthii tubo brevi, conice in pedicellum transeunte ; segmentis aequa-
libus, ovatis, apice rotundatis. Stamina omnia perfecta antheris !ovatis, apicem versus
satis angustatis acutiusculis. Staminodia maxima, stipitata, sagittiformia. Ovariunı
slaberrimum, obovoideum, apice in stylum crassum, subduplo longiorem contractum,
stigmata obtuso. Fructus ignotus.
Costarica: ad Copey, alt. 1800 m. Florentem Februario leg. Tonpuz.
n. 41735. — Incolis »Aguacatillo blanco«. (V.s. in herb. Berol.)
Phoebe Pittieri Mez n. sp.; folia adulta utrinque glabra, elliptico-
lanceolata, basi breviter acuta, apice acuminata, penninervia. Inflorescentia
dissite pilosa glabrae speciem praebens, perpauciflora, racemosa, foliis multo
brevior. Flores minute adpresseque pilosi. Limbi segmenta patentia,
elliptica, apice rotundata. Filamenta glabra. Antherae omnes 4-locellatae,
ser. exter. breviter lateque ovatae. Stylus ovarium glabrum subaequans.
Arbor parva (ex Toxpuz!) ramulis novellis paullo flavido-pilosis subsericeis, ad-
ultioribus celerrime glabratis badiis, teretibus, gemmis flavido-tomentellis, cortice
amaro mucosoque. Folia petiolis usque ad 10 mm longis, canaliculatis stipitata, supra
+ nitida, ad 70 mm longa, 25 mm lata, utrinque laxe prominulo-reticulata, costis
adscendentibus, manifeste rubris, inferioribus in axillis barbellas pilorum brevissimorum
subobscuras gerentibus, margine plano. Inflorescentia pedicellis 5—8 mm longis, brac-
teolis deciduis. Flores albi (ex Tonpuz!) perianthii tubo brevissimo, lobis Nectandrae
ritu explanatis (diam. 6—7 mm); filamentis ser. exteriorum brevissimis; glandulis maxi-
mis, globosis, sessilibus; antheris late rotundatis; staminodiis parvis, subcordato-capitu-
latis, longe stipitatis. Ovarium obovoideum, stylo percrasso, stigmate obtuso, Fructus
jenotus,
Costarica: in sylvis ad Copey, alt. 4800 m: leg. Tonpuz in herb,
inst. phys.-geogr. nat. Costarie. n. 41893 (herb, Berol.).
Ocotea paradoxa Mez n. sp.; folia adulta glaberrima, elliptica, basi
brevius longiusve acuta apice breviter nune brevissime acuminata, penni-
nervia, supra sublaevia vel minutissime subtus manifeste prominulo-reticu-
lata. Inflorescentia pauciflora, racemosa, foliis brevior. Flores herma-
phroditi, hirsuti; perianthii tubo subnullo; antheris sessilibus, lineari-laneeo-
latis oplime papillosis; staminibus nullis; ovario glabro, quam stylus
longiore,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 67. 17
_., Arbor vel frutex ramulis summo apice paullo ferrugineo -tomentellis, celerrime
glabratis brunneis, teretibus, gemmis ferrugineo- vei flavido-tomentellis, cortice paullo
maromatico. Folia petiolis usque ad 10 mm longis, inciso-canaliculatis, glabris stipitata,
‚sparsa, chartacea, adulta saltem omnino glabra, sieca opaca olivaceo-viridia, > 130 mm
longa, 65 mm lata, margine subplano. Inflorescentia infra 40-flora, laxa, subcinereo-
Y vel subferrugineo-tomentella; pedicellis 5—40 nm longis, bracteolis deciduis. Flores +
4 42 mm diam. metientes; limbi segmentis Nectandrae ritu patentibus, lingulatis, apicem
ersus Sensim angustatis demum rotundatis. Androeceum antheris foliolaceis, connec-
‘avo ultra locellos longe producto apice acutis, ser. II. breviter stipitatis glandulis in-
signiter longe cum filamentis connatis pulvinatis; staminodiis abortivis. Ovarium ovoi-
deum, persensim conice in stylum breviorem productum, stigmate magno, subdiscoideo.
Fructus ignotus.
Costariea: in sylvis prope flumen Naranjo, alt. 200—300 m: Tonpuz
in herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 7648. Floret Martio (herb. Bruxell.).
Obs. Subgeneri Dendrodaphne adscribenda et Ocoteae veraguensi proxima, in-
signiter toto habitu, inflorescentia pauciflora racemosaque, floris glandulis differt.
Ocotea pentagona Mez n. sp.; folia adulta glabra, late elliptica vel
perobscure obovata, basi brevissime acuta vel nonnunquam fere rotundata,
apice acumine minuto latissimoque imposito rotundata, penninervia, utrin-
que laxe prominulo-reticulata. Inflorescentia permultiflora, ample squarrose-
que panniculata, sueto folia subaequans. Flores hermaphroditi, glaberrimi:
perianthii tubo brevi, suburceolato; antheris quam filamenta glabra duplo
brevioribus; staminodiis abortivis. Ovarium glabrum, stylo breviore.
_ Arbor alta (ex cl. Tonpvz!) ramulis quam maxime pentangulatis, novellis minu-
tissime et quasi punctulatim pilis brevissimis pallidis conspersis, celerrime glabratis
fuscobadiis; gemmis paullo flavescenti-pilosis; cortice esipido vel minute tantum aro-
matico. Folia petiolis percrassis, usque ad 48 mm longis, conspicue canaliculatis, glabris
stipitata, sparsa, coriacea vel rigida, novella subtus brevissime tomentella cinerea, sicca
pallide viridia, usque ad 520 mm longa, 200 mm lata, sed saepissime minora at semper
perconspicua. Inflorescentia in specimine unico (anomalo ?) abbreviata in reliquis optime
evoluta valde elongata; pedicellis per anthesm ad 3 mm longis tum valde auctis; brac-
teolis deciduis. Flores 2,5 mm longi; limbi segmentis erectis vel suberectis, late squami-
formibus, apice subacutis, antheris subovato-rectangularibus, medio manifeste consirictis,
apice rotundatis; staminibus ser. III. basi glandulis binis maximis, subreniformi-globosis,
brevissime stipitatis auctis. Ovarium ovoideum, apice conice in stylum permanifeste
breviorem transiens; stigmate parvo, obtuso. Bacca optime ellipsoidea, laevis nitidaque,
\ Bsque ad 17 mm longa, 10 mm diam. metiens, cupulae perianthii lobis optime per-
sistentibus auctisque coronatae, basin versus longe conice attenuatae insidens.
Costarica: ad Rio Naranjo ripas, alt. 200—250 m: Toxpuz in herb.
nst. phys.-geogr. Costar. n. 7613, in fruticetis prope San Mateo: Biolley
bidem n. 7106, prope Turrialba (570 m): Tonpuz ibid. n. 8362. Floret
\ovembri—Januario, fructificat Martio (herb. Bruxell ).
~ Obs. A paraffini O. nicaraguensi imprimis foliorum forma, inflorescentia glabra
listincta.
Ocotea cuneata Mez n. sp.; folia subsessilia, glabra, optime obovata
asin versus sensim cuneatimque acuta, apice rotundata, penninervia, supra
ix subtus manifeste prominulo-reticulata. Inflorescentia submultiflora, sub-
ymbose panniculata, folia subaequans vel paullo superans. Flores herma-
| | Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 67. b
tS Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
phroditi, manifeste ferrugineo-tomentelli; perianthii tubo perlongo, obeonico, —
antheris rectangularibus, truncatis, quam filamenta multo longioribus; sta-_
minodiis abortivis. Stylus quam ovarium glabrum subduplo longior.
»Mangle« Costaricensibus (ex cl. Tonpuz!).
Arbor ‘ex Toxpuz!) ramulis glaberrimis, juvenilibus ut videtur + angulatis seniori-
bus teretibus, cinereo-allutaceis, cortice mucoso, aromatico sapore dulei admixto, Folia
petiolis lamina basin usque dilatatis sessilia, utrinque subnitida, sparsa, rigida, = 450 mm.
longa, 70 mm lata, sicca olivaceo-viridia. Inflorescentia crasse scoparieque panniculata ;
pedicellis 0,5—1,5 mm longis, bracteolis deciduis. Flores 2,5—3,5 mm longi; tubo
perianthii a pedicello aegre distincto et sensim in eum transeunte; limbi segmentis late
ovatis, rotundatis vel acutiusculis; filamentis glabris, ser. II. infime glandulis binis
maximis, irregulariter lobato-incisis auctis. Ovarium subglobosum, stigmate discoideo.
Fructus ignotus. |
Costarica: ad Rio Segundo ripas, alt. 2000 m: Tonpuz in herb.
inst. phys.-geogr. Costar. n. 1739 et in nemoribus ad Rancho Flores, alt.
2043 m: idem n. 2142. Floret Januario, Februario (herb. Bruxell.).
Ocotea atirrensis Mez et Donnell-Smith n. sp; folia breviter sed
manifeste petiolata, glaberrima, perelongate elliptica, apice abrupte eleganter-
que acuminata basi breviter acuta, penninervia, utrinque laxe prominulo-
venulosa. Inflorescentia non nisi perjuvenilis cognita verisimiliter pauciflora
et foliis multo brevior. .
Arbor irregularis (ex cl. collectore!; ramulis novellis minutissime perobscureque
pilosiusculis 5-angulatis, senioribus teretibus glabratisque, cortice cinereo, mucoso, esi-
pido. Folia petiolis vix ultra 15 mm longis, perprofunde canaliculatis, validis stipitata,
sparsa, membranacea vel membranaceo-chartacea, sicca triste olivaceo-viridia, Æ 300 mm
longa, 75 mm lata. Flores perjuveniles tantum cogniti hoc in statu pilosi sed per.
anthesin verisimiliter glabrati, absque dubio hermaphroditi. Bacca maxima (ad 33 mm.
longa, carnosa, ellipsoidea, cupulae minutae, undulatim simplicimarginatae, clavatim
in pedicellum satis incrassatum auctumque transeunti insidens tota exserta.
Costarica: prope Atirro provinciae Carthaginensis, alt. 700 m:
J. DONNELL-Smirn n. 4930. Speciem verisimiliter identicam leg. cl. Prrrier
herb. inst. phys.-geogr. Costar. n. 7592°) prope Rio Maranjo (herb.
Bruxell., Mez.).
Ocotea clavigera Mez (Berl. Jahrb. V, 239); speciei adhuc valde imperfecte
cognitae adsunt specimina florifera: Inflorescentia ample panniculata, g aberrima, |
foliis manifeste brevior, pedicellis 1—3 mm longis. Flores virentes (ex cl.
Duss!), glaberrimi, 1—4,5 mm longi, vix non hermaphroditi; tubo perianthii
brevi; limbi segmentis ovato-lingulatis, subacutis. Androeceum filamenlis —
ser, exteriorum latissimis, glabris, quam antherae duplo brevioribus, ser, II,
basi glandulis sessilibus instruclis; antheris elliptieis vel rectangularibus,
medio haud constrictis, apice rotundatis; staminodiis abortivis. Ovarium
slaberrimum, subglobosum stylo pererasso aequilongo, stigmate discoideo.
Guadeloupe, in sylvis montanis: Père Duss n. 3481, 3624. »Boism
doux, Bois doux grand feuillee ine. -—— Floret Julio, Augusto (herb, Krug.
et Urban, Mez.).
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67. 19
Obs. Habitu Nectandrae dominicanae specimina florigera ob foliorum nondum
_ valde induratorum consistentiam satis accedunt. Affinitas vera autem prope Ocoteam
… Imrayanam, O. Bernoullianam et differentia specifica a priore dubia.
Ocotea pedalifolia Mez n. sp.; folia membranacea vel membranaceo-
chartacea, glaberrima, obovato-elliptica, basi rotundata apice brevissime
imposite acuminata, penninervia, utrinque reti tenuissimo prominulo costas
_ Nectandrae reticulatae vitu transverse conjungenti insignia. Inflorescentia
- permultiflara, ample thyrsoideo- vel pyramidato-panniculata, quam folia
maxima multo brevior. Flores hermaphroditi, minute peradpresseque
_ tomentelli; perianthii tubo conspicuo; filamentis brevissimis glabris ; antheris
subrectangularibus apice latissime acutiusculis; staminodiis abortivis. Ova-
rium glabrum, stylo fere duplo longiore. Cupula perianthii lobis quam
maxime auctis coronata, turbinatim in pedicellum transiens.
‘Arbor vel frutex ramulis glaberrimis, junioribus saltem acutissime et fere angu-
latim pentagonis adultioribus cinereis; cortice esipido, mucoso, Folia petiolis vix ultra
20 mm longis, perprofunde et in sicco marginibus involutis subfistulose canaliculatis
Stipitata, pedalia vel ultra, 150--200 min lata (familiae adhuc ex amplissimis), sicca
triste olivaceo- vel brunnescenti-viridia, margine plana. Inflorescentia axibus satis angu-
latis, pedicellis gracillimis, strictis, usque ad 8 mm longis, bracteolis deciduis. Flores
minimi (1—4,25.mm longi), perianthii tubo apice haud vel vix constricto; limbi seg-
mentis ovato-ovalibus, acutis. Androeceum perianthio bene brevius; filamentis quam
antherae 4—5-plo brevioribus, ser. III. basi glandulis binis magnis, inciso-lobatis, irre-
gularibus, sessilibus auctis. Ovarium ovoideum, in stylum percrassum, subangulatum
. subito contractum, stigmate obtuso. Bacca elongata, cylindrico-ellipsoidea, ad 20 mm
longa, 8 mm diametiens, cupulae perconspicuae, 6-lobae, in pedicellum valde incrassa-
tum elongatumque turbinatim transeunti insidens fere omnino exserta.
Costarica: in sylvis prope Shirores, prov. Talamanca, alt. 100 m,
leg. Pirrrer et Tonpuz in herb. inst. phys.-geogr. Costarica n. 9172, 9179.
- Floret et fructificat Februario (herb. Bruxell.).
Ocotea catharinensis Mez n. sp.; folia coriacea paullo rigidiuscula,
-praeter costarum axillas subtus insigniter barbellatas glabra, lanceolata, basi
—… longe acuta apice optime acuminata, penninervia, supra obscurius subtus
manifeste prominulo-reticulata. Inflorescentia subracemosa, flavido-pilosa,
foliis permulto brevior. Flores hermaphroditi, adpresse pilosi; perianthii
tubo conspicuo; filamentis conspicuis, parce pilosis; antheris late ovatis
- vel ellipticis, apice rotundatis; staminodiis stipitiformibus capitulo parvo
imposito. Ovarium glabrum, stylo paullo longiore.
Arbor alta (ex cl. Ute!) ramulis gracilibus, glabris, teretibus, cinereis, gemmis per-
adpresse ochraceo-tomentellis, cortice aromatico amaroque. Folia petiolis usque ad
40 mm longis, leviter canaliculatis stipitata, sparsa, sicca olivacea subtus opaca palli-
diora, supra nitida, + 75 mm longa, 25 mm lata, praeter barbellas ad costarum pri-
“märiarum axillas permanifeste foveato-bullata, costis inferioribus erectis superioribus
“patentibus, margine paullo recurvulo. Inflorescentia perpauciflora, specie simplex, pe-
dicellis vix ultra 1,5 mm longis, bracteolis deciduis. Flores ad 3 mm longi; tubo
perianthii apice haud constricto; limbi segmentis ovatis, acutis; staminodiis ser, IV.
“parvis, stipitiformibus. Ovarium globosum, subito in stylum crassum teretem con-
tractum, stigmate discoideo. Fructus ignotus.
b*
20 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
Brasiliae civit. Sta. Catharma in sylvis prope Blumenau: ULE n. 859,
Floret Julio {v.s. in herb. Berol., Vratislav.).
Obs. sc inter ©. NE et O. indecoram collocandam prius e spe-
cimine haud satis claris pro ©. indecora salutavi (Spicil. Laur. p. 424). ;
Ocotea rubiginosa Mez n. sp.; folia chartacea, adulta supra glabra
subtus dissite pilosa, elliptica, basi longe acuminatim acuta apice bene
acuminata, penninervia, utrinque sed praesertim subtus prominulo-reticulata.
In ofleesentia peranguste subglomeratimque panniculata ramulis perabbre-
viatis subracemosae speciem praebens, dense ferrugineo-tomentella, folia
subaequans v. jis paullo brevior. Flores dioici, tomentelli; perianthii tubo
subnullo; filamentis in flore Gt quam antherae elongate rectangulares apice
subrotundatae duplo brevioribus, glabris; staminodiis 0. In flore © ovarium
glaberrimum, stylo percrasso subaequilongo.
Arbor alta sylvestris vel frutex (ex Une!) ramulis novellis ferrugineo-tomentellis,
elabratis cinereis, teretibus, gemmis ferrugineo-tomentellis, cortice esipido, Folia petiolis
usque ad 8 mm longis, leviter nunc levissime canaliculatis praedita, sparsa, sicca supra
triste olivacea subtus permanifeste rubiginoso-colorata, utrinque opaca, = 60 mm longa,
30 mm lata, costis suberectis, margine recurvulo. Inflorescentia 5 subpauciflora,
© pauciflora, pedicellis haud ultra 4 mm longis, bracteolis deciduis. Flores &
© 4,5 mm longi, perianthii tubo subnullo; limbi segmentis ovatis, acutis; glandulis glo-
bosis, sessilibus. Gynoeceum in flore 4 minimum stipitiforme, in flore Q stigmate
diseoideo-obtuso. Fructus ignotus.
Brasiliae civit. Sta. Catharina, prope Blumenau: Utz n. 823 (5),
4 (©). Floret Aprili (v. s. in herb. Berol.). |
Ocotea inconspicua Mez n. sp.; folia chartaceo-coriacea, juvenilia ad
basin minutissime tomentella adulta omnino glabrata, subelliptica vel ellip-
lico-lanceolata, basi acuta apice breviter acuminata, penninervia, supra ad-
ulta laevia subtus dense prominulo-reticulata. Inflorescentia perpauciflora,
saepius fere simplex, foliis multo brevior, minutissime adpresseque tomen-
lella. Flores dioici, tomentelli. Perianthii tubus brevissimus. Filamenta
elabra, quam antherae ovato-rectangulares, apice anguste rotundatae duplo
vel ultra breviora. Staminodia 0. In flore co gynoeceum glabrum, crasse
stipitiforme vel basi paullo inflatum.
Arbor vel frutex ramulis apice minutissime adpresseque ochraceo-tomentellis, mox
glabratis subatris, teretibus, gemmis tomentellis, cortice esipido. Folia petiolis usque
ad 45 mm longis, valde canaliculatis, sparsa, subtus pallidiora nec tamen distincte
albida, ad 80 mm longa, 40 mm Jata, costis sub angulo Æ 45° e nervo medio pro-
, margine plano, Inflorescentia apicem versus semper simplex, basi ramulis
paucis brevibusque pracdita specie racemosa, pedicellis vix ultra 4 mm longis, bracteolis
deciduis, Flores & tantum cogniti, e majoribus, 8—3,5 mm Jongi; limbi segmentis
>
late ovatis, apice subrotundatis; filamentis ser, II. basi glandulis binis globosis prae-
deuntibus
dus, Stigma late obtusum, ads ignotus,
Brasiliae civit, Minas Geraës ad Rio Novo: Araujo ap. GLaztou
n, 20456 et in herb, Schwacke n. 8914 (v. s. in herb. Berol., Mez).
Erwiderung
Von
K. Reiche.
In Nr. 65 des Beiblattes dieser Jahrbücher hat Ursan meine Abhand-
lung über chilenische Umbelliferen einer Besprechung unterzogen, welche
insofern sehr dankenswert ist, als sie aus der Flora brasiliensis und einem
Buche Lasasca’s geschöpfte Berichtigungen bringt, also aus zwei Werken,
- welche als nur gelegentlich auf Chile Bezug nehmend, in den Santiagoer
Bibliotheken leider nur lückenhaft vorhanden sind. Wenn ich jetzt mit
einigen Worten auf die Ursan’sche Besprechung zurückkomme, so geschieht
es, weil sie in manchen Punkten mich nicht überzeugt hat.
Was Diposis betrifft, so habe ich selbst an den Herrn Herausgeber
nach Abschluss des Manuscriptes eine Notiz eingesandt, welche die doppelte
Flügelbildung des Mericarpiums erneuter Untersuchung empfiehlt, weil sie
an jungen Früchten nicht zu bemerken sei. Da diese Notiz zu spät an-
-langte, um in der Abhandlung selbst zum Abdruck zu kommen, so wurde
sie separat, auf losem Blatte, dem nächstfolgenden Hefte beigelegt; lei-
der nimmt URBAN auf diese meine eigene Berichtigung keine Rücksicht.
Was die Sache selbst betrifft, so mag die von mir abgebildete doppelte
Flügelbildung recht wohl auf einer Anomalie beruhen; aber ich legte auf
jenes meiner Abbildung zu Grunde liegende Exemplar besonderen Wert,
weil es unter sehr zahlreichen anderen das einzige mit voll ausgebildeten,
keimfähigen Früchten versehene war und ich von der wohl zulässigen
Meinung ausging, die typischen Charaktere an einer wirklich reifen, aber
nicht an einer fehlgeschlagenen und vielleicht in ihrer Entwickelung ge-
hemmten Frucht suchen zu sollen.
. In der Micropleura-Angelegenheit habe ich nur DC. Prodromus,
BeNraam- Hooker, Gay etc. nachschlagen können, weil, wie erwähnt, die
betreffende Schrift Lagasca’s hier fehlt. Meine Gründe, das Vorkommen von
Micropleura auf Chiloé zu bezweifeln, sind folgende: Wie aus BEntHAn-
Hooker Gen. Il. p. 873 hervorgeht, hat Lacasca das Originalexemplar im
D) Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
Herbar Pavon’s gesehen; letzterer aber war niemals in Chiloé!), hat also
die Pflanze nicht selbst dort beobachten können. Von anderen wissen-
schaftlichen Reisenden hat Maraspına i. J. 1790 Chiloé berührt?), haupt-
sächlich mit hydrographischen Studien beschäftigt; dass Naturalien gesam-
melt worden seien, wird nicht erwähnt und ist unwahrscheinlich, da der
Naturforscher der Expedition, HAENKE, erst in Valparaiso mit dem Gros der —
Expedition sich vereinigte). Aus diesen Gründen habe ich in Zweifel ge-
zogen, dass Mecropleura überhaupt am Ende des vorigen Jahrhunderts in
Chiloé gesehen worden sei. URBAN, der an der Authenticität des Fundes
festhält, macht des weiteren geltend, dass aus der Thatsache, dass Micro-
pleura seit einem Jahrhundert nicht mehr beobachtet sei, nicht ihr that-
sächliches Fehlen auf einer 8500 qkm großen Insel gefolgert werden dürfe.
Dieser im allgemeinen sehr begründete Einwand verliert aber hier an Be-
deutung durch die Thatsache, dass von allen Sammlern nur ein verhältnis-
mäßig kleiner Teil der Insel, die ca. 70 km lange Ostküste zwischen Ancud
und Castro besucht worden ist; von dort her müsste also Mcropleura
gebracht sein und wäre als auffällige Staude vermutlich bei den zahl-
reichen späteren Sammelreisen wieder gefunden worden. — Ferner muss
ich, abgesehen vom vorliegenden Falle, hervorheben, dass ich den Stand-
ortsangaben: »aus Chile« um so skeptischer gegenüberstehe, je mehr ich
mich mit dem Studium der Chilenischen Flora beschäftige; und ich fürchte
fast, Ursan wiederholten Anlass zu solchen Ausstellungen zu geben. Dass
in der Litteratur Chile und Chiloé, Concepcion und Coquimbo des öfteren
verwechselt werden, mag noch hingehen, da es sich um Örtlichkeiten des-
selben Landes handelt; aber Reisende, welche verschiedene Teile Süd-
amerikas besuchten, täuschten sich gelegentlich sogar im Ursprungslande
ihrer Pflanzen; so ist es wahrscheinlich Haenke ergangen mit den aus den
Cordilleren angegebenen Cistaceen, und mit der Compositengattung Polym-
nia Meyex mit der Rubiaceen-Gattung Polypremum. Auch die Angaben
von Hooker und Arnorr, ja sogar von Duranp’s Index und vom Kew-Index
sind manchmal durchaus unrichtig. Bei der Durchsicht der chilenischen
Flora halte ich es für meine unabweisbare Pflicht, alle solche Unsicher-
heiten nach Möglichkeit zu beseitigen, um für pflanzengeographische Unter-
suchungen eine zuverlässige Grundlage zu schaffen. |
Schließlich hatte ich in meiner Abhandlung das Vorkommen von Mi-
cropleura in Mexico und Chiloé » mit Überspringung des ganzen
dazwischen liegenden ungeheuren Gebietes« als sehr unwahrschein-
lich bezeichnet. Ursan wendet sich dagegen mit 2 Beispielen, Bowlesia
fenera und Daucus pusillus, welche aber doch für den vorliegenden Fall
1) Kurz et Pavon; Florae peruv, et chil, prodr,, praefatio, p. 12,
2, Matvosapo, R.; Estudios sobre Chiloé, introduccion, p. 95.
Paver; Reliquiae Haenkeanae, praefatio, p. 8.
4 DR
4 4 IE Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 23
le
wenig beweisen, da sie eben nicht ausschlieBlich in Chiloé und Mexico,
sondern in weiter Erstreckung auf dem nord- und siidamerikanischen Con-
tinente sich finden. Ursan sagt mit Recht, dass dem Bearbeiter der chi-
lenischen Flora die Verbreitung dieser Umbelliferen nicht unbekannt sein
dürfe; wenn er aber die ihm in Berlin leicht zugängliche neue Flora de
Chile (Band III. p. 59 und p. 149) nachgeschlagen hätte, so würde er sich
überzeugt haben, dass der Bearbeiter jener Flora die geforderten Kennt-
nisse thatsächlich besitzt und daher nicht hätte in die Notwendigkeit
versetzt werden dürfen, sich gegen den Vorwurf der Unkenntnis wichtiger
Thatsachen verteidigen zu müssen.
Santiago, Museo Nacional, October 1900.
Bemerkungen zu vorstehender Erwiderung
von
Ign. Urban.
1. Das Umbelliferen-Fascikel 82 der Flora Brasiliensis (vol. XI. pars I.) —
und um dieses handelt es sich hier allein — muss von Reıcnz benutzt
worden sein, wie aus dem Citate auf S. 2 seines Aufsatzes in Engl. Jahrb.
XXVHI deutlich hervorgeht.
2. Nicht Lacasca’s seltenes Werk, sondern, wie ausdrücklich hervor-
zehoben, pe CannorLe’s ausführliche und vortreffliche Beschreibung (Prodr.
IV. p. 71), die Reıcnz nach seiner eigenen Aussage ebenfalls zugänglich
war, habe ich gegen seine irrtümliche Identificierung von Micropleura mit
Sanicula Liberta in das Feld geführt. | |
3. Meine Berichtigung: Uber einige südamerikanische Umbelliferen-
Galtungen (l. e. XXIX. Beibl. 65) ist natürlich unmittelbar nach dem Er-
scheinen des Rxrcme’schen Aufsatzes (Dec. 1899) verfasst und war längst
gedruckt (Anf. April 1900 laut Stempel des Revisionsbogens), wenn auch
erst viel später ausgegeben (Anf. Sept.), als die Reıcnz’sche Notiz erschien
Ende Mai). Wenn Rercue neben einer einzigen (monströsen) Frucht von
Diposis noch zahlreiche junge oder fehlgeschlagene hatte, welche jene dop-
pelte Flügelbildung nicht andeuteten, und wenn alle Autoren übereinstim-
mend die Mericarpien als 4-fliigelig beschrieben, bez. abbildeten (ich selbst
zab auf Taf. 79 Fig. I nicht nur Seitenansichten, sondern auch den Quer-
schnitt einer reifen Frucht), so war die Behauptung: »Ihre Frucht ist in
der gesamten Litteratur ungenau beschrieben« zum mindesten sehr un-
vorsichtig.
4. Auch konnte ich in meiner Entgegnung von dem ersten Hefte des
dritten Bandes der Rercur’schen Flora keinen Gebrauch machen, da es erst
vier Wochen nach dem Drucke meiner Mitteilung hier eintraf (5. Mai 1900).
\n den von Rerene angeführten Stellen finden sich nun in der That die
beiden von mir namhaft gemachten Beispiele von Bowlesia tenera und.
Daucus pusillus. Da er aber in seiner Erwiderung nur von diesen beiden
Mianzen spricht, während ich doch »aus einer ganzen Reihe nordamerikani-
E* Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 25
scher Arten, die unter Uberspringung der heißen Zone im südlichen Süd-
amerika wieder auftreten«, nur jene beiden nächstliegenden, (den Umbelliferen
entnommenen) Beispiele herausgegriffen hatte, und da er ferner neben dem
Nichtwiedergefundensein der Mecropleura auf Chiloé für die Nicht-Existenz
dieser Pflanze auf der Insel als alleinigen Beweis »die Unwahrscheinlichkeit
des Vorkommens in zwei äußerst verschiedenen Ländern und mit Uber-
- springung des ganzen ungeheueren Gebietes« aufführt, so bin ich auch
heute noch der Meinung, dass er die umfangreiche Litteratur über diesen
Gegenstand und die zahlreichen Arten, die in Nord- und Südamerika mit
Überspringung der heißen Zone auftreten, nicht kennt (vergl. die letzte
Zusammenstellung von W. L. Bray in Botan. Gazette XXVI. 1898 p. 121
bis 147).
5. Wenn alle Sammler auf der 8500 qkm großen Insel Chiloé nur die
70 km lange Ostküste besucht haben, so ist damit nicht im geringsten
wahrscheinlich gemacht, dass sie diese unscheinbare Pflanze (nicht auffäl-
lige Staude) hätten wiederfinden müssen, wenn sie wirklich dort vorkäme.
Darüber möchte ich mich nunmehr etwas ausführlicher aussprechen. Um
bei Amerika zu bleiben, so sind auf der Insel Jamaica in den letzten 6
Jahren, von den zahlreichen neuen Formen abgesehen, wenigstens 25 für
die Wissenschaft neue Arten und 2 neue Gattungen zum Teil in unmittel-
barer Nähe der Hauptstädte aufgefunden, trotzdem die Insel seit 200 Jah-
ren von mehr als 40 ansässigen und reisenden Botanikern, von einigen
Jahre hindurch, untersucht worden ist; im Jahre 1896 wurden zum ersten
Male Blattexemplare eines aus Jamaica bis dahin noch nicht bekannten
Baumes gesammelt, dessen Holz seit langer Zeit einen wichtigen Ausfuhr-
artikel bildete (Satin Wood = Fagara flava Kr. et Urb.). Trinidad, in den
letzten 50 Jahren hauptsächlich von den Vorstehern des dortigen Gartens
(CrüGer, Purvıe, LockHart, Hart und ihren Obergirtnern) planmäßig ab-
. gesucht, liefert noch jährlich neue oder nur von dem Festlande (Guyana)
her bekannte Arten. Ähnlich verhalten sich Guadeloupe und Martinique, von
wo Père Duss trotz der genauen Untersuchung von Seiten früherer, meist
ansässig gewesener französischer Botaniker jährlich sehr auffällige Novitäten
_ eingeschickt hat.
Viel schwieriger aber, als neue Arten zu entdecken, scheint das Wieder-
finden alter Typen. Auf Jamaica sind Dutzende endemischer Arten nur von
einem einzigen Sammler beobachtet worden; von den Swarrz schen Species
ist mehr als ein Dutzend vor 120 Jahren von diesem allein auf der Insel
gesammelt worden, und nur 2 Arten sind durch Fawcerr und seine Beam-
ten unter etwa 3000 gesammelten Nummern wieder aufgefunden. Baron
Essers widmete sich seit 1872 mit dem größten Eifer der Erforschung der
‚kleinen Insel St. Thomas (86 qkm) als dort ansässiger Beamter und ver-
öffentlichte 1879 eine Flora derselben, in welche er auch die von andern
Sammilern constatierten, aber von ihm nicht wiedergefundenen Arten auf-
26 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
nahm; diese letzteren wurden (zum großen Teile, aber nicht alle) erst in
den folgenden Jahren bis 1887 von ihm wieder entdeckt und dann in einem
Nachtrage publiciert. Der Superintendent des botanischen Gartens Harr
auf Trinidad fand in den nachgelassenen Papieren seines Vorgängers Crii-
GER Blüten- und Fruchtanalysen eines dort einheimischen Baumes, der von
niemanden sonst gesehen war. Die Untersuchung und der Vergleich mit
meiner Beschreibung und Abbildung in der Flora Brasiliensis ergab, dass
derselbe, überhaupt nur ein einziges Mal von Marrıus in Brasilien gesam-
melt, eine für Westindien neue Familie (Hamvriaceae) darstellte; das Nach-
suchen an der angegebenen Localität war von Erfolg gekrönt und lieferte
einen großen Bestand von diesen Bäumen.
6. Wer der Sammler der Micropleura auf Chiloé gewesen ist, kann
ich natürlich nicht sagen, da in der Litteratur keine Angaben darüber vor-
liegen. Lasasca beschreibt sie (vergl. den Abdruck seiner Diagnose in der
Linnaea III. 1828. Litteraturber. p. 156—157, welche Zeitschrift wahrschein-
lich ebenfalls in Santiago vorhanden, also auch Herrn Rercne zugänglich
ist) aus dem Herb. Flor. Peruv. zu Madrid und aus dem Herbar Lampert
in London, welches letztere meistbietend verkauft wurde, P. DE CANDOLLE
aus dem Herbar Morıcann in Genf (jetzt in Paris). Beide Autoren geben
übereinstimmend Chiloé als Vaterland an. thre Beschreibung aber stimmt
auf das vollkommenste auch mit der mexicanisch-centralamerikanischen
Pflanze überein.
Plantae novae americanae imprimis Glaziovianae. IT).
Edidit
Ign. Urban.
Guttiferae
auctore W. RuHLAND.
à
( Vismia Vand.
; V. Glaziovii Ruhl. n. sp.; frutex ramis teretiusculis vel paullum com-
_ presso-tetragonis, pruinoso-canescentibus, cito glabriusculis, internodiis 5— 6 cm
longis; foliorum petiolis circiter 1 cm longis, supra leviter canaliculatis, pri-
- mum dense incano-puberulis, foliorum lamina ovata, basi rotundata, cuspi-
; dato-acuminata, apice ipso obtuso instructa, 10—15 cm longa, paullo infra
medium 5—6 cm lata, integerrima subcoriaceo-chartacea, supra pallide
_ subolivaceo - vel glaucescenti - viridi, nitida, glaberrima, subtus tomento in
- junioribus uberiore, canescente, e pilis stellatis, hyalinis vel basi spadi-
- ceolis formato instructa, penninervi, venis ordinis primarii 12—46 paral-
lelis, 7—A4 mm distantibus, reticulatim anastomosantibus; thyrsis termi-
… nalibus et axillaribus, pedunculatis, 4-—8 cm longis, rhachide, ramis, pedi-
_ eellis dense incano-, raro subferrugineo-tomentosis; calycis laciniis oblongo-
_ ellipticis vel lato-lanceolatis, extus densissime et persistenter incano-tomen-
ER intus glabris et 3—5-vittatis, integerrimis, tenuiter membranaceo-
_ marginatis, planis vel vix concavis; petalis flavescentibus calycem dimidio
Bs rites, evittatis et epunctatis, obovatis, brevissime unguiculatis, acu-
“tiusculis, flabellato-venosis, flavis (?), extus glabris, intus dense pilis in-
canis, rigidulis vestitis; staminibus multipartitis, villosis, calycem superan-
tibus; staminodiis parvis, ellipticis, obtusiusculis, crassiusculis, praesertim
_ apice longe villosis, vix 1 mm aequantibus; germine globoso, glabro, 2—
2,5 mm longo; stylis 3 mm longis, filiformibus, rectis vel subflexuosis,
capitellatis.
4) Conf. vol. XXIII. Beibl. 57 p. 1—42 et vol. XXV. Beibl. 60 p. 1—51.
28 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
—
Brasilia: civit. Goyaz ad Corrego Fundo in sylvis prope Jaragua,
m. Aug. fl. (Grazıou n. 20694), ibidem in sylvis ad Rio Areas, m. Sept. fl.
(Grazıou n. 20695).
Obs. Differt a V. guianensi, cujus folia, indumento excepto, imitatur, calycis la-
ciniis extus dense albo-tomentosis, a V. dealbata, cui proxima, foliorum facie, calycis
laciniis vittatis, petalis evittatis et epunctatis.
Proteaceae
auctore K. SCHUMANN.
Euplassa Salish.
E. goyazensis K. Sch.; arbor magna ramis florentibus validis tere-
tibus grosse striatis, novellis subtomentosis demum glabratis; foliis pari-
pinnatis petiolatis, petiolo semitereti superius subtereti subtomentoso striato,
trijugis; foliolis sessilibus stricte oppositis vel nunc paulo alternantibus
oblongis vulgo obtusis plus minus obliquis basi acutis erasse coriaceis in-.
tegerrimis reticulatis utrinque at subtus ad nervum medianum et petiolulum
articulatum paulo densius pilis nunc crispulis inspersis; floribus panniculam
angustam spurie racemosam densiusculam referentibus; petalis subinaequi-
longis apice nunc appendicula subobliqua vulgo recta munitis; stigmate
dorso plano facie gibbo.
Rami florentes 4—5 cm longi ad basin 5—7 mm diametro statu juvenili obscure
ferruginei dein cortice nigro obtecti. Petiolus 4—8 cm longus niger; foliola 4—15 cm
longa ad medium 3,5—5,5 cm lata nervis majoribus 4—7 utraque mediani parte ut
rete venulosum utrinque conspicuis percursa sice. subflavicanti-viridia, nervis rubellis.
Pannicula 9—17 cm longa 2 cm diametro ferrugineo-tomentella; pedicelli 4—5 mm
longi prope basin haud raro per paria connati; petala 10--14 mm longa flava,
Brasilia: eivit. Goyaz prope pedem Serra dos Pyreneos in silvis.
GLaziou n. 22017, floret die 24 Septembris 1894).
EK. Taubertiana K. Sch.; ramis florentibus nune gracilioribus nune
validis terelibus, novellis complanatis subtomentosis mox glabratis; foliis
paripinnatis petiolatis, petiolo tereti inferne applanato glabro, quadrijugis;
foliolis longe petiolulatis, petiolulo tereti superne subsulcato, oblongis vel
elliptieis acutis basi late acutis vel truncatis margine repando-serratis, re-
liculatis erasse coriaceis supra nitidis, discoloribus; pannicula laxiore rha-
chide tomentella; floribus ad apicem geminatis per paria pedicellatis; petalis
linearibus superne paulo dilatatis; stigmate modice incrassato. |
Ramauli florentes 40 cm longi basi 5 mm diametro ferrugineo-tomentelli mox
glabrati et cortice obscure castaneo lenticelloso punetulato obtecti. Petiolus 8—9 em
longus; pelioluli 4,5—% cm longi superne supra applanati; lamina foliolorum 5—8 em
longa ad medium 3—4,5 cm lata nervis majoribus utraque mediani parte 4—5 ulrins
que ul rele venulosum prominentibus pereursa siee, discolor supra viridis vel sublutes-
venti-viridis subtus castanea, Pannicula cum pedunculo 4 em longo 10—12 em
metiens; pedicellus 4—3 mm longus. Petala 40 mm, Pistillum curvatum 8 mm
longus,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 29
Brasilia: loco haud accuratius addicto (Grazıou n. 17745).
à Obs. Haec species cum priore confinis, tamen foliolis repando-serratis, panniculis
laxioribus differt.
Roupala Aubl.
R. pallida K. Sch.; arbuscula ramulis florentibus gracilibus teretibus,
novellis ipsis glabris; foliis breviuscule petiolatis simplieibus, petiolo supra
“applanato, cuneatis acutis raro obtusis superne denticulis solitariis vel binis
aro ternis munitis marginatis et margine recurvatis utrinque glabris dure
-coriaceis; racemo axillari glabro; floribus geminatis pedicellatis; petalis an-
guste spathulatis glabris; glandulis disci brevibus; pistillo angulato, stilo
recto .subclavato.
Ramuli florentes 15 cm longi basi 2 mm diametro, novelli cortice flavido ve-
4 tustiores cinereo obtecti. Petiolus ah nu longus; lamina 1785 cm longa, ad
_ medium vel superius 0,7—2 cm lata nervis majoribus 2 utraque mediani parte utrinque
- subaequaliter prominentibus percursa, sicc. flavido-cinerea. Racemus 5 cm longus;
“pedicelli 2 mm metientes. Petala albido-flavida 5 mm longa; anthera 2 mm, filamenta
0,5 mm, stilus 5 mm, glandulae 0,5 mm metientia.
Brasilia: civit. San Paulo, Serra da Bocaina, in silvis (GrLazıou
n. 18464°, florens Januario 1891).
Obs. Species ope foliorum simplicium parce prope apicem tantum denticulatorum
Er facile ab omnibus aliis distingui potest.
)
; Saxifragaceae
| auctore K. SCHUMANN.
H Weinmannia Linn.
W. goyazensis K. Sch.; arbuscula ramulis florentibus gracilibus, no-
a
wellis subvilloso-tomentosis tardius glabratis; foliis breviter petiolatis, petiolo
supra applanato pariter induto, pinnis cum impari 4—5, foliolis oblongis
obtusis basi latere altero subrotundis altero acutis serrulatis coriaceis supra
-glabris nitidulis subtus praecipue ad nervum medianum prope basin pube-
rulis, rhachide late subcuneato-alata subtus densius puberula; stipulis oblique
“late elliptieis diutius persistentibus; racemo folia subaequante vel iis paulo
_breviore, rhachide subvilloso-tomentosa; floribus breviter pedicellatis ; sepalis
“ovato-oblongis acuminatis subglabris; disco crenulato brevi; staminibus se-
pala triplo superantibus; ovario glabro, ovulis 6 pro loculo.
| Ramuli florentes cum inflorescentia 8—10 cm longi basi 1,5—2 mm diam. ci-
nereo-ferrugineo-induti dein cortice nigro obtecti. Folia 4—6 cm longa, petiolus
2—5 mm metiens; foliola 4—2,5 cm longa et 7—15 mm ad medium lata nervis 4—8
mäjoribus utrinque at subtus magis prominentibus utraque mediani parte percursa
Supra viridis subtus ferruginea; stipulae 4—5 mm diametro. Racemus 4—6 cm lon-
sus manifeste interruptus; pedicelli 4—1,5 mm longi. Flores albi; sepala 4 mm, sta-
mina 3 mm longa; pistillum 2,5 mm metiens.
7 Brasilia: civit. Goyaz, Fazendo dos Pyreneos, in silvis (Gtaziou
n. 21 119, florens Septembri 1894).
30 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
Rutaceae
auctore K. SCHUMANN.
Metrodorea St. Hil.
M. gracilis K. Sch.; arbuscula ramis gracillimis teretibus sub nodis
complanatis et sulcatis, novellis minutissime tomentellis demum glabris vel
hine inde tantum pilulo uno alterove munitis; foliis ternatis, petiolo gracili
supra sulcato glabro; foliolis: breviter petiolulatis, oblongis vel lanceolatis
obtusis acutis vel (an casu modo ?) retusis utrinque glabris herbaceis; panni-
cula decussata floribunda glabra;, floribus breviter pedicellatis pentameris ;
sepalis ovatis acutis; petalis haec triplo superantibus; staminibus paulo bre-
vioribus, disco lobato; pistillodio glabro.
Ramuli florentes 22—35 cm longi cum pannicula basi 4,5—2 mm diametro,
Petiolus 4,2—4 cm longus; petioluli 2—5 mm metientes; foliola 4,5—7 cm longa et
2—2,5 cm lata nervis majoribus 8—40 utrinque at subtus paulo magis prominentibus
utraque mediani parte percursa, sicc. subcastaneo-viridia subtus paulo pallidiora. Pan-
nicula 10—20 cm longa, bracteae vix 4 mm superantes. Calyx 4 mm, petala 2,7 mm,
stamina 2 mm longa, discus ad 4,5 mm latus.
Brasilia: civit. Minas Geraés, inter Piedade et Sa. Luzia in silvis
(Grazıou n. 20 246, florens Novembri 1893). |
Haec species M. pubescenti St. Hil. et Tul. proxima at glabritie demum perfecta
et foliis petiolatis optime ab ea differt,
Apocynaceae
auctore K. SCHUMANN.
Aspidosperma Mart. et Zucc.
A. ingratum K. Sch. n. sp.; ramis gracilibus vel modice validis tere-
libus vel subangulatis, novellis tomentosis tarde glabratis; foliis petiolatis,
peliolo tereti superne leviter sulcato, lanceolatis vel oblongis vel subobovato-
oblongis acutis basi cuneatis dure coriaceis, statu juvenili utrinque con-
colori-tomentosis mox supra glabratis tune discoloribus demum subtus pariter
glabratis; dichasio ter trichotomo pedunculato tomentoso; floribus breviter
pedicellatis, sepalis subinaequalibus extus tomentosis; corolla quadrante vel
Iriente summo in lobos obliquos obtusos divisa, extus tomentosa intus pube-
rula; ovario apice sublanuginoso, stilo brevi,
Ramuli florentes 45—20 cm longi basi 2—2,5 rarius ad 4—5 mm crassi apice ferru-
uineo-tomentosi basi cortice cinereo vel sordide nigrescente obtecti. Petiolus 5—45 mm
longus pariter indutus, lamina 3—8,5 cm longa et 4—4 cm lata nervis 6—44 supra
vix subtus indumento delapso aegre conspicuis utraque mediani parte percursa, sice,
‘tatu juvenili ferrugineo-tomentosa dein cinerea vel subviridi-cinerea vgl griseo-nigres-
cons. Inflorescentia 4—4,5 em longe peduneulata 2—3 em diametro, ferrugineo-
Iomentosa; flores vix 4 mm longe pedicellati, Calyx 4,5—2 mm longus ut corolla
7 mm longa ferrugineo-tomentosus, Stamina 8,5 mm supra basin corollac adnata,:
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 67. 31
‘filamenta et antherae 1 mm longa. Ovarium superne luteo-indutum 4 mm altum,
stilus 1,5 mm longus.
Brasilia: locis accuratis haud addictis (Graziou n. 17434, 17 697,
18366).
Obs. Haec species indumento juvenili statu ramulorum et foliorum et omnium
_partium floralium valde insignis ab omnibus aliis facile discernenda.
Asclepiadaceae
auctore K. ScHUMANN.
Oxypetalum R. Br.
0. hirsutulum K. Sch.; caulibus gracilibus tetraquetris, lateribus ex-
cavatis, novellis complanatis hirsutis vix demum glabratis; foliis breviter
petiolatis, petiolo tereti hirsuto, lanceolatis vel suboblanceolatis acumina-
_tissimis basi cordatis utrinque at subtus densius hirsutis margine undulatis ;
- floribus geminatis axillaribus breviter pedunculatis longe pedicellatis brac-
teolis duris filiformibus suffultis, pedicellis filiformibus praecipue superne
hirsutis; sepalis subulatis glandulis solitariis alternantibus; corolla campanu-
lata ad trientem inferiorem in lobos intus verruculosos glabros divisa extus
pilosula; coronae lobis truncatis apice excurvatis, intus ligula tereti paulo
longiore munita; filamenti appendicula coronae lobis paulo minore; capite
stigmatis ad medium in ramos filiformes diviso.
Ramuli florentes 30—32 cm longi basi 2 mm diametro cinereo-pilosi. Petiolus
- 5 —7 mm longus teres; lamina 2,5—4,5 cm longa et 5—10 mm lata, at ut e rudimento
- folii cujusdam evadit, certe major, nervis 2—3 praeter basales utraque mediani parte
» percursa sicc. supra brunneo-nigrescens subtus ope indumenti cinerea. Pedunculus
_3—5 mm longus, pedicelli 1—2,5 cm metientes, bracteolae vix 5 mm longae. Calyx
8 mm, corolla 18 mm longa, lobi 13 mm metientes; coronae lobi 4 mm, ligula interior
2 mm longi; caput stigmatis 8 mm longum.
Brasilia: prope Blumenau in civit. Sta. Catharina (Scuexek n. 398).
Obs. Haec species cum nulla nisi cum O. Schottii comparanda tamen ab illa jam
prima fronte coronae lobis apice truncatis denticulatisque abhorret.
Barjonia Decne.
| B. platyphylla K. Sch.; herba perennis campestris caulibus sim-
plicibus erectis strictis striatis, novellis ipsis glabris; foliis sessilibus late
cordatis brevissime acuminatis marginatis utrinque glabris coriaceis; um-
bellis paucifloris pedunculatis glabris; floribus pedicellatis, bracteis parvis
glabris; sepalis ovato-triangularibus coriaceis acutis glabris; corolla cam-
panulata alte in lobos oblongos obtusos extus glabros intus supra faucem
fasciculis pilorum instructos divisa; coronae exterioris lobis ligulatis basi
subito dilatatis, interioris subtriangularibus denticulo solitario munitis; appen-
dicula connectivi obtusa; stigmatis capita obtuso.
Caules florentes 50—80 cm longi basi 2—3,5 mm crassi e rhizomate crassius-
culo. Folia 5—15 mm longa, ad medium 0,8—2,5 cm luta nervis 5—7 supra tantum
32 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67.
conspicuis immersis utraque mediani parte percursa, supra siec. olivacea subtus sub-
ferruginea. Pedunculi 42—45 mm longi, pedicelli 4—10 mm metientes. Calyx
1,2 mm longus. Corolla alba 4,5 mm metiens ad 1,2 mm divisa. Gynostegium
3 mm, lobi coronae exterioris 3,5 mm, interioris 4 mm longi, Connectivi appen-
dicula alba 4 mm longa. |
Brasilia: loco haud accuratius addicto (GLazıou n. 19638); civit. Minas
Geraës, Biribiry prope Diamantina (Scuwacke n. 8169, florens mense
Augusto 1892).
Obs. Species ope foliorum brevissimorum maxime insignis et facile a speciebus
aliis distinguenda. |
Meliaceae
N
auctore H. Harms.
Triehilia Linn.
T. brachythyrsus Harms n. sp.; foliis impari-pinnatis, 2—4-jugis; fo- —
liolis petiolulatis, oblongis vel subobovato-oblongis, basi acutis vel in petio-
lulum breviter attenuatis, apice breviter obtuse acuminatis, subtus in axillis
nervorum utrinque circ. 8—10 barbellatis; paniculis foliis brevioribus sub-
simplicibus; floribus breviter pedicellatis; calyce minuto, 5-lobo, lobis latis
subsemiorbicularibus obtusis; petalis 5 oblongis apice rotundatis subglabris ;
tubo stamineo glabro brevissime 10-dentato, antheris inter dentes sessilibus
glabris; ovario glabro in disco crasso sessili, stylo brevi crasso, stigmate
capitato.
Blätter bis 35 em lang, Blättchen ungefähr bis 42 cm lang, 4 cm breit.
Rispen 4—5 cm lang, Blättchenstiele 8—10 mm lang. Blumenblätter 4 mm lang.
Brasilia: Alto Macahé de Novo Friburgo (GLaziou n. 20243. —
März 1893).
Verwandt mit 7. Casaretti C. DC. (cf. DC. Monogr. I. 681), verschieden durch
größere Blüten und relativ kleineren, auch tiefer geteilten Kelch.
T. pyramidata Harms n. sp.; foliis oppositis suboppositisve, impari-
pinnatis 2—5-jugis, foliolis breviter petiolulatis oblongis saepius leviter ob-
liquis basi plerumque inaequali acutis vel obtusis vel subrotundatis apice
breviter obtuse acuminatis, supra glabris subtus subglabris tantum ad cos-
lam minus ad nervos laterales sparse pilis longiusculis obsitis, nervis utrin-
que cire, 7-44; paniculis axillaribus quam. folia brevioribus longiuscule
peduneulatis pyrarmidatis elongatis, axi ramis glabris, ramulis pedicellis
slabris vel parce pilosis; calyee minuto glabro 5-lobato; petalis 5 subacutis
subglabris; tubo stamineo glabro, ad medium cire. in lacinias 10 partito;
lacinis inargine et intus nec non antheris pilis longiuseulis hirsutis; ovario
disco breviori insidente subsparse hirsuto, stylo brevi glabro, stigmate lato
CTASSO,
Blätter 30 em lang oder länger; Blittchen 6—9 cm lang, 8—4 em breit; Stiele
pion lang, BRispen 40—20 om lang. Blumenblätter 3 mim lang.
Brasilia: Andarahy Grande prope Rio Janeiro (Gnazıou m, M 834, —
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 33
Dec. 1879); Sarangeiras, au pied du Corcovado (Grazıou n. 14 835. — Dec.
1879).
Scheint der 7. mudtiflora Casaretto (cf. DC. Monogr. I. 669) sehr nahe zu kommen,
und von ihr nur durch kürzere Rispen, größere Blüten abzuweichen.
T. graciliflora Harms n. sp. (vgl. Natürl. Pflanzenfam. II. 4, 304,
fig. 164 H—K); foliis gracilibus impari-pinnatis 1—3-jugis; foliolis breviter
petiolulatis vel subsessilibus obovato-oblongis vel oblongis vel elliptieis, basi
sensim subcuneato-angustatis, apice saepius brevissime protracto obtusis,
membranaceis glabris, subtus in axillis nervorum tantum barbellatis, cre-
berrime pellucido-lineolatis; paniculis axillaribus foliis paulo brevioribus vel
eis subaequilongis, rarius eis longioribus ramosis glabris; pedicellis bre-
vissimis; calyce 4-lobo, lobis ovatis obtusis; petalis 4—5, in alabastro imbri-
catis, oblongis, obtusis; tubo stamineo superiore parte intus longe hirsuto,
extus sparsius piloso, inferiore parte glabro, antheris 8—40, oblongis,
acutis, glabris, in margine tubi inter dentes ejus subulatis iis brevioribus
sessilibus; ovario conico glabro in disco sessili, stylo brevissimo, stigmate
capitato.
Blatter 6—10 cm lang, Blittchen 2,5—5 cm lang, 7—17 mm breit. Rispen
7—10 em lang mit mehreren Seitenästchen, die 1—2 cm lang sind; Blütenstiele 1—
1,5 mm lang. Blüten klein, Blumenblätter 2 mm lang.
Argentina: Gran Chaco (HAGENBECK).
Verwandt mit T. elegans Juss. in St. Hil. Fl. Brasil. merid. II. t. 89, verschieden
durch stärker verzweigte Rispen. T. gracilis Loesener in Flora 1889, p. 75 gehört auch
in diese Verwandtschaft, weicht jedoch von unserer Art durch Blätter mit ınehr Jochen
und schmälere, längere Blättchen ab.
T. Schumanniana Harms n. sp.; ramulis ferrugineo-lepidotis, foliis im-
pari-pinnatis 5-jugis; foliolis oppositis vel alternis breviter petiolulatis, supra
glabris vel sparse lepidotis subnitidis, subtus ferrugineo-lepidotis, oblongis,
. basi leviter inaequali acutis vel obtusis vel subrotundatis, apice breviter
… vel brevissime obtuse acuminatis, nervis secundariis subtus satis prominen-
tibus utrinque circ. 12—16 inter se fere parallelis paulo ante marginem
arcuatis; foliorum rhachi = ferrugineo-lepidota; paniculis axillaribus amplis
quam folia minoribus ramosis ramulis divaricatis; paniculae ramis ramulis-
- que nec non pedicellis brevissimis = dense lepidotis; calyce late cupulari
_ subintegro vel minutissime 5-dentato; petalis in alabastro valvatis, basi lata
_ Ovato-oblongis acutis, extus dense lepidotis; staminibus 10 petalis breviori-
bus; filamentis alternis brevioribus anguste lingulatis, apice brevissime 2-
. denticulatis vel tantum emarginatis; antheris oblongis glabris in sinu apicis
filamenti filamentello brevissimo vix conspicuo insertis; ovario late ovoideo
_ dense lepidoto, stylo brevissimo anguste conico, loculis 2—3, ovulis in
-Joculo binis.
3 Blätter bis 30 cm lang, Stiele der Blättchen 3—6 mm lang, Blättchen 8—14 cm
“ang, 2,5—4 cm breit. Rispen 15—20 cm lang; Blütenstiele 4—3 mm lang. Blumen.
“blätter 3—4 mm lang.
Botanische Jahrbücher. Peiblatt Nr. 67.
34 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
Brasilia: Corcovado (Graziou n. 11832. — Jan. 1880).
Gehört in die Nähe von 7. lepidota Mart. (Flora v. 22, Beibl., p. 54), welche
C. DE CANDOLLe (Suit. au Prodr. I. 754) von der Familie ausschließen will, die ich aber
in die Gattung aufgenommen habe (vgl. Nat. Pflanzenfam. III. 4, 305). Von dieser ist.
sie verschieden durch mehrjochige Blätter und spitze, nicht gerundete oder stumpfe
.Blättchen. Die Schuppen von T. lepedota sind silberglänzend, die unserer Art rostfarbig.
T. angustior Harms n. sp.; foliis imparipinnatis, 2—4-jugis; foliolis
breviter petiolulatis anguste oblongis vel lanceolatis basi obliqua in petio-
lulum breviter angustatis vel acutis vel obtusis, apice breviter vel longius-
cule acuminatis, subglabris vel persparse lepidibus obsitis, rhachi nec non
petiolulis subferrugineo-lepidotis; nervis utrinque circ. 8—12; paniculis foliis
brevioribus (an interdum aequilongis?), axi ramulis pedicellis brevibus sub-
ferrugineo-lepidotis ; calyce late cupulari lepidoto minute 5-denticulato; pe-
talis 5 in alabastro leviter imbricatis basi lata oblongis subacutis extus
lepidotis; staminibus 40, alternis brevioribus; filamentis liberis vel basi
tantum cohaerentibus lingulatis, apice leviter emarginulatis vel 2-denticulatis,
antheris filamentello brevissimo in sinu apicis filamenti vel ad basin sinus
affixis; ovario dense albo-lepidoto 3-loculari, ovulis in loculo binis, stylo
brevi subcylindraceo, apice obtuso.
Blätter 45—20 cm lang oder länger, Blättchen 4—10 cm lang, 4—2,5 cm breit;
Blättchenstiele 5—7 mm lang. Rispen 40—45 cm lang; Blütenstiele 2—3 mm lang:
Blumenblätter 3 mm lang.
Brasilia: Alto Macahé (Grazıiou n. 17572. — Dec. 1888).
Verwandt mit 7. Schumanniana Harms, verschieden durch viel geringere Schuppen-
bekleidung, kleinere Blätter mit relativ längeren Blättchenstielen, auch sind die Blätt-
chen mit längerer Spitze versehen und die Seitennerven gehen meist in einem spilzeren
Winkel vom Mittelnerv ab. T. Taubertiana Harms, die ich in Nat. Pflanzenfam. II. 4
305 kurz erwähnt habe (Rio Novo, leg. Scnwacke) und von der mir augenblicklich nur
spärliches Material vorliegt, ist charakterisiert durch die zwischen den Seitennerven
eigentürnlich bullaten Blättchen, durch die zerstreut auf der Unterseite der Blättchen
stehenden weißlichen Haare mit deutlich sternförmig abstehenden getrennten Astchen
und die weißliche Schuppenbekleidung der Blüten.
Cabralea A. Juss.
C. microcalyx Harms n. sp.; ramulis breviter puberulis; foliis petio-
latis 3—4-jugis, peliolo rhachique breviter molliterque puberula, foliolis
oppositis, obliquis oblongis, apice breviter aculis vel brevissime acuminatis,
basin versus aculis vel angustalis, supra breviter puberulis vel subglabris,
subtus molliter subdenseque pubescentibus subtomentosis, subpellucido-multi-
lineolatis; paniculis axillaribus folio saepius brevioribus vel subaequilongis
pedunculatis ramulis brevibus == molliter puberulis; pedicellis brevibus;
calyce minuto dense breviterque pubescente, sepalis subaculis; petalis
zlabris,
Blättehenpaare 1—1,5 em abstehend, Blättchen 3,5—4,5 em lang, 7—10 mm
reit, Rispen 3—# em lang. Kelch 4 mm lang, Blumenblitter 4—5 mm lang
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 35
Brasilia: civit. Goyaz, inter Paiol et Lagoa do Cercado (Guaziou
1. 20844. — Sept. 1895).
Diese Art zeichnet sich besonders durch den sehr kleinen Kelch aus.
Amarantaceae
auctore GIUSEPPE LOPRIORE
Cataniensi.
Die folgenden neuen, in Brasilien von GLazıou gesammelten und von
Herrn -Prof. I. Ursan mir gütigst zur Untersuchung gestellten Arten ge-
hören der polytypischen, in Brasilien einheimischen Gattung Gomphrena
an und stellen prächtige Gewächse dar, die bald durch ihre goldene Farbe,
bald durch ihre großen Dimensionen und die eigentümlichen, meist unter-,
brochenen Blütenstände sehr auffallen.
Nur eine der neuen Arten gehört zu der ebenso in der neuen wie in
der alten Welt auftretenden Gattung Celosia; es ist eine dem Sumpfleben
angepasste Pflanze.
Sämtliche Arten stimmen in ihrem Blütenbau und den übrigen äußeren
Merkmalen mit den Hauptcharakteren beider Gattungen vollständig überein.
Ferner gebe ich hier die Bestimmung zweier Celosia- und Alternan-
thera- und zahlreicher Gomphrena-Arten, welche in Brasilien von ULE,
SCHWACKE, GLaziou und mehreren anderen gesammelt wurden.
f
Celosia Linn.
C. salieifolia Lopr. n. sp.; herba palustris, pedalis; caule basi sub-
lignoso, radicante, flexuoso, sulcato, striatulo; foliis lanceolatis, basi cuneatis,
sensim in petiolum angustatis, apice longe acuminatis, acumine obtusiusculo,
obsolete subfalcatis, parte superiore angustiore quam inferiore, lamina utrin-
que tenuiter membranacea et densiuscule subruguloso-gibbosula, costa et
nervis tenuissimis saepe sub angulo subrecto patentibus et ad apicem ver-
a curvatis, utrinque subaequaliter prominulis, 10—-20 cm longis (petiolum
inclusum), 20—40 mm latis; spica composita terminali, interrupta, laxa,
15—20 cm longa; capitulis sessilibus, alternantibus, plurifloris, internodiis
10—30 mm longis separatis; bracteis late ovatis, acutis, concavis, basi in-
srassatis et nigrescentibus, hyalinis, nervo mediano fusco et in aristulam bre-
vem terminante; floribus fuscis, 3 mm longis, 1—1!/, mm Jatis; tepalis
late ovato-lanceolatis, subfuscis, plurinerviis, basi incrassatis et nigrescen-
ibus, 2 exterioribus latioribus, circa 3 mm longis, 1'/, mm latis; cupula
taminea hyalino-straminea, basi rufescente, staminibus incrassatis, filamen-
or! m parte libera aequilonga, 1 mm longa; antheris subrectangularibus,
asi divergentibus, circa !/, mm longis; utriculo nigro, obovato, basi an-
ato, ruguloso, 21/, mm longo, circumscisse dehiscente; stylo brevi,
e*
36 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 67.
bifido; stigmate deciduo; seminibus crasse lenticularibus, nigris, laevibus,
I’, mm latis. |
Brasilia: Pas d’Assucar, in silva primaeva, in Majo fl. (ULE n. 329).
C. grandiflora Moq.
Brasilia: prope Blumenau, in sylvis primaevis umbrosis (ULE n. 820,
m. Jan. florif. 4888).
C. longifolia Mart.
Brasilia: civit. Rio de Janeiro, in sylvis prope Nova Friburgo, 1100 m
(Uze n. 4590, m. Januar. florif. 1898).
Alternanthera Forsk.
A. maritima Moq.
Brasilia: Estado de Sta. Catharina (ULE n. 4474).
A. hirtula Mog.
Argentina: Gran Chaco (HaGEnpeck — sine numero).
Gomphrena Linn.
G. grisea Lopr. n. sp.; perennis, erecta, caulibus 15—30 cm longis,
11,—2 cm crassis, pilis albidis vel sordide griseis subappressis molliter
sericeis, lantum folia perpauca gerentibus paene subaphyllis; foliis basi
caules et mediam partem tantum vestientibus, erectis vel ad caulem sub-
appressis, sessilibus, lineari-lanceolatis, integris acutis, 2—3'/, cm longis,
3—5 mm latis, supra parce et sparse subtus densissime pilis albidis sericeo-
sublanuginosis; inflorescentia terminali, spiciformi, spicis dense congestis |
subglobosis cire. 12 mm longis, 45 mm latis; bracteolis hyalinis, basi
nigrescente, subconnatis, ovatis, valde concavis, 3 mm latis et longis; flori-
bus albis; tepalis lanceolatis 7 mm longis, margine dense pilosis vel lanu-
ginosis, basi nigrescentibus, parte media superiore hyalinis, tubo stamineo
5 mm longo, filamentorum parte libera brevissima, triloba, lobis exteris
subtrapezoideis basi angustatis, lobo antherifero vix prominente, antheris
late ovalis, apice rotundatis bifidis; ovario turbinato 2 mm longo, stylo
brevissimo, sligmate plumoso; seminibus rufescentibus, minutis, funiculo —
elongato.
Brasilia: in civil. Goyaz, in vallibus Rio Corumba in campo (Grazıou À
n. 21968, m. Sept. f1.).
6. chloromalla Lopr. n. sp.; herba tubereulifera, undique dense villosa, «
caulibus ereelis, 7 mm crassis, teretibus ; foliis oppositis sessilibus, inter-
nodiis $—42 em longis, lamina rigidula chartacea, ovali vel ovata vel sub- —
obovata, margine inlegerrimo plana, i. s. saepius undulato-subplicata, basi
late cuneata vel rotundata, apice brevissime acuminata, 4—7 cm longa, —
3—5 em lata, 1. s. subochraceo olivacea, nervis subtus prominulis, supra
obsoletis palmatis, utrinque nempe juxta et secundum marginem 2—3 |
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. 37
principalibus paene usque ad apicem laminae percurrentibus, praeterea a
costa media in folii parte superiore etiam utrinque cire. 2—3 nervis late-
ralibus, superioribus sub angulo latiore, inferioribus sub angustiore angulo
patentibus; inflorescentia terminali, pannieulata ramulis oppositis 10—15 em
Jongis, fasciculis 3—5-floris; bracteolis stramineis, lanceolatis acutis spines-
“centibus 6 mm longis; floribus albescentibus; tepalis hyalinis, 7—8 mm
longis, dense pilosis vel lanuginosis, tubo stamineo circ. 6 mm longo, fila-
mentorum parte libera vix 4 mm longa in lobos duos laterales semi-
lunares convergentes terminante, lobo intermedio antherifero sessili, an-
theris anguste linearibus, 3 mm longis, apice angustatis bifidis; ovario tur-
binato 2 mm longo, stylo filiformi ovario subaequilongo; stigmate bifido
2-plo vel 3-plo ovario longiore; seminibus rufescentibus turbinatis.
Brasilia: in civit. Goyaz ad Chapadao de Porto Seguro in campo
prope Olho d’Agua do vento (GLaziou n. 21972, m. Dec. fl.).
‘ G. eriocalyx Lopr. n. sp.; perennis, erecta; caulibus validis, teretibus,
4—6 mm crassis, pilis albidis subadpressis, molliter sericeo sublanuginosis ;
foliis basalibus oblanceolatis vel oblanceolato-cuneiformibus, erectis, crassius-
culis, coriaceis, integerrimis, apice obtusis vel subrotundatis vel acutius-
culis, saepe brevissime mucronulatis, supra et margine pilis brevissimis
erectis scabris vel scaberrimis, subtus pilis longis adpressis tomentosis,
13—15 cm longis, 2!/,—3 cm latis, costa media supra i. s. leviter impressa,
-subtus vix conspicua, nervis lateralibus plane obsoletis, foliis caulinis gra-
- datim diminutis, lanceolatis vel lineari-lanceolatis vel superioribus subdel-
toideis, internodiis longissimis (8—15 cm longis); floribus in glomerulos
densos internodiis 6 mm longis separatos in caulis primarli axi congestis,
glomerulis singulis circ. 2 cm diam. et uno alterove interdum axim brevem
secundarium glomeruliferum emittente; bracteolis hyalinis, nervo mediano
rufescente concavis, 4—5 mm longis; floribus flavescentibus; tepalis lineari-
bus, apice acutis, basi incrassatis, 7—8 mm longis, dense pilosis, pilis
longis albidis lanuginosis; tubo stamineo hyalino, circ. 6 mm longo, fila-
mentorum parte libera 1 mm longa in lobos duos laterales ovales acutos
convergentes terminante, lobo intermedio antherifero lineari brevi, antheris
late linearibus, apice rotundatis, 24/2 mm longis; ovario turbinato 11/>—
2 mm longo; stylo brevissimo; stigmate bifido, ovarium subaequante; se-
minibus rufescentibus.
Brasilia; in civit. Goyaz inter Fazenda da Bolivia et Herculano Lobo
in campo (Graziou n. 21974, m. Dec. fl.).
- G. aurea Lopr. n. sp.; perennis, humilis, tota planta pilis albidis sub-
sericeis usque ad 12 mm longis lanuginoso-hirsuta, caulibus brevibus vel
in petiolum laminae subaequilongam vel circ. t/3—1/,-plo breviorem sensim
t cuneatim angustatis, apice obtusis vel acutiusculis, subcoriaceis, juve-
nilibus pilis sericeis, durescentibus et setaceis obleetis, velustioribus demum
38 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
glabratis, superficie in foliis vetustis dense et manifeste punctata, nervis
obsoletis; inflorescentia terminali, capituliformi, ambitu subsemiglobosa. circ.
3,5—4 cm diametro; bracteolis aureis, nitidis, carinatis, cristulatis, cristula
ampla, apice dentieulata, 15 mm longis; floribus flavis, tepalis aureis,
linearibus, apice acutis, mucronulatis, basi incurvatis, dense pilosis, 16—
17 mm longis; tubo stamineo hyalino, perigonio 1 mm longiore, filamentis
brevissimis in lobos duos laterales ovatos obtusiusculos divergentes ex-
currente, lobo intermedio antherifero brevissimo, antheris linearibus acutis
basi bilobulatis, apice demum curvatis; ovario turbinato, stylo cylindrico, |
stigmate brevi bifido; seminibus rufescentibus ovatis. |
Brasilia: in eivit Minas Geraés in Serra dos Vertentes (GLazıou
n. 20435, m. Jun. fl.); in eivit. Goyaz inter As Antas et Pedro Sardinha
in campo (Graziou n. 20966, m. Aug. fl.).
6. aphylla Pohl. |
Brasilia: in eivit. Piauhy (GARDNER n. 2296).
(6. agrestis Mart.
Brasilia: Säo Juliao (Scuwacke n. 7992, fl. m. Mart. 1892).
G. cinerea Moq.
Brasilia: in eivit. Goyaz (GLaziou n. 21 969, fl. m. Jan. 1894).
G. denudata Mogq.
Brasilia: in civit. Goyaz (GLazrou n. 21970, fl. m. Jan. 1894).
(6. holosericea Mart.
Brasilia: Blumenau, ad vias inter fruticeta (Ute n. 855, fl. m. Aug.
1888).
G. jubata Moq.
Brasilia: in eivit. Goyaz (Grazıou n. 21967, fl. m. Jan. 1894).
6. officinalis Mart.
Brasilia: in civit. Goyaz (GLaziou n. 21965, a. 1894); inter Bra
Vista et Injanhy (Scuwacke n. 9087, fl. m. Jan. 4893); Cachambu (ne Moura —
n. 55, fl. m. Jan. 1890).
G. Riedelii Seub.
Brasilia: in civil. Goyaz (GLazıou n. 21 974, flor. m. Jan. 1894).
G. scapigera Mart.
Brasilia: in civil. Minas (Gramou n. 49750, fl. m. Jan, 4891); in
campis ad Serra de [aliaia prope Chapada (Scuwacke n. 11494, fl. m,
Majo 1895).
(1. virgata Mart.
Brasilia: in civil, Goyaz (Graztou n. 24974, fl. m. Jan, 1894; In-
fallıvel apud incolas).
BR
Vier neue Weidenarten aus Japan.
Von
Otto v. Seemen.
Salix dolichostyla v., Seem. n. sp. gi u. ©; hoher Baum mit
dickem Stamm; Zweige: ältere: gelbbraun, kahl, junge: kurz, grau be-
haart; Blätter (nur junge): lanzettlich bis oblong-lanzettlich, beiderendig
zugespitzt, am Rande dicht, scharf gesägt, an der Mittelrippe spärlich lang
behaart; Kätzchen: mit den Blättern gleichzeitig erscheinend, Gt: fast
sitzend, am Grunde durch 2—3 kleine, lanzettliche oder oblonge, unterseits und
am Rande seidig behaarte Blitichen gestützt, aufrecht, schmalcylindrisch,
bis 3 cm lang, 0,5 em dick; dichtblütig; Spindel: dicht zottig behaart;
Deckschuppe: bis auf die halben Staubblätter hinaufreichend, länglich eiför-
mig bis oval, stumpf, häutig, adrig, hellgelbbraun, außen schmutzig grau,
zottig behaart; Staubblätter: 2, am Grunde etwas verwachsen und zottig-
behaart; Antheren oval, gelb; Drüsen: 2, vordere: lang, pfriemförmig,
hintere: breit oval, oben rund oder ungleich eingeschnitten; ©: lang ge-
stielt (Stiel: bis 1,5 cm lang, dicht, zottig behaart, mit kleinen laubartigen,
am Rande dicht gesägten Blättern), aufrecht, cylindrisch, bis 2 cm lang,
0,3 cm dick, dichtblättrig; Spindel: zottig, grau behaart; Deckschuppe:
fast so lang als die Kapsel bis zu der Narbe hinaufreichend, eifürmig, am
oberen Ende ausgerandet, mantelartig, häutig, adrig, gelbbraun, nur am
Grunde etwas zottig grau behaart; Kapsel: kurz eiförmig, sitzend, dicht,
lang, zottig grau behaart; Griffel: fast 2/3; so lang als die Kapsel, dick,
kahl; Narben: lang, dick, geteilt, schneckenförmig gekrümmt; Drüsen: 2
vordere: lang lineal, 1/; so lang als die Kapsel; hintere: eben so lang,
breitoval, fast kreisrund, spitzlich.
_ Japan: Insel Nipon (nördlicher Teil), Aomori (leg. Abbé U. Faurıe,
den 6. Mai 1898, n. 1259, 1260) in Flussthälern.
Das Vorhandensein von 2 Staubblittern in den & Blüten und von 2 Drüsen so-
wohl in den & wie in den © Blüten deuten darauf hin, dass diese Weide zur Fragilis-
Gruppe gehört. Sehr charakteristisch bei dieser Art ist die sitzende, stark behaarte
Kapsel mit dem langen Griffel und den schneckenförmig zurückgerollten Narben.
40 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
S. Fauriei v. Seem. n. sp. ©: Zweige: dünn; alte: rotbraun kahl;
junge: am Grunde dicht, lang, sonst dünn und kurz grau behaart: Knos-
pen: kahl: Blätter: gestielt (Stiel: bis 0,5 cm lang, bei jungen Blättern
grau behaart, später kahl), lanzettlich, lang zugespitzt, bis 6,5 cm lang,
1,5 cm breit, fein knorpelig gesägt, dünn, in der Jugend beiderseitig an-
liegend lang seidig behaart, später verkahlend, fast gleichfarbig; Mittel-
rippe : FRE wenig, unterseits stark hervortretend; Seitennerven und
feinmaschiges Adernetz: beiderseits nur wenig hervortretend; Kätzchen
RS roo) ?
(nur ©): gleichzeitig mit den Blättern, aufrecht, sitzend, am Grunde mit.
—
{—2 kleinen Blättchen, schmal cylindrisch, bis 5,5 em lang, 0,5 em dick,
lockerblütig ; Spindel: dünn, starr behaart; Deckschuppe: bis auf die Kap-.
sel hinaufragend, schmaleiförmig oder eiförmig, stumpf, starr, an der Spitze |
dunkler, am Grunde und Rande, spärlich lang behaart; Kapsel: gestielt
(Stiel: 1/, so lang als die Kapsel, kahl, schmal oval kegelförmig, kahl, oder
mit einzelnen längeren Haaren bestreut; Griffel: 1/, so lang als die Kapsel,
kahl; Narben kurz, aufrecht, ausgerandet; Drüse: 4 hintere, oval, am
Grunde verschmälert, gestutzt flach, fleischig, so lang als der Kapselstiel.
Japan: Yamakita (Nordspitze von Nipon), auf Felsen (leg. Abbé
U. Faurie, den 8. Mai 1899, n 3700).
Diese Weide ist zur Arbuseula-Gruppe zu rechnen.
S. Shiraii v. Seem. n. sp., œ u. QO. Niedriger Strauch von etwa
{ m Höhe; Zweige: alte: dunkelbraun, kahl; junge: gelbbraun, spärlich
anliegend grau behaart; Blätter, bis 5,75 cm lang, 3 cm breit, eiförmig spitz —
bis eilanzettlich zugespitzt, am bins abgerundet oder herzfürmig, gestielt
Sliel: bis 0,75 em lang, bei dem jungen Laube dünn weiß behaart, sonst
kahl), am Rande scharf gesägt, oberseils dunkelgrün, unterseits grau, bei
dem jungen Laube dicht und lang anliegend weiß behaart, bei dem aus- —
sewachsenen Laube nur an der Mittelrippe spärlich behaart; Mittelrippe:
oberseils wenig, unterseits stärker hervortretend; Seitennerven und weil-
maschiges Adernetz: beiderseitig fein und wenig hervortretend; Kälz-
chen: mit dem Laube ‚gleichzeitig, Gt: fast sitzend am Grunde durch
schuppenartige, dicht lang weiß behaarte Blättchen gestützt, aufrecht, dünn
eylindrisch, bis 4 em lang, 0,5 em dick, diehtblütig; Spindel: dicht weiß behaart;
Deckschunpe klein, breit oval, am oberen Ende abgerundet, hellgelb, lang zul
dieht, glatt weiß behaart; Staubblätter: 2, frei, kahl; Antheren: oval, gelb;
Drüse: 4 hintere, oval, 2), so lang als die Deckschuppe; © : kurz gestiell —
Stiel: bis 0,75 em lang, weiß behaart, mit 2—3 kleinen, laubartigen,
eiförmigen, am Rande zerstreut gesiigten, lang und dünn weiß behaarten
Blättchen), aufrecht, dünn eylindrisch, bis 4 cm lang, 0,5 cm dick, locker-
blütig; Spindel: weiß behaart; Deckschuppen : klein, 1/2 so lang als der Kap- —
selstiel, breit oval, am oberen Ende abgerundet, hellgelb, lang und dicht
glatt weiß behaart; Kapsel: lang gestielt (Stiel: / so lang als die Kapsel,
dünn, kahl), aus ovalem Grunde verschmäilert, am oberen Ende stumpf,
FT TES
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67. Al
kahl; Griffel: kurz, dünn; Narben: länglich, aufrecht gabelig abstehend;
Drüse: 4 hintere, !/, so lang als der Kapselstiel, länglich oval.
Japan: Insel Nipon, Nikko, auf Felsen in 2000 m Höhe (leg. Snırar,
Mai 1898, n. 42 u. 43; leg. Abbé U. Faurız, Mai 1898, n. 2142).
Diese Weide gehört zur Hastata-Gruppe und zeichnet sich aus durch die am Grunde
meistens herzförmigen Blätter und durch die lange weiße Behaarung der jungen Blätter
und Deckschuppen.
S. eyelophylla v. Seem. n. sp. ©. Niedriger Strauch; Stamm: am
Grund kriechend; Zweige: kahl, junge: gelbbraun, alte: dunkelbraun;
Knospen: kahl; Blätter: lang gestielt (Stiel: bis 1,5 cm lang, nur bei
ganz jungen Blättern spärlich lang, weiß, seidig behaart, sonst kahl), breit
elliptisch bis kreisrund, bis 4,5 cm lang, 3,5 cm breit; Spreite nur am
unteren Ende mit einzelnen sehr kleinen Zähnchen, sonst ganzrandig, kahl
nur bei ganz jungen Blättern unterseits spärlich mit langen, weißen, seidi-
sen Haaren besetzt), lederartig, auf beiden Seiten fast gleichfarbig, ober-
seits glänzend, unterseits matt; Mittelrippe und Seitennerven: bei den jun-
gen Blättern oberseits vertieft, bei den älteren Blättern beiderseits fein her-
vortretend; Adernetz: weitmaschig, wenig hervortretend; Kätzchen (nur
©): mit den Blättern gleichzeitig, lang gestielt (Stiel: bei jungen Kätzchen
bis 1 cm, bei abgeblühten bis 2 cm lang, spärlich lang behaart, mit 2 bis
3 kleinen laubartigen Blättern), bogig hängend, junge: kurz walzenförmig,
bis 1,5 em lang, 0,5 cm dick, abgeblühte: lang walzenförmig, bis 6,5 cm
lang, 1,5 em dick, dichtblütig; Spindel: dünn behaart; Deckschuppe: fast
bis auf die halbe Kapsel heraufragend, oval, am oberen Ende abgerundet
oder gestutzt, schwach gezähnelt, am Grunde verschmälert, braun, auf den
Flächen spärlich, am oberen Rande dicht, lang, weißgrau behaart; fast
sitzend, aus schmal ovalem Grunde lang verschmälert, kahl; Griffel: '/;
so lang als die Kapsel; Narben: länglich, aufrecht, geteilt; Drüse: 4 hin-
tere, '/, so lang als die Kapsel, eiförmig, gestutzt, fleischig.
Japan: Insel Jesso, Gipfel des Rishiri (leg. Abbe U. Faurm, den
25. Juli 1899, n. 3713). |
Diese Weide gehôrt zur Hastata-Gruppe und zeigt im Laube Ahnlichkeit mit der
S. pyrolaefolia Ledeb., deren Blätter jedoch am Grunde spitz und am Rande dicht und
scharf gezähnt sind.
Protarum Engl. nov. gen.
Eine neue interessante Gattung der Araceen von den Seschellen.
Flores unisexuales monoici. Flores masculi: Stamina 3 in synandrium
sessile, (in directione spadicis) oblongum, leviter 6-lobum et medio excava-
tum connata. Flores feminei: Staminodia 4—6 imbricata crassiuscula. late
linearia, latitudine sua paullo longiora, apice obtuse triangularia et leviter
inerassata. Pistillum oblongo-ovoideum ; ovarium ovoideum, ovulis 4 funiculo
brevi basi affixis, elongatis suborthotropis; stilus brevis; stigma ultra stilum
lateraliter dilatatum, 4-lobum. — Herba tuberosa. Folii (ut videtur unici)
petiolus longus, lamina subpedatisecta, segmentis valde approximatis brevi-
ter ansatis lanceolatis acuminatis acutis, nervis lateralibus numerosis tenui-
bus patentibus in nervum collectivum a margine distantem conjunctis.
Spatha pedunculata oblongo-lanceolata supra infimam sextam partem levi-
ter constricta. Spadix spathae dimidium vix aequans. Inflorescentia femi-
nea conoidea spadicis imam tertiam partem oceupans, a mascula turbinata
in appendicem crassam obtusam longiorem transeunte spatio tenui sterili
sejuneta.
Diese ausgezeichnete Gattung ist ein wertvoller Zuwachs zu den alt-
endemischen Gattungen der Seschellen, welche deren hohes Alter erweisen.
Sie ist aber auch insofern von Interesse, als sie, wie auch die Stawrostigma-
leae ein Prototyp aus der Unterfamilie der Aroideeae darstellt, welches noch
Spuren der ehemaligen Zwitterblütigkeit deutlich erkennen lässt. Soweit ich
jetzt nach dem sehr dürftigen trockenen Material urteilen kann, sind die die
Pistille umgebenden Blattgebilde Staminodien, da ihre Beschaffenheit mit
der der Staubblätter übereinstimmt. Wären sie Blütenhüllblätter, dann
würde sich die Gattung mehr an Stylochiton anschließen.
Die einzige Art dieser Gattung nenne ich:
Protarum Sechellarum Engl.
Polit petiolus cire, 8 dm longus, inferne 4,5 cm crassus, sursum attenuatus, lamina,
crc, 4 dm lata, segmenta ansis 5—7 mm longis insidentia, 4,5—1,7 dm longa, 3—
8,5 om lata, Pedunculus 1,2 dm longus, 5—6 mm crassus, spatha 4,7 dm longa, tubo -
cire, 2 cm, lamina convoluta 8 cm diametiente, Spadicis inflorescentia feminea cire,
4 cm longa, inferne 4 cm crassa, interstitium sterile 4 cm longum, inflorescentia mas-
cula 2,5 cm longa, superne 4,2 cm crassa, appendix 4,5 cm longa, 41,3 cm crassa.
Synandria cire, A mm alla, direetione spadicis 2 mm longa, Staminodia florum femineo-
rum cire, 4 mm longa et lata. Pistilla 2 mm longi.
Seschellen, auf der Insel Mahé im Palmenwald auf Monnt Marrison
‘Scumpen, — Blühend im März 1899),
Die Pflanze wurde gelegentlich der Valdivia-Expedition von dem dieselbe begleiten-
den Herrn Prof. Dr, Scuimprn gosammelt,
L
Notiz.
Die »Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik< macht folgende,
wohl die meisten Botaniker interessierende Mitteilung:
Bahnstation »Welwitsch« in Deutsch-Südwest-Afrika. Von
Herrn Kurt Dinter, Vorsteher der forstwirtschaftlichen Station Brakwater
bei Windhoek in Deutsch-Südwest-Afrika, erhalten wir folgende interes-
sante Zuschrift: Als ich im Februar 1900 einige Wochen lang längs der
Wüstenstrecke der Swakopmund-Windhoeker Eisenbahn botanisierte, hielt
ich mich auch einen Tag beim Kilometer 62 auf, welcher Punkt seinerzeit
den Namen Station Kan, gewöhnlich »Kan oben« genannt, führte, zum
Unterschiede von Kanrivier oder »Kan unten«, welche Station in der Sohle
des 1. Kan liegt (4 Kilometer bahnabwärts und 120 m tiefer als »Kan oben«).
Die obere Station nun ist der einzige Punkt an der Eisenbahn, an welchem
dieselbe die Zone einer der merkwürdigsten Pflanzen der Welt, Welwitschra
mirabilis Hook. fil., durchschneidet. Diese hochinteressante Pflanze zieht sich in
einem schmalen Streifen von Walfischbai als südlichstem Punkte bis nach Cabo
Negro unter 15° 40’ südl. Br. An diesem letztgenannten Punkte wurde sie
- 1860 von dem österreichischen Botaniker Frreprich WELwITscH entdeckt und
CIN ug) ,
a
a oe
ihm zu Ehren von Sir Josern Hooker Welwitschia mirabilis benannt!)
Hooker teilt aus einem Rriefe Wetwirscn’s in einem Memoire über diese
Pflanze mit, dass Wetwitscu, als er diese Entdeckung machte und bald
darauf den Charakter der Pflanze erkannt hatte, vom Entdeckerenthusias-
mus derart überwältigt wurde, dass er lange im glühenden Wiistensande
vor ihr staunend kniete und sie kaum zu beriihren wagte, aus Furcht, sie
könnte sich als Product seiner Einbildungskraft erweisen. Als ich auf
meiner Weiterreise nach Swakopmund kam, hatte ich Gelegenheit, den
Leiter des Eisenbahnbaues, Herrn Major Popaatt, kennen zu lernen, wel-
chem Herrn ich den Vorschlag machte, den ungeeigneten Stationsnamen
bei Kilometer 62 umzuändern in Welwitsch. Mein Vorschlag fand sofort
Beifall und seit einigen Monaten trägt, nachdem die Namensänderung vom
4) Anmerkung. WerwırscH selbst hatte die Pflanze ein Jahr vor Hooker im Journ.
Linn. Soc. V (4864) 185 als Tuwmboa bezeichnet und beschrieben, und Hooker f. hat
dieselbe ihm von Barnes eingesandte Pflanze in Gardn. Chron. 4864 p. 1008 T. Bawnesvi
genannt, ein Jahr später in Gardn. Chron. 1862 p. 74 aber Welwitschia mirabalis (Red.)
44 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 67.
kais. Gouvernement gebilligt worden, die Station officiell den Namen Wel-
witsch, hoffentlich für »ewige Zeiten«. Ich denke, dass die gesamte Bo-
tanikerwelt, insbesondere aber die Osterreichs, die Nachricht mit Genug-
thuung aufnehmen wird. Werwırsch wurde geboren in Maria Saal am
5. Februar 1806 und starb in London am 20. October 1872. Er erforschte
in rastloser Thätigkeit 5 Jahre lang die Floren der portugiesischen Be-
sitzungen der Westküste Afrikas. Seine Grabschrift auf dem Kensal
Greenkirchhof in London, wo er am 24. October 1872 beigesetzt wurde,
ist geschmückt mit einer in Relief gearbeiteten Welwitschia und lautet:
FREDERICUS WELWITSCH M. D., Botanicus eximius, Florae angolensis investi-
gatorum princeps, nat. in Carinthia 25. Februar 1806, ob. Londini,
20. October 1872,
| Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern.
Nr. 68.
Band XXX. Ausgegeben am 2. Juli 1904. Heft 2.
Cyperaceae (praeter Caricinas) Chilenses,
Auctore
C. B. Clarke.
In Ensrer Bot. Jahrb. v. 27 (1899) p. 485—563, there is a paper
by GEORG KuEkENTHAL on the Carex (including Uncinia) of Chile and Ar-
gentina; Argentina only adds 4 species to the Carex of Chile.
About 8 months ago, Dr. J. Puizippr wrote to me requesting me to
publish a similar paper on the remainder of the Cyperaceae of Chile. He
wished a revision of all the Chile Cyperaceae to be published before
Dr. Retcne describes that Order in the new Flora of Chile.
The present paper is what I have been able to produce in reply to
Dr. J. Pæizxpps. It is not quite similar to the paper of Pastor KurkEn-
THAL. It does not include the Argentine Cyperaceae which are numerous;
I possess neither the collections nor the paper of Dr. Kurtz, so that |
could not deal at all completely with the Argentine species.
Dr. Rercue has sent me authentic specimens, sometimes only fragmen-
tary, of nearly all the new species /ately described by Dr. Pamirrr. The
present paper is compiled by extracting, from my mss on Cyperaceae, the
_ Chile species; then verifying and correcting these by comparison with Dr.
Puivippi’s types.
| As regards some species formerly described by Dr. Prixiepr, I have
neither the descriptions nor any specimens. Also, as regard several new
«species of which I have received only fragments, I prefer to treat these as
forms of old species rather than to describe very critical species on slender
4 material.
s The area here included in Chile is that in the Atlas to C. Gays Chile:
which does not exactly define the present political boundary. Several of
oF the localities cited below I can find in no map; they are merely copied
from the field-ticket, the writing of which I may not have always decip-
7 hered correctly.
3 The literature of the subject is mainly the Cyperaceae by Desvaux
(in Craupe Gay, Historia de Chile, Botanica v. 6 Paris 1853), supplemented
by the numerous papers of Dr. PnıLıppı in Linnaea and in the Anales de
Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 68. a
2 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
la Universidad de Chile, scattered over 40 years. For the record of the
species therein trealed of, I rely on F. Parzippr (Catalogus Plantarum Vas-
cularum Chilensium, Santiago 1881). The Anales are distributed only, not
published, so that it is difficult to find a complete series of them; nor
have I been able to see even the descriptions of some species of Cypera-
ceae cited therefrom.
Among other works cited below are:
1. Morına, History of Chili (Translation), London 1809. This contains —
one Seerpus, described so that no one has been able to discover
what it was.
i)
. Presı (Reliquiae Haenkeanae, Prag 1830) records half-a-dozen
species from Chile, or perhaps from Chile. The series of Prest’s
types is imperfect in herb. Kew; when the type is not here, I can
only say of a species like Cyperus laetus, Presl, from Chile, that
I have never seen a Cyperus that shews the characteristic features
of Prest’s diagnosis. |
3. J. D. Hooker, Flora Antarctica pars 2 (1847) p. 360, describes
6 species of Cyperaceae (besides Carex) from the extreme South
of Chile. |
4. STEUDEL, Synopsis Plantarum Cyperacearum (Stuttgart 1855), des-
cribes a few new Chile Cyperaceae, from Lecuisr’s collections. A
larger list of LecaLer’s Cyperaceous numbers with names by STEUDEL,
but without descriptions is given in LecuLer, Berberides Americae
Australis (Stuttgart 1857): two Maclovian species are given on p. 50,
twelve Chile sp. on p. 53; exclusive of Carex and Uneinia.
5. Hemstey, Voyage of Challenger, Vol. 1 (London 1885), records 5 spe-
cies of Cyperaceae (besides Cariceae) in Juan Fernandez.
6. Francnet, Mission Scientifique du Cap Horn, v. 5 Botanique (Paris
1889) p. 373 records 5 species of Cyperaceae (other than Carex)
from the South of Chile. |
. Jonow, Flora de Juan Fernandez (Santiago 1896) p. 142, 143, records
6 species of Cyperaccae (besides Cariceae).
1
| have, of course, cited the eminent Monographers of Cyperaceae,
Kunrn and Borckerer, in all cases. I have picked up also some of the
new Chile species which Borcketer has scattered in various publications;
| can hardly hope to have discovered all.
| have frequently cited Benrnam’s Flora Australia, Grisepacn’s Sym-
bolae Argentinae, ele, with the object of shewing the distribution of a
species in the Southern Zone or neighbouring countries.
Cyperaceae Chilenses.
A. Flores nucigeri 2-sexuales.
re Tribus I. Cypereae. — Spiculae glumae 2—1—0 imae vacuae.
| — Inflorescentia umbellata aut capitata (praeter Fuerenam).
Spiculae saepius multi-nucigerae.
Glumae nucigerae distichae. . Subtribus 1.
Glumae nucigerae (saltem superiores) bte sitae
Subtribus 2.
Tribus If. Schoeneae. — Spiculae glumae 3 (rarius 2) imae
vacuae. — Inflorescentia longe paniculata vel subcapitata
(non umbellata). Spiculae saepe pauci-nucigerae.
Stylus 2-fidus. . Subtribus 3.
Stylus 3-fidus. . Subtribus 4.
3. Flores nucigeri 4-sexuales.
—_ Spiculae pauciflorae. Flos imus foemineus;
aut steriles, aut fere.
superiores masculi
Subtribus 4. Eu-Cypereae. Spicula 4 (saepius plures) flores per-
fectos nucigeros (speciebus non Chilensibus exceptis) maturans.
Glumae in basi spiculae 2—0 vacuae. Glumae nucigerae
distichae; summae masculae aut steriles, plus minus quaqua-
versales. Setae hypogynae 0. Nux apice in stylum sensim
abiens (stylo basi ipsa non bulbosim incrassata) fere in om-
nibus (in omnibus sp. Chilensibus) levis neque transversim
lineolata neque longitudinaliter costata.
Folia omnia prope ad basin culmi enodosi approximata.
nicula in umbellam depressa,
congesta.
Stylus 2-fidus (spiculae rhachilla persistens).
Nux a latere compressa, biconvexa :
Nux a dorso compressa, plano-convexa Haren,
Stylus 3-fidus.
- Spiculae rhachilla persistens.
Spiculae rhachilla supra 2 glumas vacuas à PRET ee
Spiculae rhachilla in fructu continua . ;
Spiculae rhachilla in nodos 4-nucigeros soluta.
. Subtribus 2. Scirpeae. — Spicula 4 (vel plures) flores perfectos
nucigeros maturans. Glumae in basi spiculae 2—0 vacuae.
Glumae nucigerae (saltem superiores) undique quaquaversim
imbricatae (2 imis interdum suboppositis i. e. spicula basi
ipsa subdisticha). Setae hypogynae non raro obviae.
Folia omnia prope ad basin culmi enodosi (praeter Fuirenam)
approximata. Panicula (praeter Fuirenam) in umbellam
depressa, saepe in caput congesta.
Styli basis a nuce ope constrictionis vel lineae distincta .
Styli basis in nucis apicem sensim continua (cf. etiam Bleo-
charidem simulantem).
Glabrae. Inflorescentia capitata vel umbellata.
Pilosa. Inflorescentia longe paniculata .
Pa-
interdum in caput densum
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
. Subtribus 5.
Eu-Cypereae.
Scirpeae.
Rynchosporeae.
Eu-Schoeneae.
Sclerieae.
_
. Pycreus.
. Juncellus.
bo
3. Cyperus.
4. Mariscus.
3. Torulinium.
6. Eleocharis.
7. Scirpus.
8. Fuirena.
a*
4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Subtribus 3. Rynchosporeae. — Stylus 2-fidus. . . . . 9. Dichromena.
Subtribus 4. Eu-Schoeneae. — Stylus 3-fidus. — Spiculae REA
nucigerae.
Flores in spicula axillares; glumae summae tabescentes.
Setae 6, evolutae.
Rhachilla supra florem imum brevis . . . . . . . . . . 40. Carpha.
Rhachilla supra florem imum elongata incurva . . . . . 44. Schoenus.
Setae 0 aut vix ullae. . . . . 2e" 2 N ae mia eee
Spicula 1-flora; flos pseudo- ete Bi rely ok, 211048: Orecbales.
Subtribus 5. Sclerieae. — Spiculae flos imus taie, su-
periores masculi steriles aut obsoleti. . . . . . . . . . . 44. Scleria.
. Pycreus.
Pycreus, Beauv. Fl. d’Owar v. 2 (1807) p. 48 t. 86 fig. 2; C. B. Clarke
in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 589.
Cyperi, Sect. A Pycreus, Kunth Enum. v. 2 p. 3; Benth. et Hook. f
Gen. Pl. v. 3 p. 1044.
Cyperi, Sect. A Hu-Pycreus, Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 437.
Glumae distichae. Spicula 4 (saepius plures) flores. perfectos nuci-
geros gerens; rhachilla persistens. Glumae nucigerae a basi spiculae sen-
sim caducae. Setae hypogynae 0. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter com-
pressa.
— Glabrae. Folia omnia prope ad basin culmi enodosi approximata.
Panicula in umbellam, non raro in caput densum depressa. Nux in spp.
Chilensibus levis. |
Species 60—70, per regiones Orbis Terrarum calidiores — in zona
Australi usque ad caput Bonae Spei, Australiam et Buenos Ayres —
sparsae.
Spieulae pallidae, ferrugineae, aut proventu brunescentes.
Spiculae pallidae, in spieis globosis dense fasciculatae.
Culmi admodum graciles.
Culmus tenuior. Inflorescentia saepius umbellata . . A. P. helvus.
Culmus filiformis, monocephalus. . . . . . . . . . 2. P. nematodes.
Spiculae ferrugineo- (aut rubro-)tinctae. Culmus me-
diocris . . . N ON SR 9 Brest
Spiculae castaneae aut castaneo-pictae,
Spiculae in spicis subglobosis dense fasciculatae.
Spiculae sat compressae, planae, rigidae . . .. . . 4. P. melanostachyus.
Spiculae parum compressae, subturgidae , . . , . . 5. P. elegantulus.
Spiculae in spieis laxiuscule spicatae. . . . . . , . . 6. P. Lagunetto.
1. P. helvus ©. B. Clarke in Urban Symb. Antill. v. 2 (1900) p. 16, 19.
Cyperus densus Link Jahrb. v. 3 (1820) p. 83; Humboldt ms. fide
Link. ;
C, helvus Liebm.! Mexican Halvgr. (1850) p. 9.
C. ambiquus Liebm,! Mexican Halvgr. p. 114, non Steud,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 5
C. correctus Steud.! Cyp. (1855) p. 7.
C. variegatus Griseb.! Fl. Brit. West-Ind. p. 562, non H.B.K.
1 C. Humboldtianus Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. p. 100;
…Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 444, et in Engl. Bot. Jahrb. v. 4
_ (1881) p. 362.
f ©. filieulmis A. a in Sagra Fl. Cuba v. 3 (1853) p. 285.
C. Olfersianus C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 62.
_ partim; Boeck. in m Bot. Jahrb. v. 1 (1881) p. 362, non Kunth.
C. Olfersianus + elatior Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 440.
C. Jacquemonti Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 442.
C. Jaeggii Boeck.! Cyp. Novae Heft 1 (1888) p. 2.
C. lepidus Philippi! in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 347.
C. melanostachyus var. pallida Schlechtendal ms. fide Boeck.
Glabra., Rhizoma horizontale gracile, e nodis pluribus approximatis
_ saepe euns. Culmi 3 dm longi, graciles. Folia 2—3 dm longa,
| anguste linearia. Umbella 1—8 cm lata, simplex; radii 5—3—1; brac-
_ teae 3, ima 5—12 cm longa, anguste linearis, culmum quasi continuens.
re 5—15 in unoquoque capite globoso fasciculatae, 5—15 mm longae,
8—12-nucigerae, compressae, pallidae proventu fusco-bruneae. Rh
_rhachilla persistens, glumae arcte imbricatae ellipticae deciduae. Stamina
3—2 raro 1. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter compressa, oblongo-obo-
voidea, levis.
4 Chile: Curico (PaıLıper).
Distrib. In America Centrali et West Indies, frequens. In Brasil
Australi et Monte Video, rara.
| 2. P. nematodes C. B. Clarke n. sp.
P. megapotamicus Nees! in Mart. Brasil v. 2 pars 1 p. 6 partim.
i
|
«
RO es ee SU
Cyperus megapotamicus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 453
partim; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 68 partim;
Maury! in Mem. Soc. Genev. v. 31 (1890) p. 125.
C. nematodes Chamisso! ms. in herb. Berol.
Glabra. Culmi caespitosi, 4—6 dm longi, gracillimi. Folia 5—25 cm
"longa, anguste linearia. Caput 1, globosum, densum, 12—18 mm in diam.;
bracteae 3—2, ima 8—18 cm longa, filiformis. Spiculae fasciculatae, 1 cm
longae, lineares, compressa, 18-nucigerae, flavidae. Spiculae rhachilla per-
sistens, glumae arcte imbricatae naviculares deciduae. Stamina 3—2 raro 1.
Bivins 9-fides. Nux lateraliter compressa oblongo-obovoidea, apice fere
conica, levis, brunea.
Chile: R. Diguillin (Prov. Nuble), (Pater).
Distrib. Brasil. Australis (Chamisso n. 206); Minas Geraes, Paraguay
et Uruguay.
3. P. Fernandezianus C. B. Clarke.
Cyperus Fernandexianus Colla in Mem. Torino v. 39 (1836) p. 21,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
©
29 t. 56; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 163; Steud. Cyp. p. 8; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 306.
C. reflecus Hemsl. Challenger Voy. pars 3 p. 58 partim; Johow Fl.
Juan Fernandez (1896) p. 142. |
Culmus foliis duplo longior, erectus. Folia basalia, numerosa, th Jin.
lata. Umbella pauci-radiata, spicis subglobosis polystachyis; bracteae 2—4.
ima umbellam superans. Spicae diam. 1/9 poll., omnes basi involucello
5—6-phyllo instructae. Spiculae 40—50 arctissime glomeratae, compressius-
culae, 15—20-florae. Glumae ovato-lanceolatae, margine scarioso-pallentes,
reliqua parte rufescentes, ita ut spiculae variegatae adpareant. Stigma
tenuissime 2-fidum. Nux minutissima ovato-compressiuscula glabra.
Juan Fernandez: Bertero (fide Cora).
Non vidi. Certe non C. reflexus Vahl, cujus stylus semper 3-fidus. Forsan fuerat
C. polystachyus Beauv., species per oras Americae Australis late vulgata. Involucellum
a Colla descriptum in nulla specie Cyperi videri potest. Desveaux I. c. notavit (recte),
Por la figura de Colla se ve que algo tiene de la traza del C. vegetus.
De
k. C. grammicus C. B. Clarke. |
Cyperus grammicus Kunth! Enum. v. 2 (4837) p. 6; Steud. Cyp.
p. 329; Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 162 t. 70 fig. 4; Boeck.! in Linnaea
v. 35 (1867—8) p. 449; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 306; C. B. Clarke in
Journ. Linn. Soc. v. 24 (1884) p. 64; Kunze ms. fide Kunth.
©. gramineus Steud. Cyp. p. 5 (error typogr.).
C. parvulus Steud.! Cyp. p. 4, in Lechler Berb. Amer. Austral.
p. 93.
Glabra breviter repens. Culmi 2—8 cm longi, crassiusculi. Folia
plura, 40—15 cm longa, 3—4 mm lata. Umbella in 1 caput laxiusculum
5—15-stachyum, 2—3 cm in diam., congesta; bracteae 3—4, usque ad
12 cm longae 3—4 mm latae, compressae 10—16-nucigerae. Spiculae
rhachilla persistens; glumae pallidae leviter bruneo-pictae laxe (proventu
vix) imbricatae, deciduae. Stamina 2—3. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter
compressa, Obovoidea, levis, nigra.
Chile, (Cnamisso n. 210), Valdivia (Briners n. 838, Lecuter n. 36,
#56, J. Batt, Parciprs n. 5), Osorno (Leeuter n. 364), Antuco (Porppia
n. 48), Temblavira (Reep),
Distrib. In Chile endemica.
5. P. melanostachyus ©. B. Clarke. |
Cyperus melanostachyus M.B.K. Nov. Gen et Sp. v. 4 (1845) p. 207;
Kunth Enum, v. 2 p. 40 pl. Domingensi excl.; Nees! in Linnaea v. 19
1847) p. 698; Schlecht. in Bot. Zeit. v. 7 (1849) p. 54—56 pro magna
parte; Liebm.! Mexic. Halvgr, p. 42—44; Boeck.! in Linnaea v. 35
1867-8) p. 455; €. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 24 (4884) p. 67;
Maury in Journ. de Bot. v, 2 (Paris 1888) p. 390.
E
Ro as oe LCI,
~?
=
_ Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 7
C. adustus Presl. Rel. Haenk. v. I p. 167; Kunth Enum. v. 2 p. 10:
Nees et Schauer in Linnaea v. 19 (1847) p. 698; Desv. in C. Gay Chile
v. 6 p. 170; Philippi Cat. Pl. Chil. p. 307.
C. agiararis Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 358.
©. Lorentxianus Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 357.
C. pergracilis Boeck.! Cyp. Novae Heft 2 (1890) p. 4.
©. diandrus Torrey! in Bot. U. S. et Mexic. Bound. p. 226.
C. diandrus var. capitata Britton! in Bull. Torrey Club v. 13 (1886)
p- 235, et in Proc. Amer. Acad. v. 21 (1886) p. 442.
C. intricato-ramosus Boeck.! in Allg. Bot. Zeitschr. v. 4 (1895)
… p. 186.
NS eee eee ee
Glabra. Culmi 1—7 dm longi, basi oblique repentes e nodis radicantes.
Folia 1—4 dm longa, 2—4 mm lata. Spicae 1—3, in 1 caput 12—20-
stachyum dense congestae; bracteae 3—2, ima usque ad 6—15 cm longa,
foliiformis. Spiculae 12 mm longae, 21/, mm latae, sat compressae, durius-
culae. Spiculae rhachilla persistens; glumae deciduae, vix acutae, castaneo-
bruneo-pictae, in dorso castaneae aut pallidae marginibus anguste vel vix
albo- scariosae. Stamina 2—3. Stylus 2-fidus. Nux lateraliter compressa,
ellipsoidea, levis.
Chile vel Peru? (fide Prest).
Distrib. In omni America calidiore vulgaris, a California usque ad
Bolivia et Pampas; exempli gratia: Bolivia; alt. 3000 m (Manpon n. 1400),
Argentina, Mendoza (PnıLırpr), Catamarca (ScaickenpanTz n. 48), Belen
(ScHIcKENDANTz n. 4), Cordoba (Hieronymus n. 123, Lorenrz n. 31, 36),
Sierras Pampeanas (Lorentz n. 155, 239, 243).
Exemplum in Chile lectum nondum vidi.
Huic speciei admodum affinis est Cyperus variegatus H.B.K. Nov. Gen. et Spec.
y. 4 p. 208 (inflorescentia laxiore aut breviter simpliciter umbellata); etiam in Argen-
tina frequens.
6. P. elegantulus C. B. Clarke in Dur. et Schinz Fl. Afr. v. 5 (1895)
p. 536 cum syn.
Cyperus elegantulus Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 583.
C. cimicinus Presl! Rel. Haenk. v. 4 p. 166; Boeck.! in Linnaea v. 35
-(1867-—8) p. 454; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 67.
C. EEE Boeck.! ms. in Ule n. 1604.
Spicae in unicum caput congestae vel rarius brevissime umbellatae.
‘Spiculae vix 2 mm latae, parum compressae subturgidae. Glumae admo-
dum obtusae. Nux levis; neque (ut Presi scripserat) rugoso-tuberculata.
_ Ceteroquin ut P. Moi cirios:
Chile vel Peru? (fide Pres).
Distrib. In Africa calidiore vulgaris. In America tropica frequens;
Lima (Domsry n. 41). Brasil Australis, S. Catharina (ULE n. 1604).
Exemplum in Chile lectum nondum vidi.
= Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. |
7. P. Lagunetto C. B. Clarke.
Cyperus Lagunetto Steud! Cyp. (1855) p. 5; C. B. Clarke in Journ.
Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 64.
C. Argentinus C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884).
C. diandrus Griseb.! Symb. Fol. Argent. p. 340 et Pl. Lorentz
p. 216.
C. megapotamicus Griseb.! Symb. Fl. Argent. p. 310 et PI. Lorentz
p. 246.
C. pauper Philippi in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 553, v. 93 (1896)
p. 347? J. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 307.
Glabra. Culmi 1—3 dm longi mediocres, rhizoma (interdum) 5—6 cm
longum tenue. Folia linearia, 2—4 mm lata, plana. Inflorescentia 1—5 cm
in diam., saepissime umbellata; radii pauci, breves; bracteae 2—3, ima
saepe 5—8 cm longa, foliiformis. Spieulae 3—10 in unoquoque radio,
laxe distanter spicatae, 12—25 mm longae, 8—32-florae. Spiculae rhachilla
persistens; glumae ovatae, modice compressae, imbricatae, in lateribus
castaneae, vel rarius fere elutae stramineae castaneo-pictae. Stylus 2-lidus.
Nux lateraliter compressa, subovoidea, levis.
Chile: prov. Mendoza (legit Leysozpr fide PnıLırpi).
Distrib. In Argentina frequens; Tucuman (Lorentz et Hieronymus
n. 1025, 1026, 1075), Salta (Lorentz et Hieronymus n. 312), Cordoba
(Hieronymus n. 445, 738) etc. Etiam in Bolivia, Neo-Grenada.
Cyperus pauper Puitiprr, a me non visus erat, Puicrpps descriptio paullo divergit:
»Humilis, culmis fere filiformibus«. — Lago Capi, in prov. Mendoza. P. Lagwnetto in
Chile probabiliter incola est; etiamsi Cyperus pauper Philippi specie diversa fuisset. —
C. Argentinus C. B. Clarke erat Pycreus Lagunetto, colore castaneo multum eluto,
2. Juncellus.
Juncellus ©. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 (1893) p. 594.
Cyperi, Subgenus 2, Kunth Enum. v. 4 p. 17.
Cyperi, Subg. Juncellus Griseb.! Fl. Brit. West Ind. p. 562; Benth.
Fl. Austral. v. 7 p. 262 partim i. e. sp. stylo 3-fido exclusis.
Pycrei sp., Reich. Fl. Germ. Excurs. p. 72.
Cyperi Sect. Pseudo-pycreus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 485
partim 1, e. sp. stylo 3-fido exclusis.
Stylus 2-fidus; ceteroquin omnino ut Cyperus.
Genus artiliciale; in Cyperum undique transiens, a Pycreo spiculae
structura Jonge diversa. Nux plano-convexa a dorso (i. e. facie antica)
compressa, sligmatum duorum plano transverso neque spiculae rhachillam
|
continente,
Species 13, late (per Cyperi aream fere totam) sparsae.
J. laevigatus ©, B. Clarke in Hook. f. FL Brit. Ind, v. 6 (1893)
p. 596,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, Nr. 68. 9
Cyperus laevigatus Linn.! Mant. (1771) p. 179; Rottb. Deser. et Ie.
p. 19 t. 16 fig. 1; Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 468; C. B. Clarke
in Journ. Linn. Soc. v. 20 (1883) p. 282 et v. 24 (1884) p. 77 t. 3 fig. 20,
21 et t. 4 fig. 33; Britton in Bull. Torrey Club v. 43 (1886) p. 206.
> EC. mucronatus Rottb. Deser. et Ic. (1773) p. 19 t. 8 fig. 4; Kunth
E um. v. 2 p. 17; Griseb. ha in Karaib. p. 118, Symb. Fl. Argent. p. 310,
. Brit. West Ind. p. 562; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 163; F. Philippi
at Pl. Chil. p. 307; Philippi Atacama p. 53.
C. rivularis Steud. ! in Lechler Berb. Amer. Austr. p. 56, non Kunth.
C. ambiguus Steud.! Cyp. p. 16.
©. viridulus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1887—8) p. 485.
Pycreus laevigatus Nees! in Linnaea v. 10 (4885—6) p. 130.
P. mucronatus Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 283. |
Glabra. Rhizoma repens, robustum, a squamis castaneis aut rubris
intectum; modo in paludibus elongatum culmis distantibus, modo in siccio-
ribus abbreviatum culmis approximatis. Culmi 1—6 dm longi, tenues aut
crassiusculi, apice trigoni. Folia interdum cum culmo aequilonga 3 mm
lata, saepius brevia, haud raro praeter vaginas subnulla. Inflorescentia
capitiformis, lateralis, 1—30-stachya; bractea inferior 2—10 em longa,
culmum quasi continuens. Spiculae longae 1 cm latae 2 mm, rigidae saepe
curvatae. Spiculae rhachilla subtetragona, exalata, persistens; glumae nuci-
gerae perdense imbricatae, concavae vix naviculares ovatae, 7—11-nerviae,
albidae castaneo-pictae aut castaneae, deciduae. Stamina 3; filamenta ligu-
lata. Nux obovoidea, lenticularis, brunea, convexo-concava aut convexo-
plana, facie altera (postica) ad rhachin adpressa.
Chile: la Serena (Pnıripri n. 15).
Distrib. In calidioribus Europae, Africae, Asiae, Oceaniae, Americae
late a sparsa. In Argentina vulgata; in Bolivia et Peru.
Var. B junciformis C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6
p. 597 paullo diversa est »spiculis 1—6, lucide castaneis aut fere atris.«
In Cordillera et in Argentina sat vulgaris; est Cyperus replans Boeck. in
Lo v. 35 (1867—8) p. 485.
| 3. EER
Cyperus Linn. Sp. Pl. ed. 1 p. 44, ed. 2 p. 66 (fere omnino); Kunth
Enum. v. 2 p. 20—114 (Sect. Pycreo aca exceptis, sp. paucis ad
Mariscum translatis); C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 597;
F. Philippi Cat. PI Chil. p. 306, 397 (sp. pluribus ad Pycreum, Juncellum,
Mariscum, translatis).
Glumae distichae. Spicula 4 (saepius plures) flores perfectos nucigeros
gerens; rhachilla persistens. Glumae nueigerae a basi spiculae sensim caducae.
Setae hypogynae O. Stylus 3-fidus. Nux a dorso (i. e. facie antica) plus
minus compressa.
10 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
— Folia omnia prope ad basin culmi enodosi approximata. Panicula
in umbellam, non raro in caput densum, depressa. Nux levis.
Species 300 in Orbis Terrarum regionibus calidis numerosae vulgares,
temperatis pauciores sparsae.
Stamen 4.
Glumae non aristatae.
Folia 3—5 mm lata. Spicae globosae, densae, ferru-
gineae is 2, ee a ee RENE
Folia 6—9 mm lata. Spicae minus densae, luteo-
virides 4 4227. OS ee . … &. 0. vegetus.
Glumae aristatae,). Wu 4200) .00 06 SOBRE GE) LYS sta.
- Stamen 3, raro 2—1.
Stolones 0.
Culmus 3—15 cm longus 9.0... 4 ee 4. C. Volekmannt.
Culmus 3—8 dm longus. |
Umbella magna decomposita, spicis OO. . . . . . 5. ©. xanthostachyus.
Umbella 2—3 cm in diam., tenuis. . . . . . . . 6. C. leptophyes.
Stolones tenues, apice saepe bulbiferi, evanidi . . . . 7. C. esculentus.
1. C. reflexus Vahl Enum. v. 2 (1806) p. 299; Kunth Enum. v. 2
p. 42; Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 1 p. 48; Steud. in Flora v. 25 (1842)
p. 601; Grisb. Pl. Lorentz. p. 216; Boeck. in Linnaea v. 35 (1867 — 8)
p. 558; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 167; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 307;
C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 24 (1884) p. 416; Hemsl. Bot. Challenger
Voy. pars 3 p. 58; Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 34 (1890) p. 127;
Johow Fl. Juan Fernandez p. 142.
C. Sellowi Link Hort. Berol. v. 4 p. 307, v. 2 p. 318.
C. intricatus Schrader in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Maut. p. 98; Nees!
in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 p. 47; Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8)
p. 562.
U. fraternus Kunth Enum. v. 2 p. 42; Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 4
p. 19; Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 560; Griseb.! Symb. Fl.
Argent. p. 310; Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 31 (1890) p. 127.
C. haematostachys Steud.! Cyp. p. 44, in Lechler Berb. Amer. Austr,
p. 53.
(. sparteus Schrader ms. fide Nees.
(/, calcaratus Nees! ms.
Glabra. Rhizoma breve, ligneum. Culmi 1—6 dm longi, inter se
01 cm distantes. Folia cum 1/,—%/, parte culmi aequilonga, 3—5 mm
lata, Umbella specie simplex aut in caput unicum (8—40 mm in diam,
eondensata; radii saepius 3—4 breves; bracteae 3—5, umbellam longe
superantes. Spicae globosae, 145—20 mm in diam., dense 10 — 80-stachyae,
saepe 2—3-nim fusae, maturae saepe rubro-bruneae. Spiculae 10—15 mm
longae, 24,—3 mm latae, compressae, 8—20-florae; rhachilla persistens,
exalata. Glumae caducae, naviculares, imbricatae, 3-costatae. Stamen 1.
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 11
‘Styli rami 3, e gluma vix exserti Nux cum !/, parte glumae aequilonga,
acutius trigona, oblongo-oboviodea aut oblonga, apice breviter acuminata,
levis, nigrescens.
Chile: (herb. Philippi n. 3, 87), Valdivia (Puiciprr, Briners n. 845,
Lecazer n. 283), Quintero (BERTERO n. 946), Constitucion (Paruippr n. 102),
- Rio Claro (Puiuirrr n. 111), Llico (Paturrer n. 10), Argol (O. Kuntze n. 13
bis), Juan Fernandez (Bsrrero, REED, Scourer, MoseLey, Paicippr n. 1002).
Masafuera, Germain.
Distrib. In America Australi extratropica ER In Brasil Au-
. straliore sparsa. Per Andes usque ad Mexico et Texas indigena.
2. C. vegetus Willd. Sp. Pl. v. 4 (1797) p. 283, Enum. Hort. Berol.
_p. 72; Presl Rel. Haenk. v. 1 p. 168; C. A. Meyer in S. Petersb. Mem.
savants Etrang. v. 4 (1831) t. 3; Nees in Nova Acta Nat. Cur. v. 19 Suppl. 4
(1843) p. 58; Kunth Enum. v. 2 p. 40; Griseb. Pl. Lorentz. p. 217; Desv.
in C. Gay Chile v. 6 p. 167; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 307; Boeck.! in
Flora v. 42 (1859) p. 436 bis, in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 550; C. B.
- Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 115; Hemsl. Bot. Challenger
Voy. v. 1 pars 3 p. 58; J. Ball! in Journ. Linn. Soc. v. 24 (1884) p. 236;
Johow Fl. Juan Fernandez p. 142.
C. compressus Jacq. Hort Vindob. v. 3 p. 10 t. 12, non Linn.
C. Eragrostis Lam. Ill. v. 4 p. 146; Poir. in Lam. Encycl. v. 7 p. 258
non Vahl.
C. elegans Roth in Uster Ann. v. 10 (1794) p. 34, non Linn.
C. monandrus Roth Catalecta v. A p. 3.
C. prionotropis Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 604.
©. ochrocephalus Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 601.
C. lutescens Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 34 (1896) p. 345, non
_ Torrey et Hook.
Glabra robusta. Stolones 11/, mm in diam. Culmi 1—8 dm longi.
Folia cum */, parte culmi aequilonga, 6—9 mm lata. Umbella 4—26 cm in
diam.; bracteae 4—8, umbellam multo superantes, foliiformes, basi saepe
inter se paullo distantes. Spiculae 10—50-nim subcomposite fasciculatae
_ usque ad 16 mm longae 3—4 mm latae 20—40-florae, multum compressae
(cf. autem Var. y); rhachilla persistens, exalata. Glumae deciduae rigidius-
. culae laxiuscule imbricatae, carinatae, 3-costatae, virides aut stramineo-
lutescentes (parce ferrugineo — aut bruneo — tinctae), in dorso laxe
cellulosae. Stamen 1. Styli rami 3, e gluma brevissime exserti. Nux cum
2/5 parte glumae vix aequilonga, triquetra, angustius obovoidea, levis, nigro-
brunea, apice acuminata apiculata.
Chile: herb. Cl. Gay (Bripces), Valparaiso, Macrae (Parcippr n. 89,
544, Russy n. 106), Corral (Pæarzrppi), Llico (Paiierr n. 7).
Andes: alt. 1400 m, Cauquenes (Batt), Santiago (PmıLıppr), Valdivia
_{Paıtipri n. 4234), Quillota (Epmonstone), Maldonado (Cunninenam).
12 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Juan Fernandez (Bertero n. 4450, ScouLer, MoseLey).
Distrib. In America Australi extratropica vulgaris. In Brasil Australi
rara. Andes, per Boliviam usque ad Californiam sparsa. (In Europa
Australi, Anglia, ab Acores usque ad Constantinople, in Neo-Zeelandia et
Ins. Society efferata).
Var. 8 compacta Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 167; minus robusta,
culmo apice triquetro subtrialato; spiculis minoribus.
©. acutangulus Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867--8) p. 554; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 306.
Chile: herb. C. Gar.
Var. y limbata panicula evoluta; spiculis paullo abbreviatis inflatis
(nee compressis), membranaceis (nec rigidiusculis), minus acute carinatis.
C. limbatus Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 34 (1890) p. 129, t. 37.
C. bracteosus herb. Philippi, non Desvaux.
Juan Fernandez (Reep, Moserey, Paiviprt).
Maury hanc plantam ut 3-andrum depixit. Exempla a me visa 1-andra sunt.
Forsan spiculae flores imi 3-andri, superiores 4-andri? Plantae huc adductae, an 3-andrae
an 4-andrae sunt C. vegetus Willd fide Hemsley. |
3. C. aristatus Rottb. Descr. et Ic. (173) p. 23 t. 6 fig. 4; Kunth
Enum. v. 2 p. 23 (syn. Burmann excl.); Boeck.! in Linnaea v. 35 (1867—8)
p. 500; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 21 (1884) p. 91, et in Hook.
f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 606; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 306; Britton! in
Bull. Torrey Club v. 13 (1886) p. 207; Maury in Mem. Soc. Genèv. v. 31
(1890) p. 126. ok
C. squarrosus Linn.! Amoen. Acad. v. 4 (1759) p. 303.
C. inflerus Mühl. Descr. Uber. p. 16; Kunth Enum. v. 2 p. 22;
Torrey Fl. New York v. 2 p. 343; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 164.
C. uncinatus R. Br. Prod. Fl. Austral. p.'215(?); Pursh Fl. Amer.
Sept. v. 1 p. 50.
Scirpus intricatus Linn.! Mant. p. 482 et herb. propr.
Isolepis echinulata Kunth! Enum. v. 2 p. 205.
Dichostylis aristata Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 296.
Glabra. Annua. Culmi caespitosi, 2—18 em longi, tenuiores. Folia
cum culmo saepe aequilonga, 2 mm lata. Umbellae simplicis radii 1—6
(vel culmus monocephalus), 2—8 em longi; bracteae umbella saepe longiores,
foliiformes. Spiculae in spica 5—40 dense spicatae, pallidae aut rufo-
bruneae, 6—30-florae, longae 8—18 mm, latae #--5-florae, multum com-
pressae; rhachilla persistens, subexalata. Glumae deciduae, ovato-lanceolatae,
per totam fere latitudinem 7-—8-striatae, in aristam conspicuam recurvatam
abeuntes. Stamen 4. Stylus 3-fidus. Nux* trigona, oblonga aut anguste
obovoidea, cum 1/, parte glumae (arista inclusa) aequilonga.
Chile: Llieo (Puttirer n. 4) Lacus Aculeo (Berrero n. 243), Cordillera
de Talea J. Batt), Cordillera de Maule, Germain (0. Kuntze a. # bis).
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 13
Distrib. Per Americam Australem sparsa nec communis. In calidio-
-ribus Orbis quam Veteris tam Novae (Borealis et Centralis) vulgaris.
4. €. Volekmanni Philippi! in Linnaea v. 33 (1864—5) p. 269;
-F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 307; Philippi in Anal. Univ. Chile (1864), fide
Philippi, sed invenire nequivi.
£ C. araeus Philippi! in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 346.
C. oreocharis C. B. Clarke ms. olim.
Glabra. Culmi annui caespitosi, 1—10 cm longi. Folia cum culmo
saepe aequilonga, 2—3 mm lata, in margine incrassato remote spinulosa.
Inflorescentia usque ad 3 cm in diam., composita, radiis 5 2—15 mm
. longis, spicis 4—4 in unoquoque radio sessilibus, aut minor vel ad spicam 1.
3-stachyam reducta; bracteae 3 inflorescentiam superantes, foliiformes.
- Spiculae 3—10 in unaquaque spica, spicatim dispositae sed fere congestae,
7 mm longae, 2—3 mm latae, compressae 6—10-nucigerae; rhachilla per-
sistens exalata. Glumae deciduae ovato-oblongae, 7—-9-nerviae, in dorso
virides lutescentes in margine conspicue purpureo-rubrae. Stamina 3,
Stylus nuce multo brevior, ramis 3 breviusculis. Nux cum 3/; parte
-glumae aequilonga, obovoidea, trigona, apice obtuse pyramidata, levis,
bruneo-nigra.
Chile: Coquimbo (prope Illapel), Quebrado de San Lorenzo (Reep
[in herb. Kew], Vorckmann, Paiztppr n. 12) — Sauzal, ex Pnicrprr.
_ Species CG. glabro, Linn. affinis; teneritate differt.
5. C. xanthostachyus Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 600, Cyp. p. 26.
| C. bracteosus Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p.165; F. Phil. Cat. Pl.
Chil. p. 306; Kunze ms. fide Desv.
C. Lechleri Steud.! Cyp. p. 27, in Lechl. Berb. Amer. Austral. p. 53;
Boeck. in Linnaea v. 35 (1867—8) p. 563; C. B. Clarke in Journ. Linn.
Soc. v. 21 (1884) p. 117. |
C. Cumingii Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 284; Steud. Cyp. p. 25.
C. longicaulis Boeck.! ms. in Ule n. 1602.
Scirpus leptopus Boeck.! in Flora v. 44 (1858) p. 414.
Glabra, robusta, saepe metralis. Folia 5—8 dm longa, 10—18 mm
lata, spongiosa, in sicco transversim lineolata. Umbella magna, composita;
bracteae 6—10, usque ad 3—5 dm longae, cum foliis consimiles. Spicae
saepe 50—100, subsolitariae aut 2—4 fusae, saturate bruneae, aut aureo-
bruneae; umbellularum radioli ut umbellae radii divaricati interdum con-
-spicue deflexi. Spiculae 6 mm longae, 5 mm latae, +c. 10-florae; rhachilla
“persistens, exalata. Glumae elliptico-oblongae, obtusae, marginibus in
-sicco multum involutis, vix carinatae. Stamina 3 vel 2. Styli rami 3.
Nux cum 1/, parte glumae subaequilonga, oblonga aut subellipsoidea.
Chile: C. Gay (Gnures), Valparaiso (Cumine n. 426), Valdivia (Paicrppi
-n. 288), Rio Crucis (Lecater n. 452), Talcahuana (Porrrıs n. 17, 634).
Distrib. In Brasil Australi, rara. In Neo-Grenada.
14 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
6. C. leptophyes.
C. laetus herb. Philippi n. 44, non Presl.
Culmus unicus visus (folia radices desunt), metralis, tenuissimus, apice
triqueter levis. Inflorescentia 2 cm in diam.; spiculae 14 spicatae umbel-
latae in caput apertum approximatae; bracteae 3 patulae, ima 6 cm longa,
2mm lata. Spiculae 15 mm longae, 3 mm latae, c. 15-nucigerae; rhacheola
persistens subexalata. Glumae admodum distantes, in fructu parum imbri-
catae, deciduae, ovatae, obtusae, ferrugineae; in dorso viridiores 5-striatae.
Stylus 3-fidus. Nux cum 3/; parte glumae aequilonga, ellipsoidea, acutius
trigona, levis, castaneo-brunea.
Chile: — R. Diqurzzin (Prov. Nuble), (Partrepr n. 14).
Species ob omnium partium (culmi inflorescentiae spicularum) teneritatem singu-
laris; juxta C. distantem Linn. f. forsan ordinanda.
7. C. eseulentus Linn. Sp. Pl. ed. 4 p. 45, ed. 2 p. 67; Host. Gram.
Austr. v. 3 p. 50 t. 75; Kunth Enum. v. 2 p. 61; Boeck.! in Linnaea v. 36
(4869—7Q) p. 287; C. B. Clarke in Journ. Linn. Soc. v. 20 (1883) p. 293,
v. 21 (1884) p. 178, et in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 646; Britton! in
Bull. Torrey Club v. 13 (1886) p. 210.
C. rotundus Benth.! Pl. Hartweg. p. 28; Liebm. Mexic. Halvgr. p. 21;
non Linn.
— Morison Hist. v. 3 p. 237 sect. 8 t. 11 fig. 10.
Glabra. Culmus basi erectus, parum incrassatus, 2—8 dm longus;
stolones tenues lateraliter pullulantes, apice saepe bulbigeri, evanidi (neque
in rhizomata lignea indurati). Folia longa, saepe 5—8 mm lata. Bracteae
umbellam longe superantes, foliiformes. Umbella composita; spiculae
numerosae, laxiuscule spicatae, luteae, ferrugineae aut aureae. Glumae per
totam fere latitudinem striatae. Rhachilla persistens, anguste alata.
Stylus 3-fidus. — Ceteroquin fere ut C. rotundus Linn.
Chile: Santo (Pmiuieri n. 88).
Distrib. Per regiones calidiores Orbis Terrarum vulgata.
Cyperi species a me non visae.
8. ©. articulatus (Pres! Rel. Haenk. v. I [1828] p. 165).
Aphyllus. Culmus basi tantum vaginatus, strictus, teres, seplis trans-
versis distinctus. Umbella decomposita; radii pedicellati. Spieulae alternae,
lineares, pedicellatae. Involucrum brevissimum, Glumae ovato-lanceolatae,
obtusae nervosae, Nux oblonga trigona minutissime punctulata.
Ins. Chiloe: (fide Prest).
An = ©. articulatus Linn.? Desvaux (ef, C. Gay Chile v. 6 p. 468) exemplum
Chilense viderat nullum.
9. €, laeustris Philippi in Linnaea v. 33 (1864—5) p. 270; Cesati in
Atti Soc, Se. Np. v. 4 (4874) p. 47; F. Phil. Cat, Pl. Chil. p. 306.
Culmus 5-pollicaris, triqueter, glaber. Folia 3 poll, longa, 4'/ line
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 15
22 poll. longa. Spicae 31/, lin. longae. Spiculae compressae, sub. 5-florae.
_Glumae ovatae, multinerviae, mucronulatae, aureo fulvae in dorso virides.
Stylus, nux ignoti. — C. Rancoanus Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 91
(1896) p. 345?
Chile: Lacus Ranco (Parr).
E. Pumiprr 1. c. C. lacustris, C. laeto Presl, aut C. Concepeionis Steud. est affinis:
C. Rancoanus C. lutescenti Phil. aut ©. nocha Philippi est affinis. Quoad descriptiones
et habitat, plantae videntur eaedem.
10. C. laetus (Presl Rel. Haenk. v. 1 [1828] p. 172).
Culmus sesquipedalis, triqueter. Folia culmum aequantia, 4 linea lata.
Umbella multiradiata, decomposita; radii 7—8, 1—3-pollicares; bracteae 5,
ima cum umbella aequilonga. Spiculae plurimae, densiuscule spicatae, lan-
ceolatae 8-florae. Glumae lanceolatae acutae, 5-nerviae, fuscae in dorso
flavescentes nitidae. Stylus ultra medium 3-fidus. Nux subelliptica, trigona,
scabriuscula i. e. oblongo-elliptica trigona nigricans, versus apicem tuber-
culis parvis scabra.
Chile: (fide Prest).
C. prolixo Kunth affinis. E nucis descriptione diligenti non videtur hujus generis.
44. €. Boeckeleri (Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 91 [1896] p. 344).
Culmus 6 dm longus, teretiusculus, levis. Folia dimidium culmus vix
aequantibus. Inflorescentia subglobosa, diametri 25 cm; bractede 3, elon-
gatae; capitula sessilia aut brevissime pedunculata, densiflora, 9 mm longa,
totidem crassa. Spicae 4—5 mm longae, sub 5-florae, confertae. Glumae
- terminales oppositae; glumae 21/, mm longae, ovatae, enerviae, dorso virides
. ceteroquin rufae. Nux dimidiam glumam occupans, cinerea, oblonga utrin-
_ que attenuata. Stigmata 3.
Chile: (fide Puivrppi).
4. Mariscus.
Mariseus Gaertn. Fruct. v. 1 (1788) p. ii t. 2 (Bobartella excl.); Nees
in Linnaea v. 9 (1834) p. 286 et in Mart. Brasil. v. 2 pars 41 p. 43; Kunth
Enum. v. 2 p. 115 pro magna parte; C. B. Clarke in Hook. Fl. Brit. Ind.
vy. 6 p. 649 (Subgen. Torulinio excl.). |
Didymia Philippi in Engl. Bot. Jahrb. v. 8 (1887) p. 57 t.
Cylindrolepis Boeck. in Bot. Centralblatt v. 39 (1889) p. 73.
Kyllingia Sect. Pseudokyllingia Boeck. in Linnaea v. 35 (1867 —8)
p. 432.
Dichostylis Baldwinii Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 296.
Spiculae pauci — aut multi-nucigerae. Spiculae rhachilla supra 2 glumas
imas vacuas (ope pulvini disarticulata) decidua. Glumae nucigerae diu
persistentes. Ceteroquin ut Cyperus.
; Species 180, per Orbis Terrarum regiones calidiores sparsae,
16 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
1. M. Conceptionis.
Cyperus Conceptionis Steud.! Cyp. p. 42.
C. laetus Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 6 p. 168; F. Phil. Cat. PI:
Chil. p. 3072; vix Kunth, minime Presl.
C Chilensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 323; F. Phil.
Cat. Pl. Chil. p. 306.
C. Paposanus Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 94 (1896) p. 343.
©. Nocha Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 91 (1896) p. 346.
C. laetus Kunth var. e. Bentham ms.
Glaber. Rhizoma 4 cm longum, ligneum. Culmi 2—7 dm longi,
mediocres aut subrobusti, apice trigoni leves. Folia cum '/,—*/, parte
culmi aequilonga, 4 mm lata. Umbellae radii 3—8, usque ad 5 cm longi;
bracteae 3—5, ima usque ad 8—15 cm longa folüformis. Umbellula (in apice
radii primarii) unaquaeque congesta, 20 mm longa, 15 mm lata, e 5—1
spieis exstructa, bracteolae (in umbellulae basi) 0—1 cm longae. Spicae
e 10—40 spiculus exstructae, dense spicatae, summa cylindrico-quadrata.
Spiculae 7 mm longae 2 mm latae, 4—6-nucigerae, luteae vel fusce san-
guineo-bruneae. Glumae obtusae microscopice apiculatae, longitudinaliter
9-striatae. Nux cum 2/3; parte glumae aequilonga, oblongo-obovoidea, apiculata
nigra. |
Chile; Lesson; Valdivia (Pairpr n. 158, Bripces n. 836); Corral
(Paiciprr n. AA); S. Ignacio de Remehue (Paippi n. 120); Paposo (PaizrPri
n. 2); Araucaria (J. Batt). 1
Species in Chile endemica ; sed hujus subsectionis species plures inter se admodum
affines sunt. Mariseus rigens (Presl sub Cypero) in Argentina et Uruguay a M. Con-
ceptionis ex sententia Benthami vix sat differt. Mariscus laetus (Kunth sub Cypero),
M. Balansae P. Maury sub Cypero, parum distant.
5. Torulinium.
Torulinium Desv. in Hamilt. Prod. Ind. Occid. (1825) p. 15; C Ba
Clarke in Urban Symb. Antill. v. 2 fase. À p. 53.
Epiphystis Trin. Fund. (1820) p. 98 t. A.
Diclidium Schrad. in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 (4842) p. 51, t. 4, 2.
Papyri sp. Willd. in Abhandl. Akad. Berlin (1812) p. 73. |
Cypert sp. Forst. Prod. Ins. Austr. p. 6; Boeck, in Linnaea v. 36
1869—70) p. 407; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl, v. 3 p. 1045:
Marisci sp. H.B.K. Nov. Gen. et Sp. v. 4 p. 212; C. B. Clarke in
Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 624.
Spieulae rhacheola in nodos (4—45) singulos soluta. Nux inter
rhacheolae alas subinelusa, cum nodo decidua; ceteroquin ut Mariseus aut
Cyperus,
Species 8; quarum 7 Americanae, À Cosmopolitana.
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 17
1. T. Poeppigii.
Cyperus Poeppigii Kunth Enum. v. 2 p. 90; Desv. in C. Gay Chile
v. 6 p. 169; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 307; Boeck. in Linnaea v. 36
-(1869—70) p. 394.
| C. acaulis Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 599, et Cyp. p. 50.
Mariseus castaneus Kunze ms. fide Kunth.
Glabrum. Culmi caespitosi, 1—10 em longi. Folia culmum longe
superantia 3—4 mm lata. Umbella 1—3 cm in diam., contracta, subsim-
plex; bracteae 3—4, usque ad 6—10 cm longae, foliformes. Spiculae
usque ad 8 mm longae; 3—5-nucigerae; rhachilla flexuosa.
Chile: (Porprie n. 91), Talcahuana (Paıriprr), Lacus Aculco (Berrero
nh. 213 partim, Paruiprr n. 3, 26), Rio Colorado (Porprie n. 40), San Vin-
| cente (Pamper n. 90).
6. Eleocharis.
Eleocharis R. Br. Prod. (1810) p. 224; Kunth Enum. v. 2 p. 139;
N. L. Britton in Journ. New York Microsc. Soc. v. 5 (1889) p. 95.
Heleocharis Lestib. Essai Cyp. (1819) p. 41 (= Æleocharidis pars
_stigmate 2-fido); Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 170 t. 71 (= Eleocharis
R. Br. omnino); Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 418, v. 38 (1874)
D. 372.
Seirpi sp. Linn. Sp. Pl. p. 70.
Eleogenus Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 296.
Scirpidium Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 293.
Chaetocyperus Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 289.
Glumae 3-multi-spirae! ima caeteris non aut vix longior. Stylibasis
- bulbiformis aut dilatata in nuce persistens, a nucis corpore (nisi in E. simu-
| lante) distincta separata. — Culmus glaber, aphyllus, monostachyus.
Species 115; per Orbem Terrarum sparsae.
Scirpi species aphyllae (S. pauciflorus Light. etc.) ab Eleocharide ob
nucem apice in stylum sine constrictione sensim transeuntem distinguuntur.
- Sect. I. Eleogenus Nees in Wight Contrib. p. 142 (Genus);
C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 627, in Urban
Fl. Ind. Occid. v. 2 p. 59. — Stylus 2-fidus.
* Vagina summa apice scariosa alba crispata detergibilis.
Spicula 8—12 mm longa. Setae hypogynae rufescentes 1. E. maculosa.
Spicula 5 mm longa. Setae hypogynae albae aut vix
EEC ge kg ew ay Sal, Sats 2. E. Vineentina.
** Vaginae summae margo firmus, herbaceus, persistens.
Vagina summa in altero latere 4—7 mm producta. . 6. E. simulans.
Vagina summa truncata interdum in altero latere mi-
nute dentata.
Spicula 4—2 cm lenga.
Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 68. b
18 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Styli basis multum incrassata, tuberculiformis.
Culmi mediocres. Rhizoma robustius . . . . . 3. E. palustris.
Culmi graciles. Rhizoma tenue, lignescens. . . 4. E. appendieulata.
Styli basis anguste conica, sublinearis. . . . . . 5. E. melanostachys.
Spicula 22 mm longa, densissima. . . 7. E. nodulosa.
Sect. I. Eu-Eleocharis C. B. Clarke in Hook. f. Fl, Brit, Eh,
v. 6 p. 628, in Urban Fl. Ind. Occid. v. 2 p. 59. — Stylus
3-fidus.
Sect. Aciculares. Nux longitudinaliter costata, inter costas
horizontaliter trabeculata.
Culmi tenues aut capillacei. Spiculae 3—6 mm longae 8. E. acecularis.
Culmi graciles nec capillacei. Spiculae 6—12 mm longae 9. E. Bonartensis.
Sect. 2. Leiocarpicae. Nux levis, aut plus minus obscure
reticulata. (Rhizoma repens.)
Styli basis cum nuce aequilata . . . . . . . 40, E. pachycarpa.
Stylibasis nuce angustior, cum 1/, parte nucis se
lata.
Spicula nigro-castanea. . . . AE ne ne Ms EL clbibractenta.
Spicula fusce straminea, De ve en ot AR re
Styli-basis cum 1/4 parte nucis vix aequilata.
Nux aureo-lutea . . 0. mu 00 + pe ne Ae a ee
Nux alba; stylo-basis nigra. . . . . . . . . . . . 44. E. melanomphala.
EB. maorilprs R. Br. Prod. (1810) p. 224 in Obs.; Kunth Enum.
v. 2 p. 446; C. B. Clarke in Urban FI. Ind. Occid. v. 2 p. 64.
Scirpus te Vahl Enum. v. 2 p. 247.
Heleocharis maculosa Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 460.
Rhizoma repens. Culmi 10—35 cm longi; vaginae apice scarioso-
albae, detergibiles. Spicula 8—12 mm longa, ovoidea, castanea aut fusco-
nigra, densiflora. Setae hypogynae 7—8, cum nuce subaequilongae, rufes-
centes aut ferrugineae. Stylus 2-fidus. Nux obovoidea, apice angustala,
plano-convexa, castanea, lucida, levis; stylobasis parva, conica, pallida aut
lutescens.
Distrib. A. Texas et Mexico usque ad Brasil. Australiorem sat
frequens.
Exemplum in Chile lectum visum est nullum,
2. E. Vincentina C. B. Clarke.
Heleocharis melanocarpa Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—8) p. 85;
F, Phil, Cat. Pl. Chil. p. 308; non Boeck.
IT. Vincentina Philippi in Annal. Univ. Chile v. 93. (1896) p. 349
IT, hyalinovaginata Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 352,
IT, maculosa Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 172; F. Phil. Cat, Pl.
Chil. p.'308.
Isolepis fuscopurpurea Steud. Cyp. p. 99.
Rhizoma tenue, horizontale, repens. Culmi caespitosi, 3 em longi, pro”
longitudine robustiores rigidi; vaginae apice conspicue scarioso-albae, deter=
gibiles. Spicula 4 mm longa, ovoidea, castanea aut fusce nigra, Glumae
u Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68 19
Bei. E e
undique imbricatae, 6—14-nuciferaé; ima paullo major, carina lala pallida,
pe ersistens. Setae hypogynae 7, cum nuce aequilongae, albidae aut pallide
luteae, retrorsim scabrae. Stylus 2 -fidus. Nux obovoidea, plano-convexa,
apice angustata, lucide castanea; stylobasis depresse conica pallida aut
Jlutescens.
Chile: Talcahuano (Porrrıs, PniLierr n. 45), Sao Vicente prope ad
Talcahuano (Puarcrepr n. 130), Constitucion (Rercar, fide Paicerr), Maullin
PHILIPPI n. 44).
| Differt (ab E. maculosa R. Br.), culmis brevibus, setis hypogynis pallidis (nec
Tufescenticus), ac praesertim spiculis minoribus. Differt (ab Æ. ochreata Nees) spiculis
castaneis (neque albidis), habitu rigidiore.
Var. B arcuata Caules 5—14 cm longi, minus rigidi saepe arcuati.
Heleocharis arcuata Kunze ms. ex Johow! Juan Fernandez p. 143
Hf. maculosa Desy. in C. Gay Chile v. 6 p. 172; F. Phil. Cat. PI.
Chil. p. 308.
Seirpus Desvauxi Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 482.
Chile: Bichuquen (Puitierr n. 46), Concepcion (Pmriri n. 117 a.
Banos de Panimavida, in provincia Linares (Prıriprr n. 32) (S. Dessaueri).
Juan Fernandez: Reed.
»Hai 1 estilo dividido en 3 estigmas«, Paitirri in Anal. Univ. Chil. v. 93 p. 482.
Sed in Puteri n. 32 (Scirpus Dessaueri, inscripto) stylus mihi videtur 2-fidus.
… 3. E. palustris R. Br. Prod. (1810) p. 224 in adnot.; Kunth Enum.
v. 2 p. 447; Hook. f. Fi. Antarct. v. 2 p. 360 syn. excl.; Heiberg in Bot.
Tiddskr. v. 2 (Kjob. 1867—8) p. 157, t. I fig. 1—13, t. 2, 3; C. B. Clarke
an Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 628 et in Dyer Fl. Cap. v. 7 p. 198.
F. uniglumis Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. p. 88, 539.
Scirpus palustris Linn. Sp. Pl. ed. 2 p. 70 partim.
Heleocharis palustris Lindl. Syn. Brit. Fl p. 280; Desv.! in C. Gay
Chile v. 6 p. 171, Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—-70), p. 466 (exemplis
3-stigmatosis exclusis); F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308 (syn. ambobus
exclusis).
H. Valdiviana Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 77; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 308.
H. limosa F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308.
H. Fuegina Philippi! (ms. ?) in herb. n. 124a.
Rhizoma repens, robustius. Culmi 1—5 dm longi, mediocres; vagina
summa apice herbacea persistens, truncata. Spicula 1—2 cm longa, 4—6 mm
lata, subcylindrica, castanea aut fusce straminea. Setae 6 vel pauciores,
variabiles, nucem raro superantes, ferrugineae — Stylus 2-fidus. Nux
Obovoidea, plano-compressa, apice angustata, levis, flava aut brunescens;
stylobasis conica aut ovoidea, apice nucis latior.
Chile (C. Gay, Pamiper n. 134), Principal (Paitirr n. 107); Chile
Jentral, Coihuin (Pamirr n. 47), Cerro de Bravo (Pnıripri n. 53), Valdivia
Pair). Constitucion (Purtitert).
b*
20 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Chiloe (Pumerr n. 249), Fuegia (Paizirpr n. 124a), Portus Desire,
Darwin.
Distrib. Per Orbem Terrarum fere totum vulgata, in tropieis minus
frequens.
4. E. appendiculata. |
Heleocharis appendiculata Philippi in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 85; .
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308.
Culmi 1—2 dm longi, graciles, in rhizomate brevi tenuiter ligneo
approximati, stolones graciles. Spicula usque ad 44 mm longa, 2—3 mm
lata, anguste cylindrica. Stylus 2-fidus. Setae albidae nucem cum stylo-
basi subsuperantes. Nux fere aureo-flava; stylobasis majuscula subcuboidea.
Ceteroquin ut E. palustris R. Br.
Chile: Santiago (PnıLippi n. 38).
Species critica, ob culmos rhizoma tenues, ab EP. palustri distingui potest.
5. E. melanostachys.
E. palustris (forma), Kunth! Enum. v. 2 p. 147; Hook. f. Fl. Antaret.
v. 2 p. 360.
Scirpus melanostachys d’Urville! in Mem. Soc. Linn. de Paris v. 4
(1826) p. 600; Gaud. in Freycinet Voy. (1826) p. 131.
Fimbristylis melanostachys Brongn. in Duperrey Voy. Coquille pars.
2 (1829) p. 181; Steud. Cyp. p. 107.
Heleocharis macrorrhixa Boeck.! in Flora v. 44 (1858) p. 443.
I. palustris Boeck. in Linnaea v. 36 (1869-70) p. 468.
H. litoralis Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 77; Boeck.!
in Linnaea v. 36 (1869—-70) p. 465; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308.
Stylobasis angusta conica, basi truncata nec contracta, in apice nucis
sessilis, neque hoe latior; ceteroquin ut E. palustris.
Chile (Pamrrrn. 108), Corral (Parzrepi n. 37), Ins. Falkland; (p’Urvitxe,
J. D. Hooker n. 400, Wricnr, AgBorr).
6. E. simulans C. B. Clarke ms. in herb. Delessert.
Seirpus Andinus Philippi in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 554; F. Phi-
lippi Cal. Fl. Chil. p. 310.
Gulmi 3—4 dm longi; vagina summa in altero latere producto, 4—7 mm
longa, ovala aut sublanceolata. Spicula 1 cm longa, 6 mm lata, ellipsoi-
dea, brunnea aut subcastanea. Glumae 5 mm longae, elliptico-lanceolatae,
Vix marginatae; 2 imae vacuae, a fertilibus parum diversae. Setae hypo-
gynae irregulares, saepe 3 quarum 4 cum nuce aequilonga, tenuissimae,
Stylus 2-fidus. Nux obovoidea plano-compressa, apice triangularis; styli-
basis vix incrassala, cum apice nucis usa, |
Chile (herb, Delessert); Santiago, Cordillera (Pniiprs n. 36).
Species Seirpum (Genus) mire simulans; inter Seirpum et Eleocharidem quasi
media,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 21
7. E. nodulosa Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. (1824)
p- 87; Kunth Enum. v. 2 p. 156; Maury! in Mem. Soc. Genèv. v. 34 (1890)
p: 140; C. B. Clarke in Urban FI. Ind. Occid. v. 2 p. 67. |
Seirpus nodulosus Roth Nov. Pl. Sp. p. 29; Griseb. Symb. Fl. Argent.
p. 312.
S. heteromorphus F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 344.
Heleocharis nodulosa Boeck.! in Flora v. 43 (1860) p. 4, et in
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 468.
Isolepis heteromorpha Steud.! Cyp. p. 100, in Lechl. Berb. Amer.
Austral. p. 53.
_ Culmi in sicco obscurius septati aut subnodulosi. Spiculae usque ad
22 mm longae, 5 mm latae, densissimae. Glumae fertiles pernumerosae,
in spiris numerosis imbricatae; 3 imae vacuae breviores rotundatae. —
Nux (quam E. palustris) minor, subtruncata; stylobasis fusco-nigra. —
Ceteroquin ut Æ. palustris.
Chile (GırLies); Valdivia (Lecuter n. 454).
\ Distrib. A Patagonia usque ad Mexico vulgaris, in America boreali
temperata rara.
8. E. acicularis R. Br. Prod. (1810) p. 224 in nota, Kunth Enum.
vy. 2 p. 444; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 628, in Urban
Fl. Ind. Oceid. v. 2 p. 67.
E. costulata Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 294; Kunth Enum. v. 2
p- 142.
E. radicans Kunth! Enum. v. 2 p. 142; Steud. Cyp. p. 75.
Scirpus acicularis Linn. Sp. Pl. ed. 4 p. 48, ed. 2 p. 74 partim, nec
Linn. herb.; Reich. Ic. Fl. Germ. v. 8 p. 36 t. 294 fig. 695, 696, 697.
S. retroflexus Griseb.! Symb. Argent. p. 344.
S. radicans Poir. in Lam. Encycl. v. 6 p. 751 syn. excl. (fide Kunth).
Heleocharis acicularis Koch Syn. Fl. Germ. ed. 2 p. 853; Boeck. in
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 431.
H. rwularis Philippi in Linnaea v. 33 (1864—65) p. 270; Boeck. in
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 427, v. 38 (1874) p. 408.
= H. ostulata Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 172 t. 74 fig. 2: Boeck.!
in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 433 partim; F. Philippi Cat. Pl. Chil.
p. 308.
H. radicans F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 308 -
Scirpidium aciculare Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 293.
Limnochloa costulata Kunth Enum. v. 2 p. 142 in citat.
Chaetocyperus costulatus Nees! in Nova Acta Nat. Cur. v. 19 Suppl. 1
1843) p. 96.
Ch. radicans Steud.! Cyp. p. 74.
Rhizoma pertenue. Culmi caespitosi, 5—15 em longi, graciles aut
pillares. Spiculae 3—6 mm longae, pauciflorae aut pluriflorae. Glumae
f
29 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
pallidae, in lateribus saepe fusco-sanguineo-maculatae. Stylus 3-fidus. Nux
oblongo-lanceolata, straminea, longitudinaliter 12—46-costata et inter costas
horizontaliter trabeculata; stylobasis parva, e basi bulbosa conica.
Chile. Roncagua (Berrero n. 610), S. Jago (CG. Gay n. 503), Guinam
avida (Puitiprr n. 149), Santiago (Paivierr n. 40), Aculeo (Germain n. 106).
Araucaria: Lola (Savarier n. 106).
Distrib. Per orbem Terrarum fere totum.
In E. aciculari Europaea, culmi in rhizomate repente distanter fasciculati, setacei
aut capillacei videntur; forma, in Chile rarior, in herb. Philippi adest. E. costulata
Neesii! exemplum typicum) ab exemplis debilibus E. acieularis Europeae nullo modo
differt. In E. costulata Desv., culmi dense caespitosi, robustiores, glumae non macu-
latae; forma in Chile frequens ab Argentina usque ad Texas et Californiam sparsa.
9. E. Bonariensis Nees! in Hook. Journ. Bot. v. 2 (1810) p. 398;
Britton in Journ. New York Microsc. Soc. v. 5 (1889) p. 105.
E. striatula Maury! in Mem. Soc. Genèv. v. 31 (1890) p. 135.
Chaelocyperus Bonariensis Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 1 p. 96
partim. | |
Heleocharis striatula Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 173 t. 71 fig. 3;
Boeck.; in Linnaea v. 36 (4869—70) p. 432; F. Philippi Cat. Pl. Chil.
p. 308.
H. Bonariensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 438.
H. squamata Boeck.! Cyp. Novae Heft 2 (1890) p. 41.
Scirpus striatulus Griseb.! Pl. Lorentz. p. 218.
Culmi 1—4 dm longi, tenuiores nec capillacei. Spiculae 6—12 mm
longae, 8—multiflorae, maturae saepius coloratae raro pallidae; ceteroquin
ul FE. acicularis R. Br.
Chile: Gillies; Santiago (Pamippr n. 705, C. Gay n. 508); Valparaiso
‘Borcuers n. 49); Roncagua (Guittemm n. 615).
Distrib. In Argentina frequens, in Brasil. australi per Bolivia usque
ad Columbia sparsa.
Species ab E. aciculari vix nisi magnitudine distinguenda,
10. E. pachycarpa.
E. leptocaulis Steud. in Lechler Berber. Amer. Austral. p. 53, et Gyp.
p. 77.
Heleocharis pachycarpa Desv.! in C, Gay Chile v. 6 p. 174; F.
Cat, Pl. Chil. p. 308; Boeck. in Linnaea v. 36 (1869 —70) p. 454.
I. fusco-sanguinea Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 125;
F, Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308.
HZ dubia Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 77; F. Philippi
Cat, Pl. Chil. p. 308.
H. nana Boeck.! in Linnaea v. 36 (4869—70) p. 424 partim.
H. liocarpa Philippi! in Anal, Univ, Chil, (1873) p. 553, (1896) p. 350;
F, Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308.
Philippi
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68. 23
H. leptocaulis F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 308; Philippi! in Anal. Univ.
‘Chil. v. 93 (1896) p. 349 (leptocaulos).
H. lepida Phil. in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 349.
Seirpus Baeothryon Steud. ms. in Lechler n. 566%.
S. setiformis Schrader ms., fide Boeckeler.
Isolepis fusco-purpurea Philippi (herb. propr. n. 52), an Steudel
_ partim ?
Rhizoma repens, tenuius, castaneum. Culmi 1—3 dm longi, tenuiores,
plus minus 4-angulares; vagina summa apice herbacea, in altero latere
breviter producta ovata. Spicula laxiuscula, 5—10 mm longa, 2—4 mm
lata, 6—14-flora. Glumae 3—5-spirae, castaneae in dorso lutescentes in
marginibus scariosae. Setae c. 4, cum nuce subaequilongae, pallidae, de-
biles, minute retrorsim scabrae. Stylus 3-fidus. Nux majuscula, trigona,
obovoidea, apice truncata, levis, luteo-brunnea; stylobasis pyramidalis, cum
nuce subaequilata, depressa, basi quasi-marginata fusca.
Chile (Ocasenius n. 23, Cuamisso n. 131), Valdivia (PsıLıppı, LECHLER
n. 455 in herb. Kew); Ins. Valenzuela (Lecnzer n. 249), Arica (LECHLER
n. 566*), Colchagua (PnıLıprı n. 979), Corral (Paizipri), Constitucion (Pa-
ep), Maullin (Parirrr n. 52), Vichuquen (Pairrr n. 60), Prov. Nuble
(Paiirrr n. 49), Valparaiso (Pamiprr n. 97), Sao Vicente (PrıLipri n. 147°),
Rio Claro (Arsert n. 17C), Paso Cruz, 34° s. L, alt. 2100 m (O. Kunrze
n. 428 bis).
Distrib. In Monte Video et Paraguay, rara.
Heleocharis leptocaulis Philippi ab E. pachycarpha non differt. Eleocharis lepto-
caulis Steud. est LECHLER n. 249; hujus exempla a me visa sunt juvenilia, quodam-
modo incerta.
44. E. albibracteata Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 294; Kunth Enum.
v.2 p. 143; Nees et Meyen ms. fide Nees.
Chaetocyperus albibracteatus Nees! in Nova Acta Nat. Cur. v. 19
Suppl. 4 (4843) p. 95 (pl. Guianensi excl.); Steud. Cyp. p. 74; Nees et
Meyen ms. fide Nees.
Limnocharis albibracteata Kunth Enum. v. 2 p. 143 in citat.
Heleocharis melanocephala Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 175 t. 71
fig. 4; F. Phil. Cat. Pl. Chil. p. 308; Johow! Juan Fernandez p. 143.
H. albibracteata Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 423; F. Phil.
Cat. Pl. Chil. p. 308.
Seirpus melanocephalus Griseb. Symb. Fl. Argent. p. 311.
Limnochloa albibracteata Nees! ms. partim.
Rhizoma repens, tenue, lignescens, atrosanguineum. Culmi 2—15 cm
longi, tenues; vagina summa apice hyalina (sed persistens) in altero latere
altius fissa. Spicula 3—5 mm longa, atrosanguinea aut castanea, 3—6-
nucigera. Glumae oligospirae, obtusae, in margine anguste albo-hyalinae.
Stylus 3-fidus. Nux oblongo-ohovoidea, trigona, apice angustata, pallida
24 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
aut matura lutescens, levis, obscure longitudinaliter 40—50-striatula, obso- |
lete reticulata; stylobasis conica, cum nucis apice aequilata, nuce ipsa an-
gustior. |
Chile: usque ad 3000 m alt. (Pearce, C. Gay n. 804, Dusén n. 644), |
Coquimbo in Andes (Reep, C. Gay n. 379, 748), Valdivia (Purzrppi), Talca «
Paicippr n. 51), Banos de Chillan (Paicrppr n. 414), Juan Fernandez (Pui-
LIPPI D. 51).
Distrib. In Argentina frequens, in Bolivia (alt. 3—4000 m).
12. E. Lechleri.
Heleocharis Lechleri Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 422;
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308.
Rhizoma repens, pertenue. Culmi 2—5 cm longi, caespitosa, filiformes;
vagina summa apice herbacea, persistens. Spicula 2—3 mm longa, 3—5- .
nucigera, fusco-straminea, brunescens. Setae 4—6, inaequales, 1—2 cum
nuce saepe aequilonga, tenues, papillosae, rubro-bruneae. Stylus 3-fidus.
Nux oblongo-ellipsoidea, trigona, levis, flavida, apice subito angustata, vix
obsolete striatula;. stylobasis depresso-conica, subdisciformis, cum nucis
apice subaequilata. |
Chile: Cordillera del Ranco (Lecazer n. 795), Cordillera Pelada
(Parzrppr!).
Distrib. In Bolivia (alt. 3250 m).
13. E. montana Roem. et Sch. Syst. v. 2 (1817) p. 153.
E. Dombeyana Kunth Enum. v. 2 p. 145.
Scirpus montanus H.B.K. Nov. Gen. et Sp. v. 4 p. 226.
Heleocharis montana Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 456.
FH. Dombeyana Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869-—70) p. 450.
Rhizoma longe repens. Culmi 1—5 dm longi, mediocres; vagina
summa apice truncata, dente lineari erecto. Spicula 5—11 mm longa,
12—40-nucigera, ellipsoidea aut cylindrica, castaneo-maculata. Setae 6—5,
nucem saepe superantes, cinnamomeae. Stylus 3-fidus. Nux obovoidea,
trigona, apice multum angustata, fere levis, lutea aut aureo-lutea; stylo-
basis parva, anguste conica.
Chile: Quillota (Germain), Valparaiso (Paiirpr n. 43), Casa Cancha
Wickes), Maldanado (Kine),
Distrib. In omni America Calidiore sat communis. In Mexico, va-
ginae summae dens saepe desideratur,
14. E. melanomphala.
Gulmi 10—14 em longi, graciliores; vagina summa apice truncata,
Spicula 6 mm longa, anguste, ovoidea, pauciflora, 1—4-nucigera, Glumae
majusculae bruneae, Setae 5, cum !/, parte nucis aequilongae, retrorsim
scabrae, bruneae, Stylus 3-fidus. Nux pro genere magna, late ovoidea
trigona, apice longius conoideo-pyramidata, levis, alba; stylobasis perparva,
acute pyramidalis, nigro-castanea, in apice nucis sessilis.
7 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68, 25
Chile: Cordillera, alt. 2100 m, Paso Cruz 34° s. L. (0. Kuntze
n. 30 bis).
Planta, cum nuce magna, E. Atacamenst primo aspectu similis, differt stylobasi a
nuce conspicue distincta.
Species non visae.
15. E. coronata Steud. Cyp. (1855) p. 77.
Radix repens. Culmi 4 dm longi; vaginae apice truncatae. Spicula
ovoidea, 8—12-flora. Glumae bruneae, in margine hyalinae. Setae 3, te-
nuissimae, cum {/, parte nucis vix aequilongae, leves. Stylus 3-fidus. Nux
ovoidea, basi tuberculata, medio nitida; stylobasis mitraeformis, crenulato-
marginata, alba, verrucosulo-puncticulata.
Chile: Concepcion (D’URVILLE ex STEUDEL).
An = FE. pachycarpa supra? (C. B. Crarke).
16. E. Reichei.
Heleocharis Reichei Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 35;
Boeckeler ms. e Philippi.
Rhizoma elongatum, horizontale, 11/5 lineam crassum. Culmi 2—3
poll. longi, validuli; vagina summa, apice truncata, herbacea, in altero
latere lanceolatim producta. Spicula 5—7 lin. longa, oblongo-lanceolata.
Setae 0. Nux majuscula, obovoidea, turgide biconvexa, levis, albida; stylo-
basis brevis conica.
Chile: Constitucion (Reicue e Paicrpri).
An = EF. palustris R. Brown, forma setis obsoietis (C. B. Cuarke?).
7. Scirpus.
Scirpus Linn. Gen. n. 67 partim; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 178;
Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1049; C. B. Clarke in Hook. f.
L
Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 653. — cf. Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888)
p. 293—301 t. 41.
Isolepis R. Br. Prodr. p. 221; Kunth Enum. II. 187; Desv. in C. Gay
Chile v. 6 p. 184.
Malacochaete Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 292, in Nova Acta Nat.
Gur. v. 19 Suppl. 4 (1843) p. 89; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 176.
Dichromena Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 189, non Vahl.
Glumae 3-multispirae. Stylibasis in nucis apicem (sine constrictione
aut linea conspicua) sensim transiens.
cae OO rd ee Eh
=
— Glaber. Culmus enodosus, prope ad basin foliatus vel vaginatus,
apice caput aut umbellam gerens.
Species 125, in omnibus regionibus sparsae.
26 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Sect. 4. Monostachyi. Plantae parvae aut tenues. Culmi
(in speciebus Chilensibus), monostachyi. Stylus in spe-
ciebus Chilensibus 3-fidus. Setae hypogynae obviae.
Vaginae basales paucae inconspicuae, summa apice truncata 1. S. pauciflorus.
Vaginae basales plures a summa folium viride f
gerens . . . Len TENTE. COSUOE
Sect. 2. 1solepis ER R. Gr: Prodr. p. 291. Culmi caput
aut spiculam 4 gerentes. Setae hypogynae plane 0,
Stylus 3-fidus,
Plantae minores, foliigerae.
Culmus 4—3, saepissime 4, spiculas gerens.
Folia tenuia. Nux parva, trigona, apice angustala. 3. S. cernuus.
Folia rigida. Nux majuscula, biconvexa, apice per-
obtusa .. :., : . ... 2 RER ERS SA
Culmus 2—12 (raro 4) spiculas gerens . . . . . . . 5. S. inundatus.
Planta robustior, 4—10 dm longa, aphylla . . . . . . 6. S. nodosus.
Stylus 2-fidus.
Culmi 2—5 cm longi; spiculae pallidae. . . . . . . . 7. S. perpusillus.
Culmi 2 dm longi; spiculae castaneo-rubrae. . . . . 8. S. Philippi.
Sect. 3. Eu-Scirpus. Culmi caput aut umbellam BAR ES
Setae hypogynae obviae, in speciebus paucis tenues aut
casu obsoletae.
Plantae parvulae. Culmus raro usque ad 4 dm longus.
Spiculae in capite unico congestae aut 4, Stylus
3-fidus.
Folia linearia. Spiculae 3—1, saepius 4
Caput stramineum. Setae vix papillosae . . . . . . 9 S Hieronymi.
Caput bruneum, Setae retrorsim scabrae . . . . . 40. S. deserticola.
Folia basi plana, anguste lanceolata. Spiculae saepe
6—3, rarius 4.
Culmus 0—4 em longus. Glumae 5—6 mm longae . 44. S. acaulis.
Culmus 5—6 cm longi. Glumae 7—8 mm longae. . 12. 8. macrolepis.
Plantae robustae aut mediocres.
Culmi caput gerentes. Stylus 2-fidus (vel raro 3-fidus).
Folia convoluto-teretia. Setae breves . . . . . . . 48. 8. Nevadensis.
Folia 0 aut plana. Setae evolutae . . . . . . . . 44, S Americanus.
Culmi umbellam gerentes.
Folia longa. Stylus 8-fidus. . , . . . . . . . . . Ab. S,asper.
Folia subnulla, Stylus 2-fidus . . . . . . . . . . 46, S. réparws.
Plantae vix mediocres, Corymbus parvulus, sacpius ad
caput (vel spiculam) contractus. Stylus 2-fidus. . . 47. S. melanocaulos.
. N, pauciflorus u Fl. Scot. (1777) p. 4078; Boeck. in Linnaca
v. J (1869—70) p. 479; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 654.
S. Boeothryon rn Phytoph. (1780) n. 34; Linn. f. Suppl p. 103;
Kunth Enum, v. 2 p. 123.
S, Andinus Philippi in Anal, Univ. Chil. (4873) p. 554 (syn. Desvaux
exel.); F. Philippi Cat, Pl. Chil. p. 310.
Eleocharis pauciflora Vink, Mort. Berol, v. A p. 284; Hook. Fl. Bor.
Amer. v. 2 p. 229.
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. ae
Heleocharis Atacamensis Philippi! Fl. Atacama p. 53, in Anal. Univ.
Chil. v. 93 (1896) p. 349; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 308: Boeck. in
Linnaea v. 36 (1869—70) p. 454.
Isolepis Andina Philippi! (ms.?) in herb. propr. n. 59.
Trichophorum pauciflorum Palla in Sitzb. Z. B. G. v. 38 (1888) p. 49,
fide Richter.
Stolones saepe adsunt. Culmi 5—25 cm longi, rigidiusculi, enodosi,
apice À spiculam gerentes, aphylli; vagina summa apice oblique truncata.
Spicula quasi-terminalis, ebracteata, pauciflora, 4—7 mm longa. Glumae
_3—4 mm longae, elliptico-oblongae, fusco-castaneae aut bruneae. Setae
6—3, cum nuce saepe aequilongae, retrorsim scabrae. Stylus 3-fidus. Nux
trigona, obovoidea apice acuminata, levis, pallida vel brunescens; stylobasis
vix incrassata, in nucis apicem sensim transiens.
A
Chile: Tarapaca (Paicrppr n. 59), Atacama (PaıLippi n. 42).
Distrib. In Orbe Vetere, in regionibus Palaearcticis et Temperatis.
— In Orbe Novo, in America Boreali Temperata, et in Rocky Mt.; in
_ Argentina.
Species omnino aphylla; forsan in Eleocharide potius ordinanda; ab Eleocharide
propter stylobasin a nuce non distinctam neque tuberculiformem diversa.
2. S. caespitosus Linn.! Sp. Pl. p. 74 et herb. propr.; Kunth Enum.
v. 2 p. 159; Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 488 (syn. pusillo,
oligantho exclusis); Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 180.
Eleocharis caespitosa Link. Hort. Berol. v. 1 p. 283: Hook. Fl. Bor.
Amer. v. 2 p. 229.
Rhizoma breve, descendens, apice divisum. Culmi 1—3 dm longi,
. monostachyi, basi a pluribus squamis semi-vaginosis imbricatis saepe in-
tecti; vaginae summae folium 5—15 mm longum, viride, setaceum. Spi-
cula 4—8 mm longa, ovoidea, 3—7-flora, breviter bracteata, e luteo bru-
nescens. Setae 6—4, nucem superantes, tenues, leves aut in parte superiore
minute papillosae. Stylus 3-fidus. Nux obovoidea, apice acuta, levis €
stramineo brunescens.
Chile (C. Gay n. 190, in Mus. Paris).
Distrib. In Zona boreali-temperata vulgaris. In Jamaica, fide
_ BorcKELER.
| 3. S. cernuus Vahl Enum. v. 2 (1806) p. 245; Britton in Trans. New
York Acad. v. 41 (1892) p. 76.
S. Savii Sebast. et Mauri Prod. Fl. Rom. (1818) p. 22.
S. setaceus Linn.! herb. propr. et Mant. p. 321, nec Sp. Pl. p. 73:
“Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 502 Var. ß (et « pro parte) nec 7;
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312.
S. pygmaeus Poir. Encycl. Suppl. v. 5 p. 100 (nec S. pigmaeus Poir.
in Lam. Encycl. v. 6 p. 755).
28 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
S. brevis d’Urville in Mem. Soc. Linn. Paris v. 4 (1825) p. 600; Gaud.
in Freyeinet Voy (1825) p. 131; Griseb. Symb. Fl. Argent. p. 343.
S. minimus Hook. et Arn. Bot. Beechey Voy. p. 49, non Vahl. —
S. Hookert Kunth Enum. v. 2 p. 173; Desv. in C. Gay Chile v. 6
p. 183; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 344. |
S. leptaleus Koch in Syll. Soc. Bot. Ratisb. v. 1 (1824) p. 8.
S. riparius Poir. Encyc. Suppl. v. 5 p. 103; S. Watson Bot. Californ.
v. 2 p. 217 (syn. excl.), non Presl.
Scirpus modestus F. Philippi! Cat. PL Chil. p. 344.
S. perpusillus F. Philippi! Cat. Pl. Chil. p. 311, non Boeck.
S. meerostachys Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 478.
S. terminalis Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 479.
S. chloroticus Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 480.
Isolepis cernua Roem. et Sch. Syst. v. 2 p. 106.
I. Saviana Schultes in Roem. et Sch. Syst. v. 2 Mant. p. 63; Kunth
Enum. v. 2 p. 193; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309.
I. pygmaea Kunth Enum. v. 2 p. 194; Hook. f. Fl. Antarct. v. 2 p. 364;
Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 186; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309; Fran-
chet Mission Cap. Horn p. 374. |
I. brevis Brongn. in Duperrey Voy. Coquille pars 2 (1829) p. 180.
I. chlorostachya Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 291, v. 10 (1835— _—
36) p. 149; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309.
I. perpusilla Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 291 pro parte; Philippi!
ms.; non Seirpus perpusillus Boeck.
I. heterophylla Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 603, et Cyp. p. 925
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309.
I. pholioides Steud.! Cyp. p. 93; herb. Philippi! pro parte majore.
I, erubescens Steud.! in Flora v. 25 (1842) p. 604.
1. purpurascens Steud.! Cyp. p. 92; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 309.
I. modesta Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 79; F. Philippi
Cat. Pl. Chil p. 309.
I. Pumilio Boeck.! in Flora v. 42 (1859) p. 448.
I. chlorotica Philippi! ms.
I. mierostachys Philippi! ms.
I. monostachya Philippi! PA. Antofagasta (1891) p. 79.
Cyperus Pumilio Steud.! Cyp. p. 16, in Lechler Berber. Amer. Austr,
p. 53.
Glabra. Annua; aut rhizoma A— em longum, tenue, divisum. Culmi
3-18 em longi, striati, setacei (cf. Var, ß), praeter basin enodosi, apice
monocephali, Folia 5 mm—410 cm longa, angustissima, culmo saepissime
multo) breviora, Spiculae in capite 3—4 (in exemplis Chilensibus sae-
pissime 4) sessiles; bractea ima 1—3 em longa culmum quasi continuens,
aut a glumis nueigeris vix diversa (i, e. spicula terminalis), Spiculae
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 29
« 1—10 mm longae, ovoideae aut oblongae, multiflorae aut pauciflorae, non
“raro proliferae, interdum elongatae usque ad 2 cm longae plus minus
steriles. Glumae multispirae, ovatae, castaneae in dorso coloratae aut
magis elutae aut albae. Setae 0. Stamina 3—1. Stylus 3-fidus. Nux
- obovoidea, trigona, vix apiculata, levis (obscure reticulata, verrucosa aut
in verbis Cyperologorum elevato-punctulata) nec longitudinaliter costata,
pallida aut fuscescens; celluli extimi subquadrati.
Chile: ubique vulgaris. Atacama (Morone n. 4260), Cordillera de
Tarapaca (Pamirrr n. 65, monostachya), Copiapo (Partipp1), Punta de los
Vilos (Macnapa n. 83), San Juan (Paiiper n. 118), Cartagena (Parcrert
n. 98), Valparaiso (Brypses, Marnews n. 298, Pairiprr n. 112), Edmonstone
(Cumine n. 547), Ovalle {Paiciprr n. 101), Quillota (Germain, Quinreros,
ALBERT n. 66), Cordillera Chillan (Paicrepr n. 60), Cordillera Coquimbo
- (Prizrppr n. 58), Corral (Paiziprr [pygmaea]), Catapulco (Pnicrppr n. 57),
Rancagua (Paizippi), Gesenteros (ALBERT n. 143), Constitucion {Paicrept n. 27,
103), La Cueva (Rornmer n. 64), Arica (Leeuter n. 700, 722), Aconcagua
Fluminis Ostia (E. Moore n. 70), Valdivia (Parcipri n. 5, 124, Lecurer n. 566
[heterophylla]), Patagoniae ora occident. (Coppinger), Chiloe (Pamirrr n. 99),
Fuegia (WILKES).
Distrib. Per Orbem Terrarum. praeter Indo-China, sparsa, in tem-
peratis communis.
Species in Anglia indigena etiamque magnopere culta, praeter colorem
et magnitudinem parum variabilis.
Var. 8. dura C. B. Clarke ms. hbb. pluribus; culmis duriusculis;
spicula dura, saepissime unica, saepe lucide castanea aut brunea.
Scirpus Aucklandicus Boeck. in litteris; cf. Hemsley Voy. Challenger
Sv. 2 p. 458.
S. aegialites Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 477.
S. nanus F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 311.
S. caespitosus Philippi ms in hb. propr. n. 27.
Isolepis Aucklandica Hook. f.! Handb. New Zeal. Fl. p. 302 in nota
_ (i. e. exempla Americana).
I. nana Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 79.
| I. erubescens Presl ms.
+ Chile: Ancud (Paraprr n. 61), Corral (Pæizippr n. 73), Concepcion
_ (Purr n. 96), Chiloe (Reep), Fuegia et Ins. Falkland (J. D. Hooker).
i Distrib. In Andes usque ad Rocky Mts., sparsa. In Tristan da
=
=e EM
Cunha.
Planta a S. Aucklandico Hook. f., typico (i. e. sp. Neo-Zeelandica) vix
- distinguenda.
4. S. Atacamensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 482; Griseb.
“PI Lorentz p. 219 et Symb. Argent. p. 313; F. Philippi Cat. PL Chil.
p. 311; Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 476.
30 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Isolepis Atacamensis Philippi Wüste Atacama (Fl. in Append.) p. 53.
Rhizoma breve, erectum, apice divisum. Culmus 4 cm longus, cras-
siusculus, apice 1- (vel 2-)spiculiger. Folia plura, suberecta, teretia, linearia,
crassiuscula. Spieula 6—8 mm longa, ellipsoidea, straminea; bracteae
(glumae imae vacuae) glumis nucigeris similes. Glumae c. 10, ovato-ellip-
ticae obtusae, 5—6 mm longae, non carinatae. Setae 0. Stylus mediocris,
linearis, ruber, deciduus; rami 3, longi, tenues. Nux majuscula, late obo-
voidea, a dorso multum compressa (fere biconvexa), apice admodum obtusa, |
levis, pallide luteo-brunea.
Chile: Atacama (Paiciprr n. 1000 in herb. Berol., n. 29, 62 herb.
propr.). |
Distrib. Catamarea, fide Grisebach,
5. 8. inundatus Poir. Eneyel. Suppl. v. 5 (1817) p. 103; Benth.! FI.
Austral. v. 7 p. 329, pro magna parte.
S. nigricans Poir. Encyc. Suppl. v. 5 p. 104; Boeck.! in Linnaea v. 36
(1869 —70) p. 506; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 314; Philippi in Anal. Univ.
Chil. v. 93 (1896) p. 479. |
S. Angachillensis Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 496; F. Phi-
lippi Cat. Pl. Chil. p. 310.
S. Bridgesii Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869 —70) p. 508; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 311.
S. Gaudichaudii Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 544; F. Phi-
lippi Cat. Pl. Chil. p. 311. |
S. varians Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869-—70) p. 698; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 342.
S. albescens F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 310.
S. phacocarpus F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312.
S. didymostachyus Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 4
S. trichocaulos Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 478.
S. Constitutionis Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 483,
e descript.
Isolepis inundata R. Br.! Prodr. p. 222; Kunth Enum. v. 2 p. 217.
I. nigricans H.B.K. Nov. Gen, et Sp. v. 4 p. 220; Kunth Enum, v. 2
p. 193; Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 187 t. 70 fig. 3.
I. Gaudichaudiana Kunth! Enum. v. 2 p. 201.
I. Angachilensis Steud. in Lechl. Berber. Amer. Austral. p. 53; Boeck.
n Flora v. 42 (1839) p. 448.
I. Angachilensis Steud.! Cyp. p. 94.
I. Valdiviae Steud.! in Lechl, Berber. Amer, Austr, p. 53, et Cyp.
|). (A,
75.
I. Conceptions Steud, p. 9%.
I. varians Steud.! in Lechl, Berber, Amer. Austr, p. 53, et Cyp.
p. 94,
Beiblatt zu den Botanıschen Jahrbüchern. Nr. 68. 31
I. Urvillet Steud. Cyp. p. 94.
I. albescens Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 188 t. 70 fig. 2.
I. vivipara Schinder ms.; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 489.
I. ramulosa Steud.! in Lechler Berber. Amer. Austr. p. 50.
I. phaeoearpa Philippi in Anal. Univ. Chil. 1865 pars 2 p. 321.
I. Bridgesii Palla! in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 300.
I. psilocarpa Kunze! ms.
I. trichocaulis Philippi! ms.
I. tristachya Philippi! ms. partim.
Cyperus Urvilleanus Steud.! Cyp. p. 16; cf. Boeck. in Flora v. 42
(4859) p. 448.
Robustior. Spiculae in capite plures, saepe 3—12, rarius unica, pallide
aut fusce stramineae, non aut modice castaneo-maculatae. Nux in plantis
minoribus 3—6-stachyis saepe apiculata, in plantis majoribus apice obtuse
conica; quam in S. cernur nuce angustior; ceteroquin ut S. cernuus Vahl.
Chile (C. Gay), Valdivia (Brypces n. 829, 840, Lecuter n. 453 [Val-
diviana]), Arica (Lecater n. 718 [varians]), Lota (J. Barr.), Ercilla (O. Kunrze
n. 34 bis), Valdivia (Parierr n. 122, n. 67 [trichocaulos], Lecter n. 1386
[ramulosa]), San Juan (Paiciprt n. 69), Cordillera Pelada (Parzippr n. 127),
. Constitucion (Pariert).
Distrib. In Argentina, Andes, New Zealand, Australia (copiosa), us-
que ad Borneo.
In exemplis minoribus, spiculae fere semper pallidae, nux minute apicata; in
exemplis typicis S. nigricantıs in herb. J. Gay spiculae aliae sunt pallidae, aliae plus
minus castaneo-maculatae. In exemplis majusculis I. Valdiviae Steud., spiculae majus-
culae pallidae nux apice obtuse conica. In exemplis typicis R. Brown, spiculae sunt
majusculae pallidae, nuces parvae apiculatae. Inter exempla Australiensia, exempla
trichocaula (= S. trichocaulis Philippi), exempla foliis longis paullo latioribus, videnda
sunt. Varietates stabilire nequivi.
6. S. nodosus Rottb. Descr. et Sc. (1773) p. 52 t. 58 fig. 3; Boeck.
in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 718; Benth. Fl. Austral. v. 7 p. 331; Hemsl.
Bot. Challenger Voy. pars 2 p. 87, 266; pars 3 p. 58; F. Philippi Cat. PI.
Chil. p. 312; Johow Fl. Juan Fernandez p. 142.
Isolepis nodosa R. Br. Prod. p. 224; Kunth Enum. v. 2 p. 199; Desv.
a in C. Gay Chile v. 6 p. 185.
Rhizoma ligneum, horizontale, 5—8 mm in diam. Culmi 4—10 dm
_ longi, teretes, lenti, aphylli; vagina summa in altero latere oblique lanceo-
lato-producta, nec viridis. Caput 10—16 mm in diam. globosum, densum,
polystachyum, brunescens; bractea ima 2—10 cm longa, culmum quasi
- continuens. Spiculae 3—5 mm longae, ovoideae. Setae 0. Stylus 3-fidus.
_Nux obovoidea trigona, levis, brunescens.
Chile: Valparaiso (Bryp@es), Corral (Pamippr n. 715), Concepcion
(p’'Urvitte), Arauco (Paitierr n. 95), Lebu (Pariprr n. 74), Juan Fernandez
\
.
(Mosetey), Masa Fuera (Cumina n. 1356)
ob a a
. |
32 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Distrib. Species per Zonam Australem temperatam (Africa, Oceania,
America) vulgata.
7. S. perpusillus Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—T70) p. 496;
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312.
Isolepis perpusilla Philippi in Anal. Univ. Chil. (4873) p. 555.
Cyperus Ranko Steud.! Cyp. p. 345, in Lechl. Berber. Amer. p. 53
(Ranco).
Rhizoma breve, descendens, tenuius. Culmi 3—5 cm longi, caespitosi,
validuli, enodosi, monocephali. Folia plura, omnia basalia, culmos supe-
rantia, linearia. Spiculae 2—4, pallidae, 3—5 mm longae, 6—42-florae:
bracteae 1—2 cm longae. Glumae late ellipticae, obtusae. Setae 0. Stylus
2-fidus. Nux ellipsoidea, plano-convexa, levis, brunescens.
Chile: Cordillera de Ranco (Lecurer n. 786).
8. S. Philippi.
S. nigricans (forma flaccida) Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70)
p. 453.
Isolepis tristachya Philippi! in Linnaea v. 30 (1859—60) p. 203.
Culmi 40—25 em longi, flaccidi, enodosi, monocephali. Folia 5—10 cm
longa, tenuissima. Spiculae 3—1, fasciculatae; bractea ima 1—3 cm longa,
culmum quasi continuens. Spiculae 4 mm longae, c. 12-florae, atropurpu-
reae. Glumae ovatae, vix acutae. Setae 0. Stylus 2-fidus. Nux obo-
voidea, plano-convexa, apice acutata, levis, pallida.
Chile: Puerto Montt (Paicrppi).
9. S. Hieronymi Boeck.! Cyp. Novae Heft 1 (1888) p. 18.
S. semisublerraneus herb. Philippi n. 28.
Carex gaimardioides Desv.! in C. Gay Chile v. 6 p. 202 pro majore.
parte, t. 73 fig. 2 (sp. 2 nec sp. 4).
Fimbristylus gaimardioides Steudel! ms. (in exemplo cum Oreobolo
mixto).
Rhizoma tenuius, apice divisum. Culmi 3—10 cm longi, mediocres,
subteretes monocephali. Folia 5—25 mm longa, linearia, minime disticha.
Caput terminale, 3—41- (saepius 1-)stachyum, 7 mm longum, stramineum;
bracteae imae vacuae glumis nucigeris similes, paullo majores. Glumae
5—6 mm longae, elliptico-oblongae, non carinatae. Setae 3, cum ?/, parte
nucis subaequilongae, tenues, minute papilloso-dentatae, luteae brunescentes.
Stylus linearis, deciduus; rami 3 longi. Nux parvula, oblongo-ellipsoidea
anguste obovoidea), trigona, apice perobtusa, levis lucida, brunescens.
Chile: Cordillera Coquimbo (Pair n. 28), Coquimbo, alt. 3130 m
C. Gay). Casa Canella Pera (Wırkes).
Distrib. Peru (Lecaven n. 4977 partim), Argentina: Cordillera de la
Rioja (Hieronymus et NırpenLein n. 232).
Species S. Alacamensi Boeck,, simillima; ob setas ac praesertim ob nucem ans,
gustan Irigonam diversa, — Caricis gaimardioidis exemplum, a C, Gay communicatum,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. — 33
st Seirpus Hieronymi cum foliis Oreoboli intermixtum. Lecntert n. 1977 exemplum
in herb. Kew est Scirpus Hieronymi cum S. semisubterraneo Boeck. mixtum. Caricis
imardioidis Desy., descriptio est confusa.
40. S. deserticola Philippi Wüste Atacama (1860) Fl. Append. p. 53;
Boeck! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 494; F. Philippi Cat. Pl. Chil.
p. 311; Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 482.
S. semi-subterraneus Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 495.
S. thermalis Spruce ms.; Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1051.
Carex gaimardioides Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 202
parte, et t. 73 fig. 2 (sp. 1 solum).
, pro minore
Rhizome tenue, repens, usque ad 4 dm longum. Culmi 41—4 cm
longi, apice monocephali. Folia plurima, 1—3 cm longa, linearia, aut
lineari-oblonga subteretia. Caput 6 mm longum, 3— ‘-stachyum, ovoideum,
_ bruneum; bracteae glumis nucigeris vix longiores. Glumae 4 mm longae,
ovatae, obtusae, in carina viridescentes. Setae 6, nucem superantes re-
trorsim scabrae, ferrugineae. Stylus linearis; rami 3, lineares. Nux parva,
ellipsoidea, acute trigona, apice acuminata levis nigro-brunea.
Chile: Atacama (Paicippr n. 1005, hb. Berol.).
Distrib. Peru, Bolivia, Ecuador.
11. S. acaulis Philippi! in Linnaea v. 29 (1857--58) p. 78; Boeck. in
Linnaea v. 36 (1x69—70) p. 494; F. Philippi. Cat. Pl. Chil. p. 310.
S. sessiliflorus Philippi in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 479.
| S. nubigenus Philippi in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 554; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 312?
Isolepis acaulis Philippi ms. fide Boeckeler.
Rhizoma repens. Culmus vix ullus, 0—# em longus. Folia 3 cm
longa, anguste lanceolato-linearia. Caput e 6—1 spiculis fuscis pluri-nuci-
geris constans. Spiculae 5—8 mm longae, ellipsoideo-lanceolatae, glumis
arcte imbricatis densae. Glumae nucigerae 5—6 mm longae, elliptico-lanceo-
latae. Setae 6, tenues, albidae, scabridae, nucem superantes. Stylus per-
longus, linearis; rami 3, lineares. Nux parvula, cum !/; parte glumae
subaequilonga. inaequaliter, trigona, obovoidea, basi stipitata, apice acumi-
nata, levis, pallida.
| Chile: Lacus Malvarco, in Andibus (German), Cordillera Linares (Pat-
uiprr n. 998), Caboceira del Vallilargo (Santiago) (PrıLipri n. 30).
12. S. macrolepis Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. #81.
Rhizoma tenue. Culmi 5—6 cm longi, robustiores, monocephali.
Folia 4 cm longa, anguste lanceolato-linearia, nec teretia. Caput 15 mm
in diam., subglobosum, 6—3-stachyum, cinnamomeum; bracteae glumis
nucigeris fere similes. Spiculae 2—6-nucigerae. Glumae 7—8 mm longae,
anguste oblongae. Setae 6, retrorsim hispidae, ferrugineae, quarum 3 saepe
ongiores, nucem superantes. Stylus linearis, rami 3, lineares. Nux parva,
Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 6s. c
34 = Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
LL L . . L LL . a
ellipsoidea, acute trigona, apice acuminata, levis, nigro-brunea, cum '/, «
parte glumae vix aequilonga. 4
Chile: Vegas del Toro (F. PaıLıppi).
y>
Nux, setae, stylus, fere ut in S. deserticola, a qua differt foliis basi latioribus,
glumis nucigeris longissimis. Paullo differt a S. acauli ob culmum 5—6 cm longum, 5
spiculas laxiglumas pauci-nucigeras. S. nubigenus Philippi, e descript. cum hac vel illa 3
specie conjungi potest. 2
13. S. Nevadensis S. Watson! Bot. King Exped. (1874) p. 360, et Bot. —
Californ. v. 2 p. 217; Britton in Trans. New York Acad. v. 11 (1892) p. 78. M
S. remireoides Griseb.! Pl. Lorentz. (1874) p. 218. &
S. Reichei Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 480 e de-M
seript.
Isolepis oreophila Philippi! Pfl. Antofagasta 1891 p. 79.
Rhizoma horizontale, erassum. Culmi 15—40 em longi, robustiores,
teretes, monocephali. Folia culmo parum breviora, convoluto-teretia, rigida. M
Spiculae 4—8, capitatae; bractea ima suberecta, caput superans. Spicula M
s— 14 mm longa, ellipsoidea-oblonga. Glumae nucigerae plures, arctius i
imbricatae, castaneae in dorso luteae, obtusae, in margine minute ciliolatae, M
subintegrae. Setae cum !/, parte nucis vix aequilongae, irregulares, aut M
subobsoletae, sursum scabrae. Stylus 2-fidus. Nux plano-convexa, obo- M
voidea, apice triangularis, levis, olivaceo-brunea. 4
Chile: Atacama (Parziprr n. 63), Breas (Puitippr n. 128).
Distrib. Catamarca, California, Nevada, Oregon, Assiniboia.
‘
14. S. Americanus Pers. Syn. v. 4 (1805) p. 68; Britton in Trans.
New York Acad. v. 44 (4892) p. 78.
S. pungens Vahl Enum. v. 2 (1806) p. 225; Kunth Enum, v. 2 p. 162;
oeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 708; F. Philippi Cat. Pl. Chil.
p. 342. 4
S. Chilensis Nees! in Linnaea v. 9 (4834) p. 293, et in Nova Acta
Nat. Cur. v. 19 Suppl. 4 (1843) p. 93; Kunth Enum. v. 2 p. 162; Desv. =
in ©. Gay Chile v. 6 p. 182; Nees et Meyen ms. e Nees.
S. monophyllus Presl Rel. Haenk. v. A p. 193; Kunth Enum. v. 2
p. 162.
S. badius Pres| Rel. Haenk. v. 4 p. 193; Kunth Enum, v. 2 p. 168;
Desv, in ©. Gay Chile v. 6 p. 182.
S. longifolius Wook. et Arn, Beechey Voy p. 49; Kunth Enum, v. 2
p. 17%; Steud. in Flora v. 25 (1842) p. 602; F. Phil. Cat. Pl. Chil, p. 344.
S. melanorrhixus Boeck.! in Engl. Bot. Jahrb. v. 5 (1884) p. 504.
f »
,
Dichromena atrosanguinea Desv. in €. Gay Chile v. 6 p. 190 1, 71
lig.5 et af (quoad stylibasin non recte).
Malacochaete oligostachys Philippi in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 78;
F, Philippi Cat, Pl. Chil. p. 340. |
Schoenopleetus pungens Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 40 (1888) p. 299.
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 35
Rhizoma repens (usque ad 2—3 dm longum), robustius. Culmi
2—-10 dm longi, trigoni. Folia saepius brevia, non raro 0, in forma longi-
folia plura 2—4 dm longa, spiculae 1—5 (interdum 6—12) capitatae,
bruneae, castaneo-rubrae aut fuscae; bracteae 2—3, ima saepe 2—7 cm
longa, culmum quasi continuens. Spiculae 10—20 mm longae, ellipsoideae
aut oblongae, densiflorae. Glumae ovatae, apice scarioso-marginatae, emar-
ginatae aut subbilobae, nervo medio subexcurrente, in margine plus minus
pilosulae. Setae 2—6, cum nuce saepe aequilongae, retrorsim hispidae,
irregulares interdum fere obsoletae. Stylus 2-fidus vel raro 3-fidus. Nux
obovoidea, plano-convexa, apice obtusa minute apiculata, levis, atro-ca-
stanea. |
| Chile (GirLies, C. Gay, Reep), Atacama (Moroxe n. 1261), Cuminalla
(Rammer n. 24), Colchagua (J. Barr, Purcippr n. 124), Arauez (Parcrepi n. 416),
Valparaiso (Macrar), Bucalema (Paitiperr n. 22), Valdivia (Parcippr, BRIDGES
n. 846), Puerto Moutt (Pnırıppi n. 17), Chacarilla (Parrippr n. 26), Chiloe
(Piper n. 18). |
Distrib. In America fere omni, Europa, Australia.
45. S. asper Presl! Rel. Haenk. v. 1 (1828) p. 194; Kunth Enum.
2 p- 169; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p.178; Griseb. Symb. Fl. Argent.
p. 343; Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 492; F. Philippi Cat. PI.
Chile p. 310; Philippi Fl. Atacama p. 53.
S. glaucus Nees! in Linnaea v. 9 (1834) p. 293, in Nova Acta Nat.
Gur. v. 19 Suppl. 4 (4843) p. 93; Kunth Enum. v. 2 p. 169; Desv. in
LC gl Chile v. 6 p. 88; Nees et Meyen ms. e Nees.
S. brachycaulos ini in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 482.
S. scaberrimus Philippi! (ms.?) in herb. prop.
Chaetospora? laeta Kunze! ms.
Ch. laxa Kunze ms. fide J. Gay.
Rhizoma descendens, ligneum. Culmi 3—8 dm longus, apice trigonus
asper vel raro levis. Folia 3—3 dm longa, 5—7 mm lata, in marginibus
saepe perscabra. Corymbus in umbellam fere depressus, compositus, 4—
20 cm in diam., 20—4140-stachyus; bractea ima foliiformis. Spiculae fas-
ciculatae vel e supremis quaedam pedicellatae, ellipsoideae aut cylindricae,
4—8 mm longae, densae. Glumae ovatae, integrae, fere glabrae, ferru-
“sineae aut castaneo-bruneae, apice triangulares, carina viridi vel rubra in
mucronem plus minus excurrente. Setae 6, retrorsim hispidae, cum nuce
saepe aequilongae. Stylus 3-fidus. Nux parva trigona, ovoidea aut sub-
obovoidea, levis, pallida, brunescens.
Chile (Porrria n. 23, 359, Bripces, Resp, Wawra n. 2986), Valpa-
raiso (Macrae, Cumina n. 77, Meyen n. 124, Marnews n. 215, Puicipri
n. 414), Guillota (Bertero n. 1300, Germain, Paiciprr n. 1006), Santiago
(C. Gay n. 228), Copiapo (C. Gay n. 229), Carresal (Pmicrerr), [lapel (Pat-
c*
36 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Lipper n. 34), La Serena (Parciprr n. 35), Quinteros (Paizippr n. 21), Aculeo
(GERMAIN).
Distrib. In Argentina communis; in Bolivia. |
Species quoad spicularum formam variabilis. In S aspero typico, forma in Chile
rara, spiculae ovoideae, glumae subobtusae vix mucronulatae videntur. In forma
»glauco« (sp.) Nees, spiculae multo longiores, glumae (saepe longius) mucronatae.
Hujus quasi forma extrema sequitur.
Var. polystachya; spiculis 8—10 mm longis, subcylindricis; glumis
oblongo-lanceolatis, nervo lato medio lanceolatum excurrente.
Scirpus polystachyus Philippi! (ms.?) herb. propr.
Chile: Atacama (Paiviprr n. 34).
16. S. riparius Pres] Rel. Haenk. v. I (1828) p. 193; Griseb. Symb.
Fl. Argent. p. 342; Boeck.! in Linnaea v. 36 (4869—70) p. 747; non
Spreng. (nec Benth., Hemsl. ete.).
S. Tatora Kunth Enum. v. 2 p. 166.
Malacochaete riparia Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 292, in Nova
Acta. Nat. Cur. v. 149 Suppl. 1 (1843) p. 90; Desv. in C. Gay Chile v. 6
p. 176 t. 74 fig. 4 (et a—e); F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 310; Nees et
Meyen ms. e Nees. | |
M. asstmilis Cesati in Atti Soc. Sc. Nap. v. 5 (1874) p. 47.
Schoenoplectus riparius Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888)
p. 299.
S. Tatora Palla in Engl. Bot. Jahrb. v. 10 (1888) p. 299.
Culmus saepe metralis et ultra, robustus, apice levis trigonus. Folia
subnulla; vagina summa in altero latere 41—4 em lanceolatim producta,
interdum viridescens. Umbella composita, 20—80-stachya, 4—20 cm in
diam.; bracteae 3—2, ima 1—5 cm longa, suberecta, apice triquetra.
Spiculae usque ad 16 mm longae, 5 mm latae, castaneo-rufescentes aut
fusce bruneae. Glumae ovalae, subintegrae, glabrae, longius mucronatae.
Selae 2 aut 4 (rarius 6—7), plumosae i. e. a pilis multicellulis conspicue
ornatae, alrosanguineae. Stylus 2-fidus. Nux parva plano-convexa, ovoidea
Le
aut subobovoidea, levis, pallida nigrescens.
Chile (Porrris n. 25, Cuamisso n. 132, Cumine n. 842), Valdivia
Pearce n. 214, pv’ Urvitce, Pamiprr n. 6, 1230), Melipilla, alt. 600 m
Meyen), Roncagua (hb. €. Gay n. 613), Patagonia (WıLkes).
Distrib. In America Australi omni; usque ad Californiam, Texas
New Orleans sparsa. Ins, Sandwich. In Orbe Vetere ignota; sed Sempus
litloralis Schrader, in Orbe Vetere late vulgata, a Seirpo ripario Presl,
parum differt,
Var, 3, teretieulmis; culmo obseurius trigono; umbella densius cons
Irnela; glumis saepe atrosanguineis.
S. lercticuliis Steud.! Cyp. p. 85 (lereticaulis Steud, ms.). |
S, pseudotriqueler Steud.! in Lechl, Berber. Amer, Austral, p. 50, el
Lyp, p. 86,
4
‘
= n. 1383, Patiprr n. 539); Ins. Chiloe (Kine, Anperssen, Reep); Patagonia,
+ Port Famine (Cunninenam).
|
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 37
Malacochaete sanguinolenta (sp.) Nees et Meyen ms.
Chile (Bertero n. 613), Arica (Lecuzer n. 453), Valdivia (Lecater
Distrib. Argentina, Peru.
Var. mihi trivialis, in S. riparium typicum sensim transiens.
17. S. melanocaulos Philippi! in Anal. Univ. Chil. v. 93 (1896) p. 476.
S. nitens Boeck.! in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 696 partim (i. e.
stylis 2-fidis); F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312.
S. spadiceus Philippi! in Linnaea v. 29 p. 80, non Boeck.
Isolepis Krausei Philippi! in Linnaea v. 30 p. 203.
Glabra. Rhizoma repens, tenue, 5—15 cm longum. Culmi 5—20 cm
longi, graciles lenti, enodosi, teretes; vaginae basales nitide castaneae.
Folia cum ?/, parte culmi saepe aequilonga, setacea, rigida. Corymbi
rami 1-—2, vix ad ! em longi, aut saepius caput 1 oligostachyum; bractea
ima 1—6 cm longa, foliiformis, rigida. Spiculae 5—6 mm longae, 2—3 mm
latae, I—5-nueigerae, durae, castaneae, vix compressae. Glumae ovatae,
muticae, castaneo-rubrae, in margine scariosae glabrae, 2 imae vacuae;
rhachilla supra florem imum perfectum non elongatum curvatum (ideirco
vix Schoeni sp. Benth.). Setae 6—2, irregulares, nucem saepe superantes,
seabrae, luteae, ima basi longe luteo-ciliatae. Stamina 3. Stylus linearis,
basi in nucis apicem sensim transiens; rami 2, lineares. Nux parva, ob-
longo-ellipsoidea, plano-convexa, levis, flava, brunescens.
Chile: Valdivia, Corral (Lecaier n. 3090, Pariprr n. 641, Krause
n. 55, 129, 165), in litore Oceani (Brıpees n. 837, 851), Valle Hermoso
(Paizippr n. 82).
Stylus in exemplis numerosis a me visus, semper 2-fidus. Species differt a Sehoeno
ob 4. spiculae rhachillam (supra imum florem perfectum) brevem (neque elongalum
supra nucem incurvatum); 2. glumas imas 2 (neque 3) vacuas; 3. stylum 2-fidum (nec
3-fidum). S. melanocaulos forsan quasi S. nitentis Boeck., forma 2-stigmatosa Ameri-
cana habenda est.
Species residuae.
Isolepis heterolepis Steud. in Flora v. 25 (1842) p. 602, et Cyp. p. 93.
Chile (BERTERO n. 607).
Est Carex Berteroana Desv.
Scirpus elichnarius Molina Chile (ed. Angl.) v. 1 (1889) p. 125, 287;
Kunth Enum. v. 2 p. 174.
4
Culmus 4-pedalis, teres, nudus. Bracteae 3, xiphoideae. ,Caput e 4
3 spicis globosis exstructum.
Chile; fide Molina.
S. Cumingii Boeck. in Linnaea v. 36 (1869—70) p. 491; F. Philippi
Cat. Pl. Chil. p. 311.
Chile (Berrero n. 606, 611, 1297).
Est Carex setifolia Kunze.
38 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbuchern. Nr. 68.
Isolepis variegata Steud. in Flora v. 25 (1842) p. 603 et Cyp. p. 93.
Chile (Berrero n. 606, 614, 1297).
Est Carex setifolia Kunze.
8. Fuirena.
Fuirena Rottb. Deser. et Ic. (1773) p. 70 t. 49 fig. 3; Kunth Enum,
v.2 p. 180; Boeck. in Linnaea v. 37 (1871) p. 98; Benth. in Benth. et
Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1053.
Seirpt sp. Linn. Mant., Lam. etc.
Glumae hermaphroditae numerosae, undique imbricatae, aristellatae,
apice pilosulae. Setae hypog ynae 3 interiores (petala) saepe explanatae.
Stylus 3-fidus, basi in nucem sensim transiens.-— — Plus minus pilosae.
Culmi supra mediam partem (fere semper) nodosi foliigeri. Inflorescentia
elongato-paniculata, corymbo summo interdum solitario (inflorescentia pseudo-
capitata, vel terminalis).
Species 35, in calidioribus Totius Orbis Terrarium sparsae.
I. F. umbellata Rottb. Dae et Ic. (4773) p. 70 t. 49 i.e. tab. 18
altera fig. 3; Kunth Enum. v. 2 p. 185; Benth. in Hook. Niger Fl. p. 553,
Fl. Hongk. p. 395, Fl. Austral. v. 7 p. 337; Desv. in C. Gay Chile v. 6
p. 184; F. ee Cat. Pl. Chile p. 307; Boeck. in Linnaea v. 37 (4871)
p. 110; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 666.
F. paniculata Linn. f. Suppl. (1781) p. 105.
Rhizoma repens. Culmi 5—15 dm longi, apice pilosi. Corymbi saepius
plures in panicula longa dispositi. Setae 3 interiores (petala) cum nuce —
subaequilongae, obovoideae. Nux ovoidea, triquetra, levis, pallida bru-
nescens.
Chile (C. Gay e Desveaux).
Distrib. Per Orhem Terrarum fere totum sparsa et in multis re-
gionibus vulgaris. In Peru (PogrriG n. 3006). Exemplum Chilense non vidi.
9. Dichromena.
Dichromena Mich. Fl. Bor. Amer. v. 4 (1803) p. 37; Kunth Enum.
v. 2 p. 274 partim i.e. spp. 3—410; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl,
v. 3 p. 1047; cf. Theo. Holm in Amer. Journ. Sci. v. 4 (1897) p. 298—
305 cum tab. |
Rhynchosporac sp. Griseb. FL Brit. West Ind. p. 573 (sp. 85—89);
Boeck, in Linnaea v. 37 (1873) p. 525.
Glumae undique imbricatae, 3—4 imae vacuae minores; sequuntur
-plures (raro 2-1) hermaphroditae, nucigerae; glumae summae masculae
aut steriles. Styli rami 2, lineares, styli parte indivisa longiores. Styli-
basis tuberculiformis in nuce persistens, — Spiculae in 4 capite terminali
congestae, Setae hypogynae 0,
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 39
Species 14; in America a Carolina usque ad Argentinam sparsae.
Genus forsan (cum Boeckelero) in Rynchosporam potius reducendum.
D. ciliata Vahl Enum. v. 2 (4806) p. 240; Kunth Enum. v. 2 p. 276;
Britton! in Ann. New York Acad. v. 7 (1892) p. 254; C. B. Clarke in Urban
FI. Ind. Occident. v. 2 p. 101.
D. nervosa Vahl Enum. v. 2 p. 244 partim? (forsan omnino non).
D. blephanophora Steud.! Cyp. p. 135.
Ethynchospora nervosa Boeck.! in Kjob. Vidensk. Meddel. (1869 — 70)
p. 143; F. Philippi Cat. Pl. Chile p. 310.
Fere glabra. Rhizoma ligneum. Culmi caespitosi, 1—3 dm _ longi,
tenuiores. Folia 1—3 dm longa, 3—4 mm lata. Caput 1—2 em in diam.,
albo-viride; bracteae 4—7, usque ad 5—12 cm longae, foliiformes, basi
_albicantes sparse ciliatae. Spiculae laxiuscule spicatae, 7 mm longae, ce. 3-
- nucigerae. Nux 1—11/; mm longa, late obovoidea a 12 lineas horizon-
talibus zonata; rostrum ovatum cum !/,—2/, parte nucis aequilongum.
Chile: Cordillera (PrıLıper).
Species in America Australi calidiore, in Mexico, et West Indies, vulgaris.
10. Carpha.
Carpha R. Br. Prodr. (1810) p. 230 pro parte; Boeck. in Linnaea
v. 38 (1874) p. 265 pro magna parte; Benth. Fl. Austral. v. 7 p. 381, in
Hook. Ic. PI. t. 1216, in Benth. et Hook. f. Gen. PI. v. 3 p. 1061; Desv.
in C. Gay Chile v. 6 p. 191.
Asterochaete Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 300; Benth. in Benth. et
- Hook. f. Gen. PI. v. 3 p. 1062; C. B. Clarke in Dyer Fl. Cap. v. 7 p. 269.
Schoent sp. Vahl Enum. v. 2 p. 224.
Ptilanthelium Steud. Cyp. p. 167.
Rhynchosporae sp. Spreng. Syst. v. I p. 195.
Chaetosporae sp. Hook. f. Fl. Antaret. v. 2 p. 361 t. 146, 147; Desv.
in C. Gay Chile v. 6 p. 192.
Elynanthi sp. Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1064.
Oreograstis K. Schum. in Engler Pflanzenw. Ostafr. C. p. 127.
Glumae subdistichae; 3 imae vacuae; sequuntur 1—3-florigerae qua-
rum ima perfecta nucifera; gluma summa sterilis; rhachilla (supra florem
imum perfectum) non elongata curvata. Setae 6, evolutae. Stylus longus,
_3-fidus, basi cum nuce continuus, persistens. Nux oblonga aut ellipsoidea,
trigona, apice pyramidata. — Folia longa. Panicula oblonga, interdum in
caput fere abbreviata; bracteae longae, ima paniculam superans.
Species 12, Australes; i. e. in America australi, in Africa australi (cum
insulis Mascarensibus) in Australia vigentes.
40 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Setae longe plumosae.. . . .. . we 44, ee 4.04. CL alpina.
Setae antice scabrae.
Spiculae 9 mm longae einnamomeae. . . . . . . . . 2. ©. Antarctica.
Spiculae 5—7 mm longae, lucide caslaneae. . . . . . 8. © paniculata.
1. C. alpina R. Br. Prodr. (1810) p. 230; Kunth. Enum. v. 2 p. 322;
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 269; Benth.! FI. Austral. v. 6 p. 384 et
in Hook. Ic. PL v. 13 p. 14 t. 1216; F. Philippi Cat. Pl. Phil. p. 306. |
C. schocnoides Hook. f. Fl. Antarct. v. 2 p. 362 t. 148; Desv. in C. Gay,
Chile v. 6 p. 192: Franch. in Mission Cap Horn Phanerog. (1889) p. 374; .
Banks et Solander ms., fide Hook. f.
C. verides Philippi! ms. (ef. F. Philippi Cat. Pl. Phil. p. 306).
Rhynchospora alpina Spreng. Syst. v. 1 p. 195.
Chaetospora alpina F. Muell. Fragm. Phyt. Austral. v. 9 p. 39.
Viridi-straminea. Khizoma oblique descendens. Culmi caespitosi,
1--5 dm longi, mediocres, modo praeter basin nudi modo in media parte
| —2-nodosi foliigeri. Folia 1—2 dm longa, 1—4 mm lata. Panicula ob-
longa, brevis, modo laxius corymbosa modo in caput unicum fere contracta; :
spiculae fasciculatae vel interdum fere omnes pedicellatae. Spiculae com-
pressae, 7—9 mm longae, pallidae, I-nucigerae. Glumae subdistichae,
acutae, Setae nucem longe superantes, conspicue plumosae. Stylus 3-fidus.
Nux oblongo-ellipsoidea trigona, apice (saltem junior) minute scabra, pyra-
midalis acuminata, levis, nigrescens. |
Chile: Valdivia (Paiciepr, Resp), Cordillera Pelada (Pair n. 78),
Caput Horn J. D. Hooker n. 71), Fuegia (J. Banks, WiLxess).
Distrib. Neo-Guinea—Australia, Neo-Zeelandia.
2. C. Antarctica.
Chaetospora Antarctica Hook. f.! Fl. Antaret. v. 2 p. 361 t. 147;
Desv. in GC. Gay Chile v. 6 p. 193.
Eliynanthus Antarcticus Franch, in Mission Cap. Horn, Phanerog.
1889) p. 374 LS fig. B (Elinanthus).
Elynanthi sp. Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1064
in Obs.
Pallida, Culmi 6 dm longi, 2 mm in diam., praeter basin nudi. Folia
3 dm longa, 1—4 mm lala, Panicula 6 cm longa, subcomposila, con-
tracta, 12-—20-stachya; spiculae pedicellatae; bractea ima usque ad 10—
15 em longa, cum foliis consimilis. Spicula 9 mm longa, straminea aut
einnamomeo-brunescens, I-nueigera, subcompressa, ei C. alpinae similis.
Selae nucem subduplo superantes, antice piloso-seabrae. Stylus 3-fidus.
Nux ellipsoidea, trigona, utrinque pyramidata, levis, brunea.
Chile: Canal Messier (hb. Philippi n. 133), Mayne Portus et Eden
Portus (RO, Connineuam, J. Batt), Orange Portus (WiLKgs).
3. ©, paniculata Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 80; Boeck.
in Linnaea v. 38 (1874) p. 268; F, Philippi Cat. Pl. Chil. p. 306.
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 41
Chaetospora laxa Nook. f. Fl. Antaret. v. 2 p. 361 € 146; C. Gay
… Chile v. 6 p. 194; Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 304; F. Philippi Cat.
Pl. Chile p. 306.
Ch. rhynchösporoides Steud.! in Lechler Berber. Amer. Austral. p. 53,
cCyp. p- 162; F. Phifippi Cat. Pl. Chile p. 316 (rhynchospermoides).
| Ch. Hensloviana Nees ms., fide Boeckeler.
Elynanthi sp. Benth.! in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1064.
Rhizoma breve, tenue. Culmi caespitosi, 15—50 cm longi, graciles
_ lenti, praeter basin enodosi; vaginae lucide castaneae. Folia 1—4 dm
| longa, 1—-2 mm lata, hemicylindrica. Panicula 5—7 cm longa, 2 cm. lata,
20—40-stachya, composita; bractea ima 6—20 cm longa, foliiformis. Spi-
i culae solitariae, lucide atro-castaneae, compressae, 5—7 mm longae, 1—2-
…— nucigerae. Glumae inferiores subdistichae. Setae 6, nucem superanles,
… dense antice scabrae. Stylus 3-fidus. Nux parva, trigona, ellipsoidea
utrinque angustata pyramidalis, apice in stylobasin sensim transiens, usque
- ad apicem levis, brunea.
Chile: Corral (Ocusenius, Pniviper n. 666), Valdivia (LecuLer n. 744),
Cordillera Ranco (Lecuter n. 3046), Caput Tres Montes (Darwin), Chiloe
(Partiprr n. 79).
11. Schoenus.
Schoenus Linn. Gen. Pl. ed. 2 p. 24 Char. emend., et Sp. Pl. ed. 2
p. 64 partim i. e. speciebus plurimis exclusis; Boeck. in Linnaea v. 38
(4874) p. 273; Benth. Fl. Austral. v. 7 p. 352, in Benth. et Hook. f. Gen.
Pl. v. 3 p. 1062; C. B. Clarke in Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 673, in
Dyer Fl. Cap. v. 7 p. 271.
Chaetospora R. Br. Prodr. p. 232.
Carphae sp. quaedam, auctt.
Spiculae pauciflorae. Glumae subdistichae, 3 (vel plures) imae vacuae;
rhachilla supra florem imum (perfectum) elongata incurvata. Setae variae.
Stamina 3, aut non raro 6—4. Stylus 3-fidus, basi in nucis apicem sen-
sim transiens. — Species 60, quarum 56 in Australia indigenae.
1. S. Sodalium Hariot! in Bull. Soc. Bot. France v. 31 (1884) p. 154
nomen); Philippi in Anal. Univ. Chile v. 93 (1896) p. 484.
Carpha Andina Philippi! in Anal. Univ. Chil. (1873) p. 555; F. Phi
lippi Cat. Pl. Chil. p. 306.
Elynanthus Sodalium Franchet in Mission Cap. Horn Phanerog.
(1889) p. 375 t. 8 fig. A (Elinanthus); Kurtz in Revista Mus. de la Plata
v. 7 p. 383.
Glabra. Culmi 2—4 dm longi, caespitosi, robustiores, teretes, striati,
enodosi; vaginae basales castaneo-bruneae. Folia usque ad 2 dm longa,
{—2 mm in diam., subteretia, canaliculata, rigida. Panicula 2—4 cm
longa, 20-stachya; bractea ima 5—10 cm longa, follis similis. Spiculae
PES I aie rE Re, OSS PA Pa (Pe Te
py ee
49 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68.
8—12 mm longae, 2—3-nucigerae; rhachilla (supra florem imum perfectum)
elongatum incurvalum; glumae basales vacuae 4. Setae 6, nucem duplo
superantes, leves. Stamina 6—4. Stylus 3-fidus. Nux trigona, anguste
obovoidea, levis, castanea. ®
Chile: Vulean Osorus (Paiierr), Bor. Hanquihu (Paiziprr n. 80), Cor-
dillera del R. Masso, alt. 1500 m (Ræicne n. 110). Fuegia, Orange Harbour
(Wirkes, Harıor).
12. Cladium.
Cladium P. Browne Jamaica (1789) p. 414; Kunth Enum. v. 2 p. 303;
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 232; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen.
Pl. r. 3 p. 1065. |
Schoent sp. Linn. Sp. Pl. v. 4 p. 62.
Machaerina Vahl Enum. v. 2 p. 238; Kunth Enum. v. 2 p. 313;
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 251 (sp. M. resinosa excl.).
Baumea Gaud. in Freycinet Voy. p. 446 t. 29; Kunth Enum. v. 2
p. 313; Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 237.
Vincentia Gaud. in Freycinet Voy. p. #17; Kunth Enum. v. 2 p. 314;
Boeck. in Linnaea v. 38 (4874) p. 247.
Terobera Steud. Cyp. p. 164.
Agylla Philippi in Anal. Univ. Chil. 1865 p. 643.
Gahniae sp. F. Muell. Key Victoria Pl. v. 1 p. 453.
Spiculae 4—411-glumae, 1—7-florae. Glumae undique imbricatae, arcte
stipulae; 3 (raro 2) imae vacuae; flos imus nuciger; rhachilla supra florem
imum non elongata nec curvata. Styli rami 3, longi; basis incrassala cum
nuce arcte fusa. — Plantae elatae, saepe metrales. Panicula oblonga,
copiosa. Setae 0.
Species 45; quarum 4 Cosmopolitana; caeterae fere omnes insulares
in tropicis vel in zona Australi Temperata obviae.
Spiculae fasciculatae, ferrugineae; nux sessilis. . . . . . 1. O. Jamaicense.
Spiculae castaneae lucidae; nux stipitata . , . 2» . . . . 2, O. scirpoideum.
I. €. Jamaicense Crantz Instit. v. 1 (1766) p. 362; €. B. Clarke in.
Urban Fl. Ind. Oceid. v. 2 p. 134.
C. Germanicum Schrad, Fl. Germ. v. 4 (1806) p. 75 1. 5 fig. 7.
(’, Mariscus R. Br. Prodr. (4810) p. 236; Kunth Enum. v. 2 p. 236;
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 232; Hook. f. Fl. Brit. Ind. v. 6 p. 673.
C'. effusum Vorrey in Ann. Lyceum New York v. 3 (1836) p. 374.
(/, Bahiense Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 301.
Schoenus Mariscus Linn.! Sp. Pl. ed. 4 p. 42, ed. 2 p. 62.
Gahna Mariscus ¥. Muell, Key Victoria Pl. v. 4 p. 456.
Hypolytrum Kuntxeanum Boeck.! Cyp. Novae Heft 4 (1888) p. 23.
Glabra, stolonifera. Culmi 1—3-metrales. Nolia saepe metralia,
5—10 mm lata, in margine scabra. Panicula 3—10 dm longd; corymbi
»
n
’
+
4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, Nr. 68. 43
plures, distantes, peduneulati. Spiculae fasciculatae, 2—4 mm longae, ferru-
gineae. Setae 0. Stylus 3-fidus. Nux sessilis, ovoidea, castanea lucida
… in stylobasin ovoideam fusa.
Chile: Concepcion (herb. Philippi n. 251).
Distrib. Peru, Brasil Australis. Per Orbem Terrarum sparsa. E
Chile, praeter exemplum Philippii, non vidi.
2. C. scirpoideum Hemsley! Bot. Challenger v. 4 pars 3 (1885) p. 59
t. 60 fig. 1—4; Johow Juan Fernandez p. 143.
Vincentia scirpoidea Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 250 partim;
F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 313.
Terobera scirpoidea Steud.! Cyp. p. 164.
Agylla ensifoha Philippi! in Anal. Univ. Chil. (1865) p. 643.
Planta 4—2-metralis. Folia metralia, 15 mm lata. Panicula 3—5 dm
longa; paniculae partiales longe pedunculatae, spiculis oo densae, nutantes.
Spiculae 6—7 mm longae, 2-florae, 1-nucigerae, castaneae. Stylus 3-fidus.
Nux trigona, longe stipitata; rostrum (stylibasis) longe pyramidale, pilosulum.
Chile: Ins. Juan Fernandez (Reep, Mosecey, Puicippr n. 27, 81,
BERTERO n. 1509).
13. Oreobolus.
Oreobolus R. Br. Prodr. (1810) p. 235; Kunth Enum. v. 2 p. 367;
Gaud. in Ann. Se. Nat. ser. I v. 5 (1825) p. 99 t. 2 fig. 1; Hook. f. Fl.
_ Antarct. v. 4 p. 87 t. 49; Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1057;
Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 230 (Oreobulus).
Spiculae solitariae, 3—5-glumae, 4-florae; gluma ima bracteiformis,
summa florigera. Flos pseudo-terminalis. Setae hypogynae 6, squami-
formes, late lanceolatae. — Herbae nanae, glabrae. Folia numerosa, dense
- stipitata. Flos in rhachillae apice suberectus, revera oblique situs lateralis.
Setae in 2 seriebus sitae, nempe 3 sepala, 3 petala. Stylus tenuis; rami 3,
longi; basis incrassata, proventu cum nuce fusa. Nux obovoidea, trigona,
levis, fere erostris.
Species 4, inter se admodum affines, in America Australi, Ins. Sand-
_ wich, Australia, indigenae.
1. 0. obtusangulus Gaud.! in Ann. Se. Nat. ser. À v. 5 (1825) p. 99
Atlas p. 63 t. 2 fig. 4, in Freycinet Voy. 1826 p. 417; Kunth Enum. v. 2
p. 367; Hook. f. Fl. Antarct. v. 2 p. 360; Desv. in C. Gay Chile v. 6 p. 194;
_ Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. 234 (Oreobulus); Franchet in Mission
E.
Ts
À
§
Cap. Horn Phanerog. (4889) p. 373; F. Philippi Cat. Pl. Chile p. 310.
O. clandestinus Philippi! in Linnaea v. 29 (1857—58) p. 81; F. Phi-
lippi Cat. Pl. Chile p. 340.
Gaimardia australis Steudel! ms. in Lechler n. 869, non Gaud.
Folia 2—5 cm longa, obscure disticha, hemi-cylindrica apice acuta
rigida. Pedunculi 1—3-stachyi. Spiculae glumae saepius 3. Squamulae
- hypogynae rubrae. Nux castanea rubra.
44 Beiblatt zu den Botamschen Jahrbüchern. Nr, 68.
Chile: Valdivia (Reep, Partiper, Lecater n. 869), Cordillera de Ranco
LecaLer n. 3084), Sondero, Enero, Alezzal (PnıLıprı n. 94), Palena (Purtiper
n. 109), Corral (Smrra, Paiiprr n. 131), Nevade de Chillan et Valle de
Caraguas (Puitrerr n. 93), Volcano de Osorno (Paiieer n. 77), Guayteras
(Germain n. 76), Patagonia (Moser, Loss), Orange Harbour (Wırkes), Ins.
Maclovianae (Gauprcnaup, J. D. Hooker n. 93), Ins. Hermite (J. D. Hooker
n. 82).
Distrib. In Ecuador, Neo-Grenada, Venezuela (forma borealis).
14. Scleria.
Scleria Berg. in Kong. Vet. Acad. Stockh. Handl. v. 26 (1765) p. 142
t. 4,5; Kunth Enum. v. 2 p. 339; Boeck. in Linnaea v. 38 (1874) p. 436;
Benth. in Benth. et Hook. f. Gen. Pl. v. 3 p. 1070; Desv. in C. Gay Chile
v. 6 p. 195. |
Hypoporum Nees in Linnaea v. 9 (1834) p. 304.
Setrpt sp. Linn. Sp. Pl. ed. 4 p. 51.
Schoent sp. Linn. Sp. Pl. ed. 2 p. 65. |
Flores 1-sexuales, axillares. Spieulae modo androgynae flore nucifero
1 basali superioribus masculis, modo unisexuales alterae masculae pluriflorae
alterae foemineae {-florae glumis superioribus vacuis saepe additis. Gluma-
foeminea aperta neque utriculiformis. Setae hypogynae 0. Nux ossea, in
gynophoro (apice saepe dilatato) sustenta.
Species 160, per Orbem Terrarum in regionibus calidis vigentes; in
Orbe Novo usque ad Canada et Buenos Ayres in temperatis sparsae.
1. S. hirtella Swartz! Prodr. (1788) p. 19, Fl. Ind. Occid. v. I p. 93;
Kunth Enum. v. 2 p. 353; Boeck.! in Linnaea v. 38 (1874) p. #39 « par-
lim nec nec 7; F. Philippi Cat. Pl. Chil. p. 312; Maury! in Mem. Soc.
Genève v. 24 (4890) p. 147.
S. nutans Kunth! Enum. v. 2 p. 352; Desv. in C. Gay Chile v. 6
p. 196; F. Philippi Cat. Pl. Chil p. 312.
Hypoporum hirtellum Nees! in Linnaea v. 9 (4834) p. 303.
IT. nutans Nees in Mart. Brasil. v. 2 pars 4 p. 170.
Cenchrus lirsutus Spreng.! Neu Entdeck. v. 3 p. 15.
Pilosa. Rhizoma horizontale, lignescens. Culmi 2—6 dm longi, vix
2 mm in diam., foliigeri. Spicularum fasciculi in pseudo-spica sessiles, dis
stantes, nutantes, pleiostachyi, hispidi. Spiculae 4 mm longae; ex his plu-
res 2-sexuales. Nux levis, alba, sub baseos contractione a poris saepe
excavata,
Chile (Grues n. 261),
Distrib. Africa fere tota, cum Ins. Mascarensibus, In America
australi vulgaris, — usque ad Mexico, Florida sparsa.
Ameisengirten im Amazonasgebiet.
Von
E. Ule.
Mit Tafel XXIII.
Bei meiner Reise, die ich zur botanischen Erforschung des Amazonen-
stromes im Juli des Jahres 1900 unternahm, war ich auch begierig, die
Verhältnisse kennen zu lernen, unter denen dort die Epiphyten gedeihen.
Außer den biologischen Bedingungen aller dieser Pflanzen hatten noch be-
sonders die Bromeliaceen, die unter ihnen in Brasilien eine der wichtigsten
Rollen spielen, mein Interesse in Anspruch genommen.
In dem üppigen Pflanzenwuchs und den in lebhaftes und mannig-
faltiges Grün gekleideten Wäldern des Amazonenstromes treten zweifellos
die Epiphyten mehr zurück, ja es finden sich zumeist nur Formen, die
mehr für eine Humusansammlung eingerichtet sind. Ich vermisste hier die
zahlreichen Tillandsien, welche im südlichen Brasilien, z. B. bei Rio de
Janeiro sich auf den dünnsten Zweigen und oft glatten Baumstämmen an-
siedeln. Selbst die überall im wärmeren Amerika verbreitete Tellandsva
usneoides scheint hier gänzlich zu fehlen. Farne, die wie manche Poly-
- podium, oft von den Stämmen bis in das äußerste Zweigwerk, z. B. bei
Mangifera indica überziehen, sieht man hier in dieser Weise nur wenig.
Im südlichen Brasilien findet man in den Gebirgswäldern, besonders
wenn Felsblöcke vorhanden sind, in den niederen Sumpfgebüschen und in
der Restinga des Standes oft vom Boden bis in die Äste und Zweige hinauf
viele Bromeliaceen, Orchidaceen, Araceen, Gesneriaceen, Cactaceen, Farne,
Bärlappe und andere Pflanzen, die man zum Teil als Ubergangsepiphyten
oder weniger ausgebildete ansehen kann. Solche tiber und tiber mit Epi-
phyten beladene Formationen, wie man sie besonders schön in den Berg-
wäldern bei Nova Friburgo antrifft (Ber. d. deutsch. bot. Ges., Bd. XVI,
Heft 9, S. 309 und Bd. XVIII, Heft 6, S. 249), drücken der Physiognomie
der Landschaft einen eigenen Charakter auf und sind dem Amazonasgebiel
eigentiimlich. —
46 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Die Uferwälder dieses Riesenstromes und seiner größeren Nebenflüsse
unterscheiden sich von dem oft hochstämmigen und durchlüfteten Urwalde
des höher gelegenen Landes durch den im allgemeinen nicht ganz so hohen
und mehr abgerundeten Wuchs der Bäume, die wohl hin und wieder durch
Kletter- uud Schlingpflanzen, doch seltener mit Epiphyten in ihrem Laub-
werk gemischt werden. Einzeln ragen auch hier hohe Riesenstämme mit —
gewaltigen, weit ausgebreiteten Kronen hervor, und diese sieht man aller-
dings oft auf ihren starken, wagrechten Ästen beladen mit allen möglichen
Epiphyten.
In den alten Blattspuren verschiedener Palmen wachsen Freus, Clusia —
und Farne, darunter oft sehr große Formen. Außerdem sind mehr in dem
überschwemmungsfreien Gebiet an schwächeren Bäumen und an unteren
Stämmen epiphytische Pflanzen wahrzunehmen.
Am meisten sind verschiedene und mächtige Bromeliaceen und Araceen
dort vorhanden, dann kommen Orchidaceen, Farne und seltner Peperonia
und Gesneriaceen vor. Diese Epiphyten setzen sich hauptsächlich aus sol-
chen mit Beerenfrüchten und solchen mit winzigen Samen zusammen,
während diejenigen, deren Samen einen Flugapparat besitzen und die meist
zu den ausgebildeten Formen dieser biologischen Gruppe gehören, nur
durch einige Vriesea-Arten vertreten zu sein scheinen. Die hier weniger
häufigen Luftströmungen sind der Verbreitung der fliegenden Samen nicht
günstig, wozu die gewaltigen Regengüsse kommen, die viele Samen und
zartere Pflanzen wegschwemmen, Erscheinungen, die vereint mit der großen
Hitze der Epiphytenvegetation ein derberes und mehr xerophiles Gepräge
aufdrücken.
Die Bromeliaceen bilden dichte Colonien auf ihrem Substrat und um-
klammern dasselbe mit ihren kurzen, neue Rosetten bildenden Ausläufern.
Verschiedene Farne, Araceen und Orchidaceen entwickeln dichte Nester mit
ihrem Geflecht von Luftwurzeln, und solche, die mehr einzeln auftreten,
sind mit dieken, beschuppten Rhizomen und fleischigen oder lederartigen
Blättern ausgerüstet. In einer ganz merkwürdigen Weise hat sich Cereus
Wet K. Schum. zum Epiphyten ausgebildet, indem hier die bandartigen,
am Rande mit dornigen Areolen versehenen Glieder, sich fest dem Stamme
andrücken und so oft weit hinaufklettern. Wenn diese Cactacee mehr dem
Lichte ausgesetzt ist, wird sie schön purpurrot gefärbt. Hygrophile Epi-
phyten finden sich nur wenig im schattig-feuchten Walde.
Wenn unter den epiphytischen Gewächsen am Amazonenstrom wohl
manche sich durch üppigen und riesigen Wuchs auszeichnen, so fehlen
dort aber die ausgebildetsten und oft die zarteren Formen. Kine Ausnahme
in mancher Beziehung machen Wälder am Rio Negro auf sandig feuchtem
boden mit niederem Baumwuchs oder Strauchwerk bedeckt, eine Formation,
die etwas an die Meeresrestinga im Süden erinnert. In den Wäldern des
eigentlichen Überschwemmungsbodens scheinen jedoch vorzugsweise nur
à
x
‘
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 47
solche Epiphyten, welche auf irgend eine Weise eine wirkliche Humus-
ansammlung benutzen, zu gedeihen.
Schon in einem kleinen Walde bei Parä ist mir nun aufgefallen, dass
Ameisennester, wie sie sich vielfach auf den Bäumen finden, immer mit
einigen Pflanzen, so besonders einer lang herabhängenden Peperonia, be-
wachsen waren. Später habe ich bei Manäos, am Amazonas, Solimöes
und Juruä überall solche mit Epiphyten durchwachsene Ameisennester
wahrgenommen. Die hauptsächlichsten Pflanzen dieser Ameisennester waren
eine Gesneriacee, wahrscheinlich eine Codonanthe, eine Bromeliacee vom
Ananashabitus und eine Peperonia. Diesen gesellten sich neben anderen
‚Arten von Bromeliaceen und Gesneriaceen noch Araceen, wie Anthurium,
ein Phyllocactus und zuweilen eine Ficus bei. Gewöhnlich waren mehrere
Pflanzen aus verschiedenen Familien in einem Nest vergesellschaftet; oft
z. B. die Bromeliacee mit der Gesneriacee und herabhängender Peperonia,
oder ein Phyllocactus mit Bromeliacee und Peperonia oder Anthurium
mit Bromeliacee und Gesneriacee. Außer in den beginnenden Nestern fin-
det sich selten nur eine Pflanzenart vor, dagegen wohnen darin oft eine
Anzahl verschiedener.
Im Überschwemmungsgebiet, wo lichterer Baumwuchs mit Sträuchern
vorhanden war, und bei Manäos in dem niederen, strauchartigen Walde
habe ich vielfach Gelegenheit gehabt, Ameisennester mit ihren Epiphyten
in allen Entwickelungsstadien zu beobachten. Zunächst sieht man da ein-
zelne Keimpflanzen, deren Würzelchen von den Ameisen schon mit Erde
umgeben sind, dann kommen Nester von der Größe der Wallnuss an bis
weit über Kopfgröße mit verschiedenen schon mehr entwickelten Pflanzen
vor. Die Gesneriacee, Codonanthe aff., welche mit ihren dicht beblätterten
Zweigen klettert, dient besonders an Verzweigungsstellen der Stützpflanze
den Ameisen zur Anlage neuer Nester. Im Überschwemmungsgebiet, wo
diese Ameise nicht so ausschließlich vertreten war, bauten andere Nest-
ameisen gern auf Sträuchern von kandelaberartigem Wuchs ihre Nester.
Da zu solchen aber besonders eine Cordia und einige Melastomaceen ge-
hören, die für sich schon Ameisenpflanzen sind, weil sie diese Tierchen
entweder wie erstere in verdickten, hohlen Zweigenden, die anderen in
blasenförmig angeschwollenen Blattstielen bergen, so waren diese auch
sehr oft mit den von anderen Ameisen verfertigten Nestern besetzt. Ein
solches noch kleines Nest mit jungen Pflanzen, das mit einer geglätteten
Erdschicht umgeben ist, zeigt Fig. 2. Eine sehr kleine hellbraune Ameise,
deren Biss weniger unangenehm ist, baut besonders kunstreiche Nester,
_ welche mehr oder weniger kugelférmig sind und die sehr porös gebaut
- werden, so dass sie etwa einem Badeschwamme gleichen.
Solche Nester, wie Fig. 1 darstellt, sind oft ganz bedeckt von jungen
Keimpflanzen, die besonders nach einem Regen hervorsprossen. Es ent-
steht dadurch ein Bild, das mich sehr an kleine Schweinchen erinnert, wie
48 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
man sie in Schaufenstern von Blumenhandlungen in Berlin ausgestellt sieht
und welche durch kleine Keimpflanzen, die aus Löchern herauskommen,
wie "grüne Borstentiere aussahen. Sind die Pflanzen schon mehr aus-
gewachsen, so verliert und verändert sich je nach dem Wachstum die
Form des Ameisenbaues. Einige Ameisenepiphyten besitzen nämlich knollen-
artige Wurzeln, wie besonders eine Gesneriacee mit großen, membranartigen
Blättern, von der ein junges Exemplar mit den erdigen Einhüllungen der
Ameisen in Fig. 3 gegeben ist. Armsdick angeschwollen ist auch das Rhi-
zom einer großen Aracee, die gleich einer Ficus Stützwurzeln zum Boden
sendet. Die Nester .mit Knollenpflanzen nehmen oft die Form von Ballen
an, wie sie etwa in Töpfen oder Gefäßen entstehen, wo die Wurzeln sich
aus Mangel an Raum dicht verflechten.
Eine größere schwarzbraune Ameise, die heftiger beißt, verfertigt nicht
ganz so kunstreiche Nester, die aber durch einen um so dichteren und
üppigeren Pflanzenwuchs ausgezeichnet sind. Oft ist hier alles in dichtes
Laubwerk zusammengeballt, das oft eine bräunliche oder selbst purpurne
Färbung annimmt. Auch hoch oben in den Baumkronen kommen solche
oft umfangreiche Epiphytenknäuel vor, aus denen besonders die Bromelia-
cee mit langen, schmalen, dornigen und etwas fleischigen Blättern hervor-
ragt. Sie steht habituell der Fernseea, die zuweilen auch , epiphytisch
wächst !), am nächsten. Durch diese Bromeliacee mit Blättern von zu-
weilen fast 3 m Länge wird oft den Ameisennestern hoch oben auf den
Bäumen der Anschein von Strohwischen oder Storchnestern gegeben.
Eine ganze Anzahl von Pflanzen habe ich nun ausschließlich nur in
diesen Ameisennestern gefunden und zwar sind das, so weit ich dieselben
bis jetzt kenne: 3 Araceen, 5 Bromeliaceen, 5 Gesneriaceen, eine Moracee,
2 Piperaceen und eine Cactacee. Nur bei sehr wenigen dieser Arten bleibt
es noch zweifelhaft, ob sie nicht doch auch außerhalb der Ameisennester
vorkommen?) Leider muss auf eine ausführliche Liste dieser Pflanzen ver-
zichtel werden, weil mir hier alle systematischen Hilfsmittel fehlen.
Vergleichen wir nun diese Ameisenepiphyten in ihrem Bau mit den
anderen Epiphyten, so finden wir gewisse, gemeinsame Merkmale, die sie
von den meisten derselben unterscheiden. Das Wurzelgeflecht ist besonders
mit den zarleren Saugwurzeln wohl ausgebildet und öfter kommen fleischige,
wasserhaltende Knollen vor. Außer der allgemein dichteren Belaubung
zeigen die Blätter noch manche Abweichungen von denen ihrer nächsten
4. Fernseea ltatiaiae, welche im Hochlande der Serra do Itatiaia zwischen 1800—
1000 m verschiedentlich auf Felsblöcken vorkommt, siedelt sich dort zuweilen auch in
den Astgabeln der knorrigen und niederen Bäume an,
2) Außerst selten sieht man auch einmal einen Farn oder Orchidacee in diesen
Nestern, deren feine und kleine Samen natürlich hinzufliegen können; anderseits kommıl
wohl auch der Fall vor, dass ein Ameisenbau auf einem schon vorhandenen Epiphyt
angelegt wird
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 68. 49
Verwandten unter den übrigen Epiphyten. Die Blätter der Bromeliaceen
zum Beispiel der ananasartigen und zweier Nidularium sind weder zum
Wasseransammeln eingerichtet, noch haben sie einen besonderen Trocken-
schutz, sondern sie sind mehr fleischig wie die erdbewohnenden Gattungen
Ananas, Bromelia und Dyckia. Von Gesneriaceen hat eine mit dichter
Belaubung große, fleischige Blätter; die Verwandten von Codonanthe be-
sitzen aber weit weniger dicke Blätter als andere Arten unter den gewöhn-
lichen Epiphyten, wie dort auch eine Art mit Blättern von linsenförmigem
Querschnitt vorkommt. Die knollentragende Gesneriacee besitzt nur große,
dünne, hautärtige Blätter, wie sie sonst nur bei Schattenpflanzen eigen-
tümlich sind. In derselben Weise trägt auch die Aracee mit knollenförmigem
Rhizom große, fast hautartige Blätter. Das sind alles Eigenschaften, welche
charakteristisch sind für die nächsten Verwandten der Epiphyten oder für
solche, die auf niederer Stufe derselben sehen und auf vorhandene Humus-
ansammlung angewiesen sind. Wenn ich an den Blüten nichts Bemerkens-
_ wertes beobachtet habe, so zeigen dies dagegen die Früchte, welche meist
Beeren sind, in dem bei verschiedenen die Samen größer werden als bei
anderen Arten. Zum Beispiel sind die Samen der dort vorkommenden
Nidularium!) & mm lang, während ich bei allen anderen Arten bisher nur
2 mm gemessen habe. Der vermehrte Umfang der Samen von Ameisen-
epiphyten macht sie weniger geeignet zur Verbreitung durch die Vögel.
Fragen wir uns nun, wie kommen diese Pflanzen immer gerade in die
Ameisennester? so dürften wir wohl nicht fehl gehen, wenn wir die
Ameisen als Ursache der Samenverbreitung und als Pfleger dieser künst-
lichen Epiphyten ansehen. Dr. Atrrep MôLrer hat in seiner interessanten
Arbeit (Scuimper, Bot. Mitteilungen aus den Tropen, Heft 6) über die Pilz-
culturen der Blattschneider (Atta) nachgewiesen, wie die intelligenten Tier-
chen besondere Pilze pflegen, von deren Production sie sich ernähren.
Schon in Band XVIII., Heft 3, S. 123 dieser Blätter hatte ich darauf
hingewiesen, dass das Verschleppen von humusbildenden Stoffen durch die
Ameisen?) unter Umständen den Epiphyten zu gute kommen könne, ohne
zu ahnen, welche Bedeutung für die Existenz einer Anzahl Pflanzenarten
diese Erscheinung in der That am Amazonenstrom hat. |
Besonders das Forttragen von Samen, wovon ich daselbst einen Fall
k
: 4) Die 2 oder 3 hier vorkommenden Nidulariwm-Arten haben einen verzweigten
Blütenstand und gänzlich freie Kelch- und Blumenblätter wie Canistrum, aber keine
| Blütenschüppchen. Obwohl sie nun den Habitus von Regelia besitzen, müssten sie der
übrigen Eigenschaften wegen nicht zu Eunidularium, sondern zu Canistrum gestell
“werden und wären demnach schüppchenfreie Arten der Gattung. Es ist dies wieder
ein Beweis, dass die aufgestellten 3 Gattungen Aregelia, Nidulariwm und Canistrum
keine natürlichen sind (Bd. XVIII, Heft 2, S. 60).
4 2) Im Uberschwemmungsgebiet, wo Schleppameisen (Atta), wenn auch spärlich
Ÿ vorkommen, haben sie ihre Nester immer auf den Bäumen.
Botanische Jahrbücher. Beiblatt Nr. 68.
d
=
#
50 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 68.
bei Ipomoea pes caprae erwähnt hatte, findet sich hier in einer ganz be-
sonderen Vervollkommnung.
\Wir haben nämlich die Thatsache vor uns, dass Ameisen
Blütenpflanzen auf Sträuchern und Bäumen ansäen und sie zum
Schutz ihrer Wohnungen aufziehen und pflegen, also wirklich
schwebende Gärten anlegen, die ich deshalb Ameisengärten ge-
nannt habe. Die cultivierten Pflanzen, die am nächsten den Humusepi- —
phyten stehen (Ber. d. deutsch. Bot. Ges., Band XVI. Heft 9, S. 311),
habe ich mit dem Namen Ameisenepiphyten bedacht.
Die Richtigkeit dieser Beobachtung ist nun von mir in der verschie-
densten Weise untersucht worden und stütze ich mich da auf folgende
Gründe:
1. Es ist unmöglich, dass etwa jedes Mal da, wo Samen dieser Pflanzen |
aufgehen, sogleich Ameisennester angelegt werden und dass überhaupt solche
Mengen von oft verschiedenen Samen in die Ameisennester durch Vögel
oder andere Tiere, als eben die Ameisen selbst, gelangen können. Zudem
sind die Ameisengärten oft an Stellen angelegt, wo man andere Epiphyten
niemals sieht.
2. Es spricht für meine Behauptung das ausschließliche Vorkommen
von besonderen Pflanzenspecies in den Ameisennestern.
3. Dazu kommt der besondere Bau der Ameisenepiphyten, der sie
ohne künstliche Humusansammlung nicht gedeihen ließe.
4. Es sind endlich experimentelle Versuche gemacht worden, die
zeigten, dass die Ameisen in der That die Samen der Ameisenepiphyten an
geeignete Stellen verschleppen.
Verschiedene Male habe ich Beeren von einem Midulariuwm, einer an-
deren Bromeliacee, Portea aff. und einer Gesneriacee an Ästen, wo die
Bewohner der Ameisengärten vorbeiliefen, ausgequetscht und habe das Ver-
halten der Ameisen daselbst beobachtet. Oft saugten sie erst an dem
Safte, kamen dann an die Samen und schleppten sie bald fort an geschützte
Stellen ihrer Nester, Einmal stürzten sich auch die Tierchen hastig über
die Samen und trugen sie sofort weg. |
Untersucht man nun den besonderen Bau der Nester und beobachtet
die Blumenzucht der Ameisen, so findet man, wie sorgfältig sie die zarten
Wurzeln der Pflanzen von frühester Jugend an mit Erde umgeben, Bei
dem Auswachsen der Pflanzen werden nun die Nester immer mehr aus-
gedehnt und der lockere mit Gängen versehene Erdbau vergrößert. Den
größte Teil der oft zahlreichen jungen Keimpflanzen geht bald ein und
hat vermutlich nur den Zweck, dem begonnenen Neste oder dem Weiter-
bau desselben den ersten festen Halt zu geben. Gewöhnlich kommt nur
eine Gesellschaft von Pflanzen zur vollen Entwickelung, die gegenseitig den
Plalz ausnützen, So nehmen Bromeliaceen und Anthurium mehr das
Centrum des Nestes ein, Gesnerineeen und Ficus breiten sich nach außen
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 51
aus und Peperonia hängt mit seinen langen Zweigen abwärts. Zweifellos
. findet hier auch ein Gegenseitsverhältnis zwischen Ameisen und Pflanzen
‚Statt. “Die Ameisen sien und pflegen diese Gewächse, die sonst
nicht würden bestehen kénnen'), dafür aber ermöglichen sie
ihnen den Bau von Nestern auf den Bäumen, die durch die
Epiphyten Halt vor den heftigen Regengüssen bekommen und
außerdem auch oft vor den sengenden Strahlen der Sonne ge-
schützt sind. / Auf dem trockenem Astwerk abgestorbener Bäume bleiben
die Ameisengärten, hier besonders purpurn gefärbt, lange bestehen, während
andere Epiphyten an solchen Stellen bald absterben. Dass die Ameisen
auch die Pfleglinge ihrer Gärten vor Feinden, vielleicht Affen, schützen,
mag sein, wird aber vermutlich wegen ihres hohen Standortes keine große
Bedeutung haben. / Das Zusammenleben von Ameisen und Pflanzen soll
daher nicht als eine Schutzsymbiose, sondern vielmehr als eine Raum-
symbiose bezeichnet werden, für die ich überhaupt das Verhältnis der
meisten Ameisenpflanzen zu ihren Bewohnern ansehe. y:
Über die Verbreitung der Ameisengärten sei zunächst hervorgehoben,
dass sie sowohl im Überschwemmungsgebiet (vargem) als im über-
schwemmungsfreien Gebiet (terra firme) vorkommen, dabei fehlen sie
aber oft auf weite Striche. An lichteren Stellen finden sich diese Ameisen-
nester auf Gesträuch und niederen Bäumen, einzeln oder meist mehrere
beisammen. Neben den verschiedenen Sträuchern und Bäumen, wo die
Ameisengärten gewöhnlich in den Astgabeln angelegt sind, kommen sie auch
auf Cecropia und Palmen vor, ja zuweilen dienen krautartige Pflanzen
oder große Blätter als ihre Stützpunkte. Einen großen Teil der Nester
und darunter oft solche von riesigen Dimensionen sieht man auf den Kronen
hoher Bäume.
Für die Physiognomie der Landschaft am Amazonenstrom sind diese
Ameisengärten gewiss von größerer Bedeutung als die übrige epiphytische
Pflanzenwelt, denn sie fallen mehr ins Auge. An gewissen Waldstrecken
sind die meisten Bäume von diesen lebenden Pflanzenknäueln dicht beladen,
die besonders, wenn sie auf großen Mimosen oder zur Zeit blattlosen
Bäumen mit ihrem rötlichen Colorit auftreten, einen eigentümlichen Anblick
gewähren.
Die meisten Ameisenepiphyten scheinen weit verbreitet zu sein. Bei
Manäos habe ich das Nidularium vom Juruä nicht gefunden, dagegen eine
andere Bromeliacee, die wieder dort nicht vorkam. Auf weiteres Ein-
‘gehen dieser interessanten Erscheinung, namentlich auch der Lebensweise
der in Betracht kommenden Ameisenarten muss vorläufig verzichtet werden,
4) Natürlich würde man die Ameisenepiphyten in lockerer Erde leicht cultivieren
können. In der Natur wachsen sie aber niemals auf dem Erdboden, wie überhaupt am
Amazonenstrom solche Epiphyten, die zugleich Erdbewohner sind, selten gefunden
werden.
d*
52 Beiblalt zu den Botanischen Jahrbuchern. Nr. 68.
da dies zum Teil in das Gebiet der Zoologie gehört, die hier ein reiches
Feld für Beobachtungen finden würde.
Der Reichtum an Ameisen, die so eng mit dem Pflanzenleben zu-
sammenhängen, ist in der That ein bedeutender; ja an manchen Stellen
sind sie überall so zahlreich, dass man beim Pflanzensammeln fortwährend
mit ihnen zu kämpfen hat. Es giebt eine ganze Reihe von Ameisenpflanzen
sowohl im Überschwemmungsgebiet als auf der Terra firme, die in Hohl- |
räumen verschiedene Ameisen bergen. Neben der Cecropia, darunter eine
mit einer großen, sehr schmerzhaft beißenden Ameisenart, kommen noch
weit entwickeltere Ameisenpflanzen vor, so eine, welche den Einwohnern
als Arvore do tachi bekannt ist und die von eilig am Stamme hin und
her laufenden Ameisen bewacht wird. Am Boden lassen diese Ameisen
in einem gewissen Umkreise um den Stamm keine andere Pflanze auf-
kommen.
Diese intelligenten, hoch entwickelten Tierchen, die Ameisen, bauen
kunstvolle Nester, haben ein besonderes Staatsleben mit Arbeitsteilung,
halten sich Blatt- und Schildläuse und andere Insecten als Haustiere, treiben
Pilzeulturen und legen, wie hier gezeigt worden ist, auch wirkliche Blumen-
gärten hoch oben auf den Stämmen an.
Erklärung der Abbildungen auf Tafel XXIII. ;
JQ.
.4. Kugelfürmiger Ameisengarten mit vielen Keimpflanzen.
. 2, Ameisengarten in der Zweiggabel einer Cordia.
. 3, Gesneriacee mit Wurzelknollen auf einer Melastomacee, zwischen welchen die
Ameisen Erde getragen haben.
pes
= 2 2
IS
a €
Die Figuren sind in natürlicher Größe gegeben und im Überschwemmungsgebiet
bei Bom Fim am mittleren Jurua gezeichnet worden.
Manäos, 1. März 1904.
WHA
Tor, À
Y Bd. Beiblatt 68.
x
>»
«
I ngler, Bot. Jahrb. X
27 Wilhelm Engelmann in Le
EVle ad nat del.
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 68, 53
Personalnachrichten.
Es starben:
Am 9. September 1900 Emmerich Rathey, Director der önologisch-
pomologischen Anstalt in Klosterneuburg bei Wien, im Alter von 56 Jahren.
Am 28. September 1900 Dr. R. Hegler, Privatdocent an der Uni-
versität Rostock.
Am 29. September 1900 Erik O. A. Nyman aus Linköping.
Am 4. December 1900 Prof. Dr. Sergius Iwan. Korshinsky, Direc-
tor des botan. Museums der Kais. Akademie der Wissenschaften in St.
Petersburg, im Alter von 40 Jahren. y
Am 5. Januar 1901 Enrico Gelmi in Trient, im Alter von 45 Jahren.
Am 17. Januar 1901 Prof. Jacob Agardh zu Lund, im Alter von
87 Jahren. —
Am 24. Januar 1904 Prof. Dr. Baron Keiské Ito, verdient um :die
Erforschung der japanischen Flora, in Tokyo im 99. Lebensjahre.
Am 3. April d. J. Prof. Maxime Cornu in Paris, im Alter von
57 Jahren.
Am 46. April d. J., im Alter von 83 Jahren, Alexander Becker,
_verdienter Botaniker und Entomologe in Sarepta in Südrussland.
Am 29. April d. J. der bekannte Sinoioge und Botaniker Dr. Emil
Bretschneider.
| Am 4. Mai d. J. Frederik Willem van Eeden, der Director des Ko-
lonial-Museums zu Haarlem.
Am 21. Mai d. J. Cav. Antonio Piccone, Professor am Liceo Cristo-
foro Colombo in Genua, im Alter von 57 Jahren.
Es sind ernannt worden:
Dr. Ernst Gilg, bisher Assistent am Kgl. botan. Museum zu Berlin,
zum Custos daselbst.
Dr. Rosen zum außerordentlichen Professor der Botanik an der Uni-
versität Breslau.
Dr. Falk zum Assistenten am pflanzenphysiologischen Institut an der
Universität Breslau.
; Dr. Bloch zum Assistenten am Institut für Agriculturchemie an der
Universitat Breslau.
Prof. Dr. Alfred Koch in Oppenheim a. Rh. zum außerordentlichen
Professor an der Universität Göttingen.
Dr. Vogel in Hamburg zum Bakteriologen der landwirtschaftlichen
Versuchsstation in Posen.
54 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
\
Dr. H. Ambronn zum außerordentlichen Professor der Botanik an
der Universität zu Jena.
Dr. Giesenhagen zum außerordentlichen Professor der Botanik in
München. |
Dr. Paul Hauptfleisch, bisher in Würzburg, zum Assistenten für
Botanik an der technischen Hochschule in Stuttgart.
Prof. Dr. Behrens, bisher an der Weinbauschule in Weinsberg in
Württemberg zum Vorstand der Jandwirtschaftlich-chemischen Versuchs-
station zu Karlsruhe (deren bisheriger Vorstand, Hofrat Prof. Nessler, am
1. Juli d. J. in den Ruhestand tritt) und der damit vereinigten landwirt-
schaftlich-botanischen Versuchsstation, deren Vorstand bisher Prof. Dr.
L. Klein an der technischen Hochschule in Karlsruhe war; beide ver-
einigten Institute werden nach der Obsthauschule Augustenburg bei Dur-
lach verlegt.
Dr. A. Jakowatz zum Assistenten am botanischen Museum und Gar-
ten der Universität Wien.
Dr. L. Lämmermayr zum Assistenten an der Hochschule für Boden-
kultur in Wien.
Dr. E. Palla zum außerordentlichen Professor an der Universität
zu (Graz.
O. Porsch zum Assistent am botanischen Institut der Universitat Graz.
Dr. Joh. Bapt. de Toni zum ordentlichen Professor der Botanik an
der Universtät Camerino und zum Director des botanischen Gartens daselbst.
Dr. L. Busealioni zum Assistent am botanischen Institut zu Pavia,
Dr. Maurits Greshoff zum Director des Kolonial-Museums an Stelle
des verstorbenen Herrn van EEDEN.
H. H. Gran zum Docenten an Bergens Museums und zum Botaniker
hei der norwegischen Fischerei-Direction in Bergen.
Dr. W. Palladin zum ordentlichen Professor der Anatomie und Phy-
siologie der Pflanzen an der Universität zu Petersburg.
Dr. Oskar Loew in Washington zum Professor der Agriculturchemie
an der Universität Tokio.
R. Wilson Smith zum Instructor der Botanik an der Universität zu
Toronto.
Cyrus A. King zum Instructor der Botanik an der Indiana University.
Professor John Craig zum Professor am Agricultural College der
Gornell Universität.
Dr. D. B. Copeland zum Assistant-Professor der Botanik an der Uni-
versität von West-Virginia. ‘
A. ©. Moore zum Professor der Biologie am South Carolina College,
Columbia, 8. C,
Professor B. T. Galloway zum Direelor of Plant Industry, Albert
F. Woods zum Chief und M, B. Waite zum Assistent-Ghief der Division
|
+
{
6
;
7
Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68. 55
of Vegetable Physiology and Pathology der U. 8. Department of Agri-
culture.
Dr. P. Beveridge Kennedy zum Associate Professor der Botanik an
der Universitiit in Nevada.
Es haben sich habilitiert:
Prof. Dr. H. Potonié, Kgl. Bezirksgeologe und Docent der Paläo-
botanik an der Bergakademie zu Berlin, als Privatdocent an der Universität
zu Berlin.
Dr. Maule, bisher Gymnasialprofessor in Halle, an der technischen
Hochschule in Stuttgart.
Dr. Tschermak an der Hochschule für Bodencultur in Wien.
Botanische Reisen.
Dr. W. Busse ist Anfang Mai d. J. von seiner Reise durch die
Steppengebiete Deutsch-Ostafrikas zuriickgekehrt.
Geheimrat Prof. Dr. A. Engler ist von einer zweimonatigen Reise
nach den kanarischen Inseln mit reicher Ausbeute für den botanischen
Garten und das botanische Museum zu Berlin zurückgekehrt.
Von Director Ernst Ule, welcher für das Königl. botanische Museum
zu Berlin eine Reise nach dem oberen Amazonasgebiet unternommen hat,
sind die ersten Sammlungen eingetroffen.
Von Privatdocent Dr. L. Diels, der im Auftrage der Humboldtstiftung
das südwestliche Kapland besucht hat und gegenwärtig mit Dr. Pritzel
in West-Australien weilt, sind sowohl aus dem Kapland, wie aus West-
Australien reiche Sammlungen im botanischen Museum in Berlin ein-
getroffen, namentlich auch schöne Schauexemplare von Xanthorrhoea und
Kingia.
Von Prof. Dr. Schweinfurth, der den Winter in Algier und Tunis
verlebte, wurden dem botanischen Museum in Berlin Pflanzenproducte
dieser Länder übergeben.
Im Auftrage des kolonialwirtschaftlichen Comitees zu Berlin hat sich
R. Schlechter im December 1900 nach Hinterindien begeben, um dort
_ die Guttapercha- und Kautschukeulturen zu studieren und Saatgut und
Stecklinge, besonders von Guttaperchabäumen nach den deutschen Südsee-
Kolonien überzuführen.
Regierungsrat Dr. Stuhlmann, Referent für Landescultur in Deutsch-
Ostafrika, hat im December 1900 eine Studienreise nach Indien angetreten,
hauptsächlich zu dem Zwecke, wichtigere Nutzpflanzen aus den botanischen
Gärten Indiens nach Deutsch-Ostafrika und nach der botanischen Central-
stelle in Berlin überzuführen.
56 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 68.
Im Auftrage der kais. Akademie der Wissenschaften zu Wien haben
Prof. Dr. R. v. Wettstein und Prof. Dr. V. Schiffner als Botaniker, Dr.
Fr. R. v. Kerner als Geograph, Meteorologe und Arzt, und Obergärtner
August Wiemann vom Wiener botanischen Garten eine botanische For-
schungsreise nach Südbrasilien angetreten; sie haben sich nach Sao Paulo
begeben, um hauptsächlich die Sierra de Paranapiacaba zu durchforschen;
die Rückreise dürfte über Curitiba im Staate Parana stattfinden.
Dr. B. P. G. Hochreutiner in Genf hat sich nach Südalgerien an
der Grenze Marokkos begeben, um dort für das Museum der Stadt Genf
botanische Sammlungen anzulegen. |
Sam da
Litteraturbericht.
Nachdruck dieser Referate ist nicht gestattet.
Strasburger, E.: Uber Reductionsteilung, Spindelbildung, Centrosomen und
Cilienbildner im Pflanzenreich. — Histologische Beiträge, Heft VI.
Mit 4 lithographischen Tafeln. Jena (Gustav Fischer) 1900.
Die Untersuchungen des Verfassers erstrecken sich auf eine größere Zahl von Bei-
spielen aus den verschiedensten Gruppen des Pflanzenreiches und bezwecken, einen Bei-
trag zur Lösung der im Titel bezeichneten schwebenden Fragen, über die man bisher
nur an Einzelbeispielen zu einer Verständigung gelangt ist, auf vergleichender Basis zu
geben. Das Material wurde meist mit stärkerer FLEmMine’scher Lösung, manchmal auch
mit Keıser’scher Sublimat - Eisessig-Lösung (300 g. aq. dest., 5 g Sublim. 3 g Eisessig)
fixiert und nach dem Freunıse’schen Safranin-Gentianaviolett-Orange-Verfahren gefärbt.
Andere Färbungen (so das in der zoologischen Mikrotechnik sehr gebräuchliche Broxpr-
sche Dreifarbengemisch) bewährten sich weniger. Interessant ist die Stellungnahme
eines so hervorragenden Histologen, wie des Verf. zu dem jüngst erschienenen Buche
Fiscaer’s 1), der, wie der Verf. zugesteht, in so mancher » Structureigentümlichkeit« des
Protoplasten mit Recht ein Artefact sieht. Namentlich gilt dies vom Cytoplasma, wäh-
rend beim Kern dieser Verdacht weniger gerechtfertigt ist, da die verschiedensten Fixie-
rungsmittel hier ziemlich übereinstimmende Bilder liefern. Freilich würden auch diese
immer noch durch Vergleich mit dem lebenden Object zu controllieren sein.
Der Hauptteil des Buches, dem eine strengere Disposition des Stoffes und über-
sichtlichere Gliederung sehr zum Vorteil gereicht hätte, bringt zunächst Mitteilungen
über die Reductionsteilungen. Solche hat der Verfasser an mehreren Beispielen sicher
durch Zählung der Chromosomen beobachtet. Interessant ist, dass die Zahl der letzteren
vielfach zu schwanken scheint (vgl. z.B. Funkia Steboldiana etc.), und dass die redu-
cierte Zahl keineswegs genau die Hälfte der normalen beträgt. Wie der Verf. schon
früher bei Gelegenheit von Untersuchungen über die Pollenmutterzellen von Larix fest-
gestellt hatte, besteht die Eigenart der ersten Kernteilung, welche auf die numerische
Reduction der Chromosomen in den Sporen- und Pollenmutterzellen folgt, darin, dass
die Tochterchromosomen, die aus der Längsspaltung des Mutterchromosoms hervor-
gehen, zur frühzeitigen Trennung neigen und dass sie alsbald, also schon während die-
ser ersten Karyokinese zu Beginn der Metaphasen eine zweite Längsteilung eingehen,
eine Auffassung, die der Verf. bereits wieder verlassen hatte, um nun, nach Untersuchung
zahlreicher Beispiele auf so gesicherterer Basis zu ihr zurückzukehren. Die zweite Kern-
teilung bezweckt demnach nur eine Verteilung der schon im ersten Teilungsschritt er-
4) »Fixierung, Färbung und Bau des Protoplasmas.
Botanische Jahrbücher. XXX, Bd. (1)
A Litteraturbericht. — E. Strasburger.
zeugten und höchstens noch paarweise an den Polenden vereinten Enkelchromosomen
auf die Enkelkerne. Hierin liegt zugleich die Eigentümlichkeit der specifisch zur Bildung
der Fortpflanzungskörper führenden Teilungen im Gegensatz zur gewöhnlichen Kern-
teilung.
Übereinstimmend mit Danxcearp vertritt Verf. die Anschauung, dass die Chromo-
somenzahl der Geschlechtsproducte als die ursprüngliche, nicht die reducierte zu gelten
habe. Im Anschluss an die Bezeichnungen FLEMMING’S nennt Verf. die erste, auf die
Reduction folgende Teilung die heterotypische, die zweite die homoeotypische,
beide im Gegensatz zur gewöhnlichen, der typischen Kernteilung. Die ältere Gegen-
überstellung von »vegetativer« und »generativer« Kernteilung (vgl. z. B. BELAJEFF) ist
incorrect, da nach ersterem Modus die Geschlechtsproducte im Pflanzenreich erzeugt
werden und infolgedessen die Bezeichnung »generative Teilung« auf sie nicht gelten kann.
Um diese Incorrectheiten zu vermeiden, wird vorgeschlagen, die beiden der Reduction
folgenden (hetero- und homoiotypische-) Teilungen als »atypische« den typischen gegen-
über zusammenzufassen, was aber nur auf die höheren Pflanzen, die »Metaphyten«, wie
sie Verf. entsprechend den Metazoen nennt, Bezug hat.
Der Verfasser geht sodann näher auf die Charakteristik der typischen Kernteilung
ein. Die von Nemec auch auf entwickelungsgeschichtlicher Grundlage versuchte Unter-
scheidung der Spindelfasern in Mantelfasern und Centralfasern lässt Verf. nicht gelten.
Es sind nach ihm nur physiologisch Zugfasern und Stützfasern von einander zu tren-
nen, die jedoch die gleiche Entwickelungsgeschichte aufweisen und sich auch functionell
gleich verhalten. Bezüglich der Polarität der Teilungen wird zunächst zwischen mul-
tipolar polyarchen und multipolar diarchen Spindelanlagen unterschieden, je nachdem
die multipolare Anlage der Kernspindel wirklich auch zu einer solchen führt oder aber
schließlich die Bildung einer nur zweipoligen Spindel im Gefolge hat. Beiden stehen die
bipolar diarchen Spindeln gegenüber, d. h. »solche, welche bei ihrer Anlage auf Centro-
somen centriert sind, somit von Anfang an wirklich bipolar diarch sinde. Im Gegen-
satz zur multipolar diarchen Spindel konnte Verf. im Meristem der Wurzelvegetations-
punkte von Viscum album auch solche Spindeln beobachten, die dadurch, dass die
Chromosomen ihre längeren Schenkel polwärts streckten, gezwungen wurden, sich
wieder multipolar in mehrere Faserbüschel zu verteilen. »Apolar diarche« Spindeln
nennt der Verf. die von Nemec im Wundperiderm der Kartoffelknolle beobachteten Sp7-
rogyra-ähnlichen monaxialen, acentrischen Teilungen, bei denen eine Vereinigung der
Fasern in einem Punkte nicht eintrat. Betreffs der Ursachen, welche die Verschieden-
heiten in der Anlage der Kernspindeln bedingen, neigt Verf. weniger dazu, eine Beeinflus-
sung durch die Polarität des Protoplasten anzunehmen (insoforn als etwa die Multipolaritat
des letzteren eine polyarche Anlage der Kernspindel bedingen würde), sondern er denkt an
correlative gegenseitige Beeinflussung von Protoplast und Kern, die dann erblich fixiert wird.
Hinsichtlich der Beziehungen der Nucleolarsubstanz und des Kinoplasmas bei höheren
Pflanzen hält Verf. an seinen alten Anschauungen fest, wonach das letztere durch Auf-
nalıme von Nucleolarsubstanz activiert wird und sein Mengenverhältnis im Cytoplasma
und im Zellkern wächst oder sinkt, je nachdem die Nucleolen sich lösen oder in
fester Form wieder auftauchen. Daraus folgt weiter, dass diese, wenn auch nicht stets
in ihrer Gesamtmasse, zur Spindelbildung verwendet werden,
Entgegen der Auffassung Hicken’s und vor allem neuerdings der Aurnen Fiscuen’s,
welche die Contractilität der Spindelfasern bestreiten, hält Verf. an seiner alten Ansicht
fest, nach der die Chromosomen von den als »Zuglfasern« bezeichneten Spindelfasern
während der Metakinese nach den Spindelpolen befördert werden, Bleibt auch der Ein-
wand, dass diese Gontractilität am lebenden Object noch nicht nachgewiesen sei we-
gen der Unmöglichkeit, die Spindel in diesem Zustand deutlich zu unterscheiden, vor-
lautig zu Recht bestehen, so sprechen doch die morphologischen Befunde an fixierten
Litteraturbericht. — I. Urban, 3
€
und gefärbten Objecten für dieselbe, so das büschelweise Erfassen jedes Chromosoms und
ihre Verkürzung, während die Tochterchromosomen sich den Polen nähern, welche nach
dem Verf. aber nicht auf eine fibrillöse Contraction, sondern auf eine Substanzabgabe in
Nucleolarform, analog ihrer Entstehung, zurückzuführen ist. Das tinctionelle Verhalten
der polaren Spindelabschnitte auf diesen Stadien steht zu dieser Annahme in bestem
Einklang. Eine Stütze seiner Anschauungen über das Kinoplasma erhielt Verf. auch
durch die experimentellen Untersuchungen eines seiner Schüler (Cu. J. Hortes), nach
denen die Kinoplasmasubstanz bei niederen Temperaturen in ihrer Bildung eine Hem-
mung erfährt, und es zeigte sich dann weiter, dass unter diesen Umständen ein Zurück-
treten der Spindelbildung sowie der Ausgestaltung von Kernwandungen und Haut-
schichten stattfand, also von Gebilden, die der Verf. bereits früher als kinoplasmatische
angesprochen hatte. Er hält demnach entgegen Arrr. Fischer an der Scheidung des
Cytoplasmas in Filar- oder Kinoplasma und Alveolar- oder Trophoplasma fest.
Individualisierte Centrosomen müssen nach dem Verf. beim jetzigen Stand der
Frage den höheren Pflanzen abgesprochen werden, doch hält er es für unwissenschaft-
lich, ihren künftigen Nachweis für unmöglich erklären zu wollen. Dieser reservierten
Stellungnahme entspricht es, wenn er »für den Augenblick geneigt ist«, das »Kinoplasma
der höheren Gewächse mit allen jenen Functionen zu betrauen, in welche er sich mit
den Centrosomen anderswo zu teilen hat.« Dagegen sind bei niederen Gewächsen Cen-
trosomen von verschiedenem Grade der Individualisierung nachgewiesen (z. B. Sphace-
larien, Fucacee, Diclyoten, Pilze).
Den Schluss des Buches bilden eingehendere Mitteilungen über den Bau und die
Entwickelung der Cilienbilder an Vaucheria, Oedogonium, Cladophora und Bryopsis,
in denen er nicht Centrosomen, sondern »activiertes Kinoplasma«< sieht.
| RUHLAND.
Urban, Ign.; Symbolae Antillanae seu Fundam. Flor. Ind. Occid. Vol. IL.
Fascic. Il. — Berolini (Fratres Borntraeger) 1900.
Die Lieferung bringt zunächst den Schluss von Crarke’s Monographie der west-
indischen Cyperaceen, nämlich die Gattung XXVI. Diplasia (4 Art).
Daran schließt sich eine Mantissa ad Cyperaceas Clarkeanas von URBAN
selbst, in welcher in sehr verdienstvoller Weise die aus dem eigentümlichen CLarke’schen
Nomenclatur-Standpunkt hervorgegangenen Namen nach den Berliner Regeln umgeändert
werden.
Die beiden Hauptabschnitte der vorliegenden Lieferung werden gebildet einerseits
von einer Monographie der westindischen Acanthaceae von G. Linpau, an-
dererseits von einem Capitel Leguminosae novae vel minus cognitae I. von
I. Ursan.
Linpav schickt seiner Bearbeitung einen Conspectus generum, in dem die Gattun-
gen nach seinem System gruppiert sind, und eine künstliche Clavis generum, die zu
leichterer Bestimmung dienen soll und die Gattungen außer der Reihe aufführt, voraus.
Es werden auf 80 Seiten 37 Gattungen mit insgesammt 90 Species monographisch be-
handelt. Als neue Genera werden beschrieben Drejerella (Odontoneminae), Ancistran-
thus (desgl.) und Centrilla (Porphyrocominae).
Ursaw’s Abschnitt über westindische Leguminosen enthält nicht nur Beschreibungen
einer größeren Zahl von neuen und kritische Bemerkungen über weniger bekannte oder
verkannte Arten aus den verschiedensten Gattungen, sondern wir finden darin zugleich
vollständige Monographien der antillanischen Species folgender Gattungen; Caesalpinia
(27 Arten), Peltophorum (4), Gliricidia (1), Chaetocalyx (3), Pictetia (4), Belavria (3),
Brya (2), Rudolphia (1), Galactia (27). Außerdem werden als neue Gattungen aufge-
stellt: Hebestigma und Rhodopis.
(1%)
4 Litteraturbericht. — K. Schumann. E. de Wildeman,
Ferner sind in dem Heft noch enthalten neue Lauraceen und Bromeliaceen von
C. Mez und der Anfang einer specielleren Studie über die Gramineen-Gattung Arthro-
stylidium von R. Pilger. Tu. LoEsENER, Schöneberg.
Schumann, K.: Blühende Kakteen (Iconographia Cactacearum). — Neu-
damm (J. Neumann) 1900. Lief. 4 u. 2 à .# 4.—.
Die beiden vorliegenden ersten Lieferungen beginnen ein Abbildungswerk, das in
wissenschaftlicher wie künstlerischer Beziehung allen Anforderungen genügt, die man
an ein solches stellen muss. Jede Lieferung besteht aus 4 Tafeln, wozu 4 Seiten Text
kommen.
In wissenschaftlicher Beziehung schließt sich das Werk eng an Scuumann’s be-
kanntes und schnell beliebt gewordenes Buch »Gesamtbeschreibung der Kakteene an. Der
Text giebt deshalb nicht eine vollständige Beschreibung der abgebildeten Pflanzen, son-
dern ergänzt nur die in der »Gesamtbeschreibung« gegebene in wesentlichen Punkten.
So werden hier kurze Notizen über die Einführung der Art und ihre Cultur gegeben
und Bemerkungen über ihre und ihrer Verwandten geographischen Verbreitung ge-
macht. Nur die neuen Arten werden ausführlich beschrieben.
Die Hauptsache aber bleiben die Tafeln selbst. Schon allein die Thatsache, dass
die Originalaquarelle der Künstlerhand der Frau Dr. GürkE entstammen, giebt die Ge-
währ für eine eben so richtige wie künstlerisch vollendete Darstellung der abgebildeten
Arten. Die Reproduction erfolgt durch Lithographie, während die Farben mit der
Hand eingetragen werden. Durch diese Art der Vervielfältigung werden Bilder erzielt,
die an Schönheit der Linien und Zartheit der Farben den Originalzeichnungen nur
wenig nachstehen. Man kann es der Verlagsbuchhandlung von J. NEUMANN nur zu ho-
hem Verdienste anrechnen, dass sie der Anregung der Deutschen Kakteen-Gesellschaft —
folgend, dem Werke eine so hervorragende gute Ausstattung gab. Der nicht hohe Preis
von 4 Mk. pro Tafel und die Ausgabe von nur 2—3 Lieferungen im Jahre ermöglichen
auch dem weniger bemittelten Liebhaber der seltsamen Gewächse die Anschaffung des —
schönen Werkes.
Abgebildet sind bisher folgende 8 Arten: Hehinocactus microspermus Web., Echi-
nopsis cinnabarina Lab., Echinocereus subinermis Salm-Dyck, Æehinocactus Anisüsi —
K. Sch. n. sp., Mamillaria Wissmannii Wildmann, Æchinocactus horripilus Lem., Ma-
millaria raphidacantha Lem., Echinocactus Mathssonii Berge. G. Linpau.
Wildeman, E. de: Icones selectae Horti Thenensis. Iconographie de
plantes ayant fleuri dans les collections de M. Van pen Bosschr, Mi-
“
nistre résident, Sénateur, à Tirlemont (Belgique). Tome I (1899—
1900), If. 4. 2. (4904). — Bruxelles (Veuve Monnom). 8°.
Dieses vortrefflich ausgestattete Bilderwerk soll in einer Reihe von Lieferungen
die Pflanzen vorführen, die in den reichhaltigen Sammlungen des Herrn VAN DEN BosscHE
zu Tirlemont zur Blüte gekommen sind. Es liegen bisher (Febr. 4904) 10 Fascikel vor
mit 50 Tafeln, deren Ausführung an Sorgfalt und Anschaulichkeit kaum etwas zu wün-
schen übrig lässt. Die Zeichnungen rühren von A. p’Aprivat her; den Text hat E. DE
Witpemas verfasst, Er beschränkt sich dabei durchaus nicht auf die Beschreibung der
gerade vorliegenden Pflanze, sondern in die Systematik der Gattung und Familie ein-
dringend, sucht er die Stellung der abgebildeten Pflanze zu ihren näheren und nächsten
Angehörigen klar zu stellen, Wir finden daher in diesen den Beschreibungen angehäng-
ten Bemerkungen beachtenswerte Studien über die Geschichte und die Merkmale der
cullivierten Arten niedergelegt. Die abgebildeten Pflanzen gehören den verschiedensten
Familien an; es folge hier die Liste bis Tafel 50.
Litteraturbericht. — Graf zu Solms-Laubach, H.
1. Hakea suaveolens R. Br. 26. Hibbertia dentata R. Br.
2. Trymalium Billardieri Fenzl. 27. Rhus Osbeckii Steud.
3. Muraltia mixta DC. 28. Ugni Molinae Turcz.
4. Agathosma villosa Willd. 29. Epilobium Fleischeri Hochst.
5. Oxalis Ortgiesi Regel. 30. Gnidia pinifolia L.
6. Thomasia solanacea J, Gay. 31. Menispermum dauricum DC.
7. Acacia calamifolia Sweet. 32. Viminaria denudata Smith.
8. Pomaderris racemosa Hook. 33. Anisacanthus virgularis Nees.
9. Cissus Baudiniana Brouss. 34. Grevillea vestita Meisn.
40. Caccinia strigosa Boiss. 35. Hedychium coccineum Hamilt.
44. Berberis tenuifolia Lindl. 36. Maytenus ilicifolia Mart.
12. Grewia parviflora Bunge. 37. Prunus Maackii Rupr.
13. Carmichaelia australis R. Br. 38. Tristania conferta R. Br.
14. Ceratopetalum gummiferum Smith. 39. Burchellia bubalina Sims.
15. Pisonia hirtella H. B. K. 40. Leucothoë recurva Gray.
16. Escallonia viscosa Forbes. 44. Gordonia Lasianthus L.
47. Melothria punctata Cogn. 42. Phaenocoma prolifera D. Don.
48. Corethrogyne filaginifolia Nutt. 43. Candollea adnata F. Muell.
19. Ardisia humilis Vahl. 44. Jacquinia aurantiaca Ait.
20. Buddleia auriculata Benth. 45. Broussonetia kaxinokt Sieb.
21. Acacia obliqua A. Cunn. 46. Vella spinosa Boiss.
22. Crassula Schweinfurthii Hort. 47. Calothamnus rupestris Schau.
23. Olearia erubescens Dippel. 48. Royena lucida L.
24. Cavendishia pubescens Hemsl. 49. Premna scandens Roxb.
25. Ligustrum Massalongianum Vis. 50. Shepherdia argentea Nutt.
H. Harms.
Graf zu Solms-Laubach, H.: Cruciferen-Studien. — Botan. Zeitung 1900
Heft 10. Mit einer Tafel. 40, S. 167—190.
Capsella Heegeri Solms, eine neu entstandene Form der deutschen Flora. — Im
Laufe des Sommers 4897 erhielt Verf. von Prof. HeEcer zu Landau ein paar halbverdorrte,
blattlose und mit anscheinend nicht recht ausgebildeten Früchten besetzte Cruciferen-
stengel zugesandt, die dieser nicht hatte bestimmen können. Sie waren einem Stock
entnommen, der sich inmitten einer reichen Ansiedlung von Capsella Bursa pastoris auf
dem Messplatze bei Landau eingefunden hatte. Es waren fast lauter reife Früchte
daran, sehr zahlreich, von Blüten nur Spuren, die auf eine weiße Farbe der Petalen
schließen ließen. Die Pfl. war stark von Cystopus candicans inficiert, das Laub nahezu
- unkenntlich. Auch Verf. konnte die Pfl. nicht bestimmen. Form und sonstige Be-
schaffenheit der Früchte, die Notorhizie ihrer Samen deuteten auf eine Camelina, das
- Verhalten der Klappenmedianen bei der Reife und die unregelmäßige Eröffnungsweise
waren jedoch derart, dass mar auch in dieser Vermutung schwankend werden musste.
. Prof. Ascuerson konnte sich ebensowenig ein sicheres Urteil über die Pflanze bilden. —
_ Eine Partie Samen vom Originalstocke wurden im Garten zu Strassburg ausgesäet. Im
Jahre 4898 erzielte Verf. aus einigen Pflanzen Blüten und Früchte. Im Ganzen ist diese
Saat nicht gut gediehen. Bessere Resultate konnte Prof. HEEGER in seinem Garten zu
“Landau aufweisen. Auf dem Originalstandorte hatte sich die rätselhafte Crucifere in
einer größeren Zahl von Individuen eingestellt.
| Verf. kam zunächst auf den Gedanken, dass man es vielleicht mit einer einge-
schleppten fremdländischen Crucifere zu thun hätte, oder dass möglicherweise ein Bastard
“der gemeinen Capsella mit einer anderen Crucifere vorliege. In der Litteratur war dar-
“über nichts zu finden, Ist die Pflanze ein Bastard, so muss der andere Erzeuger eine
6 Litteraturbericht. — Graf zu Solms-Laubach, H.
notorhize Crucifere sein, etwa ein Lepidium, oder eine Camelina; aber die Camelina
besitzen größere gelbe Blüten, und was Lepidium anbelangt, so passt die Fruchtform
nicht, da bei dieser Gattung bekanntlich die Schötchen verflacht sind. Eine Camelina
ist nicht einmal in der Nähe des Standortes, von Lepidium ist dort im Sommer 1898
nur L. ruderale gesehen worden.
Die Ungewissheit über die Herkunft der rätselhaften Pflanze blieb noch bis ‘Mitte
des Sommers 1898 bestehen. Am 27. Juli des erwähnten Jahres bemerkte Verf. unter
den aus der Saat im Garten hervorgegangenen Pflanzen einige mit Früchten, welche,
obschon missbildet, deutlich den Charakter der C. Bursa past. verrieten und wohl
nur als ein Rückschlag zu der Urform gedeutet werden konnten, da sie neben jenen
standen, deren Früchte so sehr an eine Camelina erinnerten. Dadurch wurde es klar,
dass die neue Form nur von ©. Bursa past. abstammen könne. Die Rückschlags-
früchte hatten sich aus Spätblüten entwickelt. |
Verf. unterzog die neue Fruchtform einer eingehenden morphologischen Unter-
suchung und kam schließlich zu der Ansicht, dass die Differenz der Normalform gegen-
über im Wesentlichen nur auf der Ausbildungsweise der Klappen beruht. Viel auf-
fallendere Unterschiede lässt freilich die anatomische Untersuchung erkennen. Sehr
eigentümlich und ganz abnormal verhält sich das Zellgewebe der Klappen in den me-
dianen Partien, da es sich später nicht weiter entwickelt, vielmehr abstirbt und nur in
den äußersten, unregelmäßig begrenzten Randpartien grün und lebendig bleibt. Es
bildet sich nämlich, durch einen partiellen Schwund des Zellgewebes, in der Klappen- —
mitte eine dünne, durchscheinende, farblose Haut, durch welche die Samen durch-
schimmern und später durch Abbröckelung dieser Haut eine vollständig offene, weite
Lücke. Bei reiflicher Erwägung der Art und Weise, wie die Frucht sich entwickelt,
kommt man schließlich auf ein einziges Merkmal, wodurch sich ©. Heegeri von der
Gemeinform unterscheidet: das ist das frühzeitige Aufhören der Carpellentwickelung,
wodurch sich zugleich die seltsame Form des Schötchens bei ersterer als eine Hemmungs-
bildung zu erkennen giebt.
Ob dieses Merkmal constant ist? Darüber können nur Culturversuche entscheiden.
Solche Experimente sind gar nicht leicht, weil ein Boden benutzt. werden muss, der
ganz frei ist von Samen und Keimpflanzen des ©. Bursa past. (das Sterilisieren der Erde
durch Hitze ist nicht zu empfehlen). Gute Gartenerde wurde im Januar 1899 in flachen
Schalen im Warmhaus gehalten, wodurch das Eindringen fremder Samen vermieden
wurde, Verf. entfernte und zerstörte alle erwachsenen Keimlinge, rührte die Erde
wieder um, es wurde hierauf so lange gejätet, bis keine Keime und Keimpflanzen mehr
da waren. Jetzt erst wurden im Warmhause die Samen der C. Heegeri darauf gesäet
und die Schalen mit der emporgewachsenen Saat in einen warmen Freilandkasten über-
tragen. Es erfolgte später noch eine zweimalige Überpflanzung. Durch tägliches Jäten
wurde der Verunkrautung vorgebeugt. Die Pflanzen entwickelten sich sehr unregel-
mäßig. Am 4, Juni waren bei ein paar Exemplaren die ersten Früchte zu sehen. Die
Pflanzen der spontan wachsenden Gemeinform waren um diese Zeit bereits viel weiter
vorgeschritten.
Von der cultivierten Pflanze standen nun 334 Individuen da, die nach und nach
zur Fruchtbildung gelangten. Alle waren, mit einer einzigen Ausnahme, typische
Heegeri, nicht einmal eine Rückschlagsfrucht war sichtbar. Dasselbe war auch bei
allen von Prof, Hrwsen erzogenen Exemplaren der Fall, Das einzige Exemplar, das
eine Ausnahme bildete, war an Haupt- und Seitentrieben eine gewöhnliche ©. Bursa
past, Weil dieses Exemplar möglicherweise von einem Samen der Gemeinform, der
ich trotz aller Vorsicht, irgendwie in die Saat eingeschlichen hatte, herrühren konnte,
o wurde, zur sicheren Controle, der Versuch im Garten noch einmal gemacht, Zu
dem Behufe wurden im Sommer 4899 alle spontan im Garten wachsenden Exemplare
Litteraturbericht. — Berg u. Schmidt. K. W. v. Dalla Torre u. Graf v. Sarnthein. X
der ©. Bursa past. vertilgt, die zum Experimente bestimmten Beete von aller Vegetation
gesäubert und durch mehrmaliges Jäten dafür gesorgt, dass keine fremden Keime über
den Winter darin zuriickblieben; dann erst, im Frühjahr 1900, säete Verf. Samen der
echten C. Heegeri, deren Reingewinnung mit aller möglichen Sorgfalt überwacht worden
war. Er erhielt 382 Pflanzen, es waren alle von der Form der (©. Heegeri, wodurch
die Constanz und Erblichkeit des Merkmals erwiesen ist. Nur bei einem Stocke hatte
sich in der Frucht ein partieller Rückschlag zur Urform gezeigt.
Obschon das besprochene Merkmal erblich und constant ist, außerdem auf ein
Moment sich erstreckt, welches beim Unterscheiden und Aufstellen von Gattungen ver-
wendet zu werden pflegt, nimmt Verf. doch Anstand, hieraus eine Gattungsverschieden-
heit abzuleiten, weil das Merkmal nicht correlativ mit anderen verbunden ist (die Blätter
der C. Heegeri sind nicht anders beschaffen, als bei der gemeinen C. Bursa pastoris),
auf ein einziges Merkmal aber eine Gattung zu gründen, scheint ihm bedenklich. Verf.
ist daher geneigt, das Erscheinen der C. Heegeri auf eine Anomalie oder eine Art
Missbildung zurückzuführen, »die einmal entstanden, sich von Generation zu Generation
forterbt, die also für den actuellen Zeitmoment wenigstens absolute Constanz besitzt.«
Ob diese Beständigkeit eine wahrhaft beharrliche oder dauernde ist, kann nur die Zu-
kunft lehren.
Auch die folgenden Ausführungen und Reflexionen des Verf., welche auf Holar-
gidium, gleichsam eine viercarpellige, der Draba hirta nächststehende Crucifere des
östlichen Sibirien, und Tetrapoma, gleichsam ein viercarpelliges Nasturtium aus der
Verwandtschaft des N. palustre, hinweisen, sind sehr beachtenswerth; denn sie lassen
deutlich erkennen, dass wir es hier mit einem Factum von fundamentaler Wichtigkeit
zu thun haben, das unstreitig der Frage über die Mutation der Pflanzen neue Momente
zuführen wird, ob nun schließlich die Ansicht von der abnormalen Natur solcher Er-
scheinungen die Oberhand gewinnt, oder die Ansicht, wonach die Natur auf diesem
Wege neue Gattungen schafft, zur Geltung gelangt. Franz Krasan.
.
Berg und Schmidt: Atlas der officinellen Pflanzen. Darstellung und Be-
schreibung der im Arzneibuche für das deutsche Reich erwähnten
Gewächse. — Zweite verbesserte Auflage, herausgegeben von Dr.
A. Meyer und Dr. K. Scaumann. 40. Lief. XIII—XXIV., enthaltend
Taf. LXXI—C. — Leipzig (Arthur Felix) 1895—1899. — Preis pro
Lief. .# 6.50.
Die hier angeführten Lieferungen schließen den zweiten und dritten Band des in
fachwissenschaftlichen Kreisen längst als vortrefflich anerkannten Werkes ab. Was
über die vorhergehenden Lieferungen in diesen Jahrbüchern, Bd. XIX, Litteraturbericht
S. 9 im Allgemeinen über das Werk gesagt wurde, gilt auch von den Fortsetzungen.
- Taf. 71—85, welche Liquidambar orientale und die officinellen Umbelliferen darstellen,
ferner Taf. 87—94 (Euphorbiaceae, Rhamnaceae, Vitaceae, Polygalaceae) und 96—100
sind Reproductionen der Zeichnungen von C. F. Scumipt, dagegen giebt Taf. 86 eine
neue Darstellung des Croton Eluteria und Taf. 95 eine solche der Commiphora abyssi-
nica nach Zeichnungen von Frau T. Gürke. Von derselben Künstlerin stammen auch
Taf. 104, 405 mit Malva neglecta und M. silvestris, Taf. 109 und 110 mit Dipterocarpus
alatus und D. turbinatus, den Stammpflanzen des Gurjunbalsam, Taf. 444 mit Gareinia
Hanburyi, Taf. 121 mit Podophyllum peltatum, Taf. 126 mit Rheum palmatum var.
tanguticum, Taf. 127 mit Beta vulgaris.
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Dalla Torre, K. W. v., und Graf v. Sarnthein: Flora der gefürsteten
Grafschaft Tirol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentumes Liechten-
(® à)
Litteraturbericht. — P. Ascherson u. P. Graebner. O. Wünsche. F. Hoeck.
stein. Nach eigenen und fremden Beobachtungen, Sammlungen un
den Litteraturquellen. I. Band: Die Litteratur der Flora von Tirol,
Vorarlberg und Liechtenstein. — 414 S. 8°. Innsbruck (Wagnersche
Universitäts-Buchhandlung) 1900.
Die Florenwerke leiden vielfach darunter, dass die Verleger mit Rücksicht auf den
Absatz in Schulen und an Laien die weitgehendste Einschränkung verlangen. Dadurch
kommen namentlich die Angaben über Standortsbeschaffenheit und Verbreitung zu kurz.
Bei dieser Flora scheinen nun glücklicher Weise solche Einschränkungen nicht beab-
sichtigt zu sein. Das Litteraturverzeichnis füllt allein 444 eng gedruckte Seiten und ist für
Jeden, der sich mit Alpenflora beschäftigt, von hohem Wert. Die größte Freude hat aber
Referent an der beigegebenen Karte, aus der hervorgeht, dass die Verf. beabsichtigen,
die Standortsangaben nach 46 natürlichen Bezirken zu ordnen. Ref. hat vor kurzem
in einer Abhandlung über die Formationen und Gliederung der Alpenflora, erläutert an
den Alpenanlagen des Botanischen Gartens zu Berlin darauf hingewiesen, dass viele
Florenwerke der Alpenländer die natürlichen Bezirke derselben nicht genügend berück-
sichtigen und dass Verbreitungsangaben, aus denen nur zu ersehen ist, dass eine Art in
Tirol, Kärnthen, Steiermark vorkommt, nur sehr geringen Wert haben, wenn nicht die
einzelnen Gebirgsstöcke angegeben werden; es ist dem Ref. eine angenehme Pflicht, hier
ausdrücklich das Gegenteil hervorheben zu können. E,
Ascherson, P., und P. Graebner: Synopsis der mitteleuropäischen Flora.
Leipzig (Wilhelm Engelmann).
Dieses groß angelegte Fundamentalwerk macht in neuerer Zeit erfreuliche Fort
schritte und ist für denjenigen, der sich erst mit der zwar wohl durchdachten, aber nicht
ganz leicht zu ühersehenden Darstellung der Arten, Unterarten und Varietäten vertraut
gemacht hat, eine reiche Fundgrube wertvoller Nachweise, die kein Florist ent-
behren kann.
Es sind neuerdings erschienen Bd. I, Lief. 6—41, enthaltend den größten Teil der
Gramineae, bearbeitet von den Herausgebern, und Bd. VI, Lief. 43 mit Bogen 4—5 der
Rosales, enthaltend die Plantanaceae und Rosaceae—Roseae, letztere bearbeitet von
Rosert KELLER. | E.
Wünsche, O.: Die verbreitetsten Pflanzen Deutschlands. — Ein Übungs-
buch für den naturwissenschaftlichen Unterricht. 3. Aufl. 282. 8°
Leipzig (B. E. Teubner) 1900. — # 2.—.
Das Büchlein ist, wie alle Handhücher des Verf, praktisch und als Übungsbuch
für Anfänger unter Leitung eines Lehrers recht zu empfehlen. Für ein näheres Eins
gehen auf dasselbe ist hier nicht der Ort. E.
Hoeck, F.: Pflanzen der Kunsthestände Norddeutschlands, als Zeugen für
die Verkehrsgeschichte unserer Heimat. Eine pflanzengeographische
Untersuchung. — Forschungen zur deutschen Landes- und Volks-
kunde, XII. 2. — Stuttgart (J. Engelhorn) 1900. — # 2.40.
Der mit der einschlägigen Litteratur sehr wohl bekannte Verf. giebt in diesem Heft eine
recht empfehlenswerte Darstellung der Änderungen, welche unsere Pflanzenwelt in neuo-
ter Zeit durch den mittelbaren Einfluss der Menschen erfahren hat, sie ist für Jeden,
der ein Interesse an der Entwickelung unserer heimischen Flora hat, sehr lehrreich,
hin Register würde das Heft noch brauchbarer gemacht haben, E,
Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1900.
Im Auftrag der Redaction zusammengestellt von W. RuuLanp.
Allgemeine Handbücher.
Koch, Ludwig: Die mikroskopische Analyse der Drogenpulver. Ein Atlas
für Apotheker, Drogisten und Studierende der Pharmacie. Bd. I.: Die
Rinden und Hölzer, 1. Lieferung. — Berlin (Gebr. Bornträger) 1900.
74 p. 4°, mit 3 Taf. — 4 3.50.
Wahrend früher in den Apotheken die Zerkleinerung in Pulverform selbst vor-
genommen wurde, bezieht man heutzutage aus den Fabriken nur noch die gepulverte
Droge. Hieraus ergiebt sich eine gesteigerte Gefahr, Verfälschungen zum Opfer zu
fallen, und dem vorzubeugen, soll das vorliegende Buch dienen. Es bringt zunächst in
einem allgemeinen Teil die Methoden zur Untersuchung, welche Aufschluss geben über
die Herstellung der Präparate, die Zusatzflüssigkeiten, die Reagentien und die mikro-
skopische Untersuchung der Präparate. Im speciellen Teil werden zunächst die Rinden
in Angriff genommen. Er zerfällt in eine sehr dankenswerte allgemeine Zusammen-
stellung der anatomischen Elemente und ihrer unterscheidenden Merkmale und in einen
ihr folgenden analytischen Schlüssel, der die Beschreibung von Cortex Aurantii fructus
Cortex Cascarillae und Chinae succirubrae bringt.
Meyer, Arthur: Die Grundlagen und die Methoden für die mikroskopische
Untersuchung von Pflanzenpulvern. — Jena (Gust. Fischer) 1901.
258 pp. mit 8 Taf. und 18 Fig. im Text. — .# 6.—.
Das allen Praktikern gewiss willkommene Buch verfolgt didaktische Tendenzen.
Es bezweckt, sowohl den Nahrungsmittelchemiker (der nach der Ansicht des Verf. eben
so sehr »Nahrungsmittelbotaniker« zu sein hat) wie den Pharmaceuten in die Methoden
der Untersuchung von zerkleinerten Pflanzenteilen einzuführen. Es sind wenige diffe-
rente Beispiele herausgegriffen, durch deren Kenntnis der Lernende zur Erkennung aller
übrigen geschult wird. Es wird auch der Versuch zu einer »botanischen Analyse« der
Pflanzenpulver gemacht; es sind zu diesem Zweck allgemeine Weisungen »für die Er-
kennung von Verunreinigung ganzer Pulvergruppene gegeben. Als Beweis, dass die
Kenntnis der jetzigen Nahrungsmittelchemiker vielfach für diese Zwecke noch nicht aus-
reichend sind, sandte Verf. verfälschte Proben von Pflanzenpulvern an solche. Die Er-
gebnisse dieser »Sachverständigen<-Prüfung lassen allerdings Bücher wie das obige nur
„allzu notwendig erscheinen.
Wiesner, Julius: Die Rohstoffe des Pflanzenreiches, II. Aufl., 1.—4. Lief.
à 4 5.—.
Vergl. Referat Bd. XXIX, Litteraturber. S. 24 und 35.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (2)
10 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur,
Allgemeine Morphologie und Variation.
Bergamo, Gennaro: Teoria delle spostazioni fillotassiche. — Rend. della
R. Accadem. Scienze Fis. e Mat. di Napoli, 1900, 22 p.
Vries, H. de: Alimentation et Sélection.
Vergl. Referat Bd. XXIX, Litteraturber. S. 25.
Sur la mutabilité de l’Oenothera Lamarckiana.
Referat vergl. Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. S. 46f.
Wettstein, R. v.: Descendenztheoretische Untersuchungen. I. Untersuchun-
gen über den Saison-Dimorphismus im Pflanzenreiche. — Denkschr.
der math.-naturw. Cl. Akad. Wiss. Wien, LXX, 1—42, mit 6. Taf.
und 8 Textfig. |
Verf. teilt neue Beobachtungen über den Saisondimorphismus bei Alectorolophus, |
Gentiana, Euphrasia, Odontites, Orthantha, Melampyrum, Ononis, Galium und Cam-
panula mit und gelangt auf Grund derselben bezüglich der Neubildung von Arten im |
Pflanzenreich zu folgendem Ergebnis: »Der Saisondimorphismus ist im Pflanzenreiche
ein specieller Fall der Neubildung von Arten, bei welchem in Anknüpfung an Form-
veränderungen infolge directer Anpassung an standortliche Verhältnisse sowie infolge
zufälliger Variation, durch Zuchtwahl es zu einer Fixierung der neuen Formen kommt.
Der directen Anpassung, resp. individuellen Variation (Heterogenesis) fällt hierbei die
Neuschaffung der Formen, der Selection die Fixierung und schärfere Ausprägunà der-
selben durch Ausscheidung des Unzweckmäßigen zu.«
Biologie und Physiologie.
Buscalioni, L., und J. Huber: Eine neue Theorie der Ameisenpflanzen.
— Bot. Centralbl. IX, Heft 2, 1900, Beiheft, 4 p.
Delpino, F.: Questioni di biologia vegetale 3. Funzione nuziale e origine
dei sessi. — Rivista di scienze biologiche II, 1900, 38 p.
Lindman: Einige amphicarpe Pflanzen der südbrasilianischen Flora. —
Öfvers. Kongl. Vetensk. Förh. LVI, 1900, p. 939—956.
Raciborski, M.: Über die Vorläuferspitze.
Referat vergl. Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 38.
Strasburger, Eduard: Versuche mit diöcischen Pflanzen in Rücksicht auf
Geschlechtsverteilung. — Biol. Centralbl. XX, 1900, No. 20—24.
Wird später besprochen werden.
Strasburger, Eduard: Einige Bemerkungen zur Frage nach der »doppelten
Befruchtung« bei den Angiospermen. — Bot. Zeit. Nr. 19/20, 1900.
Wiesner, J.: Untersuchungen über den Lichtgenuss der Pflanzen im ark-
tischen Gebiete. —- Sitzungsber. kais. Akad. Wiss. Wien, math.-
naturw. Cl., Bd, CIX, 1900, 69 p.
Wird später besprochen werden,
Zellenlehre.
Strasburger, E.: Uber Reductionsteilung, Spindelbildung, Gentrosomen und
Cilienbildner im Pflanzenreich, 1900.
Vergl, das Referat: Jahrb, Bd, XXX, 1904, Litteraturbericht 8, 4.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 11
Specielle Botanik.
| Myxothallophyta.
Sturgis, W. C.: Notes on some type-specimens of Myxomycetes in the
New-York State Museum. — Transact. Connect. Acad. of Arts and
sciences, X, 1900, p. 463—490, mit 2 Tafeln.
| Schizophyta.
Migula, W., A. pe Bary’s Vorlesungen über Bakterien. — Dritte Aufl.,
186 S. 8%. mit 44 Figuren im Text. — Leipzig (Wilhelm Engelmann)
1900. .# 3.60; in Leinen geb. # 4.60.
In dieser Neubearbeitung des bekannten Buches, hat der Verf., der die Bakterien
in den »Natürlichen Pflanzenfamilien« bearbeitete und als Specialkenner der Bakterien
genugsam bekannt ist, namentlich die für die Medicin und Gährungsindustrie wichtigen
Errungenschaften nachgetragen und auch sonst Zusätze und Einschiebungen gemacht,
wenn neue wichtige Thatsachen vorlagen. Eine wertvolle Beigabe hat das Buch durch
die aus den »Natürlichen Pflanzenfamiliene entnommenen Abbildungen erhalten.
Euthallophyta.
Flagellata.
Scherffel, A.: Phaeocystis globosa n. sp. nebst einigen Betrachtungen über
die Phylogenie niederer, insbesondere brauner Organismen. — Wissensch.
Meeresuntersuchungen, Neue Folge, IV. Bd. Abteil. Helgoland, Kiel
und Leipzig 1900, 29 pp., mit 1 Tafel.
,, Algae ‘‘.
Auf verschiedene Gruppen Bezügliches.
Collins, Frank S.: Preliminary lists of New England plants. V, Marine
Algae. — Rhodora 1900, p. 44—82. | |
Notes on Algae. — Rhodora 4900, p. 11—184.
Gran, H. H.: Diatomaceae from the ice-floes and plankton of the arctic
Ocean. — The Norwegian North Polar Expedition 1893—1896, scien-
tific results edited by Fridtjof Nansen, London. XI, 74 p. mit 3 Taf.
-Golenkin, M.: Algologische Mitteilungen (Uber die Befruchtung bei Sphacro-
plea annulina und über die Structur der Zellkerne bei einigen grünen
Algen. — Bull. des Natur. de Moscou, 1899, No. 4, 18 p. mit 1 Taf.
Kuckuck, P.: Beiträge zur Kenntnis der Meeresalgen. — Wissensch.
Meeresunters., Neue Folge, III, Abt. Helgoland, p. 47—114.
Enthält: 5. »Ein neuer Asperococeus mit beiderlei Sporangien« (1 Taf. u. 4 Textfig.),
6. Die Gattung Myriotrichia« (3 Taf. und 21 Textfig.), 7. »Uber Eetocarpus inwestiens
der Autoren« (4 Taf. und 5 Textfig.), 8. »Compsonema, ein neues Genus der Phaeo-
(2*)
12 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
sporeen« (4 Taf., 4 Fig.), 9. »Über den Generationswechsel von Cutleria multifida«
(Engl. Bot.) Grev.« (2 Taf. und 45 Textfig.).
Nadson, G.: Die perforierenden (kalkbohrenden) Algen und ihre Bedeutung
in der Natur. — Scripta botan. hort. univers. Petrop. XVII, 1900,
34 p., russisch, mit einem deutschen Resume.
Wille, Dr. N.: Algologische Notizen I—VI. — Nyt. Magazin for Natur-
videnskb. Bd. 38, 1900, p. 1—27, mit 1 Taf.
Bacillariales.
Bessey, Charles E.: The modern conception of the structure and classi-
fication of Diatoms with a revision of the tribes and a rearrangement
of the North American genera. — Transact. of the Amer, microscop.
soc. XXI, p. 61—86, mit 1 Taf. A
Benecke, Wilhelm: Über farblose Diatomeen dés Kieler Föhrde. —
Pringsheim’s Jahrb. f. wiss. Botan. XXXV, 1900, p. 535—572, mit
1 Taf.
Karsten, G.: Die Auxosporenbildung der Gattungen Cocconës, Surirella
und Cymatopleura.
Vergl. Referat Bot. Jahrb, XXIX, Litteraturübers. p. 38.
Müller, Otto: Kammern und Poren in der Zellwand der Bacillariaceen. III.
— Ber. Deutsch. bot. Ges. 1900, XVIII, p. 480—497.
Chlorophyceae.
Nordhausen, M.: Uber basale Zweigverwachsungen bei Cladophora und
über die Verzweigungswinkel einiger monosiphoner Algen. — Prings-
heim’s Jahrb., Bd. XXXV, 1900, p. 366—406. mit 1 Taf.
Winkler, H.: Uber Polarität, Regeneration und Heteromorphose bei
Bryopsis. — Pringsh. Jahrb. f. wiss. Botanik, XXXV, 1900, p. 450
— 469, mit 3 Holzschn. |
Phaeophyceae.
Kuckuck, P.: Über Polymorphie bei einigen Phaeosporeen. — Festschrift
f> Scuwenpener, p. 357— 38%, mit 4 Taf. und 12 Abbild. im Text und
1 Taf. Berlin 1899,
Winkler, Hans: Uber den Einfluss äußerer Factoren auf die Teilung der
Eier von Cyslosira barbata. — Berichte Deutsch. bot. Ges. 1900,
XVIII, p. 297—305.
Rhodophyceae.
Collins, F,8,: The new England species of Dielyosiphon. — Khodora
1900, p. 162—166.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 13
Heydrich, F.: Die Lithothamnien von Helgoland. — Wissensch. Meeres-
- unters. Neue Folge. IV. Bd. Abteil. Helgoland, 1900, p. 63—82,
mit 4 Taf.
Eine systematische Skizze fossiler Melobesteae. — Ber. Deutsch. bot.
Ges. Bd. XVIII, Jahrg. 1900, p. 79—83.
Kolkwitz, R.: Beiträge zur Biologie der Florideen. Assimilation, Stärke-
umsatz und Atmung. — Wissensch. Meeresunters. Neue Folge. IV. Bd.
Abteil. Helgoland, 1900, p. 31—62, mit 7 Fig. im Text.
Verf. kommt am Schluss seiner Arbeit zu folgenden Resultaten:
4) Die Stärke der Florideen weicht nicht wesentlich von der der höheren Pflan-
zen ab.
2) Die gespeicherte Stärke wird ähnlich wie bei diesen verwendet.
3) Ob andere gespeicherte Kohlehydrate als Stärke vorkommen, ist zweifelhaft.
Speicherung von Eiweiß kann nur als wahrscheinlich gelten.
4) Florideen, welche keine Stärke führen, sind jedenfalls selten.
5) Der rote Farbstoff dürfte die Stärkeanhäufung, die Assimilation, das Wachs-
tum und die Atmung beeinflussen.
6) Die Atmung der Florideen ist sehr schwach, wodurch sich das Fehlen der
Intercellularen erklärt.
Plankton. |
Amberg, Otto: Beiträge zur Biologie des Katzensees. — Inaug.- Diss.;
Zürich; in Vierteljahrsschrift d. naturf. Ges. Zürich, XLV, 1900, 78 p.,
5 Taf. und mehrere Textfiguren.
Cleve, P. T.: Plankton from the southern Indian Ocean. — Ofversigt af
Kongl. Vetenskaps-Akadem. Förhandl. 4900, LVII, p. 919—938.
— Plankton from the Red Sea. — Ofvers. af Kongl. Vetenskaps-Akad.
Förhandl. Arg 57, 1900, p. 1025-—1039.
Gran, H.H.: Hydrographic-biological studies of the nord Atlantie Ocean
and the coast of Nordland. — Report on Norwegian fishery and
marine-investigations. Vol. I, 1900, n. 5, 89 p.
—— Bemerkungen über einige Planktondiatomeen. — Nyt Magazin for
Naturvidensk. XXXVIII, 1900, p. 103—428, mit 1 Taf.
Hjort, J., and H. H. Gran: Hydrographic-biological investigations of the
Skaggerak and the Christiania Fjord. — Report on Norwegian fishery-
and marine-investigations, Vol. I, 1900, n. 2, 41 p.
Lakowitz, Dr.: Die winterliche Mikrofauna und Mikroflora des Klostersees
- bei Karthaus Wpr. — Schrift. Naturforsch. Ges. Danzig, Neue Folge
X, Heft 2, 1900, 4 p.
Bericht über einen Vortrag.
Lemmermann, E.: Beiträge zur Kenntnis der Planktonalgen. VIII. Peri-
diniales aquae dulcis et submarinae. — Hedwigia XXXIX, 1900,
p. (445)—(4124). IX. Lagerheïmia Marssoni n. sp., Centratractus
belonophora (Schmidle) n. gen. et spec., Gynedra limnetica n. sp.
14 Litteraturbericht. —. Eingegangene neue Litteratur.
Marssoniella elegans n. gen. et spec. — Deutsch. bot. Ges. 1900;
X. Diagnosen neuer Schwebalgen. -— ebenda, Bd. XVIII, p. 306—310;
XI. Die Gattung Dinobryon Ehrenb. — ebenda, “Bd. XVI, ° P- 500
— 524, mit 2 Taf. — |
Lemmermann, E.: Algenflora eines Moostümpels bei Plön. — Forschungs-
ber. biol. Stat: Plön, VIII, 10 p. mit 6 Fig. |
—— Zur Kenntnis der Algenflora des Saaler Boddens. = ebenda, VIII,
12 p. |
Schorler, B.: Das Plankton der Elbe bei Dee — Zeitschr. für Ge-
wässerkunde, 1900, 27 p., 8°. | |
Schröder, Bruno: Das Phytoplankton des Golfes von Neapel nebst ver-
gleichenden Ausblicken auf das des atlantischen Oceans. — Mitteil.
zoolog. Station Neapel, XIV, p. 1—38, mit 1 Taf.
—— Das Pflanzenplankton preußischer Seen. — »Untersuchungen in den
Stuhmer Seen« von Dr. A. Setigo, herausg. vom Westpreuß. bot.-
zool. Ver. und vom Westpreuß. Fischerei-Verein, Danzig 1900, p. 74
—88, mit 3 Tabellen.
Toni, G. B. de, ed Achille Forti: Contributo alla conoscenza del plancton
del Lago Vetter. — Atti del Reale Istituto Veneto di scienze, lettere
ed arti. 1899/1900, Tom. LIX, part. Il, p. 537—829.
Fungi.
Allgemeines und Pilzflora.
Dangeard, P. A.: La reproduction sexuelle des Champignons.
Vergl, Referat Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 35 ff. x |
Hennings, P.: Fungi mattogrossenses a Dr. R. Pinger collecti 1899. —
— Hedwigia XXXIX, 1900, p. (434)—(139).
— Fungi Indiae orientalis. — ebenda, 1900, p. (454)—(153),
— Fungi paräenses. I. — ebenda, 1900, p. (76)—(80).
—- Fungi austro-americani a Dr. Duséx collecti. — Öfvers. kongl, Vetensk.-
Akad. Förhandl. Stockh, 1900, p. 317—330.
— Die Gattung Pericladium Passer. — Hedwigia XXXIX, 1900, p. (75)
—(76). |
Klebs, Georg: Zur Physiologie der Fortpflanzung einiger Pilze. II. All-
gemeine Betrachtungen. — Pringsheim’s Jahrb, f. wissensch. Botanik, |
XXXV, Heft 1, 1900, p. 1—124.
Lemmermann, E.: Erster Beitrag zur Pilzflora der ostfriesischen Inseln.
— Abb. Nat.-Ver. Bremen 1900, XVI, p. 440—452,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 15
Phycomycetes.
Gobi, Chr.: I. Über einen neuen parasitischen Pilz, Rhixidiomyces ich-
_ Meumon n. sp. und seinen Nährorganismus, Chloromonas globulosa
_ (Perty), 22 p. mit 2 chromolith. Taf. I. Fulminaria mucophila
4 n. gen. et spec., 10 p. mit 2 Fig. — Script. Botan. Hort. Univ.
Imper. Petropolit. XV (1899).
—— Entwickelungsgeschichte des Pythium tenue n. sp. — Script. botan.
= Hort. Univ. Imper. Petrop. XV, 1899, 16 p. mit 2 Taf.
Lindau, G.: Rhixidium lignicola n. sp., eine holzbewohnende Chytri-
§ diacee. — Verh. bot. Ver. Prov. Brandenb. XLI, 1899, XXVII—
| XXX.
Basidiomycetes.
Cavara, F.: Arcangeliella Borxiana n. gen., n. sp., nuova imenogasterea
delle abetine di Vallombrosa. — Nuov. giorn. botan. ital., nuov. Ser.
VI, 4900, p. 447—128, mit 1 Taf.
—— Micoceidii fiorali del Rhododendron ferrugineum L. — Malpighia,
XIII, 1899, 45 p. mit 1 Taf. |
Fischer, Ed.: Untersuchungen zur vergleichenden Entwickelungsgeschichte
und Systematik der Phalloideen, III. Serie mit einem Anhange: Ver-
wandtschaftsverhältnisse der Gastromyceten. — Denkschr. Schweiz.
Naturf. Ges. XXXVI, 2, 1900, 84 p., 4°, mit 6 Taf.
Vorläufiger Bericht über einige Infectionsversuche mit Uredineen.
Aus dem botanischen Institut Bern. — Botan. Centralbl. Bd. LXXXIII,
| SZ eu ZU >. ZU 7 |
| 1900, n. 3 u. 5.
> Enthält: »Die Teleutosporen zu Aecidium Actaeae. — Beobachtungen über Puc-
… cinia Buxi« von Ep. Fiscuer; »Eine neue Puceinia vom Typus der Puceinia dispersa
_ Eriksson. — Versuche mit Phragmidium subcorticium< von E. MüLLer und »Vorläufige
Mitteilung über Impfversuche mit Gramineen-bewohnenden Claviceps-Arten« von Ros.
_ STÂGER.
:
|
| Hennings, P.: Einige neue Uredineen aus verschiedenen Gebieten. — Hed-
4 wigia XXXIX, 1900, p. 153—154.
Hiratsuka, N.: Notes on some Melampsorae of Japan. III. Japanese Spe-
| cies of Phacospora. — Tokyo Botanic. Magaz. XIV, 1900, 8 p. mit
4 Taf.
Klebahn, H.: Kulturversuche mit Rostpilzen. VII. Bericht, 1899, mit
| 8 Textfig.; IX. Bericht, 1900, mit 7 Textfig. — Pringsheim’s Jahrb.
f. wiss. Botanik XXXIV, 347—404 und XXXV, p. 660—710.
Ascomycetes.
- Barker, B. T. P.: A fragrant »mycoderm« yeast Saccharomyces anomalus.
— Ann. of Bot. XIV, 1900, p. 215—244, mit I Taf.
16 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Cavara, Fridiano: Di una nuova Laboulbeniacea, Rickia Wasmannii
n. gen. et n. sp. — Malpighia XIII, 4899, 16 p. mit 4 Taf.
Dawson, Maria: On the Biology of Poronia punctata (L.). — Ann. of
Botany, Vol. XIV, 1900, p. 245—262, mit 2 Taf.
Fischer, Ed.: Bemerkungen über die Tuberaceengattungen Gyrocratera
und Hydnotrya. — Hedwigia XXXIX, 1900, p. (48)—(51), mit
1 Textfig. | | | E
Pierce, Newton B.: Peach leaf curl: its nature and treatment. — Wa-
shington 1900, 204 p., mit 30 Taf.
Ruhland, W.: Über die Ernährung und Entwickelung eines mycophthoren
Pilzes (Hypocrea fungicola Karst.).. — Verhandl. bot. Ver. Prov.
Brandenb. XLII, 1900, p. 53—65. mit 4 Taf. | |
—— Untersuchungen zu einer Morphologie der stromabildenden Sphaeriales
auf entwickelungsgeschichtlicher Grundlage. — Hedwigia XXXIX,
4900, p. 1—79, mit 3 Taf. |
Woronin, M.: Uber Sclerotinia cinerea und Se. fructigena. — Mém. de |
l’acad. impér. sciences de St. Pétersbourg, VII. Série, vol. X, No. 5,
38 p., mit 6 Taf. |
Symbiose der Mykorrhiza und der Bacterioiden.
Hesselman, Henrik: Om mykorrhizabildningar hos arktiska växter. —
Bihang till K. Svenska Vet.-Akad. Handling., Bd. XXVI, Afd. II, n. 2,
46 p. mit 5 Textfig. und 3 Taf., schwedisch mit deutschem Résumé.
Magnus, W.: Studien an der endotrophen Mycorrhiza von Neottia Nidus
avis L. — Pringsheim’s Jahrb. f. wiss. Bot. 1900, p. 205—273.
Mattirolo, O.: Sulla influenza che la estirpazione dei fiori esercita sui
tubercoli radicali delle piante leguminose. Rapportifra semi e tuber- |
coli. Ricerche sperimentali. — Genova (Angelo Ciminago) 1900,
47 p, 8°, mit 4 Taf. |
Lichenes.
Minks, Arthur: Analysis der Flechtengattung Umbilicaria. — Bull. Herb.
Boiss. XXII, 1900, p. 1—77, mit 4 Taf.
Embryophyta asiphonogama.
Bryophyta.
Musci.
Fleischer, Max: Diagnose von Æphemeropsis ljibodensis Goeb. — Ann.
du jard. botan. Buitenz. II, 68—71, mit 2 Taf,
Müller Hal., Carolus: Contributiones ad Bryologiam austro-afram, —
Hedwigia XXXVI, 1899, p. 52—155.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 17
Palacky, Prof. Dr. J.: Bemerkungen zur Moosflora von Madagascar, 1899.
— p. 1-3 des Sep.-Abdr., Verh. k. k. zool.-bot. Ver. Wien.
Embryophyta asiphonogama.
Filicales.
Boodle, L. A.: Comparative Anatomy of the Hymenophyllaceae, Schi-
zaeaceae and Gleicheniaceae. 1. On the Anatomy of the Hymeno-
phyllaceae. — Ann. of Bot. XIV, 1900, p. 455—497.
Christ, Herm.: Sur quelques fougères de l’Herbier Delessert. — Annuaire
du Conserat et du jard. bot. de Genève, IV, 1900, p. 207f.
Lycopodiales.
Fitting, Hans: Bau und Entwickelungsgeschichte der Makrosporen yon
Isoétes und Selaginella und ihre Bedeutung für die Kenntnis des
Wachstums pflanzlicher Zellmembranen. — Bot. Ztg. 1900, p. 5—62.
Hieronymus, G.: Selaginellacearum species novae. I. Species novae e sec-
tione Homoeophyllarum Spring subsectione rupestrium. — Hedwigia
XXXIX, 1900, p. 290— 320.
Scott, D. H., and T. G. Hill: The structure of Jsoétes Hystrix. — Ann.
of Bot. XIV, 1900, p. 443—454, mit 2 Taf.
Embryophyta siphonogama.
Bennettitales.
Worsdell, W. C.: The affinities of the mesozoic fossil, Dennettites Gib-
sonianus Carr. — Ann. of Bot. XIV, 717—721.
Cycadales.
Ward, Lester F.: Descriptions of the species of Cycadeoidea, or fossil
Cycadean trunks, thus far determined from the lower cretaceous rim
of the Black Hills. — Proceed. of the United-St. Nation. Museum,
Vol. XXI, p. 195—229.
—— Description of a new Genus and twenty new, species of fossil Cyca-
dean trunks from the Jurassic of Wyoming. — Proceed. Washington
Acad. of sciences I, 1900, p, 253—300, mit 8 Taf.
Ginkgoales.
Celakovsky, L.: Die Vermehrung der Sporangien von Gingho biloba L.
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Seward, A. C., and J. Gowan: The Maidenhair tree (Gingko biloba 1..).
- — Ann. of Bot. XIV, p. 109—154.
18 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Wettstein, R. v.: Die weibliche Blüte von Gingko. — “Ost. Bot. Zeitschr.
1899,. Nr. 12, Sep.-Ausg. 9 p. mit 4 Taf. |
Coniferae.
Celakovsky, L. J.: Neue Beiträge zum Verständnis der Fruchtschuppe —
der Coniferen. — Pringsheim’s Jahrb. XXXV, 1900, p. 407—448, …
mit 2 Taf. | | |
Fliche, P.: Le pin sylvestre (Pinus silvestris L.) dans les terrains qua-
ternaires de Clérey. — Troyes 1900, 31 p.. 8% : . > #
Maslen, Arthur John: The structure of Lepidostrobus. — Transact.
Linnean Society, Ser. II, Vol. V, Pt. 11, 1899, p. 357—377, mit
3 Taf. |
Masters, Maxwell T.: The Bermuda Juniper and its allies. — Journ. of
Botany, 1899, p. 4—414. |
Monocotyledoneae. |
Pandanales.:
Graebner, P.: Typhaceae. — »Das Pflanzenreich«, Regni vegetabilis con-
spectus, herausgeg. von A. Engter, IV, 8, Leipzig (Wilh. Engelmann)
1900, 18 p. mit 4 Fig — 4 2.—.
—— Sparganiaceae. — »Das Pflanzenreich«, Regni vegetabilis conspectus,
herausgeg. von A. Enster, IV, 40, Leipzig (Wilh. Engelmann) 1900,
24 p. mit 5 Fig. — 45.60.
Warburg, O.: Pandanaceae. — »Das Pflanzenreiche, Regni vegetabilis
conspectus, herausgeg. von A. Enster, IV, 9, Leipzig [Wilh. Engel-
mann] 1900, 97 p. mit 22 Fig.
Helobiae.
Rendle, A. B.: A systematic revision of the genus Najas. — Trans. Linn.
Soc. V, 1899, p. 379—436, mit 4 Taf.
— Supplementary Not on the genus Najas. — ibid. V, 13, p. 437
—h 44.
Glumiflorae.
Gramineae.
Briquet, John: Deux notes sur l’Agrostis rubra des auteurs savoisiens et
la Calamagrostis tenella. — Bull. de Vherb. Boiss. VII, 1899, p. 959
— 969,
Hitchcock, A. 8.: Native agricultural grasses of Kansas. — Bull, Kansas
State agrieult. coll. LXXXVI, 1899, 29 p. mit zahlr. Textabbild.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 19
Lamson-Scribner, F., Merrill, Elmer D. and Carleton R. Ball: Studies
on American grasses. I. Some recent collections of mexican grasses.
IL Notes on Panicum nitidum Lam., P. scoparium Lam. and P.
pubescens Lam. III. Miscellaneous notes and descriptions of new
species. — U. S. depart. of agricult. n. XXIV, Washington 1900,
54 p.
Remer, Wilhelm: Beiträge zur Anatomie und Mechanik tordierender
Grannen bei Gramineen nebst Beobachtungen über den biologischen
Wert derselben. — Dissert., Breslau 1900.
Shibata, K.: Beiträge zur Wachstumsgeschichte der Bambusgewächse. —
Journ. Coll. of Science imp. Univ. Tokyo, Japan, XII, 1900, p. 427
—496 mit 3 Taf.
_ Cyperaceae.
Clarke, C. B.: On the subsubareas of British India, illustrated by the
detailed distribution of the Cyperaceae in that empire. — Journ.
Linn. Soc. XXXIV, 1898, p. 1—146 mit 4 Karte.
Lindman, C. A. M.: List of Regnellian Cyperaceae, collect. until 1894.
— Bihang till K. svenska Vet.-Akad. Handlingar. Bd. XXVI, Afd. II,
No. 9, 56 p. mit 8 Taf.
Principes.
Johow, Friedrich: Uber die chilenische Palme. — Verhandl. d. deutsch.
wissenschaftl. Ver. Santiago, B. IV, S. 325—337.
Spathiflorae.
Campbell, D. H.: Studies on the Araceae. — Ann. of Bot. XIV, p: 1—26
mit 3 Taf.
Synanthae.
ahnen; C. A. M.: Einige neue brasilianische Cyclanthaceen. — Bihang
till. K: Svensk. Vet.-Akad. handl. XXVI, Afd. II, No. 8, 44 p., mit
4 Taf. |
Farinosae.
Rothert, W.: Die Krystallzellen der Pontederiaceen. — Botan. Zeit. 1900,
p. 75—106 mit 4 Taf.
Be Liliiflorae.
Uline, E. B.: New Dioscoreas from Mexico. — Proceed. Amer. Acad.
XVII, 1900, p. 322—323.
Scitamineae.
Bailey, F. Manson: Contributions to the Flora of Queensland. — Queens-
land Agricult. Journ. Juni 1900, p. 498 mit 3 Taf.
Beschreibung und Abbildungen von Zingiber officinale Rosc. var. Cholmondeleyt.
20 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Schumann,'K.: Musaceae. — »Das Pflanzenreich«, regni vegetabilis con-
spectus, herausgeg. von A. ExGLer, IV, 45, Leipzig (Wilh. Engelmann)
1900, 42 p. mit 62 Einzelbild. in 10 Fig. — .# 2.40.
Microspermae.
Goebel, K.: Morphologische und biologische Bemerkungen. 9. Zur Biologie
der Malaxideen. — Flora, 1901, LXXXVIII, p. 94—4104, mit 7 Textfig.
Huber, Dr. J.: Notici sobre 0 »Uchi« (Sarcoglottis Uchi n. sp.). — Bolet.
Mus. Paraens. 1898, p. 489 —495 mit 4 Taf.
Klinge, J.: Diagnoses Orchidacearum novarum in calidariis Horti Im-
perialis Botanici cultarum. — Act. Hort. Petrop. XVIII, fasc. I,
p. 133—144 mit 3 Taf.
—— Dactylorchidis, Orchidis subgeneris, monographiae prodromus: I. Spe-
cierum subspecierumque synopsis et diagnoses. — Ebenda p. 146—201.
—— Zwei neue bigenere Orchideen-Hybride. — Ebenda p. 205—221, mit
2 Taf.
—— Die homo- und polyphyletischen Formenkreise der Dactylorchis-
Arten. — Ebenda fasc. II, p. 68—145, mit 2 Taf.
—— Zur Orientierung der Orchis-Bastarde. und zur Polymorphie der
Dactylorchis-Arten. — Ebenda p. 1—65.
—— Zur geographischen Verbreitung und Entstehung der Dactylorchis-
Arten. — Ebenda p. 147—250, mit 1 Karte.
Kränzlin, F.: Xenia Orchidacea. Beiträge zur Kenntnis der Orchideen von
Hemrica Gustav REICHENBACE fil. III. Bd., X. Heft. — Leipzig 1900.
— M 8.—. | |
Die Lieferung schließt den dritten und letzten Band dieses Werkes, welchen
KrinzLın im Sinne seines Lehrers, des um die Orchideographie so hoch verdienten
Reicuensacn herausgab. Auch dieser letzten Lieferung sind zum Teil colorierte Tafeln
beigegeben, auf denen Epistephium Regis Alberti Krzl., Lycaste costata Lindl., Pogonia
macrantha Barb, Rodr., Plewrothallis glanduligera Lindl., ¢mmersa Linden et Rehb, f.
und lonchophylla Cogn., Dendrobium brachytheeum F.v.M. et Krzl, Plewrothallis
hartwegiacfolia Wendl. et Krzl., pachyglossa Lindl., Wendlandiana Rehb. f., Cardium
Rehb. £., ämmersa Kehb. f., Hoffmannseggiana Rehb. f., tridentata Kl., acutangula Wendl.
et Krzl., Platyclinis bistorta Wendl, et Krzl., Cardiocrepis Rehb. t., Archidonae Lindl,,
Hexisea tenuissima Wendl. et Krzl, und Oeonia Brauniana Wendl. et Krzl.
Schmidt, Johs.: Flora of Koh Chang. Contributions to the knowledge of
the vegetation in the Gulf of Siam. Pt. I: Jons. Scummrt: Intro-
duetory; F. Kränzuin: Orchidaceae, Apostasiaceae. — Botanisk Tidskr.
Vol, 24, Copenhag. 1900, 12 p.
Dicotyledoneae.
Piperales.
Johnson, Duncan 8.: On the endosperm and embryo of Peperomia
pellucida, Bot. Gaz, XXX, p. 1—12, mit 1 Taf,
b
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 21
Fagales.
Koorders, S. H.: Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten.
X. De zilverbladige eetbare javaansche kastanje (Castanea argentea
Bl.). — Teysmannia 1900, p. 133—138.
Miiller, Eugen Anton: Uber die Korkeiche (Quercus suber L. und Q.
occidentalis Gay). — Abh. k. k. geogr. Ges. Wien II, 1900, p. 239
—313, 40,
Santalales.
Lotsy, J. P.: Rhopalocnemis phalloides Jungh. — Ann. Jard. Buitenz.
2. Sér., Vol. Il, p. 73—101, mit 12 Taf.
Centrospermae, Caryophyllaceae.
Murbeck, Sv.: Die nordeuropäischen Formen der Gattung Sfellaria. —
Not. Notis. 1899, p. 193— 218.
Williams, Frederic N.: Caryophyllaceae of the Chinese province of Sze-
chuen. — Journ. of the Linn. Soc. XXXIV, 1899, p. 426—437.
Nyctaginaceae.
Heimerl, Dr. Anton: Monographie der Nyctaginaceen. I. Bougainvillea,
Phaeoptilum, Colignonia. — Akad. Wiss. Wien, Denkschr. d. math.-
naturw. CI, LXX, 1900, 41 p. mit 2 Taf. und 9 Textfig.
In dem vorliegenden ersten Teile der Monographie werden die Bougainvilleinae
und Colignoniinae abgehandelt. Namentlich bei Bougainvillea wird eine eingehendere
Besprechung der morphologischen und anatomischen Verhältnisse gegeben. Der hierauf
folgende Schlüssel weist 40 Arten auf, deren Beschreibung folgt; unter ihnen sind 5.
modesta, Malmeana und berberidifolia sowie einige Varietäten neu. Es folgt die Be-
sprechung der Gattung Phaeptilum mit Ph. spinosum, von der drei Varietäten unter-
schieden werden. Die Colignoniinae mit Colignonia (mit 7 Arten, davon 2, ovalefolia
aus Ecuador und acutifolia aus Peru neu) machen den Schluss.
Ranales.
Anonaceae.
Fries, Rob. E.: Beiträge zur Kenntnis der südamerikanischen Anonaceen.
— Kongl. Svenska Vetenskaps-Akad. Handl. XXXIV, 1900, 59 p. 4°,
mit 6 Taf.
Rhoeadales.
Papaveraceae.
Tischler, Dr. G.: Untersuchungen über die Entwickelung des Endosperms
und der Samenschale von Corydalis cava. — Verh. naturhist.-med.
Ver. Heidelberg, 1900, Bd. VI, p. 351—380, mit 2 Taf.
Cruciferae.
Solms-Laubach, H. Graf zu: Cruciferenstudien. — Bot. Ztg. 1900, p. 167
— 190, mit Taf. VIL.
Moringaceae.
Jadin, M. F.: Localisation de la myrosine et de la gomme chez les Mo-
ringa. — Compt. rend. 12 mars 1900, 3 p.
99 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Rosales.
Saxifr agaceae.
Janczewski, Edouard de: Sur la pluralité de l’espèce dans le grosseillier
à grappes cultivé. — Compt. rend. 26. février 1899. ,
Platanaceae.
Jaennicke, Friedr.: Studien über die Gattung Platanus L., 1892—1897.
Nov. Act. Leop.-Carol. LXXVII, 1899, p. 141—226, mit 10 Taf.
Usteri, A.: Beiträge zur Kenntnis der Platanen. — Mém. herb. Boiss.
1900, p. 53—64, mit 1 Taf.
Rosaceae.
Briquet, John: Alchemilla L. — »Flore des Alpes maritimes«, p. 127
—160.
Beadle, O. D.: Studies on Crataegus. IL — Bot. Gaz. XXX, p. 335
— 360. |
Leguminosae.
Bailey, F. Manson: Contribution to the Flora of Gicecssluntl — Queens-
land Agricult. Journ. Jan. 1900, p. 39, mit 1 Taf.
Beschreibung und Abbildung von Acacia Rothii Bail. n. sp.
Fritsch, K.: Uber den Wert der Rankenbildung für die Systematik der |
Vicieen, inshesondere der Gattung Lathyrus. — Ost. bot. Zeitschr.
1900, 8 p.
Koorders, 8. H.: Notizen über die Phanerogamenflora von Java. I. Notiz
mit Abbildung von Millettia dasyphylla Boerl. — Natuurk. Tijdschr.
voor Ned.-Indié, LX, afl. 2, p. 238—240, mit 1 Taf.
—— Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten. VI. Entada
en Padbruggea twee reusachtige lianen van Java. — Teysmannia
1899, p. 597—604, mit 4 Abbild.
Robinson, B. L.: Contributions from the Gray herbarium of Harvard
University. I. Revision of the North American and Mexican species
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Proceed. of the Am. Ac. XXXII, 1898, p. 305—331.
Geraniales.
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Pantanelli, Enrico: Anatomia Fisiologiea delle Zygophyllaceae. — Atti
della Società dei Naturalisti e Matematici di Modena, Ser, IV, Vol. II,
A. XXXII, p. 93—181, con # tavole.
Malpighraceae.
Niedenzu, F.: De genere Banisteria. — Index lection. Lyc. reg. Hos.
Brunsberg 1900, 34 p., 4°
Iteferat vergl, Jahrb, Bd, XXIX, Litteraturber. p. 84.
| Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 93
Rhamnales.
_ Fliche, P.: Note sur un bois de Vigne des cinérites du Cantal. — Bull.
| soc. géol. France 3. Sér., tome XXVII, 1899, p. 318—321.
Parietales.
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Referat vergl. Bot. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 42.
Opuntiales.
Schumann, K.: Blühende Kakteen (Iconographia Cactacearum). Lief. 4. —
AM 4.—. — Verlag von J. Neumann in Neudamm.
Myrtiflorae.
Stapf, Dr. Otto: Dicellandra Hook. f. and Phaeoneuron Gilg (Melastoma-
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und 2 Textabbild.
Pirotta, R., und B. Longo: Osservazioni e ricerche sulle Cynomoriaceae
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mit 2 Taf.
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- 9 Taf.
—
Primulales.
Fernald, M. L.: Two ambiguous loosestrifes from the northern states.
— Rhodora 1899, vol. I, p. 131—135, mit 1 Taf.
Notiz über Lysimachia producta und L. polyantha, die auch beide abgebildet
werden.
Ebenales.
Huber, Dr. J.: Duas Sapotaceas novas do Horto botanico paraense. —
Bolet. Mus. par. p. 54—59, mit 2 Taf.
Gontortae.
Gentianaceae.
—_ Murbeck, Sv.: Zwei neue tibetanische Gentianen aus der Section Coma-
stoma Wettst. — Oest bot. Zeitschr., Jahrg. 1899, 5 p. mit Textfig.
Wettstein, R. v.: Die nordamerikanischen Arten der Gattung Gentiana:
F Sect. Endotricha. — Ost. bot. Zeitschr. 1900, 15 p.
24 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Apocynaceae. ,
Hallier, Hans: Über Kautschuklianen und andere Apocyneen, nebst Be- —
merkungen über Hevea und einem Versuch zur Lüsung der Nomen-
claturfrage. — Jahrb. Hamb. wissensch. Anstalt XVII, 1899, mit
4 Taf.
Perrédés, Pierre Elie Félix: A contribution to the pharmacognosy of
official Strophanthus Seed. — London, 28 p. mit 8 Taf.
Asclepradaceae.
Malme, Gust. O. A.: Die systematische Gliederung der Gattung Oxypetalum
R. Br. Vorläufige Mitteilung. — Ofvers. kongl. Vetensk. Akad. För-
handl. 1900, Stockholm, p. 843 —866. | |
——-- Förgreningsförhällandena och inflorescensens ställning hos de bra-
silianska asclepiadacéerna. — Ebenda p. 697—720.
Borragimaceae.
Coincy, M. A. de: L’» Echium maritimum« Willd. est-il une espèce? —
Journ. de Bot. XIV, 1900, 2. p.
Labiatae, Verbenaceae. |
Briquet, J.: Labiatae et Verbenaceae Wilizekianae ou énumération des
Labiées et des Verbénacées racoltées par WiLizex en janvier et
février 1897 dans la République Argentine. — Ann. du Cons. et du
jard. botan. de Genève IV, 1900, p. 1—9.
Burkill, J. H., and C. H. Wright: On some african Labiatae with alter-
nate leaves. — Journ. Linn. Soc. XXXIV, 1899, p. 268—275, mit
1 Taf.
Fernald, M. L.: I. A Synopsis of the Mexican and Central American
species of Salvia. — Proceed. Amer. Acad. XXXV, 1900, p. 489
—556.
—— Some undescribed mexican phanerogams, chiefly Labiatae and So-
lanaceae. — Ebenda p. 562—573.
Solanaceae.
—— If. A revision of the mexican and Central American Solanums of
the subsection Torvaria. — Ebenda p. 557—5692.
Wentzel, Maximilian: Über die chemischen Bestandteile der Mandragora-
Wurzel. — Inaug.-Diss. Berlin 1900.
Scrophiularvaceae.
Robinson, B. L.: Synopsis of the genera Jaegeria und Russeha. —
Proceed, Amer. Acad, XVII, p. 315—323.
Schinz, H.: Beiträge zur Kenntnis der afrikanischen Flora, Neue Folge.
XI. Serophulariaceae von Orro Starr und I. Scunz. — Bull. Herb.
joiss. 1900, p. 27— 32, mit 2 Taf,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 95
| Rubiales.
Pereira Coutinha, Antonio Xavier: As Rubiaceas de Portugal. Con-
tribugdes o estudo da flora portugueza. — Bolet. Soc. Broter. XVII,
1900, p. 7—88. |
Koorders, S. H.: Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten.
Vil. De dichtbloemige, wilde West-Javaansche Koffieboom (Coffea
densiflora Bl.). — Teysmannia 1900, p. 25—35, mit 4 Abbild.
Campanulatae.
Greenman, J. N.: Genus Senecio in New England. — Rhodora, Jan.
| 1901, p. 3—7.
- Land, W. J. G.: Double Fertilization in Compositae. Contribution to the
Hull-Botanical Laboratory XXI. — Botan. Gazette XXX, 1900, p. 252
— 259, mit 1 Taf. |
Sodiro, Aloysius: Plantae ecuadorenses. Il. Compositae, auctore G. Hır-
ronymus. — Engl. Bot. Jahrb. XXIX, p. 1—85.
Anhang.
Wildeman, E. de: Icones selectae Horti Thenensis.
Referat vergl. Jahrb. XXX, Litteraturber. p. 4.
Allgemeine Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte.
Allgemeine Pflanzengeschichte.
Jacobi, Arnold: Lage und Form biographischer Gebiete. — Zeitschr. Ges.
Erdkunde Berlin XXXV, p. 147—-238, mit 1 Karte.
Fossile Flora.
Präglaciale Formationen.
Bayer, Edvin: Einige neue Pflanzen der Perucer Kreideschichten in Böh-
men. — Sitzber. Kgl. Böhm. Ges. Wiss., math.-naturw. Cl. 1899,
51 p. mit 2 Taf. und 15 Figuren. .# 1.40.
Fliche, P.: Contribution à la flore fossile de la Haute-Marne (Infracrétacé).
— Bull. Soc. des sciences de Nancy, 1900, 23 p., mit 2 Taf.
Note sur quelques fossiles végétaux de loligocène dans les alpes
francaises. — Bull. soc. géol. de France, IIL Série, tome XXVII,
1899, p. 466—479, mit 1 Taf.
Krasser, Fridolin: Die von W. A. Osrurscuew in China und Central-Asien
1893 —1894 gesammelten fossilen Pflanzen. — Wien. Akad. Wiss.,
Denkschr. math.-naturw. Cl. 1900, 16 p., mit 4 Taf. .# 3.30.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (3)
26 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Die Arbeit bringt die Beschreibung der phytopaläontologischen Ausbeute Osru-
TSCHEW’s nach den Fundorten geordnet, und zwar nach einander vom Gebirge Ting-ing-
pa-pan-shan, südlich von der Stadt Kao-t'ei in Kan-su, China; von Tu-pé am Flusse
Tao-ho, ebendaher; vom Gebirge Tung-shan, der Schlucht beim Dorfe San-schi-li-pu,
den Kohlengruben beim Dorfe Hsu-kia-ho, am Südabbruche des Gebirges Tyr-kyp-tag
und Tasch-kessi. Neu sind aus dem Paläozoicum Noeggerathia acuminifissa, und aus
dem Mesozoicum lhoenicopsis media und taschkessiensis. Die Tafeln bringen Habitus- .
und Detailbilder der im Text besprochenen Fossilien.
Kurtz, F.: Contribuciones ä la Palaeophytologia Argentina. III. — Rivista
del Museu de la Plata, T.X, 18 p., 8°.
Nathorst, A. @.: Über die oberdevonische Flora (die »Ursaflora«) der
Bären-Insel. Vorläufige Mitteilung. — Bull. Geol. Inst. of Upsala 8,
Vol. IV, Pt. 2, 1899, 5% p.) mae anak
Solms-Laubach, H. Graf zu, und G. Steinmann: Das Auftreten und die
Flora der rhätischen Kohlenschichten von La Ternera (Chile). —
Neue Jahrb. für Mineralogie etc. Beilageband XII, 1899, p. 581
—609, mit 2 Taf.
Ward, Lester F.: Status of the mesozoic floras of the United States.
I. The older Mesozoic. — Extr. from the twentieth annual report
of the survey, 1898—99; II. General Geology and Palaeontology,
p. 217—430, mit 109 Taf.
——-- Report on the petrified forests of Arizona. — Washington, Depart-
ment of the Interior 1900, 23 p.
—— The cretaceous formation of the black hills as indicated by the fossil
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1897—98, pt. II, p. 527—742, mit 96 Taf.
Ref. Bot. Jahrb.
Glaciale, interglaciale und postglaciale Formationen.
Koert, W., und C. Weber: Über ein neues interglaciales Torflager. —
Jahrb. d. Königl. preuß. geol. Landesanst., 1899, p. 1—10 der 8.-A.;
Berlin 1900.
Sarauw, Georg F. L.: Les bruyères préhistoriques des pays balliques, «
d'après les observations faites dans des Tumulus de l’époque paienne
traduit par Euc. Beauvors. — Mém. soc. roy. des antiq. du Nord.
1899.
Weber, ©. A.: Versuch eines Uberblickes über die Vegetation der Diluvial-
zeit in den mittleren Regionen Europas, — Potonié’s naturw. Wochen-
schrift 1899, XIV, Nr. 45, p. 525—528 u. Nr. 46, p. 537—543.
Formationen betreffend.
Gerhardt, Paul: Handbuch des deutschen Dünenbaues.
Vergl, Referat, Jahrb. XXIX, Litteraturibers, p. 82,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 27
Specielle Pflanzengeographie und Pfianzengeschichte.
(Einteilung nach Enster, Die Entwicklung der Pflanzengeographie in den letzten
hundert Jahren.
I. Nördliches extratropisches Florenreich.
_, A. Arktisches Gebiet.
Abromeit, J.: Botanische Ergebnisse der von der Gesellschaft fiir Erd-
kunde in Berlin unter Leitung Dr. v. DryGaLskrs ausgesandten Grün-
landexpedition nach Dr. Vannörren s Sammlungen bearbeitet. B. Samen-
pflanzen (Phanerogamen) aus dem Umanaks- und Ritenbensk-District.
105 p. 4° Mit 4 Taf. und 1 Textfig. Stuttgart 1899. — Aus
| > Bibliotheca botanica« ed. Lurrssen and Frank, Heft 42. .# 18.—.
| Andersson, Gunnar, och Henrik Hesselmann: Bidrag till kännedomen
| om Spetsbergens och Beeren Eilands Kärlväxtflora. — Bihang till
Svenska Vet.-Akad. Handl. Band XXVI, Afd. Ill, p. 1—88 S.-A., med
| 4 Tafl.
|
]
|
.
|
CR J'EN PP A
Delpino, Federico: Comparazione biologica di due flore estreme artica ed
antartica. — R. Acad. delle Scienze dell’ Istituto di Bologna 1900, 40 p.
- Nathorst, A. S.: Den svenska expeditionen till nordöstra Grönland 1899.
— »Ymer«, Tidskr. utgiv. af svenska sällskapt för antropologi och
geografi 1900, p. 145—156, med Taf. 4-11.
Wiesner, J.: Beiträge zur Kenntnis des photochemischen Klimas im ark-
tischen Gebiete. — Sep.-Abdr. aus Denkschr. d. math.-naturw. Cl. d.
K. Akad. d. Wiss. Wien. 1898, 34 p., 4°, mit 4 Textfig. .# 2.70.
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Provin: des subarktischen Europa.
| Island.
- Gandoger, Michel: Sur la flore d'Islande, — Bull. soc. bot. de France,
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Botanisk. Notis 1899, p. 89—135.
Schulz, A.: Uber die Entwickelungsgeschichte der gegenwärtigen Phanero-
gamenflora und Pflanzenkunde der skandinayischen Halbinsel ete.
Stuttgart 1901, 80, .# 8.—.
Wird später besprochen werden.
3*)
28 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Wille, N.: Les plantes. — Tirage à part de »La Norvege«, ouvrage
officiel publié à l’occasion de l'exposition universelle de 1900, p. 63
—74.
Provinx des subarktischen Nordamerika.
Fernald, M. L., and J. D. Sornborger: Some recent additions to the
Labrador Flora. — The Ottawa Naturalist XIII, 1899, p. 89—107.
C. Mitteleuropäisches Gebiet.
Mehrere Länder.
Bericht der Commission für die Flora von Deutschland über neue Beo-
bachtungen aus den Jahren 1892—95. Vorgelegt von ihrem Ob-
manne. — Ber. Deutsch. bot. Ges. 1899, XVI, Generalversammlungs-
Heft I, 94 p.
Drude, O.: Untersuchungen über klimatische Grenzen exolischer Bäume
in Deutschland. — Deutsch. dendrol. Ges. 1900, Nr. 9, p. 48—56.
Gradmann: Vorschläge zur pflanzengeographischen Durchforschung Bayerns.
— Mitt. Bayer. bot. Ges. 1900, No. 16, p. 1—12 des Sep.-Abdr.
Höck, F.: Zahlenverhältnisse in der Pflanzenwelt Nord-Deutschlands. —
Verh. Bot. Ver. Brandenb. XLI, 1899, IL—LIX. y
—— Pflanzen der Kunstbestände Nord-Deutschlands als Zeugen für die M
Verkehrsgeschichte unserer Heimat. — Forschungen z. deutschen —
Landes- und Volkskunde, herausg. von Kırennorr XIII, p. 90—152.
Referat vgl. Jahrb, XXX, 1904, Litteraturber. p. 8.
—— Ankümmlinge in der Pflanzenwelt Mittel-Europas während des letzten
halben Jahrhunderts. — Sep.-Abdr. aus Bot. Centralbl. Bd. IX, Heft 4,
p. 1—15; Heft 5, p. 1—13; Heft 6, p. 1—17.
Ihne, E.: Phänologische Mitteilungen, Jahrg. 1898. — Ber. der Oberhess.
Ges. f. Natur- und Heilkunde zu Gießen, XXXII, 1899, p. 1—34 d.
Sep.-Abdr. :
Klein, Prof. Dr. L.: Die Physiognomie der milteleuropäischen Waldbäume.
Festrede zur Einweihungsfeier des neuen Botanischen Instituts der M
techn. Hochschule zu Karlsruhe am 48, Mai 1899 gehalten, — «
Karlsruhe (W. Jahraus) 1899, p. 1—26 mit 10 Taf, in Lichtdruck.
AM 2 40,
Atlantische Proving.
Wünsche, O.: Die verbreitetsten Pflanzen Deutschlands.
Referat vgl, Jahrb, XXX, Litteraturber, p. 8,
(/ross- Brilannien.
Smith, Robert: On the seed dispersal of Pinus silvestris and Betula alba,
— The annals of scottish natural history 1900, p. 43— 4G,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 29
‘Smith, Robert: Botanical survey of Scotland. I. Edinburgh district. —
The scottish geograph. Magazine for July 1900, p. 385—416, mit
Karte.
_—— Botanical survey of Scotland. II. North Perthshire district. — ibid.
3 for August 1900, p. 441—-467, mit Karte.
i Wheldon, J. A., and Albert Wilson: Additions to the flora of West
Lancashire. — Journ. of bot. XXXVIII, p. 40—47.
Subatlantische Provinz.
Needersächsischer Bexirk.
Ascherson, Paul: Übersicht der Pteridophyten und Siphonogamen Helgo-
lands. — Wissensch. Meeresunters. Helgolands IV, Heft 4, 1900,
p- 91—140, mit 2 Fig. im Text.
Weber, C. A.: Über die Moore mit besonderer Berücksichtigung der
zwischen Unterweser und Unterelbe liegenden. Vortrag. — Jahresb.
der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Weser-
mündung, Heft 3, 1899, p. 1—23 des Sep.-Abdr.
Sarmatische Provinz.
Baltischer Bexirk.
‘Abromeit, Dr. J.: Die Pflanzenwelt Masurens. — Sep.-Abdr. aus »Ma-
suren, Samland und das Pregelthal« von Dr. A. Zweck. Stuttgart
1900, p. 1—16.
Jentzsch, Prof. Dr. A.: Nachweis der beachtenswerten und zu schützen-
den Bäume, Sträucher und erratischen Blöcke in der Provinz Ost-
preußen. — Beitr. z. Naturk. Preußens, herausgeg. von der phys.-
ökon. Ges. Königsberg 1900, 150 p., 4°, mit 17 Taf und 414 Text-
abbildungen. # 3.—.
| Märkischer Bexirk.
Hock, F.: Studien über die geographische Verbreitung der Waldpflanzen
Brandenburgs. — Verh. Bot. Ver. d. Prov. Brandenburg XLI, 1899,
p. 184—210.
Wittmack, L.: Die Wiesen auf den Moordämmen in der Königl, Ober-
försterei Zehdenick, IX. Bericht (das Jahr 1898 betr. und Schluss-
bericht über die neunjährigen Beobachtungen). — Berlin 1899, mit
5 Taf., 45 p. .# 1.50.
Schlesien.
Schube, Th.: Ergebnisse der Durchforschung der schlesischen Phanero-
gamen- und GefäBkryptogamenflora im Jahre 1899. — Schles. Ges,
für vaterl. Kult., Sitz. d. zool.-bot. Sect. am 14. Dec. 1899, p. 1—18
des Sep.-Abdr.
30 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur,
Schube, Th.: Ergebnisse der phänologischen Beobachtungen in Schlesien
im Jahre 1899. — Ebenda p. 1—7 des Sep.-Abdr.
Provinx der europäischen Mittelgebirge.
Niederrheinisches Gebiet.
Noll, Prof. Dr.: Pflanzengeographische Probleme des Rheinthales. — Sep.-
Abdr. aus Sitzber. der niederrhein. Ges. f. Natur- und Heilk. zu
Bonn 1899, p. 1—4. |
Obersächsischer Bexirk.
_ Drude, O.: Vorläufige Bemerkungen über die floristische Kartographie von
Sachsen. — Isis 1900, p. 26—-31.
Jurassische Zone.
Archives de la Flore Jurassienne publiées sous la direction du Dr. Axr.
Masnın, Professeur à l’université de Bésancon. — Avec le concours
de la Société d'Histoire naturelle du Doubs.
Eine monatlich erscheinende Zeitschrift, welche floristische Notizen über das Jura-
gebiet bringt.
Provinz der Alpenländer.
Briquet, Dr. John: Les Colonies végétales xérothermiques des alpes L&-
maniennes. Une Contribution à l’histoire de la période xérothermique.
— Bull. Soc. Murithienne, XXVIII, 1900, p. 125—2412, mit 3 Taf.
und 4 Karte.
—— Compte rendu de lexcursion botanique, faite les 8, 9 et 10 août
1899 par la Société Murithienne au vallon de Novel, au col de.
Lovenex, au Grammont et dans le vallon de Taney. — Ebenda
p. 42—72. |
—— Nouvelles notes floristiques sur les Alpes Lémaniennes. — Annuaire
du conserv. et du jard. botan. Genève IL, 1899, p. 46—146.
Christ, H.: Die Farnkräuter der Schweiz. — In »Beitrige zur Krypto-
gamenflora der Schweize, Bd. I, Heft 2, 189 p., 8°, mit 28 Textfig.
1900. 4 3.60.
Dalla Torre, K. W. v., und Graf v. Sarnthein: Flora der gefürstelen
Grafschaft Tirol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentums
Liechtenstein.
Vergl, Referat Jahrb, XXX, Litteraturübers, p. 7,
Schinz, H., und R, Keller: Flora der Schweiz.
Vergl. Referat Jahrb. XXIX, Litteraturübers. p. 32.
Vaccari, Lino: La continuità della flora delle alpi graie intorno al Monte
Jianco, Nuov, giorn. botan. VII, 1900, p. 129—153.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 31
Illyrische Provinz.
Fritsch, Dr. Carl: Beiträge zur Flora der Balkanhalbinsel, mit besonderer
Berücksichtigung von Serbien. IV. Teil (Nachtrag zum I. Teil. — Verh.
k. k. zool.-bot. Ges. Wien 1899, p. 89—110.
Beiträge zur Flora der Balkanhalbinsel, mit besonderer Berücksichti-
gung von Serbien. V. Teil (Nachtrag zum IL und III. Teil). — Ebenda
p. 111 —121.
Provinz des Balkan.
Velenovsky, J.: Siebenter Nachtrag zur Flora von Bulgarien. — Sitz.-
Ber. kgl. bohm. Ges. d. Wiss., math.-naturw. Classe 1899, XL, p. 4
_—8 des Sep.-Abdr.
Provinz des Kaukasus.
Sommier, S., et E. Levier: Enumeratio plantarum anno 1890 in Caucaso
lectarum. — Act. Hort. Petr. XVI, 1900, p. 1—586, mit 49 Taf.
D. Mediterran-Gebiet.
Allgemeines.
Baccarini, Prof. Pasquale: I Caratteri e la Storia della flora mediterra-
nea; Discorso pronunziato il 16 novembre 1898 per la solenne in-
augurazione degli Studi nella R. Universita di Catania. — Catania
1899, p. 1—40. |
Crugnola, G.: Analogie fra la Flora italiana e quella dell’ Africa meridio-
nale. — Firenze 1899, 52 p., 8°.
Iberische Provinz.
Rein, Prof. Dr. Johannes: Beiträge zur Kenntnis der spanischen Sierra
Nevada. — Abh. k. k. geogr. Ges. Wien I, 1899, p. 181—326, mit
2 Karten.
. Coiney, M. A. de: Plantes nouvelles de la flore d’Espagne. 11. Note. —
Journ. de Bot. t. XIV, 1900, n. 4, 44 p.
Warnstorf, C.: Bryologische Ergebnisse der wissenschaftlichen Reise des
Oberstabsarztes Dr. Marz in Magdeburg durch die iberische Halbinsel
in der Zeit von Anfang März bis Mitte Mai 1899. — Österr. bot.
Zeitschr. 1899, Nr. 41, p. 1—5 des Sep.-Abdr.
Ligurisch-tyrrhenische Provinx.
Casali, C., e T. Ferraris: Materiali per la flora Irpina. — Nuov. giorn.
botan. VII, p. 215—232.
Crugnola, Gaetano: Materiali per la flora dell’ Abruzzo Teramano. —
Nuov. giorn. botan. VII, p. 233— 247.
|
32 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Ferraris, Teodoro: Contribuzioni alla flora del Piemonte. — Nuoy. giorn.
botan. VII, p. 371—396.
Fiori, Adriano: Contribuzione alla flora della Basilicata e Calabria. —
Ebenda p. 248—271.
Lorenzi, Arrigo: La vegetazione lacustre. — Rivista geogr. italiana VI,
Fasc. IX, 1899, p. 1—9 des Sep.-Abdr.
Paolucci, L., e F. Cardinali: Secondo contributo alla flora Marchigiana
di piante nuove per essa o di nuove località per alcune sue specie
più rare. — Nuov. giorn. botan. VII, 4900, p. 96—(414.
Pirotta, R.: Illustrazione di alcuni erbarii antichi romani. — Malpigh. XIII,
1899, 159 p., mit 5 Taf.
Ponzo, Antonino: La flora Trapanese. — Palermo 1900, 140 p.
Contributo alla conoscenza dei Caratteri biologiei della flora Trapa- —
nese. — Ebenda 25 p., 8°.
Preda, A.: Il monte Cocuzzo e la sua flora vascolare. — Nuov. giorn.
botan. VII, 1900, p. 154—174.
Ross, Dr. Hermann: Beiträge zur Flora von Sizilien. 1. Teil. Erläuterungen
und kritische Bemerkungen zum Herbarium siculum, I. Centurie. — …
Bull. de Herbier Boissier VII, 1899, p. 262—298.
Sommier, S.: La gita sociale all’ isola della Gorgona. — Piante raccolte —
durante la gita sociale alla Gorgona. — Bull. della Soc. bot. ital. —
1899, p. 1—19 des Sep.-Abdr.
—— Di alcune piante nuove 0 poco note per la Toscana. — Ebenda 4 p.
—— Aggiunte alla Florula di Capraia. — Nuovo Giornale botanico italiano,
nuova serie, Vol. V, Nr. 4, 1898, p. 1—34 des Sep.-Abdr.
Marokkanisch-algerische Provinx.
Gillot, Dr. X.: Une journée d’herborisation à Souk-el-Khemis (‘Tunésie). —
Bull. soc. bot. de France, I. Sér., T. VII, 1900, p. 289—296.
Murbeck, S. V.: Contributions à la connaissance de la flore du Nord-
Ouest de lAfrique et plus spécialement de la Tunésie. HI u. IV.
Plhumbaginaceue-Polypodiaceae. — Lund 1899—1900, 34 p., 4°, mit
6 Taf.
Östliche Mediterranprovina.
Fritsch, Prof. Dr. Karl: Beitrag zur Flora von Constantinopel. Bear-
beitung der von J. Nemerz in den Jahren 1894—4897 in den Um-
gebungen von Gonstantinopel gesammelten Pflanzen. I. Kryptogamen,
— Denksehr. d. k. k. Akad. Wiss. Wien, math.-naturw. Classe,
1899, 32 p., 4°, mit A Taf. 4 4.30.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur, 33
Kleinasiatische Zone.
Lipsky, W.: Contributio ad floram Asiae Mediae. — Acta Horti Petro-
politani XVIII, fasc. 4, p. 1—146.
Syrische Zone.
1 Fonck, L.: Streifzüge durch die biblische Flora.
Vergl. Referat Bd. XXIX, Litteraturber. p. 34.
E. Gentralasiatisches Steppengebiet.
| Provinz des Yünnan.
Gagnepain, F.: Deux especes nouvelles du Yunnan (Chine occidentale). —
! Bull. soc. bot. de France. III. Ser., T. VII, 1900, p. 332—334.
_ Hemsley, W. Botting: Notes on an exhibition of plants from China re-
cently collected by Dr. A. Henry and Mr. W. Hancock. — Journ.
Linn. Soc. XXXIV, 1900, p. 474 —478.
F. Mandschurisch-japanisches Gebiet
(einschl. nördliches China).
Boissieu, H. de: Liste de localités et espèces nouvelles pour la flore du
Japon, d’après les collect. paris. de M. l'abbé Faurıe. — Bull. soc.
bot. de France, III. Ser., T. VI, p. 309—324.
Makino, T.: Plantae japonenses novae vel minus cognitae, fasc. I. —
Botan. Magaz. Tokyo 1899, 51 p.; fasc. II. ebendas. 1900, 39 p.
- Palibin, J.: Conspectus florae Koreae. 1. Ranumenlaceae-Campanulaceae.
— Act. hort. Petrop. XVII, fasc. I, p. 1—127, mit 4 Taf.
_ —— Conspectus florae Koreae. II. Hricaceae-Salicaceae. — Ebenda XVII,
| 4900, fasc. II, p. 147—198.
G, H. Vereinigte Staaten.
Hill, E. J.: Flora of the white Lake region, Michigan, and its ecological
relations (with map). — Bot. Gaz. XXX, p. 449—441.
Hitchcock, A. S.: Flora of Kansas. — Kansas State agricultural college,
1899, A p., mit zahlr. Taf.
Meehan, Thomas: The plants of Lewis and Clark’s expedition across the
Continent, 1804—1806. — Proc. of the Acad. Nat. Scienc. of Phila-
delphia 1898, p. 12—49.
G. Gebiet des atlantischen Nord-Amerika.
Fernald, M. L.: Three new western plants. — Erythea VII, 1899, p. 121
—1 22. |
34 Litteraturbericht. — Eimgegangene neue Litteratur.
Harshberger, John W.: An ecological study of the New Jersey strand ©
flora. — Proceed. Acad. Nat. sciences Philadelph., 1900, p. 623—6714,
Kearney, Thomas H.: Contributions from the U. S. national Herbarium:
The plant covering of Ocracoke island; a study in the ecology of
the North Carolina strand vegetation. — U. S. Depart. of agricult.,
division of botany, p. 261—319.
>
Il. Gebiet des pacifischen Nord-Amerika.
Nelson, Aven: Contributions from the Rocky Mountain Herbarium. I. —
Bot. Gaz. XXX, p. 189—216.
It. Paläotropisches Florenreich.
A. Nordafrikanisch-indisches Wiistengebiet.
Chevallier, ’abbé L.: Notes sur la flore du Sahara. — Mém. de Vherb.
Boiss. VII, 1900, p. 1—15 des Sep.-Abdr.
B. Afrikanisches Wald- und Steppengebiet.
Chevalier, Aug.: Nos connaissances actuelles sur la géographie botanique —
et la flore économique du Sénégal et du Soudan. — »Une Mission
au Sénégal«, p. 197—263, Paris 1900.
—— Mon exploration botanique de la Sénégambie. — Bull. du Muséum
d’hist. nat. 1900, p. 248—253 und 302—308.
Heckel, E.: Contribution à l'étude des plantes médicinales et toxiques
employées par les indigènes de la côte d'Ivoire (Afrique occidentale).
— Bull. soc. bot. de France II. Sér., T. VII, 1900, p. 296—303.
Wildeman, E. de, et Th. Durand: Plantae Gilletianae Congolenses. —
Bull. herb. Boiss. 1900, IL Ser., No. A, p. 1—64.
—— —— Plantae Thonnerianae congolenses ou énumeration des plantes
récollées en 1896 par M. Fr. Tuonner dans le district des Bangalas.
Bruxelles 4900.
Referat vergl. Jahrb, XXIX, Litteraturber, p. 45.
Zahlbruckner, Dr. A.: Plantae Pentherianae. Aufzählung der von Dr.
A. Penruer und in seinem Auftrage von P. Krook in Süd-Afrika ge-
sammelten Pflanzen. Pars 4. — Annalen des k. k. Naturhist. Hof-
museums XV, 1900, 73 p., mit 4 Taf. und 5 Abbild. im Text.
M 7.20.
F, Vorderindisches Gebiet,
Pearson, H. H. W.: The botany of the Ceylon Patanas. — Journ. Linn.
soc. XXXIV, 1899, p. 300—365.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 35
G. Monsungebiet.
Allgemeines.
Warburg, O.: Monsunia, Bd. I.
Referat vergl. Jahrb. Bd. XXIX, Litteraturübers. p. 43.
Westmalayische Provin:x.
Koorders, S. H.: Bijdragen tot de kennis der boomflora van Java. V.
Vervolg. Familien en geslachten der woudboomen von Java. —
Natuurkundig Tijdschrift voor Ned.-Indié LV, afl. 2, p. 229—237.
— Notizen über die Phanerogamenflora von Java. II. Versuch einer
Arten-Aufzählung der Hochgebirgsflora von Tosari und Ngadisari, —
Ebenda p. 241—280.
— Kleine schetsen van merkwaardige Javaansche planten. 1. De Prr-
mula van den Pangerango. IL De roode javaansche alpenroos
(Rhododendron javanicum Benn.). Ul. Rubus alpestris en andere
javaansche Rubus soorten. IV. Gondopoero en een paar andere
Ericaceën-struiken. V. De alpine Gentiana, een der kleinste zicht-
baar bloeiende planten van Java. — Teysmannia 1899, p. 446—457.
et Th. Valeton: Additamenta ad cognitionem Florae arboreae ja-
vanicae.
Referat vergl. Jahrb. XXIX, Litteraturber. p. 47 f.
Bijdrage No. 7 tot de kennis der boomsoorten op Java. —
Additamenta ad cognitionem Florae arboreae javanicae auctoribus
S. H. Koorpers et Ta. VALETON, pars VII. Mededeelingen uits Lands
Planten-tuin No. XLII, Batavia 1900, 222 p.
Penzig, O.: I prodotti vegetali del mercato di Buitenzorg (Giava). — Atti
della Società Ligustica Scienz. Natur. e Geogr. IX, 1898, 27 p.
Raciborski, M.: Parasitische Algen und Pilze Javas. I. Teil. — Batavia
1900, herausgeg. vom bot. Institut zu Buitenzorg, 59 p. 8°.
Papuasische Provinz.
Bailey, F. Manson: Contribution to the Flora of New-Guinea. — Queensl.
Agricult. Journ. 1900, p. 287, mit 2 Taf. und ebenda 1899, p. #0
—44, mit A Taf.
Schumann, K., und K. Lauterbach: Die Flora der deutschen Schutz-
gebiete in der Südsee.
Referat vergl. Jahrb. XXIX, Litteraturübers. p. 45.
Warburg, Prof. Dr. O.: Das Pflanzenkleid und die Nutzpflanzen Neu-
Guineas. — 36 p.. mit 13 Taf,
36 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Araucarien-Provinx.
Bailey, Manson F.: Contributions to the flora of Queensland. — Queens].
Agricult. journ. IV, 1899, p. 463—465; V, 1899, p. 37—42, 387—
390, 483—488; VI, 1900, p. 39 u. 498.
Bailey, J. F.: Report on the be trees of the Herberton District, North
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(einschl. Mexico). Il. A. Plantae Rothschuhianae in Nicaragua collec-
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Robinson, B. L.: New Phanerogams, chef Gamopetalae, from Mexico
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—342.
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f. the U. S. Nation. Herbar. V, 1897, p. 109—144, mit 17 Taf. u.
6 Textlig. :
B. Gebiet des tropischen Amerika.
Westindische Provinz.
Millspaugh, Ch. Fr.: Plantae Utowanae. Plants collected in Bermuda,
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Fase. II.
Referat vergl. Jahrb. XXX, Litteraturber. p. 3.
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Huber, J.: Sur la végétation du Cap Magoary et de la côte atlantique de
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Anauerd-puci (Guyana brazileira), — Boletim do Museu paraense
1898, p. 496—544
—— Apontamentos sobre 0 caucho amazonico, — Bolet. Mus. Par, 1898,
p. 72 87,
ART Ba. DS
sun lh i dE de)
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 37
Kraatz-Koschlau, K. v., und J. Huber: Zwischen Ocean und Guami.
Beitrag zur Kenntnis des Staates Parä. — Memorias do Museu para-
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— Bihang till K. Svensk. Vet.-Akad. Handl. XXIV, 1899, 35 p., mit
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Schwacke, W.: Plantas novas Mineiras. Fasc. I. — Impr. off. do estado
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Spencer, Moore: The phanerogamie botany of the Matto Grosso Expedition,
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Arechavaleta, J.: Flora Uruguaya. XXL Geraniaceas, fin. — Anales del
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— Sobre la flora de la Sierra Achalia. -— Cordoba, Argentina, 1900,
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Chilenische Ubergangsprovin«.
Martin, Dr. K.: Siimpfe und Nadis. Der Regen in Südchile. — Verh.
deutsch. wiss. Ver. Santiago, IV, 1899, 20 p., 8°.
Neger, F. W.: Informe sobre las observaciones botänicas efectuadas en
la cordillera de Villarrica en el verano 1896—97. — Anales de la
Universidad, Santiago de Chile 1899, 67 p., 8°, mit 1 Karte.
Pöhlmann, Dr. R., und Dr. K. Reiche: Beiträge zur Kenntnis der Flora
der Flussthiler Camarones und Vitor und ihres Zwischenlandes
(49° s. Br.). — Verhandl. deutsch. wiss. Ver. Santiago, Chile, IV,
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38 Litteraturbericht. —- Eingegangene neue Litteratur.
Reiche, C., i F. Philippi: Flora de Chile.
Referat vergl. Jahrb. XXIX, Litteraturübers. p. 40.
D. Gebiet der Galapagos-Inseln.
Hemsley, W. B.: The vegetation of the Galapagos islands. — Gard. Chron.
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IV. Das australe (altoceanische) Florenreich.
_ Allgemeines.
Drygalski, Erich v.: Plan und Aufgaben der deutschen Südpolar-Expe-
dition. — Leipzig (S. Hirzel) 1900, 23 p., mit 1 Karte.
A. Austral-antarktisches Gebiet Süd-Amerikas.
Dusén, P.: Die Gefäßpflanzen der Magellansländer nebst einem Beitrag
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der schwed. Exped. nach den Magellansländern unter Leitung von
Orro NORDENSKJÖLD«, Sep.-Abdr., Stockholm 1900, p. 77—266, mit
10 Taf.
C. Neuseelindisches Gebiet.
Cockayne, L.: An Inquiry into the seedling forms of New Zealand Phane-
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p. 354—426, mit 7 Taf.
—— A sketch of the Plant Geography of the Waimakariri Rive Basin,
considered chiefly from an Oecological Point of View. — Ebenda
1899, p. 95, mit 4 Taf.
D. Australisches Gebiet.
Gandoger, Michel: La flore de la Tasmanie. — Bull. soc. bot. de France,
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Moore, Spencer: The botanical results of a journey into the interior of
Western Australia. — Journ. Linn. Soc. XXXIV, 1899, p. 171—261.
—— The botanical results of a journey into the interior of Western
Australia; with some observations on the nature and relations of the
desert flora. Linnean soc. journ., Vol. XXXIV, p. 171—-261.
Tate, Ralph: Diagnoses of four new species of plants from South Australia,
— Trans. Roy. Soc. South. Austr. 1899, p. 288—292. ./ —.80.
Litteraturbericht. — A, Müller. 39
Pflanzenkrankheiten.
Dorsett, P. H.: Spot disease of the Violet (Alternaria violae n. sp. —
U.S. Depart. of agricult. Divis. of veget. physiol. and pathol., Wa-
shington 1900, 16 p., mit 7 Taf.
Pierce, Newton B.: Peach leaf curl: Its nature and treatment. — Wa-
shington 1900, 204 p., 80, mit 30 Taf.
Schrenk, Hermann v.: Some diseases of New England Conifers: a pre-
liminary report. — Bull. U. S. Departm. of agriculture; divis. of
veget. physiology and pathology, 56 p., 1900, mit 15 Taf. und 3 Fig.
im Text.
Moller, A.: Phycomyceten und Ascomyceten, Untersuchungen aus Brasilien.
— Jena (G. Fischer) 1901. 349 S. mit 44 Taf. 4 24.—,
Nachdem Môzrer bereits 3 Bände über seine mycologischen Arbeiten in Brasilien
veröffentlicht hat, beschert er uns in dem vorliegenden Buche die überaus wichtigen
Untersuchungen über die Phycomyceten und Ascomyceten.
Da der Inhalt ein viel zu reicher ist, als dass er hier auch nur entfernt skizziert
werden könnte, so möchte sich Ref. darauf beschränken, einige wichtige Punkte hervor-
zuheben und zuletzt die rein systematischen Resultate kurz zusammenzufassen.
Im ersten den Phycomyceten gewidmeten Abschnitte wird die Umänderung der
systematischen Stellung der Cephalideen ausführlich begründet. Piptocephalis, Synce-
phalis nebst einer ganzen Anzahl von verwandten Gattungen, wie Dimargaris, Coe-
mansia, Martensella etc. werden von den Zygomyceten an den Schluss der Entomoph-
_ thoraceen versetzt. Wir würden dann innerhalb der Oomyceten drei Reihen erhalten,
deren jede mit Formen beginnt, bei denen die Geschlechtlichkeit noch erhalten ist und
zu solchen ansteigt, bei denen sie immer mehr schwindet. Die erste Reihe würde
Pythium, Phytophthora, Peronospora umfassen, die zweite Monoblepharis, Basidio-
bolus, Conidiobolus, die dritte endlich die erwähnten Cephalideen.
Die Besprechung der Choanophora americana giebt Verf. Gelegenheit, Stellung zu
den neueren Versuchen zu nehmen, welche die Sexualität für die höheren Pilze retten
wollen. Bekamntlich streiten sich jetzt zwei Sexualitäten, einmal die ältere pr Bary’s
und die neuere, die DansEArn gefunden hat. Mit der ersteren Anschauung setzt sich
Verf. auseinander, indem er darauf hinweist, dass noch keine einzige sicher beobachtete
Thatsache existiert, die Breretp’s Anschauungen von der Asexualität der höheren Pilze
widerlegen könnte. Auch die Harrer’schen Untersuchungen sind unrichtig in Bezug auf
den wichtigsten Punkt, die offene Communication zwischen den beiden Geschlechtszellen.
Auf dem Boden sicherer Thatsachen stehen wir bei der DancEArv’schen Sexualität.
Sie beruht bekanntlich darauf, dass in den Mutterzellen des Ascus, der Basidie, Chla-
mydosporen der Ustilagineen etc. zuerst bestimmte Kerntrennungen und dann Wieder-
vereinigungen stattfinden. MöLzer bespricht diese Erscheinungen ausführlich und findet,
dass es sich hier nicht um einen sexuellen Vorgang handeln kann, wenigstens nicht um
einen solchen, der innerhalb des Rahmens unserer heutigen Anschauungen von Sexualität
40 Litteraturbericht. — Th. Loesener.
liegt. Wohl aber dienen die Vorgänge an den Kernen dazu, ein weiteres Merkmal für
die Asken und Basidien gegenüber den Sporangien und Conidienträgern abzugeben,
Die Regelmäßigkeit der ersteren Fruchtformen gegenüber der Unregelmäßigkeit der
letzteren würde sich also bis auf die Kerne erstrecken. Also auch DangGEArn’s An-
schauung ist keine Widerlegung, sondern gerade eine Bestätigung Brereıv’scher An-
schauungen.
Von hervorragendem Interesse sind die Untersuchungen über die Hypocreaceae.
Während es bisher üblich war, die Verwandtschaft der einzelnen Gattungen haupt-
sächlich nach der Ausbildung des Stromas zu beurteilen, liefert Verf. durch seine Unter-
suchungen den Beweis, dass das Stroma erst Charaktere zweiter Ordnung für die Be-
urteilung des Verwandtschaftsgrades abgiebt. Ihm sind die Sporen das wichtigste
Merkmal, indessen in ganz anderer Weise, als es Saccarpo bei seinem Sporenschema
durchgeführt hat. Er unterscheidet deshalb mehrere Reihen, die durch gleiche Sporen-
form ausgezeichnet, von stromalosen Formen zu solchen ansteigen, bei denen sich ein
hochdifferenziertes Stroma vorfindet. Von ganz besonderer Wichtigkeit für die Syste-
matik ist der Abschnitt über die scolecosporen Hypocreaceae. Hier hat Verf. durch
seine Untersuchungen so viele neue Gesichtspunkte beigebracht, dass sich in Zukunft
auch für die Systematik der Sphaeriales daraus wichtige Fingerzeige ergeben werden,
In der Gattung Cordyceps hat Verf. durch seine Funde eine allmähliche Steigerung der
Stromaausbildung nachgewiesen; der Abschnitt über diese merkwürdigen Bildungen, die
durch zahlreiche Figuren dargestellt werden, ist höchst beachtenswert.
Von den Sphacriales sind die Xylariaceae genauer untersucht worden. Es ist
erstaunlich, wie sehr diese Formenreihe der der Hypocreaceae parallel geht. Diese
Ähnlichkeit erstreckt sich nicht bloß auf die Stromagestalt, sondern auch auf Conidien-
trägerbildung. Damit dürfte endlich einmal ein Versuch gemacht sein, die beiden Haupt-
reihen der Pyrenomyceten, Hypocreales und Sphaeriales, unter gemeinsame morpho-
logische Gesichtspunkte zu bringen.
Als Anhang werden noch einige ausgezeichnete Formen der Discomyceten be-
sprochen.
Das Buch bietet nach vielen Richtungen hin Anregungen und enthält eine solche
Fülle von Einzelbeobachtungen, dass der Leser in den Details stecken bliebe, wenn es
der Verf. nicht so glänzend verstände, immer wieder die Aufmerksamkeit auf das All-
gemeine zu wenden. Diese allgemeinen Gesichtspunkte, wie Morphologie der Frucht-
formen, Differenzierung des Stromas u. a. ziehen sich wie ein roter Faden durch das
ganze Buch und machen seine Lectüre, selbst an manchen weniger interessanten Stellen,
immer noch anziehend und fesselnd.
Die systematischen Resultate werden am Schluss des Buches noch einmal zu-
sammengefasst, indem für die im Text beschriebenen Arten eine kurze Diagnose ge-
veben wird. Da es zu weil führen würde, die über 80 neuen Arten hier aufzuzählen,
scien bloß die neuen Gattungen genannt. Hypocreaceae: Mycocitrus (Sporen zwei-
zellig), Peloroneetria (Sporen mehrzellig), Mycomalus (Sporen fädig), Ascopolyporus
Sporen fädig); Xylariaceae: Entonaema (Stroma weichfleischig!), Xyloerea (Stroma
nur unterseits mit Schläuchen), Trachyxylaria (Sporen zweizellig!), Henningsinia
Sporen durch Verwitterung frei werdend!); Discomycetes: Phyeoaseus (aff, Pyro-
nema, Peltigeromyces (Apotheeium gelappt). (1. LINDAU,
Loesener, Th.: Monographia Aquifoliacearum, — Abh. der Wais. Leop.-
Carol, Deutschen Akademie der Naturforscher Bd, 78 (1904). —
Gr, 49, 567 8. und 15 Tal, A 42.—.
Das vorliegende Werk ist die Frucht mehr als zehnjähriger, eifriger und überaus
vewissenbafter Studien des Verfassers über die angegebene Familie, welche seit der
hr
Litteraturbericht. — C. Correns. 41
vor 75 Jahren im Prodromus Syst. Nat. Regni vegetabilis veröffentlichten Zusammen-
stellung Aus. Pyr. De CaxpozLe’s noch keine, ihr ganzes Verbreitungsgebiet gleichmäßig
. umfassende, kritische Durcharbeitung wieder erfahren hatte. Das gesamte Material der
Aquifoliaceae, welches in den wichtigeren Herbarien Europas enthalten ist. wurde
durchgearbeitet, so dass die Arbeit auf einer möglichst breiten Basis steht aad aie An-
schwellen ungesichteten Materials so bald nicht zu befiirchten ist. Die Zahl der neuen
Arten ist, wie zu erwarten stand, eine außerordentlich große, namentlich sind aus Bra-
silien und dem chinesischen Gebiet, der eingehenderen Erforschung derselben ent-
sprechend, sehr viele neue Formen bekannt geworden, durch welche zum Teil in äußerst
glücklicher Weise früher isolierte Stämme mit einander verbunden wurden. Die Diagnosen
aller Arten sind mit der größten Sorgfalt und Genauigkeit entworfen, die Schlüssel der
Arten, unter anderem der 271 Arten von Zlex (dieser umfasst allein 53 Seiten!), sind
technisch höchst geschickt und wissenschaftlich brauchbar ausgearbeitet.
Dass dem Verf. für seine Arbeit der De Canvorze’sche Preis verliehen wurde, war
gewiss gerechtfertigt und eine Belohnung für den unermüdlichen Fleiß, welchen das
Studium dieser schwierigen Gruppe erforderte. E. Gite (Berlin).
Correns, C.: Bastarde zwischen Maisrassen mit besonderer Berücksichtigung
der Xenien. — Bibliotheca botanica, herausgeg. von Cur. Luzrssen,
Heft 53, 161 p. mit 2 Tafeln. — Stuttgart (E. Nägele) 1901. 4 24.—.
Die früher so geheimnisvollen »Xenien« haben seit der Entdeckung der doppelten
Befruchtung« durch NawascHiN und Guienarp an sich nichts Rätselhaftes mehr. Die
Verschmelzung des einen der generativen Kerne des Pollenschlauches mit den Polkernen
erklärte ohne weiteres die Vererbbarkeit väterlicher Merkmale auf das aus dieser Copu-
lation hervorgehende Endosperm. Verf. hat in obiger Abhandlung ein besonders in-
structives Beispiel, Zea Mays (für das übrigens durch Guienarp auch der histologische
Nachweis einer doppelten Befruchtung ausdrücklich erbracht ist) nach der hereditären
Seite auf breitester experimenteller Grundlage studiert. Seine zahlreichen Versuche, die
sich über einen Zeitraum von 7 Jahren erstrecken, finden in seiner Arbeit eine besonders
eingehende Registrierung. Hier soll nur auf die mit mustergültiger Klarheit ausgesprochenen
allgemeinen Ergebnisse und deren theoretische Voraussetzungen kurz eingegangen
werden.
Verf. verteilt die Merkmale in Kategorien, die sich auf einen Punkt (Farbe der
Fruchtschale, des Endosperms etc.) beziehen und für die jede Sippe ein Merkmal liefert.
Ist dieses von dem derselben Kategorie angehörenden einer andern Sippe verschieden,
so besteht zwischen beiden nur mehr ein quantitativer (gradueller), nicht qualitativer
Unterschied. Die Merkmale verschiedener Kategorien derselben Sippe werden nach
ihrem Verhalten gegen einander unterschieden als unselbständige, halbselbständige und
selbständige, je nachdem sie dieselben Anlagen, eine gemeinsame neben besonderen oder
endlich eigene Anlagen besitzen. Die Anzahl der am Bastard zu studierenden Merkmals-
paare entspricht der Zahl der Kategorien, in denen sich die beiden Sippen, denen er
entstammt, unterscheiden. »Homodynam« und »heterodynam« sind nun diese
Merkmalspaare, je nachdem sich die beiden Anlagen »neben einander entfalten, gleich
stark oder ungleich oder immer nur eine, die dominierende, während die andere, die
recessive, latent bleibt.< »Homöogon« resp. »schizogon« sind Merkmalspaare, »je
nachdem die zwei Anlagen bei der Keimzellbildung zusammen bleiben oder sich spalten,
so dass die Hälfte der Keimzellen nur mehr die Anlage für die eine, die Hälfte nur
mehr für die andere Anlage besitzt.< Das Verhalten während der vegetativen Ent-
wickelung hat mit dem während der Bildung der Keimzellen nichts zu thun. Fasst man
während jener die extremen Fille ins Auge (homo- und heterodyname Merkmalspaare
sind nicht principiell verschieden), so erhält man die Typen von solchen:
Botanische Jahrbücher. XXX, Bd. (4)
42 Litteraturbericht. — C. Correns.
Das Merkmalspaar ist bei der
vegetativen Entwickelung Keimzellbildung | Typus
1. heterodynam schizogon | Pisum
2. heterodynam homöogon (sicheres Beispiel noch nicht
| bekannt)
3. homodynam schizogon Zea
4, | homodynam homöogon Hieracium
Beim Mais kommen 4, 3 und 4 vor, und zwar der Prsum-Typus z. B. in der
Kategorie »chemisches Verhalten des Endosperms« und »Beschaffenheit der Spelzen« etc.;
ferner der Zea-Typus z. B. in der Kategorie der »Farbe der Fruchtschale« und der
»Gestalt der Kleberzellen« etc. und endlich der Hieracium-Typus in der Kategorie »Größe
des Kernes, Form desselben« etc. Von Einfluss auf die sehr schwankende Entfaltungs-
stärke der Anlagen beim Bastard (d. h. das gegenseitige Verhältnis der Merkmale des-
selben homodynamen Paares) ist bei homöogonen und schizogonen Paaren. Die Indi-
vidualität der Keimzellen und diejenige der einzelnen Pflanzen, ferner die Zugehörigkeit
zu einer bestimmten Rasse; bei schizogonen Paaren der Zustand der Anlage «ob rein,
d.h. in der Keimzelle einer rein gezüchteten Rasse steckend —, oder abgespalten —
d.h. in der Keimzelle eines Bastardes steckend.«
Was speciell die »Xenien« betrifft, so zeigte sich, dass Form und Volum des Endo-
sperms nach der Bastardbestäubung unverändert bleiben, da beide Kategorien unselb-
ständig sind und Form und Capacität der Fruchtschale dieselben bleiben. Im übrigen
lassen sich folgende Fälle unterscheiden:
4. Es tritt stets dasselbe Merkmal auf, gleichgültig ob die eine oder die andere
Rasse die © Pflanze geliefert hat; der Pollen von I wirkt auf Il, der von II aber
nicht auf I. So bei der chemischen Beschaffenheit des Reservematerials im
Endosperm. |
. Es treten beide Merkmale neben einander auf, sich mehr oder weniger mis:hend
oder mengend und zwar a) die Körner eines Xenienkolbens sind unter einander
sehr verschieden und die Merkmale sind fast stets gemischt (d. h. inniger durch-
drungen und verbunden), b) die einzelnen Körner sind unter einander sehr ver-
schieden, die Merkmale sind bald gemischt, bald gemengt, bald beides zugleich.
. Es tritt nur das Merkmal der @ Pflanze auf, das Bastardendosperm gleicht dem
Endosperm der Mutter.
Auler in dem sub 4 erwähnten Falle hat das Geschlecht bei der Xenienbildung
Einfluss und zwar steht gewöhnlich das Bastardierungsproduct der Mutter näher, eine
Thatsache, die Verf, mit Recht in Verbindung bringt mit dem Umstande, dass in den
beiden Polkernen des Embryosackes nicht eine gleich große Erbmasse mit der des
zweiten generaliven Kerns aus dem Pollenschlauch verschmilzt, sondern eine etwa
No
fo
doppelt so große.
Auf die weittragende praktische Bedeutung der Versuche des Verf. sowie auf die
speciellen Ergebnisse seiner Bastardierungsexperimente soll hier nicht näher eingegangen
werden. Schon die vorstehenden kurzen Auszüge werden darthun, dass die Unter-
suchungen des Verf. als eine hervorragende Leistung bezeichnet werden müssen,
W. Runnann,
Eingegangene neue Litteratur aus dem Jahre 1901 (bis Mitte
September), nebst einigen Nachträgen aus dem Jahre 1900.
Im Auftrag der Redaction zusammengestellt von W. RuxLanp.
Allgemeines, Anatomie, Morphologie, Systematik, Bio-
logie und Pathologie, Nomenclatur und Untersuchungs-
methoden betreffend.
Beille, L.: Note sur le développement des Disciflores. — Compt. rend.
congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 182—184.
Belli, S.: Observations critiques sur la réalité des espéces en nature au
point de vue de la systématique des végétaux. — Turin (Charles
Clausen) 1904, 87 p. 8°.
Bohlin, Knut: Utkast till de gröna algernas och arkegoniaternas fylogeni.
— Upsala 1901, 43 p. mit einem deutschen Resumé.
Bolling, G.: Beiträge zur Kenntnis einiger alkaloidhaltiger Pflanzen mit
Berücksichtigung ihrer Anatomie und des mikrochemischen Nach-
weises der Alkaloide. — Erlangen (Aug. Vollrath) 1900, 58 p., 8°.
Buchenau, Fr.: Die Flora der Maulwurfshaufen. — Abh. Nat. Ver. Brem.
1901, Bd. XV, p. 297—306.
Chesnut, V. K., and E. V. Wilcox: The stock-poisoning plants of Mon-
tana. — U. S. Depart. Agricult. Div. of Bot., Bull. XXVI. Washington
1904, 150 p., 8°, mit XXXVI Taf.
Clos, D.: La theorie du pétiole dans la fleur. — Mém. Acad. sci., inscript.
et belles. lettr. de Toulouse, X. sér., tome I, 16 p. des Sep.-Abdr.
Correns, C.: Bastarde zwischen Maisrassen mit besonderer Beriicksichtigung
der Xenien. — Bibliotheca botanica, Heft 53. — Stuttgart (E. Nägele)
1904. .# 24.—.
Referat S. 40.
Coulter, John M., and Charles J. Chamberlain: Morphology of sperma-
tophytes. — New York (D. Appleton and Co.) 1904, 188 p. und
106 Textfig.
(4*)
44 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Fernald, M. L.: Some recent publications and the nomenclatorial princi-
ples they represent. — Bot. Gazette, Vol. XXXI, 1901, p. 183—497.
Gidon, F.: Sur l’interprötation anatomique de l’anomalie des tiges chez les
Dicotylédones cyclospermées et sur le plan structural de leur pétiole.
— Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 204—207.
Goebel, K.: Morphologische und biologische Bemerkungen. 10. Uber die
Bedeutung der Vorläuferspitze bei einigen Monokotylen. — Flora
1901, LXXXVII, p. 470—472, mit 5 Textfig.
Hallier, H.: Uber die Verwandtschaftsverhiltnisse der Tubifloren und Ebe-
nalen, den polyphyletischen Ursprung der Sympetalen und Apetalen
und die Anordnung der Angiospermen überhaupt. Vorstudien zum
Entwurf eines Stammbaumes der Blütenpflanzen. — Abh. aus dem
Gebiete der Naturwiss., herausgeg. vom naturwiss. Ver. Hamburg
(L. Friederichsen & Co.) 1901, 412 p., 4% .# 4.—.
Hartig, Robert: Holzuntersuchungen. Altes und Neues. — Berlin (Julius
Springer) 1904, 99 p., 80 mit 52 Fig. .# 3.—.
Maule, C.: Das Verhalten verholzter Membranen gegen Kaliumpermanganat,
eine Holzreaction neuer Art. Habilitationsschr. kgl. techn. Hochsch.
Stuttgart. — Stuttgart (A. Zimmer) 1901, 22 p., 8°.
Petersen, O. S.: Diagnostisk redanatomi of N. V. Europas tracer og buske.
— Kobenhavn (Ernst Bojesen) 4901, 95 p., 8°, 77 Fig.
Reinke, J.: Einleitung in die theoretische Biologie. — Berlin (Gebr. Paetel)
1902, 639 p. 4 16.—.
Dieses soeben erschienene Werk, von dem ich bis jetzt erst einige Kapitel lesen
konnte, ist jedem Biologen zur Lectüre zu empfehlen, da in demselben mit großer
Klarheit und in gefälliger Sprache an der Hand von wohlbekannten Thatsachen Fragen
besprochen werden, die keinem denkenden Biologen gleichgültig sein können. Verf,
bekämpft ebenso die alten vitalistischen Anschauungen, wie den starren Materialismus
und vertritt eine mechanisch-vitalistische Richtung, die nicht alles durch die physika-
lischen und chemischen Processe der Materie erklären will, sondern die zweckmäßige
Organisation, die Fortpflanzung und die Intelligenz auf eine besondere (freilich unserer
Erkenntnis nicht zugänglichen) Structur der organisierten Wesen zurückzuführen sucht.
E.
Schniewind-Thies, J.: Die Reduction der Chromosomenzahl und die ihr
folgenden Kernteilungen in den Embryosackmutterzellen der Angio-
spermen. — Jena (Gustav Fischer) 1904, 34% p. mit 5 lith. Taf. 4 7.—.
Seckt, H.: Beiträge zur Theorie der Blattstellungen bei Zellenpflanzen, —-
Inaug.-Diss., Berlin 1904, Sep.-Abdr. aus Bot. Gentralbl. 1904, Bd. X,
Heft 4, 21 p. mit 2 Taf.
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Tieghem, Ph. van: Sur les Dicotylédones du groupe des Homoxylées. —
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Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 45
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|
|
|
.
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hirsula Radlk., Berkleya Radula de Wild., Eriogonum Jamesri Benth. var. flavescens
Wats., Cinnamomum pedunculatum Nees, Hakea microcarpa R. Br., Hermannia can-
dicans Ait. var. discolor Harv., Rhipsalis rhombea Pfeiff., Leucopogon lanceolatus
R. Br., Amsonia Tabernaemontana Walt., Dioscorea caucasiea Lipsky.
Winkler, Hans: Untersuchungen zur Theorie der Blattstellungen. I. —
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und 2 Taf.
Zur Systematik und Morphologie einzelner Familien
| und Reihen.
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_ Jahn, E.: Myxomycetenstudien. 4. Dietydium wmbilicatum Schrad. —
: Berichte D. Bot. Ges. 1901, XIX. p. 97—115, mit 1 Taf.
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handling. — Upsala 1901, 140 p., 8°, 26 Fig. im Text.
Weber-Van Bosse, A.: Etudes sur les algues de l’Archipel Malaisien. III.
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Vergl. auch Bot. Centralbl. X. 1901, 36 p.
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Jedes Heft ist 8 p. 3° stark.
Pilzfloren.
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— Nuovo Giornale botanico italiano, Nuova Serie; VIII. 1901, p. 163
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Murbeck, Sv.: Parthenogenetische Embryobildung in der Gattung Alche-
milla. Lunds Universitets Arsskrift, Bd. XXXVI, Affdel. 2, Nr. 7,
si p., gr. 4°, mit 6 Taf.
Verf, constatiert hier zum ersten Male bei Phanerogamen an 9 Arten das aus-
whhebhche Vorkommen von Parthenogenesis. Eine Chromosomenreduction findet bei
en kernieilungen im Embryosack nicht statt. Sowohl Embryo- wie Endospermbildung
Were verlauft von ersterer übrigens zeitlich sehr unabhängig) kann schon im
Koospenstadium der Blüte eintreten. Im Zusammenhang mit der Parthenogenie steht die —
Houtgket von Anomalien im Keim- und Zellapparat des Ovulums, Die Thatsache einer
lorigesetzt vegetativen Entstehung des Embryo erklärt die merkwürdige Constanz der
ft minimalen morphologischen Charaktere der betreffenden Arten.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 55
Murbeck, Sv.: Uber das Verhalten des Pollenschlauches bei Alchemilla
arvensis (L.) Scop. und das Wesen der Chalazogamie. — Ebenda,
Nr. 9, 1904, 418 p., mit 2 Taf.
4, Die Chalazogamie ist ein extremer Fall einer allgemeinen Erscheinung, dadurch
gekennzeichnet, dass der Pollenschlauch während seines ganzen Verlaufes inter-
cellular vordringt.
2. Der intercellulare Wachstumsmodus des Pollenschlauches ist als eine physio-
logische Eigentümlichkeit zu bezeichnen, welcher, weil bei sehr verschiedenen
Pflanzenfamilien nachgewiesen, vom phylogenetischen Standpunkt aus keine Be-
deutung beizulegen ist (vergl. auch ENGLER in Nat. Pflanzenfam., Nachtrag 1897,
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DP
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herausgeg. von Prof. Dr. Car. Lurrssen, Heft 52, 1901, 80 p., 4% —
mit 2 Taf. 4 18.—.
Medicinal- und Giftpflanzen im Allgemeinen, Cultur-
pflanzen und deren Krankheiten.
Nur eingesendete Abhandlungen sind aufgeführt, Vollständigkeit ist nicht angestrebt.
Vergl. auch den vorangehenden Abschnitt.
Cador, Ludwig: Anatomische Untersuchung der Mateblätter unter Be-
rücksichtigung ihres Gehaltes an Thein. — Inaug.-Diss. Erlangen, —
1900. Cfr. auch Bot. Centralbl. 1900, 39 p.
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1904, 150 p., 8°, mit XXXVI Taf. 7 |
Gilg, E., und K. Schumann: Uber die Stammpflanze der Johimberinde.
— Notizbl. Kgl. bot. Gart. und Mus. Berlin, Bd. IH. 1901, p. 92—97:
Gruner, Dr.: Über den Stand der Kolapflanzung und -Verbreitung im —
Misahöhebezirk. — Der Tropenpflanzer V. 1904, p. 17—20.
Hennings, P.: Uber einen schädlichen Orchideenpilz Neetria bulbicola —
P. Henn. n. sp. — Notizbl. Kgl. bot. Gart. u. Mus. II 190155
p. 97—99. a
Hindorf, R.: Die Einführung, der gegenwärtige Stand und die Aussichten
der Agavencultur in Deutsch-Ostafrika. — Der Tropenpflanzer, V.
1904, p. 7—17.
Holmes, E. M.: The Strophanthus Kombe Seed of commerce. — Phar-
maceutical Journ. 1904, p. 486—489.
Hua, Henry, el Aug. Chevalier: Les Landolphiées (lianes à caoutchouc)
du Sénégal, du Soudan et de la Guinée francaise. — Journ. de Bot. «
t. XV. 1901, p. 4—9, 62—72, 73—85 et 116—190.
Hunger, F. W. T.: Overzicht der ziekten en beschadigingen van het blad
bi) Deli-Tabak, Mededeel. uit’s Lands plantentuin XLVIT 1901,
Batavia, 54 p.
Kew, Hoyal botanic gardens: New garden plants of the year 1900, —
Bull. of miscell, inform., roy. gard. Kew. I. 1904, p. 84—99!
Klinge, J.: Ersatz- und Fälschungsmittel des chinesischen Thees in Russ-
land, St. Petersburger Herold 1904, 23 p., 89 des Sep.-Abdr.,
Kümpel, J.: Das Trocknen des Kaffees, — Der Tropenpflanzer, V. 1901,
p. 273-— 275,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 59
Lindau, G.: Beobachtungen über den südafrikanischen Heuschreckenpilz
(Locust Fungus). — Notizbl. Kgl. botan. Gari. u. Mus. Berlin, Bd. III.
1901, p. 119—126, mit 1 Taf.
Perredes, Pierre: A new admixtum of commercial Strophanthus Seed. —
Ebenda, 27. April 1901, 8 p., 3 Tef.
Preuss, P.: Expedition nach Central- und Südamerika, 1899/1900. —
Berlin (Verlag des kolonialw. Komitees) 1901, 452 p. 8°, mit 20 Taf.,
1 Plan und 78 Abbild. im Text. 4 20.—.
Preyer, A.: Über Kakaofermentation. — Der Tropenpflanzer, V. 4901,
p. 157—173.
Sadebeck, R.: Der Raphiabast. — Jahrb. Hamburg. wissensch. Anstalt.
XVIIL 1900, 42 p., mit 2 Taf.
Schanz, M.: Die Faserpflanzen und die PBochmeria-Kultur in Japan. —
Der Tropenpflanzer, V. 1901, p. 227—231.
—— Die Faserpflanzen und die boehmeria-Kultur in China. — Ebenda,
p. 126—136.
Schlechter, R.: Westafrikanische Kautschuk-Expedition 1899/1900. —
Berlin (Verlag des kolonialw. Komitees) 1900, 326 p. 8°, mit 13 Taf.
und 44 Abbild. im Text. # 12.—.
Schmidt, H.: Einiges über den Tabakbau auf Sumatra. — Der Tropen-
_pflanzer, V. 1901, p. 117—126 u. 173—184.
Schrenk, H. v.: Fungous diseases of forest trees. — Yearbook of the
U. S. depart. Agricult, 1900. Washingt. 1904, p. 199—210.
Some diseases of New Endland Conifers: A preliminary report. —
U. S. Depart. Agricult.; Divis. of veget. physiol. and pathol. 1900,
56 p. mit 15 Taf.
—— Two diseases of red cedar, caused by Polyporus juniperinus n. sp.
and Polyporus carneus Nees. — Ebenda, 22 p. mit 7 Taf.
Schulte im Hofe, Dr. A.: Die Kultur und Fabrikation von Thee in
Britisch Indien und Ceylon mit Rücksicht auf den wirtschaftlichen
Wert der Theekultur fiir die deutschen Kolonien. — Beihefte zum
Tropenpflanzer Bd. II. 19041, Nr. 2, p. 37—117, mit 5 Karten und
4 Abbild.
Sprenger, C.: Kultur der indischen Feigen in Siiditalien. — Der Tropen-
pflanzer, V. 1901, p. 65—82.
Stuhlmann, Dr. F.: Notizen über die Landwirtschaft auf »La Réunion<.
— Beihefte zum Tropenpflanzer, Bd. II, 1904, Nr. 4, p. 1—29 mit
3 Textbild.
Ule, E.: Erster Bericht über den Verlauf der Kautschuk-Expedition bis
zum Beginn des Jahres 1901; mit einem Vorwort »Ule’s Expedition
nach den Kautschuk-Gebieten des Amazonenstromes« von K. SCHUMANN.
— Notizbl. d. kgl. bot. Gart. u. Mus. Berlin, Bd. III, 1904, p. 109
—118.
(5*)
60 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Volkens, G.: Uber eine Schildlauskrankheit der Kokospalmen in Togo
und auf der Karolineninsel Yap. — Notizbl. kgl. bot. Gart. u. Mus.
Berl., Bd. II, 1901, p. 85— 92.
Zimmermann, A.: It het doelmatig in Lage, droge streken koffiezaad,
ofkomstig van hooge, vochtige landen te gebruiken. — Teysmannia,
XI. Jaarg., 1901, p. 636—640. |
-—— Korte opmerkingen over eenige ziekten en plagen van koffie en bij-
cultures, waargenomen op eenige koffielanden van Oost-Java. —
Ebenda, 1900, p. 437—446.
— Werkt het ontsmetten met kopersulfaat en kalk nadeelig op het
kiemvermogen van koffiezaad? — Ebenda, 1900, p. 546—548.
.
Pflanzengeographie.
Allgemeine Pflanzengeographie betreffend.
Burckhardt, C.: Traces géologiques d’un ancien continent pacifique. —
Revista del museo de la Plata, X. 16 p. — Avec une planche. —
La Plata 1900.
Salignac Fénelon, Vicomte F. de: Origines et distribution géographique
de la faune d’Europe. — 53 p. 89. — Société d’histoire naturelle
de Toulouse, 1900.
Ist auch für die Entwickelungsgeschichte der Florengebiete von Interesse.
Köppen, W.: Versuch einer Klassification der Klimate, vorzugsweise nach
ihren Beziehungen zur Pflanzenwelt. — 45 p. 8°, mit 2 Karten. —
Geogr. Zeitschrift. VI. Jahrg. — Leipzig (B. G. Teubner) 1904. |
Specielle Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte.
binteilung nach Ensuen, Die Entwicklung der Pflanzengeographie in den letzten
hundert Jahren, in Humpotnr-Centenar-Schrift 4899, Berlin [W. H. Kühl),)
Plankton s. oben S. 47,
Vergleiche auch diesen Litteraturbericht S,27—38 und ändere daselbst
Folgendes:
vorletzte Zeile muss es heißen Pflanzendecke anstatt Pflanzenkunde,
8 unten muss die Überschrift Atlantische Provinz über Gross Bri-
lannien kommen,
27
=
_
.
>. 29 hes Niedersachsen anstatt Nicdersächsischer Bexirk.
anstatt Baltischer Bexirk setze Östliche Ostseeländer,
anstatt Märkischer Bexirk setze Mitteldeutsches Tiefland.
10 setze Rheinlandsone anstatt Niederrheinisches (Gebiet,
ze Hereynische Zone anstatt Oberstichsischer Bexark..
s. 41 muss es heißen E. Mediterranes Gebiet.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 61
S. 33 muss es heißen F. Centralasiatisches Gebiet.
H, J. Vereinigte Staaten.
J. Gebiet des atlantischen Nord-Amerika.
S. 33 unten gehören Hill und Hitchcock unter J.
S. 38 streiche den zweiten Titel von Moore.
Nördliches extratropisches Florenreich.
A. Arktisches Gebiet.
Dusen, P.: Nagra viktigare växtfynd fran nordöstra Grönland. — Botan.
Notis. 1901, p. 73—76.
Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen Ostgrünlands. — Bihang till K.
Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 27. Afd. IH. Nr. 3. — 70 p. 8°, mit
1 Karte und 5 Tafeln.
—- Beiträge zur Laubmoosflora Ost-Grünlands und der Insel Jan Mayen.
— Ebenda Nr. 1. — 71 p. mit 4 Taf.
—— Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen. — Ebenda Bd. 26, Nr. 13.
— 16 p. 8°, mit 1 Taf.
Henking: Die Expedition nach der Bäreninsel im Jahre 1900. — Berlin,
»Mitteil. d. Deutsch. Seefischerei-Vereins« 1904, 47 p. mit 4 Taf.
Kornerup, Th.: Apercu des »Meddelelser om Grönland«. — Communi-
cations sur le Grönland 1876—1899, traduit par E. Baruël. —
Copenhague (C. A. Reitzel) 1900.
20—24 d. Botanique.
Macoun, James M.: A list of the plants of the Pribilof-Islands with notes
on their distribution. — Extr. from the Fur-Seals and Fur-Seal Islands
of the North Pacific Ocean, Part Ill, p. 559—587, plates LXXX VIT
—XCIV.
Skottsberg, Carl: Einige blütenbiologische Beobachtungen im arktischen
Teil von Schwedisch Lappland 1900. — Bihang till K. Svensk. Vet.-
Akad. Handl., Bd. XXVII, Afd. II, No. 2, 19 p. mit 2 Taf.
Williams, R. S. u. a.: Contributions to the botany of the Yukon territory.
— Bull. of the New York bot. Gard. Vol. IL 1901, p. 101—187 mit
A1 Taf.
Enthält: I. An enumeration of the Hepaticae collected by R. S. Wırrrams, 1898—
1899, by Marswatt A. Howe, with 4 pl. 2. An enumeration of the Mosses collected,
by R.S. Wizcrams with 9 pl. 3. An enumeration of the Pteridophytes collected by
R. S. Wırrıams and J. B. Tarteton, by M. UnpErwoop. 4. An enumeration of the flowering
plants collected by R. S. Wiczrams and J. B. Tarteton, by N. L. Brirron and P. A. RYDBERG.
B. Subarktisches oder Coniferen-Gebiet.
Provinz des subarktischen Europa.
Warming, Ostenfeld u. a.: Botany of the Faeröes, based upon danish
investigations. Part I, illustr. with 10 plates, and 50 fig. in the
62 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
text. — Copenhagen (det nordiske forlag Ernst Bojesen) 1901,
338 p., 8°.
Enthält: Eve. Wamuxc: Historical notes on the botanical investigations of the
Faerdes: C. H. Osrexrezn: Geography and topography, industrial conditions, geology, —
climate, Phanerogamae and Pteridophyta, and phyto-geographical studies based upon
observations of »Phanerogamae and Pteridophytas; C. Jensen: Bryophyta and phyto-
geographical studies based upon the Bryophyta; F. Bôrcesex: Freshwater Algae;
Enxsr Osrrur: Freshwater Diatoms and phyto-geographical studies based upon the nu
freshwater Diatoms; E. Rostrup: Fungi; J. S. Dercamann Brantu: Lichenes.
C. Mitteleuropäisches Gebiet.
Mehrere Linder betreffend und Allgemeines.
Buchenau, Fr.: Die Flora der Maulwurfshaufen, — Abh. Nat. Ver. Brem.
1901, Bd. XV. p. 297—306. :
Flahault, Ch.: La flore et la végétation de la France avec une carte de
la distribution des végétaux en France. — Paris (P. Klincksieck) |
1904, 52 p., 8°. |
—— Les limites supérieures de la végétation forestière et les prairies
pseudo-alpines en France. — 39 p. 8° mit 4 Tafel. — Revue des
Eaux et Forêts, XI. Nos des fer et 15 juillet 1904.
Hock, Dr. F.: Die Verbreitung der Meerstrandpflanzen Norddeutschlands
und ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Genossenschaften. — Bot.
Centralblatt, Beihefte, Bd. X, 1904, Heft 6, 23 p. des Sep.-Abdr.
—— Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mittel-Europas während des letzten —
halben Jahrhunderts. IV’. — Ebenda, Heft 4/5, 1904, 47 p. |
Weber, C. A.: Uber die Erhaltung von Mooren und Heiden Norddeutsch-
lands im Naturzustande, sowie über die Wiederherstellung von Natur- —
wäldern. — Abh. Nat. Ver. Bremen 1901, Bd. XV. p. 263—278, mit
1 Taf.
Winkler, H.: Pflanzengeographische Studien über die Formation des
Buchenwaldes. — Inaug.-Diss., 60 p. und 1 Karte. — Breslau 1904.
Atlantische Proving.
Gross-Britaanien.
Williams, F. N.: Prodromi florae Britannicae specimen. Cucurbitaceae,
Lobeliaceae, Campanulaceae et Asteracearum subfam. Asterineae. —
rentford 4904, 16 p., 8°.
Subatlantische Provinx.
Niedersachsen.
Buchenau, Fr.: Flora der ostfriesischen Inseln. Nachtrag zur dritten Auf-
lage. p. 487—213 Leipzig (W. Engelmann) 4904. #4 —.60.
Enthält neue Verzeichnisse der Moose und Flechten (p. 187—201), Berichtigungen
07) und neues Register.
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 63
Hansen, A.: Die Vegetation der ostfriesischen Inseln. Ein Beitrag zur
Pflanzengeographie, besonders zur Kenntnis der Wirkung des Windes
auf die Pflanzenwelt. — 86 S. groß 8° mit 4 photogr. Bildern und
einer Karte. — Darmstadt 1901.
Südliches Schweden.
Nilsson, A.: Sydsvenska Yunghedar. — Jämför Tidskr. for Skogshushäll-
ning 1900. 208. 8°.
Sarmatische Provinz.
Mitteldeutsches Tiefland.
Höck, Dr. F.: Studien über die geographische Verbreitung der Wald-
pflanzen Brandenburgs. VI. — Abh. bot. Ver. Brandenb. XLIM.
4901, p. 1—14.
Schube, Th.: Beiträge zur Kenntnis der Verbreitung der Gefäßpflanzen
in Schlesien. — Ergänzungsheft z. LXXVIII. Jahresber. d. Schles.
Ges. f. vaterl. Cultur, Breslau 1904, 36 p. mit 4 Karten.
Provinz der europäischen Mittelgebirge.
Zone des centralfranzösischen Berglandes und Rheinlandzone.
Flahault, E.: Les limites supérieures de la végétation forestière et les
prairies pseudo-alpines en France. — Extrait de la Revue, des Eaux
et Forêts, XL. Nos des der et 15 juilet 1904. — 39 p., 4 pl.
Jurassische Zone.
Binz, Aug.: Flora von Basel und Umgebung. Rheinebene, Umgegend von
Milhausen und Altkirch, Jura, Schwarzwald und Vogesen. — Basel
(C. F. Lendorff) 1901, 340 p., kl. 8%. Geb. .# 5.20.
Hercynische Zone.
Peter, A.: Flora von Südhannover nebst den angrenzenden Gebieten etc.
2 Teile und 4 Karte des Gebietes. 323, 137 p. — Göttingen (Vanden-
hoeck und Ruprecht) 1901. .# 8.-—; geb. .# 9.25.
Zahn, Gustav: Die Flora des Seebergs. — »Naturwissenschaftliches und
Geschichtliches vom Seeberg«. — Gotha (Thienemann) p. 69—110.
Provinz der Alpenländer.
Allgemeines.
Engler, A.: Die Pflanzenformationen und die pflanzengeographische Glie-
derung der Alpenkette, erläutert an der Alpenanlage des neuen Kgl.
bot. Gartens zu Dahlem-Steglitz bei Berlin, 96 S. mit 2 Orientierungs-
karten. — Notizblatt des Kon. bot. Gartens, Appendix VII. —
Leipzig (W. Engelmann) 4901. .# 2.40.
64 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Jaccard, Paul: Méthode statistique pour déterminer la distribution de la
flore alpine. — Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, —
p. 31—38.
Contribution au problème de limmigration post-glaciaire de la flore —
alpine. — Bull. Soc. Vaudoise sc. nat. XXXVI. (1900) p. 87—130, —
mit 4 Karte.
Neuweiler, E.: Beiträge zur Kenntnis schweizerischer Torfmoore. —
Inaug.-Diss., 61 p., 2 Taf. — Zürich 1904.
Vogler, P.: Uber die Verbreitungsmittel der schweizerischen Alpenpflanzen.
— Inaug.-Diss. 137 p. mit 4 Taf. — Flora, 89. Bd.; Ergiinzungs-
band, 1901. cay.
—— Beobachtungen über die Bodenstetigkeit der Arten im Gebiet des
Albulapasses. — Berichte der schweizer. botan. Gesellsch. Heft XI.
27 p. 8°. — Bern 1904
Zone der Südwestalpen.
Flahault, C.: Sur les herborisations de la société botanique de France et
sur quelques excursions faites hors session, aux mois d’aoüt et de
septembre 1897, dans la vallée de ’Ubaye. — Bull. de la soc. bot.
de France, T. XLIV, p. CLVI—CCLVIIL
Provinz» der Karpathen.
Degen, A. v.: Die Flora von Herkulesbad. Eine Vegetationsskizze. —
29 S. 8°, — Budapest (Buchdruckerei-Actiengesellschaft Pallas) 1901.
Borbäs, V. v.: Die Vegetation der Veterna-Hola (West Fätra). — 44 S. 8" —
Illyrische Provinz.
Dr. Günther Ritter Beck von Managetta: Die Vegetationsverhältnisse
der illyrischen Länder, begreifend Südkroatien, die Quarnero-Inseln,
Dalmatien, Bosnien und die Hercegovina, Montenegro, Nordalbanien,
den Sandzak Novipanar und Serbien. — IV. Bd. der Vegetation der
Erde, Sammlung pflanzengeographischer Monographien, herausgegeben
von A. Eneren und O, Drupe. — 535 p. 80, mit 6 Vollbildern,
I8 Textliguren und 2 Karten. — Leipzig (W. Engelmann) 1904.
Subskr.-Pr. (bei Abnahme der ganz. Samml.) .# 20.—; geb. # 21.50;
Einzelpr. M 30,—: geb, M 31.50.
Provinx des Balkan. |
Adamovic, L.: Die mediterranen Elemente der serbischen Flora. — Bot.
Jahrb. XXVIL 1#99) p. 361— 389,
Div Sibljak-Formation, ein wenig bekanntes Buschwerk der Balkan-
inder Ebenda, XXXI. (1901) p. 1—29,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 65
E. Mediterran-Gebiet.
Südwestliche Mediterranprovinz.
Murbeck, S.: Contributions à la connaissance des Graminées-Polypodiacées
de la flore du Nord-Ouest de l’Afrique et plus spécialement de la
Tunesie avec un appendice. — Acta Univers. Lundens, XXXVI, 1900,
34 p., mit 3 Taf. und 8 Fig.
Iberische Provinz.
Blas Lazaro é Ibiza: Contribuciones à la flora de la peninsula ibérica.
Notas criticas acerca de la flora española. II. Serie. — Madrid 1900,
Anal. de la soc. esp. de hist. nat., tomo XXIX, p. 125—176.
Coincy, Auguste de: Ecloga quinta plantarum hispanicarum seu Icones
stirpium elapsis annis per Hispaniam lectarum ab auctore. — Paris
(Masson et Co.) 1904, 35 p. Fol., mit 14 lith. Taf.
Pau, C.: Plantas teruelanes recogidas por D. Anronto BapaL. — Bol. soc.
espan. hist. nat. 1901, p. 150—157.
Relacién de plantas menorquinas. — Ebenda p. 207— 214.
Rivas Mateos, M.: Plantas de Sierra de Béjar. — Ebenda p. 162—164.
Ligurisch-tyrrhenische Provinz.
Béguinot, A.: La flora dei depositi alluvionali del basso corso del fiume
Tevese. — Nuov. Giorn. botan. ital. n. ser. VIII, 1901, p. 238—315.
Briquet, J.: Recherches sur la Flore des montagnes de la Corse et ses
origines. — Annuaire de la Conservatoire du Jardin botanique de
Genève, 5me année (1901), p. 12—419, pl. I—IIL.
Lutz, L.: Additions à la flore de Corse. — Bull. soc. bot. de France
XLVIIL 1904, p. 49—58.
Mattirolo, Oreste: Il Calendario di flora per Firenze secondo il mano-
seritto dell’ anno 1592 di Frate Agostino del Riccio. — Bullettino
della R. Societä toscana di Orticoltura, Ann. XXV, 1900, 31 p.
Rikli, M.: Korsische Reisestudien. — Ber. d. schweiz. bot. Ges,, Heft XL.
(1901) p. 27—33.
Mittlere Mediterranprovinx.
Bernatsky, J.: Pflanzengeographische Beobachtungen auf Süd-Lussin. —
Természetrajzi Füzetek XXIV. (1901) p. 88—137 und 12 Fig.
Ökologische Studie, ungarisch mit ausführlichem deutschem Résumé,
G. Mandschurisch-japanisches Gebiet oder temperirtes
Ostasien.
Diels, L.: Die Flora von Central-China. — Bot. Jahrb. XXIX. (1901)
p. 169—659, 4 Taf., 1 Karten-Skizze und 5 Fig.
66 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
Ichimura, T.: Pflanzenverbreitung auf dem Tateyama in der Provinz —
Etchu. — Tokyo Bot. Mag. vol. XV, p. 5—9, Forts. | |
Komarov, V.: Species novae florae Asiae orientalis (Manshuriae et Koreae
borealis). — Acta hort. Petrop. XVII. 1901, p. 420—449.
Makino, T.: Observations on the Flora of Japan. — Tokyo Botan. Magaz.
XV. 1904, p. 10—12, 32—36.
— Contributions to the tds of the Flora of Japan XX VII. — Ebenda 1
p. (3] ff. (japanisch).
Matsumura, J.: Notulae ad plantas asiaticas orientales. — Ebenda Vol. XV,
1901, p. 2—4 und 13—17. |
H. J. Nord-Amerika im allgemeinen.
Sargent, Ch. S.: Trees and sbrubs illustrations of new or little known
ligneous plants. — Boston (Houghton, Mifflin and Co.), Probeheft.
—— New or little known North American trees. — Bot. Gazette XXXI.
1904, Il: p. 1—16; I: p. 217—240.
H. Gebiet des pacifischen Nord-Amerika.
Mc. Kenney, R. F. B.: Notes on plant distribution in Southern California, —
U. S. A. — Bot. Centralbl., Beiheft, Bd. X, Heft 3, 1904, 44 p., mit”
7 Fig.
J. Gebiet des atlantischen Nord-Amerika.
Beadle, C. D.: New species of Thorns from the southeastern states, —
Biltmore Botan. stud. Vol.I, 1901, p. 25—46. 5
Enthält eine Beschreibung neuer Crataegus-Arten. |
Bessey, Carles E., Roscoe Pound and Frederic E. Clements: Re-
port on recent collections; Studies in the vegetation of the state,
J. [nonxser, The prairie-grass formation in region I. — University —
of Nebraska, Botanical Survey of Nebraska, Lincoln 4904, 143 p., 8% —
Bray, L.: The ecological relations of the vegetation of Western Texas.
Contributions from the Hull botanical laboratory. — Botan. Gazette
ANAIL (1901) p. 99—123 und 24 Textfiguren.
Cowles, Henry Chandler: The physiographic ecology of Chicago and —
Monty; a study of the origin development, and classification of
plant societies. — Botan. Gazette, Vol. XXXI. 1904, p. 73—108 und
165—182, mit 35 Textfig, ,
Macoun, James M.: Contributions to Canadian botany. — The Ottawa
Naturalist, Vol. XV, no, 3, p. 71—79, 1904.
Mohr, Ch.: Plant life of Alabama, — An account of the distribution,
modes of association and adoptions of the Flora of Alabama, together
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 67
with a systematic catalogue of the plants growing in the state. —
921 p. 8°, tab. I—XII. — Contributions from the U. S. Nat. Her-
barium Vol. VI. — Washington 1901.
Pound, Roscoe, and Frederic F. Clements: The Phytography of Ne-
braska. I. General Survey, II. edit. — Lincoln, Neb. U.S. A., 442 p.
8°, mit 4 Karten.
Shimek, B.: Loess of Jowa City and vicinity. — Bull. Univ. Jowa, Nat.
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Small, John K.: Shrubs and trees of the Southern states. IV. — Torr.
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northern Michigan; a study in physiographic ecology. — Botanical
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rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 248 —275.
B. Afrikanisches Wald- und Steppengebiet.
Verschiedene Länder.
Catalogue of Welwitsch’s African plants, Vol. IL Part II. Cryptogamia.
— W. Carruthers: Vascular cryptogams, p. 261—279; A. Gepp:
Mosses, p. 280—309; F. Stephani: Hepatics, p. 310—323; Ethel
E. Barton: Marine Algae, p. 324— 328; W. West: Freshwater Algae,
p. 329—381; Th. Comber: Diatomaceae, p. 382—395; A. Wainio:
Lichenes, p. 396—463; Annie Lorrain Smith: Fungi, p. 464—478;
A. Lister: Mycetozoa, p. 479—480. — General Index, p. 485—565.
Engler, A.: Beiträge zur Flora von Afrika. XXI. — Bot. Jahrb. XXX.
p. 39—126. — P. Hennings: Fungi camerunenses novi Ill. p. 39
—57; W. Schmidle: Beiträge zur Algenflora Afrikas, p. 58—68,
Taf. Il; E. Gilg: Übersicht über die Arten der Oleaceengattung
Schrebera, p.69—74; H. Harms: Leguminosae Il, p. 75—94, Taf. III;
E. Gilg: Myrsinaceae, p. 95—101; G. Lindau: Acanthaceae V,
p. 444—114; G. Lopriore: Amarantaceae, p. 102—110; I. Urban:
Caricaceae, p. 145—117; R. Pilger: Gramineae, p. 118—-126.
— Beiträge zur Flora von Afrika. XXII — Berichte über die botani-
schen Ergebnisse der Nyassa-See- und Kinga-Gebirgs-Expedition.
IV. Die von W. Goetze am Rukwa- und Nyassa-See, sowie in den
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur.
>
DPD
zwischen beiden Seen gelegenen Gebirgsländern, insbesondere dem
Kingagebirge gesammelten Pflanzen. Schixophyceae — Cyperaceae, Bot.
Jahrb. XXX. (1904) p. 239—288, Taf. IV— VII.
Hua, Henri: Les explorations botaniques dans les colonies francaises de
l'Afrique tropicale d’après les collections conservées au Muséum d’Hi-
stoire naturelle de Paris. — Compt. rend. congr. internat. Botan.
Paris 1900, p. 239—247. |
Thiselton-Dyer, Sir William T.: Flora of tropical Africa. Vol. VII,
Bogen I—14, 256 p. |
Enthält die Bearbeitungen der Pontederiaceae von N. E. Brown, Xyridaceae von
demselben, der Commelinaceae von CLarke, der Rapateaceae von N. E. Brown, der
Juncaceae von Baxer, der Palmae und Pandanaceae von WRrıcHt, der Typhaceae,
Araceae und Lemnaceae von Brown, der Alismaceae von Wricut, der Najadaceae von
Bennetr und der Eriocaulaceae von N. E. Brown.
Westafrikanische Waldprovinz.
Durand, Th., et Em. de Wildemann: Matériaux pour la flore du Congo,
Xieme fascicule. — Bull. soc. roy. bot. de Belgique 1904, p. 7—41.
Wildemann, Em. de, et Th. Durand: Reliquiae Dewewreanae. Tome I,
fase. 4. — Annal. de Mus. du Congo. Botan. Ser. II. 80 p.
Illustrations de la flore du Congo. Tome I, fasc. 7. — Bruxelles,
Janvier 1904. |
Ostafrikanische und südafrikanische Steppenprovinz.
Werth, E.: Die Vegetation der Insel Sansibar. — Mitteil. des Seminars
für orientalische Sprachen 1901. III. Abteil. 95 S. 8° und 4 Karte.
Wood, J. Medley: Natal plants. Vol. IIL pt. 2. — Durban (Bennett and
Davis) 4904, 27 p. mit Taf. 228— 949. |
B, ©. Afrikanisches Wald- und Steppengebiet und Gebiet
des südwestlichen Kaplandes.
Thiselton-Dyer, Sir William T.: Flora capensis, Vol. V, pt. 4. — Lon-
don 1901, 224 p. |
Bengt die Bearbeitung der Acanthaceae von C. B. CLanke, der Selaginaceae von
Hove und der Verbenaceae 1. von Pranson,
(. Gebiet des südwestlichen Kaplandes.
Marloth, R.: Notes on the occurrence of alpine types in the vegetation
of the higher peaks of the southwestern region of the Cape. —
Transact. of the South-African philosophical Society. XI. Part 3,
p. 164—468, pl. XXII— XXII, Juni 4904,
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 69
LS
G.. Monsungebiet.
' Hinterindisch-ostasiatische Provinz.
Schmidt, Johs.: Flora of Koh Chang. Contributions to the knowledge
of the vegetation in the gulf of Siam. Part III: GC. B. CLarke:
Cyperaceae; E. Hacker: Gramineae; H. Curist: Pteridophyta (Sela-
ginella auct. G. Hieronymus), V. F. Brortuerus: Pryales. — Botanisk
Tidskr. Vol. XXIV, 1901, p. 23—74. — Part IV: W. West und
G. S. West: Fresh water Chlorophyceae; Tu. ReınsoLp: Marine Algae
(Chlorophyceae, Phaeophyceae, Dictyotales, Rhodophyceae); M. Go-
mont: Myxophyceae hormogoneae, Jous. Scammr: Peridiniales. —
Botanisk Tidskr. Vol. XXIV, 1901, August.
Malausche Provinx.
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Robinson, B. L.: New species and synonymy among the spermatophytes
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Smith, John Donnell: Undescribed plants from Guatemala and other
Central American republics. XXII — Botan. Gaz. Vol. XXXI, 1904,
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70 Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur, « of
+
Westindische Provinz.
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traduit en francais par Mlle. S. Erıkson. — Extr. de la Revue géné- —
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Brornerus, Hepaticae by F. Srepnant; IV. Thallophyta by G. Masses. —
— Transact. Linn. Soc. 2nd Ser. Botany, Vol. VI, pt. 4, Jan. 1904,
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Argentinische Provinz. |
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Andin-patagonische Provinz und austral-antarktisches Gebiet
Südamerikas.
Neger, F, W.: Pflanzengeographisches aus den südlichen Anden und Pata-
gonien, — Bot. Jahrb. XXVII. (1900) p. 231 —258,
)
Litteraturbericht. — Eingegangene neue Litteratur. 71
Iv. Das australe (altoceanische) Florenreich.
A. Austral-antarktisches Gebiet Süd-Amerikas.
Dusén, P.: Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen des südlichen Patagoniens. —
Ofvers. kgl. Vetensk. Akad. Förh. Stockh. 1901, No. 4, p. 220—263.
Oceanisches Florenreich.
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Ostsee. IV. — Wissensch. Meeresunters., Neue Folge, V. Bd., Heft 2,
1901, p. 1—6.
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Bd. LXXX, No. 2 und 3. — 14. u. 16. Juli 1901.
Siehe auch Plankton S. 47.
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Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie
(seit 1899).
Sammelreferat
von
A. Engler.
Da ich im Jahre 1899 gelegentlich des internationalen geographischen
Congresses in der Humboldt-Centenarschrift!) die Entwickelung der Pflanzen-
geographie in den vorangegangenen 100 Jahren ziemlich ausführlich be-
handelt habe, schien es mir zweckmäßig, im Anschluss an die erwähnte
Darstellung einen Überblick über die Fortschritte der Pflanzengeographie
zu geben, welche seit dem Abschluss der genannten Schrift hervorgetreten
sind. Da in den Botanischen Jahrbüchern nach den Arbeiten geordnete
Übersichten?) der mir zugegangenen pflanzengeographischen Publicationen
erscheinen, ist es nicht notwendig und aus Rücksicht auf das Ermüdende
solcher Aufzählungen wohl auch kaum erwünscht, dass auf alle pflanzen-
geographischen Arbeiten der letzten beiden Jahre eingegangen wird, — viel-
mehr betrachte ich es als meine Aufgabe, diejenigen hervorzuheben, in
denen entweder Gebiete behandelt werden, die ein allgemeines Interesse
beanspruchen oder in denen Fragen zur Sprache kommen, welche für die
Förderung einzelner Richtungen der Pflanzengeographie besonders
wichtig sind; sodann musste ich mich auch auf die mir sprachlich zugäng-
lichen Abhandlungen beschränken. Wenn dagegen floristische Werke und
Einzelarbeiten hier nicht oder nur teilweise besprochen worden, so soll
darin keine geringere Bewertung derselben liegen, zumal auch gerade die
hier zu erwähnenden pflanzengeographischen Arbeiten ökologischer oder
1) Humboldt-Centenar-Schrift. Wissenschaftliche Beiträge zum Gedächtnis
der hundertjährigen Wiederkehr des Antritts von A. vy. Humsorpr’s Reise nach Amerika
am 5. Juni 4799. Aus Anlass des VII. Internationalen Geographen-Congresses heraus-
gegeben von der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. II. A. EncLer: Die Entwickelung
der Pflanzengeographie in den letzten hundert Jahren und weitere Aufgaben derselben.
247 S. 80. — Berlin (W. H. Kühl) 1899.
2) Vergl. XXX. Bd. Litteraturbericht S. 25—74,
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (6)
74 Litteraturbericht. — A, Engler,
entwickelungsgeschichtlicher Richtung zeigen, dass sie eben nur möglich
sind auf der Basis gründlicher systematischer und floristischer Vorarbeiten.
km allgemeinen möchte ich noch bemerken, dass naturgemäß die Mehr-
zahl auch der neueren pflanzengeographischen Arbeiten registrierender Natur
ist, — dass eine geringere Zahl sich mit der Schilderung der Vegetation
größerer Gebiete und deren Gliederung in kleinere natürliche Areale be-
fasst oder die Entwickelungsgeschichte der Floren verfolgt, vielfach aber
auch das Bestreben hervortritt, in floristisch bereits gut bekannten Gebieten
ökologische Untersuchungen über die Beziehungen zwischen Formation und
Boden oder Klima anzustellen. Klein ist auch die Zahl der Arbeiten, in
welchen auf die mit den Existenzbedingungen im Zusammenhang stehende
anatomische Organisation der Pflanzen oder auf die für das Verständnis
der Pflanzenverbreitung so wichtigen Verbreitungsmittel der Arten eines
Gebietes oder einer Formation eingegangen wird. Aus Rücksicht auf die
in den Botanischen Jahrbüchern übliche Anordnung der Litteratur halte ich
es für zweckmäßig, die Fortschritte der Pflanzengeographie in der Reihen-
folge der größeren Gebiete zu besprechen und die allgemeineren Fragen
da zu behandeln, wo durch eine Arbeit eine größere Anregung nach einer
bestimmten Richtung hin gegeben ist.
Was zunächst das arktische Gebiet betrifft, so können bei der Sorg-
falt, welche seit langer Zeit auf die Erforschung seiner ärmlichen Flora von
zahlreichen Botanikern verwendet wurde, die neueren Expeditionen nur
eine geringe Zahl von vorher nicht aufgefundenen Arten ans Licht bringen,
— um so mehr vertieft sich die Kenntnis der Formationen, sowie der bio-
logischen Verhältnisse derselben. Im Jahre 4898 wurde unter Leitung des
um die Erforschung der gegenwärtigen und vergangenen arktischen Flora
so hoch verdienten Professor Narnorsr!) eine schwedische Expedition zur
Erforschung von King Karls Land und anderer westlich von Spitzbergen
gelegener Inseln unternommen; bei dieser Gelegenheit wurden auch 8 Tage
auf die Untersuchung der Bären-Insel und eine Umschiffung von Spitzbergen
verwendet. Die der Expedition beigegebenen Botaniker Gunnar ANDERSON
und Henrik Hrssermann?) haben die auf Spitzbergen und der Bären-Insel
gefundenen Gefäßpflanzen zusammengestellt und den Wert dieser Zusammen-
stellung durch Bemerkungen über die Biologie und Variation einzelner Arten,
sowie durch mehrere Abbildungen erhöht.
Ein Teil der von diesen beiden Botanikern auf der Bären-Insel ge-
1, Nathorst, A. 8.: a) Kung Karls Land in »Ymere 4899, Heft 4; b) Nagra
upplysningar till den nya kartan öfver Beeren Eiland, ebenda 1899, Heft 2; c) The
wedish arctic expedition of 1898 in Geographical Journal for Juli and August 1899.
2 Andersson, Gunnar, och Henrik Hesselmann: Bidrag till kännedomen
om Spetsbergens och Beeren Eilands Kärlväxtflora. — Bihang till Svenska Vet.-Akad,
Handi, Bd, XXVI, Afd. Il, p. 1—88 8.-A., med 4 Tall,
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 75
sammelten Pflanzen wurde auch von Prof. Henxine!) auf der Expedition
des Deutschen Seefischerei-Vereins 1900 constatiert. Auf King Karls Land
wurden von den genannten schwedischen Forschern 27 Arten weitverbreitete
arktische Siphonogamen aufgefunden.
Eine sehr wesentliche Bereicherung unserer Kenntnisse über die ark-
tische Flora ist eine Abhandlung Macoun’s2) über die Flora der dem ark-
tischen Amerika zuzurechnenden Pribilof-Inseln unter etwa 56° nördl. Br.
Während in Lepesour’s Flora rossica nur 35 Arten von dieser Inselgruppe
erwähnt sind, kann Macoun 182 Arten und Varietäten von Gefäßpflanzen
nebst einer großen Zahl von Flechten und Mooren aufzählen, darunter auch
einige zum ersten Mal beschriebene und abgebildete Arten. Die sandigen
Küsten und Dünen, die Strandfelsen, auch die zahlreichen Sümpfe lieferten
nur wenige und meist eircumpolar verbreitete Arten; der größte Teil der
Inseln ist tundrenartig und zeigt an den höheren und dem Wind mehr
ausgesetzten Plätzen mehrere Arten in Polstern von 4 Fuß oder mehr
Durchmesser, während in der Nähe der Küste zahlreiche Grasbänke und
Wiesen mit teilweise recht ansehnlichen Formen auftreten, anderseits auch
die feuchten und geschützten Stellen unter den Felsen eigentümliche Arten
darbieten. Charakteristisch ist eine auf wasserreichem, ebenem Terrain auf-
tretende, vorzugsweise von Hypnum und Racomitrium gebildete Formation,
in der außer dem häufigen Mmpetrum nigrum nur Pflanzen beobachtet
werden, welche sonst an hohen und trockenen Plätzen wachsen. Der Ver,
fasser hat auch tabellarisch die Verbreitung der auf den Pribilof-Inseln
vorkommenden Gefäßpflanzen in anderen arktischen Ländern zusammen-
gestellt und kommt zu dem wohl von vornherein zu erwartenden Resultat,
dass abgesehen von den circumpolaren Arten die Pribilof-Inseln mehr Arten
mit dem arktischen Amerika gemein haben, als die Commandeurs-Inseln,
welche mehr nordasiatische Arten besitzen.
Sehr sorgfältig sind die von VANHÖFFEN auf der Grönlandsexpedition
der Gesellschaft für Erdkunde im Umanaks-Distriet gesammelten Gefäß-
pflanzen durch Asromeir?) unter Benutzung der umfangreichen älteren
Litteratur über diese Gebiete bearbeitet worden; durch drei aufgefundene
neue Arten, unter denen Rhododendron Vanhöffenei Abromeit als wahr-
scheinlicher Bastard von Rhododendron lapponicum und Ledum palustre
4) Henking: Die Expedition nach der Bäreninsel im Jahre 1900. — Berlin »Mitteil.
d. Deutsch. Seefischerei-Vereins« 1904, 47 p. mit 4 Taf.
2) Macoun, James M.: A list of the plants of the Pribilof-Islands with notes
on their distribution. — Extr. from the Fur Seals and Fur Seals Islands of the North
Pacific Ocean, Part II, p. 559—587, plates LXXXVII—XCIV.
3) Abromeit: Botanische Ergebnisse der von der Gesellschaft für Erdkunde in
Berlin unter Leitung Dr. v. Drycarskrs ausgesandten Grönlandexpedition nach Dr. Van-
HOFFEN’S Sammlungen bearbeitet. B. Samenpflanzen (Phanerogamen) aus dem Umanaks-
und Ritenbensk-District. 4105 p. 40. Mit 4 Taf. und 1 Textfig. Stuttgart 1899. — Aus
»Bibliotheca botanica« ed. Luerssen und Frank, Heft 42. 18.—.
(6*)
76 Litteraturbericht. — A. Engler,
3 decumbens besonders interessant ist, wurde die Zahl der in Grünland
constatierten Arten nunmehr auf 377 festgestellt. Eine sehr ansprechende
Schilderung der Vegetation des erforschten Gebietes gab Vannérren schon
1897 unter dem Titel »Grönlands Pflanzenwelte in dem Bericht über die
Expedition, Band 2, Teil 4. Für Ostgrünland hat die unter Leitung von
NATHORST unternommene schwedische Expedition einige Bereicherungen
gebracht.
P. Duséx 1) konnte dem von Hartz 1896 in seinem Ostgrenlands Vegeta-
tationsforhold gegebenen Verzeichnis nur 2 Arten und 2 Varietäten hinzufügen
und fiir eine Anzahl Arten ein weiter nördliches Vorkommen zwischen 70
und 75° nördl. Br. nachweisen. Bei der außerordentlich großen Zahl von
wissenschaftlichen Forschungsexpeditionen, welche von Dänemark aus nach
Grönland unternommen wurden, ist eine sehr nützliche Publication Th. Kor-
NERuP’S?) Aperçu des »Meddelelser om Grönland« 4876-1899, in welchem
wir auch einen sehr knapp gehaltenen Bericht über die in jenen Jahren
in Grönland gemachten botanischen Sammlungen und deren Bearbeitung
finden.
Da uns bei den arktischen Ländern auch ein geringer Zuwachs von
Arten zu den bisher bekannten interessiert, so sei hier auch erwähnt, dass
Duséx*) für Jan Mayen durch Zusammenstellung der auf der schwedischen
Grönlandsexpedition von 1899 gesammelten Pflanzen die Zahl der bisher
bekannten 28 Gefäßpflanzen um 2 vermehren konnte, während die Zahl
der Lebermoose von 4 auf 15, die der Laubmoose von 24 auf 38 ge-
stiegen ist.
In dem subarktischen Gebiet schließt sich auch ziemlich stark an
das arktische die Inselgruppe der Fär-Öer an, über deren Vegetations-
verhältnisse die dänischen Botaniker) C. H. OsTENFELD, C. JENSEN, BÖRGESEN,
E. Ösrrur, E. Rosrrup, J. S. Drienmann Brunrn den ersten Teil eines vor-
trefflichen Werkes »Botany of the Faeröes« veröffentlicht haben, zu welchem
Warning eine historische Einleitung verfasste. Dies Werk enthält nicht
bloß eine Aufzählung der Embryophyten, sondern auch die der Thallophyten.
Während €. Jansen an der Bearbeitung der Moose und Ostrup an die der
4, Dusen, P.: a) Nagra viktigare växtfynd frân nordöstra Grönland. — Botan,
Notis. 1901, p. 73—76. — b) Zur Kenntnis der Gefäßpflanzen Ostgrénlands. — Bihang
till K. Svenska Vet. Akad, Handl. Bd, 27, Afd. III, No. 3. — 70 p. 80 mit 4 Karte und
5 Tafeln.
> Kornerup, Th.: Apercu des »Meddelelser om Grönland« (Communications
sur le Grönland) 4876—1899, traduit par E, Banvär. — Copenhague (C, A, Reitzel) 4900.
p. 20—24 d, Botanique,
3, Dusen, P.: Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen, — Bihang till k. svenska
Vet.-Akad. Handling. Bd. XXVI, Afd. II, No. 48, 49 p., 4 Taf.
4 Warming, Ostenfeld u. a.: Botany of the Faeröes, based upon danish in-
vestigations. Part I, illustr, with 10 plates, and 50 fig. in the text. — Copenhagen
det nordiske forlag Ernst Bojesen) 1904, 388 p., 80,
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. rg
‚Süßwasseralgen statistische Vergleiche anschließen, geht Osrenretp bei den
Gefäßpflanzen auch auf die Gliederung und Geschichte der Flora ein und
kommt einerseits zu dem Resultat, dass ein nördlicher und ein südlicher,
floristisch sich mehr an das temperierte atlantische Europa anschlieBender
Bezirk zu unterscheiden seien, anderseits zu der Annahme, dass der Wind
nur in beschränktem, die Vögel in sehr geringem Maß zur Einführung von
Früchten und Samen beigetragen haben, dass dagegen noch in postglacialer
Zeit eine Landverbindung der Fär-Öer mit dem nördlichen Schottland und
Island bestanden habe, welche schrittweise Wanderung vieler Arten ge-
stattete. Die Entwickelungsgeschichte der Flora von Skandinavien seit der
Glacialperiode hat bekanntlich eine umfangreiche Litteratur und die An-
sichten über die allmähliche Wiederbesiedelung des vorher großenteils ver-
gletscherten Gebietes gehen ziemlich weit auseinander. Mit großem Eifer
verfocht Bryrr seine Ansichten über den Wechsel der Klimate in Skandi-
navien und die damit zusammenhängende Einwanderung verschiedener
Florenelemente zu verschiedenen Zeiten. Obgleich seine Anschauungen sich
vorzugsweise auf das Verhalten der Moorschichten in Skandinavien stützten,
hat Gunyar Anperson durch Untersuchung jüngerer Moore sich dahin aus-
gesprochen, dass die Wiederbesiedelung nicht in mehreren scharf von einander
geschiedenen trockenen und feuchten Perioden erfolgt sei. Neuerdings tritt
nun wieder A. Scaurtz in einer längeren Abhandlung für Bryrr’s Anschau-
ungen ein, denen sich im wesentlichen auch SERNANDER angeschlossen hatte.
Da A. Scuuttz die biologischen Verhältnisse der einzelnen Arten in Betracht
zieht, so verdient seine Schrift weitere Beachtung; aber mir scheint bei
allen diesen Fragen immer festzuhalten, dass es sowohl in den feuchten
wie in den trockenen Perioden Standorte für die hygrophilen und solche
für die xerophilen Pflanzen der nördlich gemäßigten Zone gegeben hat und
dass beiderlei Pflanzen gleichzeitig einwandern konnten, sobald nur offenes
Terrain dargeboten war.
Gehen wir zum mitteleuropäischen Gebiete über, so ist zunächst auf
2 verdienstliche Arbeiten von F. Höck?) hinzuweisen; in der Schrift »An-
kömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben
Jahrhunderts« werden von ihm die eingeschleppten Pflanzen, welche sich
bei uns einbürgern, registriert, während in der Abhandlung »über die Ver-
4) Schulz, A.: Über die Entwickelungsgeschichte der gegenwärtigen Phanero-
gamenflora und Pflanzendecke der skandinavischen Halbinsel und der benachbarten
schwedischen und norwegischen Inseln. — Sonderabdr. a. d. Abhandl. der naturf. Ges.
zu Halle Bd. XXII. 316 p. 80. — Stuttgart (E. Schweizerbart).
2) Höck, Dr. F.: Die Verbreitung der Meerstrandpflanzen Norddeutschlands und
ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Genossenschaften. — Bot. Centralblatt, Beihefte,
Bd. X, 4904, Heft 6, 23 p. des Sep.-Abdr.
Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mittel-Europas während des letzten
halben Jahrhunderts. IV. — Ebenda, Heft 4/5, 1904, 47 p.
78 Litteraturbericht. — A. Engler,
breitung der Meerstrandpflanzen Norddeutschlands und ihre Zugehörigkeit
zu verschiedenen Genossenschaften« die Verbreitung der nordeuropäischen
Küstenpflanzen verfolgt und die Zugehörigkeit derselben zu 2 verschiedenen
Genossenschaften, der der norddeutschen Strandpflanzen und der der
mitteleuropäischen Strand- und Steppenpflanzen dargethan wird, einige
Arten auch, nicht gerade sehr glücklich, als arktisch-alpine bezeichnet werden.
Die Formation des Buchenwaldes hat H. WınkLer!) zum Gegenstand einer
ökologischen Studie gemacht, auch auf einer Karte das Areal von Fagus
silvatica genau festgestellt. Erwähnen möchte ich auch Kusnezow’s2) Ab-
handlung über die Vegetation und die Gewässer des europäischen Russlands,
in welcher gezeigt wird, wie die Erhaltung oder Vernichtung der im Quell-
gebiet der russischen Flüsse gelegenen Wälder und Sümpfe einen Einfluss .
auf die Umgestaltung der Pflanzenformationen des europäischen Russlands
ausübt.
Auf einen großen Teil des mitteleuropäischen Gebietes und zugleich
einen kleinen des Mittelmeergebietes bezieht sich die von einer Karte be-
gleitete Einleitung Ca. Franaurr's?) zu der Flore de la France von Abbé
Coste. Derselbe giebt hier nach einer allgemeinen Belehrung über die
pflanzengeographischen Aufgaben der Floristik eine pflanzengeographische
Übersicht von Frankreich, welche zugleich eine Vegetationskarte erläutert.
Es werden unterschieden die oceanische Region, die gemäßigte westeuro-
päische, die mediterrane und die der europäischen Hochgebirge. Diesen
Regionen werden untergeordnet die Gebiete (Domaines), diesen die Secteurs
(etwa unseren Provinzen entsprechend), letzteren die Distriete (Bezirke), in
welchen Zonen, Horizonte und »Stations« unterschieden werden. Es erscheint
mir nicht praktisch, die Gebiete den Regionen unterzuordnen, so sehr auch
die Pflanzen einer Region biologisch und systematisch mit einander ver-
wandt sind; es ist namentlich unpraktisch bei Gebirgsregionen, welche in
weit von einander entfernten Ländern auftreten; es tritt bei diesem Ver-
fahren die Gruppierung der Pflanzen zu sehr in den Vordergrund gegen-
über der Gliederung der Länder; für florengeschichtliche Fragen ist dasselbe
von Vorteil, für eine Einteilung größerer Ländergebiete nachteilig. So finden
wir bei Franaurr untergeordnet seiner oceanischen Region das Gebiet der
nordatlantischen Küsten mit dem ibero-hibernischen und dem Nordsee-District
und das Gebiet der mediterranen Küsten, während das französische Mittel-
meergebiet und das Gebiet der tyrrhenischen Inseln der Mittelmeerregion
subordiniert werden. Es wäre sicher zweckmäßiger gewesen, die drei zuvor
{ Winkler, H.: Pflanzengeographische Studien über die Formation des Buchen-
waldes. — 60 p. und 4 Karte. — Breslau 4901,
2 Kusnezow, N. J.: Die Vegetation und die Gewässer des europäischen Russ-
lands, Engler’s Bot, Jahrb. XXVII, (1900) p. 218—226 mit 1 Karte.
3, Flahault, Ch.: La flore et la végétation de la France avec une carte de la
distribution des végétaux en France. — Paris (P, Klincksieck) 1904, 52 p., 8°.
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 79
genannten Küstengebiete an die in sie übergehenden Binnenlandsgebiete als
Littoralregion anzuschließen, gerade so, wie FLamauzr selbst bei Corsica
es unterließ, seinem Prinzip zu folgen und die Hochgebirgsregion von Corsica
mit der der Alpen und Pyrenäen der Region der Hochgebirge unterzuordnen.
Wollte man auch für Frankreich oder ein anderes ebenso großes Land
diesen Modus der pflanzengeographischen Einteilung zugestehen, so würde
doch bei der pflanzengeographischen Behandlung größerer Gebiete, etwa
Europas oder Asiens eine solche ausschließlich die Vegetation und nicht zu-
gleich die Areale berücksichtigende Einteilung zu absonderlichen Consequenzen
führen, die bei der Einteilung des continentalen Frankreich sich deshalb
nicht bemerkbar machen, weil die Hochgebirge an den Grenzen des Landes
liegen. Sehen wir aber von diesem störenden und leicht zu vermeidenden
Verfahren ab, so können wir uns nur darüber freuen, dass nunmehr der
Versuch gemacht ist, Frankreich pflanzengeographisch zu gliedern. Das
atlantische Gebiet, umfassend das alte Aquitanien, das Bassin der Charente,
das der Loire bis Nivernais und Berry, jenseits der .Loire ziemlich weit
in das Thal der Vilaine eindringend und einen schmalen Gürtel der Bretagne,
welcher bei Cherbourg endigt, in sich aufnehmend, im Süden an die sub-
alpine Region der Pyrenäen anstoßend, im Osten an den Fuß des Naurouze,
der Montagne Noire, an den Sidobre, den Rouergue, an die Hügel von
Perigord und Limousin, ist klimatisch in hohem Grade durch die feuchten
atlantischen Winde beeinflusst und durch zahlreiche eigentümliche Arten
charakteristisch. Schon Ravin, alsdann Purt und Lerourneux haben eine
aquitanische und bretonische Flora unterschieden, demzufolge auch FLAnauLt
von einem Secteur aquitanien und einem Secteur armorico-ligérien spricht,
welch letzterer bedeutend armer an siidlichen Arten ist. Das Gebiet der
nördlichen Ebenen und Hügel, charakterisiert durch Wälder von Eichen,
Weißbuchen, Buchen, auf den granitischen und schieferigen Höhen der
Bretagne, des normannischen Bocage und Cotertin, beeinflusst durch
mäßige, aber häufige Regen und kalte Winter, besitzt von endemischen
Arten nur Aceras Duquesnet und Orchis cimicina. Das Gebiet der Hoch-
ebenen und des niederen Berglandes umfasst 4. den Secteur des Berglandes
im Norden der Alpen, 2. den Secteur der westlichen Voralpen und der
Rhone-Ebene, 3. den Secteur des Massif central. Zu dem ersten Secteur
gehört das Gebiet der Ardennen und Vogesen. Der zweite Secteur zerfällt
in mehrere Bezirke; französischer Jura-, Savoien-, Dauphiné-, provenca-
lisches und Seealpen-Vorland, Rhone-Ebene. Der dritte Secteur, welcher
in vieler Beziehung ein Mittelglied zwischen Alpen und Pyrenäen bildet,
enthält folgende Bezirke: das vulkanische Bergland, den granitischen Bezirk,
den Bezirk der aus Kalk und Dolomit bestehenden trockenen baumlosen
Causses in den Sevennen und den Bezirk des ebenen Landes. Es sei noch
darauf hingewiesen, dass die Darstellung FrauauLr’s mehrfach Angaben über
die physikalischen Verhältnisse der einzelnen Secteurs, über die wichtigsten
S0 Litteraturbericht. — A. Engler,
Charakterpflanzen und Endemismen enthält, so dass jedenfalls mit dieser
Schrift eine vortreffliche Grundlage für eine vollständige pflanzengeogra-
phische Behandlung unseres Nachbarstaates gegeben ist. Bei dem außer-
ordentlich regen Interesse, welches in Frankreich für Floristik besteht, ist
zu erwarten, dass die Anregungen FrLAuauLr's viel zur Förderung von Frank-
reichs Pflanzengeographie beitragen werden.
Hier sei auch gleich auf eine andere Schrift desselben Autors!) hin-
gewiesen, in welcher er die oberen Grenzen der Waldvegetation und die
pseudoalpinen Wiesen in Frankreich bespricht. Es wird nachgewiesen, dass
die obere Grenze der subalpinen Region oft höher liegt, als die gegenwärtige
obere Waldgrenze und dass auf den oberhalb der letzteren zunächst be-
findlichen Wiesen echt alpine Arten fehlen oder stark in der Minderzahl
sind, dass solche pseudoalpine Wiesen in der Region der Buche, der Stein-
eiche, der Kastanie liegen und einer allmählichen Wiederbesiedelung trotz der
oft herrschenden Winde zugänglich sind und mit Erfolg beholzt wurden,
während dies auf echt alpinem Wiesenland ausgeschlossen ist.
Die Formationen oder Genossenschaften Schottlands, welches ich der
atlantischen Provinz zurechne, hat ein jüngerer Botaniker, der leider
im vergangenen Jahre frühzeitig verstorbene Rogerr Smirn?) beschrieben,
zugleich auch für die Bezirke von Edinburgh und Nord-Perthshire sehr de-
taillierte Formationskarten geliefert. Ferner sei erwähnt, dass F. W. Wizzrams ?)
einen Prodromus der Flora Britanniens mit lateinischen Diagnosen veröffentlicht.
Auf einige Arbeiten, welche über Teile der subatlantischen und sarma-
tischen Provinz sowie der europäischen Mittelgebirge erschienen sind, will
ich hier nur ganz kurz hinweisen, da dieselben wohl in unseren Kreisen
schon ziemlich bekannt und leicht zugänglich sind. Wichtig sind zunächst
einige Abhandlungen für die Kenntnis der subatlantischen Provinz.
Wohl die meisten werden mit großer Freude begrüßt haben, dass unser
gründlichster Kenner der mitteleuropäischen Flora, Professor ASCHERSON *)
eine kritische Übersicht der Pteridophyten und Siphonogamen Helgolands
gegeben hat, welche zugleich auch zeigt, wie selbst bei der floristischen
Darstellung eines so kleinen Gebietes früheren Bearbeitern manche Irrtümer
4) Flahault, E.: Les limites supérieures de la végétation forestière et les prairies
pseudo-alpines en France. — Extrait de la Revue, des Eaux et Forêts, XL. Nos des
1er et 45 juilet 1904. — 39 p., A pl.
2, Smith, Robert: Botanical survey of Scotland. I. Edinburgh district. — The
scottish geograph. Magazine for July 4900, p. 385—446, mit Karte,
- Botanical survey of Scotland. I. North Perthshire district. — ibid. for
August 1900, p. 444—467, mit Karte.
8, Williams, F. N.: Prodromi florae Britannicae specimen, Cucurbitaceae,
Lobeliaceae, Campanulaceae et Asteracearum subfam, Asterineae, — Brentford 1904,
16 p. 80.
4 Ascherson, Paul: Übersicht der Pteridophyten und Siphonogamen Helgolands.
— Wissensch. Meeresunters. Helgolands. IV. Heft 4, 1900, p. 91—4140, mit 2 Fig.
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 81
begegnet sind. Es giebt wenig Gebiete, welche für das Studium der Ein-
wanderung der Pflanzen ein solches Interesse bieten, wie diese Insel, auf
welcher nach Ascuerson’s Schätzung mindestens 219 »synanthrope« Arten
höchstens 145 »proanthropen« Arten gegenübertreten. Die der subatlan-
tischen Provinz zugerechneten ostfriesischen Inseln sind bekanntlich in den
letzten Jahrzehnten von mehreren Floristen sehr eingehend untersucht
worden; auch die Zusammensetzung der auf ihnen herrschenden Forma-
tionen wurde beachtet; aber in den bisher erschienenen Schriften ist ein
auf die Gestaltung der Vegetation wirkender Factor, der Wind, nicht in
dem Maße gewürdigt und berücksichtigt worden, wie dies in der vor wenigen
Wochen erschienenen Abhandlung von A. Hansen!) über die Vegetation der
ostfriesischen Inseln geschieht. Wer jemals sich mit Anpflanzungen auf
einem offenen, den Winden exponierten Terrain befasst hat, wer beobachtet
hat, wie langsam an dauernd von herrschenden Winden beeinflussten
Stellen die durch den Menschen oder Tiere entblößten Plätze dem Baum-
wuchs wieder zugänglich gemacht werden können, wird dem Verfasser
gern zustimmen, wenn er solchen constanten Winden, wie sie die ostfrie-
sischen Inseln beherrschen, einen stark auslesenden und auch formgestal-
tenden Einfluss zuschreibt. Der gemeinsame Charakter der Flora von
Borkum liegt in dem niedrigen Wuchs der ganzen Vegetation, sie sieht
aus, als ducke sie sich vor dem Winde. Hansen weist nach, dass durch
den Wind kleinen Zellcomplexen so schnell das Wasser durch Verdunstung
entzogen wird, dass keine Zeit zur Zuleitung von den benachbarten Zellen
her bleibt; der ohne Unterlass wehende und verzehrende Wind lässt die
Blätter langsam den Trockentod sterben; so werden also niedrig wachsende
Pflanzen überleben, während die hochstrebenden aussterben oder nur solche
erhalten bleiben, welche wie Psamma und Juncaceen in ihren oberirdischen
Organen xerophile anatomische Structur besitzen. Verf. geht dann weiter
und bekämpft die von anderen Autoren, namentlich auch die von WARMING
ausgesprochenen Sätze über die Ökologie der Dünenvegetation durch Aus-
führungen, die wohl nicht ohne Erwiderung bleiben werden, er geht auch
auf die Halophyten ein, deren Succulenz er ebenfalls als sehr wirksamen
Windschutz auffasst, würdigt Kratmann’s Ausführungen über den Einfluss
des Windes auf die Bestandteile der arktischen Flora und geht ferner auf
die tropische Strandflora ein, in der ebenfalls mehrfach niederer Wuchs
oder xerophile Structur herrscht, endlich sieht er auch in der xerophilen
Structur der Mangroven einen Schutz gegen die austrocknende Wirkung
des Windes. Zweifelsohne sind die Ausführungen Hansen’s von hohem
Werte für die ökologischen Studien; aber sie werden höchst wahrscheinlich
4) Hansen, A.: Die Vegetation der ostfriesischen Inseln. Ein Beitrag zur Pflanzen-
geographie, besonders zur Kenntnis der Wirkung des Windes auf die Pflanzenwelt. —
86 S. groß 80 mit 4 photographischen Bildern und 4 Karte. — Darmstadt 1901.
82 Litteraturbericht. — A. Engler,
zu Discussionen Veranlassung geben, da doch auch andere Factoren, unter
deren Einfluss die dem Winde exponierten Pflanzengemeinschaften leben,
namentlich die Bodenverhältnisse ihre Bedeutung haben.
Speciell für die Dünen verdient außer den früheren Arbeiten Warmine’s
Beachtung das von Baurat P. Geruarpr!) herausgegebene und reich illu-
strierte Handbuch des deutschen Dünenbaues, in welchem der Autor selbst
das Wandern der Diinen erklärt und die technische Seite des Dünenbaues
eingehend bespricht, Prof. Jenrsca die Gestaltung der Dünen und ihren
inneren Bau, auch alle die verschiedenen durch kleine Pflanzengemeinden
charakterisierten in der Düne auftretenden Variationen behandelt, während
J. ABROMEIT die biologischen und anatomischen Verhältnisse der Dünen-
pflanzen, die Gliederung und geographische Verbreitung der Dünenflora und
die Culturpflanzen eingehend bespricht, Forstrat P. Bock sich mit der Auf-
forstung der Dünen beschäftigt.
Wie das eben besprochene Werk für die Kenntnis der in der Dünen-
formation herrschenden Verhiltnisse wissenschaftlich und praktisch wichtig
ist, so ist es eine Abhandlung von C. A. Weser?) über die Erhaltung von
Mooren und Heiden Norddeutschlands im Naturzustande; derselbe hat seit
vielen Jahren die Zusammensetzung der subatlantischen Moorformationen
und ihre biologischen Verhältnisse so eingehend studiert, dass allen seinen
Arbeiten über diese Formationen und ihre Umwandlungen Beachtung ge-
schenkt werden muss; ich möchte mich diesmal aber nur mit einem Hin-
weis auf die Abhandlung begnügen.
Aus dem Gebiete der sarmatischen Provinz hat Asromeir®) die Pflan-
zenwelt Masurens in Zweck’s Schilderung von Masuren, Samland und Pregel-
thal in allgemein verständlicher Weise kurz behandelt. Die im Jahre 1895
begonnenen Studien über die Verbreitung der Waldpflanzen Brandenburgs
hat F. Höck*) auch neuerdings weiter fortgeführt. Für Schlesien hat
Scnuse°) einen wertvollen Beitrag geliefert, indem er von 17 Arten die
4) Gerhardt, P.: Handbuch des deutschen Dünenbaues. — Im Auftrag des kel.
preuß. Ministeriums d. öffentl. Arbeiten und Mitwirkung von Dr. J. Abromeit, P. Bock
und Dr. A. Jentsch herausgegeben. Mit 445 in den Text gedruckten Abbildungen.
656 S. — Berlin (P. Parey) 4900. Ausführlichere Besprechung in Bot. Jahrb, XXIX.
Litteraturber. 8S, 32, 38,
2) Weber, C. A.: Über die Erhaltung von Mooren und Heiden Norddeutschlands
im Naturzustande, sowie über die Wiederherstellung von Naturwäldern. — Abh. Nat.
Ver. Bremen 4904, Bd. XV, p. 263—278, mit 4 Taf.
8) Abromeit, Dr. J.: Die Pflanzenwelt Masurens. — Sep.-Abdr. aus »Masuren,
Samland und das Pregelthale von Dr. A. Zweck. Stuttgart 4900, p. 116.
4, Hock, Dr. F.: Studien über die geographische Verbreitung der Waldpflanzen
jrandenburgs, VI — Abh, bot. Ver, Brandenb, XLII. 4904, p. 4—44.
5 Schube, Th.: Beiträge zur Kenntnis der Verbreitung der Gefüßpflanzen in
Schlesien. — Ergänzungsheft z. LXXVIH, Jalhresber. d. Schles. Ges. f. vaterl, Cultur,
Breslau 1904, 36 p. mit 4 Karten,
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 83
Nord- und Nordostgrenzen ihrer Verbreitung in Schlesien, von 44 Arten
die Süd-, Südost- und Ostlinien ermittelte. Es wird dadurch die schwierige
Abgrenzung der sarmatischen Provinz gegen Westen wesentlich gefördert
und es dürfte sich empfehlen, dass nunmehr die Vegetationslinien derselben
Arten in den Nachbarprovinzen in gleicher Weise verfolgt werden. Die
Feststellung von Vegetationslinien einzelner Arten erfordert sehr große Opfer
an Zeit, wenn man sich nicht bloß mit den in der Litteratur enthaltenen
Angaben begnügen will. Dazu kommt, dass, wenn schließlich nach müh-
samer Herstellung der Vegetationslinien: die Grenzen für kleinere Bezirke
gezogen werden soll, man dort genötigt ist, hier und da Concessionen zu
machen und aus mehreren nicht genau zusammenfallenden Vegetationslinien
eine mittlere zu construieren. Erheblich gewinnt die auf die Darstellung
der Vegetationslinien verwendete Arbeit an Bedeutung, wenn das Studium
der Formationen und ihrer Unterlage nebenher geht, da dieses wenigstens
teilweise zur Erklärung der Vegetationslinien beiträgt.
Für die Provinz der europäischen Mittelgebirge liegt ein wich-
tiger Beitrag vor in A. Prrer’s!) Flora von Südhannover, in welcher das be-
handelte Gebiet in 10 Bezirke mit 48 kleineren Landschaften gegliedert ist
und die Fundorte der einzelnen Arten demgemäß angeordnet sind, so dass
die Artenaufzählung auch für pflanzengeographische Zwecke bequem benutzt
werden kann. O. Drupe?), der intensiv mit Studien über die gesamte her-
cynische Zone beschäftigt ist und dabei auch das ganze Königreich Sachsen
im Auge behält, hat vorläufige Bemerkungen über die floristische Karto-
graphie des Landes veröffentlicht, die bei farbiger Ausführung ähnlicher
Karten zu empfehlen sind, zumal dieselbe Farbengebung zum Teil auch
schon anderweitig für dieselben Formationsgruppen verwendet wurde.
Von den neueren Arbeiten, welche sich auf die große Provinz der
Alpenländer beziehen, verdient zunächst die von P. VocLer?) über die
Verbreitungsmittel der schweizerischen Alpenpflanzen eingehende Beachtung.
Schon bei verschiedenen Gelegenheiten habe ich darauf hingewiesen, dass
für die Theorien, welche die Entwickelung der Flora eines Gebietes zu er-
klären versuchen, das Studium der Verbreitungsmittel der in derselben er-
zeugten Früchte und Samen, sowie der Dauer der Keimfähigkeit von Wichtig-
keit ist. Bisher sind nach dieser Richtung wenig Untersuchungen angestellt
1) Peter, A.: Flora von Südhannover nebst den angrenzenden Gebieten, um-
fassend das südhannoversche Berg- und Hügelland, das Eichsfeld, das nördliche Hessen
mit dem Reinhardswalde und dem Meißner, das Harzgebirge nebst Vorland, das nord-
westliche Thüringen und deren Grenzgebiete. Zwei Teile und eine Karte. 323, 437 p.
— Göttingen (Vandenhoeck und Ruprecht) 1901.
2) Drude, O.: Vorläufige Bemerkungen über die floristische Kartographie von
Sachsen. — Iris 1900, p. 26—31.
3) Vogler, P.: Über die Verbreitungsmittel der schweizerischen Alpenpflanzen.
— Inaug.-Diss. 437 p. mit 4 Taf. — Flora, 89. Bd., Ergänzungsband, 1904.
84 Litteraturbericht. — A. Engler,
worden und mit Vorliebe hat man sich auf A. Kerner’s 1874 in der Zeitschr.
des deutsch-österr. Alpenvereins erschienene Abhandlung über den Einfluss
der Winde auf die Verbreitung der Samen im Hochgebirge berufen, in wel-
cher ausgesprochen wird, dass Früchte und Samen mit haarförmigem Flug-
apparat durch den aufsteigenden Luftstrom nur bei Sonnenschein, bei
trockener Luft und in unbetauetem Zustande emporgeführt werden können,
dass die Möglichkeit des Aufsteigens schon bei geringer Zunahme der rela-
tiven Feuchtigkeit aufhöre, dass aber, wo die erwärmte Luft beim Aufsteigen
sich ausdehne und abkühle, eine Feuchtigkeitszunahme eintrete und so die
sehr hygroskopischen Samen über einen gewissen Höhepunkt nicht heraus-
kommen, keinesfalls in die Region gelangen könnten, in welcher die empor-
steigenden Luftmassen seitlich abfließen. Man hat sich ferner darauf ge-
stützt, dass bei der Besiedelung der Moränen oder des durch Abschmelzen
der Gletscher freigewordenen Terrains in der Regel nur aus der nächsten
Umgebung desselben stammende Arten wahrgenommen werden; man hat
dagegen wenig berücksichtigt (auch in Vocrer’s Abhandlung ist es nicht
geschehen) die Ausführungen Beccarıs im ersten Bande seiner Malesia !),
in denen ziemlich eingehend die Möglichkeiten behandelt werden, durch
welche Früchte und Samen im indischen Archipel transportiert werden kön-
nen und in denen namentlich den in höheren Regionen wehenden Winden
ein großer Einfluss auf die Samenverbreitung zugeschrieben wird. Es hat
dann die Annahme, dass Samen und Früchte nur auf kurze Strecken hin
transportiert werden können, viel zu extremen Vorstellungen von der ehe-
maligen Verbreitung der Glacialflora und Steppenflora in Europa beigetragen.
Was mich selbst betrifft, so habe ich anfangs Kerner’s Standpunkt für den
richtigen gehalten, später aber beim Studium der Inselfloren und der Flora
der tropischen Hochgebirge erkannt, dass entschieden leichte Samen in den
höheren Luftschichten durch zeitweise heftige Winde über große Strecken
hinweg transportiert werden müssen. Es ist daher recht erfreulich, dass
Voster eine gründliche Untersuchung der Verbreitungsmittel der Alpen-
pflanzen unternommen hat und dabei zugleich Vergleiche mit den Arten
tieferer Lagen anstellt. Da ergab sich nun gleich das wichtige Resultat,
dass der Procentsatz der anemochoren Arten, d. h. derjenigen, bei denen
die Samenverbreitung durch den Wind erfolgen kann, mit der Höhe zu-
nimmt, dagegen die der zoochoren, d. h. der durch Tiere verbreiteten, mit
der Höhe abnimmt. Von den behandelten Verbreitungsagentien interessiert
hauptsächlich der Wind. Schon der aufsteigende Luftstrom und die ge-
wöhnlichen Thalwinde wirken bei Besiedelung der Thalhänge mit Samen.
Sodann ist aber die Windstärke in der alpinen Region eine ganz bedeutende,
z. B. erreicht die Windgeschwindigkeit auf dem Säntis beinahe das Doppelte
derjenigen bei Zürich. Vosren kommt dann zu dem Schluss, dass das
{ Vergl. Bot. Jahrb. I, 8, 27 ff.
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 85
‘Uberwiegen der anemochoren Arten nicht auf directe Anpassung an die
alpinen Verhältnisse, sondern auf eine Auslese bei der Einwanderung der
Alpenflora zurückzuführen ist, durch welche die anemochoren Arten be-
vorzugt wurden; es sind auch, wie VoGLer zeigt, unter den in den Alpen
vorgedrungenen arktischen Arten mehr anemochore, als unter den in den
Alpen entstandenen alpinen Arten. Als ein besonders interessantes Factum
wird von VoGLer angeführt der Salzhagel am Gotthardt vom 30. August 1870,
bei welchem während einiger Minuten Chlornatriumstücke von durchschnitt-
lich 32 centigr. Gewicht fielen, die nach dem Mineralogen KENNGOTT aus
Nordafrika stammten, möglicherweise aber auch von der nördlichen Küste
des Mittelmeeres; es steht also der Annahme, dass Samen, die viel leichter
sind, als die Salzkrystalle, durch den Wind über weite Länder und Meere
getragen werden können, nichts entgegen. VoGLEr zeigt dann noch, wie
der Wind gerade durch einzelne Passlücken die Samen transportiert, dem-
zufolge auch die Abhänge gegenüber solchen Windstraßen besonders arten-
reich sind. Von demselben Autor liegt noch eine zweite Abhandlung!) vor,
in welcher Beobachtungen über die Bodenstetigkeit alpiner Arten mitgeteilt
werden. Mehrwöchentliche Beobachtungen am Albulapass, welche haupt-
sächlich in genauen Aufnahmen der Flora physikalisch und chemisch ver-
schiedener Böden bestanden und spätere chemische Analysen der unter-
suchten Böden ergaben, 4) dass die durch ihren großen oder geringen
Kalkgehalt ausgezeichneten Böden einen auffallenden Unterschied in ihrer
Flora aufweisen, 2) dass die psammogene Beschaffenheit des Bodens durch
die Flora angedeutet werde, die Pelogenität aber nicht, — dass die chemisch
ähnlichen, physikalisch verschiedenen Böden einen größeren Procentsatz von
Arten gemeinsam haben, als die physikalisch ähnlichen, aber chemisch ver-
schiedenen. Es sprechen also die Beobachtungen des Verf. für die auch
sonst in den Alpen leicht wahrnehmbare Erscheinung, dass der Einfluss der
chemischen Zusammensetzung des Bodens den der physikalischen stark über-
wiegt. Besonders empfindlich reagieren auf Kalkgehalt Amphiloma elegans
und Lecidea geographica, sogar in der Weise, dass das kalkliebende Amphi-
loma auf Granittrümmern vorkommt, auf welche Tropfwasser von darüber-
hängenden Kalkblöcken fiel, ferner derart, dass an frischen, noch nicht aus-
-gelaugten Bruchflächen des zu 2,5% in HCl löslichen CaO enthaltenden
Albulagranits Amphiloma vorkommt, an den ausgelaugten Flächen aber
Lecidea, ja dass auch ausgelaugte vorspringende Leisten von Dolomitfels
Lecidea tragen. Auf solche locale Auslaugung dürfte auch zurückzuführen
sein, dass das sonst kalkfliehende Sempervivum arachnoideum am Albula
nur auf kalkhaltigem Boden beobachtet wurde.
4) Vogler, P.: Beobachtungen über die Bodenstetigkeit der Arten jm Gebiet
des Albylapasses. — Berichte der schweizer. botan. Gesellsch. Heft XI. 27 p. 89. —
Bern 4904.
DP
©
\
Litteraturbericht. — A. Engler,
Eine auf das gesamte Alpengelände bezügliche Arbeit habe ich!) selbst
geliefert, die Pflanzenformationen und die pflanzengeographische Gliederung
der Alpenkette. Da diese Schrift dazu bestimmt ist, zugleich als Erläute-
rung der ausgedehnten Alpenanlage im neuen Kgl. botanischen Garten zu
Dahlem bei Berlin, sowie auch fortdauernd als Anhalt für die Pflanzungen
zu dienen, so ist sie knapp gehalten; sie enthält aber als etwas Neues eine
pflanzengeographische Gliederung der gesamten Alpenkette in Bezirke unter
Angabe der dieselben charakterisierenden Arten. Hierbei wird besonders
Wert gelegt auf die alt-endemischen Arten, anderseits aber auch der relative
Endeinismus und der Neu-Endemismus berücksichtigt; die sehr armen Ge-
biete werden möglichst an die benachbarten floristisch reicheren Bezirke
angeschlossen, um die Zahl der Bezirke nicht zu sehr zu vermehren. Auch
ist ein Abschnitt beigegeben, in welchem die wichtigsten Etappen in der
Geschichte der Alpenflora besprochen werden. Viel Gewicht wird darauf
zelegt, dass der westliche Teil der Graischen und Cottischen, ein großer
Teil der Seealpen, der Südalpen und das südöstliche Gebiet während der
Glacialperiode nicht vergletschert waren, dass in denselben ein sehr großer _
Teil der alten Alpenflora sich erhalten musste und bei Wiedereintritt bes-
serer Vegetationsbedingungen teils die Centralalpen entlang, teils nach den
nördlichen Kalkalpen, teils nach dem Jura hin ausstrahlen konnte. Auf
einer Karte wird dargestellt, zwischen welchen Alpengruppen ein Austausch
und von welchen aus eine Wiederbesiedelung nach der Eiszeit erfolgte.
Auf einem Plane sind einfarbig durch Zeichen, welche sich an die bei
Landesaufnahmen üblichen anlehnen, mehr als 60 Formationen angedeutet,
deren Nachahmung zum Teil gelungen ist, zum Teil, soweit es eben die
klimatischen Verhältnisse erlauben, angestrebt wird; selbstverständlich kann
eine vollständige Copie der natürlichen Formationen nicht erreicht werden,
aber jedenfalls wirken derartige Anlagen höchst instructiv.
Ein für die Pflanzengeographie der Alpenländer sehr wichtiges Werk
dürfte die von K. W. von Datta Torre und GRAF VON SARNTHEIN ?) in An-
grill genommene Flora von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein werden,
eines Teiles der Alpen, in welchem floristisch recht verschiedene Bezirke
der Alpen zusammentreffen. Der erste jetzt erschienene Band enthält auf
150 eng gedruckten Seiten nur die Litteratur über dieses Gebiet nebst :
kurzen \ngaben über den Inhalt der einzelnen Schriften und Notizen, ferner
‘ Engler, A.: Die Pflanzenformationen und die pflanzengeographische Gliederung
Vipenkette, erlautert an der Alpenanlage des neuen kön, botan. Gartens zu Dahlem-
Stegitz bei Berlin, 96 p. mit 2 Orientierungskarten, — Notizblatt des kön. bot. Gartens,
pendix VII Leipzig (W, Engelmann) 1904,
? Dalla Torre, K. W. v., und Graf v. Sarnthein: Flora der gefürsteten
‚alt Tivol, des Landes Vorarlberg und des Fürstentums Liechtenstein. 1. Band:
Iatteratur der Flora von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein, — 444 p. 80, Inns-
| Vagnereche Universität Buchhandlung) 1900, |
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 87
ein sehr specielles Register zu dieser recht brauchbaren Litteraturzusammen-
stellung und endlich eine Karte des Gebietes, auf welcher dasselbe in 16 kleine
Bezirke eingeteilt ist, »deren Contouren den Flussgebieten, den in Tirol ohne-
hin schon vielfach mit natürlichen Scheidelinien zusammenfallenden poli-
tischen Grenzen und den praktischen Bedürfnissen in gleicher Weise Rech-
nung tragen sollen«. Es wird, wenn die Standorte nach diesen Bezirken
aufgeführt werden, leicht sein, die Vegetationslinien einzelner Arten, welche
für die pflanzengeographische Gliederung der Alpen wichtig sind, festzu-
stellen. Briquer !), der sich fortdauernd mit pflanzengeographischen Studien
über die Westalpen beschäftigt, hat im vergangenen Jahre das kolonien-
weise Vorkommen xerothermischer Pflanzen in den Alpes Lémaniennes süd-
lich vom Genfer See untersucht und die darin vorkommenden Arten auf
‚mehrere Formenelemente, das circummediterrane, das montane europäisch-
mediterrane, das centrale und das westliche pontisch-mediterrane und das
mediterran-alpine zurückgeführt und kommt nach Prüfung der Verbreitungs-
mittel dieser Pflanzen zu dem Schluss, dass dieselben nur in der xero-
thermischen Periode, welche der Glacialperiode folgte, ihre jetzigen Stand-
orte in Besitz genommen haben können. Lavo Vaccarı?) zeigt auf Grund
seiner floristischen Studien im Thal von Aosta, dass die von PERRIER DE LA
_ Barute und A. Songeon zuerst gemachte Beobachtung, dass ein großer Teil
der die Graischen Alpen südlich vom Mont Blanc auszeichnenden Arten in
den südlichen Walliser Alpen wiederkehrt, sich dadurch erklärt, dass die-
selben Arten auch in dem dazwischen liegenden Gebiet von Aosta gefunden
werden und somit zwischen den Floren der Graischen und der Walliser
Alpen Continuität besteht. Für die Pflanzengeographie des südwestlichen
Alpenlandes ist auch von Interesse Franautt’s?) Bericht über die Excur-
sionen, welche während der Session extraordinaire der Société botanique
de France in Barcelonnette und nach derselben im Thal von Ubaye in den
Seealpen unternommen wurden. — Nachdem die Mooruntersuchungen in Skan-
dinavien und in den deutschen Ostseeländern so schöne pflanzengeschicht-
liche Resultate ergeben haben, lag es nahe, dass auch die Moore der Alpen-
länder genauer untersucht würden; NEUWEILER*) hat in Zürich unter Leitung
von Prof. Schröter selbstgesammeltes Material aus Mooren des Hügellandes,
4) Briquet, J.: Les colonies végétales xérothermiques des alpes Lémanniennes.
Une contribution a Vhistoire de la période xerothermique. — Bull. Soc. Murithienne,
XXVIII, 4900, p. 125—212, mit 3 Taf. und 4 Karte.
2) Vaccari, Lino: La continuitä della flora delle alpi graie intorno al Monte
Bianco. — Nuov. giorn. botan. VII, 1900, p. 429—153.
3) Flahault, C.: Sur les herborisations de la société botanique de France et sur
quelques excursions faites hors session, aux mois d’aoüt et de septembre 4897, dans
la vallée de l’Ubaye. — Bull. de la soc. bot. de France, T. XLIV, p. CLVI—CCLVIIL
4) Neuweiler, E.: Beiträge zur Kenntnis schweizerischer Torfmoore. — Inaug.-
Diss., 64 p., 2 Taf. — Zürich 1901.
88 Litteraturbericht. — A. Engler,
des Voralpenlandes, des Jura und des Hochalpengebietes genau untersucht,
dabei aber nirgends Andeutungen einer Klimaveränderung constatieren kün-
nen, ebenso wenig eine Ubereinstimmung mit der nordischen Entwickelungs-
folge. Während in Skandinavien die Absatzmedien meist dieselben waren,
ist in den untersuchten Schweizer Mooren nicht ein offenes Gewässer voran-
gegangen, alle von ihm untersuchten Moore stellten sich als auf Rasenmoor
aufgebaut heraus.
Zum Teil auf die zllyrische Provinz mit den Hochgebirgen von Kroatien
bis Montenegro, zum Teil auf das westliche Mediterrangebiet der Balkan-
halbinsel bezieht sich G. v. Brcx’s!) umfangreiche pflanzengeographische
Darstellung, welche als Frucht vieljähriger Reisen und Herbarstudien eines
der botanisch interessantesten Gebiete Europas floristisch, ökologisch und
entwitkelungsgeschichtlich behandelt; zwei pflanzengeographische Karten
und zahlreiche Landschaftsbilder erhöhen den Wert des Werkes.
Die weitere Kenntnis der Provinz der balkanländer sucht Apa-
movic?) eifrig zu fördern. Nachdem er früher die Vegetationsverhältnisse
Ostserbiens behandelt hatte, hat er die Verbreitung der mediterranen Ele-
mente in Serbien näher untersucht und die für die niedere Gebirgsregion
der Balkanländer so charakteristische, ausgedehnte Buschwerksvegetation
»Sibljak« mit ihren verschiedenen Typen geschildert. Dieselbe erinnert an
die mediterranen Macchien, besteht aber vorzugsweise aus durchaus an-
deren, laubwerfenden Sträuchern und gedeiht im Binnenlande der Balkan-
halbinsel mit 9—91/, Monate dauernder Vegetationsperiode.
Von den auf das Mediterrangebiet sich beziehenden Abhandlungen
möchte ich besonders hervorheben Brıqurr’s?); kürzlich erschienene Unter-
suchungen über die Gebirgsflora von Corsica und ihren Ursprung. Der-
selbe hatte zusammen mit E. Burnar im vergangenen Jahre Corsica be-
sucht und hauptsächlich die Gebirgsflora dieser interessanten Insel erforscht,
hierbei trotz kurzen Aufenthaltes auch mehrere Arten gefunden, welche
bisher noch nicht von Corsica bekannt waren und sogar vier noch nicht
1, Dr. Günther Ritter Beck von Managetta: Die Vegetationsverhiltnisse
der illyrischen Länder, begreifend Südkroatien, die Quarnero-Inseln, Dalmatien, Bosnien
und die Hercegovina, Montenegro, Nordalbanien, den SandZak Novipazar und Serbien.
- IV. Bd. Die Vegetation der Erde, Sammlung pflanzengeographischer Monographien,
herausgeg. von A. Engler und O. Drude. — 535 p. 80, mit 6 Vollbildern, 18 Text-
figuren und 2 Karten. — Leipzig (W. Engelmann) 4904.
2) Adamoviö, L.: Die mediterranen Elemente der serbischen Flora. — Bot.
Jahrb. XXVIL (4899) p. 351—389,
—— Die Sibljak-Formation, ein wenig bekanntes Buschwerk der Balkanländer,
Ebenda XXXI. (4904), p. 1—29,
8) Briquet, J.: Recherches sur la Flore des montagnes de la Corse et ses ori-
Annuaire de la Conservatoire du Jardin botanique de Genève, 5me année
mines,
1904), p. 12—449, pl, III,
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 89
‚beschriebene. Briquer schildert die Formationen, den ökologischen Bau
einiger Xerophyten, die an felsigen Abhängen oberhalb 1300—4400 m vor-
kommen, und geht dann zur Analyse der montanen und alpinen Flora nach
ihren Elementen über, schließlich zur Besprechung des Ursprungs der sub-.
alpinen und alpinen Flora des Landes. Da diese Frage auch von mir im
I. Bande meines Versuchs einer Entwickelungsgeschichte der Pflanzenwelt
auf Grundlage eines weniger umfangreichen Materials, als das jetzt Herrn
Briquer zur Verfügung stehende, behandelt wurde, hat der letztere meine
Ausführungen in so eingehender und gründlicher Weise studiert, dass ich
darüber nur erfreut sein kann, zugleich aber auch zur weiteren Beleuchtung
der in Frage kommenden Thatsachen manches hinzugefügt, was fernerhin
beachtet zu werden verdient. Die Probleme, welche sich in der Hoch-
gebirgsflora von Corsica darbieten, sind nicht ganz leicht aufzuklären. Es
finden sich daselbst nach Briguer’s Schätzung 84 der alpinen Region an-
gehörige Arten. Davon kommen 24 auch in den Alpen und Nordeuropa,
22 auch in den Pyrenäen und Alpen vor, 7 nur in den Alpen; 2 nur noch
in den Pyrenäen, 2 nur noch in der Sierra Nevada, 2 nur noch in den
Apenninen, 9 nur noch auf Sardinien und 16 ausschließlich in Corsica.
Während nun der Endemismus von Corsica und das Auftreten einer Anzahl
Arten zugleich auf Corsica und Sardinien leicht zu erklären ist, bereitet
das Vorkommen der den Alpen und Corsica gemeinsamen Arten Schwierig-
keiten, weil die Gebirge Corsicas viel älter sind, als die Alpen und, wie
durch das Vorkommen von Säugetierresten dargethan wird, in der quater-
nären Periode wohl noch ein Zusammenhang Corsicas mit Sardinien und
durch dieses mit dem Norden von Afrika bestand, dagegen der Zusammen-
hang mit Ligurien seit der mio-pliocänen Periode aufgehört hat. Diese
Schwierigkeiten bestehen namentlich bei der Voraussetzung, dass die Samen
der beiden Gebieten gemeinsamen Arten nicht durch den Wind vom Alpen-
gelände nach Corsica oder umgekehrt über das Meer transportiert werden
können. Indem ich kurz das für und wider verschiedener Hypothesen er-
wog, kam ich zu dem Schluss: »Demnach haben wohl nur die Erklärungen,
welche sich auf die alte, schon am Ende der Tertiärperiode nicht mehr
vorhandene Landverbindung stützen, eine mächtige Entwickelung von Glet-
schern und ein zeitweises Verschwinden der mediterranen Flora in Corsica
zurückweisen, den Transport der Samen durch Vögel aber nicht völlig
ausschließen, Aussicht, durch künftige Untersuchungen bestätigt zu werden«.
Hierzu ist noch zu bemerken, dass ich, allerdings wie Briquer richtig her-
ausfühlt, mit einem gewissen Widerwillen. mich zu der Hypothese bequeme,
es könnte ein und dieselbe (scharf ausgeprägte) Corsica und den Alpen
gemeinsame Hochgebirgsart oder -gattung sich aus demselben in der Ebene
weiter verbreitet gewesenen Vorfahren sowohl in den Alpen wie in Corsica
entwickelt haben, während die Entwickelung ähnlicher oder vicariierender
Formen auf diese Weise für mich schon vor 22 Jahren außer allem Zweifel.
Botanische Jahrbücher. XXX. Bd. (7)
90 | Litteraturbericht. — A. Engler,
stand. Also polytopische') Entwickelung einer Art zu ihr nahe ver-
wandten oder correspondierenden wollte ich gern zugeben; dagegen wollte
es mir nicht recht plausibel erscheinen, dass an getrennten Orten eine durch
mehrere Merkmale ausgezeichnete Art sich in vollkommen gleicher Weise
aus denselben Vorfahren entwickle. Die umgestaltende Entwickelung der
Arten ist abhängig von äußeren und inneren Ursachen; es entsteht poly-
topisch ohne innere Ursache die Blutbuche, die einblättrige Erdbeere, es
entstehen polytopisch durch äußere Ursachen dieselben Hochgebirgsvarie-
täten von Arten der Ebene, — folglich muss man die Möglichkeit zugestehen,
dass auch nach einander verschiedene Variationen stattfinden können und
polytopisch aus derselben Art eine zweite durch mehrere auffallende Merk-
male verschiedene Art entstehen kann. Briguer, der im übrigen allen
meinen Erwägungen vollkommene Berechtigung zugesteht, auch noch weitere
Gründe für dieselben anführt, tritt nun darin in Gegensatz zu meinen Aus-
führungen, dass er sich sehr enthusiastisch für polytopische Entstehung
von Hochgebirgsarten aus planitären, d. h. die Ebene (oder niedere Regionen)
bewohnender Arten ausspricht; ich muss gestehen, dass ich dieser Auffassung
doch immer noch etwas skeptisch gegenüberstehe und im Hinblick darauf,
dass auf den von einander weit entfernten Hochgebirgen des tropischen
Afrika, auch auf den Komoren in deren obersten Regionen dieselben Arten
auftreten, von welchen Verwandte in den unteren Regionen des tropischen
Afrika nicht existieren und auch nicht existiert haben können, im Hinblick
darauf, dass diese Arten sehr leichte Samen haben, ferner unter Berück-
sichtigung der allbekannten Verbreitungsfähigkeit der Sporen durch Luft-
strömungen die Verbreitung von Samen der Hochgebirgspflanzen durch den
Wind viel mehr für möglich halte, als ich es früher gethan habe. Wenn
nun gerade gewisse in den Alpen sehr häufige Arten, wie die Gletscher-
weiden auf Corsica fehlen, so kann das in dem Fehlen entsprechender
Standortsbedingungen und in der Dauer der Keimfähigkeit der Samen seinen
Grund haben. Ohne also die Möglichkeit einer Parallelentwickelung von
Arten ganz zu bestreiten, möchte ich doch das disjunete Auftreten vieler
Arten auch auf den Samentransport durch den Wind und durch Tiere
zurückgeführt wissen. Die schon oben besprochenen Angaben VogLer’s
scheinen mir sehr zutreffend.
Neue pflanzengeographische Arbeiten über einige Teile des cent “al-
asiatischen Gebietes sind mir nicht bekannt geworden, dagegen liegt eine
Abhandlung für das mandschurisch-japanisehe Gebiet vor; T. Icmmura?)
lieferte eine Arbeit über einen kleinen Teil Japans, welche deshalb von
1) Dieser sehr zutreffende, von Bniover angewendete Ausdruck wurde von mir
früher noch nicht gebraucht.
4, Ichimura, T.: Pflanzenverbreitung auf dem Tateyama in der Provinz Etchu.
— Tokyo Bot. Mag, vol, XV, p. 5—9, Forts,
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 91
Wert ist, weil sie uns von einem bis zu 2900 m aufsteigenden Berg, dem
im mittleren Japan gelegenen Tateyama die in den einzelnen Regionen vor-
kommenden Arten und nicht bloß nur frühere Arbeiten über die japanischen
Gebirge die daselbst vertretenen Gattungen aufzählt, Wenn aber derartige
Aufzählungen vollständig befriedigen sollen, so müssen sie auch auf die
Formationen der Regionen näher eingehen, sowie Angaben über die Gren-
zen der Regionen enthalten.
Auch für spätere pflanzengeographische Untersuchungen sehr wichtig
ist zweifelsohne die von L. Diets!) mit großer Energie aus der Litteratur
und durch Bearbeitung sehr umfangreicher neuer Sammlungen zusammen-
‚gestellte Flora von Centralchina, einem bisher botanisch noch recht wenig
erforschten Lande, das zum größten Teile sich noch an das mandschurisch-
japanische Gebiet anschließt. Diets bespricht die in Centralchina auftretenden
Florenelemente und schlägt vor, das ganze Land von Japan bis zum Hima-
laya, in dem das centralasiatische Gebiet und das Monsun-Gebiet auch zu-
sammentreffen, als ostasiatisches Gebiet zu bezeichnen; es hat dies nur das
Missliche, dass ein ebenso großer Teil Ostasiens dem Monsungebiet zugehört.
Mit der Bezeichnung »extratropisches Ostasien«, welche ich auch schon
für das ganze Gebiet vom Himalaya bis Japan angewendet habe, trifft man
wohl ziemlich das Richtige; aber dann könnte die Bezeichnung auch auf
das subarktische und arktische Ostasien ausgedehnt werden, während die
Bezeichnung mandschurisch-japanisches Gebiet den Fehler hat, dass in ihr
das mittlere China nicht recht zur Geltung kommt. Am wenigsten dürften
Missverständnisse entstehen, wenn wir das Gebiet als temperiertes Ost-
asien bezeichnen. Übrigens sind aus diesem Gebiete, das noch halb terra
incognita ist, am Berliner botanischen Museum weitere umfangreiche Samm-
lungen zur Bearbeitung eingetroffen.
In erfreulicher Weise mehren sich ökologische Schilderungen über
einzelne Teile Nordamerikas. Was zunächst das pacifische Nordamerika
betrifft, so hat Mc. Kenney?) in einer kleinen Abhandlung die sogenannte
» Orange County« Südcaliforniens behandelt und in derselben 7 Forma-
tionen unterschieden, die montane und die Hügelformation, erstere mit
höherem und dichterem, letztere mit niederem, lichterem und sparrigem
Gesträuch, die durch einzelne Baumgruppen ausgezeichneten Cafions, die
strauchige Flussbettformation, die xerophytische aus Stauden und Annuellen
bestehende Formation der Mesa oder Hochebene zwischen den beiden parallel
verlaufenden Bergketten, die Sumpf- und die Strand-Formation. Die Ver-
schiedenheit dieser Formationen, welche sich ziemlich gleicher Niederschläge
4) Diels, L.: Die Flora von Central-China, — Nach der vorhandenen Litteratur
und von mitgeteiltem Original-Materiale. — Bot. Jahrb. XXIX. (1901) p. 169—659. —
Mit 4 Taf., Karten-Skizze und 5 Figuren im Text.
2) Mc. Kenney, R. F. B.: Notes on plant distribution in Southern California,
U. S. A. — Bot. Centralbl., Beiheft, Bd. X, Heft 3, 1904, 44 p., mit 7 Fig.
(7)
99 Litteraturbericht. — A. Engter,
erfreuen, gründet sich hauptsächlich auf die Beschaffenheit der Bodenver-
haltnisse. Vortreffliche ökologische Formationsstudien, bei welchen die
Bodenverhältnisse ganz besonders beachtet werden, liegen vor über einzelne
Teile des atlantischen Nordamerika, so die von W. HARSHBERGER!) über
die Strandflora von New-Jersey, in welcher die verschiedenen Strandforma-
tionen nicht bloß sehr eingehend nach ihren Bodenverhältnissen und Arten
besprochen, sondern auch noch in »Zonen« und kleinere Pflanzengemeinden
gegliedert werden. Die Strandvegetation von Nord-Carolina, welche beson-
ders interessant ist, behandelt Ta. H. Kearney?). Sehr anregend wirkt
H. C. Cowres®) im Hull botanical laboratory in Chicago, der schon früher
die ökologischen Verhältnisse der Sanddünen am Michigan-See untersuchte
und neuerdings die Pflanzengemeinden in der Umgebung Chicagos in einer
größeren Abhandlung schildert, auch durch zahlreiche photographische Dar-
stellungen die Physiognomie der Formationen erläutert. Das Eigenartige
von Cowres’ Abhandlung liegt vorzugsweise darin, dass er ganz besonders
auf den Wassergehalt und wie GRAEBNER in seiner Gliederung der west-
preußischen Vegetationsformationen ebenso auf den Humusgehalt des Bodens
Wert legt, namentlich auch die Entwickelung der Formationen, welcher
die Forstwissenschaft bis zu einem gewissen Grade schon lange Beachtung
geschenkt hat, verfolgt. Eine ähnliche Arbeit ist die von H. N. WırarorD!®),
einem Schüler von Cowres, über die genetische Entwickelung der Wälder
im nördlichen Michigan.
Neuerdings hat es L. Bray>) unternommen, die ökologischen Beziehungen
der Vegetation von West-Texas zu bearbeiten, für welches Havarp und
Courter die Flora, Hitt die physikalischen Verhältnisse bereits festgelegt-
haben. Ein sehr stattliches Werk ist das Plant life of Alabama aus der
Feder des kürzlich verstorbenen botanischen Veteranen Cnarzes Monr®). Es
4, Harshberger, John W.: An ecological study of the New Jersey strand flora.
— Proceed. Acad. Nat. sciences Philadelph., 1900, p. 623—674. |
2) Kearney, Thomas H.: Contributions from the U. S. national Herbarium:
The plant covering of Ocracoke island; a study in the ecology of the North Carolina
strand vegetation, — U, S. Depart. of agricult., division of botany, p. 261—319,
3 Cowles, Henry Chandler: The physiographic ecology of Chicago and
vicinity; a study of the origin development, and classification of plant societies, —
Botan. Gazette, Vol. XXXI, 1904, p. 73—108 und 145—182, mit 85 Textfig.
4) Withford, Harry Nichols: The genetic development of the forests of nor-
Ihern Michigan; a study in physiographic ecology. — Ebenda, p. 289—325, mit 18 Fig.
5) Bray, L.: The ecological relations of the vegetation of Western Texas, —
Contributions from the Hull botanical laboratory. — Ebenda XXXII. (1904) 99—123
und 24 Textfig.
6 Mohr, Ch.: Plant life of Alabama. — An account on the distribution, modes
of association and adaptions of the Flora of Alabama, together with a systematic cata-
logue of the plants growing in the state, — 924 p. 80, tab, I—XII, — Contributions
from the U.S. Nat. Herbarium Vol. VI, — Washington 1904.
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 03
behandelt dasselbe ein großes Gebiet, über welches irgend welche um-
fassende Schilderung bisher nicht existierte und ist von hohem wissenschaft-
lichen Wert. Für die Anordnung des Stoffes hat der Verf. die für das
Sammelwerk »Vegetation der Erde« empfohlene und in den ersten Bänden
befolgte zum Muster genommen, also Geschichte der Erforschung, die physi-
kalischen Verhältnisse des Gebietes, den allgemeinen Charakter der Flora,
die Associationen und die pflanzengeographische Gliederung des Landes be-
sprochen. Er unterscheidet ein carolinisches Gebiet mit 4 Bezirken (von
ihm Regionen genannt) und ein Louisiana-Gebiet mit 4 Bezirken; ihre Vege-
tation wird eingehend unter Berücksichtigung der speciellen klimatischen
“Verhältnisse besprochen. An diese Darstellung schließt sich das umfang-
reiche, auch die Thallophyten einschließende Pflanzenverzeichnis. Während
in dem genannten Werke ein waldreiches Gebiet behandelt wird, schildern
R. Pounp und F. E. Cremenrs!) in dem Werke »The phytogeopraphy of
Nebraska« ein Gebiet, in welchem die mannigfaltigen baumlosen Formationen
der Prärienprovinz vertreten sind. Die Formationsschilderungen der
Autoren sind um so ansprechender, als sie nicht bloß die Pflanzen, welche
dieselben zusammensetzen, anführen, sondern auch meistens etwas zu deren
Charakteristik bemerken. Die beigegebene Karte ist zugleich ein gutes
Beispiel für einfarbige und dabei gefällige Darstellung verschiedener For-
mationen.
In dem »Botanical Survey of Nebraska« findet sich auch noch eine
specielle Studie von J. TuoRNBER?) über die Prairie-Grasformation in der
Umgebung von Nebraska, welche namentlich die Zusammensetzung der-
selben in den verschiedenen Jahreszeiten berücksicktigt. Bei allen diesen
Arbeiten werden die anatomischen Verhältnisse der an der Bildung der
Formationen beteiligten Pflanzen nur gestreift und man kann auch wohl
zugestehen, dass die Untersuchung der inneren Organisation der Pflanze im
Verhältnis zu ihren Existenzbedingungen eine Aufgabe für sich ist; auch
sind bereits die Schilderungen mancher ökologisch-anatomischen Verhält-
nisse bis zum Überdruss wiederholt worden; dagegen möchte ich es für
wünschenswert halten, dass bei derartigen ökologischen Untersuchungen
noch mehr als bisher die Samenproduction der charakteristischen Arten
und die die Keimung begünstigenden Verhältnisse beachtet werden.
Während die pflanzengeographischen Studien über die Vegetation der
floristisch schwer erforschten Länder in erfreulicher Weise fortschreiten,
bleibt für die subtropischen und tropischen Länder noch unendlich
4) Pound, Roscoe, and Frederic F. Clements: The Phytography of Nebraska.
I. General Survey, II. edit. — Lincoln, Neb. U. S. A., 442 p. 80, mit 4 Karten.
2) Bessey, Carles E., Roscoe Pound and Frederie E. Clements: Report
on recent collections; Studies in the vegetation of the state, I. J. Thornber, The
prairiegrass formation in region I. — University of Nebraska, Botanical Survey of Ne-
braska, Lincoln 4904, 143 p. 80,
94 Litteraturbericht. — A. Engler,
viel zu thun übrig. Es liegt dies in der Natur der Sache, vor allem daran,
dass das Sammeln und Beobachten von Pflanzen in den Tropen mehr er-
schwert ist und dass ganz andere systematische Kenntnisse zur Feststellung
der Flora eines tropischen Landes gehören, als zum Verständnis der Vege-
tation, an deren Anblick wir uns von Jugend auf gewöhnt haben. Für die
Pflanzengeographie der Tropenländer hat die Systematik noch immer gehörig
vorzuarbeiten und es ist zu bedauern, dass dies nicht überall mit Rücksicht
auf künftige pflanzengeographische Arbeiten geschieht. Noch häufiger muss
man den Sammlern den Vorwurf machen, dass sie die Existenzbedingungen
der von ihnen gesammelten Pflanzen nicht genügend registrieren. Am er-
freulichsten sind in dieser Beziehung die Sammlungen, welche von deutschen
Reisenden in den Gebieten des tropischen Afrika gemacht wurden und
von den Botanikern des Berliner botanischen Museums bearbeitet werden.
Seit 10 Jahren werden die in den Tropen sammelnden Botaniker, welche
zu dem genannten Museum in Beziehung stehen, so instruiert, dass nach
erfolgter systematischer Durcharbeitung der Sammlungen aus den Notizen
der Sammler und ihren Reiseberichten eine wenn auch nicht immer voll-
ständig befriedigende, so doch annähernd zutreffende Vegetationsschilderung
der bereisten Linder gegeben werden kann. In den letzten Jahren haben
die Herren Regierungsrat Dr. Sruatmann, Okonomierat Eıck, Gärtner ALBERS
und SCHEFFLER, Herr Diakon Lissusch, Frau Hauptmann Prince, Frau
Dr. Kummer, der leider zu früh verstorbene W. GoErze, welcher im Auftrage
der Wentzel-Heckmann-Stiftung Uhehe und das Kingagebirge botanisch
erforschte, und Dr. Busse, welcher im Auftrage des kolonialwirtschaftlichen
Comitees das südlichere Deutschostafrika bereiste, endlich Herr Tomas aus
Witu und dem Tanaland sehr wertvolle Beiträge zur Kenntnis der Flora
Ostafrikas geliefert, während Graf Zeen, Dr. Kersting und die Gärtner
Warnecke und Scurdper in Togo, Dr. Preuss, die Herren Deister und
Schreenter, vor allem aber Herr Zenker in Kamerun thätig waren, Herr
Missionar Dekınpr in Benguella, Herr Baum auf der Expedition des kolonial-
wissenschaftlichen Comités nach dem südlichen Angola und oberen Sambesi-
gebiet viel Neues entdeckte, Dr. Errenpeck auf der Expedition des Herrn
Baron Kart v. Ertancer und des Zoologen Neumann aus Harar und dem
Gallahochland umfangreiche Sammlungen einsendete. Von der botanisch
früher noch recht ungenügend erforschten Insel Sansibar hat E. Werrn!)
eine Sammlung heimgebracht und nach deren Bearbeitung eine die biolo-
gischen Verhältnisse recht eingehend berücksichtigende Vegetationsschilderung
verfasst, welche eine wertvolle Ergänzung des hinsichtlich der Formations-
beziehungen ete. auch zum Muster genommenen Werkes »Die Pflanzen-
welt Ostafrikas« bilde. Am Museum des botanischen Gartens in Brüssel
1) Werth, E.: Die Vegetation der Insel Sansibar, — Mitteil, des Seminars für
orientalische Sprachen 4904, III. Abteil,, 95 8, 8° und 4 Karte,
Litteraturbericht. — Uber die: neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 95
schreitet allmählich die Bearbeitung der im Congostaat gesammelten Pflanzen
vor und in Kew werden die Florenwerke über das tropische und südliche
Afrika recht eifrig fortgeführt, während Prof. Scuinz in Zürich mit der
Bearbeitung der Pflanzen Südwestafrikas fortfährt. Die Bearbeitung der
aus den französischen afrikanischen Kolonien nach Paris gelangten Samm-
lungen tritt noch sehr zurück, obgleich gerade die nach und nach erschei-
nenden Beiträge von L. Prerre und Hua zeigen, wie wichtig diese Samm-
lungen für den Ausbau unserer Kenntnisse der Flora des tropischen Afrika
sind. A. CarvaLıer!) macht uns mit den Grundzügen der pflanzengeogra-
phischen Gliederung Senegambiens und des französischen Sudan bekannt;
hoffen wir, dass auf diese Übersicht in nicht allzu ferner Zeit die voll-
ständigen Bearbeitungen folgen. Einen großen Dienst hat die Direction des
Natural History Museum in London der Wissenschaft dadurch geleistet,
dass sie durch Hırrn?) und einige Mitarbeiter die große Sammlung Wer-
wirscu’s aufarbeiten ließ; dieselbe hat namentlich deshalb einen sehr
hohen Wert, weil sie außer der Scnimper’schen aus Abessinien die ein-
zige ältere Sammlung ist, welche brauchbare Angaben über die Stand-
ortsverhältnisse und die Entwickelung der gesammelten Pflanzen enthält.
Die zahlreichen in Berlin aus Afrika eingehenden Sammlungen beschäftigen
fortwährend die Botaniker des Königl. botanischen Museums und die Um-
stände bringen es mit sich, dass zunächst Aufzählungen der auf den ein-
zelnen Expeditionen gesammelten Arten oder von Zeit zu Zeit auch Auf-
zählungen der aus einzelnen Familien bekannt gewordenen neuen Arten
erscheinen; aber anderseits können auch auf Grund der Arbeiten einzelne
Gebiete geschildert werden, wie dies im vergangenen Jahre für das Uluguru-
gebirge von mir?) versucht wurde, oder es werden einzelne für die Flora von
Afrika besonders wichtige Familien monographisch‘) durchgearbeitet. In
diesen zusammenfassenden Darstellungen treten dann auch die allgemeineren
Resultate der umfangreichen Arbeiten deutlicher hervor. Als solche allge-
meinere Resultate möchte ich bezeichnen: zunächst genauere Kenntnis der
Formationen Afrikas, ferner vielfache Übereinstimmung der Tropenwald-
flora Ostafrikas mit derjenigen Westafrikas, nicht seltenes Auftreten von
bisher nur aus Westafrika bekannten Gattungen oder Gruppen im südlichen
Deutsch-Ostafrika, mächtige Ausdehnung der sogenannten abessinischen
4) Chevalier, Aug.: Nos connaissances actuelles sur la géographie botanique et
la flore économique du Sénégal et du Soudan. — »Une Mission au Sénégal<, p. 197
—263, Paris 1900; Mon exploration botanique de la Sénégambie. — Bull. du Muséum
d’hist. nat. 4900, p. 248—253 und 302—308; La végétation de la région de Tom-
bouctou. — Compt. rend. congr. internat. Botan. Paris 1900, p. 248—275.
2) Catalogue of the african plants, collected by Dr. Fr. Welwitsch in
4853—61. — Vol. I, Il. — London 1896—1904. — Vergl. Bot. Jahrb. XXVI, Litteratur-
bericht S. 49 und XXX, Litteraturber. S. 67.
3) Engler, A.: Uber die Vegetationsverhältnisse des Ulugurugebirges in Deutsch-
Ostafrika. — Sitzungsber. d. Kgl. Akad. d. Wiss., Berlin 1900, p. 191—244.
4) Vergl. Bot. Jahrb. XXX, Litteraturber. S. 54, 67.
96 Litteraturbericht. — A. Engler,
Gebirgsflora nach Harar und dem Gallahochland, Verbreitung vieler abessi-
nischer Wald- und Gebirgspflanzen bis nach dem Kinga- und Livingstone-
Gebirge, anderseits Verbreitung vieler südafrikanischer {aber nicht südwest-
afrikanischer) Typen bis nach dem Gebirgsland des südlichen Deutsch-
Ostafrika, Verbreitung vieler Arten von Transvaal bis Deutsch-Südwestafrika,
eine gewisse Continuität der Flora von Benguella durch das Kunenegebiet
mit der von Deutsch-Südwestafrika und weitere Continuität dieser Flora
mit der des Namalandes und des Karroogebietes, große Continuität der
westafrikanischen Waldflora vom südlichen Senegambien bis nach dem nörd-
lichen Angola, nach dem Ghasal-Quellengebiet und dem oberen Congoland,
endlich fortdauernde Vermehrung der westafrikanischen Arten und Gattungen,
welche mit denen des tropischen Amerika nahe verwandt sind, — ja, es
sind sogar in den letzten Jahren wieder 2 Familien, welche bisher nur aus
dem tropischen Amerika bekannt waren, die Rapateaceen und Mayacaceen,
auch in dem tropischen Westafrika nachgewiesen worden.
In dem Gebiet des südwestlichen Kaplandes, dessen bekannte reiche
Flora man schon erschöpft glaubte, ist durch den energischen bota-
nischen Reisenden ScHLEecHtEr noch ein ganz außerordentlich reicher Zu-
wachs neuer und interessanter Arten hinzugekommen, während L. Diets
daselbst wenigstens einige Formationsstudien machen konnte, die aber noch
nicht veröffentlicht sind. Unser Landsmann Dr. MArrorn!), der in Capstadt
ansässig ist, hat neuerdings eine kleine interessante Abhandlung über die
alpine Vegetation der bis zu 2300 m und darüber aufsteigenden südwest-
afrikanischen Hochgebirge veröffentlicht. Diese alpine Vegetation beginnt
im allgemeinen bei 2000 m und besteht aus kleinen niedrigen, oft zwergigen
Stauden, welche aber alle mit Pflanzen der unteren Regionen des südwest-
lichen Caplandes verwandt sind. Diese alpine Hochgebirgsflora erscheint
vollkommen autochthon. Für die einzelnen Teile des großen pflanzenreichen
Monsungebietes erscheinen fortdauernd Floren, floristische Beiträge, Mono-
graphien einzelner Gattungen, außerdem Warsurg’s Monsunia, ähnlich ge-
halten wie Brccarrs Malesia, dagegen wenig eingehendere pflanzengeogra-
phische Arbeiten; aber nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass nunmehr
durch Prof. Dr. Scnumaxx und Dr. Laurersaca?), welcher dreimal sich längere
Ze in Neu-Guinea und dem benachbarten deutschen Schutzgebiete bota-
nischen Forschungen gewidmet hat, eine Flora der deutschen Schutzgebiete
in der Südsee zu stande gekommen ist, welche ‘außer den Siphonogamen
auch die niederen Pflanzen berücksichtigt; ebenso möchte ich auf den für
1} Marloth, R.: Notes on the occurrence of alpine types in the vegetation of the
higher peaks of the southwestern region of the Cape. — Transact. of the South-African
| pineal Society, XL, Part 8, p. 464—468, pl. XXII—XXIV, June 4904.
2 Schumann, K,, und K, Lauterbach: Die Flora der deutschen Schutzgebiete
r Südası Mit 4 Karte und 22 Taf. — XVI, u. 648 8, gr. 80, — Berlin (Gebr,
Bon | 19 Referat vergl, Jahrb, XXIX.
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 97
ein größeres Publicum bestimmten und darum nur auf besonders in die
Augen springende Erscheinungen der Vegetationsformationen eingehenden
Vortrag O. Warsura’s') über die Vegetation Neu-Guineas aufmerksam machen.
Wie für die papuanische Provinz bleibt auch noch viel zu thun für
die melanesische Provinz; es darf daher nicht unerwähnt bleiben eine
Arbeit von BurkırL?) über die Flora der Tonga-Insel Vavau, deren For-
mationen kurz von Crossy charakterisiert werden. Von Burkitt wird nach-
gewiesen, dass Vavau’s Flora sich stark an die der Fidschi-Inseln anschließt,
aber nicht mehr die für die Gebirge der letzteren so charakteristischen
Cyrtandreen, keine Saxifragaceen, Vaccinieen, ferner nur wenig Rubiaceen
Orchidaceen besitzt.
Für das polynesische Gebiet hat der Übergang der Carolinen in
deutschen Besitz auch eine Erweiterung unserer pflanzengeographischen
Kenntnisse gebracht. Prof. Vozxens?) vom botanischen Museum in Berlin
hat diese Inseln botanisch erforscht, insbesondere bei einem siebenmonat-
lichen Aufenthalt auf der Insel Yap deren Flora festgestellt. Bis jetzt hat
er zwar erst einen ganz allgemein gehaltenen Überblick über die Vegetation
dieser Insel gegeben; aber in kurzer Zeit wird eine ausführliche Darstellung
in den botanischen Jahrbüchern folgen und ich will jetzt schon verraten,
dass wider Erwarten unter den gesammelten Pflanzen sich eine größere
Anzahl neuer Arten ergeben haben, von denen vielleicht einige später auch
auf den Philippinen oder Neu-Guinea nachgewiesen werden dürften.
Auch für das Gebiet des tropischen Amerika liegen vorzugsweise
floristische Arbeiten und wenig pflanzengeographische Studien vor. Die
von Warmine’s Schülern F. BoErGEsEn*) und O. Pausen verfasste sehr ein-
gehende ükologische Abhandlung über die Vegetation der dänischen west-
indischen Inseln ist nunmehr auch in französischer Sprache erschienen und
dadurch allgemeiner zugänglich. Über zwei im Gebirgsland von British
Guiana gemachte Sammlungen berichtet eine Abhandlung von N. E. Brown’)
und die derselben vorangeschickte Einleitung von L. H. Burkitt behandelt
4) Warburg, Prof. Dr. O.: Das Pflanzenkleid und die Nutzpflanzen Neu-Guineas.
— 36 p. mit 13 Taf.
2) Burkill, J. H.: The Flora of Vavau, one of the Tonga Islands. With a
short account of its vegetation by CH. STEELE CrosBy. — Linnean Soc. Journ. XXXV,
p: 20—65. -
3) Volkens, G.: Über die Karolinen-Insel Yap. — Verh. d. Ges. f. Erdkunde zu
Berlin 4904, p. 62—76, mit Karte.
4) Boergesen, F., et Ove Paulsen: La végétation des Antilles danoises; traduit
en français par Mlle. S. Erıksox. — Extr. de la Revue générale de Botanique XII, 1900,
108 p. mit 41 Taf. ’
5) Brown, N. E.: Report on two botanical collections made by Messrs. F. V. Mc.
ConneLL and J. J. Queich at Mount Roraima in British Guiana. Introduction by
J. H. Burkitt, Enumeration of the plants collected. I. Spermatophyta by N. E. Brown
(Orchidaceae by R. A. Rozre). II. Pteridophyta by C. H. Wricur. III. Bryophyta: Musci
by V. F. Brotserus, Hepaticae by F. Srepuant. IV. Thallophyta by G. Masse. —
Transact. Linn. Soc. 24 Ser. Botany, Vol. VI, pt. 4, Jan. 4904, 107. p. 40, mit 14 Taf.
98 Litteraturbericht. — A, Engler,
die Verbreitung der festgestellten Arten; sie führt zu dem Ergebnis, dass
das Küstengebirge von Venezuela sich an die tropischen Anden anschließt,
dass namentlich die Gattungen Cinchona, Acaena, Cardamine und Berberis
beiden gemeinsam sind, dass anderseits das Gebirgsland von Roraima in
Guiana mit Südbrasilien nur die montanen Gattungen von Holzpflanzen
gemein hat, welche sich von Columbien bis Chile erstrecken, dass ferner
12 Gattungen dem Gebirgsland von Roraima eigentümlich sind, von denen
jedoch nur Heliamphora und Ledothamnus nicht mit anderen Gattungen
Südamerikas verwandt sind. Ferner ist eine sehr beachtenswerte Studie
die Abhandlung J. Huser's!) über die Vegetation des Cap Magoary an der
Mündung des Rio Para und der atlantischen Küste der Isla da Marajo.
Wir bekommen hier zum ersten Male eine genauere Schilderung der nahe
am Äquator gelegenen Küstenformationen Südamerikas und es ist interessant,
dieselben mit den Formationen der indisch-malayischen Strandflora zu ver-
gleichen, welche der kürzlich verstorbene und von uns allen hochgeschätzte
A. F. W. Somimper so trefilich behandelt hat. Huser?) hat dann auch zu-
sammen mit K. von Kraarz-Koscatau den zwischen dem Amazonas, dem
Rio Gurupy und Rio Guama gelegenen Teil von Para besprochen und
die daselbst auftretenden Formationen nach ihren wesentlichsten Bestand-
teilen unter Beigabe mehrerer Vegetationsbilder erläutert, doch wird auf
die Arten, namentlich diejenigen des im Urwald auftretenden Unterholzes
und Krautwuchses noch wenig eingegangen. In erfreulicher Weise mehren
sich auch Formationsstudien über einzelne Teile Süd- und Mittel-Brasiliens.
E. Urr?) analysiert die im Küstengebiete von Cabo Frio auftretenden For-
mationen, C. A. M. Linpman®) in einer sehr reich illustrierten leider schwedisch
geschriebenen Abhandlung die Vegetation der Provinz Rio Grande do Sul,
in welcher mannigfache Campos mit Laubwäldern und Pinheiros abwechseln.
Endlich hat R. Pırcer5) zwar nur einen kleinen Teil der Provinz Matto
Grosso zwischen 13 und 16° s. Br., diesen aber genau kennen gelernt und
nach sorgfältiger Durcharbeitung der von ihm mit Rücksicht auf Formations-
studien gesammelten Pflanzen, die Formationen auch in ihren feineren
Nuancen geschildert, das Verhalten der Formationen in der Vegetations-
und Ruheperiode besprochen und auch den Einfluss der Standorte auf die
1) Huber, J.: Sur la végétation du Cap Magoary et de la côte atlantique de
l'ile de Marajé (Amazone). Avec 6 planches, — Bull. Herb, Boiss. 2. ser. I. (1904)
p. 86— 107, pl. 4—6,
2, Ule, E.: Die Vegetation von Cabo Frio an der Küste von Brasilien. — Bot.
Jahrb. XXVIIL (4904) p. 544—528.
4, Kraatz-Koschlau, K. v., und J. Huber: Zwischen Ocean und Guam,
eitrag zur Kenntnis des Staates Para. — Memoria do Museu Paraense de historia
natural e ethnographia, — 84 p. 49, mit 4 Karte und 40 Tafeln, — Para 1900.
4, Lindman, C, A. M.: Vegetationen i Rio Grande do Sul (Sydbrasilien),
239 p. 6° med 69 bilder och 2 kartor. — Stockholm 1904.
5) Pilger, R.: Beitrag zur Flora von Maltogrosso, — Bot. Jahrb, XXX, p. 127
238, mit 4 Karte,
Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 99
Ausbildung der Pflanzenformen erläutert. Das dem andinen Gebiet zu-
gehörige Chile haben in den letzten Jahren mehrere deutsche Forscher auch
in ökologischer Beziehung und mit Rücksicht auf die pflanzengeographische
Gliederung des Landes erforscht, nachdem die beiden Paurtipri’s schon
vorher so viel zur Feststellung der Flora des pflanzenreichen Landes bei-
getragen haben. Im nördlichsten Teil Chiles hat Pöntmann!) die unter 19°
s. Br. gelegenen Flussthäler Camarones und Vitor sowie ihr Zwischenland
bereist und seine botanische Ausbeute Herrn ReıcnE zur Bearbeitung über-
geben. Besonders wichtig für die Beschaffenheit der Vegetation erwies sich
der Umstand, dass der Camarones von seinem Oberlauf an salzhaltig ist,
der Vitor-Fluss dagegen nicht. Der größte Teil des Landes, in welchem
PönLmann bis zu 4600 m noch 900 m unter der Schneegrenze aufstieg, ist
von der Steppe in mannigfachen Übergängen zur Wüste bedeckt; es zeigen
daher die dort vorkommenden Pflanzen mannigfache Schutzeinrichtungen
zur Herabsetzung der Transpiration, welche Reıcaz näher beschreibt. Be-
sonders interessant sind die polsterbildenden Hochgebirgspflanzen mit ihren
kleinen, dieken dichtgedrängten Blättern, wie Frankenia triandra, Pycno-
phyllum molle (Caryophyllae.), Ledocarpum microphyllum (Geraniac.),
Laretia compacta (Umbellif.) und mehrere moosartige Verbena.
F. W. Necer(?,3) hat bei der Erforschung der Cordillera de Villarica
Gelegenheit gehabt, ein Gebiet zu untersuchen, in welchem die chilenische
Ubergangsprovinz, die andin-patagonische Provinz mit ihren Geröllflächen
und das antarktische Waldgebiet zusammentreffen; er konnte hierbei auch
wieder feststellen, dass die andin-patagonische Flora in naher genetischer
Beziehung steht zu der Flora der chilenischen Ubergangsprovinz. Auf den
»subandinen Wald«, der sich an das antarktische Gebiet anschließt, folgt
der ebenfalls noch antarktischè Elemente enthaltende »andine Wald«, unter-
brochen von »Pampas« auf durchlässigem Boden, sodann niedriger Busch-
wald und Bergwiesen, an der Westseite, auch noch antarktische Elemente
enthaltend, Geröllhalden an der Ostseite mit Vorherrschen des andinen
Florenelementes, ferner Hochebenen an der Ostseite, auf deren ausgedehnten
sandigen und steinigen, von versengender Sonnenglut beherrschten, jedoch
von starkem Tau befallenen Flächen sich Steppenvegetation entwickelt,
während in feuchten Niederungen Grasflächen und Araucarienwälder auf-
treten. Unterbrochen ist die Hochebene durch tiefe canonartige Thäler, in
1) Pohlmann, R., und K. Reiche: Beiträge zur Kenntnis der Flora der Fluss-
thäler Camarones und Vitor und ihres Zwischenlandes (499 s. Br.). — Verhandl. deutsch.
wiss. Ver. Santiago, Chile, IV. (4900) p. 263—305, mit 4 Karte.
2) Neger, F. W.: Informe sobre las observaciones botänicas efectuadas en la
cordillera de Villarica en el verano 1896—97. — Anales de la Universidad, Santiago
de Chile 1899, 67 p. 8°, mit 4 Karte.
3) —— Pflanzengeographisches aus den südlichen Anden und Patagonien. — Bot.
Jahrb. XXVIIL (1900) p. 231— 258.
100 Litteraturbericht. — A. Engler,
denen gegen den Wind geschützt Libocedrus chilensis und ‘viele Holz-
gewächse der chilenischen Übergangsprovinz gedeihen. Nun noch einige
Worte über das australe (altoceanische) Florenreich. |
Für das austral-antarktische Gebiet Siid-Amerikas hat nur Dusés 1) eine
nach den natürlichen Pflanzenfamilien geordnete Zusammenstellung der von dort
bekannt gewordenen GefäBpflanzen, -darunter mehreren neuen von ihm auf
der schwedischen Expedition nach den Magellansländern entdeckten Arten
geliefert, auch die tiber das Gebiet erschienene Litteratur zusammengestellt,
dabei jedoch den Bericht über die Forschungsreise S. M. S. Gazelle übersehen.
Für das neuseeländische Gebiet hat Driers?) in seiner 1896 er-
schienenen Vegetationsbiologie von Neu-Seeland zum ersten Male auf Grund
umfangreicher Herbarstudien und unter Benutzung der Litteratur die ge-
samten Pflanzenformationen dieses hochinteressanten Inselgebietes in einer
Weise besprochen, welche selbst bei dem gegenwärtig besten Kenner der
austraulischen Flora L. Cockayne Anerkennung gefunden hat; sodann hat
aber auch diese Abhandlung diesen Forscher (3-5) selbst zu eingehenderen
ökologischen Studien angeregt, die als eine der erfreulichsten Erscheinungen
auf dem Gebiete der Pflanzengeographie angesehen werden können. Er
studiert die Entwickelung einiger interessanter neuseeländischer Pflanzen
aus Samen unter verschiedenen Culturbedingungen, insbesondere solcher,
deren später ‚auftretende Blätter von den ersten abweichen und dabei mehr
oder weniger reduciert sind, namentlich einige Veronica und Carmichaelia.
In einer anderen Abhandlung) bespricht er die Neuentwickelung der ab-
gebrannten subalpinen Strauchvegetation Neu-Seelands und kommt durch
sorgfältige Beobachtung der successiven Entwickelung, namentlich auch
unter Berücksichtigung der an den abgebrannten Stellen aufgehenden Säm-
linge zu dem Resultate, dass die subalpine Strauchformation in anderer
Weise wieder entsteht, als sie vorher beschaffen war, dass die Wieder-
besiedelung in hohem Grade abhängig ist von der Höhe, der Besonnung
und den herrschenden Winden, dass oft zahlreiche Veromica-Arten auf-
treten, wo früher solche nicht existierten, dagegen eine Veronica-Strauch-
formation wieder durch eine solche ersetzt wird, dass ferner: Dracophyllum
4) Dusén, P.: Die Gefäßpflanzen der Magellansländer nebst einem Beitrag zur
Flora der Ostküste von Patagonien. — »Wissensch. Ergebnisse der schwed. Exped,
nach den Magellansländern unter Leitung von Orro NorvEnskJöLn«, Sep.-Abdr., Stock-
holm 4900, p. 77—266, mit 10 Taf.
2) Diels, L.: Vegetationsbiologie von Neu-Seeland. — Bot. Jahrb. XXII. (1896)
p. 202—300, 4 Taf. u. 7 Fig.
3, Cockayne, L.: An Inquiry into the seedling forms of New Zealand Phanero-
gams and their development. — Trans. New Zeal. Instit. 1898, p. 354—398, mit 7 Taf.
4) —- On the burning and reproduction of subalpine scrub and its associated
plants; with special reference to Arthur’s Pass district. — Trans. New Zeal. Instit.
1898, p. 398—426, mit 8 Taf.
5) A sketch of the Plant Geography of the Waimakariri River Bassin, con-
sidered chiefly from an Oecological Point of View. — Ebenda 1899, p. 95, mit 4 Taf,
- Litteraturbericht. — Uber die neueren Fortschritte der Pflanzengeographie. 101
longifolium, Senecio elaeagnifolius und Cassinia Vauvilliersii alsbald nach
dem Brande wieder auftreten und einen großen Anteil an der künftigen
Vegetation haben, dass die krautartigen Pflanzen wenig vom Brande leiden,
vielmehr einzelne nach dem Brande sich reichlicher entwickeln, solche mit
Ausläufern und Rhizomen infolge ihrer reichlichen Vermehrung der Vege-
tation ein ganz anderes Aussehen verleihen, dass viele abgebrannte Sträucher
wieder ausschlagen und unter ihrem Schutze andere Samen aufgehen, als
an den offenen Stellen, dass Dracophyllum Traversii nach dem Brande
gänzlich verschwindet, Dacrydiwm Colensor und Phyllocladus alpinus fast
ganz ausgerottet sind. Man sieht schon aus diesen Angaben, dass Cockayne
ein sehr guter Beobachter ist. Dasselbe zeigt er in seiner ökologischen
Studie) über das Waimakariri-River-Bassin, einen kleinen Teil des süd-
lichen Neu-Seeland, über welchen auch meteorologische Beobachtungen vor-
liegen, in welchem die Gebirge eine alpine Region aufweisen und die vom
Nordwestwind getroffenen Abhänge sehr feucht, die östlichen dagegen sehr
trocken sind. Daher behandelt Cockayne auch die Regionen und For-
mationen des Ostens und Westens getrennt und giebt für jede derselben eine
Charakterpflanze an. Eine vollständigere Behandlung der Vegetation der
Formationen wäre erwünscht gewesen; duch; legt der Verfasser bei seiner
Darstellung das Hauptgewicht auf die in den Regionen herrschenden klimati-
schen Verhältnisse. Jedenfalls sehen wir auch hier wie.in so vielen an-
deren Gebieten xerophile Vegetation in geringer Entfernung von hygrophiler.
Schließlich möchte ich nicht unterlassen, noch auf eine Abhandlung
von Körpern!) hinzuweisen, in welcher die Geographie und Biologie der
Pflanzen benutzt wird, um danach die Klimate zu classificieren. Es ist
die Schrift für die allgemeine Pflanzengeographie jedenfalls von Interesse
und bei der Begrenzung größerer Vegetationsgebiete, sowie des Verfassers
frühere klimatologische Arbeiten wohl zu berücksichtigen; aber die Botaniker
haben bei ihren pflanzengeographischen Untersuchungen jetzt nicht bloß
auf einige allgemeine Erscheinungen zu achten, welche unter einem Klima
auftreten, sondern sie müssen auch gerade die Einflüsse beobachten, welche
Exposition und Bodenverhältnisse in kleineren Bezirken auf die Verteilung
und Gestaltung der Pflanzen ausüben, und dann bleibt immer noch eine
Hauptaufgabe die, die einzelnen Pflanzenstimme, Gattungen oder engere
Verwandtschaftskreise gerade durch Gebiete mit verschiedenen klimatischen
Bedingungen zu verfolgen. Darin liegt ein Hauptreiz auch für die syste-
matischen botanischen Studien, welche, wie ich noch einmal hervorheben
möchte, immer mit Rücksicht auf ökologische und entwickelungsgeschicht-
liche Pflanzengeographie betrieben werden sollten. Um aber nicht zu dem
Missverständnis Veranlassung zu geben, als ob ich alle Pflanzengestaltung
4) Köppen, W.: Versuch einer Classification der Klimate. — Geogr. Zeitschr.
Vil. Jahrg. (1904) 45 S. u. 2 Karten. — Leipzig (B. G. Teubner) 1904.
102 Litteraturbericht, — A. Engler, Ub. d. neueren Fortschr. d. Pflanzengeogr.
auf die Variation früherer und gegenwärtiger Existenzbedingungen zurück-
geführt wissen möchte, will ich nur daran erinnern, dass gerade bei massen-
haftem Auftreten einer Art auf demselben natürlichen oder ihr künstlich
bereiteten Terrain Umgestaltungen wahrgenommen werden und äußerlich
oft recht verschiedene Pflanzen neben einander gedeihen. Die Entstehung
neuer Formen ist, abgesehen von den Einflüssen der Hybridisation, in
erster Linie bedingt durch in der Pflanze selbst wirkende Ursachen; bei
der Erhaltung der entstandenen Formen aber spielen kleine und
srößere Standortsverschiedenheiten eine wichtige Rolle. Solche bieten sich
vorzugsweise dar auf offenem Terrain, weniger in geschlossenen Be-
ständen und so können wir im allgemeinen eine geringere Variabilität bei
den Waidpflanzen, eine größere bei Felsen-, Steppen- und Wüstenpflanzen
wahrnehmen; davon kann man sich überzeugen in den Alpen, namentlich
in den Südalpen, in den Gebirgen der Mittelmeerländer, namentlich in der
Sierra Nevada, auf den Gebirgen Griechenlands und Kleinasiens, auf den
von mir in diesem Jahre besuchten canarischen Inseln, in denen die alten
Waldpflanzenarten sehr uniform auftreten, während die unterhalb der Wald-
region vorkommenden Arten zum größten Teile eine staunenswerte Viel-
gestaltigkeit zeigen, über welche ich mir weitere Mitteilungen vorbehalte.
Die von mir gemachten, keineswegs vollständigen Mitteilungen über die
neueren Fortschritte der Pflanzengeographie werden gezeigt haben, wie viel
noch auf diesem Gebiete zu leisten ist, — dabei habe ich aber die zahl-
reichen Arbeiten über Planktonforschung und das oceanische Florenreich
nicht berührt, dessen ökologisch-pflanzengeographische Erforschung, abge-
sehen von den nördlichen Meeren, der Nord- und Ostsee, dem Mittelmeere
recht langsam fortschreitet. Wie viel auf diesem Gebiete noch zu thun
ist und zu thun war, das zeigen beispielsweise Reınke’s Untersuchungen
über den Pflanzenwuchs in der östlichen Ostsee, Kuckucer’s Forschungen
um Helgoland und mehrere treffliche Untersuchungen skandinavischer
Forscher; welche allezeit hinsichtlich der botanischen Forschung in der
Natur mit gutem Beispiel erfolgreich vorangegangen sind, immer aber auch
bei ihren wohlhabenden Landsleuten eine materielle Unterstützung gefunden
haben, wie sie in den mitteleuropäischen Ländern nur äußerst selten (ich
will es nicht unterlassen, hier dankbar der Wentzeı-IeckmAann-Stiftung zu
gedenken) zu finden ist. In Deutschland ist es immer der Staat, von dem
man alle Hilfe erwartet, und wir müssen uns freuen, dass die deutsche Staats-
regierung in den letzten Jahren bedeutende Mittel für die Tiefsee- und die
Südpolar-Expedition ausgeworfen hat, welche gewiss auch einige Resultate
für die Pflanzengeographie ergeben werden; aber man wolle auch nicht
vergessen, dass die pflanzengeographische Erforschung der Landgebiete
ebenfalls noch eine Fülle von Aufgaben bietet, deren Lösung durch kleinere
Expeditionen pflanzenkundiger Botaniker bewirkt werden kann.
Register
der in Band XXVI—XXX (1899—10901)
von
Engler's Botanischen Jahrbüchern
für
Systematik, Pflanzengeographie
und Pflanzengeschichte
beschriebenen
neuen Arten und Varietäten.
Zusammengestellt
von
H. Strauss.
Leipzig
Verlag von Wilhelm Engelmann.
1902.
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Ohne Verantwortung der Redaction. 5
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Acacia Antunesii Harms XXX (1904) 76.
— Buchananii Harms XXX (1904) 76.
— Goetzei Harms XXVIII (4900) 395.
— macrothyrsa Harms XXVIII (4900) 396.
— songwensis Harms XXX (1904) 347.
— ulugurensis Taub. msc. XXVIII (1900) 396.
Acalypha Dewevrei Pax XXVIII (1899) 24.
— Eggersii Pax XXVI (1899) 505.
— Giraldii Pax XXIX (1900) 429.
-— Lehmanniana Pax XXVI (1899) 505.
Acanthopanax Henryi (Oliv.) Harms XXIX
(4900) 488.
— setchuenensis Harms XXIX (1900) 488.
Acanthura Lindau XXX (1904) 496.
— mattogrossensis Lindau XXX (1904) 497.
Acer Lobelii Ten. var. indicum Pax XXIX
(4900) 449.
Achyranthes angustifolia (Vahl) Lopr. XXX
(4904) 407.
— Benthami Lopr. XXX (1904) 108.
— pedicellata Lopr. XXVII (1899) 56.
— rubro-lutea Lopr. XXVII (4899) 57.
— viridis Lopr. XXVII (1899) 55.
Achyrocline Halli Hieron. XXVIII (4904) 594.
— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 595.
Acidanthera Goetzei Harms XXX (1904) 278.
— sabulosa Schltr. XXVII (1899) 104.
Acioa Barteri (Hook. f.) Engl. XXVI (1899)
382.
— Dinklagei Engl. XXVI (1899) 384.
— Goetzeana Engl. XXX (1904) 315.
— lanceolata Engl. XXVI (1899) 382.
— Lehmbachii Engl. XXVI (1899) 379.
— Mannii (Oliv.) Engl. XXVI (1899) 381.
— parvifolia Engl. XXVI (1899) 380.
— Staudtii Engl. XXVI (1899) 379.
— tenuiflora Dinklage et Engl. XXVI (1899)
382.
Aconitum Hemsleyanum E. Pritzel XXIX
(1900) 329.
— Henryi E. Pritzel XXIX (4900) 329.
— vaginatum E. Pritzel XXIX (1900) 328.
Acrocephalus Goetzei Gürke XXVIII (1900)
4TA.
Acrolophia fimbriata Schltr. XX VI (1899) 340.
Actephila reticulata (Müll.-Arg.) Pax XXVI |
(1899) 326.
Actinidia melanandra Franch. var. latifolia
E. Pritzel XXIX (4900) 470.
— — n. sp. XXIX (4900) 470.
Actinostemma multilobum Harms
(1904) 602.
Adenandra acuta Schltr. XXVI (4899) 462.
Adenia aspidophylla Harms XX VI (1899) 235.
— Goetzei Harms XXX (1904) 360.
— gracilis Harms XXVI (4899) 236.
— oblongifolia Harms XXVI (1899) 236.
— Staudtii Harms XXVI (1899) 237.
— stenophylla Harms XXVI (1899) 238.
— Wilmsii Harms XXVI (1899) 238.
Adenophora Bockiana Diels XXIX (1904) 605.
— capillaris Hemsl. var. tenuifolia Diels
XXIX (4904) 605.
— marsupiiflora Fisch. var. Korshinskiana
Diels XXIX (1901) 605.
Adiantum erythrochlamys Diels XXIX (4900)
204.
Adinandra Bockiana E. Pritzel XXIX(4900)474.
Aecidium Ainsliaeae Diet. XX VII (1899) 574.
— aridum Diet. et Neg. XXVII (4899) 7, 43.
— Cryptotaeniae Diet. XXVIII (1900) 288.
— Deutziae Diet. XXVII (4899) 574.
— Dispori Diet. XXVII (4899) 574.
— Dusenii Diet. et Neg. XXVII (4899) 44.
— Elaeagni Diet. XXVII (4899) 574.
— Epimedi P. Henn. et Shir. XXVIII (4900)
264.
— foetidum Diet. XXVIII (4900) 289.
— Goetzeanum P. Henn. XXVIII (4900) 334.
— Hamamelidis Diet. XX VII (1899) 574.
— hydrangiicola P. Henn. XXVIII (4900) 264.
— Lythri Diet. et Neg. XXVII (4899) 44.
— Macroclinidii Diet. XXVIII (1900) 289.
— — P. Henn. et Shir. XXVIII (4900) 265.
— Meliosmae myrianthae P. Henn. et Shir.
XXVIII (1900) 264.
— — pungentis P. Henn et Shir. XXVIII
(1900) 265.
— Meliosmatis Diet. XXVIII (4900) 289.
— Moschosmatis P. Henn. XXX (1904) 254.
— nikkense P. Henn. et Shir. XXVIII (1900)
266.
— Paederiae Diet. XX VII (4899) 574.
— Pourthiaeae Sydow n. sp. XXVIII (4900)
264.
XXIX
=
4 Aecidium — Alsomitra.
Aecidium Senecionis stenocephali Diet.
XXVIII (1900) 289.
— Shiraianum Sydow n. sp. XXVIII (4900)
264.
— Trifolii megalanthi Diet. et Neg. XXVII
(4899) 44.
— tubiforme Diet. et Neg. XXVII (4899) 7,43.
— Viburni P. Henn. et Shir. XXVIII (4900)
265.
— Vincetoxici P. Henn. et Shir. XXVIII (4900)
265.
Aegopodium Henryi Diels XXIX (4900) 497.
Aeolanthus glandulosus Gürke XXX (1904)
396.
— Goetzei Gürke XXVIII (1900) 467.
— tuberosus Gürke XXX (4904) 395.
Aerua Ruspolii Lopr. XX VII (4899) 57.
Aeschynomene bella Harms XXX (4904) 327.
— Goetzei Harms XXX (1901) 328.
— lateritia Harms XXVI (1899) 292.
— paludicola Harms XXX (4901) 329.
Agathosma adenandriflora Schltr. XXVII
(4899) 160.
— aemula Schltr. XXVI (1899) 460.
— lactea Schltr. XXVII (4899) 164.
— taxifolia Schltr. XXVII (4899) 464.
Ageratina O. Hoffm. XXVIII (1900) 503.
— fruticosa O. Hoffm. XXX (1904) 426.
— Goetzeana O. Hoffm. XXVIII (1900) 504.
Agauria Goetzei Engl. XXX (1904) 369.
Ainsliaea gracilis var. robusta Diels XXIX
(1904) 629.
— Henryi Diels XXIX (1904) 628.
— undulata Diels XXIX (4904) 629.
Ajouea farinosa Mez XXX Beibl. 67 (1904) 43.
marginata Mez XXX Beibl. 67 (1904) 43.
Schwackeana Mez XXX Beibl.67 (4904) 42.
Akebia lobata Dene. var. australis Diels
XXIX (1900) 344.
Alangium begoniifolium (Roxb.) Harms XXIX
1900) 505.
platanifolium (Sieb, et Zucc.) Harms XXIX
1900) 505.
Albizzia Antunesiana Harms XXX (41904) 75,
347.
Passargei Harms XXVI (4899) 253.
Warneckei Harms XXX (4904) 75.
Albuca Melleri Baker var,
XXVIII (1900) 362.
Alchemilla Wilmsii Engl, XXVI (4899) 375.
ulugurensis Engl. XX VI (1899) 875.
Alchornea grandiflora Müll,-Arg. var, Leh-
manni Pax XXVI (1899) 505,
Allanblackia ulugurensis Engl. XX VIN (1900)
latifolia Engl.
L 4
‚35,
Allophylus appendiculato-serratus Gilg XXX
1904) BAB,
Allophylus chaunostachys Gilg XXX (14904)
349.
— Goetzeanus Gilg XXVIII (1900) 423.
— yeru Gilg XXX (4904) 348.
Alpinia Albertisii K. Schum. XX VII (1899) 279.
— angustifolia K.Schum. XX VII (1899) 279.
— arfakensis K. Schum. XXVII (4899) 296.
— Blumei K. Schum. XXVII (4899) 282.
— brachypoda K. Schum. XX VII (4899) 298.
— calycodes K. Schum. XXVII (1899) 295.
— chaunocolea K.Schum. XX VIF (1899) 292.
— chrysorachis K.Schum. XX VIT (1899) 283.
— coeruleo-viridis K. Schum. XX VII (4899)
293.
— colossea K. Schum. XXVII (1899) 289.
— compta K. Schum. XXVII (4899) 277.
— crocydocalyx K.Schum, XX VII (4899) 984.
— cylindrocephala K. Schum. XX VII (4899)
297.
— cylindrostachys K. Schum. XXVI (1899)
299.
— densiflora K.Schum. XXVII (4899) 292.
— eremochlamys K. Schum. XXVII (4899)
288.
— euastra K. Schum. XXVII (1899) 296.
— eubractea K. Schum. XXVI (4899) 289.
— eustales K. Schum, XXVII (1899) 288.
— flexistamen K. Schum. XX VII (4899) 284.
— formosana K. Schum. XXVII (4899) 283.
— Galanga (L.) Swartz var. 3. pyramidata
(BL) K. Schum, XXVII (4899) 274.
— ligulata K. Schum. XXVII (4899) 278.
— macroscaphis K.Schum. XX VII (4899) 284.
— macrostemon K.Schum, XX VII (1899) 297.
— monopleura K.Schum, XX VIT (1899) 287.
— — var. ß. minor K.Schum, XXVII (4899)
288.
— myriocratera K.Schum. XX VII(4899) 290.
— Novae Pommeraniae K. Schum, XXVII
(1899) 285.
— orchioides K. Schum. XX VII (1899) 278.
— orthostachys K.Schum, XX VII (1899) 281,
— pelecystyla K. Schum, XX VII (1899) 277.
- plectophylla K.Schum, XXVII(4899) 273.
— polycarpa K. Schum, XXVII (4899) 298.
— ptychanthera K.Schum, XX VIT(1899) 280.
— pulchella K, Schum, XX VIT (4899) 276.
— rubricaulis K. Schum, XX VII (4899) 284.
sericiflora K. Schum, XXVII (1899) 294.
— stenostachys K, Schum, XX VII(4899) 289.
strobilacea K. Schum, XX VIT (1899) 295.
submutica K. Schum, XX VIT (4899) 280.
tephrochlamys Laut, et K. Schum, XXVII
(4899) 277,
versicolor K, Schum, XX VII (1899) 280,
— Warburgii K, Schum, XX VII (1899) 284.
Alsomitra graciliflora Harms XXIX (1904) 602,
>"
Amblygonocarpus — Anthericum. 5
Amblygonocarpus Schweinfurthii Harms
XXVI (1899) 255.
Amomum albo-rubellum Laut. et K. Schum.
XXVI (4899) 344.
— apiculatum K. Schum. XXVII (1899) 345.
— brachychilus K.Schum. XX VII (1899) 318.
346.
calophrys K. Schum. XXVI (4899) 344.
chrysocalyx K.Schum. XXVII (4899) 308.
chrysogynium K. Schum. XXVII (1899)
322.
deuteramomum K. Schum. XXVII (4899)
343.
dictyocoleum K.Schum. XX VII (1899) 342.
echinosphaera K. Schum. XXVII (1899)
322.
elongatum (Teysm. et Binn.) K. Schum.
XXVI (1899) 303.
fimbriobractea K. Schum. XXVII (4899)
347.
flavo-rubellum Laut. et K. Schum. XX VII
(4899) 342.
grandiligulatum K. Schum. XXVII (1899)
308.
gymnopodum K.Schum. XX VII (i 899)320.
Havilandii K. Schum. XX VII (4899) 303.
heliconiifolium K. Schum. XX VII (1899)
349.
hemisphaericum (Bl.) K. Schum. XXVII
(4899) 307.
— kandariense K.Schum: XX VIT (4 899) 323.
laxesquamosum K. Schum. XX VII (4899)
315.
longifolium K.Schum. XX VII (1899) 318.
macroglossa K. Schum. XX VII (4899) 344.
melichroum K.Schum. XXVII (4899) 322.
nasutum K. Schum. XXVII (4899) 320.
oliganthum K.Schum. XX VII (41899) 324.
padangense K. Schum. XX VII (4899) 318.
pausodipsus K.Schum. XX VII (1899) 343.
penicillatum K. Schum. XX VIL (1899) 304.
phaeochoanum K. Schum. XX VII (1899)
304.
polycarpum K.Schum. XX VII (4899) 312.
pyramidosphaera K.Schum. XX VIT (4899)
306.
reticulatum K.Schum. XX VII (1899) 303.
Sarasinorum K.Schum. XX VII (1899) 316.
sarawacense K.Schum. XXVII(4899) 304.
solare (BL) K. Schum. XXVII (4899) 308.
stenophyllum K.Schum. XX VII (4899)349.
stenosiphon K.Schum. XXVII (1899) 320.
stoloniflorum K.Schum. XXVII(1899) 322.
surculosum K.Schum. XXVI (1899) 323.
trachycarpum K. Schum. XXVII (4899)
346.
brachypodanthum K.Schum. XXVII(1899) |
Amomum trianthemum K. Schum. XXVII
(1899) 324.
— validum K. Schum. XXVII (4899) 344.
— vestitum K. Schum. XXVII (1899) 349.
Amorphophallus spec. XXIX (1900) 234.
Ampelopsis aconitifolia Bge. «. glabra Diels
et Gilg XXIX (1900) 465.
— — 6. setulosa Diels et Gilg XXIX
(4900) 465.
— — y. tomentella Diels et Gilg XXIX
(1900) 465.
— — 6. cuneata Diels et Gilg XXIX
(1900) 465.
megalophylla Diels et Gilg XXIX (1900)
466.
mirabilis Diels et Gilg XXIX (1900) 465.
Amphithalea villosa Schltr. XX VII (4 899) 4 42.
— — — var. 8. brevifolia Schltr. XXVII
(4899) 442.
Anabaena hyalina Schmidle XXX (4904) 245.
Anagallis kingaensis Engl. XXX (1904) 374.
— Quartiniana (Rich.) Engl. var. angusti-
loba Engl. XXVIII (4900) 447.
Anaphalis spec. XXIX (1904) 643.
Anchomanes giganteus Engl. XXVI (1899)
449.
Andropogon contortus L. var. macroglumis
Pilger XXX (4904) 137.
Lehmannii Pilger XXVII (1899) 24.
Neesii Kth. var. 8. dactyloides Hack.
subvar. glabrescens Pilger XXX (1904)
137.
palustris Pilger XXX (4904) 437.
rufus Kth. var. auricoma Pilger XXX
(4904) 268.
tolimensis Pilger XXVII (1899) 23.
Angelica dissoluta Diels XXIX (1900) 499.
?involucellata Diels XXIX (1900) 504.
laxifoliata Diels XXIX (4900) 499.
megaphylla Diels XXIX (1900) 500.
setchuenensis Diels XXIX (4900) 500.
(Archangelica ?) valida Diels XXIX (4900)
501.
sp. XXIX (1900) 502.
Angraecopsis Krzl. XXVIII (1900) 474.
— tenerrima Krzl. XXVIII (4900) 174.
Angraecum anocentrum Schltr. XXVI (1899)
342.
— Goetzeanum Krzl. XXX (1904) 289.
— trachyrrhizum Schltr. XXVI (1899) 343.
— Woodianum Schltr. XXVI (1899) 343.
Angylocalyx Schumannianus Harms XXVI
(1899) 278.
Anoiganthus gracilis Harms XXX (1904) 276.
Anthericum papillosum Engl. XXVIII (4900)
360.
— ulugurense Engl. XXVIII (1900) 360.
6 Anthocleista — Baccaurea.
Anthocleista kamerunensis XXVIII
(4899) 195.
— lanceolata Gilg XXVIII (4899) 425.
— pulcherrima Gilg XXX (1904) 374.
— Zenkeri Gilg XXVIII (4899) 4124.
Anthephora elegans Schreb. var. africana
Pilger XXX (1904) 449.
— Hochstetteri Nees var. glabra Pilger XXX
(1904) 269.
Anthopanax leucorrhizus(Oliv.) Harms XXIX
(4900) 488.
Anthospermum cliffortioides K.Schum. XXX
(4901) 446.
— leuconeuron K. Schum. XXX (4901)
446,
— rosmarinus K. Schum. XXX (1904) 447.
— usambarense K. Schum. XXVIII (4899)
4 42.
Antidesma Staudtii Pax XXVI (4899) 327.
Anubias auriculala Engl. XXVI (1899) 423.
— nana Engl. XXVI (4899) 423.
Aphanothece Goetzei Schmidle XXX (4904)
242.
Aquilaria tomentosa Gilg XXVIII (1900) 445.
Arctotis parvifolia Schltr. XX VII (1899) 248.
Ardisia brevicaulis Diels XXIX (1900) 549.
brunneo-purpurea Gilg XXX (1904) 98.
Conraui Gilg XXX (1904) 98.
haemantha Gilg XXX (1904) 99.
polyadenia Gilg XXX (1901) 98.
Sadebeckiana Gilg XXX (14904) 97.
Schlechteri Gilg XXX (1904) 97.
Staudtii Gilg XXX (1904) 99.
Zenkeri Gilg XXX (1904) 100.
Argyrolobium vaginiferum Harms XXX (14904)
323.
— Wilmsii Harms XXVI (1899) 283.
Argyrostachys Lopr. XXX (4904) 408.
— splendens Lopr. XXX (1904) 108, 109,
307.
Arisaema Bockii Engl. XXIX (4900) 235.
— lobatum Engl. var. Rosthornianum Engl.
XXIX (1900) 285.
— Tatarinowii Schott forma latisecta Engl.
XXIX (1900) 236.
Aristea Goetzei Harms XXVIII (1900) 364.
— palustris Schltr. XXVII (4899) 96.
— polycephala Harms XXVIII (1900) 365.
Aristolochia setchuensis Franch, var, holo-
thricha Diels XXIX (4900) 840.
Artemisia deversa Diels XXIX (4904) 648.
Sodiroi Hieron, XXIX (1900) 55.
XXIX (4904) 648,
Arthrodesmus convergens Ehrenberg forma
typica XXVI (1898) 47.
Gilg
Spec,
— forma inermis (Jakobsen) Schmidle |
et Hieron, XXVI (4898) 47,
Arundinaria tolange K. Schum. XXVIII
(1900) 354,
Arundinella convoluta Pilger XX VII (4899) 25.
Asarum Franchetianum Diels XXIX (1900)
308.
— n. sp.? XXIX (1900) 309.
Aspalathus cliffortioides Bolus XX VII (1899)
144.
— rigida Schltr. XXVII (4899) 445.
— robusta Bolus XXVII (4899) 445.
— Schlechteri Bolus XXVII (4899) 146.
— sphaerocephala Schltr. XXVII (4899)
146.
Asparagus medeoloides Thunb. forma elon-
gata Engl. XXVIII (4900) 363.
Aspidosperma ingratum K. Schum. XXX
Beibl. 67 (1904) 30.
Aspilia Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 606.
— elata Pilger XXX (1901) 203.
— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 605.
— Sodiroi Hieron. XXVIII (1904) 607;
XXIX (4900) 38.
Asplenium dimidiatum Swartz var. longi-
caudata Hieron. XXVIII (1900) 343.
— Goetzei Hieron. XXVIII (1900) 343.
Aster Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 20.
squamatus (Spreng.) Hieron. XXVIII
(1904) 584; XXIX (1900) 19.
trmervius Roxb. n pilosa Diels XXIX
(1904) 640.
— 4 typica Diels XXIX (1904) 610.
— — firma Diels XXIX (1904) 640.
— — y Potanini Diels XXIX (1904) 644.
— À Rosthornii Diels XXIX (1904) 644.
Asterina Pasaniae P. Henn, XXVIII (1900)
272.
Astrochlaena Stuhlmannii U. Dammer ms,
XXX (1904) 386.
Athyrium acrostichoides (Sw.) Diels XXIX
(1900) 496.
— niponicum (Mett.)
196,
— violascens Diels XXIX (4900) 496.
Aulacocalyx auriculata K. Schum, XXVIII
(1899) 67.
Aulographum Euryae Sydow XX VII (1900)
276.
Autalpinia K. Schum, XXVII (4899) 272.
Autamomum K. Schum, XXVII (1899) 840,
Diels XXIX (1900)
| Babiana stellata Schltr. XX VII (1899) 99.
— stenomera Schltr, XXVIT (1899) 100,
— velutina Schltr, XXVII (4899) 100.
— — var. ß. nana Schltr. XXVI (1899)
101,
Baccaureu macrophylla Pax XX VIII (4 899) 24.
Baccharis — Bouchetia. 7
Baccharis Eggersii Hieron. XXVIII (14904)
588.
— genisteloides (Lam.) Pers. var. angusta
Hieron. XXIX (1900) 28.
— huairacajensis Hieron.
589.
— lloensis Hieron. XXIX (4900) 27.
— obovata DC. var. ecuadorensis Hieron.
XXVIII (1901) 594.
— padifolia Hieron. XXIX (1900) 26.
— polyantha Kunth forma genuina XXIX
(4900) 25.
— — — var. macrophylla Hieron. XXIX
(1900) 25.
— popayanensis Hieron. XXVIII (1904) 593.
— pululahuensis Hieron. XXIX (4900) 23.
— — — var. subcrenatoserrata Hieron.
XXIX (1900) 23.
— rhexioides Kunth var. parvifolia Hieron.
XXVIII (4904) 588.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 25.
— spicata Hieron. XXVIII (1904) 590.
— variifolia Hieron. XXVII (1904) 591.
— venulosa DC. var. oblanceolata Hieron.
XXVIII (1904) 592.
Balansia sessilis P. Henn. XXVIII (1900)
335.
Baphia brachybotrys Harms XX VI (1899) 281.
— Buettneri Harms XXVI (4899) 281.
— crassifolia Harms XXVI (1899) 280.
— densiflora Harms XXVI (4899) 280.
— Dinklagei Harms XXVI (1899) 279.
— gracilipes Harms XXVI (1899) 280.
— hylophila Harms XXVI (1899) 282.
— leptobotrys Harms XXVI (1899) 282.
Barbacenia Goetzei Harms XXVIII (4900) 363.
— Wentzeliana Harms XXX (1904) 277.
Barjonia platyphylla K. Schum. XXX Beibl. 67
(1904) 34.
Barleria Wilmsiana Lindau XXX (1904) 444.
Barnadesia Lehmannii Hieron. XXIX (4900)
77.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 78.
Bauhinia kalantha Harms XXVIII (1900) 398.
— wituensis Harms XXVI (1899) 275.
Begonia Dielsiana E. Pritzel XXIX (1900) 479.
— Princeae Gilg XXX (1904) 361.
Beilschmiedia fruticosa Engl. XXVI (1899)
386.
— — var. tetramera Engl. XXVI (1899) 387.
— nitida Engl. XXVI (4899) 387.
— Preussii Engl. XXVI (1899) 387.
— Staudtii Engl. XXVI (1899) 387.
— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 388.
Belmontia micrantha ‘Cham. et Schlechtd.)
Gilg XXVI (1898) 402.
XXVIII (4904)
— Jelskii Hieron. XXIX (1900) 24.
‘
Belmontia oligantha Gilg XXVI (4898) 102.
Berkheya angusta Schltr. XXVII (1899) 249.
Berlinia bifoliolata Harms XXX (4901). 83.
— Scheffleri Harms XXX (1904) 83.
— tomentosa Harms XXX (1901) 324.
Bersama Goetzei Gürke XXVIII (1900) 424;
XXX (1901) 349.
Betula cylindrostachys Wall Jd resinosa
Diels XXIX (1900) 282.
Bidens pilosus L. var. brevifoliata Hieron.
XXIX (1900) 48.
Bigelovia hypoleuca (Turcz.) Hieron. XXIX
(4900) 18.
— Lehmannii Hieron. XXVIII 1904) 583.
Billbergia Meyeri Mez XXX (1904) 148.
Blaeria kingaensis Engl. XXX (1901) 370.
— subverticillata Engl. XXX (4904) 371.
Blepharis carduacea Lindau XXX (1904) 440.
Boehmeria platyphylla D. Don var. minor
E. Pritzel XXIX (1900) 304.
Bolbophyllum antioquiense Krzl. XX VI (4899)
457.
— Forsythianum Krzl. XXVIII (4900) 163.
— Gilgianum Krzl. XXVIII (4900) 162, 374.
— Lehmannianum Krzl. XXVI (1899) 458.
— Leoni Krzl. XXVIII (1900) 164.
— melinostachyum Schltr. XX VI (1899) 342.
— popayanense Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
458.
— (Calamaria) Urbanianum Kral.
(1900) 463.
— spec. XXIX (1900) 271.
Boletus ater P. Henn. XXX (1904) 44.
— Zenkeri P. Henn. XXX (4904) 44.
Bombax pumilum Pilger XXX (4904) 472.
Borreria angustifolia var. latifolia Pilger
XXX (1904) 199.
— Buchneri K. Schum. XXVIII (1899) 409.
— diodon K. Schum. XXVIII (4899) 109.
— eryngioides Cham. et Schlecht. forma
glaberrima Pilger XXX (1901) 199.
— filituba K. Schum. XXVIII (1899) 440.
— latituba K. Schum. XXVIII (1899) 140.
— pedicellata K. Schum. XXVIII (4899) 144.
— saxicola K. Schum. XXVIII (1899) 112.
— subvulgata K.Schum. XXVIII (4899) 441.
Boscia caloneura Gilg XXVIII (1900) 390.
— pachyandra Gilg XXX (4904) 310.
Bothriocline pauciseta O. Hoffm. XXVIII
(4900) 502.
Botryamomum K. Schum. XXVII (1899) 322.
Botryomonas natans Schmidle XXVII (1899)
233.
Bouchetia anomala (Miers) Loes. subspec.
erecta (DC.) Loes. XXIX (1900) 105.
— — — var. Roemeriana (Scheele) Loes.
XXIX (4900) 405.
XX VIII
8 Bouchetia — Carex.
Bouchetia anomala (Miers) Loes. var. Sele-
riana Loes. XXIX (4900) 106.
— — — subspee. staticifolia (Sendtn.) Loes.
XXIX (1900) 406.
Bowdichia virgilioides Kth. var. tomentosa
Pilger XXX (1904) 459.
Bowkeria calceolarioides Diels XXVI (4898)
420.
Brachycome palustris O. Hoffm. XXX (1904)
427.
Brachycorythis Goetzeana Krzl. XXVIII
(1900) 176, 368.
Brachypodium columbianum Pilger XXVII
(4899) 34.
Brachystegia Bragaei Harms XXX (1901)
82.
cynometroides Harms XXVI (1899) 267.
euryphylla Harms XXX (1901) 82.
Goetzei Harms XXX (4904) 348.
microphylla Harms XXVII (4900) 397.
polyantha Harms XXX (4904) 349.
Woodiana Harms XXX (1904) 82.
Brachystelma tavalla K. Schum. XXVIII
(1900) 459.
Brachythalamus Gilg XXVIII (1900) 146.
— caudatus Gilg XXVIII (4900) 147.
— podocarpus Gilg XXVIII (1900) 146.
Bridelia Zenkeri Pax XXVI (1899) 327.
Bromelia exigua Mez XXX Beibl. 67 (4904) 2.
— Glaziovii Mez XXX Beibl. 67 (1904) 4.
— Goyazensis Mez XXX Beibl. 67 (1904) 2.
'— villosa Mez XXX Beibl. 67 (4904) 3.
Brunnichia africana Welw. var. glabra
Dammer XXVI (4899) 357.
— congoensis Dammer XXVI (1899) 357.
Bryum Goetzei Broth. XXVIII (1900) 338.
Buchnera fulgens Engl. XXVIII (4900) 478.
— crassifolia Engl. XXX (1904) 403.
kingaensis Engl. XXX (1904) 404.
minutiflora Engl. XXX (1904) 404.
mossambicensis Klotzsch var. usafuensis
Engl. XXX (4904) 404.
rungwensis Engl. XXX (1904) 403.
Buckleya Graebneriana Diels XXIX (4900
306,
— Henryi Diels XXIX (1900) 306.
Buddleia aurantiaco-maculata Gilg
4904) 377.
Bulgaria Urnula P, Henn, XXX (4904)
Bupleurum gracilipes Diels XXIX (4900)
microcephalum Diels XXIX (1900) 494,
Buxus benguellensis Gilg XXVIII (4899) 145.
Byrsonima crassa Ndz, ined, XXX (19041) 165,
XXX
39,
493,
Cabrales microcalyx Harms XXX Beibl. 67
1904) 34,
Er
De
|
Cacosmia rugosa Kunth var. arachnoidea
Hieron. XXVIII (4904) 649.
— — — var. nivea Hieron. XXVIII (4904)
619.
Cadaba Kirkii Oliv. var. polyadenia Gilg
XXX (1904) 344.
Caelastrum pulchrum Schmidle var. na-
sutum Schmidle XXVI (1898) 6.
Caeoma Berberidis Diet. et Neg. XXVII
(4899) 7, 43.
Caesalpinia Trothaei Harms XXVI (1899)
277.
Calanthe spec. XXIX (1900) 270.
Calea pachensis Hieron. var. Humboldtii
Hieron. XXVIII (4904) 645.
— — — var. Trianae Hieron. XXVIII (4904)
645.
— septuplinervia Hieron. XXVIII (4904) 645.
Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 54.
Trianae Hieron. var. tolimensis Hieron.
XXVIII (4904) 647.
Callicarpa longifolia Lam. var. Rosthornii
Diels XXIX (1900) 548.
— rubella Lindl. var. Hemsleyana Diels
XXIX (1900) 547.
— vastifolia Diels XXIX (1900) 547.
Calothrix africana Schmidle XXX (4904) 249.
— Goetzei Schmidle XXX (1904) 248.
— membranacea Schmidle XXX (41904) 64.
Calyptranthes amoena Pilger XXX(1 9014) 178.
Camaridium polyanthum Lehm. et Kral.
XXVI (4899) 488.
Campanumaea truncata (Wall.) Diels XXIX
(1904) 606.
Canariastrum Engl. XXVI (4899) 364.
— Zenkeri Engl. XXVI (4899) 364.
Canistrum ingratum Mez XXX Beibl.
(1904) 3.
— Schwackeanum Mez
(4904) 4.
Cannomois aristatus Mast.
(4900) 49.
— complanatus Mast. XXIX Beibl. 66(4900)
19.
— SchlechteriMast, XXIX Beibl. 66 (1900)48.
— spicatus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 19.
Gantharellus violaceo-griseus P, Henn. XXX
(A904) 45.
acutata Boott ß. ciliata Kükenthal
XXVII (1899) 549.
— y. hirtisquama Kükenthal XX VII
4899) 549.
- arizonensis Kükenthal XX VIT (4899) 549,
— Banksii Boott $. distans Kükenthal XX VII
(1899) su.
— — forma pallescens Kükenthal XX VII
(4899) #22,
—
67
XXX Beibl. 67
XXIX Beibl. 66
Carex
Carex — Charadrophila. 9
Carex Banksii Boott forma brevifolia Küken-
thal XXVII (1899) 522.
— — — 0. abbreviata Kükenthal XXVII
(1899) 522.
— bonariensis Desf. 6. remota Kükenthal
XXVII (4899) 543.
— Darwinii Boott 6. robustior Kükenthal
XXVII (4899) 528.
— decidua Boott 6. minor Kükenthal XXVII
(4899) 526.
— flava L. subspec. brevirostrata Küken-
thal XXVII (1899) 545.
— Gayana Desy. 3. rufa Kükenthal XX VII
(1899) 504.
— — — y. densa Kükenthal XXVII (1899)
501.
— inconspicua Steudel y. pseudextensa
Kükenthal XXVII (4899) 544.
— involucrata Boott 8. pseudobracteosa
Kükenthal XXVII (4899) 510.
— — — 4. subdivulsa Kükenthal XXVII
(1899) 544.
— — — ¢«. angustata Kükenthal
(1899) 514.
— Kurtziana Kükenthal XXVII (4899) 503.
— lamprocarpa Philippi 8. rotundata Küken-
thal XXVI (4899) 544.
— latibracteolata Kükenthal XXVII (1899)
518.
— Macloviana D’Urv. 3. incrassata Küken-
thal XXVII (1899) 506.
— — — y. bracteata Kükenthal XXVI
(1899) 506.
— — — à. pseudoleporina KükenthalXX VII
(4899) 506.
— microglochin Wahlenb. subspec. fuegina
Kükenthal XX VII (1899) 546.
— phalaroides Kunth 6. elongata Küken-
thal XXVII (4899) 537.
— Reichei Kükenthal XXVII (4899) 504.
— trichodes Steudel 6. major Kükenthal
XXVI (4899) 496.
Carolofritschia Engl. XXVI (1899) 362.
— diandra Engl. XXVI (1899) 362.
Carpesium abrotanoides L. forma Diels
XXIX (4904) 645.
— trisk Maxim. var, sinense Diels XXIX
(4904) 645.
Carpha Antarctica C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(4904) 40.
Carpinus Seemeniana Diels
279.
Carpolobia Goetzei Gürke XXVIII (4900) 447.
Carvalhoa macrophylla K. Schum. XXX
(1904) 384.
Cassia Desvauxii Collad. var. stipulacea
Pilger XXX (1904) 458.
XXVII
XXIX (1900)
Cassia flexuosa L. var. cuyabensis Pilger
XXX (1901) 158.
Cassytha pondoensis Engl. XXVI (4899) 392.
Castanea sativa Mill. y. var. acuminatissima
v. Seemen XXIX (1900) 287.
Catalpa vestita Diels XXIX (4904) 577.
Celastrus Franchetiana Loes. XXX (1904) 470.
— gemmata Loes. XXX (1904) 468.
— hypoleucus (Oliv.) Warb. mss. in herb.
Berol. XXIX (1900) 445.
— — — — forma «. genuina Loes. XXIX
(4900) 445.
— — — — forma 6. argutior Loes. XXIX
(1900) 445.
— — — — forma y. puberula Loes. XXIX
(1900) 445.
— orbiculata Thunbg. forma microphylla
Loes. XXX (4904) 469.
— — — forma major Loes. XXX (1904) 469.
— Rosthornianus Loes. XXIX (1900) 445.
Celosia falcata Lopr. XXVII (1899) 58.
— hastata Lopr. XXX (4904) 406.
— salicifolia Lopr. XXX Beibl. 67 (1904) 35.
Cenangium Abietis (Pers.) Rehm. var. ja-
ponica P. Henn. XXVIII (1900) 277.
Centaurea Goetzeana O. Hoffm. XXX (1904)
AAA,
Centema glomerata Lopr. XXVII (1899) 48.
— polygonoides Lopr. XXVI (1899) 48.
— rubra Lopr. XXVII (1899) 49.
Centropogon surinamensis (L.) Presl var.
vestita Pilger XXX (1904) 200.
Centrosema brevilobulatum Pilger
(4904) 162.
Cephalaria Goetzei Engl. XXX (4904) 448.
Cerastium fimbriatum E. Pritzel XXIX (1900)
320.
Cercestis Dinklagei Engl. XXVI (4899) 422.
Cercosperella Polygoni P. Henn. et Shir.
XXIX (1900) 452.
Cereus Neumannii K. Schum. XXIX (1900)
91, 99.
Ceropegia dichroantha K.Schum. XXX (1904)
385.
Chaenocephalus pallatangensis Hieron. XXIX
(1900) 47.
Chaenostoma montanum Diels XXVI (1898)
424.
— violaceum Schltr. XXVII (1899) 480.
Chaetonella Schmidle XXX (4901) 253.
— Goetzei Schmidle XXX (1904) 253.
Chamaesiphon africanus Schmidle XXX
(4904) 62.
— minimus Schmidle XXX (1904) 62.
Chantransia spec. XXX (4904) 67.
Charadrophila Marloth XXVI (4899) 358.
— capensis Marloth XXVI (4899) 358.
XXX
10
Chasalia parvifolia K. Schum. XXVIII (4899)
103, 498.
— violacea K. Schum. XXVIII (1900) 498.
Chasmanthera dependens Hochst. var. api-
culata Schweinf. et Engl. XX VI (1899)
406.
Cheilanthes Bockii Diels XXIX (1900) 199.
Chelonopsis deflexa (Benth.) Diels XXIX
(4900) 554.
Chironia angolensis Gilg XXVI (4898) 104.
— Bachmanni Gilg XXVI (1898) 103.
— humilis Gilg XXVI (4898) 405.
laxa Gilg XXVI (1898) 105.
rosacea Gilg XXVI (1898) 104
— rubro-coerulea Gilg XXX (4901) 379.
transvaalensis Gilg XXVI (1898) 406.
Tysonii Gilg XXVI (1898) 104.
— Wilmsii Gilg XXVI (1898) 105.
Chloropatane Engl. XXVI (4899) 383.
— africana Engl. XXVI (1899) 383.
Chlorophytum asparagiflorum Engl. XX VIII
(1900) 364.
— Goetzei Engl. XXVIII (1900) 364.
— ruahense Engl. XXVIII (1900) 364.
— unyikense Engl. XXX (1904) 272.
Chomelia meiantha K. Schum. XXVIII (1899)
61.
— ulugurensis K. Schum. XXVIII (1899) 64,
489.
Chondrogloea Schmidle XXX (1904) 247.
— africana Schmidle XXX (1904) 247.
Chroococcus Goetzei Schmidle XXX (4904)
242.
— parallelepipedon Schmidle XXX (1901)
242.
— polyedriformis Schmidle XXX (1901)
244,
Chrysocyenis rhomboglossum Lehm. et Krzl.
XXVI (1899) 479.
Chrysomyxa expansa Diet. XX VIII (1900) 287.
Chrysophyllum ferrugineo - tomentosum
Engl. XXVIII (4900) 447.
— ulugurense Engl. XXVIII (4900) 448.
Chuquiragua Lehmannii Hieron, XXVIII
(1904) 648.
— popayanensis Hieron. XXVIII (4901) 649.
Chusquea Lehmannii Pilger XX VII (4899) 35.
- spadicea Pilger XXVII (1899) 35.
Cienfuegosia cuyabensis Pilger XXX (4904)
174,
Cineraria foliosa O. Hoffm, XXX (1901) 484.
Cirsium chinense Gard, et Champ, var, au-
stralis Diels XXIX (1901) 628,
spec, XXIX (4904) 627.
Cissampelos Dinklagei Engl. XX V1(4899) 399,
Pareira L. subvar, crassifolia Engl. XXVI
1899) 394,
Chasalia — Clerodendron.
Cissampelos Pareira L. subvar. hirta
(Klotzsch) Engl. XXVI (1899) 395.
— — — subvar. usambarensis Engl. XXVI
(1899) 395.
— — var. transitoria Engl. XX VI (1899)
395.
— — subvar. zairensis
XXVI (1899) 395.
— — subvar. rigidifolia Engl.
(1899) 395.
— — — subvar.
(1899) 396.
— — subvar. madagascariensis (Miers)
Engl. XXVI (1899) 396.
tenuipes Engl. XXVI (1899) 399.
— truncatus Engl. XXVI (1899) 398.
Cissus Beya Gilg XXVIII (1900) 427.
— setulosa Diels et Gilg XXIX (1900) 466.
— n. sp. XXIX (1900) 467.
Claoxylon Preussii Pax XXVIII (4899) 23.
Clausena anisata (Willd.) Oliv. var. pubescens
Engl. XXVIII (1900) 443. |
Clavaria nguelensis P. Henn. XX VIII (1900)
320.
Clematis Goetzei Engl. XXVIII (1900) 388.
— iringaensis Engl. XXVIII (4900) 388.
— Thunbergii Steud, var. angustisecta Engl.
XXX (4904) 309.
— uhehensis Engl. XXVIII (1900) 387.
— Wightiana Wall. var. pilosissima Engl.
XXX (4904) 309.
Clematoclethra Giraldii Diels XXIX (1900)472.
Clerodendron angolense Gürke XXVIII (4900)
294.
bipindense Gürke XXVIII (1900) 296.
caesium Gürke XXVIII (4900) 300, 466.
congestum Gürke XXVIII (1900) 296, 466.
cuneatum Gürke XXVIII (4900) 303.
Dekindtii Gürke XXVII (1900) 304,
discolor var. pluriflorum Gürke XXX
(1904) 394.
Dusenii Gürke XXVIII (4900) 293.
glabratum Gürke XXVIII (4900) 295.
kissakense Gürke XX VIIT (4900) 304, 466.
mandarinorum Diels XXIX (1900) 549.
myricoides R. Br. var, microphyllum
Gürke XXVIIL (4900) 299,
var. b. grosseserratum
XXVIII (1900) 299.
var, c. camporum Gürke XXVIII
(4900) 299.
- var. d, laxum Gürke XX VIII (4900)
299.
polyanthum Gürke XXVIII (4900) 295.
(Miers) Engl.
XXVI
Wakefieldii Engl. XXVI
Gürke
| — pusillum Gürke XXX (1904) 890,
Rehmannii Gürke XXVII (4900) 294.
— Scheflleri Gürke XXVI (1900) 304,
~~
ee =
Clerodendron — Cosmarium. 13
Clerodendron Schlechteri Gürke XXVIII
(4900) 302.
— silvicola Gürke XXVIII (1900) 299, 466.
— subreniforme Gürke XXVIII (4900) 294.
— suffruticosum Gürke XXVIII (1900) 302,
466.
— Thonneri Gürke XXVIII (4900) 292.
— thyrsoideum Girke XXVIII (1900) 293.
— ulugurense Gürke XXVIII (4900) 294, 465.
— violaceum Gürke XXVIII (4900) 303.
— Wilmsii Gürke XXVIII (1900) 304.
— yaündense Girke XXVIII (4900) 297.
Clibadium Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 598.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 32.
— subsessilifolium Hieron. XXIX (1900) 32.
Cliffortia amplexistipula Schltr. XX VII (4899)
440.
— juniperina L. var. serrulata Engl. XXVI
(1899) 376.
— linearifolia L. var. nitidula Engl. XXVI
(4899) 376.
— neglecta Schltr. XXVII (1899) 441.
Clitocybe bipindiensis P. Henn. XXX (1904) 55.
Closterium cynthia De Not. forma lata
Schmidle XXVI (1898) 48.
— lunula (Müll.) Nitzsch. forma farcinalis
Schmidle XXVI (1898) 47.
Cluytia angustifolia Knauf XXX (4904) 340.
— glabrescens Knauf XXX (1904) 340.
— Paxii Knauf XXX (1904) 344.
Coccoidea P. Henn. XXVIII (1900) 275.
— quercicola P. Henn. et Shir. XXVIII (4900)
275.
Cocconia Parinarii P. Henn. XXX (1904) 257.
Cochlospermum insigne St. Hil. var. matto-
grossensis Pilger XXX (1904) 176.
Coelogyne mandarinorum Krzl. XXIX (1900)
269.
— spec. XXIX (1900) 270.
Coelosphaerium Goetzei Schmidle XXX (4901)
243.
Coleonema gracile Schltr. XX VII (4899) 163.
Coleosporium Clematidis-apiifoliae Diet.
XXVIII (4900) 287.
— Clerodendri Diet. XX VII (1899) 566.
— Phellodendri Diet. XXVIII (1900) 287.
Coleus ulugurensis Gürke XXVIII (1900) 470.
Collybiasubdryophila P. Henn. XXX (1904) 55.
— sulphurea P. Henn. XXX (1901) 56.
Cololejeunea grossidens Steph. XXVIII (1900)
337.
— Malanjae Steph. XXX (1901) 264.
Commiphora Antunesii Engl. XX VI(1899)370.
— chlorocarpa Engl. XXVIII (1900) 444.
— coriacea Engl. XXVI (1899) 369.
— loandensis Engl. XXVI (1899) 370.
— mombassensis Engl. XXVI (1899) 372.
Commiphora porensis Engl. XX VI(4899) 374,
— pruinosa Engl. XXVI (1899) 368.
— pyracanthoides Engl. XXVI (1899) 368.
— rubriflora Engl. XXX (4901) 336.
— Schlechteri Engl. XXVI (1899) 372.
— spondioides Engl. XXVI (1899) 374.
— Trothai Engl. XXVI (1899) 370.
— ulugurensis Engl. XXVI (1899) 369.
Connarus Gilgianus Pilger XXX (1904) 154.
Copaifera Demeusei Harms XX VI (1899) 264.
— Dinklagei Harms XXVI (1899) 265.
Coprinus pseudodomesticus P. Henn. XXX
(1904) 54.
Cordia Goetzei Gürke XXVIII (4900) 307, 461.
Coreopsis crataegifolia O.Hoffm. XXX (1901)
431.
— lineariloba O. Hoffm. XXX (1904) 430.
— lupulina O. Hoffm. XXX (1904) 432.
— ochracea O. Hoffm. XXX (1901) 431.
— pinnatipartita O. Hoffm. XXX (1901)
432.
Corylopsis n. sp. XXIX (1900) 380, 384.
Corytholoma bulbosum (Ker) Fritsch XXIX
Beibl. 65 (1900) 22.
— pusillum Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 20.
— striatum Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 21.
— Uleanum Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 22.
Cosmarium abruptum Lund var. super-
granulatum Schmidle XX VI (1898) 34.
— beatum W. et G. West. forma XXVI
(1898) 29.
— decachondrum Roy et Bies. var. striatum
Schmidle XXVI (1898) 30.
— depressum (Naeg.) Lund forma brunnea
Schmidle XXVI (1898) 39.
— dispersum Johnson var. wembaerense
Schmidle XXVI (1898) 34.
— ellipsoideum Elfg. var. Borgei Schmidle
XXVI (4898) 39.
— emarginatum W. et G. West var. curtum
Schmidle XXVI (1898) 39.
— Engleri Schmidle XXVI (1898) 37.
— granatum Breb. var. pyramidalis Schmidle
XXVI (1898) 34.
— Hieronymusii Schmidle XXVI (1898) 24.
— — — forma major Schmidle XXVI
1898) 24.
— kilimanense Schmidle XXVI (1898) 40.
— Lundellii Delp. forma XXVI (1898) 34.
— Mülleri Schmidle XXVI (1898) 38.
— multiordinatum W. et G. West forma
XXVI (1898) 27.
— papilliferum Schmidle XXVI (4898) 27.
— paradoxum Turner forma XXVI1(1898) 26.
— planum W. et G. West var. ocellatum
Schmidle XXVI (1898) 36.
— pluritumidum Schmidle XX VI (4898) 29.
12 Cosmarium — Cuphea.
Cosmarium praegrandiforme Schmidle XX VI
(4898) 25.
— praemorsum Breb. var.
Schmidle XXVI (1898) 27.
— pseudodecoratum Schmidle XXVI (1898)
40.
— pseudoprotuberans Kirchner forma XX VI
(1898) 35.
— punctulatum Breb. var. creperiforme
Schmidle XXVI (1898) 34.
—— subbalteum Schmidle XXVI (1898) 25.
— subbinale (Nordst.) Lagerheim var. abys-
sinicum Lagerh.forma minor Schmidle
XXVI (1898) 33.
bulbosum
— subconstrictum Schmidle XXX (1901) 66.
— subellipticum Schmidle XXX (1901) 66.
— subspeciosum Nordstedt forma inter-
media Schmidle XXVI (4898) 28.
— subtriordinatum W. et G. West var. ro-
tundatum Schmidle XXVI (1898) 36.
— taxichondrum Ld. var. compressum W.
et G. West forma maxima Schmidle
XXVI (1898) 30.
— — — var. ocellatum Schmidle XXVI
1898) 29.
— typicum (Turner?) Schmidle XXVI(1898)
35.
— undiferum Schmidle XXVI (1898) 28.
— Wellheimii Schmidle XXVI (1898) 38.
— wembaerense Schmidle XXVI (1898) 32.
Costus acanthocephalus K. Schum, XXVII
1899) 345.
— macranthus K. Schum. XXX (1904) 279.
— paradoxus K. Schum. XXVII (1899) 345.
— speciosus (Koen.) Sm. var. a. glabra
K. Schum. XXVI (4899) 343.
— — var. 3. angustifolia K. Schum,
XXVII (1899) 343.
— var. 4. lasiocalyx K. Schum.
XXVII (1899) 344.
— — — — var. e. sericea (Bl.) K. Schum,
XXVII (1899) 344.
— subvar. 2. leiocalyx K.Schum,
XXVI (4899) 344.
Cotoneaster Dielsianus E. Pritzel XXIX (1900
885,
rugosus E. Pritzel XXIX (1900) 385.
n. sp. XXIX (1900) 385.
Cotula macroglossa Bolus XX VIT (4899) 209.
Graterostiema Goetzei Engl. XXVIII (1900
77.
— Wilmsii Engl, XXVI (4898) 122.
Crepis Bockiana Diels XXIX (1904) 638,
Henryi Diels XXIX (4901) 688,
Rosthornii Diels XXIX (1901) 632,
Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 84,
Crossandra fruticulosa Lindau XXX (1901)
442.
Crotalaria erecta Pilger XXX (1904) 159.
— Goetzei Harms XXVIII (1900) 399.
— grandistipulata Harms XXVIII (1900)
399.
— lukwangulensis Harms XX VIII (1900) 400.
— Seemeniana Harms XXX (4904) 322.
— Thomasii Harms XXVI (1899) 283.
— ukingensis Harms XXX (1904) 323.
Croton cuyabensis Pilger XXX (4901) 166.
— Eggersii Pax XXVI (4899) 503.
— Lehmannii Pax XXVI (4899) 504.
Crotonogyne Zenkeri Pax XXVI (1899) 327.
Crotonogynopsis usambarica Pax XXVI
(1899) 328.
Crudia monophylla Harms XXX (4904) 80.
Cryptocarya Liebertiana Engl. XXVI (4899)
390.
— minutiflora Mez XXX Beibl. 67 (4904) 44.
— Woodii Engl. XXVI (1899) 394.
Cryptopodium africanum Broth. XXVIII
(1900) 338.
Cryptosepalum dasycladum Harms XXX
(1904) 349.
— pulchellum Harms XXX (1901) 324.
— Staudtii Harms XXVI (4899) 267.
Culcasia Dinklagei Engl. XXVI (1899) 418.
— falcifolia Engl. XXVI (4899) 448.
— lanceolata Engl. XXVI (4899) 449.
— obliquifolia Engl. XXVI (1899) 448.
— striolata Engl. XXVI (4899) 447.
Culcitium Sodiroi Hieron, XXIX (1900) 63.
Cuphea antisyphilitica H.B.K. c. subhirsuta
Koehne XXIX (1900) 458.
— calophylla Cham, et Schlecht. a. calo-
phylla s. str. e. Breuningii Koehne
XXIX (1900) 456.
— ciliata (Sw.) Koehne b. vestita Koehne
XXIX (1900) 455.
— epilobiifolia Koehne d. Tonduzii Koehne
XXIX (1900) 156.
— fuscinervis Koehne XXIX (1900) 156,
— Gaumeri Koehne XXIX (1900) 454.
- ianthina Koehne ? 3. Bangi var. nova
(an species?) XXIX (4900) 468.
-— — ?y. Stuebeli Koehne var. nova
(an species?) XXIX (4900) 463.
linifolia (St. Wil.) Koehne var, helicophora
Koehne XXIX (1900) 458.
- radula (St. Mil.) Koehne forma ce. lani-
caulis Koehne XXIX (1900) 458.
— Roseana Koehne XXIX (4900) 164,
— Schumannii Koehne XXIX (4900) 460,
sordida Koehne XXIX (1900) 155.
Spruceana Koehne ß. Bangi Koehne XXIX
4900) 168,
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Cuphea — Detarium. 13
Cuphea squamuligera Koehne b.brachypoda
Koehne XXIX (1900) 460.
— Urbaniana Koehne b. Uleana Koehne
XXIX (4900) 457.
— venusta Koehne XXIX (1900) 159.
— Warmingii Koehne var. denudata Koehne
XXIX (1900) 464.
Curculigo spec. XXIX (4900) 260.
Curcuma ceratotheca K. Schum. XXVII
(1899) 335.
Cussonia Buchanani Harms XXVI (1899) 251.
Cuviera australis K. Schum. XXVIII (1899) 78.
— leniochlamys K. Schum. XXVIII (4899) 79.
Cyanastrum Goetzeanum Engl. XXVIII (1900)
359.
— hostifolium Engl. XXVIII (4900) 358.
Cyanothyrsus oblongus (Oliv.) Harms XXVI
(4899) 270. |
— Ogea Harms XXVI (1899) 270.
— Soyauxii Harms XXVI (1899) 270.
Cyathea Stuhlmanni Hieron. XXVIII (4900
340.
— ulugurensis Hieron. XXVIII (1900) 340.
Cyathula albida Lopr. XXVII (1899) 53.
— spathulifolia Lopr. XXVII (4899) 54.
Cyclostemon Preussii Pax XXVI (4899) 326.
— Staudtii Pax XXVI (1899) 326.
Cyenium aquaticum Engl. XX VIII (1900) 479.
— rubriflorum Engl. XXX (1904) 405.
— suffruticosum Engl. XXVIII (1900) 479.
Cylicomorpha Urb. XXX (1904) 445.
— parviflora Urb. XXX (1904) 446.
— — — var. brachyloba Urb. XXX (1901)
116, 447, 364.
— Solmsii Urb. XXX (4904) 445.
Cylindrocystis diplospora Wittr. var. steno-
carpa Schmidle XXVI (1898) 16.
Cylindrospermum Goetzei Schmidle XXX
(1904) 245.
Cylista Preussii Harms XXVI (1899) 303.
Cymbidium spec. XXIX (1900) 274.
Cynanchum Henryi Warb. XXIX (1900) 542.
Cynoglossum n. sp. XXIX (4900) 546.
Cynometra Carvalhoi Harms XXVI (1899
261.
— megalophylla Harms XXVI (1899) 262.
— Schlechteri Harms XXX (1904) 77.
— sessiliflora Harms XXVI (4899) 262.
Cynosorchis Buchwaldiana Krzl. XXVIII
(4900) 175.
— Humblotiana Krzl. XXVIII (1900) 176.
— oblonga Schltr. XX VI (41899) 333.
— platyclinoides Krzl. XXVIII (1900) 367.
Cyperus leptophyes C. B. Clarke XXX Beibl.
68 (1904) 44.
Cyphia lasiandra Diels XXVI (1898) 4141.
— longiflora Schltr. XXVII (1899) 194.
Cyphia oligotricha Schltr. XX VII (1899) 195.
— stenopetala Diels XXVI (4898) 442.
— tenera Diels XXVI (1898) 142.
— ubenensis Engl. XXX (1904) 449.
— Wilmsiana Diels XXVI (1898) 443.
Cyphocarpha (Fenzl) Lopr. XXVII (1899) 42.
— angustifolia (Hook. f.) Lopr. XX VII (1899)
45.
— Petersii Lopr. XXVII (1899) 43.
— resedoides Lopr. XXVII (4899) 44.
— trichinoides (Fenzl) Lopr. XX VII (4899) 45.
— Wilmsii Lopr. XXVI (4899) 42, XXX
(4904) 407.
— Zeyheri (Moq.) Lopr. XXVII (1899) 45,
XXX (1904) 407.
Dacryomyces aurantiacus P. Henn. XX VIII
(1900) 349.
Dactylopetalum Barteri Hook. f. var. sub-
dentatum Engl. XXX (1904) 365.
Daedalea styracina P. Henn. et Shir. XXVIII
(1900) 269.
Dalbergia ajudana Harms XX VI (4899) 295.
— Dekindtiana Harms XXVI (1899) 298.
— Dinklagei Harms XXVI (4899) 293.
— elata Harms XXVI (1899) 296.
— Goetzei Harms XXVIII (4900) 407.
— lagunosa Harms XXVI (4899) 298.
— luluensis Harms XXVI (41899) 294.
— macrothyrsus Harms XXVI (1899) 294.
— mossambicensis Harms XXVI (1899) 295.
— ochracea Harms XXVI (1899) 297.
— Preussii Harms XXVI (1899) 294.
— sessiliflora Harms XXVI (1899) 296.
Daphne gemmata E. Pritzel XXIX (1900) 484.
— gracilis E. Pritzel XXIX (1900) 480.
Dasyscypha abieticola P. Henn. et Shir.
XXVIII (4900) 277.
Dasysphaera Robecchii Lopr. XX VII (1899)
53.
Delphinium exiguum E. Pritzel XXIX (4900)
327.
— Goetzeanum Engl. XXX (1904) 308.
Derris Goetzei Harms XXX (1901) 330.
— leptorhachis Harms XXVI (1899) 302.
— Stuhlmannii (Taub.) Harms XXVIII (4900)
408.
Desmodium sclerophyllum Bth. var. tor-
tuosa Pilger XXX (1904) 461.
Desmonema mucronulatum Engl. XXVI
(1899) 408.
— — — var. Schweinfurthii Engl. XXVI
(1899) 409.
— oblongifolium Engl. XXVI (4899) 408.
Detarium macrocarpum Harms XXX (1904)
18.
14
Deutzia Baroniana Diels XXIX (4900) 372.
Deyeuxia amoena Pilger XXVII (4899) 28.
— nuda Pilger XXVI (4899) 29.
Dialium Dinklagei Harms XXVI (4899) 275.
— Schlechteri Harms XXVI (4899) 276.
— Staudtii Harms XXVI (1899) 275.
— Zenkeri Harms XXX (1904) 86.
Diascia gracilis Schltr. XXVII (4899) 177.
— veronicoides Schltr. XXVII (1899) 478.
Dichostema Zenkeri Pax XXVIII (1899) 25.
Dicliptera betschuanica Lindau XXX (4901)
442°
— laxispica Lindau XXX (4904) 443.
Dicoma vaginata O. Hoffm. XXX (4904) 442.
Dieraea violascens Engl. XXX (4904) 312.
Didelotia Engleri Dinklage et Harms XXX
(4904) 80.
Didissandra Rosthornii Diels XXIX (4900)
574.
Dieffenbachia aurantiaca Engl. XXVI (1899)
566.
— picta (Lodd.) Schott var. angustior Engl.
XXVI (1899) 569.
— subvar. angustifolia Eng. XXVI
4899) 569.
— — — subvar. Jenmannii (Veitch) Engl.
XXVI (1899) 569.
— var. latior Engl. XX VI (1899) 569.
— — — subvar. gigantea (Verschaffelt)
Engl. XXVI (4899) 569.
— — — subvar. magnifica (Linden et
Rodigas) Engl. XX VI (4899) 570.
— ? subvar. memoria (Corsi Salviati)
Engl. XXVI (4899) 570.
— ? subvar. picturata (L. Lind. et
Rodig.) Engl. XX VI (4899) 570.
— ? subvar. Meleagris (L. Lind. et
Rodig.) Engl. XXVI (4899) 570.
— seguina (L.) Schott var. minor Engl.
XXVI (4899) 567.
— — — var. robusta (C. Koch) Engl. XXVI
1899) 568.
— — — subvar. Ventenatiana
Engl. XXVI (4899) 568.
Dieramalpinia K. Schum. XX VII (4899) 286.
Dioscorea acerifolia Uline var. Rosthornii
Diels XXIX (4900) 264.
— minutiflora Engl. var, macrocarpa Uline
in Herb. Berol. XXVIII (1900) 364.
Rosthornii Diels XXIX (4900) 264.
Schott)
Schimperiana Hochst,var, nigrescens Uline |
in Herb. Berol. XXVIH (1900) 364.
Dioscoreophyllum strigosum Engl. XXVI
1599) 407.
tenerum Engel. XXVI (4899) 407.
Diospyros atropurpurea Gürke XX VI 1898
67.
Deutzia — Dolichos.
Diospyros bipindensis Gürke XXVI (1898)
70.
— gabunensis Gürke XXVI (1898) 72.
— kamerunensis Gürke XXVI (4898) 69.
— latifolia Gürke XXVI (1898) 63.
— monbuttensis Gürke XXVI (1898) 66.
— physocalycina Gürke XXVI 4898) 68.
— Staudtii Gürke XXVI (1898) 65.
— suaveolens Gürke XXVI (1898) 68.
— tuberculosa Gürke XXVI (1898) 65.
— usaramensis Gürke XXVI (1898) 64.
Diothonaea Lehmanniana Krzl. XXVI (1899)
489.
Dipcadi Wentzelianum Engl. XXVIII (1900)
362.
Diplazium pseudo-porrectum Hieron. XX VIII
(1900) 342.
— Wichurae (Mett.) Diels XXIX (4900) 497.
Diplusodon gracilis Koehne 8. Ulei Koehne
var. nova XXIX (4900) 465.
— helianthemifolius DC. a. pemphoides
(DC) Koehne b. striatifolius Koehne
XXIX (1900) 165.
— Myrsinites DC. §. cribellmus Koehne
XXIX (4900) 165.
— — — obtusifolius Koehne XXIX (1900)
(4900) 465.
— orbicularis Koehne 6. brachyander
Koehne (var. nova) XXIX (4900) 464.
Dipteropeltis Hallier f. XXVIII (4899) 28.
— poranoides Hallier f. XXVIII (1899) 29.
Disa Goetzeana Krzl. XXVIII (1900) 478, 369.
— leucostachys Krzl. XXX (1904) 285.
— luxurians Krzl. XXVII (1900) 369.
— Princeae Krzl. XXVIII (4900) 370.
— (Scutelliferae) satyriopsis Krzl. XXVIII
(1900) 477, 369.
— uliginosa Krzl. XXX (1904) 285.
Dischisma affine Schltr, XXVI (4899) 487.
— occludens Schltr. XX VIT (4899) 488.
— squarrosum Schltr. XXVIL (1899) 488.
— tomentosum Schltr. XXVII (1899) 489.
Disparago Hoffmanniana Schltr, XX VIL(4899)
203.
Disperis anomala Schltr. XXVI (1899) 333.
Disperopsis aspersa (Hua) Engl. XXIX (1900)
249.
— Pernyi (Hua) Diels XXIX (1900) 249.
Dissotis Goetzei Gilg XXVIIL (4900) 442,
— rubro-violacea Gilg XXX (1901) 365.
— spectabilis Gilg XXX (1904) 366.
Dolichos adenophorus Harms XXX (1901)
333.
— Antunesii Harms XXVI (4899) 848,
— Baumannii Harms XXVI (1899) 313,
bellus Harms XXX (1904) 384.
— bongensis Taubert msec. XX VI (1899) 816.
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Dolichos — Eminia. 15
Dolichos brachypus Harms XX VI (4899) 323.
— Buchananii Harms XXVI (4899) 348.
— cardiophyllus Harms XXVIII (4900) 410.
— fimbriatus Harms XXVI (1899) 349.
— Fischeri Harms XXVI (4899) 317.
— Goetzei Harms XXVIII (1900) 444.
— longipes J. Buchwald XXVI (4899) 346.
— longistipellatus Harms XXVI (1899) 344.
— macrothyrsus Harms XXVI (1899) 320.
— nanus Harms XXVIII (1900) 444.
— Pseudopachyrhizus Harms XXVI (1899)
320.
— — — a. var.subintegrifolia Harms XX VI
(4899) 322.
— — — §. var. Kilimandschari
XXVI (4899) 322.
— Schweinfurthii Taubert (nomen!) XXVI
(1899) 345.
— stenophyllus Harms XXVI (4899) 344.
Doliocarpus platystigma Pilger XXX (1901)
473.
Dombeya auriculata K. Schum. XXX (4904)
352.
— erythroleuca K. Schum. XXX (1904) 353.
— leucorrhoea K. Schum. XXX (4904) 333.
Dorstenia caudata Engl. XXVIII (1900) 377.
— dionga Engl. XXVIII (1900) 377.
— Goetzei Engl: XXVIII (4900) 378.
— — var. angustibracteata Engl. XXVIII
(1900) 378.
— ruahensis Engl. XXVIII (4900) 377.
Harms
— (Kosaria) Unyikae Engl. XXX (1904) 294. |
— variifolia Engl. XXVIII (1900) 376.
Dovea nitida Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 6.
— rigens Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 7.
Drynaria Baronii (Christ.) Diels XXIX (4900)
208.
— sinica Diels XXIX (1900) 208.
— Willdenowii (Bory) Moore var. fusco-
paleacea Hieron. XXVIII (1900) 347.
Dyckia eminens Mez XXX Beibl. 67 (1904) 5.
— horridula Mez XXX Beibl. 67 (4904) 5.
Dysphinctium affine (Racib.) Schmidle forma
major Schmidle XXVI (1898) 20.
— Novae Semliae (Wille) Schmidle var.
granulatum Schmidle XX VI (4898) 21.
— subellipticum Schmidle XXVI (1898) 21.
— zonatum (Lund) De Toni var. com-
pressum Schmidle XXVI (1898) 24.
Echinops velutinus 0. Hoffm. XXX (4904)
440.
Ectadiopsis suffruticosa K. Schum. XXVIII
(4900) 453.
Ectropothecium Engleri Broth. var. floridum
Broth. XXVIII (4900) 339,
Ectropothecium ulugurense Broth. XXVIII
(1900) 338.
Ehretia coerulea Gürke XXVIII (4900) 342,
461.
— Goetzei Gürke XXVIII (1900) 344, 461.
— rosea Gürke XXVIII (1900) 464.
— tetrandra Gürke XXVIII (1900) 344, 461.
— uhehensis Gürke XXVIII (1900) 462.
Ekebergia sclerophylla Harms XXVIII (1900)
445.
Elaeagnus Bockii Diels XXIX (1900) 482.
— Henryi Warb. XXIX (1900) 483.
— lanceolata Warb. XXIX (4900) 483.
Elaeodendron Afzelii Loes. XXVIII (1900)
457.
— Stuhlmannii Loes. XXVIII (1900) 456.
— xylocarpum (Vent.) DC. var. continen-
tale Harms et Loes XXIX (1900) 98.
Elegia ciliata Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 8.
— exilis Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 7.
— fastigata Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 7.
— persistens Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 8.
— Rehmannii Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 7.
Eleocharis appendiculata C. B. Clarke XXX
Beibl. 68 (4904) 20.
— Lechleri C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(4904) 24.
— melanomphala C. B. Clarke XXX Beibl.
68 (1904) 24.
— melanostachys C. B. Clarke XXX Beibl.
68 (1904) 20.
— pachycarpa C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(1904) 29.
— Reichei C. B. Clarke XXX Beibl. 68 (1904)
25.
— simulans C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(4904) 20.
— Vincentina C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(4904) 48.
— — — var. §. arcuata C. B. Clarke XXX
Beibl. 68 (4904) 49.
Elsholtzia calycocarpa Diels XXIX (1900)
560.
Embelia erythrocarpa Gilg XXX (1904) 96.
— Mujenja Gilg XXVIII (4900) 446.
— nyassana Gilg XXX (14904) 96.
— pauciflora Diels XXIX (1900) 547.
— retusa Gilg XXX (1904) 95.
— Rowlandii Gilg XXX (1904) 96.
Emicocarpus K. Sch. et Schlechter XXIX
Beibl. 66 (4900) 24.
— fissifolius K. Sch. et Schlechter XXIX
Beibl. 66 (4900) 24.
Emilia sagittata (Vahl) DC. var. adnata
O. Hoffm. XXVIII (4900) 506.
Eminia major Harms XXX (4904) 334,
16
Encelia Sodiroi Hieron. XXVIII (4904) 644,
XXIX (1900) 43.
Engleromyces P. Henn. XXVIII (1900) 327.
— Goetzei P. Henn. XXVIII (1900) 327.
Enkianthus Rosthornii Diels XXIX (1900) 509.
Entodon stereophylloides Broth. XXX (1901)
262.
Epicoccum Polygonati P. Henn. et Shir.
XXIX (1900) 153.
Epidendrum altissimum Lehm. et Krzl.
XXVI (1899) 474.
— aporoides Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
504.
— arundinaceum Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
474.
— bolbophylloides Lehm. et Krzl. XXVI
(4899) 463.
— brachybulbum Lehm. et Krzl. XXVI
(1899) 463.
— brassavolaeforme Lehm. et Krzl. XXVI
(1899) 464.
— Buenaventurae Lehm. et Krzl. XXVI
(4899) 470.
— calyptratum Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
473.
— chondrochilum Lehm. et Krzl XXVI
1899) 467.
— cirrhochilum Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
466.
— condylochilum Lehm. et Krzl. XXVI
(1899) 459.
— cornanthera Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
463.
— Cuchibambae Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
467.
— cupreum Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 476.
— elegantissimum Lehm. et Krzl. XXVI
1899) 472.
— Englerianum Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
466.
— falcisepalum Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
474,
— fractiflexum Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
468,
elobiflorum Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
469.
— gracillimum Lehm. et Krzl. XX VI (4899)
478,
intertextum Lehm, et Krzl, XX VI (1899)
466.
— leucopyramis Lehm, et Krzl. XX VI (4899)
459.
— loxense Lehm, et Krzl. XX VI (4899) 469.
macrothyrsis Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
72.
marsupiale Lehm, et Krzl. XXVI (4899)
474,
Encelia — Eriocaulon.
Epidendron modestissimum Lehm. et Krzl.
XXVI (1899) 469.
— Mosquerae Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
472.
— oligophyllum Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
477.
— polyphyllum Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
470.
— popayanense Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
475.
— Porquerense Lehm. et Krzl. XX VI (1899)
464.
— quadridentatum Lehm. et Krzl. XXVI
(1899) 459.
— Rolfeanum Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
468.
— sophronitoides Lehm. et Krzl. XX VI (4899)
464,
— sphenoglossum Lehm. et Krzl. XXVI
(4899) 460.
— tenuicaule Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
468.
— Tequendamae Lehm. et Krzl. XX VI (4899)
475.
— trachypus Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
461.
— zosterifolium Lehm. et Krzl. XX VI (4899)
474. :
Epilobium n. sp. XXIX (4900) 485.
Eragrostis Lehmannii Pilger XX VII (1899) 32.
— mattogrossensis Pilger XXX (4904) 440.
— — — forma glabrescens XXX (1904)
444.
— trachyphylla Pilger XXX (4904) 269.
Erechtites prenanthoides (Kunth) Greenm.
et Hieron. XXVIII (4904) 628; XXIX
(1900) 63.
Erica aspalathoides Guthrie et Bolus XX VII
(1899) 473.
— kingaensis Engl. XXX (4904) 370.
— Maximiliani Guthrie et Bolus XXVII
(1899) 478.
Erigeron popayanensis Hieron, XX VIII (4904)
586.
— Sodiroi Hieron, XXIX (4900) 20.
— sulcatus Meyen var. columbiana Hieron.
XXVIII (4904) 586.
— uliginosus Benth. var, hirsuta Hieron.
XX VIII (1904) 587.
— Weddellianus Hieron. XXIX (4900) 24.
Eriocaulon altogibbosum Ruhl. XXX (4904)
146.
— Antunesii Engler et Ruhl. XX VIT (4899) 76.
— bogense Engler et Ruhl, XX VIT (1899) 75,
— Buchananii Ruhland XXVII (4899) 83.
— gibbosum Koern, var, mattogrossense
Ruhl. XXX (4904) 446.
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Eriocaulon — Euphorbia.
Eriocaulon Gilgianum Ruhl. XX VIT (1899) 84.
Hildebrandtii »Körnicke« Ruhland XX VII
(1899) 73.
huillense Engler et Ruhland XX VIT 1899
78.
Johnstonii Ruhland XXVII (1899) 82.
limosum Engler et Ruhl. XXVII (1899) 74.
mesanthemoides Ruhl. XXVII (4899) 79.
Pilgeri Ruhl. XXX (1904) 447.
piliflorum Ruhland XXVII (1899) 80.
Schimperi »Körnicke«e Ruhland XXVI
(1899) 80.
Schlechteri Ruhland XXVII (1899) 78.
Schweinfurthii Engler et Ruhland XX VII
(1899) 74.
Teusezii Engler et Ruhland XX VII 1899
77:
trilobatum Ruhland XXVII (1899) 81.
zambesiense Ruhland XXVII (1899) 75.
Eriocephalus xerophilus Schltr. XX VII 4899
206.
Eriosema ukingense Harms XXX (1901) 332.
Erysibe Pisi DC. var. Desmodii P. Henn.
XXIX (1900) 148.
Erythrocephalum Goetzei O. Hoffm. XXVIII
Erythroxylon Fischeri
(1900) 508.
humile O, Hoffm. XXVIII (1900) 509.
plantaginifolium ©. Hoffm. XXVIII (1900)
509.
Engl. var. Heck-
manniana Engl. XXVIII (1900) 443.
Euastrum Bohneri Schmidle XXX (1904) 67.
—
divergens Joshua var. bifidum Schmidle
XXVI (1898) 44.
elegans Kützing forma XXVI 1898) 45.
Engleri Schmidle XXVI (1898) 44.
Hieronymusii Schmidle XXVI (1898) 42.
oculatum Börgesen forma XX VI (1898) 45.
pseudopectinatum Schmidle XXVI (1898,
46.
sphyroides Nordstedt forma
Schmidle XXVI (1898) 43.
spinulosum subsp. africanum Nordstedt
forma XXVI (1898) 43.
lata
— var. sublobatum Schmidle XXVI
(1898) 43. |
substellatum Nordstedt var. wembae- |
rense Schmidle XXVI (1898) 43.
trifolium Cohn var. concavum Schmidle |
XXVI (1898) 46.
Eu-Hollboellia Diels XXIX (1900) 342.
Eulophia antennata Schltr. XXVI (1899) 334.
biloba Schltr. XXVI (1899) 335.
brachystyla Sehltr. XXVI (1899) 336.
collina Schltr. XXVI (1899) 336.
dietyostegioides Krzl. XXVIIT 1900 168.
gastrodioides Schltr. XXVI 41899 337.
Register zu ENGLeR s Jahrb. Band XXVI—XXX.
|
17
Eulophia Goetzeana Krzl. XX VIII (1900) 372.
humilis Schltr. XXVI (1899) 337.
litoralis Schltr. XXVI (1899) 338.
panganiana Krzl. XXVIII (1900) 169.
penduliflora Krzl. XXX (1901) 288.
Pentheri Schltr. XXVI (1899) 339.
tainioides Schltr. XXVI (1899) 339.
tuberifera Krzl. XXVIII (1900) 469.
(Orthochilus) verosim. n. sp. XXVIII
1900) 372.
Kupatorium barranquillense Hieron. XX VII
A904) 564.
chimborazense Hieron. XXIX (1900) 7.
Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 566.
glanduliferum Hieron. XXIX (1900) 43.
Humboldtii Hieron. XXVIIT (1904) 574.
iresinoides Kunth var. breviflora Hieron.
XXVIH (4904) 573.
Kunthianum Schultz-Bip.
(1904) 568.
lloense Hieron. XXIX (1900) 41.
Meyeri Pilger XXX (1904) 202.
Moritzianum Schultz.-Bip, msc. XXVIII
(1901) 565.
obscurifolium Hieron. XXIX (4900) 9.
obtusisquamosum Hieron. XXIX (1900
Ah.
odoratum L. var. pauciflora Hieron.
XXVIII (4904) 564.
oxylepis DC. var. caracasana /Schultz-
Bip.) Hieron. XXVIII (1904) 567.
msc. XXVIII
- paézense Hieron. XXVIII (1904) 574.
pseudoglomeratum Hieron. XXIX (4900) 8.
pseudoriganoides Hieron. XXIX (1900) 40.
pteropodum Hieron. XXIX. (1900) 45.
Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 42.
sotarense Hieron. var. breviflora Hieron.
XXVIII (4904) 574.
tequendamense Hieron. XXVIII (1904
369; XXIX (1900) 6.
— — forma typica Hieron. XXVIII
(1904) 569.
— — var. glanduloso-pubescens Hieron,
XXIX (1900) 6:
— — var. glabrata Hieron. XXIX 49006.
thyrsigerum Hieron. XXVIII (1904) 570,
turbacense Hieron. var, ovatifolia Hieron,
XXVIII (4904) 573.
urticoides Schultz-Bip. n. sp. mse. XXVIII
(1904) 568.
| Euphorbia aspericaulis Pax XXVII 4899 26.
Buchanani Pax XXVIII (1899) 27.
Goetzei Pax XXVIII (1900) 420.
huillensis Pax XXVIII (1899) 27.
Lehmanniana Pax XXVI (1899) 508.
Lehmbachii Pax XXVIII (4899) 27.
moehringioides Pax XXVI 1899) 507.
2
18
Euphorbia popayanensis Pax XXVI 4899
507.
pseudo-Grantii Pax XXX (1901) 342.
Riebeckii Pax XXVIII 1899) 26.
Schlechteri Pax XXVIII 41899 26.
tetracantha Pax XXX 1904) 344.
tetracanthoides Pax XXX (1901
uhehensis Pax XXVIII 4900) 420.
Winkleri Pax XXX (1904) 342.
Euplassa goyazensis K.Schum, XXX Beibl. 67
1901 28.
— Taubertiana K. Schum. XXX Beibl. 67
1901) 98.
Euryops decipiens Schltr. XXVIT (4899
— namaquensis Schltr. XXVIL 1899
— rupestris Schltr. XXVII (1899) 243.
Evonymus actinocarpa Loes. XXX (1901 459.
— Bockii Loes. XXIX (1900 439.
chmensis Lind]. var. hupehensis Loes.
342.
212.
XXIX (1900) 437.
— — — var. a. nitida Benth.) Loes. XXX
1901 456. |
— — — var. B. microcarpa Oliv. mss, XXX
1901 456.
Dielsiana Loes. XXIX (1900 440.
— — — var. ÿ. fertilis Loes. XXIX (1900
444,
— — — var. y. latifolia Loes. XXX 1901
455.
— flavescens Loes. XXIX 1900) 437.
Forbesiana Loes. XXX (1904) 457.
- Giraldii Loes. XXIX (1900) 442.
— — var.a. genuina Loes. XXIX 1900
143.
— — — var, b. ciliata Loes. XXIX (1900
443.
Hemslevana Loes. XXX 1904) 460.
hupehensis Loes. XXX (1904) 454,
- var, a. longipedunculata Loes.
XXX 4901) 454.
- var, ß. brevipedunculata Loes.
XXX 41901 454.
hupehensis Loes, var, maculata Loes.
XXX 1901 454.
kiautschovica Loes. XXX 1904, 453.
lanceifolia Loes. XXX 1904) 462.
- phellomana Loes. XXIX (1900) 444;
XXX 4901. 464.
Rosthornii Loes. XXIX ‘1900 437,
=— var, a. tenuifolia Loes, XXIX 1900
. 4. erassilolia Loes, XXIX 1900
138,
ılieifolia Loes, XXX
XXIX
1901
1900
458,
(WEP
Loc,
scangumen 1,068,
NNIN
var 4
1900 442,
212, |
|
|
Euphorbia — Frullania.
Evonymus sanguinea Loes. var. 3. campto-
neura Loes. XXIX 1900) 442.
— — var. y. laxa Loes. XXX (1904) 465.
striata (Thunbg.) Loes. XXX (4904) 463.
— theifolia Wall. var. 8. scandens Loes.
XXX (4901) 455.
— — — var. 7. mengtzeana Loes. XXX
1904) 455.
tonkinensis Loes. XXX (4904) 453,
verrucosoides Loes. XXX (4904) 462.
Exechostylus K. Schum, XXVIII (4899) 67.
— flaviflora K. Schum. XXVIII (1899) 68.
Exobasidium Agauriae P. Henn. XX VIE 4900
335.
Kabbronia Goetzei Broth. XXX (1904) 262.
Fadogia stigmatoloba K, Schum, XXX (1901
414.
Fagara volubilis E. Pritzel XXIX (1900) 422.
Fagus Engleriana v. Seemen XXIX (1900) 285.
Faurea Wentzeliana Engl. XXX (1904) 300.
Favolaschia Goetzei P. Henn. XXVIIL (4900)
322.
— sanguinea P. Henn. XXX (4904) 43.
Favolus bipindiensis P. Henn. XXX (1904) 43.
Felicia ciliata Schltr. XX VII 4899) 204.
Fenestrella gigaspora P. Henn. n. sp: XXX
4901) 41.
Feretia apodanthera Del. var.
K. Schum. XXX (1904) 412.
Ficus (Urostigma) eriocarpa Warb, XXX
1904) 294.
- Goetzei Warburg XXVII (1900) 378.
Henryi Warb. XXIX (1900) 299.
Sycomorus) kondeensis Warb.
1901) 292.
(Urostigma) Langenburgii Warb. XXX
1904) 293,
- Sycomorus, plateiocarpa Warb, XXX
1904) 292.
— (Urostigma) ruficeps Warb. XXX (1904)
394,
) rukwaenis Warb, XXX 1904) 295.
) verrucocarpa Warb, XXX (1901) 294.
Fillaeopsis discophora Harms XXVI (1899)
259.
Fistulinella P, Henn. n. gen, XXX (1904) 43,
Staudtii P. Wenn, XXX (1904) 44.
Mlagellifera platysticha XXX (1904) 265,
Mlummula ochraceo-tristis P, enn, XXX
1901) 53.
lueggea capillipes Pax XXIX (1900) 497.
Frullania erispistipula Steph, XX VII (4900,
337,
australis
XXX
Goetzeuna Steph, XXX 4904) 261.
nutans Steph, XXX 4904) 260,
Fusarium — Gymnosporia. 19
Fusarium stromaticola P, Henn. XXVIII
4900) 280.
Gaertnera Dinklagei K. Schum, XXVIII.
1899) 88,
Galaxia ovata Thbg. var.
XXVII (1899) 94.
Galinsoga Humboldtii Hieron, XXVIII (1901
618.
Galium chloroionanthum K. Schum, XXX
(4901) 447.
— scabrellum K. Schum. XXVIII (1899) 113.
Garcinia kingaensis Engl. XXX (1904) 356.
— Wentzeliana Engl. XXVIII (1900) 435.
Gastrodia africana Krzl. XXVIII (1900) 179.
Gaultheria laxiflora Diels XXIX 1900) 515.
Gazania angustifolia O. Hoffm, XXX 1901
ciliata Schltr.
439.
Geissaspis emarginata Harms XXVIIL 1900
405.
Geissorhiza hesperanthoides Schltr. XXVII
(1899) 97.
— pallidiflora Schltr. XXVII 1899) 98.
— rupestris Schltr. XXVII (1899) 98.
— sulphurea Schltr. XXVII (1899) 99.
Gerbera leiocarpa DC.) Schltr. XX VIT 4899,
220.
Gilibertia dentigera Harms XXIX (1900, 487.
Gladiolus Goetzei Harms XXVIII (1900) 365.
— prismatosiphon Schltr. XX VII (1899) 102.
— Taubertianus Schltr. XXVII (1899) 103.
— uhehensis Harms XXVIII 1900 365.
Globba brachyanthera K. Schum, XXVII
1899) 329.
— parviflora Prsl. var. brevifolia K. Schum.
XXVII (4899) 330.
Glossocalyx Staudtii Engl. XXVI (1899, 384,
Glycine Buettneri Harms XXVI (1899) 302.
— digitata Harms XXVIII (1900) 408.
— Wilmsii Harms XXVI (4899) 302.
Gnaphalium chimborazense Hieron.
1900) 30.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 30.
— spicatum Lam. var. alpina (Wedd. Hieron.
XXIX (1900) 34,
— tenue Kunth forma typica Hieron. XXIX
XXIX
4900) 30.
— — — forma latifolia Hieron. XXIX
4900) 30.
Gnidia Goetzeana Gilg XXX (4904) 363.
— Usafuae Gilg XXX (1904) 363.
Gomphichis alba Lehm. et Krzl. XXVI 1899
500.
Gomphocarpus chlorojodina K. Schum. XXX
1904) 383. -
— longissimus K. Schum. XXX
A901) 382,
Gomphrena aurea Lopr. XXX Beibl. 67
4904) 37.
— chloromalla Lopr. XXX Beibl. 67 4901 36.
— eriocalyx Lopr. XXX Beibl. 67 (4904) 37.
— grisea Lopr. XXX Beibl. 67 (1904) 36.
Gongrothamnus aurantiacus O.Hoffm. XXX
1901) 433.
Goodvera fertilis Lehm. et Krzl, XX VI (1899
498.
— habenarioides Lehm. et Krzl. XXVI(41899
499.
Lehmanniana Kızl. XXVI (1899) 498.
Gordonia axillaris (Don) Seyseyl. var. acumi-
nata E. Pritzel XXIX (1900) 473.
Greenmania Hieron, XXVIII (4904) 597.
— boladorensis Hieron. XXVIII (4904) 597.
Grewia albiflora K. Schum. XXVIII 1900) 428.
— caducisepala K.Schum. XXVIIL (1900) 428.
— Goetzeana K.Schum. XXVIII 1900) 430.
' — oncopetala K.Schum. XXVIII (1900) 429.
— palustris K. Schum. XXVIII (1900) 434.
— platyelada K. Schum. XXVIII (1900 430.
Grumilea blepharostipula K. Schum, XXVIII
(1900) 495.
— chaunothyrsus K. Schum, XXVIII (1900
496,
— comorensis K.Schum. XXVIII (1899) 402.
— dermatophylla K. Schum. XXVIII (1899)
404.
— diploneura K. Schum, XXVIII (1900) 496.
— elachistantha K. Schum. XXVIII 4900
497.
— euchrysantha K. Schum. XXVIIE (1900
496.
— Goetzei K. Schum. XXVIII (1900) 497.
— hypoleuca K. Schum. XXVII 4899) 102.
— Lehmbachii K.Schum. XXVII 1899) 404.
— macrantha K. Schum. XXVIII (1899) 402.
— oblanceolataK.Schum. XXVIII 1899) 403.
— pallidiflora K.Schum. XXVIII (1900) 497.
Guaduella densiflora Pilger XXX (4901) 123
— Zenkeri Pilger XXX (1904) 423.
Gueldenstaedtia Giraldii Harms XXIX 1900)
443. ’
Gyminda Tonduzii Loes. XXIX 1900) 98.
Gymnopogon biflorus Pilger XXX (1901) 139.
Gymnosporia acuminata (L. f.) Loes. var.
lepidota Loes. XXVIIT (1900) 422.
— Antunesii Loes. XXVIII (1900) 152.
— — — vara. genuina Loes. XX VIII (1909)
152.
— — — var, b. Dekindtii Loes. XX VIII 1900)
152.
— benguelensis, Loes. XXVIIT (1900) 151.
— — — var.b. latifolia Loes. XX VIII 1900)
151.
— Buchananii Loes. XXVIII 4900) 453.
9 *
“=
20
Gymnosporia buxifolia Sond.) Szysz. var.
Schlechteri Loes. XXVIII (1900) 453.
buxifolioides Loes. XXX (1904) 344.
Goetzeana Loes. XXX (1904) 344.
— lancifolia (Schum. et Thonn. Loes.
var. 3. Stuhlmannii Loes. XXVIII
4900) 422.
— (—) — var.y. Goetzei Loes. XXVIII
1900) 422.
Trothae Loes. XXVIII (4900) 150.
Woodii Szysz. var. polyantha Loes.
XXVIII (4900) 154.
Gynerium columbianum Pilger XX VII (1899)
31.
— nitidum (Kth.) Pilger XXVI 4899) 34.
Gynoxys chagalensis Hieron. XXV111/4904)630.
— chimborazensis Hieron. XXIX (1900) 66.
— corazonensis Hieron, XXIX (1900 65.
— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904 629.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 64.
Gynura sinica Diels XXIX (1901) 618.
Gypsophila Rickmersiana Dammer XXVI
1899) 295.
Häbenaria Platycoryne) ambigua Kral.
XXVIII (4900) 175, 368.
— Antunesiana Krzl. XXVIII (4900 174.
dactylostigma Krzl. XXX (1904) 281.
Platycoryne) flammea Krzl. XXVIII
1900) 173,
Ceratopetala) Goetzeana Krzl. XXVIII
(4900) 173, 368.
— membranacea Lindl. forma minor Krzl,
XXVIII (4900 368.
mosambicensis Schltr, XXVI 4899) 334,
nareissiflora Krzl. XXX (1904) 282.
— Pilgeri Schltr. XXX 1904) 449.
platantheropsis Krzl. XXVIII (4900) 472.
stereophylla Kränzl, XXX (1901) 280.
trachypetala Krzl. XXX 1904, 281.
trilobulata Schltr, XXVI 1899) 832.
Haemanthus Goetzei Harms XXX 1904) 276.
Haplochorema K. Schum. XXVII 1899) 331.
extensum K. Schum, XXVII 1899) 333.
gracilipes K. Schum, XXVII (4899) 332.
polyphyllum K.Schum. XX VII 4899) 332.
uniflorum K. Schum, XXVIII 1899 339,
Harveya eurvantha Schltr, XX VII (4899) 184,
hirtifiora Schltr. XXVII 1899, 484,
Hlebenstreitia glaucescens Schltr. XXVII
1899 A485.
leueostachys Schltr, XXVI 4899
stenocarpa Seliltr, ANVIL 1899
Hecht Mez XXA\
186.
186,
Beibl, 67
Liebmannti
tout Ö,
myriantha Mez XXX Beibl, 67 1901) 6,
Gymnosporia — Hoeckia.
Hedychium aureum K. Schum, XX VII 1899)
340,
Helianthus Lehmannii Hieron. XXIX (1900)
39; XXVIII (4904) 39.
— pseudoverbesinoides Hieron.
(1904) 608; XXIX (1900) 40.
— — — var. gracilis Hieron. XXIX /4900)44.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 44.
Helichrysum abietinum O. Hoffm. XXX (1904)
429,
— densiflorum Oliv.var.pleianthumO.Hoffm.
XXX (1901) 428.
— Goetzeanum O. Hoffm. XXX (1904) 498.
— tillandsiifolium O.Hoffm. XXX (1901) 429.
Helminthosporium Triumfettae P, Henn.
XXVIII (1900) 329.
Heliophila arabidea Schltr, XXVII (1899) 133.
arenosa Schltr. XXVII 1899) 433.
exilis Schltr. XXVII (1899) 133.
lactea Schltr. XX VII (1899) 134.
— leptophylla Schltr. XXVII (1899) 134,
— linoides Schltr. XXVII 1899) 135.
MacOwaniana Schltr. XXVI (1899, 135.
macra Schltr. XXVIT (4899) 136.
— Maximiliani Schltr. XXVII (1899) 436.
— nubigena Schltr. XXVII (1899) 136.
polygaloides Schltr. XXVIL (1899) 137.
— rosea Schltr, XXVII (1899) 137.
— sabulosa Schltr. XXVII (1899) 138.
— sarcostyla Schltr. XXVIT (4899) 138.
— squamata Schltr. XXVII (4899) 139.
— stenocarpa Schltr. XXVII (1899) 139.
— tricuspidata Schltr. XXVII (1899) 140,
Hemiboea Henryi Clarke var, major Diels
XXIX (1900) 576.
Heptacyclum Engl. XXVI 1899) 444.
— Zenkeri Engl. XXVI (4899) 415.
Heracléum Hemsleyanum Diels XXIX (1900)
503,
Hermbstaedtia laxiflora Lopr, XXX (1904)
105,
— transvaalensis Lopr. XXX 1904) 405,
Herschelia Goetzeana Krzl, XXX (4904) 286,
Heterospermum maritimum Kunth, var,
hirsuta Hieron, XXVIH (4904) 614.
— var, latifolia Hieron, XXIX (1900) 47.
Hieracium ecuadoriense Hieron, var, glan-
duliferum Hieron, XXVIIL (1901) 658.
sotarense Hieron. var, contracta Hieron,
XXVIII
XXVIIT 1904) 659.
Hildebrandtiella pulchro-alaris Broth, XXVHI
1900 338,
Hippocratea Goetzei Loes. XXX (1901) 846.
Hoeckia Engl. et Graebn, XXIX 1904) 598,
Aschersoniana Engl, et Graebn, XXIX
1901 BOB,
Hollboellia
Hollboellia angustifolia Wall.? var. angustis-
sima Diels XXIX (1900) 343.
— coriacea Diels XXIX (1900) 342.
Holothrix Buchananii Schltr. XX VI (1899) 330.
— lithophila Schltr. XXVI (1899) 334.
Homeria brachygyne Schltr. XX VIT (1899)94. |
Maximiliani Schltr. XX VII (1899) 94. |
ramosissima Schltr. XXVI (1899) 94.
— rhopalocarpa Schltr. XXVIT (1899) 95. |
tenuis Schltr. XXVII (1899) 95.
‘ Hornstedtia K. Schum, XXVII (1899) 302. |
Hoya n. sp. XXIX (4900) 543. |
Humata Hookeri (Moore) Diels XXIX (1900
195.
— multidentata (Wall.) Diels XXIX (1900
195.
Hyalotheca recta Schmidle XXVI (1898) 12. |
— — — forma XXX (1901) 65. |
Hydnofomes P. Henn. XXVIIL (1900) 267. |
— tsugicola P. Henn. et Shir. XXVIII (1900)
268. |
Hydnora abyssinica A. Braun var. quinque-
fida Engl. XXVIII (1900) 386. |
Hydnum Kummerae P. Henn. XXVIII (1900) |
321.
Hydrangea aspera D. Don $. var. strigosior
Diels XXIX (1900) 375. |
— — — 6. forma typica Diels XXIX (1900)
375.
z. var. sinica Diels XXIX (1900,
375.
Giraldii Diels XXIX (1900) 373.
— Hemsleyana Diels nom. nov. XXIX (1900)
376.
mandarinorum Diels XXIX (1900) 372.
Rosthornii Diels XXIX (4900) 374.
xanthoneura Diels XXIX (1900) 373.
Hydrocotyle arbuscula Schltr. XX VII (1899)
472.
— ulugurensis Engl. XXVIII (4900) 444.
Hydrosme Baumannii Engl. XX VI !1899) 420.
gallaensis Engl. XXVI (1899) 422.
Goetzei Engl. XXVIII (1900) 355.
mossambicensis Schott var. Unijikae Engl.
XXX (1901) 268.
Staudtii Engl. XXVI (1899) 420.
— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 421.
— spec, XXIX 41900) 234.
Hydrostachys angustisecta Engl. XXVIII
(4900) 394.
Hygrophila microthamnia Lindau XXX (1904)
408.
Hygrophorus (Hydrocybe, bipindiensis P.
Henn. XXX (1904) 49.
— ‘Hygrocybe) hypholomoides P. Henn. |
XXX (1904) 50.
— Ifloga. at
Hygrophorus (Hygrocybe) subcoccineus P.
Henn. XXVIII (1900) 323.
Hymenocardia ulmoides Oliv. var, capensis
Pax XXVIII (1899) 22.
Hymenochaete ussanguensis P. Henn. XXX
4904) 255.
Iymenostegia Dinklagei Harms XXX 1901)
78.
Hypericum ulugurense Engl. XXVIII 1900
434,
Hyphaene aurantiaca Dammer XXVIII 4900
355; XXX (4904) 267.
| — Goetzei Dammer XXVIII (1900 354.
— Wendlandii Dammer XXVIII (4900 353.
Hypochoeris sessiliflora Kunth forma cau-
lescens Hieron. XXVIII (1904) 658.
| — — — var.albiflora Hieron. XXVIII (4904)
658.
— sonchoides Kunth var. fibrillosa Hieron.
XXIX (1900) 84.
Hypocyrta maculata Fritsch XXIX Beibl. 65
(4900) 40.
Hypodiscus eximius Mast. XXIX Beibl. 66
(4900) 47.
gracilis Mast. ex Nees
Beibl. 66 (1900) 16.
nitidus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 16.
protractus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900 17.
rigidus’Mast. XXIX Beibl.66 (1900) 18.
tristachyus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 47.
Zeyheri Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 47.
Hypolaena Bachmannii Mast. XXIX Beibl. 66
(1900) 45.
conspicua Mast. XXIX Beibl.66 1900) 15.
foliosa Mast. XXIX Beibl. 66 (1900 44.
hyalina Mast. XXIX Beibl.66 (1900 13.
- membranacea „Mast. XXIX Beibl. 66
(4900) 44.
Schlechteri Mast. XXIX Beibl. 66 1900 15.
subtilis Mast. XXIX Beibl. 66 41900 15.
Hypoxis Goetzei Harms XXX (1901) 276.
— gracilipes Schltr. XXVII (1899) 88.
— Maximiliani Schltr, XXVII (1899) 89.
— umbraticola Schltr. XXVII (1899) 89.
Hyptis helophila Pilger XXX (1901) 189.
indivisa Pilger XXX (1901) 190.
lasiocalyx Pilger XXX (1901) 490.
Loeseneriana Pilger XXX (1904) 191.
XXIX
mSS.
—
| — mattogrossensis Pilger XXX (1904 4191.
— Rothschuhii Loes. XXIX (1900 100.
Edesia polycarpa Maxim. a. tvpica Diels
XXIX (1900) 478.
— — — 8. latifolia Diels XXIX (41900) 478.
y. vestita Diels XXIX (1900) 478.
Ifloga pilulifera Schltr. XXVI (1899, 204,
+
bo
Iheium Henrvi Diels XXIX 1900) 393.
livsanthes Wilmsit Engl. XXVI 1898) 193.
Impatiens blepharosepala E. Pritzel XXIX
(1900) 455.
— dolichoceras E. Pritzel XXIX 1900) 456.
— fissicornis Maxim. var. grandiflora
E. Pritzel XXIX (1900) 453.
— — — var. Henryi E.Pritzel XXIX (1900)
453.
— flammea Gilg XXX (1901) 359.
— fureillata Hemsl. forma rubra subsimplex
XXIX 1900) 456.
— — — forma pallida subsimplex XXIX
1900) 456.
— — — forma pallida ramosa XXIX (1900
456.
— gratioloides Gilg XXX (1904) 350.
— Henryi E. Pritzel XXIX (1900) 455.
— longialata E. Pritzel XXIX (1900) 454.
— maxima Gilg XXX (1901) 354.
— pallide-rosea Gilg XXVIII (1900) 426.
— polyantha Gilg XXVIII (4900) 425.
— Potanini Maxim. forma rubrobrunnea
E. Pritzel XXIX (1900) 455.
— stenosepala E. Pritzel XXIX (1900) 453.
— — — var. parviflora E. Pritzel XXIX
1900 453.
— tubulosa Hemsl. forma multiflora XXIX
1900) 456.
— — forma
456.
Imperata longifolia Pilger XXX (1904) 136.
Indigofera Antunesiana Harms XXVI (1899)
285.
Goetzei Harms XXVIII 1900 402.
mischocarpa Schltr. XXVI (4899) 149.
— Preladoi Harms XXV[ (1899) 284.
— psilocarpa Schltr. XXVIL (1899) 448.
uhehensis Harms XXVIH (1900) 402.
Wentzeliana Harms XXX 1904) 326.
Inocvbe bipindiensis P. Henn. XXX 1904)53.
cyaneo-virescens P. Henn. XXVIII (1900
omeiensis XXIX (1900
323,
\sterosporina) flavo-fusca P, Henn, XXX
1901 52.
Inula chrysantha Diels XXIX 4904, 644.
Giraldii Diels XXIX (4901 6438,
Ipomoea Batatas L. var, cannabina Hallier f.
XXVII (4899, 37.
coplica L. a. genuina Hallier f. XX VIN
1899, 45.
+. siphonantha Hallier f
1899) 48,
erioleuca Haller f, XX VIII 1899) 33.
licifolia Lindl, subvar, parviflora Hallier f,
XXVIII 1899) 35.
ualactorrhoea Hallier f, XX VII 1899) 33,
XXVIII
2 Mlicium —
Junodia.
Ipomoea Grantii Oliv. var. palmati-pinnata
Hallier f. XXVIII 4899 54.
— hellebarda Schweinf. var. lapathifolia
Hallier f, XXVIII (4899) 44.
— lasiophylla Hallier f. XX VIEL (4899) 32.
— macrocalyx Baker) Hallier f. var. decal-
vata Hallier f. XXVIII (4899) 54.
~~ macrosiphon Hallier f. XXX (4901) 387.
— malvaeoides Meissn. var. nov. oblongi-
folia Hallier f. XXX (4904, 185.
— nyikensis Hallier f, XXVIE (4899) 53.
— pes tigridis L. subvar. strigosa Hallier f,
XXVII (4899) 34.
— — — — subvar. longibracteata (Vatke
Hallier f. XXVIIL (1899) 34.
— populifolia Hallier f£ XXVII (4899) 53.
— pulchella Roth var. arachnosperma Hal-
lier f. XXVIII (4899) 48.
— saccata Hallier f. XXVIII (4899) 48.
— variifolia Meissn. var. saxatilis Pilger
XXX (1904) 485. |
Iris Rosthornii Diels XXIX 4900, 261.
Irpex Kusanoi P. Henn. et Shir. XXVIII
(1900) 267. |
Isaria mitruliformis P. Henn. XXVII (4900
329.
Isoglossa candelabrum Lindau XXX (4904)
113.
Ixora anemodesma K.Schum. XXVIII 4899)
86.
— asteriscus K. Schum. XXVIII (1899) 86.
Jacquemontia evolvuloides Moric. var, par-
viflora Pilger XXX (1901) 186.
Jasminum dicranolepidiforme Giles XXVIII
(1900) 450.
— Goetzeanum Gilg XXVIII 4900) 451.
Jatropha batawe Pax XXVIII (1900) 420.
— heterophylla Pax XXVIII (1899) 25.
— Schlechteri Pax XXVIII (1899) 24.
Jaumea elata O. Hoffm. XXVIIE (1900) 506.
— mimuloides Hieron, XXIX (1900) 52.
Jaumeopsis mimuloides tlieron, XXVIE
(1904) 619; XXIX (1900) 52.
var, subintegrifolia Hieron, XXVUI
(1904) 619.
Juncus selchuensis Fr. Buch, n. sp.
XXIX (1900) 238,
Jungia bogotensis Hieron, XX VIT 1904 657,
— coarctata Hieron, XXIX (1900, 81.
fistulosa Hieron, XXIX (1900) 88,
Lehmannii Hieron, XX VIT (4904) 655,
- Sodiroi theron, XXIX (1900) 82.
Trianae Hieron. XXVI 1904) 656,
Junodia Pax XXVII (1899) 22. |
triplinervia Pax NAVI (4899, 22,
NSG,
ee
oO a DS Me à nt mn id
Justicia — Liabum.
Justicia euosmia Lindau XXX (1904) 413.
— Goetzei Lindau XXVIII 1900) 484.
Häempleria oligosperma K. Schum, XXVIL
(1899) 337.
Kalanchoé Goetzei Engl. XXX (1904) 342.
Kniphofia flavovirens Engl. XXX (1904) 973,
— Goetzei Engl. XXX (1904) 273.
— paludosa Engl. XXX (1904) 274.
Kolkwitzia Graebner XXIX (1904) 593.
— amabilis Graebner XXIX 4904) 593.
Kolobopetalum Engl. XXVI (4899) 410.
— auriculatum Engl. XXVI (1899 410.
Kusanoa P. Henn. XXVIII 4900) 275.
— japonica P. Henn. et Shir. XXVIII (1900
275.
Kyllingia platyphylla K. Schum. XXX (1901,
270.
Babatia mattogrossensis Pilger XXX 1904
181.
Laccocarpus O. E. Schulz XXIX 1901) 709.
Lachnocladium cervino - album P. Henn.
XXVIII (1900) 320.
— Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 42.
Lactariopsis P. Henn. XXX (4901, 51.
— Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 51.
Lactuca brevirostris Champ. fol. indivisis |
XXIX 1904) 631.
— — — fol. laciniatis XXIX (19014
— n.sp. XXIX 1904) 632.
Landolphia polyantha K. Schum. XXVIII
631.
(1900) 452.
Lapeyrousea angustifolia Schltr, XXVII
4899) 104.
— arenicola Schltr. XX VII (1899) 105.
euryphylla Harms XXVIII (1900) 366.
setifolia Harms XXX (1901) 278.
speciosa Schltr. XXVII (4899 105.
Laportea Giraldiana E. Pritzel XXIX (1900
301.
Lasianthus batangensis K. Schum, XXVIII |
41899) 107.
— — — var. 3. longepetiolata K. Schum.
XXVIIE (1899) 407.
glomeruliflorus K. Schum. XXVIII 1899
107, 499.
macrocalyx K.Schum. XXVIII (1900) 499.
microcalyx K. Schum. XXVIII 4899) 108,
499.
tortistilus K. Schum. XXVHI 4899) 108.
xanthospermus K. Schum. XXVIII 1900
499.
Graebneriana Harms XXVIII (1900) 366. |
Lathyrus Dielsianus Harms XXIX 1900, 447. |
23
Laurentia hedyotidea Schltr. XXVII 4899
497.
Lebeckia leucoclada Schltr. XXVII (1899
143.
— lotonoides Schltr. XXVIL (1899) 143.
Lentinus clitocyboides P. Henn. XXX ‘1901
45.
-— substrigosus P. Henn. et Shir. XXVIII
1900, 270.
Leonotis Goetzei Gürke XXX (1904 393.
Lepechinia Schiedeana ‘Schlechtd. Vatke
mss. XXIX 1900 100.
Lepidagathis eriocephala Lindau XXX 1904
409.
— nematocephala Lindau XXX 4901
Lepiota discipes P. Henn. XXX 19014
— pulveracea P. Henn. XXX 1901
— rhacodioides P. Henn. XXX 1904
— tenuis P. Henn. XXVIII (4900) 325.
Leptactinia delagoensis K. Schum. XXVIII
4899) 60.
— oxyloba K. Schum. XXVIII 1900 488.
Leptocarpus brachiatus Mast. XXIX Beibl. 66
(4900) 9.
cymosus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 10.
divaricatus Mast. XXIX. Beibl. 66 1900 9.
festucaceus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 8.
fruticosus Mast. XXIX Beibl.66 1900 9.
rigidus Mast. XXIX Beibl. 66 1900 10.
rigoratus Mast. XXIX Beibl. 66 1900) 9.
409,
56.
56.
56.
Leucadendron aemulum Schltr. XXVII 1899
443.
— Schinzianum Schltr. XXVII (1899) 113.
— sericocephalum Schltr. XXVII 1899 114.
Leucospermum glaberrimum Schltr, XXVII
(1899) 1414.
— Lemmerzianum Schltr. XX VII 1899 111.
— stenanthum Schltr. XXVII (1899) 112.
Liabum caliense Hieron. XXVIIE 1901 623.
— coriaceum Hieron. XXIX 41900 58.
cusalaguense Hieron. XXIX 1900, 55.
Eggersii Hieron. XXVIII (1901) 624.
Hallii Hieron. XXIX (1900) 57.
homogamum Hieron. XXVIII 1904) 626.
nigropilosum Hieron. XXVIII 4901 624;
XXIX (1900) 59.
nonoense Hieron. XXVIII
XXIX (1900) 59.
— — var. microcephala Hieron. XXVIII
4904) 625.
pallatangense Hieron, XXIX 1900, 60.
pichinchense Hieron. XXIX 1900 56.
pinnatipartitum Hieron. XXIX 1900) 62.
4904) 625;
— salvifohum Hieron. XXVIII 4901 622.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 61.
— volubile Kunth) Less. var. latifolia
Hieron, XXVIIL 1904) 622.
24
Lightfootia Goetzeana Engl. XXX (4904)
449.
— rupestris Engl. XXX 1904) 449.
Ligustrum myrianthum Diels XXIX (4900)
533.
Lilium Rosthorni Diels XXIX (4900) 243.
Limaciopsis Engl. XXVI (4899) 444.
— loangensis Engl. XXVI (4899) 444.
Limacium castaneum P. Henn. XXX (4904) 50.
Limnosipanea Schomburgkii Hook. f. var.
robustior Pilger XXX (4901) 198.
Limosella major Diels XX VI (4898) 122.
Lindera caudata Diels XXIX (1900) 352.
— pedunculata Diels XXIX (1900) 350.
— Rosthorni Diels XXIX (4900) 350.
— strychnifolia Villar. var. Hemsleyana
Diels var.? XXIX (4900) 352.
— n.sp.? XXIX (4900) 354.
—n.sp. XXIX (14900) 352.
Lindernia rupestris Engl. XXX (4904) 402.
Lindmania Rusbyi Mez XXX Beibl. 67 (1904) 6.
Linnaea adenotricha (Hance) Graebn. XXIX
(1900) 444.
— angustifolia ‘Bur. et Franch.) Graebn.
XXIX (4900) 435.
— Aschersoniana Graebn. XXIX (4900) 439.
hiflora X rupestris = (Ahelia) Spae-
thiana Graebn. XXIX (1900) 144.
Buchwaldii Graebn. XXIX (4900) 433.
corymbosa (Regel et Schmalh.) Graebn.
XXIX (4900) 436.
- Dielsii Graebn. XXIX (1900) 440, 4904
593. |
— Engleriana Graebn. XXIX (4900) 432,
1904, 593.
- gymnocarpa Graebn. et Buchw. XXIX
1900, 434.
Koehneana Graebn. XXIX (4900) 432,
4901) 593.
macrotera Graebn. et Buchw, XXIX (4900
434, (4904) 593.
- onkocarpa Graebn. XXIX (4900) 440,
1901) 593.
parvifolia (Hemsl,) Gracbn, XXIX (4900)
129, A904) 592.
- Schumannii Graebn. XXIX (1900) 480,
1904, 592,
errata Sieb. et Zucc,, Graebn. XXIX
1900, 183, 1904, 593.
pathulata Sieb, et Zuce. Graebn. XXIX
1900 442.
lerelicalyx Graebn, et Buchw, XXIX
1900! 430,
umbellata Graebn, et Buchw. XXIX (4900
443, 4901, 598,
uniflora X chinensis = Abelia) Perrin-
giana Graebn, XXIX 4900, 14h.
Lightfootia — Lithothamnion.
Linnaea Zanderi Graebn. (XXIX) 1900) 142.
Linnaeopsis Engler XXVIII (4900) 482.
— Heckmanniana Engl. XXVII (4900) 483.
Linociera urophylla Gilg XXX (4904) 373,
Liparis hemipilioides Schltr. XXVI (4899)
341.
— pothoides Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
478.
— tridens Krzl. XXVIH (1900) 462.
Lippia aristata Schauer var. glabrescens
Pilger XXX (1904) 487.
Liquidambar Rosthornü Diels XXIX (1900,
380.
Lissochilus candidus Krzl. XX VII (4900) 167.
Listrostachys mystacidioides Krzl. XXVIII
4900) 470.
— pulchella Krzl. XXVII (1900) 374.
Lithophyllum amplexifrons (Harv.) Heydr.
msc. XXVIII (4904) 536.
— byssoides (Lam.) Heydr. msc. XXVIII
(4904) 537.
_— californiense Heydr. msc, XXVIII (1904)
530.
— Diguettii (Hariot) Heydr. msc. XXVIII
(1901) 532.
— Farlowii Heydr. XXVIII (1904) 532.
— fuegianum Heydr. msc. XX VIT (4901) 533.
— hapalidioides (Cr.) Heydr. mse. XXVIII
(1904) 537.
— incrustans (Phil.) Heydr. XXVII (4904,
535.
— lithophylloides Heydr, mse, forma phyl-
loides Heydr. msc, XX VII (4904) 531.
— — — — forma bracchiala Heydr, mse.
XX VIII (4904) 534.
— Margaritae (Hariot) Heydr. msc, XX VII
(1904) 530.
- onkodes Heydr. msc. XX VIE (1901) 533.
- pallescens (Fosl.) Heydr. mse, XXVIII
(14904) 531.
— pinguiense Heydr. msc. XXVIII (4904)
535.
— proboscideum Fosl., Heydr. mse. XXVUI
(1904) 536.
— pygmaeum Heydr, mse, XXVII (4904)
533.
Lithothamnion coralloides Crn, forma crassa
Heydr, mse, XX VII (1904) 539,
— — — forma compressa Heydr, mse,
XXVIII (1904) 539,
— crispatum (Hauck) Heydr, mse, XX VII
A901) 540,
— decutescens Heydr, mse, XXVHE (1904)
544,
Islei Heydr, mse, XXVII (4904) 538.
labradorense Heydr, mse, XX VIT 1904)
538,
Lithothamnion — Manulea.
Lithothamnion patena (Harv.) Heydr. mse.
XXVIII (4904) 542.
— peruviense Heydr. msc. XXVIII (1901)
545.
— Schmitzii (Hariot) Heydr. msc. XXVIIE
(4904) 544.
— trichotomum Heydr. msec. XXVIII (1904)
538.
Litsea mollis Hemsl. var. glabrata Diels
XXIX (4900) 349.
— spec. XXIX (1900) 348.
— n. sp. XXIX (1900) 349.
Lobelia (Mezleria) angolensis Engl. et Dicls
XXVI (1898) 444.
— cochlearifolia Diels XX VI (1898) 447.
— djurensis Engl. et Diels XXVI (4898) 116.
— dobrowskioides Diels XXVI (1898) 447.
— dolichothyrsa Diels XXIX (1904) 607.
— galeopsoides Engl. et Diels XX VI (1898)
ads.
— Goetzei Diels XXVIII (1900) 504.
— laurentioides Schltr. XX VII (4899) 196.
— linearis Thbg. var. 8. pinnata Schltr.
XXVII (4899) 496.
“Mezleria) lythroides Diels XXVI (1898)
113.
— pedicellata Diels XXVI (4898) 116.
— spathopetala Diels XXVI (4898) 115.
— thomensis Engl. et Diels XXVI (1898) |
| Macrolobium Dinklagei Harms XXX (1901 84.
| — diphyllum Harms XXX (1904) 84.
444,
usafuensis Engl. XXX (1904) 420.
Welwitschii Engl. et Diels XXVI (1898)
116.
Wentzeliana Engl. XXX (1904) 420.
Wilmsiana Diels XXVI (1898) 415.
Loesenera kalantha Harms XX VI (4899) 268.
Lonchocarpus? crassifolius Harms XXVI
(1899) 299.
— deguelioides Harms XXVI (1899) 300.
— eriocalyx Harms XXX (1904) 89.
macrothyrsus Harms XXVI (1899) 300.
Staudtii Harms XXVI (4899) 304.
Wentzelianus Harms XXX (1904) 330.
Lonicera alseuosmoides Graebn. XXIX (1904)
594.
— rhododendroides Graebn. XXIX (1904)
595.
— berliniicola Engl. XXVIII (1900) 382.
Commiphorae Engl. XXVIII (1900) 380.
Dregei Eklon et Zeyher forma obtusi-
folia Engl. XXX (1901) 302,
Füllebornii Engl. XXX (4904) 304.
Heckmannianus Engl. XXVIII (4900) 384.
inaequilaterus Engl. XXVIII 1900 384.
latibracteatus Engl. XXX (1904) 303.
-- lukwangulensis Engl. XXVIII (1900, 383.
| — Goetzei Harms XXX
| — oxyphyllus Harms XXX 1904) 325.
25
Loranthus proteicola Engl. XXX (1904) 303.
— tenuifolius Engl. XXX 4904) 302.
uhehensis Engl. XXVIII 1900) 382.
— ulugurensis Engl. XXVIII 1900) 381.
— vittatus Engl. XXX 1904) 301.
Wentzelianus Engl. XXVIII (1900, 381.
Lotononis stipularis Schltr. XXVII 1899
147.
Lotus Brandianus Harms XXVIII (1900, 401.
1901, 324.
Lucilia pusilla Kunth Hieron. XXIX (1900 29.
— subspicata (Wedd. Hieron. var. micro-
cephala Hieron. XXVIIL 4904, 596;
XXIX 1900) 29.
Lupinus Princei Harms XXVIII 1900) 401.
Luzula Ulei Fr. Buchenau XXVI 1899) 577.
Lycoseris Eggersii Hieron. XXIX (1900) 75.
— Sodiroi Hieron. XXIX 1904) 76.
Lysimachia unguiculata Diels XXIX 1900
524.
Maba Zenkeri Gürke XXVI
Mabea Trianae Pax XXVI (1899
1898 63.
506.
ı Macairea adenostemon DC. var. rotundata
Pilger XXX (1904) 179.
Macaranga rosea Pax XXVI 1899, 328.
Machilus platyphylla Diels XXIX 1900) 348.
ferrugineum Harms XXVI 1899 271.
— lamprophyllum Harms XXX 149014 85.
— Preussii Harms XXVI 1899 272.
— trunciflorum Harms XXVI (1899 272.
— Zenkeri Harms XXVI (1899) 273.
Macromitrium abessinianum C. Müll, var.
angustifolium Broth. XXX 1901) 262.
— Stuhlmannii Broth. XXVIII (1900) 337.
Macropodandra Gilg XXVIII 1899) 114.
| — acuminata Gilg XXVIII (1899) 414.
: Maerua trichophylla Gilg XXX
| — Zenkeri Gilg XXX (1904
1901, 344.
Maesa depauperata Diels XXIX (1900 519.
— Quintasii Gilg XXX 1904) 101.
100.
| Maesobotrya hirtella Pax XXVIII (1899 21.
Mahonia eurybracteata Fedde XXIX (1900)
Loranthus Engl. nova grex XXX (1904) 303. |
| — Fortunei (Lindl.) Fedde XXIX 1900) 340.
| — japonica DC. var. Bealei Fort.
338.
Fedde
XXIX (1900 338.
— polyodonta Fedde XXIX (1900) 339.
_ Mairea decumbens Schltr. XX VIL (1899) 199.
— montana Schltr. XXVII 41899) 199.
Mallotus tenuifolius Pax XXIX (1900) 429.
Manulea fragrans Schltr. XXVIII (1899) 479.
— laxa Schltr. XXVII (1899) 179.
26
Marasmius albofarinaceus P. Henn.
1904 49.
— Buchwaldii P. Henn. XXVIII (1900) 322.
— cinereo-flavidus P. Henn. XXX 1901
— elaeicola P. Henn. XXX (1901) 49.
— flabellatus P. Henn. XXX 4904) 46.
— flavidulus P. Henn, XXX (1901) 49.
— geophyllus P. Henn. XXX 1904) 47.
— griseo-flavus P. Henn. XXX 1904) 46.
— hygrocyboides P. Henn. XXX 1904) 47.
— ochraceo-niger P. Henn. XXX (1904) 47.
— pallide sepiaceus P. Henn. XXX 4901) 48.
— pseudocalopus P. Henn. XXX (1901) 46.
— pseudosplachnoides P.Henn.XXX 4 90447.
— reniformis P. Henn. XXX (1904) 45.
— reticulatus P. Henn. XXX (1904) 46.
— subeurreyi P. Henn. XXX (1904) 48.
— subimpudicus P. Henn. XXX 4901) 48.
— subplancus P. Henn. XXX (1904) 49.
— superbus P. Henn. XXX (1904) 48.
— testaceus P. Henn. XXX (1904) 47.
Marcellia denudata (Hook. f.) Lopr. XXVII
1899, 41.
— Welwitschii (Hook. f., Lopr. XXVIL 4899
40.
Mareya brevipes Pax XXVIII 1899) 24.
Mariscus Conceptionis C. B. Clarke XXX
Beibl. 68 1904) 16.
Marsdenia umbellifera K. Schum. XXVIII
1900, 460.
Maschalocephalus Gilg et K. Schum. XX VII
1900 148.
— Dinklagei Gilg et K. Schum, XXVIII 1900
148.
Masdevallia antioquiensis Lehm. et Kral.
XXVI 1899) 456.
— brachyura Lehm. et Kränzl. XXVI 1899,
453.
chrysochaete Lehm. mse. XXV1(14899)452.
— chrysoneura Lehm. et Krzl. XXV1 1899
453,
- Herradurae Lehm, et Krzl. XXVI
45,
Lima Lehm. et Krzl. XXVI 4899) 454.
— macropus Lehm, et Krzl, XX VI 14899) 454.
- pantherina Lehm, et Kral, XX V1(1899)454.
stenantha Lehm. et Krzl. XX VI 14899) 455.
— tricarinata Lehm. et Krzl, XXV1I/4899) 456.
- Woolwardiae Lehm. msc, XX VI(1899)452.
Mastigamomum K, Schum XX VII 1899) 322,
Matriearia Schlechteri Bolus XX VII 4899) 208.
Maxillaria Augustae Victoriae Lehm, et Kral,
XXVI 4899 483,
chlorochila Lehm, et Krzl, XXVI1899 482,
- jucunda Lehm, et Krzl. XX VI 4899) 484.
pachyneura Lehm, et Kral. XX VI 1809
480,
1899
XXX |
43. |
-Marasmius — Melilotus.
Maxillaria stenophylla Lehm. et Krzl. XXVI
(4899) 481.
— Urbaniana Lehm. et Krzl.XXVI 4899) 483.
— vulcanica Lehm. et Krzl. XXVI 4899 484.
Mazus macranthus Diels XXIX 1900) 566.
Megalochlamys Lindau XXVI 1899) 345.
— Marlothii Engl.) Lindau XXVI (1899) 345.
Megalopus K. Schum, XXVIIL (1900) 490.
— Goetzei K. Schum. XXVIII (4900) 494.
Melasma indicum ‘Benth,) Wettst. var.
monticolum Engl. XXX (4904) 402.
Melasmia Rhododendri P. Henn. et Shir.
XXVIII (1900) 279.
Melilotus albus Desr. B. parviflorus Boiss.
II arboreus Castagne b. utilis O. E.
Schulz n. var. XXIX (1904) 696.
— — — 2. oxycarpus O. E. Schulz n. var.
XXIX (4904) 696.
— — — b. lamprocarpus O, E. Schulz n. f.
XXIX (1904) 696.
— — — 3, integrifolius 0. E. Schulz n. f.
XXIX (4904) 697.
— — — 4, latifolius 0. E. Schulz n. f. XXIX
1904) 697.
— allissimus Thuill A. Eualtissimus 0. E.
Schulz XXIX 1904. 694.
— — — II. borealis 0. E. Schulz n. var,
XXIX (4904) 694.
— — — Ill. tenuis O. E. Schulz n. var.
XXIX (4904) 692.
— — — IV. micranthus O. E. Schulz n.
var. XXIX (1904) 692.
— cappadocius 0. E,Schulz XXIX 1901) 699.
— dentatus (W. K.) Pers. II decipiens O. E,
Schulz 3. integrifolius ©. E. Schulz
n. f. XXIX (4904) 689.
— — — — B. sibiricus O. E. Schulz n.
prol. XXIX (1901) 689.
— II decipiens 0, E. Schulz n.
var. XXIX (1901) 689.
— — argutus O.E,. Schulz n. f. XXIX (1901)
689.
— elegans Salz. II sardous 0, E Schulz n.
var. XXIX (4904) 717.
indicus /L.) All. II laxiflorus Rouy
ce. validus O, BE, Schulz n. f. XXIX
4904) 745,
— — 2%, angustifolius ©, E, Schulz
n. f. XXIX (4904) 745.
_ 3. latifolius 0, E, Schulz n. 1.
XXIX (4904) 745,
infestus Guss, B, elatior ©.
n,f. XXIX 4904) 720,
italieus (L. Lam. B. confertus O. E.
Schulz n, var, XXIX 4904) 740.
II integrifolius ©. E, Schulz
n, f. XXIX (4901, 714,
FE, Schulz
mnt es éd
Re. EE eee
Melilotus — Mikania. 27
Melilotus italieus (L.) Lam. b. pumilus 0.
E. Schulz n. f. XXIX (4904) 7411.
— Kotschyi ©. E. Schulz n. f. XXIX (1901
699.
— macrocarpus Coss. et Dur. B. pygmaeus
0: E. Schulz n. f. XXIX (14904) 749.
— messanensis L. All. B. stoechadicus
O.E. Schulz n. var. XXIX (1901) 726.
I validus ©. E. Schulz n. f.
XXIX (1904) 726.
— — — — Ill caespitosus O. E. Schulz
n° f. UNXIX: 1901) 727.
— neapolitanus Ten. C. mierocarpus C. A.
Mey. If diffusus ©. E. Schulz n. f.
I XXIX (1904) 712.
— — — II simplex O: E. Schulz XXIX
(1904) 743.
— — — b. angustifolius O. E. Schulz XXIX
4904) 743.
— officinalis (L.) Desr. HI micranthus O. E,
Schulz n. var. XXIX (1904) 702.
— — — — IV Vatkeanus O. E. Schulz
n. var. XXIX (4901) 703.
— — — — b. argutus O.E. Schulz n. var.
XXIX (4904) 703.
confertus O. F. Schulz n.
var. XXIX (4904) 703.
— officmalis ‘L.) Desr. >< wolgicus Poiret.
n. hybr. XXIX (4904) 708.
— segetalis Brot.) Ser. B. Salzmanni O. E.
Schulz n. prol. XXIX (1901) 724.
— — — — C. prostratus O.E. Schulz n.
prol. XXIX (4904) 724.
— suleatus Desf. C. Aschersonü O. E. Schulz
n. prol. XXIX (4904) 722.
— — — Il procerior Guss. b. diffusus
O.E. Schulz n. f. XXIX (1901) 723.
— — — — e. simplex O. E. Schulz n. f.
XXIX (1904) 723.
— — — — 3 angustifolius O. E. Schulz
n.f. non Willk. XXIX (1901) 723.
— Urbanii O.E. Schulz XXIX 41904) 706.
— wolgicus Poiret B. integrifolius O. E.
Schulz n. f. XXIX 1904, 698.
Meliola Aucubae P. Henn. XXIX 4900) 150.
— Kusanoi P. Henn. XXVIII (1900) 272.
— solanicola P. Henn. XXVHI 4900 326.
Meliosma Henryi Dicls XXIX 1900) 452.
Melobesia pacifica Heydrich mser, XXVUI
1904) 529.
Melodinus Hemsleyanus Diels XXIX (1900)
539.
Melolobium Wilmsii Harms XXVI 1899 283.
Memeeylon eyanocarpum Gilg XXX 1904
. 366.
Memora campicola Pilger XXX 4904) 195.
— — — — d.
Merulius stereoides P. Henn, XXVIII
335.
Mesembrianthemum brevipes: Schltr. XXVI
1899) 126.
— chrysoleucum Sehltr. XXVIL 1899 126.
— dasphyllum Schltr, XXVII 1899) 127.
— insigne Schltr. XXVIT (4899) 127.
— montanum Schltr. XXVI 1899} 127.
— nanum Schltr. XXVII (4899) 128.
— olivaceum Schltr. XXVII (4899, 128.
—- oxysepalum Schltr. XXVIT (4899, 129.
— parvulum Schltr. XXVIL 1899) 129.
— ramosissimum Schltr. XX VIL (1899 130.
— sabulosum Schltr. XXVIL (4899 130.
1900
— Schoenlandianum Schltr, XXVI 41899
130.
Metrodorea gracilisK. Schum, XXX Beibl, 67
(1901) 30.
Micrasterias Eichleri Schmidle XX VI 1898 48.
— incisa Breb. forma intermedia Schmidle
XXVI 4898) 47.
— Stuhlmannii Hieronymus forma minor
Schmidle et Hieron. XXVI 1898) 50.
— tropica Nordstedt forma graciliorSchmidle
XXVI (1898) 48.
— — — — elongata Schmidle XX V1(1898,
48.
Microdesmis paniculata Pax XXVIII 1899 25.
Microglossa salicifolia Diels XXIX (1901) 642.
Microlicia euphorbioides Mart. var. matto-
grossensis Pilgér XXX (1904) 180.
Micromelilotus O.E. Schulz XXIX (1904, 709.
Micropeltis bambusicola P. Henn. et Shir.
XXVII (1900) 273.
— distincta P. Henn. XXX (1904) 257.
— Trichomanis P. Henn. XXVIII 1900) 326.
Microsphaera japonica P. Henn. XX VIII (4900
274.
—- sambucicola P. Henn. XXIX (1900) 148.
Microstylis spec. XXIX 1900 270.
Microtoena Prainiana Diels XXIX 1900) 556.
Microtropis occidentalis Loes. XXIX (1900) 97.
— Schiedeana Loes. XXIX (1900) 98.
Miersiophyton Engl. XXVI 4899 405.
— nervosum (Miers) Engl, XXVI 4899) 406.
Mikania (Willoughbya) antioquiensis Hieron.
XXVII (1904, 580.
— — Aschersonii Hieron. XXVIII 1904
577.
— — chimborazensis Hieron. XXIX (1900
15.
— — cuencana Hieron. XXVIII (1901) 584.
— — Eggersii Hieron. XXVIII (4901) 582.
— — lanceolata Hieron, XXIX (1900) 17.
— — lloensis Hieron. XXIX (4900) 18.
— — nigropunctulata Hieron. XXVIIL 4905
578, :
28
Mikania (Willoughbya) pichinchensis Hieron.
XXVIII (4904) 576.
— — popayanensis Hieron. XXVIII 1904)
579.
— psilostachya DC. var. albicans Pilger
XXX 4901 203.
(Willoughbya Sodiroi Hieron. XXIX 4900)
16.
— Stübeli Hieron. var. latifolia Hieron.
XXVIII (1904) 577.
Mikronegeria Diet XXVII (1899) 46.
— Fagi Diet. et Neg. XXVI (1899) 16.
Millettia Bockii Harms XXIX (1900) 442.
— Dielsiana Harms XXIX (4900) 412.
Dinklagei Harms XXVI (1899) 287.
Goetzeana Harms XXVIII (4900) 404.
impressa Harms XXVI (1899) 288.
? macroura Harms XXVI (1899) 289.
— micrantha Harms XXVI (4899) 290.
- monophylla Harms XXVI (4899) 290.
paucijuga Harms XXVI (1899) 287.
sanagana Harms XXVI (4899) 288.
sericantha Harms XXVIII (1900) 404.
— Warneckei Harms XXX (1904) 87.
— Zenkeriana Harms XXVI 1899) 291.
Mimosa Dinklagei Harms XXVI (4899) 253.
— setigera Pilger XXX (1904) 156.
— Stuhlmannii Harms XXVI 4899 254.
Mimusops pendulifloraEngl.XX VII(1900)448.
— riparia Engl XXVIII 4900) 448.
Mollinedia acutissima Perk!XX VII 1900) 672.
aphanantha Perk. XXVII (1900) 658.
argyrogyna Perk. XXVIL (4900) 661.
blumenaviana Perk, XXVII (1900) 669.
— calodonta Perk. XXVI (4900, 678.
caloneura Perk, XXVII (4900) 663.
Canfieldiae Perk. XXVII (1900) 676.
— chrysophylla Perk. XXVII (1900) 651.
— chrysorrachis Perk. XXVI (1900) 665.
— — var. leptophylla Perk. XXVII
1900 666.
- var, polytricha Perk. XX VII 4900
666.
var.
666.
— corcovadensis Perk. XXVII (1900)
cuneata Perk. XXVII (1900) 676,
cyathantha Perk, XXVI (1900) 679.
Engleriana Perk, XXVII 1900) 660.
eugeniifolia Perk, XXVIL 1900) 664,
fasciculata Perk. XXVII 1900) 674,
floribunda Tul. var. glabrescens Perk.
XXVII 1900) 676.
fruticulosa Perk, XXVIL 1900) 670,
Gilgiana Perk. XXVH 1900, 656.
wlabra (Spreng. Perk. XXVII 1900
Glaziovii Perks XXVIL (1900, 657,
|
Regnellii Perk. XX VIF (4900
666,
657,
Mikania — Moraea.
Mollinedia grosseserrata Perk. XXVIII (1900)
- stenocarpa Schltr,
- Uleana Perk. XXVII
Monopsis scabra
673.
guatemalensis Perk. XXVIT (4900) 679,
heteranthera Perk. XXVII (1900) 655.
Howeana Perk. XXVI (1900) 654.
hylophila Perk. XXVII (1900) 680.
iomalla Perk. XXVII (1900) 663.
lamprophylla Perk. XXVII (1900) 656.
leiantha Perk. XXVII (1900) 657.
longicuspidata Perk. XXVII (1900) 653.
Lowtheriana Perk. XXVII (1900) 666.
mexicana Perk. XXVII (1900) 674.
micrantha Perk. XXVIL (1900) 668.
myriantha Perk. XXVIL (1900) 655.
obovata (A. DC.) Perk. XX VU (1900) 679.
oligantha Perk. XXVIL (1900) 653.
oligotricha Perk. XXVII (1900) 658.
Orizabae Perk. XXVII (1900) 674.
pachypoda Perk. XXVI (1900) 659.
pachysandra Perk. XX VII (1900) 672.
Pfitzeriana Perk. XXVI (1900) 670.
polyantha Perk, XX VIL (4900 677.
puberula Perk. XXVII (1900) 668.
Rusbyana Perk. XXVIL (1900) 682.
salicifolia Perk. XXVII (1900) 659.
— — var. campanulacea Perk. XXVII
(1900) 659.
— — var. denticulata Perk. XXVIL(1900)
659.
Schottiana (Spr.) Perk. XXVII (1900) 677.
— var. gracilis (Tul.) Perk. XX VIT (1 900)
678.
sphaerantha Perk, XXVII (1900) 660.
stenophylla Perk. XXVII (1900) 669.
triflora Spreng.) Tul. var, Tulasnei Perk,
XXVII 1900) 653.
1900 661.
undulata Perk, XXVI (4900) 653.
Warmingii Perk. XXVIT (1900) 662.
Mollisia myceliicola P. Henn. XXVIII (1900) |
328,
Mollugo namaquensis Bolus XX VIL(1899) 424,
tenella Bolus XXVII (1899) 422.
Monadenium Goetzei Pax XXX (1904) 342 |
Monopetalanthus
Pteridophyllum Harms
(1899) 266.
(Thunb.) Urb. 9.
Diels XXVI (1898) 448.
XXVI
robusta
Monotes acuminatus Gilg XX VIEL (1899) 1386,
caloneurus Gilg XXVII (1899) 136.
hypoleucus Welw.) Gilg XXVII (1899)
13%.
magnificus Gilg XXVII (4899) 135.
rufotomentosus Gilg XXVIIH (1899) 138,
Moraea bella Harms XXVIIE (1900) 864.
XXVII (4899) 92.
AXVI (1899) 93.
montana Schltr.
Mostuea —
Mostuea camporum Gilg XXVIII (4899) 147.
— Dinklagei Gilg XXVIII (4899, 446.
— erythrophylla Gilg XXVIII (4899) 447.
— neurocarpa Gilg XXVIII (4899) 446.
Munronia sinica Diels XXIX (4900) 425.
Muraltia brachyceras Schltr. XXVII (1899)
465.
Mutisia huacensis Hieron. XXVIII (4904) 652.
— Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 79.
Mycena Aschi P. Henn. XXX (1904) 55.
— bipindiensis P. Henn. XXX (4904) 55.
— fusco-purpurea P. Henn. XXX (49014) 55.
Myrianthus Holstii Engl. var. quinquesectus |
Engl. XXX (1904) 295.
Myrica Goetzei Engl. XXX (1904; 290.
— kilimandscharica Engl. var. macrophylla
Engl. XXVIII (1900, 375.
Mystroxylum aethiopieum (Thunbg.) Loes.
var.
XXVIII (4900) 423.
— — — yar. b. Burkeanum Sond.)
Loes. forma 8. subintegrum Loes.
XXVIII (4900) 459.
Goetzei Loes. XXVIII (4900) 158, 422.
Schlechteri Loes. XXVIII (1900) 459.
ussanguense Loes. XXX (1904) 345.
Myxoderma Schmidle XXX (1904) 246.
— Goetzei Schmidle XXX (4901) 246.
Nanochilus K. Schum. XXVII (4899) 341.
— palembanicum (Miq.) K. Schum, XXVII
(1899) 344.
Narvalia corazonensis Hieron, XXIX (1906) 49.
— homogama Hieron. XXIX (1900) 48.
— Sodiroi Hieron. XXIX 1900) 50.
Naucoria jaundensis P. Henn. XXX 141901 53.
— Zenkeriana P. Henn. XXX 4901) 53.
Nemesia brevicalearata Schltr. XXVII 1899
1784.
euryceras Schltr. XXVII (1899) 175.
macroceras Schltr. XXVII 1899 175.
— — var. 8. crocea Schltr. XXVII 1899
176.
picta Schltr. XXVII (1899) 176.
psammophila Schltr. XXVIT 1899 176.
Neoboutonia macrocalyx Pax XXX 1901
339.
Neogoetzea Pax XXVIII (1900, 419.
— bridelifolia Pax XXVIII 41900) 419.
Neolehmannia Krzl. XXVI (1899) 478.
— epidendroides Krzl. XXVI (1899) 479.
Nepeta usafuensis Gürke XXX (1901) 394.
Nephrodium auriculatum (Wall. Diels XXIX
1900) 189.
— distans Don Diels XXIX 1900
— moulmeinense Bedd. Diels XXIX
191.
189.
1900
8. Burkeanum (Sond) Loes. |
Octolepis. 29
Nephrodium Rosthorni Diels XXIX ‘1900
190.
| — stenopterum Bak. Diels XXIX 1900 489.
_ Nuxia Goetzeana Gilg XXX ‘1901
| — odorata Gilg XXX {1901
|
|
|
| — macrophylla Gilg XXVIII (1899
|
Nesaea cordata Hiern. $. villosa Koehne
var. nova XXIX 1900 166.
Dinteri Koehne XXIX 1900, 466.
Kuntzei Koehne XXIX 1900 167.
Lüderitzi Koehne $. Hereroénsis Kochne
XXIX 4900) 467.
rigidula ‘Sonder, Koehne forma dolicho-
styla Koehne XXIX 1900) 166.
— — — forma brachystyla Koehne
XXIX (1900) 166.
straminea Koehne XXIX (1900 167.
tolypobotrys Koehne forma Schlechteri
Koehne XXIX 1900) 166.
Nestlera relhanioides Schltr. XX VIT 4899205.
Nieolaia ‘Horan.) K.Schum. XX VII {4 899) 306.
Nidorella stricta O. Hoffm. XXX (1901) 427.
| Niphobolus costatus (Wall. Diels XXIX 1900
207.
— Drakeanus Franch.) Christ f. elongata
Christ msc. XXIX 1900 207.
— Sheareri Diels XXIX 1900) 207.
Nivenia micrantha Schltr. XX VII 4899) 107.
Nothopanax Bockii Harms XXIX ‘1900 488.
— Davidii Franch. Harms XXIX 1900) 488.
— Rosthornii Harms XXIX (1900) 487.
375.
376.
— polyantha Gilg XXX 1901. 376.
@chna acutifolia Engl. XXVII 1900) 433.
— humilis Engl. XXX 1901 354.
— splendida Engl. XXVIII 1900 434.
Ocimum decumbens Gürke XXX 1904
Galpinii Gürke XXVI 1898 78.
Heckmannianum Gürke XXVIII 4900 472.
roseo-violaceum Gürke XXVII[(1900 471.
rotundifolium Gürke XXVIIT 41900 472.
Wilmsii Gürke XXVI (1898 79.
usaramense Gürke XXVI 41898 79, 473.
Ocotea atirrensis Mez et Donnell- Smith
XXX Beibl. 67 4901) 18.
catharinensis Mez XXX Beibl. 67 1991 19.
cuneata Mez XXX Beibl. 67 41904 17.
inconspicua Mez XXX Beibl.67 1901, 20.
paradoxa Mez XXX Beibl. 67 1901 16.
pedalifolia Mez XXX Beibl. 67 1901) 19.
— pentagona Mez XXX Beibl. 67 4904, 17.
— rubiginosa Mez XXX Beibl. 67 4901 20.
— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 385.
Octolepis decalepis Gilg XXVIII 4899 142.
400.
| — Dinklagei Gilg XXVIII (1899) 143.
144.
— nodosericea Gilg XXVIII 1899) 143.
30 Odontoglossum
Odontoglossum crispum Lindl. var. lyntan-
thum Lehm. Ms. XXVI (1899) 490.
— popayanense Lehm. et Krzl. XXVI 1899
490.
Oenanthe Rosthornii Diels XXIX 1900) 498.
Oeonia Forsythiana Krzl. XXVIII (4900) 171.
Oldenlandia Crepiniana K. Schum. XXVIII
4899 55.
— geminiflora K. Schum, XXVIII (1900) 485.
— luzuloides K. Schum. XXVIII (1899) 55;
XXX (1904) 444.
— megistosiphon K.Schum. XXVIII 489956.
— thamnoidea K.Schum. XXVIII (4899 56.
— Wiedenmannii K. Schum. XXVIII (1899
57.
Omphalia muapensis P. Henn. XXVIII 1900)
324.
Oneidium depauperatum Lehm. et Kral.
XXVI 1899) 496.
— fractiflexum Lehm. et Krzi. XXVI (4899
496,
-- funis Lehm. et Krzl. XXVI
— polystachyoides Lehm. et Kral.
1899) 495.
Oncoba eximia Gilg XXVIII (4900) 438.
— fragrans Gilg XXX 1904) 357.
Onosma sinica Diels XXIX 4900) 547.
Onychonema laeve Nordstedt forma minima
Schmidle XXVI 1898) 45.
Ophiodothis vorax B. et C. Sacc. var, Pas-
pali P, Henn. XXVIII (4900, 274.
Ophiopogon Bockianus Diels XXIX 1900
254.
— n. sp. XXIX (1900) 254.
Ophryosporus Sodiroi Hieron. XXIX 1900) 3.
4899 497.
XXVI
solidaginoides Kunth) Hieron, XXIX
1900) 4.
-- var, Bonplandiana Schultz.
Bip. Hieron, XXIX 1900 4.
Ormocarpum megalophyllum Harms XXVI
1899 292.
Ornithidium Lehmannii Krzl, XXV14899)486.
— luteo-rubrum Lehm. et Krzl. XXVI 4899)
486,
— Piitzerianum Lehm, et Krzl, XXVI 4890 |
486. |
Orthosiphon heterophyllus Gürke AXVI
A808 82. |
macranthus Gürke XXVI 1898 84.
natalensis Gürke XXVI 1898) 82. |
Pretoriae Gürke XXVI 1898) 81,
stenophyllus Gürke XXVI 1898) 84,
ubvelutinus Gürke XXVI 1898 80,
unvikense Gürke XXX 4901, 400, |
Wilmsi Gürke XXVI 1898) 84. )
Wood Gurke XXVI 18908 84, |
Oryzopens Sorulenta Pilger XXVIL 1899) 26,
— Pandanus.
Oscillatoria subbrevis Schmidle XXX 4901
243.
Osmanthus armatus Diels XXIX (1900 532,
Osmitopsis nana Schltr. XXVI (4899) 207.
Osyridocarpus linearifolius Engl. XXVIIL
1900) 385.
— — — var. Goetzei Engl. XXX (1904) 305.
Othonna floribunda Schltr. XXVIL(1899) 214.
— humilis Schltr. XXVIT (1899) 244.
— lepidocaulis Schltr. XXVII (1899) 215.
— lobata Schltr. XXVI (4899) 245.
Otiophora pyenoclada K.Schum. XXX 1904)
445.
Otochlamys pedunculata Schltr. XX VIT (1899)
208.
Otopetalum Lehm. et Krzl. XX VI (1899) 457.
— Tunguraguae Lehm. et Krzl. XX VI (1899
457.
Ouratea densiflora Pilger XXX (1901) 174.
Ourouparia sinensis (Oliv.) K. Schum, var.
rosea E. Pritzel XXIX (1904) 580.
Oxalis amblyosepala Schltr. XX VIL(4899) 153.
— anthelmintica A. Rich. var. glanduligera
Engl. XXVII (1900) 442.
— aurea Schltr. XXVII (1899) 453.
— brachyearpa Schltr. XXVII (1899) 153.
— decipiens Schltr. XXVIL (1899) 454.
— Goetzei Engl. XXVIII (1900) 443.
— Lindaviana Schltr. XXVII (4899) 154.
— macra Schltr. XXVII (4899) 455.
— phloxidiflora Schltr, XXVII (1899) 155.
— polyadenia Schltr, XXVIT (1899) 156.
— salmonicolor Schltr. XXVIL (1899) 156,
— stenocarpa Schltr. XXVIL (4899) 456.
— uhehensis Engl. XXVII (1900) 412.
| — uliginosa Schltr, XXVIL (4899) 157.
— Urbaniana Schltr, XX VIT (4899) 457.
— viscidula Schltr. XXVIII (4899) 158.
Oxvanthus Goetzei K. Schum, XXNVII 4900
AOA,
— pulcher K. Schum. NAVI (1899) 65.
- Sehlechteri K, Schum. AXVII 1899) 65.
Oxypetalum hirsutulum K, Sehum, XXX
Beibl. 67 1904) 34,
Oxystigma Buchholzii Harms XXVE (1899)
264,
— Mannii Harms NAVI 264,
‘Bail. 1899
Pachylobus Afzelii Engl. XXVI 1899 366,
| — Barteri Engl. XXVI (4899) 366.
— edulis G.Don var, Mubafo (Ficalho) Engl.
XXVI 4899, 365.
— — — var, Preussii Engl. XXV1(1899) 365.
Paliavanı prasinata (Ker Fritsch XXIX
Beibl, 65 4900, 47,
Pandanus Goetzer Warb, XX VIE 4900, 350,
Panicum —
Panicum adustum Nees var. mattogrossensis
Pilger XXX (1904) 434.
cayennense Lam. var. campestris ‘Nees
Pilger XXX (1901, 132.
Hackelii Pilger XXX (1901) 148.
inaequale Pilger XXX 4901 133.
leptorhachis Pilger XXX 1904) 149.
— — forma pilosa Pilger XXX 4901 419.
petrosum Trin, var. mollis Pilger XXX
1904) 134.
— sanguinale L. var. Lecardii Pilger XXX
1901 118.
— Schumannii Pilger XXX 1901) 134.
Paramelvilla Koehne XXIX (4900) 160.
Parinarium congoense Engl. XXVI(4899 377.
— Elliottii Engl. XXVI (1899 377.
— Poggei Engl. XXVI (4899) 378.
— Whytei Engl. XXVI 1899) 378.
Paris Bockiana Diels XXIX 1900) 253.
— Henryi Diels XXIX 1900 252.
— polyphylla Sm. a var. tvpica XXIX
1900) 252.
Parkia Hildebrandtii Harms XXVI 1899
261; XXX (1904) 318.
Parnassia amoena Diels XXIX 1900) 370.
— perciliata Diels XXIX 1900 369.
Parodiella Brachystegiae P. Henn. XXVIH |
4900) 325.
Parthenoeissus Henryana Hemsl. 3. typica
Diels et Gilg XXIX 1900 464.
— — — y. glaucescens Diels et Gilg XXIX
1900) 464.
— sinensis Diels et Gilg XXIX 1900) 463.
Paspalum barbatum Nees var. scabra Pilger |
XXX 1904 130.
Bonplandianum Flügge var. glabrescens
Pilger XXVII (1899 17.
plicatulum Michx. var. leptogluma Pilger
XXX (1904) 431.
— — var. villosissima Pilger XXX (4901
134.
Trianae Pilger XXVII 1899) 18.
Patrinia Dielsii Graebner XXIX 4901, 597.
— — — var. shensiensis Graebn. XXIX
1904) 598.
— — — var, erosa Graebner XXIX (1901)
598.
Pauridiantha multiflora K. Schum. XXVIII
1899) 60.
Pavetta brachycoryne K. Schum. XXVIII
4899) 84. |
Buchneri K. Schum. XXVIII (1899) 82.
catophylla K. Schum. XXVIII (1899) 80.
flammea K. Schum. XXVIII (4899 83. |
gardeniifolia Hochst. var. subtomentosa |
K. Schum. XXVIII (4900) 494.
— lasiobractea K. Schum. XXX 1904) 415. |
| Pavetta
Peperomia. ate
macrostemon K, Schum.
(4899) 83.
melanophylla K.Schum. XX VHI(41899) 85.
microlancea K.Schum. XXVII 1899) 80.
microthamnus K. Schum. XXVIIT 4899
84.
sansibarica K, Schum. XXVIII 4899) 79.
silvae K. Schum. XXVIII (4899) 81.
sphaerobotrys K. Schum. XXVII 1900
494,
suffruticosa K. Schum. XXVIII 4899 84.
zombana K. Schum. XXVIII 4899) 85.
Engl. XXVIII
XXVIII
Paxiodendron ulugurense
4900) 389.
Pectis Lehmannii Hieron. XXVIII 4904 620.
Peddiea polyantha Gilg XXX (1904) 364.
Pediastron enoplon W.& G. West var. majus
Schmidle XXVI (1898) 6.
Pedicularis bicolor Diels XXIX 4900) 570.
— Biondiana Diels XXIX 14900, 574.
Pelargonium caucalidifolium Schitr. XX VI
1899 450.
Goetzeanum Engl. XXX 4904. 334.
Heckmannianum Engl. XXX (1904) 335.
Maximiliani Schltr. XXVII 1899) 454.
oreophilum Schltr. XXVIII 4899 454.
rhodanthum Schltr. XXVII (4899 452.
Pelexia Lehmanniana Krzl. XX VI 4899 500.
Penicillopsis? togoénsis P. Henn. n. sp. XXX
4904 40.
Peniophora discoidea P. Henn. XXVIII 1900
267.
Penium Clevei Lund var. africanum Schmidle
XXVI (1898) 20.
Pennisetum arvensé Pilger XXX 4904) 449.
— monostigma Pilger XXX 1904) 120.
| — Schweinfurthii Pilger XXX (1904) 421.
— trachyphyllum Pilger XXX 1904) 422.
Pentas ionolaena K. Schum. XXVIII 4900
487.
Peperomia Bangii C. DC. XXIX 1900) 87,
Baumanni C. DC. XXVI 4899 360.
caulibarbis Miq. y. catharinensis C. DC.
XXIX Beibl. 65 (1900) 26.
Goetzeana Engl. XXVIII (1900) 375.
Humblotii C. DC. XXVI 1899) 360.
laeteviridis Engl. XXVI 4899) 361.
minima C. DC. XXIX (4900) 87.
obtusifolia C. DC. XXIX (1900) 87.
Rothschuhi C. DC. XXIX (1900, 87,
rungwensis Engl. XXX (1904) 290.
silvatica C.DC. 3. stenoiula C. DC. XXIX
Beibl. 63 (4900) 27.
Staudtii Engl. XX VI (4899) 364.
transparens Miq. var. spissiflora C. DC.
XXIX Beibl. 65 1900) 26.
ukingensis Engl. XXX (4901
94.
239.
32
Peperomia Ulei C. DC. XXIX Beibl. 65
4900) 26.
— ulugurensis Engl. XXVIII (1900) 374.
— spec. XXIX (1900) 87.
Peridermium Pini densiflorae
XXVIII (1900) 263.
— Pini-Thunbergii Diet. XXVII (1899) 571;
XXVIII (4900) 263.
Peristylus spec. XXIX (41900) 264.
Persea fusca Mez XXX Beibl. 67 (1904) 44.
— — — var.angustifolia Mez XXX Beibl. 67
4904) 45.
— Pittieri Mez XXX Beibl. 67 (4904) 15.
Pestalozzia Aceris P. Henn. XXIX (1900) 152.
Peucedanum Giraldii Diels XXIX (4900) 503.
— kingaense Engl. XXX (4904) 368.
— muriculatum »Welw.« var. Goetzeanum
Engl. XXX (1904) 369.
— reptans Diels XXIX (1900) 502.
Phaeohygrocybe P. Henn. n. gen.
(1901) 50.
— Zenkeri P. Henn. XXX (41901) 50.
Phallus sanguineus P, Henn. XXX 41904 57.
Pharnaceum pusillum Schltr. XXVIP (4899,
123.
P. Henn.
XXX
Phaseolus macrorhynchus Harms XXVIII
1900) 409.
— Schlechteri Harms XXX (1904) 94.
— stenocarpus Harms XXX (1904) 914.
Philadelphus sericanthus Koehne var. Rost-
hornii Koehne XXIX (4900) 374.
— — — var. Bockii Koehne XXIX (1900
371.
Philippia milangiensis Britt. et Rendle var.
uhehensis Engl. XXVII (4900) 446.
Philodendron acuminatissimum Engl. XXVI
1899) 543.
— angustisectum Engl. XXVI 4899, 549.
— bahiense Engl. XXVI (4899) 548.
— bulaoanum Engl. XXVI 1899, 542.
chimboanum Engl. XXVI 1899 549.
coerulescens Engl. XXVI 1899) 523.
eymbispathum Engl. XXVI (1899) 555.
— Dussii Engl. XXVI (4899 580.
— ecuadorense Engl. XXVI 4899, 534.
Kiehleri Engl. XXVI
exsimmum Schott
(, Koch et Sello
536,
uraveolens Engl. XXVI 4899
gualeanum Engl. XXVI 1899
vuatemalense Engl, XXVI
Houlletianum Engl, XXVI
Krugis Engel, XXVI 4890 538,
longipes Engl. XXVI 4899) 549,
Klotzsch GC, Koch var, brevipes
XAVI 4899) 528,
1899) 556.
var, cardiophyllum
Engl, XXVI 4899
549,
539,
1899 514.
1899 550,
FILAIRE
gel
| iv
Peperomia — Phylica.
Philodendron micans (Klotzsch) C. Koch var.
microphyllum (C, Koch) Engl. XXVI
(4899) 529.
multispadiceum Engl. XXVI (1899) 542.
Ochrostemon Schott. var. Uleana Engl.
XXVI (1899) 512.
pinnatifidum X ? Melinoni XXVI 4899
552.
— X Wendlandii XXVI (1899) 553.
Pittieri Engl. XXVI (4899) 541.
purpureo-viride Engl. XXVI (1899) 526.
quercifolium »Hort.« Engl. XXVI (1899)
546.
— rubro-cinctum Engl. XXVI (1899) 532.
scandens C. Koch et H. Sello var. cuspi-
datum (C. Koch et Bouché) Engl.
XXVI (1899) 528.
— — — var.cubense Engl. XX VI (1899)
528.
silvaticum Engl. XXVI (4899; 543.
Smithii Engl. XXVI (1899) 540.
Sodiroanum Engl. XXVI (1899) 531.
Talamancae Engl. XXVI (1899) 544.
tobagense Engl. XXVI (1899) 524.
tripartitum (Jacq.) Schott var. Holtonia-
num (Schott) Engl. XXVI (1899) 546.
viride Engl. XXVI (4899) 540.
Wallisii Regel in litt. n. sp. XXVI (1899)
543.
Phlomis medicinalis Diels XXIX (1900) 554.
— stenocalyx Diels XXIX (1900) 555.
Phoebe Pittieri Mez XXX Beibl. 67 (1904) 16,
— Tonduzii Mez XXX Beibl. 67 (4901) 45.
Pholiota Kummeriana P. Henn, XX VIT 4900)
323.
— nguelensis P. Henn. XXVII (4900) 324.
— verrucosa P. Henn, XXVII (1900) 324.
— Zenkeri P. Henn. XXX (1901) 53.
Phormidium Bohneri Schmidle XXX 4904) 59,
— Valderiae (Delph. Schdle, XXX 1901) 244.
Phragmidium japonicum Dietel XXVIL(4899)
567,
Phuodendron Graebn, XXVI (4899) 486.
Phyllachora Milletiae P, Henn, XX VII (4900,
326.
— Ostryae P. Henn. XXIX (1900) 454.
Phyllactinia suffulta Reb, Sace, var, mori-
cola P, Henn, XXVHE 4900) 274,
Phyllanthus polyanthus Pax XXVIII (1899 19.
— popayanensis Pax XXVI (4899) 503,
Phylica aemula Schltr, XXVII (1899), 166,
- alligena Schltr, XXVII (1899) 167,
- chionocephala Sehltr, XX VIT (4899) 167.
fruticosa Schltr, XXVII (1899) 168.
Maximiliani Schltr, XXVI (1899) 468.
- odorata Schltr, XXVIT (4899) 168,
pulchella Schltr, XXVIL (1899 469,
Phylica — Pleurothallis.
Phylica stenopetala Schltr. XX VIT (1899) 169.
— tubulosa Schltr. XXVII (4899) 470.
Phyllocomos Mast. novum genus XXIX
Beibl. 66 (4900) 19.
— insignis Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 20.
Phymatodocis irregulare Schmidle XXVI
(4898) 13.
Pilea Goetzei Engl. XXVIII (1900) 379.
Pilotrichella angustifolia Broth. XXVIII (1900
338.
Pimpinella arguta Diels XXIX (1900) 496.
Henryi Diels XXIX (1900) 495.
rhomboidea Diels XXIX 1900) 496.
Rosthornii Diels XXIX (4900) 495.
tomentosa Engl. XXX. (1904) 368.
triternata Diels XXIX (4900) 496.
Pinelia Lehmanniana Krzl. XX VI (4899) 479.
Piper aurantiacum Wall. var. cordata E.
Pritzel XXIX (1900) 272.
auritum Kunth y. amplifolium C. DC.
XXIX (4900) 86.
Donnell-Smithii C. DC. £. angustifolium
C. DC. XXIX Beibl. 65 (1900) 25.
flabellinerve C. DC. XXIX Beibl.
(1900) 26.
humile C. DC. XXIX Beibl. 65 (1900) 25.
multinodum C. DC. XXIX Beibl. 65
(4900) 23.
Rothschuhii C. DC. XXIX (1900) 86, 94.
Piptadenia Elliotii Harms XXVI (4899) 260.
— Goetzei Harms XXVIII (1900) 397.
— Schlechteri Harms XXVI (1899) 260.
65
—
Piptocarpha Sodiroi Hieron, XXIX (1900) 2. |
Piqueria Sodiroi Hieron. XXIX (4900) 3.
Pithophora polymorpha var. nivalis Schmidle
n. var. XXVI (4898) 4.
Pittosporum glabratum Lindl. var. angusti-
folium E. Pritzel XXIX (1900) 378.
— Goetzei Engl. XXVIII (1900) 392.
— truncatum E. Pritzel XXIX (1900) 378.
Plagiosiphon discifer Harms XXVI (1899)
263.
Platanthera inhambanensis Schltr.
(4899) 330.
— manubriata Krzl. XXIX (4900) 265.
— setchuenica Krzl. XXIX (1900) 265.
Plectranthus adenophorus Gürke XXX (1901)
398.
albo-violaceus Gürke XXX (4904) 397.
XXVI
Goetzei Gürke XXVIII (1900) 469.
leptobotrys Diels XXIX (4900) 564.
luteus Gürke XXVIII (1900) 468.
microphyllus Gürke XXVIII (1900) 467.
monticola Gürke XXVIII (1900) 468.
Rosthornii Diels XXIX (1900) 562.
Stuhlmannii Gürke XXVIII (1900) 469.
Register zu ExGLek's Jahrb. Band XXVI—XXX.
_dichromophyllus Diels XXIX (1900) 562. |
99
Plectranthus Tysoni Gürke XXVI (1898) 77.
— Woodii Gürke XXVI (4898) 76.
Plectronia abbreviata K. Schum.
(1899) 73.
calycophila K. Schum. XXVIII (4899) 73.
cuspidata K. Schum. XXVIII (4899) 74.
decidua K. Schum. XXVIII (4899) 74.
fragrantissima K. Schum. XXVIII (4899)
75.
hispida (Benth.) K. Schum. var. glabres-
cens K. Schum. XXVIII (4900) 494.
locuples K. Schum. XXVIII (1899) 75.
Lualabae K. Schum. XXVIII (1899) 76.
macrophylla K. Schum. XXVIII (4899) 76.
pallida K. Schum. XXVIII (4899) 77.
Palma K. Schum. XXVIII (4899) 77.
subevenia K. Schum. XXVIII (1899) 78.
Pleurospermum Giraldii Diels XXIX (1900)
492,
— meoides Diels XXIX (1900) 493.
Pleurotaenium elephantinum Cohn forma
sansibarensis Schmidle XXVI (4898)
24.
— Engleri Schmidle XXVI (1898) 23.
— ovatum Nordstedt var. minor Schmidle
XXVI (1898) 23.
— Stuhlmannii Hieron. forma XXVI (1898)
23.
Pleurothallis atroviolacea Lehm.
XXVI (4899) 438.
chiquindensis Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
438.
corazonica Lehm. et Krzl. XXVI (1890
443.
daguensis Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
44h,
endotrachys Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
439.
furfuracea Lehm. et Krzl. XX VI (4899) 441.
lentiginosa Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
XXVIII
et Krzl.
446.
— melanopus Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
443.
— myriantha Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
445.
— popayanensis Lehm. et Krzl. XXVI (1899)
438.
Pristis Lehm. et Krzl. XXVI (1899) 443.
sibatensis Lehm. et Krzl. XX VI 1899) 445.
stenophylla Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
449.
strobilifera Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
440.
tetrapetala Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
446,
trachytheca Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
AAS,
94
Pleurothallis — Protea.
Pleurothallis Tunguraguae Lehm. et Kral. | Polystachya trigonochila Krzl. XXVIII (4900)
XXVI (4899) 439.
— urosepala Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
442.
Pleurotus bipindiensis P. Henn. XXX (4904) 54.
— violaceo-cinerascens P. Henn. XXX (1901)
54.
Plicaria Goetzei P. Henn. XXVIII (4900) 328.
Plumiera latifolia Pilger XXX (4901) 483.
Pluteus bulbipes P. Henn. XXX (4904) 54.
— citrino-carnescens P. Henn. XXX (4901)
54.
Podocarpus macrophylla var.acuminatissima
Pritzel XXIX (4900) 243.
Podosporium japonicum P. Henn. XXIX
4900) 452.
Pogonia lanceolata Krzl. XXIX (1900) 267.
— pleionoides Krzl. XXIX (4900) 267.
— sp. XXIX (1900) 268.
Polycarena parvula Schltr, XX VIT (1899) 181.
— rariflora Benth. var. micrantha Schltr.
XXVII (4899) 481.
Polygala Goetzei Gürke XXVIII (1900) 447.
— pauciflora Schltr. XXVII (4899) 164.
— usafuensis Gürke XXX (1904) 337.
Polygonatum Henryi Diels XXIX (4900) 247.
— n. sp. XXIX (1900) 248.
Polygonum alpinum var. sinicum Dammer
XXIX (1900) 344.
Polymnia arborea Hieron. XXIX (4900) 33.
— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 599.
— microcephala Hieron, XXIX (1900) 33.
Polypodium dolichopodum Diels XXIX (1900)
205.
— eilophyllum Diels XXIX 1900) 204.
involutum (Hook.) Diels XXIX (4900) 204,
leuconeuron Diels XXIX (4900) 203.
— Rosthornii Diels XXIX (4900) 205.
Polyporus cinnamomeo - squamulosus
Henn. XXX (1904) 43.
— Goetzei P. Henn. XXX (1904) 255.
— Shiraianus P. Henn. XXVIII (4900) 269.
Polyscias Elliotii Harms XXVI (1899) 246.
Hildebrandtii Harms XXVI 4899) 246.
— Preussii Harms XXVI (4899) 245,
Stuhlmannii Harms XXVI (1899) 244.
Polystachya bituberculata Krzl. XX VITE (4900)
165,
— calluniflora Krzl XXVI (4900) 166,
Goetzeana Krzl, XXX (1904) 287.
Heckmanniana Krzl, XX VII (4900)
ionocharis Krzl, XXVIIL 1900) 374,
Lehmbachiana Krzl XX VII (4900) 166,
P
874,
melanantha Schltr, XXVI (4899) 341,
miranda Kral. XXX (4904) 286,
Holfeana Krzl. XXVII (4900! 467,
|
167.
— Victoriae Krzl. XXVIII (4900) 465.
Polystemonanthus Dinklageif Harms XXVI
(4899) 274.
Polystichum aculeatum (L.) Roth var. platy-
lepis Diels XXIX (1900) 494.
Braunii (Spenn.) Diels XXIX (4900) 494.
craspedosorum (Maxim.) EDiels XXIX
(1900) 199.
deltodon (Bak.) Diels var.? XXIX (4900)
492.
falcatum (L.) Diels XXIX (1900) 194.
— — — forma macropterum Diels
XXIX (4900) 194.
— — — forma intermedium Diels XXIX
(1900) 495.
— — — forma polypterum Diels XXIX
(1900) 495.
— — — forma acuminatum Diels XXIX
(1900) 495.
hecatopterum Diels XXIX (1900) 193.
laserpitiifolium (Mett.) Diels XXIX (1900)
194.
tsussimense (Hook.) Diels XXIX (4900)
493.
Polystictus Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 42.
Polytrichum Stuhlmannii Broth. XXVIII
(1900) 338.
Poria daedaliiformis P. Henn. XXVIII (4900)
324.
— setulosa P. Henn. XXVIIT (4900) 321.
Porphyranthus Engl. XXVI (1899) 367.
— Zenkeri Engl. XXVI (1899) 367.
Portea Silveirae Mez XXX Beibl. 67 (4904) 4.
Pourthiaea parvifolia E. Pritzel XXIX (1900)
389.
Prenanthes vitifolia Diels XXIX (1904) 634.
Prescottia crassicaulis Lehm. et Krzl. XXVI
(1899) 504.
Primula Rosthornii Diels XXIX (1900) 520.
Protarum Engl. XXX Beibl. 67 (4904) 42.
— Sechellarum Engl. XXX Beibl. 67 (1904)
42.
Protea angolensis Welw. var. albiflora
ingl, XX VII (1900) 880, XXX (1901)
206,
cedromontana Schitr, XXVIL (4899) 109.
— Goetzeana Engl. XXX (1904) 298.
Heckmanniana Mngl XXX (4904) 300.
kingaensis Engl. XXX (1904) 297.
linearifolia Engl. XXX (1904) 296,
praticola Engl. XXX (4904) 297.
rubrobracteata Engl. XXX (1904) 299.
triandra Schltr, XXVII (4899) 440,
uhehensis Engl. XXVII (1900) 380,
- Wentzeliana Engl. XXX (1901) 298.
7
Protococcus — Pyronema.
Protococeus Goetzei Schmidle XXX (1991) |
252.
Psalliota microsperma P. Henn. XXX (1901)
52.
Pseudoblepharis
(4904) 444.
Pseudolachnostylis Pax XXVIII (1899) 49.
— Dekindtii Pax XXVIII (4899) 20.
— maprouneaefolia Pax XXVIII (1899) 20.
Pseudo-Rhodiola Diels (n. sect. generis Sedi)
XXIX #(1900)5360.
coerulea Lindau XXX
Psilotrichum densiflorum Lopr. XXX (1901) |
440.
— Robecchii Lopr. XXVII (4899) 60.
— Ruspolii Lopr. XXVII (1899) 59.
— villosiflorum Lopr. XXVI (1899) 59.
Psoralea Wilmsii Harms XXVI (1899) 286. |
Psychotria adafoana K.* Schum. XXVIII
(1899) 90.
aemulans K. Schum. XXVII (4899) 95.
batangana K. Schum. XXVIII (4899) 94.
cyanopharynx K. Schum. XXVIII (4899)
90.
dimorphophylla K. Schum. XXVIII (4899)
on,
ebensis K. Schum, XXVIII (4899) 91.
erythropus K. Schum. XXVIII (1899, 92.
euchlora K. Schum. XXVIII (1899) 92.
globiceps K. Schum. XXVIII (1899) 93.
ischnophylla K.Schum. XX VIII(1899) 93.
minimicalyx K.Schum. XXVIII (1899) 94.
oligocarpa K. Schum. XXVIII (1899) 95.
ovato-oblonga K.'Schum. XXVIII (1899)
96.
perbrevis K. Schum. XXVIII (4899) 96.
piolampra K. Schum. XXVIII (4899) 97.
Poggei K. Schum. XXVIII (4899) 97.
potamophila K. Schum, XXVIII (4 899) 97.
pygmaeodendron K. Schum. XXVIII
(1899) 98.
refractiflora K.Schum. XXVIII (4899) 98.
refractiloba K.Schum. XX VIII (1899) 99.
Sadebeckiana K. Schum. XXVII (1899,
99:
stigmatophylla K. Schum. X X VIII (4899)
400.
tananarivana K. Schum. XXVIII (1899)
400.
Pteris cretica L. var. Rosthornii Diels X XIX
(1900) 202.
Pterocarpus Antunesii (Taub.) Harms XXX
(1904) 89.
— Dekindtianus Harms XXX (1901) 89.
— Zenkeri Harms XXVI (1899) 299.
| — Cardaminis
30
Pteronia ambrariifolia Schltr. XX VII (1399)
498.
Pterostemma Krzl. XX VI (1899) 489.
— antioquiense Lehm. et Krzl. XX VI (4899)
489.
Puceinia andina Diet. et Neg. XX VII (4899) 4.
| — Barri Aranae Diet. et Neg. XX VII (1899)
7:49.
bellidifoliae Diet. XXVII
(1899) 4.
Cardaminis cordatae Diet. et Neg. XX VII
(1899) 4.
Caricis haematorrhynchae Diet. et Neg.
XXVI (4899) 3.
exhausta Diet. XXVIII (4900) 283.
japonica Diet. XX VIII (1900) 283.
Kusanoi Diet. XX VII (4899) 568, XXVIII
(1900) 261.
Lactucae Diet. XXVIII (1900) 285.
Macrachaenii Diet. et Neg. X X VIT (1899) 6.
Majanthemi Diet. XXVIII (1900) 285.
Miyoshiana Diet. XX VII (1899) 569.
nipponica Diet. XXVIII (1900) 284.
Patriniae P. Henn. XXVIII (1900) 264.
Pavoniae P. Henn. XXVIII (1900) 348.
Piptochaetii Diet. et Neg. XX VIT (1899) 3.
Placeae Diet. et Neg. XXVII (1899) 2.
quillensis Diet. et Neg. XX VII (1899) 5.
Pucciniastrum Coriariae Diet. XX VIII (4900)
286.
— (Thekspora) Filicum Diet. XXVIT (1899)
567.
Pucciniostele Tranzschel et Komarow XX VII
(1899) 564.
— Clarkiana (Barcl.) Diet. XXVII (1899)
564.
Puelia acuminata Pilger XXX (1904) 425.
— Schumanniana Pilger XXX (4904) 126.
— subsessilis Pilger XXX (1901) 124.
Pupalia Robecchii Lopr. XXVII (4899) 55.
Pyenocoma Zenkeri Pax XXVI (4899) 329.
Pycnostachys linifolia Gürke XXX (1904)
397.
— uliginosa Gürke XXX (4901) 396.
Pycreus Fernandezianus C. B. Clarke XXX
Beibl. 68 (1904) 5.
— grammicus C. B, Clarke XXX Beibl. 68
(1904) 6.
— Lagunetto C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(1901) 8.
— melanostachys C. B. Clarke XXX Beibl.68
(4901) 6.
— nematodes C. B. Clarke XXX Beibl. 68
(1901) 5.
| Pyronema omphalodes (Bull. Fuck. var.
camerunensis P. Henn. XXX (1904)
Pterolobium Rosthornii Harms XXIX (1900) |
4410,
40,
3%
36
@uercus clathrata v. Seem. XX VII Beibl. 64
(4900) 45.
Dielsiana v. Seem. XXIX (4900) 294.
dolichocarpa v. Seem. XXVII Beibl. 64
4900) 44.
durifolia v. Seem. XXIX (4900) 95.
glauca Thunb. var. hypargyrea v. Seem.
XXIX (4900) 293.
glaucophylla v. Seem, XXIX (4900) 95.
heliciformis v. Seem. XXVII Beibl. 64
1900) 45.
ilicifolia Koorders et Valeton
Beibl. 64 (1900) 48.
Koordesii vy. Seem. XXVII Beibl. 64
(4900) 46.
lineata Bl. var. macrophylla v. Seem.
XXIX (4900) 294.
oligodonta v. Seem. XXIX (4900) 96.
poculiformis v. Seem. XXVII Beibl. 64
(4900) 43.
Pringlei v. Seem. XXIX (1900) 96.
pyriformis v. Seem. XXVII Beibl. 64
(1900) 47.
XXVH
Randia chloroleuca K. Schum. XXVIII
(1899) 62.
cladantha K. Schum. XXVIII (4899) 62.
clathrodendron K, Schum. XXVIII (1900
490.
Henryi E. Pritzel XXIX (1904) 581.
— microphylla K.Schum, XXVIII (1899) 64.
- Monteiroae K. Schum. XXVIII (4899) 63.
physophylla K.Schum, XXVIII (4899) 64.
489.
spec. XXIX (4904) 581,
Rawsonia reticulata Gilg XXX (1904) 357.
Rehmannia glutinosa (Gärtn.) Libosch, var.
typica XXIX (1900) 569.
— — — var, Hemsleyana Diels XXIX
(4900) 569.
araneosus
(4900) 3.
Restio Mast. XXIX Beibl.
troposepala K. Schum. XXVIII (4900) |
66 |
cirratus Mast, XXIX Beibl. 66 (4900) 5. |
coactilis Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 3. |
consimilis Mast, XXIX Beibl. 66 (1900) 4.
dimorphostachyus Mast. XXIX Beibl. 66
(1900) 2.
ejuncidus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 2.
exilis Mast. XXIX Beibl, 66 (1900) 6,
gossypinus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 3.
intricatus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) A.
penicillatus Must, XXIX Beibl. 66
1900) 5.
pondoensis Mast, XXIX Beibl, 66 (4900) 5.
procurrens Mast. XXIX Beibl, 66 (4900) 8, |
Quercus — Rhytisma.
Restio productus Mast. XXIX Beibl. 66
(1900) 5.
scaber Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 4.
sparsus Mast. XXIX Beibl. 66 (4900) 2.
spiculatus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 4.
stereocaulis Mast. X XIX Beibl. 66 (1900) 4.
trichocaulis Mast. X XIX Beibl. 66 (1900) 6.
virgeus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 4.
Rhabdostigma Schlechteri K. Schum. X XVIII
(1899) 68.
Rhamnus heterophyllus Oliv. var. oblongi-
folius E. Pritzel XXIX (1900) 459.
— Rosthornii E. Pritzel X XIX“ (1900) 459.
Rheum sp. XXIX (4900) 314.
Rhizalpinia K. Schum. XXVII (4899) 297.
| Rhododendron chionophyllum Diels XXIX
(1900) 512.
coeloneurum Diels XXIX (4900) 543.
Farrerae Tate y. mediocre Diels XXIX
(1900) 544.
— — 6, typicum Diels XXIX (1900) 544.
mandarinorum Diels XXIX (1900) 510.
platypodum Diels XXIX (4900) 544.
Pritzelianum Diels XXIX (1900) 540.
Rosthornii Diels XXIX (4900) 509.
— spec. XXIX (1900) 544, 512,
Rhus Henryi Diels XXIX (1900) 432.
— sinica Diels XXIX (4900) 432.
— Toxicodendron L. var. hispida Engl.
n. var. XXIX (1900) 433.
—
Rhynchanthera glabrescens Pilger XXX
(4904) 480.
Rhynchosia Buchananii Harms X XVI (1899)
304.
Buettneri Harms XXX (1904) 90.
Dekindtii Harms XXX (1901) 90.
Dielsii Harms XXIX (1900) 448.
Fischeri Harms XXVI (4899) 305.
Goetzei Harms XXVIII (4900) 409.
glutinosa Harms XXVI (1899) 305.
Holstii Harms XXVI (1899) 306.
komatiensis Harms XXVI (1899) 306,
longipes Harms XXVI (1899) 306.
pycnantha Harms XXX (1901) 332,
Schweinfurthii Harms XXVI (4899) 307.
sericosemium Harms XXX (4904) 9.
Stuhlmannii Harms XXVI (4899) 308.
teramnoides Harms XXVI (4899) 807,
Rhynchospora pluricarpa Pilger XXX (1901)
142.
velutina ‘Nees, Bekl. forma glabrescens
XXX (4904) 148.
Rhynchotropis Harms XXX (4901) 86.
— Dekindtii Harms XXX (4904) 87.
- Poggei (Taub.) Harms XXX (4904) 86.
Iihytisma Lonicerae P. Henn. XXVII (1900)
277,
Ribes — Saxifraga. 31
Ribes Rosthornii Diels XXIX (1900) 378.
4904) 45.
Rinorea khutuensis Engl. XXVIII (4900) 436.
Riocrenxia longiflora K. Schum. XXVIII(41900
459.
— splendida K. Schum. XXVIII 4900 460.
Rodriguezia obscura Lehm. et Krzl. XXVI
4899) 488.
Roella arenaria Schltr. XXVII (1899) 193,
— compacta Schltr. XXVII 4899) 493;
Roeperocharis Wentzeliana Krzl. XXX (1904
283.
Romulea hirsuta Eckl. var. aurantiaca Schltr.
XXVII (1899) 90.
— hirta Schltr. XXVII (1899) 91.
Rosa Davidii Crép. var. subinermis Focke
XXIX (1900) 405.
— — — var. pungens Focke XXIX (4900
406.
Rotala mexicana Cham. et Schlecht. forma
major XXX (4904) 477.
Roupala pallida K. Schum. XXX Beibl. 67
4904) 29.
Rourea albido-flavescens Gilg XXX 1901
316.
— Goetzei Gilg XXVIII (4900) 394.
— macrantha Gilg XXVIII (4900) 393.
Royena Goetzei Gürke XXX (4901) 372.
— Nyassae Gurke XXX (4901) 373.
— pentandra Gürke XXVI (1898) 64.
— Wilmsii Gürke XXVI 4898 60.
Rubia Schumanniana E. Pritzel XXIX (1901
583.
Rubus ampelinus Focke XXIX 1900) 396. |
— amphidasys Focke XXIX (1900 396.
— eugenius Focke XXIX (1900) 393.
— euleucus Focke nov. nom. XXIX (4900,
397.
— flagelliflorus Focke XXIX (4900, 393.
— Giraldianus Focke XXIX (1900) 404.
— innoxius Focke XXIX (1900) 395.
— irenaeus Focke XXIX (1900 394.
— kingaensis Engl. XXX (4904, 343.
— mesogaeus Focke XXIX 41900) 399.
— — — var. oxycomus Focke XXIX 1900)
399.
—- modicus Focke XXIX (1900) 399.
— niveus Thunb. subsp. inopertus Focke
n. subspec. XXIX 1900) 400.
— pacatus Focke XXIX 1900) 395.
— — — var.alypus Focke XXIX (1900) 395.
— rungwensis Engl. XXX (4904) 344.
— sepalanthus Focke XXIX (4900) 394.
— Stuhlmannii Engl. XXVI (4899) 374.
— teledapos Focke XXIX ‘1900 398.
— ulugurensis Engl. XXVI (4899) 374.
| Rubus ulugurensis Engl. var. Goetzeana
Rimbachia? camerunensis P. Henn, XXX |
Engl. XXVIII (4900) 393.
— xanthoneurus Focke XXIX (1900) 392,
_ Rutidea albiflora K. Schum. XXVIII (1899) 87.
| Sabia Schumanniana Diels XXIX (1900) 454.
Sabicea arborea K.Schum. XXVIII ‘1899 58,
488.
| — trigemina K. Schum. XXVIII (4899) 59.
| Saintpaulia Goetzeana Engl. XXVIII 4800
484.
| — pusilla Engl. XXVIII (1900) 484.
' Salix aemulans v. Seemen XXIX Beibl. 65
(1900) 28.
— Bockii v. Seemen XXIX (1900, 278.
— crateradenia v. Seemen XXVII Beibl. 64
4900) 9.
we cyclophylla v. Seemen XXX Beibl. 67
4904) 4.
— dictyoneura v. Seemen XXIX (4900) 275.
— dolichostyla v. Seemen XXX Beibl. 67
4904) 39.
— Faurieiv. Seemen XXX Beibl. 67 (4904 40.
— pseudolapponum v. Seemen XXIX Beibl.
65 (1900) 28.
' —— Rosthornii v. Seemen XXIX (4900) 276.
— Shiraii v.Seemen XXX Beibl. 67 (4901 40.
— Wilmsii v. Seemen XXVI Beibl. 64
4900) 9.
Salvia japonica Thunb. +.
XXIX (1900, 558.
— — — 7. gracillima Diels XXIX 1900 55
— mandarinorum Diels XXIX (4900) 55
— mattogrossensis Pilger XXX (1904) 18
— Woodii Gürke XXVI (4898) 76.
Sanicula rugulosa Diels XXIX 4900
Satyrium kermesinum Krzl. XXX (4901
— miserum Krzl. XXX (4901) 284.
— monophyllum Krzl. XXX (14901) 284.
— Coriophoroidea) nyassense Krzl. XXVIII
4900) 478.
— setchuenicum Krzl. XXIX 11900 266.
Saussurea Baroniana Diels XXIX (1904) 625.
— dolichopoda Diels XXIX (1904) 623.
— microcephala Diels XXIX (4904) 624.
— obvallata Wall. var. orientalis Diels
XXIX (1904) 623.
pinnata Diels
8.
1:
ie)
491.
283.
. — Rosthornii Diels XXIX (1901) 625.
— — — yar. sessilifolia Diels XXIX 1904)
625.
Saxifraga atrata Engl. var. subcorymbosa
Engl. XXIX (1900; 364.
— gemmigera Engl. XXIX (1900) 366.
— Giraldiana Engl. XXIX 1900) 365.
— — — var. Biondiana Engl. XXIX 1900
366.
a)
HD
Saxifraga Giraldiana Engl. var. hupehensis
Engl. XXIX (1900) 266.
— Josephi Engl. XXIX (1900) 366.
— sarmentosa L. var. immaculata Diels
XXIX (1900) 364.
— sibirica L. var. Bockiana Engl. XXIX
(1900) 364.
Schefflera megalobotrya Harms XXIX (4900)
486.
— Stuhlmannii Harms XXVI (4899) 243.
Schefflerodendron Harms XXX (4904) 87.
— adenopetalum {Taub.) Harms XXX (4904)
88.
— usambarense Harms XXX (1901) 88.
Schima argentea E. Pritzel XXIX (4900) 473.
Schistocarpha eupatorioides (Fenzl) Hieron.
XXVIII (4904) 627; XXIX (1900) 63.
Schizandra glaucescens Diels XXIX (1900)
323.
Schizoglossum alpestre K. Schum. XXX
(4904) 384.
— Goetzei K. Schum. XXVIII (4900) 455.
— lividiflorum K. Schum. XXVIII (4900) 454.
— seyphostigma K. Schum. XXX (4901) 384.
— viridulum K. Schum. XXVII (4900) 455.
Schkuhria abrotanoides Roth var. pomas-
quiensis Hieron. XXIX (4900) 53.
Schoepfia spec. XXIX (4900) 306.
Schrebera americana (Zahlbr.) Gilg
(4904) 74,
— argyrotricha Gilg XXX (4904) 74.
Goetzeana Gilg XXVIII (4900) 450.
Holstii Gilg XXX (4904) 72.
— latialata Gilg XXX (1904) 73.
obliquifoliolata Gilg XXX (1904) 72.
- oligantha Gilg XXX (1904) 74.
platyphylla Gilg XXVIII (4900) 449,
tomentella (Welw.) Gilg XXX (1904) 74.
- Welwitschii Gilg XXX (1904) 73.
Schubea Pax XXVIII (4899) 22.
- heterophylla Pax XXVIII (1899) 23.
Schwartzkopffia Krzl. XX VIL (4900) 177.
- Buettneriana Krzl. XX VII (4900) 477.
sinensis Engl. XXIX (4900) 234.
Scirpus asper Presl. var, polystachya C. B,
Clarke XXX Beibl, 68 (4904) 36.
— cernuus Vahl var, 8. dura C, B, Clarke
XXX
Scindapsus ?
XXX Beibl. 68 1901) 29.
Philippi GC. B. Clarke XXX Beibl, 68
(1904) 32,
riparius Presl var, 8. tereticulmis C, B.
Clarke XXX Beibl, 68
Rosthornit Diels XXIX
Pilger XXX
Scleria cuyabensis Pilger
pusilla Pilger XXX
XXX
1901) 36,
1900) 228,
(1904) 149.
XXX (1904)
1904) 144
1901) 445,
xerophilus
violacea Pilger
144, |
Saxifraga — Senecio.
Scleroderma Zenkeri P. Henn. XXX (1904) 57.
Sclerotinia Shiraiana P. Henn. XXVIII (4900)
278.
Sclerotium acicolaP. Henn. XX VIII (4900) 280.
Scolopia Stuhlmannii Warb. msc. XXVIII
(4900) 438.
— theifolia Gilg XXX (1904) 359.
Scorodophloeus Harms XXX (1904) 77.
— Zenkeri Harms XXX (4901) 78.
Scutellaria pusilla Gürke XXX (14901) 393.
— violascens Gürke XXX (1904) 392.
Scytonema Bohneri Schmidle XXX (1904) 60.
Sebaea Burchellii Gilg XXVI (1898) 89.
— caladenia Gilg XXVI (1898) 89.
chironioides Gilg XXVI (4898) 404.
gariepina Gilg XXVI (1898) 90.
hymenosepala Gilg XXVI (1898) 89.
leiostyla Gilg XXVI (1898) 97.
macrantha Gilg XXVI (1898) 94.
macrophylla Gilg XXVI (4898) 96.
macrosepala Gilg XXVI (4898) 94.
macrostigma Gilg XXVI (1898) 93.
mirabilis Gilg XXVI (1898) 92.
oreophila Gilg XXX (4904) 377.
polyantha Gilg XXVI (4898) 95.
pratensis Gilg XXX (1904) 377.
ramosissima Gilg XXVI (1898) 9.
Schinziana Gilg XXVI (4898) 95.
schizostigma Gilg XXVI (4898) 93.
sedoides Gilg XXVI (1898) 98.
semialata Gilg XXVI (1898) 97.
stricta Gilg XXVI (4898) 90.
Thodeana Gilg XXVI (1898) 96.
Woodii Gilg XXVI (4898) 94.
Securinega Schlechteri Pax XXVIII (1899) 48.
Sedum bracteatum Diels XXIX (1900) 362,
— Henryi Diels XXIX (1900) 364.
-— Rosthornianum Diels XXIX (1900) 361.
— sarmentosum Bge. f. major Diels XXIX
(1900) 362.
— sinicum Diels XXIX (1900) 361.
— valerianoides Diels XXIX (1900) 360.
Seemannia Regnelliana Fritsch XXIX Beibl.
65 (1900) 13.
Selaginella Goetzei Hieron, XXX (1904) 265.
Selago Goetzei Rolfe XXX (4904) 402.
— namaquensis Schltr. XXVII (1899) 189.
- phyllopodioides Schltr, XX VIL (1899) 190,
Senecio Aschersonianus Hieron, XX VIL (41904 )
642.
— breviligulatus Mieron, XX VIH (49014) 639.
— corazonensis Hieron, XXIX (1900) 73.
cuencanus Hieron, var, tomentella
Hieron, XXVIII (4904) 632.
decompositus Schultz Bip, mser, XXVIII
(1904) 63%,
disciformis Hieron, XXIX (4900) 72,
Senecio — Smilax.
Senecio dolichopappus ©. Hoffm. XXX (1904)
438.
— Eggersii Hieron. XXVIII (1904) 645.
ellipticifolius Hieron. XXVIII (4904) 637.
Engleri Hieron. XXVIII (4904) 644.
Goetzei O. Hoffm. XXVIII (1900) 507.
Greenmanianus Hieron. XXVIII (4901) |
643. |
— — var. subdevestita Hieron. XXVIII
(4904) 644.
Gürkei Hieron. XXVIII (1901) 646.
iscoensis Hieron. XXIX (1900) 70.
Karstenii Hieron. XXVIII (4904) 644.
lloénsis Hieron. XXVIII (1904) 636;
XXIX (1900) 74. |
lycopodioides Schltr. XX VII (1899) 210.
Magnusii Hieron. XXVIII (1904) 642. |
mochensis Hieron. XXVIII (1901) 632; |
XXIX (1900) 68.
mojandensis Hieron. XXVIII (4904) 631 ;
XXIX (1900) 67.
monanthus Diels XXIX (4904) 621.
pachyrhizus ©. Hoffm. XXX (4904) 435. |
patens (Kunth) DC. var. prenanthoidea |
Hieron. XXVIII (1904) 632. |
popayanensis Hieron. XXVIII (4901) 638. |
psiadioides O. Hoffm. XXX (1901) 436. |
putcalensis Hieron. XXVIII (4901) 635. |
Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 73.
tener O. Hoffm. XXX (4904) 434.
trachyphyllus Schltr. XXVIL (4899) 244. |
trianthemos O. Hoffm. XXX (1904) 437.
tropaeolifolius O.Hoffın. XXX (1904) 437.
ukingensls O. Hoffm. XXX (1904) 435.
ullucosanus Hieron. XXVIII (4901) 636.
Urbani Hieron. XXVIII (4904) 640.
ussanguensis O. Hoffm. XXX (1901) 438.
Sericocoma heterochiton Lopr. XX VII 4899) |
46.
— leucoclada Lopr. XXVII (4899) 45.
Sericocomopsis quadrangula (Engl) Lopr. |
XXVI (4899) 42.
— Welwitschii (Bak.) Lopr. XXVII (4899) 42.
Sericorema (Hook. f ) Lopr. XX VIL (4899) 39.
— remotiflora (Hook.f.) Lopr. XX VII/4899)40.
— sericea (Schinz) Lopr. XXVI (4899) 40.
Sericostachys Gilg et Lopr. XX VII (4899) 50.
— scandens Gilg et Lopr. XXVI (1899) 51. |
— tomentosa Lopr. XXVII (1899) 54.
Serruria Meisneriana Schltr. XXVIT (1899)
408.
Sesbania Goetzei Harms XXX (1904) 327.
Seseli Giraldii Diels XXIX (1900) 497.
Shiraia P. Henn. XXVIII (1900) 274.
— bambusicola P. Henn. XXVII (1900) 274. |
Sigmatostalix Lehmanniana Krzl. XXVI |
(1899) 480.
39
Sinofranchetia Diels XXIX (1900) 343.
Siparuna apicifera (Tul.) A. DC. var. acutis-
sima Perk. XXVIII (1904) 697.
— apiosyce (Mart.) A. DC. var. ruficeps
(Tul.) Perk. XXVIII (1904) 695.
argyrochrysea Perk. XXVII (4904) 702.
caloneura Perk. XXVIII (4904) 681.
chlorantha Perk. XXVIII (1904) 677.
chrysantha Perk. XXVIII (1904) 685.
cinerea Perk. XXVIII (1904) 695.
colimensis Perk. XXVIII (1904) 682.
crassiflora Perk. XXVIII (1904) 702.
cujabana (Mart.) A. DC. var. foliosa
(Tul.) Perk. XXVIII (1904) 694.
— — — var. lanceolata: (Tul.) Perk:
XXVIII (4901) 694.
davillifolia Perk. XXVIII (4904) 684.
glossostyla Perk. XXVIII (1904) 704.
grandiflora (H.B.K.) Perk. XXVIII (4904)
685.
griseo-flavescens Perk. XXVIII (4904)
693.
harongifolia Perk. XXVIII (4904) 686.
hylophila Perk. XX VII (4901) 685.
hypoglauca Perk. XXVIII (1904) 694.
lepidantha Perk. XXVIII (4904) 701.
magnifica Perk. XXVIII (1904) 699.
Mathewsii Perk. XXVIII (1904) 680.
minutiflora Perk. XXVIII (1904) 674.
Mourae Perk. XXVIII (1904) 675.
paralleloneura Perk. XX VIII (1904) 688.
patelliformis Perk. XXVIII (4901) 692.
pyricarpa (R. et P.) Perk. XX VIII (19014)
690.
riparia (Tul.) A. DC. var. macrophylla
Perk. XXVIII (1904) 690.
salvioides Perk. XXVIII (1904) 697.
Santae Luciae Perk. XX VIII (1904) 677.
scabra Perk. XXVIII (1901) 684.
spectabilis Perk. XXVIII (1901) 686.
steleandra Perk. XXVIII (1904) 700.
stellulata Perk. XXVIII (4904) 689.
Sumichrastii Perk. XXVIIT (1904) 682.
tenuipes Perk. XXVIII (1904) 680.
ternata Perk. XXVIII (1901) 694.
tetraceroides Perk. XXVIII (1904) 689.
tomentosa (R. et P.) Perk. XX VIII (4904)
694.
Tulasnei Perk. XXVIII (4904) 688.
Urbaniana Perk. XXVIII (4904) 683.
venezuelensis Perk. XXVIII (4904) 679.
Smilacina n. sp. XXIX (1900) 246.
Smilax Bockii Warb. XXIX (1900) 259.
— brevipes Warb. XXIX (4900) 256.
cinerea Warb. XXIX (4900) 258.
— cocculoides Warb. XXIX (1900) 257.
cyclophylla Warb. XXIX (1900) 257.
40
Smilax discotis Warb. XXIX (1900) 256.
glauco-china Warb. XXIX (4900) 255.
Goetzeana Engl. XXX (1904) 275.
longipes Warb. XXIX (1900) 256.
microphylla Wright var. angustifolia
Warb. XXIX (4900) 259.
— var. elongata Warb. XXIX (41900)
259.
— var. nigrescens
4900) 259.
polycolea Warb. XXIX (1900) 257.
— — var. acuminata Warb. XXIX
1900) 257.
trigona Warb. XXIX (1900) 258.
Smithia Goetzei Harms XXX (4904) 329.
— megalophylla Harms XXVI (4899) 292.
Solanum astrochlaenoides Dammer XXVIII
1900) 476.
bathocladon Dammer XXVIII (4900) 476.
Goetzei Dammer XXVIII (4900) 473.
Magnusianum Dammer XXVII (4900)
475.
— monotanthum Dammer XXVIII (1900)
474.
Sonchus lasiorhizus O. Hoffm. XXX (1901)
444.
— violaceus O. Hoffm. XXX (4904) 443.
Sopubia cana Harv, var. glabrescens Diels
XXVI (4898) 423.
Sphaerostilbe (Sphaerostilbella) lutea P.Henn.
n. sp. XXX (1904) 40.
Sphaerotheca Kusanoi P. Henn. et Shir.
XXIX (4900) 447.
— Phtheirospermi P. Henn. et Shir. XXIX
1900) 447.
Sphaerozosma depressum (Breb.) Rabh. for-
ma rectangula Schmidle XX VI (41898)
16.
Sphaerulina Rhodeae P. Henn, et Shir. XXIX
(4900) 450.
Sphagnum amoenum Warnst. XX VII (4899
252.
— brachybolax C. Müll. c. fr.
253.
eveloeladum Warnst. XX VIT (4899) 257.
heterophyllum Warnst. X X VII (4899) 254.
longicomosum C. Miller XXVII (1899)
257.
ovalifolium Warnst. var, homoclada
C. Mall. Warnst, NX VII (4899) 258.
sordidum C, Müll, in Jitt. NN VIL (4899)
254.
subbrachycladum C, Müll, in litt. XX VII
1899) 255.
uberythrocalyx C, Müll, in litt, XX VII
1809) 256,
Warb. XXIX
XX VII (1899)
Smilax — -Steirodiscus.
Sphenostylis Schweinfurthii Harms XX VI
(4899) 309.
— stenocarpa (Hochst.) Harms XX VI (4899)
309.
Spilanthes americana (Mutis) Hieron. XX VIII
(4904) 610; XXIX (4900) 42.
— Eggersii Hieron. XXVIII (4904) 608.
— popayanensis Hieron, XXVIII (4904) 610,
— Sodiroi Hieron. XXVIII (4904) 640;
XXIX (4900) 42.
Spiraea Rosthornii E. Pritzel XXIX (41900)
383.
Spirogyra Goetzei Schmidle X X X (4904) 251.
Nyassae Schmidle XXVII (4899) 230.
‘Spirulina Neumannii Schmidle XXX (490%)
58.
Stachyothyrsus Staudtii Harms X XVI (4899)
277.
Stachys chrysotrichos Gürke XXVIII (4900)
316.
erectiuscula Gürke XXVII (4900) 345.
pseudonigricans Gürke XXVII (4900)
345.
Bachmannii Gürke XXVI (1898) 75.
Schlechteri Gürke XXVI (1898) 74.
sessilis Gürke XXVI (1898) 74.
' — transvaalensis Gürke XXVIII (1900) 316.
Staphylea spec. XXIX (1900) 447.
| Stathmostelma bicolor K. Schum. XXVIII
4900) 457.
. — odoratum K. Schum. XX VII (4900) 457.
— pachycladum K. Schum, XXVIII (4900)
458.
Staurastrum Engleri Schmidle XX VI (1898)
56.
— gracile Ralfs var. subornatum Schmidle
XXVI (4898) 54.
— — var, granulosum Schmidle XX VI
(4898) 51.
Hieronymusii Schmidle XX VI (4898) 54.
leptocladum Nordstedt forma XXVI
(4898) 54.
limneticum Schmidle XX VI (4898) 52.
mossambicum Schmidle X XVI (4898) 56.
protuberans Schmidle XX VI (4898) 50.
quadrifurcatum Schmidle XXVI (1898)
57.
securiforme Schmidle XXVI (4898) 55.
- seligerum Cleve var, minor Schmidle
XXVI (1898) 58.
- var. Nyansae
4898) 53,
— subprotractum Schmidle XXV1(1898) 55.
subtrifurcatum Schmidle X X VI (1898) 56.
Steirodiscus gamolepis Bolus XX VII (4899)
216,
— Schlechteri Bolus XX VIT (4899) 217,
Schmidle XXVI
Stelis — "Tetraedron.
_ Stelis fyrfuracea Lehm. et Krzl. XX VI (4899)
447.
pachypus Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
447,
popayanensis Lehm, et Krzl. XX V1(1899
448.
—
447.
suaveolens Lehm. et Krzl. XXVI (4899)
448.
448.
Stemmatella Lehmannii
(1904) 602.
— Sodiroi Hieron. XXVIII (1904) 601.
— urticifolia (Kunth) O.Hoffm. msc. XXVIII
(1904) 603.
Stenadenium Pax n. gen. XXX (1904) 343.
— spmescens Pax XXX (4904) 343.
Stevia Benthamiana Hieron. XXVIII (1901)
564.
— — var. pesarensis Hieron. XXVIII
4904) 564.
dianthoidea Hieron. XXIX (4900) 4. _
Lehmannii Hieron. X\VII (1901) 562.
tunguraguensis Hieron. XXVIII (1904)
563.
. Wageneri Hieron. XXVIII (4904) 562.
Stichopsora Diet. XXVII (1899) 565.
— Asterum Diet. XXVII (1899) 566.
Stietis Kummerae P. Henn. XXVIII (1900) 323.
Stipa patulifolia Pilger XXVII (4899) 26.
Stoebe cyathuloides Schltr. XX VIT (4899) 201.
— kilimandscharica O. Hoffm. var. densi-
flora O. Hoffm. XXX (4904) 430.
— sphaerocephala Schltr. XX VII (4899) 202.
Streptocarpus balsaminoides Engl. var. tenui-
folia Engl. XXVI (4899) 363.
Goetzei Engl. XXX (4904) 406.
Wilmsii Engl. XXVI (1899) 363.
Stropharia hypholomoides P. Henn, XXX
(4904) 52.
lepiotoides P. Henn. XXX (1904) 52.
Staudtiana P. Henn. XXX (1904) 51.
Hieron.
rhynchanthera Lehm. et Krzl. X X VI 899)
viridi-brunnea Lehm. et Krzl. XX VI 4899) |
XXVIT |
41
Strychnos pauciflora Gilg XX VIIL (4899) 424.
— sansibariensis Gilg XXVIII (4899) 124.
— unguacha A. Rich. var. polyantha Gilg
XXX (1904) 374.
— xylophylla Gilg XXVIII (4899) 422.
Stylochiton Zenkeri Engl. XXVI (1899) 424.
Stylosanthes guyanensis Sw. var. pubescens
Pilger-XXX (1904) 460.
Styrax Hemsleyana Diels XXIX (1900) 530.
— pachyphylla Pilger XXX (4904) 482.
Sweertia crassiuscula Gilg XXVI (1898) 107.
curtioides Gilg XXX (4904) 379.
Engleri Gilg XXVI (4898) 108.
filicaulis Gilg XXVI (4898) 109.
minima Gilg XXVI (4898) 408.
polyantha Gilg XXVI (4898) 109.
Volkensii Gilg XXVI (4898) 108.
Sycopsis sinensis Oliv. var. integrifolia Diels
XXIX (4900) 384.
Symplocos alata Brand XXIX (1900) 529.
anomala Brand XXIX (1900) 529.
setchuensis Brand XXIX (1900) 528.
stellaris Brand XXIX (1900) 528.
Syncolostemon, lanceolatus Gürke XXVI
(1898) 77.
Syngonanthus caulescens (Poir.) Ruhl, XXX
(4904) 447.
Syntriandrium ‚Engl. XXVI (1899) 442.
— Dinklagei Engl. XXVI (4899) 443.
— Preussii Engl. XXVI (1899) 442.
Syringa microphylla Diels XXIX 1900) 534.
Syzygium guineense (Willd.) DC. forma lati-
folia XXVIII (4900) 442.
— — — — forma angustifolia XXVIII
(4900) 442.
Tacazzea floribunda K, Schum. XXX (1901
Struthiola tetralepis Schitr. XX VI[(1899)474. |
— — — var. glabricaulis Schltr.
(4899) 174.
Strychnos brachyura Gilg XXVIII (1899)
449.
Carvalhoi Gilg XXVIII (1899) 423.
chlorocarpa Gilg XXVIII (1899) 120.
chrysophylla Gilg XXVIII (1899) 449.
congolana Gilg XXVIII (4899) 120.
Dewewrei Gilg XXVIII (1899) 449.
Dinklagei Gilg XXVIII (4899) 121.
Goetzei Gilg XXVIII (4899) 193, 454.
XXVII |
heterodoxa Gilg XX VII (4899) 448, 454. |
381.
Tapeinochilus Beccarii K. Schum. XXVII
(1899) 348.
densus K. Schum. XXVII (1899) 349.
globiceps K. Schum. XXVII (1899) 349.
Lauterbachii K.Schum. XX VII(1899) 348.
recurvatus K. Schum. XXVI (1899) 349.
spectabilis (Zipp.) K.Schum. XX VIT (1899)
348.
Tecoma Piutinga Pilger XXX (1904) 196.
Tephrosia aurantiaca Harms XXVIII (1900)
402.
Bachmannii Harms XXVI (4899) 286.
cephalophora Harms XXVIII (4900) 403,
Heckmanniana Harms XXX (4901) 326.
paucijuga Harms XXX (1904) 326.
Tetracarpidium Staudtii Pax XX VI(4899) 329.
Tetraedron enorme Hansg. var. elegans
(Hansg.) Schmidle XXVI (4898) 6.
42
Tetragonia macrostylis Schltr. XX VII (4899) | Thesium polycephalum Schltr. XX VII (1899)
124.
— namaquensis Schltr. XXVII (4899)
— rosea Schltr. XXVI 4899) 424.
— virgata Schltr. XXVII (4899) 425.
Tetrastigma Hemsleyanum Diels et Gilg
XXIX (1900) 463.
Teucrium bidentatum Hemsl. var. purpureum
Diels XXIX (1900) 552.
— Franchetianum Diels XXIX
124.
1900) 554.
— Goetzei Gürke XXX (1904) 394.
Thamnochortus Bachmannii Mast. XXIX
Beibl. 66 (1900) 43.
canescens Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 42.
dumosus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 14.
membranaceus Mast. XXIX Beibl. 66
(1900) 44.
paniculatus Mast. XXIX Beibl.66 (4900) 42.
pluristachyus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900)
42.
— sulcatus Mast. XXIX Beibl. 66 (1900) 44.
Thamnomyces camerunensis P. Henn. XXX
4904) #1.
Thea caudata (Wall) Seem. var.
Kochs XXVII (4900) 583.
celebica Warburg XXVII (4900) 589.
cuspidata Kochs XXVII (4900) 586.
Faberi
— iniquicarpa (B. C. Clarke msc.) Kochs
XXVII (4900) 590.
lasiostyla Warburg XXVII (1900) 582.
punctata Kochs XX VII (1900) 584.
rosaeflora Hk.) O. Ktze. var. a. pilosa
Kochs XXVI (4900) 585.
— — — var. b. glabra Kochs XXVII
1900) 585.
— salicifolia Seem, var.
XXVII (4900) 583.
speciosa Kochs XXVII (4900) 597.
spectabilis (Champ.) Kochs XXVII (4900
595.
Thecacoris gymnogyne Pax XXVIII(4899) 20.
reticulata Pax XX VII (4899
Warburgii Kochs
- — — var,
21.
Thelephora Amigenatscha P.
1904) 42.
— Brauniü P. Henn. XXX 4904, M.
Schltr, XXVII 4899) 415.
aristatum Schltr. XXVII (4899) 446.
- bathyschistum Schltr, XX VII (4899) 446.
brachygyne Schltr. XXVII (4899) 417.
XXX
Henn.
Thesium affine
conostylum Schltr, XXVIE 1899) 447.
dissitifiorum Schltr. XX VII (4899) 148.
- fallax Schitr, XXVIL (4899) 448,
foveolatum Schitr. XXVI (4899) 449,
Goetzeanum Engl. XXX (1904) 306.
Maximiliani Schltr. XXVI 1899, 149,
namaquense Schltr, XXVU 1899) 120,
Tetragonia — Trichomanes.
420.
pycnanthum Schltr. XX VII (4899) 420.
rungwense Engl. XXX (1901) 307.
ulugurense Engl. XXVIII (1900) 385.
unyikense Engl. XXX (1904) 306.
ussanguense Engl. XXX (4904) 305.
Thuidium ulugurense Broth. XXVIII (1900)
339.
Thunbergia argentea Lindau XXX (1904)
407.
— exasperata Lindau XXX (1904) 408.
— squamuligera Lindau XXX (4904) 406.
Tilia Baroniana Diels XXIX (1900) 468.
Tiliacora Dinklagei Engl. XXVI (1899) 402.
—— Lehmbachii Engl. XXVI (1899) 404.
— odorata Engl. XXVI (1899) 400.
— Soyauxii Engl. XXVI (1899) 404.
Tillandsia Augustae regiae Mez XXX Beibl. 67
(4904) 40.
goyazensis Mez XXX Beibl. 67 (1904) 14.
Palmana Mez XXX Beibl. 67 (1901) 9.
Rothschuhiana Mez XXX Beibl.67 (1904) 8.
Seleriana Mez XXX Beibl. 67 (1904) 8.
Tonduziana Mez XXX Beibl. 67 (4904) 9.
Tinnea Barteri Gürke XXVIII (1900) 314.
Tinospora Buchholzii Engl. XX VI (1899) 403.
— mossambicensis Engl. XX VI (1899) 404.
— Stuhlmannii Engl. XXVI (1899) 404.
Torenia spicata Engl. var. uhehensis Engl.
XXVIII (4900) 478.
Torricellia intermedia Harms XXIX (1900)507.
Torulinium Poeppigii C. B. Clarke XXX
Beibl. 68 (1904) 47.
Trachopogon polymorphus Hack. var. boli-
viana Pilger XXVII (1899) 22.
Trentepohlia (Heterothallus) ellipsicarpa
Schmidle var. africana Schmidle XXX
A901) 63.
Triaspis acuminata Engl. XX VII (4900) 446.
Tricalysia macrophylla K. Schum. XXVIHI
1899) 66
mucronulata K. Schum, XXX (1904) 413.
subsessilis K. Schum. XXVIIE (1899) 66.
Trichilia angustior Harms XXX Beibl. 67
(1904) 34.
brachythyrsus Harms XXX Beibl. 67
1904) 32.
- graciliflora Harms XXX Beibl.67 (1904) 33.
pyramidata Harms XXX Beibl. 67 (1904)
32,
Schumannianı
4901) 33.
Trichodesma glabrescens Gürke XXX (1901)
389,
Triehomanes Goetzei Hieron, XX VII 4900)
339,
Harms XXX Beibl. 67
Trichosanthes — Valeriana.
Trichosanthes Rosthornii Harms XXIX (4904)
603.
Trichostachys microcarpa K.Schum, XXVIII
(4899) 88.
— Soyauxii K. Schum. XXVIII (1899) 89.
— stenostachys K.Schum. XXVIII (4899) 89.
Trichostomum Ehrenbergii Lor. var. denti-
cuspis Broth. XXX (1901) 261.
Tridax Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 54.
Trifolium ukingense Harms XXX (1904) 324.
— Wentzelianum Harms XXX (1904) 324.
Trigonocapnos Schltr. XXVII (1899) 431.
— curvipes Schltr. XXVII (1899) 132.
Triosteum himalayanum Wall. var. chinense
Diels et Graebn. XXIX (1904) 590.
— intermedium Diels et Graebn. XXIX (1904)
590.
— Rosthornii Diels et Graebn. XXIX (1904)
592.
Triplochiton K. Schum. XXVIII (1900) 330.
— scleroxylon K.Schum. XXVIII (1900) 331.
Triplochitonaceae K. Schum. XXVIII (4900)
330.
Tripteris Goetzei O. Hoffm. XXX (4904) 439.
Tritonia acroloba Harms XXX (1904) 278.
Triumfetta brachyceras K. Schum. XXVIII
(1900) 432.
Trixis proustioides Hieron. XX VIII(4 904) 653.
Trochila Symploci P. Henn. XXVIII (1900)
276.
Tropacolum cuspidatum Fr. Buchenau XX VI
(1899) 584.
— luteum Fr. Buchenau XXVI (4899) 583.
— Warscewiczii Fr. Buchenau XXVI (4899)
582.
Tupistra spec. XXIX (1900) 251.
Turnera dasytricha Pilger XXX (1904) 476.
Turraea Goetzei Harms XXVIII (1900) 445.
Tylostemon Engl. XXVI (1899) 389.
— batangensis Engl. XXVI (4899) 390.
— crassifolius Engl. XXVI (4899) 390.
— Dinklagei Engl. XXVI (4899) 389.
Typhula bipindiensis P. Henn. XXX (4904) 42.
— phaeosperma P.Henn. XXVIII (4900) 320.
Uapaca Goetzei Pax XXVIII (1900) 448; |
var. XXX (1904) 338.
Uncinula clandestina Bivon. form. n. ja-
ponica P. Henn. XXIX (4900) 149.
— Shiraiana P. Henn. XXIX (1900) 448.
— verniciferae P. Henn. XXIX (1900) 449.
— Zelkowae P. Henn. XXIX (1900) 449.
Uragoga ankafinensis K, Schum. XXVIII
(1899) 106.
— ceratoloba K.Schum. XXVIII (1899) 405.
— hexamera K,.Schum. XXVIII (1899; 104.
1
|
|
|
|
|
43
Uragoga lateralis K. Schum. XXVIII (1899)
405.
— scaphus K. Schum, XXVIII (4899) 404.
— subipecacuanha K.Schum. XXVIII (1899)
406.
Uredo australis Diet. et Neg. XX VII (1899) 15.
— (Pucciniastrum?) Boehmeriae Diet.
XXVIII (1900) 290.
Chascolythri Diet. et Neg. XXVII (1899)
45.
Inouyei P. Henn. et Shir, XXVIII (4900)
263.
ochracea Diet. XX VII (4899) 572.
Oenanthes Diet. XXVIII (1900) 290.
Panici Urvilleani Diet. et Neg. XXVII
(1899) 45.
Pellaeae Diet. et Neg. XXVII (4899) 15.
peucana Diet. et Neg. XXVII (1899) 15.
Rubiae Diet. XXVIII (1900) 290.
solaninum P. Henn. XXVIII (1900) 349.
solitaria Diet. et Neg. XXVII (1899) 16.
Uromyces aberrans Diet. XXVIII (4900) 284.
— crassipes Diet. et Neg. XXVII (4899) 2.
Duseni Diet. et Neg. XXVII (1899) 4.
Klugkistianus Diet. XX VII (4899) 570.
Pozoae Diet. et Neg. XXVII (1899) 4.
truncicola P. Henn. et Shir. XX VIIT/1900)
260.
— Tulipae Diet. XXVIII (4900) 282.
Urophyllum chloranthum K. Schum. XX VIII
(4899) 57, 488.
— xanthorrhoeum K.Schum. XXVIII(1899)
58.
Urtica fissa E. Pritzel XXIX (1900) 301.
Ustilago filiformis P. Henn. XXX (4904) 254.
— Shiraiana P. Henn. XXVIII (4900) 260.
Utricularia brachyceras Schltr. XX VIT {1899
494.
— Meyeri Pilger XXX (4904) 494.
Waccinium laetum Diels XXIX (1900) 516.
— mandarinorum Diels XXIX (1900) 516.
Valeriana alophis Graebn. XXVI (1899) 432.
— amphilophis Graebn. XX VI (1899) 433.
catharinensis Graebn. XX VI (4899) 427.
Glaziovii Graebn. XX VI (1899) 435.
gonatolophis Graebn. XX VI (4899) 432.
helictes Graebn. XXIX (1901) 600.
hiemalis Graebn. XXIX (4904) 600.
Hieronymi Graebn. XXVI (4899) 431.
Itatiaiae Graebn. XX VI (1899) 435.
knautioides Graebn. XXVI (4899) 427.
leptothyrsos Graebn. XX VI (4899) 425.
Lindaviana Graebn. XX VI (4899) 426.
Rosthornii Graebn. XXIX (1904) 599.
tuberifera Graebn. XXVI (4899) 428,
41
Valeriana Ulei Graebn. XXVI (1899) 436.
|
Vanguiera adenodonta K. Schum. XXX |
(1904) 444.
armata K. Schum. XXVIII (4899) 69,
cana K. Schum. XXVIII (4899) 69.
dasyothamnus K. Schum. XXVIII (4899)
70.
lichenoxenos K.
70, 493.
monantha K.Schum. XXVIII (4900) 493.
nodulosa K. Schum. XXVIII (1899) 74.
obtusifolia K.Schum. XXVIII(1900) 493.
oxyantha K. Schum. XXVIII (4899) 72.
rubiginosa K. Schum. XXVIII (4899) 72.
Vanhouttea Gardneri (Hook.) Fritsch XXIX
Beibl. 65 (1900) 44.
— — — — var. hirtella Fritsch
Beibl. 65 (1900) 14.
— lanata Fritsch XXIX Beibl. 65 (1900) 46.
— salvifolia (Gardn.) O. Ktze. var. parvi-
flora Fritsch X XIX Beibl. 65 (1900) 46-
\aucheria repens Hass. (Klebs) forma nasuta
XXX (1904) 64.
Verbesina Eggersii Hieron. XX VIII (4901)644
— Halli Hieron. XXIX (1900) 43.
inuloides Hieron. XXIX (1900) 45.
Lehmannii Hieron. XXVIII (1904) 612°
lloönsis Hieron. XXVIII (4904) 644
XXIX (1900) 45.
— — var.lobata Hieron. XXIX (41900) 46
Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 44.
Vernonia amp la O. Hoffm. XXX (4901) 423
— Bockiana Diels XXIX (4904) 608.
bracteosa O. Hoffm. XXX (1904) 424.
chimborazensis Hieron. XXVIII (4904)
559.
Cotoneaster (Willd.) Lessing var. pungen
Hieron. XXVIII (41904) 559. s
- Goetzeana O. Hoffm. XXVII (4900) 503
leucocalyx O. Hoffm. XXX (4904) 422.
— lugarensis O. Hoffm. XXX (4904) 425.
obtusata Less. var. angustata Pilger
XXX (1904) 204.
polyura O. Hoffm. XXX (1904) 422.
scabrifolia O. Hoffm, XXX (1904) 424.
- Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 4.
sphaerocalyx O. Hoffm, XXX (1904) 423.
- suaveolens Kunth var. hirsuta Hieron,
XXIX (4900) 4.
usafuensis O, Hoflm.
Viburnum Bockii Graebn,
Schum,
XXIX
XXX (1904) 495,
X XIX (1904) 585.
chinshanense Graebn. XXIX (1904) 585,
Dielsii,Graebn, XXIX (1904) 588,
erosum Thunb,'var, setchuenense Graebn.
NNIN (1904) 589,
fallax Graebn, X XIX (4901) 586,
lobophyllum Graebn, XXIX 4904) 589,
XXVIII (4899)
= Buchneri Harms XXVI
Valeriana — Werneria. |
| Viburnum Prattii Graebn. XXIX (4904) 584,
propinquum Hemsl. var. parvifolium
Graebn. XXIX (1904) 587,
rectangulatum Graebn. XXIX (4901) 588.
Rosthornii Graebn, XXIX (4904) 586.
— — var. xerocarpa Graebn, oe
(1904) 586.
sympodiale: Graebn, X XIX (1904) 587.
Willeanum Graebn. XXIX (4904) 589.
Vigna Antunesii Harms XXX (4904) 92.
(1899) 340.
— bukobensis Harms XXX (1904) 92.
Dekindtiana Harms XXX (4904) 93.
Fischeri Harms XXVI (4899) 340.
Holstii Harms XXVI (1899) 344.
Junodii Harms XXX (4904) 93.
macrantha Harms XXX (1904) 93.
micrantha Harms XXVI (4899) 344.
StuhImannii Harms XXX (1904) 94.
Viguiera chimboénsis Hieron. X XIX (1900)38.
— Lehmannii Hieron. XXVIII (4904) 607.
Viola abyssinica Steud. var. ulugurensis Engl,
XXVIII (4900) 437.
| — Rosthornii E. Pritzel XXIX (4900) 477.
Viscum Goetzei Engl. XXX (4904) 304.
Vismia Glaziovii Ruhl. XXX Beibl. 67 (1901)
27.
Vitex Goetzei Gürke XXVIII (4900) 464,
— iringensis Gürke XXVIII (4900) 464.
— quadrangulus Gürke XXVIII (1900) 463.
Vitis armata Diels et Gilg XXIX (1900) 462,
— betulifolia Diels et Gilg XXIX (4900) 464.
— pentagona Diels et Gilg XXIX (1900) 460.
— trichoclada Diels et Gilg X XIX (1900) 464.
Volvaria glutinosa P. Henn. XXVIII (1900)
324.
Vriesea modesta Mez XXX Beibl. 67 (4904) 7.
~~ Mülleri Mez XXX Beibl. 67 (4904) 7
Wuühlenbergia capillacea (Thunb.) A. DC.
var. tenuior Engl. XXX (4904) 448.
— psammophila Schltr. XXVIT (1899) 4 92.
- rivularis Diels XXVI (4898) 444.
Watsonia longicollis Schltr. XX VIL(4899)1 06,
Wedelia Eggersii Hieron, XX VIII (4904) 604.
Weihea? rotundifolia Engl. XXVIII (4900)
440.
Weinmannia goyazensis K. Schum, XXX
Beibl. 67 (1904) 29.
Welwitschiina Engl. XXVI (4899) 446.
macrophylla (Hiern) Engl. XXVI (1899)
416.
Werneria caulescens ‘Wedd, Hieron, XXIX
4900, 74,
Lehmannit Hieron. XX VIT 1904
rosea Hieron, NXVITL 1904) 648,
647,
Wikstroemia — Zythia. 45
Wikstroemia stenophylla E. Pritzel XXIX | Zaluzania quitensis Hieron. X XIX (1900) 37.
1900 (480).
Woodsia Rosthorniana Diels XXIX (4900
187.
Wulffia Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 34.
Wurmbea Goetzei Engl. XXX 4904) 272.
Manthidium cristatum Breb. var. Delpontei
Roy f. africana Schmidle XX VI (1898
42.
Xysmalobium dolichoglossum K. Schum.
XXVIII (4900) 456.
Xyris brunnea Nilss, XXX (4904) 274.
— capensis Thunb. 6. nilagirensis (Steud.
Nilss. XXX (4904) 274.
Zaluzania nonensis Hieron, XXIX (4900) 36.
_ — Sodiroi Hieron. XXIX (1900) 35.
‚ Zaluzianskya gilioides Schltr. XX VII (4899)
182.
| — violacea Schltr. XXVII (1899) 483.
_ Zingiber brevifolium K.Schum. XX VII (4899)
268.
| — macradenia K.Schum. XX VII (1899) 269.
' — macrocephalus (Zoll.) K. Schum, XX VIT
(1899) 269.
, — striolatum Diels XXIX (4900) 262.
Xymalos usambarensis Engl. XXX (1904)340. |
Zizyphus Jujuba Lam. forma obliquifolia
Engl. XXVIII(1900)426; XXX (1904)
391.
Zornia reptans Harms XXVIII (4900) 406.
. Zygodon dioicus Broth. XXX (1904) 262.
Zygophyllum teretifolium
(1899) 459.
Schltr. XX VII
| Zythia stromaticola P. Henn, et Shir, XX VIH
(1900) 279.
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